Latest / SISOSIG Podcast / Spurwechsel im Supermarkt
Transcript
- Lisa: Also wir denken uns jetzt den Jingle. Sagen wir Zisosic oder Sysosic? Zisosic. Ja, willkommen beim Zisosic. Jetzt kommt schon ein ⁓ aber das schneidet er raus. Willkommen beim Zisosic Podcast. Andreas: Sie soll es nicht, ich weiß ja. Episode 4. ist die Episode, wo wir ganz viel an Star Wars denken. Lisa: Genau. Und das ist der Podcast für bessere Entscheidungen. Wir lesen das einfach ab. Der entscheidende Podcast. Ja, ich sollte das nicht ablesen, Andreas: Ja, der entscheidende Podcast sozusagen. Nee, wolltest du aber doch. Ja, ist okay. Lisa: Der entscheidende Podcast mit Andreas Gutjahr. Andreas: Und Lisa Dust. Lisa: Cool. Wir reden in diesem Podcast über Entscheidungen. Soll ich bleiben oder soll ich gehen? Should I say or should I go? Das ist nämlich wofür unsere Abkürzung SISO SIG steht und wir schauen mal, wie das wird. Andreas: Ja, heute reden wir über Spurenwechsel, haben wir uns überlegt. Also wir reden über Motivation und warum und warum nicht und vielleicht und auch anderswo. Und wir schauen mal, also das Beispiel, was wir uns gedacht haben. Vielleicht möchtest das kurz vorstellen, Lisa? Lisa: Das Beispiel, man steht im Supermarkt am Ende der Schlange und überlegt sich, wäre die andere Schlange nicht vielleicht viel schneller. Und ich muss sagen, von mir sagen, ich wechsle da öfter mal die Kassenschlange, weil ich immer denke, ach, da geht's schneller, die Leute da haben irgendwie weniger am Einkaufswagen und ich könnte schneller sein, wenn ich jetzt eine Schlange nach links wechsle, dann ... Passiert es aber natürlich, dass man nicht einberechnet hat, dass da noch jemand was umtauschen will oder jemand kein Kleingeld hat oder noch die Karte nicht funktioniert oder whatever, dann wechselt man zurück oder auch nicht. Und tatsächlich ist das ein gutes Beispiel dafür, welchem Thema wir hier auf den Grund gehen wollen, nämlich wie entscheidet man sich eigentlich, wie findet man die Antwort auf Should I Stay or Should I Go? Andreas: Genau. Und vielleicht bleiben wir bei diesem Supermarktbeispiel kurz. Ich würde gerne von dir wissen, ob du immer die Spur wechselst oder ob du nur die Spur wechselst, wenn du es gerade eilig hast oder wenn du der Meinung bist, die Frau mit den blauen Haaren vor dir möchtest du dir sowieso nicht mehr angucken und deswegen gehst du in die nächste Kasse. Also ist es spontan, ist es situationsabhängig oder bist du jemand, sagt, ich muss immer optimieren, muss immer in die schnellste Schlange? Lisa: Also es ist absolut situationsabhängig. Wie eilig habe ich es? Wie viele Sachen habe ich in der Hand, die mir gleich runterfallen könnten? Also manchmal nehme ich ja auch durchaus einen Einkaufswagen, dann ist es nicht so dringend, dann habe ich meistens auch mehr Zeit, aber ich habe da schon so viele Aspekte, die ich in meinem Kopf durchgehe. Wie fit sieht die Kassiererin oder der Kassierer aus? Wie viele haben die anderen im Wagen? Steht da jemand, so aussieht, als müsste er jetzt mit ganz viel Kleingeld aus seinem Portemonnaie bezahlen? Das spult sich bei mir im Kopf ab und das ist dann wirklich sehr situationsabhängig. Ich weiß allerdings auch, dass es eine Studie dazu gibt, eine Harvard-Studie sogar, die untersucht hat, ob es tatsächlich etwas bringt, die Spur zu wechseln. Und die sagt ganz eindeutig, das ist ein Experiment von 2017 von Professor Ryan Bell, Und da kommt raus, dass wenn man die Spur wechselt, Durchschnitt 10 % der Leute müssen, nein nicht 10 % der Leute, lass mich das richtig zitieren, man wartet dann im Durchschnitt 10 % länger. Also das Spurwechseln bringt nichts, ist sogar schlecht. Und seit ich diese Studie kenne, versuche ich mich daran zu halten und zu sagen, hey, bleib hier einfach stehen, aufs Leben gerechnet, ist das sinnvoller. Ich behaupte ja auch immer von mir, wäre so ein Mensch, der sich an Fakten und Studien hält, aber leider passiert es mir dann doch manchmal, dass ich die Spur wechsle und dann denke ich wieder an die Studie und denke, hätte man nicht gemacht. Andreas: Ich meine, so Studie ist ja immer nur eine Momentaufnahme. Es kann ja sein, dass bei Leuten, die eine Studie konzipieren und in Harvard arbeiten, die Gegebenheiten eher amerikanisch sind zum Beispiel. Also wo vielleicht die Menschenkenntnis gar nicht ausreicht, ⁓ sich zu überlegen, welche Schlange jetzt die längere ist. Und in Deutschland ist das bestimmt alles ganz ganz anders. Hast du mal, also ich kenne das aus dem Supermarkt, ich kenne das aber aus dem Stau. Ich versuche da schon. in der ganz rechten Spur zu sein. Jetzt sehe ich dich gerade nicht mehr. Lisa: Nein, jetzt sagt er schon wieder, meine Verbindung ist instabil. Ich brech zusammen. Dabei habe ich hier volle... ...Vol Power. Andreas: Ich kenne das aus dem Stau. Ich versuche da schon in der rechten Spur zu sein. meine mal irgendwo gelesen oder vielleicht was mein Vater, der mir erzählt hat. Nee, der rechten Spur, da glauben immer alles am langsamsten, aber in Wirklichkeit ist am schnellsten, weil auf der mittleren und der linken Spur alle ständig hin und her wechseln und deswegen andere ausbremsen und das gar nichts bringt. Aber tatsächlich mache ich es im Stau dann so, dass ich versuche mir auf den anderen Spuren markante Fahrzeuge anzugucken und dann zu gucken, so Lisa: Das ist auch so eine Entscheidung. Wechsel ich den Provider oder bleibe ich bei Vodafone? Muss ich jetzt hier wieder neu rein? Meine Uhr läuft noch. Ich sehe dich nur eingefroren. Hörst du mich? Hörst du mich? Auch so eine Entscheidung. Gehe ich jetzt einmal aus diesem Studio Fenster raus und wieder rein? Wie lange warte ich, bis Andreas sich wieder bewegt? Andreas: sind die jetzt vor mir oder hinter mir? Und wenn ich dann doch mal die Spur wechsle und ein bisschen warte und wir fahren ein Stück weiter und dann irgendwann zu merken, okay, jetzt bewegt sich die eine Spur wieder und die andere, hat das wirklich was gebracht oder ist der grüne VW-Bus immer noch ungefähr da, wo er vorher auch war, obwohl er mal vor mir war und mal hinterher? Obwohl er mal vor mir war und mal hinter mir, wollte ich eigentlich sagen. Jetzt weiß ich nicht, ob du noch da bist, denn meine Frage an dich wäre gewesen. Lisa: Wer von uns hat das Internetproblem oder hat das Tool ein Problem? Andreas: ob du auch bei den Supermarktkassen dir das anguckst, die eine, suchst du dir eine Person raus oder wie schätzt du das ab? Aber ich habe das Gefühl, bist gar nicht mehr da. Ich drücke mal auf stopmen.