Latest / SISOSIG Podcast / Warum du bei der KI-Angst im Job besser selbst etwas baust, statt zu warten
Transcript
- Andreas: Countdown ist ja so ein bisschen wie beim Basketball. Da ist dann auch die gegnerische Mannschaft so, ja hier ist irgendwie der Dings und der Dings und der Dings. Und dann kommt so Licht aus und dann Spotlight und jetzt die Nummer 17. Und dann laufen die Dings. Lisa: Aber eigentlich kommt da kein Countdown. Also ich mein es Andreas: okay, ich Lisa: ist... na gut, egal. Achso. Hallo Andreas. Na wie ist's? Andreas: Wer fängt eigentlich an? Hallo Lisa. Wir machen mal so einen Smalltalk von dir und vielleicht schneiden wir dich diesmal gar nicht raus. Also Lisa, Lisa: Ich weiß nicht. Wie geht's? Andreas: apropos Smalltalk, wir sind ja nicht zum Vergnügen hier. Was machen wir denn hier? Lisa: Nein, auf keinen Fall. Wir sind bei ZISOSIC. Das steht für Should I Stay or Should I Go? Also geht es Entscheidungen. Soll ich gehen, soll ich bleiben? Und ZISOSIC ist sozusagen der entscheidende Podcast und wir reden jede Woche über die großen und kleinen Entscheidungen im Leben. Was passiert, wenn man zu lange vor dem Keksregal steht? Wie man sich für eine Kekspackung entscheidet oder auch für einen neuen Job oder einen neuen Mann oder ein neues Auto. Andreas: Ja, Lisa: Da sitzt ihr. Andreas: genau und Job hatten wir schon. Kekse hatten wir noch nicht, Mann hatten wir auch noch nicht. Job hatten wir auch schon und Auto ich würde gerne heute noch mal mit dir über den Job Aspekt reden, wenn du bereit wärst, mir darüber ein bisschen Zeit zu verbringen. Lisa: Absolut. Ich glaube auch, dass das ein Thema ist, über das man sehr viel sprechen kann, weil das auch eben eine große Entscheidung ist im Leben eines Erwachsenen. Wo will ich arbeiten? Gefällt es mir da noch? Wo will ich irgendwann mal hin? Will ich überhaupt noch arbeiten? Andreas: Ja, und habe ich jetzt gerade Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, oder ist das eigentlich gerade so schön kuschelig warm hier und ich bleibe einfach, weil... Ja... Ja... Lisa: hatten ja eine Folge neulich zum Thema Job und du Andreas: Mhm. Lisa: hast da quasi noch bisschen on top recherchiert, einen Deep Dive gemacht. Ist das wichtig? Andreas: Ich habe einen Deep Dive gemacht und zwar war der Anlass, dass ich mich mit diversen Leuten getroffen habe und ich versuche das jetzt so neutral wie möglich zu formulieren, damit da keiner sich entlarvt fühlt. Aber in letzter Zeit war ich zum Beispiel beim Basketball. Bei den Hamburg Towers kann ich sehr empfehlen. Kleine Halle, 3400 Leute. Das heißt, klingt klein, ist auch klein. Ist also das Gegenteil von den großen Stadien der NBA. Und das heißt, die Stimmung ist eigentlich immer super. weil das halt so wenig Leute sind und besonders wenn die Hamburger gut spielen. Gut, sie haben jetzt gegen Bayern verloren. Das war aber auch zu erwarten, ehrlich zu sein. Aber es war trotzdem gute Stimmung. Und da habe zwei Leute getroffen. Und dann habe ich komischerweise, also wo ich durch Zufall bin, ich zurückgeradelt von diesem Podcaststudio, aus dem ich jetzt gerade aufnehme und bin auch auf dem Weg. Habe ich quasi eine Vollbremse gemacht, weil ich auch einer Ex-Kollegin über den Weg gelaufen bin. Und wir haben kurz geschnackt und Diese drei sind aus unterschiedlichen Gründen schon mal in der Situation gewesen, über die wir letztes Mal gesprochen haben. Und wir haben über diese Situation gesprochen. Einige davon haben sogar diesen Podcast gehört. Das fand ich ganz toll. Und ich habe aber gemerkt, das eine, Lisa: Welche Situation meinst du genau? Die Situation, dass man Andreas: wie gesagt, ich eier so bisschen rum, weil denen keine Blöße geben will. Also Situationen, wo man sich über seinen Job Gedanken macht. Ich formuliere es mal so. Und ihr hört jetzt zu vielleicht und ihr wisst dann, was gemeint ist. Genau und wir haben ja letztes Mal schon es gibt so ein paar Tricks, die man machen Du erinnerst dich vielleicht, ich versuche mich gerade zu erinnern. Das eine war so die Wette. Also ich werde schon einen Job finden. War so eine Geschichte. Ich gehe davon aus, wenn ich jetzt kündige, finde ich sofort einen das so zu formulieren. Ich habe hier keine Lust mehr. Ich kündige jetzt und ich finde sofort einen Job. Wie sicher bist du denn? so. Wenn du dann sagst, na ja, so 60 Prozent klingt ja schon anders, als wenn du sagst, ich hab eigentlich schon drei Angebote, ich bin 100 Prozent sicher. Und das beeinflusst natürlich, wie du dann diese 60 auf 90 Prozent kriegst. jetzt merke ich gerade, wir haben gerade eben drüber gesprochen, was man diese Zahlen vielleicht anfassbarer machen muss. Aber mit 60 Prozent meine ich halt, wenn du sagst, so würdest du wetten, vielleicht machen wir das mit Geld. vielleicht ist das einfacher. ich sage, ich finde sofort wieder einen Job und dann sagst du, würdest du wetten? Und ich sag klar, dann sagst du, was würdest du wetten? Und dann würde ich natürlich irgendwie 3000 Euro wetten, wenn ich wirklich, wirklich sicher bin, eigentlich habe ich schon drei Angebote. Und wenn ich aber sage, ich bin total sicher, dass ich einen neuen Job kriege und dann sagst du, würdest du? Lisa: Wie viel würdest du denn da drauf setzen? Andreas: Und wenn ich dann sage, ach so, 100 Euro? Lisa: Ja. Andreas: dann hört man vielleicht schon raus, mein confidence level, wie sehr ich daran glaube, dann doch vielleicht nicht so hoch ist. Und wie würde ich das schaffen, von diesen 100 Euro auf die 2000 Euro zu kommen? Die Gedanken könnte ich mir überhaupt erst machen, mir klar ist, eigentlich habe ich gedacht, ich finde leichten einen neuen Job. Aber wenn ich ganz ehrlich bin und über diese wetten, diese wetten Idee komme, dann... Merke ich, dass das gar nicht so ist. Das war ja so ein Tool, was wir hatten. Und noch ein Tool war diese, wenn ich jetzt diese Entscheidung treffen muss, bleibe ich im Job oder gehe ich jetzt? Diese 10 10 10 Regel habe ich die genannt oder? Was heißt das in den nächsten zehn Minuten, wenn ich die Entscheidung treffe? Also ich entscheide mich jetzt, ich kündige. Was macht das mit mir in zehn Minuten? In, was sagen wir, zehn Monaten und zehn Jahren. Und da hattest du schlauerweise das Übersetz in das erste ist mehr so emotional, in den nächsten zehn Minuten macht das irgendwas mit mir emotional. Auf einmal habe ich Angst und es war die falsche Entscheidung oder es macht mich total glücklich, weil endlich habe ich diese Entscheidung getroffen. Zehn Monate ist sehr... Konkret muss ich irgendwie ans Gesparte, muss ich gucken, wie viel Geld ich habe, was heißt das für die Rente, muss ich mich arbeitslos melden und dann zehn Jahre so ein bisschen die ganz große Perspektive zu sagen, ist wahrscheinlich ganz langfristig ist wahrscheinlich egal. Also so. Lisa: überhaupt noch daran erinnern, ich vor zehn Jahren eigentlich gearbeitet habe. Andreas: Lisa, wo hast du vor zehn Jahren eigentlich gearbeitet? ist eine sehr gute Frage. Lisa: Ist wirklich eine gute Frage. Was haben wir 2026? Da war ich glaube Andreas: Ja, 2,16. Lisa: ich noch alleine selbstständig und kurz davor eine Firma zu gründen mit einer Partnerin. Ja, Andreas: Ja, guck mal. Lisa: ich musste nachdenken. Andreas: Ich muss auch nachdenken, ich habe nämlich auch da gerade meine Selbständigkeit aufgegeben und habe Lisa: Moment, vor zehn Jahren hatten wir zusammen Büro. Du Honk, das hätte uns einem von uns jetzt ausstellen können. Andreas: Ja, das mag sein, aber ich hab im Sommer, zumindest vor 10 Jahren, bin ich ja auch dann in die Vollzeit in die Agentur gegangen. Das heißt, haben wirklich nur, aber das stimmt, wir hatten nur ganz kurz das Büro zusammen. Das waren nur ein paar Monate, oder? du dann gesagt hast, eigentlich möchte ich mit Karin jetzt gerade ein ganz anderes Ding machen. Lisa: Ja, das kann sein. Aber Andreas: Das heißt, ja, sind... Lisa: das ist der Beweis, dass nach zehn Jahren man womöglich das alles gar nicht mehr so dramatisch und wichtig und groß findet, wie es einem in dem Moment der Entscheidung vorkommt. Andreas: Ja, wie war denn das? Wie war denn das für dich? Vielleicht steigen wir da direkt ein, weil ich erinnere mich zumindest an diese schöne Aufhänger. Ich erinnere mich daran, dass ich wirklich lange überlegt habe, ob ich diese Festanstellung annehmen soll, weil eigentlich war ich ganz zufrieden in der Selbstständigkeit, wobei das natürlich auch ganz viele Schwierigkeiten mit sich bringt. Man muss irgendwie auf Kundenakquise machen, man muss seine Buchführung selber machen, ständig irgendwelche Rechnungen schreiben und so weiter. Und die werden dann bezahlt oder nicht. Und man muss irgendwie so ganz viel Orga Kram machen. Und ich hatte mir dann so bisschen erhofft, ich Vollzeit angestellt bin, dass ich mir darüber keine Sorgen mehr machen muss. Da kommt dann jeden Monat Geld rein und so. Aber es war keine leichte Entscheidung. Obwohl sie vermeintlich kann man ja erst mal sagen, wieso, da bietet dir jemand einen Job, ist doch super. Aber so leicht war das für mich gar nicht. Und ich meine mich zu erinnern, du hast auch so bisschen gehadert, ob das jetzt der nächste richtige Schritt ist. Lisa: Ja, bzw. am Anfang bin ich da so reingestolpert. Also ich bin zurück nach Hamburg gekommen und hatte irgendwie gedacht, ja, jetzt bewerbe ich mich einfach weiter. Und dann hatte mich tatsächlich eine Bekannte angefragt, ob ich ihr bei einer Studie helfen kann. Und dann habe ich herausgefunden, dass ich das neben der Arbeitslosigkeit quasi ein paar Stunden arbeiten darf und war so total geflasht, dass ich ganz alleine, ohne dass ich eine Firma oder einen Chef oder irgendwas habe, Geld verdiene. also in sehr kleinem Maße und habe dann so gedacht, das kann ja mal ein bisschen ausprobieren und dann habe ich so gedacht, so ja cool, man kann auch ganz alleine vor sich hin arbeiten und Geld verdienen und davon leben ich hatte das nie vorher auf dem Schirm, ich wollte nie selbstständig sein, ich wusste ehrlich gesagt gar nicht so richtig was das ist und dann lernte ich ja Karin kennen, die auch gerade für sich alleine so so selbstständig war und Wir haben uns kennengelernt und gemerkt, dass wir sehr ähnliche Sachen machen. Und dann kam das eigentlich auch relativ spontan die Idee, warum machen wir das nicht einfach zusammen? Im Sinne von wir sind beide solo selbstständig, aber machen Projekte zusammen und irgendwann dann der Gedanke, warum gründen wir nicht eigentlich gleich eine Firma? Dann haben wir irgendwie so ein GmbH dahinter, das hört sich gleich irgendwie auch viel seriöser an. Können wir vielleicht größere Kunden bekommen? Und dann habe ich irgendwann eher so mittendrin gemerkt, ach krass, bin jetzt irgendwie ja, hab eine Firma und ich hab Mitarbeiter und ich bin Chefin von irgendwas, wo das wirklich davor über 30 Jahre niemals in meinem Kopf war, dass man auch selbstständig sein Das war also nicht so wirklich eine große Entscheidung, sondern gefühlt bin ich da so Schritt für Schritt hingegangen und es hat sich aber jeder Schritt irgendwie richtig angefühlt und ich glaube, Ich habe mir mal wieder auch mit dem Gedanken, den ich mir ja bei Entscheidungen immer gerne im Hinterkopf behalte, geholfen, wenn es denn scheiße ist, dann höre ich halt wieder auf. Dann mache ich das halt nicht. Also dann kann ich mir auch wieder eine feste Stelle suchen oder dann kann ich ja irgendwie wieder alleine selbstständig sein oder was auch immer. Aber es waren eher so kleine Schritte deswegen habe ich da gar nicht so wahnsinnig gehadert. Es war schon aufregend, aber es fühlte sich irgendwie immer gut an. Andreas: Aber du hast das angedeutet, du hast auch nicht wirklich einen Zweifel, dass du dir dann irgendwann wieder einen Job suchen kannst. Also das klang so raus. Lisa: Genau, also das war immer so mein Fallback-Gedanke, ja, ach Gott, dann find ich halt wieder irgendeinen Job. Da war ich mir ziemlich, also da hätte ich bestimmt 3000 Euro drauf gewettet. Andreas: Guck mal. Ja, ich weiß nicht, ob sich das ändert. Zwei Sachen, die du gesagt hast, sehe ich ganz genauso. Und das erste ist, man muss manchmal sagen, machen und ausprobieren und dann gucken, wie es weitergeht. Dieser Podcast zum Beispiel. Aber auch die Selbstständigkeit, die ich hatte, vielleicht hängt das auch damit zusammen. Leute, die noch nicht selbstständig waren, die kennen das vielleicht nicht. Diese ins kalte Wasser springen und mal gucken, was passiert. Und meine Selbstständigkeit war auch ganz anders, ich erwartet hatte. Also ich dachte, ich mach PR für Musiker und irgendwas mit Musik und so. Das hat null funktioniert, weil die alle kein Geld, also das... Die haben alle kein Geld. So, also auf jeden Fall hatten die alle für mich kein Geld. Und das ist auch, finde ich, auch nachvollziehbar. Das hatte ich mir aber anders vorgestellt. Also meine Selbstständigkeit hat sich auch in eine Richtung entwickelt, die ich so gar nicht vorhergesehen hatte. Es hat aber trotzdem funktioniert. Sowohl mit Spaß als auch mit Geld. Lisa: war das bei dir? Weil du hast ja den anderen den Weg andersrum gemacht, zurück in die Festanstellung. Weil Andreas: Mhm. Lisa: du sprachst gerade irgendwie von hadern oder zweifeln oder so war der Weg zurück irgendwie von vielen Überlegungen begleitet. Weil da weiß man Andreas: Ja, also... Lisa: ja so bisschen, was einen erwartet. Andreas: Ja, genau. es war tatsächlich beides. den zweiten Punkt, den ich unterstreichen wollte, bei dir war auch so diese Zweifel, ob ich irgendwann wieder einen Job kriege, hatte ich nie. Aber ich habe das auch nie erlebt. Also es ist vielleicht für Leute anders, Also ich überlege gerade einen ehemaliger Kollege, den ich getroffen der wurde freigestellt und hat dann erstmal... und hat eine Ausbildung gemacht, dann er gesagt, dann fang ich wieder an, mich zu bewerben und das dauerte länger, als er gedacht hat. Also da war es so, der dachte so, ja, das dauerte irgendwie zwei, drei Monate, dann hab ich wieder einen Job und es dauerte nachher sieben oder so. Also der hat wieder einen Job gekriegt, aber der merkte schon, dass er das anders eingeschätzt hat. Also insofern Lisa: Mh. Andreas: bin ich da ein bisschen vorsichtig. Dieser Optimismus ist, glaube ich, gut und gesund und den sollte man sich auch nicht verderben lassen und man sollte aber auch gleichzeitig sehr ehrlich auf seine Zahlen gucken und sagen. Wie lange halte ich denn durch? Also wie lange geht mein Arbeitslosengeld oder wie lange sind meine Ersparnisse oder so, dass man sich da auch genug Puffer einbaut. Aber das nur nebenbei. Also zu deiner Frage. Beide, das klingt jetzt so, ja, ich habe mich selbstständig gemacht, das war super. Beides hat lange gedauert. Lisa: Mmh. Andreas: Beides war nicht leicht fertig. Ich aus einem guten Job, habe ich mich selbstständig gemacht und das hatte ich glaube ich hier auch letztes Mal erzählt oder in einer der Folgen. Das ging sehr stark damit zusammen, dass ich in dem Job sehr unglücklich war ... und das sehr stressig fand und dann mein erstes Kind auf dem Weg war ... und ich dachte, ich will diesen Stress nicht abends mit nach Hause bringen ... in diese neue Familie. Das habe ich aber mit einem Coach über Monate hinweg ... mir diese Gedanken gemacht und das dann entwickelt und dann entschlossen. Also der Entscheidungsfindungsprozess hat bestimmt ... mindestens sechs Monate gedauert, dann zu sagen, ja, ... ich werde jetzt selbstständig. Also das war keine leichtfertige Entscheidung. und dann wieder in die Agentur zurück. Hab ich mir auch... Also diese Freiheit hab ich genossen, selbstständig zu sein. Und wenn ich ehrlich bin, hab ich aber trotzdem sehr viel gearbeitet. Also das mit dem, kann ich halt arbeiten, weil ich will... Das war irgendwie nicht so rückblickend, so wie ich dachte, weil ich natürlich immer dachte, ich muss jetzt diesen Job machen, weil wer weiß, wann der nächste kommt. jeden Monat kommt da Geld rein, das hat schon auch was. Und dann zu wissen, wenn ich Urlaub hab, ist der auch bezahlt. Aber ich habe diese vermeintliche Freiheit genossen und habe aber dann mit dieser Agentur schon sehr viel zusammengearbeitet, auch über Jahre. Das heißt, ich Lisa: Mh. Andreas: wusste genau, worauf ich mich da einlasse, eigentlich. Also Lisa: Mh. Andreas: ich kannte die Kollegen und Kolleginnen und war da halt der Freelancer, der da immer mal auch mit im Büro war oder nicht und an Projekten mitgearbeitet hatte. Das heißt, als sie dann gesagt haben, Mensch, wir machen jetzt so viele Projekte, will sie nicht ganz war das vom Unsicherheitsfaktor total überschaubar. Das macht es Lisa: Mh. Andreas: einfacher. Also das hat man ja bei bei vielen Jobs nicht so. Also du hast irgendwie drei, vier, fünf Lisa: Ja, feste. Andreas: Vorstellungsgespräche und die sind alle unheimlich nett und das Büro sieht toll aus, aber du weißt das eigentlich dann erst, wenn du da... Deswegen gibt es ja Probezeit auf beiden Seiten. Und das war halt bei mir nicht so. Also das war mehr so eine emotionale Entscheidung, so dieses vermeintliche, ich bin aber so frei, das gebe Lisa: Mhm. Andreas: ich jetzt auf, will ich das machen? Und das hatte dann unterschiedliche Gründe, warum ich mich dann für die Anstellung da entschlossen habe. Lisa: Ja. Ich glaube auch, ist halt was anderes, wenn man aus dem Job kommt und immer so vergleicht, was verliere ich dann und was gewinne ich vielleicht beim anderen. Und bei mir war das ja damals so, dass ich aus dem Job kam und erst mal nichts Neues angefangen habe. Und ich kam ja quasi so aus dem Freeflow Arbeitslossein und habe dann eben angefangen selbstständig zu arbeiten. da denkt man dann ja nicht so viel darüber nach, so hey, was verliere ich hier tolles, weil irgendwann zahlt ihr das Arbeitsamt ja auch einfach nichts mehr und dann ist es auch nicht mehr so schön mit dem Rumhängen. Andreas: Aber lass noch mal einen Schritt zurückgehen, weil ich würde gerne auf diese Menschen, mit denen ich gesprochen habe, einige davon waren noch im Job, andere waren nicht im Job und ich fand das so spannend, dass die, in dem Job waren und teilweise aber unglücklich aus unterschiedlichen Gründen, dass es denen sehr schwer fiel, jetzt zu entscheiden, wie sie mit der Situation umgehen. ich weiß, wir beide, Grüße ans Team, wir beide waren schon mal in Jobs sogar schon zusammen, wo wir nicht so glücklich waren. Ich weiß gar nicht mehr, bist du? Also ich bin bewusst gegangen. Das war das, ich eben erzählt habe. Du auch. Erinnerst du dich Lisa: Ja, ich bin... Andreas: da an die Entscheidung? Also kannst du dich zurückversetzen in dieses Du bist in diesem Job und denkst so, boah, das ich glaube, das habe ich mir anders vorgestellt und dann die Entscheidung zu finden, irgendwann zu gehen. Lisa: Ich ich war ja ein paar Jahre da 4-5 oder so und ich glaube, dieses Borders habe ich mir anders vorgestellt. Das hatte ich gar nicht so. Das war ja damals mein Andreas: Achso. Lisa: erster Job und ich habe irgendwie gedacht, so ist das Job anscheinend, dann mache ich mal hier mit und dann nach einer Zeit habe ich irgendwie gedacht, ich habe jetzt keine Lust mehr und da habe ich ja tatsächlich auch gekündigt, ohne was Neues zu haben, weil auch da habe ich irgendwie gedacht, ich finde bestimmt gar nicht schnell was Neues. Andreas: Aber war das dann eher langweilig als... Oder was hatte ich da unzufrieden gemacht? Lisa: Ach ja, ich hatte da ja auch so nette Kollegen, die dann aber auch gegangen sind. Also da habe ich auch einfach ein paar Leute vermisst, Andreas: Hmm. Lisa: weil wir hatten ja eigentlich ein super nette Kollegen und wenn die dann aber alle so mit der Zeit gehen und ich glaube die Stimmung war auch irgendwie so Mittel und ich fand die Führungsstil nicht so prickelnd und dann hat sich das eher so aufgebaut, aber da ist nichts Dramatisches vorgefallen oder so. Ich glaube, ich habe auch gedacht, ich könnte mal wieder was Neues machen und hatte aber auch da irgendwie nicht das Gefühl, ich muss jetzt erst eine neue, sichere Stelle haben, bevor ich aufhöre, sondern habe da auch gedacht, ich gucke einfach mal, was kommt. Andreas: Ja, ich glaube, das ist natürlich als junger Mensch und wenn du sagst, war dein erster richtiger Job, glaube ich, blickt man da noch ganz anders auf die Welt. Bei mir war es ein... Ja, aber Lisa: Naif. Andreas: das ist ja auch okay. Also ich finde das gar nicht schlimm, wenn man sich nicht die ganze Zeit... Jeder trägt so sein Päckchen mit und seine Erfahrungen und das hat immer irgendwie geklappt und das nimmt man mit und wenn das nicht so geklappt hat, dann ist glaube ich, schwieriger da optimistisch zu sein. Und ich finde das aber sehr gesund, wenn man jünger ist und noch... diesen Optimismus sich bewahrt. Und ich finde auch, wenn man älter ist, darf man sich diesen Optimismus bewahren. Lisa: Ja, bitte, bitte. Andreas: Ja, bei mir war, also wenn ich nämlich drüber nachdenke, ich war echt unzufrieden, aber das keine leichte Entscheidung, weil ich das natürlich sofort auf mich bezogen habe und sicherlich hatte ich da auch einen Anteil dran. So meine ich das nicht, aber für mich hat es sehr lange gedauert und wie gesagt, ich habe mir einen Coach genommen und das hat mir sehr geholfen, so ein bisschen Abstand zu gewinnen und mich darauf, der hat mir dann geholfen zu gucken, was ich eigentlich will. Und das fand ich sehr zu definieren. Aber es war dann irgendwann ziemlich schnell klar, dass ich das, was ich da habe, nicht will. Und ich überlege gerade, wenn du jetzt halt in einem Job bist, denkst, boah, das ist irgendwie, hier gibt es viele Veränderungen, viele Kollegen gehen. Ich weiß gar nicht, ob bin ich jetzt irgendwann der nächste. Also diese Unsicherheitsfragen, die so im Kopf herumschwirren, die lenken natürlich auch ab. Also ich glaube, die lenken ab von dem sich zu besinnen und zu sagen, weiß ich eigentlich noch, was ich will. Lisa: Mh! Andreas: bin ich unzufrieden in dem Job oder bin ich unzufrieden in der Unsicherheit? Vielleicht ist das eine Sache, Lisa: Mhm. Andreas: die man sich stellen könnte als Frage. Dass man sagt, wenn ich jetzt, das hatten wir glaube ich auch als als Tipp mal für Entscheidungen bei Suncost, ja, also wenn man sagt, so ich habe jetzt schon so viel investiert, ich kann doch jetzt nicht. das alles aufgeben, bei auch eine Herangehensweise zu versuchen zu sagen, okay, ich versuche mal die Vergangenheit komplett auszublenden. Wenn ich also jetzt heute mir angucke, wo ich jetzt stehe, wie geht es mir damit? Lisa: Mmh. Andreas: das war, ich weiß gar nicht mehr, das ist halt wie gesagt über zehn Jahre, der Job ist ja fast 20 Jahre her. Lisa: Ja, hallo! Andreas: Also da kann ich nicht mehr behaupten, ich da weise genug war, mir solche Fragen zu stellen. Aber diese Frage, die auch nicht von mir kommt, sondern von jemandem schlauen, was ich gerearcht finde ich, total Sinn, sagen, schaffe ich es, mir das anzugucken und zu sagen, bin jetzt in diesem, ich bin jetzt in dem Job, macht mir der Job an sich eigentlich noch Spaß? Was sind so die Sachen, die ich trennen kann? Ist es, dass ich meine Kollegen vermisse und die neuen Leute, mit denen bin ich noch nicht befreundet, das kann aber noch kommen? Oder ist es halt diese Unsicherheit, wo ich sage, das war jetzt von mir aus eine Entlassungswelle oder so, bin ich jetzt der oder die nächste? Ich weiß gar nicht. Wie sicher ist das hier und wie weit muss ich mich anschauen? Ich dachte, ich streng mich an und dann wird das schon alles. Ist das eine Sache, die mir Wenn man es schafft, kurz durchzuatmen. Also eine der Menschen, mit denen ich gesprochen habe, sagte, die ist demnächst dann lange im Urlaub, also drei Wochen wirklich irgendwie ganz weit weg. Und das ist natürlich eine super Gelegenheit, vielleicht dann auch zu sagen, weiß ich, kann ich aufschreiben, was der Hauptgrund, warum ich bleibe? Lisa: Mmh. Andreas: vielleicht. Und wenn der Hauptgrund ich bleibe ist, sagen ich glaube ich habe Schiss, dass ich keinen anderen Job finde, das ist vielleicht kein guter Grund zu bleiben. sollte man vielleicht sich, also jeder muss das selber entscheiden natürlich, aber wenn der einzige Job ist, habe Schiss, dass ich nichts anderes finde, scheint es so, als wenn die negativen Aspekte lauter sind. Lisa: Ja. Ich glaube ja auch, dass man oft irgendwie vergisst, dass es ja noch eine dritte Möglichkeit gibt. Also ich weiß, der Titel unseres Podcasts impliziert so ein bisschen. Man kann halt nur gehen oder bleiben, aber man kann ja auch was ändern und bleiben. ich glaube man, ey ihr Verrückten, mega crazy. Andreas: Ja, wir sind verrückt. Lisa: Also wir nennen den Podcast jetzt in Should I Stay or Should I Go? Should I Only Change Something? Weil ich glaube man hat halt ganz oft diesen oder Top Gedanken. Ich muss hier weg? oder ich bleibe halt. das ist Andreas: Ja. Lisa: aber ja auch manchmal ist es ja gar nicht der Arbeitgeber oder der Job, sondern oder vielleicht ist es nur die Position und man kann innerhalb vom Unternehmen noch mal sich ändern und vielleicht ist es nicht mal die Position, sondern nur die Aufgaben, die man gerade so täglich macht und irgendwie vielleicht kann man auch was umgestalten in Team, dass man Aufgaben anders verteilt oder irgendwie mal eine neue Verantwortung übernimmt oder vielleicht auch eine gibt oder keine Ahnung. Ich habe ja auch eine Zeit lang Teilzeit gearbeitet, weil ich irgendwie dachte, haben meine diversen Nichten, waren noch klein und haben noch hier in Hamburg gewohnt. Andreas: Mhm. Lisa: Da habe ich gedacht, ich würde gerne einen Tag die Woche irgendwie mit meiner Schwester und den Kids verbringen. Andreas: Ja. Lisa: Das hat irgendwie viel Zufriedenheit gebracht und dass man irgendwie also schnell auf dieses ganz oder gar nicht kommt, irgendwie neuer Chef ist doof oder die Aufgaben sind scheiße oder es wurde Budget gekürzt Ich weiß nicht, irgendwie. glaube, ist auch immer schwierig, seine Routinen im Job, die vorgegeben und eingefahren sind, zu ändern. Aber im besten Fall hat man ja einen Vorgesetzten, mit dem man sagen kann, ich finde es im Moment nicht so geil können wir nicht mal gucken, was ich anderes machen kann. kann ich vielleicht einen Praktikanten oder eine Praktikantin einstellen, dass sie mir diese eine Aufgabe, die wir jetzt im nächsten halben Jahr erledigen müssen und die so bisschen lame ist oder kann ich einfach Claude fragen oder Kronk Andreas: Ja. Lisa: oder was auch immer, dass man doch ja irgendwie auch Möglichkeiten hat, das was man zu ändern oder anzupassen und das Ich weiß gar nicht, wie oft das passiert oder wie viel Mühe sich Leute, die keinen Bock mehr haben auf das, was sie machen, wie viel Gedanken sie überhaupt dahin verschieben oder wie viel Energie sie da reinstecken, was zu ändern oder ob man nicht ganz schnell irgendwie doch dann bei Indeed oder sonst wo rumhängt und Stellen durchscrollt, weil man denkt, ach dann lieber gleich sofort ganz weg. Andreas: Ja. Lisa: Vielleicht ist es auch so, es irgendwie dann so schlimm wird, dass man sich gar nicht mehr vorstellen kann, dass sich was ändert. Vielleicht muss man auch irgendwie schon, wenn man merkt, es ist nicht mehr so geil anfangen, was zu ändern. Andreas: ich glaube, wenn man in einer Situation ist, wo man sich ausgeliefert fühlt, dann ist es eigentlich spät. Also nicht zu spät, aber dann wird es echt schwer. Und ich glaube, das war bei mir so, wo ich dachte, boah, irgendwie, ich habe so das Gefühl, meine Leadership Skills irgendwie sind nicht da, wo sie sein sollen. Das war übrigens der Grund, warum ich einen Coach genommen habe. Ich dachte, der erzählt mir dann, wie ich ein besserer Leader werde. Und Lisa: Ja. Andreas: das mag vielleicht auch so gewesen sein. Der hat mir aber hat gesagt, das können wir auch machen, Leadership und Feedback und so. ist alles witzig, aber wir wollen mal eben gucken, was dir eigentlich wichtig ist. Und das war Lisa: Mmh. Andreas: für mich so eine, da wäre ich alleine gar nicht drauf gekommen. Also ich fühlte mich schon ziemlich mit dem Rücken an der Wand und dachte, Lisa: Mmh. Andreas: Shit, das ist hier irgendwie alles hab das aber total, wie gesagt, auf mich bezogen. Ich dachte, ich bin nicht gut und deswegen bin ich hier ausgeliefert, sag ich mal. Und das ist, ich, das würde ich allen empfehlen, wenn sich das so anschleicht. Versuch da recht schnell. euch raus zu befreien, weil das war für mich sehr schwer dann da rauszukommen. Und wie gesagt, mit dem Coach ging das ging das dann, aber alleine hätte ich es glaube ich nicht Mir fallen ja mal zwei Sachen ein. sind wieder zwei Sachen. Das Erste ist, ich, je stärker so ein Konflikt ist, desto eher wird er auch vertagt. Was du gerade sagst, ich guck mal bei Indeed oder bei irgendwelchen Monster oder bei irgendwelchen Jobbörsen. Das ist ja eigentlich so ein Prokrastinationsding. So eine Handlung, wo ich sag, ich befasse mich gar nicht mit dem eigentlichen Problem. Was will ich eigentlich, sondern ich guck, gibt's nicht das, was ich jetzt schon mach, meinen Jobtitel und mein Ding irgendwo anders, dann bewerbe ich mich vielleicht sogar. Also für mich ... Wenn ich mir vorstelle, ich wäre in der Situation, müsste ich mir eigentlich in den Spiegel gucken und sagen, eigentlich vermeidest du gerade das Problem, du willst eigentlich weg hier. Und das ist ja auch okay, aber eigentlich, wie du sagst, ich hab noch gar nicht angefangen, mir anzugucken, ob ich vielleicht was ändern will. Und ich glaube, das hängt damit zusammen, dass wenn so ein Riesenproblem da ist, also Prokrastination ja sowieso, alles was echt schwer erscheint, dann ich erst mal was anderes. Dann nehm ich mir noch mal mein Handy und scroll noch mal ein bisschen durch und pschuh, ist eine halbe Stunde weg und ich hab dieses Problem überhaupt nicht. bin das nicht angegangen, hab's auch nicht zerstückelt in kleinere Probleme. Aber das zweite, ich auch, der zweite Gedanke, den ich hatte, fand ich auch wenn du sagst, ausprobieren. Also wenn ich's wirklich blöd finde, erstens, in meinem Job und mich da ganz viele Sachen stören und zweitens dann auch Unsicherheit kommt und ich das Gefühl hab, ich hab gar nicht die Kontrolle zu entscheiden, wie lange ich jetzt bleibe. Na ja, also dann kann ich ja auch eigentlich was riskieren, oder? Also das ist natürlich auch ein mentaler Schritt, sich dann das zu trauen. Aber eigentlich kann man ja diese Unsicherheit vielleicht auch mental in so eine Naja, also wenn ich es nicht entscheide, dann kann ich jetzt auch was riskieren, weil es ist nicht in meiner Kontrolle, ob ich diesen Job lange behalte oder nicht. Dann kann ich auch versuchen, was zu ändern, was es mir dann wieder mehr Spaß macht, in diesem Job zu bleiben. Lisa: Das finde ich ist ein cooler Gedanke im Sinne von Hubs. Ich lese in der Zeitung, dass mein Konzern leider nächstes Jahr 8000 Stellen abbauen will. Vermutlich auch einige meiner Niederlassungen. Dann kann ich jetzt auch noch mal irgendwie auf den Sack hauen, in den Sack hauen, irgendwie was auszuprobieren, wo ich mich vielleicht vorher nicht dran getraut hätte oder was mir zu unsicher gewesen wäre. so ist es unsicher, dann mache ich aber doch was Unsicheres, worauf ich Bock habe oder so. Andreas: Ja genau und wo du das gerade sagst, also die Nachrichten sind ja voll mit alle Jobs werden irgendwie durch KI ersetzt und das mag Lisa: Hm. Andreas: sein oder nicht, aber das hilft nicht, sich sicher in seinem Job zu Und das ist vielleicht dann auch eine Gelegenheit zu sagen, wo sind die, aber apropos KI, wo sind eigentlich die Sachen, die mich total nerven und die so, die die so so so so Admin Geschichten sind oder so, gibt es eine Möglichkeit, dass ich die automatisiere und kann ich vielleicht meiner Vorgesetzten mal vorschlagen zu sagen, ey, Darf ich mal wie ein Tag in der Woche für die nächsten drei Monate mich damit beschäftigen, so ein Ding zu bauen, was uns an allen hilft. Also wenn man sich mit KI beschäftigen will. Naja, Lisa: Ja klar. Andreas: oder einfach, oder einfach, apropos, was bleibt denn wichtig? Die menschliche Beziehung bleibt mir immer wichtig. Vielleicht ist das auch ein Projekt, wo man sagt, hey, ich weiß, KI wird unsere Jobs alle irgendwie verändern. Ich habe Ideen und wünsche, wie ich gerne mehr mit Menschen mache und wie ich gerne wieder Lisa: Mh. Andreas: die menschliche Beziehung im Büro stärke. Sowohl vielleicht privat als auch am Projekt kann ich da mal ein paar Sachen ausprobieren. da gibt es glaube ich ganz viele Sachen, die einem einfallen würden, das Arbeitsumfeld zu verbessern. Lisa: Woran ich gerade auch noch denke, wenn es aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, die eigene konkrete Arbeit irgendwie jetzt schnell oder irgendwie mit längerer Aussicht zu verändern, vielleicht kann man ja auch mal gucken... Bildungsurlaub, ist übrigens etwas, Andreas: Mhm. Lisa: darauf hat man ja ein Recht in Deutschland. Ich glaube sogar alle zwei Jahre irgendwie eine Woche oder zwei oder irgendwie sowas total Abgefahrenes und ich kenne nur so wenige Menschen, die das tatsächlich in Anspruch nehmen. Also wirklich das ist absurd, wenn ich überlege die Leute, die ich kenne, die sind alle jetzt schon seit 15, 20 Jahren im Beruf. Die könnten ja theoretisch auch schon sieben und halb bis zehnmal Bildungsurlaub gemacht haben. Andreas: Wow! Lisa: das ist ja eigentlich eine ganz geile Sache. meine, klar, kannst natürlich auch irgendwie deine Sprachskills verbessern, manchmal sogar dann in einem coolen Land, das dich interessiert. Du kannst tatsächlich aber irgendwie Sport oder Yoga machen. Da gibt es irgendwie total viele Möglichkeiten. kannst aber auch, mir hat auch neulich eine erzählt, die fährt dann regelmäßig zu Workshops, es irgendwie was Gesellschaftspolitisches es geht und wo sie sich Andreas: Mhm. Lisa: in dem Bereich Politik und Gesellschaft noch fortbildet, obwohl das mit ihrem Job jetzt gar nicht konkret was zu tun hat und das muss es auch bei einem Bildungsurlaub nicht Aber das ist eigentlich eine total schöne Möglichkeit auch einfach noch mal was anderes zu machen, so ein bisschen Abstand zu haben und vielleicht sogar Skills mitzubringen, mit denen man dann doch irgendwie bei seinem Job noch was ändern kann oder bei einem neuen Job bessere Chancen. hat und das finde ich, ist eigentlich etwas, da müsste man viel mehr Werbung für machen. Ich kann mir aber vorstellen, dass Firmen vielleicht nicht so daran interessiert sind, weil sie denken im Moment dann sind die alle ja irgendwie weg und arbeiten nicht. Andreas: Ja, na, weiß ich gar nicht. Also ich glaube, neue Leute treffen in einem anderen Umfeld. Ich hab überlegt, ob ich nicht mal KI und Ethik studiere und hab mich dann dagegen entschieden. zum Beispiel, also Lisa: Mmh. Andreas: zu sagen, na ja, warte mal, das werden auch alle Firmen brauchen. Also alle werden Lisa: Mmh, mmh. Andreas: sich damit auseinandersetzen müssen, wie sie denn mit Mitarbeitern und mit Kunden und mit und so weiter umgehen. Also diese ethische Frage, Lisa: Okay. Andreas: wo Mensch und wo Maschine und so, das wird uns alle angehen. Das wäre also nur als Beispiel, was mich interessiert grundsätzlich, aber auch dieses Ich bin dann mal raus für eine Woche oder zwei Lisa: Mmh. Andreas: oder so sind es, glaube ich, und bin einfach auch mit anderen Leuten, die vielleicht, vielleicht treffe ich ja davon auch irgendwie drei, die auch sagen, ich muss sich nur mal eben raus. Das finde ich, finde ich sehr spannend. Also so eine andere Perspektive. Und das ist vielleicht ist das der Aufruf. Also wirklich zu sagen, wo du gerade sagst, alle haben ein Recht darauf. Und ich glaube, die Firmen müssen das auch unterstützen. Aber das ja so ähnlich wie Urlaub. Also das ist ja auch immer, wenn du jetzt zu deinem Vorgesetzten gehst und sagst, ich möchte jetzt sofort drei Wochen Urlaub haben, sagen die alle, spinnst wohl. Aber wenn du das langfristiger planst und sagst, ich möchte gerne im März nächsten Jahres, möchte ich gerne zwei Wochen Bildungsurlaub machen oder vielleicht geht es auch früher, vielleicht geht es auch im Januar, weil dann wird das Geschäft irgendwie gerade so, es ist egal. dass man das so ähnlich wie seinen Urlaub betrachtet und gar nicht mit, shit, ich muss jetzt noch meinen Bildungsurlaub nehmen und das passt irgendwie ab. Ich bin so busy. sondern dass man sagt, jetzt, 27, 20, 27, nächstes Jahr, das ist das Jahr, wo ich zwei Wochen Bildungsurlaub nehme und ich fange jetzt an, mir das zu überlegen und ich fange jetzt an, mal eben zu gucken, was mein Arbeitgeber dazu sagt und was für Optionen ich habe. Und vielleicht sogar finde ich schon was, wozu ich Bock habe. Lisa: Ich glaube, das könnte glatt unser Tool der Woche sein. Informiert euch doch mal über Bildungsurlaub, sofern ihr nicht Andreas: Ich finde auch. Lisa: selbstständig seid. Aber selbst wenn ihr selbstständig seid, könnt ihr euch überlegen, was für eine Fortbildung oder auf was für ein... vielleicht ist es auch gar nicht berufsbezogen irgendwie, auf was für einen Reitkurs oder Sprachunterricht oder Literatur-Treff habe ich nächstes Jahr Bock, wo ich einfach mal drei Andreas: Mhm. Lisa: Tage hinfahre und andere Leute treffe. Und ich habe das ja im Sommer gemacht, im Juni. Juli war für vier Tage in der Schweiz mit dem Netzwerk Beyond Storytelling. Das ist ein Andreas: Mhm. Lisa: internationales Netzwerk aus Leuten, die sich aus verschiedensten Richtungen mit Storytelling Das verlinke ich auch gerne in den Show Notes. Das waren die besten vier Tage für mein Gehirn seit I Can't Tell You, weil ich so viele mega spannende Leute getroffen habe aus die alle sich irgendwie damit beschäftigen. Was bedeuten Geschichten? Wie erzählt man Geschichten? Und das Oberthema re-worlding. Also wie können wir auch Geschichten für uns und für die ganze Gesellschaft und die ganze Welt finden, die uns mal ein bisschen eine positive Perspektive aufzeigen und die irgendwie uns ein gutes Gefühl geben, es in der Zukunft hingeht. Also für einen selber, aber eben auch größer. gedacht und wir haben immer noch alle paar Wochen so ein Abendmeeting, so einen kleinen Deep Dive, wo wir uns noch mal treffen und online unterhalten und es waren zwar jeden Tag über 40 Grad und ich dachte ich muss Andreas: Mwaaah Lisa: in den Schweizer Alpen einfach vielleicht für immer bleiben, weil ich mich nie wieder bewegen kann, aber trotzdem war das so inspirierend und so spannend und ich glaube ich habe noch nie in so kurzer Zeit so viel tollen Input bekommen. glaube tatsächlich, Andreas: Und du sagst, waren nur vier Tage, also es waren auch nicht mal irgendwie zwei Wochen jetzt. Lisa: ja, also ich glaube, dass das tatsächlich jetzt nichts wäre, was Bildungsurlaub förderfähig ist, weil dafür musst du, glaube ich, registriert sein als Institution oder als Kursanbieter. Aber das ist was, das habe ich mir einfach, was heißt einfach, das konnte ich mir zum Glück einmal gönnen, weil das natürlich auch gerade wenn es in der Schweiz ist, nicht so ein Schnäppchen ist, aber das ist auch immer mal an anderen Orten, also alle zwei Jahre machen die das. Und das war tatsächlich gar nicht so geplant, als da treffe ich auch Entscheidungen, aber das war eine Phase, ich auch irgendwie so zwischen den Jobs und nicht so ganz wusste, wo ich hingehe. Und ich glaube, am Ende hat mir das ganz viel Mut gegeben, eben jetzt zu sagen, hey, ich bin zwar nicht mehr ganz Studienabsolventin, aber ich fange jetzt trotzdem einen Job an der Uni an, als wissenschaftliche Mitarbeiterin plane zu promovieren und mache irgendwie einen Schritt, den andere vielleicht eher mit Anfang 20 machen. Weil mir allein der Kontakt mit so verschiedenen Leuten, die ganz unterschiedliche Lebens- und Bildungswege haben, so Inspiration und Mut gegeben haben, dass ich irgendwie gedacht habe, ich kann jetzt irgendwie einen nächsten Schritt machen. Ich hatte mir das witzigerweise ... bei der Hinreise verboten, dass ich diese Tage so sehe als und da überlegst du mal richtig und danach weißt du aber was du wirklich machen willst, weil ich dachte ich will mich nicht unter Stress setzen, wenn da irgendwas in meinem Kopf passiert, gut, wenn nicht dann auch gut, aber ich bin mit dem Nachhinein sicher, dass das ganz viel ausgelöst hat. Und das war eben auch nicht nur, dass wir irgendwelche Workshops und Diskussionen hatten, sondern eben auch kreative Arbeit und mal ein bisschen Bewegung und mal irgendwie am Lagerfeuer sitzen und lecker essen. Also das war nicht jetzt so nur Kopfarbeit, sondern einfach mal ganz was Neues. ich bin jetzt, jetzt wo ich gerade darüber nachdenke, will ich am liebsten direkt wieder hin. Vor allem weil die Temperaturen auch vielleicht ein bisschen angenehmer Andreas: Ja. Lisa: Aber so war es in der Art. Das war für mich das absolute Highlight letztes Jahr. Ich nehme unser Gespräch jetzt auch zum Anlass, zu überlegen, was könnte ich denn im nächsten Jahr vielleicht machen, dass das einem noch mal so einen Abstand und einen neuen Input ermöglicht. Und ich glaube, Bildungsurlaub ist da gar nicht so verkehrt. Andreas: Ja, ich super, finde ich auch super als Tool der Woche. jetzt hier der Aufruf nach dieser Episode sofort googeln, beziehungsweise wir verlinken das auch. Ich gucke mal, ob ich irgendwas was finde. Es wird ja irgendwas Offizielles wahrscheinlich geben, wenn das ein Recht ist, was man hat in Deutschland. Dann gucke ich mal, ob ich hier Link finde und in die Shownotes packe. Und ab und vor der Woche, ne, Lisa? Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja. Also Lisa: Ja. Andreas: ich fange mal an. Song der Woche haben wir nämlich noch gar nicht gemacht. Lisa: Ja, ja, wichtig, wichtig. Andreas: Und das wäre als Einstieg so gut gewesen. Wir hatten jetzt einen anderen tollen Einstieg, weil ich ja gesagt habe, ich habe Leute beim Basketball getroffen. Ist mein Einstieg Basketball wird das immer gespielt und ich wusste gar nicht... Nee, nicht bei dem Basketball, bei den Towers, Lisa: Was mich raten? Space Jam! Nee. Schade. Andreas: also ohne ohne Cartoonhasen, Lisa: Mh. Andreas: sondern mein Song der Woche heißt Intro. Ja, das hatten wir so auch noch nicht. Es heißt Lisa: Intro. Ach so. Andreas: Intro. Und zwar ist das das Intro vom von Hamburg City Heftig Volume 1. Und das ist ein Sampler und das ist so ein ein in die Fresse Ding, was sie laut und mit Dings da spielen, wenn dann da ganz wahnsinnig Basketball gespielt wird. Also hört mal rein, das Intro von Hamburg City Ja, das ist mein Song der Woche. muss ich sofort sofort wieder im Stadion. Lisa: und das witzige Bei Basketballern sagt man übrigens Halle, zumindest auf Deutsch. Weil ich habe nämlich einen Song aus dem Stadion, vielleicht. Deswegen passt das ganz großartig, weil der FC St. Pauli hat sich ja von seiner langjährigen Stadionhymne getrennt vor einiger Zeit, nachdem bekannt geworden ist bei einer historischen Recherche, dass der Texte von dem Lied Das Herz von St. Pauli eben Nationalsozialist war und auch sehr sozialistisches Gedankengut verbreitet und geschätzt hat und dann hat man sich aus dem Grund von dieser Hymne getrennt und lange lange diskutiert, gestritten, wie und ob und was das neue Stadionlied werden Letztendlich hat man jetzt zu einem Wettbewerb wie beim Eurovision Song Contest, deswegen heißt er auch St. Pauli Song Contest, aufgerufen. Man durfte etwas einreichen, eine eigene Idee oder ein Lied, das es schon gibt. Es gab über 4000 Einreichungen, davon sind Andreas: wow. Lisa: jetzt 400 auf der Webseite veröffentlicht. Es gibt jetzt eine erste Abstimmungsrunde, sodass man dann 25 oder Favoriten hat. Und dann gibt es eine zweite Abstimmungsrunde. Ich habe versucht, mir alle Lieder anzuhören. Also nicht wirklich. Es ist natürlich Andreas: 400 Lisa: unmöglich, sich 400 Lieder anzuhören. Deswegen habe ich mir nur Lieder angehört, wo ich den Titel oder den Interpreten witzig also es gibt sehr viel Diskussion darüber. dürfen nur Mitglieder des Vereins abstimmen. Das sind wohl insgesamt Andreas: Mhm. Lisa: so Es ist. Ganz viel diskutiert würden über die Abstimmungsmodalitäten, also darf man eine Stimme vergeben oder mehrere Punkte oder nicht. Da könnte ich jetzt natürlich als Fragebugenexpertin und Auswertung noch mal ewig drüber reden. Mache ich jetzt aber nicht. Ich finde es auf jeden Fall einfach total cool, das auf so einem Weg herauszufinden und dass eben auch neue Künstler da neue Ideen einbringen konnten. Nichtsdestotrotz beim Durchscrollen durch diese langen Listen ist mein Herz natürlich bei Jan Delay hängen Andreas: Natürlich. Lisa: geblieben. Auf St. Pauli brennt noch Licht. Einfach ein gigantischer Song. Ich will damit gar nicht sagen, dass es ein optimaler Song wäre für eine Stadionhymne, aber auf jeden Fall für unsere Playlist. Andreas: Sehr gut! Lisa: und Vorschlag, wenn mich irgendjemand von den Offiziellen bei Sankt Pauli hört, ich finde, wirklich herauszufinden, ob es eine gute Stadionhymne ist, müsste man zwischen diesen verschiedenen Abstimmungsstufen jetzt eigentlich noch einen Termin machen, wo alle sich im Stadion treffen, also oder 20.000 Andreas: Ja. Lisa: oder wie viele reinpassen und man irgendwie über einen Handylink irgendwie die Texte mal kurz verteilt und dann die 50 Lieder oder 25, dann im Finale sind, mal zusammen laut grölt, weil Andreas: Ja. Lisa: man sich das vorher sonst nicht vorstellen kann. Wie gut ist das Lied wirklich für Stimmung? Und das wollte ich noch mal als kostenlosen Tipp hier an Sankt Pauli weitergeben. Alternativ kann sich ja vielleicht jemand hinsetzen und so ein KI-Tool bauen, dass man über jeden Song, der irgendwie jetzt da auf der Webseite steht, so einen Agenten oder was auch immer das dann ist, drüber laufen lässt, der aus der Songversion so eine Gröl-Version macht und wo man dann vielleicht auch noch so mit so einem Schieberegler sagen kann, irgendwie wie betrunken ist das Publikum und wie spannend Andreas: Ja. Lisa: ist das Spiel. gerade und dass man sich das einfach besser vorstellen kann. ist die Grüll... wie sagt man? Das Grüll-Level oder der Grüll-KMPI. Die Grüllität. Natürlich, konnte ich dieses... also du als Musikfachmann kennst natürlich die Fachworte. Die Grüllität. Andreas: Die Gröli-tät. Gröli-tät, ja. Jaja. Das heißt so. Ja. Lisa: Das also ganz kurz zum Ende der Woche. Andreas: Ja, wie man so schön sagt, das ist ganz anderer Podcast. Nee, finde Lisa: Ja. Andreas: ich super. Und ich finde auch deinen Tipp, vielen Dank, Expertin zu sagen, na ja, ihr müsst irgendwann auch in den Feld testen, bevor ihr die finale Entscheidung trefft, müsst ihr tatsächlich mal Leuten die Flasche in die Hand geben und sagen, wie fühlt sich die denn an? Ja. Lisa: Ich glaube, dann haben wir es auch, oder? Andreas: Ich finde das sehr schön. haben einen super Tour der Woche Bildungsurlaub. Bildungsurlaub. Hashtag Lisa: Und ab. Andreas: der Woche würde Böhmermann sagen, der ja dann demnächst das nicht mehr sagt, aber Hashtag der Woche ist Bildungsurlaub. Lisa: Echt? Ich hätte jetzt als Hashtag der Woche eigentlich Grölität genommen, aber das ist vielleicht einfach mein neues Lieblingswort. Es war mir eine Freude. Andreas: Lass mir abstimmen. Lisa, vielen Dank. Ich bin auf jeden Fall weiter und es war schön in der Vergangenheit zu schweigen mit dir und auf die Zukunft zu blicken. Herrlich. Gut, Mach es gut. Bis bald. Tschüss. Lisa: Ja, herrlich, herrlich. Hau rein, bis bald, tschüss.