Latest / Die Zeitgenossen / Die Zeitgenossen 22: Yes Minister, Stargast Stefanie Lopez, Miroloi, Ravenna, Mysterium Jabugo
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- speaker-1: kommen beide Zeitgenossen! speaker-0: Willkommen zur 22. Folge bereits der Zeitgenossen und ihr habt genau in die richtige Folge geschaltet, denn auch diesmal haben wir mal wieder einen Stargast an Bord. Das heißt also nicht, ihr müsst euch nicht nur mit Stefanie und mir anfreunden, sondern und diesmal haben wir es besonders gut gemacht, wir haben sogar noch eine zweite Stefanie dazu gefunden. Diese zweite Stefanie, Stefanie Lopez, kenne ich persönlich nicht, aber meine Stefanie, Palomino, kennt sie dafür sehr gut. Nicht wahr, Stefanie? Wer ist Stefanie? speaker-1: Ja, Stephanie Lopez hieß mir ursprünglich Fuchs, was ich noch lustiger finde, weil auf Spanisch Lopez ist ja Wolf und ihre Großeltern heißen auch Wolf oder hießen Wolf. Gibt's denn nicht? Ein Fuchs hat einen Wolf geheiratet, Also sehr ungewöhnlich, aber sehr cool. speaker-0: Beide Stefanis in diesem Raum haben einen spanischen Nachnamen. speaker-1: Wir sind in den gleichen Spuren gewandelt und Stephanie und ich haben uns eigentlich, so richtig habe ich Stephanies Schwester erst kennengelernt im Kindergarten, da war ich drei Jahre alt. Stephanie und ich, ich und Stephanies Schwester waren in einer Kindergarten-Klasse, aber auch nur ein Jahr lang. Und dann haben wir uns so richtig gefunden, als wir gemeinsam die Schule gewechselt haben. also quasi protestweise Flörsheim, das Gymnasium verlassen und sind nach Russitzheim auf die Heinemann-Schule, weil die viel progressiver war. und unserem Rebellentum viel besser gepasst hat. Da haben wir dann die letzten drei Schuljahre zusammen verbracht und haben uns auch richtig ineinander verliebt, weil uns haben so viele Themen gemeinsam begeistert und eines davon war Lesen. Also ich kann mich erinnern, das erste Mal, als Jöffel und ich wirklich uns unterhalten haben, werden beide polnische Austauschschülerinnen da und dann saßen wir da und haben, ich weiß nicht, glaube, über Bücher, Filme, allen möglichen Kram geliebt. gesprochen, haben die Welt ignoriert und was wir dann abgemacht haben, wir haben uns gleich dann mal angerufen und ein paar Stunden weitergemacht. So hat quasi unsere Freundschaftsgeschichte gestartet und Stefanie ist eine sehr begabte Schreiberin, die damals schon ganz tolle Texte geschrieben hat und ich war immer ganz begeistert und sie hat dann Literaturwissenschaften, Theaterwissenschaften studiert, ist auch Schauspielerin, also sie hat ein wissenschaftliche Seite in ihr, die auch Dinge sehr gerne analysiert und auf der kognitiven Ebene auseinander nimmt, dann hat sie eine Therapeut- und Coaching-Ausbildung. heißt auch das Thema Emotionen und Psychologie und wie hängt das alles miteinander zusammen, wurde da auch ganz tief in den Blick genommen und hat natürlich dann aber auch einen ganz kleinen Blick in die Zukunft. Wie möchte man eigentlich da Gesellschaft und auch miteinander gestalten und das immer auf diesen drei Ebenen? die kognitive Ebene, die körperliche Ebene. Das wird sie auch als Schauspielerin sehr stark etablieren können. Und dann die emotionale Ebene. Sie hat einen ganz tollen Werdegang, wo sie diese Themen miteinander verknüpfen konnte. Da kann sie auch gleich bisschen was selbst zu sagen. Aber was ein Produkt ist, das gerade dazu herausgekommen ist, was ich ganz wundervoll finde, ist das Veto-Prinzip in der Familie. Und das ist ... glaube ich ganz toll, weil da geht es wirklich darum, wie kann ich im Prinzip alte Erziehungsmuster loslassen, die durchbrechen und eigentlich in gemeinsamer Verbundenheit schaffen, Spielräume schaffen in der Familie und das wirklich gleichberechtigt, aber auch mit kleinen Bildern. speaker-0: Das ist ein Buch für diejenigen, die das jetzt gerade nicht gesehen haben. speaker-1: Das ist ein Buch und das ist auch eine Landcard, drin ist. Da ich jetzt aber nicht aus wie gesprengt quasi den Bildschirm mit ganz vielen praktischen Geschichten, Anleitungen, was man ganz genau tun kann. Und ich glaube, das macht das Buch so besonders. Das theoretisiert nicht nur, sondern das kann man sich alles ein- eignen und nochmal hinten nachlesen. Aber es geht vor allem aus der Erfahrung, die Stefanie in, ich weiß nicht, 15 Jahren, 20 Jahren Coaching und Therapien, die du selbst gemacht hast, aber auch die Sessions, die du Familien gibst, im Prinzip sich gesammelt hat und auch mit den anderen teilt. Ja, aber Schleppin, stell dich kurz doch mal selbst vor und sag ein bisschen was vielleicht auch zum Buch. speaker-2: Ja, gerne. Also danke erstmal für die Einladung. Ich freue mich. Merke es auch schön, von, also mal vorgestellt zu werden und zuzuhören und dann auch zu merken, alles, was ich so gemacht habe, macht doch irgendwie auch Sinn oder hat einen Zusammenhang, weil ich ja sehr viele verschiedene Sachen gemacht habe. Was will ich da jetzt noch ergänzen zu dem, was du gesagt hast? Fasst es eigentlich gut zusammen? Ich glaube, was mich, was mich als Thema immer interessiert hat, war der Mensch und warum ein Mensch geworden ist, wie er ist. Also das war im Schauspiel auch immer so. meinen Fokus in diese Figuren einzutauchen, zu gucken, warum sind die so und mich da auch reinzufühlen. Und dann aber auch zu gucken, das ist vielleicht dann das Therapeutische jetzt oder auch das, wo ich irgendwie in die Zukunft gucke. Wo haben wir aber die Möglichkeit, auch uns davon zu verabschieden, von dem, wir geworden sind oder aus welchen Gründen wir so geworden sind und zu schauen, was ist eigentlich alles noch möglich? Und da, ja, da merke ich halt, dass letztlich wir ja nur einen ganz kleinen Teil von dem, wir sind im Leben. Leben. Also wir haben ja viel mehr Mischpult-Regler. Also wenn man sich das Bild von einem Mischpult, das ist auch im Buch das Mischpult-Prinzip, das fühle ich jetzt auch nicht aus, aber als Bild kann es auch irgendwie herangezogen werden, dass wir einfach ganz viele Regler haben in uns, wie wir uns verhalten können, wie wir uns fühlen können, wer wir sein können. Mit allem, was wir als Kern an Persönlichkeit ja mitkriegen, aber zu merken, ich habe eine riesen Range, wie ich mich eigentlich verhalten kann und das so bisschen auszudehnen. Und genau, und der Ursprung, warum habe ich das Buch geschrieben? Ich mache das jetzt nicht 20 Jahre, hast du gerade gesagt, ich muss gerade überlegen, zehn Jahre, dass ich Familien-Eltern coache und seit drei Jahren abpaare. Und ich habe halt selbst gemerkt, ich habe jetzt zwei Kinder, sind 16 und 12. Und als meine Tochter zur Welt kam, die wird bald 17, habe ich halt überlegt, wie will ich das machen als Mutter? Und wusste, so wie meine Eltern will ich es nicht machen. Ich bin eher autoritär erzogen und habe vor allen Dingen auch gemerkt, was hat das für Auswirkungen auf mein Leben? gehabt, diese autoritäre Erziehung und habe schon sehr früh auch angefangen, eben selber Therapie zu machen und so und habe aber dann angefangen, nochmal mehr zu schauen, was brauchen eigentlich Kinder, in welchem Alter, wie kann ich das denen geben. Und dann habe ich in den Beratungen mit den Eltern immer mehr gemerkt, dass die meisten sagen, ich will es gar nicht so machen, aber es spricht aus mir heraus. man ist dann völlig überfordert, das Kind ist irgendwie drei Autonomie-Phase und dann schreit man doch rum oder sagt Sachen, die man nie sagen wollte. Und dann habe ich angefangen, eben Workshops zu entwickeln nach dem Veto-Prinzip. Das ist von Michael Plaert, das ist sehr praxisorientiert, wo es eben darum geht, dass es nicht ausreicht, dass ich Dinge kognitiv verstehe. Das ist eine gute Basis. Aber wir handeln zu 80 bis 90 Prozent als Menschen aus dem Unbewussten. Das heißt, wir müssen viel tiefer gehen an Körper, Emotionen und das irgendwie wie überschreiben. Und im Buch sind eben viele Übungen. mit Statustraining unter anderem. Und da spielt man quasi auch Situationen, die man mit dem Kind erlebt hat, in verschiedenen Varianten durch, ⁓ das körperlich erfahrbar zu machen. Also wenn wir was lesen, wir viel mehr Wiederholungen, ⁓ das umsetzen zu können, als wenn wir das machen. So, und das ist im Grunde das, was es vielleicht darunter scheidet von anderen Büchern, dass es sehr praxisorientiert ist. speaker-1: Ich hatte das Gefühl, ich das gelesen habe, dass man das ja auch wieder im Management zum Teil einsetzen kann. Das ist nämlich, also es hat ja viel mit Selbstklärung zu tun. Also was ist mit mir passiert und was ist mit mir da los und was triggert mich eigentlich? Und auch das verbalisieren zu können, da auch sich Grenzen setzen zu können. Und das fand ich total spannend. Also nochmal aus der Führungsperspektive das anzuschauen, weil eigentlich finde ich, Erziehung hat ja eigentlich Führung. Und da sind super viele Anwendungsfälle. Und gibst du manchmal, gibst du nicht auch für Ruhungstraining? Oder hast du das in der Vergangenheit gemacht, mit Teams hast du auch gearbeitet? Genau. speaker-2: Teams nicht so viel, auch ein bisschen mit Teams, aber ich habe vor allem auch Einzelcoachings gemacht mit Führungskräften. Und genau, da im Grunde kann das Veto-Prinzip oder auch die Art von Coaching, die ich mache, auf alle Formen von Führung angewendet werden. Ob das dann eine Lehrerin ist oder eine Führungsperson im Unternehmen oder eben eine Mutter. Weil letztlich sind es ja dieselben Themen. Die treffen uns an verschiedenen Stellen. Nicht triggert vielleicht was anderes als Unternehmerin oder als Führungskraft als Mutter, aber letztlich ... Es liegen immer Muster und Schutzstrategien und so weiter drunter. speaker-0: Darf ich was fragen? Und zwar, mich interessiert jetzt natürlich besonders, welche Rolle in all dem für dich noch deine Roots in der Theater, Literatur und Schauspielschule sprechen. Weil Stephanie hat dich angekündigt und das nehme ich, Szene ihrer Ed Studio hier gerne zur Kenntnis, dass du möglicherweise noch belesener bist als ich zum Beispiel und dass man wirklich eigentlich über jede Art von Buch und jede Art von Kulturphänomen oder was auch immer, dass man da in dir eine, nicht nur eine Gesprächspartnerin, sondern auch eine Expertin findet. Welche Rolle, würdest du das erstens so unterschreiben und zweitens, welche Rolle spielt das denn für dich? speaker-2: Das würde ich erstmal nicht unterschreiben, weil dann merke ich, da kommt ja kein Druck. Also ich lese sehr viel erstmal, so 100 Bücher im Jahr oder so. Ich lese einfach unglaublich gerne viel. speaker-0: Das ist der Datenpunkt, den ich brauchte. speaker-2: Das rettet mir den Arsch. Also das hat mich auch in meinem Leben, wenn ich richtige Tiefpunkte hatte und ich hatte einige, dann wusste ich immer, egal was passiert, ich kann immer lesen. Und wenn ich kein Geld mehr habe, dann kann ich in die Bibliothek gehen. Aber lesen kann mir keiner nehmen. das, genau, das ist einfach manchmal auch meine Weltflucht, aber auch meine große Leidenschaft. genau, das ist im Literaturwissenschaftsstudium so gewesen, das ist ja schon einige Jahre jetzt her. Und jetzt habe ich auch ein Buch geschrieben und genau. Ja, nicht jeder freie Minute, ich klatze auch Serien, ich mache auch irgendeinen anderen Kram, aber ich lese einfach sehr gerne. speaker-0: Okay, Hut ab. Das gibt natürlich jetzt dem Literatur-Tipp, den du mitgebracht hast, nochmal ein ganz anderes Gewicht. Also 100, das ist finde ich wirklich sensationell. Also ich verlasse tatsächlich auch das Haus selten ohne den Kindl in meiner Hosentasche, ⁓ eigentlich jederzeit vorbereitet zu sein. Auf Wartezeiten, auf unvorbereitete Dinge. So lese ich eigentlich vor mich hin, nämlich auch nicht vorbereitet und nur abends oder sonntags Nachmittags, sondern eigentlich immer dann, wenn sich die Gelegenheit ergibt. auf 100, da komme ich definitiv nicht. Also Hut ab. speaker-1: Ja, vielleicht Christoph, wenn ihr jetzt so erstmal den Respekt zu singen lasst, ja, könntest du vielleicht doch jetzt mal so eine Serie vorstellen. Ist jetzt auch klar, dass du kein Video sehen kannst, weil du viel zu viel Fernsehen schaust dazwischen. speaker-0: Aber ich habe was mitgebracht und das ist vielleicht auch gleich die erste Probe aufs Example bei Stefania, ob sie das auch gelesen hat. Denn ich habe hier etwas mitgebracht, was eigentlich auch eine Buchverfilmung ist. Das heißt, gibt hier zu dem, worüber ich reden will, eine Buchseite und eine Serienseite. Und zwar spreche ich von einem der titanischsten Werke der englischen Unterhaltungs- und Politliteratur des 20. Jahrhunderts, nämlich von Yes Minister und Yes Prime Minister. was basiert auf zwei Büchern, die jeweils telefonbuchdick sind und jeweils die Geschichten sammeln ⁓ den Aufstieg eines fiktiven englischen Politikers Sir Hacker, der zuerst unverhofft in einer nicht näher genannten, wahrscheinlich konservativen Regierung in England während der 80er an die Macht kommt und umgeben ist von einem ganz kleinen Cast von Leuten, die immer wieder da sind. ist sein der übermächtige, finstere Staatssekretär Sir Humphrey, ist sein persönlicher Sekretär der schlaue, lustige, aber auch etwas naive Bernard und noch einige andere Charaktere, die immer wieder kommen und die diesem Minister versuchen, in ihrem Sinne zu biegen. Der Minister selber möchte seinen Gewählern gefallen, der möchte auch gewisse politische Punkte umsetzen, aber seine Umgegend ist eigentlich vor allem darum bemüht, dass er so wenig Schaden wie möglich anrichtet. Und das Ganze ist gefilmt in, ich glaube, drei Staffeln, yes, Minister, noch mal drei Staffeln, yes, Prime Minister. Das ist alles so alt, dass es das auch nicht mehr im Streaming gibt. Ich habe irgendwann mal die VHS-Kassetten mir gekauft. Zum ersten Mal gesehen habe ich das im dritten Programm. im deutschen Fernsehen, wo es im englischen Original kam. Es ist, glaube ich, auch nie übersetzt worden. Und dann habe ich mir die Bücher gekauft und diese Bücher wurden geschrieben von zwei politischen Journalisten, die mittlerweile auch tot sind. es wurde halt irgendwann gesagt, dass dieses Programm und die Bücher tatsächlich die Lieblingslektüre und die Lieblingsfilme von Margaret Thatcher waren. Das heißt, Margaret Thatcher hat sich das ganze Ding angeschaut und hat die ganze Zeit sich auf die Schenkel geschlagen und gesagt, genauso funktioniert Politik in England. Das Ganze ist auf eine sehr englische Art und Weise einerseits brüllend, komisch und unglaublich scharfsinnig. Das ist inszeniert als Kammerspiel. Die Bücher weniger so. Die Bücher haben auch immer wieder Ausrisse aus fiktiven Dokumenten. Die sind häufig schneller und mit mehr Protagonisten geschrieben. Die Bücher sind also extrem lesenswert. Aber die Filme, die wurden eigentlich inszeniert wie so ein Kammerspiel. Jede einzelne ist sehr dialogbasiert. Viele Dialoge finden in den Büros statt des Ministers oder des Prime Ministers oder an Orten, denen er sein muss. Und jedes einzelne ist halt inszeniert wie eben so eine unglaublich schlagfertige, schnelle, aber immer noch auch so bisschen altmodische, sehr viel Holz, wie man sich so Downing Street Number Ten und die Welt von Politikern in den 80ern vorstellt. Es ist alles so inszeniert, dass es auch so bisschen staubig wirkt. aber dadurch auch noch mehr an Authentizität gewinnt. Denn so stellt man sich das Wirken und das Leben von konservativen Politikern und ihren Ministerialen und Staatssekretären alle die ganze Zeit im Anzug auch wirklich vor. Und aus dieser Steifheit und dem Ausbrechen aus dieser Steifheit und trotzdem irgendwie versuchen, was hinzukriegen, entsteht eine Sternstunde nach der anderen. Und ich habe ja schon das letzte Mal bei Detectorists darüber gesprochen, dass man einfach England und seine Rolle in der modernen Unterhaltung, sowohl bei der Musik, aber auch halt bei Fernsehen, Monty-Pricen und alles, danach kam, dass man das überhaupt nicht unterschätzen kann. Und für mich war Yes Minister und Yes Prime Minister tatsächlich mein Einstieg in diese große Liebe zur englischen Unterhaltung, weswegen ich immer noch die BAFTAs verfolgen, weswegen ich immer noch nah dran bin an Schauspielern und Autoren aus England. Warum gerade diese scharfsinnigen politischen Serien, warum die immer noch so unglaublich komisch und ehrlich und eigenartig sind, die Schauspieler, damals Jes Minister und Jes Prime Minister gespielt haben, die sind, glaube ich, wirklich leider alle tot. Es gibt seit neuestem, vor letztes Jahr, hat noch mal ein Theatermacher tatsächlich diese Dialoge zwischen Sir Humphrey und dem Minister auf die Theaterbühne gebracht, in London. Und darüber gab es wechselnde Kritiken, ich hab's dann auch nicht so richtig gesehen, die wurden nochmal wieder aufgenommen, sind da halt ⁓ über 80, über 90, blicken auf ihre politische Karriere zurück. Ich kann mir nicht so richtig vorstellen, dass das wirklich lustig ist. Aber yes, Minister, yes, Prime Minister, das findet ihr in Auszügen auf YouTube. Also ganz viel wurde auch durch die BBC digitalisiert und ist jetzt auf YouTube in Best-of-Konstellationen zu. zu sehen. wer eigentlich das richtige Paket will und richtig wissen will, wie gehaltvoll und wie klug und wie schnell und wie witzig das Ganze ist, muss sich die beiden Bücher kaufen. Yes Minister und Yes Prime Minister. wenn ihr das gelesen habt, ihr werdet den Engländern nachher alles verzeihen. Wer so großartige, brillante, tiefsinnige Ware, lustige, charaktergetriebene Komödien schreiben kann, die einem heute noch was beibringen, dem muss man einfach alles verzeihen. Das lauwarme Bier verzeihen, muss man das schlechte Essen verzeihen, das schlechte Wetter sowieso. Man muss die Engländer, wenn man die für irgendwas lieben muss, dann für Jesminister und Jesprime-Minister. Sowohl Literatur als auch Serie. Und jetzt sag mal, Stefanie, was von beidem hast du gelesen oder gesehen? Gar nichts. Trotz 100 Büchern im Jahr. speaker-1: Ich muss auch sagen, glaube euer Stefanie und ich sind einfach zu jung dafür. Das ist ja rausgekommen, als wir drei Jahre alt waren. Und irgendwie ist mir das so lieber die Füße gerollt. Das ist so Aber ich muss auch sagen, das haben wir ja schon mal drüber gesprochen, Politik, sorry, ist nicht so richtig meins. Und ich habe zur Office mir auch die amerikanische Version reingezogen, die britische. Ich glaube, dieses Monty Python Ding hat mich auch noch nie abgeholt. Das ist einfach nicht mein Boot. Ich bin auf einem anderen Schiff unterwegs, fährt direkt nach Amerika abgebogen. speaker-0: Aber vielleicht kannst du das nur noch ändern und wenn du es ändern willst, dann fang da an. Wir sind einfach so krauzig und lustig. speaker-1: Ich hatte so immer die ganze Zeit mich an Ekel Alfred denken, ob das da irgendwelche Parallelen dazu gibt. Also in der Erbrichtung so ein schlechter Tapet, ich hab hier so ein Bilder aufgemacht, so sieht das aus. Aber Rousseff, ja, es gibt's anscheinend irgendwie auch was auf Netflix, also ich werd' da mir auf jeden Fall mal eine Folge reingeben und dazu dann was sagen. Ja, wir sind heute ein bisschen in Zeitdruck, deswegen würde ich sagen, hier, ich geb' das jetzt mal gleich an Stephanie weiter, weil die hat uns ein... Buchtipp mitgebracht und ich bin ganz gespannt schon, was das sein wird. speaker-2: Ja, und zwar, also, als ich wusste, ich darf einen Buchtipp mitbringen, da war ich natürlich ein bisschen überfordert, weil ich wollte am liebsten zehn mitbringen. Ich habe mich aber entschieden, und zwar für das Buch Mirroloi von Karen Köhler. Das ist von 2019. Da war es auch auf der Longlist vom Deutschen Buchpreis. genau, das Buch spielt auch eine Insel in einem kleinen Dorf. Man ist auch außerhalb von echter Zeit und echtem Raum. Also es heißt einfach Insel und schönes Dorf. Und das ist von der ganzen Stimmung und vom Überbau erinnert es auch so bisschen an Handmaids Tale. Also es sind sehr praktikale Strukturen, die Männer regieren, die Frauen dürfen nicht lesen, dürfen nicht schreiben, haben keine Rechte, werden verheiratet. Also sehr strenge Gesetze und Traditionen und auch sehr viel Gewalt bei Missachtung. es gibt, auf dem Marktplatz gibt es so eine Folterstelle, also wie so ein Pranger, wo im schlimmsten Fall die höchste Strafe ist Steinigung. Es gibt aber auch Strafen, wo es eher ⁓ Erniedrigung geht und eben als Pranger auf dem Marktplatz öffentlich sichtbar als Abschreckung. Und das Buch ist aus der Perspektive einer 16-jährigen Ich-Erzählerin geschrieben. Die hat keinen Namen, die wurde als Baby ausgesetzt vom Bethaus. Und wenn man keiner Familie zugehörig ist, bekommt man auch keinen Namen. Und die hat eine Gehbehinderung, weil die als Kind, als Strafe, weil sie sich gegen den Jungen gewährt hat, wurde sie wurde ihr Bein zertrümmert, deswegen hat die jetzt eine Gehbehinderung und ist eigentlich so der Sündenbock für die Probleme des Dorfes. Das heißt, die wird ausgegrenzt, die wird verspottet, aus der Gemeinschaft ausgeschlossen, so ganz unten in der gesellschaftlichen Ordnung. Und die fängt aber irgendwann an, diese Ordnung zu hinterfragen und sich gegen die Regeln zu stellen. Also die fängt heimlich an, lesen zu lernen. Die schließt Freundschaften, Allianzen, die verliebt sich. Die will verstehen, was außerhalb dieser Insel existiert, weil die sehr abgeschottet auch leben. und will über ihr Leben selbst bestimmen. Und da gerät sie natürlich immer mehr in Konflikte. Und was so besonders ist für mich an dem Buch, ist, dass es einmal diese ganze Atmosphäre, erzeugt wird, weil Karen Köhler einfach unfassbar toll schreibt. Also, Miroloi heißt Totenlied. Das heißt, das ganze Buch ist aufgebaut, nicht in Kapitel, sondern es heißt Strophen. Es ist normale Erzählform. und ist aber in Strophen aufgebaut und im Endeffekt erzählt diese Ich-Erzählerin, die gar nicht eine eigene Stimme haben darf, erzählt ihr eigenes Totenlied, also erzählt ihr eigenes Leben sozusagen als Akt der Ermächtigung. Und traditionell wurde das eben von Frauen gesungen in der griechisch-orthodoxen Tradition, dieses Miroloi. Und genau, die erzählt diese Geschichte und das ist im Endeffekt eine Parabel über Feminismus, über Freiheit, über Selbstbestimmung. Überwiderstand in partizipalen Strukturen. Also hat natürlich sehr viele Bezüge auch zur realen Welt dadurch und geht zu der Frage nach, was passiert, wenn Menschen der Gesellschaft aufwächst, die ihm sagen, wie er zu sein hat. Und man hält sich aber nicht mehr an diese Regeln. Und das übergeordnete Thema ist für mich und das sind viele Bücher, die ich liebe. Ich habe das mal genannt und ich würde das mal nennen, Würde in Zeiten der Gewalt. Also wie kann ich selbst Integrität und Würde warnen, wenn ich in gewaltvollen Verhältnissen aufwachse? ob das eine gesellschaftliche Verhältnisse sind oder familiäre Verhältnisse. Wie kann ich darin meine Würde wahren oder meine Integrität wahren und Mut zur Veränderung zu haben? Und ja, und das ist für mich einfach, es hatte so einen Sog. Ich liebe Bücher, die so eine hohe Intensität haben, also wo ich ganz tief in die Figuren reinblicken kann. Eine Buchhändlerin hat mal gesagt, sie nennt das Viszeral. Das ist eigentlich so die Eingeweide betreffend. Ich finde das Wort total genial, weil ich liebe Bücher. die was Viszerales haben, wo ich wirklich ganz tief irgendwo reinblicken kann. Und das schafft Karen Köhler mit ihrer Sprache für mich total. Im Text zu dem Buch steht, jedes Detail brennt und leuchtet. Und das passt für mich total, weil die sehr, also eine hohe Intensität hat, wie sie schreibt. Die findet unglaublich tolle Bilder, auch Wortneuschöpfungen oder neue Zusammenstellungen, Bilder für innere Zustände, für Gefühle. Und ja, es ist einfach hat einen wahnsinnigen Sog auf mich gehackt. Und das Witzige ist, ich habe mir das Buch schon dreimal gekauft, weil ich immer im Buchladen dachte, das habe ich noch gar nicht. Das habe ich nur ausgedient damals, als ich es gelesen habe, und ich habe es noch gar nicht. Und dann komme ich immer nach Hause und sehe, doch, ich habe es schon. Also habe es jetzt dreimal. Es sagt sehr viel darüber aus, wie sehr ich das Buch liebe. Kann ich mal weiter verschenken. Ja, also da passt für mich alles. Vom Inhalt, von der Sprache, vom Thema. Genau. Und es ist zugänglich gleichzeitig. Also ich finde, zum Teil Bücher, die sehr literarisch sind, nicht so zugänglich sind. Akkursal, nicht so zugänglich sind. Und das hat für mich halt beides. Es ist total zugänglich für mich sprachlich und hat eine wahnsinnig hohe Qualität. speaker-1: Und das finde ich auch so spannend. Im Vorgespräch haben wir ja auch so bisschen drüber philosophiert, dass es so interessant ist, dass man eigentlich aus dem Buchregal fast schon so bisschen so ein Geogramm draus machen kann, dass so was macht eine Person aus. So ein bisschen, was ich lese, das bin ich. Und das fand ich dann auch spannend, weil ich dann auch darüber nachgedacht habe, was mag ich denn gerne, warum lese ich denn gerne und was sagt das denn über mich? Und das fand ich total spannend. Christoph, was sagt das denn über dich, was du gerne liest? Hast du da mal schon Erkenntnis gewonnen? speaker-0: Also, mich hat das Ganze, wie du es erzählt hast, gerade an Andorra erinnert. Also, dieses Szenario, dem, weißt du, was Bastian Stefani schon vor einiger Zeit besprochen hat, ne? Dieses verschlossene Dorf, diese Gewalterfahrung und so weiter. Das heißt, das erinnert mich sofort dran. Und ich hab mich gefragt, so ein Buch brauche ich aber natürlich, muss auch bisschen bekennen, was es ist, ja? Also, es ein, könnte man das Ganze als Kriminalroman, als Revolutionsroman, als Psychologie Er kennt ja Margaret Edward zum Beispiel. Da ist es einerseits sehr spannend, aber auch durchaus ein revolutionärer, also ein zur Tat aufrufender Roman. Und der ist ja auch ziemlich genau verortet, nämlich in der zukünftigen USA. Und man weiß dann, wo soll es nicht kommen. Das heißt, das ist so eine Warnung. Also das wäre jetzt meine Frage an dich, wie dieses Buch da einzuordnen ist. Aber ⁓ Stefanies Frage noch zu beantworten. Ich meine, ich bin ja derjenige, der hier immer mit der Hochliteratur ankommt. Und für mich ist ja die Hochliteratur halt wirklich ein Schlüssel zur Welt. Ich verstehe die Welt besser, ich reise, wenn ich so viel reise, dann lese ich dazu immer noch die Literatur. Ich lese jetzt zum Beispiel gerade als Vorbereitung auf meinen großen Sizilien-Vote-Trip diesen Herbst, lese ich gerade den Leoparden. Und das ist natürlich das eine Buch aus Italien des 20. Jahrhunderts. Und ich nehme da jetzt schon so viel daraus mit, so viele Tipps, was ich dann in Sizilien auch sehen will und was ich erfahren und was ich essen will. Das heißt, für mich ist wirklich Literatur ein Schlüssel zur Welt, also ein Gefühlsverstärker. beim Empfinden der Welt, die mich umgibt in all ihren Facetten. ich weiß nicht, das sagt über mich wahrscheinlich einfach nur, dass ich ein Hironist bin, der es sich gerne so gut gehen lässt, wie es überhaupt nur möglich ist, Zunahme sämtlicher Fördermittel, die dafür überhaupt zur Verfügung stehen. speaker-1: der Spanz hat speaker-2: Ich mich auch als bestechspannt, was sagt das, was wir lesen über uns aus? Und zu deiner Frage, Christoph, wie ich das einordne, also es ist weniger offensichtlich politisch als vielleicht Handmaid's Tale, weil das eben nicht jetzt verortet ist, USA in der Zukunft, da geht es auch nicht, bei Handmaid's Tale geht es ja darum, die Frauen können keine Kinder mehr bekommen, deswegen gibt es diese Struktur mit den Vergewaltigungen und so. Also das ist erstmal eben nicht da verortet. Und was ich daran halt liebe, ist, dass das auf beiden beiden Ebenen gelesen werden kann. Ich kann das einfach als Buch lesen, wo ich ganz tief in so psychologische Sachen eintauche, was diese Ich-Erzählerin angeht. kann das auf dieser psychologischen Ebene und auf der ganz persönlichen Ebene lesen und eben gleichzeitig ist aber auch diese politische Ebene mit drin und für mich hängt das sowieso so eng zusammen. Ich merke das immer mehr. Also auch wenn ich Beratungen oder sowas mache, wie sehr ja das Persönliche mit dem Politischen zusammenhängt. Also wenn ich Paare berate. liegt ja der ganze Paträrschab drunter, das merke ich ja jedes Mal, zu merken, wie uns das jeweils prägt. Und deswegen finde ich oft die spannendsten Bücher, wenn das beides irgendwie mit drin ist. Ich brauche aber diese persönliche Ebene total, damit mich das abholt. speaker-1: ist super spannend. Ich glaube, da ist auch so bisschen die Brücke, dass ich Bücher total gerne mag, die diese psychologische Ebene haben, aber die auch sehr future Scenarios halt. Also wie würde die Welt aussehen in Szenario XYZ und was macht das dann mit dir halt? Und ich glaube, da schlägt sich so ein bisschen die Brücke. Christoph nimmt das Lesen, ⁓ irgendwie die Existenz verstärken und nochmal die unterschiedlichen Layer von Geschichte, Politik zu den unterschiedlichen Orten mitzunehmen. Du machst Psychogramme und kannst halt super gut das in gesellschaftlichen Kontext damit reingeben. Und ich gucke dann manchmal gerne nochmal, wo kannst du dann hingehen als nächstes halt. Also das ist, ich, ganz lustig, dass wir da ein guter Dreiklang sind. Und Christoph ist schon an anderen Orten angekommen jetzt und sitzt auf seinem Stühlchen. Was ist denn passiert, Christoph? Die Abendzuschauern? Die Stromschwörer? speaker-0: Stumversorgung. speaker-1: Der Tech-Experte im Energiemangel, das ist doch super. Ja, bei Stamina, ich fand das ein super Beitrag. Das kommt auf meine Liste und finde ich auch so Dystopias und so finde ich mega spannend. Andorra, wie gesagt, das ist ja sowieso dann sehr stark mein Thema. Also on my list, vielleicht kauf ich dir eins von deinen drei Exemplaren an. speaker-0: Ja, wirklich. speaker-2: Kann ich dir eins zuschicken? Das kann ich auch noch mal dann lesen. Das ist ja auch schon eine Weile her, dass ich das gelesen habe. Das ist jetzt auch noch mal ein guter. speaker-1: Und ich glaube, das Ding ist nämlich, da schließt sich der Kreis, glaube ich, dass wir beide andere nämlich damals gemeinsam gelesen haben. Ich glaube, nämlich, Stephanie, dass wir das gleichzeitig gelesen haben. Aber wir ja viele Bücher und auch Carrie Heim, was ich beim letzten Mal vorgestellt habe, haben wir auch zusammen gelesen. Und das witzige ist auch, Christopher, auch das zu sagen, Stephanie war quasi mein erster Besprechungspartner von Literatur, weil wir hatten nämlich einen literarischen Zirkel. speaker-0: Hatt ich auch eine Zeit lang so einen kleinen Buchklub, das war, glaube ich, 2016. Und ich habe irgendwie das Jahr 2016 in den Dienst der Exegese von Mario Vargas Llosa gestellt, weil der wurde dann nämlich 80. Und dann haben wir das ganze Jahr lang nur Bücher von Mario Vargas Llosa gelesen. speaker-1: Wow, that's ambitious. Ich meine, wir waren noch zusammen im Nöterrauschen Quartett. Also das war auch ganz gut. Also wir sind da früh auf den Faden von Reich Franicki gewandelt und haben uns damals immer angeguckt. Und auch, ich weiß nur, wie wir da diese Ingeborg-Bachmann-Sachen total verschlungen haben wegen dem Bachmann-Preis und uns da diese Bände, also damals haben wir uns so bisschen inspirieren lassen. Und ich weiß, dass Stefanie immer noch so auf der Top 20 Liste, was jetzt der Deutsche Buhpreis, was das jetzt werden wird. Ich weiß, bist ja schon dabei, dich vorzubereiten, das alles gelesen zu haben, bevor dann eigentlich klar ist, wer der Gewinner ist. Alles nicht, ⁓ viel davon. speaker-2: Nicht alles, aber vielleicht so die Hälfte oder so. speaker-1: Ja, das ist wie, wenn du für die Oscars die Filme vorher schaust und machst German-Stapfhinders mit dem deutschen Buch. Das finde ich extrem ambitioniert und also wirklich Hochachtung, Hochachtung davor. Das macht mich jetzt auch wieder ein bisschen mehr zu lesen. Wie gesagt, haben ja heute, wir ein bisschen auf YouTube drücken. Ich würde deswegen einen kurzen Reisetrip heute machen. Wir noch 20 Minuten. Wir haben noch genau 20 Minuten. Und zwar, das hängt alles übrigens mit der Eclipse auch zusammen, aber das erklären wir in der nächsten Folge. Und zwar bringe ich mit Ravenna. Ich war in Ravenna und das ist sehr, sehr, sehr lange her. Als ich 18 Jahre alt war, auf einem mit unserer, mit der Schule zusammen und zwar mit dem Kunstleistungskurs, wir da. Wir waren in Venedig und wir waren in Ravenna. Und das war für mich ein sehr beeindruckender Besuch, weil Ravenna hat was zu bieten, was man sonst in Europa oder in der Welt eigentlich nicht finden kann. Und zwar sind da Ich glaube, sechs oder sieben oder acht sogar UNESCO-Welterben versammelt in dieser kleinen Stadt, italienischen Stadt. Und das hat halt ganz viel was mit Mosaiken zu tun. Und zwar, erst mal muss man wissen, dass Ravenna wurde gegründet 402, weströmischer Kaiser. Das war damals auch das Zentrum der Ostburten und anschließend das byzantinischen Reich ist. Also das war auch mal eine sehr wichtige Stadt, das ist dann Pölkristof, der erkennt sich damit besser aus. Und deswegen treffen hier also Rom, frühes Christentum und die Bizanz unten mit der Barquals zu aufeinander an einem Ort und haben dort auch dann unterschiedliche künstlerische Merkmale hinterlassen und das meistens, wo es früher dazu zu finden war, nämlich in Kirchen oder in unterschiedlichen kleinen Basilikas. Und da wurde vor allem gearbeitet mit diesen Mosaiken, die aus diesen kleinen Porzellanensteinen, die angemalt wurden und glasiert wurden, wurden die erstellt. Und das Interessante ist, wenn man ja in Venedig ist, dass das, da sind ja auch ganz viele mit dieser Mosaike zu finden und die sind ja auch vor allem mit diesen Goldfarben bestrichen. Also das hat ja auch, aber auch sehr viel Prunk. Aber Ravenna hat im Kontrast dazu eigentlich einen fast sehr naiven Stil im Sinne von der Farbgebung. Also es ist sehr wert. sehr viel mit Maturfarben, mit tiefen Blautönen, mit Grüntönen, Rotönen, Gelbtönen gearbeitet. So hat das fast schon was, ja, sagen wir mal kindliche, naivere Formen, aber trotzdem wunderschöne Mosaike, die man dort sehen kann, wo halt christliche Geschichte erzählt wird. Und da ist besonders schön, fünf Kilometer vor Ravenna befindet sich das, muss ich mir auch aufschreiben, die Basilika Sant Apollinari in Classe. Das lohnt sich auf jeden Fall, dorthin zu fahren. Das ist eine der ersten frühchristlichen Basilikorps, die dort auch sehr spektakulär diese grünen Paradieslandschaften in Mosaiken dort zu finden sind. Wir haben danach im Kunstlastkurs sehr viel uns mit dem Thema auch von Exposioniscus beschäftigt und da sind diese Farbgebungen interessanterweise sehr prägend gewesen, weil es sind sehr klare Farben, aber auch mit den unterschiedlichen Licht wird dort viel gearbeitet. es ist halt so, je nachdem wie das Licht in diese Basilikas reinfällt, werden dann halt auch nochmal die, ja diese Schauspiele werden lebendiger und deswegen auch super faszinierend. Aber wie gesagt, davon gibt es die unterschiedlichsten in Ravenna zu sehen. Da ist man eigentlich zwei Tage auf jeden Fall mit beschäftigt, sich nur Mosaika anzugucken. Aber ich glaube, wenn man irgendwie künstlerisch arbeitet oder im Design arbeitet, kann man sich da... von dieser Ursprungskunst total inspirieren lassen und nochmal so verstehen, wie kraftvoll und inessent da in den Farben stecken und in diesen sehr einfachen Strukturenarbeit, die dort genutzt worden sind. Was auch total spannend ist und ich glaube, das ist ein anderes Thema, das auch Christoph total gut findet, ist natürlich, dass man dort das Grab von Dante besuchen kann. Dante und Dante ist in Ferien oder wird bestimmt auch irgendwann mal drüber sprechen. Was daran so spannend ist, ja, dass der Dante sehr politisch unterwegs ist und der wurde quasi aus seiner Geburtsstadt und Heimat Florenz per Band und hat somit die letzten 20 Jahre seines Lebens in Ravenna verbracht, war aber auch viel auf Reisen. ist ja dann auch an was auch immer ist er da gestorben und dann wollten Jahre später, Florenz wollte den Dante zurückhaben. und wollte den ausbuddeln und nach Florenz bringen und dort beerdigen. Da haben sie auch schon Grabstein und alles aufgebaut und so. Und dann haben da aber, ich glaube, irgendwelche Mönche oder so, den ausbuddeln, haben den versteckt, sodass der in Ravenna geblieben ist. Und konnten den dann erst mal nicht finden. Dann wurde der auch jahrelang erst mal nicht mehr gefunden. Und dann irgendwann haben sie ihn dann wieder allugiert. Aber in Ravenna ist er immer noch. Und das fand ich eigentlich ganz spannend, wie man da so über den Leichnam von einem bekannten Künstler streiten kann. Was, glaube ich, den Dante noch mal ausmacht, natürlich, dass er so ein bisschen das Italienisch mitgeprägt hat, weil er halt damals nicht in Latein seine Texte verfasst hat, sondern in einem Frühitalienisch quasi, in diesem Toskana. Ich weiß nicht, da jetzt auch ein Wort für... Aber er hat da quasi mit die italienische Sprache geprägt, also so bisschen der Vater der italienischen, beschriebenen Sprache. und hat sich damit auch noch mal bis in die Ewigkeit, also quasi hier verewigt. Also deswegen Ravenna ist auch eine Küstenstadt, ist jetzt nicht super schön, muss man sagen, die Küste. Also aber man hat halt, man kann sich die Basilikas angucken und dann auch noch mal eine Runde abends schwimmen gehen oder halt aber auch nett am Stadt auf dem Platz sitzen und ein bisschen italienisches Essen. Das ist ja überall gut, das kann man fast gar nicht schlecht sein. Also es ist ein Kulturausflug, der sich bis heute ganz tief in meinen Gedanken und auch in meinen Erinnerungen festgesetzt hat, wegen dieser Versuch, 5 km von Ravenna in dieser kleinen Basilika ist für mich immer noch eines der größten Erlebnisse und deswegen wünsche ich mir, dass wenn ihr die Chance habt, fahrt da vorbei und schaut euch das an und lasst euch bezaubern. speaker-0: Ravenna hat einen Nachteil, es ist ein bisschen abgelegen. Und das ist nämlich der Grund, warum alles, was du sagst, stimmt. Und Ravenna steht schon seit so langer Zeit ganz oben auf meiner Liste. Also für mich ist es halt eben vor allem der, also es war tatsächlich, wie du gesagt hast, die Hauptstadt des byzantinischen Italien. Also bis ins achte Jahrhundert existierte da eigentlich das römische Reich weiter als Bestandteil, also von Constantinople aus regiert. Und es war lange halt eben eine Stadt, die viel größer und bedeutender war als die Größe, die sie jetzt hat. Aber Ravenda liegt an keiner Hauptverkehrsstrecke der Bahn. Das heißt, man musste wirklich mit dem Auto oder mit dem Bus wirklich vorbeifahren. Und ich bin so häufig in Italien und jedes Mal denke ich mir wieder, das kann nicht sein, dass ich noch nicht in Ravenda war, wo mich das alles, was du da erzählt hast, so interessiert, Dante noch am wenigsten, muss ich ehrlicherweise sagen. Und jedes Jahr finde ich wieder keinen Weg dahin, weil man dafür wirklich so einen richtigen Regionalbahnabstecher und sich noch mal einen extra Tag nehmen muss. Aber nachdem du das jetzt auch so toll fandest. muss ich es irgendwie schaffen, vielleicht dieses Jahr, wenn ich auf dem Rückweg von Sizilien bin, dass ich dann wirklich nochmal von Süden komme, endlich nach Ravenna fahre. Weil du hast völlig recht, ja. speaker-1: Ja, glaube, gab auch mal irgendwie den Aberglauben, dass sogar Alexander der Große da begraben sein sollte, war aber dann nicht so. Das ist so eine übrigen Miff irgendwie. Also warum ist das die Grabstätte rückter Menschen geworden? Was aber total spannend ist, ist, dass der Dante da das Paradiso, also das dritte Akteil seines großen Werkes dort geschrieben hat in den letzten 20 Jahren, wo er gelebt hat. Und es muss ja schon dann nicht so schlecht gewesen sein, wenn er das Paradiso speaker-0: Ich ich werde da definitiv so schnell wie möglich auch hin und dann in einer zukünftigen Folge werde ich nochmal unterstreichen, was du gesagt hast oder vielleicht genau das Gegenteil sagen. Aber es wird definitiv passieren. speaker-1: Es ist ja auch ewig her. Also ich habe versucht im Internet zu recherchieren, ob es da irgendwas Besonderes heute gibt, ob da irgendwas passiert. Also es ist wohl so, dass das internationale Binale der Mosaikfestwitz findet dort statt. Und das ist jetzt nicht so mega überzeugend. Aber es hat auch noch irgendein anderes Jahr. Also dieses Jahr scheint besonders gut zu sein. also kannst du ja nochmal nachlesen, ist irgendwas Besonderes in Ravenna. jetzt auch irgendein, ist jetzt die Stadt, das was auch immer ist gerade. Aber sonst kann das nichts. speaker-0: Ja. speaker-1: Also ich glaube, es ist einfach ganz schön, die Natur sich da anzugucken und die Mosaike und dann nicht so groß die Latte hochzuhängen. speaker-0: Okay, also gut, danke. Danke. Auch so was hört man ja ganz gerne mal, dass etwas nicht so groß ist, wie man sich vielleicht einbildet, aber ich werde mich selbstverständlich davon überzeugen. Und wenn ich das jetzt endlich dieses Jahr mache, dann werde ich das dir zu verdanken haben, Stefanie. Dir und unserem kleinen Podcast. Letztes Thema für heute passt eigentlich ganz gut dazu, weil jeder, der hier schon ein paar Mal zugehört hat, weiß ja, dass ich mich gerne auf Wallfahrten begebe, also auf Pilgerreisen, auf der Suche nach irgendetwas. Und manchmal ist das eine Pilgerreise, zu den Geburtsorten von Autoren. Wir erinnern uns an meine Pilgerreise nach Kiew und Moskau zu den Städten von Michael Bulgakov. Wir erinnern uns an meinen Fund von Miguel Cervantes, die Cervantes in Nafpaktos und in Alcalá de Henares. Also ich bin eigentlich ständig auf der, wenn ich irgendeiner Reise ein größeres Thema geben kann oder irgendetwas rausfinden kann, wo sich es lohnt, bisschen nachzuforschen, damit ich der Erste, es tut. Und in dieser, mit diesem Mindset habe ich mich vorletztes Jahr auf die Suche nach dem Ursprungsort des mythischen Chabugo-Schinkens gemacht. speaker-1: Ich hab mich die ganze Zeit was... What the hell ist Habubu? auch immer. Ich das gar nicht aussprechen. speaker-0: Der Habugo Schinken ist nicht nur ein Schinken, sondern ist einer der edelsten spanischen Iberico Schinken, die es überhaupt gibt. Das wusste ich aber vorher auch nicht. Ich stand vor diesem Wort auch so wie du, hatte noch nie davon gehört, was soll das sein, habe mich dann da wirklich reingelesen und herausgefunden, dass der Habugo Schinken nur in fünf kleinen Dörfern eines abgelegenen Winkels von der Andalusien hergestellt wird. Und das war natürlich für mich der Anlass, mich ins Auto zu setzen. Natürlich. Vor zwei Jahren bin ich losgefahren, damals von Sevilla. Und es ist wirklich der abgelegene Mittel. Das ist halt die Nordwest-Ecke Andalusiens. Nördlich ist die Estremadura und links ist sofort die portugiesische Grenze. Das heißt, da kommt keiner hin. Das ist so weit entfernt von der Küste, von den Stränden, wie man überhaupt nur entfernt sein kann. Von Sevilla sind es auch noch überall anderthalb Stunden. Also die Estrema Dora ist ja sowieso leer. Das heißt, ist wirklich, also diese Gegend nennt sich Sierra de Aracena. also das Bergland von Aracena. Arsch der Welt. Und ich wusste auch nicht, was mich da erwarten würde, also bin ich einfach losgefahren in den Hauptort Aracena. Und da nimmt die Geschichte jetzt aber eine Wendung zum Besseren. Weil es hat sich nämlich herausgestellt, dass Aracena ein ganz zauberhafter kleiner Ort ist. der spektakulär gelegen ist auf zwei Hügeln und dem Tal dazwischen. Und auf beiden Hügeln steht etwas. Auf dem einen Hügel steht nämlich so eine riesengroße alte herrliche Burg und ein Kloster. Und auf dem gegenüberliegenden Hügel steht ein gigantisches, geiles Hotel, was mit dem Blick auf diese Burg ein riesiges Panoramafenster hat. Das heißt, du sitzt da wirklich in dieser Lobby und hast zu deinen Füßen so ein Game of Thrones-artigen Blick. Erstens über diesen Ort in dem Tal und dann auf der anderen Seite halt auf dem Burgberg. diese herrlichen alten Gebäude. Also das war jetzt schon mal allein ein Höhepunkt. Das ist einfach eine sehr, sehr hübsche, sehr geschlossene, komplett nicht neu, also alles so aus dem 17. und 18. Jahrhundert eine so spanische Stadt, wie man sich so eine alte, schöne spanische Stadt überhaupt nur vorstellen kann. Da unten im Süden natürlich dann auch mit Palmen, die rund ⁓ die Plaza stehen und kleinen Lokalen und Cafés. Also alles sehr sympathisch und schön. Das eigentliche Highlight und da behaupte ich jetzt wirklich mal Ich behaupte jetzt, dass ich der einzige Mensch bin, der diesen Podcast jemals hören wird, der an diesem Ort war. Und zwar steht nämlich in Aracena das, glaube ich, weltweit einzige Schweineschinken-Museum. Die haben also allen Ernstes ein Museum rund ⁓ diesen Serranoschinken, ⁓ diesen Iberikoschinken herumgebaut. Und ich konnte mich natürlich nicht zurückhalten. Zu meiner nicht vorhandenen Überraschung war ich natürlich der einzige Besucher. Als ich da an einem, ich weiß nicht, Dienstagmorgen ankam, und bin dann durch diese Hallen da gegangen und anstelle eines Museumshops oder einer Museumsbibliothek haben sie natürlich neben drin eine Fleischerei. Das heißt, man kann direkt im Museum auch gleich schon die Exponate kaufen und ihr müsst euch vorstellen, dass in diesem Museum, wie man sich das von Museen wünscht, da stehen wirklich Vitrinen, Glasvitrinen und in denen sind Schweineschinken ausgestellt. Herrlich! Darauf habe ich eigentlich mein ganzes Leben gewartet. Und du hast denn auch Aufsteller, so Textaufsteller, auf Spanisch, die haben Titel wie der Schweineschinken im Wandel der Weltgeschichte. Mensch und Schweineschinken. 3000 Jahre einer erfolgreichen Geschichte. Das ist völlig irre. Ich habe da auch ein paar Fotos gemacht, weil man kann ja alles Mögliche überhöhen. Kunst und Musik. Aber Schweineschinken und ich bin ja also als überzeugter Fleischfresser und der Schweineschinken ist ja schlicht und einfach auch konstitutiv für Spanien. Also ein Spanien ohne den iberischen Schinken oder den Ceramischinken ist ja nicht vorstellbar. Selbst noch an der Tankstelle kriegst du halt diesen hervorragenden Schinken. Das spanische Frühstück besteht aus einem Brötchen aus einer Tostada und dem Schweineschinken. Also ohne Schweineschinken, ist, der Schweineschinken hält eigentlich das Land zusammen und an den Ursprungsort von einem legendären Schweineschinken zu fahren, das war eigentlich für mich so bisschen wie Covadonga damals, weißt du? So der Beginn der Reconquista und dann hier halt eben das Schweineschinkenmuseum. Und es stellte sich dann heraus, ich hab auch einiges gelernt dann darüber, das gebe ich euch jetzt gerne noch weiter, kulinarisches gelernt. Zum Beispiel, also dieser Schinken, der ist halt eben von der Zubereitung her nichts besonderes, er ist halt eben aus der Region. Es ist eigentlich so wie jeder gute Bejota-Schinken, also so ein Eichelschinken von Edelschweinen. Habugo-Schenken darf er sich dann nennen, wenn er aus dem Dorf Habugo, das gibt es nämlich, und diesen vier anderen Orten kommt. Und was ich gelernt habe ist, es gibt einen Namen auf Spanisch für die Landschaft, in der dieser Schinken oder diese Schweine leben, die heißt nämlich Dehesa. Hatte ich vorher noch nie gehört? Die Dehesa ist der Begriff für so ein Hügelland, was so schlechte Böden hat, dass selbst Bäume da nur in großen Abständen wachsen. Und auf diesem Hügelland, da werden diese Schweine gehalten. Die haben dann teilweise eine Fläche pro Schwein von drei Fußballfeldern, weil der Boden so karg ist und weil auch diese Bäume nur so wenige Eicheln abwerfen, dass man mehr Tiere da gar nicht halten könnte. Das heißt, diese Schweine, haben ein dunkles Fell, sehen auch sehr, sehr kräftig aus. Also eigentlich sind groß, aber aber mächtig und eigentlich gar nicht fett. Also die sehen sehr, gesund aus. Aus denen wird dieser Schinken hergestellt. ich glaube, bis dieser Schinken aus ihnen hergestellt wird, haben die auch ein so glückliches Leben, wie man es nur als Schwein haben kann, wenn man auf lichte Wälder und auf viel Platz steht. All das habe ich gelernt auf meiner Wallfahrt an den Ursprung des Chabugo-Schenkens. Und seitdem ich diese Wallfahrt unternommen habe, schaue ich natürlich auch in allen spanischen Städten, in größeren Restaurants oder in Bars, welche Art von Schinken sie angebaut anbieten und ob sie darunter möglicherweise auch diesen mythischen Chabugo-Schinken, den es natürlich dann auch nicht so viel gibt, weil das sind nur fünf Dörfer und die haben nur begrenzt viele Schweine und begrenzt viele Fäche. Seitdem ich das aber alles weiß, habe ich einen neuen Zugang zum Wesenskern des Spanischen gefunden und einen neuen Blick auf das Verständnis dieses Landes und meine Erschießung dieses Landes geworfen. Also und dann letzter Punkt, also Schweineschinken hin oder her. Es ist ein wunderschöner Roadtrip, da hinzufahren. das Land wird immer leerer, immer hügeliger, immer bewaldeter. Die Straße schlängelt sich und irgendwann kommt man in diesen wirklich super hübschen Ort Aracena an, bleibt in diesem herrlichen Hotel. Also für so einen Ausflug von ein oder zwei Tagen ist das eigentlich so zauberhaftes Spanien, wie man es so spanisch eigentlich nirgendwo erfährt. Und wenn man, wie gesagt, dann auch noch auf Schweine schicken steht, dann hat man da sein Paradies gefunden. Ich habe da mein Paradies gefunden und das Museum, also wie gesagt, ich wüsste nicht. warum man da hingehen sollte, wenn man nicht so einen Knacks hat wie ich. Deswegen sage ich auch, ich bin wahrscheinlich der Einzige, der da jemals hingegangen sein wird, aber damit bin ich auch glücklich. So viel. speaker-1: Ich weiß gar nicht, was gerade dein Status ist, speaker-2: bist Veganerin. Ich war zwischen meinem zwölften und vierundzwanzigsten Lebensjahr. Ich war zwölf Jahre Vegetarierin. Und jetzt würde ich sagen, bin ich vielleicht Flexitarierin. Also ich esse nicht so viel Fleisch, wenig, zu Hause kaum. Aber ich esse Fleisch. Ich habe dann mit 24 das erste Mal nach zwölf Jahren einen Döner, den ersten Döner meines Lebens. Damit habe ich angefangen, mein Vegetarierinnen-Sein zu durchbrechen. speaker-0: Gleich an die Nadel, Gleich also hardcore. speaker-2: Es war ein Drogenrausch, kann man sagen. speaker-1: Ich war ja sehr spät, also hab ja auch erst in den 30ern angefangen alles wegzulassen. Aber ⁓ Krisser, sag doch nochmal was zu Schälft. speaker-0: Ach ja, genau, selbstverständlich. wenn ihr so eigenartige Tipps wie den jetzt gerade von mir hören wollt, von Leuten, die halt... speaker-1: dass ihr keinen Bock mehr auf uns habt, jetzt Zeit genossen, dass wir jetzt doch einenden. Das war jetzt schon sehr spezielles Wissen. speaker-0: Also wenn ihr halt eben wirklich noch mehr hören wollt von Leuten, die halt eben sehr große Spezialisten sind, ein bisschen oder sich sehr tief versenken in Themen wie jetzt bei mir Schweineschinken, aber bei unseren Freunden von Shelfed in das Thema Serien, dann seid ihr da genau richtig aufgehoben. Also Shelfed ist ein Medien- Springbrunnen des Contents kann man eigentlich sagen über alles, halt mit Medienkonsum namentlich von Serien zu tun hat, warum man das tun sollte, was überhaupt gut ist in dem Bereich, wie man seinen eigenen Geschmack vielleicht auch schärft und findet, anstelle immer nur so blind rumzusappen. Also genauso wie ich tatsächlich meinen Geschmack verfeinert habe im Bereich Schweineschinken, könnt ihr den mit der Hilfe unserer Freunde von Schärft im Bereich Serien und Medienkonsum verbessern und dadurch ganz neue Erlebnisse haben. Ich weiß nicht, ob ihr damit auch ins Museum kommt, aber Das ist auch nicht aus... speaker-1: Aber ich darf hin und zurück zum Schluss nochmal eine Frage. Wo findest du denn deine Serien? Also ich habe verstanden, die Bücher findest du beim Buchpreis, aber wo findest du denn? speaker-2: Auch nicht nur beim Buchpreis. Bücher finde ich tatsächlich viel über Insta. Ich freue mich vielen. Ich habe ja selber auch einen Insta-Account lupes-liest. Habe ich ein halbes Jahr ganz nerdy gemacht und dann habe ich irgendwie jetzt liegt es mehr so brach, weil ich die Zeit nicht mehr so aufbringe. Also da finde ich meine Bücher und oder im Buchladen, aber hauptsächlich über Insta und meine Serien. Das finde ich tatsächlich schwieriger. Also entweder gucke ich so auf Netflix. Was gibt es aktuell? Dann habe ich das Gefühl, alles, was mich interessiert, habe ich schon gesehen. Zum Teil sind es Empfehlungen und ich scheue oft davor zurück, eine neue Serie zu suchen, weil ich dann acht Serien anfangen muss, bis ich eine finde, die mich wirklich interessiert. Finde ich schwierig so und genau, aber eigentlich über Empfehlungen oder über Suchen und Ausprobieren so. speaker-0: Problem kennen wir alle. speaker-1: Also da haben wir ja auch schelft, haben wir was für dich gefunden und natürlich auch wir. Ich weiß, du hast auch ein paar Folgen fleißig gehört, aber ich muss echt sagen, Christoph hat mir schon eine lange Liste gezaubert, die ich am abarbeiten bin. werden wir in einer nächsten Folge uns mal quasi gegenseitig Feedback über unsere Empfehlungen geben. Das machen wir dann auch mal. speaker-0: Das speaker-2: Ja, ich gucke bei Disney Plus, Scandal, die hat sieben Staffeln da und die gefällt mir. Und dann habe ich gedacht, geil, sieben Staffeln. Da bin ich erstmal, da habe ich erstmal ausgesaugt. Ist ein bisschen wie How to get away with murder. Die fand ich auch toll. Und da habe ich jetzt gerade meine Serie, aktuelle. speaker-1: Ja, vielen Dank. lieben alle fürs Zuhören und fürs dabei sein. Und dann würde ich sagen, bis ganz bald und zum nächsten Mal. Und Stefanie, danke, dass du dabei kommst. speaker-0: Vielen Dank! speaker-2: Einladung! Macht's gut! speaker-0: Bis bald! speaker-1: Ciao, ciao.