Latest / Die Zeitgenossen / Die Zeitgenossen 9: World War Z, The Kates, ADHS x Legasthenie, sommerliches Baltikum, Kaisernatron
Transcript
- speaker-0: Willkommen bei den Zeitgenossen! ⁓ Hallo ihr Lieben, ja heute wieder eine neue Folge der Zeitgenossen und Christoph ganz fröhlich in orange, das haben wir so auch noch nie gesehen. Und wir fangen gleich sofort an und zwar mit nicht so einem fröhlichen Thema und zwar habe ich euch ein Buch mitgebracht. Also ich weiß nicht, das werden wir jetzt gleich mal feststellen, ob das in die Kategorie meistervoll auch für Christoph irgendwie angenehm ist. speaker-1: habe ja so meine Zweifel, speaker-0: Ja, ja, wie immer hat er alles, was ich irgendwie mitröme, erst mal angezweifelt und kritisiert, aber danach meistens kriege ich den Christoph da nicht auch ⁓ den Finger geweckt. Also gucken wir mal, ob mir das heute gelingt. Und zwar bringe ich mit World War Z. Da werdet ihr wahrscheinlich jetzt wirklich alle mit dem Kopf schütteln und sagen, ja, der Film mit Brad Pitt. Ja, war vielleicht ein netter Actionfilm, habe ich mir auch zweimal angeguckt, aber ja, Stefanie, schön gemacht heute. Und zwar... Was ich glaube, was interessant ist, was die meisten Leute nämlich nicht wissen, ist, dass das Buch und der Film fast gar nichts miteinander zu tun hat. Buch wurde geschrieben von Max Brooks, in 2000... Ach so, ja, der Sohn übrigens von Mel Brooks. Ach Gott. Ja, der Sohn von Mel Brooks. Und der ist total fasziniert von Militärthemen. Der ist da wirklich auch hochversiert und auch in einem Fellowship von Militärakademien etc. Und der ist ein hervorragender Szenario-Winker. Und Max Brooks ist wahnsinnig gut da drinnen, Dinge total krass bis zum letzten Detail durchzudenken und auch sehr klar, also wie ich halt ende, dass immer so schön, sag ich mal, die Regeln aufgestellt hat, sich dann auch an alle Regeln zu halten. Und das dann aber auch gedanklich in Szenarien nach vorne zu treiben. Und das Szenario, was halt Max am meisten interessiert, wie würde die Welt aussehen, wenn es eine Zombie-Apokalypse geben würde. Er die Zombies ganz klar definiert, wie Zombies, vielleicht eher mehr by the Walking Dead, ich eher sagen, so von der Charaktertyp Zombie her. Aber es wurde auch sehr wissenschaftlich beschrieben, was genau der Virus ist, wie er sich verbreitet hat, was genau das Problem ist. Und dann hat er das wirklich durch die ganze Welt durchgedacht. und zwar was passiert mit dem Astronauten im Weltall, wenn die Zombies kommen? Was passiert mit einem kleinen Dorf in Japan? Was passiert in Afrika? Was passiert in Amerika? Was passiert in Israel? Also das war total für mich spannend, Buch zu lesen und was schon mal der allergrößte Unterschied ist zu dem Film, es gibt da keinen durchgängigen Handlungsstrang. Also es gibt da keinen Superhero, Brad Pitt, der sich halt quasi da versucht, die Welt zu retten, sondern das Buch spielt mehrere Jahrzehnte nach der Zombieapokalypse und beschreibt einen Journalisten, der im Prinzip durch die Welt reist und unterschiedliche Personen, die überlebt haben, interviewt und denen ihre Geschichten aufschreibt. Also das wird aus der Journalistenperspektive, aber es ist wie so eine Mockumentary, es ist eigentlich so eine... journalistisches Werk, die halt sehr scenario thinking diese unterschiedlichen Perspektiven versucht einzufangen. Und das guckt sich geopolitische Themen an, das guckt sich ökologische Themen an, das guckt sich soziologische Themen an. Und das macht es natürlich hochinteressant und weil halt Max Brooks so auch tief in dem Thema Militär ist, guckt er sich das natürlich auch von einem Equipment aus an. Also ich glaube, Christoph Thur als Ex- ... Was er in der Bundeswehr gewesen als Gedienter. Da ich eine große Freude daran haben, der detailtreu, wie er sich da in die Themen eingearbeitet hat und was das für Implikationen hatte in der Ausstattung, wie man strategisch und taktisch anders umgehen muss mit den Situationen. Das ist alles bis ins letzte Detail beschrieben. Für mich war das so unterhaltsam, aber auch so stringent. Natürlich hat das diesen Survival-Topic auch so. Wenn man sich das mal durchdenkt, was passiert denn wirklich? Was müsste man eigentlich tun, wenn mal eine Epidemie ausbricht? Also nach Covid hatte World War Z auch noch mal ein ganz anderes Geschmack, weil natürlich auch Leute und Firmen versucht haben, da Geld aus den Zombies rauszuschlagen, haben versucht, Medikamente auf den Markt zu bringen, die nichts gebracht haben. Und was halt natürlich auch interessant, da sind psychologische Phänomene. Das eine der absurdesten Sachen im Buch ist, dass manche Menschen aus dieser Hyperangst vor den Zombies das wirklich klick gemacht hat und die dann plötzlich Zombies wurden, sein wollten. Und dass die fast noch gefährlicher waren als die Zombies, weil die noch viel schlimmere Viren- und Bakterienträger waren als die Zombies. Aber die sind da durch die Gegend gelaufen und haben dann quasi so ein Stockholm-Syndrom gehabt und wurden dann quasi zu... und echten Zombies. Wirklich total unfair empfehlenswert, World War Z. Ich kann bis heute nicht verstehen, warum damals Paramount und dann Brad Pitt's Production Company Plan B diesen Film produziert hat, wo sie am Ende eigentlich nur den Titel gekauft haben. Es gibt, glaube ich, einen Dialog, der ist nämlich einer der besten im ganzen Film, wo Brad Pitt mit dem israelischen, ich weiß nicht, Minister für was auch immer da im Auto sitzt und ihn befragt. Hey, wie wusstet ihr, warum wusstet ihr denn, dass es losgeht? Und das ist ja einer der besten Dialoge, wo er dann halt sagt, wir haben dieses Gremium. Und wenn einer dieser drei Leute im Gremium sagt, hey, das ist eine Possibility, dann gucken wir in diese Possibility ein und dann gehen wir auch da voll drauf und bereiten uns da auch so radikal wie möglich drauf vor. Und das war aus dem Buch. Also das ist halt wirklich interessant, also wirklich fast sonst nichts. Außer, okay, da sind unterschiedliche Orte bereist worden. Aber es geht ja bei dem Buch nicht darum, eine Cure zu finden für die Zombies, sondern der Krieg ist vorbei. Es geht darum, den Krieg eigentlich aufzuarbeiten und zu sehen, was hat das eigentlich mit der Gesellschaft gemacht. speaker-1: Und das ist ja ein absolutes Phänomen, wie viel an Stoff man aus diesem Zombie-Thema rauskriegen kann. Ich hatte eigentlich vor irgendwie 15 oder 20 Jahren schon gedacht, dass diese Geschichte, nachdem man sie einmal kapiert hat, Menschen werden zu irren und müssen getötet werden, dass das auserzählt ist. Aber nein, The Walking Dead zum Beispiel, ich habe lange mich geweigert, The Walking Dead zu gucken, weil ich mir einfach dachte, das ist auserzählt, das ist langweilig, wie oft willst du noch? Weißt du, so auseinanderfliegende Körperteile sehen. Aber die Sensation auch an The Walking Dead ist ja, dass irgendwann die Menschen schlimmer werden als die Zombies. In The Walking Dead geht es ja auch eigentlich nicht, gar nicht mehr eigentlich über diese Zombies, die hat man halt eben nach der ersten Staffel schon verstanden, sondern nur noch, wie sich diese Gesellschaft neu zusammensetzt, wie die menschlichen Akteure aufeinander einwirken. Und in der Tat, bei Covid konnte man sich ja irgendwann fragen, ob die Kur möglicherweise schlimmer ist als die Krankheit. Das halt eben unter dieser Angst und diesem extremen Druck sich in der menschlichen Gesellschaft Dinge entwickeln, die am Ende möglicherweise noch schlimmer sind als das, was es eigentlich ausgelöst hat. Und das ist ein bodenlos faszinierendes Thema. Und das ist, ich, auch das, was du gerade erzählst. Und wenn du mir jetzt sagst, dass das Buch eigentlich nochmal ganz anders ist, aber auf seine Art auch diesem absurden Fantasie-Thema so viel Relevantes abgewinnen kann, also Dann lese ich das jetzt einfach mal, das hört sich echt sehr gut an. speaker-0: ⁓ Das müssen wir auch mal machen, wir dann mal dururspringen, wenn wir das gelesen speaker-1: Da hinkst du ja vor allem schwer hinterher. speaker-0: Ich hänge da von falsch, weil hinterher... speaker-1: Eine Sache, mir noch eingefallen hat, das ist für mich auch ein Rätsel, warum Filmemacher Bücherrechte kaufen und sie dann völlig anders verfilmen. Und da fallen mir halt eben zwei Sachen ein, die gut und schlecht gelaufen sind. Also was ich ja komplett enttäuscht und geradezu verärgert war, war die deutsche Verfilmung von Im Westen Nichts Neues, wo außer dem Buchtitel eigentlich nichts übernommen wurde von den wichtigen Themen. Also ich finde, der Film ist eine Schande und Erich-Maria Remarck würde sich im Grabe umdrehen. Und warum die halt eben dieses Machwerk, das hätten die auch unter einem ganz anderen Namen, nämlich halt irgendwie Blut und Gemetzel Hollywood-Style in dreckigen Gräben, das hätten sie so in sich auch benennen können, aber warum mussten sie diesen Namen hier nehmen und den schänden? Und ein zweites Beispiel, wo das Urteil aber natürlich nicht so eindeutig ist, ist ja der Blade Runner. Und der Film der Blade Runner, das ist ja glaube ich jedermanns Lieblingsfilm und ich hab den auch mehrfach gesehen, und hab viele Jahre später erst die Geschichte über den Android-Stream of Electric Sheep gelesen und war da völlig platt und werde auch in einer weiteren Folge mal darüber reden, dass diese Vorlage von Philip K. Dick gar nichts, aber auch wirklich so gut wie gar nichts zu tun hat mit dem Film. Also die Geschichte, die kann man komplett neu und ohne jegliche, also man fängt an die Geschichte zu lesen, entdeckt nichts wieder aus diesem Film und das macht natürlich die Geschichte nochmal gewinnender. dass man nämlich halt wirklich wieder bei Null anfangen darf und nicht etwas nachliest, was man glaubt schon zu wissen. Und ich würde sagen, dass da auch halt die Geschichte, ja, du an Android Streamer auf Electric schieb, die ist viel, stärker als der Film, obwohl der Film schon so stark ist. speaker-0: Also World War Z, auch mit einem anderen Titel, hätte mir besser getan, als weil ich so ein Fan von dem Buch war, mir erwartet habe, da irgendwas von wiederzufinden. Ja, aber da kommen wir wahrscheinlich gleich zum nächsten Thema, welche Serie bringst du uns mit? speaker-1: Ganz richtig und da habe ich diesmal wirklich was besonderes. Diesmal tue ich nämlich was für den Feminismus. Diesmal habe ich mir was ausgesagt. das stimmt schon. speaker-0: Das tut ja immer eigentlich halt noch. Der Derrygold. Derrygold, ja ja, also ich meine das sind ja alles Mädchensachen hier. Das stimmt, das stimmt. speaker-1: Aber diesmal bring ich es wirklich richtig auf die Spitze. zwar, das ist jetzt, glaub ich, wirklich zum ersten Mal ein richtiger Geheimtipp, auf den ich auch selber erst vor kurzem und über Umwege gekommen bin, ohne wirklich danach zu suchen. Und zwar spreche ich heute über etwas, was auch sehr, leicht und sehr schnell zu konsumieren ist, ein YouTube-Channel. Und dieser YouTube-Channel heißt The Cates. Im Mittelpunkt stehen zwei australische Schauspielerinnen und Autorinnen, die heißen beide mit Vornamen Catherine, also Kate, nämlich Kate McCarthy und Kate McLennan. Und die sind unfassbar gut. Ich erzähl auch gleich, auf welche Art und Weise. Und unglaublich unbekannt. Ich versteh nicht, wie das sein kann. Dieser YouTube-Channel hat im Moment nur 100.000, 110.000 Abonnenten, obwohl da Content drauf ist, der ein Millionen Publikum verdient hätte. Und zwar, was machen die Kates? Die machen Webserien und auf diesem Kanal findet man drei Webserien. Diese drei Webserien sind... zwei unterschiedliche Formate. Das erste Mal haben die vor zehn Jahren eine Kochshow gemacht mit zwei Staffeln. Und dann haben sie letztes Jahr nochmal, also zehn Jahre Unterschied dazwischen, neun Jahre, glaube ich, Abstand, dazwischen haben die, glaube ich, nichts gemacht. Dieses zweite ist eine Morningshow. Die Kochshow hieß The Catering Show. Und zwar Catering natürlich mit K wegen Kate, klar. Und die Morningshow heißt Get Cracking. Also auch natürlich mit einem K wegen dem Kate. Und beide sind, wenn du so willst, Mockumentaries. Das heißt, die haben beide Male halt so klassische Frauenformate. Denn diese Kochshows werden ja nur von Frauen geguckt. Und auch diese Morningshows werden nur von Frauen geguckt. in dieser Morningshow wird dann Mode beworben. Das Ganze ist von vorne bis hinten eigentlich eine Persiflage. Und das machen die beiden so gut auf. Medienverhalten von Frauen, von modernen Frauen, halt eben immer am Ball sich immer gesund ernähren, sich immer bunt anziehen, immer irgendwie auch cool und modern sein auf der anderen Seite, aber dann immer noch in solchen Sachen verhaftet wie Kochen und Klamotten. warum das Ganze, warum ich jetzt sage, dass das speaker-0: Ja, ich will das schon. Ich will das Christoph. speaker-1: Ich sag einfach nur, wie es ist. Und die Cates, deswegen komme ich auf die Sachen mit dem Feminismus, die eine von denen, glaube Kate McCarthy, die ist in Australien auch tatsächlich eine sehr bekannte, ich glaube, LGBTQ-Aktivistin zu sein, weil die ist nämlich bisexuell und entwickelt auch noch andere Formate nebenher, die halt viel mit diesem Thema, wie lebt man als moderne Frau und ist da auch als Kolumnistin in Erscheinung getreten. Das heißt, da gibt es auch wirklich, und das macht das Ganze so schön. Die beiden nehmen ihr Thema schon ernst und aus diesem Ernst wird wundervolle Komik. Denn die beiden können unglaublich gut schreiben. Die Dialoge sind extrem schnell. Es ist teilweise dadaistisch, es ist Gaga. Das Ganze aber gefilmt mit höchsten Production-Values. Das heißt, sind zwar Web-Serien, die können aber morgen auf Netflix laufen, was die Ausstattung angeht, was die Technik angeht, was das Licht angeht, was die Qualität der Studio-Produktion angeht. Und beide Serien bauten über von eigenartigen, lustigen, unerwarteten, teilweise komplett gaga, Einfällen. Die haben eine ganze Menge Stargäste, Schauspieler, die irgendwelche Rollen übernehmen, die in dieser Morningshow irgendwelche eigenartigen Dinge vorstellen. Die Grundprämisse der Morningshow ist schon allein zum Brüllen. Und zwar in diesem Wettbewerb, dass die Morningshows ja immer früher losgehen, ⁓ das Publikum irgendwie als Erste aufzufangen, fangen die halt morgens ⁓ drei an. Und sind halt die ganze Zeit totmüde. Und haben dann so ein Fenster nach draußen auf die Straße. Und wer läuft nachts ⁓ drei über die Straße? Das sind halt eben alles perverse Betrunkene. Einer entblößt sich da halt irgendwie direkt gegen die Scheibe, einer kotzt dagegen. Also wie könnte es anders sein morgens ⁓ drei? Eine von den beiden schläft ständig ein, die pumpen sich mit Kaffee voll. Dann gibt's aber auch... Eine Folge, in der sie beides nicht geschafft haben, ihre Kinder abzugeben. Beide sind, glaube ich, geschrieben, oder eine vielleicht auch nicht, in diesem Film. Und dann bringen die halt eben ihre kleinen Kinder mit in diese Sendung und diese beiden kleinen Kinder terrorisieren das. Also das ist ja auch ein ernstes Thema, nicht wahr? Aber die haben halt diesen ernsten Hintergrund und sind dabei so rücksichtslos und so self-depreciating, ja so unglaublich komisch. Und nichts davon ist aber albern. Und das ist das Allerwichtigste. hast ja manchmal so Comedy-Formate, die sind lustig unter Lustigkeit, bei diesen beiden merkt man, dass die einfach so scharf sind, so klugt sich die Absurdität ihrer Existenz, die Absurdität dieser modernen Frauenexistenz so gut durchdacht haben, dass sie da eine Wahnsinnskomik rausziehen können. Und diese einzelnen Folgen sind teilweise nur zehn Minuten lang, also in der Regel so zwischen zehn und dreißig Minuten. Das heißt, man kann sich The Cates und die Ich weiß nicht, vielleicht sind es insgesamt 30 Folgen verteilt über diese drei Staffeln in zwei Formaten. Also es ist nicht viel. Das kann man sich wirklich als Snack reinziehen, immer mal wieder. Aber es ist mir so gegangen, dass ich mir fast jede Folge zweimal angesehen habe, weil so viel da drin zum Gucken und zum Lachen und zum Staunen war. Und weil die Spielfreude dieser beiden Kates und die Art, sie sich die ganze Zeit eigentlich selber auf die Arme nehmen, die ist einfach so phänomenal. Und ich bin dann sogar noch weitergegangen. Also die Kate McCarthy ist, glaube ich, diejenige, die jetzt noch hinter einem weiteren Amazon Prime Format einer Serie namens Deadlock, eine australische Krimi-Comedy-Serie, die fand ich jetzt nicht so stark. was mich halt eben besonders halt wundert, also einerseits freut es mich, dass es so unglaublich guten Content, da gibt es so unglaublich gute Serien von diesen unbekannten australischen Künstlerinnen, von denen ich gerne jeden Tag, jede Woche was sehen würde, weil die so gut sind. Auf der anderen Seite ist es aber auch echt eine Entdeckung. Also das ist wirklich, wer, wer, ich glaube, wer The Cades guckt und nachher nach Australien speaker-0: Wie Pustabieren? Christoph, wie wird das Pustabiert? Ja, du kannst das nicht finden. K-A-T-E-S, ja. speaker-1: Der weiß nicht... Also wie man den Namen... Ja, Kate. So, und das heißt also, man tut hier auf zehn Arten das Richtige. Also man ist sozusagen hart an diesem, ich weiß auch nicht, der feministische Diskurs, der nimmt da nicht viel Platz ein. Das ist ja das Schöne, die Leute sollen ja von mir aus ideologisch so drauf sein, wie sie wollen, wenn sie dabei halt so krass lustig und so krass kreativ sein können und die Geschichte gut erzählen können. Das ist einfach nur so sau, sau gut und lustig. Und diese beiden Künstlerinnen, die beiden Kates, die müssten eigentlich viel, viel, viel mehr machen. speaker-0: Okay, also jetzt hat uns Christoph quasi das Gottesgeschenk gemacht und war snackable. Absolut. Snackable. Easy konsumierbar. Dankeschön, danke Christoph. Gerne. Brauchen wir mehr davon. Jetzt frag ich mich eigentlich, was ist denn unser nächstes Thema? Ach ja, ⁓ ja, jetzt wollten wir über ADHS sprechen heute. Das ist natürlich echt eine harte Nummer. Jetzt wollen wir über snackable und einfach zu konsumieren sprechen, ist das natürlich genau der richtige Anlass. speaker-1: Ich dir auch mal... Ich glaube aber, dass die beiden Kates von sich selber auch sagen, ich glaube die beiden Kates sagen von sich in der Serie auch in irgendeiner Folge, dass die beide ADHS haben. Oder zumindest die Blonde hat irgendwie, also das ist ja vielleicht auch schon mal ein Einstieg. ADHS ist ja zu einem so allgegenwärtigen Thema geworden, dass man es, oder dass man sich manchmal fragt, oder ich frag mich manchmal, kann man das überhaupt noch ernst nehmen? Oder ist das mittlerweile schon so ein Sujet geworden, was man halt irgendwie so beiläufig einspreut? Du hast doch bestimmt auch, ja, ja, ich hab's auch. Letzte Woche war ich beim Therapeuten und auch der hat selbstverständlich bei mir, dass das fast schon bisschen zum guten Ton gehört und deswegen auch schon wieder veralbert werden kann, als wäre das halt so ein Lifestyle-Phänomen. So könnte man es halt bei den Cades fast verorten. Aber das ist wahrscheinlich auch nicht ganz der richtige Einstieg. wie willst du denn da rangehen? speaker-0: Ja, also was ich ganz interessant fand, ich hab mit ADHS, ich bin ja lieber Seneca, mit ADHS hatte ich nie so viel zu tun halt. Aber natürlich im Umkreis gibt es ja hier und da Kinder, die diagnostiziert werden und dann gibt es natürlich so TikTok-Wissenschaftler und all möglichen Kram, man kriegt das irgendwie so bisschen mit. zum Anlass, ja, TikTok-Wissenschaftler, genau, die dann halt sagen, ⁓ gibt es doch alles gar nicht und so. Das fand ich total spannend, mich so bisschen da reinzulesen in Vorbereitung auf unsere Folge. Und zwar gibt es eine ganz klare Definierung. Das finde ich total spannend. Und zwar gibt es einmal wirklich das klassische richtige ADHS. Und das klassische ADHS ist definiert als eine genetisch bedingte neurobiologische Besonderheit. Das Gehirn hat von Geburt an zu wenig verfügbares Dopamin im synapsischen Spalt. Also die Hardware ist anders verdrahtet. Also es gibt ADHS und das ist genetisch bedingt und das hast du von Tag eins deiner Existenz. Und dann ist es natürlich das Problem, dass das ja durch das Dopamin-Problem ist. Also die Verhaltensweisen, die dann an den Tag getragen werden, also entweder hat man zu wenig Aufmerksamkeit, die Aufmerksamkeitsspanne ist sehr klein oder man braucht eine sehr hohe Form von Begeisterung, dass man... Aufmerksamkeit halten kann, aber dann halt sehr intensiv sogar als ADHSler. Und dann, also gibt es auch so mehrere andere Verhaltensweisen und die wirken aber sehr stark in der Gesellschaft so, als ob man eigentlich ein Dopaminabhängiger ist, weil das gibt es nämlich auch halt, ne. Also es gibt einen fehlenden Genussaufschub, den Instant Gratification. Und es ist halt so, dass viele Kinder heutzutage Dadurch, dass sie halt sehr viel mit schnellen Belohnungen, also die Likes, 15-Sekunden-Videos, TikTok, was auch immer, immer nur ganz schnell passiert was ganz Gutes, sehr viel Dopamin bekommen und deswegen auch immer mehr Dopamin haben wollen. Das ist bisschen wie ein Vakuelik, der halt auch dann sucht nach den Erfolgserlebnissen halt. Also du suchst also nach der permanenten Dopaminausstattung, das ist ja auch alles, was mit Addictions zu tun hat, geht ja alles in diese Richtung. Und du hast aber natürlich bei Kindern, die halt sehr viel nicht gelernt haben, so einen Genussaufschub oder so ein Aufmerksamkeits-, also dass du machen musst, wo halt die Belohnung viel später kommt, das wird halt nicht mehr so häufig mit den Familien gelebt. Also ist ja dann so, wenn gerade die Eltern arbeiten gehen, dann sehen sie die Kinder nur am Wochenende oder so abends so bisschen, wenn wir ja eigentlich zusammen Spaß haben. eigentlich dann relativ schnellen Spaß. Und das heißt also mal zusammen Projekt starten, mal Blumen pflanzen, was auch immer, was länger dauert und dann hat man aber so bisschen nachhaltigeres Glücksgefühl. Das gibt es bei vielen Kindern, dass denen das nicht mehr beigebracht wird. Was das Problem ist, die Ausformung, also die Verhaltensweisen sind dann oft sehr ähnlich. Das eine ist aber genetisch bedingt, das andere ist aber halt education und halt verhaltensbasiert. Und das ist so bisschen das Problem, dass die Gesellschaft das halt nicht zusammengefügt bekommt. Habe ich jetzt eigentlich das eine oder das andere? Und da gibt es dann unterschiedliche Tests, wo man dann echt sehen kann, wenn man dem Kind mal zwei Wochen das Telefon wegnimmt, fällt sich das plötzlich anders? Hat sich das eigentlich von Tag eins schon so verhalten? Und da ist natürlich das Problem, wenn du dem Kind seit Tag eins das iPad unter die Nase hältst, ist das ein Problem. Dann kann sich keiner mehr erinnern, wie das im Geburtsgang sich verhalten hat. Also das ist halt natürlich dann auch immer schwieriger herauszufinden, hat das jetzt wirklich ein genetisches Problem, neurologisches Problem oder hat das halt eine Verhaltenssteuerung, die durch die Gesellschaft gekommen ist und die Eltern und die in der Gesellschaft mit den Kindern zu tun haben. Ja. Ja, schon krass. speaker-1: In der Tat. Und dann kann man sich halt eben auch fragen, in welchem Ausmaß ist das wirklich gut, schlecht oder in gewisser Weise egal. Denn es gibt ja Krankheiten, die tatsächlich einen lähmen, blind werden und man kann nichts mehr sehen. es gibt Krankheiten, wo man sich auch fragen kann, in welchem Ausmaß sind das Krankheiten. Und da bin ich mir persönlich bei ADS auch gar nicht so sicher, weil ich halt auch schon mit so vielen Menschen gesprochen habe und Und fast jeder hat dazu oder scheint darüber eine andere Meinung zu haben. Weil manche nämlich genau vielleicht nach diesen Diagnosen, die du gerade genannt hast, manche sagen, ja, ich habe einfach mein Leben so bisschen anders aufgestellt. Ich stehe später auf oder arbeite schlicht und einfach anders. Was manche Menschen auch machen, die von sich vielleicht erfahren, dass ihr Biorythmus anders funktioniert und dass sie deswegen auf einmal mehr nachts arbeiten als morgens. Also manche machen das so. Andere dagegen sagen, dass sie tatsächlich ihr gesamtes Leben gelitten haben und Nachteile erfahren haben und Beziehungen verloren haben und zerstört haben und auch wirklich bis in die Depression gegangen sind, weil ihnen bestimmte Dinge wieder und wieder und wieder nicht gelungen sind oder immer wieder schiefgegangen oder immer wieder Leid zugefügt haben. Und zwischen diesen Extremer scheint es auch noch 20 Graustufen zu geben. Deswegen bin ich auch so bisschen verwirrt, wie das zu bewerten ist. speaker-0: Es ist total verwirrend. Es ist natürlich super schwer für uns beide, zu sprechen, wo wir nicht betroffen sind. Wir kennen nur Betroffene. Und wir kennen vor allem die, wie würden wir das sagen, was die Gesellschaft so darüber sagt. Das ist das, was wir auch so gehört haben, ADHS ist das überhaupt eine Krankheit. das Gefühl hast, dass das halt überproportional genutzt wird, halt auch als Entschuldigung zum Teil. Also ist es dann halt die Frage, bist du eine angeborene Neurodivergenz oder hast du halt eine Fehlregulation des Belohnungssystems halt, ne? Das sind zwei unterschiedliche Sachen, das eine, wo du halt wirklich Medikamente, weil die, die das also wirklich eine angeborene Neurodivergenz ist, das ist halt wirklich richtig blöd, ne? Denn fehlt halt einfach was im Chemiebaukasten, das muss halt reguliert werden. Und die anderen könnten halt durch Verhaltensänderungen das halt ausbessern. Die Frage ist aber, da sind wir wieder bei der Identitätsstiftung, wenn ich halt sage, hey, ich hab ADHS, sagen wir mal, du bist nicht neurodivergenz, ja, du hast eigentlich eine Verhaltens- eine Fehlregulierung irgendwo, aber das macht halt deine Identität aus oder du hast dich so quasi auch abgegrenzt, gesellschaftlich hier und da. Es gibt ja sehr viele Künstler, die das ja gerne sagen. Oder gibt halt sehr viele Leute, die halt sagen, ⁓ guck mal, ich bin undifferent, aber ich hatte ADHS oder das halt auch als Entschuldigung nutzen. Also das ist halt ein superschwieriges Thema, weil du hast dann halt die Betroffenen, die halt komisch angeguckt werden. Ich kenne das ja als Legaszeniker. Also du wurdest ja immer angeguckt, als du bist der Faule. Du willst ja nur nicht. Das kann doch nicht sein, du bist doch so smart. Wie kann das denn jetzt nicht sein, dass du das Wort nicht richtig schreiben kannst halt? Ich hatte da auch in meinem Berufsleben mehrere ganz harte Situationen. Also ich habe auch einmal ein Projekt verloren, weil der Projektauftraggeber gedacht hat, ich gebe mir halt nicht mit Mühe, dass mir das nicht wichtig wäre. Und die Person hat auch nie mit mir darüber gesprochen, erst Jahre später, wo ich da mal nachgefragt habe und gesagt, das war ja schon komisch, dass du das Projekt dann jemand anderem gegeben hast, obwohl wir da eher so gut zusammengearbeitet haben. Als du da an den Texten gearbeitet hast, war immer so komisch. hat immer das Gefühl, hast da keine Lust drauf. Und ich so, ja, ich bin die ganze Täniker. Ich hab dir das doch auch gesagt. sie so, ja, aber das kann ich doch nicht ernst nehmen. Du bist doch so schlau. Und das ist ein Riesenproblem halt. Also du hast halt das Problem, dass es es gibt halt Leute, die das halt für sich als irgendwie das haben, obwohl sie das nicht nur haben. also nicht so auf die Welt gekommen sind. Das wurde halt, es ist denen zugefügt worden oder die haben sich selbst zugefügt oder die identifizieren sich einfach so und dann hast du halt die richtigen Betroffenen, halt dann auch gar nichts anderes machen können, also dann ja, scheiße. Das ist halt, das ist super komplex und ich meine, kann ja sagen immer, also für mich als Negatzeniker war es halt total wichtig, so ganz krasses Expectation-Management zu machen. Also wem auch immer ich zusammenarbeite, das ist einer der ersten Sachen, die ich sage halt, ne? Also hey, ich bin Negatzeniker. Ich sehe das einfach nicht, wenn da auch ein Fehler in der Überschrift ist. Ich kann das fast kaum sehen und ich kann auch mir einfach keine Fakten merken. Deswegen hier, wenn wir uns hier auf die Session hier vorbereiten, ich muss mir hier eine Liste machen und mir die Fakten aufschreiben. Ich weiß nicht, wie so ketsprostabiert wird, auch wenn du mir das jetzt wahrscheinlich nicht so... Ich habe das drei, vier Mal jetzt hier eingegeben, die nicht gefunden, denn schwitzt du halt, ja? Du schwitzt, weil du halt das nicht finden kannst. Du bist halt in dieser Welt, die sich durch das Wort konstruiert. halt aufgeschmissen, wenn du nicht oft weißt, wie es geschrieben wird. Und dass du dann auch manchmal so absurd schreibst, dass selbst Jajibiti wieder googeln, dass er dich erraten konnte, was du jetzt von ihm wolltest. Also ich lebe ja die ganze Zeit lang zwischen Grammeli und Jajibiti und es ist für mich total absurd, weil... Ich ja oft sehe, dass dann Gramalí was aus den Sätzen macht, was ich nicht sagen wollte halt. Cetxibet hier aber dann manchmal wirklich halt die Englischstandards von Gramalí nicht einhält. Und ich als Vegastheniker stehe dann da zwischen den beiden halt und frag mich jetzt, ja, wem glaube ich denn jetzt? Wem glaube ich denn jetzt? speaker-1: Aber grundsätzlich muss man eine Sache sehr positiv sehen, nämlich das, was du machst, dass du das nicht versteckst und das auch noch nie getan hast, solange wir uns kennen und so. Das ist, ich, ein großer Fortschritt der Menschheit, weil die längste Zeit hat man ja immer über alles geschwiegen. Und bei ADHS war das garantiert auch so. Bei ADHS ist es meiner Empfindung nach sogar, dass das Pendel vielleicht sogar schon zu weit ausgeschlagen, weil in meiner Welt tragen die Leute ihre ADHS. Diagnose vor sich wie eine Fahne. Das verhilft ihn dann auch irgendwie für Medienauftritt. habe letztens, da habe mich wirklich gefragt, muss das sein, ein befreundeter Unternehmer, den ich kenne, der hat es letztens in den Spiegel geschafft, in eine Spiegelgeschichte. Aber nicht deswegen, woran er arbeitet oder was er erfunden hat oder so, sondern mit seiner ADHS-Diagnose. speaker-0: Ich habe mit meiner Ligastinideagnose ja auch, vielleicht wieder auch ein Spiegelartikel. Guck mal, meine, das ist halt ein Problem. Guck mal, du willst halt aufklärerisch sein und du willst halt einen Kontext schaffen und jedem sagen, hey, Expectation Management, auf was musst du dich halt einrichten, wenn du mir arbeitest? Und ich meine, dafür, was wichtig ist natürlich, dass man da die Bilanz hat, dass man halt sagt, guck mal. Als Jäger Assinika, ist das, wo ich ein Problem habe und das ist das, wo ich Unterstützung brauche. Und das ist das, was ich als Vorteile mit, aber mit an den Tisch bringe halt. Und wenn du halt ADHS hast, ist es natürlich auch wichtig, das zu tun. Aber es ist natürlich auch interessant, wenn du halt siehst, hey, woher kommt das denn jetzt eigentlich? Und will ich da jetzt was gegen tun oder nehme ich mich da jetzt einfach so? Da ist das halt. Ich habe ja jahrelang dagegen angekämpft, ⁓ einfach zu sehen. Also ich habe mir Zehnfinger Blindschreiben beigebracht damals mit so einem... Während des Abiturs war ich nämlich laugh-nicht. Ich hatte eine Ausbildungsstelle beim Darmstädter Echo. Habe ich aber nicht angetreten. Und davor hätte ich dann diese Anzeigen an... Weißte die am Telefon, diese klassischen Anzeigen halt annehmen müssen. Und dann musste ich halt zehn Finger blind schreiben, damit wenn ich da anfange, dass ich das dann machen kann. Und ich habe aber so geschwitzt, weil mir klar war, ich kann das einfach nicht. Also ich konnte zehn Finger blind schreiben und es hat interessanterweise auch, ich glaube, die Fehlerquote bei bestimmt 15 bis 20 Prozent reduziert. Also es hat einen riesen Impact, was viel auch damit zu tun hat, dass du dein eigenes Gekrexeln nicht lesen kannst und nicht permanent eigentlich sowas hast, dass du das vergleichen kannst. Aber mir war ja total klar, ich habe halt ein Problem vom Gehörten in das Geschrien. kann ja nicht mal gut buchstabieren. Okay, ADHS, ich glaube, das ist ein Thema. Also, wir tun, ich habe ein ganz großes Herz für alle, die betroffen sind und habe auch ganz großes Herz für alle, die sich damit identifiziert haben und damit ein Weiterleben aber halt auch leiden. Also, eigentlich, die sind ja für mich noch tragischer, weil entweder nehmen die Medikamente, wo sie keine brauchen oder, ja, sie tun einfach nichts dagegen, wo sie eigentlich was Einfaches tun könnten, um das abzuschalten. Also, für sie gefühlt schwierig. Aber es gäbe einen Weg raus, aber sie schlagen ihn speaker-1: Was kann man denn noch ändern in seinem Reiseverhalten, um einen schöneren Hochsommer zu haben? Das ist jetzt die Überleitung zum nächsten Thema. zwar, also darüber sprechen ja Stephanie und ich auch offline immer viel, denn dieses Problem haben wir ja auch schon mehrfach aufgebracht. dass es so schwer geworden ist, Hochsommer schöne Orte zu finden, an denen man nicht totgetrampelt wird oder vor einem Waldbrand fliehen muss oder komplett ausgeprühnet wird wegen der hohen Preise oder in irgendwelchen Garagen schlafen muss, weil alle schönen Orte ausgebucht sind und so weiter. Also die ganzen Nebenerscheinungen des Massentourismus und halt der Art, wie wir leben, dass alle in Europa zur gleichen Zeit Ferien bekommen. und alle dann auch nach den gleichen Dingen suchen und die an bestimmten Orten nämlich am Mittelmeer bekommen. Und wenn man das nicht will, was bleibt einem dann übrig? Zu Hause rumliegen auf dem Balkon, das wird auch, weißt du, auch in Berlin wird es immer heißer, auch darüber haben wir schon gesprochen. Und deswegen ist halt diese Suche, als zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, ist ein wesentliches Movenz, sowohl von Stefanie als von mir. Und ich habe da halt in den letzten Jahren in einer geradezu systematischen Forschung hervorragende Resultate gefunden. Ich habe ja schon mal über das Böhmische Paradies gesprochen. Diesmal geht es um das Baltikum im Hochsommer. Weil ich habe 22 wirklich gezielt auf dieser Suche nach einer Alternative für den Hochsommer. Es war sauheiß. Es war in Berlin kaum zu ertragen. In Brandenburg am See ja, aber Brandenburg ist auch ein bisschen langweilig. Und wenn man ein See gesehen hat, dann hat man alle gesehen. Wohin also? Und da habe ich mich aufgemacht Richtung Osten. Ich habe sowieso ein Faible für den Osten, für die Welt der Slawen. Und ich war wie viele natürlich, ich glaube jeder war schon mal in Tallinn oder in Riga auf Klassenfahrt, auf Junggesellenabschied. Und die meisten Leute denken, dass das Baltikum eigentlich auch nur diese drei Städte. Tallinn, Riga, Vilnius, da kommt man mit EasyJet oder Ryanair hin. Da kann man sehr schön feiern, da kann man Junggesellenabschied inszenieren und dann fährt man da auch wieder weg. Und ich bin... ganz anders da rangegangen. Ich habe nämlich diese drei Städte bewusst ausgelassen und habe das Baltikum, das tiefe Baltikum, das innere Baltikum, das Land, die zweiten und dritten und vierten Städte und die Dörfer mir vorgenommen, auf einer vierwöchigen Tour mit einem unglaublich schäbigen Auto. Das war jetzt nicht unbedingt meine Wahl, aber wenn man halt eben in Bialystok in Ostpolen, was so die letzte große Stadt in Polen ist, bevor es ins Baltikum geht, Wenn man da halt beim örtlichen Mietwagenanbieter das billigste Modell nimmt, dann bekommt man einen 15 Jahre alten Dacia Sandero, an dem bereits Teile abfallen. bisschen was von der Sturstange war abgefallen, das Radio hat nicht mehr funktioniert, vom Dachgepäckträger, da war auch nur einer von zwei da. Das Ding war wirklich schon ein ziemlicher Trümmerhaufen, aber ich hab mir halt eben ... speaker-0: Wir brauchen ein Foto speaker-1: Der sah so scheiße aus und dann war er noch braun. Er war so hässlich. Es war wirklich eine Katastrophe. Aber dann habe ich mir auf der anderen Seite gedacht, tiefstes Osteuropa passt das nicht auch irgendwie. Ganz genau. Das Ding will auch wirklich nirgendwo noch jemand haben. Und es hat sich dann herausgestellt, dass das auch eine gute Wahl war, weil man kann im Baltikum vieles tun, aber nicht gut Auto fahren. Weil erstens speaker-0: Ich nie diese braune Art. So und vor allem. speaker-1: Die höchste Schwindigkeit sind 90 kmh und das kriegt man halt irgendwie auch wirklich noch mit diesem Dacia Sandero hin. Darauf ist der ganz gut eingestellt. Und wenn man halt auf dem Landweg dahin fährt, wie ich das denn gemacht habe, es gibt da so eine Nadel über Straße und da ist wirklich eine Ladewand eines LKWs an der anderen. Das heißt, man reiht sich in Bialystok in diese Reihe ein und dann fährt man wirklich wie so auf einem Laufband, wie in einer Fabrik fährt man irgendwie drei Stunden Richtung Norden ist das dann tatsächlich, wie man ins Baltikum reinkommt. Und dieser einen Straßen, dieser Nadel über Straßen, wo sämtlicher Transport in Baltikum stattfindet. Und an dieser Straße, ist auch kein schöner Anblick, weil das ist so ein Trucker-Universum. heißt Parkplatz, Bordel, Bordel mit Parkplatz, dann Fastfood-Restaurant, Fastfood-Restaurant mit Bordel, dann wieder ein Parkplatz. speaker-0: Ist das jetzt ein Reisetipp oder ist das eine Absteppung? Also gerade bin ich jetzt total abgestreckt. speaker-1: Das ist jetzt Der dahin, für manche Orte ist der Weg das Ziel, hier ist es nicht so. Aber sobald man dann im Baltikum angekommen ist, merkt man, was das für ein fantastischer Ort ⁓ Hochsommer ist. Denn erstens hat das die ähnliche Landschaftskarakteristik wie Mecklenburg und Brandenburg nämlich unglaublich viele Seen. Man hat also im Hochsommer ... speaker-0: Hast du nicht gerade gesehen, die Szenen sind alle langweilig und deswegen müssen wir aus dem Brandflug weg und jetzt sagst du mir, du musst ja irgendwo hingefahren. speaker-1: Das wie ein Brandenburg. genau. Aber es ist Brandenburg on steroids, wenn du so willst. Weil zum einen hat es natürlich diese Kombination zwischen, du hast sowohl die Meeresküste mit endlosen Breiten und vor allem extrem leeren Stränden. dort die gesamte... sprichst Du hast diese unberührten Breitenstrände, denen direkt der Wald anfängt und nur wenige kleine Orte an diesen... Es gibt so... speaker-0: Das tritt speaker-1: drei Strandbäder, Jomala und noch zwei andere, die ich vergessen habe, denen muss man unbedingt aus dem Weg gehen. Pernu, das sind jeweils so die nationalen, denen muss man unbedingt aus dem Weg gehen. Aber überall anders, überall anders an dieser 1500 Kilometer langen Strandküste kann man einfach ans Wasser gehen und ist da halt wie auf einer paradiesischen Insel ganz allein an so einen endlosen breiten Stränden. Und die Ostsee hat ja den Nachteil, dass sie oft ziemlich kalt ist und auch im Sommer nicht so richtig warm wird. Die Seen dagegen, die werden halt eben auch wie in Brandenburg, schon im Juni hat man da 23, 24 Grad, in diesem kristallklaren Wasser, die Hitze wird nie größer als, würde ich jetzt sagen, 28 Grad. Das heißt, es wird im Hochsommer da warm, aber es wird nicht super heiß, es sind immer Schäfchenwolken am Himmel. Du hast unglaublich viel Wald. Du hast unglaublich viel Wald und du hast unglaublich viel Grün. Also ich hab, glaube ich, in diesen, und wir reden hier von Mitte Juli bis, ich glaube Ende August war ich da, ich glaube ich habe keinen einzigen verdorrten Grashalm gesehen, im Hochsommer. Weil du hast sogar im Hochsommer, gehst du noch auf eine Wiese und mit jedem Schritt quitscht und quatscht der Schuh noch so ein bisschen, weil der Grundwasserlevel ist so hoch. Das heißt also, das ganze Baltikum ist so ein hydrographisches Phänomen. Die haben da so viel Wasser, da ist es auch unter der Hitze und unter dem blauen Himmel immer halt eben richtig saftig. So und in diesem saftigen Grün, schönen, warmen Seen und dieser endlosen Ostseeküste, hast du eine erstaunliche Menge von kleineren Städten. die ganz zauberhaft sind und zwar auf eine moderne Art. Im Baltikum, so bisschen wie in den Skandinavien, hast du nämlich so eine moderne nordische Küche, die dir oft angeboten wird. Also nicht so eine slawische Küche, also nicht Pirogy und Zurek oder Pelmeni, sondern eher so herzhaftes, dunkles Brot. Herzhafte Dinge aus Wald und Wiese, aber auch so moderne, bisschen leicht verhipsterte Sachen. Also viele Balken sind ja irgendwann mal nach London oder in den Westen gegangen, haben dann das Ganze wieder mit zurückgebracht. Das sieht man ja auch in den Hauptstädten. Du kriegst da deinen Avocado-Toast sogar auf dem Dorf. Das ist ja die, also nicht nur in Wien. Sprechen wir eine Sprache. speaker-0: Also krieg ich da mal ein Avocado Toast oder was? Ja, jetzt sprechen wir wirklich. speaker-1: Du hast natürlich die hervorragende Qualität von allem, was aus den Bächen und Flüssen und aus den Wäldern kommt. Pilze und Kräuter und Sauerkraut, also alles Mögliche. Du kannst da wirklich sehr, sehr gut essen. Und du hast auch eine ganz erstaunliche Dichte von erstaunlichen Orten. Man muss sich vorstellen, die beiden nördlichen baltischen Staaten, die waren ja Deutschordensland. Das heißt, da hat man noch sehr, sehr viele alte deutsch-baltische Herrenhäuser, von denen viele auch zu Hotels umgebaut wurden. Ich will zwei Wundervolle Orte nennen, die ich bei der Genet erst entdeckt habe. Die eine ist die zweite Stadt Estlands, Tartu. Tartu ist die Universitätsstadt von Estland und ist ein absolutes Kleinort. Das war 24 auch Europas Kulturhauptstadt. da gibt es halt eben die mittelalterlichen Hinterlassenschaften der Deutschordensritter. es gibt auch das schönste, berührendste, umwerfenste Museum der Welt. Das ist der nationale Kulturschrein der ersten. So was habe ich noch nie gesehen. Alles, was in einem Museum überhaupt schön sein kann. Und an Kulturvermittlung und an Nationalgeschichts... Also es ist wirklich ein Tempel. Wie würde man heutzutage ein Tempel gestalten, ⁓ den sich herum ein Volk erfinden kann? Das hat man in Tartu hingekriegt. Das ist eine absolute Sensation. Und die Stadt ist dann auch noch halb so hübsch. Also jeder Mensch auf der Welt, finde ich, muss nach Tartu. Das habe ich sehr geliebt. Und der zweite Ort, den ich auch erst bei der Gelegenheit entdeckt habe, ist Kaunas. Kaunas ist die zweite Stadt Litauen. Die liegt auch nicht weit entfernt von Vilnius. Und Kaunas ist die einzige Stadt, kenne, die zwei komplett unterschiedliche Stadtzentren hat. Die hatten nämlich ein mittelalterliches Stadtzentrum aus der Zeit, Kaunas halt so im 14. Jahrhundert mal so eine, ja, erfolgreiche Mittelalterstadt war. Und dann war Kaunas in den zwanziger Jahren für acht oder neun Jahre lang Hauptstadt des modernen Midtowns. Und da haben die in den 20er Jahren mit den Mitteln des Bauhauses und mit den Mitteln aber auch eines so fade-out Jugendstils nochmal eine Residenzstadt kreiert mit einem eigenen Stadtzentrum. Und man wandelt da wirklich von einem in die andere Welt wie in so einem Zeit-Tunnel oder wie in so einem Zeit-Gate. Hier gerade noch Kopfsteinpflaster und 14. Jahrhundert und Kuppelgewölbe, gotische Dächer und handgeschmiedete Geländer und dann auf einmal über einen Platz rüber und zack, frühe, moderne 20. Jahrhunderts, viel Beton, viel, nee nicht viel Beton, viel glatter Stein, viel erstaunliches, expressionistisches Bauhandwerk. Also das ist wirklich total bemerkenswert und dann ist auch noch kaum das Umgeben von erstens vielen Seen, in denen stehen dann halt auch so Klöster und Bogen. Und wenn man also wirklich im Sommer auch richtig viel, vielleicht mal Zeit, zwei Wochen, drei Wochen, ich war vier Wochen da. Also sowohl die vielen Möglichkeiten, in Baden zu gehen, siebenmerkenswert, die vielen Möglichkeiten, sich keinen Sonnenbrand zu holen, weil es überall Schatten gibt von diesen vielen Wäldern, sich dann auch noch modern und gut zu ernähren und dann noch ganz viele Städte und Orte mit erstaunlichen, originellen Geschichten zu entdecken, von denen man vorher noch bewusst hatte, dann ist das Baltikum ein absoluter Traum. Und diese gesamte, diese drei Länder zusammen sind auch groß genug. Da kann man eine Weile unterwegs sein, da kann man dann auch einen Roadtrip machen. Also es gibt da so viel zu machen, auch für Familien mit Kindern, wie gesagt, Wasser überall und viel Fläche fährt dahin. Für mich ist das, seitdem ich da war, das eigentlich der eine Rückzugsort. Und als ein Bonus-Tipp, ganz zum Schluss habe ich noch, es gibt eine viel, originellere Art und schönere Art dahin zu kommen. Dieses Nadelöhr, von dem ich berichtet habe, mit den vielen Parkplätzen, das kann man machen, muss man aber nicht machen. Was man anstattdessen machen kann, ist von Travemünde. eine eintägige Ostsee-Kreuzfahrt zu machen, da abends aufzubrechen und dann am nächsten Mittag in der wirklich total unterschätzten, wunderschönen Hafenstadt Lipaja, zu deutschen Zeiten Libau, anzulanden und von der See anzukommen. Und dann gleich in Lipaja, was eine super schöne Strandstadt ist, da gleich die erste Woche zu verbringen und sich wie ein Hipster zu ernähren an einem herrlichen Strand mit einer super schönen alten Stadt im Hintergrund. speaker-0: Also mich heißt überzeugt und ich bin ja auf der Suche, haben wir ja letztendlich im Folge drüber gesprochen nach meinem nächsten Sommerreiseziel. das ist eine große Konkurrenz zum bürmischen Paradies, würde ich sagen. Aber vom Paradies jetzt zum Natrum Bika. speaker-1: Sensationelles Thema. Wirklich, vor zwei Stunden wusste ich noch nichts darüber. Dann erzählte Stefanie, wir müssen über Backpulver sprechen. jetzt kann ich eigentlich an nichts anderes mehr denken. speaker-0: Ja, du kannst auch nicht so anders überdenken. Heute ist nämlich so bisschen der Fall, der Christoph und ich haben uns nämlich so bisschen semi gut vorbereitet. Wir uns ein paar Stunden vorher zusammenfühlen, sind dann ins Quatschen gekommen, haben dann nicht über die Folge gesprochen. Das hat mir denn die Zeit noch mehr verkürzt, sich vorzubereiten. Aber deswegen haben wir heute auch gute Themen dabei, nämlich mit denen wir uns wirklich auch so ganz natürlich gut auskennen. Alle. Nur, haben noch was lernen. Ja, also das Interessante war, ich war in Indien im Urlaub. speaker-1: Und wo ich auch noch was lerne? speaker-0: Da werde ich mal eine andere Folge darüber sprechen. Und da ist mir wieder ein Thema hochgekommen, total essentiell ist und mit jedem Teilen wusst. Also es gibt ein Wundermittel, das ganz einfach ist und das super viele Sachen kann. Und der Christoph hat sich erstmal in Kopf gefasst, wie will ich denn mit Backpulver? Also Naht für ein Bikarbonat. Und dann habe ich ihm gesagt, naja, was er alles damit machen kann. So ein paar Sachen wusste er auch. Und ich habe so was auch mitgebracht. Guck mal, hier ist das Kaisernadron. Super Boxen, ich habe auch immer ganz viel davon, irgendwo rumliegen. Überall auch hier in der Küche. speaker-1: habe Zeug zum Fangen mit Fermentier gleich das Backen speaker-0: Genau, Und zwar ist das halt total interessant. Was können wir alles zusammen machen? Also das erste Mal, was ist jetzt gerade passiert? Ich war im Aschram und die Akupunktöse, nämlich mania und meine über 80-jährige alte Akupunktöse, wo ich jetzt wirklich nicht weiß, ist das Akupunktöse? Wir sagen das jetzt einfach mal so, Die hat nämlich festgestellt, ich habe nicht so viel Energie in meinen Nieren. speaker-1: Wir sagen das jetzt einfach mal so. speaker-0: Das ist übrigens fast so eine Gesellschaftskrankheit in der westlichen Welt. Wir haben eigentlich fast alle so bisschen Nierenprobleme. Es liegt daran, dass wir nicht so viel trinken, zu viel Stress haben und auch viel zu säurelastig essen. Das ist total interessant für mich, wenn du halt Kaffee trinkst, wenn du halt Pasta, Pizza, Reis, was auch immer, das steigert halt den Säuregehalt im Körper und das ist nicht so gut halt, ist nicht so gut. Eigentliche Körper, so basische, sagt man ja oft, Basenfasten, gibt es ja auch irgendwelche Kurren, wo man hingehen kann. Also das ist basisch, ist das besser oder neutralisiert zumindest. Und das kann halt zum Beispiel das Kaisernatron halt, also das Baking Powder Natrium Bicarbonat. Und was man dann eigentlich nur machen muss, ist, du nimmst ja Liter Wasser und machst da ein Teelöffel Kaisernatron rein. Und dann, gleich dass du ein paar von den Sachen über den Tag angestellt hast, gleich das das schon mal so bisschen aus. Also das neutralisiert so ein bisschen die Körperschemie. Das ist schon mal super. Also Maria hat dann gleich gemeint, so, ja, da muss ich jetzt wieder auffangen Kaffee zu trinken. sie so, ja, aber du brauchst dich nicht zu sorgen. Dann trink doch ein bisschen Spakingsaut aus oder also alles wieder gut. Das hat mir natürlich gefallen. Trotzdem trinke ich gerade keinen Kaffee. Aber was kann man noch damit machen? Natürlich können wir backen. Das war jetzt kein großer Zugewinn. Du hast oft kalte Füße. Dann mach doch ein heißes Fußbad mit zwei Esslöffeln Natubicarbonat. Du hast Flecken auf deinem Marmor von Tomaten, Kaffee oder anderen Dingen. Dann mische Natubicarbonat mit... Ach, was heißt das, wenn man sich die Haare mitbleicht? Also du mischst Wasserstoffperoxid mit der Kaltanatron und dann gibt es so eine Paste, die streichst du auf dein Marmor drauf, dann kannst du ja noch ein bisschen Folie drauf machen, du wartest eine Nacht und am nächsten Tag spachtelst du das runter und du wirst es nicht glauben, der Marmor ist wie der Weiß. Ja, das funktioniert wirklich. Ich habe das tonnenweise ausprobiert, da habe ich auch sehr viel Nattung über und habe drei Boxen verbraucht, war eine größere Fläche. Also das funktioniert hervorragend. Natürlich ist es auch, du kannst damit auch andere Sachen reinigen, da gibt es auch so paar Tricks. was auch natürlich lustig ist beim Kochen, man packt das so rein und dann bleiben halt die ganzen grünen Gemüse, bleiben mehr grün. Und es gibt tausende von Tipps, die hier noch steht, also es entsäuert Früchte und verfeinert Speisen, enthärtet Teekaffee und Trinkwasser, es setzt Backpulver für Kuchen und Gebäck und bewahrt die natürliche Farbe beim Kochen von Obst und Gemüse. Also, wer das nicht zu Hause hat, sollte das noch mal schwer überdenken. Also, alles Survivalist, wo wir ja heute über World War Z und wie über Lebendig die Zombieapokalypse gebrochen haben, das sollte in jedem Survival-Backpack vorhanden sein. speaker-1: Und das nehme ich dir sowas von ab. Also sobald ich wieder zu Hause bin, kaufe ich mir, ich weiß gar nicht, wie ich bislang ohne existiert habe. Ich erinnere, es gibt ja so ein, zwei Sachen, die man für alles einsetzen kann. Ballistol zum Beispiel, dieses Öl. Das ist ja auch der absolute Wahnsinn. Damit kannst du halt deine Fahrradkette ölen, deinen Fahrradschloss enteisen und es auch noch aufs Brot streichen. Also du kannst wirklich mit Ballistol auch absolut alles machen mit dieser Ballistol-Waffe. Wenn eine Sache an der DDR gut war überhaupt, dann war das das. weil es toll da rauskommt. es gibt solche Mittel, die einfach sensationell alles können und offensichtlich speaker-0: Kokosnussöl, der absolute Hammerheit. Du hast irgendwo was wie so Aloe Vera auch. Das ist bisschen schwieriger, dran zu kommen. Also Aloe Vera und Kokosnussöl sind auch für mich die absoluten. Das Coole für die westlichen Länder ist, dass Kokosnussöl nämlich hart wird. Das heißt, du kannst das in so eine Dose machen und hast das wie so eine Creme. Das kannst du dir auf die Haare drauf machen, damit kannst du kochen, damit kannst du backen. Das ist auch so wirklich, damit werden kleine Lämpchen angezündet in Indien. Also damit könnte man Feuer machen. speaker-1: Dieses Mal, glaube ich, dieser Folge haben wir wirklich so konkrete Lebenshilfe geleistet wie selten zuvor, oder? die Leute wissen jetzt, wie geht es weiter bei der Zombie-Abikorle-Burgerliste und wie können sie sich darauf vorbereiten auf eine sachliche Art. Wir wissen jetzt, dass man mit Backpulver grundsätzlich glücklicher wird bei allem. Sie wissen, wo sie den nächsten Sommer verbringen müssen. Also, ich finde schon, das war jetzt eine ziemlich gute Folge. speaker-0: Das war richtig gute Folge. Also wir mögen das total, wenn du uns ein kleines Likes und Follow und was auch immer man so in Social Media Sachen macht. So einen Kommentar in YouTube, da haben wir eigentlich Angst vor, aber jetzt haben wir doch das mal angeschaltet. mal sehen, was passiert. Ich hoffe, es gibt nicht gleich einen Shitstorm. Ich Christoph weiß ja, ich habe immer Angst vorm Shitstorm. Ich habe aber ja gelernt, ich muss erst berühmt sein, damit ich auch einen Shitstorm verdiene. Verdiene ich halt noch gar nicht den Shitstorm. Ja, also aber wir arbeiten uns dran. uns vorwärts zum Shitstone und hoffen, dass ihr auch beim nächsten Mal wieder einschaltet. Adieu! speaker-1: Bis zum nächsten Mal!