Latest / ntv Wirtschaft / Sommerurlaub wird teurer: Was hinter den steigenden Reisekosten steckt
Transcript
- Jubiläum mit Gegenwind. Die Lufthansa feiert sich selbst, aber der Arbeitskampf zeigt, wie fragil das Geschäftsmodell gerade ist. An den Börsen sorgt die Hoffnung auf neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran für etwas Auftrieb. Doch die Unsicherheit bleibt. Und die Reisebranche? Die kämpft mit den Folgen des Nahostkonflikts. Steigende Preise, schwache Nachfrage und sogar Sorgen vor Kerosinengpässen. Hallo und herzlich willkommen. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. 100 Jahre Lufthansa. Das ist eine Geschichte von Aufbruch und Krisen. Vom ersten Linienflug bis zum globalen Netzwerk, das heute Millionen Menschen verbindet. Eigentlich ein Moment, um zurückzublicken und vielleicht auch, um ein bisschen stolz zu sein. Doch genau jetzt wird dieser Geburtstag überschattet durch Streiks der Lufthansa-Piloten. Bisherige Verhandlungen waren ohne Erfolg. Das zeigt, der Konflikt ist festgefahren. NTV-Chefkorrespondent Wirtschaft Ulrich Reitz ordnet das ein. Ist Premium-Anspruch auch Premium-Wirklichkeit? Bei Lufthansa fällt die Antwort ernüchternd aus. Nein. 100 Jahre Lufthansa, gefeiert mit großen Worten, politischen Gästen, viel Symbolik. Doch draußen, hier nebenan auf dem Rollfeld, steht eine andere Realität. Streiks, Stillstand, Frust. Erst Kabine, jetzt auch die Piloten, der Flugbetrieb sozusagen als Dauerkrise. Und daran wird auch keine Kanzlerrede hier in Frankfurt etwas ändern, denn das Problem ist strukturell. Ein Konzern, der intern so zerstritten ist, dass zentrale Berufsgruppen den Betrieb lahmlegen, hat längst die Kontrolle verloren. Das ist kein Ausrutscher, das ist ein Systemfehler. Die einen kämpfen um Besitzstände, die nicht mehr in die Zeit passen. Die anderen spielen Töchter gegeneinander aus und drohen mit Verlagerung. Vertrauen? Fehlanzeige. Und während innen gestritten wird, bleibt außen das Versprechen unerfüllt. Lufthansa will Premium sein, liefert aber oft nur Mittelmaß. Platz 15 weltweit, hinter der Konkurrenz, hinter der eigenen Tochter. Zu teuer für das Gebotene, zu kompliziert in der Struktur, zu spät in der Erneuerung. CEO Carsten Spohr hat Reformen gestartet, aber er steht auch für die Jahre, in denen genau diese Probleme gewachsen sind. 100 Jahre Lufthansa sind kein Freifahrtschein, sondern die Frage, die jetzt wirklich zählt, hat diese Airline noch eine Zukunft als Premium-Marke oder nur noch als teurer Kompromiss? Und damit sind wir bei der entscheidenden Frage. Wie sieht eigentlich die andere Seite diesen Konflikt? Denn klar ist, ohne die Piloten geht nichts. Sie sind ein zentraler Faktor für den Betrieb und für die Stabilität des gesamten Unternehmens. Wie groß ist also die Bereitschaft, sich zu einigen? Und wo verlaufen aktuell die roten Linien? Darüber hat Ulrich Reitz mit Andreas Piniero, dem Präsidenten der Vereinigung Cockpit, gesprochen. Aber ausgerechnet zum 100. Geburtstag der Lufthansa so eine Aktion zu starten, das kommt ja nicht wirklich gut, oder? Also heute streiken die Piloten ja nicht, möchte ich erst nochmal betonen. Wir haben und für uns war vor allen Dingen wichtig, dass wir den Passagieren von der Passagiersicht her die Ferien nicht mit reinnehmen in die Streiks. Und das ist jetzt die Woche nach den Ferien. Dass da die 100-Jahr-Feier stattfindet, ist problematisch, aber das ist jetzt so. Sie sind selber Lufthansa-Flugkapitän, gehören also zu einer gut bezahlten Berufsgruppe. Können Sie nachvollziehen, dass die Menschen im Land sagen, ausgerechnet die legen unser Land lahm? Ich kann selbstverständlich nachvollziehen, dass wenn es nicht alles richtig ist, was an Zahlen kursiert, was unsere Versorgung angeht. Aber ich kann nachvollziehen, dass einige sagen, Mensch, das ist doch eine gute Versorgung, die ihr da habt. Das ist nachvollziehbar. Ich sage dann auch, es wäre schön, wenn ihr eine bessere Versorgung hättet. Das ist dann natürlich die Aufgabe der jeweils vertretenen Gewerkschaft. Wir orientieren uns hier an den Piloten im internationalen Vergleich in Europa bei den erfolgreichen Airlines wie KLM und Air France. Und da muss man einfach sagen, da ist die Lufthansa ziemlich weit unten abgeschlagen, was die betriebliche Altersversorgung angeht. Bei Eurowings muss ich sagen, ist es sogar so, dass selbst im Vergleich zu uns bei Lufthansa, die abgeschlagen sind, also innerhalb des Konzerns. Und da ist es völlig normal, dass man als Gewerkschaft etwas dagegen machen muss. Aber der Lufthansa rangiert im Qualitätsranking auch wirklich nicht auf den ersten Plätzen, eher im Mittelfeld. Ist Ihnen das egal? Naja, das ist nicht die Verantwortung der Gewerkschaft, muss ich dazu sagen. Trotzdem kann man sich ja mit KLM, Air France etc. vergleichen. Ich glaube auch, was die Qualität und vor allen Dingen, und das ist uns immer wichtig, die Flugsicherheit angeht. Und das steht für uns an erster Stelle. Zuletzt war ja der Eindruck entstanden, dass es zu einer Schlichtung kommt. Wie groß ist da Ihre Hoffnung oder Ihre Zuversicht? Wir haben der Lufthansa gestern Abend vorgeschlagen, in eine Schlichtung zu gehen und auch hier die Bedingungen und die Möglichkeiten für diese Schlichtung ihnen übermittelt. Es gab heute Gespräche dazu und so wie es aussieht, lehnt die Lufthansa eine Schlichtung mit der Vereinigung Cockpit zum jetzigen Zeitpunkt ab, unter den vor uns vorstellbaren Bedingungen. Beim Geburtstag der Lufthansa war sicherlich der Krieg im Nahen Osten auch ein Gesprächsthema. Aktuell gibt es Anzeichen von Entspannung, was die Aktienmärkte freut. Wir schauen aber auch auf die Reisebranche. Die Aussicht auf neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran sorgt an den Börsen für vorsichtigen Optimismus. Anleger greifen wieder etwas beherzter zu. Vor allem in den USA steigen die Kurse. Am deutschen Aktienmarkt läuft es noch nicht so rund. Jeder neue Zwischenfall kann die Stimmung sofort wieder drehen. Was heißt das für die Aktienmärkte und damit für die Anleger? Nancy Lanzendörfer hat darüber mit Martin Uthschneider, Kapitalmarktexperte von Robomarkets, gesprochen. Fangen wir mit den Wachstumsaussichten für die USA an. Wie sind die eigentlich? Die sind relativ gut, also relativ. 2% hat der IWF jetzt prognostiziert. Das ist immer noch, sag ich mal. Doppelt so hoch wie für Deutschland oder auch für Europa. Also die Amerikaner leiden gerade nicht so unter der Weltwirtschaft, wie es wir wohl 2026 tun werden. Sehen wir das auch an der Börse? Ich frage deshalb, weil die US-Märkte kurz vor neun hochs, schon wieder. Der DAX seit dem Kriegsbeginn noch nicht so gut im Plus wie beispielsweise der S&P 500. Genau, wir sehen hier eine klassische Outperformance. Also hier kann man jetzt sagen, hey, Volkswirtschaft und Börse, das ist ja doch wieder im Gleichklang. Man sagt ja immer, das hat nichts miteinander zu tun. Aber im Moment ist es wirklich so, dass die Amerikaner wirklich schon wieder in so einer Art Euphorie sind. Kann jetzt mit dem IWF-Prognose-Zeitraum zu tun haben für 2026 oder auch nicht. Aber Fakt ist, die Amerikaner sind nahe Allzeithoch, was man den S&P und den Nasdaq, wenn man den anbelangt. Und der DAX, der kommt irgendwie nicht auf die Füße. Also der ist in seiner Seitwärtsphase irgendwie eingeschlafen. Und warum ist das auch die Diskrepanz, der Unterschied? Ja, wir müssen natürlich sehen, Deutschland ist sehr, also der DAX ist sehr, sehr lastig in Automobil, Chemie und Industrie. Und das sind natürlich alles Branchen, die sehr öllastig sind, also auch vom Ölpreis sehr, sehr stark abhängig sind. Und da ist natürlich im Moment eine ganz große Unsicherheit da. Wird der Ölpreis weiter steigen, wird er weiter fallen? Jetzt sind Friedensverhandlungen oder angehende Friedensverhandlungen sind ja im Gange. Aber da leidet der DAX momentan und das ist die Diskrepanz im Moment, warum der DAX nicht in die Höhe kommt im wahrsten Sinne. Was meinen Sie jetzt, wie geht es weiter mit dem Ölpreis? Ja, im Moment ist es technisch natürlich hochinteressant. Wir sind wieder unter der 100-Dollar-Marke. Und die Verhandlungen in Amerika, in Iran, die gehen ja weiter. Auch Israel und Jordanien nähern sich momentan an. Also rein technisch betrachtet, jetzt mal gar nicht fundamental oder komplex, Und quantitativ könnten durchaus demnächst sogar Kurse um die 80 Dollar wieder möglich werden. Ja, also lieber nun auch hier Gespräche. Jetzt beginnt ja auch die Berichtssaison, beziehungsweise in der USA hat die bereits begonnen. Wie wichtig ist die für die Märkte? Die ist immens wichtig. Wir haben jetzt gerade zu Beginn der US-Earnings-Season oder der Berichtssaison, haben wir jetzt die drei Flaggschiffe, Citigroup, Goldman Sachs, BlackRock gehört und gesehen, alle mit exorbitanten Gewinnsprüngen. Auch Johnson & Johnson war sehr robust. Und das ist natürlich auch ein Punkt, der momentan S&P, aber auch Nasdaq, der das Ganze beflügelt. Und in Amerika ist die Stimmung im Moment besser, als man vielleicht meint, aber besser vor allem als in Deutschland und in Europa. Und die KI-Fantasie ist zurück? Die ist auch zurück. Man sieht das auch an den Kursen. Nvidia hat jetzt zunächst wieder angesprungen. Also man sieht im Moment, die KI-Fantasie ist zurück. Trotzdem, dass man damit rechnet, dass die Zinsen vielleicht auf mittelfristige Zeit erstmal höher bleiben. Man sieht es an den 30-jährigen West Treasury, also an den Renditen. Also Zinsfantasie nach unten gibt es im Moment sehr, sehr wenig bis gar keine. Aber die KI scheint, oder zumindest die KI-Aktien, scheint es momentan nicht zu interessieren. Und die Fantasie ist zurück und damit auch die Hoffnung auf weiter steigende Kurse. Herr Utschner, vielen herzlichen Dank für Ihre Einzelne. Vielen Dank. Von steigenden Kursen kann aktuell die Reisebranche wegen des Krieges nur träumen. Dabei ist jetzt die wichtigste Zeit für die Unternehmen. Die Reisebranche blickt mit Sorge auf den Sommer. Der Nahostkonflikt sorgt für Zurückhaltung bei Buchungen. Gleichzeitig steigen die Preise. Besonders brisant, ein Bericht warnt vor einem möglichen Kerosinmangel in Europa, sollte die Straße von Hormuz länger blockiert bleiben. Flüge könnten ausfallen, Preise weiter steigen. Jörg Böker hat darüber mit dem NTV-Reiseexperten Ralf Benke gesprochen. Erste Flughäfen befürchten tatsächlich ernsthafte Kerosinengpässe. Was kannst du uns darüber sagen? Ich habe natürlich auch recherchiert bei Airlines, bei Verbänden und sowas. Und da wird davon gesprochen, das sei eben im Augenblick noch keine unkontrollierbare Krise. Die Spritversorgung, Kerosin sei gesichert, gerade in Deutschland. Aber man weiß eben nicht, wie es die nächsten Wochen weitergeht. Das ist der entscheidende Punkt. Und man rechnet mit verschiedenen Szenarien. Sollte es jetzt in einigen Wochen schwierig bleiben oder schwieriger werden, dann gibt es ja eben die Szenarien, dass manche Airlines eben auch schon angekündigt haben, dann Maschinen stillzulegen und darauf zu reagieren. Es kann, und das ist wirklich auch das, was wir jetzt so hören, Unterschiede wirklich auch zwischen den Flughäfen geben. Dass es also doch ein Großteil der Flughäfen gibt mit einer relativ guten Kerosin-Absicherung oder Versorgung. Und es manche Flughäfen eben geben kann, wo es dann schwieriger wird. Und da muss man sich dann auch punktuell anschauen, wie kann man das Problem lösen, sollte es dann dazukommen. Ist ja schön und gut, wenn es hier bei uns an deutschen Flughäfen keine Engpässe gibt. Aber wenn die im Ausland sind, betrifft uns das ja irgendwie dann doch trotzdem. Ja, absolut. Und man kann es halt im Augenblick noch nicht so richtig absehen, weil man nicht wirklich weiß, wie die nächsten Wochen das dann verändern werden. Du sagst, man kann es nicht absehen. Aber rechnest du trotzdem damit, dass es zu Flugausfällen kommen könnte? Ja, es hängt letztendlich davon ab, wie schnell eine Auswirkung spürbar ist. Und das ist das, das habe ich natürlich auch alle gefragt. Aber da wird keiner, auch die Verbände und auch die Airlines, die gehen da nicht jetzt schon mit der Information raus. Die sagen, sie haben verschiedene Szenarien und welches dann gezogen wird, welches Szenario, das warten sie jetzt einfach in den nächsten ein, zwei, drei Wochen ab. Und man kann davon ausgehen, dass man im Mai da mehr weiß und das besser absehen kann. Aber, dass die Preise steigen, das ist klar, das können wir sehen. Und das wurde jetzt auch schon wirklich breit kommuniziert. Flugpreise werden steigen, weil Kerosinkosten steigen. Das heißt aber auch nicht, dass jeder Flug sofort steigt. Ich habe auch Stichproben gemacht. Es gibt durchaus Flugpreise, die ich jetzt gesehen habe, im Vergleich zu vor vier Wochen, die nicht gestiegen waren oder die vielleicht sogar ein paar Euro günstiger waren. Aber man muss damit rechnen, dass das kommt. Kannst du uns eine Hausnummer nennen? Um wie viel es teurer wird und wann das spätestens losgeht? Also da gibt es auch keine genauen Daten, an denen wir uns bisher orientieren können. Was wir aber sagen können, es hat auch schon Auswirkungen auf die Pauschalreisen. Also da habe ich auch Stichproben gemacht. Da sieht man auch für einige Reisen, dass da ein Aufschlag gerade für den Sommer, für die Sommerferien für Familien zu spüren ist. Das hat HolidayCheck mir auch bestätigt, dass sie sagen, in der ersten Preisanalyse sehen sie steigende Preise, natürlich auch durch die Flüge für Sommerdestinationen im Sommer. Aber nicht für jedes Ziel überall, sondern auch da gibt es Ausnahmen. Und das ist die entscheidende Botschaft, dass es eben wichtig ist, genau zu schauen, wo sind sozusagen die Schlupflöcher, wo es nicht steigt und die gibt es noch. Und da sagt zum Beispiel der Tour, dass der Beratungsaufwand und Bedarf in den Reisebüros auch steigt, dass sie das merken. Gibt es ja noch Ziele, die vielleicht sogar günstiger werden, vollkommen gegen den Trend? Ja, ich denke, man muss dann abwarten, bis die Reise näher rückt, bis sie kürzer bevorsteht. Es gab zum Beispiel jetzt auch Informationen über die nächsten Wochen. Auch Mai ist da zum Beispiel ein sehr beliebter Reisemonat, dass es da eben auch günstige Preise hier und da gäbe. Für den Sommer, glaube ich, sind wir noch in der Phase, wo hohe Preise da sind, aber wo zum Beispiel auch Veranstalter sagen, sie rechnen mit Last-Minute-Angeboten für den Sommer, zum Beispiel Türkei, zum Beispiel auch für Ägypten oder vielleicht auch Bulgarien, Tunesien und so. Also die Frage wird aber sein, wie hoch wird der Fluganteil? Man kann sich ja vorstellen, wenn die Flugpreise durch Kerosin steigen, selbst wenn ich dann ein günstiges Hotel damit kombiniere, bin ich vielleicht nicht auf einem Schnäppchenpreis. Würdest du sagen, wir sind auf der sicheren Seite, wenn wir jetzt möglichst schnell unsere Reise buchen, statt noch länger zu warten? Also ich würde sagen, wer flexibel sein kann, sehr flexibel sein kann, der wird schon auch irgendwie reagieren können im Sommer. Das ist natürlich für Familien schwierig in den Sommerferien. Also da hat schon der den Vorteil, der vorher gebucht hat, muss man jetzt so sagen, weil die Pauschalreisepreise werden in der Regel nicht jetzt noch mal angepasst werden. Flugpreise ja sowieso eigentlich auch nicht. Nachträglich kann man da ja nicht einen Kerosinaufschlag berechnen. So einfach. Aber es wird die Frage sein, Bucht man vielleicht jetzt was auch mit Flex-Garantien? Das haben die Veranstalter auch gesehen, dass die Unsicherheit da ist. Manche haben kostenfreie Flex-Garantien jetzt schon angeboten, dass man bis zwei, drei Wochen vor Abreise im Sommer dann noch umbuchen kann oder kostenfrei stornieren kann, um diese Unsicherheit zu nehmen. Also wenn wir das alles zusammennehmen und in einen Topf werfen, zweimal kräftig umrühren, deine Meinung, stehen wir vor den vielleicht teuersten Flugzeiten aller Zeiten? Also für das westliche Mittelmeer, glaube ich, könnte man das überlegen. Wir müssen natürlich anschauen, wie wir dann in ein paar Wochen mit den Zahlen dann da landen. Aber Mallorca ist extrem stark nachgefragt. Die kanarischen Inseln sind extrem stark nachgefragt. Da ist also das, was man erwartet hat, eingetreten. Und da ist es auch so, dass zum Beispiel Eurowings auch gesagt hat, dass sie zusätzliche Flüge auch jetzt schon aufgelegt haben, weil sie einfach sonst diese Nachfrage nicht hätten decken können, weil es einfach mehr war als sonst auch schon zu dieser Jahreszeit. Der 1.000 Euro Krisenbonus der Bundesregierung stößt weiter auf Kritik. Und zwar aus allen gesellschaftlichen Richtungen. 1.000 Euro steuerfrei als Krisenbonus. Die Idee dahinter ist klar. Beschäftigte sollen entlastet werden, gerade bei hohen Energiepreisen. Doch die Kritik reißt nicht ab. Denn zahlen sollen diesen Bonus nicht etwa Staat oder Steuerzahler, sondern die Unternehmen selbst. Und genau da liegt das Problem. Viele Firmen stehen ohnehin unter Druck. Energie, Rohstoffe, Personal, alles ist teurer geworden. Und jetzt sollen sie zusätzlich eine Prämie auszahlen, die politisch als Entlastung verkauft wird. Verbände reagieren deshalb skeptisch. Sie warnen. Nicht alle Unternehmen können sich das leisten. Und genau das könnte neue Spannungen schaffen. Innerhalb der Belegschaften. Wir haben dazu den Start-up-Investor Carsten Maschmeyer gefragt, wie er diesen Vorschlag bewertet. Eine sehr gute Idee vom Grundsatz. Die Energiekosten sind durch den Krieg und die damit verbundenen Konsequenzen viel zu hoch. Schade ist nur, dass es die Arbeitgeber zahlen müssen, denn nicht alle Firmen sind in der Lage, das zu tun. Und die, die es nicht zahlen können, kriegen jetzt noch den Unmut der Belegschaft und statt zusätzlich auch Unternehmen zu entlasten, denn die haben auch höhere Energiekosten, müssen sie jetzt und sollen sie die Prämie alleine zahlen. Und frech ist natürlich das als Entlastung der Bürger darzustellen. Es ist eine Belastung für die Unternehmen und jetzt würde es eigentlich nur noch reichen, dass die Kabinettsmitglieder selber sich die Prämie verordnen. Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV. In der App, im TV oder hier im Podcast.