Latest / Epoch Im Fokus / Neue Regeln fürs Heizen: Ministerium legt Eckpunkte vor - Kosten für Haushalte unklar #228
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- 0:00Speaker 0: Herzlich Willkommen zum Epoch Times plus Podcast mit dem Thema Grüngas und Grünheizölquote.
- 0:07Speaker 0: Neue Regeln fürs Heizen, Ministerium legt Eckpunkte vor.
- 0:12Speaker 0: Kosten für Haushalte unklar!
- 0:15Speaker 0: Das Gebäudemodernisierungsgesetz sieht ab im Jahr zwanzig eine verpflichtende Grüngaß- und Grünheizölquote vor – die Einzelheiten regelt ein gesondertes Gesetz.
- 0:27Speaker 0: Nun liegt ein erstes Eckpunkte-Papier aus dem Bundeswirtschaftsministerium vor.
- 0:32Speaker 0: Ein Beitrag von Oliver Siegnus vom Eighthenth Oktober, im Kürze am Mikrofon Joachim Bettermann.
- 0:40Speaker 0: Die Grüngasquote ist Teil des neuen Heizungsgesetzes.
- 0:44Speaker 0: Wie hoch die Einsparungen bei den Emissionen sein werden, ist unklar!
- 0:49Speaker 0: Ein Branchenverband sieht eine Lücke bei der Versorgung – die Deutsche Umwelthilfe befürchtet eine Verfehlung der Klimaziele.
- 0:58Speaker 0: Das im Juli in Kraft getretene Gebäude Modernisierungsgesetz G-MODG beinhaltet auch eine Grüngas- und Grünheitsölquote.
- 1:07Speaker 0: Damit sollen Unternehmen, die Gas-, Heiz-, Öl- und Flüssiggas auf den Markt bringen verpflichtet werden, die Brennstoffe für die Wärmeversorgung von Gebäuden bis zu mehr als zwei Tausendfünfundvierzig vollständig auf klimaneutrale Alternativen umzustellen.
- 1:23Speaker 0: Die konkrete Ausgestaltung der Quote soll in einem gesonderten Gesetz geregelt werden, das die Bundesregierung bis zum ersten Dezember.
- 1:33Speaker 0: Einem vierzehnten Oktober bekannt gewordenes Eckpunkte-Papier zur Grüngas und Grünheitsölquote aus dem Bundeswirtschaftsministerium nennt erste Details.
- 1:47Speaker 0: Das neue Heizungsgesetz sieht vor, dass bis versorgung von Gebäuden vollständig klimaneutral sein müssen.
- 1:57Speaker 0: Das Heiz-Gesetz der Ampel-Regierung sah noch eine fünfundsechzig Prozentregelung
- 2:02Speaker 0: vor.".
- 2:04Speaker 0: Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz wird technologieoffener flexibler und praxistauglicher hieß es im Februar dieses Jahres aus dem von Katharina Reiche CDU geführten Bundeswirtschaftsministerium.
- 2:19Speaker 0: Das zweiseitige Papier mit dem Titel «Eckpunkte für eine grünen Gas-Grünheitsölquote» sieht beim Start des Jahres, dass ein Prozent aus klimafreundlichen Brennstoffen bestehen muss.
- 2:32Speaker 0: Dazu zählen Biomethane, Bioöl, biogenes Flüssiggas, grüner blauer Orangener oder türkiser Wasserstoffe.
- 2:42Speaker 0: Die geplante, sich schrittweise erhöhende Quote betrifft Gas- und Öllieferanten.
- 2:48Speaker 0: Industriegewerbe der Verkehrssektor sowie die Strom- und Fernwärmeerzeugung sollen demnach von der Regelung ausgenommen werden.
- 2:56Speaker 0: Wie die Ausnahmen endgültig aussehen muss noch festgelegt werden.
- 3:01Speaker 0: Das Konzept sieht verschiedene erneuerbare und kohlenstoffarme Brennstoffe als Alternative zur herkömmlichen Erdgas- und Heizöl vor.
- 3:10Speaker 0: Voraussetzung ist laut Papier, dass sie die Nachhaltigkeitsanforderungen und Vorgaben zur Treibhausgasminderung der EU-Regelwerke wieder an neuerbaren Energien Richtlinie RED III sowie der Gas- und Wasserstoffbinnenmarktrichtlinie erfüllen.
- 3:29Speaker 0: Handel mit Nachweisen erlaubt.
- 3:32Speaker 0: Die Quote soll sich zudem auf die sogenannte Biotreppe des Gebäudemodernisierungsgesetzes anrechnen lassen.
- 3:39Speaker 0: Diese Biotreppe sieht für bestimmte neu eingebaute Gas- und Ölheizungen einen schrittweise steigenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe vor.
- 3:50Speaker 0: So müssen es ab dem Jahr zwanzig, laut Gebäudemodernisierungsgesetz Paragraf dreieinvierzig, zunächst zehn Prozent sein.
- 3:58Speaker 0: Ab dem Jahr zweizehntausend dreißig sind dann fünfzehn Prozent gesetzlich vorgeschrieben, ab zweitausendfünfunddreißig dreizig Prozent und ab zweitausend vierzig sechzig Prozent.
- 4:09Speaker 0: Durch die Anrechnung sollen Brennstofflieferanten, die für die grünen Gas- und Grünheizölquote verwendeten klimafreundlichen Brennstoffe zugleich zur Erfüllung der Biotreppe nutzen können.
- 4:21Speaker 0: Wie dies in der Praxis konkret aussehen soll ist noch unklar!
- 4:26Speaker 0: Das Gebäudemodernisierungsgesetz sieht zudem vor, dass die Lieferanten bis zwei tausendfünfundvierzig zu hundert Prozent auf klimaneutrale Brennstopfe umgestellt haben.
- 4:37Speaker 0: Dem Papier zufolge dürfen die Lieferanten bei der Erfüllung der Quote flexibel bleiben.
- 4:42Speaker 0: Wer die Vorgabe in einem Jahr übertrifft, darf den Überschuss auf das Folgejahr anrechnen.
- 4:48Speaker 0: Wer sie verfehlt kann die fehlende Menge im folgenden Jahr nachholen.
- 4:52Speaker 0: Außerdem sollen die Liefernnten die Möglichkeit bekommen unter einander Nachweise über die Verwendung klimafreundlicher Brennstoffe zu kaufen und zu verkaufen um ihre jeweiligen gesetzlichen Quoten zu erfüllen.
- 5:05Speaker 0: Wer diese nicht erreicht, muss eine Ersatzzahlung leisten.
- 5:09Speaker 0: In dem Papier heißt es zudem, dass allein bis zum Jahr- und Jahrzehnte durch die sukzessive Umstellung zwei Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden sollen.
- 5:20Speaker 0: Keine Aussagen zu mehr kosten!
- 5:23Speaker 0: Das Eckpunktepapier sieht auch eine Evaluierung der Grüngas- und Grünheitsölquote vor – ein Datum für diese Bewertung der Entwicklung und ihrer Wirksamkeit wird nicht genannt.
- 5:34Speaker 0: Falls die Markteentwicklung es erfordert, kann zudem ein weiterer Anstieg der Quote verschoben werden.
- 5:41Speaker 0: Das Ziel einer – Zitat – vollständigen Umstellung auf klimaneutrale Brennstoffe bis seit dem Jahr zweiundfünfundvierzig bleibt davon
- 5:48Speaker 0: unberührt.".
- 5:52Speaker 0: Als zuständige Stelle soll eine geeignete bestehende Behörde die Quote umsetzen.
- 5:57Speaker 0: Auch bei Zertifizierung und Nachweisführung will die Bundesregierung auf bestehenden Strukturen und Verfahren zurückgreifen.
- 6:05Speaker 0: Zu den Mehrkosten, die auf die Haushalte zukommen gibt es keine Aussagen in dem Papier.
- 6:11Speaker 0: Auch ist unklar wie sich die Auswirkungen auf das Klima gestalten?
- 6:15Speaker 0: In einer kleinen Anfrage vom März dieses Jahres wollte die Bundestagsfraktion der Grünen wissen, wie hoch die Emissionseinsparungen in Deutschland durch den Erhalt der sixty-fünf Prozentregel im Vergleich zu einer Abschaffung der Regel in Verbindung mit der Einführung der von der Regierungskoalition geplanten Grün-Gasquote wären.
- 6:38Speaker 0: In ihrer Antwort vom siebten April, für die Reform vorgelegt.
- 6:53Speaker 0: Diese sollten erst durch das Gebäudemodernisierungsgesetz und weitere Gesetze umgesetzt werden.
- 7:00Speaker 0: Solange die gesetzlichen Regelungen noch ausgearbeitet würden, sei es nicht möglich, die Reduzierung von Treibhausgasen konkret zu benennen.
- 7:09Speaker 0: Bezug von zusätzlicher grüner Energie unklar.
- 7:13Speaker 0: Der Verband kommunaler Unternehmen VKU äußerte sich am vierzehnten Oktober positiv zu den Details über die Grüngasquote.
- 7:22Speaker 0: Mit den Eckpunkten komme endlich Bewegung in die Frage, wie das Gebäude-Modernisierungsgesetz umgesetzt und heizen mit grünen Gasen auch für Privathaushalte zu einer echten Option neben Fernwärme und Wärmepumpen werden solle, sagte VKU Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing.
- 7:40Speaker 0: Der Verband werde den Entwurf – Zitat «gründlich auf Machbarkeit und offene Fragen prüfen», kündigte Liebing in einer Stellungnahme an.
- 7:50Speaker 0: Die vorgesehene überjährige Flexibilität bei der Quotenerfüllung ist begrüßenswert und hilft Spekulation zu vermeiden.
- 7:58Speaker 0: Richtig ist auch, dass die Erzeugung von Fernwärme und Strom von der Quotendverpflichtung ausgenommen werde", sagte er weiter.
- 8:06Speaker 0: Bislang vermisse er jedoch eine Antwort der Bundesregierung auf die zentrale Frage – Zitat – woher die zusätzlichen Mengen an grünen Gasen kommen sollen!
- 8:16Speaker 0: Hier erwarten wir von der Bundesregierung eine Biomethan-Strategie mit konkreten Vorschlägen zur Mengenausweitung etwa durch heimische Produktion oder
- 8:25Speaker 0: Importe.".
- 8:29Speaker 0: Die Ausweitung des derzeit noch knappem Angebots an grünen Gasens sei entscheidend, damit das Heizen damit künftig überhaupt bezahlbar ist.
- 8:38Speaker 0: Der Branchenverband Deutscher Verein des Gas und Wasserfaches äußerte sich nach der Verabschiedung des Gebäudermodernisierungsgesetzes im Juli positiv.
- 8:47Speaker 0: Das Gesetz, Zitat, sendet ein wichtiges Signal für einen technologieoffenen Transformationspfad im Gebäudesektor.
- 8:55Speaker 0: Die stärkere Berücksichtigung klimaneutraler Gase wie Wasserstoff und Biometharn erweitert den Lösungsraum zur Defossilisierung der Gebäudewärme untermöglich es bestehende Gasinfrastrukturen effizient zu nutzen", sagt der Vorstandsvorsitzende Gerald Linke.
- 9:14Speaker 0: Über die geplante Einführung der Grüngasquote hatte sich Linke bereits im Mai positiv geäußert.
- 9:20Speaker 0: So schaffe die Bundesregierung – Zitat erstmals praxistaugliche Instrumente, die Wasserstoff und Biometharen als wesentliche erneuerbare Energieträger im Gebäudesektor ermöglichen.
- 9:36Speaker 0: Kritik am Eckpunktepapier kam aus den Reihen der Grünen.
- 9:39Speaker 0: Sie werfen Ministerin Reiche vor, bei den Plänen für eine Grüngasquote Forderungen der Gaslobby weitgehend übernommen zu haben.
- 9:48Speaker 0: Zitat Die Eckpunkte zur Grüngas- und Grünheizölquote lesen sich über weite Strecken wie das Forderungspapier der Gas- und Wasserstoffwirtschaft, sagte der Bundestagsabgeordnete Hala Alhamwi, der Nachrichtenagentur AFP.
- 10:04Speaker 0: So seien – Zitat – nahezu alle Forderungen aufgenommen, leicht umformuliert und auf das erforderliche Maß gekürzt worden.
- 10:13Speaker 0: Kritik kam im Sommer auch von verschiedenen Energieversorgern unter anderem von Anna City aus Hannover, dass eine Grün-Gasquote ablehnt.
- 10:21Speaker 0: In einer Stellungnahme vom Juni zwanzigzehnundzwanzig weiß das Unternehmen daraufhin, dass Biomethan knapp sei!
- 10:28Speaker 0: Es solle daher hauptsächlich dort eingesetzt werden, wo es größere Vorteile für das Energiesystem bringen.
- 10:35Speaker 0: Über einen langen Zeitraum betrachtet brauche es für Biomasse eine Zitat.
- 10:40Speaker 0: Nutzungshirarchie heißt es in der Stellungnahme weiter.
- 10:44Speaker 0: und gerade die Chemie- und Grundstoffindustrie benötigt langfristig nachhaltige Kohlenstoffquellen um fossile Rohstoffe zu ersetzen und wettbewerbsfähig zu
- 10:54Speaker 0: bleiben.".
- 10:56Speaker 0: Umwelthilfe legt Verfassungsbeschwerde ein.
- 11:21Speaker 0: Ende September verkündete der Verein, dass er daher mit vier Metern Verfassungsbeschwerde eingereicht habe.
- 11:34Speaker 0: Ende Februar hatte DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz die damals vorgelegten Eckpunkte zum Gebäudemodernisierungsgesetz scharf kritisiert – das Gesetz sei Zitat ein klimapolitischer Wortbruch und ein energiepolitischer
- 11:49Speaker 0: Offenbarungseid.".