Latest / BZ am Ohr / Vom Traum zum Track: Die Offenburgerin Jasmin Blust über ihren Weg zur DJ-Karriere
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- Wart ihr schon mal auf einem konzert oder festival und habt gedacht das was die da oben machen das möchte ich auch gerne mal machen tja und wie viele von uns haben das jetzt umgesetzt mein heutiger podcast gast jasmine bluest hatte genau so ein festival moment im jahr 2022 und nur ein jahr später hatte sie tatsächlich ihren ersten gig als dj heute ist die offenburgerin eine der aufstrebendsten Künstlerin der elektronischen Musikszene. War gerade auf Tour in Indien und spielt diesen Sommer auf den Hauptbühnen der großen elektronischen Festivals. Unter anderem auch auf dem See You Festival hier bei uns in der Region. Ich spreche mit ihr im Podcast über Träume und Tracks, Controller und Content und wie es ist, als junge Frau in diesem Business aktiv zu sein. 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Und ansonsten bin ich jedes Wochenende hier in Deutschland, aber auch in der Schweiz. Nach Kroatien geht es, also es steht sehr viel an und ich freue mich sehr drauf. Und du bist ja seit gut einem Jahr so richtig aktiv als DJ, spielst jetzt schon bei großen Festivals wie The See You, Ruhe in Love oder auch Perukaville. Geht dir das manchmal nicht auch so ein bisschen zu schnell? Also zu schnell nicht. Ich freue mich natürlich, dass es so schnell passiert, aber es ist für mich teilweise nicht greifbar. Also ich weiß, dass das alles kommt und dass ich da beim See You auf der Mainstage spielen werde und so weiter, aber ich realisiere es erst danach, dass ich da bin, wo ich jetzt gerade stehe. Weil gerade bei der CU warst du ja früher auch als Privatmensch, quasi als Fan im Publikum und jetzt stehst du dabei. Und ich erinnere mich noch, 2022 tatsächlich war ich auch bei der CU und da hat Ben Böhmer ein Lifeset gespielt und ich stand da und jetzt, wenn ich mir dran denke, dass ich da im Sommer stehe, dann checke ich das noch gar nicht. Ja, schon surreal. Aber es kommt. Ja, genau. Surreal. Und bist du dann auch noch aufgeregt vor so großen Auftritten? Und wie bereitest du dich vor? Wie kommst du auch mit der Aufregung klar? Gibt es da irgendeine Technik, eine Vorbereitung, die du irgendwie anwendest? Was ist da so deine Strategie? Also Aufregung ist immer da, egal wie groß die Bühne oder der Club ist. Ich glaube, das gehört auch ein Grund. Also es gehört einfach dazu, dass es so Adrenalin, wenn einem was wichtig ist, dann ist für mich Aufregung, also es muss dabei sein. Wie bereite ich mich vor? Im Endeffekt gucke ich mir die Events an. Ich überlege, hey, was könnte da musikalisch passen? Also ich habe klar meine Linie. Ich mache Melodic Techno, für die es noch nicht wissen. Aber ich kann verschiedene Richtungen. Also es gibt so die eine, meine Favorite-Richtung, die ist so ein bisschen darker. Und es geht schon mehr ins Technoide rein. Aber es gibt ja auch ein bisschen diesen kommerzielleren Stil mit Vocals und einfach so ein bisschen für den Sommer auch Outdoor. Und dann gucke ich, okay, was passt jetzt zum Event? Dann sortiere ich ein bisschen vor. aber geh dann vor Ort individuell aufs Publikum ein. Das heißt, so eine größte Angst könnte zum Beispiel auch sein, dass man zum Beispiel vielleicht die falschen Tracks irgendwie schon ausgewählt hat und dann da irgendwie auf der Bühne steht. Das ist wahrscheinlich so das Schlimmste, was passieren kann. Genau, also eigentlich kann nichts Schlimmes passieren, bis auf, dass die Musik ausgeht. Das wäre das Worst Case. Ist das schon mal passiert bei dir? Nee, zum Glück nicht. Toi, toi, toi. Ja, auf jeden Fall. Es gibt ja immer technische Probleme auch. Es kann ja alles mal passieren. Aber selbst wenn ich merke, okay, die Musik passt jetzt nicht ganz, das war zum Glück auch noch nicht der Fall, aber dann kann ich immer switchen. Also das ist gar kein Problem dann. Ja, genau. Du kommst ja aus Offenburg, bist Ortenauerin. Richtig. Jetzt bei deinem vollen Terminkalender, wie oft bist du denn noch in deiner Heimat unterwegs? Jetzt muss ich kurz überlegen, weil das ist sehr wenig. Ich bin in Baden-Baden am 26.07. Das ist so das nächste, wo so richtig nah ist. Aber näher komme ich nicht. Sonst wird es immer weiter weggehen. Aber hier in der Region sehr wenig. Aber hast du trotzdem noch eine Verbindung zu Offenburg? Ja, was verbindet dich mit der Stadt? Wie hast du da aufgewachsen? Definitiv meine Freunde und Familie, die sind alle hier. Und ich freue mich auch immer, hierher zu kommen wieder. Klar, am Wochenende bin ich unterwegs, aber unter der Woche ist es schon so ein bisschen der Safe Space. Man hat seine Freunde hier und alles. Kennt auch die Umgebung, die Leute, die dort sind. Ja, natürlich. Und bist du von Offenburg auch schon in deiner Jugend, sage ich gerade, du bist ja noch sehr jung, aber in Clubs oder auf Festivals gefahren, was war da so dein Radius, oder wie war deine Jugend so in Offenburg, was hast du da unternommen? Tatsächlich, ganz früher war ich in der Etage 1, im Freiraum und im Menschmeier in Laa oder Universal Dog hieß es früher. Ja, das kenne ich auch noch. Das hat sich aber dann, wo ich angefangen habe, auf Festivals zu gehen, habe ich so diesen Electronic Music Geschmack langsam bekommen und dann ging das immer mehr in Richtung Melodic Techno. Und dann ging die Clubzeit hier für mich irgendwo auch zu Ende, weil ich habe das, was in den Clubs hier läuft, dann auch nicht mehr so gefühlt und habe einfach für mich so voll das Genre entdeckt. Und ich fühle und lebe das komplett und deswegen, ich kann hier nicht mehr feiern gehen, weil die Musik hier einfach nicht so kommt, wie ich das gerne hätte, genau. Das heißt, du lebst einfach diese Melodic Techno dann als DJ und hörst dann auch selber die Musik? Ja, also so ein bisschen mal auch ruhiger, so was Afrohaus-mäßiges habe ich auch mal so beim Arbeiten oder so, wenn ich was am Laptop mache, im Hintergrund laufen, aber ich höre jetzt keinen Rap oder Hip-Hop oder Club-Music, das Es geht einfach nicht mehr. Das ist richtig crazy. Und ja, so 2023 ist es für dich ja so richtig gestartet. Wie sah denn deine Welt bis dahin so aus? Also dein Leben, was hast du so gemacht? Also ich würde sagen, relativ normal. Ich hatte einen Job, ich habe gearbeitet. Am Wochenende mit den Mädels und mit den Freunden was unternommen. Im Sommer dann die Festivals mitgenommen. Aber sonst würde ich sagen, war jetzt mein Leben nicht spektakulär. Also ganz normal im Endeffekt. Das hat sich dann jetzt ein bisschen geändert, würde ich sagen. Du bist im Januar zu Deutschlands bester Nachwuchskünstlerin gewählt worden vom FaceMag. Das ist ein bekanntes Magazin für elektronische Musik. Und nur um es mal so einzuordnen, so ein bekannter DJ wie Robin Schulz hat drei Jahre darauf hingearbeitet, dass er diese Auszeichnung bekommen hat. Und bei dir ging es von heute auf morgen, möchte ich sagen. Kannst du dir erklären, warum das bei dir so schnell ging? Gut, also ich glaube, es ist eine große Sache auch von einem guten Team im Hintergrund zu haben. Also ich habe ja auch ein Management und eine Booking-Firma. Und wenn alle für eine Sache brennen, und das ist in dem Fall die Musik, ich glaube, dann kann das Ding auch unaufhaltsam werden. Und ja, so kann ich mir das einfach erklären. Ich mache halt genau das, was ich fühle. Und vielleicht liegt das daran, dass es so schnell ging. Also, selbsterklären kann ich es mir manchmal nicht, weil ich es selber surreal finde, aber ja. Aber schon eine wichtige Auszeichnung für dich auch so? Definitiv. Also als ich das erfahren habe, dann musste ich auch erstmal kurz überlegen, was gerade passiert, weil das ist auch wieder nicht greifbar. Ich habe da auch so einen kleinen Award zu Hause stehen, wo mein Name draufsteht und... Ja, es ist unbeschreiblich surreal, wie du vorhin schon erwähnt hattest. Es ist ja alles noch nicht so lange her bei dir, deswegen können wir gut mal eben rekapitulieren. Wenn wir mal drei Jahre zurückgehen ins Jahr 2022, da warst du eben eine ganz normale Festivalgängerin mit Liebe zur elektronischen Musik. Es gab aber einen ganz besonderen Moment, in dem du gespürt hast, das will ich auch machen. Ja, und kannst du uns da mal mit hin zurücknehmen? Was war das? Wo war das? Und ja, was ging da in deinem Kopf so ab? Also es war eigentlich immer schon klar dieses Festivalthema. Ich habe gemerkt, ich fühle mich da frei. Das ist so der Punkt, wo ich wirklich alles um mich herum vergiss. Und dann war ich 2022 beim Tomorrowland. Das war, seitdem ich zwölf bin, so einer meiner größten Träume, da hinzugehen. Und dann hatte ich diese Karte. Da musste ich erst mal checken, dass ich eine Karte bekommen habe. Kriegt man die nicht so einfach oder gar nicht? Die sind innerhalb von Minuten ausverkauft. Und ich kam dann über einen Freund da dran. Und das war erst mal crazy. Und dann sind wir an dem, also es ging auch drei Tage das Festival. Am Samstag sind wir dann in das Zelt. Also das ist eine Bühne in einem Zelt gewesen. Es sah total crazy aus, weil die ganze Decke voller LEDs war. Und dann hing da dieses Männchenkopf über. Leute, die Afterlife kennen und Tale of Us, die wissen, wovon ich spreche. Und dann war ich erst mal so völlig perplex. und dann war das wie so ein, Wie so eine Trance. Also ich war da irgendwie komplett in einer anderen Welt in dem Moment, weil die Musik einen so mitreißt. Dieses emotionale Tiefe und dann dieser treibenden Bässe. Also ich stand in der Menge und dachte mir so, was passiert hier gerade? Und dann wusste ich, okay, jetzt muss ich mal genauer in diese Musikrichtung reingehen und habe dann angefangen, andere Künstler zu suchen, Playlists zu hören. Und seither komme ich eigentlich nicht mehr davon los. Aber hast du in dem Moment zum Beispiel auch im Publikum schon geguckt, was machen die da eigentlich auf der Bühne? wie machen die das technisch oder ging das dann erst später los? Das ging erst später los, weil ich war so weit weg von denen. Da waren weiß ich nicht wie viele hunderte Leute in der Bühne. Also ich habe die auch nur so ganz klein gesehen, die Köpfe von den DJs. Und dann dachte ich so, was ist das? Und dann höre ich nur, oh, Tale of Us und so, die sind so gut. Und dann habe ich angefangen zu gucken und mich auch einzulesen. Und dann hat es ja irgendwie, glaube ich, ein paar Monate gedauert. Und dann hast du irgendwie diesen Schritt gemacht. Ich glaube, viele kennen so Festimomente, wo man einfach da das miterlebt, in Trance ist und so, aber ganz wenige machen dann ja wirklich den Schritt, sich dann auch Equipment zu kaufen oder eine Gitarre, sei es bei Rockmusik oder whatever. Aber du hast dann ja diesen Schritt gemacht. Aus was für einer, ja, was für ein Antrieb ist. Also ich beschäftige mich viel auch mit Mindset und mit mir selbst und mein damaliger Chef hat immer gesagt, Jasmin, du musst was finden, wo dich erfüllt, wo dir Spaß macht und da habe ich mich mal hingesetzt. Hast du überlegt, okay, wo bin ich komplett erfüllt? Und dann waren es die Festivals. Ich kann ja nicht Festivalgänger als Beruf sein. Und dann war es die Musik und alles auf einmal und dann kam wie so ein Geistesbiss, dann dachte ich so, hey, warum mache ich keine Musik, warum werde ich nicht DJ, fange an zu produzieren, das wäre ja genau das und dann hätte ich genau das Leben und ... Dann dachte ich mit dem Zweiten, dann kam wieder der Verstand und sagt, nee, du kannst das nicht. Du kannst jetzt kein Mischpult holen. Was denken die anderen? Und dann dachte ich so, nee, ich hole mir das jetzt. Ich habe nichts zu verlieren. Es gibt ja auch so günstigere Einstiegscontroller. Habe mir den geholt und habe angefangen. Habe ich gesagt, jetzt gehe ich voll rein, filme mich dabei und lade das Ding in Instagram hoch. Also komplett committed und so ging es dann los. Und wie waren so die Reaktionen am Anfang? Und woher wusstest du überhaupt, was du da machen musst? Weil das ist ja schon ein sehr technischer Vorgang. Also hat dir das dann jemand gezeigt oder hast du das wirklich dir alles selbst beigebracht? Also tatsächlich YouTube-Videos angefangen und zwei meiner besten Freunde, die sind auch DJs. So kam dann auch mein erster Club-Kick zustande durch den einen Freund. Der hat nämlich eine Veranstaltung gehabt in einem Club und hat gesagt, hey, wenn du fit bist bis dahin, also es war dann auch so ein bisschen der Druck bis dahin, zwei Monate waren es, glaube ich, dann darfst du meinen Warm-Up spielen. Und da hat er mir gezeigt, was die ganzen Knöpfle da bedeuten und die EQs und was es da alles am Mischpult gibt. Das war für mich ja völlig fremd. Und dann mit Hilfe von YouTube und geübt. Ich habe mich selbst gefilmt, angehört, ob sich das im Video richtig anhört. Stundenlang dann auch? Ja, also ich habe auch ganze Sets aufgenommen. Zwei Stunden am Stück, hörst mir an, habe Leute nach Feedback gefragt und bin da wirklich komplett. Und dann hattest du irgendwann diesen ersten DJ-Gig? Genau, das war am 2. Dezember 2022. Also noch in dem selben Jahr, wo du auch dieses Festivalerlebnis gehabt hast. Genau, richtig. Und wie lief der so? Also es war gut, aber das war, also ich glaube, ich war in meinem Leben noch nie so nervös und aufgeregt, aber in dem Moment dann, also es war wie so ein Tunnel, wo ich dann angefangen habe aufzulegen. Dann war meine Family, meine Freunde waren alle da. Ja. Cool. Und was ist denn dieses Melodic Techno, wenn du das, ich meine, wir haben ja jetzt ein Gespräch, wir können jetzt hier keine Musik hören, aber was ist das Faszinierende an dieser, an diesem Musikstil von Melodic Tenor? Ja. Also für mich persönlich sind es diese energetischen Parts, diese ruhigen, also das ist wie so eine Reise für mich. Das ist immer ein starker Aufbau da und dann treibende Bässe. Viele, manche, oder manche Tracks, viele sind mit Vocals auch. Genau, ja. Und wenn du vor Publikum spielst, dann möchtest du mit deiner Musik ja auch ein bestimmtes Gefühl, bestimmte Emotionen irgendwie hervorrufen. Was möchtest du, dass das Publikum bei deinen Gigs so erlebt? Was ist so die Idealvorstellung? Ja, eigentlich so im Endeffekt das, was ich bei den Festivals hatte. Also, dass man wirklich alles um sich rum vergessen kann und einfach im Moment ist, die Musik fühlt, genießt und quasi sich auf die Reise treiben lässt mit der Musik zusammen. Genau. Und hast du so ein Feedback wahrscheinlich auch schon mal bekommen? Ja, tatsächlich. Wenn man sowas hört. Ja, voll schön. Wahrscheinlich das Schönste, was man... Einer hat mal gesagt. Das war wie ein Film, irgendwie so wie eine Reise und das war brutal, das zu hören, weil das ist ja genau das, was ich auch letztendlich rüberbringen möchte. Jetzt hast du gerade gesagt, du hast zwei Freunde, die auch DJs sind, die hast du jetzt ja wahrscheinlich so ein bisschen überholt, oder? Im Bekanntheitsgrad. Wie ist es denn so, als junge Frau im DJ-Business zu sein? Hast du da mehr Vorteile, hast du Nachteile? Gibt es Momente, in denen du unterschätzt wirst? Also die Frage habe ich schon öfters bekommen tatsächlich. Also ich persönlich merke davon jetzt nichts, ob ich Vorurteile, Nachteile, Vorurteile und so weiter, kriege ich gar nichts mit und das finde ich auch gut, weil ich finde, jeder kann das machen, was er möchte und ja, deswegen. Also ich glaube, in der Branche gibt es viel in der Richtung, dass man sagt, okay, die Frauen haben irgendwie mehr Vorteile oder so, aber ich persönlich kriege davon gar nichts mit. Ich hatte jetzt nur überlegt, weil für mich wäre es zum Beispiel dieses ganze Technische mit dem Controller, wäre zum Beispiel, wo ich so denken würde, oh Gott, kriege ich das hin, aber du hast ja das Know-how dir dran geschafft quasi. Das heißt, wenn du jetzt auf so eine große Bühne trittst und da dieses riesige Mischpult siehst, da hast du keine Unsicherheiten mehr. Das ist natürlich richtig cool. Mittlerweile nicht mehr am Anfang, klar, weil der kleine Controller von zu Hause im Vergleich zu dem großen ist schon nochmal anders, aber irgendwo dann auch relativ ähnlich so. Und wenn man dann ein paar Mal auf dem Großen gespielt hat, dann fühlt man sich da auch sicher. Und je mehr Auftritte man hat, desto sicherer wird man ja wahrscheinlich eh. Es gibt ein Instagram-Reel, was glaube ich auch sehr erfolgreich war. Da erklärst du, wie ein Track bei dir entsteht. Für alle, die das Video nicht kennen, kannst du das mal so in ganz kurzen, knackigen Sätzen erklären, wie entsteht überhaupt ein Track? Du produzierst ja auch Musik selber. Genau, genau. Um es einfach runterzubrechen, also es beginnt immer mit einer Idee und dann gibt es ein Produktionsprogramm, da gibt es am Markt sich viele, ich produziere mit Logic und dann fängt man an, ja, den Groove, die Melodie, die Gesänge, also je nachdem, was man halt möchte, in dem Programm zusammenzubauen. Das geht dann auch eine Weile, weil man dann immer wieder Änderungen vornimmt oder irgendwelche Claps oder Bässe austauscht. Und so entsteht dann Stück für Stück ein Track. Und ja, zum Beispiel auch mein letzter Track mit Tube & Berger zusammen. Das war auch so ein Projekt, wo wir dann halt immer zusammen im Studio und auch getrennt voneinander immer den Track überarbeitet haben, auch hin und her geschickt. Und dann hat jeder so seinen Stil eingebracht. Und das ist auch das Coole da dran an so einer Collab. Ja, also es ist schwer zu erklären, wenn man es nicht zeigen kann. Aber deswegen haben wir auch das Video aufgenommen, um genau den anderen Leuten so einen Einblick mal zu geben. Ja, und es ist ja auch irgendwie eigentlich ganz schön, dass man mal sieht, auch so ein bisschen hinter die Kulissen gucken kann, wie macht man sowas überhaupt? Es gibt vielleicht ja auch anderen Mut, das selbst einfach mal auszuprobieren. Und why not? Also es könnten ja auch noch mehr irgendwie mal selbst aussehen, wenn sie die Leidenschaft dafür haben. Ja, definitiv. Genau, du hast gerade schon gesagt, dein Track mit Tube & Berger heißt California Dreaming. Die Älteren unter uns kennen noch das Original von den Mamas und Papas. Und das war jetzt deine letzte Veröffentlichung. Und wie bist du denn überhaupt da dran gekommen mit so einem Produzentenduo, das, glaube ich, relativ bekannt ist, vielleicht so eine Collab zu machen? Ja, genau. Also tatsächlich von meinem Manager, der hat die Rechte an den Vocals gehabt. Und ich fand die mega nice, die Vocals. Und dann dachte ich mir so, hey, warum nicht? Und wir haben dann zusammen angefangen zu produzieren und hatten dann die Idee. Und beim Perucaville letztes Jahr habe ich Tjubin Berger getroffen und habe das denen gezeigt, weil Tjubin Berger und mein Manager kennen sich auch gut und so sind wir dann schnell ins Gespräch gekommen, haben uns von Anhieb gut verstanden. Und ja, dann habe ich denen das mal gezeigt, was ich gerade so mache, fanden die cool und dann kam das so im Gespräch zustande, ja schick mal rüber. Und so kam dann die Collab zustande, genau. Jetzt muss ich mir kurz auf meine Liste, genau, wenn du jetzt ein Gig spielst, da gibt es ja verschiedene Momente vom ersten Track, dass die Stimmung irgendwie so langsam steigt, dann steigert es sich hoch. Was ist denn dann so dein Lieblingsmoment eines Auftritts? Wo denkst du so, ja genau auf diesen Moment habe ich jetzt hingespielt? Also oft ist es so der letzte Track. Ich habe so einen Track, der muss eigentlich in jedes Set und das ist Innerbloom von Rufus du Sol. Ich habe da drei verschiedene Versionen, da gucke ich dann immer je nach Event, welcher passt. Und das ist so für mich immer der magischste Moment, weil den Track kennt jeder und wenn dann die Leute die Augen zu machen im Publikum und so weiter, das ist einfach schön. Das ist toll. Und gab es auch schon Momente, wo sowas gar nicht funktioniert hat oder so Auftritte, wo du gemerkt hast, oh, ich kriege die Crowd irgendwie nicht mehr? Also tatsächlich jetzt gar nicht. Da bin ich auch sehr froh drum. Also bisher habe ich die immer gut mitgerissen bekommen und ja, das ist sehr schön auf jeden Fall. Wie glaubst du denn, wäre dein Weg verlaufen, wenn du 2022 nicht das Equipment gekauft hättest? Was würdest du jetzt heute machen? Wahrscheinlich immer noch normal arbeiten. Also ich bin ja auch selbstständig nebenher noch als virtuelle Assistentin, falls dir das was sagt. Nein. Das kommt auch so ein bisschen aus dem Amerikanischen. Im Endeffekt ist das wie eine Vertriebsassistentin, aber virtuell. Das heißt, ich habe mehrere Unternehmen, für die ich dann arbeite im Bereich Social Media Marketing oder Backoffice-Unterstützung, Reiseplanung und so weiter. Das habe ich mir damals aufgebaut und dann kam die Musik noch dazu. Jetzt hat sich das Ganze ein bisschen gedreht. Mehr Musik, weniger davon. Und hätte ich mir den Controller nicht gekauft und die Entscheidung getroffen, dann würde ich weiterhin an meinem Business arbeiten. Okay, und das liegt jetzt gerade so ein bisschen brach oder machst du das immer noch ein bisschen? Beides. Also ich mache aktuell noch beides, aber dieses virtuelle Assistentin deutlich weniger. Ja, weil du musst dich ja auch noch um deinen Social-Media-Auftrag, glaube ich, kümmern. Das ist, glaube ich, heutzutage auch wichtig, dass man sich da zeigt. Was spielt das für eine Rolle so in deiner Karriere? Ja, also ich glaube, das ist nicht nur auf die Musikbranche abwälzbar, sondern auf alles. Also wenn man heutzutage gesehen werden will, dann muss man Social Media machen. Da führt kein Weg dran vorbei, weil woher sollen die Leute wissen, was ich jetzt gerade mache, wenn ich es nicht zeige? Und deswegen habe ich auch gesagt von Anfang an, ich filme alles mit, auch wenn es jetzt nicht perfekt ist am Übergang oder sonst irgendwas. Ich lade das hoch, das spricht sich rum, die Leute wissen, was passiert. Und auch jetzt, um mit den Leuten zu interagieren, das ist ja im Endeffekt das Portal zu allem. Also du kannst ja jeden mit erreichen. Ja. Genau. Und wenn wir jetzt mal, du hast ja vorhin gesagt, dass du dir auch so Mindmap irgendwie machst oder deine Träume vielleicht manifestierst oder so, an dir selber arbeitest. Was hast du denn jetzt noch so für deine Zukunft manifestiert? Was möchtest du unbedingt noch erreichen? Gibt es ein Traumfestival, auf dem du unbedingt mal spielen willst? Ja, also es gibt schon mehr. Was kannst du verraten? So ganz klar, dass es jetzt wahrscheinlich von dem Interview her vorging, ist es Tomorrowland. Ist so einer meiner größten Träume, aber auch in Amerika, Ultra beispielsweise. Also es gibt ja so viele große Events und ich glaube, wenn man da auf der Bühne steht, das ist so ein magischer und unbeschreiblicher Moment. Und das ist so mein Hauptziel und natürlich halt viele Leute mit der Musik zu erreichen, das dann auch hauptberuflich machen zu dürfen. Genau. Aber da bist du, glaube ich, auf einem ganz guten Weg, oder? Ja. Was sagt denn deine Familie zu deiner Karriere? Von der normalen, hast du ja vorhin selber gesagt, ja, jungen Frau, jetzt zur fast weltbekannten DJ. Ja, also es ist ganz lustig, weil ich hatte das meinen Eltern damals erzählt und da war ich noch nicht lange selbstständig und dann habe ich gesagt, ich hole mir jetzt einen Controller und dann kam so, okay, jetzt spinnt sie wieder, aber wir lassen sie machen, weil ich habe halt immer mein Ding gemacht. Und ja, dann ging das relativ schnell. Die waren auch bei meinem ersten Gig dabei, das fand ich ganz cool und voll schön. Und ja, mittlerweile verstehen die jetzt auch, was so passiert. Meine Eltern, die kennen die Branche nicht. Also wenn ich denen jetzt sag, see you, dann sagen die cool, aber die wissen halt nicht, was das letztendlich bedeutet. Das versuche ich dann immer, denen so greifbarer zu machen. Aber die freuen sich mega und die sind auch super stolz und kommen auch, wenn ich dann mal hier in der Region bin, immer mit. Mein Dad macht die Musik nicht ganz so, er freut sich natürlich trotzdem. Genau, also es ist richtig schön. Ja, cool. Und was vielleicht zum Abschluss, der beste Moment beim Auflegen ist für mich? Wenn die Leute die Augen zu machen und sich treiben lassen. Ja, tatsächlich. Wenn ich merke, dass die voll in der Musik drin sind. Ja. Ja. Okay. Vielen Dank, Jasmin. Ich sag Dank. Dass du heute bei uns zu Gast warst. Vielen Dank. Wir wünschen dir viel Erfolg auf deinem Weg. Dankeschön. Ich bin auch vielleicht bis zum nächsten Mal. Bis bald. Tschüss. Ciao, ciao. Music.