Latest / Raumrauschen / Eine besondere Begegnung
Transcript
- Hallo und herzlich willkommen zu Raumrauschen. Wir erzählen uns hier am digitalen Lagerfeuer persönliche Geschichten und blicken hinter die Texte der AutorInnen. Schön, dass ihr dabei seid. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Raumrauschen. Mich kennt ihr und die Die Person, die mir gegenüber sitzt, kennt ihr auch. Die Anita ist wieder bei mir zu Gast. Hallo Anita, grüß dich. Hallo Rafa. Wie geht es dir denn so? Ja, danke. Mir geht es ganz gut. Ich freue mich sehr auf diese zweite Geschichte, die ich teilen darf. Sehr schön. Bevor wir es teilen, beim letzten Mal haben wir dich schön vorgestellt und du hast ein bisschen was über dich erzählt. Heute bekommst du, wie viele andere AutorInnen, das Karten-Set Wertvoll-Ich. Dieses Mal in der digitalen Fassung, hier auf meinem Handy, vorgespielt. Und den Link dazu findet ihr dann später in der Beschreibung. Und jetzt drücke ich einfach mal auf die Check-In-Frage und Anita, du darfst folgende Frage beantworten. Nenne ein Fun-Fact, den die anderen noch nicht von dir wissen. Ui, schwierig. Ich muss mich selber mal überlegen. Naja, also ich esse sehr gerne Süßigkeiten. Und Holunderblütenchee. Ja, das auch. Von daher habe ich irgendwann angefangen, die Süßigkeiten ein Stück weit von mir selber zu verstecken. Also nicht wirklich verstecken, aber ja, in einem Zimmer, in einem äußersten Schrank unterzubringen. Ich ahne Böses. Ja, weil ich dann gedacht habe, dann machst du dich vielleicht nicht so oft auf den Weg dahin, weil es einfach zu lästig ist. Naja, es hat aber leider nicht funktioniert. Ich weiß ja auch, dass die Bewegung gut ist. Von daher schaffe ich das doch immer bis zu diesem Schrank in der äußersten Ecke. Also ich höre raus, das Verstecken von Süßigkeiten, da bräuchtest du entweder Hilfe oder du musst es akzeptieren, dass du es so weit weg wie möglich tust, damit du wenigstens ein bisschen Bewegung hast. Ja, genau. Das ist ein toller Funfact von dir. Danke fürs Teilen. Und Teilen ist auch ein guter Stichwort für die nächste Geschichte, die du uns mitgebracht hast. Wie heißt die denn? Ja, eine besondere Begegnung. Dann hören wir einmal gemeinsam rein. Eine besondere Begegnung. Seit Bekanntwerden des Corona-Ausbruchs im Kreis Heinsberg am Mittwoch nach Karneval müssen wir inzwischen in ganz Deutschland mit immer mehr Einschränkungen im Alltagsleben zurechtkommen. Am Aschermittwoch ist alles vorbei, heißt es in einem Karnevalshit. Dass diese Liedstelle einmal eine derartig starke Bedeutung erhält, hätte wohl niemand zuvor gedacht. Um die explosionsartige Verbreitung der Krankheit einzudämmen, sind seit Dienstag, den 17.03. Neben Kindergärten und Schulen, jetzt auch alle Geschäfte geschlossen, außer Lebensmittelläden, Baumärkten und Gartencenter. Friseure, Gastronomie und weitere Gewerbe folgen. Das macht sich natürlich auf den Straßen bemerkbar. Auf der Autobahn ist es ruhiger als zu Ferienzeiten und bis auf einige wenige Pkw sind nur noch Lkw unterwegs, die uns weiterhin mit alltäglichen Waren versorgen. Anstatt mich über die nahezu freie Fahrt auf der Überholspur zu freuen, fahre ich mit einem beklemmenden Gefühl zu meiner Arbeitsstätte und mir wird ganz unheimlich zumute, als ich mit meinem Wagen mit HS-Kennzeichen von auswärtigen Lkw-Fahrern angehubt werde. Schließlich bin ich heilfroh, dass ich ab heute, Dienstag den 24.03. Im Homeoffice arbeiten kann. Ein weiterer Lichtblick ist das herrliche Wetter, das uns schon seit Wochen begleitet. In einer Zeit, in der sämtliche offiziellen Sport- und Freizeitaktivitäten abgesagt sind, ist so zumindest Bewegung an der frischen Luft möglich. Dies natürlich vor allem alleine, immer unter Einhaltung der Abstandsregeln zu anderen Menschen und mit mehreren Personen nur dann, wenn sie gemeinsam in einem Haushalt leben. Daher beschließe ich heute, meine Arbeitszeit nach hinten zu verlegen und vorher noch eine Runde um die nahegelegene Burgtrips zu joggen. Ich laufe los und schon nach wenigen Minuten tauche ich in die Idylle ab, die mir die Natur bietet. Junge Lämmer werden von ihren Mutterschafen auf der Wiese gesäugt und Enten ziehen mit ihren Küken ihre Bahn übers Wasser. Ich stelle mir vor, welche Freude meine Mutter hätte, wenn sie jetzt hier entlang spazieren könnte, zumal sie gleich in der Nähe aufgewachsen ist. Meine Mutter stammt aus einer Generation, in der ein Führerschein nicht selbstverständlich war. Sie ist daher nicht so mobil. Seit mein Vater verstorben ist, lebt sie alleine. Durch die Corona-Einschränkungen hat sie schon seit einiger Zeit keinen Kontakt zu ihren Freundinnen vom Heimatverein und auch sonst finden keine Veranstaltungen statt. Um sie vor einer möglichen Ansteckung zu schützen, schränken auch wir als Kinder den Kontakt zu ihr ein. Das alles führt zu ihrer immer schlechter werdenden Stimmung, die ich in regelmäßigen Telefonaten mit meiner Mutter feststelle. Einer spontanen Idee folgend, bleibe ich abrupt stehen, nehme das Handy aus meiner Sportweste und rufe meine Mutter an. Bist du schon auf? Ansonsten mache dich bitte fertig, zieh dich warm an und nimm die Walkingstöcke mit. Ich komme dich gleich abholen und dann gehen wir eine Runde um Walktrips. Aber du müsstest dich im Auto dann wohl bitte nach hinten setzen, wegen des Abstands. Ich komme mir schon ziemlich bescheuert vor, meine Mutter auf den Rücksitz zu verfrachten. Aber es sind im Moment halt verrückte Zeiten und ich habe sowieso schon das Gefühl, etwas Verbotenes zu tun, wenn ich meine Mutter abhole, mit ihr gemeinsam im Auto fahre und spazieren gehe. Schließlich kommen wir ja aus zwei verschiedenen Haushalten. Umso erleichterter bin ich, als Mama erwidert, Ach, das ist ja eine tolle Idee. Ich ziehe mich sofort um und das mit dem Rücksitz ist mir ganz egal. Hauptsache, ich komme mal woanders hin. Wenig später gehen wir unsere Runde bei aufsteigender Sonne und Vogelgezwitscher in den langsam erwachenden Tag hinein. Um den vorgeschriebenen Abstand einzuhalten, gehe ich voran, gefolgt von meiner Mutter ein paar Meter hinter mir. So kommt es dann auch, dass ich fast am Ende unseres Spaziergangs als erste eine im wahrsten Sinne des Wortes schillernde Entdeckung mache. Links neben dem Weg befindet sich hier stilles Gewässer, das die Burg umgibt, gesäumt von alten Eichen und Kastanien, deren Äste über das Wasser ragen. Plötzlich zieht mich etwas schillernd Leuchtendes im Schatten der Bäume, angestrahlt von der durchscheinenden Sonne, in den Bann. Eine herrliche Farbkombination, die in der Natur ihresgleichen sucht, lässt mich andächtig erstarren. Ich lege meinen rechten Zeigefinger auf die Lippen, damit auch meine Mutter stehen bleibt. Ich kenne diese Farben, dieses Tier von Fotos her. Es ist der Eisvogel mit seinem unglaublich kobaltblauen Gefieder und der orangefarbenen Brust, die noch viel schöner erscheint, wenn sie, wie jetzt, von der Sonne angestrahlt wird. Nicht lange, nur ein paar kurze Momente kann ich ihn beobachten, diesen zierlichen, scheuen Vogel, der hier über dem Wasser links vor mir von einem Ast zum nächsten hüpft. Jetzt hat auch meine Mutter ihn erspäht und schon ist er weitergeflogen. Seit meiner Kindheit ist der wunderschön farbenfrohe Eisvogel mein Lieblingstier. Und wer mag es mir verdenken, dass ich nicht an einen Zufall glaube, ihn ausgerechnet während dieses speziellen Spaziergangs zum ersten Mal in Natura sehen zu dürfen. Mit dem beseelten Gefühl, alles richtig gemacht zu haben, gehen wir langsam weiter. Vielen Dank dir, Anita, für diese besondere Begegnung, für diese Geschichte. Und meine erste Frage geht zurück an unser Vorgespräch, was wir hier geführt haben. Denn diese Geschichte ist jetzt nicht tagesaktuell. Mit dem Dienstag, den 17.03. ist nicht dieses Jahr gemeint, sondern das ist schon einige Zeit her. Deswegen würde ich dich bitten, kurz Rückblick nochmal zu ziehen und die Entstehung dieser Geschichte uns da mal mitzunehmen. Ja, es war damals so, dass in der Sonntagszeitung dazu aufgerufen wurde, Geschichten einzuschicken, die man in der Corona-Zeit erlebt hat. Und das hat bei mir dann den Anstoß dazu gegeben, mich wirklich hinzusetzen und dieses Ereignis aufzuschreiben. Und ja, im Nachhinein bin ich da selber dankbar, dass ich es dadurch auch so festgehalten habe. Und das Buch, was letztendlich da zusammengekommen ist, hier aus dem Kreis Heinsberg. Ich finde, es sind wirklich schöne Geschichten da drin, also die einfach auch ein Zeitzeugnis sind und die es wert sind, erhalten zu bleiben. Für alle, die dies einerseits erlebt haben, aber auch vielleicht nicht erlebt haben in dieser Zeit. Also die diese Zeit nicht mitbekommen haben. Also ja, für alle Menschen, denke ich. Also ja, das kann ich vielleicht noch dazu sagen. Es heißt Corona, persönliche Geschichten aus der Region. Genau, und das Buch hat jetzt keine ESPN-Nummer, das ist ein rein, ich sag mal, privates Verlagsvergnügen gewesen. Wir schreiben das aber trotzdem in die Beschreibung rein. Wer weiß, ob ihr irgendwie dazu in der Lage seid, das nochmal zu erhaschen. Ansonsten habt ihr jetzt eine ganz besondere Geschichte mitbekommen aus diesem Büchlein. Und jetzt möchte ich gerne mit dir nochmal in diese Zeit zurückgehen, denn Corona ist ein Stichwort, was Raumrauschen vor dem Relaunch 2024 stark begleitet hat. Also wer die alten Geschichten, die keinen Podcast beinhalten, zumindest noch nicht, die nochmal nachliest, da ist Corona auch ein großes Thema und da entstanden ganz viele Geschichten. Wenn, Wer weiß, wenn du vorher mit Raumrauschen in Kontakt gekommen wärst, wäre das vielleicht auch eine dieser Geschichten gewesen. Jetzt würde ich trotzdem nochmal mit dir persönlich gucken, wie war das so für dich damals, also neben dieser Geschichte, wie erlebtest du die Corona-Zeit? Ja, also man konnte es ja erst gar nicht glauben, was da so passiert. Und als es dann aber immer klarer wurde, wie viel Raum das einnimmt im alltäglichen Leben. Ich konnte mich, ich sage mal glücklicherweise, da ganz gut drauf einstellen, weil ich halt auch ein Mensch bin, der gut mit sich alleine zurechtkommt und auch in der Natur gerne ist. Und das war ja meistens noch möglich. Also von daher, aber es war halt sehr anstrengend, auch in meinem damaligen Job. Es wurde jeden Tag irgendwie eine neue Regel aufgestellt, auch im Büro, was man zu tun und zu lassen hat und Schilder hier angefertigt und da irgendwas Neues gemacht. Also ja, auf der anderen Seite, ich habe es schon so wahrgenommen, dass sich viele Menschen, die in Verantwortung stehen, auch Gedanken gemacht haben, wie können wir der Lage Herr werden. Also ich habe dem Ganzen nie so negativ gegenübergestanden im Sinne von... Was machen die da alle? Natürlich war es eine Einschränkung, aber ich habe immer versucht zu sehen, dass es nach bestem Wissen und Gewissen gemacht wurde von den Menschen. Und ich wollte nicht in der Haut derer stecken, die da Verantwortung zu tragen hatten. Ja, du beschreibst hier in der Geschichte so ein, ich würde fast sagen, vielleicht alltägliches Erlebnis, denn der Kreis Heinsberg mit dem HS-Kennzeichen war ja in aller Munde und du schreibst hier so krass, wie auswärtige Lkw-Fahrer einfach, also du zumindest das Gefühl hast, die haben deswegen auch gehubt, weil das medial ja wirklich dahin zurückzuführen ist, der Ausbruch, sage ich jetzt mal, im deutschen Raum. Dass dich das ja auch hier in dieser Region vermutlich auch stark mitgenommen hat, oder? Ja, das stimmt absolut. Also diese Szene, die ich da beschreibe, die ist schon fast auch wieder so weit weg, jetzt gerade, wo du es ansprichst. Klar, da sind ja viele Aspekte in der Geschichte. Aber wenn ich mir diese Situation vorstelle, da kriege ich schon wieder ein ganz komisches Gefühl. Weil es war wirklich so, ich hatte immer eine weite Strecke zu meiner Arbeit zu fahren, über die Autobahn und da war es wirklich so. Im Normalfall hätte man sich gefreut, dass es so ruhig ist auf der Autobahn, aber da war es ganz speziell. Irgendwann fühlte man sich fast alleine als Pkw-Fahrer oder wenige Pkw-Fahrer waren unterwegs. Man musste ja irgendwann sogar eine Genehmigung haben, damit man noch fahren konnte. oder zumindest vorsorglich hatte ich so einen Schrieb auch im Auto immer dabei. Und ja, aber mit HS-Zeichen, mit Kennzeichen war es nochmal ganz anders. Hatte man echt das Gefühl, ja... Da fühlte man sich nicht wohl, sage ich mal so. Und deswegen war ich wirklich froh, als ich dann die Möglichkeit hatte, auch im Homeoffice zu arbeiten. Ja, du hast es ja selber gerade gesagt, du bist ja jemand, der mit solchen Regelungen gut zurechtgekommen ist, einfach weil du auch phasenweise alleine... Alleine sein kannst und dass es dir auch gut tut. Und in dieser Geschichte ist aber die Begegnung ein Schwerpunkt. Und du hast eine Begegnung mit deiner Mutter beschrieben, weil sie eben auch mit diesen Corona-Regelungen zurechtkommen muss. Und ja, du schreibst es ja auch, seitdem ihr Mann, also dein Vater, verstorben ist, sie alleine wohnt. Und jetzt ist es eine Situation, die jeder erlebt hat, nämlich dass geliebte Menschen oder bekannte Menschen und Freundschaften durch diese Regelungen stark eingeschränkt worden sind. Nimm uns doch nochmal mit, in deine Art und Weise vielleicht auch mit Menschen zu kommunizieren in dieser Zeit. Vor allem diejenigen, die das jetzt nicht wahrgenommen haben oder nicht mehr so im Schirm haben. Ja, also speziell jetzt mit meiner Mutter habe ich dann natürlich verstärkt telefoniert, weil wir den persönlichen Kontakt halt ziemlich eingeschränkt hatten und das war ja auch so ein schleichender Prozess. Es wurde ja immer extremer, dass man sich nicht mehr persönlich sehen konnte und entsprechend mehr wurden die Telefonate und irgendwann habe ich halt wirklich festgestellt, auch im Kontakt mit meinen Brüdern, wo ich auch mit telefoniert habe, dass die auch sagten, boah ja, die Mama wird schon sehr ruhig, die ist schon nicht mehr so fröhlich und also irgendwas müssen wir machen. Und ja, sodass ich an dem Tag wirklich gedacht habe, also warum holst du die jetzt nicht einfach ab? Und so weit weg wohnt die nicht von hier und da habe ich mich halt ins Auto gesetzt und bin gefahren und habe mich über diese Regel halt erstmal hinweggesetzt und habe gedacht, das muss jetzt sein. Also sonst passiert da irgendwie was anderes und die rutscht uns irgendwie ganz ab. Ja, du schreibst es so schön, aber es sind halt verrückte Zeiten im Moment und ich habe sowieso schon das Gefühl, etwas Verbotenes zu tun, wenn ich meine Mutter abhole, mit ihr gemeinsam ins Auto fahre und spazieren gehe. Da wir ja aus zwei verschiedenen Haushalten kommen. Also da muss man sich nochmal in die Lage versetzen, dass man da ja diesen Begegnungsregelungen hatte, dass zwei Haushalte mit ganz strengen Regeln sich letztendlich phasenweise gar nicht treffen durften. Und du hast dich da hinweggesetzt, jetzt ohne Wertung, sondern du hast da etwas getan aus diesem Grundgefühl, sonst passiert da etwas noch Schlimmeres eigentlich und das ist eine ganz andere Ebene. Und ich finde also Rückblicken beziehungsweise aus der heutigen Situation für mich sehr verständlich und auch was sehr Natürliches. Und ihr habt euch dann gemeinsam auf den Weg gemacht zu einem Ort, zur Burg Trips. Magst du mir kurz sagen, was das für eine Burg ist? Ja, also es wird hier in Geilenkirchen, sagt man auch schon mal, Schlosstrips oder Burgtrips. Und die ist halt von Wasser umgeben. Und ja, es ist ein wunderschöner Weg, den man drumherum halt spazieren kann. Ich weiß nicht, ich würde mal sagen in 20 Minuten oder halbe Stunde, je nachdem wie schnell man ist, ist man da rum. Aber es ist von Bäumen halt auch begleitet und ja, die Natur. Und die Natur, finde ich, tut einfach gut. Und ja, und da meine Mutter auch da früher wirklich sehr oft war, die hat also ihre Kindheit teilweise da verbracht mit einer Freundin zusammen. Und da habe ich gedacht, das tut ihr mit Sicherheit auch gut, wenn ich sie hole und sie kann da mitspazieren gehen. Ja, und... Das war auch wunderschön und ich fühlte mich wirklich belohnt durch diese Begegnung, die wir da zum Schluss hatten. Ja, du hast es jetzt so eindrücklich erwähnt, dass ein ganz besonderer Vogel sich dann da in der Nähe bei euch aufgehalten hat und dass du ihn dann auch entdeckt hast, den Eisvogel. Ja, genau. Also das ist wirklich so. Ich habe früher als junges Mädchen Tierbilder gesammelt und eingeklebt und teilweise dann auch noch Texte dazu geschrieben aus Lexika gesammelt und so weiter. Und mich hat immer der Eisvogel fasziniert mit seinem wunderschönen Federkleid. Und ja, ich liebe halt überhaupt bunte Farben und der Eisvogel ist halt sehr schön bunt, aber ich habe ihn noch nie in Natura gesehen. Und ja, ich wusste auch, dass der an Gewässern oft zu sehen ist und habe mich schon gewundert, warum habe ich den denn noch nie gesehen? Aber er ist wohl auch sehr scheu. Und ich denke, es ist auch bezeichnend, dass er vielleicht gerade an so einem Tag da war, weil da auch nicht viele Leute unterwegs sind, insgesamt unterwegs waren. Und ja, aber da haben wir ihn halt gesehen und ich kann das wirklich nur als eine ganz besondere Fügung deuten. Und in dem Moment ist mir das so bewusst geworden, dass es, Genau, ich wollte gerade sagen, du hast jetzt gut erklärt, wieso so ein Eisvogel jetzt kommt, eben weil weniger Leute da sind, aber du warst da, du und deine Mutter waren da. Und das macht es für mich nochmal ganz besonders, da zu lesen und auch ein Lächeln auch wahrzunehmen, Mensch, jetzt kommt genau das, was du vorher gesagt hattest, dass das für dich eine Relevanz hat, nämlich dieser Vogel. Und am Ende schreibst du so schön, du glaubst nicht an Zufälle. Jetzt frage ich dich mal ganz offen, woran glaubst du? Wenn nicht an Zufälle. Ja, ich glaube schon, dass alles irgendwie, ja, weiß ich jetzt nicht, kann man das sagen, vorherbestimmt, weiß ich auch nicht. Aber ich bin schon ein gläubiger Mensch. Ich glaube schon an Gott. Ich glaube aber auch, dass irgendwas, ja, auch für jeden in irgendeiner Weise vorbestimmt ist. Ich frage nochmal ein bisschen anders. dass wenn du jetzt hier nicht an einen Zufall glaubst, was glaubst du, war es dann? Vielleicht die Bestätigung, dass es richtig war, was wir gemacht haben, dass wir uns da in dem Moment über diese Regel hinweg gesetzt haben und aber einer Stimmung nachgegangen sind oder einem Gefühl oder einer Wahrnehmung, dass es vielleicht jemandem nicht so gut geht und dann aber daraus was besser werden kann. Danke dir fürs Teilen. Also ich finde es faszinierend, wie dieser Eisvogel jetzt da auftaucht. Du sagst, es fühlt sich richtig an und er dich aber schon irgendwie immer begleitet hat, also seit der Kindheit. Was macht das mit dir, wenn du das so von mir hörst? Und ja, es macht mich, bestätigt mich auch irgendwo und macht mich schon zufrieden und glücklich einfach, dass nochmal im Rückblick auch, dass das so geschehen konnte. Meine letzte Frage, bevor wir zum Abschluss kommen, geht jetzt nochmal in Richtung der HörerInnen und auch der LeserInnen. Was wünschst du dir, was die mitnehmen sollten aus dieser Geschichte? Wenn du denen so einen direkten Satz sagen könntest, was wäre das? Dann würde ich glaube ich sagen, höre auf dein Bauchgefühl. Ihr habt es gehört. Hört auf euer Bauchgefühl. Danke dir für diese Geschichte. Wir enden wie am Anfang mit einer Karte vom Wertvoll-Ich-Karten-Set und zwar mit einer Checkout-Frage, wieder digital. Ich klicke noch einmal auf die Checkout-Fragen-Icon. Und, liebe Anita, die Frage oder der Satz heißt, mein heutiges Highlight war. Da brauche ich jetzt nicht lange überlegen. Also das war jetzt hier das Teilen der Geschichte. Und ja, ich hoffe, dass es den Hörern auch gut gefällt. Und ja, dass vielleicht noch sich weitere Geschichten finden, zum Teil. Das hoffe ich auch. Und wenn ihr der Anita etwas mitteilen wollt, dann schreibt es gerne in die Kommentare. oder meldet euch bei uns, entweder über Instagram oder aber auf der Webseite. Liebe Anita, vielen lieben Dank für das Teilen dieser besonderen Geschichte und ich wünsche dir jetzt alles Gute und bis zum nächsten Mal. Ja, danke, ebenso. Den Blog und die Geschichte findet ihr unter www.raumrauschen.de Folgt uns auf Instagram unter raumrauschen-ac. Raumrauschen ist ein Angebot der Berufungspastoralen Bistum Aachen. Musik Robert Niegel, Produktion Social Media und Podcast Agentur Kunden fokussiert.