Latest / Das Gelbe vom AI - Der KI-Podcast / #98 Kiki Wöhl: Enablement, Taskforce, Tool-Führerschein – KI-Nutzung wirklich erfolgreich skalieren!
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- Michael Witzenleiter: Ja, hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Das Gelbe von AI. Heute sind wir schon bei Nummer 98. Wir nähern uns unserem 100-jährigen, nicht 100-jährigen, 100-Folgen-Jubiläum. Gefühlt sind schon 100 Jahre, Sean-Lück. Mein Michael Wutznatter. mit Sean-Lück, ich bin heute euer Host, wie immer. Wir beide kommen von Private, Software für Jean-Luc Winkler: Fast. Ja, hallo Michael, hallo liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Auch ich freue mich diese Woche auf die Gastfolge. Denn diesmal haben wir Kiki Wöhl mit dabei. Sie Co-Founderin und CEO von der Decade Academy. Als KI-Expert sind auch sehr umtriebig und die Decade Academy ist auch nicht ihr erstes Startup als Serial-Entrepreneurin. Michael Witzenleiter: KI-Chatbots mit einem gewissen KI-Sicherheitslehrer Soweit der bäuerliche Teil, kommen wir jetzt aber nun zu unserem Inhalt. Wir haben heute eine ganz tolle Gästin. Aber dazu wird uns Seanlück gleich etwas mehr erzählen. Seanlück, übernimm. Jean-Luc Winkler: hat sie da schon einige Gründungen und auch Exzits hinter sich, da nur ein paar Namen zu nennen. Datacraft oder Zenmita beispielsweise kommen dann auch aus ihrer Feder. Und das sicherlich nicht zuletzt sorgt dann auch dafür, Kiki, dass du bei Forbes 30 Under 30 auf der Liste mit auftauchst. Aber erzähl doch gerne mal selber über dich, was du alles so in letzten Jahren gemacht hast. Und damit, Kiki, würde ich abgeben an dich. Kiki Wöhl: Vielen Dank. Ich freue mich sehr, dass ich da sein darf. Ich mich sehr über die Einladung. Ja, kurz zu mir. Ich bin schon seit einiger Zeit unternehmerisch tätig, schon länger in der Bildung. Ich beschäftige mich schon sehr lange damit, wie man Personen und Menschen grundsätzlich enablen kann, neue Dinge zu lernen. Und das jetzt seit knapp drei Jahren auch im Bereich KI mit der Decade Academy. Das ist aus Decade unserer Beratung entstanden. Und ich beschäftige mich... Tag ein, Tag aus damit, wie Teams erfolgreich durch die Transformation kommen, was es braucht, was Erfolgsfaktoren sind, beziehungsweise ja, warum es zum Beispiel auch Gründe gibt, warum das Ganze scheitert. Und ich setze jeden Tag mein Bestes dran, Teams aber dabei zu helfen, dass es erfolgreich ist. Und freue mich, heute mal ein Insights sharen zu dürfen. Jean-Luc Winkler: Das klingt großartig. die Insights freuen wir uns auch. Und deswegen würde ich sagen, lasst uns direkt einsteigen. Wir würden nämlich gerne von dir heute in Erfahrung bringen, wie man tatsächlich auch Teams enabled, damit sie KI nutzen können. Denn das ist ja auch immer ein großes Fragezeichen, wenn es darum geht, nur einfach Tools mal eben ausprobiert zu haben, sondern tatsächlich dann auch in die Nutzung reinzubringen. Wir mit dir über Use Cases sprechen. Wie kann ich dann auch tatsächlich den Mehrwert durch die KI-Tools reinbringen? lass uns doch mal starten, mit dem allerersten Thema Enablement. Magst uns da ein paar Einblicke geben, was ihr bei der Decade Academy genau macht, ⁓ Mitarbeitende zu enablen? Kiki Wöhl: Super gerne. Ich fange mal bisschen anders an. Man kann eigentlich die Nutzung immer in drei Phasen runterbrechen. Viele Unternehmen, die starten direkt in Phase zwei, nämlich einfach mal irgendeine Form von Weiterbildung durchzuführen, in der Hoffnung, dass das die Probleme löst. Was dann in der Regel passiert ist, man macht einen Workshop oder eine Schulung oder führt eine Weiterbildungsplattform ein, das heißt unsere Academy, und dann gibt es irgendwie anfänglich Momentum und dann versandet es aber. Und das ist eigentlich das, was man bei relativ vielen von unseren Kunden beobachten kann. Das zwar alle haben verstanden, dass KI grundsätzlich wichtig ist, aber die Schwierigkeit, die die meisten haben, wirklich, wie kommt man in eine produktive Nutzung? Und da bauen sich eigentlich noch zwei weitere Phasen ⁓ diese Phase der Nutzung drum herum. Man hat eigentlich am Anfang immer erst mal eine Phase, die es braucht, damit man wirklich erfolgreich in dieses Enablement kommt. es ist eigentlich nichts anderes als ein Change-Management-Prozess. Das bedeutet, bevor ich mir eigentlich überlege, wie ich mein Team enable, muss ich wissen, wofür ich mein Team überhaupt enable. Das heißt, muss mir vorher erst mal überlegen, was ist meine Unternehmensstrategie für KI, also wo will ich hin, wo will ich zum Beispiel bis Ende des Jahres stehen. Und damit einhergeht auch immer die Toolfrage. Man kann das beobachten, dass super viele Teams, die haben so bisschen den Tool-Wildwuchs, jeder verwendet unterschiedlichste LML, LLMs, unterschiedliche Bildmodelle, was eben auch dazu führt, dass man in so einer unstrukturierten Nutzung bleibt. Das heißt, ich habe ganz am Anfang eigentlich wirklich erst mal diese Frage der Strategie und die Toolfrage. Und dann erst sollte ich in die Schulung tatsächlich gehen, weil damit schaffe ich überhaupt erst mal die richtigen Leitplanken und damit gebe ich dem Thema natürlich auch eine andere Sichtbarkeit. Dann komme ich eigentlich erst an die Phase zwei. und gehe im Endeffekt einfach erstmal in die Toolschulung. Was übrigens auch ganz spannend ist, was man mittlerweile beobachten kann, das war vor einem Jahr noch anders, dass heute die Toolfrage viel wichtiger ist im Sinne von es ist viel zielführender für ein Unternehmen das Tool zu schulen, was tatsächlich wirklich in der Nutzung oder in der Verwendung ist, als einfach eine breite KI-Schulung zu machen. Das heißt, wenn ich zum Beispiel Co-Pilot intern bei mir verwende, weil ich irgendwie auf dem Microsoft-Tools-Deck arbeite, Dann sollte ich im allerersten Schritt einfach erst mal mit dem tool schulen, ich tatsächlich verlange von Mitarbeitern. Und da braucht es Commitment. Zu hoffen, den Mitarbeitern die Schulung hinzuschmeißen und dann zu hoffen, dass das alle verwenden und alle lernen, funktioniert nur für in der Regel den obersten Teil. Meistens die obersten 10 bis 20 Prozent. Da muss einfach Commitment rein. Klare Leitplanken, klare Ziele, die es irgendwie braucht. Und dann komme ich nämlich an den Punkt, ich meine Belegschaft im ersten Schritt überhaupt erstmal in die tägliche Nutzung mit KI kriege. Und dann komme ich eigentlich in die dritte Phase, in den dritten Schritt, was dann die produktive Nutzung ist, wo ich eben wirklich in die Teamnutzung komme. Und das verstehen viele nicht, dass das eigentlich ein ganzes Gerüst ist, was sich da drum herum erbaut und vielmehr auch ein Change-Management-Prozess ist, weswegen es oft scheitert. Michael Witzenleiter: Spannend, was habt ihr für Ansätze, ⁓ die Nutzung zu steigern außer der Schulung? Gibt es da Tipps und Tricks für Unternehmen, wie ich dafür sorgen kann, sich die Leute das nach der Schulung dann wirklich einsetzen? Kiki Wöhl: Ja, das braucht im Endeffekt eigentlich immer interne Strukturen. Man kann das nie so ganz pauschal beantworten, was da das Richtige ist, weil das auf die Unternehmenskultur anbelangt. Aber es gibt schon so ein paar Best Practices, die man sieht. Das eine ist, dass es grundsätzlich eigentlich immer eine KI-Taskforce braucht. Das heißt, ein kleines Team an KI-Champions, das möglichst auch cross-funktional besetzt ist, sodass sich aus allen funktionalen Bereichen der Personen drin sitzen hat. auch oft nicht zwangsläufig die Führungskräfte, sondern einfach die Leute, eine intrinsische Motivation für das Thema haben, die gerne lernen, die sich gerne damit beschäftigen. Weil die kann ich nämlich als Multiplikator einsetzen. Das ist eigentlich mal das Allererste. Das heißt, ich will eigentlich eine Infrastruktur schaffen, dass ich jemanden in meiner Belegschaft habe, die das Ganze hebeln. ⁓ das ist grundsätzlich mal... Das ist Learning Nummer eins. Und dann braucht es einfach Formate und Strukturen. Was die Formate und Strukturen sind, kann unterschiedlich sein. Das kann man erst mal anfangen mit einer AI Roadshow, Kickoff, Zielen, kommuniziert werden, Lunch and Learns, Best Practices, die geschehrt werden. Es geht einfach drum. Und das ist wiederum, was man als die Task Force eben zum Beispiel auch gut umsetzen kann. Formate zu schaffen, die einfach dazu führen, dass es leicht ist für die Mitarbeiter, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Das kann ich dann begleiten, indem ich anfange, z.B. intern meinen eigenen Knowledge Hub aufzubauen, indem ich anfange, die Unternehmensstrukturen neu zu denken. Das kann man nie so ganz pauschal sagen, was da das Richtige ist. Am Ende des Tages braucht es Strukturen und diese Taskforce muss auch eine Mandat haben, dass sie handeln darf, dass sie Verantwortung hat. Und dann funktioniert das am Ende auch. Jean-Luc Winkler: Das ist auch gleich ein wichtiges Thema, die First Mover sozusagen dabei mitzunehmen, so wie du sagst, die die intrinsisch motiviert sind, weil im Zweifel, wenn man die dabei außen vor lässt, dann arbeiten sie eher gegen einen, weil sie nicht berücksichtigt wurden. Häufig wird ja auch so vom KI-Führerschein gesprochen. Gibt es da bei euch was, das ihr so ein Zertifikat oder sowas anbietet, auf das ihr hinarbeitet, sodass man die erste Hürde nimmt und für die Mitarbeitenden, die vielleicht noch gar keine Berührungspunkte haben, auch ein Anreiz schafft, zumindest den ersten Schritt mit dabei zu bleiben? Kiki Wöhl: Ja, also wir trennen das, also wir trennen das immer in eine Basisschulung, was ein Führerschein ist und dann, sage ich mal, anwendungsorientierte Schulungen. kommt immer erst mal, also bei uns sind es Tool-Führerscheine, das heißt, basierend auf dem Tool, was eben im Unternehmen eingesetzt wird, gibt es einen Führerschein. Und das ist eigentlich nichts anderes als einfach eine verpflichtende Basisschulung, bei dem eben sichergestellt wird, dass jede Person, die diesen Führerschein Jean-Luc Winkler: Mhm. Kiki Wöhl: absolviert, diesen Toolführerschein, dass man das Tool danach beherrscht. Und es führt dazu, dass einfach schon mal so ein gewisses Basis-Skill-Level etabliert wird. Und das muss man verpflichtend machen. Also da muss man alle durchschicken. Und sobald dann diese Basis sitzt, dann ist es auch viel leichter in ein anwendungsorientiertes Lernen überzugehen. Weil zum Beispiel jemand aus der Design-Abteilung hat andere Anwendungsfälle als jemand, der zum Beispiel als Copywriter oder vielleicht auch in der Verwaltung oder im Management arbeitet. Und das ist dann immer Schritt zwei. Sobald diese erste Basis geschaffen wurde, wurde geht's bei uns dann in das anwendungsorientierte Lernen. Wir arbeiten da mit Kurzlernformaten, mit Assistentenbibliotheken, mit Promptbibliotheken, mit Workflow-Bibliotheken, aber immer auf den Anwendungsfall runtergebrochen. Weil man kommt dann eben immer an den Punkt, sobald diese Basis sitzt, mir als Copywriter, mir bringt es jetzt nichts, irgendwas über zum Stellenbeschreibungen zu lernen. Das will ich nicht. Ich will ja immer Relevanz. Und so gehen wir damit ⁓ Und diesen Führerscheinteil, also diesen Toolführerschein, ist immer unsere Empfehlung, das einfach einzufordern. Von allen Mitarbeitern. Man ist ja theoretisch auch nach EU-AI-Act dazu verpflichtet, zu schulen. Das nicht so ganz ausdefiniert, was das eigentlich immer genau heißt. Also wie geschult werden muss, gilt so ein bisschen. Also die Faustregel ist einfach entlang der Nutzung. Wenn ich jetzt bei mir zum Beispiel LGBT im Unternehmen einsetze, dann muss ich meine Mitarbeiter da dran schulen. Wenn ich dann noch Design-Team habt, die zum Beispiel mit mit Journey arbeiten, muss ich sehen, mit Journey-Schulen. Das ist aber so ein bisschen die Faustregel und mit dem Führerschein ist man jetzt mal auch rein auf der rechtlichen Seite gut aufgestellt. Man hat Zertifikate, man hat einen klaren Nachweis und kann eben gleichzeitig dieses Commitment einfach auf eine sehr einfache und ja auch zugängliche Art und Weise einfordern und unser Feedback ist immer erst in einem Tool-Führerschein, denk' man am ersten Schritt so, ⁓ jetzt muss ich da den Tool-Führerschein machen, ist immer gut, weil die Leute immer danach aussehen, ich hab das jetzt verstanden. Ich konnte direkt irgendwie parallel auf meinen Arbeitsalltag ziehen, weil es halt immer auch sehr schön hands-on ist. Das heißt, am Ende ist das eigentlich immer ein Bin-Bin. Aber das ist genau das, was wir meinen, wenn wir über Struktur nachdenken und wie man Commitmentschaft. Michael Witzenleiter: Wie viele Einheiten oder Unterrichtsstunden brauche ich im Sohnführerschein bei euch zu machen? Kiki Wöhl: Also diese Basisschulung ist meistens innerhalb von sechs Wochen ungefähr abgeschlossen. So ein Führerschein dauert meistens so zwischen fünf und acht Stunden. Das kommt so bisschen aufs Tool drauf an. Eine realistische Einschätzung ist, dass Mitarbeiter im Schnitt eine Stunde pro Woche aktiv lernen. Das heißt nicht, dass sie sich nur eine Stunde pro Woche mit KI auseinandersetzen, aber wo man eben wirklich in das Erlernen und Anwenden von neuen Skills geht. Und damit kommt man aber so. Je größer das Unternehmen, desto länger dauert es, muss man auch sagen. Also kleinere Teams sind deutlich schneller. Irgendwann, wenn es dann so 100, 200, 300 Mitarbeiter sind, da geht es dann irgendwann deutlich langsamer. Aber man kommt innerhalb von ein paar Wochen schon sehr weit in der Regel. Jean-Luc Winkler: Jetzt ist ja das Angebot an KI-Weiterbildungsmöglichkeiten von, ich sag mal, einem YouTube-Video angucken oder LinkedIn-Post lesen bis hin zu letztendlich vollumfänglichen Academy-Angeboten relativ groß oder breit, würde ich mal sagen. Was würdest du sagen, unterscheidet euch dann vielleicht von anderen Anbietern, ⁓ das ein bisschen besser einordnen zu können? Kiki Wöhl: Ja, also das ist schon krass. Also es ging, ich weiß noch ziemlich genau, wann das losging, als der Markt so komplett überflutet wurde. war, also wir machen, wir beschäftigen uns ja in Zeiten von KI schon sehr lange mit dem Thema. Eigentlich mit dem Launch von Mid Journey und Chachibiti in 22 sind wir auf den Zug aufgesprungen. Man konnte es dann beobachten, so gute eineinhalb Jahre später. Also wir waren die, also ich... Ich dass wir die Allerersten in Deutschland waren, die ein Weiterbildungsprodukt auf den Markt gebracht haben. Das war dann ein Dreivierteljahr nach der Beratung ungefähr. Also Sommer 23. Und so ein Jahr später ging das dann so richtig los. Also im Sommer 24 haben wir es dann wirklich gemerkt, dass die Wettbewerber kamen und kamen und 25 Jahre dann irgendwann komplett überflutet. Man muss so ein bisschen trennen. Also ich würde mir immer einen Weiterbildungsanbieter suchen, die auch aus der Anwendung kommen. Das Problem bei den allermeisten Weiterbildungsanbietern oder auch E-Learnings und Trainings ist, ich lerne Dinge, die für meinen Arbeitsalltag eigentlich nicht relevant sind. Das ist was, was wir sehr gut abdecken können, weil wir ja auch Beratungen machen. Das heißt, wir sind super nah an unseren Kunden dran und wir wissen einfach, was beschäftigt die, wo hängen die Mitarbeiter, wo liegen die und das übersetzen wir in Weiterbildungsinhalte. Das heißt, bei uns sind die Inhalte, die Kurse, die man findet, wirklich aus dem Arbeitsalltag raus eigentlich getrieben. Und darauf würde ich einfach immer achten, wenn ich nach einem Weiterbildungsanbieter suche oder nach Schulung oder einem Training, dass da einfach so bisschen was dahinter ist und das nicht nur ein reiner Weiterbildungsanbieter ist, der sagt, er macht KI und das ist dann aber eigentlich wirklich nur eine super Basic-Schulung, die nicht unbedingt zu viel Relevanz hat mit dem, was ich in meinem Arbeitsalltag kann. Jean-Luc Winkler: Ich es eine gute Differenzierung. Wir haben es ja mitbekommen, dieses Thema EU-AI-Act ⁓ die Ecke kam, was du gerade auch schon angesprochen hast. Man muss seine Mitarbeitenden schulen und auf einmal, ich glaube, wenn ich abends auf dem Sofa gesessen habe und bei Instagram durchgescrollt habe, weil wahrscheinlich jede Anzeige, da ging es nur darum, dass ich jetzt auf jeden Fall diese Schulung machen muss. Ansonsten drohen mir da ganz große Strafen. Es wird immer so bisschen mit finanziellem und rechtlichem Druck. Kiki Wöhl: ist. Jean-Luc Winkler: wenn man so möchte, was ja zum Glück wieder abgeflacht ist. Aber ⁓ hat dann auch deutlich gezeigt, kommt eigentlich nicht aus der Anwenderpraxis, so wie du es gerade beschrieben hast, sondern versucht dann von der anderen Seite zu kommen. Was mich noch mal interessieren würde, dadurch, Sie ja, du sagtest es eben, am Anwendungsfall schulen, es gibt natürlich super, super viele Anwendungsfälle und mit super vielen Anwendungsfällen auch super viele Tools da draußen. Wir haben bei Private ja ein ähnliches Thema, einmal so diese Herausforderung. ⁓ Die Leute möchten gerne alle möglichen Tools verwenden und dadurch entsteht dann dieses Thema Schatten-KI. man weiß vielleicht nachher gar nicht mehr, welche Tools da überhaupt in der Benutzung sind. Jetzt will ich euch nicht unterstellen, dass ihr das natürlich damit steigert, indem wir alle möglichen Tools schulen können. Aber die Fragestellung wäre, wie wird man diesem ganzen wieder her, dieser Schatten-KI, sodass man sich dann wirklich auf einzelne Tools fokussiert, die auch wirklich dann, so wie du sagst, am Nutzen dran sind und im Zweifel auch den Bescheid weiß, welche Tools überhaupt in der Nutzung sind bei den Mitarbeitenden im Unternehmen. Kiki Wöhl: Ja, es ist super wichtiges Thema und das ist ganz interessant. Man kann das auch erst beobachten, dass das ein Thema ist, so richtig in der Deutlichkeit, so seit einem Dreivierteljahr ungefähr. Seit auf der einen Seite bei allen angekommen ist, KI ist wichtig, KI ist spannend. So niemand stellt mir die Frage, so ob es wirklich wichtig ist. Aber das führt natürlich auch dazu, dass so ein bisschen ein Bildwuchs entsteht. Das ist auch eine Balance, die wir in der Academy haben. Also wir versuchen, guten Überblick zu geben. Es gibt immer ein klares Hero-Tool. Das Wichtigste, was ich eigentlich als Unternehmen machen muss, ⁓ das zu vermeiden, dass mir das passiert, weil das passiert zwangsläufig in dem Moment, wo ich keinen standardisierten Toolstack habe. Dann fangen die einen Arbeiten in ChachiBT, die anderen Arbeiten mit Claude, die übernächsten verweilen vielleicht in Co-Pilot. Im Bildbereich ist das noch viel extremer, weil wir da nochmal eine viel größere Bandbreite an und auch je nach Use-Case unterschiedlichen Tools haben. Und das führt dazu, dass mir im Unternehmen eigentlich Synergien verloren gehen. Weil in dem Moment, wo jeder auf unterschiedlichen Tools arbeitet, aber vielleicht teilweise an denselben Anwendungsfällen oder teils auch mit Tools, wo ich gar keinen richtigen Enterprise-Account habe, wo dann vielleicht auch Kundendaten, vertrauliche Daten in den Tools landen, die vielleicht da eigentlich gar nicht landen sollten, ist das ein Problem. Wie löse ich das auf? Mit einem standardisierten Toolstick. Das heißt, Ich muss mich eigentlich als Unternehmen oder im Management einmal hinsetzen und überlegen, basierend auf der Toolinfrastruktur, wir haben, basierend auf den Anwendungsfällen, die wir haben, welche Tools machen für uns am meisten Sinn. Und es ist nicht so komplex, wie man sich das vorstellt. Ja, ich würde mal sagen, dass wir 98 Prozent der Kunden, mit denen wir sprechen, kann man zum Beispiel auf vier LLMs eingrenzen. Das ist... Co-Pilot, Cloud, Chetjibiti oder einen LLM-Rapper wie beispielsweise sowas wie LangDoc oder TeamJibiti oder wie sie alle heißen. Und in dem Moment, wo ich diese Tool-Entscheidung treffe, habe ich eine Möglichkeit mein komplettes Team gesammelt in eine Infrastruktur zu holen und dadurch entsteht eine ganz andere Form der Nutzung. Man kommt raus aus dieser ⁓ rein, eben wirklich in eine Teamnutzung und dadurch kann man diese Schatten KI auflösen. Ich brauche parallel schon auch eine gute Governance Struktur. Das heißt, neben einem klaren Tools Deck brauche ich klare Richtlinien. Was wird mit der KI gemacht, was nicht, welche Tools verwenden wir, welche Tools verwenden wir nicht, es auch immer was, lebt. Und wenn ich das miteinander paare, dann kann ich dieses Thema rund ⁓ Schatten KI auflösen. Aber das ist was, super viele Teams in Unternehmen eigentlich aktuell beschäftigt. Michael Witzenleiter: Ein wichtiges Thema bei euch, was du ja schon angesprochen hast, ja, dass ihr aus der Praxis kommt und dass auch Use Cases ja eine große Rolle für euch spielen. Vielleicht kannst du uns und unsere Hörerinnen und Hörer da mal kurz abholen. Was sind denn so die heißesten Use Cases, sag ich mal, die es für Unternehmen gibt? Also was ist so normalerweise der Einstieg für euch? Kiki Wöhl: Ja, das ist keine Standardantwort, sondern es kommt immer auf das Unternehmen, auf den Bereich, die Branche an. Am Anfang kann man so bisschen auf zwei Achsen gucken, was die ersten Use Cases sind, mit denen man gut anfangen kann. Die eine Achse ist, dass ich mir anschaue, wie viel Kontext habe ich für diesen Anwendungsfall? Und die andere Achse ist, wie viel Zeit kostet mich dieser Anwendungsfall und wie oft kommt er vor? Weil was ich nämlich eigentlich machen will, ist, dass ich mir am Anfang, wenn ich wirklich in die Pilotierung gehe, wenn ich anfange, Prozesse oder Anwendungsfälle mal mit einem KI-nativen Ansatz neu aufzusitzen, dass ich mir Use Cases raussuche, wo ich viel Kontext habe, das heißt viel Kontext, ich der KI geben kann. Und auf der anderen Seite Anwendungsfälle, die oft vorkommen, die viel Zeit einnehmen. Und es sind auch ehrlicherweise oft Anwendungsfälle, Das sind nicht unbedingt die komplexen Anwendungsfelder, sondern meistens die, straight forward sind. Es gibt natürlich auch ein paar Sachen, sind super straight forward. Ich kann zum Beispiel noch nicht mehr nachvollziehen, warum man Meetings nicht mehr Transkrippieren von Meetings ist der Kern meines Unternehmens. Da sehe ich, was passiert, da sammle ich super viel Kontext, den ich dann ja wiederum später verarbeiten kann. Und das ist so simpel. das aufzusetzen, dafür zu sorgen, dass zum Beispiel noch Meetings zentral abgelegt werden. Ja, bei uns funktioniert das so, es gibt eine Nomenklatur für Meetings, ob das zum Beispiel intern ist oder extern, ob es ein Kunden-Meeting ist oder ob es ein Neukunde ist. Und je nachdem, welche Nomenklatur dieses Meeting hat, wird es je nachdem woanders abgelegt, also in zentralen Orten, sodass dann halt zum Beispiel Agenten drauf zugreifen können. Ich kriege jeden Freitagnachmittag eine Zusammenfassung, was ist diese Woche bei Decade passiert. Einfach aus einer Managementperspektive. Das heißt, es gibt schon auch viele simple Anwendungsfälle. Am Ende muss man einfach so bisschen gucken, was ist meine Ausgangslage. Und da gilt auch immer Use Case for Tool. Zu wichtig diese Tool-Entscheidung auch ist. Diese Tool-Entscheidung, die treffe ich ja basierend auf ... dem was mein Unternehmen ist, auf der Infrastruktur auf der ich schon arbeite. Es bringt mir nicht so viel irgendeinen Sprachmodell oder einen LLM Rapper einzuführen, wenn ich den gar nicht anbinden kann, dem dem Touristic auf dem ich sonst arbeite beispielsweise. Michael Witzenleiter: wie macht ihr es dann? Also ihr habt dann quasi immer ein Tool mit am Laufen in jedem Meeting, auch wenn ihr es physisch macht oder macht ihr Meetings sowieso immer dann über Teams etc. und nutzt die Funktion darin, wie kann man sich das bei euch vorstellen? Kiki Wöhl: Also jetzt bei uns, bei DK selber intern, wir arbeiten eigentlich prima mit der G Suite. G Suite und LangDoc bei uns intern. Und dann wird, also im Grunde jedes Meeting mit bei uns mit Gemini transkriptiert. Und dann wird es im Drive abgelegt. Der Drive ist dann verbunden mit LangDoc. Und dadurch können dann eben zum Beispiel Agenten und Workflows, die auf Meeting-Transkripte drauf zugreifen, automatisch tun. Da gibt's dann meistens also, ist dann so, dass... Transkripte erst mal im privaten Ordner landen, die müssen dann noch über eine Automatisierung verschoben werden. Das geht aber eben zum Beispiel über diese Nomenklatur, wenn Meetings, also bei uns sind das Emojis, bestimmte Emojis, die dazu führen, dass ein Meeting in einem bestimmten Ordner landet von einem Transkript. Und das ist der Tui Stack, mit dem wir arbeiten. Und wir haben uns zum Beispiel auch, also wir haben sehr, sehr lange, bis zu vor einem guten Jahr eigentlich auf Chateau de Petit selber gearbeitet. und sind aber dann zu LangDoc gepivotet, weil LangDoc einfach sehr, gut angebunden werden kann an die G Suite. Und das meine ich eben damit, dass diese Entscheidung so wichtig ist, dass ich mir angucken muss, was habe ich auch schon an Infrastruktur und was baue ich da oben drauf. Und wir haben jetzt bei uns, wir haben jetzt weniger kreative Use Cases, uns ist halt viel ja Meetings, Sprechen, Kundengespräche, Beratungen. Das heißt, sind viele Texte, denen wir arbeiten, aus denen dann zum Beispiel auch Content-Pieces entstehen, Follow-up-E-Mails geschrieben werden, weswegen das für uns Sinn gemacht hat. Deswegen muss man immer angucken, was sind irgendwie die Anwendungsfälle, die ich habe und basierend darauf treffe ich eigentlich erstmal meine Tool-Entscheidungen, wenn ich weiß, was die Use-Cases sind, die für mich relevant und spannend sind. Michael Witzenleiter: hattest du ja das Thema Taskforce im Unternehmen auch angesprochen schon. Wie identifiziert ihr denn die richtigen KI Leute im Unternehmen? Also, wer eignet sich da ⁓ Kiki Wöhl: Also man kann Belegschaften eigentlich immer in drei Gruppen kategorisieren. Es gibt immer die breite Masse, das sind erfahrungsgemäß so zwischen 60 und 70 Prozent in der Regel. Da habe ich die oberen 10 bis 20 Prozent und die unteren 10 bis 20 Prozent. Kommt drauf an, aufs Unternehmen. Und diese oberen 10 bis 20 Prozent, die will ich mir suchen. Das sind Charaktere, das hat nichts mit Alter zu tun. selten was auch irgendwie mit Background oder ähnlichem zu tun, sondern einfach Personen, haben super viel Begeisterung für dieses ganze Thema KI, die sich auch, die in der Regel, die bringen eine gewisse intrinsische Motivation mit, die haben auch oft so ein so einen Pioniercharakter. Das sind die ersten, die irgendwie auf neue Tools drauspringen, die viel ausprobieren, die einfach viel ins Explorieren gehen. Und die Leute will ich mir suchen, weil das ist der Typus, ich brauche in dieser KI-Taskforce. Und es sind eben, also oft sind es nicht zwangsläufig die Führungskräfte, es können die Führungskräfte sein, müssen es aber nicht zwangsläufig. Aber ich brauche einfach Charaktere, die da draufspringen. Weil wozu das nämlich dann führt, ist dadurch, dass die mehr ausprobieren, mehr Begeisterung für das Thema haben, gehen die viel schneller ins Ausprobieren von eben Use-Cases, von Pilotprojekten. Und dadurch entsteht Adoption. Weil wenn ich intern sehe, dass bei mir in einem Anwendungsfall, ich sehe der Kollege hat irgendwie was ausprobiert und hat dadurch eine super nervige Aufgabe automatisiert. Was meistens entsteht ist so, ⁓ cool, das will ich auch. Und deswegen einfach vom Charakter her Leute, die Begeisterung für das Thema mitbringen und mehr ist es eigentlich gar nicht. Jean-Luc Winkler: Wie schaffen wir es denn, diese Begeisterung aufrechtzuerhalten? Also ich habe ein bisschen Background auch im Innovationsmanagement und da ist ja meistens so ein Hype-Thema, da springen alle sehr, schnell auf, aber springen auch genauso schnell wieder vom Zug wieder ab. Und man bleibt dann doch vielleicht eher bei diesen Champions hängen, die vorher schon das Thema spannend fanden und auch danach noch weiterhin spannend finden. Und unsere Frage war dann immer, wie kriegen wir, auch so bisschen aus dem Marketing kommend, wie kriegen wir so ein Retention-Rate hin, dass die Leute dann irgendwie am Ball bleiben, dass die Churn-Rate möglichst gering ist und ... Wenn man zum Beispiel Veranstaltungen macht, dass sie dann jeden Monat zur Veranstaltung oder zum Livestream oder was auch immer kommen. Habt ihr da best practices? Wir letztendlich nach dem Initial, die Leute angefangen haben, zum Beispiel Workshops teilzunehmen oder die restlichen News Cases umgesetzt haben. Wie sie dann auch am Ball bleiben und sich stetig weiterbilden? Kiki Wöhl: Ja, da sind wir jetzt wieder beim Punkt Change Management angekommen und eigentlich auch die drei Phasen, die man gucken kann. Und in diesen drei Phasen sind unterschiedliche Dinge wichtig, damit die Leute am Ball bleiben. Am Anfang, und das ist das Allerwichtigste, muss ich erstmal dem Thema Sichtbarkeit geben. Und es muss klar werden, dass dieser Wandel, diese Transformation mit KI wirklich seitens Management getrieben ist, dass da eine gewisse Signalwirkung ist. Und das darf nicht nur bei einem Kickoff verbleiben, sondern dieses Thema muss immer wieder aufgegriffen werden. Das heißt bei Team-Meetings oder Town Halls oder All-Hens-Meetings immer wieder auf konstanter Basis ein Status-Update geben. Wo stehen wir? Was hat sich verändert? Da mit einher geht ja dann auch die Fragestellung, was sind die Ziele, die ich mir gesteckt habe? Was ist der Status-Quo auf den einzelnen Zielen? Und wie ist einfach der, sag ich mal, Fortschritt? den verschiedenen Kommunikationspunkten. ⁓ heißt, als allererstes brauche ich wirklich am Anfang diese Signalwirkung, die ich schaffen will. Das fängt in der ersten Phase der Nutzung an, zieht sich aber eigentlich über den kompletten Prozess hinweg. Wenn ich in diese zweite Phase der Nutzung übergehe, da ist mein Ziel im ersten Schritt erstmal, dass ich wirklich mein komplettes Team, meine komplette Belegschaft in eine tägliche Nutzung mit KI kriege. Da geht es noch nicht ⁓ ⁓ die produktive Nutzung, sondern da geht es wirklich erstmal darum, dass jeder einfach anfängt, ganz intuitiv im Arbeitsalltag einzusetzen. Und da kommt dann die Taskforce ins Spiel. Weil eine Geschäftsführung oder auch das obere Management kann das in der Regel alleine vom Workload nicht stemmen, aber dafür habe ich die Taskforce. Die muss auch das Mandat haben, handeln zu dürfen. Und da fange ich am Anfang, also auf der einen Seite fange ich an, mit Formaten zu arbeiten. Das heißt, Formate zu schaffen, die dem Thema die Signalwirkung, ich gegeben habe, die Sichtbarkeit fortsetzen. Eben durch eine Roadshow, Lunch and Learns, Formate, die intern aufgesetzt werden. Gleichzeitig will ich in dieser zweiten Phase denn zum Ziele schaffen. Also da muss ich einfach ganz klar Commitment einfordern. Das kann eben sein, dass das bestimmte Schulungen, gemacht werden oder jeder Best Practices ausprobiert. Das kommt einfach aufs Unternehmen drauf an, aber da braucht es ganz klare Ziele und ganz klare Erwartungshaltung. In der dritten Phase der Nutzung komme ich dann an den Punkt, wo es wirklich auch darum geht, die Organisation neu zu denken. Das heißt, da kommen wir an den Punkt und das kann ich nicht von der breiten Masse erwarten. Dafür brauche ich auch die Taskforce. Ich muss mir überlegen, wenn ich mein Unternehmen KI-nativ denke, was brauche ich dafür eigentlich? Was viele machen oder wozu viele neigen, ist, KI wie so ein Pflaster auf einen bestehenden Prozess draufzuklatschen in der Hoffnung, dass sich dann irgendwas verändert. Das hat einfach einen geringeren Mehrwert. Ich will eigentlich Prozesse komplett neu denken. Der spannendste, also wir sind ja auch, wir haben ja auch ganz stark in der Agentur und Kreativbranche angefangen. Gerade so in der Agenturbranche, da ist eigentlich der meist diskutierteste Use-Case, den wir haben, ist immer, man kriegt irgendwie ein Briefing vom Kunden, neues Projekt wird gestartet. Wie verpacke ich dieses Kunden-Briefing in einer Art und Weise, dass ich da Automatisierungen oben draufbauen kann, dass ich mit KI-Assistenten arbeiten kann. Und natürlich kann ich jetzt auf der einen Seite sagen, ich kriege irgendwie das Briefing und dann haue ich das in mein LLM rein, ich schreibe ein paar Prompts, lasse mir meine E-Mails formulieren. So dadurch werde ich schneller. Wenn ich aber wirklich mal den Prozess komplett neu denke, dann frage ich mich eigentlich, okay, was kriege ich denn alles vom Kunden? Was habe ich an Datengrundlage? Und wie muss ich den Prozess neu denken, sodass ich den nachhaltig und langfristig neu aufsetze. Worin das eigentlich resultiert ist, dass ich einfach eine Kontextdatenbank für jeden Kunden anlege, auf den ich dann anfange Assistenten zu trainieren. Und das ist was in dieser dritten Phase passiert, dass wir eben die Unternehmensstrukturen neu denken. Und was die Taskforce dann an der Stelle macht, ist die Taskforce macht sich Gedanken darüber, wie sehen diese Prozesse aus? Und da werde ich auch, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut, das ist ein Schritt nach dem anderen. Weil ich habe zu dem Zeitpunkt die perfekte Ausgangslage. Ich habe eine klare Strategie, ich habe ein etabliertes Toolstack, alle sind in der Nutzung. Und jetzt fange ich an, Prozesse neu zu denken und auszurollen, die ich dann in die Organisation spüle. Auch da, das passiert einfach wieder über viele Berührungspunkte, Touchpoints, die die KI Task Force, sag ich mal, kreiert. Und ihr seht schon, also das ist diese drei Phasen, die erstrecken sich erfahrungsgemäß über eine je nach Teamgröße 8, 9 Monate Minimum. Und bei großen Unternehmen ist es auch nach 12 Monaten noch nicht getan. Das heißt, es braucht halt einfach immer wieder Impulse, sodass mir das halt nicht, sag ich mal, sich im Sand verläuft. Weil was nämlich am allermeisten passiert ist, die meisten Kundengespräche bei uns, Leute kommen in Call, ja, wir haben hier meinen Workshop gemacht und da meine Live-Masterclass und das ist dann immer so ein einmaliger Impuls und dann sind alle hyped und nach vier Wochen haben es wieder alle vergessen. Weil einfach die Strukturen drum herum nicht da sind. Michael Witzenleiter: ein Thema, was, glaube ich, viele umtreibt bei den ganzen KI-Themen, ist das Thema Returnal Enhancement. Vielleicht solltest zum Abschluss unseres Gesprächs nochmal darauf eingehen. Wie messt ihr denn das genau? Wann wollt ihr sagen, ist euer Job erfolgreich gewesen? Und wie können das eure Kunden sehen? ⁓ Das ist Kiki Wöhl: Ja. Ich glaube, auch immer so an der Frage, die am meisten diskutiert wird. was man schon mal ganz klar sagen muss, ist, das in Euros festzumachen ist schwierig. Woran man das aber schon festmachen kann, ist, wenn man sich die Nutzungsintensität anschaut. Das ist so eine der ersten KPIs, auf die man gucken kann, die man zum Beispiel auch über, also gerade LLM-Rapper, die haben oft Analytics drin, wo man das auch sehen kann, wo man genau sehen kann, wer nutzt wie oft wie viel. Tool am Tag. Und was man beobachten kann, also bei Kunden von uns gibt es zum größeren Mittelständler, denen wir, die haben wir in Summe so eineinhalb Jahre begleitet. Es war auch eine Abfolge von verschiedenen Formaten, die wir gemacht haben. Das ging irgendwie los mit einem Impulsvertrag, Management Training, dann gab es Intensiv Training für zwei kleinere Gruppen, ein e-Learning-Format für die komplette Belegschaft und da konnte man dann wirklich, die erste Datenerhebung haben wir so nach Ich 9, 10 Monaten die Ecke gemacht und da konnte man wirklich messbar sehen, die die globale, es war ein Team von über 600 Leuten, wie die globale Belegschaft wirklich in einer fast täglichen Nutzung angekommen ist. Der Wert war, ich bin mir ganz sicher, war irgendwo bei 85 Prozent ungefähr, die wirklich in einer täglichen Nutzung waren. Die restlichen waren zumindest mal in einer regelmäßigen Nutzung, also regelmäßig bedeutet wöchentlich. Das ist ein Wert, an dem man das ganz gut festmachen kann. Was man schon auch, also da muss man realistisch bleiben. Wie viel Zeit spare ich pro Woche durch den Einsatz von KI? Viele Stunden arbeite ich, deswegen weniger. Nein. Aber ich schaffe einfach mit denselben Ressourcen deutlich mehr. Dass sich der Effekt von KI in der PNL zeigt, das dauert relativ lange. Aber man kann das wirklich erst mal im ersten Schritt ganz gut an dieser Nutzungsintensität festmachen und dann im zweiten Schritt kann man wirklich drauf gucken, wie viele Unternehmensprozesse laufen kainativ auf einem etablierten Toolstack, auf einer etablierten Toolinfrastruktur. Gibt es eine strukturierte Kontextablage im Unternehmen. Es sind Meilensteine in der Regel, an denen wir uns orientieren und weniger so harte KPIs so und so viel Euro wurden jetzt gespart, weil Tool XY eingeführt wurde. Jean-Luc Winkler: nachvollziehbar. ist, ich, eine schwierige Fragestellung, die auch sehr individuell dann betrachtet werden muss. ⁓ ja auch mit einem gewissen Fokus hier unternehmend rangeht in die KI-Einführung oder Nutzung. Und klar, bei einigen Tools oder einigen Use-Cases lässt sich das sicherlich einfacher dann berechnen als bei anderen Use-Cases. Gerade so diese typischen breiten Optimierungsaufgaben, bei denen es eigentlich nur ⁓ Produktivitätssteigerung geht, aber weniger jetzt darum ein konkretes Kiki Wöhl: Ja. Jean-Luc Winkler: ein Workflow, den man händisch gemacht hat, später automatisiert umzusetzen. Kiki Wöhl: Ja, also vielleicht da noch Abschließ dazu. ich meine, es kommt extrem drauf an, gucke ich auf ein Unternehmen mit 30 Personen oder gucke ich auf ein Unternehmen mit 3000 Personen. So wir haben beides. Mit Unternehmen, die 3000 Personen haben, führen wir ganz andere Gespräche. Da geht es nach wie vor nur um Nutzungsintensität. Wir haben auch Kunden, die betreuen wir teilweise seit zwei oder drei Jahren. Die, also zum Beispiel Agenturen, ja, die im Endeffekt ja auch im Dienstleistungsbereich unterwegs sind. Da sind wir schon noch an Punkten angekommen, wo man das wirklich messen kann. Jean-Luc Winkler: Hm. Kiki Wöhl: Ich denke gerade an einen Kunden, mit denen haben wir auch eine Case Study gemacht, die sind mittlerweile bei 30 bis 40 Prozent Einsparungen. Ich denke auch gerade an den anderen Kunden, die mittlerweile auch ein KI-Portfolio haben, die sagen, krass, da geht es um Fotoshootings. Was die mittlerweile über das Training von Modellen komplett automatisiert haben, geht es um Produktfotoshootings. Die sparen sich natürlich massiv Kosten dadurch. Natürlich hast du am Anfang einen ersten Entwicklungsaufwand, aber die kommen da in ganz anderes Level der Skalierung rein. Und da kannst du das dann schon auch messen, aber da muss man auch mal realistisch sein, ist ein Team von 30 Leuten, die seit drei Jahren intensiv sich mit dem Thema KI-Transformation auseinandersetzen. Und das ist auch nicht die Benchmark, die wir sehen im Normalfall am Markt. Jean-Luc Winkler: Vielleicht abschließend noch eine Frage, die ich immer spannend finde, gerade wenn es auch darum geht, das Einstiegstor zu finden in die Unternehmen. Wer sind da die Personen, mit denen ihr sprecht in den Unternehmen? Also wer trifft da zum Beispiel die Entscheidung, welches Tool genutzt wird oder welche Schulungsplattform, welches Schulungsangebot genutzt wird und damit auch vielleicht so ein bisschen die Überleitung. Wer sollte sich jetzt nach diesem Gespräch angesprochen fühlen, vielleicht auch mit dir in Kontakt zu kommen? Kiki Wöhl: Ja, also wir sprechen eigentlich in der Regel immer mit Geschäftsführung, oberes Management und KI-Taskforce. Das kommt so bisschen auf die Unternehmenskristall auf an, bei kleinen Unternehmen ist es immer die Geschäftsführung. Bei großen Unternehmen ist dann meistens die KI-Taskforce, mit der wir super eng zusammenarbeiten. Der Einstieg in das Thema ist eigentlich immer erstmal Status quo. Bei uns startet jedes Transmissionsprojekt immer erstmal mit einem AI-Readiness-Check, wo wir uns eigentlich genau das anschauen. Wir wollen im ersten Schritt verstehen, welche Tools sind aktuell in der Verwendung, in welcher Art und Weise, wie intensiv werden diese Tools eingesetzt. So eine Art Reifegrad-Analyse. Und davon kann man, das ist mein Ausgangspunkt immer, und davon kann ich dann Handlungsempfehlungen ableiten, weil wir müssen uns immer angucken, starten wir mit dem Kunden weiter vorne oder sind die einfach schon ein bisschen weiter hinten. Und das ist bei uns eigentlich immer Schritt eins. das auf jemanden zutrifft, jetzt hier gerade jemand zuhört und sich denkt ja, super gerne einfach mal eine Beratung bei uns einbuchen, dann können wir uns das mal angucken. Aber das ist quasi immer der Einstieg in das Thema. Jean-Luc Winkler: Ich würde sagen, verlinken wir euch Möglichkeiten, damit ihr diese AI-Readyness-Analyse machen könnt und mit Kiki in Kontakt treten könnt. Sowohl in den Show Notes als auch bei unserem LinkedIn-Newsletter findet ihr auch dann Kikis LinkedIn-Profil, ⁓ da Kontakt treten zu können. Ansonsten von meiner Seite vielen lieben Dank für die Einblicke, die du uns gegeben hast. Ich denke, war einiges Spannendes dabei, was man sich so mitnehmen kann. natürlich die Möglichkeit dann auf dich zuzugehen, aber auch sonst, wenn man gerade dabei ist, KI im Unternehmen voranzutreiben, mit einer Taskforce beispielsweise, sich an Use Cases zu orientieren, da kann man sicherlich einiges mitnehmen. Also vielen lieben Dank. Kiki Wöhl: Sehr gerne, Spaß gemacht. Jean-Luc Winkler: dann sehen wir uns nächste Woche wieder, wie gewohnt, mit einer News-Folge. Bis dahin, macht's gut! Michael Witzenleiter: Bis dann, ciao! Kiki Wöhl: Tschüss!