Latest / Gin And Talk / Hannes Ringlstetter über Freiheit, Zweifel und die Kraft der Musik
Transcript
- 0:00Speaker 1: Insofern fühle ich mich also eine Mischung aus einer anderen Zeit.
- 0:05Speaker 1: Und aber irgendwie Bock trotzdem für die, die es noch gibt, die so was anhören wollen und sich damit beschäftigen wollen das doch gemacht zu haben.
- 0:13Speaker 1: Ich glaube dass wir uns mit den Vereinfachungstechnologien haben wir uns viel geschenkt und halt gleichzeitig auch etwas genommen nämlich dass wir Sachen bewusst machen.
- 0:22Speaker 1: Ich habe mich dann schon gefragt Was wäre gewesen wenn du das einfach weiter machst?
- 0:27Speaker 1: Also einfach nur weil du es hast und weil du's kannst.
- 0:30Speaker 1: Und weil das da ist, reittest du dieses Pferd bis es irgendwann von der Euro-League oder irgendwas anderem am Donnerstagabend vom Fußball zerfressen wird oder von anderen Regularien von Sendern.
- 0:42Speaker 1: Geld schieß mich tot so.
- 0:44Speaker 1: Ich glaube wir müssen Zukunfts vielleicht nicht utopien aber Bilder schaffen die überbelassen uns die Demokratie nicht kaputt machen hinausgehen.
- 0:56Speaker 0: Herzlich willkommen.
- 0:57Speaker 0: Mein Name ist Daniel Fürk und ich freue mich sehr, euch heute zu einer neuen Episode Gin & Talk begrüßen zu dürfen!
- 1:04Speaker 0: Mein heutiger Gast ist Hannes Ringelstetter.
- 1:07Speaker 0: Aufgewachsen in Straubing studierte er in Regensburg Germanistik und Geschichte und gründete noch während des Studiums seine erste Band.
- 1:14Speaker 0: Heute ist er Musikerkabarettist, Schauspieler und Moderator.
- 1:18Speaker 0: Mit seiner Late Night Show im Bayerischen Rundfunk hatte er in rund zweihundertfünfzig Sendungen etwa fünfhundert Gäste empfangen.
- 1:24Speaker 0: Inzwischen führt er lange Gespräche in seinem eigenen Podcast und steht solo mit Band und im Duo auf der Bühne.
- 1:31Speaker 0: In wenigen Tagen erscheint sein neues Album Bella Vista, das er in Listening Sessions gemeinsam mit Fans auf Vinyl vorstellt.
- 1:39Speaker 0: Ich wollte von ihm wissen warum ihm gerade ein Album – dass sich wirtschaftlich kaum noch rechnet – ein Stück Freiheit zurückgegeben hat weshalb er seine Show genau zum richtigen Zeitpunkt beendet hat und welche Bilder von Zukunft der politischen Mitte gerade fehlen.
- 1:54Speaker 0: Wenn dir diese Episode von Janet Talk gefällt, folge uns bei Spotify, Apple Podcasts oder wo auch immer du gerne Podcast hörst und hinterlass uns eine gute Bewertung.
- 2:03Speaker 0: Diese und viele weitere Episoden findest du als Videopodcast auf unserem YouTube-Kanal.
- 2:09Speaker 0: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören – schön dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 2:16Speaker 0: Eiskalte Drinks und eine
- 2:18Speaker 1: Menge Zeit für ein persönliches
- 2:20Speaker 0: Bargespräch.
- 2:22Speaker 0: Herzlich willkommen an unseren Bartresen!
- 2:26Speaker 0: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Gin &
- 2:29Speaker 1: Talk.
- 2:31Speaker 0: Mach es dir gemütlich,
- 2:33Speaker 1: lehne dich zurück
- 2:34Speaker 0: und tauche ein in die verrucht düstere
- 2:37Speaker 1: Atmosphäre
- 2:38Speaker 0: unserer Studio-Bar.
- 2:52Speaker 0: Persona schaffen.
- 2:54Speaker 0: Ich weiß noch letztes Mal, während der Pandemie bist du doch einen sehr schönen grünen Garten gelaufen mit einem Weißbeerglas in der Hand und zwischenbrennend ist immer mal wieder die Verbindung flöten gegangen.
- 3:05Speaker 1: Ich erinnere mich auch noch dran.
- 3:07Speaker 1: es ist echt krass wie lang das her ist.
- 3:09Speaker 0: Es fühlt sich vor allem länger an als es faktisch her ist.
- 3:12Speaker 0: Richtig!
- 3:13Speaker 1: Und ich wohne da gar nicht mehr.
- 3:17Speaker 0: Das
- 3:17Speaker 1: ist das lustige daran ne?
- 3:19Speaker 1: Aber ich kann mich noch sehr gut erinnern an unseren Versuch.
- 3:23Speaker 0: Aber er hat
- 3:24Speaker 1: funktioniert, aber
- 3:25Speaker 0: viel besser hier
- 3:27Speaker 1: und
- 3:27Speaker 0: schön dass du jetzt woanders wohnst.
- 3:29Speaker 0: hoffentlich auch noch viel grün ist
- 3:30Speaker 1: ja auch wunderbar sehr gut
- 3:33Speaker 0: herzlich willkommen
- 3:34Speaker 1: danke dir.
- 3:35Speaker 0: ich habe es gerade schon gesagt die erste folge ever in sechs jahren die ich in tracht aufnehme für alle die uns zuhören und vor allem zusehen und mich hier enttracht sehen.
- 3:45Speaker 0: wir sind Zehn Minuten Fußweg von der Wiesn entfernt, deshalb muss man da ab und zu mal rüber laufen.
- 3:51Speaker 0: Und nicht dann!
- 3:52Speaker 0: Ich habe eine Massalkoholfreis Bier gedrungen bisher.
- 3:55Speaker 0: Das ist auch ne Leistung.
- 3:57Speaker 1: Bist du also machst du damit bei diesem Drachtding?
- 4:01Speaker 0: Ich mag's ganz gern.
- 4:03Speaker 0: Also A fühlt man sich ja wirklich sehr strange wenn man in Jeans auf die Wiesen gehen kann.
- 4:08Speaker 1: Genauso wie ich.
- 4:10Speaker 1: Man wird mittlerweile richtig blöd angeregelt.
- 4:13Speaker 1: Wer ist Uniformierungszwang?
- 4:16Speaker 1: Und wenn man da nicht mitmacht, dann hat man sofort so ein Touch von Rebell.
- 4:21Speaker 1: Was ich gar nicht bin, sondern ich habe einfach nur keinen Bezug dazu.
- 4:24Speaker 1: aber dir steht es ja.
- 4:25Speaker 1: Du findest auch die Warte dazu.
- 4:26Speaker 0: Weil ich finde es auch echt bequem!
- 4:28Speaker 1: Ja, Lederhose ist super bequeme
- 4:31Speaker 0: und man muss sich keine Gedanken machen und das... Ich glaube ich hab dieses Hemd acht mal.
- 4:36Speaker 1: Okay.
- 4:39Speaker 1: So
- 4:39Speaker 0: bisschen die Steve Jobs nochmal gemacht?
- 4:40Speaker 0: Wenn ich irgendwann mal irgendwie in den Laden hier reingegangen habe, das passt.
- 4:45Speaker 0: Das ist die Größe.
- 4:46Speaker 0: Das hätte ich gerne damals.
- 4:48Speaker 1: Und man
- 4:48Speaker 0: sieht es dann jedes
- 4:49Speaker 1: Mal auch immer... Läufst du quasi immer so auf dir.
- 4:52Speaker 1: wie genau so?
- 4:53Speaker 1: Genau!
- 4:54Speaker 1: Ab und
- 4:55Speaker 0: zu switche ich die Lederhosen.
- 4:56Speaker 0: also ich hab so drei verschiedene.
- 4:58Speaker 0: Aber eigentlich hast Du mich heute in Uniform
- 5:02Speaker 1: Wunderbar, ich freu mich
- 5:03Speaker 0: Ich mich auch.
- 5:05Speaker 0: Wie geht's Dir?
- 5:06Speaker 1: Mir gehts gut.
- 5:08Speaker 1: Ich habe neue Platte gemacht, die kommen jetzt dann raus.
- 5:12Speaker 1: Ich spiele gerade ein bisschen solo was ich länger nicht mehr gemacht hab.
- 5:16Speaker 1: Ich habe mit dem Stefan Zinner Duo Programm also viel Bühne bereiten grad die Tour vor für Januar-Februar dieser Deutschland Österreich mal wieder in der Iser Philharmonie spielen worauf ich mich total freue.
- 5:30Speaker 0: Ah da komm' ich!
- 5:31Speaker 1: Ohja kommst?
- 5:31Speaker 1: Ja, ich bist hiermit eingeladen und ansonsten habe ich grad so eine Kreativzeit hinter mir.
- 5:39Speaker 1: Und jetzt kommt so ein Herbst von Promo und Rumfahren über das Album reden.
- 5:45Speaker 1: Wir machen, was total super ist eine schöne Idee von der Plattenfirma, wir machen Listening Sessions also wir treffen uns mit Fans und Presse quasi und hören Musik hören die des Albums und das ist in Zeiten von Streaming und Playlists mal sich wieder hinhocken und mit Leuten zusammen den Vinylalbum anhören Das fühlt sich total gut an Gibt so eine Sinnhaftigkeit, weil ja wie du dir denken kannst zu Musik produzieren und Album machen vor allem.
- 6:16Speaker 1: Gerade ja schon das fühlt sich ja zwischendurch seltsam an, weil man ja schon weiß quasi dass es kein wirtschaftlich erfolgreiches Produkt mehr sein kann sondern das ist halt dein Selbstausdruck ist.
- 6:30Speaker 1: und wenn man jetzt wirtschaftliche sieht oder beruflich ist es ein Marketingtool aber Musik ist per se quasi keinen kein Geschäftsmodell mehr.
- 6:40Speaker 1: Und das macht es so super, dass wir das jetzt aber eben mit Leuten anhören und es hat mich auch... Das ist die Frage, wie es mir geht.
- 6:49Speaker 1: kann ich da hingehen beantworten, nachdem sie mich erst total gestresst hat ein Algum zu machen mit diesem Hintergrund, dass du nach wie vor natürlich ein Studio bezahlst, Musiker bezahlest, alles machst.
- 7:01Speaker 1: Dann aber schon weißt, dass es quasi keinen wirtschaftlichen Erfolg mehr geben kann, erwischt mit der Freiheit, weil ich dachte oder gemerkt habe wenn das so ist es auch total wiederwurscht.
- 7:17Speaker 1: Also man kann wieder einfach dessen machen worauf man Lust hat, weil es wird eh keine Singi geben und eh weißt du diese ganzen Sachen gibt sich mehr?
- 7:24Speaker 1: Man kann auch wieder sieben Minuten Lieder zum Beispiel aufnehmen Und deswegen hab' ich schon meinen Glück gerade gefunden mit diesem Album und mit allem was daraus wird weil ich so gemerkt habe, es gibt dann wieder ein Stück Freiheit zurück.
- 7:39Speaker 1: Natürlich wenn man sich und das muss man ja schon dazu sagen Wenn man sich's leisten kann an so'n Album auch zu machen Und in den Studio zu gehen und wie die junge Bands machen weiß ich nicht Ich hab das Gefühl da wirds das Album nicht mehr geben.
- 7:53Speaker 1: Sondern die sagen halt ok ich mache einen Song Mache ein Video dazu Dann schaue ich mir das performt und wenn mich wieder die Kohle habt dann mach ich den nächsten Song.
- 8:02Speaker 1: So ist es gerade da.
- 8:03Speaker 1: Insofern fühl ich mich also eine Mischung aus aus einer anderen Zeit und aber irgendwie Bock.
- 8:11Speaker 1: trotzdem für die, die es noch gibt.
- 8:12Speaker 1: Die so was anhören wollen und sich damit beschäftigen wollen das doch gemacht zu haben.
- 8:17Speaker 0: Aber ich finde es schön weil... Ich muss gerade dran denken.
- 8:21Speaker 0: wir haben eine Folge gemacht vor auch vielen Jahren mit Annika Nilles.
- 8:28Speaker 0: Anika geht gerade völlig durch die Decke als Schlagzeugerin von Rush.
- 8:34Speaker 0: Die YouTube-Folge läuft auch sehr gut, falls ihr hier noch nicht gehört
- 8:37Speaker 1: habt.
- 8:37Speaker 1: Schaut es euch an!
- 8:38Speaker 1: Tolle Frau und tolle Musiker.
- 8:40Speaker 0: Und wir haben damals viel über Vinyl geredet weil ich gesagt habe deshalb steht hier ein Plattenspieler hinter dir.
- 8:46Speaker 0: Weil der Punkt ist ja wir hören ja alle nur noch in irgendwie so einem random Shuffle-Modus oder hören uns irgendwelche KI generierten Playlists auf Spotify an.
- 8:55Speaker 0: Aber wirklich eine Platte zu nehmen und die von vorne bis hinten sich so anzuhören, wie der Künstler sich das ja gedacht hat.
- 9:02Speaker 0: Das ist ja nicht so dass er sagt ich habe hier zehn Songs und ich würfel einmal im Random Modus alle zusammen sondern der hat sich ja gedacht.
- 9:10Speaker 0: also der hat überlegt was nach dem anderen kommen soll Und die einfach mal von vorne-bis hinten durchhören.
- 9:15Speaker 0: das machen wir alle viel zu selten.
- 9:17Speaker 0: und dafür ist so ne Vinyl einfach großartig weil du legst die Platte auf Du musst dich auch mal irgendwann musst du mal aufstehen, um die Platte umzudrehen und das ist toll.
- 9:27Speaker 0: Also ich mag es so gerne!
- 9:28Speaker 0: Es hat fast was Meditatives.
- 9:30Speaker 1: Ja, ich war lustigerweise letzte Woche zum Essen eingeladen bei einem Freund und der ist ein totaler Vinyl.
- 9:36Speaker 1: also bei dem läuft nur laufen nur Schaltplatten Und dann geht er alle zwanzig Minuten stehen auf und dreht die Platten um und dann holt er wieder die nächste und versucht so einen Abend zu gestalten sowas wie quasi eine musikalische Weinbegleitung zu so am Abend.
- 9:52Speaker 1: Und dann hab ich mir gedacht, boah das ist echt... Das verändert den Abend total.
- 9:57Speaker 1: Wenn du plötzlich auch wieder über Musik redest, weil da lief irgendwie Beach Boys irgendwie dieses Album, dieses Legendäre...
- 10:04Speaker 0: Allein diese alle zwanzig Minuten aufstehen macht es ja zum Thema.
- 10:08Speaker 1: Genau!
- 10:08Speaker 1: Es packt
- 10:09Speaker 0: nicht irgendeiner Random Playlist rein und lässt es laufen sondern auf einmal steht einer auf und alles so.
- 10:14Speaker 0: was machst denn du?
- 10:15Speaker 0: Dann redest du mal die Musik.
- 10:17Speaker 1: Ja das war toll und ich habe mich dann auch gefragt beim Heimfahren ist das was, was wieder kommt.
- 10:24Speaker 1: Also quasi so ein Retro-Ding, der es einfach jedem, der eigentlich auf Musik steht, der das wieder installieren wird bei sich im Leben weil ihm das wirklich fehlt.
- 10:36Speaker 1: oder ist das jetzt so Romantik und Nostalgie?
- 10:41Speaker 1: Und ist es dann doch vorbei, das so zu machen?
- 10:46Speaker 1: Ich glaube ich muss halt jeder selber für sich entscheiden.
- 10:49Speaker 1: Ich finde es trotzdem interessant, dass jetzt in den letzten Monaten fällt mir das auf.
- 10:53Speaker 1: Dass das Gespräch wieder drauf kommt.
- 10:55Speaker 1: Also dass offensichtlich wir nicht glücklich sind mit unserer Art Musik zu konsumieren.
- 11:02Speaker 1: Ich glaube, dass diese Kisongs noch mal da was reingeworfen haben wo jeder sagt okay ich habe jetzt echt keinen Bock darauf, dass sich darauf reinfalle am Ende auch.
- 11:14Speaker 1: Da hab' ich kein Bock drauf!
- 11:15Speaker 1: Das fühlt sich falsch an aber... Ich bin echt gespannt, wie das weitergeht.
- 11:21Speaker 1: Interessant ist schon, dass das Wendern kommt, das Vinyl wieder und die CD ist halt komplett tot!
- 11:27Speaker 1: Also so ein Geschenkartikel... Wir haben es jetzt auf der letzten Tour befestigt, dass am Merch hauptsächlich Leute waren, die gesagt haben ich wäre eigentlich mit einer Freundin gekommen, die ist aber krank und jetzt bringe ich dir eine CD mit also als reinen Geschenker-Artikel ohne Zu hinterfragen, ob dir das jemals abspielen wird oder nicht.
- 11:46Speaker 1: Aber hier hast du was zum...
- 11:47Speaker 0: Aber ich find' ... Ich mein', was gibt's denn schöneres als von einem Konzert mit deinem Venylheim zu gehen?
- 11:52Speaker 1: Total gut!
- 11:53Speaker 1: Die ist ja doch eine Platte!
- 11:54Speaker 1: So war alles ja mal.
- 11:56Speaker 1: Das war mich immer gemacht früher.
- 11:58Speaker 1: Und es
- 11:58Speaker 0: kommt aber wieder.
- 11:59Speaker 0: Also da ist wirklich der Punkt.
- 12:00Speaker 0: also ich merk schon wie du schon sagst die CD kauft ja keiner, kann kein Spotify, aber dieses haptische, dieses große Ding mitzunehmen und irgendwie auch dieses Artwork und alles das kommt Total.
- 12:13Speaker 0: Und ich, das ist für mich... Also wenn ich auf einem Konzert bin und die Schlange am Merch dann nicht zu lang ist muss ich so geben.
- 12:18Speaker 0: Ich fahr immer so gerne aber dann nehme ich eine Vinyl mit.
- 12:23Speaker 1: Das
- 12:23Speaker 0: finde ich toll!
- 12:24Speaker 0: Und hier wie gesagt es ist was ganz anderes als irgendwie Spotify anzumachen.
- 12:29Speaker 0: also ich höre auch sehr viel Musik aus.
- 12:31Speaker 0: Spotify gebe ich ja zu Aber wenn du ein bisschen Zeit hast und du einfach nur sagst ich brauche hier so ein bisschen
- 12:37Speaker 1: Ja
- 12:38Speaker 0: Viel schöner
- 12:40Speaker 1: Es ist halt höher Es ist halt nicht nebenbei und das glaube ich, was einfach wichtig ist für uns.
- 12:48Speaker 1: Also ich glaub' für die Seele ist es wichtig bewusst... also genau so wie bewusst Lesen wichtig ist und bewussten Filmschauen oder einfach Sachen bewusst machen.
- 12:57Speaker 1: Ich glaub', dass wir uns mit den Vereinfachungstechnologien haben wir uns viel geschenkt und halt gleichzeitig auch etwas genommen nämlich, dass wir Sachen bewusstmachen.
- 13:06Speaker 0: Kurzer Themensprung?
- 13:08Speaker 1: Sehr gerne!
- 13:09Speaker 0: Wir kommen noch mal zur Musik, aber mit Musik kann ich Stunden reden und solange will uns niemand zuhören.
- 13:15Speaker 0: Aber... Ich als jemand der sein ganzes Leben lang Gespräche geführt hat und das so ein bisschen als geheimen Selbsttherapie macht wie ist es denn für dich damit aufzuhören?
- 13:29Speaker 1: Ja erstens habe ich nicht damit aufgehört Gespräche zu führen.
- 13:33Speaker 1: Ich mache auch einen Podcast.
- 13:37Speaker 1: Ich hatte eher Das Problem, dass ich habe sehr viele Gespräche geführt.
- 13:42Speaker 1: Ich hab fünfhundert Gäste getalkt im Fernsehshow die zeitlich limitiert ist Wo durchs Schnitt noch mal zeitlich Limitiert ist das Gespräch.
- 13:54Speaker 1: Es gab trotzdem wahnsinnig tolle Perlen.
- 13:57Speaker 1: Aber ich habe gemerkt, dass mir diese Kürze der Zeit und diese Taktung Und auch ehrlich gesagt, es hat eine Lautstärke natürlich durch Publikum, durch Band oder so.
- 14:11Speaker 1: Das mir das zu meinem... wo ich jetzt so hingehe im Leben und eben gute Gespräche führen mir total wichtig ist, dass sich das auserzählt.
- 14:20Speaker 1: Also das ist... Ich wollte auf keinen Fall erleben, dass ich irgendwann da sitze und mich das nicht mehr interessiert.
- 14:29Speaker 1: Und das habe mich richtig beschäftigt weil ich gemerkt hab so, ah es kommt der siebzehnte Schauspieler mit einer ähnlichen Biografie, hat auch einen neuen Film.
- 14:40Speaker 1: Und das war aber... Es ist mir gelungen und Karo ja auch da haben wir viel darüber geredet dass es nicht an den Punkt kam.
- 14:48Speaker 1: Aber ich glaube es gibt eine halbjahrzeit für diesen Vorgang und irgendwann bist du auch okay schaust nach in deine Unterlagen, ah Wiederschauspielerin alles klar frag' ich halt so das ab und dann kommt's nicht mehr zu einer Begegnung.
- 15:01Speaker 1: Das waren meine... Ich glaube dass der Erfolg auch dieser Sendung war, das haben alle gesagt Dass man das Gefühl hat, es handelt sich wirklich um Begegnungen und nicht um Interviews.
- 15:11Speaker 0: Und spannend!
- 15:12Speaker 1: Das wollte ich auf keinen Fall zu Tode reiten...
- 15:17Speaker 0: Also ich bin jetzt in dem Format... Ich glaube du wirst Folge zweihundert drei wenn ich richtig gerechnet habe nach Wolf Biermann übrigens da wären wir wieder bei der Musik.
- 15:26Speaker 0: Okay
- 15:26Speaker 1: sehr gut.
- 15:27Speaker 1: Ich
- 15:28Speaker 0: hab angefangen Interviews zu füllen, da war ich vierzehn und eines der ersten war George Lucas Und dann dachte ich mir so, okay fuck.
- 15:38Speaker 0: Ich kann dem Mann jetzt... Sind wir wieder bei einer Explicit Folge aufs Apple Podcast?
- 15:42Speaker 0: Übrigens, das tut mir sehr leid!
- 15:44Speaker 0: ...ich kann den Mann jetzt eine Stunde Pause geben und dann freut er sich wahrscheinlich weil er eh den ganzen Tag so ein Interviewmarathon hat oder ich bekomme meinen Hintern hoch und stelle ihm halt jetzt einfach all die fivehundert neunneunzig tausend Fragen, die ich eh im Kopf habe für ihn und hab mich dann für Plan B entschieden.
- 16:01Speaker 0: und seitdem führe ich Interviews an dich glaube Ich hab's noch nie offiziell zusammengerechnet, aber es dürften weit über tausend
- 16:10Speaker 1: sein.
- 16:10Speaker 1: Ja.
- 16:11Speaker 1: Also ich
- 16:12Speaker 0: glaub', ich habe gerade Schauspieler gesagt, es gibt keinen deutschen Schausspieler oder Schauspielerin mit der ich noch nicht gesprochen hab.
- 16:18Speaker 1: Es gibt
- 16:19Speaker 0: wahrscheinlich erst recht kein Regisseur.
- 16:21Speaker 0: oder den Regisseuren mit denen... Das ist wirklich wild und ich hab immer noch Spaß dran.
- 16:28Speaker 0: Aber weil ... Und das ist glaube ich der verbindende Faktor weil ich nie in ein Gespräch reingehen und einen Plan habe.
- 16:38Speaker 1: Ich auch nicht.
- 16:39Speaker 1: Also,
- 16:40Speaker 0: ich hab so viel mehr Spaß daran sowie wir zwei jetzt uns endlich mal in die Idee sehen einfach reinzugehen und zu gucken was passiert denn eigentlich?
- 16:49Speaker 0: wenn wird es anfangen zu quasseln?
- 16:51Speaker 0: also natürlich weiß ich dass du neues Album hast ja natürlich reingehört und das finde ich cool und ich kenne auch deine story.
- 16:59Speaker 0: aber Es ist jetzt nicht so dass ich eine fragen katalog habe Und ich finde, wenn du das machen würdest.
- 17:05Speaker 0: Wenn du so fünfhundert Interviews mit Fragenkatalog führst... Ich glaube dann hast du irgendwann wirklich einen Burnout?
- 17:11Speaker 1: Ich weiß genau was du meinst.
- 17:13Speaker 1: Du hast aber ein ganz großes... Also ich habe diese Form, diese Late Night-Form geliebt.
- 17:18Speaker 0: Ja!
- 17:18Speaker 1: Ich find es ist immer noch die Königsdisziplin Aber es ist eben trotzdem Klassisches.
- 17:25Speaker 1: Es ist Fernsehen und Fernsehen hat nochmal seine Regeln und Late Night hat die Oberregeln.
- 17:30Speaker 1: Es gibt keine Show Kein Show-Format, das so in unseren Köpfen klar strukturiert ist wie Late Night.
- 17:37Speaker 1: Jeder hat ein Bild von Late Night!
- 17:39Speaker 1: Du kannst nicht kommen und sagen, jetzt mach ich einen Lied mit den Prominenten und dann talke ich mit einem, dann mache ich einen Standup und dann tocke ich mit dem zweiten.
- 17:49Speaker 1: Das wird nicht funktionieren.
- 17:50Speaker 1: Und es war diese Herausforderung, Late Night zu machen und kombinieren mit der Personality Show die eben deinen eigenen Vibe... reindrückt quasi in dieses Format, was sau Schwierig ist.
- 18:05Speaker 1: Hat aber eben seine Regeln und die heißt eine.
- 18:08Speaker 1: der Regel heißt Talk zwölf Minuten.
- 18:11Speaker 1: Und das hat mich also nicht diese Begrenzung habe mich im Prinzip irgendwann angestrengt dass ich mir dachte weil es ist ja... Ich wollte nie Vorgespräche führen und so Sachen wie du gesagt hast.
- 18:25Speaker 1: Das heisst Du hast im Endeffekt außer einem kurzen Begegnung in einer Garderobe hast du nur die Studiosituation.
- 18:32Speaker 1: Das dauert natürlich, bis du warm wirst, oft ist es auch am Anfang super dann geht's irgendwie runter, kennst dir alles.
- 18:39Speaker 1: Aber dass du dann ob du willst oder nicht im Hinterkopf halt hast okay sind das jetzt schon zwölf Minuten?
- 18:46Speaker 1: Die dann gesendet werden... Ist das fürs Publikum relevant?
- 18:49Speaker 1: Ist es nicht relevant?
- 18:51Speaker 1: Das ist eine ganz andere Art zu torken und ich habe immer versucht alles auszublenden.
- 18:56Speaker 1: Das gelang mir auch ganz gut Aber es ist dennoch da.
- 19:00Speaker 1: Und ich habe das ja ... Ich habe dann quasi in der letzten Staffel Ringestädter, habe ich parallel diesen Podcast gemacht schon die ersten Folgen und hab gemerkt wie mich das so beglückt hat.
- 19:13Speaker 1: So dass ich jetzt mich treffe und sage mir eine Stunde auf jeden Fall Zeit haben mit jemandem zu reden und eben das laufen zu lassen und auch ohne diese Erwartungshaltung Fanny sein muss, dass es irgendwas dem zu entlocken seien sollte.
- 19:33Speaker 1: Wenn Reaktionen wollen ja gerne natürlich.
- 19:35Speaker 1: das ist was der was sagt was er sonst so nett gesagt hat und so.
- 19:40Speaker 1: All diese Dinge wenn wegfallen dann komme ich in einen ganz anderen Groove Und hab's für mich als zeitgemäßer empfinde ichs.
- 19:49Speaker 1: Ich empfande in dieser völlig über Tempo Zeit in der wir leben finde ich mittlerweile ruhige Gespräche, flow schauen wofür es uns hin Gedanken austauscht.
- 20:03Speaker 1: Schönes Wort finde ich einfach viel für meine Seele auch viel angenehmer und viel nützlicher für mein Leben als weiter in diesem Show Modus das weiter gemacht zu haben so und Ich war ja eher total froh dass ich diesen Punkt erwischt habe.
- 20:23Speaker 1: also Ich weiß, dass viele Leute es traurig finden.
- 20:26Speaker 1: Dass die Sendung nicht gibt und das fehlt stimmt alles.
- 20:32Speaker 1: aber ich habe mich dann schon gefragt was wäre gewesen wenn du das einfach weitermachst?
- 20:38Speaker 1: Also einfach nur weil du's hast und weil du es kannst und weil es da ist reitest du dieses Pferd bis es irgendwann von der Euro League oder irgendwas anderem am Donnerstagabend vom Fußball zerfressen wird.
- 20:52Speaker 1: Regularien von Sendern, Geld schieß mich tot so.
- 20:55Speaker 1: Und gemeinsam mit einem Partner, einer Partnerin in dem Fall an den Punkt zu kommen etwas gemeinsam anzufangen und gemeinsam aufzuhören das finde ich da kann ich mich jeden Tag drüber freuen weil das was ja man kann fast sagen unbestechlich ist hat dass wir da irgendwie gut rausgekommen sind.
- 21:23Speaker 1: Das finde ich die eigentliche Freude, das ich das Gefühl habe – das war super!
- 21:28Speaker 1: Zweihundertfünfzig Sendungen von der Gäste und wir haben es genau am richtigen Punkt aufgehört.
- 21:38Speaker 0: Wir wissen ja alle, dass wir nicht ewig leben.
- 21:41Speaker 0: Und jetzt kommt die philosophische Frage
- 21:43Speaker 1: des Tages.
- 21:44Speaker 0: angenommen du hast nur noch ein Abend übrig und du weißt, danach ist es vorbei.
- 21:52Speaker 0: Und du müsstest dich entscheiden ob du ein Konzert spielst oder noch eine Show mit einem guten Gespräch machst – mit deinem Traumgast!
- 22:02Speaker 0: Das würde jeder zusagen den du gerne hättest.
- 22:05Speaker 0: Wofür würdest?
- 22:06Speaker 0: Musik oder Talk?
- 22:08Speaker 1: Da wir Zeit haben lassen mich kurz... Ich war gerade bevor ich hierher gefahren bin bei meiner Mutter im Altenheim und war voll drin in diesem Thema.
- 22:18Speaker 1: Also, die ist einundneunzig.
- 22:20Speaker 1: Die hat Demenz und das sind die letzten Wochen, Monate Jahre – was auch immer!
- 22:27Speaker 1: Aber es ist die Endlichkeit stehen im Raum wie ... also du kriegst sie nie mal weggelechelt so... Und dann waren wir da drin, meine Frau und ich, und haben festgestellt okay das ist so.. Was ist jetzt eigentlich die Parallelwelt?
- 22:40Speaker 1: Ist das hier wo die alle sind, wo diese Endlichkeit greifbar ist?
- 22:44Speaker 1: Ist das die Parallelwelt oder den Zirkus, den wir da draußen permanent aufführen?
- 22:48Speaker 1: Obwohl wird darum wissen und dass es endlich ist.
- 22:52Speaker 1: Wir hatten gerade bevor ich hergefahren bin, war das voll unser Gespräch beim Café, haben wir das besprochen.
- 22:57Speaker 1: So freu ich mich grad, dass du so eine Frage stellst.
- 23:00Speaker 1: Weil es grade zu mir, wo ich grad bin total passt.
- 23:04Speaker 1: Interessant finde ich an dieser Frage, dass es... Die Wahl ist zwischen zwei Tätigkeiten, die im Außen stattfinden Das was natürlich naheliegend ist, weil ich dafür natürlich beruflich und auch stehe.
- 23:19Speaker 1: Aber ich habe sofort als du die Frage gestellt hast schon gemerkt Ich würde keins von beiden machen.
- 23:25Speaker 1: Also ich würde... Ich glaube wenn das wirklich die Situation ist die du grad beschreibst Hätte ich sowas von gar keinen Drang mich ins Außen zu begeben oder mich herzuzeigen Sondern ich würde glaube ich versuchen Was mit den engsten Menschen mit Liebe Kleines irgendwie eine Energie zu hinterlassen, die still und friedvoll ist.
- 23:51Speaker 1: Und nicht was wo ich mein Ego, wo es noch mal um ein Ego geht.
- 23:57Speaker 1: Weil das ist ja das, was du, was die Frage intendiert.
- 24:01Speaker 1: Oder du denkst... Darum verstehe ich dir die Gegenfrage.
- 24:05Speaker 1: Was wird dir am meisten?
- 24:06Speaker 1: Also wenn du gehst zum Spaß.
- 24:07Speaker 1: Also geht's dann, was macht dir nochmal richtig Spaß?
- 24:11Speaker 1: Und dann würde ich mich auf jeden Fall für das Konzert entscheiden.
- 24:18Speaker 1: Weil dieses Miteinander zu musizieren, sei es auf einer Bühne oder im Studio oder in einem Proberaum sagen wir mal fast schon die vorspirituelle Energie ist von dem was ich hoffe was kommt nämlich als spirituelle Auflösung in irgendwas?
- 24:36Speaker 1: Also wer die Musik Die stärkere Kraft als nur die Sprache.
- 24:43Speaker 0: Verstehe ich, also ich glaube, ich wäre auch... Also gesetzt den Fall, ich bekomme da bis dahin mehr Songs als nur Wonderwall auf der Gitarre hin.
- 24:54Speaker 1: Ja wobei nimm doch Wonderwall ist doch gut!
- 24:57Speaker 0: Das ist mein Go-to Karaoke Song weil in jeder Karaoke bar Egal wo auf der Welt kannst du dir sicher sein, dass alle den Song mit singen können.
- 25:06Speaker 0: Ja
- 25:06Speaker 1: klar!
- 25:06Speaker 0: Und wenn du es hinbekommst das anzumoderieren und alle mitzuziehen dann musst du nur noch die halbe Arbeit machen.
- 25:12Speaker 0: Das ist eigentlich völlig egal.
- 25:13Speaker 0: Du hast immer gewonnen.
- 25:15Speaker 1: Du bist auf jeden Fall kleiner als
- 25:16Speaker 0: ich.
- 25:17Speaker 0: Genau.
- 25:18Speaker 0: Aber ich habe ja in der Pandemie.
- 25:19Speaker 0: irgendwann hatte ich die große adgd.
- 25:21Speaker 0: Ich muss jetzt Gitarre lernen.
- 25:22Speaker 1: Ja ist da eine gute Idee.
- 25:23Speaker 0: Meine ganzen Musikerfreunde hatten ja nichts zu tun... ...und ich hab hier ne Bar.
- 25:28Speaker 1: Und dann auch sich?
- 25:30Speaker 0: Waren wir alle immer hier Und ich war der einzige, der keinen Instrument spielen konnte und dann habe ich mir mehr Gitarren gekauft als ich Songs spielen kann.
- 25:37Speaker 1: Sehr gut!
- 25:38Speaker 0: Das ist ein guter
- 25:39Speaker 1: Ansatz.
- 25:39Speaker 1: Ja wirklich?
- 25:42Speaker 0: Aber ich glaube ehrlich wenn ich die Wahl hätte... ...und bis dahin mehr als Wonderwall aber zur Not geht auch Wonderwall.
- 25:50Speaker 0: Every Breath You Take kriege ich auch noch kennen.
- 25:53Speaker 0: Dann würde ich auch glaube ich irgendwie... Ich glaube es muss gar keine Bühne sein, einfach mit Menschen die ich gerne mag Musik machen.
- 26:01Speaker 0: Egal wie schräg ich singe und egal ob ich irgendein Ton rausbekomme, dieses Gefühl ist einfach noch mal ein anderes was da so in durch dich durchgeht.
- 26:11Speaker 1: Ja es ist halt ein Medium.
- 26:13Speaker 1: Musik glaube ich ist das stärkste Medium dass wir Menschen, weil auch das älteste, ich glaub das war ziemlich das erste was jemand gemacht hat irgendwo hingehauen, da kommt was raus was irgendwie durch mich passiert.
- 26:26Speaker 1: aber nicht ich bin Das ist ja ein totaler Vorgang.
- 26:29Speaker 1: Ich kann
- 26:30Speaker 0: in den Kachonten gehen.
- 26:31Speaker 1: Nein, Kachon... ich hab's ja gar nicht... Ich habe eigentlich eine Schlagzeuge, schön dass du vorhin Anika Nilis gesagt hast, weil ich finde Schlagzeuge, das finde ich, also Hände und Füße zu koordinieren und die Basis für eine ganze Band, für ein Orchester oder was auch immer, das find' ich immer faszinierend und ich mich neige, ich kann es gar nicht!
- 26:55Speaker 1: Also ich bin wirklich
- 26:57Speaker 0: Fun fact, genau an diesem Platz hier.
- 27:00Speaker 0: Ab und zu machen wir hier mal Jam Sessions mit ein paar Leuten und grüße ja an die Nachbarn ich weiß dass ihr den Podcast hört vor allem die unter dem Dach der Tobi der Schlagzeuger von Labrasbanda wohnt hier im Rücksumseck meinte um ein Uhr morgens zu mir jetzt komm jetzt setz dich doch mal hier an das Schlagzeuge so schwer ist es gar nicht.
- 27:21Speaker 0: dann fahr hier an und stammts irgendwann in die Nachbarin nachtemptiert.
- 27:25Speaker 0: Es ist wirklich verdammt schwer.
- 27:27Speaker 0: Also
- 27:27Speaker 1: für Vierteltag kriege ich ihn noch hin?
- 27:29Speaker 0: Ja, einigermaßen aber alles andere...
- 27:31Speaker 1: Aber ich kann es auch nicht halten!
- 27:33Speaker 1: Ich kann den Groove nicht halten dass er... also bewundert mein Schlagzeiger den Michi weil der ist so eine Groovmaschine.
- 27:42Speaker 1: Der hält diesen Groove wenn du jetzt im Studio bist und wir groven uns quasi einen oder spielen den Song den wir dann aufnehmen.
- 27:50Speaker 1: das dauert ja oft zwanzig Minuten halbe Stunde.
- 27:52Speaker 1: denke mir dieses Tempo, diesen Groove halten doch das und er sagt da immer das macht ihm dann auch irgendwann wahnsinnig Spaß.
- 28:02Speaker 1: genau das.
- 28:03Speaker 1: Das habe ich gar nicht leider... Ich musste als Kind also Jugendliche muss sich ja Kirchenohr gelernen Und da war es schon mit den Füßen weil ich schon völlig überfordert war ich da überhaupt nicht bin ich einfach nicht gemacht.
- 28:17Speaker 1: dafür Auch ein schlechter Fußballer natürlich.
- 28:19Speaker 1: Also alles wo Hände und Füße miteinander machen sollen bin ich raus.
- 28:26Speaker 0: Aber Musik ich, das ist wirklich so ein Ding.
- 28:31Speaker 0: Es verbindet zu wahnsinnig schönen Menschen und jeder hat seinen ganz individuellen eigenen Music Taste.
- 28:40Speaker 0: und mein Lieblings Hobby ist ja inzwischen Menschen... Eine Einladung zu so einem gemeinsamen, ich weiß nicht ob du das Feature kennst.
- 28:47Speaker 0: bei Spotify kannst du ja Menschen eine Einladungen für einen gemeinsamen Musikmix schicken.
- 28:52Speaker 0: Und dann entsteht aus den beiden Musikgeschmeckern also wenn ich dir das jetzt sehr schicke und entsteht Aus uns Beiden ein gemeinsamer Mix der sich jeden Tag updated.
- 29:01Speaker 0: Ach das ist ja cool!
- 29:02Speaker 0: Ich fände es großartig.
- 29:04Speaker 0: und es gibt dann so Menschen.
- 29:05Speaker 0: mit denen habe ich glaube, Und du tauchst dauernd in irgendwelche Songs ab, die du noch gar nicht auf dem Schirm hattest und irgendwie kehrt natürlich genauso.
- 29:20Speaker 0: Das ist so ein schönes verbindendes Element... Da ist dann die Technologie doch wieder ganz nett?
- 29:26Speaker 1: Ja total!
- 29:27Speaker 1: Ich bin ja auch ein musikalisches Trüffelschwein ich will ja immer neue Sachen, darum höre ich auch kein Radio mehr weil ich das nicht ertrage dass ich wieder die besten Hits der Achtziger und Neunziger dich alle...
- 29:37Speaker 0: ...und des neuen Jahrtausends...
- 29:39Speaker 1: Eben Zustand gehört habe in meines Lebens, hab' ich keinen Bock drauf.
- 29:43Speaker 1: Ich finde dieses selber entdecken, also da hilft natürlich so ein Algorithmus total.
- 29:48Speaker 1: Das merke ich schon auch, dass man denkt, oh krass jetzt habe ich das hätte ich sonst nie kennengelernt.
- 29:54Speaker 1: Also nochmal ist es auch gut, dass wir das noch mal aufgreifen weil ich bin gar nicht in dieser Dystopie unterwegs was jetzt was jetzt Streaming Musik angeht.
- 30:02Speaker 1: Weil ich glaube, dass den wirtschaftlichen Aspekt jetzt mal weg aber ich glaube dass ganz viele meiner Lieder auch Leute nicht hören würden, wenn ich sie etwas Ähnliches hören würde und deswegen das werden gespürt wird.
- 30:19Speaker 1: Das heißt der Zugang zu dem was du als Künstler machst ist auf jeden Fall durch Streaming extrem gestiegen.
- 30:26Speaker 1: also selbst für Leute die sagen Ich habe aber nur zehntausend oder fünfzehn tausend Streams da denke ich mir naja über zehn oder fünf Zehntasend Singles hast Du auch nicht verkauft?
- 30:35Speaker 1: Also Du hast auf jeden fall mehr Leute die öfter deine Lieder hören, offensichtlich als das früher der Fall war.
- 30:44Speaker 1: Es fehlt halt nur diese wirtschaftliche Komponente.
- 30:46Speaker 1: Das ist halt tatsächlich wahnsinnig bedauerlich dass mir das irgendwie scheinbar kein vernünftiges Entlohnungssystem einfällt oder?
- 30:57Speaker 0: Ja aber ich meine ja... Ich verstehe den Streaming-Kritikpunkt total.
- 31:03Speaker 0: Der Punkt ist ja schon genau das was du beschreibst.
- 31:05Speaker 0: also wenn Weekly-Liste auf Spotify mir jede Woche anhöre und da Songs drin hab, die hätt ich im Leben nicht entdeckt.
- 31:14Speaker 0: Und auf einmal hast du wieder irgendwas wo du denkst so oh das ist aber echt gut?
- 31:17Speaker 0: Und dann sagt ihr Spotify auch noch in zwei Wochen spielen die in München keine Ahnung im Strom oder sonstwo?
- 31:24Speaker 0: Ja ja und dann gehst du dahin und Ich werde nie hingegangen wenn ich das nicht gehört hätte.
- 31:29Speaker 0: und so kannst Du natürlich eine ganz neue Audience finden die du wahrscheinlich nicht mit viel Geld erreicht hättest
- 31:36Speaker 1: Stimmt alles.
- 31:37Speaker 1: Ich glaube, es geht solange gut, solange eine breite Masse von Menschen das Geld hat auf Konzerte zu gehen und zwar auch auf kleine Konzerten zu gehen – nicht nur die Super-Events!
- 31:49Speaker 1: Solang gebe ich dir in allem recht lustig bei den gemeinsamen Freunden Sportsfreunde.
- 31:56Speaker 1: Ich auch tatsächlich glaube dass dieses wahnsinnige erfolgreiche Comeback, das sie jetzt haben ohne Streaming nicht passiert wäre.
- 32:03Speaker 1: Ich glaube ich auch.
- 32:04Speaker 1: Weil die werden sonst viel weiter weg gewesen von den Leuten, dass diese Pause hätte dazu geführt das du viel schneller weg bist.
- 32:13Speaker 1: aber Kompliment blieb halt in diversen und andere Lieder um Gottes Willen blieben halt in diverse Playlists Und Du hast die Band nicht vergessen was sicher auch daran liegt dass es im Streaming gibt.
- 32:24Speaker 1: Insofern bin ich da voll dabei.
- 32:26Speaker 1: ich bin selber auch Wie gesagt, als trüffelschwein musikalisches Trüfferschein habe ich so viele Sachen entdeckt.
- 32:34Speaker 1: Und... Ich bin so happy und so kann es oft gar nicht glauben dass es so viele Leute gibt die offensichtlich in irgendeiner Form professionell Musik- und Popmusik machen und das Genre ist so aufgebrochen sind.
- 32:51Speaker 1: Also eigentlich leben wir da in einem paradiesischen Zustand für ein Musikliebhaber weil's einfach alles gibt.
- 32:59Speaker 0: Die Frage habe ich Annika auch gestellt, weil wir schon über sie gesprochen haben.
- 33:04Speaker 0: Drei Artists... Wenn wir jetzt in deiner Spotify-Jahresliste schauen würden?
- 33:10Speaker 0: Wie hast du Spotify?
- 33:11Speaker 0: Rewind glaube ich?
- 33:12Speaker 0: Keine
- 33:13Speaker 1: Ahnung.
- 33:13Speaker 0: Egal wie!
- 33:14Speaker 0: Wenn wir reinschauen würden und uns... wenn wir jetzt alles was Mainstream ist mal ausklammern drei Artis die bei dir wirklich oft laufen, die du irgendwie entdeckt hast
- 33:26Speaker 1: Fallen wir sofort zwei ein, beim dritten muss ich dann nachdenken.
- 33:29Speaker 1: Hermano Scuteris.
- 33:31Speaker 1: Zwei unfassbare Musik-Zweigitaristen, die so, das sind glaube ich aus der Schweiz eigentlich machen aber so wie der Name schon sagt kein Gesang!
- 33:43Speaker 1: Zwei Brüder also.
- 33:44Speaker 1: das kann ich jedem empfehlen.
- 33:46Speaker 1: Hermanos Scuteres finde ich unglaublich großartig.
- 33:49Speaker 1: Dann... Der zweite ist Fink Heute auch in München.
- 33:56Speaker 1: Und ich muss selber spielen und kann nicht hin, was mich total ärgert!
- 33:59Speaker 1: Ein super Songwriter der mittlerweile in Berlin lebt in Deutschland.
- 34:04Speaker 1: Völlig anders klingt als er aussieht.
- 34:06Speaker 1: das finde ich immer lustig.
- 34:07Speaker 1: Er ist mir mindestens mein Alter.
- 34:10Speaker 1: Klingt aber als wäre er mit ihr zwanzig.
- 34:12Speaker 1: Total super.
- 34:14Speaker 1: Und dann würde ich gerade so bin zu die Österreicher Da würde ich Garish nehmen.
- 34:24Speaker 1: Garish ist eine Band, die gibt es schon ganz lange in Österreich.
- 34:27Speaker 1: Eine totale Indie-Band, die aber immer wieder mich total berühren und... Die haben auch so... Arik Brauer Song oder so ganz alte österreichische Dialektmucke, haben die in so ein neues Indiegewand gesteckt und sowas finde ich total faszinierend wenn du so rüber was eigentlich schon vergangen ist oder man glaubt das ist vergangen Wenn du das noch mal rüber ziehst in die neue Generation, nur weil du es ein bisschen anders klingen lässt.
- 34:58Speaker 1: Das wäre meine dritte Empfehlung und da sind jetzt drei wirklich gar nichts Mainz drin vermutlich.
- 35:04Speaker 1: Kennst du was davon?
- 35:06Speaker 0: Nein,
- 35:07Speaker 1: alles ist
- 35:07Speaker 0: schön.
- 35:08Speaker 0: Warte ich habe auch drei.
- 35:10Speaker 0: Punkt eins neueste Entdeckung und Ich bin late to the game.
- 35:13Speaker 0: I know Weil ich hab's danach einen Freund von mir der seinen Leben in der Musikindustrie verbracht hat.
- 35:20Speaker 0: Grüße an Daniel.
- 35:21Speaker 0: Also ja, weißt du nicht wo du letztes mal bei mir war?
- 35:23Speaker 0: Stand seine Platte hinten bei mir auf dem Schrank und wir haben die gehört.
- 35:28Speaker 0: Vielleicht war es der Rotwein ich weiß nicht aber da habe ich ihn nicht wahrgenommen.
- 35:31Speaker 0: Tyler Ball Game Großartiger Typ.
- 35:35Speaker 0: Ich war gerade auf einem Musikfestival Mitte August in Helsinki aufm Flow Festival Und er hat gespielt und ich saß da drin.
- 35:41Speaker 0: das war so eine Arena Bühne also rundrum und eher in der Mitte und es war einfach nur großartig.
- 35:49Speaker 0: Der Typ kommt auf die bühne Hat jetzt nicht den Klischee-Körper eines Adonis, würde ich mal sagen.
- 35:57Speaker 0: Aber Rock the Stage!
- 35:59Speaker 0: Aber wirklich auf einem Level... Alleine?
- 36:01Speaker 0: Ja ne mit Band aber unfassbar
- 36:04Speaker 1: gut.
- 36:04Speaker 1: Tyler
- 36:05Speaker 0: Ballgame Platz zwei live Wallaback habe ich mal irgendwann das erste Mal gesehen.
- 36:11Speaker 0: da kannte denen noch niemand.
- 36:12Speaker 0: Da war er in Austin auf der South by Southwest hat in der Kirche gespielt Und das war einfach nur... Der Typ hat mich wahnsinnig gemacht, weil der auf der Bühne geile Band auch dabei gehabt.
- 36:24Speaker 0: Aber der ist während dem Konzert zwischen drei Instrumenten hin und her gesprungen.
- 36:28Speaker 0: Während einem Song teilweise zu drei Instrumentalen hat alles zu hundert Prozent hinbekommen und auch noch eine geile Stimme.
- 36:36Speaker 0: Ich bin ihm für alle die Zuhören immer noch sauer, weil er mich einmal versetzt hat Fidgen & Talk als ich in München gespielt habe.
- 36:44Speaker 0: Irgendwann bekommen wir es noch hin Geiler Typ und Nummer drei wäre, ich bin gerade ein bisschen hin- und hergerissen weil du grad Österreich gesagt hast.
- 36:54Speaker 0: Eigentlich hätte ich gesagt Andrew Bird und da wiederum Rüdiger und ich waren in Austin gemeinsam und haben ihn live gesehen und wir standen irgendwie so dar Diese Songs angehört und haben beide gemeint wie viele Ebenen, also wie viele Leer kannst du in den Song.
- 37:12Speaker 0: Also
- 37:12Speaker 1: dann kenn ich jetzt da bin auch große Fan.
- 37:15Speaker 1: das ist wirklich unglaublicher.
- 37:17Speaker 0: Und aber weil Du Österreich gesagt hast kurzer Bonus eigentlich kommt er nicht aus Österreich aber er liebt da inzwischen Auch schon hier gewesen auf deinem Platz gesessen.
- 37:26Speaker 0: Ansa Sauermann und Ansa.
- 37:28Speaker 0: Ich habe vor kurzem.
- 37:29Speaker 0: es gibt so einen ganz tollen Newsletter.
- 37:32Speaker 0: Ich weiß nicht ob du den kennst Aber eigentlich müsste ich dich damals vernetzen.
- 37:35Speaker 0: Das ist ganz witzig.
- 37:37Speaker 0: Einen Song reicht heißt der Newsletter, ich
- 37:39Speaker 1: weiß es nicht.
- 37:40Speaker 1: Dann mach das mal, das finde ich gut!
- 37:42Speaker 0: Das ist total toll.
- 37:43Speaker 0: und da ist immer eine Person die einen Song
- 37:47Speaker 1: vorstellt
- 37:47Speaker 0: und es muss was Deutschsprachiges sein.
- 37:50Speaker 0: Also Deutschland, Österreich, Schweiz... Und ich habe da vor kurzem einen Song Vorgeschlagen und ich hab Tim Telegram von Ansar vorgeschlagen weil ich gesagt habe genau das Ding so diese Volkfosten die einfach Volkpfosten sorry eigentlich genau nicht Korrektur, das sind genau diese Menschen die irgendwann abdriften Richtung AfD und Co.
- 38:13Speaker 0: Und dass aber nicht richtig mitbekommen weil sie sich verstanden fühlen und auf einmal der Meinung sind Sie müssen alle anderen missionieren.
- 38:20Speaker 0: Und die meinen das gar nicht böse.
- 38:22Speaker 0: Aber sie haben auf einmal einen Medium gefunden oder... eine Quelle gefunden oder ein Ziel-Medium gefunden, wo sie verstanden werden vermeintlich und sich abgeholt fühlen.
- 38:35Speaker 0: Tim Telegram ist genau der Song dazu und das ist total schön!
- 38:39Speaker 0: Und deshalb habe ich den Song für mich geholfen.
- 38:40Speaker 1: Ich hab zu dem was du sehr schön gesagt hast einen Gedanken der für mich neu war die letzten Tage und zwar dass wir Also viele, glaube ich, interpretieren in diese AfD und in diesen reaktionären Vibe eine Vergangenheitsliebe hinein.
- 39:03Speaker 1: Und ehrlich gesagt war ich da auch lang dabei und haben gedacht okay die wollen einfach Leute sich da angezogen fühlen wollen einfach zurück zu was.
- 39:11Speaker 1: und das hört man ja auch immer wieder.
- 39:13Speaker 1: aber das viel krassere habe ich jetzt in zwei Interviews gehört.
- 39:17Speaker 1: also eine war weiß ich nicht mehr mit wem in Zukunftsforscher das andere war Robert Habeck.
- 39:23Speaker 1: Und da ist eigentlich die bittere Erkenntnis, dass es die einzigen Grad sind, die eine Zukunft beschreiben.
- 39:33Speaker 1: Und das habe mich total oder das beschäftigt mich gerade total, dass ich mir denke ja, das stimmt!
- 39:39Speaker 1: Weil wir plötzlich... ist quasi die sogenannte Mitte, die ist so auf Bewahren aus und man darf die Demokratie nicht zerstören.
- 39:49Speaker 1: also wir verteidigen das und das Wir lassen uns das nicht nehmen.
- 39:57Speaker 1: Da findet eigentlich was total defensiv ist, die anderen sagen aber wir wollen jetzt mal völlig egal was es ist.
- 40:04Speaker 1: Wir wollen Frieden!
- 40:06Speaker 1: Wir wollen keinen Krieg in Europa.
- 40:09Speaker 1: Wir haben keine Überbevölkerung in unserer Kultur weil wir Angst um unsere Kinder haben.
- 40:15Speaker 1: Deswegen wollen wir das nicht.
- 40:18Speaker 1: Wir wollen unsere Freiheit bewahren, wir wollen uns nicht das wegnehmen lassen.
- 40:23Speaker 1: Aber es ist tatsächlich auf eine Art Zukunftsgerichtet und die, nehmen wir mal so wo ich das Wort nicht mag diese etablierten Parteien sind eigentlich plötzlich in der Verteidigung des Status Quo gelandet inklusive der Grünen die ja also dieses Klimaschutz-Weltenrettung plus Frieden das war ja denen ihr DNA.
- 40:47Speaker 1: Und das führt bei mir gerade dazu, dass ich merke A. Ich muss es auch echt anders denken und ich glaube wir müssen zukunfts vielleicht nicht utopien aber bilder schaffen die über Wir lassen uns die demokratie nicht kaputt machen hinausgehen.
- 41:06Speaker 1: So das ist mir gerade eingefallen weil ich das gerade beschäftigt total
- 41:09Speaker 0: also mich auch Gerade in buch veröffentlicht steht hinter der zur Kenntnis mein neuestes Das
- 41:16Speaker 1: ist wirklich.
- 41:17Speaker 0: Und in dem Buch beschreibe ich eine gar nicht so weit entfernte Utopie oder Dystopie, Herbst, zwei tausend neunundzwanzig?
- 41:26Speaker 1: Ja da ist Wahl wahrscheinlich, oder?
- 41:29Speaker 0: Die ist eigentlich ein bisschen früher.
- 41:30Speaker 0: aber ich habe noch mit reingedichtet dass es neue Wahlen gibt weil sich die eigentliche Wahl neun und zwanzig zerfleischen wird.
- 41:39Speaker 0: aus meiner Sicht Aber das ist ein anderes Thema.
- 41:42Speaker 0: Und ich habe neunzig Tage nach der Machtübernahme einer AfD ähnlichen Partei beschrieben.
- 41:48Speaker 0: Aus der Innensicht dieser Partei und wie die in Neunzig Tagen unsere Verfassung nicht aushebeln, aber sich so zur Nütze machen dass wir danach echt ein Problem haben.
- 42:00Speaker 0: und das perfid an dem Buch ist und da komme ich zu deinem Punkt du ertappst dich alle fünf Minuten dabei den jeweiligen Charakter eigentlich gar nicht so unsympathisch findest.
- 42:12Speaker 0: Und dann kommt aber drei Seiten später, kommt dann die Klatsche weil du merkst oh fuck was macht er denn gerade und hat halt doch irgendwie etwas Rechtsradikales gemacht also in der Policy dir irgendwie da irgendwie reingebaut hat oder weil er irgendwie mit irgendjemandem redet oder wie auch immer agiert.
- 42:31Speaker 0: und es gibt Menschen die kann man... Es gibt Grüße an Michelle Friedmann.
- 42:35Speaker 0: das Buch kommt die Tage an.
- 42:38Speaker 0: Es gibt einen Typen in diesem Buch, Satorius heißt er mit Nachnamen.
- 42:44Speaker 0: Und ich musste sehr an Michelle Friedmann denken weil ich hab quasi die rechte Version von Michelle Friedman gebaut also der ganze Habitus und dieses ganze Verhalten aber halt rechts.
- 42:55Speaker 0: Und man findet den gar nicht so scheiße!
- 42:57Speaker 0: Wenn man das liest denkt man sich ach eigentlich ist ein netter Typ bis man dann versteht was er eigentlich politisch auf der Agenda hat also was er durchsetzen möchte.
- 43:06Speaker 0: Und dann kommt der Moment, wo du denkst oh, nee da will ich jetzt doch nicht mitgehen.
- 43:11Speaker 0: Also auch wenn ich mit denen gerne Pasta essen gehen würde, eine gute Flasche Rotwein aufmache aber da mach' ich dann doch einen Punkt.
- 43:20Speaker 0: und das ist glaube ich der Punkt mit der AfD und ich verstehe das und deshalb ärgere ich mich alle fünf Minuten so sehr über Friedrich Merz weil ja niemand mehr also selbst Menschen die ich gut kenne, die ihn gut kennen.
- 43:32Speaker 0: Selbst die sagen, sie verstehen nicht mehr was er macht.
- 43:35Speaker 0: Weil er ist non-stop in der Friedrich Merz verteidigt und hat überhaupt nicht in die Rolle des Bundeskanzlers
- 43:42Speaker 0: gefunden.".
- 44:03Speaker 1: Dann ist für sich Merz wäre nicht Kanzler geworden, wenn nicht dieses Ampelbashing so eklatant in der Gesellschaft gewesen wäre.
- 44:11Speaker 1: Und man gesagt hat okay, er hat zwar keine Regierungserfahrung, der wurde in der CDU auch nicht wirklich was unter Merkel und vorher auch schon nicht usw.
- 44:22Speaker 1: Ich glaube wir werden nicht verfangen auf diese Figur oder diesen Menschen, diese Ampel in einem so katastrophalen Zustand auseinandergeflogen wäre, dann glaube ich hätte der gar keine Chance gehabt.
- 44:36Speaker 1: Dass man dann als Gesellschaft in der Mehrheit sowas greift und man sagt okay er ist siebzig, den treibt jetzt vielleicht nicht mehr das Ego des Karrierismus.
- 44:51Speaker 1: was bei ihm aber glaube ich ein bisschen anders ist dass man zudem zu einer Volkspartei zurückfindet oder sagt, okay macht ihr das hauptsächlich?
- 44:59Speaker 1: Das habe ich alles verstanden.
- 45:02Speaker 1: Ich verstehe seit ich politisch denken kann nicht warum es schwarz-grün nicht gibt.
- 45:10Speaker 1: Verstehe ich nicht!
- 45:11Speaker 1: Ich hab das Gefühl... Es ist in Wahrheit wenn du die Mitte retten willst quasi was gerade immer behauptet wird dann brauchst Du auf der einen Seite eine konservative Kraft für Menschen die sonst Angst haben Und du brauchst eine zukunftsgerichtete Kraft, die so viele Veränderungen schafft dass der Planet und alle anderen wichtigen Punkte nicht vor die Hunde gehen.
- 45:37Speaker 1: Das verstehe ich nicht!
- 45:39Speaker 1: Ich fand den größten Fehler der Konservativen nicht diesen seltsamen Umgang mit der AfD sondern ich fand den grössten Fehler tatsächlich inklusive Söder dieses grünen Bashing und dieses Harbeck-Bashing, diese Grünen in so eine Kindergartenpartei.
- 46:01Speaker 1: Ohne zu checken, dass da die Waren... Da sind noch mal die Bürgerlichen gelandet, vielleicht eine Generation jünger aber das sind die Bürgerliche.
- 46:11Speaker 1: Und deswegen glaube ich wirklich, dass Schwarz-Grün weil die SPD tut mir total im Herzen weh und auch leid Aber dieses Konzept halte ich wirklich für komplett gescheitert.
- 46:24Speaker 1: Und die FDP halte auch für komplett geschmeitert, also würden die beiden für mich die Mitte machen.
- 46:31Speaker 1: und dann brauchst du natürlich eine andere Figur, also einen Frisich Merz oder ein Markus Söder.
- 46:35Speaker 1: Dann brauchst irgendwie vielleicht so Leute wie ein Wüst- oder Günther oder wie sie alle heißen.
- 46:40Speaker 1: Ich glaube schon dass die Leute haben, die konservativ auch anders denken können eine automatische Vorwärtsbewegung, die ganz viel von diesem komischen Gefühl abgehängt zu werden in Zukunft.
- 47:00Speaker 1: Weil es ist ja hauptsächlich, glaube ich.
- 47:02Speaker 1: Das könnte man einpreisen.
- 47:05Speaker 1: Habe ich so mal eingeschüttelt?
- 47:07Speaker 0: Total!
- 47:07Speaker 0: Also ich glaube... Die Story habe ich schon öfter im Format erzählt.
- 47:12Speaker 0: Es tut mir leid liebe Hörer und Hörerin.
- 47:16Speaker 0: Ich hatte irgendwann wirklich so einen Augenöffnenden Moment, weil ich viel Zeit in Finnland verbracht habe.
- 47:22Speaker 0: Die letzten zehn Jahre über zehn Jahre und immer wenn du dort mit Menschen sprichst und über Politik sprichest reden die von wir.
- 47:32Speaker 0: Und wir reden immer nur von dir.
- 47:33Speaker 1: Genau!
- 47:34Speaker 0: Und solange wir dieses Wir-Gefühl nicht wieder hinbekommen ist politisch echt viel verloren bei uns Wenn wir immer nur sagen, wer ist denn irgendwie jemand der da diesen Job machen kann?
- 47:45Speaker 0: Und ich glaube das Hauptproblem an diesem fehlenden Wir ist dass wir einfach nicht verstanden haben.
- 47:51Speaker 0: Dass wir unser ganzes Parteienkarriere System überdenken müssen.
- 47:56Speaker 0: also vereinfacht gesagt Angenommen du oder Ich würden jetzt sagen wir wollen Politiker werden weil wir irgendwie was beizutragen haben und vielleicht ein bisschen Reichweite mitbringen und vielleicht auch Nicht die dümmsten Ideen Weder du noch.
- 48:10Speaker 0: ich würden sagen, okay dann fange jetzt mal an irgendwie Flyer zu verteilen und Plakate zu kleben.
- 48:16Speaker 0: Für die nächsten fünf Jahre.
- 48:18Speaker 0: Und mein guter Freund Jimmy Schulz der leider verstorben ist inzwischen hat mir mal... Ich weiß gar nicht ob ich das hätte... Sorry Jimmy.
- 48:27Speaker 0: Jimmy hat zu mir mal gesagt ganz ehrlich wenn war für die FDP im Bundestag und Jimmy hat mir irgendwann mal nach einigen Kaltgetränken erzählt.
- 48:39Speaker 0: Ganz ehrlich, wenn ich damals nicht einen sechsstelligen Betrag mitgebracht hätte um in meinen eigenen Wahlkampf zu investieren, wäre ich nie im Leben irgendwie auch nur ansatzweise in den Bundestag gekommen und da waren wir schon bei der FDP also die waren ja schon immer verzweifelt.
- 48:56Speaker 0: Aber wenn
- 48:57Speaker 1: wir
- 48:58Speaker 0: sagen würden keine Ahnung wir wollen die CSU eintreten und dort politische Karriere machen Da wachsen uns noch mehr graue Haare, bis wir überhaupt dahin kommen.
- 49:09Speaker 0: Und das ist glaube ich ein Problem!
- 49:10Speaker 0: Wir haben keine Anreizsysteme mehr für politische Karrieren außer du studierst Politik und fängst halt im Studium an irgendwie Flyer zu verteilen.
- 49:20Speaker 0: Wenn wir so unsere Volksvertreter auswählen und überhaupt Menschen die eigentlich politisch engagiert sind und vielleicht auch was zu sagen haben und auch Leute mitnehmen können... Wenn wir die einfach ausgrenzen, dann brauchen wir uns nicht wundern dass wir kein politisches Talent haben.
- 49:37Speaker 0: Und am Ende Menschen wie Friedrich Merz... Tut mir leid ich bin leider keinen Friedrich-Merz-Fan und ich war mal junge Unionmitglied in sehr frühen Jahren.
- 49:47Speaker 0: Bin aber ausgetreten.
- 49:49Speaker 0: Aber deshalb habe ich per se jetzt nichts gegen die Union.
- 49:53Speaker 0: Aber das geht einfach nicht!
- 49:56Speaker 0: Ich kann mich nicht dahin stellen irgendwelche Ansichten vertreten, die halt seine sind.
- 50:04Speaker 0: Aber einfach nicht in diese... Ich finde wenn du Bundeskanzler bist musst du irgendwann in so einen halbwegs parteineutralen Modus hineinfinden.
- 50:15Speaker 1: Ja deswegen halte ich ja auch diese Idee der beiden Volksparteien früher den Volkspartei, dass immer der Parteivorsitz und der Bundeskantler in einer Hand sein sollte für falsch Weil das natürlich dadurch nicht geht.
- 50:29Speaker 1: Also du kannst dich eben nicht... also wenige konnten das, Helmut Schmidt war dazu in der Lage.
- 50:34Speaker 1: ich finde auch Angela Merkel war zeitweise dazu in die Lage sich abzuheben.
- 50:40Speaker 1: und trotzdem Ich habe weil du es gerade gesagt hast und ich versteh auch jeden der total kein Bock hat auf diesen Friedrich Merz.
- 50:47Speaker 1: Ich hab persönlich überhaupt keinen Bock auf den.
- 50:50Speaker 1: aber ich sitze jetzt da und denke mir Was wäre denn jetzt, wenn wir sagen der soll weg?
- 51:01Speaker 1: Gibt es jemanden, der das wirklich machen möchte mit dem Konzernat so wie's jetzt ist?
- 51:07Speaker 1: oder gibt es neue Wahlen und die AfD kann eh gerade nicht mehr laufen vor lauter Kraft.
- 51:15Speaker 1: Die Hau'n in diesem Wahlkampf putzen die alles weg mit knapp dreißig Prozent oder vielleicht sogar dreizig Prozent.
- 51:22Speaker 1: und dann stellen sich all diese Nicht gelösten Fragen Nämlich von Brandmauer über mit der linken nicht zusammengehen die sich ja auch gerade wieder mal so richtig mit ruhen begleckert.
- 51:34Speaker 1: also es ist ja wirklich alles grad So nebenbei zu unserer aller beruhigung.
- 51:41Speaker 1: It's not a german thing.
- 51:44Speaker 1: Also, es ist was wir gerade erleben Ist in ganz europa in Wahrheit so und die usa Mal wieder im vorläuferbereich.
- 51:55Speaker 1: Es ist nun mal gerade so, es ist faktisch die industrialisierten Länder haben ein Problem mit ihrer Ausrichtung auf die Industrialisierung.
- 52:07Speaker 1: Das ist ihr Problem jetzt dass jeder spürt Scheiße das wird durch KI wird sich das noch weiter zu spitzen und der Facharbeiter und wie sie alle heißen hat diese sicher geglaubte Zukunft die mit dem Demokratieversprechen verbunden war Die hatte nicht mehr.
- 52:26Speaker 1: Plus,
- 52:27Speaker 0: Elko Sascha Kruwaltschok hat das mal zu mir gesagt, auch eine schöne Folge.
- 52:31Speaker 0: kann man sich die Alter?
- 52:33Speaker 0: ganz schlecht ehrlicherweise oder sehr gut, das kann man jetzt je nach Gesinnungslage beurteilen.
- 52:40Speaker 0: aber Elko hat mal zu mei gesagt es gibt ein Problem von.
- 52:44Speaker 0: der H&M-Akuran hat das auch bestätigt.
- 52:46Speaker 0: danach weil ich auch mit ihr drüber gesprochen habe und Elko meinte damals Also alles was du sagst ist richtig, aber ich glaube es kommt ein Aspekt dazu den wir völlig unterschätzen.
- 52:56Speaker 0: Wir können glaub' ich nur mit einem begrenzten Maß an maximaler Freiheit umgehen?
- 53:01Speaker 1: Ja natürlich!
- 53:03Speaker 0: Und wir haben leider... also ich meine Ich bin in den Neunzigern aufgewachsen.
- 53:08Speaker 0: Gab kein schöneres Jahrzehnt auf diesem Planeten als die Neunziger in Deutschland.
- 53:15Speaker 0: Was ist denn passiert?
- 53:16Speaker 0: nix?
- 53:17Speaker 1: Am Anfang der Neunzinger war der Irak Krieg?
- 53:20Speaker 0: Aber für uns in Deutschland, deshalb sage ich Bücher Deutschland dazu.
- 53:24Speaker 1: Das war super natürlich!
- 53:26Speaker 0: Vor allem in den neunzigern in München bei aller Liebe.
- 53:29Speaker 1: Ja gut, da war es auf der Sonnenzeit und das Merk geht nicht.
- 53:33Speaker 0: Und dann kam Nine Eleven?
- 53:34Speaker 0: Deshalb hängt davor eine New York Times Episode vom zwölften September.
- 53:40Speaker 0: Bis dahin sind wir ja nur... Also die Sonne hat ja nonstop gescheint.
- 53:46Speaker 1: Findest du's nicht interessant als Ausgang in dem Jahrzehnt die depresivste Musik, nämlich Grunge so reissiert hat.
- 53:53Speaker 1: Das finde ich immer wieder wenn ich da zurück lege mir wahnsinnig.
- 53:56Speaker 1: stimmt alles was du sagst und wie wenn wir das fast nicht ausgehalten hätte dass es so schön ist haben wir uns in ihrem Acker und Soundgarten.
- 54:04Speaker 1: aber das ist
- 54:05Speaker 0: ja der Punkt,
- 54:05Speaker 1: wer hat's nicht ausgehaltet?
- 54:07Speaker 0: Wir haben irgendwann den Kontrapunkt gebraucht.
- 54:10Speaker 1: Genau.
- 54:11Speaker 1: Darum stimme ich dir total zu.
- 54:12Speaker 0: Dann hast du entweder das gehört oder bist irgendwie punk geworden.
- 54:15Speaker 0: also
- 54:16Speaker 1: viele
- 54:16Speaker 0: schulfreunde hier wurden dann echt hardcore punker Und ich kann das voll verstehen.
- 54:21Speaker 0: Aber wir sind einfach so verwöhnt in den letzten Jahrzehnten in diesem Land gewesen, dass vor dieser ganzen Wohlstand der bricht so aus uns heraus und wir haben so eine Angst diesen Wohlstand zu verlieren.
- 54:39Speaker 0: Und je mehr Wohlstände du hast, desto größer wird die Angst, dass er nicht mehr da ist obwohl du es gar nicht richtig fassen kannst.
- 54:45Speaker 0: aber es ist so dieses...
- 54:48Speaker 1: Und deswegen noch ein kleiner Einwand wenn ich darf, weil die Idee mit dem politischen Talent nicht aus der Parteienlandschaft kommen.
- 54:59Speaker 1: Die ist wahnsinnig verlockend wie du es gerade auch beschrieben hast habe ich wieder gemerkt und ich sehe mir die gefällt und gleichzeitig denke ich mir also dass da nicht ausgerechnet durch diese Talente einen Populist nach dem nächsten hochgespült wird.
- 55:15Speaker 1: Das Vertrauen fehlt mir dann schon ein bisschen.
- 55:17Speaker 1: Weil ich glaube, dass wenn jemand eben nicht diese Bücklingsgeschichte hat sondern irgendwie am besten noch aus dem Marketing oder sonst irgendwas kommt und weiß wie der Hause wirklich hoppelt Dann werden wir schon sehr darauf angewiesen das wir es damit anständigen Typen zu tun haben
- 55:34Speaker 0: Übrigens auch andersherum.
- 55:35Speaker 0: ja genau also ich meine das ist hier der Punkt.
- 55:40Speaker 1: Ja, das sind ja ganz viel fachfremde.
- 55:42Speaker 0: Genau und wenn da mal jemand auftaucht der wirklich Rhetorik kann... ...der wirklich versteht wie Kommunikation funktioniert?
- 55:49Speaker 1: Naja, der Siegmund ist schon ein bisschen der Vollläufer.
- 55:52Speaker 0: Der ist schon nah dran!
- 55:53Speaker 0: Aber dann hätten wir ein richtiges Problem.
- 55:56Speaker 0: Und ich meine die Tatsache dass die AfD mit dem Personal das sie heute hat... Da steht wo sie steht... Ist ja eigentlich schon Armutszeugnis
- 56:04Speaker 1: Für die anderen Parteien?
- 56:06Speaker 1: Ja
- 56:06Speaker 0: Und da rede ich jetzt noch gar nicht von Partei-Inhalten
- 56:09Speaker 1: Das ist wirklich nur
- 56:10Speaker 0: von der Struktur, der Partei.
- 56:13Speaker 0: Ich habe mein Leben lang gesagt die Mechanismen sind immer die gleichen und als Kind wurde ich dafür ausgelacht und hab gesagt, wir leben ja in Deutschland, es wird nie wieder passieren was damals passiert ist.
- 56:25Speaker 0: aber die Mechanisten sind immer dieselben, du musst die Leute einfach nur bei der Angst packen.
- 56:31Speaker 0: Machst du ihn noch ein bisschen angst und dann bietest du ihn Lösungen an.
- 56:33Speaker 0: Und du gibst ihm das Gefühl gesehen zu werden, und ich kann es verstehen.
- 56:37Speaker 0: also deshalb verstehe ich auch Ostdeutschland so gut.
- 56:39Speaker 0: Ich mein sorry fahr mal mit dem Auto von München nach Berlin und fahre mal durch den ganzen Osten durch.
- 56:46Speaker 0: Das ist alles schön da.
- 56:48Speaker 0: aber Es ich kann verstehen warum man auf irgendeinem Dorf in ostdeutsche land Wo irgendwann wir Wessis um die Ecke kam und gesagt haben, wir machen jetzt alles besser als ihr es je gemacht habt.
- 57:00Speaker 0: Und dir dann auch noch irgendwann macht die Dorfkneipe zu weil kein Umsatz mehr da ist, dann macht der größte Betrieb in der Umgebung zu Dann ziehen alle jungen Leute raus Der Bus kommt irgendwann nicht mehr Weil sich nicht lohnt und dann kannst du einmal am Tag irgendwie mit dem Bus in die größere Rotschaft nebenan fahren.
- 57:17Speaker 0: Ich verstehe und ich übrigens nicht nur in Ostdeutschland Auch in Niederbayern Es ist völlig egal wo, die gehen ländliche Regionen und wir sehen das ja alles immer so aus der Städterer Sicht hier.
- 57:31Speaker 0: In München ist die Welt in Ordnung.
- 57:33Speaker 0: deshalb wählt hier auch verhältnismäßig kaum jemand die AfD.
- 57:37Speaker 0: aber wenn die AfD die einzige Partei isst ich saß mit Wolfgang Vierek vor kurzem in Eying und dann hat die AfD einen Stand aufgemacht direkt vom Einger-Breustüberg Mit zwei Personen und dann kam irgendwann eine besorgte Bürgerin mit der Trillapfeife.
- 57:55Speaker 0: Es war wirklich, das kannst du dir... Das kannst du in kein Drehbuch schreiben!
- 58:00Speaker 0: Und die stand allein am Dorfplatz hat in ihre Trillarpfeife geblasen und gegen die AfD gewettert.
- 58:04Speaker 0: aber der Punkt ist die SPD baut da keinen Stand auf Die Union auch nicht.
- 58:09Speaker 0: und wenn Du aber dann sagst so hey Da sind zwei und die packen dann noch ein paar Leute ein und gehen an Stammtisch rüber ins Bräusch drüber Dann fühlst Du dich auch einmal gesehen.
- 58:18Speaker 1: Naja Ich finde es schon erstaunlich, wie wenig uns im Westen der Osten jemals interessiert hat.
- 58:30Speaker 1: Wie wenige Leute wissen über Ostdeutschland.
- 58:34Speaker 1: in Wahrheit ist schon eklatant und das ist eine Part.
- 58:42Speaker 1: Das zweite ist natürlich dass automatisch strukturschwache Räume nicht Die werden ja nicht von selber strukturschwach, sondern weil man sich schon für sie länger nicht interessiert.
- 58:52Speaker 1: Ja und wenn man beschlossen hat okay machen wir ein bisschen Strukturförderung viel Augenwischerei, ein bisschen EU-Fördergelder hin und dann ist auch wieder Ruhe so.
- 59:02Speaker 1: aber das ist ja auch in Frankreich zum Beispiel des Problems dass dies ja so zentralistisch ist, dass die ganzen Probleme tatsächlich sowohl in den Städten kumulieren weil sie durch die zentrealistischen Ausrichtungen die Probleme sich holen tatsächlich Und auf der einen Seite noch das Landproblem, haben die sich nicht gesehen fühlen.
- 59:21Speaker 1: So und England ähnlich mit London usw.
- 59:24Speaker 1: Aber trotzdem glaube ich, dass man... Man hatte glaube ich so eine Hoffnung oder ich zumindest, dass durch diese sozialen Medien und so sich das bisschen ausgleicht weil man so dachte es hat jetzt eigentlich mal jeder ob er jetzt im Leel hockt oder in Dingolfing hockt hat jeder den gleichen Zugang zu dem Rechner oder zu dem Handy und kann auch eigentlich in den gleichwertigen Diskurs treten.
- 59:53Speaker 1: Was aber passiert ist, dass diese Medien zum Ausdruck wurden dessen was du gerade beschrieben hast nämlich das ich jetzt endlich die Möglichkeit habe zu sagen wie unzufriedlich bin.
- 1:00:05Speaker 1: ja und das weiß ich nicht wie es.
- 1:00:10Speaker 1: also ich finde eh dass man mir fehlt bei Politikern hauptsächlich im Moment so Der sagt, ich weiß es nicht.
- 1:00:20Speaker 1: Ich glaube man müsste den Zweifel jetzt mal zulassen, dass man's eben nicht weiß und dadurch geht der Raum auf indem wir wieder argumentieren können und nach Lösungen suchen.
- 1:00:29Speaker 1: Aber die einen wissen wie das geht Die anderen tun so also wüssten sie wie es geht Und im Prinzip weiß natürlich keiner wie esgeht.
- 1:00:37Speaker 1: Das verhärtet auch so komisch.
- 1:00:38Speaker 1: Weißt du was ich mein?
- 1:00:39Speaker 0: Das ist schön weil du das sagst.
- 1:00:41Speaker 0: Ich habe vor kurzem Ein paar Episoden her habe ich eine Folge aufgenommen mit Patty McCord, die ehemalige Personalchefin von Netflix.
- 1:00:50Speaker 0: Und Patty hat mit Reet Hastings in Netflix im Endeffekt aufgebaut.
- 1:00:53Speaker 0: Die ist aus'iteunneinzig in die Company eingestiegen und ich hab Patty auch ne Frage gestellt.
- 1:00:59Speaker 0: Da ging's um KI ein anderes Thema.
- 1:01:00Speaker 0: aber ich fand das so befreiend weil sie hat gesagt ich weiß es nicht und das traut sich ja niemand mehr.
- 1:01:06Speaker 0: Also wir haben wirklich die Kultur zuzugeben, dass wir vielleicht auch mal keine Antwort haben.
- 1:01:13Speaker 0: Die ist uns vollkommen abhandengegangen.
- 1:01:15Speaker 1: Ja weil wir wahnsinnig schnell Meinungen haben.
- 1:01:21Speaker 1: Es gibt eine Studie das Meinungsbildung mittlerweile ich glaube hundert oder tausendfach so schnell in unserem Gehirn stattfindet wie früher?
- 1:01:31Speaker 1: Weil früher hast du so ein, entweder SC oder FZ Artikel gelesen.
- 1:01:35Speaker 1: Dann hast du noch Magazinen angeschaut und dann hast du vielleicht noch die Zeit zur Rate gezogen wenn du politisch interessiert warst.
- 1:01:43Speaker 1: Oder du hast halt einen Lokalblatt gehabt das zumindest mit DPA-Meldungen gespickt war dass du auf dem kleinen Infostand warst wie der andere der sich sehr dafür interessiert hat.
- 1:01:53Speaker 1: Und dann war die Meinungsspielung der Austausch mit deinesgleichen so und führte zu einer Meinung.
- 1:01:58Speaker 1: Das hat wahnsinnig lange gedauert Und ich glaube es dauert halt auch lang.
- 1:02:02Speaker 1: Ja und ich glaube, es ist völlig wurscht mit welchem Medien du arbeitest.
- 1:02:06Speaker 1: die Meinung bis zu einer Meinung kommst Dauert immer gleich lang und wir haben halt irgendwann Informationen mit Meinungen verwechselt oder mit Wissen verwechselten uns dann ganz schnell die meinung raus bezogen.
- 1:02:18Speaker 1: deswegen kommen ja auch so schnell wieder runter von unserer meinung weil ich finde zum beispiel wenn nicht mein eigenes leben anschau politisch auch habe ich mich manchmal echt erklärt getäuscht.
- 1:02:30Speaker 1: Das kann mir jetzt genauso wieder passieren.
- 1:02:32Speaker 1: Also das gehört für mich mit dazu, dass man sich täuscht und dass man sagt okay vielleicht werde ich dadurch in Zukunft nicht so apodiktisch weil ich mich ja auch schon getäuscht habe.
- 1:02:43Speaker 1: also kann schon sein.
- 1:02:45Speaker 1: zum sage eben der Zweifel, der Selbstzweifel ist sowohl für Kunst als auch für politisches Denken glaube ich immer total wichtig.
- 1:02:52Speaker 1: deswegen bin ich so Fan
- 1:02:54Speaker 0: von
- 1:02:55Speaker 1: Giovanni di Lorenzo Weil ich finde, dass das einer der ganz wenigen Journalisten ist und auch öffentlichen Figuren, der den immer mitformuliert.
- 1:03:07Speaker 0: Grüße übrigens!
- 1:03:08Speaker 0: Wir brauchen immer noch einen Termin.
- 1:03:11Speaker 1: Und suchen
- 1:03:12Speaker 0: seit Jahren ein Termin... Ja, total.
- 1:03:16Speaker 0: Und der Punkt ist natürlich auch, wenn ich zurückdenke in die Anfangszeiten des iPhones.
- 1:03:26Speaker 0: Sieben, acht,
- 1:03:30Speaker 1: neun.
- 1:03:31Speaker 0: Das ist diese ganze App-Kultur entstanden ist und dann auch die Medien nachgezogen haben und die ersten Apps kamen und dann gab es irgendwann Push Notifications.
- 1:03:40Speaker 0: Du konntest dich irgendwie in den frühen zehner Jahren darauf verlassen wenn eine Eilmeldung kommt?
- 1:03:45Speaker 0: Ist das wirklich eine Eillmeldungen?
- 1:03:48Speaker 0: also als Push Notification Heute bekomme ich am Tag wahrscheinlich allein von der SZ fünf Eilmeldungen Und dann kommt noch der Spiegel und NTV, die Welt.
- 1:03:59Speaker 0: Und keine Ahnung... Die Zeit auch noch?
- 1:04:01Speaker 0: Dann hast du am Ende wahrscheinlich so vierzig Push Notifications am Tag, die alle eine Eilmeldung sind!
- 1:04:08Speaker 1: Ich habe das alles nicht.
- 1:04:11Speaker 0: Aber der Punkt ist wir wollen uns ja irgendwie zu allem verhalten.
- 1:04:15Speaker 0: Wir lesen die Eilmeldungen und haben ein Gefühl.
- 1:04:17Speaker 1: Ja da mache ich mich mit weil ich mich kenne.
- 1:04:20Speaker 1: Also ich hab es für mich abgestellt genau diesen Betrieb Weil das macht mich wirklich kirre.
- 1:04:27Speaker 1: Und es lähmt!
- 1:04:29Speaker 1: Im Endeffekt, du sitzt dich am Ende da und schau auf dieses voll geschissene iPhone und denk mal okay ich kann gar nichts machen.
- 1:04:36Speaker 1: Hab aber wahnsinnig viel Zeit damit verbracht dass mir trotzdem reinzuziehen... ...und dann bin ich wirklich raus.
- 1:04:42Speaker 1: also ich glaube das ist mein Psycho.
- 1:04:44Speaker 1: Hygiene hat verlangt.. ..dass sich da nicht mitmachen weil ich's nicht kann.
- 1:04:47Speaker 1: Es gibt sicher welche die können das wegatmen und irgendwie so ich kann das gar nicht.
- 1:04:51Speaker 1: Darum habe ich das alles abgestellt.
- 1:04:53Speaker 1: Ich hab keine Nachrichten-Apps mehr auf meinem Handy.
- 1:04:55Speaker 1: Ich bin eher bei diesen Social Media Dingen gefährdet, so Insta.
- 1:04:59Speaker 1: Da bin ich echt gefährdet weil mich da einfach viel interessiert und weil es über Bilder geht, wobei ich dann, die mich auch oft inspirieren blöderweise... Dadurch komme ich natürlich in so ein Doom Scroll Ding rein, wo ich mich nachher verachte.
- 1:05:14Speaker 1: aber diese Erregungstaktung von der du jetzt sprichst, die habe ich ganz schnell aus meinem Leben wieder verbannt weil da laufe ich in eine Panik-Attacke.
- 1:05:30Speaker 1: Das weiß ich!
- 1:05:30Speaker 1: Ich werde bin so gestrickt.
- 1:05:32Speaker 1: Weil ich komme nicht mehr zur Ruhe und ohne Ruhe keine Kreativität, kein Einlassen auf den anderen... Auf das was wir gemacht machen.
- 1:05:42Speaker 1: Ich wäre so übernervös und finde es irgendwie gut wenn es Leute können.
- 1:05:47Speaker 1: Stell aber trotzdem fest dass ist doch nicht wirklich können.
- 1:05:50Speaker 1: Also ich merke es auch beim Drehen zum Beispiel, am Set wo ganz viele Kolleginnen und Kollegen jede Drehpause dieses Handy in der Hand haben.
- 1:05:58Speaker 1: Und irgendwelche hast du schon mitbekommen dessen das ist passiert?
- 1:06:02Speaker 1: Und so ich denke nein habe ich nicht und ich wüsst auch jetzt nicht mehr bekommen.
- 1:06:06Speaker 1: Ich fand schon diese kompakte Zusammenfassung einer Tagesschau der super Wort ist die fand ich schon immer sehr hilfreich So dass man sagt das kriegt man eine Zusammenfassung Und ich muss nicht permanent in echt Zeit alles miterleben.
- 1:06:23Speaker 1: Das ist ja das, wo du vorhin kurz hin bist was der elfte September für uns verändert hat dass wir plötzlich Weltgeschehen In echtzeit erleben und fühlen.
- 1:06:37Speaker 0: und Ich habe das schöne Brücke die du mehr gebaut hast.
- 1:06:40Speaker 0: Ich habe mich gerade überlegt wie ich die baue Aber du hast es für mich gemacht vielen dank.
- 1:06:44Speaker 0: ich hab letztes Jahr mit paul onzheimer darüber zitiert über nine eleven weil Für mich war das so ein einschneidender Punkt und wir haben wochenlang uns alle, also die ganze Nachrichtenlandschaft hat sich oder die ganze Medienlandschaft über Wochen mit Nine Eleven beschäftigt.
- 1:07:03Speaker 0: Wir hatten den fünfundneunzigsten Rückblick und dann hier noch eine Doku.
- 1:07:06Speaker 0: und wie ist das passieren?
- 1:07:07Speaker 0: Das und auch die Nachrichten und was hat es für Auswirkungen?
- 1:07:10Speaker 0: kam Afghanistan später der Irak?
- 1:07:14Speaker 0: Ich habe Paul gefragt und hab gemeint, was würdest du eigentlich sagen?
- 1:07:18Speaker 0: Und Paul und ich sind fast gleich alt.
- 1:07:21Speaker 0: Und da hat sie Paul gemeint – Was glaubst Du denn heute, ob wir uns immer noch so lange damit beschäftigen würden?
- 1:07:27Speaker 0: Also wäre Nine Eleven heute noch das Einschneidende Erlebnis über dass wir wochenlang sprechen Oder wäre es wieder nur eine von diesen PUSH-Nachrichten?
- 1:07:40Speaker 0: Also meine These war, wir würden uns wahrscheinlich eine gute Woche damit beschäftigen.
- 1:07:45Speaker 0: Und wir würden's auch nicht vergessen – darum gehts ja nicht!
- 1:07:47Speaker 0: Aber ich glaube das beherrschende Nachrichtenthema, was das über Wochen war, wäre es heute wahrscheinlich nicht mehr.
- 1:07:54Speaker 1: Weil aber nein die Leven schon war.
- 1:07:56Speaker 0: Ja,
- 1:07:57Speaker 1: weil wir das schon erlebt haben.
- 1:08:00Speaker 1: Wäre es jetzt nicht mehr...
- 1:08:01Speaker 0: Guter Punkt.
- 1:08:03Speaker 1: Das ist der Gamechanger in meiner Wahrnehmung.
- 1:08:10Speaker 1: Schau dir dieses Israel-Gaser Thema an, das gelingt nicht mehr... Also, das kannst du nicht verstoffwechseln!
- 1:08:22Speaker 1: Ich bin jeder, der das behauptet.
- 1:08:24Speaker 1: im glaube ich es nicht weil ich glaube dass du erstmal geht funktioniert in Wahrheit wenn du's wirklich nach den Echten Kriterien, die dafür notwendig sind.
- 1:08:35Speaker 1: Meinungsbildung gar nicht?
- 1:08:37Speaker 1: Es funktioniert gar nicht!
- 1:08:38Speaker 1: Du kannst eigentlich nur mit einer Meinung reingehen in das Thema und irgendwie schauen, dass du bei deiner bleiben kannst was wahnsinnig schwierig ist für beide Seiten aber so richtig bilden.
- 1:08:49Speaker 1: sich die meinung zu bilden ist fast nicht möglich Für mich zumindest nicht.
- 1:08:54Speaker 1: Und jetzt halte ich mich... Ich hab Geschichte studiert und mich mit diesem themen sehr wohl beschäftigt.
- 1:09:02Speaker 1: Und ich bin nicht in der Lage, mir eine Meinung zu bünden mit der ich jetzt irgendwo hingehen würde und sagen ganz klarer Fall so und so ist
- 1:09:08Speaker 1: es.".
- 1:09:09Speaker 1: Das führt aber auch dazu dass das eben das Erregungsproblem, dass es gab den siebten Oktober Es gab die Reaktion Es gab den Einstieg der USA Es gibt Iran Es gab davor schon Jahrzehnte unfassbare Konflikte.
- 1:09:30Speaker 1: Das heißt, ich kann gar nicht... Jetzt müsste ich... Ich kann und das meine ich... Darum kam jetzt auf den elften September.
- 1:09:36Speaker 1: Du könntest natürlich, kannst du sagen, der siebte Oktober ist eine Art Elfterseptember.
- 1:09:41Speaker 1: Man weiß aber schon dass es dabei eh nicht bleiben wird So,
- 1:09:46Speaker 1: d.h.,
- 1:09:47Speaker 1: er verliert in der Wahrnehmung In der medialen Wahrnehnung Schon deswegen weil die Reaktionen schon so heftig und so eklatant sind Dass es kein Elfter-September mehr werden kann.
- 1:09:59Speaker 1: Also die, ich würde es mal so sagen.
- 1:10:03Speaker 1: Die Eskalationsspirale ist und deswegen habe ich eben das vorhin gemeint weil der Elfte September schon war.
- 1:10:10Speaker 1: seit diesem Ereignis ist die Eskalation Spirale ganz woanders als sie vorher war Und deswegen kommen wir von der auch nicht mehr runter Weil das wirklich ein.
- 1:10:23Speaker 1: Ich hab's mir jetzt noch nicht so lange her wieder angeschaut und hab wieder festgestellt Das ist so eine, war so eine Unvorstellbarkeit.
- 1:10:35Speaker 1: Also wenn du diese Korrespondenten hörst während das passiert wie lang es dauert bis in das Hirn von Leuten die nichts anderes machen den ganzen Tag eigentlich reingeht dass das wirklich jetzt so, dass das das ist was passiert?
- 1:10:50Speaker 1: Dass wirklich dessen Anschlag ist wo zwei Flieger mit Leuten drin sind in dieses Vertretzentel.
- 1:10:56Speaker 1: Wie lange du brauchst bist du das realisierst in Echtzeit damals.
- 1:11:01Speaker 1: Und dadurch, dass wir das eben alles erlebt haben, realisieren wir andere Katastrophen jetzt scheinbar?
- 1:11:07Speaker 1: Doch!
- 1:11:08Speaker 1: Das ist was uns damals nicht möglich war.
- 1:11:10Speaker 1: Jetzt realisier'n wir?
- 1:11:11Speaker 1: okay... Die Schlachten... Hamas schlachtet irgendwie tausend, treizehnt hundert Menschen ab die auf dem Festival gehen und du sitzt da und denkst ok Scheiße jetzt kommt bestimmt eine Reaktion mit der wir lang zu tun haben werden.
- 1:11:26Speaker 1: Das ist das was passiert.
- 1:11:28Speaker 1: Ich versuche immer, das zu unterbinden und mich zurückzunehmen und sagen okay ich gehe jetzt auf jeden Fall erstmal ins Mitgefühl.
- 1:11:38Speaker 1: Das ist meine einzige Lösung bei all dem was passiert.
- 1:11:42Speaker 1: Ich versuch mich aus diesem Meldungsstrudel rauszuziehen und sage ich gehe erst mal ins Mit Gefühl was Menschen gerade während ich hier ein schönes Leben für passiert und mit ihnen gemacht wird weiß dass es nicht viel bringt Aber das nicht mehr zu machen,
- 1:12:01Speaker 0: dann
- 1:12:03Speaker 1: verliert man so den Humanismus und es ist das einzige was mir einfällt als gegen Energie.
- 1:12:09Speaker 0: Ja, das stimmt!
- 1:12:10Speaker 0: Ich glaube, nee kann ich exakt so unterschreiben... ...ich bin ehrlicherweise schon News-Chunky also ich habe all den Notifications an.
- 1:12:21Speaker 1: Was machst du denn damit?
- 1:12:23Speaker 0: Also ehrlicherweise merke ich schon dass ich sehr abgestumpft bin.
- 1:12:27Speaker 1: okay
- 1:12:29Speaker 0: Also nicht, weil ich nicht verstehen würde was da passiert oder mich nicht.
- 1:12:33Speaker 0: Ich habe auch Mitgefühl und so.
- 1:12:36Speaker 0: aber... Aber genau das was du gerade sagst, Nine Eleven hat halt schon viel verändert in unserer Wahrnehmung der Katastrophe.
- 1:12:45Speaker 0: Wir messen ehrlicherweise alles ein bisschen daran wie wir uns gefühlt haben Und wir fühlen uns halt nicht mehr so wie da.
- 1:12:54Speaker 0: Also ich hatte keinen zweiten Moment seitdem, wo ich so ein einschneidendes Nachrichtenerlebnis hatte.
- 1:13:01Speaker 0: Also wo ich wirklich... Das klingt zu doof weil natürlich gab es Anschläge Es gab tragische Todesfälle Es gab viele Menschen die erleben durch Terror gelassen haben seit Nine Eleven Es gab große Dragödie in aller Art Aber es fühlt sich nicht mehr so an.
- 1:13:22Speaker 1: Und deswegen glaube ich Und jetzt kommt was... Zum ersten fällt es mir gerade ein und deswegen muss ich dir sagen, dass das jemand der in Kiel pflebt genauso nicht mehr sieht.
- 1:13:34Speaker 0: Ja!
- 1:13:35Speaker 1: Das ist genau der Ort.
- 1:13:37Speaker 1: Darum versuche ich das nicht, weil ich glaube, du kannst alles so machen und auch so fühlen, weil du eben selber nicht betroffen bist.
- 1:13:48Speaker 1: Es gibt alle Doku die ich jedem empfehlen mag, ich weiß leider nicht wie sie heißt.
- 1:13:52Speaker 1: Sie ist quasi zufallsaufnahmen von Kiev am Tag vor dem Kriegsanfang.
- 1:14:00Speaker 1: Und das fühlt sich genauso an wie hier
- 1:14:03Speaker 0: gerade
- 1:14:04Speaker 1: und nicht anders, es liegt nichts in der Luft oder solche Sachen.
- 1:14:09Speaker 1: Also was haben wir dann immer so glaubt?
- 1:14:11Speaker 0: Ich habe das große Glück gehabt.
- 1:14:13Speaker 0: ich hab meinem Leben sehr viele Zeitzeugen, viele Holocaust-Überlebende treffen dürfen und auch besser kennenlernen dürfen Und ich hab vor ein paar Jahren Abendessen gehabt, der war in München für einen Zeitzeugengespräch und wir haben uns davor kennengelernt.
- 1:14:28Speaker 0: Ich habe ihm das alles organisiert und Hotel gebucht
- 1:14:31Speaker 0: usw.,
- 1:14:32Speaker 0: und wir waren Essen an dem Abend bevor er da auftreten musste.
- 1:14:38Speaker 0: Der hat als jüdischer Ukrainer den Holocaust überlebt.
- 1:14:45Speaker 0: Ganz viele Bücher geschrieben danach...
- 1:14:47Speaker 1: Wie heißt du?
- 1:14:49Speaker 1: Ja, ich weiß ja sicher.
- 1:14:51Speaker 0: jüdischer ukrainer und er hat den holocaust in der ukraine überlebt ganz viele bücher geschrieben ist historiker.
- 1:14:58Speaker 0: und dann sitzt der mann vor mir Und wir reden und haben uns sehr sehr gebrochen im englisch verständigt.
- 1:15:07Speaker 0: Und dann meint ich hab, das war jetzt drei jahre her glaube ich und da meinte zu mir Ich habe zum zweiten mal meine heimat verloren weil er vor dem krieg aus kirch Geflogen ist und jetzt bei Verwandten in Stuttgart lebt, ich glaube immer noch.
- 1:15:25Speaker 0: Und wenn jemand mit über Achtzig vor dir sitzt und dir erzählt er hat in seiner Kindheit die größte menschenfeindlichste Aktion der Menschheitsgeschichte erlebt und musste es zweite Mal aus seiner Heimat fliehen?
- 1:15:44Speaker 0: Da bist du dann wirklich da wiederum das war einer der Momente nach Neuneleven wo ich wirklich Gänsehaut hatte und was mich ja echt fertig gemacht hat, weil mich das echt zum Denken gebracht hat.
- 1:15:55Speaker 0: Und ich gesagt habe wie zur Hölle kann es sein dass wir auch achtzig Jahre später nicht dazugelernt haben?
- 1:16:00Speaker 1: Weil's achtzig jahre später ist, da ist die Begründung.
- 1:16:03Speaker 1: Das gibt es ja eine historische Wahrheit, dass es diesen siebzig bis achtzig Jahre mittlerweile eben eher achtzig Jahren, weil wir länger leben.
- 1:16:12Speaker 1: früher waren es siebzig Jahre Das sieht sich durch die ganze Weggeschichte.
- 1:16:16Speaker 1: Du kannst die gleiche Story siebzig Jahre später wieder erzählen, weil der letzte Zeitzeuge das wirklich erlebt hat weg ist und dann verfängt die ganze Nummer verfängt wieder.
- 1:16:27Speaker 0: Da übrigens die Woche UN Generaldebatte Die Aussage von dem polnischen Premier Der gemeint hat ihr könnt jetzt einfach weitermachen und Menschen umbringen Aber es bringt ja niemanden was so ungefähr.
- 1:16:39Speaker 0: ich habe wirklich ich saß da vorne dachte endlich benennt es mal jemand Wirklich dieses Töten von Menschen.
- 1:16:47Speaker 0: Ja, man muss das mal aussprechen.
- 1:16:49Speaker 0: Das ist immer nur vom Krieg und...
- 1:16:51Speaker 1: Aber es ist natürlich... Ja ja, aber das erste was Krieg macht, ist ja dass man schaut diese Nebenbemerkung an von diesem VW-Werk in Hannover wo du sagst okay, das geht dem Bach runter Okay wir haben die, wir feiern quasi die Antwort Machen jetzt da eine Rüstungsfabrik rein.
- 1:17:16Speaker 1: Und das heißt aber immer noch übersetzt, dass wir stellen Sachen her die dafür dar sind, dass Menschen sterben.
- 1:17:24Speaker 1: So man kann es als wirtschaftlichen wahnsinnigen Clou feiern also wie Arbeitsplätze erhalten bleiben und Man kann auch mal kurz sagen Leute Auch wenn's notwendig ist.
- 1:17:37Speaker 1: Aber es handelt sich nicht einfach um Wirtschaftspolitische Wollte Sondern es ist schlicht und ergreifend der Anfang, den wir jetzt mitgehen was die natürlich der Rest der Welt schon lange tut.
- 1:17:50Speaker 1: Und wir gehen aber jetzt auch mit dass wir in Zeiten wo's wirtschaftlich schwierig wird fällt uns auch nicht wirklich etwas Besseres ein nach all den Erfahrungen als dann investieren wir in die eigene Rüstungsindustrie.
- 1:18:02Speaker 1: Das ist perfekt!
- 1:18:04Speaker 0: Ja du ich mein ganz ehrlich wir haben jahrtausende Menschheitsgeschichte und uns fällt immer noch nichts Besseres ein ... als Menschen umzubringen und Interessen durchzusetzen.
- 1:18:13Speaker 1: Ja, genau!
- 1:18:15Speaker 1: Und Land!
- 1:18:16Speaker 1: Das ist uns allen nicht gehört, weil es den alten Hippe geht... Da können
- 1:18:20Speaker 0: wir jetzt sehr philosophisch werden, weil meine Lieblingsthese immer noch wie zur Hölle wollen wir überhaupt noch darüber reden dass irgendjemand im Land gehört wenn wir in den nächsten fünfzig Jahren merken werden das bestimmte Bereiche dieser dieses Planeten einfach nicht mehr gelohnbar sind.
- 1:18:36Speaker 0: Was wollen wir denn machen?
- 1:18:37Speaker 0: Bauen wir dann eine Mauer um Europa und sagen nö Ihr bleibt draußen
- 1:18:43Speaker 1: und parallel wird es wahrscheinlich noch völlig unvorstellbar für uns beide, wie wir hier sitzen.
- 1:18:51Speaker 1: Aber werden wir anfangen diesen Weltraum zu bewohnen?
- 1:18:54Speaker 1: Also wir werden uns ausdehnen!
- 1:18:55Speaker 0: Es gibt einen schönen Film habe ich glaube auch hier schon mal irgendwann erzählt.
- 1:19:00Speaker 0: Maximal Trashig Aber der beschreibt so unfassbar gut, was auf uns zukommt.
- 1:19:06Speaker 1: Nämlich
- 1:19:06Speaker 0: in Time mit Justin Timberlake in einer der Hauptrollen.
- 1:19:11Speaker 0: und es geht am Ende wirklich darum du hast hier eine Uhr die deine Lebenszeit ablaufen lässt Und wenn du keine Kohle hast, hast du quasi die Standard-Lebenszeit und wohnst irgendwo im Ghetto außerhalb der Stadt.
- 1:19:24Speaker 0: Wenn du Geld hast dann hast du das schönste Leben der Welt und kannst diese Uhr die ganze Zeit wieder aufladen.
- 1:19:32Speaker 0: Und so trashig dieser Film ist, wir sind auf der Ziel geraden zu genau diesem Szenario.
- 1:19:38Speaker 0: Weil ich meine überleg mal was die nächsten Jahre in der Medizin passieren wird mit KI und all den Möglichkeiten die wir haben werden.
- 1:19:44Speaker 0: Wir werden Leben sehr gut verlängern können.
- 1:19:48Speaker 0: Für einen Teil?
- 1:19:50Speaker 0: Ja!
- 1:19:50Speaker 0: Und der Rest wohnt im Ghetto außerhalb der Stadt oder das Landes oder wo auch immer oder in den nicht mehr bewohnbaren Teilen der Erde.
- 1:20:00Speaker 0: Es ist absurd, es ist so absurd und ich finde es großartig dass wir von Musik über Politik leben.
- 1:20:08Speaker 0: Aber es ist vollkommen bescheuert!
- 1:20:11Speaker 0: Und wir tun immer noch so als wäre alles ganz toll und easy was da auf uns zu kommen.
- 1:20:16Speaker 0: Ja
- 1:20:16Speaker 1: also tun wir ja nicht.
- 1:20:17Speaker 1: Also das ist ja genau das was gerade passiert.
- 1:20:21Speaker 0: Jeder
- 1:20:22Speaker 1: tut's nicht mehr weil jeder weiß jeder bringt halt nur sich in Sicherheit.
- 1:20:27Speaker 1: So das ist das was grad passiert.
- 1:20:29Speaker 1: Ich glaube, dass der Kapitalismus schon einen Ego-Schub gemacht hat bei jedem.
- 1:20:36Speaker 1: Hauptsache mir geht es gut, die anderen sind ja selber schuld.
- 1:20:38Speaker 1: und jetzt kommen quasi durch die wirklich realen Probleme, die kommen kommt wirklich jeder so auf den Trip und sagt oh jetzt muss ich aber ich schauen das ich irgendwie mal ins Safe bin.
- 1:20:48Speaker 1: Und das ist natürlich das Ende von der demokratischen Idee weil die davon ausgangen ist, dass man das auflösen kann dass es zwar immer ein oben und unten gehen wird, aber es wird nivelliert.
- 1:21:02Speaker 1: Und trotzdem der, der unten ist eben diese Idee.
- 1:21:06Speaker 1: ich habe die gleiche Stimme.
- 1:21:07Speaker 1: Der kann auch nur einen Kreuzchen machen.
- 1:21:11Speaker 1: Jeder kann eine Kreuze machen.
- 1:21:13Speaker 1: Das war halt die Idee!
- 1:21:15Speaker 1: Dass es mehr so patrizierhaft wieder zugeht... das ist schon länger mein Gefühl.
- 1:21:22Speaker 1: Allein die Tatsache, dass wir sowas wie ne Überreichen steuer oder das wird es nicht hinkriegen also dass er nicht durchsetzbar ist heißt jeder weiß es ja, dass es auf diese extreme Ungleichheit rauslaufen wird.
- 1:21:36Speaker 1: nur Ist der Impuls den wir lange hatten.
- 1:21:38Speaker 1: Wir wollen die ungleichheit weg haben Der ist nicht mehr da sondern manifestiert ist die ungleichheit und sagt damit müssen wir uns leben.
- 1:21:46Speaker 1: so ist es.
- 1:21:49Speaker 0: Wir haben übrigens gleich den längeren Rekord.
- 1:21:53Speaker 0: Es ist gleich halb vier.
- 1:21:55Speaker 1: Okay, dann machen wir euch jetzt in Ruhe!
- 1:22:00Speaker 0: Es kommt ein neues Album von dir?
- 1:22:02Speaker 1: Ja genau.
- 1:22:02Speaker 1: Und ich habe es wieder.
- 1:22:04Speaker 1: Alter Promo King natürlich nicht dabei.
- 1:22:08Speaker 1: Aber du kannst das ja allen blenden.
- 1:22:09Speaker 1: Du kannst
- 1:22:09Speaker 0: uns digital
- 1:22:10Speaker 1: brennen
- 1:22:10Speaker 0: und bauen mir was ein.
- 1:22:12Speaker 0: Aber ja, also ich finde Musik am Ende um den Bogen zu schließen Das Schöne ist, es verbindet einfach so viele Menschen und egal welcher politischen Gesinnung du bist oder egal was du gerade denkst.
- 1:22:28Speaker 0: Egal ob du viel Geld hast oder wenig Geld hast Musik ist eigentlich ehrlicherweise der einzige Faktor Der alle zusammenbringt und das schafft dass wir irgendwie auch in einem Raum zusammenkommen können ohne uns die Köpfe einzustagen.
- 1:22:43Speaker 1: Und diesen Raum finde ich also das ist da wo ich grad bin.
- 1:22:46Speaker 1: ja den will ich aufmachen und offen lassen.
- 1:22:51Speaker 1: Das hat nichts mit keine Haltung zu tun, wir haben halt viele Sachen über Haltungen und wo man auch weiß welche Haltung ich habe.
- 1:22:58Speaker 1: aber Ich finde es muss Orte geben die frei sind von all dem Ja Wo wir uns begegnen und wo ein Idiot ein Idiott ist egal was er sonst denkt wenn er Wenn er dir einen Bier drüber schütte das ist halt ein Idiots so egal was sie sonst denken.
- 1:23:16Speaker 1: Aber ich will, das habe ich mir so fest vorgenommen.
- 1:23:20Speaker 1: Zum Wohl auch diese Generationen-Sache.
- 1:23:23Speaker 1: Das darf auch nicht!
- 1:23:24Speaker 1: Es muss Raum für alle sein und es gibt Konzerte geben die Möglichkeit dass es für zwei drei Stunden so ist.
- 1:23:32Speaker 1: Und ich glaube das ist wichtiger denn je.
- 1:23:34Speaker 1: Ich hab da so Bock drauf, da habe ich richtig Bock drauf mich selber wieder in diesen Zustand zu begeben das so zu fühlen und zu sagen hey wir gehen rein in diese Halle und die gehört jetzt uns allen gleich.
- 1:23:46Speaker 1: Das finde ich wahnsinnig, das hat so gewonnen wieder.
- 1:23:49Speaker 1: Als Idee auch eben durch Corona wo es alles nicht war und jetzt durch diese gesellschaftlichen Situationen dann sagen kann okay das ist wirklich vielleicht das einzige was mir gerade einfällt wo wirklich für die Zukunft sich Gefühl und Inhalt verbinden und sein dürfen.
- 1:24:09Speaker 1: einfach und dastehen.
- 1:24:11Speaker 0: Ich habe die Woche erst mit einer Freundin darüber gesprochen.
- 1:24:15Speaker 0: Das erste Konzert nach Corona, also nachdem wir ja alle nicht auf Konzerte gehen konnten war bei mir Billy Joel im Madison Square
- 1:24:23Speaker 1: Garden.
- 1:24:23Speaker 1: Okay das ist auch
- 1:24:25Speaker 0: guter Einstieg.
- 1:24:26Speaker 0: Und ich saß da drin und es hat sich alles so surreal angewollt weil es war voll... Es waren unfassbar viele Menschen.
- 1:24:33Speaker 0: Billy
- 1:24:33Speaker 1: Joel Konzern fühlt sich per se schon surreal aus.
- 1:24:35Speaker 1: Sowieso!
- 1:24:36Speaker 0: Und dann spielt dieser Mensch ...Wierner Und ich sitze da drin mit Tränen in den Augen und bin völlig am Arsch.
- 1:24:46Speaker 0: Ich glaube alle anderen ehrlicherweise auch zumindest bilde ich mir das ein, weil wir alle gemerkt haben so fühlt sich Leben irgendwie an... Ja ja!
- 1:24:55Speaker 0: ...und wir haben es mal kurz für zwei vergessen aber das ist eigentlich das was wir wollen.
- 1:25:01Speaker 1: Genau.
- 1:25:02Speaker 0: Und ja, ich hab dich übrigens noch nie live spielen sehen, das müssen wir ändern.
- 1:25:06Speaker 1: Dann kam sie der in die ISA Philharmonie Weil er ist datum nicht im Januar.
- 1:25:12Speaker 1: Promo
- 1:25:12Speaker 0: Kandaman übrigens?
- 1:25:13Speaker 0: Er
- 1:25:13Speaker 1: kann nicht richtig gucken, weil ich es weiter vorn habe.
- 1:25:15Speaker 1: Hannes Probo Ringelstecker.
- 1:25:17Speaker 1: Der ist in Philharmonie Anfang Januar, ich glaube siebter.
- 1:25:22Speaker 1: Ich lade dich sehr gerne ein.
- 1:25:23Speaker 1: Letzte
- 1:25:23Speaker 0: Konzert was ich da gesehen hab war Danger Dan.
- 1:25:27Speaker 0: Auch grad sehr schön, der Song von ihm übrigens unfassbar gut wenn man auch die Story dazu mit seiner Augekrankheit kennt.
- 1:25:36Speaker 0: Ja, Gänsehaut!
- 1:25:39Speaker 1: Kommt ihr auch, wer Zeit hat?
- 1:25:41Speaker 0: Alle kommen.
- 1:25:42Speaker 0: Wir wissen nicht wann aber wir blenden
- 1:25:43Speaker 1: es irgendwo
- 1:25:44Speaker 0: ein
- 1:25:44Speaker 1: oder auch nicht.
- 1:25:46Speaker 1: Ihr schau uns einfach im Internet.
- 1:25:48Speaker 1: Fragt einfach das Internet!
- 1:25:50Speaker 0: Ich danke dir
- 1:25:51Speaker 1: und es hat sehr Spaß gemacht.
- 1:25:52Speaker 1: Wir machen das nochmal
- 1:25:55Speaker 0: in zweieinhalb Jahren oder dreien.
- 1:25:58Speaker 0: dann haben wir so einen festen Rhythmus.
- 1:25:59Speaker 1: Ja, sehr gerne.
- 1:26:00Speaker 0: Heute erst, wir haben ja einen Dauer-Stammgast Mit dem habe ich gerade die Tage einen Termin ausgemacht, weil da mal wieder ein Buch geschrieben hab.
- 1:26:08Speaker 0: Jan Weiler hat den Rekord und Jan kommt die Tage auch wieder vorbei, weil er dann zum vierten Mal hier zu Gast
- 1:26:15Speaker 1: ist.
- 1:26:15Speaker 1: Okay, dann hab' ich noch keine schlechtes Gewissen, dass ich hier die Möbel zusammensitze, wenn ich dann in zwei Jahren schon wieder komme.
- 1:26:22Speaker 1: Das mach' ich gerne!
- 1:26:23Speaker 1: Es ist sehr schön mit
- 1:26:25Speaker 0: dir.
- 1:26:26Speaker 1: Danke dir.
- 1:26:36Speaker 0: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 1:26:38Speaker 0: Bitten im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise, wenn du die
- 1:26:42Speaker 1: Bar verlässt!
- 1:26:43Speaker 0: Aber vergiss auf keinen Fall den abonnieren Button zu klicken.