Latest / Indiefilmtalk - Der Podcast über das Filmemachen | Produktion | Drehbuch | Regie / #199 | Genrefilm-Identität: Warum Genre mehr ist als Unterhaltung | Mit Arend Remmers
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- 0:02Speaker 0: Das Skandinavische hat so eine Identität, das Spanische hat solche Identitäten.
- 0:06Speaker 0: Was ist denn die deutsche Identität?
- 0:07Speaker 0: Was haben wir dann zu den Genres beizutragen was eine eigene Perspektive hat wo es eben nicht darum geht wie krasses aussieht und was für krasse Action Set Pieces das hat sondern eher über das Gegenteil fast schon.
- 0:30Speaker 1: Schön, dass ihr eingeschaltet habt beim Indie-Filmtalk Podcast und das hier bei unserer spannenden Folge dabei seid.
- 0:50Speaker 1: Denn heute dreht sich alles um den Genrefilm oder die Genreserie oder vielleicht anders.
- 0:55Speaker 1: Es dreht euch einfach um eine Serie, die dieses Genre als Vehikel nutzt, um eine spannende Geschichte zu erzählen.
- 1:03Speaker 1: Es geht um die Serie Oderbruch, die in die zweite Staffel dieses Jahr gekommen ist.
- 1:08Speaker 1: Genau wann und wie was, das werden wir gleich noch mal besprechen.
- 1:11Speaker 1: Aber vielleicht hat der ein oder andere auch schon von der Serie gehört, weil die erste Staffel ja recht erfolgreich war!
- 1:18Speaker 1: Ich habe gesehen, es sind dreizehn Millionen Downloads oder Zuschauer im Stream,
- 1:21Speaker 1: d.h.,
- 1:21Speaker 1: dass das schon einmal ein gutes Zeichen, sonst hätte ich auch keine zweite Staffeln wahrscheinlich machen dürfen... Und freue mich den Autor, der Co-Creator von Oderbruch sitzt hier bei mir Ahren Dremmerz und ich freue mich dass du hier bist.
- 1:34Speaker 0: Ja vielen Dank für die Einladung schön hier zu sein!
- 1:36Speaker 1: Wir haben gerade darüber geredet, dass es halt lustig ist, dass wir uns noch nicht so wirklich über den Weg gelaufen sind.
- 1:40Speaker 1: Weil ich hatte... Wir wissen vielleicht auch nicht alle aber ich hatte vorher wo das noch die Giornale gab.
- 1:46Speaker 1: Die war ja bei uns zum Teil schon zu Gast.
- 1:49Speaker 1: War ich auch mit dabei und habe da auch zum Teil die Presse gemacht glaube ich wenn ich mich recht ins Sinne ein paar Sachen in diese Richtung.
- 1:54Speaker 1: Und mindestens da hätten wir sehr treffen müssen!
- 1:56Speaker 0: Also haben wir wahrscheinlich auch.
- 1:57Speaker 0: Wir haben eben schon gesagt, wahrscheinlich standen wir schon vierzigmal nebeneinander und haben's nicht.
- 2:06Speaker 0: Ja,
- 2:07Speaker 1: das stimmt.
- 2:07Speaker 1: Das stimmt auf jeden Fall und auch ein spannender Grund warum wir jetzt darüber sprechen.
- 2:13Speaker 1: also super.
- 2:14Speaker 1: Vielleicht kurz Ahrens bevor wir starten.
- 2:16Speaker 1: was wir immer gerne machen ist wir fragen unsere Gäste das haben wir Christian gefragt es haben wir Adolfo gefragt ihr seid alle von Serial Entertainment ... was sie zum Film gebracht hat.
- 2:29Speaker 1: Sie ist grad so ein bisschen länger, dass du genug Zeit hast darüber nachzudenken wie du startest und du darfst dich jetzt mal drauf antworten.
- 2:33Speaker 1: Ähm
- 2:35Speaker 0: ja eigentlich ganz klassisch einfach Kindheits-Jugendraum eigentlich.
- 2:39Speaker 0: Also ich hab schon früh gemerkt... ...dass ich anders ins Kino gehe als meine Freunde.
- 2:45Speaker 0: Meine Freunde haben danach nicht solange Atem gehabt über den Film zu reden wie ich.
- 2:50Speaker 0: Wollten dann irgendwann das Thema wechseln!
- 2:52Speaker 0: Und ich hätte gerne den ganzen Abend darüber geredet und habe dann auch irgendwann gemerkt, dass ich alleine ins Kino gehe.
- 2:59Speaker 0: Das fanden alle meine Freunde immer mega weird und irgendwann hab ich es dann auch manchmal gar nicht gesagt.
- 3:02Speaker 0: aber ich war halt so auf einer Ganztagsschule und erinnere mich noch ganz genau wie ich.
- 3:07Speaker 0: Da gab's die erste Vorstellung.
- 3:09Speaker 0: in Mainz wo ich herkomme war immer um halb vier und meine Schule ging bis um drei.
- 3:15Speaker 0: Und ich musste voll rennen, also ich saß einfach total nassgeschwitzt in der Halbviervorstellung.
- 3:21Speaker 0: dann war ich nämlich zum Abendessen wieder zu Hause sozusagen und da habe ich schon gemerkt es ist was anderes für mich.
- 3:27Speaker 0: das ist nicht Unterhaltung sondern so.
- 3:29Speaker 0: Ich hab das einfach so genossen und hab auch alles geguckt.
- 3:33Speaker 0: Das hat irgendwas mit mir gemacht, einfach.
- 3:35Speaker 0: Das fing aber schon früher an so mit Bad Spencer und Thanos Hill gucken oder das erste Mal wo ich im Kino war, es war Basel der Mäusedetektiv und so.
- 3:43Speaker 0: Ich hab einfach so... Es hat einen anderen Impact irgendwie auf mich gehabt.
- 3:48Speaker 0: Man kann's dann nicht richtig beschreiben außer wie ich jetzt getan habe.
- 3:54Speaker 0: Aber daraus ein Beruf zu machen daran denkt man natürlich erst mal nicht.
- 3:58Speaker 0: Denkst immer nur okay film'.
- 3:59Speaker 0: ich liebe Filme Und alles möglich an Magazin.
- 4:04Speaker 0: Keine Ahnung, bleibst nachts auf und guckst die Oscars und lauter so Sachen wie man halt so macht.
- 4:08Speaker 0: als Teenager aber hatte in Mainz jetzt auch nicht das Netzwerk von Leuten wo man das Gefühl hat daraus entsteht ein Job oder eine Community und eine Perspektive dass man das auch in Zukunft irgendwie damit Geld verdienen kann überhaupt nicht.
- 4:22Speaker 0: Das war eher so eine Träumerei, bis ich ein bisschen Connection hatte zu Leuten in Berlin.
- 4:27Speaker 0: Ich hatte dann eine beste Freundin die nach Berlin gezogen ist und dann fing das erst so an dass ich dachte okay vielleicht sollte ich mal da hingehen in Praktikum bei einem Filmprodukt oder einer Filmproduktion machen.
- 4:37Speaker 0: Dann habe ich irgendwann gemerkt ja man kann das studieren und so.
- 4:40Speaker 0: und dann hab' ich mich auch nicht so getraut das zu sagen weil es klingt halt seltsam.
- 4:44Speaker 0: also zumindest in der Bubble wo ich herkomme alles irgendwie.
- 4:50Speaker 0: Ich war auch auf einer halt privaten Schule, Ärzte-, Anwälte-Architekten.
- 4:55Speaker 0: Du
- 4:55Speaker 1: willst Kunst machen?
- 4:56Speaker 1: Und
- 4:56Speaker 0: ich will Filme machen und es ist wirklich eher die Frage der Brotlose Kunst oder Träumerei.
- 5:04Speaker 0: Also hab das nicht so viel darüber gesprochen.
- 5:08Speaker 0: Hat er aber schon ein oder zwei Kumpels in Mainz mit denen ich dann so Amateurfilme gemacht habe.
- 5:14Speaker 0: Das war auch sehr lustig!
- 5:17Speaker 0: Erst als ich nach Berlin kam, habe ich gemerkt, es gibt keinen zurück mehr.
- 5:20Speaker 0: Das mache ich jetzt durch, als ich zum ersten Mal am Filmset war und eine Praktikung gemacht hab bei einer Produktionsfirma... Und da habe ich dann ganz schnell Leute kennengelernt.
- 5:29Speaker 0: Dann habe ich Adrian Topol kennengelernen.
- 5:31Speaker 0: Der hat damals als Schauspieler so ein bisschen seinen Durchbruch gehabt.
- 5:33Speaker 0: Er hat einen deutschen Fernsehpreis gewonnen genau zu der Zeit um uns kennengeletten und er hatte auch ein bisschen Geld verdient damit schon.
- 5:38Speaker 0: Meinte kommen wir neben uns im Büro, scheiß aufs Studium!
- 5:41Speaker 0: Wir gründen eigene Produktionsfilme.
- 5:43Speaker 0: also der war ja schon immer einfach sehr Angst befreit, sag ich mal und hat einfach Sachen gemacht.
- 5:49Speaker 0: Da hab' ich mich so dran gehängt.
- 5:51Speaker 0: Und bis heute sind es auch einer meiner besten Freunde immer noch... Aber das ist halt echt schon vor zwanzig Jahren klar.
- 5:56Speaker 0: Das ist unglaublich!
- 5:59Speaker 0: Ja und dann hat das angefangen.
- 6:00Speaker 0: Kurzfilme gedreht, Musikvideos gemacht.
- 6:02Speaker 0: Wir hatten auch schon darüber gesprochen was du alles machst und so ähnlich war das bei uns.
- 6:07Speaker 0: Wir haben einen Castingstudio eröffnet.
- 6:11Speaker 0: Machst natürlich jetzt kein Castingstudio, aber du machst halt alles wirklich andere im Filmbereich.
- 6:15Speaker 0: Und wir haben dann auch eben einen CastingStudio eröffnet um eigentlich die Miete für das Büro zu bezahlen.
- 6:20Speaker 0: Haben wir das Bürokastingsstudio vermietet mit dem ganzen Equipment und so weiter?
- 6:25Speaker 0: Und haben das lief dann aber erstaunlich gut dass wir dann irgendwann nur noch also sehr viel Castings gemacht haben als Service.
- 6:31Speaker 0: Wir haben nicht selber gecastet sondern die Caster die keine eigenen Räumlichkeiten hatten oder zum Beispiel Leute aus Köln kamen in Berlin Casting machen wollten sie dann zu uns gekommen Ja und dann merkst du halt irgendwann so, ja du musst auch schreiben.
- 6:43Speaker 0: Du wolltest doch Drehbuchautor werden?
- 6:45Speaker 0: Ich hab am Anfang auch so mit Regie geliebweugelt.
- 6:47Speaker 0: Am Anfang wenn man mich so genau weiß wo man hin will was es für Bereiche gibt Und bin über die ersten Regierfahrungen eigentlich aufs Schreiben gekommen Und hab mich in dieses Format einfach total verliebt und Drehbücher gelesen von meinen Lieblingsfilmen.
- 7:02Speaker 0: Und gemerkt, okay das ist irgendwie genau mein Ding so diese Blaupause für den Film oder diesen Bauplan und die ersten Inspirationen für den Filme zu schreiben.
- 7:10Speaker 1: Warum hast du gedacht nicht Regie sondern eher auf die Autorenschaft?
- 7:16Speaker 0: Ja, das ist eine gute Frage.
- 7:17Speaker 0: ich glaube es ist auch ein bisschen meine Mentalität einfach.
- 7:21Speaker 0: Ich war damals glaube ich noch ein bisschen scheuer.
- 7:23Speaker 0: bei den Ersten sag' ich mal dann haben wir mit der Adrian hatte sich eine der ersten Redcams geholt.
- 7:30Speaker 0: Also es war wirklich so die Nummer irgendwie, zweitausend oder so.
- 7:33Speaker 0: Oder Adrian wird schimpfen vielleicht auch die zweihunderts oder die zwanzigste?
- 7:36Speaker 0: Ich weiß nicht.
- 7:37Speaker 0: Das waren auf jeden Fall voll die neue Technologie Praktische Drehst digital in Filmlung und so.
- 7:43Speaker 0: Und damit habe ich dann einen Kurzfilm gedreht.
- 7:47Speaker 0: So ein Action-Marshall Arztfilm mit eskindiertes fei und zwenn rasche raschka.
- 7:52Speaker 0: hallo ihr beiden lange lange her.
- 7:55Speaker 0: das ist so krass wenn daran denkt wie lang es her ist.
- 7:57Speaker 0: Und ja, da habe ich schon gemerkt dass ich das nicht mein natürliches talent sowas alles zu managen den druck auszuhalten.
- 8:04Speaker 0: Ich meine das war noch mega klein.
- 8:05Speaker 0: ich war in einem teaming vielleicht von zehn leuten.
- 8:07Speaker 0: also es ist und trotzdem euch gemerkt so ah das da braucht man viel mehr erfahrung skills.
- 8:13Speaker 0: umso darf ich ein bisschen scheider vor gehabt.
- 8:16Speaker 0: zu der zeit Und beim Schreiben hatte ich die halt gar nicht, weil da saß ich alleine zu Hause.
- 8:21Speaker 0: Ich und mein Brain konnten sich das irgendwie... konnten sich die Sachen ausdenken.
- 8:25Speaker 0: Und es gab in unserem Netzwerk einfach auch niemand der das gemacht hat.
- 8:28Speaker 0: Das heißt, ich habe da irgendwie auch so eine... konnte irgendwas dazu beitragen und auch die Leute das Gefühl eigentlich mir das Feedback gegeben, dass ich das gut kann und so entwickelt sich das dann ein bisschen so.
- 8:37Speaker 0: Und dann hat das halt auch irgendwie funktioniert über viele Jahre.
- 8:41Speaker 0: Aber allerdings muss man sagen, es hat schon noch mal irgendwie zehn Jahre gedauert bis man da wirklich damit Geld
- 8:45Speaker 1: verdient.
- 8:47Speaker 1: Du meinst du musst auch so ein bisschen lernen dich auf das Schreiben zu fokussieren?
- 8:51Speaker 1: Damit du dich da weiter ausbildest.
- 8:52Speaker 1: vielleicht ist das auch nochmal spannend da nochmal kurz einzugehen.
- 8:55Speaker 1: wie hast du das versucht weiter zu forcieren als du wirklich sagst ich schreibe am Ende am Anfang verdienst er nicht damit.
- 9:00Speaker 0: genau das echt ist eine sehr gute frage weil Ich hatte dann wirklich so eine Sinnkrise.
- 9:04Speaker 0: Nach ein paar Jahren Lobterfilm hieß die Firma, die wir gegründet hatten und wenn dann so erfolge kommen wie das das Casting Studio super funktioniert sogar dass wir so noch ein zweites eröffnet hatten in Berlin.
- 9:15Speaker 0: Wenn man dann irgendwann Musikvideos dreht für Bushido oder so ne?
- 9:18Speaker 0: Und grundsätzlich auch tolle Projekte hat Budgets bekommt und es ist ganz schwer dann irgendwann sich selber einzugestehen aber das ist ja nicht das was ich machen wollte.
- 9:31Speaker 0: Das Gefühl hat, das entwickelt sich.
- 9:33Speaker 0: Aber entwickelt sich in die richtige Richtung?
- 9:35Speaker 0: Ich wollte doch schreiben und ich schreibe total wenig und hab auch nicht das Umfeld oder die Inspiration von Castings machen oder Musikvideos oder so.
- 9:45Speaker 0: Oder Imagefilme, Werbung allmöglichen Krempel.
- 9:48Speaker 0: Auch Kurzfilme natürlich auch ne aber es war nicht dieses Die Trajectory sag ich mal, in die du eigentlich hin willst und das spürst du dann halt nach ein paar Jahren?
- 9:56Speaker 0: Du hast ständig bist du ganz nah dran.
- 9:58Speaker 0: Da kommen auch krasse Leute zu dir machen da ihr Castings Regisseur, die du cool findest und so... Und die ganzen Caster und wir waren alle per du mit denen.
- 10:07Speaker 0: Du bist dann ganz nah dran und trotzdem total weit weg von dem, was du eigentlich machen willst.
- 10:11Speaker 0: Und dieses Gefühl hat sich nach ein paar Jahren irgendwann eingestellt, dass ich mich im Adren hingesetzt habe und es war auch schwer ihm zu sagen, ich muss hier einen Cut machen!
- 10:20Speaker 0: Ich muss hier raus und das war auch emotional und so.
- 10:24Speaker 0: Er hat das aber auch dann total verstanden um mich da extrem unterstützt.
- 10:28Speaker 0: Aber das ist dann erst mal ein Rückschritt weil du hast auf einmal weniger Geld.
- 10:34Speaker 0: Diese Struktur, die Adrian da auch aufgebaut hat.
- 10:39Speaker 0: Wir sind verbunden jeden Tag abgehangen, aber du bist nicht mehr so involviert.
- 10:44Speaker 0: und dann ... Du sag ich ganz ehrlich, ich hab nebenbei immer eine Videothek gearbeitet einfach um Geld zu verdienen.
- 10:52Speaker 0: Und irgendwie konnte ich einen kostenlosen Film ausleihen.
- 10:55Speaker 0: das war natürlich mega cool Versucht immer, egal was ich gemacht habe in irgendeiner Weise die Nähe zu halten.
- 11:03Speaker 0: Was ich machen will und so wie du es jetzt auch mache alles was du mir jetzt erzählt hast hat ja alles ist hier alles in der Branche Und dann musste ich da.
- 11:10Speaker 0: Ich war dann da in der Videothek auch irgendwann Filial-Leiter.
- 11:12Speaker 0: also ich hatte einen festen Fulltime Job als Videothekkfilialleiter und ich hab gemerkt dass ich komme nicht raus ich komme immer durch dieses Geld verdienen kriege ich nie Dieses Gefühl.
- 11:24Speaker 0: und da sind wir auch anders als die Amis.
- 11:27Speaker 0: bei den Amis ist es so, die machen zwei Jobs und schreiben dann nachts ihre Drehbücher.
- 11:30Speaker 0: Die haben so eine krasse Mentalität.
- 11:31Speaker 0: ich habe gemerkt, ich kriege das nicht hin muss ich ganz ehrlich sagen dass sich dann irgendwann auch in der Videothek gekündigt hab.
- 11:39Speaker 0: Bei Lopterfilm mehr oder weniger mich Abstand genommen hab Und tatsächlich Hartz IV bekommen hab mich voll aufs Schreiben zu konzentrieren.
- 11:49Speaker 0: Und ich hab das fast so eine Art Förderung gesehen, die ich mir irgendwie genommen habe.
- 11:54Speaker 0: Darüber müssen wir später noch reden, ob du es rausschneidest.
- 11:59Speaker 0: Aber... Ich hab das für mich tatsächlich so gesehen und gesagt ja, dass ist Scheiße!
- 12:03Speaker 0: Das ist was ich nie machen wollte.
- 12:04Speaker 0: aber man fühlt sich dann auch echt scheiße wenn du zu einem Amt gehst und so und denkst so Alter, das ist irgendwie Rock Bottom irgendwie auf einer Art ne?
- 12:11Speaker 0: Aber ich hab gemerkt, ich bin halt so, ich brauch diese Zeit ähm..und dann Redest du auch mit den Leuten und die sagen, was willst du machen?
- 12:18Speaker 0: Wenn sie dir der Jobs anbieten wie bei Edeka Regale auffüllen oder bei Rewe.
- 12:22Speaker 0: Und dann sagst du ja, du willst Drehbuchautor werden, dann schmunzeln die halt.
- 12:27Speaker 0: Und innerlich denkst so Alter... Fuck you's!
- 12:30Speaker 0: Aber da bin ich echt irgendwie durch und das ginge auch in Anführungsstichen nur ein Jahr.
- 12:36Speaker 0: Trotzdem war es ein langes Jahr und in dem Jahr habe ich einen Buch geschrieben.
- 12:38Speaker 0: Das war Aslan für Erkan Aja, der mir auch dafür ein bisschen Geld gegeben hat.
- 12:42Speaker 0: Es war nicht genug um davon ein Jahr zu leben Und das war mein erstes Drehbuch nach, ich glaube es war auch nach Schneeflöckchen noch.
- 12:52Speaker 0: Oder es war so parallel.
- 12:53Speaker 0: Schneeflöckchchen ging ja auch irgendwie fünf Jahre.
- 12:55Speaker 0: Das war mein erster Spielfilm der auch gemacht wurde.
- 12:58Speaker 0: also den haben wir auch komplett selber finanziert können wir auch nochmal später darüber reden?
- 13:01Speaker 0: aber und dieses Buch wurde dann halt app-optioniert.
- 13:05Speaker 0: Ich glaube am Anfang bei Bärford Films sogar Also weil Til Schweigers Produktionsfirma da gab's ein bisschen Geld und so.
- 13:12Speaker 0: und dann das würde jetzt zu weit führen.
- 13:14Speaker 0: Lernst du Leute kennen und aus Aslan ist bis heute nichts geworden, aber die Leute fanden das Buch gut.
- 13:22Speaker 0: Und dadurch habe ich wiederum zum Beispiel Benjamin Munz den Produzenten, denen auch schon lange zwar kannte, aber er mich noch nicht so wahrgenommen hat.
- 13:32Speaker 0: Er hat aber von Asslern wiederum gehört und wir sind ins Gespräch gekommen.
- 13:36Speaker 0: Und er hat gehört, dass ich bei Berfurt einen Optionsvertrag bekommen habe.
- 13:39Speaker 0: Du wirst anders wahrgenommen!
- 13:41Speaker 0: Es ist einfach so.
- 13:41Speaker 0: Dann stand ich neben Munz mal an der Ampel und hab gemeint, hey, ich bin übrigens Ahren.
- 13:45Speaker 0: Wir haben es schon tausendmal gesehen.
- 13:46Speaker 0: Ich wollte mich noch richtig vorstellen.
- 13:47Speaker 0: Ja ja, ich habe gehört du hast hier bei Berfried und so... Und dann hat er mich vorgeschlagen für einen offenen Pitch, für den Crow-Film.
- 13:54Speaker 0: Der später unsere Zeit ist jetzt gewonnen und diesen Pitch habe ich dann gewonnen sozusagen.
- 13:58Speaker 0: oder die wollten meine Idee machen.
- 14:00Speaker 0: Das war damals alles von Sebastian Fruner initiiert der auch heute ein erfolgreicher Produzent ist.
- 14:05Speaker 0: das jetzt bei Studio Babelsberg Traumfabrik Da wird auch da wieder zusammen angefangen was Neues zu machen.
- 14:12Speaker 0: aber im System und es kam eigentlich wirklich zurückgeführt auf diesen Cut machen Ein harten Cut machen in volles Risiko ein Drehbuch schreiben.
- 14:22Speaker 0: Und das war für mich, da habe ich alles auf eine Karte gesetzt und mit diesem Drehbuch muss irgendwas
- 14:26Speaker 0: passieren.".
- 14:27Speaker 0: Und glücklicherweise hat es dann irgendwie über Umwege halt geklappt.
- 14:32Speaker 0: So kommt eines zum anderen.
- 14:33Speaker 0: Aber
- 14:33Speaker 1: studieren hattest du darüber nachgedacht oder ganz am Anfang hast du kurz erwähnt gehabt?
- 14:37Speaker 1: Aber sonst genau in dieser Zeit wo du gesagt hast okay ich mache jetzt einen Cut hier könnte man ja auch sagen ok dann anstatt jetzt selber das irgendwie zu versuchen Schreib ich mich, versuch ich zumindest mal den Platz kriegen in der anderen Frage.
- 14:50Speaker 1: Aber genau hast du irgendwie daran gedacht oder gar nicht?
- 14:52Speaker 0: Ja ja total, DFB und HF wollte ich dann Drehbuch studieren.
- 14:56Speaker 0: Ich glaube am Anfang sogar noch Regie.
- 14:58Speaker 0: Das Problem ist dass ich mich in der Schule schon schwer getan habe.
- 15:02Speaker 0: Und der Bewerbungsprozess allgemein hat für mich schon so nach Schule gerochen und nach so wenig praktischem machen... ...und ich bin wirklich so ein Macher!
- 15:13Speaker 0: über irgendwas theoretisieren, das ist nicht meins.
- 15:17Speaker 0: Und diese Bewerbung ich weiß nicht wie viel ich gemacht hatte vielleicht zwei pro Schule vielleicht auch nur eine ich weiß es nicht mehr genau die habe ich schon so ein bisschen halbherzig gemacht und Deswegen war ich auch nicht überrascht, als ich abgelehnt wurde.
- 15:32Speaker 0: Ich glaube, ich wurde einmal in der DFFB und einmal an der HFF abgelehmt... ...und glaub' ich die zweite Bewerbung habe ich dann gar nicht mehr abgegeben oder so.
- 15:38Speaker 0: Also ich bin da irgendwie so raus, ich hatte nicht die Motivation das durchzuziehen mit dem Studium.
- 15:45Speaker 0: Auch wenn ich sie beneidet hab, die Leute, die da sind.
- 15:47Speaker 0: Weil ich hab natürlich dann im Tag auf eine Tür mir das alles angeguckt und hab schon davon geträumt dazu wohnen, ja, dazu arbeiten und sich zu entwickeln.
- 15:57Speaker 0: Und jetzt sitze ich in so Panels an der HFF und redet über Oderbruch.
- 16:01Speaker 0: Und sehe diese Leute, denkt mir ja, beneidet die immer noch ein bisschen für das.
- 16:05Speaker 0: Für diese Community und diese Bubble, die sie haben.
- 16:08Speaker 0: Witzigweise trefft mich jetzt hier danach auch gleich mit den Autoren, die eine HFF studiert und finde es total cool, was sie so erzählt und würde auch sagen hey jeder muss da sein Weg finden.
- 16:18Speaker 0: meiner war's halt irgendwie nicht Aber ich habe natürlich das mal ein paar Jahre versucht, hat aber eher dann zu dem Frust beigetragen.
- 16:26Speaker 0: Zu dieser Sinnkrise die ich dann irgendwie hatte.
- 16:27Speaker 0: Die Bewerbung klappt irgendwie näher.
- 16:30Speaker 0: Ich bin jetzt hier im Mach-Casting-Studios-Arbeit in den Videotheken und will Filme machen.
- 16:33Speaker 0: Und ich bin noch so weit weg davon.
- 16:36Speaker 0: Ja ja.
- 16:37Speaker 0: Und der entscheidte... Ich bin heute froh und stolz dass ich einmal diesen Cut gemacht hab ohne Hätte das wahrscheinlich sich noch ewig in die Länge gezogen?
- 16:48Speaker 1: Ne, aber spannend was du da erzählst.
- 16:50Speaker 1: Du hast ja kurz auch ein paar Projekte von dir schon erwähnt gehabt, so wie Schneeflöckchen... ... in Deutschland gar nicht so bekannt war am Anfang, ne?
- 16:57Speaker 1: Und dann so ein bisschen seine Reise gemacht.
- 16:59Speaker 1: Über
- 16:59Speaker 0: die Giornale vor allem!
- 17:00Speaker 0: Genau,
- 17:01Speaker 1: stimmt.
- 17:01Speaker 1: Über ihre Giorhnale auch hier gesehen wurde aber eher davor ja... ...durch die Welt gereist ist.
- 17:07Speaker 1: und hat es die Sichtbarkeit von Schneepflöckchen dir auch geholfen zum Beispiel bei Auslern oder war das dann genau da wie...?
- 17:15Speaker 0: Ich glaube, Aslan war dann das Buch, wurde dann optioniert bevor Schneeflöckchen fertig war.
- 17:21Speaker 0: Das hat sich alles überschnitten.
- 17:23Speaker 0: Ich glaube schon den Flöckchern kamen an im Jahr zwei Tausend Siebzehnt erst raus.
- 17:26Speaker 0: Wir haben insgesamt zwei drei Jahre gedreht und noch mal zwei Jahre Postproduktion.
- 17:32Speaker 0: Insgesamt war der Prozess, ich glaube wir haben so zwölf, zweitens dreizehn angefangen mit dem Film am meisten dann sogar geholfen.
- 17:41Speaker 0: Also ein fertiger Film hilft natürlich noch mehr als einen Drehbuch an und in Deutschland hatten wir da erstmal keine guten Karten so, ne?
- 17:52Speaker 0: Wir hatten mega Unterstützung von Cape Light Pictures und ganz vielen anderen auch vom Sinister Oliver Fock.
- 17:58Speaker 0: der hat uns super unterstützt.
- 18:00Speaker 0: das Fantasy Film Fest aber auch beim Fantasy Film fest gab es eher so Mal gucken, wie das läuft.
- 18:09Speaker 0: Und die Skepsis war schon da... Ich werde auch nie vergessen, wir haben den ersten Rohschnitt von dem Film gesehen und danach war Totengräberstimmung weil wir gedacht haben ach du Scheiß was haben wir hier zwei Jahre gedreht?
- 18:20Speaker 0: Du hast als so Momente wo man schon immer wieder ins Zweifeln kommt was man da gemacht hat.
- 18:25Speaker 0: aber dann gab es ein Einschneidendes Erlebnis.
- 18:28Speaker 0: Wir haben uns entschieden wirklich auch da wieder all inzugehen und sagen okay wir nehmen jetzt bei Das K-Pi Pictures ist eng mit dem Fantasy Filmfest verbunden und die haben uns unterstützt und gesagt, wir geben euch zum besten Urzeit das Kino Acht damals noch im Sony Center.
- 18:42Speaker 0: Im Sinnes da!
- 18:44Speaker 0: Aber es ist ein tough crowd.
- 18:46Speaker 0: Und wir so, oh shit, soll das machen?
- 18:48Speaker 0: Komm, wir machen's jetzt.
- 18:49Speaker 0: Wir machen die Hütte voll.
- 18:52Speaker 0: Die Stunde der Wahrheit.
- 18:55Speaker 0: Es war der erste Mal, dass der Film gezeigt wurde.
- 18:57Speaker 0: Er war wirklich im größten Kino in dem Kino, Das war unser Heimkino, also wir sind da immer hingegangen.
- 19:04Speaker 0: Es war auch mega cool bis heute ein unvergessliches Erlebnis und wir haben dann echt die Werbetrommel gerührt in unserem Freundesgras und haben wirklich das letzte Ticket verkauft von der Vorstellung schon zwei Wochen vorher.
- 19:17Speaker 0: Und das Fan dieser Filmfest war so ja okay cool seid ihr sicher?
- 19:21Speaker 0: Zieht euch warm an!
- 19:22Speaker 0: Und dann wurde der Film echt richtig gut aufgenommen.
- 19:25Speaker 0: Natürlich waren viele, es war schon so ein halbes Family-and-Friendscreening, aber das hat uns sehr motiviert und das hat auch uns befeuert den Film überall auf Weltweit auf Festivals einzureichen allen voran Erik Sonnenburg, der da wirklich wie viel hundert E-Mails geschrieben hat die Bewerbung auch immer sehr persönlich gemacht hat und das lief dann auch erstaunlich gut.
- 19:47Speaker 0: Dann sind wir echt bei großen Festivals gelaufen Und dann haben wir da auch noch teilweise Preise gewonnen, eine Publikumspreise.
- 19:55Speaker 0: Insgesamt irgendwie, glaube ich, fünfzehn Preise geworden oder so und sind überall mit dem Film auch mit gereist.
- 20:00Speaker 0: Das war einfach mega geil!
- 20:01Speaker 0: Es hat so Spaß gemacht und da wurde der Film wirklich über.
- 20:04Speaker 0: Ist ein gut... ist einfach ein richtiger Festivalfilm, ne?
- 20:06Speaker 0: Der ist völliger Quatsch auf einer einen Art, aber natürlich steckt da unser ganzes Herzblut und es mir glaube ich bis heute bin ich da stolz drauf und merkt man den Film auch an Und er wurde einfach wirklich in der Genre-Community und Festival-Community sehr gut aufgenommen.
- 20:19Speaker 0: Das hat sich dann wiederum bis hin, als wir wieder gefühlt, als der Film zurück nach Deutschland kam, hatte man schon in der Branche davon gehört.
- 20:28Speaker 0: Wir haben den Film natürlich auch Leuten wie Christian Albert geschickt, der wiederum total das Herz zu solche Filme hat, weil er selber aus der Indie-Selbstmachbranche kommt sozusagen.
- 20:39Speaker 0: Aber Szene halt!
- 20:44Speaker 0: Und das hat nochmal auch in den Branche, die Leute die Genre machen wollten.
- 20:52Speaker 0: Das haben sie schon voll wahrgenommen was wir da gemacht hatten und dass wir aus Deutschland heraus einen Film gemacht haben der Internationalpreise gewinnt und auf Blu-ray rauskommt.
- 21:02Speaker 0: und es war schon echt eine coole Reise und das konnten wir auch immer als Visitenkarte nehmen.
- 21:09Speaker 0: und dann waren wir noch mal zusammen in LA.
- 21:11Speaker 0: Adolfo und ich Die Amis haben den Film mega geliebt.
- 21:15Speaker 0: Der Film wurde bei CIA in der Agentur gescreened und also für alle, die kommen wollten und gucken wollten und wurde da auch super aufgenommen.
- 21:22Speaker 0: Und die Amis habe noch mal... noch mal auch krassere Liebe für dieses selber das gemachten selber machen völlig über die Stränge schlagen und so Raw Talent ein bisschen zu entdecken.
- 21:36Speaker 0: Da haben die uns sofort gesigned und auf einmal waren Adolfo ich wegen Schneeflöckchen bei CNA gesigned, da haben wir noch so ein Foto vor dem Gebäude gemacht.
- 21:42Speaker 0: Wir waren beide so.
- 21:43Speaker 0: okay das ist völlig crazy so ne?
- 21:46Speaker 0: Dann träumst du natürlich erst mal irgendwie da ein paar Monate zuhause.
- 21:49Speaker 0: So remade es so aber es ist natürlich nicht so.
- 21:52Speaker 0: Du bist eine Karteileiche in einer gigantischen Agentur.
- 21:56Speaker 0: Und trotzdem haben sich Sachen daraus ergeben natürlich.
- 21:59Speaker 0: Du hast natürlich Meetings dann gibt's diese... sagt man so water bottle tour.
- 22:03Speaker 0: du wirst dann von deinen agenten durch l a geschickt und bist dann halt aber wirklich in den krassesten gebäuden und bei dem krasssten firm.
- 22:11Speaker 0: also adolf und ich hatten ne mega zeit also wir waren noch mit anderen wir waren auch mit moritz morda das hat sich irgendwie so gefügt mit peter torwart mit christoph heimer mit denen ich ein kurzfilm gemacht hatte.
- 22:21Speaker 0: wir waren irgendwie alle zusammen teilweise geplant teilweise zufällig Und das war eine mega coole, aufregende Zeit.
- 22:29Speaker 0: Weil parallel lief schon Boykills World so ein bisschen und dann halt da bei diesen Produktionschen die wollen nicht einfach kennengelernt sozusagen.
- 22:36Speaker 0: Das nennt sich Water Bottle Tour weil du überall genauso ne Wasserflasche angeboten bekommst sozusagen.
- 22:41Speaker 1: Aber Boykill's world lief da schon?
- 22:43Speaker 1: Nein
- 22:43Speaker 0: es lief nur also praktisch glaube so in der... Genese sozusagen.
- 22:48Speaker 1: Das müssen wir kurz erzählen, weil Beugels World ist ja nochmal ein...
- 22:51Speaker 0: Die Timeline bringe ich alle durcheinander hin.
- 22:53Speaker 1: Weil die Leute haben sicher nicht alle deine IMD wie durchgelesen bevor sie in den Berg gehen.
- 22:58Speaker 0: Ja das wurde dann noch turbulent
- 23:01Speaker 1: auf jeden Fall!
- 23:04Speaker 1: Bei Boykids World ist ja eine internationale Produktion, also gar nichts aus Deutschland in dem Fall sogar.
- 23:10Speaker 1: Also meintest du vorhin glaube ich US und Südafrika?
- 23:13Speaker 0: Ja genau später das wurde mit einem südafrikanischen Produktionsfirma gemacht.
- 23:17Speaker 1: Das heißt wie kam der Weg dorthin?
- 23:20Speaker 0: Also es ist wirklich schwer jetzt mit den Timelines aber... nicht lange nach schnell flöckchen und schnell flökchen hat so eine relativ lange halbwertzeit gehabt.
- 23:30Speaker 0: also wir haben wirklich den film jahr lang oder vielleicht sogar über ein Jahr lang rum geschickt.
- 23:35Speaker 0: immer wieder sind wie gesagt dann mit dem film immer nach amerika gegangen und Und auch festivals leute kennengelernt.
- 23:42Speaker 0: so es lief alles sehr lang und parallel irgendwann Mit dem selben spirit und den habe ich bis heute ist einfach auch irgendwelche verrückten sachen anschieben.
- 23:52Speaker 0: und mit dem ähnlichen spirit, wie wir auch schnell Flöcken gemacht haben hab ich, es gibt so einen Marschelaarzt Actionchoreograph der heißt David Zatarski.
- 24:01Speaker 0: Der ist einfach unfassbar talentiert und er hat mal so ein Real gemacht wo er extrem brutale Marschelarts zeigt und er ist halt extrem gut da drin.
- 24:10Speaker 0: Und ich habe irgendwie so den Tagtraum aber gehabt mit dem man was zu machen, habe mich mit ihm getroffen und gesagt komm irgendwie in Filmprojekt, ich weiß nicht wie, aber irgendwas so.
- 24:16Speaker 0: und dann, ja ich hab mal Bock sowas im Dschungeln und so'n Schamane trimmiert mich also so fing das erst mal völlig rudimentär ne?
- 24:24Speaker 0: Und ich hatte schon länger die Idee für eine Figur, der Taubstum ist.
- 24:27Speaker 0: Ein Action-Held, der taubstumm ist und nichts hören kann... Das wäre irgendwie cool mit dir!
- 24:33Speaker 0: Aber ich kam auch so ein bisschen auf die Idee weil ... Weil David sich dann auch komplett nur aufs Martial Arts und das Action konzentrieren konnte.
- 24:41Speaker 0: Und praktisch um die G-Stick und Mimik, darüber das Schauspiel.
- 24:44Speaker 0: Das wird vielleicht irgendwie auch lustig!
- 24:47Speaker 0: Es war einfach ein Hirnfots würde ich jetzt erst mal sagen... Aber mit diesem Hirnforz habe ich den Moritz angerufen.
- 24:51Speaker 0: Ich hab da so einen Hirnfortz.
- 24:53Speaker 0: David taubstumm, er verprügelt Metzger hat irgendwelche Leute um ... klassische Revenge Story.
- 25:02Speaker 0: hast du Bock uns mal zu treffen?
- 25:03Speaker 0: Ja klar wir treffen uns.
- 25:07Speaker 0: Hat super geklärt, ich kannte Moritz auch schon länger und wir haben uns einfach super verstanden.
- 25:12Speaker 0: Moritz ist in dem Genre noch mega zu Hause und dann hat er super geile Ideen.
- 25:16Speaker 0: Es hat megagut harmoniert.
- 25:18Speaker 0: Wir hören die Stimme von ihm im Kopf während der kämpft und so... Dann haben wir uns noch mit Reza Progerdi zusammengetan, der eine der Produzenten und auch die Hauptrolle spielt in Schneeflöckchen.
- 25:26Speaker 0: Und einer der Produzenten ist... ...der einfach auch verrückt genug ist um sowas irgendwie zu finanzieren in irgendeiner Form.
- 25:31Speaker 0: weil wir hatten dann die Idee ein Teezer zu drehen, Trailer!
- 25:34Speaker 0: Ein Fake-Trailer also praktisch wird tun so als ob es einen fertigen Film gäbe.
- 25:38Speaker 0: den gibt's aber gar nicht Weil wir gemerkt haben diese Idee mit dem Taubstumm dessen Stimme du im Kopf hörst aber die ganze Zeit als Voiceover.
- 25:45Speaker 0: Das klingt auf dem Papier noch zu absurd.
- 25:48Speaker 0: Und wenn man den Humor, den wir uns vorgestellt haben, muss man irgendwie zeigen und der Moritz hat gesagt ich drehe uns da ein Trailer, ne?
- 25:55Speaker 0: Wenn wir irgendwie ein bisschen Geld zusammen kriegen und dann saßen wir wirklich bei Reza in der Küche David, Reza, Moritz und ich und haben gesagt kommen wir ziehen es jetzt durch Wir probieren das irgendwie.
- 26:05Speaker 0: Ich habe einen Drehbuch für einen Teaser geschrieben mit Moritz zusammen.
- 26:08Speaker 0: Wir haben natürlich diese ganze Geschichte auch einen Treatment glaube ich zu dem Zeitpunkt schon angefangen zu schreiben Und Reza hat tatsächlich Geld zusammengekriegt und hat ein paar Drehtage auf die Beine gestellt mit einem super Team, alles wirklich Action-Kamera-Experten.
- 26:26Speaker 0: Die wirklich also auch auf Hollywood-Nebel arbeiten, die dann gesagt haben okay wir arbeiten hier probieren dieses Ding diesen Trailer zu drehen im Prinzip wie schnell Flöckchen in Kleinen.
- 26:34Speaker 0: Ich weiß nicht wann es waren zwei drei Dreh Tage Und der Trailer ist wirklich mega krass geworden.
- 26:39Speaker 0: Also den kann man noch googeln, den findet man auch irgendwie im Boykills World Teaser.
- 26:43Speaker 0: Ich glaube irgendjemand hat ihn mal geliegt.
- 26:45Speaker 0: und mit diesem Teaser... und ich weiß, waren wir ein oder zweimal alle zusammen in der der?
- 26:50Speaker 0: Ich weiß es nicht mehr genau, ich bring das ein bisschen durcheinander vielleicht aber mit diesen Teasers war Moritz dann und es kann sein dass das da auch war wo wir mit Schnäflöckchen da waren.
- 26:57Speaker 0: Ich bin mir sogar relativ sicher!
- 26:58Speaker 0: War er, gab's diesen Teaser schon?
- 27:00Speaker 0: Moritz war mit diesem Taser da hatte einen Kontakt zu einem Manager Der hat den durch die ganze Stadt geschickt und dann gab es wirklich krasses Interesse an diesem Film.
- 27:12Speaker 0: Von Namen, wo wir selber gedacht haben das kann nicht sein.
- 27:14Speaker 0: Das ist völlig absurd.
- 27:16Speaker 0: Dave
- 27:16Speaker 1: Bautista spielt?
- 27:18Speaker 0: Ja keine Ahnung.
- 27:19Speaker 0: also ich war einfach so ja dann hast du so gesagt ja die Russell Brothers haben das gesehen und finden es mega und dann heißt der Name Sam Raimi.
- 27:27Speaker 0: er ist schon mal irgendwie gefallen und wir sagen das kann nichts sein.
- 27:30Speaker 0: Also weil zu dem Zeitpunkt waren wir schon so ja da wird auch viel geredet Ja, und dann Flash Forward irgendwie.
- 27:36Speaker 0: ein paar Tage später hatte der Moritz eine Einladung zu Sam Raimi.
- 27:40Speaker 0: Ich glaube sogar zu Hause oder bei ihm im Büro.
- 27:42Speaker 0: Moritz korrigieren mich wenn ich falsch lege in den Kommentaren.
- 27:46Speaker 0: Ich saß gleich im Starbucks und hab eigentlich die ganze Zeit auf mein Handy geguckt wann Moritz mich endlich anruft.
- 27:51Speaker 0: Und dann rief er mich an und sagt ja das war mega.
- 27:55Speaker 0: Also die Kurzfassung ist ja der wildes Projekt machen Die kaufen es und ich darf Regie machen.
- 28:01Speaker 0: du darfst Drehbuch schreiben.
- 28:02Speaker 0: Ich hab geschrien, ne?
- 28:03Speaker 0: Im Starbucks habe ich mich alle angeschaut.
- 28:05Speaker 0: Das wäre so ein Verrückter!
- 28:07Speaker 0: Aber es war wirklich in den Momenten so einen Traum der Enterfüllung geht.
- 28:10Speaker 0: Aber ich hatte immer davon geträumt auch auf Englisch zu schreiben und hab das auch immer geübt.
- 28:13Speaker 0: Mein erstes Amateur-Drehbuch war auch auf englisch und so... Also ich hab einfach diesen Traum gehabt wie wenn du Basketball spielst, träumst da von der NBA zu spielen.
- 28:22Speaker 0: Weißt du ist irgendwie absurd aber man hat's halt doch irgendwie in sich.
- 28:26Speaker 0: Und das war schon so ein Highlightmoment.
- 28:29Speaker 0: Es hat dann aber noch mal ewig.
- 28:31Speaker 0: Das Projekt war bestimmt zweimal totes und wurde wiederbelebt, hat Produktionsfirmen gewechselt.
- 28:37Speaker 0: Und da gab es natürlich lauter irre Erlebnisse in Abendessen mit Sam Raimi und Roy Lee.
- 28:43Speaker 0: Roy Lee ist auch einer der krassesten Produzenten in Hollywood.
- 28:45Speaker 0: Da sind dann so neben mir uns ein ganz scheuer schüchterner Mann.
- 28:51Speaker 0: Der Moritz noch viel mehr was, der für Calls hatte mit Schauspielern.
- 28:55Speaker 0: Ja, da bist du halt auf einmal in so Mast und Hollywood.
- 28:58Speaker 0: Und da müsst ihr den Moritz nochmal einladen, der kann aber schon auch viel krassere lustigere Stories erzählen.
- 29:03Speaker 0: Er hat den letzten Film letztendlich gedreht.
- 29:07Speaker 0: Ich war dann noch... ich durfte drei Fassung schreiben, was auch damal war und ich habe eine Einladung von der WGA bekommen.
- 29:14Speaker 0: Ich weiß noch wie ich vor dem Gebäude stand.
- 29:15Speaker 0: Das erste mal in der A war noch zehn Jahre vorher und dachte mir so eines Tages will ich in der WGA sein?
- 29:21Speaker 0: Es gehen ja schon Träume irgendwie in Erfüllung, auch wenn es nicht so romantisch und schön ist, wie man sich das vorstellt.
- 29:26Speaker 0: Aber das war schon mega cool.
- 29:29Speaker 1: Ich hab mal Robert Zemeckis als Jugendlicher für ein Drehbuch mal Fragen gestellt und habe an die WTA geschrieben, so nebenbei!
- 29:39Speaker 0: Geil.
- 29:40Speaker 1: Keine Antwort bekommen, aber...
- 29:41Speaker 0: Aber ja!
- 29:42Speaker 0: Das ist diese Träume, die man hat.
- 29:43Speaker 0: So was hab ich auch gemacht.
- 29:44Speaker 0: Ich habe Briefe an Martin Scorsese geschrieben.
- 29:48Speaker 0: Man macht verrücktes Zeug so ein bisschen.
- 29:50Speaker 0: Ich weiß noch, wie ich einmal George Lucas angelabert hab und neben ihm gelaufen bin.
- 29:53Speaker 0: Dieser Clip wurde tatsächlich in der Tagesschau gefilmt.
- 29:55Speaker 0: Und Kumpels haben mich in der ... Hey, ich hab dich gesehen, wie du mit George Lukas
- 29:58Speaker 1: geredet hast.
- 29:59Speaker 1: Kennt ihr euch?
- 30:00Speaker 0: Nee, ich habe den einfach voll dumm von der Seite
- 30:02Speaker 1: angequatscht.
- 30:03Speaker 0: Genau dieser Augenblick wurde zufällig gefilmt.
- 30:06Speaker 0: Egal, anscheinende Zeit noch.
- 30:09Speaker 0: Auf jeden Fall wurde ich dann.
- 30:10Speaker 0: leider, aber das ist auch typisch.
- 30:12Speaker 0: Du hast bei einem Projekt oft mehrere Autoren in Amerika und ich wurde nicht ersetzt.
- 30:17Speaker 0: Aber im Prinzip hat ein anderer Autor übernommen.
- 30:20Speaker 0: Glücklicherweise bin ich in L.A.
- 30:21Speaker 0: so eine Autorengruppe vernetzt und da war der auch drin.
- 30:24Speaker 0: Wir kannten uns schon zu einem totaler Zufall.
- 30:26Speaker 0: Er war mega nett und hat gesagt, ist es okay für dich?
- 30:28Speaker 0: Ja klar logisch!
- 30:30Speaker 0: Zu dem Zeitpunkt war ich den Oderbruch drin.
- 30:31Speaker 1: Da kam dieser Wechsel.
- 30:34Speaker 0: Das ist ganz normal in Amerika, wenn ein Projekt mal irgendwie tot ist was es auf jeden Fall war.
- 30:39Speaker 0: also nachdem ich drei Fassungen geschrieben hatte war das Projekt einfach mal.
- 30:42Speaker 0: die Produktionsfirma wollte nicht mehr machen.
- 30:44Speaker 0: Das kann Moritz alles Detaillierter erzählen.
- 30:46Speaker 0: aber und wenn da eine neue Produktionsfilma kommt mit neuen frischen Wind sag' ich mal die wollen dann vielleicht auch einfach ihren Autoren wie sie kennen reinbringen.
- 30:55Speaker 0: Darauf hatte ich mich mental schon darauf vorbereitet, da war ich nämlich auch mal einen Tag traurig.
- 31:00Speaker 0: Ich konnte das eh nicht leisten.
- 31:01Speaker 0: Ich hätte es nicht machen können, weil zu dem Zeitpunkt ... Das war schon so viele Jahre später da war ich mitten in den Oderbuch drin.
- 31:06Speaker 0: Das heißt, ich hab Moritz und rief mich dann irgendwann an... Und der war auch so geknickt, weil er es tut mir leid aber die wollen anderen Autoren haben und ich hab gesagt hey du selbst wenn ich wollte, ich könnte's grad gar nicht machen!
- 31:13Speaker 0: Das geht, ich wüsste gar nicht wie.
- 31:16Speaker 0: Das heisst, dass war vielleicht eine glückliche Fügung emotional gesehen, weil ich eh dann was anderes hatte.
- 31:22Speaker 0: Aber
- 31:22Speaker 1: die Crater habe ich trotzdem
- 31:24Speaker 0: bekommen und der Tyler war auch super.
- 31:25Speaker 0: Wir haben uns super verstanden und Tyler Burton-Smith hat das dann weitergeschrieben Und hat das auch toll gemacht.
- 31:31Speaker 0: Genau, und ein Jahr, ich glaube es waren sechs oder sieben Jahre später sitzt du in New York bei der Premiere und muss dich dann schon ein bisschen kneifen.
- 31:39Speaker 0: Das ist dann wirklich doch noch geklappt hat nach so vielen Jahren Und genau, verrückte Story.
- 31:45Speaker 1: Krass!
- 31:47Speaker 1: Da müssen wir Moritz nochmal einladen.
- 31:48Speaker 1: Unbedingt,
- 31:49Speaker 0: unbedingt.
- 31:49Speaker 0: Also Moritz hat das Ding auch noch gedreht mit Bill Skarsgard und also der hat auf jeden Fall noch sehr gelustige Geschichten.
- 31:56Speaker 0: Das ist ja auch das Ding als Deutscher.
- 31:58Speaker 0: Das war sein allererster Spiel für ihn.
- 31:59Speaker 0: Also, Moritz' Geschichte ist noch mal verrückt, weil er hat noch gar keinen Spiefel gemacht zu dem Zeitpunkt.
- 32:04Speaker 0: Der hat Werbung gedrehen, hat natürlich auch Kurzfilme gedrehte Und dreht dann als ersten Spielfilm direkt in Hollywood.
- 32:10Speaker 0: Marshall Arts Action-Komedia ist total irre gewesen, einfach seine Reise auch und er hat da wirklich so krass für gekämpft.
- 32:18Speaker 0: Ich glaube es sind sechs Jahre, das alles da reingesteckt, dass es weiter klappt und immer dran festgehalten wird.
- 32:24Speaker 0: Für ihn freut mich besonders, dass das dann geklappt
- 32:28Speaker 1: hat.
- 32:28Speaker 1: Krass!
- 32:28Speaker 1: Um Bogen zu Woderbruch zu führen... Das war auch mein Plan.
- 32:36Speaker 1: Zweite Staffel, vielleicht kannst du ganz kurz sagen für die Leute, die Oderbruch noch nicht gesehen haben.
- 32:40Speaker 1: Und was geht es bei Oderbroch?
- 32:42Speaker 1: Ganz kurz und wie kam es zu Oderboch?
- 32:45Speaker 1: also genau das wäre vielleicht noch ganz spannend.
- 32:48Speaker 0: Ja da ist immer die entscheidende Frage ob wir spoilern oder nicht.
- 32:51Speaker 1: Ich
- 32:52Speaker 0: glaube nach zwei Jahren die Serie ist jetzt schon echt alt.
- 32:54Speaker 0: Ja ich glaube
- 32:54Speaker 1: die erste Staffel kannst du spoilern, die zweite würde ich jetzt nicht
- 32:57Speaker 0: spoiln.
- 32:58Speaker 0: Genau die zweit spoilen.
- 32:59Speaker 1: Wir gehen ja mehr um den Kontext drum herum.
- 33:01Speaker 1: deswegen ist okay glaub ich wenn Du die spoilerst
- 33:03Speaker 0: Weil es gibt diesen einen Twist, das ist halt eine Vampir-Serie.
- 33:08Speaker 0: Aber das Besondere an Oderburg ist dass es nicht so anfängt.
- 33:10Speaker 0: Es fängt nicht anders als Vampirserie sondern das Konzept war immer, dass das Geheimnis ist.
- 33:14Speaker 0: So wurde es auch released und es wurde als Crime Thriller einfach nur Mystery Thriller kamen das raus.
- 33:23Speaker 0: Und jetzt entwickelt sich aber zu einer Vampireserie weil Am Anfang der ersten Staffel wird ein ganzer Berg von Leichen gefunden.
- 33:32Speaker 0: Man merkt, man hat es mit einem Serienkiller zu tun und mit dem Lebenswerk eines Serienkillers und dann stellt sich halt raus dieser Serien-Killer ist ein Vampir.
- 33:41Speaker 0: Und das Besondere an Oderburgs aber dass wir Vampirismus ganz anders zeigen als... als in den Legenden und Mythen, so ganz klassisch.
- 33:48Speaker 0: Bei uns gibt es keine spitzen Zähne und keine Vampire die in Sergen schlafen und bei Tageslicht explodieren.
- 33:56Speaker 0: Das haben wir alles nicht sondern... Aber
- 33:58Speaker 1: die haben Superpowers!
- 34:00Speaker 0: Wir haben's reduziert auf die Sachen, die für unsere Geschichte wichtig sind aber gesagt, wir behandelt es mehr wie was wäre wenn das ein realer gendeffekt wäre denn es wirklich gab eine krankheit einen blutsucht sozusagen die dir angeboren ist.
- 34:14Speaker 0: also du wirst auch nicht praktisch über den bis angesteckt oder sowas.
- 34:19Speaker 0: und und praktisch dass sich vampirismus über die jahrhunderte praktisch mit legenden und müten so aufgeladen hat durch weiter erzählungen.
- 34:27Speaker 0: aber es hatten waren kern.
- 34:29Speaker 0: ne aber ganz vieles davon stimmt nicht aber die sachen die wir erzählen die stimmen.
- 34:33Speaker 0: mit diesem geerderten Realismus sind wir das ganze angegangen und deswegen war es auch wichtig für uns, dass wir aus einer realen Serienkiller-Serie praktisch dann was übernatürliches machen.
- 34:44Speaker 0: Und das Übernatürliche aber in unsere Realität reinholen.
- 34:48Speaker 0: Das ist eh das, was mir und ich, also ich mit uns meine ich auch immer Adolfo und Christian Alvart... Das ist auch so unser Geschmack!
- 34:56Speaker 0: Wir mögen Genre vor allem wenn sich echt anfühlt und nicht komplett überhüllt und abgedreht ist.
- 35:01Speaker 0: Nicht, dass wir auch mal einen Marvel-Film super finden aber bei dem was wir gerne machen und am allerliebsten gucken sind es eher so Genresachen die sich so... anführen, als wären würden sie in unserer Realität irgendwie stattfinden und das so zu vermischen.
- 35:17Speaker 0: Und das haben wir mit Oderbruch gemacht.
- 35:18Speaker 0: Die Geschichte ist im Prinzip, dass einfach eine junge ehemalige Kommissarin kommt in ihr Dorf zurück wo dieser leichen Gewerk gefunden wird und findet raus, dass das ganz eng mit ihrer eigenen Familiengeschichte verbunden ist und dass ihr eigener Bruder da verstrickt ist.
- 35:39Speaker 0: Familiengeschichte, die arbeitet sie da am Prinzip dann auf und führt letzten Endes zur Auflösung zum Serienkiller.
- 35:46Speaker 1: Wie wichtig war für den Pitch dieser Serie beim ARD der Erfolg von Dark?
- 35:54Speaker 0: Das ist eine gute Frage, das erwähne ich selber auch immer wieder.
- 35:57Speaker 0: Ich glaube dass Dark – ich habe es erst vor kurzem gesagt – nicht nur Tür aufgemacht hat sondern die eigentlich in die Luft gesprengt hat mit dem Erfolg den Dark hatte.
- 36:06Speaker 0: Definitiv hat Dark den Weg geeignet und ich glaube nicht nur für das Mystery Genre sondern eigentlich für Genre in Deutschland generell.
- 36:13Speaker 0: Das ist ein riesiges Glück für uns alle!
- 36:15Speaker 0: Dass die erste große Netflix-Produktion eine totale Genreproduktion war einen unfassbaren, fast gar nicht mehr zu reproduzierenden Erfolg hat.
- 36:27Speaker 0: Also das was Dark da geschafft hat ich weiß nicht ob da jemals wieder etwas dran gekommen ist vielleicht sowas wie Empress oder so ich weiß es nicht genau aber das war schon ein extremes Phänomen was das geschafft hat und das hat natürlich erstmal inspiriert aber auch die Offenheit und des Vertrauen geschaffen.
- 36:49Speaker 0: Ich glaube schon dass auch ohne Dark Allein durch die amerikanischen Streamer, Netflix, Amazon, Disney.
- 36:56Speaker 0: Die wissen das ja, dass das große Publikum Will-Genres haben und die hätten auf jeden Fall auch Genre weiter produziert.
- 37:03Speaker 0: Es gab ja auch andere Genresserien, die während Darks Produktion schon in Auftrag waren usw.
- 37:08Speaker 0: Aber der große Erfolg war bestimmt ausschlaggebend für vieles andere.
- 37:14Speaker 0: Und natürlich kam Urderbruch viele Jahre später.
- 37:18Speaker 0: Serien, die im selben DVD-Regal wie Dag stehen würden gibt es Dutzende.
- 37:22Speaker 0: Die da irgendwie so passen oder braucht's halt eine davon.
- 37:25Speaker 0: aber das ist schon verwandt natürlich in der Form und das würde ich schon sagen dass das geholfen hat.
- 37:34Speaker 0: natürlich
- 37:34Speaker 1: Wie sah denn euer Pitch aus?
- 37:39Speaker 1: Ja
- 37:39Speaker 0: klar.
- 37:39Speaker 0: Also es gibt noch eine History dahinter, weil's nicht als AD-Säure konzipiert war sondern wir sind Adolf und ich.
- 37:46Speaker 0: Wir haben uns nach unseren ersten Spielfilmerfahrungen... Ich hab ja auch davor.
- 37:51Speaker 0: unsere Zeit ist jetzt den Film mit Crowl bei Barefoot Films mit Til Schweiger gemacht danach Traumfabrik so ne romantische historische Liebesgeschichte mit Studio Babelsberg und Traumfabrik heißt auch die Firma, mit Tom Zickler damals.
- 38:07Speaker 0: Und auch Sebastian Fruner und Martin Schreier als Regisseur der auch den Crow-Film schon gemacht hatte.
- 38:13Speaker 0: Die Erfahrung und Adolfo hat parallel Abi Kalypse für Panthaléon Filme gedreht und wir hatten beide praktisch im System unsere ersten Erfahrungen gesammelt und haben gemerkt, weil wir wollten dann unsere eigenen Sachen machen Und wir wollten Genresachen machen und dafür brauchen wir ein Produktionspartner mit denen wir uns irgendwie total verbrüdern sozusagen.
- 38:40Speaker 0: Da hatten wir auch diverse Möglichkeiten, eine davon war Surreal Entertainment die ich schon kannte weil ich damals schon... Ich glaube durch Schneeflöckchen hat mich Christian Albert in den Writers Room von Von Dorks auf Berlin.
- 38:54Speaker 0: Da durfte ich schon eine Folge schreiben, da kannte ich Christian schon.
- 38:57Speaker 0: Christian hat dann irgendwann Adolfo auch kennengelernt und uns zusammen eingeladen und haben uns einen eigentlichen First Look Deal angeboten.
- 39:05Speaker 0: Den haben wir dann, es gibt eine ganze Geschichte dahinter aber den haben wir letztendlich angenommen.
- 39:09Speaker 0: Wir haben uns super mit denen verstanden.
- 39:10Speaker 0: Wir saßen drei Tage mit ihnen zusammen und die haben uns gesagt... ...wir haben denen gesagt was wir alles machen wollen.
- 39:17Speaker 0: Und Oderbruch starte so heraus und hat gesagt Oderbroch ist ein Pitch.
- 39:20Speaker 0: Da gab's auch schon ein Pich Paper das ich geschrieben hatte.
- 39:23Speaker 0: Das würden wir mit euch gerne machen.
- 39:26Speaker 0: Und das war aber grundsätzlich erstmal als Streamer Serie überhaupt nicht für irgendjemanden.
- 39:30Speaker 0: Damals haben wir gesagt wir sehen jetzt am ersten bei Sky
- 39:33Speaker 1: Ja,
- 39:34Speaker 0: haben die auch gesagt und dann war es auch bei Sky.
- 39:36Speaker 0: Sky hat das dann auch tatsächlich gekauft.
- 39:39Speaker 0: Aber wie es halt so ist, viele Projekte haben halt noch so einen Werdegang.
- 39:43Speaker 0: Und aber bei Sky hat das dann inhaltlich doch irgendwann in der Entwicklung ein bisschen auseinandergelebt und haben uns dann doch getrennt im beidseitigen Einverständnis sozusagen.
- 39:52Speaker 0: Dann ist das Projekt bei der Digeto gelandet.
- 39:55Speaker 0: Damit habe ich gar nicht gerechnet am Anfang als Digi, der Produzent Siggy Kamel von Sorya mich anrief und sagte hey du die Digeto will das Projekt machen?
- 40:02Speaker 0: Die haben nach genau sowas gesucht und die liebendes Konzept Ja, der Deal ist eigentlich schon so gut wie fertig und ich so okay.
- 40:11Speaker 0: Aber ich fand es dann mega weil in der ARD Mediathek auf jeden Fall keiner damit sowas rechnet.
- 40:17Speaker 0: und du hast einen Underdog Status den ich aber gut finde, weil du nicht diesen enormen Druck, den du hast wenn du jetzt die neue Flagship Produktion bei Netflix bist oder so.
- 40:28Speaker 0: Ich habe das als super angenehme empfunden.
- 40:29Speaker 0: und dann haben wir uns auch kreativ mit Sebastian Lückel, der da ähm ... Der Redakteur ist ja das zu DGTO gebracht hat einfach super verstanden.
- 40:38Speaker 0: Und das war dann irgendwie total super.
- 40:40Speaker 0: aber wir hatten eigentlich es gab ein Pitch Deck ganz klassisch ne?
- 40:43Speaker 0: Mit Story Arcs und Characters.
- 40:46Speaker 0: Das hat sich dann nochmal sehr verändert auf jeden Fall.
- 40:48Speaker 0: Aber die Essenz dieses Pitches ist eigentlich immer noch diese Serie
- 40:53Speaker 1: Spannend.
- 40:53Speaker 1: Das heißt, dann kamen die ja theoretisch auf euch zu, dass sie es gut fanden und dann war es ja theoretischer nicht mehr.
- 40:58Speaker 1: ihr musst jetzt überzeugt davon.
- 41:00Speaker 0: Genau das war schon Sigi Kammel vor allem.
- 41:02Speaker 0: der ist da wirklich ein Pitbull wenn er einen Projekt hat der verbeißt sich da reingeht damit so allen redet mit allen Und der hatte dieses Pitch Deck den vorgestellt und es kommt immer drauf an.
- 41:11Speaker 0: Manchmal sagt der Arendt, du in Adolfo komm mal und ihr pitscht das denen.
- 41:15Speaker 0: Mal macht er's mit einem Telefon, ein Telefonat.
- 41:18Speaker 0: Das entscheidet er dann so in seinem Ermessen.
- 41:20Speaker 0: Und da war's so dass er das selber eigentlich verkauft hat an die und wir kamen später.
- 41:24Speaker 0: also schon richtig kennengelernt habe ich die dann erst als sie es schon gekauft haben mehr oder weniger.
- 41:30Speaker 1: Wie weit wie hat sich denn das Projekt?
- 41:31Speaker 1: Also auch hier wieder mit dem Gedanken, dass man sagt ja Genre in Deutschland machen ist nicht so leicht Und vielleicht wird es auch schwieriger angenommen, das kannst du vielleicht besser ansprechen.
- 41:44Speaker 1: Wie inwieweit musste sich das Projekt denn auch verändern und anpassen?
- 41:48Speaker 1: Oder war ja schon im Entwicklungsprozess bei Sky schon, da hat sich das vielleicht noch mal weiterentwickelt, gab's von der Digito vielleicht nochmal so Anpassungswünsche wo wir sagen hey ist jetzt zu... Das ist zu wild.
- 42:00Speaker 1: Das glauben wir nicht, dass unsere Zuschauer schafft.
- 42:03Speaker 1: oder war es eher als eine Online-Serie hauptsächlich angelegt?
- 42:05Speaker 1: wahrscheinlich ne?
- 42:07Speaker 1: Eher für etwas jüngeres Publikum also fünftig plus Sorry.
- 42:15Speaker 1: Und genau gab's da irgendwie Kommentaren an dem Sinne.
- 42:17Speaker 1: oder war das eher so?
- 42:18Speaker 1: nee wir glauben daran.
- 42:19Speaker 1: deswegen hatte ich vorher auch so bisschen die Frage mit Dark genannt ob das dann so ein bisschen so.
- 42:22Speaker 1: naja es wird schon funktionieren.
- 42:24Speaker 0: Also des Vertrauen später von der DGT war schon enorm.
- 42:29Speaker 0: Natürlich wurde da viel diskutiert, aber es ging eher um dramaturgische Details und die Geschichte.
- 42:34Speaker 0: Aber das Genre... Die Art wie wir das Genres rüberbringen und auch dass die Vampir-Geschichte erst in der Mitte der Serie klar wird.
- 42:44Speaker 0: Da haben sie nie dran gezweifelt!
- 42:45Speaker 0: Das war total mega.
- 42:47Speaker 0: Aber davor hatten wir Totalzweife.
- 42:48Speaker 0: daran.
- 42:49Speaker 0: bei allen anderen Streamern wo wir waren.
- 42:51Speaker 0: Und auch bei Sky gab's dann.
- 42:53Speaker 0: inhaltlich hat das nicht funktioniert.
- 42:57Speaker 0: Die Digeto waren schon die, die gesagt haben ne, dass Konzept so wie es da steht, das finden wir gut und daran haben sie auch nie wieder geschraubt.
- 43:04Speaker 0: also das fand ich total mega.
- 43:07Speaker 0: natürlich im Rahmen dieses Konzepts haben wir über tausend Details immer wieder diskutiert.
- 43:12Speaker 0: um alle auf dieselbe Seite zu kommen gab's auch immer wieder natürlich auch Diskussionen und Arbeit daran und Weiterentwicklungen ist natürlich klar.
- 43:21Speaker 0: aber das war das coole dran Eigentlich, da hatten wir schon Vorarbeit geleistet.
- 43:25Speaker 0: Weil wir wussten das natürlich auch in Deutschland trotz DARK Trotz allem anderen was vielleicht schon erfolgreich lief immer noch trotzdem schweren Stand hat.
- 43:38Speaker 0: und ich glaube es hat funktioniert.
- 43:41Speaker 0: Wir fangen gar nicht mit einem übernatürlichen Genre an, sondern es entwickelt sich langsam dahin.
- 43:45Speaker 0: Und das Übernatürliche versuchen wir auch so natürlich zu machen wie es irgendwie geht und dass das ein Weg ist wie wir das deutsche Publikum uns des Vertrauen verdienen.
- 43:55Speaker 0: Das war jetzt nicht irgendwie so kalkül, sondern ist auch grundsätzlich was wir aber auch cool finden.
- 43:59Speaker 0: Also wir mochten das auch dass es so ist und dachten der Nebeneffekt ist aber auch vielleicht dass das deutsche Publikum sich dann ein bisschen mehr darauf einlassen kann?
- 44:07Speaker 0: Und da haben ja auch ganz viele Kommentare bekommen die gesagt haben genau sie würden nie eine Vampireserie gucken.
- 44:12Speaker 0: oder konnten Sie gucken weil diese Rampen hatte?
- 44:17Speaker 0: genauso gab's aber auch Kommentare gesagt haben ey das war mega am Anfang als die Vampire kam habe ich abgeschaltet.
- 44:22Speaker 0: also das gibt natürlich auch Das finde ich eh wichtig, dass du musst ein Risiko eingehen.
- 44:28Speaker 0: Du kannst es nicht allen recht machen wenn du alles runter reduzierst auf den kleinsten gemeinsamen Nenner.
- 44:32Speaker 0: dann wie man so schön sagt wenn's für alle ist das ist für niemanden so und das fand ich bei der Degeto und bei der Mediathek Und bei Suryal natürlich allen voran so cool was die gesagt haben so nee das ist speziell das hat ein gewisses Risiko aber gerade deswegen auch ein enormes Potenzial und das wurde auf jeden Fall mit der ersten Staffel auch belohnt Wie du schon sagst.
- 44:51Speaker 0: das war dann in dem Jahr die meist gestreamte Serie
- 44:55Speaker 1: Und trotzdem fand ich es spannend, weil du meinst ihr habt euch ja also kleinste gemeinsame Nenner.
- 45:00Speaker 1: Da gebe ich definitiv mit, dass man sich da jetzt nicht so verschränken muss das man irgendwie keine Geschichte mehr erzählt.
- 45:06Speaker 1: Spannend ist aber trotzdem, dass ihr auch Gedanken gemacht habt wer sind eure wen könnt ihr damit erreichen im Fernsehen und wie erreichel sie?
- 45:13Speaker 1: Das heißt ihr habt ja schon trotz Beides gemacht.
- 45:17Speaker 1: Und das finde ich ganz spannend, vielleicht auch ein Learning was man mitnehmen kann daraus und ist es vielleicht auch etwas für den Journal-Serie-Film aus Deutschland um überhaupt so eine Art... Ich will sich Handschrift nennen aber sich da als deutsche Filmindustrie die Zuschauer schafft auch Lust darauf zu geben auf diesen Bereich zu sagen Sie mitzudenken, wie man sie besser mitnehmen kann halt.
- 45:48Speaker 1: Absolut
- 45:48Speaker 0: nicht!
- 45:49Speaker 0: Ich könnte es nicht besser sagen.
- 45:50Speaker 0: Das ist genau das.
- 45:51Speaker 0: ich glaube wir müssen selber über Kreativität da hinkommen und besonderen Blickwinkel auf den Genre.
- 45:59Speaker 0: Und das frage ich mich immer.
- 46:01Speaker 0: Wir können nicht einfach nur den XX, den X-Ten Zombiefilm oder die X-ten Superheldenfilme machen aber haben wir die Budgets nicht um damit zu halten.
- 46:11Speaker 0: warum sollen?
- 46:13Speaker 0: Also ich hab mich gefragt, wenn ich eine Vampir-Serie mache.
- 46:18Speaker 0: Ich bin später draufgekommen und das hat sich entwickelt.
- 46:22Speaker 0: Okay was ist, wenn der Serienkiller ein Vampir ist?
- 46:24Speaker 0: Aber wenn ich jetzt einfach nur eine Vampirserie machen wollen würde... ...und die ist von der Geschichte ähnlich wie es auch Hollywood machen würde,... ...dann frage ich mich aber wir haben nicht das Budget, wir haben vielleicht nicht die Möglichkeiten, die Set Pieces, die Produktion Value oder so was, was du vielleicht von sowas erwartest.
- 46:43Speaker 0: sage ich mal herkömmliche Vampir Story.
- 46:45Speaker 0: Warum sollen das sich Leute aus Deutschland angucken, wenn es nicht damit halten kann?
- 46:50Speaker 0: Und ich finde genau was du gesagt hast unsere eigene Handschrift muss halt aus den anderen... Warte kommen sozusagen.
- 46:56Speaker 0: Wie es jetzt vielleicht auch, wenn man sagt ja das Skandinavische hat so eine Identität, das Spanische hat solche Identitäten was ist denn die deutsche Identität?
- 47:04Speaker 0: Was haben wir dann zu den Genres beizutragen, was eine eigene Perspektive hat wo's eben nicht darum geht wie krasses aussieht und was für krasse Action Set Pieces das hat sondern eher über das Gegenteil fast schon.
- 47:17Speaker 0: also das wo es mich zum Beispiel hinzieht nichts sieht viel mehr da hin zu sagen im kleinen, im alltäglichen, im normalen.
- 47:28Speaker 0: Und da das Genre irgendwie reinzubringen und eben nicht in, wir müssen die Welt retten Szenarien so.
- 47:34Speaker 0: Das haben wir bei Oderbruch auch versucht.
- 47:36Speaker 0: Das hat Christian auch bei Slowbound schon gemacht.
- 47:38Speaker 0: Slowbound hat mich auch total inspiriert weil es fängt an wie eine idyllische Familien-Saga auf einer Insel und wird dann zu einer brutal harten Virusapokalypse.
- 47:53Speaker 0: Interessanterweise wirklich parallel... und ohne dass er es wusste zu Corona, weil das Konzept hat er schon lange vorher entwickelt.
- 47:59Speaker 0: Aber es kam halt wirklich während Corona raus.
- 48:02Speaker 0: Das ist das finde ich wo noch Goldschätze verborgen liegen für uns Genrefilme machen.
- 48:07Speaker 0: Wie würde... wie ist Athau-Siegere so?
- 48:11Speaker 0: Ich sag mal so auch was der Nibel Neuf mit Arrival gemacht hat, das kann man schon finde ich gut übersetzen aufs Deutsche wovon wir etwas lernen können.
- 48:19Speaker 0: Wir können jetzt nicht, wir haben nicht Amy Adams und Jeremy Renner.
- 48:23Speaker 0: Und nicht irgendwelche Hollywood-Bigis ist natürlich immer noch ein sauterer Film.
- 48:27Speaker 0: aber was so einen Film macht?
- 48:28Speaker 0: der Film fängt an wie so ein Krebstrama mit einem Kind das verloren geht, was eine Frau verloren hat... ...und hat ne ganz andere Tonalität wie jetzt den Roland Emmerich Alien Invasion Filmen sozusagen.
- 48:39Speaker 0: So kommt mehr übers Drama über es menschliche.. ..und das ist das wo ich ganz oft dran denke sozusagen.
- 48:46Speaker 0: und wenn dann etwas Übernatürliches passiert Das würde ich persönlich am liebsten machen und das würde ich mir aus Deutschland noch viel mehr wünschen.
- 48:55Speaker 0: Dass wir immer uns erstmal fragen, wenn es ein Genre ist was schon so fest etabliert ist mit allen.
- 49:02Speaker 0: An sich ist schon Klischee sozusagen wie können wir das brechen?
- 49:05Speaker 0: Was ist unsere Perspektive darauf wo wir nicht viel Geld brauchen, wo wir das nutzen können was wir schon haben.
- 49:13Speaker 0: und mich inspiriert es dann auch, wenn man sagt okay ich habe jetzt halt hier... Ich träume sowas nicht.
- 49:18Speaker 0: Ja ich will einen Alien Invasion Film machen aber mit Fliesentischen, Porzellanengeln im Schrank in vergibten Gardine und im Hintergrund siehst du so ein riesiges Raumschiff sozusagen.
- 49:28Speaker 0: und wie würde Andreas Dresen einen Alien invasion Film machen?
- 49:32Speaker 0: So diese Mischung zu finden und eben nicht an irgendwie keine Ahnung.
- 49:37Speaker 0: Laser-Gewährgefechte sozusagen Das ist genau das, was wir viel mehr uns trauen müssten.
- 49:46Speaker 0: Viel kreativer auch zu sein und ein bisschen out of the box mäßig zu denken.
- 49:50Speaker 0: Da bin ich dann manchmal ein bisschen traurig wenn ich dann sehe Wir machen hier einen Film, einen Actionfilm oder einen Science-Fiction-Film Und ich denke mir ja gut, genau die Geschichte würde Hollywood genauso machen.
- 50:01Speaker 0: Warum?
- 50:02Speaker 0: Und dann finde ich fehlt mir das Deutsche da dran.
- 50:05Speaker 0: Ich mag es dann noch nicht wenn die Filme dann auch so... Hochglanz hochpoliert mäßig aussehen wie Hollywood.
- 50:11Speaker 0: Das hab ich doch schon, das brauche ich auch aus Deutschland raus nicht so zu sagen.
- 50:15Speaker 0: und dann bei es sich auch finde ich immer dann fällt auch viel mehr auf dass die halt an Deutsch reden und du hast eher einen deutschen Schauspiel als ein Hollywood Star und so.
- 50:22Speaker 0: Das haben wir selber auch gelernt.
- 50:24Speaker 0: in unseren Bevor wir schnell Flöckchen gemacht hatten, hatten wir einen Actionfilm machen wollen der hieß Backfire, das Projekt ist literally backfired.
- 50:34Speaker 0: Weil es nicht geklappt hat wir hatten da auch schon gedreht und so wahnsinnig viel Kohle verbrannt und alles wirklich eine Katastrophe.
- 50:39Speaker 0: aber man lernt draus und der Film sah einfach zu gut aus.
- 50:43Speaker 0: Wir hatten die Alexa damals zur Verfügung und mega krasse, viel Licht und so alles gesponsort bekommen.
- 50:48Speaker 0: Das sah mega aus!
- 50:49Speaker 0: Also unser Kameramann haben da wahnsinnige Arbeit geleistet Aber die Schwächen fielen einfach viel mehr auf.
- 50:58Speaker 1: Die Narrativen schwächen
- 51:00Speaker 0: vielleicht auch, wir waren halt eben keine Hollywoods Leute so das ist irgendwie merkte man es ist so eine.
- 51:06Speaker 0: da ist keine Balance zwischen dem wie's aussieht dass was das Auge erwartet und den Dialog den du dann hörst.
- 51:12Speaker 0: oder die Geschichte ist was ich sage sofort auch das was ich geschrieben habe.
- 51:17Speaker 0: und Und da haben wir, das war das Learning für Schneeflöckchen.
- 51:20Speaker 0: Wir drehen es auf so einer Fotokamera... Scheiß drauf Marvin!
- 51:23Speaker 0: Natürlich versuchen wir das gut auszunehmen und müssen das mit den Mitteln machen die authentisch sind.
- 51:28Speaker 0: Und dann hat das viel besser harmoniert und ich glaube diese Harmonie fehlt mir oft in Deutschland ein bisschen.
- 51:35Speaker 0: Ich habe die Weisheit auch nicht mit Löffel gefressen und will sagen dass uns das jetzt mit Oderwoch zur Perfektion gelungen ist.
- 51:42Speaker 0: aber das haben wir versucht.
- 51:43Speaker 0: Das waren unsere unser Ziel, das zu finden.
- 51:46Speaker 0: Und es gibt auch, finde ich ganz tolle Produktionen aus Deutschland die das auch schaffen und ich finde Dark sogar hat eine gute Mischung gefunden.
- 51:53Speaker 0: Die haben so ne krasse Ikonographie aber es wirkt nie wie möchte ich an Hollywood sondern es wirk eigenständig.
- 52:02Speaker 0: Das haben sie, finde
- 52:05Speaker 1: Ihr seid ja in der Staffel zwei.
- 52:07Speaker 1: Was habt ihr denn als Learnings, weil du gerade auch schon von Oderbruch und von was jetzt ... wie sagen wir, die Weißer mit dem Löffeln gefressen?
- 52:16Speaker 1: Ja!
- 52:16Speaker 1: Was habt den als LearningS aus der Staffe eins mitgenommen in die Staffel Zwei?
- 52:21Speaker 1: Also negativ, wenn ich das Auto hier habe oder als Creator hier hab' aber vielleicht auch produktionell.
- 52:27Speaker 1: Auch in der Zusammenarbeit vielleicht auch mit dem Fernsehen, auch im Thema Genre
- 52:32Speaker 0: Ja, da würde ich glaube ist wahrscheinlich Christian eher jemand der das dazu mehr sagen könnte.
- 52:37Speaker 0: Aber zum Narrativen kann ich total was sagen.
- 52:40Speaker 0: Da gab es nämlich wirklich ein Learning für mich und das ist eine Mischung aus dem was ich gerne mache und kann und um was mir Spaß macht und dem was auch ich glaube wie eine Serie sich weiterentwickeln sollte und zwar Aber mit eingebaut, dass wir die erste Staffel nicht eins zu eins wiederholen können.
- 52:55Speaker 0: Weil das Mystery, dass es jetzt Vampire sind ist ja jetzt raus.
- 52:57Speaker 0: Das heißt immer klar, dass die zweite Staffel anders wird.
- 53:00Speaker 1: Sind jetzt die Aliens?
- 53:03Speaker 0: Ja genau!
- 53:03Speaker 0: Das habe ich immer als Witz gesagt.
- 53:04Speaker 0: und in der zweiten Staffel kommt dann Tom Diesel.
- 53:09Speaker 0: Das war auch eine gewisse Herausforderung, aber das wusste ich von Anfang an.
- 53:13Speaker 0: Was ich aber in der ersten Staffel ehrlich gemerkt habe ist dass auf einem großen Twist hinzuschreiben ist wahnsinnig anstrengend.
- 53:19Speaker 0: es kostet wahnsinn nicht viel Zeit.
- 53:21Speaker 0: Du baust so ein dramaturgisches Labyrinth mit falschen Wegen absichtlich und so Red Herrings Und es macht eine Weile Spaß, bis du's irgendwann mal alle acht Bücher hast und das Reverse-Engineering musst.
- 53:36Speaker 0: Dann kriegst du Feedback und merkst überall, dass ist nicht logisch.
- 53:40Speaker 0: Du bist auf einmal mit Sachen beschäftigt wie wenn dir jetzt an dem Tag in der Timeline, in dem Raum ist dann könnte die eigentlich das sehen?
- 53:48Speaker 0: Warum sieht ihr das denn nicht?
- 53:49Speaker 0: Weil wenn sie das sehen würde, dann würdet ihr sofort merken, dass ... Mit solchen Aufgaben bist du die ganze Zeit beschäftigt und das macht irgendwann keinen Bock mehr.
- 53:58Speaker 0: also mir persönlich.
- 53:59Speaker 0: Das ist so dieses Lost-Syndrom.
- 54:01Speaker 0: Du hast einfach, du machst mit jedem Mysterium, mit jedem Plott-Device, machst auch Fragen auf die logisch erklärt werden, eine logische Erklärung haben wollen.
- 54:14Speaker 0: Dann darfst du es nicht zu viel erklären weil dann hast du den ganzen Exposition Dialog.
- 54:18Speaker 0: dann musst du aber Sachen erklären, auch teilweise ohne Dialog am besten.
- 54:24Speaker 0: Du bist einfach mit so technischen Sachen wahnsinnig viel beschäftigt und wählen hast einfach dadurch rein reale Statemäßig weniger Screentime, weniger Drehbuchseiten, weniger Zeit in Entwicklungszeit für Figuren.
- 54:36Speaker 0: Und das hat mich viel gekostet.
- 54:38Speaker 0: Das hat auch extrem viel Zeit gekosted.
- 54:40Speaker 0: Es war super anstrengend!
- 54:42Speaker 0: Und es hat mir letzten Endes nicht so viel Spaß gemacht.
- 54:44Speaker 0: Also das können andere, da habe ich gedacht vielleicht besser.
- 54:48Speaker 0: Ich gucke sowas wahnsinnig gerne aber nicht unbedingt.
- 54:51Speaker 0: was man gerne guckt heißt auch dass man das gerne schreibt.
- 54:54Speaker 0: Das merkt man halt aber oft erst wenn man es macht.
- 54:57Speaker 0: Das heißt für mich war klar, ich will das in der zweiten Staffel noch mal machen.
- 55:00Speaker 0: Ich will nicht auf einen großen Twist hin schreiben.
- 55:02Speaker 0: Ich sehe das sowieso nicht so richtig mehr an der Serie.
- 55:05Speaker 0: Ich wil dass es mir um die Figuren geht und deren Reise und deren Inleben und deren Konflikte.
- 55:11Speaker 0: wie lebt es sich als Vampir Familiendynamik.
- 55:16Speaker 0: Das ist das, was ich spannend finde.
- 55:17Speaker 0: Wer sind denn die Vampire?
- 55:18Speaker 0: Wie sind sie organisiert und was wollen die?
- 55:21Speaker 0: Und... ...das macht mir viel mehr Spaß!
- 55:23Speaker 0: Da fühle ich mich vielmehr zu Hause.
- 55:25Speaker 0: Mir hat die zweite Staffel auch viel mehr Spass gemacht.
- 55:27Speaker 0: Auch wenn es natürlich Leute gibt, die sagen, oh, die Hast-Staffel war viel besser.
- 55:30Speaker 0: Aber man muss auch das machen, wo's eine halt hinzieht und was man will.
- 55:36Speaker 0: Da bin ich auch wieder dankbar an Suryal und an Degeto dass die uns da und mir so viele Vertrauen entgegen gebracht haben diese Veränderung in dieser Serie auch machen zu dürfen.
- 55:47Speaker 0: Und das ist so.
- 55:47Speaker 0: das Mind Learning, dass ich merke okay... Ich würde heute wahrscheinlich die erste Staffel eher anders schreiben und sagen, ich zeig sofort wer der Evil Guy ist und alle anderen wissen es halt nicht!
- 55:58Speaker 0: So bombandete tablemäßig.
- 56:00Speaker 0: dadurch entsteht eine andere Spannung halt.
- 56:01Speaker 0: Das habe ich sogar in der zweiten Staffel dann in einer Folge mal gemacht.
- 56:04Speaker 0: Es gibt einen Twist wo wir als Zuschauer das schon wissen aber unsere Hauptfiguren noch nicht Und das hat mir dann voll Spaß gemacht, da hat man einfach mehr Freiheit.
- 56:14Speaker 0: Du hast nicht so viel mit diesen technischen Plotholes und so... ...und die ganze Zeit immer Plothole stopfen.
- 56:23Speaker 0: Wenn du auf einen großen Twist hinschreibst!
- 56:25Speaker 0: Und dann fragt man sich, wenn der lohnt sich das für diesen einen Moment am Ende?
- 56:29Speaker 0: Ja, es hat den Sog für den Zuschauer, die unbedingt wissen wollen was ist denn jetzt der Twist?
- 56:34Speaker 1: Besonders auch bei dieser Art von Jorger.
- 56:36Speaker 1: Also auch ein Mystery-Thriller Egal ob es jetzt diese alten Krimis, die alten Dinger kamellen.
- 56:43Speaker 1: Die leben ja auch so ein bisschen von diesen... ich überlege mal wie ist noch mal diese Knives Out beispielsweise?
- 56:49Speaker 1: Wir suchen den Killer und finden ihn halt irgendwie raus.
- 56:52Speaker 0: Das finde ich auch super im Prinzip so ein Hudanet sozusagen.
- 56:55Speaker 1: Ja genau.
- 56:56Speaker 0: Das ist im Prinzip bei Oderbruch auch so eine erste Staffel.
- 56:58Speaker 0: Wer ist denn der verantwortlich für diesen leichen Werk und so?
- 57:02Speaker 0: Das ist auch cool, das würde ich auch wieder machen.
- 57:03Speaker 0: Ich würde es wahrscheinlich nur auf eine andere Art machen.
- 57:06Speaker 0: und wie gesagt für Oda-Boch, wie sie war die Staffel ist absolut richtig.
- 57:09Speaker 0: Das ist total richtig, muss man genau so machen.
- 57:11Speaker 0: wenn ich einen Remake machen müsste, würde ich das auch wieder so machen aber... Ja, das ist so das was ich für mich halt schon ein bisschen da rausgezogen habe.
- 57:20Speaker 1: Und ich meine, ich bin mir auch so ein bisschen aufgefallen dass jetzt, also wenn wir noch mal zum Thema Genre in Deutschland mit der Genre-Serie erblicken Ich hab das Gefühl, dass man im Bereich Fernsehserie mehr Platz für Genrestoffe hat.
- 57:36Speaker 1: Auch durch die Streamer
- 57:38Speaker 1: etc.,
- 57:38Speaker 1: als im Kino.
- 57:42Speaker 1: Im Kino sehe ich immer noch sehr wenig wenn es genau um dieses Thema geht.
- 57:46Speaker 1: Sehr wenig Experimente und auch scheitende Experimenten oder überhaupt Experimentes ... im größerem Stil, also jetzt von den größeren Produktionsfirmen.
- 57:54Speaker 1: Du arbeitest ja eng mit, ist es hier zum Beispiel zusammen?
- 57:58Speaker 1: Habt ihr da Ambitionen dahin?
- 57:59Speaker 1: oder was sind da die Schwierigkeiten... ...oder was merkst du als Schwierigkeit?
- 58:03Speaker 1: Ja.
- 58:04Speaker 1: Es
- 58:04Speaker 0: ist viel leichter Genre als Serie zu machen und auch als Einzelstück in dem Streaming-Bereich als im Fernsehen, als im Kino.
- 58:13Speaker 0: woran es genau liegt, kann ich nicht so richtig sagen.
- 58:15Speaker 0: Es hat bestimmt viele Faktoren ist aber auch vor allem das Vertrauen von den Zuschauern was noch nicht da ist.
- 58:20Speaker 0: wo's sein müsste für Genre und natürlich da im Kino wirklich den unmittelbaren Vergleich mit Hollywood.
- 58:27Speaker 0: Da läufst du neben wenn du einen Vampirstoff hast, läufest du halt neben einem Twilight oder irgendeinem mega krassen Vampir-Stoff oder halt nur anderen Genreprojekt ein krasser twenty eight years later zombie film.
- 58:39Speaker 0: Dann, wenn du da in der Kinokasse stehst, sag ich jetzt mal oder auch an der virtuellen Kasse.
- 58:45Speaker 0: Das kostet einfach mehr!
- 58:47Speaker 0: Du willst dann das große Spektakel auch.
- 58:50Speaker 0: Wenn du schon auch geguckst... ... kniffliger als beim Streaming.
- 58:55Speaker 0: Beim Streaming ist nur ein Klick, da gibt man dem Deutschen dann wahrscheinlich eher mal eine Chance... ... als wenn du achtzehn Euro Fünfzig plus Parkplatz plus Popcorn und so, dann willst du auch den Marvel Film gucken oder halt die deutsche Komödie, die etabliert ist sowie jetzt extra Wurst oder... Aber interessanterweise gibt es wie jetzt die drei Fragezeichen, die auch über ne Million Zuschau wieder haben, das ist auch ein bisschen Mystery für Kinder, so Goonies mäßig würde ich jetzt mal sagen auch.
- 59:20Speaker 1: Aber in den Kindern erlauben wir das.
- 59:21Speaker 1: In
- 59:21Speaker 0: der
- 59:22Speaker 1: jünglichen Kinder-Serie gibt es ja schon einige, die auch meistens... Wutwalkers?
- 59:26Speaker 0: Genau!
- 59:27Speaker 0: Da gibt's viel mehr und ich hab da so ein bisschen die Hoffnung dass das auch mehr kommt und dass das da noch mehr geht So wie wir vielleicht was für Kinder und Jugendprogramm gefunden haben, über auch natürlich so Marken.
- 59:39Speaker 0: Wie die drei Fragezeichen.
- 59:40Speaker 0: Das fehlt natürlich... Wir haben nicht diese krassen IPs sozusagen, die so bekannt sind.
- 59:44Speaker 0: Metropolis?
- 59:45Speaker 1: Sag ich dir ja!
- 59:46Speaker 0: Aber das ist dann halt teuer.
- 59:48Speaker 0: Ich denke halt wiederum daher, es würde nichts bringen Metropolis finde ich zu machen.
- 59:52Speaker 0: Das würden die Amis halt machen.
- 59:53Speaker 0: Wir müssten kleinen denken aber besonders kreativ.
- 59:57Speaker 0: Und das ist halt da wo ich jetzt auch noch nicht die Antwort drauf habe, wie man das machen müsste.
- 1:00:02Speaker 0: Ich glaube es ist eher über, weißt du wenn ich ein Actionfilm machen würde für das Kino würde ich eine Action-Comedy machen erstmal.
- 1:00:08Speaker 0: Und keinen harten, keine Ahnung.
- 1:00:12Speaker 0: Liam Neeson Taken-Actionfilm auf Deutsch.
- 1:00:17Speaker 0: Das wird glaub' ich nicht funktionieren weil warum sollen sie sich denn das angucken?
- 1:00:21Speaker 0: Wenn Sie den echten harten Actionfilmen aus Amerika sehen können oder aus Frankreich oder sowas einfach etablierter essen was irgendwie Stars hat und so Stars die wir nicht haben Das ist auf dem Streaming funktioniert das aber.
- 1:00:32Speaker 0: Mit Exterritorial zum Beispiel, der lief super und es ist ein ganz straighter Action-Film.
- 1:00:38Speaker 0: Aber vielleicht kriegen wir irgendwann die Kurve sowas auch ins Kino zu bringen?
- 1:00:41Speaker 0: Ich glaube aber auch dass exterritol im Kino ob das funktioniert hätte...
- 1:00:45Speaker 1: Also ich versuche gerade zu überlegen weil wenn es jetzt einen Atomic Blond aus Deutschland gewesen wäre also ist nicht spielt ja zu großem Teil in Berlin und eigentlich so eine Zeit die uns irgendwie umtreibt.
- 1:01:01Speaker 1: Da dachte ich mir, also kalter Krieg in dem Fall wäre das interessant für die Leute oder würden sie sich da abgeschreckt fühlen weil es aus Deutschland kommt?
- 1:01:10Speaker 1: Also ich habe manchmal gefühlt dass man dazu wenig wie sagt man... Weil du gerade Comedy gelernt hast.
- 1:01:15Speaker 1: Dass man zu wenig auch ehrlich mit dem Stoff ist manchmal.
- 1:01:18Speaker 1: Also dass man halt wenn man ernst ist dann einfach wirklich durchzieht ernst zu sein Und das sehe ich zu selten in deutschen Genre-Kinofilmen.
- 1:01:27Speaker 1: Also, dass man eben nicht sagt, man muss immer dieses Augenzwinkern haben weil wir wissen ja die anderen Leute... Die Leute wissen, es kann ja in Deutschland nicht so passieren, so eine Art sondern du sagst ne, das ist halt das was wir erzählen, ist genau das und das seh' ich gar nicht.
- 1:01:38Speaker 1: also ich seh meistens wenn dann eben genau was du sag's, so Comedy mit so einem Anleihen an Comedy naja wir haben immer so ein kleines Augenzwinkeln.
- 1:01:45Speaker 0: aber das ist genau der Punkt.
- 1:01:47Speaker 0: diese DNA von dem wie wir unsere Genrefilme erzielen, die haben wir noch nicht so gefunden.
- 1:01:52Speaker 0: Ich glaube, das Streaming ist dafür super, dass es vielleicht zu finden.
- 1:01:56Speaker 0: Und was denn uns so ausmacht und was dann so Sachen sind wo Leute dann auch das deutsche Publikum wirklich Bock drauf hat?
- 1:02:04Speaker 0: Weil die sagen, nee, das isst... Die Art von deutschen Actionfilmen ist irgendwie cooler, fresher anders als ein amerikanischer Actionfilm oder Zombiefilm oder Horrorfilm oder was auch immer.
- 1:02:13Speaker 0: Da haben wir halt noch nicht so diese... Flagships, so die irgendwie mal einmal wirklich einen Erfolg hatten.
- 1:02:19Speaker 0: Wo man sich daran halten kann wie wir es jetzt beim Streaming vielleicht mit Dark hatten und sowas fehlt im Kino halt noch irgendwie... Ich kann mir total vorstellen dass wir mal ein straighten Action-Film machen der das voll durchzieht und ernst bleibt usw.
- 1:02:33Speaker 0: Aber ich tue mich selber da schwer weil auf Deutsch fehlt uns ein bisschen Muss man irgendwie anders aufziehen so ein bisschen und viel geerdeter, viel fasten Art House Action Film macht.
- 1:02:46Speaker 0: Ich denke dann eher an... ich kann mir vorstellen was ja auch zum Beispiel Born Identity gemacht hat der erste.
- 1:02:52Speaker 0: Der sieht total europäisch aus,
- 1:02:54Speaker 1: er
- 1:02:54Speaker 0: hat gar nicht diesen polierten Hollywood Look und hat ganz Hollywood untypische Momente.
- 1:03:03Speaker 0: Da war ich damals sogar ein bisschen sauer weil ich finde der hat sich den europäischen Style einfach haben die sich geklaut.
- 1:03:10Speaker 0: Und daraus einen Actionfilm gemacht und in die Richtung zu denken, ist schon das Richtige.
- 1:03:16Speaker 0: Da hab ich witzigerweise auch schon ein Konzept geschrieben was so'n bisschen diese Richtung geht aber es hat... wir müssen vielmehr übers dramatische, vielmeher über die Figuren kommen und darüber die Ernsthaftigkeit reinbringen weil wir das andere nicht so im Blut haben.
- 1:03:31Speaker 1: So'n
- 1:03:32Speaker 0: special ex operative der seine Tochter rettet und Leute verprügelt.
- 1:03:36Speaker 0: Das glaube ich und das passt nicht zu uns.
- 1:03:40Speaker 0: Also es ist mein Geschmack.
- 1:03:41Speaker 0: Es wird andere Leute geben, die werden das nicht so sehen und sagen ich glaube aber fürs Kino muss man da schon ein bisschen weiter denken und ein bisschen mehr überlegen was denn uns so ausmacht und für uns funktioniert... Aber ich habe die Lösung auch nicht.
- 1:03:54Speaker 1: Das
- 1:03:55Speaker 0: hat auf jeden Fall einen Grund warum es noch nicht richtig funktioniert.
- 1:03:58Speaker 1: Deswegen ist ja super spannend darüber zu sprechen oder darüber Gedanken zu.
- 1:04:01Speaker 1: Auszutauschen und zu überlegen etwas was braucht, was könnte und genau wie du sagst deine Machen zu bleiben natürlich und dann halt dabei sich weiterzuentwickeln und dann immer wieder neue Ideen voranzubringen.
- 1:04:12Speaker 1: Was würdest du denn Autorinnen raten, wenn sie auch einen Genrestoff arbeiten gerade?
- 1:04:17Speaker 1: Ist eigentlich gar nicht in welchem Stoff sie arbeiten.
- 1:04:19Speaker 1: Aber die arbeitet in einem Stoff der vielleicht aber in dem Fall vielleicht jetzt nicht den gängigen Klischee anspricht wo man jetzt sagt okay vielleicht ist es einfacher zu verkaufen.
- 1:04:27Speaker 1: wie auch immer Wie Sie in das Pitching gehen sollten mit ihrem Projekt.
- 1:04:31Speaker 1: Du hast ja so ein bisschen vorher bei eurem Projekt angesprochen hat Vielleicht hast du ja noch so ein paar Ideen für Kollegen Kolleginnen.
- 1:04:37Speaker 0: Ja also
- 1:04:38Speaker 1: Was die vielleicht mit bedenken sollten, auch bei der Produkte?
- 1:04:41Speaker 1: Bei den Schreiben oder was auch immer.
- 1:04:44Speaker 0: Eine Frage, die ich mir persönlich immer stelle und wir uns auch, Christian und ich ist fast so ein Mantra von uns.
- 1:04:49Speaker 0: Was ist daran Deutsch?
- 1:04:51Speaker 0: Warum Deutschland?
- 1:04:53Speaker 0: Und das ist ja das, was man auch vom Streaming am Anfang zumindest oft gehört hat.
- 1:04:57Speaker 0: Localist New Global und so.
- 1:04:59Speaker 0: Das ist alles nicht mehr so richtig.
- 1:05:00Speaker 0: Ist auch wieder ein bisschen verfügen aber das globale interessiert mich dabei überhaupt nicht.
- 1:05:04Speaker 0: Mich interessiert es nur... Local for local.
- 1:05:07Speaker 0: Also was ist, wenn du so eine Komödie hast wie Sauerkrautkoma oder sowas?
- 1:05:11Speaker 0: Das ist so typisch bayerisch das ist lokal.
- 1:05:15Speaker 0: Das funktioniert als Komöde.
- 1:05:17Speaker 0: einfach hat seine eigene Sprache es hat seinen eigenen Humor.
- 1:05:20Speaker 0: Es ist sein eigenes Ding und ich finde dass muss man sich für alles fragen was man macht.
- 1:05:25Speaker 0: Was ist denn das besondere daran?
- 1:05:27Speaker 0: Was ist dann das Besondere was nur hier stattfinden kann auf diese Art?
- 1:05:31Speaker 0: Ich bin allergisch.
- 1:05:33Speaker 0: Es gibt Beweise wiederum, oder es gibt Filme oder Projekte des Gegenteilbeweisens.
- 1:05:37Speaker 0: Die Sachen die nicht so sind wie ich sie jetzt gerade sage und trotzdem total erfolge sind.
- 1:05:41Speaker 0: Und trotzdem sage ich das ist nur for the long run für mich zumindest nicht der richtige Weg.
- 1:05:47Speaker 0: Das was ich vorhin schon gesagt habe wenn du eine Story hast die könnte eins zu eins Hollywood genauso drehen dann interessiert mich das schon nicht mehr so und ich glaube oft interessiert dass auch Abnehmer dann nicht mehr ist nur mein Eindruck.
- 1:06:01Speaker 0: Ich kann, wie gesagt meinen, weil es ist total subjektiv.
- 1:06:04Speaker 0: Aber ich sage was ist daran Deutsch?
- 1:06:06Speaker 0: Warum hat gerade die Perspektive auf diese Genre, auf diese Geschichte aus Deutschland heraus denn so etwas Besonderes und eine Perspektiva, die ist irgendwie besonders spannend nach sich.
- 1:06:15Speaker 0: Ich freue mich jetzt zum Beispiel total.
- 1:06:16Speaker 0: Ich sehe nur Trailer-Bilder und Eindrücke von Haus of Yang.
- 1:06:20Speaker 0: ja, was auch in der Mediathek raus kommt bald oder schon raus jetzt die Tage weiß nicht genau Und ich finde das total spannend.
- 1:06:27Speaker 0: Wenn ich mir so, okay, dass da hat sich jemand wirklich Gedanken gemacht... Ja, da hab' ich gedacht, es ist ein guter Pitch!
- 1:06:33Speaker 0: Das liest sich irgendwie gut, das catcht mich irgendwie, das ist besonders total eigen und das wünsche ich mir eigentlich grundsätzlich auch für Projekte die gemacht werden, die rauskommen.
- 1:06:47Speaker 1: Das finde ich super und das nutze ich glaube, auch um den Bogen hier oder sagt man um die Tür zuzumachen für heute.
- 1:06:53Speaker 1: Um die Zunahme da sehr viel in unserem Gespräch drin laufe ich was man jetzt erstmal verarbeiten sacken lassen kann vielleicht mit einbauen kann in seiner Arbeit und ihre Arbeit.
- 1:07:02Speaker 1: und bedanke mich bei dir
- 1:07:04Speaker 0: Ja, danke dir.
- 1:07:05Speaker 0: Für
- 1:07:05Speaker 1: das Gespräch und für den Austausch bedanke mich auch bei den Zuhörerinnen, dass ihr euch die Zeit genommen habt uns zu lauschen hier mit uns gemeinsam im Studio zu sein und freue mich einfach auf die nächste Folge mit euch.
- 1:07:16Speaker 1: und schaut euch Urderbruch an Staffel zwei oder Staffel eins wenn die Staffel zweit noch nicht gehört.
- 1:07:21Speaker 0: Guckt euch gerne beide Staffeln in der ID mediathek an.
- 1:07:25Speaker 1: Nehmt euch die zeit passt dann auch für dieses Gespräch.
- 1:07:27Speaker 1: ganz gut ihr kann mal was mitnehmen aus dem Gespräch mit rüber nehmen.
- 1:07:30Speaker 1: Vielen Dank und gehören uns beim nächsten
- 1:07:32Speaker 0: Mal Tschau.