Latest / Schwer gezeichnet - der Comic-Podcast / ST 1 I EP 07 Die Liebe und der Löschbefehl
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- 0:00Speaker 1: Aber es ist kein eigenständiger Partner mehr.
- 0:02Speaker 0: Du wirst ihn nie mehr los, außer du schaltest ihn ab!
- 0:06Speaker 0: Du brauchst auch keine Love-Scammer mehr?
- 0:08Speaker 0: Das erledigt alles.
- 0:09Speaker 0: die
- 0:09Speaker 0: KI?!
- 0:09Speaker 1: Ja aber kostengünstiger...
- 0:11Speaker 0: ...aber sie findet sich ja zum Schluss damit ab.
- 0:13Speaker 1: Warum nicht gleich so?
- 0:15Speaker 0: Weil das der Weg des Lebens ist dass man nicht sofort die Weisheit mit Löffeln gefressen
- 0:19Speaker 1: hat Die sogenannte Heldenreise.
- 0:20Speaker 0: Ich glaube das ist generell unser ständiger Konflikt Dass ich mit Lehre so viel anfangen kann und du nicht.
- 0:29Speaker 2: Schwer gezeichnet Der Podcast über Comics, Graphic Novels und alles dazwischen.
- 0:35Speaker 2: Zwei neue Bücher, zwei mittelneue Menschen und zweiundzwanzig-einhalb Meinungen mit Bestsellerautor Timo Vermisch und Popkultur Attaschi Katrin Mimi Promontier.
- 0:47Speaker 1: Schön dass wir da
- 0:49Speaker 0: sind!
- 0:55Speaker 0: beinhaltet ein digitales Gehirn, das andere geht um einen Mädchen.
- 1:01Speaker 0: Das langsam ist und trotzdem einen Traumjob
- 1:03Speaker 0: sucht.".
- 1:08Speaker 2: Die Summe seiner Teile von Julia Zain und Matthias Lehmann erschienen bei Reprodukt.
- 1:28Speaker 0: Forscher bieten seiner Freundin an, wir können sein Bewusstsein digitalisieren und ihn so erhalten auf dem Tablet.
- 1:39Speaker 1: Auf ein Tablet?
- 1:40Speaker 1: Auf einem Tablet!
- 1:41Speaker 1: Der Körper
- 1:41Speaker 0: ist fort.
- 1:43Speaker 1: Er wird nicht in einen Roboter geladen?
- 1:45Speaker 0: Nein, nur auf dem tablet in diesem Szenario.
- 1:50Speaker 0: Und sie sagt natürlich in ihrer Trauer ja gerne Und dann entspint sich eben eine recht dramatische Geschichte, um es nicht loslassen können.
- 2:03Speaker 0: Um Joshua der gar nicht genau weiß was und wer er jetzt ist.
- 2:09Speaker 0: Eine Art Dystopie.
- 2:11Speaker 1: Fandest du das gut?
- 2:12Speaker 0: Ja ich fand's sehr mitreißend!
- 2:16Speaker 0: Ich hätt gern dreimal so viel darüber gelesen.
- 2:21Speaker 0: Es ist einfach eine ganz gelungene Idee Wunderbar umgesetzt.
- 2:27Speaker 1: Ich fand auch vor allem erstmal die Idee super hemmungslos, also das ist ein deutscher Comic und da habe ich ja meistens so eine gewisse, sieht man so eine Vorsicht irgendwie Ja, hat es dann richtig durchgedacht und kann man das denn sagen?
- 2:44Speaker 1: Und fangen wir erst mal ganz klein an und so.
- 2:47Speaker 1: und ich hab den Eindruck bei der ganzen Idee von vornherein, die langen richtig hin Die lassen einfach die KI das durchspielen, also dieses Lass, dieses Leben im Computer.
- 2:59Speaker 1: Das lässt sich er fortführen.
- 3:00Speaker 1: Das machen ja bereits viele Leute, dass sie irgendwie mit der KI sprechen und dass sie die KI zu ihrem Freund machen.
- 3:06Speaker 1: Und natürlich ist einfach dieser Gedanke, dass du jemanden über den Tod hinweg weiterimitierst oder seinen Leben hochrechnest... Dass man das richtig durchspielt und nicht sagt irgendwie nee, das mache ich zuerst nur in ganz kleiner Form.
- 3:23Speaker 1: Sondern dass man da richtig einen Protagonist nimmt und der Situation aussetzt, das fand ich erstens unheimlich mutig Und das ist eigentlich fast schon amerikanisch für mich.
- 3:33Speaker 0: Das stimmt!
- 3:34Speaker 0: Man kommt die Geschichte stürzt gleich rein und es geht auch dann ganz schnell, dass es alle überfordert.
- 3:42Speaker 0: Und dass man sofort merkt so...das funktioniert nicht.
- 3:47Speaker 0: Warum?
- 3:47Speaker 0: Weil er praktisch, also es kommt jetzt nicht so vor aber man fühlt es so.
- 3:53Speaker 0: Er sagt nimm mich mit, nimm ich mit.
- 3:54Speaker 0: das Tablet liegt ständig auf neben ihr und sie muss sich da um ihn kümmern, muss ja aber gleichzeitig versuchen ihr Leben weiter zu leben und hat dann eben dieses Tablet an der Backe mit dem den Sie mal geliebt hat.
- 4:07Speaker 0: und das wird dann ganz schwierig und Joshua ist ja auch völlig überfordert.
- 4:14Speaker 0: Einmal sagt sie, ich kann nicht mehr atmen und sie sagt du musst doch gar nicht mehr Atmen.
- 4:20Speaker 0: Also das ist ganz bizarr wie man sich es eben so vorstellt.
- 4:24Speaker 1: Ich fand auch deshalb interessant weil natürlich Joshua nicht im Mindesten überfordert ist.
- 4:29Speaker 1: sein Rechenprogramm ist überforderd aber eher ja nicht.
- 4:31Speaker 0: Das stimmt.
- 4:32Speaker 1: Das ist ja im Grunde ohnehin nur eine Illusion.
- 4:35Speaker 1: was mich ein
- 4:36Speaker 0: bisschen
- 4:39Speaker 1: gewundert hat oder nicht gewundert, aber was man sich natürlich hätte vorher denken können ist dass du mit dem hochgeladenen Freund Partner ja eigentlich keinen richtigen Partner mehr in der Seite hast.
- 4:50Speaker 1: Sondern du hast einen, der es in der Schachtel und der ist natürlich im Grunde immer nur so ein Anhängsel wie ein Hund.
- 4:57Speaker 1: nimm die Schachteln mit, hast Du ihn dann dabei?
- 4:59Speaker 1: Und wenn du ihn daheim lässt, hast du das Gefühl ich habe ihn dahin gelassen,
- 5:03Speaker 0: aber
- 5:03Speaker 1: es ist kein eigenständiger Partner mehr!
- 5:05Speaker 0: Du wirst ihn nie mehr los außer du schaltest ihn ab Ja.
- 5:09Speaker 1: Kletzlich, also es ist kein nicht mehr das da was du ursprünglich wolltest.
- 5:14Speaker 1: und das fand ich schön ausgespielt.
- 5:17Speaker 1: aber noch besser ausgespielt fand ich die Frage wenn man sich das mit ein bisschen Fantasie vorüberlegen kann warum macht man's dann?
- 5:25Speaker 1: Und dass fand ich irgendwie das eigentlich entscheidende an der Geschichte, dass die Motive von ihr so gut dargelegt wurden und dass man irgendwie diesen Verlust zeigt.
- 5:37Speaker 0: Genau
- 5:37Speaker 1: Und dieses Zögern soll ich das machen, beziehungsweise auch die Vorfreude.
- 5:45Speaker 1: Das ist ihr Schwerfeld und damit wird die Geschichte sofort komplett glaubwürdig.
- 5:50Speaker 0: Und dass es aber auch zu gut ist um es abzulehnen?
- 5:53Speaker 0: Dann muss sich ja jetzt noch nicht Abschied nehmen!
- 5:55Speaker 0: Dann haben wir noch ein bisschen Zeit, dann können wir nochmal reden... ...und dass das alles wie du sagst nur ein Rechenprogramm ist Das daran habe ich überhaupt nicht gedacht.
- 6:03Speaker 0: beim Lesen, das war halt Joshua und dem geht es ja dann auch irgendwann mal da ganz schlecht.
- 6:10Speaker 0: Da denkt man nicht dran.
- 6:11Speaker 0: Und so ist es ja mit der KI auch, Freundinnen von mir nutzen sie als Therapeuten und besprechen ihr Leben und das wird noch eine ganz große Nummer.
- 6:21Speaker 0: Du brauchst keine Love Scammer mehr!
- 6:23Speaker 0: Das erledigt alles die KI.
- 6:25Speaker 1: Ja aber kostengünstiger?
- 6:26Speaker 0: Man verliebt sich in die KI und genau, man muss hier vielleicht kein Geld überweisen.
- 6:30Speaker 0: Beziehungsweise
- 6:31Speaker 1: zahlt das Geld dann direkt an OpenAI oder wie immer.
- 6:34Speaker 0: Aber so ist das eben gut dargestellt dass diese ganzen Emotionen da so brodeln während dieser Geschichte.
- 6:41Speaker 1: Was ich auch gut fand, war die Kürze.
- 6:43Speaker 1: Das sind glaube ich knapp hundertzwanzig Seiten.
- 6:45Speaker 1: Ich
- 6:45Speaker 0: hätte ja gern mehr gelesen!
- 6:46Speaker 1: Ja aber es reicht um die Fragen aufzuwerfen und ich bin nicht sicher wenn du das Ganze aus dreihundert Seiten aufwahlst ob du dann erstens das Thema Tod quatscht oder ob du denn einfach aus dem Thema entwertest indem du zu viele Aspekte versuchst auszuspielen die je mehr man sie beschreibt desto unpassender wirken können.
- 7:08Speaker 1: Manchmal ist es ganz gut, wenn du im unscharfen Bereich bleibst.
- 7:11Speaker 1: Du stellst das Modell hin und du stellst die These hin und lässt es dann dabei.
- 7:17Speaker 1: Das hilft ja weil der Leser sich vieles danach auch selber ausmalen kann oder sagen kann wie könnte das weitergehen?
- 7:27Speaker 1: Dann arbeitet er mit.
- 7:30Speaker 1: Das macht er freiwillig anstelle, dass du als Autor ihm was hinlegst wo er sagt nein da gehe ich jetzt nicht mehr mit.
- 7:35Speaker 1: Das finde ich falsch oder das finde ich quatsch.
- 7:39Speaker 1: Bevor diese Einwände kommen hört die Geschichte schon wieder auf und gibt es ganze an den Leser weiter.
- 7:45Speaker 0: Ich hätte trotzdem gern wer gelesen.
- 7:47Speaker 1: Was hättest du vermisst?
- 7:50Speaker 0: Einfach diese Dass sich doch schon noch länger bei dieser Leidensgeschichte zuguckt was da abgeht in seinem virtuellen Raum usw.
- 7:58Speaker 0: Und das hätte ich gerne, ich hätte ihn gar länger dabei gehabt.
- 8:02Speaker 0: Aber ich will ja auch nicht zu viel verraten.
- 8:04Speaker 0: und noch eins ist es... Ich finde's ganz wunderbar gezeichnet.
- 8:08Speaker 0: Das Cover ist ganz toll wie die beiden ineinander verschränkt sind.
- 8:12Speaker 0: Einer von hinten einer von vorne fand ich ganz gelungen.
- 8:17Speaker 0: Was ich mir noch notiert habe ist die Reulichtensteinträne auf Seite forty-seven.
- 8:23Speaker 1: Ich schlage kurz nach, dass ich eine Reulistensteinträhne.
- 8:27Speaker 0: Es ist alles in diesem Roy Lichtenstein-artigen, kantige Kinne
- 8:33Speaker 1: Pop
- 8:34Speaker 0: Art.
- 8:36Speaker 0: Das passt alle sehr gut zu dieser kantigen Geschichte.
- 8:40Speaker 1: Also Lichtenstein habe ich jetzt nicht so viel drin gesehen.
- 8:42Speaker 1: aber was ich gesehen hab is Bastia und Vivès reduziert viel schwarz grau.
- 8:48Speaker 1: es ist gar nicht so viele Farbe kräftige Striche gute Figuren und sehr wenig Text.
- 8:55Speaker 1: häufig.
- 8:56Speaker 1: das finde Einfach, wenn du siehst wie sie verzweifelt oder wie sie ungeduldig wartet bis das Programm endlich hochgeladen ist.
- 9:04Speaker 1: Wie sie allein in ihrem Bett sitzt und trauert.
- 9:10Speaker 1: Da brauchst du nicht viel Text.
- 9:11Speaker 0: Genau!
- 9:12Speaker 0: Und Sie lebt ja im Waldhaus.
- 9:13Speaker 0: Das gehört ihren Eltern ganz alleine.
- 9:16Speaker 0: Riesen Haus.
- 9:17Speaker 1: Ja.
- 9:17Speaker 0: Und diese Einsamkeit in dem Haus ist auch schon gewaltig die kommt gut rüber... ...wie sie da mit ihrem Tablet auf dem Bett alleine sitzt.
- 9:26Speaker 1: dann einfach nicht irgendwie großen Begleit-Text zu schreiben, sondern das Bild wirken zu lassen.
- 9:33Speaker 1: Das sieht man im deutschen Comic auch
- 9:36Speaker 0: nicht so oft!
- 9:37Speaker 0: Aber es ist hier da und es funktioniert?
- 9:39Speaker 0: Note?
- 9:44Speaker 1: Ich bin irgendwo zwischen zwei und eins... ich würde sagen zwei.
- 9:49Speaker 0: Fast der Eins.
- 9:50Speaker 1: Ja, warum keine Eins?
- 9:57Speaker 1: Weil das, weil bei dem Thema natürlich auch immer so ein bisschen Anstrengung mit schwingt.
- 10:02Speaker 1: Das ist aber schon ein wichtiges Thema denken ich mir dann immer.
- 10:05Speaker 1: und wichtiges thema ist für mich immer irgendwie mit keinen spaßverkunden obwohl ich definitiv Spaß hatte dabei.
- 10:12Speaker 1: beim durchdenken beim Durchlesenden und vor allem Mit hundertzwanzig Seiten ist es auch schneller effizienter spaß.
- 10:20Speaker 1: also Eigentlich müsste man eine Eins geben, aber irgendwie ist da so ne Ernsthaftigkeitsnote dabei.
- 10:25Speaker 1: Dann hab ich dann doch noch etwas zurückschrecke!
- 10:30Speaker 0: Ich gebe auch ne zwei und keine eins weil für ne eins brauche ich noch mehr Begeisterung.
- 10:36Speaker 0: Aber es war super.
- 10:42Speaker 2: Ich will nicht
- 10:42Speaker 0: arbeiten.
- 10:44Speaker 2: von Nele Jongeling erschienen.
- 10:46Speaker 2: bei Reprodukt
- 10:47Speaker 1: Aufbuchzwei habe ich mich total gefreut Einfach weil es für mich so verheißungsvoll wirkt.
- 10:53Speaker 1: Das heißt ich will nicht arbeiten, was ein super Titel finde von Nele Jongeling und der Titel ist auch noch das Cover in blau und ich würde mal sagen so rosé rot gehalten super durchgestylt und wir sehen eine Figur die relativ lust-und matschlos über einen Gebäude gelegt ist wie nasser Lappen.
- 11:17Speaker 1: Ich will nicht arbeiten, das klang für mich sehr verschroben.
- 11:20Speaker 1: lustig auch wegen der Figur die auch relativ verboilt ist.
- 11:24Speaker 1: Die Geschichte dahinter ist die der Berufsanfängerin Frau Feder, die offenbar nicht genau weiß was sie mit ihrem Leben machen soll und die daraufhin in einer TV-Show mitmacht oder dazu geladen wird gecastet wird bei der fünf Leute teilnehmen Und die jeweils ihren Traumjob gewinnen können, wie der aussieht weiß man nicht.
- 11:52Speaker 1: Das habe ich dann angefangen zu lesen und ich dachte mir ja das wird ja jetzt dann sicher bald witzig und das wurde es irgendwie gar nicht!
- 12:03Speaker 1: Dann dachte ich vielleicht wird's irgendwie besonders ernsthaft und tiefschürfend Aber das wurde es irgendwie auch nicht.
- 12:14Speaker 1: Letztlich habe ich eine komische, geraffenartige Figur bei einem ratlosen Taumeln durch diese TV-Show erlebt ohne großen Unterhaltungswert und die Auflösung hinterher.
- 12:30Speaker 1: Da hab' ich mir gedacht na... Ihr habt sie wirklich nicht alle.
- 12:34Speaker 1: Die
- 12:35Speaker 0: ist sehr schlicht, dass es war.
- 12:36Speaker 1: Schlicht kann man's auch nennen wenn man sehr freundlich isst?
- 12:39Speaker 1: Ich
- 12:39Speaker 0: bin sehr freündlich weil ich fand so gut!
- 12:42Speaker 0: Was?!
- 12:43Speaker 0: Ich fand das Buch so gut...ich hab hier aufgeschrieben mitreißend voll in der Geschichte drin.
- 12:48Speaker 0: Hat
- 12:48Speaker 1: dir das jemand aufgezwungen?
- 12:50Speaker 1: Nein,
- 12:50Speaker 0: ich kenne nicht mal Freuchungeling also nicht persönlich aber Ich hab das verschlungen, ich weiß nicht warum.
- 12:59Speaker 0: Aber es hat mich diese Figuren, diese Litagi, die ganzen Begriffe, die sie benutzt.
- 13:07Speaker 0: dieses Bundesbüro für Berufe macht ja dieser Show.
- 13:12Speaker 0: Das ist praktisch dasselbe wie die Agentur für Arbeit.
- 13:15Speaker 1: Nee, das ist halt erfunden und es gibt keinen Sinn
- 13:19Speaker 0: aber... Es ist ein schöner Name und also fand ich
- 13:23Speaker 1: okay wir haben einen schönen Namen auf über drei.
- 13:28Speaker 1: Ich warte auf dem Meer.
- 13:29Speaker 1: Vielleicht
- 13:29Speaker 0: liegt es daran, dass mein Vater beim Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung gearbeitet hat?
- 13:35Speaker 1: Das können nicht alle von sich
- 13:36Speaker 0: sagen!
- 13:36Speaker 0: Und ich diesen Namen immer so faszinierend fand.
- 13:39Speaker 0: und deswegen spricht mich Bundesbüro für Berufe an.
- 13:42Speaker 0: und dann kamen da eben diese zwei RTL-mäßigen Frauen die voll motiviert diese arbeitslosen Menschen zu ihrem Traumjob führen wollen.
- 13:55Speaker 0: Und wie das alles in ganz kleinen Geschichten erzählt wird, diese energiegeladene Moderatorin abends mit ihrer Tüte mit Lauch dann doch nach Hause schleicht Kopf hängend.
- 14:08Speaker 0: Die kamen den Figuren so nahe.
- 14:11Speaker 1: Ist das nicht furchtbar Klischee beladen?
- 14:13Speaker 1: Also ich meine es ist genau das, wenn ich mir überlege ja wir haben so diese und da will ich so einen typischen aufgekratzten Fernsehfuzzi haben.
- 14:20Speaker 1: Und dann mache ich da so eine Szene wie gerade der ausgekratzte Fernsehmunzi.
- 14:25Speaker 1: Wie ich dir dann ganz traurig nach Hause gehe.
- 14:28Speaker 1: So leben die wahrscheinlich Ja denn die Reichen sind nicht glücklich.
- 14:32Speaker 1: Die Fernsehnunzi sind in Wirklichkeit alle niedergeschlagen.
- 14:35Speaker 1: Das ist irgendwie das wohlfeile Kritik würde ich sagen.
- 14:38Speaker 1: Bin
- 14:38Speaker 0: ich drauf reingefallen?
- 14:39Speaker 1: Ich fürchte!
- 14:41Speaker 1: Unter anderem auch, weil das Ganze großartig durchgestylt ist.
- 14:44Speaker 1: Optisch sieht es toll aus!
- 14:45Speaker 1: Aber dahinter ist so viel heiße Luft?
- 14:49Speaker 0: Ja...
- 14:50Speaker 1: ich
- 14:50Speaker 0: weiß nicht.
- 14:54Speaker 1: Bis ihr net diese ganze Konzept des Ersendungs... Es gibt keine richtigen Herausforderungen, es gibt keine Gewinne und keine Verlierer.
- 15:01Speaker 1: Jeder kann es im Prinzip schaffen aber niemand sagt womit die Verheißung gefüllt wird.
- 15:05Speaker 1: oder was ist dieser
- 15:06Speaker 0: Traumjob?
- 15:06Speaker 0: Eben, weil's sie gar nicht gibt.
- 15:07Speaker 0: Es ist eine leere Blase irgend-.
- 15:10Speaker 0: Wo war Traumjob?
- 15:12Speaker 0: Ja, aber das fühle ich.
- 15:13Speaker 0: Das habe ich gefühlt.
- 15:16Speaker 1: Wir haben als Anknüptesfunk, wenn unser Vater in einer ähnlichen Behörde gearbeitet hat, dann können wir es eventuell fühlen!
- 15:23Speaker 1: Das ist natürlich eine nicht so schlüssige Argumentation für jemanden, dessen Vater kaufmännischer Angestellte war und in einem Bürojob gearbeitet
- 15:32Speaker 0: hat.
- 15:32Speaker 0: Vielleicht wird es dann schwieriger.
- 15:33Speaker 0: aber auch diese große Lethargie die du ja schon erwähnt hast wie sie so fast zerschmilzend auf ihrem Bett liegt so dali-mäßig und das überträgt so diese ich weiß auch nicht Ich bin schon motiviert aber ich habe keine Lust.
- 15:49Speaker 0: Und dieses Antriebslose, was wir ja auch alle haben.
- 15:53Speaker 0: Und das hat sich...
- 15:54Speaker 1: Ach so!
- 15:55Speaker 1: Okay!
- 15:57Speaker 0: Manchmal öfter und dann gab es kleine Dialoge wie diese Moderatorin fragt die Titelfigur Frau Feder Na wie geht's ihnen denn?
- 16:10Speaker 0: Ziemlich zum Schluss.
- 16:10Speaker 0: und dann sagt sie Gut glaube ich Das war so toll, das hat mir so viel erzählt über die Frau Aber anscheinend geht es nur mir so.
- 16:25Speaker 1: Okay, sie weiß nicht wo sie hin soll und was sie anfangen soll Und im Grunde ist das Ganze immer irgendwie ein dumpfes.
- 16:34Speaker 1: Ja das müsste doch eigentlich so sein.
- 16:36Speaker 1: Eigentlich müssten wir doch alle wissen wo wir hingehören.
- 16:39Speaker 1: Und jetzt frage ich mich Ist das echt der Anspruch den wir inzwischen haben dass wir alle immer wissen müssen wo wir hingehören?
- 16:49Speaker 1: Ganz schlimm.
- 16:50Speaker 0: Aber sie findet sich ja zum Schluss damit ab und hat dann auch diesen...
- 16:54Speaker 1: Warum nicht gleich so?
- 16:56Speaker 0: Weil das der Weg des Lebens ist, dass man nicht sofort die Weisheit mit Löffeln gefressen hat.
- 17:00Speaker 1: Die sogenannte Heldenreise!
- 17:02Speaker 0: Und ich glaube es ist generell unser ständiger Konflikt, dass ich mit Lehre so viel anfangen kann und du nicht.
- 17:10Speaker 1: Also ich komme mit vielen da drin richtig klar auch nicht mit diesem schönen Konzept zum Schluss, dass sie irgendwie dann diesen unterbezahlten Kaffee-Job nimmt und als Bedienung da rumspringt.
- 17:23Speaker 1: Und denkt ja das ist jetzt irgendwie... Da setze ich mich nicht so sehr unter Druck.
- 17:27Speaker 0: Nee Sie sagt es ist auch okay?
- 17:29Speaker 1: Das ist
- 17:30Speaker 0: auch ok!
- 17:31Speaker 0: Ich habe jetzt nicht mehr diesen ständigen Druck, dass ich den Traumjob
- 17:34Speaker 1: haben muss.
- 17:35Speaker 1: Genau du hast genau das zitiert was ich mir auch ausgeschrieben hatte.
- 17:39Speaker 1: Setze mich nicht mehr so unter Druck alles richtig zu machen.
- 17:42Speaker 1: Wer setzt dich denn unter Druck?
- 17:44Speaker 1: Aber
- 17:44Speaker 0: das habe ich mir auch irgendwann mit dreißig gesagt, als ich immer noch nicht angefangen hab zu arbeiten.
- 17:49Speaker 0: Und dann dachte ich mir okay, dann bin ich eben nur Bedienung und nicht nur nur sondern dann bin Ich eben Bedienungen!
- 17:56Speaker 0: Dann ist es auch gut.
- 17:58Speaker 0: Als ich das akzeptiert habe, da ging's dann richtig bergauf.
- 18:02Speaker 1: Das heißt der spannende Bergaufweg.
- 18:05Speaker 1: Da hört ihr dieses Buch auf.
- 18:06Speaker 1: Von einem Berg auf hören wir gar nichts mehr!
- 18:08Speaker 1: Wir haben das als Lösung des Ganzen, der Sinnfindung ist... Na ja dann geh doch in den Kaffee und lass dich ausbeuten!
- 18:16Speaker 1: Viel Glück!
- 18:18Speaker 1: Im Grunde ist vieles daran total verschroben finde ich einfach dieser Gedanke dass das Leben sortiert sein sollte und dass man einen Anspruch darauf hat sofort irgendwie aufgeräumt zu sein Und dass man als Lösung dann aber im Grunde jedem Druck und jede Herausforderung ausweicht.
- 18:38Speaker 0: Ja, das ist menschlich!
- 18:40Speaker 1: Das ist menschenlich, aber es ist weder clever noch weder sinnvoll sondern es ist im Grund irgendwie eine weitere Form vom Liegen auf dem Bett und denken ach je naja wenigstens setze ich mich nicht mehr so unter Druck Nur eine weitere Form von Ausweichen und keine Lösung des eigentlichen Problems.
- 19:03Speaker 0: Du klingst dir ein verzweifelter Vater mit Teenager-Kinder?
- 19:06Speaker 0: Ja
- 19:07Speaker 1: natürlich, weil ich das Problem dahinter sehe!
- 19:13Speaker 1: Und ich denke mir irgendwie indem du die ganze Zeit allem ausweichst und den einfacheren Weg nimmst löst du dein Problem nicht.
- 19:19Speaker 1: Du machst es dir wieder leichter.
- 19:20Speaker 1: noch sonst was... Ich erwarte nicht von jedem dass er Stabhochspringer mit sechs Metern ist
- 19:25Speaker 0: Aber Kind macht was aus deinem Leben.
- 19:27Speaker 1: Ein bisschen was, wenn es schwierig wird da muss man schon auch ein bisschen manchmal durch und das ist im Nachhinein gar nicht schlecht.
- 19:34Speaker 0: Und was gibst du für eine Note?
- 19:36Speaker 0: Da bin ich mal
- 19:37Speaker 1: sagen wir mal am unteren Rand der vier weil die Optik wirklich schön durchgestylt.
- 19:45Speaker 1: Das hätten wir übrigens auch für Hundertzwanzig Seiten machen können.
- 19:48Speaker 1: Dreihundertstunending nicht gut!
- 19:49Speaker 1: Nein, das
- 19:50Speaker 0: muss genau so lang und genauso groß sein... Willst noch
- 19:53Speaker 1: einen zweiten Teil?
- 19:55Speaker 0: ...und ich nehme gern den zweiten Teil und...
- 19:58Speaker 1: Nicht mit mir!
- 20:03Speaker 2: Gezeichnet Mit Timo Wärmisch und Katrin Mimiprom
- 20:07Speaker 1: und Jehe.
- 20:08Speaker 1: Ein
- 20:08Speaker 2: Podcast aus dem Hause Comic-Verführer.
- 20:11Speaker 2: Und wer einen Blick in die vorgestellten Bände werfen möchte findet sie auf comicverführer.com.
- 20:17Speaker 2: Aufnahme, Sprecher und Produktion Mirko Kasi mir.