Latest / Rambo Zambo – Der Merz-Podcast / Merz, Merkel und die Frau an der Spitze
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- Es wird ja auch so ein bisschen verklärt im Nachhinein, auch unter Merkel ist nicht alles gut, aber trotzdem wünschen sich die Menschen jetzt alle Merkel zurück. Also ich glaube, du liegst vollkommen richtig, wenn es sowas Nostalgisches hat, die gute alte Zeit, in der Merkel da war. Das war natürlich für viele, die jetzt relativ jung sind, auch eine Zeit der absoluten Stabilität, Kontinuität, relativen Ruhe, relativen Zukunftszuversicht auch. Mit Merz, das liegt nicht an ihm, sondern an der Zeit verbindet sich natürlich auch eine totale Zukunftsangst. Denn wo geht es hin? Keiner weiß es. Wir haben diese Bundestagswahl 2025 gewonnen. Jetzt darf auch mal Rambo Zambo im Adler. Das ist Rambo Zambo, der März-Podcast. Das Format, das ihr vielleicht nie wolltet, aber jetzt braucht. Mit euren Hosts Carlotta Richter und Julia Emrich. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Rambuzambo, dem Podcast, in dem wir immer einmal in der Woche über unseren Bundeskanzler Friedrich Merz sprechen und über das, was die Bundesregierung in Berlin so macht. Heute wieder mit mir, Carlotta, und zum Glück auch mit Julia, die mir gegenüber sitzt. Hallo, Carlotta. Und es gab in dieser Woche eine kleine Schrecknachricht, zumindest für den Bundeskanzler. Wir haben ja vergangene Woche über die gefährlichen Gehwege in Berlin gesprochen, die extrem rutschig waren. Aber es stellt sich heraus, nicht nur die Gehwege in Berlin sind gefährlich, sondern auch die Radwege im Sauerland. Ja, das Ehepaar Merz, Friedrich und Charlotte, hat den letzten Samstag genutzt, um mal eine Radtour zu machen. Auch im Sauland hat er Schnee gelegen und so weiter, das alles getaut und man konnte endlich mal wieder. Vielleicht war es aber auch mal nötig, sich mal ein bisschen zu bewegen nach all den Anstrengungen. Aber dummerweise ist es eben dann so passiert, dass Charlotte gestürzt ist. Jetzt nicht dramatisch, aber es ist wohl passiert. Sie hatte einen Helm, das ist auch ausdrücklich berichtet worden. Zum Glück. Sie haben alles richtig gemacht. Dennoch, es ist passiert. Sie ist ins Krankenhaus kurz gekommen, um es abzuchecken. Es ist alles in Ordnung. Es war wirklich wohl eher ein Schreck. Und man sieht auch daran, dass es jetzt kein Drama war. Friedrich Merz ist dann am nächsten Tag gleich nochmal aufs Rad gestiegen und hat nochmal eine kleine Tour gemacht, die ihn dann runter zur Ruhe geführt hat. Da gibt es ein Café, es gibt viele Cafés. Aber das, wo er war, wollte er ein Bierchen trinken und mal in Ruhe ausspannen. Was nicht ganz geklappt. Was für eine Illusion. Du bist der Kanzler und willst mal ein Bierchen am Sonntag trinken. ja, also es gibt Selfies, darüber ist viel berichtet worden. Wir wünschen ihm dennoch, dass er mal einen entspannten Sonntag hatte. Ja, ich glaube, er hatte eigentlich ein ganz entspanntes Wochenende. Es war eigentlich ein ganz süßes Selfie irgendwie, fand ich. Das hat dann dieses Café dann nach seinem Besuch auf Instagram gepostet. Die haben zwei Bilder gepostet. Auf dem einen sah man Merz, wie er irgendwie von seinem Fahrrad abgestiegen ist. Und er hatte eine Satteltasche. Und ich habe mich gefragt, was Friedrich Merz wohl in seiner Satteltasche hat. Seinen Laptop wahrscheinlich, oder? Falls er arbeiten muss zwischendurch. Oder irgendwas anderes? Wir können ja mal frag doch mal bei der CDU nach, was Friedrich Merz eigentlich in seiner Satteltasche hatte. Aber es war ein ganz süßes Foto, das hat dieses Café dann im Nachhinein gepostet und Charlotte Merz geht es hoffentlich auch wieder besser. Es hieß ja hinterher direkt, dass sie keine schweren Verletzungen davon getragen hat. Trotzdem noch mal gute Besserung an dieser Stelle. Auf jeden Fall. Ist immer ein Schreckmoment. Und immer ein Hemd tragen. Zum Glück, ja. Vor allen Dingen auch in Berlin. Aber auch im Sauerland. Julia. Ja, aber jetzt ist ja auch nicht mehr glatt. Aber diese Debatte führen wir jetzt bitte nicht. Wenn wir schon bei diesen Geheimnissen sind, Stichwort Satteltasche. Es gibt noch ein paar andere Geheimnisse, zumindest glaubt das Netz das. Das Netz hat in den letzten Tagen und Wochen häufiger mal die Schlagzeile getragen. März ist in den Epstein-Files. Wer keine Ahnung von den Epstein-Files hat und so weiter, könnte auf den Gedanken kommen, oh Gott, oh Gott, Carlotta, du hast dich ziemlich drüber aufgeregt zwischendurch, wie so eine Zeile überhaupt zustande kommen kann. Glaubst du, dass es da draußen wirklich Leute gibt, die jetzt davon ausgehen, dass der Kanzler Teil dieses Epstein-Rings war? Ja, so Informationen verbreiten sich ja in den sozialen Medien sehr, sehr schnell. Also es wurden ja in der vergangenen Woche eine riesige Menge an weiteren Akten aus dem Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht. Das war ja ganz lange gefordert worden und jetzt hat das Justizministerium wirklich einen ganzen Berg von Akten veröffentlicht. Das sind über drei Millionen Dokumente, es sind tausende Videos, ich glaube irgendwie rund 180.000 Fotos. Also es ist wirklich ein riesiger Berg an Dokumenten. Und man muss auch sagen, die offenbaren wirklich erschreckende Details nochmal über diesen Fall von Epstein. Und da drin kommen eben auch sehr viele Namen vor, auch von europäischen Politikerinnen und Politikern. Und der erste Reflex ist dann natürlich immer sofort von den Menschen, oh, jemand kommt da drin vor. dann muss diese Person auch was mit Jeffrey Epstein zu tun gehabt haben oder irgendwie darin verwickelt gewesen sein. Und da muss man eben immer so ein bisschen aufpassen, weil nur weil man davor kommt, der Name, bedeutet das eben nicht, dass es auch einen Kontakt gegeben hat zu Epstein. Und es gab sofort, ich habe es direkt gesehen, nachdem diese Akten veröffentlicht wurden, direkt Videos. Es gab ein Video auf TikTok, was komplett viral gegangen ist, in dem es eben darum ging, dass Merz in den Epstein-Files vorkommt. Aber man muss sagen, auch bei Merz ist es eben so, der Name wird einmal erwähnt. Also man kann beim US-Justizministerium auf der Seite suchen, auch nach Stichwörtern. Das haben die Leute dann gemacht und dann findet man eben auch einen Treffer zu Friedrich Merz. Aber wenn man sich dieses Dokument dann anschaut, dann sieht man auch relativ schnell... Was ist es für ein Dokument? Hast du es dir angeschaut? Ich habe es mir angeschaut. Also das ist ein... Ein Blogpost offenbar, so eine Art Blogpost von einer Seite, die total viel Verschwörungserzählungen teilt. Und er wird da auch aufgelistet als Teil eines Komitees, damals noch als Bundestagsabgeordneter. Und das ist ein Komitee, was sowieso schon immer im Fokus von antisemitischen Verschwörungserzählungen steht. Also dieses Dokument belegt in keinster Weise irgendeinen Kontakt zwischen Merz und Epstein. Ja, aber genau, das ist eben das Gefährliche, dass eben diese Schleife, die du jetzt nochmal ziehst, um es zu erklären, dass das eben kaum passiert und was hängen bleibt ist, ja, aber da war doch irgendwas, ich habe doch irgendwo was gelesen. Total gefährlich. Ist es. Und das sehe ich jetzt auch immer wieder in den Kommentaren. Und dann wird eben unterstellt, ja, aber ihr redet ja überhaupt nicht darüber, dass Merz in den Epstein-Files ist oder sowas. Und ich meine, es gibt Menschen, die in den Epstein-Files auftauchen, die jetzt zumindest mal unter Druck stehen. Aber es gibt eben auch einfach Erwähnungen. Also zum Beispiel auch Angela Merkel kommt in den Epstein-Files vor. Angela Merkel wird aber eben auch nur erwähnt, weil eben diese Files eine ganze Sammlung sind von Dokumenten. Bei Merkel ist es so, dass es häufig so Newsletter-Zusammenfassungen sind von aktuellen Ereignissen, also Artikel zum Beispiel, in denen Merkel dann vorkommt. Oder es gibt Nachrichten zwischen Epstein und Steve Bannon, also dem ehemaligen Chefstrategen von Donald Trump, in dem über Merkel gelästert wird. Also sie kommt auch nur vor, aber auch da zeigen diese Dokumente keinen Zusammenhang zwischen Merkel und Epstein, in dem Sinne, dass sie sich irgendwie getroffen haben oder irgendwas, Kontakt hatten, gar nichts. Ja, ist, glaube ich, wichtig, dass wir es nochmal auch... Das erklären die allermeisten, die wahrscheinlich unzuhörend für die ist, ist klar. Aber ist vielleicht auch nochmal ganz hilfreich, auch da draußen, wenn man das hört, dass es so weitergetragen wird, vielleicht auch ab und zu mal zu pflegen. Leute, denkt mal ganz kurz nach, was sind die Epstein-Files, wie kommen da Namen rein und was bedeutet das ganz konkret? Wo Merkel wirklich vorkommt, das können wir sagen und das ist nicht Fake News oder eine komische Zusammenschreibe in komischen Files. Sie kommt zum Bundesparteitag ihrer Partei. Das stimmt. Und was in anderen Zeiten eine Nichtnachricht wäre, weil es das Normalste der Welt ist, in diesem Fall ist es nicht das Normalste der Welt. Denn es gibt eine langjährige Soap und die heißt Friedrich und Angela. Und in dieser Soap ist eigentlich kein Happy End vorgesehen, weil die beiden einfach miteinander ringen. Und jetzt kommt es aber zu einem gemeinsamen Auftritt. Friedrich Merz, aktueller Parteivorsitzender. Angela Merkel, ehemalige Parteivorsitzende. Sie wird in der ersten Reihe sitzen an dem Tag, an dem er seine Rede hält und auch wiedergewählt werden will. Und nun, das ist natürlich eine sehr schöne weitere Folge aus der Serie Angela und Friedrich. Ich fand das ganz spannend, weil wir haben auch dazu ein Video gepostet. Und die Menschen in den Kommentaren haben so eine Sehnsucht offensichtlich nach Merkel. Das ist krass. Wirklich ganz viele Kommentare, in denen geschrieben wurde. Hier Mutti ist zurück, endlich Mama Merkel, Merkel räumt jetzt hier auf. Und also offensichtlich so eine ganz, ganz starke Sehnsucht nach Merkel. Weißt du, was witzig ist? Wir haben vor ein paar Wochen als Redaktion, weil wir genau dieses Gefühl mal messen wollten, weil wir gesagt haben, irgendwie man hört es, aber ist es, also ist es Bubble oder ist es irgendwie verallgemeinern? Aber wir haben tatsächlich mal eine Umfrage in Auftrag gegeben. Und es war tatsächlich so, dass es eine relativ große Gruppe von Menschen in Deutschland gibt, die sich Merkel sogar als Kanzlerin zurückwünschen. Aber Funfact, vor allem bei den Grünen und den Linken. Es gibt sie auch in der Union. Dass es sie gibt, glaube ich, ist klar, der Anteil ist relativ gering, aber bei den Grünen und den Linken ist der Wunsch sehr stark. Ja, das ist irgendwie, glaube ich, auch so ein bisschen so ein Wunsch, einfach nach einer Zeit, in der die Welt noch nicht so erschreckend schien und in der irgendwie man das Gefühl hatte, alles läuft so ein bisschen in geordneteren Bahnen, oder? Weil ich meine, es wird ja auch so ein bisschen verklärt im Nachhinein, auch unter Merkel ist nicht alles gut, aber trotzdem wünschen sich die Menschen jetzt alle Merkel zurück. Also ich glaube, du liegst vollkommen richtig, wenn es sowas Nostalgisches hat, die gute alte Zeit, in der Merkel da war. Das war natürlich für viele, die jetzt relativ jung sind, auch eine Zeit der absoluten Stabilität, Kontinuität, relativen Ruhe, relativen Zukunftszuversicht auch. Mit Merz, das liegt nicht an ihm, sondern an der Zeit verbindet sich natürlich auch eine totale Zukunftsangst. Denn wo geht es hin? Keiner weiß es. Das stimmt auf jeden Fall. Was ich noch interessant bei der ganzen Geschichte finde, ist, dass keiner so richtig weiß, warum sie das eigentlich macht. Wollte ich gerade fragen, gibt es in der Union irgendwie Theorien dazu, warum Merkel jetzt bei dem Parteitag auftaucht? Also es gibt viele Theorien. Es gibt vor allem aber auch eine große Ratlosigkeit. Natürlich, die einen freuen sich. Also die Merkelianer sagen, kann nicht besser passieren. Schön, dass sie wieder da ist. Schön, dass sie wieder sichtbar wird. Ich glaube, das Märzlager, inklusive wahrscheinlich Friedrich Merz, selbst denken so, warum macht sie das? Was hat sie vor? Was ist ihr Plan? Was heißt das? Und ich kann mir vorstellen, dass Friedrich Merz, wenn er seine Rede hält und sie dann in der ersten Reihe im Publikum sieht, vielleicht ab und zu denkt so, wäre es irgendwie entspannter, wenn ich jetzt nicht ausgeräumt Angela Merkel ins Gesicht gucken müsste, wenn ich meinen Blick durch die ersten Reihen wandern lasse. Aber. Mir hat jemand geschrieben auf die Frage, was glaubt ihr, was hat sie vor, sie wird es uns nicht verraten, sie wird einen Plan haben, sie wird es uns nicht verraten, aber wir wären ja keine Journalisten mehr, wenn wir nicht unsere eigenen Theorien entwickeln würden. Also meine Theorie ist, jemand, den sie sehr gern mag, ist auch da und das ist Annegret Kramp-Karrenbauer. Und vielleicht hat die einfach gesagt, mein linker, linker Platz ist frei. Angela, warum kommst du denn nicht eigentlich mit? Und wir setzen uns da mal als zwei starke Frauen. Beide waren Parteivorsitzende, beide verstehen sich gut, beide haben auch noch Kontakt zueinander. Sondern warum setzen wir uns nicht mal wieder nebeneinander dahin und gucken dem Friedrich beim Arbeiten zu. Wir wissen von Annegret Kramp-Karrenbauer, dass sie grundsätzlich, glaube ich, Angela Merkel wieder sichtbarer machen möchte. Also dass sie diese gute alte Arbeitsbeziehung auch wieder pflegen möchte. Mal gucken, was daraus wird. Ich habe mich gefragt, ob vielleicht auch selbst Merkel, wenn sie jetzt so auf das Jahr schaut und auch auf diese ganzen Wahlen, die jetzt anstehen, dass es vielleicht sogar auch darum geht, einfach wirklich so ein bisschen eine geeinte Union zu haben vor diesen Landtagswahlen. Bei denen sich ja wirklich auch viel entscheiden könnte, auch für Deutschland? Also wenn man es mal ganz positiv sehen will und mal dieses Toxische, was jetzt viele da rein deuten, wenn man das jetzt mal wegnimmt, dann kann man einfach sagen, die Union ist wahrscheinlich die letzte richtige große Volkspartei. Und natürlich hat die Union sowohl Merkels als auch Merzens und das wieder sichtbar zu machen. Wir haben eine Breite, wir haben eine Vielfalt und mit uns können sich Menschen, wirklich aus der breiten politischen Mitte identifizieren. Das kann doch eigentlich nur gut sein. Also jetzt mal einen Schritt zurück, kann man das eigentlich nur gut finden, wenn Merkel auch wieder da ist und wenn die beiden sich in irgendeiner Form arrangieren. Der Partei wird es gut tun. Ob sie was draus machen, ob Merz da auch über seinen Schatten springen kann. Wir werden es beobachten. Wahrscheinlich wird er in seiner Rede in irgendeiner Weise das kommentieren. Und er ist gut erzogen und er wird es nicht eskalieren. Du wirst ja für uns da sein beim Parteitag. Du kannst also ganz genau beobachten, wie Merkel und Merz dann miteinander umgehen werden. Und was es uns bestimmt danach auch berichten, oder? Auf jeden Fall. Es gibt ja noch ein anderes Thema, bei dem Merkel jetzt zwischenzeitlich auch kurz im Gespräch war. Und das ist die Frage, wer denn der Nächste oder eben vor allem die nächste Bundespräsidentin wird. Denn nächstes Jahr, also 2027, endet die Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier. Er wurde schon einmal wiedergewählt. Das heißt, er kann nicht wiedergewählt werden. Das heißt, jetzt kommt jemand Neues. Und es gibt ja schon ganz lange diese Forderung danach, dass wir jetzt auch in diesem höchsten Amt mal eine Frau brauchen an der Spitze. Ja, und das ist inzwischen auch mehr als eine Forderung. Ich glaube, das ist so ein allgemeines Gefühl, dass es einfach nicht geht. Also immer nur Männer, passt einfach null in die Zeit. Wobei ich an der Stelle auch immer sagen würde. Ich denke das ähnlich, also allein vom Bild, das wir da abgeben. Umgekehrt denke ich, in diesen Zeiten kommt es darauf an, jemanden zu finden, der richtig gut ist und super gerne eine Frau. Aber wenn aus Gründen keine gute Frau will, keine gute Frau sich finden lässt, keine gute Frau da ist, auf die sich wirklich eine Mehrheit einigen kann. Dann ist das jetzt auch kein Drama an sich. So, wir sollten welche finden, es sind auch ein paar da, aber wenn man mal durchgeht, ist es nicht so einfach. Also man kann nicht sagen, da stehen jetzt zehn Unionsfrauen und Unionsfrauen, muss man sich deshalb angucken, weil CDU und CSU natürlich die Mehrheit in dieser Bundesversammlung haben, die den Bundespräsidenten wählen wird und damit so ein unausgesprochenes Vorschlag, also ein Recht haben sie sowieso, jeder kann Vorschläge machen, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass ein Unionskandidat, eine Unionskandidatin am Ende durchkommt. Das heißt, der Blick richtet sich jetzt auf die Merz-Parteien und man fragt sich schon, welche Frau werdet ihr denn vorschlagen? Und dann wird es interessant. Und natürlich guckt man sich dann die Frauen an, die von der Berufserfahrung, von der Prominenz, vom politischen Gewicht überhaupt in Frage kommen. Man muss sagen, Merkel war im Gespräch, aber das wurde auch sehr schnell wieder abgeräumt. Vom Tisch ist für alle Zeiten. Aber erstmal. Aber erstmal ist es maximal unwahrscheinlich gut. Lass uns mal ganz kurz, bevor wir über die möglichen Kandidatinnen sprechen, nochmal ganz kurz anschauen, wie dann überhaupt der Bundespräsident oder die Bundespräsidentin gewählt wird. Ich weiß nicht, ob alle, die uns zuhören, das so 100 Prozent auf dem Schirm haben. Klar, also das ist relativ schnell erklärt. Die Bundesversammlung, also nicht der Bundestag oder ein anderes Gremium, sondern eine Bundesversammlung, die eigens dafür einberufen wird, Um den Bundespräsidenten oder die Bundespräsidentin zu wählen, setzt sich aus zwei Gruppen zusammen. Einmal sämtliche Abgeordnete des Parlaments, des Bundestags, plus eine gleich große Gruppe, die von den Ländern gestellt wird. Das können Abgeordnete sein. In der Vergangenheit, die meisten werden sich daran erinnern haben, aber die Länder auch Promis, Sportler, Schauspieler, Leute des öffentlichen Lebens. Fußballtrainer, Otto Rehagel zum Beispiel, nominiert, die dann wirklich Bundesversammlung, also Politik plus Gesellschaft zeigen. Und das ist eben dieser Prozess, also wer kommt da rein? Dann gibt es spannende Namen zum Teil und auch interessante Namen, wo man denkt, wow, du bist da und so. Aber ja, das ist die Gruppe, die dann am Ende wählt. Jetzt gibt es ja eine Reihe von Unionsfrauen, du hast gerade schon gesagt, die im Gespräch sind ernsthafter als Merkel, die es ja direkt abgeräumt hat. Wer käme denn in Frage? Ja, es gibt ein paar Namen, die immer wieder genannt werden und bei jedem Namen gibt es aber auch gleich ein Aber. So ist das natürlich in so einem Prozess. Genannt wurde eine ganze Zeit lang die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Da kannst du jetzt aber sagen, die hat natürlich ein sehr wichtiges Amt, gerade in Europa. Also Europa fliegt auseinander, ist maximal unter Druck. Es ist da schlau, eine Frau, die das sehr gut macht, die da... Eine Stabilität auch einbringen kann, jetzt da sozusagen abzuwählen. Das hätte sicherlich Vorteile, das ist jemand, der auf der Bühne steht, der wirklich auch politisches Gewicht hat. Aber ist das jetzt ein guter Move in diesem Moment? Das wäre das Aber an der Stelle. Die nächste Frau, auf die, wenn man so sucht, manchmal der Fokus geht, ist die aktuelle Bundestagspräsidentin, Julia Klöckner. Sicherlich auch jemand, den viele in der Union toll finden und gerne in so einem Amt sehen würden. Aber erstens hat sie gerade schon ein sehr, sehr relevantes Amt. Und Julia Klöckner ist natürlich jemand, der sehr polarisiert. Ich weiß nicht, ob die Grünen, ob die Linken, ob die SPD damit glücklich wären. Die müssen sie nicht zwingend alle wählen. Klar, es geht am Ende auch da um Mehrheiten, aber so ein Bundespräsident sollte natürlich schon auch getragen sein von einer ganz breiten Mehrheit. Ob Julia Klöckner, so. Gucken wir weiter. Es gibt immer mal wieder welche, Sie sagen, Ilse Aigner könnte das sein. Das ist die Landtagspräsidentin in Bayern. Jetzt werden vielleicht manche sagen, Ilse Aigner habe ich noch nie gehört. Muss man vielleicht auch nicht, aber ist immer so ein Name, der genannt wird, bei der man aber eben auch wissen muss, sie muss erstmal vorgeschlagen werden. Sie ist eine CSU-Frau. Solange Söder das nicht tut und er wird möglicherweise den Teufel tun, das zu tun, ist eben die Frage, wer schlägt sie denn dann vor? Und ist sie dann wirklich mehrheitsfähig? Dann sind wir schon bei einem weiteren Namen. Das ist Karin Prien, unsere Bildungs- und Familienministerin. Eine sehr liberale CDU-Frau, die auch so die alte Merkel-CDU. Aha, Merkel. Du ziehst schon die Augenbrauen hoch. Genau, vom Typ her, also von der politischen Positionierung sicherlich eher Merkel als Merz, definitiv. Könnte auch ein Signal sein in diesen Zeiten. Karin Prien hat jüdische Wurzeln, ist damit einfach auch eine Frau, die, glaube ich, sehr klare Position mit Blick auf die deutsche Geschichte, die Erinnerungskultur und die Rolle, die Deutschland so in der Welt spielen sollte, hat. Muss mal gucken. Halte ich nicht für ausgeschlossen. Das sind so die Namen, über die man jetzt redet. Jetzt kannst du sagen, wie wäre es denn, wenn man jemanden von außerhalb nimmt, dass die Union jemanden vorschlägt, der gar nicht ein Parteibuch hat, sondern der über die Parteigrenzen hinaus Gewicht hat. Wer könnte das sein? Gute Frage. Ich habe keine Antwort. Und natürlich habe ich jetzt auch nicht jeden auf dem Schirm, das ist ja klar. Und manchmal wird man auch überrascht und denkt, ah klar, man kommt auch auch wie denen dadurch, dass sie überhaupt zu Ideen werden. Aber das ist natürlich in diesen Zeiten auch aus einem anderen Grund schwierig. Wir laufen möglicherweise nach der nächsten Bundestagswahl in sehr schwierige Konstellationen, möglicherweise mit einer sehr starken rechtsextremen Fraktion im Bundestag und all diese Dinge. Willst du da jemanden als Bundespräsidentin oder Bundespräsident haben, der wenig politische Erfahrung hat, der wenig institutionelle Erfahrung hat, der kaum Leute kennt aus der ersten Reihe der Politik? Kann gut sein, kann jemand mit so richtig Gewicht sein, kann aber auch total schief gehen. Also das sind eben auch Sachen, die man mit bedenken. Wir gehen ja auch in eine Phase, in der möglicherweise auch die Rolle des Bundespräsidenten oder der Bundespräsidentin wichtiger wird, wenn wir eben so ein immer zersplitterteres System haben. Und das ist ja auch was, was viele an Steinmeier kritisieren, das ja sehr zurückhaltend ist und sich wenig äußert. Und ich glaube, da gibt es auch so ein bisschen so einen Wunsch, dass man vielleicht auch eben dann eine Bundespräsidentin hat, die präsenter ist und die vielleicht auch wichtiger wird wieder im politischen Alltag, oder? Mit Sicherheit könnte Steinmeier politisch, was so Ruckreden oder solche Dinge angeht, sicherlich noch deutlicher oder noch klarer sein. Ich habe ihn aber in den krisenhaften Momenten auch nach dem Ampel aus und so weiter schon auch als jemanden erlebt, der sehr klar und cool dadurch gesteuert hat. Also diese Kritik würde ich jetzt so gar nicht teilen. In der politischen Beobachtung ja. Ich glaube aber, dass das nicht bei allen Menschen in Deutschland so ist. Also ich glaube, es gibt so ein bisschen so ein Grundgefühl, dass man sehr wenig von Steinmeier hört und irgendwie gar nicht so ganz weiß, was er denn jetzt eigentlich macht. Also zumindest habe ich so das Gefühl, auch wenn man irgendwie in den sozialen Medien guckt, dass viele Menschen sich da irgendwie mehr Staatsoberhaupt wünschen würden. Klar, neben diesem Rambo-Zambo-Kanzler oder so. Definitiv, klar. Ja, aber das ist eben die Lage. Und dann ist dieses Ja, was jetzt noch vor uns liegt, bevor Steinmeier dann endgültig abtreten muss, ist auf eine Weise ziemlich lang, aber auf eine andere Weise auch relativ kurz. Denn finde mal jemanden und finde auch die nötige Zustimmung dann dazu. Das ist gar nicht so einfach. Ich möchte jetzt nicht in der Haut der Union stecken. Hast du eine persönliche Prognose, wer es werden könnte? Nein, total. Also ich bin wirklich ein bisschen ratlos an der Stelle, ja, tatsächlich. Wir werden es ja sehen. Wir haben ja sehr viel über Unionsfrauen gesprochen. Du möchtest über deine Begegnung mit Jens Spahn reden. Wir können noch kurz über einen Unionsmann reden, den wir in dieser Woche zum Interview getroffen haben, nämlich den Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn. Wie hast du denn Spahn erlebt? Ich habe zwei Sachen erlebt bei ihm, die auch so ein bisschen diametral auseinander gehen. Das eine ist, er stand ja sehr unter Druck in den letzten Monaten. Man hat ihm ja vorgeworfen, dass dieses ganze geknirschige Ruckel in der Koalition, dass es eben auch daran lag, dass er es einfach nicht zusammengeführt hat, dass es ihm auseinander geflogen ist, dass er Sachen nicht hat kommen sehen, die dann nachher zu richtigen Koalitionskrisen sich auswuchsen. Und ich hatte, meine Erwartungshaltung war, dass er dünnhäutiger ist und das schon auch an ihm gezerrt hat. Aber da ist er eben dann auch Westfale und stellt sich dann eben breitkreuzig hin und sagt, nö, muss laufen und ich habe meinen Plan. Und was ich auf der Schiene hochinteressant finde, das merkt man aber nicht nur bei Spahn, das merkt man bei ganz vielen Unionsleuten gerade. Immer wenn du die ansprichst auf ihren Painpoint und der heißt AfD und die Zahlen sind zu hoch und die Umfragen für die Union sind zu schlecht, was ist denn da los und kommt da denn nichts mehr? Dann haben die im Moment eine neue Art, damit umzugehen. Im Moment versucht die Union ganz klar, die AfD als Putin-Partei hinzustellen. Und das haben die sich offenbar so intensiv vorgenommen, dass fast das Wording bei den einzelnen Unionsleuten identisch ist. Also immer wieder zu sagen, ja, aber mit diesen Putin-Leuten und mit dieser Moskau-Connection und wer die wählt, wählt Putin und so weiter. Sie versuchen gerade also die Stimmung darüber zu drehen, dass man eben die ganz klar als, ja. Wegen dieser Connection. Ob das aufgeht, ob das mehr aufgeht als Asylpolitik und andere Stadtbildgeschichten und was sie sonst versucht haben, ich bin nicht sicher, aber man merkt das. Und das merkst du auch bei Spahn, das ist das eine. Aber du hast ja gefragt, wie mein Eindruck ist. Und das andere, das fand ich hochinteressant, wir haben ihn gefragt, ob er sich eigentlich manchmal einen anderen Job wünscht. Weil könnte ja sein, dass wenn du so unter Druck stehst und so denkst, es geht irgendwie so gar nichts glatt und nichts ist einfach und alles ist anstrengend. Und ich dachte, dass er vielleicht über andere Optionen in der Politik dann nachdenkt. Also vielleicht mal was zu Traumthemen. Ich meine, er war immer Gesundheitspolitiker, er ist ein ausgewiesener Wirtschaftsexperte und so weiter. Er kam aber gleich auf die Gedanken, mit uns darüber zu reden, dass er das aber nicht ewig machen will. Also er ist gleich ganz rausgegangen aus dem Gedanken. Also wenn, dann was ganz anderes. Und gar keine Politik mehr. Nicht jetzt, nicht aktuell, aber in seinem Kopf ist schon der Gedanke, also er sagt das auch so, ich prüfe mich. Ich prüfe mich jedes Mal, wenn ich irgendwo neu kandidiere. Aber ich muss das nicht machen und ich muss das vor allem nicht ewig machen. Und das fand ich schon ganz interessant. Also ist sein Gedanke nicht, das wurde ihm ja oft unterstellt, doch noch irgendwann Kanzler nicht mehr? Das würde er natürlich nie so sagen. Das wäre auch krass illoyal in der jetzigen Situation. Also da kannst du ihn wahrscheinlich knebeln, fesseln und was weiß ich Dinge tun. Das würde er im Moment nicht sagen. Wenn du ihn so erlebst. Würde ich das bei jemandem wie Jens Spahn nie ausschließen. Also der ist ein political animal, der ist jemand, der wirklich auch diese Präsenz hat und diesen Willen, aber den stellt er jetzt, glaube ich, und das ist sehr pragmatisch, zurück. Wie hast du ihn erlebt? Wir haben mit ihm ja auch ein Social Interview geführt und da vor allen Dingen auch über junge Menschen gesprochen, weil gerade in dieser ganzen Debatte, ich meine, wir hatten viele Themen, die junge Menschen betroffen haben. Wir hatten die Wehrdienstdebatte, wir hatten die Rentendebatte. Wir haben jetzt diese Arbeitswelt- und Sozialdebatte, die, glaube ich, auch viele junge Menschen bewegt. Und deswegen haben wir mit ihm so ein bisschen über junge Themen gesprochen. Und ich fand es ganz interessant, ich war Ich weiß nicht, ob Spahns Blick auf die jungen Menschen in Deutschland wirklich so dem entspricht, was das Gefühl der jungen Menschen ist. Also ich zumindest, wenn ich in den sozialen Medien schaue oder wenn ich mit jungen Menschen spreche, habe so ein bisschen einen anderen Eindruck. Also wir haben ihn gefragt, wie optimistisch er jetzt in die Zukunft blicken würde, wenn er jetzt nochmal 20 wäre und er war total optimistisch und hat gesagt, nee, also quasi so ein bisschen das, was Merz auch schon immer wieder versucht hat, so im Bundestag, ja, junge Menschen haben ja so viele Chancen aktuell wie noch nie und in Deutschland geht es ja total gut und so weiter. Und ich hätte mir ehrlicherweise ein bisschen mehr den realistischen Blick gewünscht. Und man kann ja auch formulieren, ich verstehe, dass junge Menschen auch Sorgen haben und Ängste. Ich meine, das sehen wir, das sehen wir auch in Umfragen, in Jugendstudien. Und nicht nur sagen, ja, aber ihr habt doch so viele Möglichkeiten. Also es war wieder so dieser März-Tonus, zu sagen, ihr habt es doch eigentlich total gut und vielen anderen jungen Menschen in vielen anderen Ländern geht es schlechter. Das ist, Ist natürlich auch so, wenn man darauf schaut, aber das spricht einem ja dann trotzdem auch so ein bisschen die individuellen Ängste ab, die viele junge Menschen haben. Aber das ist, glaube ich, genau das, was du gerade auch gesagt hast. Das ist dieser Märzton. Ich habe das Gefühl, dass die so Schablonen im Moment haben und dass sie jetzt auch gerade in diesen anstehenden Landtagswahlkämpfen sich bei manchen Themen einfach committed haben. Über die AfD reden wir als Putin-Partei. Bei den Jungen sagen wir, hey, jetzt seid mal zuversichtlich, euch geht es besser als allen anderen. Bei den Sozialkassen haben wir gesagt, wir müssen jetzt irgendwie alle mal den Gürtel enger schnallen und das wird irgendwie Härten geben, aber es sind immer. Dieses sehr Schablonige. Und ich glaube, du musst schon weit raus aus der Parteispitze fragen, um da wirklich einen anderen Ton zu hören. Ja, den Eindruck hatte ich auch. Und man kam auch gar nicht so richtig. Naja, die sind auch im Modus. Die sind auch jeden Tag jetzt auf irgendeiner Wahlkampfbühne. Das darf man ja auch nicht vergessen. Und irgendwann schalten die dann, glaube ich, auch auf Tunneln und dann so ab nach vorne. Und jetzt die Zahl der Woche. Ich habe eine Zahl, die ist jetzt aber so ein bisschen, ich hoffe, die macht die Stimmung jetzt nicht zu schlecht. Das ist nämlich eine Zahl aus einer Studie, die diese Woche veröffentlicht wurde und ich finde die aber extrem wichtig und ich finde deswegen sollten wir darüber sprechen, auch wenn das keine besonders positive Zahl ist und jetzt mal, sonst bemühe ich mich ja immer positive und lustige Zahlen mitzubringen. Ich ahne, welche Studie du meinst. Aber ich finde in dieser Woche, wir müssen einmal darüber sprechen, denn es wurde eine Studie der Bundesregierung, beziehungsweise eine Studie, die die Bundesregierung in Auftrag gegeben hat, veröffentlicht. Und das ist eine Dunkfeldstudie zu Gewalt in Familienbeziehungen und im öffentlichen Raum. Und in dieser Studie wurde eben jetzt genau das angeschaut, was eben die polizeiliche Kriminalstatistik nicht zeigt. Also die Fälle, die nicht angezeigt werden. eben zum Beispiel bei sexueller Gewalt und. Das fand ich total krass zu sehen, weil diese Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass es gerade bei Frauen eine extrem geringe Anzeigequote gibt. Also bei sexuellen Übergriffen ist es so, dass Frauen nur drei Prozent der Fälle überhaupt zur Anzeige bringen. Das heißt, der Rest, und das ist ja wirklich eine riesige Menge, passiert ohne, dass sie zur Polizei gehen und das zur Anzeige bringen. Und das zeigt einfach nochmal, finde ich, wie viel Angst und Scham es immer noch gibt bei dem Thema. Und das kam ja auch wieder jetzt raus in der Studie. Ein Großteil der Gewalt passiert in Partnerschaften mit Partnern oder mit Ex-Partnern. Und bei Frauen ist es dann eben so, dass ganz wenige nur dann das auch tatsächlich zur Anzeige bringen. Das fand ich sehr erschreckend. Mein Verdacht ist ja, dass das viele auch deswegen nicht tun, weil sie gar nicht glauben, dass dadurch irgendwas besser wird in ihrem Leben. Im Gegenteil, dass sie möglicherweise sogar dann noch mehr Angst haben müssen. Das ist natürlich auch ein Misstrauen dann gegenüber Menschen. Unserem Rechtsstaat, hilft der mir denn überhaupt? Was soll das denn überhaupt bringen? Und schlägt oder attackiert mich der Alte dann nicht erst recht? Genau, das ist das. Ich glaube, es ist auf der einen Seite. Ich halte das für die betroffenen Frauen sehr plausibel, das nicht zu tun. Absolut, aber das zeigt ja gerade den Handlungsbedarf. Dass da irgendwie was passieren muss. Geschützte Räume. Dass Frauen das Gefühl haben, sie können darüber reden, Sie können das zur Anzeige bringen und dann passiert eben auch was. Und ich bin danach sicher und muss keine Angst haben, dass mir danach nicht vielleicht sogar noch Schlimmeres passiert. Ich habe auch eine Zahl, die ist leider auch nicht dazu da, jetzt unsere Stimmung so richtig zu heben. Aber immerhin, es dürfte spannend werden. Wir nehmen heute am Donnerstag auf, morgen geht es richtig intensiv los in München. Münchner Sicherheitskonferenz, großes Treffen. Wer diese Konferenz in den vergangenen Jahren nicht auf dem Schirm hatte, ist letztes Jahr aufgerüttelt worden. Da kam nämlich US-Vizepräsident J.D. Vance und hat eine Rede gehalten, nach der wir alle wirklich geschluckt haben. AfD prima, macht mal mehr gegen Migranten und Brandmauer braucht ihr nicht, liebe Deutsche. Also das war so eine Rede, wo er dachte, was ist denn das jetzt los, hat der ein AfD-Parteibuch. Dieses Mal ist er nicht da Dieses Mal kommt Marco Rubio Der US-Außenminister Meine Zahl ist die zwei Nämlich die beiden Sind im Grunde die Kronprinzen von Trump Und es wird sehr spannend sein Rubios Auftritt In München zu beobachten Der ist für Samstag Angekündigt, um zu gucken Setzt der einen anderen Ton Oder macht der more of the same, Oder toppt er das sogar noch Bis zum nächsten Mal. Um natürlich auch seine Position in Washington anders noch mal zu stabilisieren. Das wird sehr spannend sein. Merz ist auch da. Merz wird am Freitag reden, wird er öffnen. Und ich kann mir vorstellen, dass diese Rede schon auch Nachhall haben wird. Also er hat was vor bei der Rede. Sollte man sich angucken, sollte man den Blick behalten. Wir werden es auf jeden Fall bestimmt in der kommenden Woche hier besprechen. Das war heute eine sehr wilde Podcast-Folge, in der wir über sehr viele unterschiedliche Themen gesprochen haben. Ich hoffe, ihr seid mitgekommen und habt so ein bisschen mit uns versucht, da den Durchblick zu haben, bei dem, was gerade aktuell alles so passiert. Ich hatte das Gefühl, wir hatten jetzt irgendwie auch eine Woche, in der wir nicht die eine große bestimmende Nachrichtenlage hatten, was wir, glaube ich, seit Beginn des Jahres sonst immer hatten, sondern in der jetzt mal so, es sind diverse Dinge parallel passiert, Aber dieses eine krasse Thema, das hatten wir jetzt, glaube ich, zum ersten Mal seit Jahresanfang nicht. Oder irre ich mich da? Nö, sehe ich ähnlich, was natürlich auch dann dazu führt, dass andere Themen überhaupt mal wieder eine Bedeutung, wie zum Beispiel leider häusliche Gewalt, solche Dinge, kriegen dann wieder Raum und brauchen auch Raum. Denn das ist der Alltag der Leute. Und das ist das, was wirklich zählt am Ende. Fühlt man sich in diesem Land sicher oder nicht? Und glaubt man an diesen Rechtsstaat oder nicht? das sind am Ende die Themen, die entscheidend sind. Ja, Carlotta, vielen Dank, dass du immer wieder donnerstags versuchst, mit mir hier zu sortieren. Danke euch, danke dir und danke euch, dass ihr zugehört habt und wenn euch dieser Podcast gefallen hat, dann lasst uns doch gerne eine Fünf-Sterne-Bewertung da. Wir freuen uns auf jeden Fall sehr und dann hören wir uns in der nächsten Woche wieder. Tschüss! Tschüss! Ein Podcast von Funke.