Latest / Schlagabtausch – Das Schlagzeugmagazin im Podcast-Format / Metal, Drums & große Bühnen: Sven Dirkschneider über seinen Weg - Schlagabtausch #147
Transcript
- 0:05Herzlich willkommen zum Schlagabtausch, eurem Schlagzeugmagazin im Podcast-Format.
- 0:10Heute mit Metal, Metal und noch mehr Metal. Los geht's.
- 0:31Hallo da draußen, ich begrüße euch sehr herzlich zur 147.
- 0:37Ausgabe des Schlagabtausch-Podcasts, Wodcasts, Spodcasts mit mir,
- 0:42Timot Groth und meinem lieben Freund und ausgeschlafenen Kollegen Dirk Brandt. Hi Dirk.
- 0:48Guten Morgen, ihr Lieben da draußen. Ja, ausgeschlafen, nicht ganz so.
- 0:51Mir ist auf einmal eingefallen, dass wir doch den Podcast vorgezogen haben.
- 0:56Wir haben aber jetzt nicht so spielt. Wir haben 38 gesagt. Aber Timo,
- 1:00du hast die Ferien schon zu Ende.
- 1:02Zu Ende ist auch ein geiles Wort, aber bei dir sind die Ferien schon leider.
- 1:06Ja, heute ist der erste richtige neue Schultag. Ja, die Schulferien sind zu
- 1:13Ende gegangen in Rheinland-Pfalz. Wir haben heute den, ich muss aufs Datum gucken, den 10. August 1926.
- 1:21Ich bin ein bisschen meiner Zeit hinterher, wie man merkt. Das heißt,
- 1:24heute ging die Schule wieder los. Und man muss ja echt sagen,
- 1:27wie krass die Schule den Alltag bestimmt. Ja, das glaube ich.
- 1:33Das ist so, oder? Hast du schulpflichtige Kinder oder bist selbst von den Ferien abhängig?
- 1:38Das ist einfach, das bestimmt den Jahresablauf. Und ja, heute geht es wieder
- 1:44los. Das heißt, mit der Schule für meinen Sohnemann, für mich mit dem regulären Unterrichten.
- 1:49Und mal gucken, was sonst noch so alles anfällt. Ich bin noch nicht so richtig im Ruf.
- 1:52Nee, das glaube ich dir. Ich war eben auch ziemlich erstaunt,
- 1:55als du gesagt hast, bei dir geht es wieder los. Weil ich bin natürlich NRW und
- 2:00wir haben noch drei Wochen. Also bei uns fängt heute die vierte Ferienwoche
- 2:05an. Ich ziehe mal kurz um. Ja.
- 2:09Obwohl, da würde ich lieber nach Bayern ziehen, weil Bayern hat jetzt erst die
- 2:12erste Woche. Jetzt erst. Die haben jetzt die erste Woche. Hinter sich.
- 2:14Die hatten die erste Woche hinter sich.
- 2:16Ach, hinter sich. Ich wollte sagen, Bayern, Baden-Württemberg.
- 2:18Diese beiden sind, glaube ich, zusammen, ne?
- 2:20Ich glaube schon, ja. Ich glaube ja, die sind zusammen. Ja, krass irgendwie. Wahnsinn, ey.
- 2:26Boah. Ja, bevor wir in den Smalltalk hereinrutschen komplett,
- 2:30Timo, wie sieht denn der heutige Rundown aus?
- 2:39Also, wir werden noch etwas Smalltalken, gehe ich mal stark von aus.
- 2:43Im Anschluss daran haben wir einen großartigen Kollegen der neueren Metal-Generation,
- 2:50kann man sagen, nämlich Sven Dirk Schneider bei uns im Interview.
- 2:55Und im Anschluss daran gibt es mal wieder ein paar Becken im Geercheck beim
- 2:59Dirk. Und zwar ist das das Mike-Johnson-Mindel-Artist-Package.
- 3:06Danach gibt es natürlich die Empfehlungen der Woche. Und ja,
- 3:09mal schauen, was sonst so passiert.
- 3:19Bevor wir jetzt mit unserem Smalltalk loslegen, ich habe auch mal einen Autoaufreger
- 3:23der Woche sozusagen. Oh, oh, oh, oh. Einen Autoaufreger.
- 3:27Und zwar waren wir ja mit der Family im Urlaub und davor war mein Auto in der Werkstatt.
- 3:33Ja. Weil es ist ja immer davor irgendwas. Eigentlich war geplant,
- 3:38ach komm, wir fahren ja schon ein paar Kilometer nach Kroatien und nach Italien.
- 3:42Das heißt, man ist ja schon ein bisschen unterwegs.
- 3:44Und habe gesagt, lass das Auto einfach mal ein bisschen checken,
- 3:48weil sicher ist sicher, man weiß ja nie. Also ich habe einen Termin ausgemacht
- 3:53mit der Werkstatt, einfach mal so ein grober Durchcheck und so weiter und so fort.
- 3:58Termin war ausgemacht, zwei Tage später leuchtet bei mir dann die Inspektionslampe
- 4:02auf. Ach komm, lässt du gerade eine Inspektion mitmachen? Ist ja kein Problem,
- 4:05ist ja eh der Termin in der Werkstatt.
- 4:07Alles klar, ich das Ding hingebracht. Okay, kannst du morgen Abend wieder abholen?
- 4:11Super. Ruft er mich am nächsten Morgen an. Ach, übrigens weißt du,
- 4:14du hast gar keinen TÜV mehr.
- 4:17Scheiße. Hab ich verpennt, den TÜV rechtzeitig zu machen.
- 4:24Ich hatte nämlich mal, ich weiß, ob du das kennst, der TÜV hatte mal ein Service,
- 4:28da konntest du dich erinnern lassen an deinen TÜV.
- 4:31Das haben die aber wieder abgeschafft offensichtlich.
- 4:34Aus Datenschutzgründen, was weiß ich nicht. Auf jeden Fall wurde ich nicht benachrichtigt
- 4:38und habe das natürlich dann vergessen.
- 4:40Also mein TÜV war abgelaufen. Gut, dann sagt er, ja, ist ja kein Problem,
- 4:44bei uns im Haus ist auch der TÜV.
- 4:46War war gerade auch noch mit. Ich denke, jo, gut, ist halt einen Tag länger
- 4:49in der Werkstatt, aber der TÜV ist am Start.
- 4:52Gut, rüft er mich nach dem TÜV-Termin an. Ach, übrigens, du bist nicht mit dem TÜV drüber gekommen.
- 4:58Denn hinten war irgendwas durchgerüstet.
- 5:02Fakt, mein Auto hat ja schon ein paar Kilometer gelaufen. Also sind jetzt mal
- 5:05über 300.000. Das heißt, es kann mal passieren, sowas. Aber Chapeau.
- 5:10Also ich kann nur sagen, es ist ein Skoda. Superb. Das Ding läuft und läuft
- 5:15und läuft. Aber jetzt war doch mal irgendwie ein bisschen Verschleiß dran.
- 5:18Also gar nicht so viel Elektronik wie die neuen jetzt.
- 5:23Es ist noch ein echtes Auto. Ja, genau. Also du siehst noch einen Motor.
- 5:29Und der hat dann noch, es ist ein Diesel, muss ich dann zugeben.
- 5:32Also nichts mit E, sondern Es ist noch ein regulärer Verbrenner.
- 5:36So, auf jeden Fall, ja, TÜV-Sachen muss natürlich auch gemacht werden.
- 5:40Mein Auto stand eine Woche in der Werkstatt.
- 5:43Und es kam eine entsprechende schöne Rechnung, mit der ich nicht gerechnet hatte.
- 5:48Und das natürlich vorm Urlaub. Yeah, habe ich mich gefreut.
- 5:53Ich sage immer, ein Auto ist einfach eine Geldverbrennungsmaschine.
- 5:57Es ist einfach so. Aber sagte der Typ von der Werkstatt mir,
- 5:59ja, ist doch super, jetzt hast du TÜV für zwei Jahre und quasi ein neues Auto.
- 6:05Ja, kann man so sehen. Die Rechnung war auch zwei DIN A4 Seiten lang dann.
- 6:11Da kann man mal sehen, was da alles gemacht wurde. Also Inspektion,
- 6:13dann hinten, was der TÜV wollte, Brems muss neu gemacht werden.
- 6:18Ah, etwa herrlich. Aber läuft wieder Ast rein. Ja, ja, läuft Ast rein.
- 6:22Und jetzt kommt das Allerlustigste.
- 6:24Wir sind also auf dem Weg in den Urlaub und dann leuchtet plötzlich ein Läppchen
- 6:31auf. Und denkst du, das kann doch jetzt nicht wahr sein.
- 6:35Der ist quasi durch TÜV gekommen, war in der Werkstatt. Die Inspektionsrichtung,
- 6:40war ungefähr der Wert des Autos.
- 6:43Und jetzt leuchtet eine Lampe auf, dein Ernst. und dann gucke ich natürlich
- 6:47bei dem nächsten Halt mal in meiner schönen News-Anleitung. Scheiße.
- 6:52Kennzeichenbeleuchtung.
- 6:56Geil. Kennzeichenbeleuchtung. Gut, da habe ich gesagt, ist vertretbar,
- 7:01wird jetzt nicht ein Hund die kosten.
- 7:03Aber da denkst du erst mal, das kann jetzt nicht wahr sein. Scheiße.
- 7:07Die Kennzeichenbeleuchtung muss jetzt auch noch justiert werden.
- 7:10Meine Mutter sagte immer, bei Auto am Anfang steht das Au, in der Mitte steht
- 7:15das T zum Tanken und am Ende ist das so, oh.
- 7:18Fand ich eigentlich ganz geil. Sehr passend, ja.
- 7:22Ja, finde ich tatsächlich auch. Ja, wie gesagt, das ist, nochmal auf den TÜV
- 7:26zu sprechen, bei uns ist es glaube ich mittlerweile, weil die Werkstatt will
- 7:30ja verdienen, also die schreibt mich an,
- 7:33dass sie sagen, weil du musst ja dann meistens Öl wechseln, man macht das ja
- 7:36alles so ein bisschen so inspektionsmäßig, TÜV so ein bisschen zusammen.
- 7:41Aber ich habe mal eine Frage, bevor ich gleich nämlich an dich noch was sagen,
- 7:45dich noch was fragen wollte.
- 7:48Wenn ihr da draußen, ich fahre ein Kia Sorento und bei mir leuchtet immer,
- 7:54und zwar ich habe Sommer- und Winterreifen, habe jetzt gerade die Sommerreifen
- 7:58hier drauf und die Sommerreifen, die Felgen, die lasse ich, also die sind immer
- 8:02aufgezogen, also ich wechsle dann immer.
- 8:05Und bei den Winterreifen, das sind die original Kia Sorento Reifen und im Sommer,
- 8:11habe ich halt von einem Fremdfabrikat und da leuchtet immer,
- 8:16dass der Kia Sorento hat so eine Luft, automatische Luft, dass er dir anzeigt, ob genug Luft da ist.
- 8:23Und grundsätzlich bei dem Fremdfabrikat leuchten die immer auf.
- 8:28Das war nach meiner Meinung, aber als ich die gekriegt habe,
- 8:31damals nicht, aber jetzt jedes Mal, wenn die in der Werkstatt wechseln,
- 8:35die kriegen auch dieses Ding.
- 8:36Das ist natürlich mein Ding, weil es keine Original Kia Sorento,
- 8:40ob da irgendwie diese Regulierung oder diese Elektronik nicht drin ist.
- 8:43Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die erste Zeit, als ich die bekommen
- 8:48habe, dass es ganz ordnungsgemäß dort gelaufen ist.
- 8:52Ist, wenn einer von euch da draußen, weil es weiß auch keiner so richtig Bescheid,
- 8:56und auch die, es leuchtet jetzt die ganze Zeit,
- 9:00ihr habt auch genauso gut wie du nachgeguckt, halt irgendwie,
- 9:03gut, muss dann halt persönlich Luft nachgucken, ist ja auch in Ordnung,
- 9:07aber du denkst jedes Mal, wenn dieses Licht, oder wenn irgendwas leuchtet am
- 9:10Auto, denkst du, oh Gott,
- 9:11wenn da draußen einer von euch mal einen Tipp hat, weil ich bin mir ziemlich
- 9:15sicher, die alte Werkstatt hat leider zugemacht,
- 9:18jetzt ist er bei einer neuen mit den Reifen.
- 9:21Und wenn da einer einen Tipp zu hat, warum das bei einem Fremdfabrikat oder
- 9:26klar, da gibt es natürlich irgendwas hat es natürlich mit Elektronik wieder
- 9:29zu tun, aber auch die Werkstatt hat diesen Fehler nicht gefunden.
- 9:33Der ist dann für einen Kilometer weg. Die können ja irgendwie die Elektronik
- 9:37so anschließen, können das nachgucken oder Fehler auslesen, nennt sich das ja dann.
- 9:42Und dann einfach löschen und den Fehler nie beheben.
- 9:46Aber der kommt dann bei mir nach zwei Kilometern wieder. Aber jetzt muss ich
- 9:49mal nachfragen, Wenn du die Reifen dann aufgezogen hast und die machen in der
- 9:54Werkstatt in der Regel bei Reifenwechseln machen die auch den Luftdruck,
- 9:57ja, ne? Genau. Anständig.
- 10:00Resetten die das denn dann?
- 10:02Das, ja, ich weiß nicht. Das sollten sie ja eigentlich wissen.
- 10:05Das sollten sie ja eigentlich machen, aber selbst die Aber du könntest ja auch resetten.
- 10:11Ja, also wie gesagt, die können das resetten, aber dann fahre ich zwei Kilometer
- 10:14und dann ist es wieder da. Ja, aber ich meine jetzt nicht den Fehler resetten,
- 10:16sondern den Luftdruck resetten.
- 10:19Weil bei mir im Skoda ist es auch so. Das heißt, wenn ich jetzt einen neuen
- 10:22Reifen drauf habe und der Luftdruck ändert sich, dann habe ich auch so eine Kontrollleuchte.
- 10:27Und wenn ich dann überprüfe, ich den Luftdruck an der Tankstelle oder an der
- 10:30Werkstatt, keine Ahnung.
- 10:31Und dann muss ich diesen Knopf halt, wie man so oft, so drei bis fünf Sekunden
- 10:34lang drücken, damit das Auto weiß, ah, okay, der Luftdruck ist jetzt manuell resettet.
- 10:40Und dann war das. Also du musst das machen. Ich resette den manuell im Auto über einen Knopf.
- 10:47Das muss ich mal nachgucken. Und dann weiß es auch. Aber das hätte mir auch
- 10:50meine Wirtschaft sagen können. Ja, eben deswegen sage ich, das wäre ein bisschen
- 10:52komisch, wenn die das nicht wüssten.
- 10:54Aber dann ist das Ding nämlich am Start. Dann weiß der, okay,
- 10:56das ist der Luftdruck, den der Fahrer haben möchte.
- 10:59Und dann meldet sich das erst wieder, wenn der Luftdruck sich verändert.
- 11:01Dafür ist das Ding ja eigentlich da.
- 11:03Das heißt, wenn dann ein Reifen zu wenig Luftdruck bekommt, Und da würde er
- 11:06sagen, Achtung, hier, check nochmal den Luftdruck bitte nach.
- 11:10Ey, ganz ehrlich, man sieht, ich habe wirklich keine Ahnung davon.
- 11:12Also, wie gesagt, ich bin mir ziemlich sicher, es war am Anfang nicht und war
- 11:16am Anfang erst in einer Fachwerkstatt. Mittlerweile ist mein Wagen auch fünf
- 11:19Jahre alt, von daher ist dann die Fachwerkstatt, sage ich auch ganz ehrlich,
- 11:21zu teuer. Da bin ich wirklich bei einer.
- 11:27Freien Werkstatt. Genau, Werkstatt kam ich nicht drauf. Da zahle ich wirklich die Hälfte.
- 11:33Man muss ja doch ein bisschen aufs Geld gucken heute. Aber selbst die Fachwerkstatt,
- 11:38weil die meinten, ja, da müssen wir neue Elektrosensoren, da sind ja Zendrohlen rein.
- 11:42Da war ich gerade bei 400 Euro, habe ich gesagt, ey, ne, nur damit ich weiß,
- 11:45dass der Luftdruck irgendwie, genau.
- 11:47Ich habe es dann nicht gemacht. Also wenn ihr da draußen, also erstmal,
- 11:51das werde ich mal nachgucken, also ich habe es im Handbuch noch nie nachgelegt,
- 11:53weil ich dachte immer, die müssen dann machen. Ich weiß gar nicht, ob das bei mir geht.
- 11:57Nee, das geht natürlich eigentlich auch, weil du kannst ja auch an der Tankstelle
- 12:00fahrenden Luftdruck regulieren.
- 12:02Genau. Das heißt, du musst es selbst schon machen können, den Luftdruck resetten.
- 12:06Einfach Knöpfe drücken.
- 12:08Da muss ich mal nachgucken. Wusste ich nicht.
- 12:13Ja, aber ich und Auto. Kann ja mal passieren. Ja, ich weiß ja immer nur Öl und,
- 12:20Diesel. Mehr weiß ich bei mir leider nicht. Muss ich ganz ehrlich zugeben.
- 12:23Ja, ich habe keine Ahnung davon.
- 12:26Ja, ey, das ist, ja, muss ich mal nach. Aber wenn ihr da draußen auch noch mal
- 12:28eine, erstmal, das werde ich nachprüfen.
- 12:31Aber wenn ihr da draußen auch nochmal eine Idee habt oder einen Tipp.
- 12:37Weil da bin ich echt so ein bisschen, also passiert nichts, da habe ich auch
- 12:40nachgefragt irgendwie, ob das jetzt am Auto war, nee, passiert nichts,
- 12:43einfach nur eine Sicherheits- oder eine Kontrollleuchte, aber es nervt natürlich
- 12:47und alles, was im Auto so blinkt,
- 12:49macht einen erstmal stutzig immer oder so ein bisschen so, oh, was ist jetzt passiert?
- 12:54Von daher kann ich das ganz gut verstehen mit dir. Mein Gott,
- 12:57hör mal, aber jetzt kommen wir mal zu einem anderen Thema, die Alltagsthema,
- 13:00weil ich habe gesehen, jetzt erzähl doch mal, wie es dazu gekommen ist,
- 13:03da wollte ich dich drauf anschauen.
- 13:04Ich habe gesehen, ich glaube bei Insta war es sogar, ich wusste ja,
- 13:09dass du im quasi im Old Modern Drama oder in dem History Modern Drama Not so
- 13:16Modern Drama. Ich kam natürlich auf den Namen.
- 13:18Not so Modern Drama. Da hast du ja einen Artikel veröffentlicht.
- 13:21Aber jetzt bist du ja zum Ritter. Man hat dich ja zum Ritter geschlagen,
- 13:23das finde ich ja schon klasse.
- 13:26Mega, Gratulation dazu, du bist im Modern Drummer, weil das ist ja so schon
- 13:31eine mega Ausdruck. Wie ist es denn dazu gekommen?
- 13:34Also erst mal, ich muss eine wichtige Stellung machen, ich habe zwei Artikel
- 13:37im Not zum Modern Drummer veröffentlicht. Okay, Entschuldigung.
- 13:40So viel Zeit muss schon sein. Ja, ja, ja.
- 13:43Und jetzt habe ich in der August-Ausgabe 2026 im Modern-Drummer einen Artikel
- 13:48veröffentlichen dürfen. Und der Kontakt
- 13:50kam über den Chefredakteur und Content-Manager, so nennt sich das jetzt.
- 13:57Das ist der Mark Griffith.
- 14:00Und zwar ist das Ganze so gelaufen, dass ich ihn angeschrieben hatte,
- 14:04ob er nicht mal im Modern-Drummer mein Buch, was letztes Jahr veröffentlicht
- 14:07wurde, also Jazz Standards on the Drum Set, ob er das nicht rezensieren könnte, sozusagen.
- 14:14Und er war aufgeschlossen, ich habe das alles hingeschickt und er war dann auch
- 14:19von dem Buch begeistert, hat eine sehr schöne Rezension geschrieben.
- 14:22Dazu. Und dann sind wir in Kontakt geblieben und dann hat sich herausgestellt,
- 14:26dass er auch Interesse hätte an so einem Modern Drummer Artikel übertranskribieren.
- 14:33Super. Also darum geht es auch in dem Artikel. Das heißt, der Artikel,
- 14:37es wird auch eine kleine Miniserie werden. Das bleibt aber nicht bei diesem
- 14:40einen Artikel, sondern es wird auch noch was folgen darauf. Das war jetzt quasi
- 14:42der erste, der Einstieg.
- 14:44Cool. Transkribieren, was ist das eigentlich? Und ich gehe darauf ein,
- 14:50dass eine Transkription eigentlich nicht so hundertprozentig korrekt sein kann.
- 14:55Und dass man, wenn man jetzt zehn Schlagzeuger was transkribieren ließe,
- 14:59hätte es wahrscheinlich zehn unterschiedliche Ergebnisse.
- 15:02Und ich sage auch, dass keine, es gibt da nicht die richtige oder die falsche.
- 15:06Es ist oft auch eine Interpretation, es ist oft dein Wissensstand,
- 15:12es ist oft Erfahrung und so weiter und so fort.
- 15:16Und man kann bei einer Transkription sowieso nicht jeden Schlag exakt darstellen.
- 15:21Alleine was Dynamik anbelangt.
- 15:24Keine Chance. was viel anbelangt, keine Chance. Was Time auch oft anbelangt, keine Chance.
- 15:31Also, darum geht es im Artikel und ja, ich bin, ja, ist schon so ein kleiner
- 15:38Traum in Erfüllung gegangen, muss ich sagen.
- 15:40Mein Mond an Trummer ist halt einfach Die, schlagt euch Zeitschrift schlechthin
- 15:46auf der Welt nach meiner Meinung und von daher echt Gratulation. Cool.
- 15:51Danke, danke, danke. Also, wenn ich lesen möchte, Ich verlege es natürlich auch
- 15:53mal gerne hier in den Shownotes.
- 15:55Ich glaube, man kann aber nicht lesen, wenn man keinen Zugang zu Modern Drummer hat.
- 16:01Es ist heute ja auch alles digital. Und ich weiß es gar nicht.
- 16:05Ich glaube, dass der in Amerika zumindest alle zwei Monate noch gedruckt wird.
- 16:11Mit dem Best-of aus den zwei letzten Ausgaben. Ich glaube, die machen so ein Hybrid-Ding.
- 16:18Das heißt, es gibt jeden Monat eine digitale Ausgabe. und ich meine alle zwei
- 16:22Monate dann eine gedruckte Ausgabe, aber nicht die kompletten Ausgaben der digitalen
- 16:27Variante, sondern nur ein Best-of daraus.
- 16:31Aber ob es in Deutschland erhältlich ist, weiß ich ehrlich gesagt überhaupt nicht.
- 16:34Kostet ja auch dann wahnsinnig viel Porto wahrscheinlich. Ja,
- 16:36ich hatte ganz früher mal tatsächlich die Modendrama abonniert.
- 16:40Das ist aber jetzt auch schon bestimmt 15 Jahre her, dass ich das mal abonniert
- 16:44hatte. Und dann irgendwann, weil es dann so teuer wurde und dann hatte ich es
- 16:49mal digital, Tatsächlich hatte man ein Abo abgeschlossen, aber habe es einfach
- 16:52immer vergessen zu lesen.
- 16:55Ja. Da sind wir wieder mit dem Ding, digital. Das ist dann einfach,
- 17:00es ist nicht da. Wenn die Zeitschrift irgendwo liegt, nimmst du sie dir einfach
- 17:03mal. Genau, nimmst du sie in die Hand. Aber digital bist du auch zu sehr abgelenkt.
- 17:09Bei digital bist du dann doch zu abgelenkt. Ach nee, ich konnte doch das YouTube-Video
- 17:11schauen oder da bleibe ich auf Insta hängen oder sonst irgendwas. Genau.
- 17:16Das ist einfach das doofe Digitale. Ja, Segel und Fluch zugleich.
- 17:21Aber mega. Cool. Dankeschön.
- 17:35Unser heutiger Gast ist praktisch mit dem Tourleben groß geworden.
- 17:38Schon als Kind gehörten für ihn Nightliner, Backstage-Bereiche und große Bühnen
- 17:43zum Alltag. Zunächst allerdings eher als passiver Beobachter und später dann zunächst als Drumtech.
- 17:48Sven Dirk Schneider begann bereits im Alter von fünf Jahren Schlagzeug zu spielen,
- 17:52Er gründete als Jugendlicher seine erste eigene Band und arbeitet nach seiner
- 17:55Ausbildung schließlich als Drumtech für UDO
- 17:58oder Udo, da werden wir ihn gleich zu befragen müssen, und die britischen Metal-Legenden Saxon.
- 18:04Anfang 2015 nahm seine Karriere dann eine entscheidende Wendung.
- 18:07Als Saxon-Drummer Nigel Klokler krankheitsbedingt ausfiel, wechselte Sven kurzerhand
- 18:13den Job von hinter der Bühne auf den Drumhocker und übernahm für einige Shows den Platz an den Drums.
- 18:19Nahezu zeitgleich wurde er dann als neuer Schlagzeuger von UDO vorgestellt.
- 18:23Seit mittlerweile mehr als zehn Jahren ist Sven und Fässer Bestandteil von UDO
- 18:26und Dirk Schneider und spielt an der Seite seines Vaters Udo Dirk Schneider
- 18:29auf den großen Metal-Bühnen dieser Welt.
- 18:32Mit Sven sprechen wir über seinen Weg vom Drum Deck zum professionellen Drummer,
- 18:35über das Leben auf Tour, seine Erfahrung mit Sechsen und UDO oder UDO,
- 18:40über sein Spiel, seinen Sound und bestimmt auch über sein Equipment.
- 18:44Herzlich Willkommen beim Schlagabtausch Sven Dirk Schneider. Interview ab.
- 18:56Ja, schönen guten Morgen da draußen. Heute haben wir einen Gast,
- 19:00den ich seit vielen, vielen Jahren schon immer wieder mal auf der Bühne sehe und bewundern darf.
- 19:06Und wir sind jetzt vor kurzem erst noch über den Weg gelaufen beim Pyrrhas,
- 19:11der Rock Classic Night, so nennt sich das, glaube ich.
- 19:14Und toller Schlagzeuger, wahnsinnig toller Mensch und ich freue mich immer,
- 19:19wenn ich ihn hinter der Bude zaubern sehe.
- 19:22Und ich freue mich ganz besonders, mit Timo heute Morgen bei uns im Podcast
- 19:26begrüßen zu dürfen, Sven Dirk Schneider. Schönen guten Morgen, Sven.
- 19:30Hallo Sven. Ja, schönen guten Morgen, ihr beiden. Schön, dass ich da sein darf.
- 19:34Es ist eine Freude. Jo. Mir ebenfalls. Wir haben es eben schon.
- 19:39Auch wenn es früh ist. Ja, genau.
- 19:42Das wäre jetzt nämlich mein Setzlein gewesen. Wir haben heute Morgen wieder
- 19:44super früh. Aber der Sven, der ist auch ein Frühaufsteher, hat er uns gesagt.
- 19:48Von daher ist das, ja, war das überhaupt kein, ich war eher das Problem.
- 19:52Der Dirk ist der Außenseiter.
- 19:54Ich war, ich war aber pünktlich, ich war pünktlich, also von daher.
- 19:59Aber man muss ja sagen dazu, auf die Sekunde pünktlich, nicht irgendwie so eine
- 20:02Minute vorher, sondern wirklich, bäm, wir machen 8.30 Uhr, kann man ruhig sagen,
- 20:078.30 Uhr. Wir haben 8.30 Uhr, die Klo.
- 20:09Keine Sekunde, früher war der Dirk online. Ja.
- 20:14So eine Minute. Nein.
- 20:19Scheiße. Sven, erzähl doch mal vielleicht für die Leute, die nicht so im Metal-Bereich tätig bist,
- 20:28wer du einfach bist, weil du bist natürlich auch der Sohn eines unheimlich bekannten
- 20:35Sängers, der auch noch immer weltweit unterwegs ist, mit dem du,
- 20:40muss man ganz ehrlich sagen, weltweit auch unterwegs bist.
- 20:43Aber vielleicht bevor wir dazu kommen, wie hat das alles so bei dir angefangen?
- 20:47Weil du bist noch im Gegensatz selbst zu Timo, ein sehr junger Jahrgang.
- 20:55Wir sind hier die alten Männerriege. Und du bist ja, das ist ganz nett dafür,
- 21:01jetzt werden wir wieder jünger im Podcast. Das finde ich ganz geil eigentlich.
- 21:06Wie hat das alles bei dir angefangen? Wie bist du zum Schlagzeug gekommen?
- 21:09Und auch deine Liebe das Ganze natürlich auch beruflich zu machen.
- 21:15Ja, das ist eigentlich eine relativ witzige, spontane Story.
- 21:20Ich war, glaube ich, vier Jahre alt und da war unser ehemaliger Bassist,
- 21:28der Fitti, der auch ein langer Wegbegleiter meines Vaters war bei UDO.
- 21:32Ich weiß gar nicht, wann der eingestiegen ist. Auf jeden Fall Ewigkeiten hat er bei UDO gespielt.
- 21:38Der war an Weihnachten bei uns und ich bekam eine kleine Ukulele und so ein
- 21:43kleines paar Bongos habe ich geschenkt bekommen.
- 21:46Hat der Weihnachtsmann damals gebracht. Und ich weiß noch ganz genau,
- 21:51ich glaube, es gibt es sogar auch noch irgendwo auf Video. Ich muss das echt
- 21:54mal irgendwo rauskramen.
- 21:57Wurde ja damals alles immer mitgefilmt. Jede Familienfeier wurde ja irgendwie mitgeschnitten.
- 22:02Der Fitti hat sich irgendwie diese Ukulele genommen und hat darauf angefangen
- 22:05rumzuklimpern und ich habe irgendwie mit meinen vier Jahren irgendwie auf halb
- 22:10englisch irgendwie so 1, 2, 3, 4 und habe halt angefangen auf diesen Bongos rumzukloppen,
- 22:16und in dem Moment war es eigentlich besiegelt.
- 22:18Da haben meine Eltern gesagt, den müssen wir irgendwie in der Musikschule anmelden,
- 22:23das hat irgendwie so ein bisschen Rhythmus und lass das mal machen.
- 22:27Ja, und dann haben die versucht, mich bei der Musikschule anzumelden.
- 22:30Die wollten mich dann erstmal nicht nehmen, haben gesagt, nee,
- 22:32geht erst ab sechs und so weiter und so fort. Und meine Eltern haben dann,
- 22:36glaube ich, relativ penetrant genervt und haben gesagt, ey, warum denn?
- 22:39Ja, und schlussendlich habe ich dann mit fünf angefangen beim Jens Gohlicke.
- 22:45Bei dem habe ich in der Musikschule in Pula meine ersten Schlagzeugunterrichtsstunden gehabt.
- 22:51Und ich weiß auch noch, erster Song, den wir, glaube ich, dann irgendwann aktiv
- 22:54gelernt haben, war Nickelback.
- 22:56Da kann ich mich noch dran erinnern. Aber irgendwann war ich dann relativ schnell.
- 23:02Ja, ich würde mich schon so als Rebellen bezeichnen, auch damals in der Schulzeit
- 23:05und so, war das alles nicht immer ganz so einfach. Und ich hatte irgendwann
- 23:08keinen Bock mehr auf Musikschule.
- 23:09Kingen mir voll auf den Sack. Und der Jens hat halt immer gesagt irgendwie,
- 23:13boah, du musst mehr üben und du bist faul und keine Ahnung, du hast nichts gemacht und so.
- 23:18Und ich weiß noch ganz genau, das Original, kannst du den Jens zu fragen, Original Story.
- 23:22Ich habe dem einen Zettel geschrieben irgendwann und hab, weil er gesagt hat,
- 23:26so, wenn du geübt hast, kannst du wiederkommen.
- 23:28Und dann hab ich halt ihm einen Zettel hinterlassen, weil er rausgegangen ist,
- 23:31er war echt pissig mit mir. Also Jens war schon auch ein relativ strenger Lehrer,
- 23:35der gesagt hat, so, ey, jetzt muss hier was passieren.
- 23:38Dann hab ich ihm einen kleinen Zettel geschrieben und hab gesagt,
- 23:39bin unten und bin halt einfach runtergegangen und war weg.
- 23:43Und das Original genauso passiert. Na, und dann war irgendwann dieses Thema
- 23:46Musikschule war dann irgendwie so ein bisschen durch, da hatte ich dann keine
- 23:49Lust mehr drauf. Und dann haben meine Eltern...
- 23:53Ich habe gesagt, hier pass auf, es gibt so einen Kinder- und Jugendchor damals
- 23:56in Puhlheim, der relativ viel spielte und das war alles,
- 24:00echt ein cooles Ding, viele Leute, große Band, ich glaube bis zu 10,
- 24:0412 Leute waren da drin, mehrere Schlagzeuger, Percussionisten und so weiter
- 24:08und so fort, viele Gitarristen.
- 24:11Und dann habe ich angefangen, in diesem Kinderchor zu spielen.
- 24:13Und da gibt es jemanden, den Udo Kenten, der damals dort auch Schlagzeug gespielt hat.
- 24:19Ja, und der hat mich dann, glaube ich, neun Jahre als Privatlehrer begleitet.
- 24:23Und wir haben, genau, unten bei mir im Keller, also damals bei meinen Eltern
- 24:29im Keller, hatte ich dann mein erstes Schlagzeug stehen. Das bekam ich damals
- 24:32von meinem Patenonkel. Das war ein rotes Thama Rockstar, glaube ich.
- 24:37Ja, und das stand da dann. Und dann habe ich da halt immer immer gezockt und
- 24:40irgendwie einmal die Woche war Unterricht und genau, habe ganz klassisch halt
- 24:45eben dann mit Notenlehre und so weiter und sofort angefangen.
- 24:48Ich wollte natürlich immer sofort höher, schneller, weiter und lass mal Rammstein
- 24:51und Doppelbass und keine Ahnung.
- 24:53Und da hatte irgendwie der Udo gar nicht so viel mit zu tun,
- 24:55hat das aber mit mir alles gemacht und begleitet. Und ja, genau,
- 24:59dann war ich halt in diesem Kinderchor und habe da aktiv gespielt und auch eben
- 25:03mit Dirigent und Noten und so weiter und so fort.
- 25:06Ja, und dann habe ich eigentlich relativ schnell angefangen und hatte Bock auf
- 25:11Punkmusik. Das war unser Ding damals, so Pop-Punk, Blink-182,
- 25:15Green Day, Sum 41, Offspring.
- 25:17Das war genau so meine Generation, damit sind wir groß geworden.
- 25:22Und ich hatte eben dann durch den Chor ganz viele Leute, die logischerweise
- 25:25auch Instrumente gespielt haben und da habe ich dann meinen damaligen besten
- 25:29Freund auch irgendwie kennengelernt und wir haben dann relativ schnell zusammen
- 25:33sehr viel Musik gemacht, hat unten bei uns, also bei mir im Keller angefangen,
- 25:37haben dann angefangen Cover-Songs zu spielen und daraus formte sich dann irgendwann eine Band.
- 25:43Schüler-Band, ganz klassisch. Ich weiß noch, mein erster Auftritt in der Schule
- 25:48damals auf dem Gymnasium war unter dem Namen Schlachthaus 4.
- 25:53Wir sind als Kühe verkleidet auf die Bühne gegangen und haben halt den Klassiker
- 25:57Schrei nach Liebe an Karneval halt.
- 25:59Da war immer ein großes Aula-Fest irgendwie. Und ja, da wurde dann auch die
- 26:04Rebellion quasi perfekt, weil man war natürlich dann irgendwann als Jugendlicher
- 26:07morgens angesäuselt da hingegangen und hat sich da auf die Bühne gestellt und gespielt.
- 26:11Und dadurch, dass ich ja diesen ganzen Musikzirkus so ein bisschen mitbekommen
- 26:15habe, hatte ich natürlich relativ schnell hohe Ansprüche so an alles drumherum,
- 26:21an die Technik und so weiter und so fort.
- 26:23Ich wollte halt immer, dass das
- 26:24perfekt war und war halt immer schon ein Perfektionist und auch ziemlich,
- 26:29das habe ich glaube ich echt von meinem Vater geerbt, halt ziemlich streng,
- 26:32was so dieses Bandthema angeht, halt Proben, Proben, Proben und wir müssen,
- 26:35müssen, müssen und immer mehr und noch besser und so weiter und so fort.
- 26:39Und ich weiß, da habe ich mir richtig einen geleistet. Da habe ich mich selber
- 26:41nicht gehört, mein Mikrofon. Ich habe damals schon mit Headset mitgesungen. Ähm,
- 26:46Und da habe ich mich nicht richtig gehört und habe dann original über diese
- 26:50Aula-Bühne im besoffenen Kopf geschrien, kann die scheiß Medien AG mal mein
- 26:53Mikrofon lauter machen.
- 26:55Ja und zack stand halt das komplette Lehrerkollegium von diesem Gymnasium auf der Bühne.
- 27:01Und hat uns natürlich runtereskortiert und gesagt, danke, das war es dann jetzt
- 27:05auch und dann gibt es jetzt erstmal
- 27:06halt eben eine Klassenkonferenz oder beziehungsweise dann eine Konferenz.
- 27:11Und dann musste mein Vater auch antreten und meine Mutter war da und ich weiß
- 27:15noch, da ging es echt hoch her. Also es war nicht immer einfach,
- 27:18aber ich hatte irgendwie, ich hatte einen Plan, was ich machen wollte.
- 27:22Ja, und aus dieser Band hat sich dann irgendwann Damage gegründet.
- 27:26Das war dann meine eigene Band, unsere eigene Band damals mit meinen Pumpels.
- 27:31Und wir haben dann angefangen, eigene Musik zu machen, angefangen,
- 27:34eigene Songs zu schreiben und mit dem Stefan Kaufmann eine EP aufgenommen.
- 27:38Und das war eigentlich alles relativ auf einem sehr, sehr, sehr geiler Weg,
- 27:42den wir, glaube ich, hätte gehen können. Wir haben unfassbar viele Konzerte
- 27:45selbst organisiert gespielt und Band-Contests und was weiß ich nicht alles.
- 27:49Ja, aber irgendwann, wie das dann halt so ist, irgendwann war es dann bei den
- 27:52anderen Jungs einfach, die haben sich dann umorientiert und dann kam ein anderer
- 27:56Musikgeschmack rein und dann war irgendwie, okay, ich muss jetzt in die Ausbildung
- 28:00oder geht weiter mit Studium.
- 28:02Ich war auch eigentlich immer, nee, stimmt gar nicht. Mein Gitarrist,
- 28:05der war noch ein bisschen jünger als ich, aber ich war sonst oder bin ja auch
- 28:08immer noch, egal wo ich hinkomme, eigentlich der Jüngste.
- 28:12Und ja, irgendwann haben die sich dann umorientiert, dann ist die Band halt
- 28:15leider irgendwie so Stück für Stück zerbrochen. Und ich hätte da eigentlich
- 28:19gerne mit weitergemacht.
- 28:20Ja, und parallel hat sich dann halt quasi einfach schon dieses ganze Thema natürlich
- 28:25abgezeichnet, dass ich halt bei meinem Vater immer viel mit dabei war.
- 28:29Und irgendwann habe ich dann meine ersten Drumtech-Jobs gemacht für ihn.
- 28:33Und der hat halt gesagt, komm nochmal mit. Und dann habe ich das irgendwie gemacht.
- 28:37Viel zu früh, viel zu jung.
- 28:39Wie alt warst du da?
- 28:41Das wird gewesen sein, da war ich echt so 14 oder so. Mega.
- 28:47Und da habe ich das erste Schlagzeug auf Wacken aufgebaut. Aber das Geile ist
- 28:51ja, der Erziehungsberichtete war ja mit dabei, deswegen war das kein Problem.
- 28:54Genau, der war mit dabei, absolut.
- 28:57Und die wollten mich echt mal von der Wackenbühne schmeißen,
- 29:00da haben wir im Late-Night-Slot mit Udo gespielt, ich glaube 1.30 Uhr,
- 29:04und ich baute da mein Schlagzeug auf, und da kam irgendwann der Stage-Vanager
- 29:07und meinte, was willst du? Ja, du bist viel zu jung.
- 29:10Und da habe ich ihm halt gesagt und meinte, ich muss das Schlagzeug noch aufbauen
- 29:14und dann war da eine riesen Diskussion halt irgendwie,
- 29:19ich habe so das Gefühl, früher konnte man sowas halt machen einfach,
- 29:22da ging das noch irgendwie, wie das jetzt heute wäre, weiß ich nicht,
- 29:26aber ja das war quasi so meine Kindheit, meine Jugend und dieser Kinderchor
- 29:30war halt auch super geil, also das hat echt Spaß gemacht, wir haben Konzerte
- 29:33in Frankreich gespielt und wir haben Musicals gemacht und so und der.
- 29:38Damalige Dirigent, der Alex Teschner, das ist auch wiederum jemand,
- 29:42der mit dem Jens Wohleke viel zu tun hatte.
- 29:44Das war alles eine Bubble irgendwie aus Thuleim.
- 29:47Der hat echt immer coole Arrangements geschrieben und hat coole Songs gemacht
- 29:50und so von Michael Jackson über Queen und allen möglichen Kram,
- 29:56der so mit Kinderchor eigentlich gar nichts zu tun hatte.
- 29:59Und das war richtig cool aufgemacht. Man hat aber halt eben auch sonntags morgens die Messe gespielt.
- 30:05Man ist immer eingeschlafen auf dem Stuhl hinten, während man den Shaker irgendwie gespielt hat.
- 30:10Ja, das war so meine Kindheit, meine Jugend. Und ich bin irgendwie immer beim Instrument geblieben.
- 30:16Ich habe immer gesagt, ich will das mein ganzes Leben machen.
- 30:18Und das gibt mir immer noch so viel irgendwie, wenn du hinter so ein Schlagzeug
- 30:23gehst und da anfängst, irgendwie einen Groove zu spielen, was das für eine Energie
- 30:27freisetzt. Das finde ich nach wie vor immer noch total faszinierend halt.
- 30:31Wahnsinn. Ich möchte mal zwei Namen eben kurz den Leuten erklären.
- 30:34Du hast einmal Jens Kolucke, den kennt man heute, der ist Schlagzeuger zum Beispiel
- 30:38bei No Angels, ist ja mit dabei.
- 30:42Ich glaube Vanessa May macht da auch noch oder May, wie immer sie ausgesprochen
- 30:46wird. Und dann wieder toller Schlagzeuger und dann jemand, den ich auch sehr
- 30:50schätze, das ist der Stefan Kaufmann, hast du gerade nochmal ins Spiel gebracht.
- 30:54Stefan ist einer, das weiß ich nicht, der erste oder einer der Schlagzeuger
- 30:58von X-Zep, da bin ich jetzt auch nicht mehr so im Bild. Original tatsächlich,
- 31:01der Schlagzeuger. Der Schlagzeuger von X-Zept, genau.
- 31:06Den ich auch sehr schätze, dem hatte ich, glaube ich, in Hamburg in der Markthalle
- 31:10mich dem überwiegt. Auch ein sehr, sehr geiler Typ. Fand ich auch ein sehr,
- 31:13sehr tolles Gespräch mit dem, also ein mega geiler Typ.
- 31:16Das heißt, du bist schon früh auf durch deinen Vater, jetzt auch nochmal für
- 31:19die Leute, die das vielleicht nicht wissen, dein Vater ist auch mit einer langen Ära von X-Zept.
- 31:26X-Zept ist eine sehr, sehr große Metalband, die es auch heute immer noch gibt,
- 31:31in anderer Formation natürlich, aber dein Vater hat, finde ich,
- 31:34durch seinen Gesang wirklich sehr große Zeiten von X-Zept geprägt, nach meiner Meinung.
- 31:41Um es genau zu sein, hat mein Papa Accept gegründet. Das darf man überhaupt
- 31:45nicht so ganz vergessen. So genau stecke ich jetzt nicht.
- 31:48Das wissen die meisten Leute. Die ganze Geschichte, die ist irgendwie nie so
- 31:53richtig aufgearbeitet worden.
- 31:56Und genau, im Prinzip hat mein Vater damals mit dem Michael Wagner zusammen
- 31:59Accept gegründet. Okay, nee, das wusste ich wirklich nicht. Die hatten diese
- 32:03Vision von, wir werden die lauteste Band Deutschlands.
- 32:06Genau. Und das haben die gemacht.
- 32:09Das ist schon ziemlich verrückt. dass so etwas früher einfach so gegengalzt ist. Ja, genau.
- 32:15Krass. Hat das denn dann, also du bist schon, das hört man ja auch heraus,
- 32:19du bist dann schon jemand, der immer lieber gespielt als geübt hat.
- 32:23Du hast geübt, weil sonst wärst du nicht auf dem Level, wo du spielst. Das ist auch klar.
- 32:27Aber du warst schon jemand eigentlich, der gesagt hat, komm,
- 32:30irgendwie Noten, ihr könnt mich mal, ich will die Band nach vorne treiben.
- 32:36Ja, auf jeden Fall. Ja, definitiv. Das war immer mein Ding irgendwie.
- 32:39Und ich habe das zwar gemacht und ich konnte auch vom Blatt spielen,
- 32:43ich weiß gar nicht, ob ich das heute noch könnte,
- 32:46aber ich war nie derjenige, der sich da so reingepuchst hat,
- 32:49wie andere, die dann wirklich angefangen haben zu zocken oder halt auch Technik
- 32:53und so, das ist, weiß ich nicht, das war nie mein Bestreben irgendwie. Ich wollte immer,
- 33:00einer Band dienen irgendwie und diese treibende Kraft in einer Band sein.
- 33:05Die einfach solide abliefert und auch kein Schnickschnack macht.
- 33:09Ich bin niemand, der irgendwie da Sachen reinbringt, weil er sagt,
- 33:12boah, ich muss jetzt aber hier das Filz spielen irgendwie, das super komplizierte Dingen.
- 33:17Nein, ich gebe dem Song oder der Band das, was sie braucht und das ist für mich
- 33:20das, was ein Schlagzeuger so zu tun hat in einer Band.
- 33:23Und wenn man irgendwie technisch werden will, dann kann man das alles machen
- 33:26und ich gucke mir das unfassbar gerne an und finde das total faszinierend,
- 33:31was da irgendwie in dieser Technikwelt mit Schnelligkeit und so weiter und so fort abgeht.
- 33:37Aber es war nie mein Ansatz von Schlagzeugspielen. Ich habe lieber einen Straighten
- 33:42Fall on the Floor und der geht voll in den Magen, das ist meine Welt.
- 33:47Was ich total spannend bei dir finde, ist, dass du eigentlich trotz dieses familiären
- 33:51Hintergrunds, den du hast, diesen musikalischen, einen relativ normalen Weg
- 33:54gegangen bist, was die Musik anbelangt. Also man hat Die Eltern stecken nicht
- 33:58in die Musikschule, ähm,
- 34:01Die Musikschule kommt, dann kommt ein Kinderchor oder ein Jugendchor,
- 34:05du spielst Musicals und das fand ich total interessant, weil ich hätte es anders erwartet,
- 34:10was man oft hört, weil Menschen, die so aufgewachsen sind wie du eigentlich,
- 34:15dann hat man bei der Probe zugeguckt und dann hat man sich in das Set gesetzt
- 34:18und durfte mitmachen und keine Ahnung, durftest du bestimmt auch.
- 34:20Aber dass der Weg einfach dann doch relativ straight war, wie man ihn in Deutschland
- 34:26so kennt, fand ich jetzt total spannend, muss ich ehrlicherweise sagen.
- 34:30Und dann hast du aber trotzdem, du warst ja dann drum tech, du hast also diese
- 34:34ganze große Bühne auch schon mitbekommen dann.
- 34:37Aber hast du für dich relativ früh auch entschieden, ich möchte das auch wirklich
- 34:41beruflich machen, weil du hast ja erst eine andere Ausbildung gemacht.
- 34:46Genau, das ist richtig, ja. Ja, das heißt, wann war für dich der Punkt,
- 34:50da zu sagen, okay, ich gehe jetzt doch in die Richtung, vielleicht war es sogar,
- 34:53kann ja auch sein, durch eben deinen familiären Background eher so,
- 34:57das ist eigentlich gar nicht das, was ich machen will, weil du hast natürlich
- 35:00auch die negativen Seiten gesehen wahrscheinlich, die sowas mal mitbringen kann.
- 35:05Wann war für dich dann doch der Punkt, okay, es ist doch der Weg,
- 35:08den ich einschlagen möchte?
- 35:10Also für mich war natürlich erstmal diese ganze Welt, die quasi dieses Abseits
- 35:14von Normalität, was dann ja quasi total absurd war für ein Kind,
- 35:19dass man zum Motorhead-Konzert geht und sich den Mickey D. angucken kann und so.
- 35:23Das habe ich ja alles gar nicht gecheckt. Ich war halt einfach da.
- 35:26Ich wurde einfach mitgenommen und das war natürlich geil und keine Ahnung.
- 35:30Aber wer da alles rumlief und wen man da gesehen hat, keine Ahnung,
- 35:33von Motorhead über Motley Crew, das war mir ja alles gar nicht bewusst.
- 35:37Ich war halt einfach mit dabei.
- 35:39Und meistens immer in Situationen, wo ich eigentlich ins Bett gehört hätte.
- 35:42Aber Any Way ist ein anderes Thema. Ganz kurz, war das für sich so ein Stück Normalität?
- 35:47Ja, voll, auf jeden Fall. Also es gibt Sachen, die erinnere ich mich dran.
- 35:50Wir sind einen Sommer mitgefahren, meine Schwester. Und ich habe auch eine Schwester,
- 35:53die ist fünf Jahre älter als ich, mitgefahren über den ganzen Festivalsommer.
- 35:58Wenn ich jetzt drüber nachdenke, da waren wir in Athen, glaube ich,
- 36:01auf so einer Root-Top-Bar. Und da war die Snyder und Dio und was weiß ich,
- 36:06wer alles anwesend. Und ich bin da halt als kleiner Stöpsel rumgelaufen.
- 36:09Und alle fanden mich total toll und haben halt gesagt, hallo.
- 36:12Aber für mich war das so ein totales normales Leben einfach.
- 36:17Nichts, worauf man sich jetzt überlegt, boah, ist ja total extravagant oder so.
- 36:21Überhaupt nicht. Das habe ich alles später erst realisiert, wie man so alles
- 36:25dann kennengelernt hat und wer sich nachher auch noch an einen erinnert,
- 36:28das ist halt dann nachher noch total schön gewesen oder immer noch,
- 36:32wenn man irgendwo hinkommt und merkt, krass, die erinnern sich an mich.
- 36:36Mega, obwohl ich ein kleines Kind war. Aber zurück zu deiner Frage, also.
- 36:41Mein Vater, gerade mein Vater, weil er eben aus diesem Geschäft kommt und der
- 36:44weiß halt eben auch über die, wie du sie gerade schon angesprochen hast,
- 36:47die ganzen Negativseiten und da gibt es halt auch verdammt viele von einfach.
- 36:51Und man geht da durch die Hölle teilweise, wenn ich so überlege,
- 36:56was der alles gemacht hat und wie lange der eigentlich im Ball geblieben ist,
- 36:59obwohl eigentlich der Schritt gut war und er irgendwie am Rande,
- 37:04seines Wahnsinns und Burnout und alles irgendwie dabei,
- 37:08ist sich trotzdem immer treu geblieben. Aber der wollte immer,
- 37:10dass ich was Normales mache.
- 37:11Eigentlich hat der immer gesagt, lass die Finger davon. So, lass das.
- 37:15Es ist zwar cool, ja, ich kann das alles verstehen und da irgendwie auf Wacken
- 37:18zu stehen und das ist alles cool, aber lass die Finger davon.
- 37:22Mach zumindest bitte eine Ausbildung und lern was Normales.
- 37:26Und das habe ich dann halt auch gemacht und habe eine Ausbildung zum Mediengestalter
- 37:31Bild und Ton gemacht und habe da irgendwie,
- 37:34ganz normal in der Agentur quasi gearbeitet, habe am Anfang noch Hörbücher gemacht,
- 37:39dann wurde es irgendwann so Richtung,
- 37:42Versicherungswerbung, Online-Präsenz und so und,
- 37:47habe ich halt die Tonaufnahmen im Studio immer, die Sprecher irgendwie aufgenommen
- 37:51mit Schnitt und Kamera und so hatte ich eigentlich nicht richtig was zu tun,
- 37:53aber Ton fand ich immer ganz cool.
- 37:57Und das habe ich dann gemacht und parallel habe ich halt eben immer,
- 38:00wenn es ging, ausgeholfen und bin halt als Tram-Tag mitgefahren.
- 38:04Aber so richtig aktiv entschieden, dass ich das machen will,
- 38:07das kam halt wirklich dann alles auf einen Schlag.
- 38:112014, 13 bis 14 war ich dann irgendwie, weil war ich mit Sexen unterwegs.
- 38:17Das war halt auch, das war, weil der alte Produktionsleiter,
- 38:19der Tourmanager von denen, der war auch mal Tourmanager bei meinem Vater und
- 38:23der hat dann irgendwann ein Drumtech gesucht und dann hat der irgendwie gefragt,
- 38:26ob ich nicht mitkommen könnte.
- 38:29Und dann war das Ganze ja irgendwie auch schon vom Alter her gar kein Problem
- 38:32und man konnte mich mit auf Tour nehmen.
- 38:35Das habe ich dann zwei Jahre gemacht und das hat super funktioniert.
- 38:39Ja, und dann kam irgendwann dieser Moment, wo der Nigel dann krank geworden
- 38:43ist auf Tour und die mussten die England-Tour abbrechen.
- 38:48Ja, und dann kam alles auf einmal. Ich kann euch gar nicht mehr sagen,
- 38:53wie genau der Ablauf war.
- 38:54Aber im Endeffekt war auf dieser laufenden Tour, war mein Vater irgendwann zu
- 38:57Besuch in Berlin und hat sich mit dem Biff unterhalten. Das habe ich alles gar
- 39:02nicht mitbekommen und hat gesagt, ich brauche einen Schlagzeuger.
- 39:05Ich habe gerade irgendwie, der Francesco ist raus. Ich brauche einen neuen Schlagzeuger.
- 39:09Und dann hat der Biff anscheinend meinem Vater gesagt, ja, dann nimm doch deinen Sohn irgendwie.
- 39:14Ich sehe den doch hier jeden Tag. Der spielt doch. Also der kann das doch, lass den das machen.
- 39:19Und ich glaube, dann hat auch er das erste Mal für ihn, war das niemals eine
- 39:21Option, dass ich bei ihm in die Band einsteige. Und das hat so ein bisschen diesen Weg geöffnet.
- 39:27Und gleichzeitig bekam ich halt eben dann von Sexen, warum auch immer,
- 39:30die mich damals gefragt haben, die Anfrage, ob ich diese fünf England-Shows
- 39:34spielen kann, die die verschieben mussten.
- 39:37Und der Nigel fiel aber länger aus, weil das irgendwie, der hatte ein Aneurysma
- 39:41und so und das war alles nicht lustig und die mussten aber diese England-Shows nachholen.
- 39:46Ja und dann saß ich da plötzlich und ich weiß noch ganz genau,
- 39:49mein Vater hat mich gefragt, ob ich bei UDO einsteige und ich hatte diese Section-Geeks
- 39:52irgendwie vor der Brust und hatte plötzlich ein Repertoire von über 50 Songs,
- 39:57die ich jetzt mal eben lernen sollte mit 20.
- 39:59So und ich hab wirklich da gesessen und dachte, boah, machst du das jetzt oder
- 40:05schießt du dich damit komplett ins Aus, weil du komplett auf der vollen Länge versagen wirst.
- 40:12Das war irgendwie Dezember 2014, da habe ich mich dann wirklich einfach eingeschlossen
- 40:16und habe überlegt, machst du das jetzt? Weil wenn du das machst,
- 40:19dann ist dein Weg eigentlich.
- 40:21Da, so, dann musst du es machen halt. Und ich glaube, ich habe noch nie so viel
- 40:25Schlagzeug gespielt, wie in diesen zwei Monaten dann schlussendlich, Dezember, Januar
- 40:30und dann waren im Februar diese Sechsen-Gigs in England und im März war dann
- 40:35direkt die Udeo Europa-Tournee.
- 40:38Ja, und das war quasi so der Anfang von dem ganzen Wahnsinn.
- 40:42Und ich habe es irgendwie durchgezogen.
- 40:45Wenn ich mir das jetzt angucke, boah, wirklich, ich versinke in,
- 40:49also Also es ist mir so peinlich eigentlich, wenn ich überlege,
- 40:52dass das damals wirklich gemacht wurde, jemanden, der an diesem Punkt war,
- 40:57hinter dieses Schlagzeug zu setzen.
- 40:59Und ich habe da teilweise Sachen getrommelt, wo ich wirklich denke,
- 41:02boah, mein Gott, dass hier nicht die Stöcke aus der Hand gefallen sind, ist alles.
- 41:07Und es war natürlich unfassbar nervös und es war unfassbar viel Druck da,
- 41:10natürlich auch, was mir bewusst war.
- 41:12Gerade das mit Udi Rohr war dann wirklich so, okay, die Leute,
- 41:15die werden sich das jetzt angucken. Und da gab es auch am Anfang viele Leute,
- 41:19die gesagt haben, ey, das ist nicht cool, so was der da macht.
- 41:22Der muss aber wirklich noch einen Weg gehen.
- 41:24Ja, und das hat dann wirklich quasi meine Zündschnur angezündet,
- 41:28das halt alles in einer rasenden Geschwindigkeit quasi auf ein Level zu bringen, dass es solide wird.
- 41:34Und dann haben wir die erste Platte gemacht und ich durfte dann im Studio trommeln.
- 41:40Damals irgendwie haben wir das noch in Stommeln gemacht. Das war das alte Studio
- 41:45von Stefan Kaugmann, was ich übernommen habe, weil der Stefan da raus ist.
- 41:49Und dann war das quasi damals mein Bandproberaum, aber auch gleichzeitig Bandlager und so.
- 41:53Also, ja, und das hat mir natürlich dann auch nochmal unfassbar viel mitgegeben auf den Weg.
- 41:58Wenn du dann plötzlich da in so einem Studio sitzt und dann geht es um die Wurst
- 42:02und da sind Mikrofone dran und du siehst die Realität, wie die Snare und die
- 42:05Bassdrum wirklich flammen, dann sitzt du da und denkst, boah,
- 42:08scheiße, jetzt muss ich aber nochmal ran.
- 42:11Ja, und es war immer harte Schule. Also gerade der Stefan Kaufmann ist halt
- 42:14jemand, das ist, glaube ich, der ehrlichste Mensch, den ich kenne.
- 42:18Und der sagt dir einfach immer, das war scheiße. Das war scheiße, was du da gemacht hast.
- 42:23Ja, und das musst du dir dann annehmen und dann musst du halt im Süden üben,
- 42:26üben, üben, spielen, spielen, spielen einfach. Und jetzt sind wir irgendwie,
- 42:30seit elf Jahren machen wir das jetzt. Das ist eine verdammt lange Zeit.
- 42:34Und ich glaube, ich darf sagen, dass ich meinen Platz in dieser Band irgendwo
- 42:38gefunden habe und von den Leuten halt eben auch mittlerweile angenommen werde.
- 42:43Und jetzt ist es quasi einfach nur noch surreal.
- 42:46Also wenn jetzt irgendwie, weiß ich nicht, Vergangenes Wochenende hat mich Scott
- 42:49Travis gefragt, ob er sich Drumspuren
- 42:54von mir holen kann, weil er meinen Schlagzeug-Sound so geil findet.
- 42:58Und du sitzt da und denkst so, okay, alles klar, das mag dann vielleicht etwas
- 43:03bedeuten, ohne dass irgendwie so,
- 43:06ja, ich bin immer, wie mein Vater auch, mein Vater ist die auf dem Boden gebliebenste
- 43:11Haut ever, so, also ich kenne niemanden, der in diesem Geschäft so easy unterwegs ist wie der halt eben.
- 43:17Und das ist für mich halt immer ganz wichtig gewesen. Also ich will niemals,
- 43:21nie jemand werden, der da, ich bin jetzt aber der und der, um Gottes Willen.
- 43:26Ich bin ein ganz normaler Mensch und mit mir kann man sich unterhalten und Spaß
- 43:29haben. Das ist das Allerwichtigste.
- 43:30Ja, ich glaube, das merken jetzt auch schon alle. Ich habe Fragen,
- 43:33die ich chronologisch kurz aufarbeiten muss. Ja klar, gerne.
- 43:37Bei Sechsen warst du ja dann Drum Tech. Und ich glaube natürlich,
- 43:39das haben wir jetzt öfters auch schon in der Geschichte gehabt,
- 43:43also in der Schlagzeug-Community, dass die Drum Techs dann vom Drum Tech zu
- 43:47dem Band-Schlagzeuger wurden quasi. Bei den Toten Hosen ist es passiert.
- 43:52Ich glaube, du hast es selbst mal mit deinem Drum Tech gemacht,
- 43:54mit dem Matthias. Ja, genau.
- 43:57Dass Matthias, den wir ja beim letzten Schlagabtausch kennenlernen durften,
- 44:01dass ihr einmal die Plätze nicht getauscht habt, aber dass du leider Platz machen
- 44:05musstest, so kann man es dann glaube ich sagen.
- 44:07Für den Matthias, dass der dann mal für ein paar Shows übernommen hat.
- 44:10Also das finde ich auch spannend, dass es immer wieder passiert.
- 44:13Und für die Band ist es ja glaube ich logisch, weil die Band weiß,
- 44:16dass du verlässlich bist.
- 44:18Im Prinzip hast du die Shows dann 5000 Mal gesehen, das heißt du kennst auch die Songs in der Regel.
- 44:23Du baust das Schlagzeug auch auf, das heißt den Drum Deck hat man sich auch
- 44:25noch gespart. Super, ist so eine Win-Win-Situation für alle. So mega, win-win.
- 44:31Also gar keine Frage, ich will nur einmal kurz aufarbeiten, aber was mich interessiert
- 44:34ist, ob in der Band deines Vaters bei UDO, ob das für dich jemals eine Option
- 44:42gewesen war, vorher gedanklich, dass du sagst, ey,
- 44:47Darf ich unbedingt auch mal mittrommeln? Oder hast du gesagt,
- 44:48boah, ist halt mein Vater, die Altherren da sozusagen, die machen ihr eigenes Ding.
- 44:57Und wie groß war dann auch der gefühlte Druck?
- 45:01Weil du hast ja schon davon erzählt, es war natürlich Druck da,
- 45:04aber meinst du, es war ein anderer Druck, weil es nochmal die Band deines Vaters war?
- 45:08Um da allen anderen zu beweisen, ich hab's doch dann doch drauf.
- 45:11Und deinem Vater es auch zu beweisen?
- 45:14Voll. Also erstens, er hat mir niemals sehr träumen lassen, dass der mich überhaupt
- 45:18fragt, weil wie gesagt sonst eigentlich immer so dieses Thema war,
- 45:23nee, mach mal was Normales und so und bitte nicht,
- 45:27geh nicht den gleichen Weg, den ich irgendwie eingeschlagen habe,
- 45:29das ist wirklich teilweise wirklich hart und frustrierend und ich bin jetzt zwar an einem Punkt,
- 45:37wo ich das irgendwie alles weitermachen kann, aber das war eigentlich immer
- 45:41sein, deswegen bin ich hier davon ausgegangen, dass der mich überhaupt fragt.
- 45:44Ich glaube, das war dann wirklich dieser Kipp, Und dieser Schalter,
- 45:47der da bei ihm umgelegt wurde, hatte eben auch mit diesem Sexen-Gig zu tun,
- 45:51weil er sich dann dachte, okay, wenn die den fragen, warum frage ich den dann denn nicht so?
- 45:56Aber ich glaube, es war trotzdem für ihn auch eine große Überwindung.
- 46:01Dann sich darüber bewusst zu werden, dass sein eigener Sohn da hinten dann plötzlich
- 46:05hinterm Schlagzeug sitzt und in der Band ist.
- 46:08Und ich sage das mal ganz doof, wenn dann Familienmitglied damit in der Band
- 46:12ist und man dauerhaft zusammen auf Tour ist, dann muss das ja auch funktionieren.
- 46:18Und darüber waren wir uns selber natürlich nicht bewusst, ob das klappen wird
- 46:21oder nicht. Wir hatten natürlich schon mal ein paar Berührungspunkte,
- 46:23weil ich mal mit auf Tour war, aber das ist ja immer noch was anderes.
- 46:27Und man muss dazu sagen, da ist mein Vater halt auch geradlinig gewesen,
- 46:31der hat halt gesagt, so pass auf, du kannst mitfahren und du verdienst dir auch
- 46:33irgendwie ein paar Mark, alles gut, aber glaub jetzt nicht, dass du hier der Sohn bist,
- 46:39der jetzt hier mitfährt und alle müssen irgendwie Platz machen für dich.
- 46:42Ich war wirklich einfach ein ganz normales Crewmitglied. Ich bin da mitgefahren
- 46:46und ich habe meine Arbeit gemacht.
- 46:48Und das war ihm und mir im Endeffekt auch ganz, ganz wichtig.
- 46:53Und das schwingt ja automatisch mit, wenn du halt eben dann diesen Weg gehst.
- 46:58Ich weiß nicht, ob man das mit anderen Berufen vergleichen kann.
- 47:01Aber wenn jetzt wahrscheinlich der Sohn von der Pizzeria halt eben die Pizzeria
- 47:06übernimmt, dann denkt die Kundschaft ja auch, es muss aber liefern.
- 47:09Und so war das natürlich bei mir auch. Und dieser Druck hat sich dann definitiv
- 47:14auch aufgebaut, weil es hätte ja auch sein können, dass die Leute das überhaupt
- 47:17nicht annehmen und sagen, ey, tu den Jungen da weg. Das ist ja fürchterlich.
- 47:22Das ist zum Glück halt nicht passiert, aber es hätte genauso gut passieren können.
- 47:27Darüber musste ich mir natürlich bewusst werden damals, als ich diese Entscheidung
- 47:31dann aktiv betroffen habe, musste ich ja schon irgendwie abwägen,
- 47:35traust du dir das zu oder nicht, weil in der Band damals.
- 47:38Ein Pasfuri Häkinen oder auch ein André Smirnoff da an der Gitarre,
- 47:43ey, da musst du erst mal mithalten.
- 47:44Und ich weiß auch, dass die sich am Anfang, haben die sich teilweise rumgedreht
- 47:47und wahrscheinlich gedacht, um Gottes Willen irgendwie, aber komm,
- 47:50wir ziehen einfach durch.
- 47:51Und die haben mich halt auch da durchgetragen. Also das mussten die ja auch
- 47:55erst mal zulassen. Und dafür bin ich denen auch unfassbar dankbar,
- 47:58dass die diesen Weg halt mitgegangen sind und sich darauf eingelassen haben.
- 48:03Aber es hatte halt eben ganz viel damit zu tun, dass mir klar war,
- 48:07dass ich hier keine Sonderbehandlung kriegen kann. Weil dann wäre es doof geworden.
- 48:11So, dann wäre es für alle Beteiligten blöd gewesen.
- 48:14Ja, und so hat sich das quasi alles zusammengebaut. Haben die denn auch,
- 48:19du hast gerade gesagt von den Bandkollegen, haben die dich dann noch mal zur
- 48:22Seite genommen und haben gesagt, ey, check doch da mal die Stelle aus oder üb das mal speziell?
- 48:27Weil eigentlich hilft es ja auch. Also ich habe immer das Gefühl,
- 48:29sobald du mit besseren Leuten spielst oder mit,
- 48:33In der Musik weiseren, ich weiß nicht, wie man es nennen soll,
- 48:36aber zumindest gestanderen Männern in der Musik, die tragen dich natürlich auch
- 48:40eine Zeit weiter und du wirst auch besser.
- 48:43Und mit besseren Leuten zu spielen, finde ich, hebt einen selber auch auf eine
- 48:46neue Stufe, weil du lernst daraus.
- 48:49Wie du auch gerade schon sagst, die haben dich vielleicht die ersten paar Shows
- 48:51auch ein bisschen durchs Programm gezogen noch.
- 48:54Aber was waren da so die Tipps, wo die dann gesagt haben, ey Sven,
- 48:56achte doch mal darauf oder hier oder da klappert die Bass drum.
- 49:01Weil das war bei mir, zum Beispiel bei Axis, weil ich war ja überhaupt kein
- 49:04Doppelbassraum-Spieler, wo die wirklich auch nicht, die dann auch sagten,
- 49:08ey, sag mal, hör mal bei den Triolen, da klapperst du aber da ganz schön da
- 49:10hinten rum, guck doch mal, dass du das mal gefetzt nicht kriegst und so.
- 49:15Wie haben die dich da so zur Seite genommen?
- 49:18Genau das, was du gerade sagst. Ich war auch nie ein Doppelbasspieler,
- 49:20ich kam aus dem Tankrock.
- 49:23Ein Pedal war King irgendwie und dann habe ich mich irgendwann mal dran versucht
- 49:27und dann merkst du halt, wie schwach dein linker Fuß ist.
- 49:30Und ich glaube, ich bin jetzt mittlerweile an einem Level, wo ich sage,
- 49:33ich kriege das konstant hin, aber das ist das, also für mich ist das das Schwierigste
- 49:37überhaupt gewesen, diesen linken Fuß da
- 49:39zuzukriegen, das zu machen, was er soll irgendwie und nicht einfach irgendwas
- 49:43und dann kommst du ja immer noch, da kommt der Tontechniker und sagt halt eben
- 49:46immer, die linke Bassdrum, die fällt aber ganz schön ab irgendwie,
- 49:48ne, und ja, dann bist du halt in dem Game drin, dann musst du halt gucken,
- 49:52okay, wie kriege ich das jetzt auch gearbeitet,
- 49:54und das ist ein verdammt schwieriger Weg, finde ich, weil, wenn du den linken
- 49:58Fuß so immer einfach nur auf dem
- 49:59Hi-Hat-Pedal und ja, der macht da mal irgendwie ein bisschen auf und zu,
- 50:03den dann auf das Level zu kriegen von dem Rechten ist echt nicht einfach, aber überhaupt nicht.
- 50:08Und die damaligen Gitarristen, die haben halt wirklich einfach,
- 50:12die haben ja den Kram, den ich da auf der Bassdrum spielen sollte,
- 50:14haben die mal auf der Gitarre vorgezockt.
- 50:16So haben dann halt gesagt, guck mal hier, das muss aber so und so und so.
- 50:20Und dann wurde die Musik von Udi Rohr halt auch relativ modern,
- 50:23also auf dieser Dekadent-Platte, wo ich eingestiegen bin.
- 50:27Da gab es Double Bass Patterns, die kriege ich heute noch nicht richtig gespielt.
- 50:31Also das hat der damalige Produzent oder der auch immer noch unser Produzent
- 50:35ist, der Mattis, der ist ein studierter Schlagzeuger und der hat da Sachen gemacht,
- 50:40wo ich da sitze und sage, ey, da geht bei mir oben alles durcheinander irgendwie.
- 50:45Und die Platte war richtig anspruchsvoll, was die Musik angeht,
- 50:48gerade fürs Schlagzeug.
- 50:50Und da sind immer noch Arrangements bei, wo ich sage, wow, also das muss man erst mal spielen.
- 50:54Und klar, natürlich kannst du es dann für live halt so ein bisschen vereinfachen,
- 50:58um das irgendwie einfach live vernünftig rüberzubringen und das habe ich dann
- 51:01auch gemacht, aber das sind eben diese besagten Videos, die ich mir heute angucke,
- 51:06und denke, um Gottes Willen, irgendwie, was haben wir da nur gemacht damals,
- 51:09aber so ist es ja eigentlich immer, ich finde das auch,
- 51:12wichtig und richtig, dass das so ist, das bedeutet ja, dass du dich entwickelt
- 51:16hast, ja, und dass du zurückblickst und sagst, oh wei, was habe ich denn da früher gemacht,
- 51:21heute sehe ich das vielleicht, oder kann ich das anders spielen?
- 51:24Und das ist ja einfach das Sinnbild für Entwicklung am Ende des Tages.
- 51:29Aber jetzt würde ich mich interessieren, ich glaube, es interessiert viele,
- 51:32wie hast du deinen linken Fuß denn dann entwickelt?
- 51:34Weil, also welche Übung hast du denn? Hast du einfach nur den linken Fuß benutzt,
- 51:37benutzt, benutzt, benutzt? Oder gab es was Spezielles? Du spielst auch zwei
- 51:40Pedale, ne? Ich spiel zwei Pedale, genau, ja. Ich bin ja bekennender Pussy-Bass-Rump-Spieler.
- 51:46Also ich spiele ja eine Fake-Bass-Rump. Also ich spiele mit einem Doppelpedal
- 51:50Und ganz wichtig, du spielst zwei Pedale.
- 51:54Das ist richtig. Und ich habe dann wirklich einfach angefangen,
- 51:56mich hinzusetzen und den rechten Fuß einfach weggelassen. Das heißt,
- 52:00ich habe quasi einfach alles mit dem linken Fuß gespielt und das versucht,
- 52:04in einen normalen Ruf einzubauen.
- 52:06Und wir hatten jetzt gerade vor kurzem noch die Situation in Polen,
- 52:10war das, glaube ich, da flog, das habe ich auch noch nicht gehabt,
- 52:12da flog wirklich nur oben der Bieter von der Stange, der flog ab während des Gigs.
- 52:18Und mein Drum-Tag, der Matthias, der wollte sich rumdrehen und das Ersatzpedal
- 52:22nehmen, was natürlich normalerweise immer auf dem Drumreiser steht. Es war aber weg.
- 52:26Es war einfach nicht mehr da. Ja, und dann habe ich halt irgendwie,
- 52:29natürlich musste ich dann ja irgendwie reagieren und habe halt den kompletten
- 52:33Song auf dem linken Fuß zu Ende gespielt. Das war auch noch Lures & Winners.
- 52:36Unfassbar schnelle Nummer, Abtempo-Nummer.
- 52:39Ohne Double Bass, aber mit viel Single-Pedal-Action. Und dann nachher hat der
- 52:45Matthias mich gefragt, was hast du denn gemacht? Da habe ich gesagt,
- 52:47ich muss weitergespielen. Dann meinte er zu mir, das habe ich überhaupt gar nicht gehört.
- 52:51Und das ist natürlich dann ganz cool gewesen, weil ich saß da oben und dachte,
- 52:54oh Gott, das ist total unzeit, das kannst du nicht machen, du kannst es nicht
- 52:57machen. Aber ich musste ja durchziehen halt.
- 52:59Rausgestellt hat sich dann übrigens, dass der lokale Backliner sich das Pedal
- 53:04unter den Nagel gerissen hat. Das fand sich dann im Backline-Truck wieder hinter der Bühne.
- 53:09Matthias hat es dann wieder gefunden und ich habe zwischen den beiden Songs
- 53:13dann einfach das linke Pedal auf die rechte Bass dann geschraubt,
- 53:15um weiter spielen zu können.
- 53:17Aber ich wusste gar nicht, das ist auch was, man lernt ja immer dazu,
- 53:20dass bei diesen DW-MCD-Pedalen der Beat da oben drauf geschraubt ist.
- 53:23Das heißt, der kann sich lösen. Wussten wir beide nicht irgendwie halt.
- 53:26Und dann flog das Ding irgendwie weg.
- 53:30Und das Spare-Pedal war halt nicht da.
- 53:33Ja, genau. Aber das war quasi der Weg mit dem linken Fuß und ich bin bei weitem
- 53:37noch nicht da. Also wenn ich mir die ganzen, es klingt so bescheuert,
- 53:39aber ich bin ja auch noch irgendwie ein Youngster quasi in dem ganzen Geschäft.
- 53:43Aber wenn ich mir angucke, was diese ganzen Metalcore-Bands und so da irgendwie
- 53:47runterzocken, da wird mir schwindelig.
- 53:49Also da wird mir absolut schwindelig und das bin ich nicht.
- 53:53Also da müsste ich mich jetzt wirklich nochmal ein paar Jahre hinsetzen und
- 53:57das wirklich üben, üben, üben, um an so einen Punkt zu kommen.
- 54:00Ich bin straightforward, ich kriege meine Double Bass irgendwie,
- 54:03wenn ich sie brauche, gut gespielt.
- 54:04Aber jetzt da irgendwelche Patterns runterzocken, ist nicht mein Ding.
- 54:09Wie hast du denn dein Double Bass-Refi, den linken Fuß hast du ja gerade erklärt,
- 54:13aber es ist ja auch ein Zusammenspiel zwischen beiden.
- 54:17Also bei mir war das so, ich hab früher dann echt zu Techno-Songs,
- 54:20weil da passiert ja nichts, zu so Gabbascheiß, hab ich immer gespielt,
- 54:24einfach, also die Musik konnten ich nicht am Kopf haben, aber nur mit Metronom
- 54:27hat keinen Bock gemacht und das geht halt einfach durch.
- 54:30Ich wollte Musik haben, die nicht aufhört, wo keine Stops drin sind.
- 54:33Wie hast du es dann geschafft, dein Tempo, weil du,
- 54:36Erstmal, du bist ein ziemlich geiler Schlagzeuger, davon mal abgesehen,
- 54:40aber wie hast du das denn dann so ein bisschen so alles auf Vordermann gebracht?
- 54:44Weil ich zum Beispiel auch, ich kriege von vielen Schülern auch immer so eine,
- 54:50auch Fragen, die dann sagen, zum Beispiel Tempo 120 bis 140, das geht
- 54:55und die kommen dann aber, ja, 160, 170, 180, 190 oder was, heute sind sie ja
- 55:00in einer ganz anderen Sphäre und wie gesagt, das ist auch nicht meine Welt,
- 55:03so extrem mit ganz schnellen.
- 55:05Hast du eine bestimmte Technik? Machst du Swivel? Oder wie hast du dir das drauf geschafft?
- 55:09Oder sagst du einfach, nee, zum Beispiel, das fand ich beim Stefan Kaufmann
- 55:14damals, glaube ich, ganz interessant.
- 55:15Der hat nämlich irgendwann gesagt, hör mal, irgendwann ist einfach bei mir,
- 55:20ich glaube, der hat gesagt, irgendwann tut es auch weh und das soll ja auch
- 55:23nicht, soll ja auch irgendwie noch menschlich bleiben und ich will auch nicht triggern.
- 55:27Das war ein total gutes Gespräch, der dann sagte halt irgendwie,
- 55:30nee, das braucht ja auch kein Mensch, so 200, aber heute, die Musik hat sich
- 55:35ja sehr verändert, schon. Das stimmt, ja.
- 55:38So Sprints, wie hast du das dann auf Vordermann gebracht? Indem du auch wirklich
- 55:42einfach stumpf Blättern geübt hast oder hast du dir Übungen ausgedacht?
- 55:46Im Endeffekt ist es natürlich einfach durch die Praxis, weil wir einfach so
- 55:51viel spielen, spielen, spielen, wir spielen ja wirklich unfassbar viel live,
- 55:55und sind immer unterwegs und das ist eigentlich,
- 56:00glaube ich, wie viele Kicks hast du im Jahr? Damit wir einfach mal so eine Hausordnung haben.
- 56:04Warum? 80? 80 kriegen wir eigentlich meistens schon irgendwie zustande,
- 56:09wenn Europa-Tournee ist und Festival-Saison und es hat sich natürlich nach Covid
- 56:13auch einfach immer viel verändert, leider.
- 56:16Bei uns die Situation durch den Russland-Ukraine-Krieg hat bei uns ganz viel
- 56:22weggenommen, weil wir da immer unfassbar viel unterwegs waren,
- 56:24bis zu, was haben wir gemacht, 15 bis 18 Gigs in Russland und 7 in der Ukraine oder so.
- 56:29Also wir waren wirklich im gesamten Land unterwegs, hat viel bei uns weggenommen
- 56:32und das müssen wir jetzt irgendwo anders auch wieder kompensieren.
- 56:35Und mittlerweile haben wir ein.
- 56:38Etwas geringeres Pensum, auch wenn wir jetzt gerade zum Beispiel eine unfassbar
- 56:42exzessive Festivalsaison spielen.
- 56:45Aber die Europatourneen sind ein bisschen kürzer geworden, weil wir einfach
- 56:47ein bisschen komprimierter spielen und sagen, wir gehen lieber irgendwie,
- 56:51machen einen Gig weniger und spielen nicht 17 Mal unten in Süddeutschland.
- 56:55Das ist so ein bisschen unsere Philosophie geworden, die auch ganz gut funktioniert.
- 56:59Aber ja, so zwischen 50 und 80, würde ich sagen, kriegen wir eigentlich schon auf die Kette.
- 57:05Und ja, das ist dann quasi einfach die Praxis gewesen, die das irgendwie aufgeholt
- 57:09hat. Aber ich sage auch, und da bin ich auch total open-minded und ganz geradeaus,
- 57:14wir hatten auf der letzten Platte, die wir gemacht haben, hatten wir einen Song geschrieben.
- 57:18Ich glaube, der Opener-Song, der war ursprünglich mit Double Bass geplant.
- 57:21Da habe ich mich ins Studio gesetzt, habe gesagt, Freunde, geht nicht, kann ich nicht.
- 57:24Das ist einfach eine Hausnummer zu genau, kriege ich einfach nicht hin.
- 57:28Kriege ich nicht gespielt, ist mir zu schnell.
- 57:29Dann wird es unsauber und das spiegelt dann auch nicht das wieder, was ich liefern will.
- 57:34Und ich habe auch keinen Bock, das jetzt hier hin zu fummeln.
- 57:37Und dann haben wir nachher einen geilen Song und dann muss ich den als Opener
- 57:40spielen und sitze da jeden Abend und gehe total frustriert nach dem ersten Song
- 57:44weiter in dieses Konzert. Da habe ich keinen Bock drauf.
- 57:47Also haben wir das Pattern umgeschrieben und haben es einfach vereinfacht und
- 57:51es gibt dann nur noch Double Base Parts, wo sie reinkommen und eben nicht durchgängig,
- 57:56volle Kanne, 178 BPM gibt ihm, weil das kriege ich einfach nicht gespielt,
- 58:00das ist nicht meine Welt.
- 58:01Also ich bin genau da zu Hause, 120, 140, 150 kriege ich vielleicht auch noch gespielt.
- 58:08Alles, was dann wirklich so in diese, ich nenne es jetzt einfach mal,
- 58:11wo es dann so Speed Metal, Thresh Metal quasi wird, ist mir zu schnell.
- 58:15Dafür habe ich auch nicht die Technik und dafür sind meine Pedale auch gar nicht
- 58:18eingestellt, weil ich bin ja jemand, der mit unfassbar viel Power da reingeht.
- 58:22Geil, endlich mal einer, der auch so ist.
- 58:25Ja und ich trigger auch nicht. Es gibt bei mir keinen einzigen Trigger am Set.
- 58:29Ich hasse das. Ich werde das auch niemals machen wollen.
- 58:32Da kann mir jeder Tonmann erzählen, was er will. Ich bin zum Glück mit einem
- 58:36Tonmann unterwegs, der diese Einstellung voll feiert.
- 58:40Obwohl er vom Sound her sehr modern ist, aber der hat da seine Technik,
- 58:44das so hinzuschieben, dass es trotzdem unfassbar fett klingt und eben nicht untergeht.
- 58:50Und ich hasse Trigger und ich hasse mittlerweile eigentlich auch Dämpfer,
- 58:53bei mir ist auch am Set nichts mehr gedämpft außer die Snare,
- 58:56die kriegt noch ein bisschen was, aber,
- 58:58einfach weil es muss, weil es sonst zu pingig wird für unsere Musik,
- 59:01aber die Toms sind komplett offen und ich arbeite da mittlerweile lieber einfach mit den Tonleuten,
- 59:07weil ich sage über Gates und EQ und so weiter und so fort kriegen wir es alles
- 59:10eingestellt, aber du hast den kompletten Kessel zur Verfügung,
- 59:13dafür ist der Kessel ja da und das mit den zwei Pedalen an der Bassdrum ist
- 59:17bei mir halt auch so ein Ding,
- 59:20Ich bin der absoluten Überzeugung, die Bassdrums dürfen und sollen unterschiedlich
- 59:25klingen und nicht gleich.
- 59:29Und darauf arbeitet der Matthias, der kriegt immer die Krise.
- 59:33Die müssen doch gleich klingen. Nein, die sollen nicht gleich klingen.
- 59:35Das soll diesen Chupa-Chupa-Chupa-Effekt halt eben haben, weil dann kommt dieser
- 59:40Live-Charakter rüber, den wir auch in unserer Musik einfach brauchen.
- 59:43Weil wir machen ernst, also wir machen ehrliche Musik für ehrliche Leute.
- 59:47Das ist nach wie vor unser Ding.
- 59:49Bei uns kommt nichts vom Band. Wir haben vielleicht einen Klick und sind so
- 59:53modern, dass wir irgendwie ein paar MIDI-Sachen mitsteuern. Und mein Vater braucht
- 59:56halt einfach mittlerweile einen Teleprompter, was ihm, glaube ich,
- 59:59auch niemand übel nimmt in dem Alter.
- 1:00:01Nein, ich finde das derartig. Da musst du halt einfach technisch irgendwie gucken,
- 1:00:05wie du das sortiert bekommst, wenn du nicht drei Leute mehr mit auf Tour nehmen kannst oder willst.
- 1:00:11Und das haben wir technisch halt irgendwie so umgesetzt. Und jetzt haben wir
- 1:00:13halt einen Klick mit Laufen deswegen. Und das ist aber eigentlich auch nur Beiwerk.
- 1:00:19Ich hasse Klick eigentlich. Der ist so leise in meinem Ohr und manche Leute,
- 1:00:23wenn die mal bei uns in den Mix
- 1:00:24reinhören, die sagen, wie startest du denn überhaupt die Songs irgendwie?
- 1:00:28Weil ich habe original einen Takt Halftime-Vorlauf, da kommt dann 4,
- 1:00:323 und dann bin ich schon drin.
- 1:00:34So, und dann spiele ich schon mit halt eben. Also das ist Beiwerk.
- 1:00:38Im Prinzip, das, was da passiert...
- 1:00:40Funktioniert trotzdem noch aufgrund der Musik und ich glaube trotzdem,
- 1:00:44dass wir sehr, sehr feite Bands zum Klick sind, aber trotzdem noch diese Dynamik
- 1:00:50da reinbekommen und diese Lebhaftigkeit irgendwie, die die Songs einfach brauchen.
- 1:00:56Wenn du die Bassdrums unterschiedlich stimmst, hast du dann immer die Rechte
- 1:00:59tiefer als Links oder ist dir das eigentlich egal? Hauptsache unterschiedlich.
- 1:01:03Das ist mir eigentlich egal.
- 1:01:05Ich muss natürlich auch dazu sagen, es klingt immer so doof,
- 1:01:07aber ich beschäftige mich da natürlich nicht so viel mit.
- 1:01:10Weil der Matthias da halt irgendwie, den lasse ich auch machen.
- 1:01:13Ich schätze den unfassbar als Ram Tech. Ich habe noch nie jemanden kennengelernt,
- 1:01:17der sich so mit Schlagzeugen auskennt wie der.
- 1:01:22Das ist schon einfach Wahnsinn. Ich glaube, es gibt kein Schlagzeug,
- 1:01:24das der nicht kennt irgendwie und keine Technik, die der nicht kennt.
- 1:01:27Ich lasse den machen. Der weiß, was meine Vorstellungen sind und der hat trotzdem
- 1:01:32noch seine Freiheit. Ob der jetzt die Rechte tiefer oder höher stimmt,
- 1:01:35kann ich gar nicht sagen. Ich glaube eher tiefer und die Linke ist dann ein bisschen höher.
- 1:01:39Mir ist einfach nur wichtig, dass man das hört, dass ich halt auf zwei Bassdrums spiele.
- 1:01:45Weil ich finde, das macht viel aus. Absolut.
- 1:01:49Also kann ich total nachvollziehen. Wie gesagt, bei mir ist das ja nicht,
- 1:01:51weil ich kriege es jetzt ganz ehrlich, weil ich es nicht hinkriege.
- 1:01:54Weil das Spielgefühl für mich im linken Fuß, also für mich, wie gesagt,
- 1:01:57als Doppelpedal-Spieler.
- 1:02:01Aber bei mir hat auch das Ding, übst du zu Hause mit einem Doppelbassdrum-Set? Ja, oder?
- 1:02:05Du hast im Studium Doppelbassdrum-Set. Nee, tatsächlich nicht.
- 1:02:08Also früher ja. als ich mein Studio noch hatte. Aber jetzt mittlerweile bin
- 1:02:12ich auf einem E-Dram-Set hier einfach aus Platzgründen unterwegs und auch Lautstärke.
- 1:02:16Und da habe ich tatsächlich ein Doppelpedal dran. Das fühlt sich auch immer total komisch an.
- 1:02:20Das wollte ich nämlich gerade sagen, weil es ist ja für mich,
- 1:02:22weil wenn ich mit dem linken Fuß, also Doppelpedal habe ich mich dann dran gewöhnt,
- 1:02:26weil es muss. Und auch bei mir, weil ich im Keller nicht eine zweite Base dran
- 1:02:29habe. Hat doch früher kein Geld für eine zweite Base-Dram. Das kommt auch noch hinzu.
- 1:02:34Und ja,
- 1:02:36Und wie gesagt, von daher, für mich fühlt sich das ganz, ganz,
- 1:02:39ganz, ganz komisch an, wenn ich da auf einmal, wenn ich hier beim Randy Black
- 1:02:43oder beim Michael Ehre da mal gesessen habe und soll auf einmal mit dem linken
- 1:02:46Fuß, das ist echt so, da habe ich echt das Gefühl, ich gehe da so baden.
- 1:02:51Obwohl ich eigentlich glaube, dass ich so, weil ich ja aus einer ganz anderen
- 1:02:55Ecke komme, schon mit der Hyatt relativ fit bin, auch meine Hyatt-Dinge.
- 1:02:58Aber es ist was anderes, eine Hyatt zu treten oder eine Bass-Trump.
- 1:03:01Das ist vom Luftausgleich, das ist so eine andere Welt für mich.
- 1:03:06Von daher, ich habe da höchsten Respekt vor, vor den Jungs, die da echt mit zwei Pedalen spielen.
- 1:03:11Und ich habe voll Respekt vor den Leuten, die die Hyatt da links immer aktiv
- 1:03:14mit dabei haben. Ich habe das jetzt gerade noch bei Scott Travis.
- 1:03:18Ja, der Typ bist du da so. Ey, irre! Scott Travis ist ganz wichtig.
- 1:03:22Scott Travis ist für die Leute, die ihn nicht kennen. Judas Priest, der Trommler.
- 1:03:25Ja, genau. Da habe ich daneben gesessen und dachte, oder habe mir das von der
- 1:03:28Seite angeguckt und dachte, ey, wie lässt der denn die Hi-Hat da so aktiv mitlaufen
- 1:03:32irgendwie? Das ist gar nicht meine Welt irgendwie.
- 1:03:37Unser Produzent hat mich damit getriezt, dass die Hi-Hat bei ihm immer ganz oft im Off war.
- 1:03:42Also quasi Viertel auf dem Ride und dann kommt die Hi-Hat halt eben immer als
- 1:03:46Off dazu. Und das hat der mit mir...
- 1:03:49Bis zum Erbrechen, wirklich. Und das hat mir sehr viel gebracht,
- 1:03:54einfach auch auf dem linken Fuß.
- 1:03:56Also durchlaufen ist immer noch nicht mein Ding, aber mittlerweile kriege ich
- 1:03:59das ganz solide gespielt, dass der rechte Fuß trotzdem unabhängig das machen kann, was er soll.
- 1:04:03Und der linke Fuß läuft halt eben auch durch.
- 1:04:07Das hat er mir wirklich einverleibt irgendwie und hat gesagt,
- 1:04:11übt das, übt das, übt das, übt das. Und das halt eben als studierter Schlagzeuger
- 1:04:14weiß er, warum er das gesagt hat. Und dafür bin ich ihm sehr dankbar.
- 1:04:18Ich habe noch eine Frage an euch beide. weil ich bin ja auch kein Double-Bass-Spieler
- 1:04:21im Himmels Willen, aber, ja, also, Sven, du spielst zwei Bass-Drums und Dirk
- 1:04:27das Doppelpedal, zwar eine zweite Bass-Drum, da stehen, aber okay.
- 1:04:33Wie ist das, macht das nicht auch, also ich würde jetzt überlegen,
- 1:04:37für jemand, der das nicht kennt, dass es auch auf der linken Seite dann ein
- 1:04:41Platzproblem gibt, wenn da eine zweite Bass-Drum steht, wo kommt die Hi-Hat dann hin,
- 1:04:45ich meine, Trum ist ja kein Problem, wo stelle ich die Hi-Hat hin,
- 1:04:47wie ist das Pedal dann ausgerichtet, weil da ist ja irgendwas im Weg, oder?
- 1:04:50Oder wie ist denn das Pedal dann aufgestellt? Ich meine, ich sehe das manchmal auch auf Videos.
- 1:04:55Das ist für mich total weird, dieses, wie steht das Hi-Hat-Pedal dann da?
- 1:05:00Also ist es nebeneinander trotzdem? Passt das? Hast du es über ein Racksystem gelöst?
- 1:05:06Ja, also mir ist es ganz wichtig quasi, dass trotzdem Hi-Hat und Snare quasi,
- 1:05:12übereinander liegen. Es gibt ja Schlagzeuge, die haben die Hi-Hat irgendwo da
- 1:05:16drüben und spielen mit der linken Hand hier unter dem Unterarm.
- 1:05:19Kann ich überhaupt nicht, weil ich auch einfach jemand bin, der ja peitscht.
- 1:05:23Jeder Schlag wird ja ausgeholt und dann irgendwie auf die Snare eingeschlagen.
- 1:05:29Irgendwie, das ist ja eher so mein Spiel und das war mir immer ganz wichtig
- 1:05:33das heißt im Prinzip stehen die beiden Pedale direkt nebeneinander,
- 1:05:36wenn man das irgendwie so verbildlichen kann, so
- 1:05:39ein bisschen aufgefächert, aber das Heilpedal darf nicht irgendwie weiter nach
- 1:05:43links rutschen, weil dann ist die hier oben einfach zu weit weg,
- 1:05:46und ein Platzproblem, klar, es wird dann natürlich irgendwann sehr beengt,
- 1:05:50also da ist nicht viel Platz und,
- 1:05:52kommt ein bisschen darauf an, ich bin ein kleiner Mensch, das heißt ich habe
- 1:05:56keine langen Beine, ich kann die Bassdrums jetzt auch nicht super weit auseinander
- 1:05:59machen, das heißt das ist schon alles,
- 1:06:03genau da, wo es irgendwie sitzen muss da ist nicht viel Spielraum halt und es
- 1:06:07wird dann auch zum Beispiel schon mal schwierig, wenn du mit einem Rental-Kid
- 1:06:10spielst ich hab bei mir halt irgendwie eine No-Leg-Hiat und hab die,
- 1:06:14also ohne Füße und hab die mit entweder einem Hiat-Attachment an der Bassdrum
- 1:06:18fest oder wenn es was Rack geht, dann haben wir da.
- 1:06:21Der Pushy, das ist auch noch ein Drum-Tag, mit dem ich lange Zeit gearbeitet
- 1:06:25habe und der kommt auch immer mal wieder das ist der Drum-Tag von Daniel von Arch Enemy,
- 1:06:29und der Matthias und der Kusch, die haben da rumgefuchst an diesem Rack und
- 1:06:33dann haben die irgendwann die Hi-Hat ans Rack montiert, dass das einfach alles,
- 1:06:36da steht und nichts berührt vom Kessel, weil macht ja auch den Kessel immer
- 1:06:40ein bisschen kaputt mit dem Hi-Hat-Attachment und so weiter und so fort.
- 1:06:43Mittlerweile sind wir wieder zurück zum Hi-Hat-Attachment, weil ich wieder ein
- 1:06:45klassisches Beckenständer-Setup habe.
- 1:06:48Haben wir eigentlich aus der Not gemacht letztes Jahr, weil wir mit Saxon in
- 1:06:51England unterwegs waren als Special Guest und dann musst du halt schnell von
- 1:06:54der Bühne sein und dann haben wir gesagt, das große Weg kriegen wir niemals
- 1:06:56in den paar Minuten darunter, also nehmen wir wieder Beckenständer.
- 1:07:00Du kannst ja irgendwie den Stagehands einfach in die Hand drücken,
- 1:07:02nimm mit, nimm mit, nimm mit und dann haben wir uns das angeguckt und haben
- 1:07:05gesagt, ja, es sieht eigentlich voll geil aus, lass mal behalten.
- 1:07:09Hat irgendwie auch was, ja und jetzt sind wir eben mit diesem Beckenständer-Setup
- 1:07:12unterwegs und dann ist die Hi-Hat
- 1:07:13auch wieder mit einem Hi-Hat Attachment einfach an der Bass drum dran.
- 1:07:17Und da dürfen halt eigentlich keine Füße dran sein. Das heißt,
- 1:07:20wenn du jetzt bei einem Rantle-Kit bist und hast eine Hi-Hat plötzlich mit drei Füßen,
- 1:07:24Dann ist das schon mal, dass ich auch einfach neben die Hi-Hat haue,
- 1:07:27weil dann ist die eben diese zwei, drei Zentimeter weiter links und das ist
- 1:07:31ja so drin einfach, diese Bewegungsabläufe.
- 1:07:35Da zimmerst du dann halt eben auch einmal schon mal ins Leere und denkst so,
- 1:07:38wo ist die denn heute? Ach da, okay, alles klar.
- 1:07:41Muss man dann schon immer so ein bisschen gucken. Aber grundsätzlich bin ich
- 1:07:44eigentlich vom Setup relativ klassisch geblieben, also sehr klassisch eigentlich.
- 1:07:49Nicht. Und was spielst du denn genau? Lass uns über das Equipment mal sprechen,
- 1:07:51oder? Also was für ein Schlagzeugspielst du, welche Konfigurationen,
- 1:07:54wie viele Kessel, was für Becken, hau mal alles raus.
- 1:07:59Ja, ich bin nach wie vor bei DW und spiele ein DW,
- 1:08:04das ist ein Collector's Kit, was ich mir da glücklicherweise zusammenstellen
- 1:08:09durfte und das ist ein Maple-Mahagoni-Mix,
- 1:08:13und ganz klassisch, 22 mal, also 2 mal 22 mal 18 Bass Drums,
- 1:08:1910, 12, 14, 16, Entschuldigung, 10, 12, 16, 18 Toms und ein 20er Gong Tom.
- 1:08:27Und das hat dann dementsprechend auch kein Resohet.
- 1:08:30Und ansonsten ganz normale 14 mal 6, 7 halber Snare.
- 1:08:36Mittlerweile, die habe ich mir von Matthias einverleibt. Eine Glockenbronze
- 1:08:40Snare, die der mal mit im Studio hatte. Und dann habe ich gesagt,
- 1:08:42Entschuldigung Matthias, die muss leider bei mir bleiben.
- 1:08:45Und das ist irgendwie meine Lieblingssnare geworden. Und Becken bin ich bei Peiste.
- 1:08:52Spiele da mittlerweile eigentlich ziemlich geradlinig die Signature-Linie durch. Hatte früher 2002, ja.
- 1:09:00Bin ich aber irgendwann weg von, weil mir das irgendwie...
- 1:09:04Hatte ich so den Ansatz, muss dann da vielleicht doch ein bisschen feiner klingen.
- 1:09:082002er sind sehr geradeaus brachial.
- 1:09:12Mittlerweile bin ich eher ein Fan davon, ein bisschen dünnere Becken zu spielen.
- 1:09:15Die 2002er, die ich früher hatte, waren sehr dick.
- 1:09:19Ich hatte ein sehr pingiges Ride, das Bluebell Ride. Da bin ich auch von weg,
- 1:09:22weil ich mittlerweile das Ride wirklich mehr pressure auch.
- 1:09:27Und das sind eigentlich alles Signature. zwei 18er Chinas Becken sind zwei 18er,
- 1:09:35Äh, 1920. Creshes.
- 1:09:38Und dann habe ich noch zwei so Effektbecken, diese PSDX-Lochbleche,
- 1:09:42die bei unserer Musik, weil ja immer ganz viel akzentuiert wird,
- 1:09:45auch bei Double Bass-Nummern oder so, das sind quasi diese Papas.
- 1:09:48Ja, diese Papas mache ich ganz gerne auf diesen Lochblechen.
- 1:09:52Matthias hasst das und sagt immer, hängen da Creshes hin, die klingen doch noch
- 1:09:55nix. Ich finde die aber ganz cool.
- 1:09:58Ja, und dann einfach noch ein paar kleine Effektbecken. Zwölfers Splash,
- 1:10:02dann habe ich noch so einen Stacker, den ich eigentlich für unsere Musik gar
- 1:10:05nicht brauche, aber ich mag den Sound total gerne, dieser Clap-Sound irgendwie.
- 1:10:09Den nutze ich dann schon mal in so ein paar Anmach-Parts für ein bisschen Spökes einfach.
- 1:10:14Nutze ich aber auch mal ganz gerne bei den moderneren Sachen von UDO,
- 1:10:17um halt eben so kleine Akzente im Buch zu setzen.
- 1:10:21Und dann habe ich noch eine Shredbell auf der linken Seite und auf der rechten
- 1:10:25Seite habe ich noch einen Blast China, was ich irgendwie für so Effektschläge
- 1:10:30einfach ab und zu mal benutze.
- 1:10:3322er Ride und 2 14er Hi-Heads. Ja, genau. Das ist eigentlich so mein Setup.
- 1:10:39Also vielleicht haben wir eher Glück und wir könnten ein Foto davon hier einblenden
- 1:10:42im Podcast, dass man, wenn du jetzt drüber gesprochen hast, vielleicht kriegen
- 1:10:46wir das hin, dass man von oben auf das Set drauf gucken kann.
- 1:10:49Das wäre natürlich mega geil.
- 1:10:51Benutzt du denn live und im Studio das gleiche Setup?
- 1:10:54Ja, ja, ja. Definitiv. Also im Studio,
- 1:10:58gehen wir manchmal hin und hängen ein paar andere Becken auf,
- 1:11:01weil dann brauchst du im Studio diese Lochbleche, brauchst du da halt vielleicht
- 1:11:04wirklich einfach mal nicht, weil die dann wirklich nach nichts klingen und man
- 1:11:07kann es gar nicht identifizieren, dass das jetzt ein Crash oder ein China,
- 1:11:11dann hängen wir einfach verschiedene Crashbeckengrößen auf, dass man dann im
- 1:11:14Studio halt vielleicht auch mal ein bisschen kleiner wird.
- 1:11:17Ich glaube beim letzten Mal, jetzt bei der letzten Platte, waren wir runter
- 1:11:20bis auf 16 Zoll, glaube ich tatsächlich, 16, 17, was ich live nie machen würde.
- 1:11:28Aber es klingt einfach, du hast dann eine Klangabfolge auf den Becken,
- 1:11:31Und das ergibt irgendwo schon alles Sinn.
- 1:11:34Aber ansonsten ist es eigentlich das komplett gleiche Setup.
- 1:11:38Im Studio wie live auch. Also Kessel, ich hatte irgendwann mal ein Acryl-Set,
- 1:11:42das habe ich auch noch, spiele ich auch unglaublich gerne und klingt im Studio
- 1:11:46unfassbar gut, hätte ich niemals mit gerechnet.
- 1:11:51Haben wir jetzt aber beim letzten Mal, war es mir irgendwie wichtig,
- 1:11:53diese Collectors-Kiste da zu spielen, weil ich einfach der Meinung bin,
- 1:11:57dass es kaum besser geht vom Kesselklang, was die Dinger irgendwie produzieren
- 1:12:01können, ist wirklich der Wahnsinn.
- 1:12:04Und genau, das war dann jetzt beim letzten Mal das Studio-Kit und ist auch das
- 1:12:08Live-Kit, was ich benutze.
- 1:12:11Was für Sticks spielst du? Wie dick oder dünn?
- 1:12:15Rohema, ein Signature-Modell, was ich mir da netterweise kreieren durfte und
- 1:12:21das ist eigentlich angelehnt an 2D, ein ganz kleines bisschen dünner und ein
- 1:12:27bisschen kopflastiger,
- 1:12:30einfach um diesen Punch da reinzukriegen.
- 1:12:34Aber eigentlich sonst ein ganz normaler Stock, einfach nur ein bisschen dicker.
- 1:12:38Der geht oben relativ spät erst
- 1:12:40dünn zu, um einfach ein bisschen mehr Gewichtung nach oben zu kriegen.
- 1:12:44Aber eigentlich angelehnt ein 2B. Ein ganz kleines bisschen dünner vom Durchmesser.
- 1:12:50Aber auch Hickory wahrscheinlich, ne?
- 1:12:52Ja, genau.
- 1:12:56Lass uns mal kurz auf deine Laufbahn jetzt bei UDO zu sprechen kommen, oder auch bei Sechsen.
- 1:13:02Du hast ja gesagt, am Anfang hast du dich mit den Songs natürlich erstmal eingeschlossen
- 1:13:06und so weiter und so fort.
- 1:13:10Natürlich hat sich dein Spiel verändert in all den Jahren. Kannst du sagen,
- 1:13:13wie es sich verändert hat? Welche Einflüsse sind vielleicht auch von dir gekommen,
- 1:13:19die du aus deinem Musikgeschmack hattest, die jetzt in die Musik eingeflossen sind?
- 1:13:25Also ich sag mal für dieses klassische Repertoire, egal ob es jetzt bei UDO
- 1:13:29oder bei Dirk Schneider ist ist mir glaube ich einfach noch wichtiger geworden,
- 1:13:33dass es noch näher am Original ist.
- 1:13:36Weil ich einfach der Überzeugung bin dass das was auf den Platten da damals
- 1:13:40gemacht wurde, einfach Hand und Fuß hatte und warum soll ich jetzt kommen,
- 1:13:45und soll das verändern weißt du, das macht doch gar keinen Sinn nur weil mir
- 1:13:49das vielleicht anders besser schmeckt irgendwie, nee der Song ist so,
- 1:13:52wie er sein soll und der soll für die Leute ja auch eigentlich so klingen, wie er ist,
- 1:13:57und das kann FIFA ändern, ja, wenn ich jetzt da hingehe und mache ein komplett
- 1:14:01anderes Bassdrum-Pattern da drauf,
- 1:14:04dann ist der Groove nicht mehr gleich und dann klingt es einfach anders.
- 1:14:08Und wenn ich jetzt anfange, da irgendwelche wilden Filz reinzuspielen,
- 1:14:12ich kann auch auf den Tod nicht ab, wenn einfach mal aufs Ridebecken gegangen
- 1:14:17wird, obwohl da gar kein Ridebecken ist. Das verändert die ganze Klangwelt des Songs so unfassbar.
- 1:14:23Und da bin ich einfach noch geradliniger, glaube ich, geworden und habe mich
- 1:14:28da versucht, auf das zu konzentrieren, was bei dem jeweiligen Song wichtig ist.
- 1:14:35Und das muss erst mal laufen und das muss sitzen. Und wenn ich da.
- 1:14:40Angekommen bin, dass ich sage, ich kriege das jetzt solide so gespielt,
- 1:14:43wie das klingen soll, meiner Meinung nach, dann kann ich auch vielleicht mal
- 1:14:46einen kurzen Ausflug machen und sagen, okay, kann ich denn noch was einbauen, was nach mir klingt?
- 1:14:51Und das kann ja wirklich eine Kleinigkeit sein. Ob es jetzt irgendwie eine Synkote
- 1:14:55ist, die vorbereitet wird auf diesen Effektbecken. Das ist zum Beispiel was,
- 1:14:59was ich jetzt über die ganzen Jahre immer mal wieder auf den Platten habe,
- 1:15:02von mir selbst einfließen lassen.
- 1:15:05Quasi so eine vorbereitete Syncope, aber halt mit Effektbecken,
- 1:15:09was es vorher bei UDO niemals gegeben hätte.
- 1:15:12Und das kann schon unfassbar viel ausmachen.
- 1:15:16Und bei den neuen Songs habe ich natürlich auch die Möglichkeit,
- 1:15:20wenn wir selber schreiben,
- 1:15:22da natürlich aktiv mit einzugreifen ins Arrangement und wirklich zu sagen,
- 1:15:26okay, nee, das würde ich jetzt aber so machen, das würde ich aber so machen,
- 1:15:29höre mir aber auch, und das ist ganz, ganz wichtig, immer die Meinung von den
- 1:15:32anderen und vom Produzenten an.
- 1:15:34Also das ist für mich nach wie vor ein ganz wichtiger Baustein,
- 1:15:39weil nur weil ich als Schlagzeuger sage, das wäre jetzt voll geil,
- 1:15:42wenn ich das machen würde, heißt das noch lange nicht, dass das nachher voll
- 1:15:44geil ist, auch in dem Song,
- 1:15:47und das ist mir ganz wichtig und wenn da jemand sagt, hör mal,
- 1:15:49nee, lass das mal weg, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben an der Stelle,
- 1:15:52dann lass ich das weg, dann habe ich da überhaupt gar kein Problem mit und bin,
- 1:15:56glaube ich, in meinem gesamten Spiel,
- 1:15:58noch mehr auf die Basics eingegangen, weil ich einfach sage,
- 1:16:01das Wichtigste ist, dass das schiebt.
- 1:16:03So, für unsere Musik ist das das aller, aller Wichtigste.
- 1:16:07Da muss Energie freigesetzt werden. Und das muss transportiert werden.
- 1:16:11Und dafür bin ich zusammen mit dem Bassisten am Ende des Tages verantwortlich.
- 1:16:16Und das ist eigentlich mein absolutes A und O bei jedem Song.
- 1:16:20Ich muss an der Stelle nochmal sagen, es gibt einen tollen YouTube-Kanal von
- 1:16:23dir, an den ich mal kurz bewerben möchte, da auch verlinkt ist,
- 1:16:26wo man dich im Studio auch sieht, wie du trommelst.
- 1:16:29Das finde ich mega. Also ist auf jeden Fall hier in den Shownotes verlinkt.
- 1:16:33Guckt euch das unbedingt an, das ist klasse.
- 1:16:36Und ich würde noch gerne wissen, wie ist denn der Songwriting-Prozess?
- 1:16:40Seid ihr alle als Band involviert oder kommt zum Beispiel dein Vater und sagt,
- 1:16:44hier ist der Song oder schreibt ihr wirklich alles gemeinsam als Band?
- 1:16:50Das entsteht gemeinsam. Also ich sage mal so, bei uns fängt eigentlich meistens
- 1:16:53immer alles mit einem Gitarrenriff an. Das ist einfach, weil die Musik ja auch
- 1:16:57unfassbar gitarrenlastig ist und die Gitarre einfach im Vordergrund irgendwo auch steht.
- 1:17:05Und damit geht es eigentlich los. Und dann wird der Song quasi jetzt heutzutage,
- 1:17:09da arbeitet man natürlich viel mit Rumschickerei, was wir eigentlich auch gar
- 1:17:14nicht mehr machen, wir wollen es eigentlich gar nicht mehr machen,
- 1:17:16weil uns geht es voll auf die Nerven.
- 1:17:17Wir wollen eigentlich in einem Raum stehen und das irgendwie gemeinsam machen,
- 1:17:20weil wir glauben, dass da der Moment nach wie vor entsteht, gemeinsam Musik zu machen.
- 1:17:25Aber anyway, im Prinzip geht es mit dem Gitarrenriff los und dann ist da natürlich
- 1:17:30schon so ein vorgebastelter Superior,
- 1:17:33Ruf irgendwie drauf, um halt einfach was zu haben und dann geht das Ganze halt
- 1:17:38eben zu mir und meinem Vater und dann setzen wir uns hin und fangen eigentlich
- 1:17:42erstmal an Text und Melodie zu machen.
- 1:17:47Und dann gibt es eine klassische Demophase, wo ich hier mit meinem Vater bei
- 1:17:51mir, geht der hier bei mir in die Kabine und dann fängt er an,
- 1:17:55sein, er nennt es immer Hänschenkleingesang da drauf zu machen.
- 1:17:58Das sind irgendwelche Laute und wir gucken erstmal, ob es überhaupt eine Verbindung
- 1:18:03gibt zu dem Riff, zu dem Song. Das ist eigentlich das, womit wir starten.
- 1:18:07Und wenn der da rauskommt und sagt, fühle mich wohl damit, dann gehen wir überhaupt
- 1:18:11erst in den nächsten Schritt.
- 1:18:13Und dann setzen wir uns hin und versuchen, eine Hookline zu entwickeln.
- 1:18:16Das machen wir alles gemeinsam, ergänzen uns da glaube ich auch ganz gut.
- 1:18:20Ich bin eher so derjenige, der diese Cooklines findet. Mein Vater ist dann für
- 1:18:25Strophen und Brücken super, weil das muss ja auch letztendlich aus ihm rauskommen.
- 1:18:30Das ist uns immer ganz wichtig, wenn der das nicht fühlt, können wir den Song
- 1:18:35direkt in die Tonne klatschen, dann brauchen wir gar nicht weitermachen,
- 1:18:39weil es gibt glaube ich nichts Schlimmeres, als wenn ein Sänger sich mit einem
- 1:18:43Song auseinandersetzt, der dem so gar nicht passt und einfach nur da steht und
- 1:18:46sagt, ich muss das jetzt irgendwie machen.
- 1:18:49Dann kann es nicht gut werden.
- 1:18:52Genau, und im Prinzip variiert das auch alles immer ein bisschen.
- 1:18:55Jetzt war der Peter irgendwie relativ lange bei mir und wir haben hier zusammen
- 1:18:59halt Songs geschrieben und da sind dann genau solche Momente entstanden.
- 1:19:03Der Peter geht durch seine Festplatte und sagt, oh, ich hab hier hier,
- 1:19:05Peter ist unglaublich, 35.000 Ideen auf dieser Festplatte, alle Genres komplett.
- 1:19:11Peter ist wirklich ein absoluter Musiker, ein kompletter, ein Brain wirklich,
- 1:19:16der schreibt und schreibt und schreibt, der nimmt das alles auf und dann kann
- 1:19:20man sich da irgendwie durchforsten.
- 1:19:22Und jetzt gab es diesen Moment, wo wir wirklich morgens einen Riff angefangen
- 1:19:26haben, wo wir gesagt haben, ey, lass das machen und abends stand der Song.
- 1:19:29Und das war, das ist so das Geilste eigentlich, wenn man das hinbekommt,
- 1:19:34dass man sofort, man merkt, dass das klickt, da kommt sofort ein Chorus,
- 1:19:37da kommt eine Melodie, ah, lass mal gerade Demo-Vocals aufnehmen und am Ende
- 1:19:41des Abends sitzt du hier und sagst, wir haben einen Song.
- 1:19:43Und der bleibt dann auch eigentlich vom Prinzip her so, weil wir sagen,
- 1:19:47der ist so gut, wie er ist.
- 1:19:48Und dann werden noch Kleinigkeiten natürlich hinzugefügt und vielleicht nochmal
- 1:19:51über die korrekte Chordfolge irgendwie gepuckt und so. Und der Groove wird nochmal
- 1:19:56angepasst. Klar, das passiert natürlich dann alles, um einfach das Maximum rauszuholen.
- 1:20:01Und wir sind eine Band, wir arbeiten quasi andersrum.
- 1:20:05Ich spiele das Schlagzeug nicht als erstes ein, sondern ich spiele das Schlagzeug
- 1:20:08als aller, aller, allerletztes ein.
- 1:20:11Damit wir einfach die Freiheit haben zu sagen, jetzt ist das Solo drauf und
- 1:20:16lass doch mal mit dem Ridebecken im Solo noch den und den Akzent mitspielen,
- 1:20:20weil das kommt total cool mit der Gitarre wenn du den Track vorher schon eingespielt hast dann,
- 1:20:26hast du diese Freiheit einfach nicht mehr,
- 1:20:29und deswegen arbeiten wir quasi komplett andersrum und ich spiele dann als letztes ein.
- 1:20:36Genau, und zwischenzeitlich ist schon alles andere fertig. Vocals,
- 1:20:41Gitarren, Bass steht alles schon.
- 1:20:43Und das wird quasi alles zum programmierten Schlagzeug gemacht.
- 1:20:47Und dann wird es nachher halt auf meinen Track, den ich gespielt habe,
- 1:20:50wird es dann alles gerückt.
- 1:20:53Spielst du noch ein anderes Instrument aus
- 1:20:54der Schlagzeug, wenn du in den Songwriting-Prozess so eingebunden bist?
- 1:20:58Gar nicht, nee. Das ist immer das größte Problem, was mein Vater und ich haben.
- 1:21:03Das ist halt quasi die fehlende Notenlehre.
- 1:21:05Wir können uns halt nicht hier mit einem Keyboard hinsetzen und sagen so,
- 1:21:08wir machen jetzt D-Dur, D-Dur, F-Dur, was auch immer bei uns kommt das alles
- 1:21:12intuitiv was so diese ganzen Melodien angeht, das ist alles intuitiv,
- 1:21:18und Groove, das ist halt meine Welt aber ich hab mal irgendwann angefangen Gitarre
- 1:21:24zu spielen das hab ich ganz schnell wieder sein gelassen, weil diese Fingergymnastik
- 1:21:27war überhaupt nicht meins,
- 1:21:29und sonst hab ich mich auch nie mit einem anderen Instrument irgendwie beschäftigt
- 1:21:33also ich kann original auch.
- 1:21:37All the Small Things von Blink-182 könnte ich vielleicht gerade noch so mit
- 1:21:40Power Chords auf der Gitarre irgendwo hinrutschen. Das war's aber auch schon.
- 1:21:45Geil, ja.
- 1:21:48Entschuldigung, ich habe noch eine Frage zu dem Songwriting. Schreibt ihr das,
- 1:21:55ganze Jahr über stetig quasi oder habt ihr Phasen, wo ihr wirklich einfach sagt,
- 1:22:02okay, wir fangen jetzt wieder an für ein neues Album?
- 1:22:05Immer, immer und ständig also gerade unsere Gitarristen die haben immer ihr
- 1:22:10Studio dabei, die bauen immer irgendwo, wir sagen immer, die bauen wieder auf
- 1:22:14weil die halt auch einfach der D zum Beispiel von uns,
- 1:22:18das ist seine Welt, der hat so viel Kram, ich meine der hat ja auch einen unfassbar,
- 1:22:23großen YouTube Channel, der macht unfassbar viel selbst der produziert selber,
- 1:22:27der schreibt selber der ist in anderen Bands involviert,
- 1:22:31macht andere Projekte und der ist immer dran Und am Ende des Tages.
- 1:22:35Das ist auch unsere Philosophie,
- 1:22:37das beste Riff entsteht vielleicht gerade mal kurz rumgedudelt irgendwo im Backstage und ach, geil,
- 1:22:43dann wird das alles gesammelt und dann gibt es natürlich dann die Phasen,
- 1:22:48wo ich mich mit meinem Vater dann eben speziell treffe und sage,
- 1:22:51komm, wir gehen das alles durch und gucken mal, ob was dabei ist,
- 1:22:55wo wir sagen, da kriegen wir jetzt gerade eine Connection zu.
- 1:22:57Es kann aber auch genauso gut sein, dass wir nach fünf Minuten wieder aufhören,
- 1:23:00weil wir sagen, nee, heute ist irgendwie nicht.
- 1:23:02Und es kann aber auch sein, dass wir drei Songs an einem Tag bearbeiten,
- 1:23:06weil es halt eben funktioniert.
- 1:23:08Und ganz oft ist es ja auch so, das Riff, was du vielleicht heute hörst und
- 1:23:12dir überhaupt nicht zusagt, ist etwas, was du in sechs Monaten nochmal anmachst
- 1:23:17und sagst, boah, heute hab ich's.
- 1:23:19So und dementsprechend gibt es eigentlich immer ein Repertoire,
- 1:23:22was da ist und wir schreiben immer und ständig,
- 1:23:25und zwischenzeitlich haben wir dann eben diese Phasen, wo wir wirklich aktiv
- 1:23:29dann Demo-Vocals machen und das ernst meinen und dann sagen,
- 1:23:33ein, zwei Wochen machen wir jetzt und dann haben wir irgendwann halt eine Songliste,
- 1:23:37wo wir sagen, das könnte das nächste Album sein.
- 1:23:42Cool. Was mich jetzt interessieren würde, wenn ich jetzt überlegen würde,
- 1:23:47ich würde mit meinem Vater auf Tour gehen.
- 1:23:51Wow. Ich weiß nicht, ob das gut gehen würde. Und du bist ja jetzt auch noch jung.
- 1:23:59Ihr müsst euch doch bestimmt auch mal, ich denke mal, wenn du ehrlich bist,
- 1:24:02auch manchmal ganz schön zusammenraufen, oder? Oder ist das wirklich so?
- 1:24:07Nein, ihr seid ein Herz und ein Blut, das ist natürlich klar.
- 1:24:10Aber ich glaube trotzdem, es gibt doch auch so Momente, wo man denkt so,
- 1:24:14wow, oder bin ich jetzt völlig, völlig falsch?
- 1:24:18Nein, nein, nein, die Situation gibt es natürlich. Und die wird es auch immer
- 1:24:22geben. Das ist ganz normal.
- 1:24:24Und gerade zwischen Vater und Sohn ist das, glaube ich, etwas,
- 1:24:27was auch so sein muss am Ende des Tages.
- 1:24:31Und es gibt natürlich auch Reibung. Also ich erinnere mich da gerade auch an
- 1:24:35die Anfangszeiten, da haben wir es auch schon geschafft, uns nach der Show im
- 1:24:40Backstage echt anzuschreien irgendwie, weil wir nicht zufrieden waren mit irgendwas,
- 1:24:44weil irgendwas nicht so geklappt hat.
- 1:24:45Und das haben wir auch schon geschafft. Da sind auch schon Türen geknallt worden.
- 1:24:50Aber das ist, glaube ich, auch normal in einem Bandgefüge.
- 1:24:57Es gibt ja diese Bands, wo halt eben irgendwie einer das Sagen hat und alle
- 1:25:01anderen haben gar nichts zu sagen.
- 1:25:02Das sind wir nicht. Wir sind ein Bandgefüge von fünf Musikern,
- 1:25:06die in der Lage sein müssen, sich auch mal zu sagen, was nicht gut läuft.
- 1:25:11Und da kann es auch schon mal heiß hergehen. Und genau so ist es zwischen meinem Vater und mir auch.
- 1:25:16Wir haben auch teilweise unterschiedliche Ansätze oder Ansichten und wir machen
- 1:25:21auch mal Sachen, die den anderen auf die Palme bringen. Also ich sage mal so,
- 1:25:26mein Vater hat ja diese...
- 1:25:29Alles schon erlebt quasi, also wirklich alles schon erlebt. Ja,
- 1:25:31das glaube ich wirklich.
- 1:25:34Und der hat halt die Ruhe weg an vielen Stellen, wo ich halt als junger Mensch,
- 1:25:39koche ich, ja, da koche ich und will jetzt das, das aber so und so und dann
- 1:25:43irgendwann sagt er mir, boah, du gehst mir so auf den Sack, ne,
- 1:25:46jetzt lass doch mal die Kirche im Dorf.
- 1:25:47So, also wirklich jetzt übertreibt doch mal dich irgendwie, ne.
- 1:25:52Aber das ist natürlich dann auf der anderen Seite, denkt er sich halt wahrscheinlich
- 1:25:55auch, boah, voll cool, dass der so dafür brennt, dass der das machen will,
- 1:25:58halt. Und dass der da Bock drauf hat. Und es ist natürlich auch klar.
- 1:26:04Ich versuche ihn so viel wie möglich einfach abzunehmen. Weil ich meine,
- 1:26:08der wird nächstes Jahr 75. Und ich sage einfach, ey, du hast so viel in deinem Leben gemacht.
- 1:26:13Du kannst so stolz darauf sein, was du erreicht hast, dich von niemandem unterzukriegen.
- 1:26:20Deine Aufgabe soll es jetzt sein, zu genießen. Und zwar so gut es geht.
- 1:26:24Genieß alles, was du machen kannst. Alles, was du noch mitnehmen kannst.
- 1:26:28Aber der ist halt auch ein absolutes Arbeitstier, nach wie vor.
- 1:26:31Und wenn wir, ich gucke jetzt auf die Europatournee nächstes Jahr,
- 1:26:35wir spielen echt teilweise zweimal sechs Konzerte hintereinander.
- 1:26:39Also und das mit 75, ey, Chapeau.
- 1:26:42Also da sitzen wir teilweise da und auch unsere Crew und sagen,
- 1:26:46wann ist denn mein Tag frei?
- 1:26:48So, und wenn wir halt frei haben, fahren wir von A nach B. Aber der will das
- 1:26:51halt so. Also der will das so machen. Und für uns ist das ein Rätsel, wie der das durchhält.
- 1:26:58Ja, das ist irre. Aber ja, klar, um auf die Frage zurückzukommen,
- 1:27:02wir streiten uns auch und wir fetzen uns auch und gleichzeitig sind wir halt
- 1:27:06eben ein Herz und eine Seele,
- 1:27:09und haben, glaube ich, eine ganz besondere Verbindung, auch in der Musik.
- 1:27:15Wir singen ja auch viel gemeinsam, das hat sich ja auch über die Jahre immer
- 1:27:18weiter ausgebaut, dass ich immer mehr aktiv gesungen habe, bis hin zu,
- 1:27:23ich mache irgendwie dann mit Peter eine Ballade jetzt auf der Balls-to-the-wall-Tour.
- 1:27:28Peter hat ja früher bei Accept auch teilweise Stücke alleine gesungen und die
- 1:27:32singe ich dann mit ihm zusammen, mache dann da quasi die Zweitstimme.
- 1:27:36Und singen war auch immer ein Teil von mir irgendwie, da hatte ich immer Bock
- 1:27:40drauf und macht mir unfassbar viel Spaß.
- 1:27:43Ja und das hat sich immer weiter ausgebaut und da haben wir glaube ich echt
- 1:27:46eine Verbindung zueinander entwickelt,
- 1:27:48wie man das zusammen gut gestalten kann ja, aber es gibt genauso halt eben auch
- 1:27:54die Phasen da sagen wir, ey, heute gehen wir uns mal aus dem Weg aber am Ende
- 1:27:57des Tages sitzen wir dann meistens doch abends im Restaurant zusammen und trinken
- 1:28:01irgendwie ein Weinchen und,
- 1:28:03Wir haben einfach eine gute Zeit zusammen. Wir holen auch ganz viel auf.
- 1:28:06Das ist auch einfach natürlich irgendwo klar.
- 1:28:09Als ich jung war, als ich klein war, war mein Vater immer unterwegs. Immer.
- 1:28:15Und da holen wir ganz viel Zeit auch nach. Was natürlich total schön ist,
- 1:28:18dass wir das machen können.
- 1:28:20Also ich glaube, es ist auf beiden Seiten, bei deinem Vater und auch bei dir,
- 1:28:25auch der Stolz und der Respekt.
- 1:28:28Irgendwo ist es ja auch schon echt cool, mit seinem Vater auf der Bühne zu stehen.
- 1:28:31Und genauso glaube ich das auch vom Vater.
- 1:28:34Ey, da ist mein Sohn mit mir auf der Bühne, Teil des Ganzen.
- 1:28:38Ich glaube, das ist eine ziemlich coole Sache. Aber ich kann mir auch vorstellen,
- 1:28:42wie gesagt, es ist bestimmt nicht immer einfach, weil es ist doch einfach eine andere Generation.
- 1:28:48Das muss man auch einfach mal, das erlebe ich ja heute schon,
- 1:28:52also selbst mit Schülern oder auch mit Studenten, die jünger sind,
- 1:28:54wo ich denke, sag mal, wie tickst du eigentlich gerade?
- 1:28:57Weil ich ganz anders ticke, weil es einfach eine andere Generation ist.
- 1:29:00Also von daher absolut Respekt an beiden Seiten.
- 1:29:04Aber ich glaube, wie du gerade sagst, ich glaube, es ist auch eine ziemlich
- 1:29:07schöne Sache, dieses zusammen zu erleben. Und ich glaube, dann ist alles Negative
- 1:29:13auch wieder dahin, nach meiner Meinung. Auch vergessen. Toll,
- 1:29:16absolut. Ich glaube, das werden dann alles Kleinigkeiten.
- 1:29:19Ich glaube, das, was du eben gesagt hast und ich glaube, das ist auch für junge
- 1:29:22Menschen, sich darüber auch ein bisschen Gedanken zu machen.
- 1:29:26Es ist halt einfach auf so einer Tour, man muss, das hat jetzt auch nichts mit
- 1:29:31Vater und Sohn zu tun, aber ich finde, in einer Band muss man auch was aushalten.
- 1:29:36Aushalten meine ich damit, es wird dann auch, das kenne ich auch,
- 1:29:39es wird auch mal rumgeschrieben.
- 1:29:41Also man muss das auch mal aushalten können oder man muss auch einfach dann
- 1:29:45irgendwann nochmal sagen, komm.
- 1:29:47Oder ich muss es mir sagen, brand halt jetzt einfach die Fresse.
- 1:29:49Sag jetzt einfach nichts, sonst eskaliert es.
- 1:29:52Sag einfach nichts. Also innerhalb der Band. Sag einfach nichts,
- 1:29:55sondern da rein, da raus und denk dir deinen Teil. Aber sag jetzt einfach nichts.
- 1:30:00Und ich glaube, auch das gehört zum Bandgefüge dabei.
- 1:30:04Man darf sich fetzen, man muss sich hinterher aber wieder lieb haben, sage ich immer so schön.
- 1:30:08Aber trotzdem, man muss es auch aushalten. Das hört sich doof an.
- 1:30:14Auch mal, wenn du, ich glaube, auch im Studio oder wenn was ist.
- 1:30:16Und eigentlich bist du ganz anderer Meinung.
- 1:30:19Das gibt es ja auch mal. Das sind ja auch ganz, das sind alles eigene Individuen
- 1:30:24und jeder hat so ein bisschen seinen eigenen Kopf.
- 1:30:27Man muss das dann auch mal an einer anderen Meinung aushalten.
- 1:30:29Ich glaube, das ist nicht immer so einfach. Also mir fällt das,
- 1:30:32also wie gesagt, je älter ich werde, desto mehr lerne ich. Da war ich früher auch.
- 1:30:39Anders. Ja, also ganz klar. Also ich bin auch ein ganz großer Fan davon,
- 1:30:43dass man sich dann in manchen Stellen, man muss immer Man musste mal gucken,
- 1:30:48wann macht das jetzt wirklich...
- 1:30:50Weil ergibt es Sinn, dass ich dafür jetzt wirklich kämpfe, um irgendwas durchzusetzen.
- 1:30:54Und wenn du das machst, dann musst du das aber auch wirklich von vorne bis hinten Hand und Fuß haben.
- 1:31:00Und wenn du dir da nicht hundertprozentig sicher bist, dann nimm dich lieber
- 1:31:03zurück und sag einfach, okay, wie du gerade sagst, ich halte jetzt einfach meine
- 1:31:07Klappe und lass wen anders diese Entscheidung treffen, wo ich der Meinung bin,
- 1:31:11dass er das vielleicht auch einfach besser kann als ich.
- 1:31:13Jeder hat ja auch seine Kompetenzen. so, ne, und die muss man rausarbeiten und
- 1:31:18genauso gibt es eben auch Schwächen,
- 1:31:20die man wissen und erkennen muss und die müssen sich Leute auch zugestehen können,
- 1:31:24ne, das ist halt eben auch einfach der Punkt, also
- 1:31:26es wäre jetzt verrückt, wenn ich mir zum Beispiel anmaßen würde,
- 1:31:29zu sagen, spiel mal das Gitarrenriff aber so und so, weil ich der Meinung bin,
- 1:31:33dass das so ist, nö, kann ich nicht, kann ich gar nicht beurteilen,
- 1:31:37so, auch wenn das, ich kann zwar sagen,
- 1:31:39Für mich muss das irgendwie anders klingen und dann kann ich vielleicht Glück
- 1:31:43haben, dass der andere das so hinbekommt, wie ich mir das genau vorstelle.
- 1:31:47Aber es kann auch genauso gut sein, dass der meine Vorstellung eben nicht hundertprozentig trifft.
- 1:31:51Und dann muss ich das zum Beispiel, ist ein Punkt, wo ich sage,
- 1:31:54muss ich das jetzt halt eben einfach aushalten. Ich kann ihm ja nicht ins Hirn
- 1:31:59gucken und da irgendwo einen Schalter umlegen und sagen, spiel das mal genau so und so.
- 1:32:04Aber auch zum Beispiel, weiß ich, es gibt ja tausend Sachen.
- 1:32:07Also ich meine, in einer Band zu sein mit fünf Individualisten und noch eine
- 1:32:12Crew dazu und du hast irgendwie dann 13 Leute, die unterschiedlicher nicht sein können.
- 1:32:18Also wir gehen ja wirklich von 75 bis, ich glaube, unsere Merchandiserin ist irgendwie 28.
- 1:32:25Da ist ja alles dabei, also alles auf Tour und alle sind so unterschiedlich
- 1:32:29und haben natürlich auch unterschiedliche Ansichten, unterschiedliche Bedürfnisse.
- 1:32:34Der eine will viel Sport machen, der andere will viel Musik schreiben,
- 1:32:37der andere will einfach nur gemütlich irgendwo sitzen und das Leben genießen.
- 1:32:41Dann hast du natürlich noch die ganze digitale Welt, die ja auch da mit dazukommt
- 1:32:45irgendwie, wo dann die älteren Herrschaften in der Band halt irgendwie oftmals
- 1:32:50da sitzen und sagen, hä, was, was muss ich machen irgendwie?
- 1:32:53Und allein dadurch ergeben sich
- 1:32:55so viele lustige und spannende Situationen einfach im Alltag, die so viel,
- 1:33:00Witz einfach auch mit sich bringt und jeder muss über sich lachen können,
- 1:33:03das ist halt auch für uns ganz wichtig, ja, also wenn du dich selber zu ernst
- 1:33:09nimmst, dann bist du, glaube ich, in dem ganzen Geschäft irgendwie falsch, dann wird es schwierig.
- 1:33:14Absolut. Tolle Worte, ja. Du hast eben noch gesagt, du singst ja auch viel jetzt
- 1:33:20mit, im Background zumindest.
- 1:33:23Könntest du dir überhaupt mal vorstellen, von der zweiten Reihe in die erste zu gehen?
- 1:33:30Ja, ich sag mal so, es ist natürlich so, dass ich mich ja irgendwann,
- 1:33:34ich hoffe natürlich, Klopf aufs Holz, dass das noch so lange es irgendwie möglich ist, funktioniert.
- 1:33:42Aber wir spielen natürlich am Ende des Tages irgendwo gegen das Alter.
- 1:33:46Das ist einfach so. Das ist uns auch allen bewusst. Und irgendwann wird der
- 1:33:50Punkt kommen, wo es einfach entweder nicht mehr geht oder wo er einfach sagt,
- 1:33:54ich höre jetzt auf und setze mich zur Ruhe.
- 1:33:57Wobei ich glaube, den Punkt wird er nicht erreichen, weil das ist einfach sein,
- 1:34:00der kann das gar nicht ohne. Das geht nicht. Das kann man ihm nicht wegnehmen.
- 1:34:04Und ich bin jemand, der daran glaubt, wenn du jemandem so diesen Lebensinhalt
- 1:34:09wegreißt, dann kann das auch ganz viel mit dir machen und dann,
- 1:34:13das kann auch nach ganz hinten losgehen und dementsprechend erfolgt seinem Herzen,
- 1:34:19aber irgendwann wird der Punkt kommen, wo ich mich natürlich damit beschäftigen
- 1:34:21muss, was mache ich jetzt und.
- 1:34:25Ich sage immer für mich oder zu mir selbst, sage ich immer, wenn du etwas selber
- 1:34:29machst, dann willst du das zu 150% machen und nicht irgendwo nebenbei und ich,
- 1:34:35ah guck mal hier, ich habe jetzt auch mal eine Platte gemacht und so,
- 1:34:39will ich glaube ich nicht.
- 1:34:40Sondern wenn ich was mache, dann will ich mich da 100% drauf fokussieren,
- 1:34:43weil ich einfach dafür einen zu perfektionistischen Ansatz habe.
- 1:34:47Wenn ich irgendwas mache, dann muss ich dafür brennen und dann will ich da meine
- 1:34:50ganze Energie reinstecken und dementsprechend lasse ich mir damit einfach so
- 1:34:53ein bisschen Zeit. Aber klar, ich habe mich natürlich schon oft mit dem Gedanken
- 1:34:57auseinandergesetzt, ob es sich vielleicht auch Sinn ergeben würde,
- 1:35:00wenn ich irgendwann an den Gesang wechsle.
- 1:35:02Weil mir singen auch einfach unglaublich viel Spaß macht und ich auch glaube,
- 1:35:06dass ich da irgendwie was bewegen kann mit der Stimme, ähm.
- 1:35:13Und dementsprechend halte ich mir den Gedanken offen, sagen wir es mal so.
- 1:35:19Aber ich glaube, das könnte schon irgendwann vielleicht passieren,
- 1:35:22auch wenn es, das müsste ich für mich ausprobieren, ob das halt für mich funktioniert,
- 1:35:26da vorne an der Bühnenkante zu stehen. Das ist natürlich auch einfach immer
- 1:35:30noch ein ganz großer Aspekt, der da halt eben mit reinkommt.
- 1:35:34Und da habe ich halt so überhaupt gar keine Erfahrung mit. Und ich glaube,
- 1:35:38das ist erst mal schon ganz komisch, wenn du nicht mehr deine zwei Schlagzeugstöcke
- 1:35:41in der Hand hast und da in deiner eigenen Welt sitzt. Die kannst du ja weiterhin in der Hand halten.
- 1:35:46Du musst ja nur mit deinem Schlagzeug hervorkommen.
- 1:35:49Ja, genau.
- 1:35:52Das weiß ich noch nicht. Also ich werde auf jeden Fall, eins weiß ich,
- 1:35:55ich will auf jeden Fall niemals aufhören, Schlagzeug zu spielen.
- 1:35:59Das ist für mich eigentlich ganz klar. Also selbst wenn das jetzt nicht mehr mein,
- 1:36:05Hauptinstrument, nenne ich es jetzt mal, wäre, wenn man es mit Stimme vergleicht,
- 1:36:09will ich trotzdem immer noch weiter Schlagzeug spielen.
- 1:36:11Weil das ist etwas, was mich jetzt mein ganzes Leben einfach schon begleitet.
- 1:36:14Ich kenne es gar nicht ohne. Es gab auch nie eine Phase, wo ich nie gespielt
- 1:36:19habe. Es gab einfach, das gab es nicht. Es war immer da.
- 1:36:22Gab nie jetzt irgendwie das Jahr oder die zwei Jahre, wo ich gesagt habe,
- 1:36:26ich habe keinen Schlagzeugstock in der Hand gehabt, sondern ich hatte immer
- 1:36:29eine Verbindung zu diesem Instrument. Und ich glaube, es wird mir schwerfallen,
- 1:36:32weil es auch einen Ausgleich bringt. Das ist auch ein ganz wichtiger Punkt.
- 1:36:37Diesen Ausgleich, den man durch das Instrument Schlagzeuge hält,
- 1:36:40ich glaube, das ist an vielen Stellen, kriegt man das nicht so.
- 1:36:44Mit vielen anderen Instrumenten kriegt man das nicht so hin,
- 1:36:47weil du haust halt auch was drauf und du kannst halt deinen Emotionen freien
- 1:36:51Lauf lassen und so und dich da einfach so ein bisschen auspowern.
- 1:36:55Und das macht ganz viel, glaube ich, auch für diesen für diese innere Mitte,
- 1:37:00wenn man es so nennen will, ja.
- 1:37:02Das ist ein ganz, ganz wichtiger Aspekt.
- 1:37:05Ich glaube, das ist eigentlich ein schöner Schlusssatz, weil was du gerade gesagt
- 1:37:10hast, das sind tolle Sachen zum Nachdenken und vielleicht zum,
- 1:37:14ja, einfach mal selber verarbeiten.
- 1:37:17Sven, du hast viel, ja, echt tolle Sachen aus deinem Leben erzählt.
- 1:37:22Wir sind dir sehr dankbar, dass du dir die Zeit genommen hast,
- 1:37:25bei uns im Schlagabtausch Rede und Antwort zu stehen.
- 1:37:28Ich hoffe, wir sehen uns bald auf der Bühne wieder, weil es ist immer toll,
- 1:37:33dich zu sehen. Es ist immer toll, Udo oder,
- 1:37:37Dirk Schneider zu sehen und besonders dich hinterm Schlagzeug zu sehen und vielleicht
- 1:37:41demnächst noch mehr zu singen. Finde ich mal mega.
- 1:37:44Ja, da zoll ich dir total meinen Respekt. Ich kriege selbst in einer Metalband
- 1:37:47kein Mikrofon. Das soll schon was heißen.
- 1:37:52Also vor daher ziehe ich total meinen Hut vor dir.
- 1:37:55Vielen, vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast.
- 1:37:58Ich wünsche dir alles Gute. Toller, sympathischer, junger Mann.
- 1:38:02Bleib so, wie du bist. Besonders auch so natürlich. Echt mega,
- 1:38:05weil es ist, glaube ich, auch in dem Business gar nicht immer so einfach.
- 1:38:08Danke, dass du dir die Zeit genommen hast. Sven, auch von mir nochmal ein riesiges
- 1:38:12Dankeschön auch für deine Offenheit.
- 1:38:14Du hast ja quasi dich komplett uns geöffnet. Ja, mega.
- 1:38:18Ganz, ganz toll und wie du sagst, super sympathisch und bleib so, wie du bist.
- 1:38:23Und ja, ich hoffe auch, dass wir uns mal persönlich kennenlernen dann.
- 1:38:26Nicht virtuell, sondern in Fleisch und Blut, wie man so schön sagt.
- 1:38:29Das hoffe ich auch. Ich bedanke mich bei euch, dass ihr mich hier eingeladen
- 1:38:33habt. Es hat viel Spaß gemacht und wünsche euch ebenfalls alles Gute.
- 1:38:37Dirk, wir sehen uns bestimmt irgendwann bald wieder.
- 1:38:39Ja, und Timo, ich hoffe, wir lernen uns irgendwann persönlich kennen.
- 1:38:42Gehe ich gerne noch zurück.
- 1:38:43Super. Mach's gut. Ganz liebe Grüße. Ihr auch. Vielen lieben Dank. Danke. Ciao.
- 1:38:59Wir haben heute ausnahmsweise kein Feedback, aber deswegen kurz nochmal der
- 1:39:02Aufruf an euch da draußen.
- 1:39:04Schreibt uns gerne an schlagabtauschpodcast.gmail.com oder noch besser kommentiert
- 1:39:10fleißig, haut in die Tasten unter unseren YouTube-Videos.
- 1:39:13Das macht ihr ja auch, aber die YouTube-Videokommentare jetzt hier vorzulesen
- 1:39:17macht wenig Sinn. Deswegen geht auf die Videos und lest sie selbst. Viel geiler.
- 1:39:21Und wenn ihr schon mal dabei seid, ihr könnt natürlich dann,
- 1:39:24wenn ihr eh schon mal auf einem unserer Videos seid, abonnieren drücken.
- 1:39:28Es ist eine crazy Funktion, die YouTube eingeführt hat. Da kann man.
- 1:39:36Leuten, denen man gerne zuschaut und wo man den Content interessant findet,
- 1:39:39da kann man abonnieren drücken. Crazy.
- 1:39:42Und das würde uns nämlich helfen, einerseits, dass uns mehr Leute finden und zweitens,
- 1:39:51dass wir vielleicht irgendwann mal unser großes Ziel von tausend Abonnentinnen
- 1:39:56und Abonnenten knacken, Das wäre für uns nämlich tatsächlich nicht ganz unwichtig.
- 1:40:02Denn das Dumme ist, ihr seht jetzt vor unseren Videos schon Werbung.
- 1:40:09Aber es sind nicht Werbungen, die wir schalten und die wir möchten,
- 1:40:12sondern es ist Werbung, die YouTube schaltet. Da können wir auch nichts dran ändern.
- 1:40:17Das Doof ist nur, da wir nicht genügend Abonnenten und Abonnenten haben,
- 1:40:21nämlich unter 1.000, verdienen wir nichts daran, sondern nur der kleine YouTube-Google-Konzern
- 1:40:28verdient daran und wir gar nichts.
- 1:40:30Das heißt, wir liefern den Content und YouTube verdient.
- 1:40:35Wenn ihr allerdings jetzt über 1.000 hätten, mithilfe von euch da draußen,
- 1:40:39dann würden wir daran mitverdienen. Das heißt, die Werbung seht ihr so oder so.
- 1:40:44Ja, aber dann wird es diesmal den richtigen Leuten zukommen.
- 1:40:47Und ihr könnt uns damit nämlich unterstützen.
- 1:40:49Das heißt, wenn ihr den Kanal abonniert, dann wäre das super,
- 1:40:53wenn ihr nicht abonniert habt natürlich.
- 1:40:55Und teilt es und schreibt es auch rein und teilt unsere Videos und was weiß
- 1:40:59ich nicht alles. Das hilft uns dann weiter zu wachsen und hoffentlich irgendwann
- 1:41:04diese Tausender Marke zu knacken.
- 1:41:06Und das Geile für euch ist, kostet nix.
- 1:41:10Kostet nichts. Es ist jetzt ein Mausklick oder einmal drücken auf dem Handy
- 1:41:14oder auf dem Tablet oder sonst wo.
- 1:41:16Ad kostet nichts. Das heißt, für uns ist es ein großer Schritt,
- 1:41:20für euch nur ein sehr kleiner. Ein großer Schritt für die Menschheit.
- 1:41:23Ein großer Schritt für den Schlagabtausch. Ja.
- 1:41:27Außerdem könnt ihr natürlich auch mal, wenn ihr sowas habt, ihr könnt ja die
- 1:41:31Videos hypen. Hyper, hyper.
- 1:41:35Was das bringt, habe ich keine Ahnung. Aber es geht.
- 1:41:38Was man jetzt aber auch schon machen könnte, ist, wenn man sagt,
- 1:41:40ey, die zwei Jungs, der Dirk und der Timo, das sind schon coole Socken,
- 1:41:45die können unterstützen. Ihr könnt ein Thank You dalassen.
- 1:41:49Das heißt, da könnt ihr dann quasi eine kleine Spende an uns geben und dem Dirk
- 1:41:53seinen Pilzkaffee ermöglichen oder mir einfach bei meiner Autorechnung helfen,
- 1:41:59und so weiter und so fort.
- 1:42:00Das heißt, es gibt einen Thank-You-Button, da kann man selbst einen Betrag,
- 1:42:03nicht selbst, ich gebe das Beträge vor, aber uns haben auch schon Thank-Yous erhalten.
- 1:42:08Vielen lieben Dank dafür. Dankeschön.
- 1:42:11Und wenn ihr sowas machen würdet, dann wäre es natürlich auch mega.
- 1:42:15So, genug in dieser Sektion. Wir gehen weiter zur nächsten Rubrik.
- 1:42:28Der Dirk hat einen Gear-Check. Und zwar ist der Dirk jetzt mittlerweile von
- 1:42:32den Snare-Drums offensichtlich weg.
- 1:42:35Und findet sich mehr. Er hat alle durchgetestet.
- 1:42:39Alle Snare-Drums dieser Welt sind durch Dierks Hände gegangen und unter seine Sticks gekommen.
- 1:42:45Ich glaube, es gibt schon noch ein paar mehr da draußen. Aber irgendwie erreicht
- 1:42:49der Dirk immer mehr Becken.
- 1:42:51Was ist denn da los? Und diesmal, letztes Mal waren es ja die Dave Weckel Legacy
- 1:42:57Sabian Becken, diesmal ist es wieder ein großer amerikanischer Name,
- 1:43:00der dahinter steht, nämlich der,
- 1:43:03krasse Educator Mike Johnston ist sehr eng mit Meinl verbandelt,
- 1:43:08seit vielen, vielen Jahren oder Jahrzehnten mittlerweile schon.
- 1:43:12Und der hat ein Meinl Artist Package am Start.
- 1:43:16Und was das genau ist und was da drin ist, das weiß hundertprozentig der Dirk.
- 1:43:23Ja, genau. Ein Danke draus an die Firma Meinl und besonders dort an den Felix
- 1:43:28von Meinl, die es mir ermöglicht haben, die Becken zu testen für euch.
- 1:43:33Und wie die Becken so klingen und es sind echt interessante Becken,
- 1:43:37die ich auch in meiner Range so gar nicht hatte. Von daher ist es wirklich interessant.
- 1:43:42Für mich auch ein ganz anderer Sound, der sehr spannend ist,
- 1:43:45der sehr inspirierend ist.
- 1:43:46Und wie die Becken so sind, das hört ihr jetzt im Interview.
- 1:43:50Also nicht Quatsch, im Interview.
- 1:43:52Im Geertschag hört ihr das jetzt natürlich. Im Interview mit dem Becken.
- 1:43:56Im Interview mit dem Becken. Genau. Ich gehe in eine, eigentlich eine schöne
- 1:43:59Umschreibung, ich gehe in Konversation mit dem Becken. Wow.
- 1:44:03Also Filmer. Bäh.
- 1:44:18Heute beschäftigen wir uns mit dem Byzanz Artist's Choice Symbol Set von Mike
- 1:44:25Johnson mit der Bezeichnung AC56.
- 1:44:30Und es sind alles B20-Böcken, handgehämmert zu den Spezifikationen des Mike
- 1:44:37Johnson Artist's Choice Symbol Setups.
- 1:44:40Das ist hier einmal die 15 Zoll Byzanz von der Reserve Hyatt in 15 Zoll.
- 1:44:48Man sieht hier eine sehr starke Hämmerung und die Becken klingen sehr sehr dunkel.
- 1:44:54Dann habe ich zum einen das 20 Zoll Extra Thin Hammered Crash oder Bison Serie.
- 1:45:01Und das von Mike Johnson entwickelte 21 Zoll Transition Ride.
- 1:45:08Und Spoiler vorweg, das Ride-Simmel finde ich wirklich mega.
- 1:45:12Also es ist ein cooles Ride-Becken.
- 1:45:14Kommen wir aber dazu, euch die Becken im Einzelnen einmal vorzustellen.
- 1:45:18Beginnen wir mit der Hyatt.
- 1:46:30Also sehr schön, ich finde so im Klang ein bisschen waschiger heißt,
- 1:46:35wie gesagt in 15 Zoll gehalten.
- 1:46:40Kommen wir zu dem Extra-Syn Hermat 20 Zoll Crash.
- 1:46:48Okay, mal einmal nur das Crash alleine angeschlagen.
- 1:48:08Jetzt noch einmal angespielt, quasi als Ride, nicht als Crash-Ride,
- 1:48:13sondern wirklich mit der Spitze in der Mitte des Rides.
- 1:48:17Genau, es hat auch Ride-Qualität. Ich wollte gerade schon Ride sagen,
- 1:48:20ist es natürlich nicht. Es ist ein Swing-Crash und man merkt auch, wie schön es öffnet.
- 1:48:26Der Sound ist auch lange da, das mag man oder mag man nicht.
- 1:48:30Aber wenn du auf dieses Becken schlägst, habe ich so das Gefühl,
- 1:48:35dass das Becken so ein bisschen alles so tonal ein bisschen mit zudeckt.
- 1:48:40Das ist eigentlich ein sehr schöner Effekt.
- 1:49:22Kommen wir nun zu dem 21 Zoll Mike Johnson Signature Ride.
- 1:49:29Es ist raw, belassend stark gehimmert, dunkles Finish, aber trotzdem im Brilliant.
- 1:49:36Und die Beckenkuppe, was ich schön finde, ist sehr groß gehalten.
- 1:49:40Das heißt, leicht zu treffen.
- 1:49:43Und das Becken, finde ich, ist wirklich, es sagt auch in der Produktbeschreibung,
- 1:49:47dass es sehr vielseitig, versatile ist.
- 1:49:51Und das finde ich, es ist wirklich, es hat eine sehr klare Stockdefinition,
- 1:49:55ein gutes Crash-Wash, das heißt, es öffnet schön und fügt sich sehr schön zu
- 1:50:02den beiden anderen Becken, dem Crash und der Hyatt.
- 1:50:06Es gibt ein sehr, sehr schönes Gesamtbild.
- 1:50:09Jetzt einmal nur mit der Stockspitze.
- 1:51:58Ihr hört euch da, das Becken hat eine riesige Portion Wash mit dabei,
- 1:52:02aber ist trotzdem immer von der Beckenkuppe sehr definiert. Ich habe hier jetzt
- 1:52:07von Vic First die 55A spiele ich mit dem Tipp.
- 1:52:11Man kann natürlich, ich glaube, als Rone Ball, wenn du so einen runden Stickkopf
- 1:52:16hast, dann wird es wahrscheinlich nochmal artikulierter sein.
- 1:52:18Aber es ist, ja, also wie gesagt, es ist alles so ein bisschen,
- 1:52:21es hat Wash genug, es hat aber auch genug Definitionen dabei.
- 1:52:25Und das sind so Sachen, die finde ich natürlich dann ganz, ganz klasse.
- 1:52:29Hören wir mal einmal den Beckensatz im Gesangklang mit allen drei Becken.
- 1:53:44Ein wunderschöner Beckensatz, den ihr unbedingt ausprobieren solltet.
- 1:53:49Ihr habt natürlich jetzt die Becken Raw gehört, das heißt, da ist kein EQ mit drauf.
- 1:53:56Ich habe nur die Bass ein bisschen fetter gemacht und das Ganze natürlich lauter geschoben.
- 1:53:59Jetzt hört ihr nochmal eine Studioproduktion, wo ich so einen,
- 1:54:02was würde ich sagen, so Ambient-Rock-Style, einen Song da mitgemacht habe,
- 1:54:06wo ich die auch als Produktion abgemischt habe.
- 1:54:09Aber die Becken sind unheimlich durchsetzungsfähig. Das Crashbecken,
- 1:54:14muss ich sagen, gefällt mir immer mehr, weil was ich eben schon sagte,
- 1:54:16es legt sich ja so über den anderen Beckensatz. Die Hyatt immer klar herausstechend, das Ride auch.
- 1:54:22Also, wenn ihr neue Becken in Betracht zieht, einfach mal, oder besser gesagt,
- 1:54:27in Betracht zieht, euch zuzulegen, dann unbedingt probiert das mal aus und guckt
- 1:54:31mal, wie die euch so gefallen. Die gibt es natürlich auch einzeln,
- 1:54:33nicht nur als Pack, als Pack immer ein bisschen günstiger.
- 1:54:37Absolut, ja, unbedingt auschecken.
- 1:54:41Und jetzt nochmal viel Spaß mit so einer Produktion wie, ich würde so sagen,
- 1:54:45Ambient Rock oder sowas.
- 1:54:46Ich hoffe, euch hat der Gecheck Spaß gemacht und ja, checkt es einfach mal bei
- 1:54:50eurem Musikalienhändler, eures Vertrauens einfach mal die Becken aus.
- 1:54:55Das Mike Johnson Bison's Artisans Choice Symbol Setup.
- 1:55:01Euer Dirk. Viel Spaß mit dem Song. Ciao.
- 1:58:48Nach so viel Input lassen wir uns es natürlich nicht nehmen,
- 1:58:50euch noch unsere Empfehlungen der Woche auszusprechen.
- 1:58:53Und ich beginne ja mittlerweile traditionell und habe diesmal eine Buchempfehlung
- 1:58:57für euch. Ich war ja im Urlaub, wie man am Anfang des Podcasts hören konnte.
- 1:59:02Und im Urlaub habe ich endlich auch mal wieder mal Zeit zu lesen.
- 1:59:04Und ich habe ein Buch gelesen von einem Schlagzeuger, einem deutschen Kollegen.
- 1:59:09Benni Krepp. Und zwar ist es natürlich jetzt kein Roman, sondern er hat ein
- 1:59:17Buch geschrieben. Ich muss den genauen Titel nochmal nachschauen.
- 1:59:20Das Buch heißt Effective Practicing for Musicians.
- 1:59:26Und in dem Buch geht es eben darum, wie der Titel schon verrät,
- 1:59:28um das leidige Thema, sage ich einfach mal, üben.
- 1:59:32Und Benni will uns helfen, wie man gut übt, richtig übt.
- 1:59:38Er stellt da nicht eines, sondern er stellt da sein Konzept vor,
- 1:59:42was er über Jahre entwickelt hat.
- 1:59:44Und ich meine, wenn zwar Benni funktioniert hat, und ich meine,
- 1:59:48wie Benni spielt, das spricht ja für sich,
- 1:59:51scheint das auch übertragbar zu sein auf andere, Und zwar nicht nur auf Schlagzeug
- 1:59:55und Schlagzeug, sondern sein,
- 1:59:57Prinzip, sein Konzept ist eben für alle Musikerinnen und Musiker gedacht.
- 2:00:01Also allumfassend. Und es sind sehr interessante Sachen drin.
- 2:00:06Sagen wir mal so, es sind auch Sachen drin, die man, wenn man sich mit Üben
- 2:00:09überhaupt beschäftigt, auch schon selbstverständlich sein, ich sag mal, sollten.
- 2:00:14Aber es hilft auch immer wieder mal, es nochmal nachzulesen und nochmal vor
- 2:00:18Augen gehalten zu bekommen. Aber es sind ein paar interessante Sachen drin.
- 2:00:22Und es liest sich sehr gut. Wer Benni kennt, der weiß, er ist ein sehr lockerer
- 2:00:27Typ. Und so ist auch der Schreibstil. Er ist jetzt nicht wissenschaftlich,
- 2:00:29sondern er schreibt sehr, ich sag mal, informell, sehr locker.
- 2:00:35Natürlich ab und zu auch mal ein bisschen Witz dabei und so weiter und so fort.
- 2:00:39Also, das Buch gibt es auf seiner Homepage.
- 2:00:42Ist eine Empfehlung, wer sich mit dem Thema Üben auseinandersetzen sollte und
- 2:00:45das sollte uns alle angehen. Von daher...
- 2:00:49Eine Anmerkung. Deutsch oder Englisch? Weil du hast eben englischen Titel voll.
- 2:00:52Muss man des Englischen mächtig sein? Sollte man?
- 2:00:56Ich habe es auf Englisch gelesen. Ich glaube aber, aber das könnte ich nochmal
- 2:01:00nachgucken und verlinken, ich glaube, er bietet es auch in Deutsch an.
- 2:01:04Aber ist es denn Englisch, was man gut versteht? Oder wo du sagst,
- 2:01:07boah, ist schon... Nein, es ist ja nicht wissenschaftlich geschrieben. Okay.
- 2:01:11Es ist ja, wer sagt, sehr informell. Sagen wir mal so, mit meinem schlechten
- 2:01:14Schulenglisch bin ich durchgekommen.
- 2:01:16Genau, weil wir haben ja auch schon mal über das Buch gesprochen vom JP Pouvet.
- 2:01:20Und das finde ich geht schon, weil es auch Neurofussi, also so da in die Tiefe
- 2:01:25geht, das fand ich, da musste ich echt so ein paar Mal mir die Sätze,
- 2:01:28da hat einmal nicht gereicht.
- 2:01:29Nee, völlig anderer Stil. Ich habe ja beide gelesen.
- 2:01:32JB Pauvet ist natürlich auch erst mal Muttersprachler, muss man auch dazu sagen.
- 2:01:36Und schreit natürlich anders als ein Deutscher, der des Englischen sehr mächtig ist.
- 2:01:42Also Benni ist ja ein hervorragender Redner, auch auf Englisch.
- 2:01:45Also ich könnte das nicht so, also ich bewundere Benni nicht nur für sein Schlagzeugspiel,
- 2:01:48sondern auch wie er vor amerikanischem Publikum einfach redet,
- 2:01:53als wäre er Muttersprachler. Also das finde ich genial, großartig.
- 2:01:57Aber ein Mutterspracher schreibt wahrscheinlich dann doch im Stil auch anders
- 2:02:01als ein Nicht-Mutterspracher. Also das merkst du schon.
- 2:02:04JP Pouvet ist auch wissenschaftlicher aufgebaut, finde ich. Genau, viel.
- 2:02:09Und ich will jetzt Benni nicht das Wissenschaftliche absprechen, um Himmels Willen.
- 2:02:13Aber der Schreibstil ist deutlich lockerer und man kann ihm gut folgen.
- 2:02:18Und ich habe für das Buch, keine Ahnung,
- 2:02:21Keine Woche gebraucht. Und ich
- 2:02:23habe jetzt nicht irgendwie von morgens bis abends durchgelesen. Ja, ja.
- 2:02:26Das heißt nicht, dass es keinen Inhalt hat. Nein, nein, aber man kann es gut weg.
- 2:02:30Es liest sich gut weg. Genau, es liest sich gut weg. Ich musste auch keine Wörter
- 2:02:33nachschlagen oder nachgooglen oder sonst irgendwas, sondern man kann den Sinn
- 2:02:37ja immer erkennen. Also wenn man natürlich gar kein Englisch kann, wird es schwierig.
- 2:02:41Aber es sollte kein Thema sein. Aber ich meine, es gibt das Buch auch auf Deutsch. Okay.
- 2:02:49Ja, wird Sinn ja geben jetzt irgendwie. weil Muttersprachler.
- 2:02:53Und es gibt es auch nur auf Bennys Homepage, er hat es nicht offiziell verlegen lassen.
- 2:02:57Sondern es gibt es, soweit ich das gelesen habe, auch im Impressum des Buches,
- 2:03:03gibt es es nur auf seiner Homepage.
- 2:03:06Okay, cool. Kostet, ich kann auch, das habe ich ja nachgeguckt,
- 2:03:09kostet, äh, ich habe es nicht nachgeguckt. Doch, ich habe es nachgeguckt.
- 2:03:14Kostet 25,99 Euro und zwar nicht als E-Book. Ganz wichtig.
- 2:03:18Es ist ein Hardcover gebundenes Buch. Was ich sehr, sehr geil finde.
- 2:03:23Schön handlich, mega. Supi.
- 2:03:27Ich habe diesmal was ganz anderes, auch nicht so teuer, etwas zum Lutschen.
- 2:03:34Denn ist schon wieder Erkältungszeit ne, aber bei mir ist das jetzt so,
- 2:03:41es sind ja im Moment echt heiße Temperaturen kann man ja wirklich sagen draußen,
- 2:03:45und ich hab trotzdem immer das Gefühl, auch gerade wenn du auf Open Air Festivals
- 2:03:50spielst oder so besonders wenn es nach 10 ist, wird es dann doch manchmal frisch
- 2:03:54besonders wenn du schwitzt,
- 2:03:56und ich hab immer das Gefühl die Schlagzeuger sind auch auf großen Bühnen immer
- 2:03:59in so einem Durchgang oder Durchzug,
- 2:04:02irgendwo ist immer was auf und irgendwo kriegst du was und dann unterhält man
- 2:04:08sich ja auch so oder so bei der Musik, wenn man, man unterhält sich lauter,
- 2:04:12man merkt es dann meistens, wenn die Musik aufgehört hat und man rumschreit,
- 2:04:16und denkt dann irgendwie, oh Gott.
- 2:04:18Ich wollte jetzt nicht alle beschallen hier und ich hab dann manchmal so ein
- 2:04:22bisschen mit Heiserkeit zu kämpfen und diese Dallmanns Ingwer Salbei Bonbons,
- 2:04:28die haben mich geholfen.
- 2:04:29Nein, die sind einfach lecker, die schmecken gut und Und diese hier sind sogar,
- 2:04:35oh ne, die sind normal, ich dachte, die wären zuckerfrei, aber die sind doch
- 2:04:38zuckerfrei. Oben steht sich, dann habe ich doch richtig gelesen,
- 2:04:41die sind sogar zuckerfrei.
- 2:04:43Aber kann ich einfach nur empfehlen, gibt es in jeder Apotheke oder Drogeriemarkt,
- 2:04:48und schmecken auch noch gut, haben Vitamin C, haben Zink, also tut auch noch
- 2:04:53was, ihr tut auch noch was für euer Immunsystem.
- 2:04:56Also absolute Empfehlung, nicht nur für die Sommerszeit, sondern auch für die
- 2:05:01Winterszeit oder den Herr.
- 2:05:03Der kommt bestimmt. Ja. Nee, irgendwie echt finde ich immer ganz cool.
- 2:05:15Liebe Zuhörende, liebe Zuschauer, das war die 147. Ausgabe des Schlagabtausch-Podcasts, Podcasts, Podcasts.
- 2:05:21Vielen Dank, dass ihr dabei wart. Ich habe ja schon zwischendurch genügend Werbung
- 2:05:24für unseren YouTube-Kanal gemacht.
- 2:05:25Ihr dürft natürlich auch gerne auf Instagram vorbeischauen, in unserer Facebook-Gruppe,
- 2:05:29oder uns auch gerne schreiben an schlagabtauschpodcasts.gmail.com,
- 2:05:33wenn ihr Wünsche habt, Themenvorschläge,
- 2:05:36gerne auch Kritiken, wohl letzten Kritiken waren ja gar nicht,
- 2:05:38wir haben schon lange keine Kritik mehr gehört, außer dass wir vielleicht zu
- 2:05:42lang sein, aber Aber das war auch eher so, so, ne, eigentlich war super so.
- 2:05:50Immer weiter. Also, vielen lieben Dank, dass ihr uns die Stange haltet.
- 2:05:53Noch einmal ganz kurzer Aufruf, wenn ihr bei YouTube mal vorbeischaut,
- 2:05:56unbedingt auf Abonnieren drücken und uns teilen.
- 2:05:59Aber in dem Sinne, vielen lieben Dank.
- 2:06:02Ich wünsche euch erstmal alles Gute. Nicht so viel Schwitzen da draußen.
- 2:06:04Ich habe gehört, wie gesagt, wir haben jetzt August 2026, nicht 1926, sondern 2026.
- 2:06:11Es soll weiter noch etwas heiß bleiben. Gestern in den Nachrichten,
- 2:06:16Temperatur wieder bis 37 Grad, angekündigt in einer gewissen Region in Deutschland,
- 2:06:20also nicht so viel schwitzen.
- 2:06:22Versucht ein bisschen zu chillen und ich gebe das letzte Wort ab an unseren
- 2:06:27obergechillten Dirk Brand.
- 2:06:29Ja, genau, der hat nämlich noch ein bisschen Ferien. Das finde ich auch wirklich
- 2:06:32gut. Das ist jetzt das erste Mal, wo ich sage, boah, geil, ich muss noch nicht irgendwie ran.
- 2:06:37Aber dafür bin ich natürlich viel unterwegs.
- 2:06:40Ihr Lieben da draußen, es sind, finde ich, im Moment echt crazy Zeiten,
- 2:06:44finde ich wirklich. Nicht nur die Wärme, die Dürre, der Rhein hat kein Wasser
- 2:06:48mehr, in Anführungszeichen.
- 2:06:50Viele Sachen, wir haben mit Waldbränden zu kämpfen, Kriege und.
- 2:06:55Da ist das Richtige doch eigentlich die Musik. Die finde ich alle Völker,
- 2:06:58alle Menschen dieser Erde doch irgendwie berührt.
- 2:07:01Man muss nicht immer den gleichen Musikgeschmack haben. Aber ich finde,
- 2:07:03Musik und Musik machen verbindet einfach Kulturen, Menschen.
- 2:07:08Und das ist das Tolle am Trommeln. Daher finde ich auch, das war ich früher
- 2:07:13gar nicht so ein Fan von diesen Drum Circles. Aber je älter ich werde,
- 2:07:16mit irgendwelchen Leuten irgendwie zusammen mittrommeln. Das habe ich da vor
- 2:07:20kurzem noch bei Perkakaschen Kreativ erleben dürfen.
- 2:07:23Mit der Ricarda Rabe heißt sie, glaube ich, die das ganz wunderbar gemacht hat,
- 2:07:27wo alle Leute wirklich drauf losgetrommelt haben. Oder auch so,
- 2:07:30wenn ich Veranstaltungen, Workshops mache, ich war vor kurzem noch im Kindergarten,
- 2:07:34wo dann alle irgendwie mitgetrommelt haben.
- 2:07:36Ich finde, wir haben ein wahnsinnig tolles Instrument.
- 2:07:39Ihr Lieben da draußen, geht nett miteinander um, es sind wirklich lustige,
- 2:07:45nee, eigentlich, das war jetzt mehr als Metapher gedacht, das ist jetzt gar
- 2:07:48nicht oder Sarkasmus, sind eigentlich schwierige Zeiten.
- 2:07:52Passt auf euch auf, bleibt uns gewogen, seid nett zueinander, euer Podcast-Team.