Latest / Border Allein – Selbstführung für emotional intensive Menschen / Wie eine Schildkröte
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- 0:00Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Borderline.
- 0:05Mein Name ist Sven aka Borderline und nach den letzten
- 0:12ich sag mal 3 folgen respektive nach der letzten Folge, für die
- 0:17es wahnsinnig viel, ja wahnsinnig viel Zuspruch gab,
- 0:21wahnsinnig viel viel. Resonanzen gab, weil sie
- 0:27wirklich extrem hart war. Allerdings, wie auch gesagt
- 0:31wurde, dass gerade die letzte Folge mit der Selbstverletzung
- 0:37reingehauen hat, aber mega reflektiert war, ist es
- 0:42natürlich jetzt auch schwer für mich, da jetzt den roten Faden
- 0:46so nicht zu verlieren, sprich also, dass man jetzt hergeht
- 0:52und. Ich habe jetzt eine Woche Zeit
- 0:54gehabt, um so ein bisschen sacken zu lassen und habe das
- 0:59Gespräch tatsächlich auch gesucht.
- 1:02Was das alles angeht mit den dementsprechenden Stellen und
- 1:07habe gemerkt, wie besonnen und und wie soll ich sagen,
- 1:13reflektiert man da mittlerweile mit umgeht, dass man oder
- 1:17andersrum vor keine Ahnung 2 Jahren.
- 1:20Hätte mich diese Folge wahrscheinlich die neue Adios
- 1:23Folge aufnehmen lassen, weil ich damit wahrscheinlich überhaupt
- 1:28nicht klar gekommen wäre. Daran sieht man einfach und das
- 1:31will ich damit ausdrücken, dass man im Laufe der Zeit mit so
- 1:36viel Auseinandersetzung, mit so viel Selbstreflexion, mit so
- 1:41viel Willen und und auch wirklich absoluten, Absoluten
- 1:47ja. Straight geradeaus gehen und
- 1:52sagen so das was die Krankheit mir früher mal angetan hat, das
- 1:56schafft sie nicht mehr, das schafft sie einfach nicht mehr,
- 1:58das schafft sie auch nicht so und das erfüllt mich tatsächlich
- 2:04und das muss ich an dieser Stelle mal so ausnahmsweise, ich
- 2:08bin da nicht so gut drin, ausnahmsweise auch mal mit mit
- 2:11mit Stolz sagen, dass ich tatsächlich stolz auf mich bin,
- 2:17dass. So was nicht mehr möglich ist.
- 2:21Solche Triggerpunkte, solche Aussagen, solche Folgen.
- 2:26Border allein, sei es jetzt hier im Podcast, sei es über
- 2:31irgendwelche Videos, Aufklärungsarbeit im Coaching,
- 2:33wie auch immer, dass es einfach nicht mehr möglich ist, mich aus
- 2:37der Ruhe zu bringen, selbst ich selber, und das konnte ich
- 2:41früher sehr, sehr gut, habe mich nicht mehr aus der Ruhe bringen
- 2:45lassen so. Ich selber konnte das sehr, sehr
- 2:48gut. Was heißt das?
- 2:51Das heißt, dass ich mich früher permanent ganz bewusst,
- 2:56teilweise auch selbst in Zustände gebracht habe, um, ja,
- 3:03ich sag mal, um nichts zu spüren, klingt erstmal ein
- 3:07bisschen paradox, ein bisschen perfide ist aber, so was will
- 3:13ich damit sagen. Diese Krankheit, wenn sie
- 3:19unverhofft kommt, ist mies, definitiv, und das spreche ich
- 3:25auch niemandem ab. Ich behaupte dennoch, dass sie
- 3:29oftmals oftmals auch als als Schutz eingesetzt wird, was auch
- 3:35eigentlich überhaupt nicht schlimm ist, weil im Schutz vor
- 3:40irgendwas ist ja generell erstmal gut.
- 3:44Das heißt, wenn ich mich schütze, wenn irgendwas von von
- 3:46von außen auf mich einprasselt, dass ich sage, alles klar, ich
- 3:49lege mich wie die Schildkröte am Rücken wackeln, so ein bisschen
- 3:53mit der Arme und bin im schutzmodus Verfall, im
- 3:58schlimmsten Fall in einen Dis Verfall, in in, in einer Sphäre,
- 4:05in einem Zustand Episode. Ich habe dafür immer noch keinen
- 4:08festen Begriff und. Und fühle mich quasi safe und
- 4:13fühle mich vor allen Dingen bestätigt darin, dass das, was
- 4:16von extern auf mich einprasselt oder an mich rangetragen wurde,
- 4:21dass das seine Berechtigung hat und ich ja mit meiner, mit
- 4:26meinem, mit meinem Zustand jetzt gerade ja noch adäquat reagiere.
- 4:31Das heißt, du hast das und das gesagt, ich reagiere so, ich,
- 4:35du, du bringst mich in den Zustand so und da ist.
- 4:41Kommen wir da, hinkt die Sache so ein bisschen, weil es ist ja
- 4:46nicht Sinn und Zweck, oder es darf nicht Sinn und Zweck sein,
- 4:49dass wir diese Krankheit bewusst vorschieben, um zu
- 4:55rechtfertigen, dass wir gerade nicht reden wollen, was uns
- 5:02gerade etwas bedrückt, über das wir nicht reden wollen, womit
- 5:06wir uns nicht auseinandersetzen wollen.
- 5:09Versteht ihr, wie ich das meine? Das heißt also, um es auf den
- 5:12Punkt zu bringen, okay du sagst was ich will, damit nichts zu
- 5:16tun haben, ich fühle mich überfordert, legt mich am Rücken
- 5:19wie die Schildkröte, wackelt mit den Beinen, sieht nicht nur doof
- 5:23aus, ist auch doof, also sowohl für mich als auch für die
- 5:27Schildkröte, wir kommen beide nicht weiter, wir sitzen beide
- 5:30nicht mehr oder wir stehen beide nicht mehr auf unseren Beinen,
- 5:33das heißt, wir können nicht, wir können nicht weitergehen, wir
- 5:36können noch nicht mal weggehen, so und.
- 5:39Also ergo liegen wir da und müssen uns quasi so lange mit
- 5:45dieser kack Situation beschäftigen bis einer kommt und
- 5:49uns umdreht. Im besten Fall ist man das
- 5:52selber in den meisten Fällen sind es andere die uns da
- 5:56helfen. Jetzt will ich natürlich nicht
- 5:59behaupten, dass jeder der ansatzweise nur irgendwie Stress
- 6:04hat von außen und. Oder sich mit irgendwelchen
- 6:06Dingen auseinandersetzen muss, dass er sofort Scheuklappen
- 6:11aufsetzt und in den Zustand verfällt.
- 6:14Aber ich, ja, ich bemerke das unheimlich häufig, dass es so
- 6:19ist. Punkt 1.2, ich kenne es
- 6:24tatsächlich selber, habe das selber alles durch, ich habe es
- 6:29einfach selber durch, dass man die Krankheit vorschiebt so.
- 6:35Was machen wir denn jetzt damit? Jetzt liegen wir da oder sitzen
- 6:38da und gegenüber, also jetzt angenommen gegenüber sitzt uns
- 6:43unsere Freundin, unser Freund, ein Freund, keine Ahnung, der
- 6:48Gerichtsvollzieher, wat weiß ich, wer irgendein Mensch, der
- 6:52uns auf jeden Fall in diesem Moment nichts Gutes will oder
- 6:55gute oder schlechte Nachrichten bringt oder oder oder die gute
- 6:59Nachricht ist, ich habe Kaffee. Ah, es gibt ja nichts Schöneres.
- 7:08So, und dann merken wir schon diese Anspannung, so scheiße,
- 7:16diese Situation, die ist not amused, I'm not amused about the
- 7:22Situation, ich finde das hier gerade nicht so frequent.
- 7:28Dann bauen wir ja schon zum Selbstschutz so eine
- 7:30Grundanspannung auf, damit wir hinterher bloß rechtfertigen
- 7:34können, dass derjenige gerade, der uns gegenüber sitzt, uns
- 7:39getriggert hat, egal in welcher Form.
- 7:42Also gehen wir her und bauen im Vorfeld diese Spannung auf, aber
- 7:48warum, weil seien wir doch mal ehrlich, unser Zustand ändert ja
- 7:54nichts an dem, was an uns rangetragen wird.
- 7:59Ändert nichts daran, was passiert ist, weswegen wir jetzt
- 8:08den anderen uns gegenüber sitzen haben.
- 8:12Ihr merkt, ich gehe sehr sehr kritisch, gerade mit mit mir von
- 8:16damals um aber auch vielleicht mit jedem von euch und mit
- 8:19kritisch meine ich nicht, dass ich irgendwas verurteile,
- 8:22sondern mit kritisch meine ich überleg mal.
- 8:27Ist das so korrekt, was du da machst?
- 8:33Und sobald dann ein falsches Wort fällt von unserem
- 8:37Gegenüber, gehen wir sofort her. Machen Sie die Schildkröte,
- 8:43ziehen uns in unseren Panzer zurück und liegen am Rücken in
- 8:49egal welcher Form, sei es jetzt in einem Verkrampfungszustand,
- 8:52in einem Diss in Heulkrämpfen. Und wir drohen vielleicht mit
- 8:59irgendetwas, dass wir sagen, ich kann das nicht mehr noch mal
- 9:05alles selbst erlebt so und der andere ist natürlich erstmal so,
- 9:13oh mein Gott, ich habe ihn wieder getriggert, verdammt, es
- 9:16liegt an mir oder der, der uns vielleicht gar nicht kennt.
- 9:20Der uns da irgendwelche schlechten Nachrichten bringt,
- 9:23sagt sie so OK, was ist denn hier los und wir nehmen das so n
- 9:30bisschen als ich will nichts sagen als Ausrede, sondern wir
- 9:36partizipieren quasi von unserer Erkrankung, wir nutzen sie in
- 9:42diesem Augenblick ganz klar für uns, ja wir nutzen Sie ganz klar
- 9:47für uns, für unsere Vorteile. Für unsere Zwecke nutzen wir die
- 9:51Krankheit bewusst und ich sage ganz klar, benutzen Sie bewusst.
- 9:57Und ich glaube, jeder von euch kennt das.
- 10:01Das heißt nicht, dass diese Krankheit damit erklärt ist und
- 10:06dass das, dass das gängige Modell bei jedem ist.
- 10:13Ich sage nur, dass das vorkommt, mehr nicht.
- 10:16Natürlich kennen wir alle. Dieses, dieses hochemotionale,
- 10:21auf ab und so weiter und sofort natürlich.
- 10:24Jetzt will ich gar nicht kleinreden, ich will hier nur
- 10:27dazu anregen, dass man vielleicht für sich lernt, mit
- 10:32Gegebenheiten anders umzugehen, dass man sich nicht direkt am
- 10:36Rücken legt, alle Viere von sich streckt und sagt Boah, hab ich
- 10:38nichts mit zu tun, will ich nicht, sondern sich vielleicht
- 10:41auch mal mit Dingen lernt auseinanderzusetzen.
- 10:44Auch wenn es vermeintlich schlechte News und die wir
- 10:47kriegen oder ein schlechtes Statement, was wir kriegen oder
- 10:50es trennt sich jemand von uns oder die Bank hat gerade
- 10:54angerufen und sagt du kriegst kein Geld mehr oder dem Onkel,
- 11:00der Tante, der Mutter was weiß ich geht es schlecht.
- 11:02Ja es sind alles Eventualitäten, ja, und das ist dann.
- 11:07Manchmal sind es auch krasse Neuigkeiten, die jeden Menschen
- 11:10einfach umhauen würden, respektive dann auch natürlich
- 11:13uns. Und dann bin ich ganz bei euch,
- 11:15wenn ich sage, uns natürlich noch schlimmer, weil wir diese
- 11:18Erkrankung haben, aber man darf sie nicht als Alltagslüge
- 11:24einsetzen, um auf den Punkt zu kommen, ja, man darf nicht
- 11:27hergehen, finde ich jedenfalls, und sagen, dass die Situation
- 11:33gefällt mir gerade nicht. Jung, komm mal her, also
- 11:38Krankheit, komm mal her, Eck braucht dich gerade.
- 11:42Welchen Lerneffekt hat das? Ich meine dafür muss man kein
- 11:46Prophet sein, ich bringe doch meinem Gehirn bei, dass wenn ich
- 11:52eine unschöne Situation habe, ich die gut lösen kann, indem
- 11:59ich mich quasi tot stelle, ihr wisst wie ich meine, ja, also
- 12:03nicht tot im Sinne von Tod, sondern ich.
- 12:05Am Rücken Zustand des wie auch immer, das bringen wir unserem
- 12:10Gehirn bei. Dieses Gehirn speichert sehr,
- 12:13sehr viel ab, vor allen Dingen Verhaltensmuster.
- 12:18Natürlich gibt es Trigger, natürlich gibt es Trigger, die
- 12:24vielleicht an dem Trauma geknüpft sind, ich betone das
- 12:26deswegen noch mal, damit ihr nicht glaubt, ich will das hier
- 12:30alles verharmlosen, Bullshit, nichts weiter als das liegt mehr
- 12:34fern und. Ich sage nur, nehmt es nicht als
- 12:39kleine Alltagslüge okay so, damit wir damit ihr das ein
- 12:43bisschen differenzieren könnt. Aber es wird oft als Alltagslüge
- 12:50genommen. Es geht mir jetzt vorrangig gar
- 12:54nicht gar nicht darum, dass man anderen Leuten vielleicht
- 12:58vorgaukelt, sie hätten einen getriggert und.
- 13:01Oder sich falsch verhalten, also Fehlverhalten.
- 13:04Sondern es geht mir darum, was ihr euch beibringt, da ist ja,
- 13:08da ist ja der Hund quasi begraben, ihr belügt euch und
- 13:14das ist das Schlimmste, was die fremde Person denkt, ist mir
- 13:17noch egal, soll sie denken, dazu will mir völlig hupe was der
- 13:24Partner denkt, ist mir dann nicht egal mittlerweile, und das
- 13:29sage ich ganz bewusst. Das sage ich ganz bewusst.
- 13:33Ja, weil alles alles schon erlebt.
- 13:37Aber ich habe auch irgendwann gemerkt, du belügst dich doch
- 13:42selber und wo ich mich belüge, belüge ich automatisch meinen
- 13:47Partner, meinen Partner auch und ich meine keine bewusste Lüge,
- 13:51sondern die kommt ja unbewusst und ich will, dass ihr, dass ihr
- 13:54sie euch ins Bewusstsein ruft, sondern das ist auch ein
- 13:57Prozess. Den wenn man sich, wenn man sich
- 14:00wirklich, wenn man in die Heilung geht, ja oder in die
- 14:03Aufarbeitung geht, in die Akzeptanz geht, dann ist das
- 14:06Teil des Prozesses. Ja, ich mache hier überhaupt
- 14:08keinen Vorwurf und das soll auch überhaupt kein du, du, du sein,
- 14:12sondern es ist so, dass das Teil eines Aufarbeitungsprozesses
- 14:18ist. Der ist an Erfahrung geknüpft,
- 14:20an Fehler geknüpft, der ist natürlich auch an Momente
- 14:23geknüpft, wo man alles richtig gemacht hat.
- 14:25Wo man, wo man richtig gehandelt hat, wo man sagt, Guck mal, ich
- 14:29kann es, ja, ich kann es ja, und dann kommt eine Minute später
- 14:35eine Situation, wo du dir denkst, so, ich kann es doch
- 14:38nicht scheiße, also von daher seht das bitte nicht als
- 14:44Angriff, wenn ihr euch jetzt gerade ertappt fühlt und ich
- 14:48glaube, der ein oder andere, der das jetzt hier hört, möchte auch
- 14:53einen Kaffee und fühlt sich ertappt.
- 14:59Wenn du dich ertappt fühlst, mach dir einfach mal einen Kopf,
- 15:03warum das so ist. Wie weit bist du in der
- 15:06Akzeptanz deiner Krankheit oder lässt du dich einfach schon mal
- 15:10ganz gerne so treiben? So treiben in die so bewusst in
- 15:15die Zustände treiben, bewusst in den Diss treiben, um dich
- 15:20einfach mit gewissen Dingen nicht auseinandersetzen zu
- 15:23müssen? Aber wenn man nur in die
- 15:26Vermeidung geht, was sagt euch euer Kopf dann über kurz oder
- 15:31lang, und zwar irgendwann in jeder Situation?
- 15:34Oh oh, oh, da kommt der Stress, da kommt der Stress Pock lieg
- 15:42ich am Rücken, lieg ich am Rücken und sag mir so, nee nee,
- 15:48ich mach die Augen zu, ich verschließ meine Augen.
- 15:52Wenn ich meine Augen zu habe, sieht mich keiner.
- 15:54Dann können wir verstecken spielen, dann sehen mich die
- 15:56anderen ja auch nicht, die anderen sehen euch, die können
- 16:03euch sehen, die sitzen euch eventuell sogar gegenüber und
- 16:08nur weil ihr entweder die Augen zumacht oder euch unter die
- 16:11Decke verkriecht, wissen die, dass ihr trotzdem da seid.
- 16:15Es ist irre deswegen. Dieses Augenverschließen vor den
- 16:24vor den alltäglichen Dingen, vor den normal alltäglichen Dingen,
- 16:30ja, ist vielleicht mitunter nicht die beste Lösung.
- 16:37Augenverschließen heißt, wenn ich die Post nicht aufmacht,
- 16:40dann schreiben die nicht mehr, doch tun die.
- 16:42Augen verschließen heißt, wenn mein Partner sagt, die Beziehung
- 16:46kriselt, äh, nee, nee, wenn ich jetzt nichts sage, dann ist
- 16:49alles wieder gut. Nein, die Beziehung kriselt,
- 16:52Augen verschließen heißt, ich muss einkaufen gehen, aber wenn
- 16:56ich nicht einkaufen gehe, dann kriege ich auch keine
- 16:59Panikattacke gut, muss ich hungern, versteht ihr, wenn ihr
- 17:04die Augen vor etwas vor einem Problem verschließt, kommt ein
- 17:07neues drauf definitiv dann habt ihr wieder einen Grund.
- 17:12Euch am Rücken zu legen und so liegt ihr irgendwann nur noch am
- 17:15Rücken, Mann, Mann, Mann, dann liegt ihr nur noch auf dem
- 17:23Rücken und kommt aus dieser sehr unvorteilhaften, in den meisten
- 17:30Fällen unvorteilhaften Position nicht mehr raus und.
- 17:36Und ich muss hier wirklich auch so ein Shoutout an an viele
- 17:39Personen geben, die ich mittlerweile kenne, die das auch
- 17:42nicht akzeptieren, die gegen ihre Krankheiten arbeiten, sei
- 17:46es gegen Borderline, Adas, Fibromyalgie, CS, cfs, was ist
- 17:54auch immer Ms, was es auch alles gibt, es gibt so viele Leute,
- 17:58die ich kennengelernt habe, die aktiv dagegen vorgehen.
- 18:02Soll ich euch was sagen? Und jetzt kommt jetzt kommt was
- 18:06ganz Wahnsinniges. Die halten teilweise eine
- 18:12Verschlimmerung ihrer Krankheit auf, sie sorgen teilweise dafür,
- 18:18dass sie oder nicht nur teilweise, sondern sie sorgen
- 18:21dafür und da schließe ich mich mit ein, dass sie weitaus besser
- 18:24durch den Alltag kommen und natürlich, wer zum Beispiel eine
- 18:29chronische Schmerzkrankheit hat und jeden Tag dagegen angeht,
- 18:31hat auch schwache Tage. Wer Ada s hat, hat auch schwache
- 18:36Tage. Wer Borderline hat, hat auch
- 18:38schwache Tage, wer eine PTBS hat, eine Depression hat, was
- 18:44auch immer, hat auch schwache Tage und die dürfen sein.
- 18:48Auch der Mensch der 0 Erkrankung hat, hat schwache Tage wo er mal
- 18:53nicht aus dem Bett kommt, darf sein, dann nutzt doch einfach
- 18:57die schwachen Tage und macht daraus eine Miete im.
- 19:02Kümmert euch mal um nichts, einen Tag um nichts kümmern.
- 19:05Von mir aus legten Tag in der Woche fest den Sonntag, da könnt
- 19:08ihr ganz in Ruhe mittags um 12 border allein hören und euch
- 19:13Motivation für die nächste Woche holen.
- 19:15Ja meine ich so sucht euch einen Tag aus den ihr für euch habt,
- 19:21als Beispiel die Leute die sagen aktiv gegen Vorgehen die.
- 19:30Leisten augenscheinlich noch viel mehr als andere.
- 19:35Guck mal, was der alles schafft, guck mal was der kann trotz der
- 19:39Erkrankung, guck mal was der Mensch davon der hat letztens
- 19:43erst jemanden verloren, guck mal wie standhaft und aufrecht die
- 19:47sind, die leisten nicht mehr, die haben mal mehr geleistet,
- 19:54die haben mehr geleistet indem sie irgendwann in die Akzeptanz
- 19:57gegangen sind. In die Aufarbeitung zugegeben,
- 20:02es gibt natürlich auch da eine Verdrängung, aber die wiegt dann
- 20:07nicht mehr so schwer, und die Frage ist ja, muss man sich
- 20:10jedem Trauma stellen, muss man das, ich weiß es nicht, ich weiß
- 20:15nicht, ob man dringend jedes Trauma lösen muss, um sich
- 20:17selber zu sagen, Boah, ich bin einen Schritt weiter, ich
- 20:20glaube, wenn es nicht von Nöten ist, muss man das auch gar nicht
- 20:22tun, dann geht es einfach darum, wie gehe ich damit um, ich weiß,
- 20:25es ist da. Wie gehe ich mit, notfalls mit
- 20:28einem mit einem aufkommenden Träger um oder sonst irgendwas?
- 20:31Das ist, finde ich, eine richtig gute Lösung, so wenn es aber
- 20:36natürlich nur ein Trauma meinen, meinen Alltag bestimmt, muss ich
- 20:40etwas tun, und zwar nicht dafür, in dem Fall vielleicht dafür,
- 20:45dass es besser wird, aber vor allen Dingen gegen das Trauma.
- 20:48Ja, gegen das, was bei euch dann quasi im Unterbewusstsein
- 20:52abgespeichert ist. Also diese Leute, die das alles
- 20:55vermeintlich und augenscheinlich schaffen, die sind nicht besser,
- 20:59die können auch nicht mehr, die haben sich nur irgendwann zu
- 21:03irgendeinem Zeitpunkt hingesetzt und sich gedacht, so, so geht
- 21:08das nicht weiter, so geht das nicht weiter.
- 21:11Ich gehe jetzt aktiv dagegen an, weil es sonst schlimmer wird.
- 21:17Okay dann sitzt mir jemand gegenüber, der sagt zu mir, du,
- 21:20Sven, ich möchte diese Beziehung nicht mehr, ist scheiße, ist
- 21:25richtig scheiße, scheiß Gefühl, du Sven, hier ist ein gelber
- 21:30Brief, weil keine Ahnung, ich kenne das auch Leute, ich kenne
- 21:34das alles ja ich hab das alles durch ist Scheiße der gelbe
- 21:38Brief per se ist Scheiße so und dann stapeln wir die Post Wir
- 21:45jammern dem dem anderen hinterher, bitte geh nicht, ich
- 21:48brauch dich doch bla bla blubb, ihr kennt das alle anstatt zu
- 21:53sagen, Pass mal auf okay hatten Probleme, du trennst dich, dann
- 21:59sind wir nicht die richtigen Menschen, weil sonst würden wir
- 22:03weitergehen oder du erkennst, eigentlich hat der gegenüber
- 22:08recht, wir führen so eine verdammte kack Beziehung es ist
- 22:12gut, dass es vorbei ist. Oh Scheiße, da ist schon ein
- 22:16lang gelber Brief. Ich leg ihn aber jetzt nicht zu
- 22:18den anderen, ich mach den mal auf, ich mach den einfach mal
- 22:22auf und wer das nicht kann, der macht ihn erstmal nur auf und
- 22:25legt ihn erstmal eine Stunde weg oder 2 aber guckt dann trotzdem
- 22:30rein und jetzt sage ich euch was, wenn ihr hergeht und euch
- 22:36an die Stellen wendet, die euch diesen Brief geschrieben hat,
- 22:39haben ja die die lassen. Zu 90% mit sich reden.
- 22:46Sie lassen mit sich reden, manche Stunden, manche machen
- 22:51eine kleine Rückzahlung auch bei einer hohen Summe.
- 22:53Die sind froh, wenn die überhaupt was bekommen.
- 22:55Natürlich können die sich ihren Gläubigertitel holen, ja, aber
- 22:59wenn sich 10 Leute gläubigertitel holen, es gibt
- 23:03überall kontofreibeträge Pfand ja kontopfändungsfrei keine
- 23:08Ahnung des Gedöns. Es gibt Insolvenzen, dann stehen
- 23:12die mit nichts da, die sind um jeden Cent froh, den sie
- 23:14zurückbekommen. Und auch wenn es dauert, und
- 23:20oftmals verdienen sie ja sogar noch ein bisschen daran, wenn
- 23:22sie Euch dann Zinsen draufpacken, wie auch immer,
- 23:24oder euch im besten Fall aber im allerbesten Fall Vergleich
- 23:28anbieten. So es gibt also 8000000
- 23:31Möglichkeiten, wie man Dinge regeln kann, die denkbar
- 23:36schlechteste ist es zu ignorieren.
- 23:40Und jetzt kommen wir mal wieder aufs Allgemeine.
- 23:42Gibt es ein Problem, ist es das denkbar schlechteste es zu
- 23:45ignorieren? Warum ist die Beziehung zu Ende,
- 23:47weil ich vielleicht ignoriert habe, dass ich nicht mehr Liebe,
- 23:51dass ich nicht geliebt werde, dass hier was falsch läuft,
- 23:54warum kriege ich den Brief, weil ich im Vorfeld einfach Bock Mist
- 23:58gebaut habe, warum will Person XY plötzlich nichts mehr mit mir
- 24:04zu tun haben? Das ist ein Arschloch.
- 24:05Nein fang bei dir an. Frag dich doch mal.
- 24:11Warum will die nichts mit mir zu tun haben?
- 24:13Und warum wollen die 10 anderen davor mit mir auch nichts mehr
- 24:16zu tun haben? Bin ich vielleicht sogar das
- 24:18Problem grundsätzlich früher meine Meinung ich das Problem
- 24:26auf gar keinen Fall hier du spinnst ja wohl, du hast sie ja
- 24:31nicht alle da vielleicht auch einfach mal so ein bisschen.
- 24:37So in den in den quasi in den hinterfrage Modus gehen.
- 24:44Wo liegt da mein Anteil begraben, wo habe ich vielleicht
- 24:52Bock Mist gebaut? Ja das Wort schuld nämlich ganz
- 24:56bewusst nicht mehr in den Mund, weil ich das ein ganz
- 24:58furchtbares Wort finde, weil ich früher selber viel Schuld
- 25:02vergeben habe. Es ist aber alles erklärbar.
- 25:06Es ist immer alles erklärbar und auch ich bin zu dem Schluss
- 25:08gekommen, dass man definitiv immer seinen Teil dazu beiträgt.
- 25:16Und jetzt stellt euch da nur mal vor, stellt euch nun mal für
- 25:19einen Augenblick vor, ihr seid gesund und euch gegenüber ist
- 25:23jemand, der ständig getriggert ist, der ständig merklich in
- 25:30irgendwelche Episoden verfällt. Der ständig im Diss verfällt,
- 25:34der sich ständig selbst verletzt.
- 25:37Überlegt mal, was das mit diesen Menschen macht, überlegt einfach
- 25:41mal kurz, überlegt mal, wie nimmt der das denn wahr?
- 25:47Und wenn ihr dann noch wisst, dass ihr gerade jetzt in eine
- 25:51Vermeidung geht, damit man euch in Ruhe lässt, sprich also
- 25:55diesen Zustand bewusst hervorruft.
- 26:00Spätestens dann solltest du dir Gedanken darüber machen, ob das
- 26:04so richtig ist. Spätestens jetzt solltest du dir
- 26:12Gedanken machen, ob dein Verhalten richtig ist.
- 26:20Mag sein, du musst momentan irgendwas ertragen.
- 26:23Mag sein und. Mag sein, es geht dir nicht
- 26:25immer so gut. Mag sein, du wirst nicht immer
- 26:27fair behandelt oder glaubst du wirst nicht immer fair behandelt
- 26:30oder mag sein, dass manche Gegebenheiten einfach im Moment
- 26:34schwierig sind und man sie im Augenblick nicht ändern kann,
- 26:37sondern dass man Geduld haben muss.
- 26:41Jetzt liegt es an dir, ob du dich am Rücken legst oder ob du
- 26:47auf den Füßen stehen bleibst. In diesem Sinne, wir hören uns
- 26:51nächste Woche, mein Name ist Sven und ich wünsche euch eine
- 26:54stabile Woche.