Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg News: Rekord-Steuererlass und Flughafen-Ansturm zum Ferienstart
Transcript
- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 25. Februar. Hamburg verzichtet auf Steuerschuldeneintreibung. Passagierandrang am Hamburger Flughafen. MSC baut neue Deutschlandzentrale in Hamburg. Hamburg verzichtet auf die Eintreibung immer höherer Steuersummen. Im vergangenen Jahr hat die Stadt insgesamt fast 740 Millionen Euro an Steuerschulden entweder erlassen oder niedergeschlagen. Ein neuer Höchststand. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine kleine Anfrage des linken Co-Fraktionschefs David Stoop hervor. Demnach wurden 2025 etwas mehr als 446 Millionen Euro an Steuern erlassen. Dies ist möglich, wenn das Eintreiben der Schuld eine unbillige Härte für die Betroffenen bedeuten würde. Zudem wurden Forderungen in Höhe von rund 293 Millionen Euro niedergeschlagen. Dies bedeutet, die Stadt setzt keine gerichtlichen Verfahren zur Eintreibung in Gang, weil es praktisch keine Chance gibt, an das Geld zu kommen. Finanzsenator Andreas Dressel, SPD, sieht vor allem einen Grund für die aktuelle Entwicklung. Dass es speziell im unternehmerischen Bereich zu Steuerrückständen kommt, liegt vor allem an der in den letzten Jahren insgesamt schwierigen wirtschaftlichen Lage, sagte er dem Abendblatt. Der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in Hamburg ist in den vergangenen zwei Jahren geringer geworden. So verdienten Frauen im vergangenen Jahr im Schnitt 25,29 Euro brutto pro Stunde, Männer kamen auf 30,40 Euro, wie das Statistikamt Nord mitteilte. Die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern, das sogenannte Gender Pay Gap, betrug damit 17 Prozent. Im Jahr 2024 lag der Verdienstunterschied den Angaben zufolge noch bei 18 Prozent. Bundesweit lag der Wert bei 16 Prozent. EU-weit lag der Verdienstunterschied zuletzt bei 12 Prozent. Je höher der Bildungsgrad, desto höher ist den Statistikern zufolge auch der Verdienstunterschied. So verdienten Frauen mit einer Hochschul- oder Fachhochschulreife im vergangenen Jahr in Hamburg im Schnitt 28,33 Euro brutto pro Stunde. Männer erhielten dagegen 35,70 Euro, was einer Lohnlücke von 21 Prozent entspricht. Bei Menschen ohne Schulabschluss lag die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen dagegen bei nur 8 Prozent, um bei Frauen und Männern mit einem Haupt- bzw. Realschulabschluss auf 17 Prozent zu steigen. Der Andrang am Flughafen Zum Beginn der Frühjahrsferien erwartet die Betreibergesellschaft des Hamburger Flughafens am Freitag und Sonntag hohen Andrang. An beiden Tagen werde jeweils mit mehr als 40.000 an- und abreisenden Passagieren gerechnet, teilte der Helmut-Schmidt-Flughafen mit. Die Frühjahrsferien beginnen in Hamburg am 2. März und enden am 13. März. Der Airport empfiehlt Passagieren während der Ferien, sich rund zwei Stunden vor Abflug am Flughafen einzufinden. Von Freitag bis zum 15. März, dem Sonntag vor Beginn des Unterrichts, erwartet der Flughafen insgesamt mehr als 625.000 Passagiere. Während der vergangenen Frühjahrsferien zählte der Airport 551.000 Gäste. Die Passagierzahl war vergleichsweise niedrig, weil Flüge wegen Warnstreiks gestrichen werden mussten, wie eine Sprecherin berichtete. Es gibt noch gute Nachrichten aus der Wirtschaft. Der Windkraftanlagenbauer Nordex, der zu den führenden Anbietern in Europa zählt, ist im vergangenen Geschäftsjahr kräftig gewachsen. Das Unternehmen aus Hamburg und Rostock verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 Aufträge in Rekordhöhe, wurde profitabler und verdiente mehr Geld. Firmenchef José Luis Blanco sagte, Wir sind sehr stolz, dass wir Nordex nach den Schocks in der Vergangenheit wieder auf Kurs gebracht haben. Es sei gelungen, das Unternehmen neu zu positionieren. Blanco sagte, Nordex sei in der Vergangenheit Nischenanbieter gewesen. Das habe sich mit dem zurückliegenden Wachstum gewandelt. Im jüngsten Geschäftsjahr stieg der Umsatz um 3,5 Prozent auf 7,55 Milliarden Euro, wie das im MDAX notierte Unternehmen mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wurde mit 631 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Die entsprechende Marge stieg um 4,3 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent. Nach Steuern blieben 274,3 Millionen Euro nach nur 8,8 Millionen Euro im Vorjahr. Als Gründe für das Wachstum hob Blanco stabile Lieferketten, sinkende Kosten und die steigende Profitabilität des Servicegeschäfts hervor. Die weltgrößte Containerrederei MSC hat in Hamburg mit dem Bau ihrer neuen Deutschlandzentrale begonnen. Bis zum vierten Quartal 2028 soll auf dem rund 2600 Quadratmeter großen Grundstück am Losepark der HafenCity ein siebengeschossiges Gebäude mit mehr als 15.000 Quadratmetern Bürofläche entstehen. Neben Arbeitsräumen für die rund 700 Beschäftigten der Mediterranean Shipping Company, MSC, soll es auch einen Showroom und ein Restaurant geben. Unser neues MSC Germany Headquarter ist ein klares Bekenntnis zur Hansestadt als wichtiges maritimes Zentrum in Europa, erklärte MSC-Deutschland-Chef Nils Kahn anlässlich des ersten Spatenstichs. Hamburg sei einer der MSC-Heimathäfen und Drehkreuz für die globalen Liniendienste. Gemeinsam mit der Stadt wollen wir die Zukunft des Hafens aktiv mitgestalten und mehr Umschlag nach Hamburg bringen. Das Gebäude wird den Angaben zufolge in der Tradition der Flietbebauung teilweise direkt ins Hafenbecken gebaut und setzt auf nachhaltige Materialien wie Recyclingbeton. Für die Energieversorgung dienten unter anderem Photovoltaik-Elemente auf dem Dach. Mit der neuen Deutschlandzentrale erfüllt MSC ein weiteres zentrales Versprechen ihrer Partnerschaft mit der Stadt Hamburg. Hundesteuernachlass für Vierbeiner aus dem Tierheim. Wer in Hamburg einen Hund aus dem Tierheim aufnimmt, zahlt ab 2027 drei Jahre lang keine Hundesteuer. Die Gesetzesänderung wurde am Nachmittag von der Bürgerschaftssitzung verabschiedet. Ziel ist, die Vermittlung von Hunden aus dem Tierheim zu fördern. Hintergrund seien die angespannten Kapazitäten in Hamburger Tierheimen, die jährlich rund 900 Hunde betreuen. Wer einem Hund aus dem Tierheim ein Zuhause gibt, verdient finanzielle Entlastung, sagte Lisa-Maria Otte, tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion. Der Hamburger Tierschutzverein von 1841, HTV, begrüßt den Vorstoß. Die zumindest befristete Befreiung von der Hundesteuer für Tierheimschützlinge sei ein wichtiger Schritt zur Entlastung der Tierheime und ein Beitrag für mehr Tierschutz, sagte HTV-Vorsitzende Janet Bernhard. Aktuell beherbergt das Tierheim Süderstraße nach eigenen Angaben 131 Hunde. Durch eine Sicherheitslücke haben Dritte möglicherweise Zugriff auf private Daten zehntausender Studenten und ehemaliger Studenten der Universität Hamburg erhalten. Im Campus-Management-System Stine hinterlegte Adressdaten seien potenziell abrufbar gewesen, sagte ein Sprecher gegenüber dem Abendblatt. Durch Nutzung der Schwachstelle war es theoretisch möglich, an Postadressen von Studierenden und ehemaligen Studierenden zu gelangen, heißt es in einer Informationsmail, welche am Dienstagabend an alle Studenten verschickt wurde. Personen, die keine Kenntnis von ihrer Postanschrift haben sollen, könnten so einen Zugriff auf diese bekommen haben und diese missbräuchlich weiterverwenden. Die Feuerwehr ist am Mittwochvormittag zu einem Einsatz nach Wandsbeck ausgerückt. Im ersten Obergeschoss eines Wohnhauses an der Lüdiastraße war gegen 10.40 Uhr ein Feuer ausgebrochen und hat zu einem ausgedehnten Wohnungsbrand geführt. Erste Meldungen, nach denen es vorher zu einer Explosion gekommen sein sollte, haben sich laut der Feuerwehr nicht bestätigt. Um 11.38 Uhr meldeten die Einsatzkräfte Feuer aus. Ein Mann, der sich in der Wohnung aufgehalten hat, ist laut dem Sprecher vom Balkon gesprungen und hat sich dabei leicht verletzt. Er wurde mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Zur Brandursache ermittelt jetzt die Polizei. Man glaubt erst einmal an einen Schreibfehler. Das kann doch nicht sein, 2750 Euro für ein Konzertticket in der Barclays Arena in Hamburg? Ist da ein Komma verrutscht? Ist es nicht? und so mancher Fan dürfte wahlweise verblüfft oder schockiert gewesen sein, als am Mittwochmorgen um 10 Uhr der Vorverkauf für die Deutschlandkonzerte der kanadischen Band Rush im Februar und März 2027 begann. Reguläre Tickets für den Hamburger Auftritt des Rocktrios, das nach dem Tod von Schlagzeuger Neil Peart 1952-2020 eigentlich schon Geschichte war und nun auf Comeback-Tour geht, sind mit Preisen von 118,75 bis 199,25 Euro auch kein Schnäppchen. Aber die verschiedenen VIP-Angebote spielen finanziell nochmal in einer ganz anderen Liga.