Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / MS-Diagnose mit 21: Wie Leo Willi die Krankheit der 1000 Gesichter zum Neuanfang gemacht hat
Transcript
- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum. Deinem Podcast, der inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählt. Mein Name ist Kevin Keller-Mazza und heute ist Leo bei mir. Leo hat vor ein paar Jahren die Diagnose MS bekommen. Doch das war nicht das Ende, sondern der Beginn eines Neuen. Sein Mindset, sein Durchhaltevermögen und was er herausgibt, wie er Social Media genutzt hat nach dieser Diagnose und was für neue Brands und Projekte
- 0:28Er jetzt angeht, das werdet ihr in diesem Podcast herausfinden. Und darum möchte ich jetzt gar nicht mehr zu viel erzählen, sondern einfach sagen, jetzt Intro ab. Es ist nicht so eine weit verbreitete Krankheit, aber sie ist trotzdem rum. Es gibt doch mehr Leute, als man denkt, die MS haben. Über eine kleine Zeitspanne an meinem rechten Fuss, einfach einen Teil nicht mehr gespürt. Es war so ein bisschen wie eingeschlafen, wenn ich so darauf berührt, wenn ich so ein bisschen angelangt habe, war es so ein bisschen wie die Augen. Wie alt bist du denn? Oder wann ist das her?
- 0:54Das erste Mal, 2021, war es wirklich etwas da. Du machst die Diagnose, wir müssen durch. Zuerst machen wir sie selber durch und verarbeiten sie. Nachher muss es die Familie verarbeiten. Und nachdem es die Familie verarbeitet hat, verarbeiten sie die Freunde. Und nachher noch andere. Einen Satz konnte ich, den mein Vater beigebracht hat, damals hat man gesagt, das ist der einzige Satz, den man können muss, wenn... Andiamo a mangiare qualcosa di buono.
- 1:19So, wenn der eine gefällt, dann sagst du ihm das, das kommt gut. Ich habe davor noch gesagt, wieso müssen alle Luzerner sagen, ich bin von Luzern, das schönste Stadtteil der Schweiz. Und dass du ja Sachen umsetzt, merkt man ja, weil du hast auch etwas mitgebracht. Das ist auch eine neue Brand, die ihr hier gegründet habt. Das Produkt, jetzt eben zum Beispiel Fritzli, heisst das. Es ist ein alkoholhaltiges Aperogetränk aus der Zentralschweiz. Die Idee kommt von einem guten Kollegen von mir, wo ich... Fritz heisst?
- 1:48Nein, das ist nicht Fritz. Das ist Mauro, der Bruder. Hör nicht auf zu probieren. Nein, wirklich. Es ist wichtig, dass du nicht aufhörst zu probieren. Und nimm dir den Moment, wenn es wirklich in die Hose ist. Ich habe auch schon andere Businesses gemacht, die in die Hose sind. So what? Weiter.
- 2:05Mein lieber Leo, schön, dass du da bist. Schön, dass es geklappt hat. Danke für die Einladung. Und vor allem, dass du an... Heute ist Pfingsten. Pfingstmähntag. Pfingstmähntag. Hat man Zeit. Hat man Zeit? Absolut. Man hat Zeit und man kann sich Zeit nehmen. Und das finde ich mega schön, dass du dir die Zeit genommen hast, um hierher zu kommen. Mega, mega lässig. Danke vielmals. Danke wirklich für die Einladung. Freue mich, dich lernen zu können. Vor allem auch. Gleichfalls, gleichfalls. Ich glaube, wir hätten einen coolen Tag gehabt. Ich fange den Pod immer gerne mit einer Frage an, die ich mir für dich ausgedacht habe.
- 2:33Und zwar habe ich auch deine Social-Media angeschaut, ich schaue deine Videos. Du bist von meiner For-You-Achse auch. Jetzt bin ich viel dort, jetzt kenne ich dich immer wieder. Ehre. Ehre. Und dann hast du mal gesagt, für dich ist deine Diagnose MS nicht zu Ende gewesen, sondern der Anfang. Was mich jetzt wundernimmt ist, was ist so, das ist mega ein Mindset-Ding, das du jetzt hast. Was war die dunkle Phase zwischen der Diagnose und deinem Mindset?
- 3:02die ersten paar Monate, wo man noch keine Therapie hat. Es ist so ein kleines Diagnose, es hat so verschiedene Abschnitte. Es ist nicht einfach von Symptomen, sofort hat man eine Diagnose. Und wenn man dann mal eine Diagnose hat, dann geht es darum, die Symptome wegzugeben, die du hast.
- 3:21Und diese Phase zwischen «Ich habe Symptome, ich weiss noch nicht, ob sie weggehen» und «Ich habe noch keine Therapie», das war wirklich der Tiefpunkt von meinem Leben. Und das war die schwierigste, die dünnkligste Phase.
- 3:41Wenn man wirklich nicht weiss, was passiert. Die Ungewissheit? Die Ungewissheit, ja. Es ist sehr unangenehm, traurig, anstrengend. Ja, es ist so diese Phase.
- 3:54Es ist nicht eine Krankheit, die man mega oft hört. Es ist etwas, wo... Ich zumindest kenne vielleicht ein, zwei Personen, die diese Diagnose haben. Also nicht etwas, das mega viel vorkommt. Und ich habe das Gefühl, es ist bei allen völlig verschieden.
- 4:14Hast du auch mal gesagt, dass es die Krankheit der Tausendsichter ist? Es ist die Krankheit der Tausendsichter, ja. Also wird es so genannt. Es ist nicht etwas, das ich sage, es ist etwas, das sehr bekannt ist im MS-Umkreis. Diesen Ausdruck verwenden auch Neurologen, Ärzte.
- 4:331000 Gesichter, weil es halt wirklich 1000 Gesichter hat, kannst du dir das auch so vorstellen, wenn man das Nervensystem anschaut, dass man so viele verschiedene Nerven in unserem Körper hat und je nachdem, welcher Nerv das betroffen ist, hast du dann auch andere Symptome. Und dadurch entstehen dann die anderen Gesichter, einerseits was die Symptome anbelangt,
- 4:54Du hast angesprochen, du kennst nicht so viel. Ich habe sehr viele Leute, die mir schreiben auf Social Media, die das gegen aussen gar nicht preisgeben, dass sie MS haben. Natürlich weiss ich, dass es ein enges Umfeld ist. Aber das heisst, es gibt Leute, die sagen, es ist einem Arbeitgeber nicht. Das habe ich auch schon.
- 5:17DMs gehabt, wo Leute Mühe haben, mit dem umzugehen, weil das Gegenüber nicht weiss, mit was du eigentlich lebst. Aber es aus Privatgründen irgendjemand möchte oder aus Angst, aus Scham, dass es nicht sagen will. Und das ist, ja, also ich weiss nicht ganz, es ist sicher keine, es ist nicht so eine weitverbreitete Krankheit, aber sie ist trotzdem umgegangen.
- 5:44Es gibt doch mehr Leute, als man denkt, die MS haben. Darum gibt es auch die MS-Gesellschaft in der Schweiz.
- 5:55Aber es ist unglaublich schön, wenn Leute kommen und zu mir zukommen, die Krankheiten auch haben, wo ich ein offenes Ohr bieten kann. Ja, es ist nicht immer einfach, du bist ehrlich. Es ist schon nicht immer einfach. Einfach ist es nicht immer. Und einen neuen Anfang ist es, weil du es nicht verändern kannst. Und dann das...
- 6:25akzeptieren können, dass es jetzt wirklich so ist. Darum ein neuer Anfang und von dort aus irgendwas das Beste daraus machen zu versuchen. Ja, das musst du fast, oder? Und es ist bestimmt nicht einfach. Dass man auch die Kraft hat, zu sagen, es geht weiter. Es ist nicht das Ende, es ist der Anfang.
- 6:53versuchen mit dem zu leben? Ja, man muss schon versuchen, mit dem zu leben. Was ist denn die Alternative? Es nicht zu akzeptieren und dagegen anzukämpfen, bin ich kein Fan, weil du kannst nicht dagegen ankämpfen. Heute sind wir froh, dass es Medikamente gibt, die relativ
- 7:15die gut funktionieren. Ja, aber du hast ja auch erzählt, von einem kam erst irgendwie ganz kürzlich im 21. Jahrhundert raus. Ja, also das Medikament, das ich nehme, ja, das gibt es seit 2021, ist zugelassen. Und es... ist halt wirklich so... Ich kann halt wirklich nur für mich reden. Es ist immer relativ schwierig mit dieser Krankheit. Oft.
- 7:38die Leute an, der hat MS und dem geht es gut, aber das bin ich. Ein anderer hat mehr Mühe mit dem. Und es ist dann immer, ich sage immer so ein bisschen in meinem Umkreis, hey, passt auf, wenn euch jemand erzählt oder in einer schwierigen Phase ist, wo jetzt vielleicht die Diagnose übergekommen hat, dann sagt er, hey, ja, aber schau, der Leo, der hat das auch und schau mal, der geht mit dem so um. Das stimmt für mich so. Das heisst noch lange nicht, dass der andere...
- 8:01dass man auch so aufnehmen muss und dann aus dem heraus irgendetwas machen muss. Man muss das selber bearbeiten. Und erst wenn es für diese Person richtig ist, dann können meine Videos vielleicht Kraft geben. Aber es ist wirklich immer sehr aufpassen mit «Hey, ist im Fall nicht so und schau diesen.»
- 8:21Weil es ja so extrem unterschiedlich wirkt. Für die, die es nicht kennen, kannst du es sicher noch besser erklären. Es ist eine Autoimmunkrankheit, die das zentrale Nervensystem angreift. Und weil das zentrale Nervensystem nicht einfach ein Strang ist, sondern Tausende von Tausenden Strang,
- 8:43kann es sein, dass es einfach anders auswirkt auf jeden Einzelnen. Genau, also wie du schon richtig gesagt hast, es sind Immunzellen, die das zentrale Nervensystem angreifen. Das zentrale Nervensystem haben wir in unserem Hirn und in unserem Rückenmark und je nachdem, welchen Nerv das angreift, hast du dann eben, wie du gesagt hast, verschiedene Auswirkungen. Wir haben zum Beispiel auch einen Sehnerv, der kann auch angegriffen werden, niemand weiss wieso, dass die Immunzellen, oder man weiss es noch nicht, wieso die Immunzellen das Nervensystem angreifen.
- 9:12Aber man weiss heutzutage welche es sind. Und die kann man gezielt mit dem Medikament eliminieren. Was sehr rustikal ist. Aber es scheint zu funktionieren. Was wird durch dieses Medikament eliminiert?
- 9:28Die Immunzellen. Die Immunzellen, die der angreifende Part sind. Richtig, ja. Das sind zwei Zellen, die B- und T-Zellen, die zusammen das zentrale Nervensystem angreifen. Das Medikament, das ich jetzt nehme, greift die B-Zellen an. Das bedeutet...
- 9:46Aber auch, dass man ein schwächeres Immunsystem hat durch das Eliminieren dieser Zellen. Denn die B-Zellen greifen nicht nur das Nervensystem an, sondern sie schauen auch für andere Sachen. Wenn wir krank sind, dann schafft das Immunsystem. Und dann hat man einfach weniger von diesen Zellen. Aber ich finde das nur einen fairen Kompromiss, dass mein Immunsystem etwas schwächer ist. Dafür spüre ich meinen Körper.
- 10:11Darf ich fragen, von der ersten Diagnose, wie ist das passiert? Was hast du gemerkt und wie ist man dann darauf gekommen, dass es MS ist? Ich habe mal an einem Tag über eine kleine Zeitspanne an meinem rechten Fuss
- 10:30Ein Teil habe ich nicht mehr gespürt. Es war wie eingeschlafen, wenn ich darauf berührte. Wenn ich mich anlegte, war es wie taub. Wie alt warst du da? Oder wann war das? Das ist das erste Mal 2021. Das ging dann aber auch wieder weg. Darum habe ich es nicht mehr weiter verfolgt. Das ist für mich so... Ich habe keine Ahnung, was es war.
- 10:54Und dann habe ich aber doch zwei Jahre später genau am gleichen Ort das gleiche wiedergekommen. Und dort habe ich dann wieder gedacht, ja, das geht in dem Fall auch wieder weg. Das ist das letzte Mal weggegangen, dann jetzt mal don't worry about it.
- 11:06Und dann hat sich das aber auf meine schlussendlich fast ganze Körperseite ausbreitet. Das ist dann von meinem Fuss wie so hochgewachsen. Und das Taubheitsgefühl wurde immer grösser. Und dann hat es von den Schultern, unter den Achseln, auch angefangen, dass ich wirklich dann innerhalb von... Das Taubheitsgefühl. Ja, innerhalb von drei Tagen war meine rechte Seite taub.
- 11:34Ich konnte mich schon normal bewegen, aber wenn ich mich da berührt habe, dann habe ich nichts gespürt. Und dann musste ich halt ins Spital.
- 11:49bin ich froh, dass ich zu diesem Zeitpunkt die richtigen Leute um mich herum hatte, die mich auf diesem Weg begleitet haben bis zur Diagnose. Dann musst du MRIs machen, dann musst du das Rückenmark untersuchen. Es ist eine sehr intensive Zeit von dort. Das ist genau die Phase, die ist die dunkelste Phase, weil man es nicht weiss. Also für die Diagnose MS eher eine
- 12:21eine Befreiung gewesen, dass du weisst, was es ist? Das würde ich so nicht sagen. Ich habe trotzdem gehofft, dass es es nicht ist. Okay. Ist es im Raum gestanden, schon von Anfang an? Ja, eigentlich, ja, es ist im Raum gestanden. Die, die mich auf dem... Ich bin dort einfach in die... So weiss ich noch, einfach in das Luzerner Kantonsspital, bin ins Spital gegangen.
- 12:44Heute an einem schönen Tag dachte ich, das muss ich jetzt zeigen. Und dort im Notfall, weil es hat sich wirklich ausbreitet innerhalb von drei Tagen. Und die, die dort gearbeitet hat, hat mich dann so kurz ein bisschen untersucht. Und ich habe ihr dann gesagt, was meinen Sie, was könnte das sein? Und dann hat sie einfach steinhert gesagt, ja, könnte Multiple Sklerose sein. Und ich so, hä? Joi.
- 13:12Also Props an sie, dass sie recht hatte. Aber dort war so der Moment so, was? Moment. Und ich bin mir gar nicht sicher, ob die das nicht durften, so zu sagen. Weiss ich nicht. Irgendwie, weil, aber...
- 13:27Und dass das mal im Raum gestanden ist, dann habe ich gemerkt, oh, da könnte wirklich etwas... Hast du es vor dem überhaupt gekannt? Hast du gewusst, was es ist, was es macht? Ich habe gewusst, dass Krankheit existiert. Ich habe jemanden in der Familie, die es hat, eine Tante von mir. Und...
- 13:48Aber ich habe mich nicht damit gross befasst, was genau Krankheit ist. Ich hatte einfach nur das Bild von MS, wie die meisten haben, mit Rollstuhl usw. Das Bild ist, es gibt immer noch Leute, es ist immer noch so, aber es ist ein bisschen veraltet durch die Medikamente, die wir jetzt haben.
- 14:09Aber ich habe mich dann damit befasst. Und... Ja, weil ich muss irgendwie wissen, was... was in meinem Körper abgeht oder mit was ich leben muss. Und... Ich habe dann herausgefunden, dass... mein Umfeld auch nicht wirklich weiss, was es ist. Und aus diesem Grund habe ich dann angefangen, Videos zu machen. Wirklich eigentlich so aus der Idee heraus. Ich musste es jedem erklären. Jedem... Jedem...
- 14:38die mir nahe gestanden ist. Auch Familien müssen erklären, was krank ist. Und nachher geht es wie, du machst die Diagnose, wir müssen durch. Zuerst machen wir sie selber durch und verarbeiten sie. Und nachher muss es die Familie verarbeiten.
- 14:55Und nachdem sie die Familie verarbeitet haben, verarbeiten sie die Freunde. Und danach noch andere. Und so habe ich gemerkt, dass ich das ein paar Mal durchgespielt habe. Diese Diagnose sozusagen. Und jedes Mal mit einer anderen Brille. Jedes Mal mit deiner eigenen, auch mit deiner Familie. Und dann war mir so wichtig, dass
- 15:19dass die Leute wissen, was es ist. Darum habe ich damals ein Erklärvideo gemacht auf Insta. Es hatte nicht wirklich viele Views, aber ich dachte damals, das ist viel. Ich dachte, ich mache nochmal eins und so. Das ist mega nice. Ich wollte, dass mein Umfeld einfach weiss, mit was ich lebe. Ich hatte keine Lust, dass jeder erklären musste, ich pause ein Video. Dann wissen sie. So bin ich da reingerutscht.
- 15:46Hast du wahrscheinlich auch ein Ventil für dich, oder? Ja, sicher. Absolut. Absolut ein Ventil. Und es hat auch Spass gemacht, vor allem. Also es hat mega gepockt. Ich hatte da mega Lust, das anzufangen, das zu machen. Und darum, ja. Was auch so ein bisschen war, ich habe dann gemerkt, aber jeder...
- 16:08Man kann nicht falsch reagieren, wenn man jemandem das mitteilt. Manche sagen, da tut man mega leid. Das ist auch schön. Mitleid überzukommen ist schön. Oder Beileid. Ich habe dann aber auch gemerkt, ich will nicht, dass es dir schlecht geht wegen mir.
- 16:29Und daraus habe ich dann auch gesagt, ich muss mit dem leben, ich möchte damit umgehen, damit es auch meinem Umfeld besser geht. Nicht, dass es für sie auch eine Belastung ist, aber nicht, dass es für meine Mutter eine Belastung ist. Mit dem möchte ich nicht, dass sie weiss, sie muss sich, was das anbelangt, keine Sorgen machen.
- 16:51Du hast eine Tante gehabt, hat sie schon gehabt? Ja. Ihre Schwester oder Vaterseite? Vaterseite. Vaterseite. Das ist Vaterseite, ja. Ähm, wahrscheinlich auch ganz anders ausgeprägt, weil du siehst... Anders ausgeprägt, ja. Sie hat auch noch andere Krankheiten. Es ist nicht nur MS, es sind auch psychische... Ähm... Belange, ja. Ja, Einschränkungen und darum...
- 17:17Ich habe mit ihr nicht darüber gesprochen. Sie wohnt auch in einem Altersheim in Kriens. Ich habe mit ihr nicht über die Krankheit gesprochen. Mit ihr sprechen wir über andere Dinge, was uns erscheint, was schön ist. Wie kam das bei deiner Familie an? Wie gingen sie damit um?
- 17:44Ich habe alle schockiert. Schockiert und traurig. Ich weiss noch, ich lebte damals in Locarno. Ich bekam die Diagnose in Locarno.
- 17:55Mein Bruder war dort per Zufall mit seiner jetzt Frau in Italien in den Ferien. Er dachte, er mache einfach noch einen Daytrip. Auf dem Weg nach Italien kommt er noch nach Locarno vorbei, weil ich dort bin. An dem Tag, an dem er in Locarno war, bekam ich die Diagnose. Maman, ja. Sorry, Bruder, dass ich dir die Ferien etwas verkackt habe. Tut mir leid. Aber es war wirklich wichtig, dass er dort war.
- 18:22Wahrscheinlich hätte es genau so sein müssen. Es hätte einfach so sein müssen. Das geht manchmal nicht runter. Meine Mutter war dann auch in Locarno. Mein Vater war dort in den Ferien. Dann erst zwei Wochen später. Es war eine absolut schlimme Zeit in Locarno, wo so eine schöne Stadt ist. Mega schön, ja.
- 18:45Du hast... Wann bist du ausgewandert? Ausgewandert? Logaro ist in der Schweiz, Bruder. Ich habe so viele Leute gehabt, die in der Schweiz ausgewandert sind. Darum ist ich automatisch ausgewandert gekommen. Wann bist du in den Ziegen gezogen?
- 19:00Ich bin 2019. Nach meiner Prusmatura habe ich mir gesagt, ich möchte Italienisch können. Dann hast du null Italienisch können? Ich habe kein Italienisch können. Du hast kein Italienisch können und du sprichst so gut Italienisch. Ich konnte einen Satz, den mir mein Vater beibringen hat. Damals hat man gesagt, das ist der einzige Satz, den man können muss, wenn man sagen muss, «Andiamo a mangiare qualcosa di buono.»
- 19:26So, wenn dir eine gefällt, sagst du ihr das, das kommt gut. Das ist das Einzige, was ich auch sagen konnte. Und ich habe aber wollen Italienisch lernen. Ich finde das eine mega schöne Sprache und irgendwie klingen sie immer nice. Und ich dachte, ich möchte das können.
- 19:42Ich habe dort aber auch eine Tessinerin lernen können, die auch Deutsch können konnte. Da habe ich am Anfang Deutsch gesprochen und dann irgendwann wurde mein Italienisch besser und wir haben uns auf Italienisch gewechselt. Aber da habe ich das so gelernt, dem Tessin, weil ich es halt lernen musste. Ich habe dort in einem Bistro gearbeitet, im Alborgo Bistro, meiner Meinung nach das schönste Bistro in Locarno.
- 20:07Ich bin einfach rein und habe gesagt, also ja, ich habe einen Job gesucht, weil ich dort arbeiten habe, ich hatte keinen Plan. Ich kenne das überall, Borgo. Mensch. Ich hatte das in Betreuung, in meinem früheren Job. Ich bin mega viel in Locarno, Lugano. Ja, Locarno, das ist das schöne Bistro, wenn du in die Altstadt reinläufst, von Minusio Seite.
- 20:30Mit einem Park noch und so, mega schön. Und ich bin wirklich dort hinein, ich bin auf Locarno gegangen und habe das gesehen und gesagt, ich will hier arbeiten. Dann bin ich dort hinein und da hat auch eine gearbeitet, die zum Glück Deutsch können hat, die gesagt hat, dass sie könnte. Und dann hat sie gesagt, sie sucht eigentlich schon jemanden, der Deutsch kann, weil Locarno, Deutsch ist fast wichtiger als Italienisch.
- 20:54weil du wirklich nur Deutschschweizer als Gast hast. Dann habe ich innerhalb der kürzesten Zeit diesen Job dort bekommen und musste dann Italienisch lernen, weil die, die dort arbeiteten, also die Chefin und Freund zusammen, die konnten nicht wirklich gut Deutsch. Ein bisschen. Also lustig, also mega sympathisch und so ein bisschen. Und dann musste ich es halt so lernen. Weil sonst kannst du ja nicht irgendwie...
- 21:24Ich fand es aber auch toll, wie Locarno oder das Tessin die Einheimischen mich aufgenommen haben. Einer kam zum Kaffee und sprach mit mir Englisch. Ich kann nicht Italienisch. Er sagte einfach so «Ah, mega cool, bist du neu hier? Ich habe heute Abend mit ein paar Kollegen auf ein Bier abgemacht, willst du auch kommen?» Mega offen.
- 21:49Ja sicher, also mega nice. Und dann habe ich so die ersten Connections gemacht und habe mich dann wie so integriert gefühlt. Sofort vom ersten Tag. Und dann bist du irgendwie in einem Kreis, wo halt niemand Deutsch kann. Sitzt einfach dort, alle reden in Dillenisch, verstehst kein Wort. Aber es lachen alle, ist schön, wir haben ein Bierchen. Ja.
- 22:09Obwohl es ist so wenig Distanz eigentlich. Aber es macht so viel aus. 1 Stunde 20 auf Bellinzona von Luzern. Das ist nichts. Das ist wirklich nichts. Das ist wirklich nichts. Das ist mega nah. Mega nah.
- 22:24Ja und so ist dann... Ich wollte dann eigentlich nur... Also der Plan war, dass ich so sechs Monate gehen würde. Weil es war irgendwie im März, plus minus, nach der Plus-Matura. Und dann wusste ich, dass ich wahrscheinlich im September studieren würde. Das heisst, ich gehe jetzt mal bis September, über den Sommer ist es sein. Vier Jahre. Vier Jahre war es schlussendlich.
- 22:43Immer Logano. Logano, also zuerst Minusio, dann das letzte Jahr in Bellinzona. Und dann hat es Bellinzona gelebt. Für mich ist Logano immer mit Luzern. Und Lugano ist so Zürich. Logano ist so Luzern. Und irgendwie so China. Ein bisschen schöner.
- 23:08Ich kann vor allem sagen, wieso müssen alle in Luzern sagen, ich bin von Luzern, schönste Stadt der Schweiz. Ja, optisch, sagen wir es mal optisch. Ja, es ist schon eine schöne Stadt. Optisch ist es wirklich eine schöne Stadt. Und Locarno ist wirklich auch für mich eine zweite Heimat geworden. Es ist eine schöne, herzliche Stadt. Skåne finde ich so schön. Skåne ist auch schön. Es gibt eine ganz gute... Die machen die Amaretti.
- 23:35Die beste Amaretti, die ich jetzt gegessen habe, ist in Ascona. Gerade am See, ganz, ganz in der Nähe vom See. Also auf der rechten Seite so ein bisschen oder weisst du wo? Also wenn du vor dem See bist, dann ist es eher links. Okay. Du musst in Städte reinlaufen und dann... Ascona kenne ich aber nicht so gut. Wir sind dort damals nur, wenn irgendwelche Kollegen besuchen sind, sind wir auf Ascona, weil dann wollen wir auf Ascona gehen. Ja, sonst denke ich, Garno hat auch genug zu bieten.
- 24:05Ja, mega. Das heisst, du warst vier Jahre da und dann hast du die Diagnose in Locarno bekommen. Mhm.
- 24:1622, 23 war das. 23? Ja. Das ist gar nicht lang her. Nein, nein, es ist nicht lang her. Es ist wirklich sehr viel passiert in der Zwischenzeit. Es ist für mich auch irgendwie länger her. Es ist schon mega weit weg. Es ist schon mega... Diagnose. Ja. Aber es ist auch nicht mehr so eine Part von meinem Leben. Aber kann man sagen, das ist einmal so etwas, wo man...
- 24:40von Geburt an hat, aber es wirkt sich nicht aus und irgendwann kommt vielleicht ein Symptom oder gibt es auch Leute, die
- 24:50Nein, das weiss man nicht. Wo wir gar nichts haben. Das weiss man eben nicht, weil wirklich das Problem ist, dass die Immunzellen das Nervensystem angreifen. Und man weiss noch nicht, ich sage absichtlich noch nicht, weil ich sehe hier eine positive Zukunft, dass man das Problem gleich in der nächsten Zukunft lösen kann. Aber man weiss nicht, wieso diese Zellen das zentrale Nervensystem angreifen. Wieso mache ich das?
- 25:18Und bevor man nicht herausfindet, dass es eine Mutation stattgefunden haben muss, in dieser Immunzelle, oder umprogrammiert, die dann sagt, das ist ein Fremdkörper, ich muss das angreifen. Und bevor man nicht weiss, wieso macht er das, da gibt es Theorien, da gibt es weniger beleidigende Sachen, und wirkliche Wege, die man herausfinden muss, wieso das sein könnte,
- 25:41Bevor man nicht weiss, was der Auslöser ist, kann man es auch nicht heilen. Das geht ja nicht. Man muss wirklich die Ursache bekämpfen. Und das... Es gibt dort schon zwei, drei Theorien, die... die... könnten es sein oder eben nicht, aber es ist wirklich, bevor das hier nicht offiziell etwas, irgendein Ärzte belegt, dass das wirklich so ist, glaube ich da wirklich nichts.
- 26:09Weil es gibt so viele Theorien, wir schreiben manchmal Leute, die die Heilmethode haben. Du musst nur in Costa Rica die Pflanzen essen, mach noch einen Handstand nebenbei und danach noch die Purzel bauen. Es ist wirklich so, seit ich das Medi nehme, geht es mir gut. Ich könnte auch jeden Tag den Handstand machen und das Medi nehmen und sagen, seit ich den Handstand mache, geht es mir gut. Das ist es. Absolut.
- 26:39Du hattest die Symptome von deinem Taubheitsgefühl. Ja. War das das einzige Symptom, das du hattest oder kamen noch weitere Sachen dazu? Das einzige, das bei mir war, waren wirklich die Taubheitsgefühle. Ja. Und die hattest du seitdem nicht mehr? Wie? Seitdem hattest du sie nicht mehr, seit dem Medikament.
- 27:01Nein, seit dem Medi nicht mehr. Jetzt muss ich aufpassen. Ich kann doch manchmal, wenn ich in Stresssituationen, also wirklich Stresssituationen, habe ich manchmal das Gefühl, dass ich ein Taubheitsgefühl mit dem rechten Scheinbein habe.
- 27:19Das habe ich immer noch, aber das geht auch immer wieder weg, so nach 20 Minuten oder so. Manchmal habe ich das Gefühl, auch in dem gleichen Moment, oder wenn ich zu wenig geschlafen habe und dann nachher gehe ich arbeiten und dann habe ich das Gefühl, dass auf meinem Rücken so ein Pflaster klebt. Wie so ein Sportpflaster irgendwie, der einfach am Rücken ist. Aber dort ist halt nichts. Das ist so etwas, was ich bei mir beobachte. Ich habe manchmal, wenn ich den Kopf so
- 27:48Gegen vorne habe ich so elektrische Ströme für meinen Körper. Weil das irgendwie, keine Ahnung wieso, aber das ist zum Beispiel etwas, was ich habe, aber das geht alles wieder weg. Und da muss man immer aufpassen von einem Schub, weil MS meistens in Schübe kommt. Es gibt noch andere Arten von MS, es gibt auch die Progrediente heisst die.
- 28:14wo es immer weitergeht. Oder wenn das Immunsystem ständig angreift. Wo es immer schlimmer wird. Am Anfang hast du nur so ein... Beim Augennerv hast du vielleicht nur so ein bisschen... Blurred Vision. Oder viele reden von einem milchigen Sicht. Wenn man bei MS das kann sein. Aber in den meisten Fällen ist es die schubförmige MS. Und das kommt...
- 28:43halt, wie sagt man, in Schub einfach irgendein ist. Und ja, bei mir ist das das Diagnose, das ist die aktiv schubförmige MS, sagen wir das. Und das Medi, das ich nehme, ist für die aktiv schubförmige MS. Wenn das Progredient ist, dann gibt es andere Sachen. Und man muss immer, wenn ich, also man muss immer, ich darf wirklich nur für mich reden,
- 29:13Aber grundsätzlich ist es so, dass wenn man Symptome hat und diese Symptome 24 Stunden anhaltet, dann spricht man von einem Schub. Und dann sollte man auch handeln. Und dann gibt es halt Cortison und... Ah, Cortison. Hast du auch schon mal gesagt? Ja, ja, ja. Viel, viel. Eines in Lugano, eine Cortison-Therapie oder eine Therapie, ich weiss gar nicht, weil es mit dem sagt, Cortison-Therapie.
- 29:42Aber dort im Spital hatte man einfach gerade irgendwie, ich weiss die Menge nicht mehr, aber einfach sehr viel, einfach gerade in die Venen hinein, einfach zack, hinein mit. Und ich musste dort fast erbrechen, weil irgendwie hat sich das dann, also mir wurde es richtig schlecht, so in diesem Bett hinein. Weil normalerweise, am Anfang, als ich
- 30:04so krasse Symptome hatte, du gehst so drei Tage oder so, gehst ins Spital und es tröpfelt so langsam in dein Blut, in dein Cortison, weisst du, so halt in Milligramm, weisst du, ganz wenig, über drei Tage. Und da bin ich in Notfall, bam, rein mit. Nein, das ist da, ja, das war krass. Und dann hast du einfach gar nichts mehr, also wahrscheinlich, ist ja wie ein Pflaster, das Cortison, es tut ja wie einfach ein Becken etwas. Ja, es tut einfach
- 30:32Du kannst dir das so vorstellen, es tut wie ein Brandlöschen. Das Nervensystem entzündet sich, es brönt, keine Ahnung, es entzündet sich und mit dem Kortison löschen sie einfach mit dem Feuerlöscher. Aber du siehst ja immer noch, dass das Haus brönt hat, wenn es mal brönt hat. Das siehst du auch auf den Emre-Bildern, wenn die gelöschten Entzündungen, die sogenannte Sklerose, das ist eine Verhärtung, ein...
- 31:00Narben auf dem Nervensystem nennt man Sklerose. Und du hast Multiple von diesen. Makes sense. Makes sense, ja. Und darum Multiple Sklerose.
- 31:16Seht man, wenn man einen Hirnscan macht, dass es MS ist, weil es Punkte sind? So genau weiss ich es nicht. Anhand der MRI-Bilder treffen sie schon mal Annahmen.
- 31:38Ein Nervensystem kann sich aber auch aus verschiedenen Gründen entzünden. Es muss nicht unbedingt ein Angriff vom Immunsystem sein. Darum geht die Abklärung eigentlich auch im Moment. Man sieht es ja auf den MRI-Bildern, es sind wie so weisse Pünktchen, die man halt im Rückenmark und im Nervensystem sieht. Aber es muss nicht immer MS sein, es kann auch etwas anderes sein. Dann gibt es wie so ein...
- 32:04Neurologen wissen dann schon, wie machen. Man muss einfach verschiedene Sachen ausschliessen und dann kommt man irgendwann darauf, dass es MS könnte sein oder dann halt ist. Du hast mal gesagt, manchmal müssen Sachen passieren, damit du checkst, dass du nicht auf dem richtigen Weg bist und dass du checkst, wo dein richtiger Weg durchführt. Was ist für dich die Erkenntnis von dieser Diagnose?
- 32:33mehr zu geniessen. Hast du das vorher nicht gemacht? Nein, schon genossen. Oder mehr zu schätzen. Mehr zu schätzen. Ich habe das Gefühl, ich schätze Sachen mehr. Momente nehme ich bewusster auf als vor der Diagnose.
- 32:51Ich bin eher einer, der jetzt auch irgendwie, wenn es wirklich Stresssituationen sind, dass ich dann auch momentan sage, hey, mega nice sind wir im Stress. Also im Sinne von, haben wir viel zu tun. Ja. Und einfach ich schätze viel mehr Tage, wo ich kann mit Kollegen, Familie. Das hat sich sehr stark positiv verändert bei mir, seit ich die Diagnose habe.
- 33:22Gesundheit mal verloren zu haben, ist ein sehr einschneidendes Erlebnis, das halt bleibt.
- 33:34Jeder kranke Mensch sagt das. Bist froh, bist gesund. Wir wünschen uns immer Gesundheit. Weil es... Dort ist etwas Wahres dahinter. Es ist so schnell gesagt. Schön, bist gesund. Ich finde es auch immer schön, wenn mir das jemand sagt. Bleib gesund. Im Sinne von, ich hoffe, dir geht es gut. Schön, dass du das wünschst. Ja, weil...
- 34:02Wenn du das nicht mehr hast, hast du nur dieses Problem. Und das habe ich auch gemerkt bei der Diagnose, also wo es mir wirklich schlecht ging. Ich hatte keine anderen Probleme. Es war alles weg. Und nachdem, wenn es wieder gut geht, plötzlich kommen die kleinen Probleme wieder. Und ich kann Probleme besser
- 34:24einstufen inzwischen. Irgendwie. Wenn ich dann merke, ah, das ist ein Problem, das ich lösen kann. Oder? Ja dann musst du es halt lösen. Aber es gibt Probleme, die man nicht lösen kann. Und die Gesundheit gehört dort leider Gottes halt dazu. Oder wenn man nicht lösen kann, mal, es gibt schon Medikamente, man kann es schon lösen, aber
- 34:47Ja, es ist einfach sehr einschneidend und eben seitdem sehe ich ein Problem, ein Problem, das man hat, oder das ich nicht mehr wirklich mehr als ein Problem habe, sondern einfach etwas, das ich noch nicht umgesetzt habe, etwas, das ich noch nicht gelöst habe. Sehe ich es mehr so.
- 35:04Okay. Und dass du ja Sachen umsetzt, merkt man ja, weil du hast auch etwas mitgebracht. Das ist auch eine neue Brand, die ihr hier gegründet habt. Willst du vielleicht über das erzählen, wie das passiert ist? Weil ich finde es mega toll, wenn neue Sachen entstehen. Und ich glaube, es wird ein guter Übergang sein, dass wir über das reden können. Sehr gerne. Sehr gerne, ja. Also das ist... Ich bin schon immer so ein... Ich mache gerne Sachen, unternehme.
- 35:33Ich habe so ein Arbeitsgefühl, nicht so gerne, wenn bei mir ein Job zu fest zu einem Job wird, dann mache ich es irgendwie nicht mehr so gerne. Weil mir die Freude fehlt. Und
- 35:45Dieses Produkt, zum Beispiel Fritzli, heisst es. Fritzli, okay. Es ist ein alkoholhaltiges Aperolgetränk aus der Zentralschweiz, wo die Idee von einem guten Kollegen von mir kommt, Fritz heisst? Nein, es heisst nicht Fritz, es heisst Mauro, dieser Bruder.
- 36:09Wir konnten uns im Studium lernen. Ich war nie in der Schule. Ich ging immer nur auf die Aperos. Ich fragte, wann sie fertig sind. Dann bin ich «joined». Er kam mit der Idee und begann, das Fritzli zu machen. Ein Aperogetränk mit Geschmack.
- 36:35Holunder und Pfirsich. Wir sind seit einem Jahr auf dem Markt. Nebenbei machen wir noch Events, Daydances. Am Samstag haben wir das Luzerner Daydance gemacht. Das war ein Jenseits. Ich weiss nicht, wie viele Leute das waren, aber es sind über alles in allem, würde ich schätzen, 2000 Leute, die in Luzern an dieser Location waren. 2000 Leute? Nein, Jenseits. Real Talk, das ist...
- 37:02Ich habe noch nie so einen «nice» Daydance gesehen. Nicht nur, weil wir ihn organisiert haben, sondern das war fernab. Das Wetter stimmte, die Leute tranken Fritzli, die Leute lieben das Getränk. Es war so ein guter Vibesign, es war so friedlich. Ich habe dann am nächsten Tag
- 37:21Da habe ich meinen Rucksack vergessen und bin zurückgegangen. Er hat gesagt, du willst meinen Rucksack? Dann hat mir der Maurer angerufen, ich brauche deinen Rucksack. Die haben mir dann noch erzählt, dass es mega friedlich war. Keine Aggressionen, keine Drogen, kein Problem mit niemandem.
- 37:41Und das ist für uns so wichtig. Und das ist auch so ein bisschen der Brand, den wir machen wollen. Du kannst eine gute Zeit haben, du kannst etwas trinken, aber mach es in einem coolen Umfeld. Nicht abusen. Und das repräsentieren wir auch so ein bisschen mit Fritzli, mit unserer Community, mit unseren Events, die wir machen. Das sind gute Vibes. Und da gibt es keinen Platz für Aggressionen. Nein, wir haben einfach eine gute Zeit.
- 38:10Es ist Sonne, schau dir das an, wir sind hier am See, wir wollen es doch einfach nur gut haben miteinander und einfach nur eine gute Zeit haben. Und das ist so ein bisschen Fritzli, auch für mich, repräsentiert das. Und jetzt sind wir seit einem Jahr auf dem Markt. Auf dem Markt, wo kann man das kaufen, wo ist das erhältlich? In Luzern momentan hauptsächlich. Also wir sind in Luzern in verschiedenen Bars, wir sind jetzt seit Mai im Coop in Luzern.
- 38:34Aber nur an gewissen Standorten. Wir sind im «Drinks of the World» in Luzern. Und die nächsten Steps werden schon sein, dass wir auch vielleicht von Luzern nicht wegkommen können, aber auch andere Kantone mal schauen, wie kalt das Wasser ist.
- 38:53Ja, das mal ausprobieren. Wir sind ein kleines Team. Wie viele Kinder bei Fensle? Die vierten. Und du bist verantwortlich für was genau? Für nichts. Ich bringe es unter die Leute.
- 39:12Natürlich Social Media und Werbung. Auch ein bisschen Aussendienst, salesmässig. Und auch einer der Hauptkonsumenten. Bei unseren Events ja sicher. Bei Events gibt es einfach das. Es hat das Feuer-Oben-Bier auch ein bisschen ersetzt. Es ist einfach gut. Es ist einfach gut, einfach mal probieren.
- 39:42weil Mauro und Owen, die zwei Brains dahinter, sag ich jetzt mal, sind auf mich zugekommen. Damals mit dem Produkt habe ich gesagt, hey,
- 39:58kannst du uns auch ein wenig helfen, das zu promoten und so. Wie siehst du das? Und da habe ich gesagt, ja, sicher, zum Start, so ein bisschen mit Storys und alles so. Und mein Gastronetzwerk ein wenig zur Verfügung stellen, sagen wir mal, oder helfen, einfach in Kontakt zu kommen. Ich habe dann aber auch mich, ja, aber
- 40:22Jetzt habe ich auf Social Media angefangen, etwas zu machen. Und jetzt ist das Alkoholgetränk, das ich dann promote, ist für mich so ein bisschen eine Grauzone, halt allgemein.
- 40:37Und habe dann gesagt, ich helfe sehr gerne, aber nur wenn ich part of it bin. Weil dann kann ich dahinter stehen. Und seither bin ich auch dabei und Shareholder. Und darum bin ich das letzte Mitglied, das noch dazukommt.
- 40:54Und seither machen wir das. Und es ist absolut nice. Macht Spass. Bockt zum Unternehmen. Weil das Team sich sehr gut ergänzt. Jeder hat seine Stärken und Schwächen. Und jeder macht eigentlich das, woran er gut ist. Mauro zum Beispiel ist ein absoluter
- 41:15Vision-Typ, ein absoluter Leader, was Unternehmertum angeht, Brand, Design, hat alles selber gemacht. Während des Studiums. Ja, darum ist er bei der Prüfung durchgefallen, weil er das super Design machen musste. Nein, das ist doch wahr. Aber geil. Ist das dein Hauptjob aktuell? Nein, nein, wir möchten das alles nebenbei. Was machst du als Hauptjob? Ich arbeite in der Gastro. Ich arbeite in der Gastro. Yes. Wo?
- 41:42Ähm, in Luzern. Ich habe jetzt gerade einen neuen Job, der ab Juli, eigentlich schon, ist eine neue Location, die in Luzern aufgeht, die ich führen werde. Oh cool. Und ich darf leider noch nicht zu viel davon sagen. Aber ja, das wird ganz krass. Aber Gastro ist so ein bisschen meine Leidenschaft.
- 42:07Du hast vorhin gesagt, du hast auch Kaffee in St. Gallen. In St. Gallen. In St. Gallen. In St. Gallen. Und mein Bruder hat zum Beispiel auch Kaffee in Luzern. Ja. Ich bin aus dem Grund vom Tessin wieder zurück auf Luzern gekommen, weil mein Bruder hat...
- 42:23Er hat mich gefragt und gesagt, dass er eine Idee für einen Kaffee hat. Er hat in London gelebt. Er hat gesagt, dass er einen London-Style Kaffee aufmachen möchte. Specialty Coffee. Brunch-Angebot. Und ich habe ihm gesagt, dass ich ihm dabei helfe. Das ist genau wie das Kaffee in St. Gallen. Specialty Coffee und Brunch bis um 15 Uhr. Und ab 15 Uhr haben wir Aperol.
- 42:44Ja, geil. Ja, mega nice. Voll. Und dort habe ich meinem Bruder geholfen, das aufzuziehen. Weil ich halt auch in Tessini in der Gastro gearbeitet habe, habe ich so ein bisschen Gastro-Background. Sicher, sicher. Und dann habe ich so ein bisschen den Part...
- 43:00Über alles, was vor der Theke passiert. Service und Personal und so das. Und mein Bruder hat das Produkt, das Produkt-Branding geschaut. Und ich bin halt so ein bisschen der Extrovert von uns. Er ist auch Extrovert, er ist ein gelernter Musical-Darsteller. Hat auch eigentlich gar kein Background im Gastro. Tanzt und singt. Und dann haben wir das im Kurs von dieser Brand aufgebaut.
- 43:30Ein Jahr, eineinhalb. Am Anfang waren wir zu viert. Inzwischen haben wir auch die zweite Location aufgemacht über zwölf Mitarbeiter. Mega cool. Am Anfang waren wir zu viert. Aber es war auch so, es fing genau so an. Es sind genau auch die Momente, wo wir komplett im Scheiss waren. Komplett. Wir machen auf in der Altstadt von Luzern. Und einfach überrennt worden. Von Touristen, von allen. Und wir so, scheisse.
- 43:58Und dann säcklisch halt. Und dann säcklisch halt von morgen um sechs bis am Abend um neun und am nächsten Tag weiter und weiter und weiter und weiter. Und einfach keep it going. Und das ist... Und dort habe ich auch mal mit meinem Bruder ein Feierabendbier genommen. In dieser Zeit war er komplett gestresst. Also komplett. Also wirklich eigentlich fast...
- 44:20Er ist ein bisschen älter als du, hast du gesagt? Er ist zwei Jahre älter, ja. Und hat. Und ich habe ihm dann aber auch mal gesagt, hey, schaust du, wie wir das jetzt geniessen müssen? Merkst du, wie schön das eigentlich ist? Wie geil das ist? Dass wir hier unten komplett im Seich sind. Der ist noch hässlich auf mich wegen irgendetwas, weil ich irgendjemanden ein Gipfel, weisst du. Und du schaust wieder nicht glücklich aus. Mann, Mann, Bruder, komm jetzt.
- 44:45So lachen. Und dort habe ich gemerkt, wie wenig es braucht. So einfach wirklich, manchmal reicht das Lachen, manchmal reicht eine Umarmung und es ist alles wieder gut. Es ist mega klasse. Das ist so meine Gastro. Ja, und inzwischen arbeite ich als Chef de Service in Luzern, aber jetzt habe ich Big Projects coming in Luzern. Cool, also wir freuen uns, wenn du mit dieser Info rausgehen kannst. Geht ja wahrscheinlich nicht mehr allzu lange. Nicht mehr lange, nein. Geht nicht mehr lange. Ja, cool. Und jetzt geht es wirklich darum, dass ich...
- 45:13mich mit dem Brand zu identifizieren. Ich werde Personal zusammenstellen müssen, Webseiten, Social Auftritt, all das Zeug. Das ist das, was jetzt ansteht.
- 45:30Ja, und Social Media ist dann... Ja, ich habe es auf die Seite gelegt, Social Media, in letzter Zeit. Weil ich mich mehr auf echte Projekte fokussiere. Wie jetzt eben mit Fritzli, wie jetzt mit dem, der kommt. Ja. Was ist denn Social Media für dich?
- 45:54Wahrscheinlich war das wie ein Ventil, oder? Mhm. Was du gebraucht hast, um deine Krankheit zu veräusserlichen, darüber zu reden, um wahrscheinlich auch dich besänftigen zu können, etc. Und jetzt hat sich das Ganze entwickelt. Wohin geht es für dich mit Social Media? Du machst es ja sehr gut. Deine Videos sind
- 46:19Sie treffen einen richtig. Sie gehen voll auf die Gefühlsebene. Man ist gleich drin mit dir. Es ist deine Stimme, es ist dein Auftrieb. Du machst es mega gut. Ich finde, du machst es wirklich sehr, sehr gut. Ich finde aber auch, wie du redest. Du bist supersympathisch. Und du kannst die Leute wie mitziehen. Und darum, ich glaube,
- 46:42Achso, das ist jetzt so mega egoistisch. Ich würde sagen, hör nicht auf mit dem, weil du machst dich gut und du unterstützt nicht nur andere, sondern du gibst einen Mehrwert.
- 46:52Ja, absolut, danke. Es gibt mir schon viel zurück oder hat mir viel zurückgegeben. Ich habe lange nicht mehr Deep Talks gemacht, weil es muss für mich auch stimmen. Ich bin kein Schauspieler, der einfach irgendetwas sagen kann, sondern die Gedanken, die ich teile, kommen aus irgendeinem Moment im Leben.
- 47:16Wenn ich sage, steh auf und mach weiter und glaub an dich, dann ist das, weil ich am Boden, eben zum Beispiel mit der Krankheit gewesen bin, aber selber auch aufstehen konnte, damit ich dir sagen kann, es lohnt sich wieder aufzustehen. Und wenn... Und es muss immer irgendwie... Wie gesagt, ich kann nicht einfach hinschauen und irgendwie...
- 47:41Irgendetwas Motivierendes. Es kommt immer aus einer Situation, aus dem Leben. Und das muss für mich stimmen. Darum habe ich auch keinen Plan. Im Sinne von Social Media-mässig. Ich habe gemerkt, was mich stört, es soll nicht zu den Visitekarten werden. Wir identifizieren uns viel zu fest durch das. Und wenn wir die Handys abstellen, was hast du dann?
- 48:08Und ich hätte lieber mehr, wenn ich mein Handy abstelle. Und nicht nur, weil du hier Klicks hast. Und so, ja, es geht alles vorbei. Der Hype. Es ist alles so. Natürlich kannst du immer noch mehr und noch mehr. Und geil. Ich habe gemerkt...
- 48:28Ist es wirklich das? Gibt dir das wirklich... Das gibt dir so... Das ist wie... Das gibt dir einfach so einen Dopaminkick, wenn du ein Virals-Video hast und irgendwie plötzlich sagst du 10'000 Likes. Top. Ist für 20 Sekunden geil. Also weisst du, vom Kick her. Und ich habe gemerkt, dass ich das zu nice fand. Es stört mich, dass ich das geil finde.
- 48:57dass mir das etwas zurückgibt. Irgendwie. Sehe ich, sehe ich. Es ist mega... Darum muss es einfach für mich stimmen. Es ist wie wenn du unterwegs bist auf der Strasse und es erkennt dich irgendjemand. Dann ist das auch mega nice für den Moment. Es gibt viele Likes, das Video hat performt. Nice, top.
- 49:25Und jetzt... Ich will etwas Greifbares. Ich will... wirklich etwas machen. Etwas, worauf ich zurückgreifen kann. Und Social Media ist für mich auch etwas, was ich gemacht habe, was ich immer noch mache. Aber ich weiss nicht, in welche Richtung es gehen wird. Weil ich mache wirklich einfach das, was mich... bockt. Gerade in dem Moment. Und dann bockt mich dieses Getränk.
- 49:52Momentan bockt mich das neue Projekt, das ich jetzt starte. Wie viele Social Media ich dort reinstecken weiss ich noch nicht. Das muss ich wirklich noch herausfinden. Natürlich werde ich es promoten, weil wenn ich die Verantwortung dieser Lokalität übernehme, dann...
- 50:09Ich will ja, dass es läuft und ich will das gut machen, dann muss ich alles geben und mit alles geben ist halt mein Social Media mit inbegriffen. Aber es ist mir so wichtiger, dass es gegen innen stimmt. Jetzt diese Projekte und nicht gegen aussen. Weil erst wenn es gegen innen stimmt, kannst du es gegen aussen, dann nachher den Auftritt auch machen.
- 50:32Ja, wenn es gegen aussen einfach mega gut wirkt, aber gegen innen ist es eigentlich gar nicht so gut, dann wird es nicht langlebig sein. Darum konzentriere ich mich jetzt momentan mehr auf das, statt auf meine Social Media-Auftritte und die Aussicht, dass ich Videos poste und die Aussicht, dass ich 2000 Follower mehr habe. Das ist mir momentan nicht so wichtig. Das war mir auch nie wirklich mega wichtig, to be honest. Du kannst es zu fest messen und das stört mich.
- 51:04Ich sehe das mega, ja. Ich sehe das mega und ich glaube, in letzter Zeit bin ich ein bisschen in diesem...
- 51:11Es ist auch nice, es ist auch richtig, also verstehe mich nicht falsch. Es ist schon ein guter Hassel. Ich glaube, es gibt eine Zeit für alles. Aber ich sehe das schon. Und ich bin auch einer, wenn ich draussen bin, mit Family, Freunden, Frau, am Essen, dann habe ich einfach gerne diese Zeit. Und da muss ich nicht alles kommentieren, machen, hin und her und Storys posten ohne Ende.
- 51:37Bei mir kann es gut sein, dass ich mal ein paar Fotos mache, weil ich gerne gut essen kann und dann vielleicht auch fotografieren kann. Da kommt vielleicht ein paar Tage später mal irgendetwas. Aber... ...sehe ich schon, ja. Ich sollte viel mehr anfangen zu geniessen, den Moment geniessen. Und wenn dann Social Media so präsent ist, dass du das Gefühl hast, wenn du etwas nicht machst... ...so eine Form, den «Fear of Missing Out», dass du dann nicht mehr dazugehörst, also nicht mehr...
- 52:02da bist, das ist dann nicht gut. Ja, das Geniessen, zum Beispiel der Daydance, den wir am Samstag gemacht haben. Ich habe
- 52:13Natürlich mache ich ein paar Videos, aber ich merkte auch, dass es am 2. am Anfang begann. Und am Anfang habe ich noch Videos gemacht. Und danach war ich wirklich nur noch am geniessen. Und da habe ich das komplett vergessen. Oh, ich muss ja eigentlich mit der Organisation filmen. Also, weisst du, so ein bisschen... Muss ich... Sorry Mauro, ich habe es sehr genossen, es tut mir leid. Und so ein...
- 52:38Aber wo habt ihr das gemacht mit 2000 Leuten? Hotel Seeburg in Luzern. Das ist wirklich, wenn du Richtung Verkehrshaus gehst, noch weiter und dort am See, Sunset Bar heisst die,
- 52:50number one location in Luzern, wenn du am See eins ziehen willst. Du musst zwar dahinter kommen, du musst halt schnell fünf Minuten Bus fahren, damit du halt dort bist. Du kannst auch allein einen mega schönen Spaziergang dahinter auch. Halbschul-Spaziergang? Ja, genau.
- 53:09Je nachdem wieviel Fritzli du getrunken hast, geht es halt etwas länger. Aber es ist wirklich ein sehr schöner Spaziergang ins Hansepaar hindern, dort das Fritzli-Sippen, Peak leben. Das sage ich auch immer wieder meinen Homies, wenn wir unterwegs sind, so Jungs.
- 53:31merken wir, dass es am Peak ist. Schau dir das an, wie schön. Das sind solche Sachen. Ich bin ein unglaublicher Genießer. Ich schätze das. Aber hier hat es eine mega nice Bar am See. Und hier hatten verschiedene DJs. Ja. Geil. Ja, ja, verschiedene. Ganz viele verschiedene. Wir machen verschiedene Events.
- 53:57Vorher, als Caradino im Podcast war, kam sie auch schon mal an ein Fritzli-Event. Im Schlussschluss, weil im Podcast, erzählt sie sogar, wie hat die Location geheissen? Trübsee. Trübsee. Nein, das war nicht Trübsee. Nein, nein, nein. Trübsee war ein anderer Fritzli-Event. In der Merchsee Frut. Merchsee Frut. Merchsee Frut, ja. Hat sie da im Podcast darüber erzählt?
- 54:21Eigentlich schon lustig, wie sich Sachen dann so zusammenfinden. Ja, voll. Es ist eine mega nice Community, die wir von Fritzli haben. Wir repräsentieren auch so ein bisschen diesen hybriden Lifestyle. Weisst du, so mega Hype überall. Jeder plötzlich Marathons am Säckchen und Halbmarathons. Hast du letztes Jahr im Nofambran gemacht? Nein, jetzt den Zürich-Marathon habe ich gemacht.
- 54:45Hast du das auch gemacht? Zürich-Marathon habe ich gemacht. Aber letztes Jahr im November? Nein, ich habe den Halbmarathon in Saarne gemacht. Und jetzt hier in Zürich habe ich den ganzen gemacht. Nein Gott. Ja, nicht so tief. Nicht so tief? Nein, das ist eine zu klasse Aussage, aber es ist... Mega viel, was ich schon gehört habe, die schwierigsten Kilometer sind zwischen 30 und 40 oder so.
- 55:11habe ich immer wieder gehört, bin ich voll nicht einverstanden. Voll nicht einverstanden. Der Anfang. Ja, der Anfang. Die ersten 15. Da dachte ich so, nein, jetzt muss ich da noch so weit. Wenn du schon bei Kilometer 30 bist. So, hä? Jetzt aufhören. Jetzt bist du ja schon dort. Also weisst du, bei mir ist das mental, die ersten 15 waren die schwierigsten. Weil dort habe ich noch so gedacht, nein, nein, was muss ich da? Was ist das? Muss ich da wirklich das? Was muss ich da machen? Was ist das mehr bei einem Marathon? Ist es mehr der Kopf oder die Beine?
- 55:41Ich habe bei mir gemerkt, also mega wichtig ist, dass du gute Schuhe hast. Nein, Ausdauer ist nicht unbedingt Ausdauer im Sinne von
- 55:52Lang, schnell, aus dem Ausdauer, wenn du Fussball spielst, ist Ausdauer wichtig, weil du immer Antritt hast und dann magst du nicht mehr. Stop and go. Aber beim Marathon, so war das bei mir, die Sachen fangen an wehzumachen. Deine Gelenke wehen vielleicht, du merkst, dass die Muskeln, die Muskulatur das Problem ist und nicht, dass du magst, im Sinne des Schnufs, dass der lenkt. Es ist mehr... Dann hast du Schmerzen, ja. Dann musst du halt durch.
- 56:21Ja, aber warte, sorry, jetzt kommt mir gerade etwas in den Sinn. Du machst einen Marathon, der für den Körper eine Hochleistung ist. Heisst, nach so einem Marathon fährt das Immunsystem, das muss ja entweder massiv hochfahren, weil es hat Entzündungen im Körper, die es bekämpfen muss. Hat das nicht irgendwie so mit der MS noch irgendwie kontra...
- 56:46Also, produktive... Ich weiss es im Fall nicht. Ich habe schon... Während des Säcklenmolls habe ich Symptome. So ab Kilometer 25 oder so habe ich auch... Es ist immer ein rechtes Scheinbein bei mir, wenn ich erschöpft bin oder so. Da habe ich schon gemerkt, dass...
- 57:02dass es dort ein bisschen taub wird. Aber du merkst es, dass es taub ist? Wie kann ich mir das vorstellen, wenn du so falsch schläfst? Und dann bist du irgendwie mit dem... Nein, ich klebe dir ein Pflaster irgendwo hin. Ein grösseres. Irgendwie. Und ich klebe es einfach hier hin.
- 57:18Hast du so ein Daumen-Hals-Feel? Ja. Aber es ist nichts. So beschreibe ich das. Aber den hatte ich auch mal. Da war ich richtig im schlechten Moment. Ich schlief auf dem Arm. Das war in der Phase, in der ich Symptome hatte. Und noch keine Kortison bekommen hatte.
- 57:39Und vor der Diagnose, und ich bin am Morgen aufgewacht und habe meine Arme nicht mehr gespürt. Und ich dachte halt... Es ist wegen MS. Aber dabei bin ich einfach drauf, pente. Und nachher so, ey, was ein Glücksgefühl, als ich gemerkt habe, dass es angefangen hat, kreusel ich so, man. Das war richtig krass.
- 58:00Nein, es war gut. Wie hast du das gemacht mit deinem Mindset? Warst du schon immer ein positiver Mensch? Oder hast du das entwickelt? Grundsätzlich bin ich schon ein positiver Mensch. Ich versuche immer, das Positive zu sehen. Das kann manchmal stören. Manchmal... Für andere? Ja. Ganz ehrlich. Ja, aber im Sinne von, wenn du mit mir ein Problem lösen möchtest und ich dir sage, wieso löst du das nicht so?
- 58:30«Ich wollte meinen Frust, weisst du, was ich lösen kann.» «Aber können wir schnell...» «Ich kann schnell sagen, ja, ist eine wahre Scheisse.» «Dass du noch armer bist.» «Ja, voll, okay.» «Tipptopp, gibst Bescheid, wenn du es gelöst haben willst, dann können wir noch einmal darüber reden.» «Und es ist so...» «Also MS-Diagnose hat mir schon geholfen, das Mindset, den Mind-Z, so in dem Sinn, das Prübieren, positiv zu sehen.»
- 58:55Ich wollte zum Beispiel im April auf Costa Rica fliegen. One way. Weil ich Spanisch lernen wollte. Weil du Italienisch kannst jetzt. Genau, jetzt kommt Spanisch. Next one. Also wirklich. Ich bin dann aber nicht gegangen. Und wenn ich gegangen wäre, hätte sich die Möglichkeit mit einer neuen Lokalität nicht ergeben. Und eine neue Wohnung auch noch. Und alles. Und super. Und ich hätte auch Daydance nicht miterlebt.
- 59:25Ich hätte den Launch von Fritzli im Coop nicht miterlebt. Es ist immer manchmal negative Sachen passiert. Ich bin nicht irgendwie gläubig oder so, ich muss sagen, es passiert alles aus einem Grund, das würde ich nicht sagen, aber es passiert trotzdem irgendwie immer wieder irgendetwas, was vielleicht nicht besser ist, aber wo du dann sagst, vielleicht hätte es so kommen müssen. Du bist nicht gläubig? Nein.
- 59:57Ich glaube nicht, dass er ein Schöpfer ist. An das glaube ich nicht. Ich finde Aussagen wie «Gott lebt in dir» und so, was auch immer Gott ist, vielleicht, ja, jeder hat seine
- 1:00:15hat so Sachen, die der Kraft geben. Ich kann, als ich krank war, habe ich die Bibel angefangen zu lesen. Also ich habe viel in der Bibel gelesen, im Alten und im Neuen Testament. Ich finde aber auch Buddha interessant. Ich finde Nietzsche interessant. Ich finde Kant interessant. Ich finde viele philosophische Grundsätze, Gedanken unglaublich schön und geben Kraft. Und ich finde...
- 1:00:46Wenn dir Gott Kraft gibt, oder du in Gott etwas findest, das dir Kraft gibt, dann ist das mega nice. Und dann kann man daraus etwas ziehen. Ich probiere aus verschiedenen Religionen etwas herauszupicken, das ich für mich schön finde. Das gibt mir Kraft, aber das heisst nicht, dass ich gläubig bin. Ich finde christliche Ansätze gut.
- 1:01:10Heisst aber nicht, dass das in Stein gemeißelt wurde von jemandem. Das glaube ich nicht. Aber es gibt einen Grund, wieso es gewisse Verhaltensregeln gibt, wie man mit dem Mitmenschen umgeht. Es gibt irgendeinen Grund dafür. Und das ist meine Glaubensrichtung. Spannend, dass du während dieser Zeit der Diagnose die Bibel angefangen hast zu lesen.
- 1:01:39Und dann aber, wie hast du die anderen entdeckt für dich? Die anderen Bücher, die anderen Schriften. Ich finde das mega schön. Und was ist richtig, was ist falsch? Schlussendlich pick das raus, was für dich am besten funktioniert, was dir am besten einfach gut tut. Und das kannst du doch, schlussendlich. Absolut. Ich kann...
- 1:01:56viele Sachen in der Bibel gefunden, die wir viele Sachen gefunden, die wir gebraucht haben. Aber es steht auch viele Sachen drin, die man nicht mehr befolgen sollte. Es ist so ein bisschen... Von dem her... Ja, pick dir das aus, was für dich gut ist. Ich würde gerne ein bisschen mehr und besser darüber reden und erzählen, aber ich bin im Religionsunterricht und hatte wirklich ganz andere Sachen zu tun.
- 1:02:21Im Religionsunterricht habe ich auch nicht wirklich aufpasst. Ich musste es selber entdecken, dass es gute Sachen drin hat. Das sollte ich voll religiös werben.
- 1:02:32Aber ja, es hat mir Kraft gegeben in diesem Moment. Ja, das ist gut. Und das ist... Das reicht. Okay. Ähm... Wo geht deine Reise jetzt hin? Wo geht es weiter? Was... Also du hast jetzt hier dieses grosse Projekt mit dem... Mit dem grossen Projekt in Luzern, wo du noch nicht so viel darüber erzählen darfst, was ich cool finde. Da sind wir sehr, sehr gespannt. Ich glaube, das kann wahrscheinlich riesig und gross und...
- 1:02:55Das wird huge. Ich freue mich. Das wird huge. Ich habe es nicht erwartet. Das wird huge. Das wird absolut huge. Das wird wirklich, da bin ich voll davon überzeugt, geisteskrank. Und mein Ziel ist halt auch so ein bisschen, dass auch vielleicht mal ein Zürcher sagt, hey, gehen wir zum Ausgang in Luzern. Gehen wir nach Luzern.
- 1:03:17Gehen wir dort? In den Ausgang? Ja. Ah, scheisse. Jetzt habe ich schon wieder zu viel gesagt. Scheisse. Okay. Noch gespannter. Ziemlich gespannt. Gut, wir sind gespannt. Wir sind gespannt. Wir sind gespannt. Sehr gut. Also gut, in diesem Fall, Fritzli.
- 1:03:33Jetzt in Luzern erhältlich. Yes. Wenn, ich meine, ich habe eine Eventlocation noch, wann darf ich das auch in Zürich haben? Wenn darfst du es auch in Zürich haben. Ich weiss nicht, ob Zürich bereit ist für Fritzli, ich sage dir ehrlich. Ich bin in Walliselle. Du bist in Walliselle. Also für deine Eventlocation sofort, das können wir dir gerne bringen. Machen wir etwas. Sehr gerne. Also, jetzt machen wir es. Also.
- 1:03:59Gerne. Ähm... Ich kaufe da so zwei Kisten von denen. Ja. Und wir haben immer viel Apéros oben. Okay. Und unsere Kunden fragen immer wieder nach neuen Sachen. Klar, wir haben viele Stammkunden und immer wieder... Das Gleiche ist nicht cool. Darum. Äh, wenn es gut ankommt, dann machen wir eine grössere Bestellung. Das ist gut. Machen wir so. Deal, ja. Also wir sind dran. Es ist einfach... Es braucht Zeit. Wir sind zum Beispiel auch beim «Drinks of the World» immer in Luzern. Wir sind dran, dass auch schweizweit oder auch mal auf Zürich
- 1:04:29Drinks of the World ist die erste Anlaufstelle in Luzern. Wir hoffen, dass es klappt, dass wir auch in Zürich am HB im Drinks of the World sind, dass man es dort kaufen kann. Ich habe noch nicht gewusst, dass die so lokal... Die sind huge. Aber du kannst nicht in die Coop rein und sagen, «Hey, heute Abend ein gutes Getränk.» Nein, die fangen immer mit einem Bar an, so 20, 30.
- 1:04:54in Filialen und dann... Wir sind jetzt im Coop-Ruzern, wir müssen einen gewissen Absatz erreichen, dass wir drinbleiben dürfen. Darum sind wir angewiesen, dass es... Wo wird es produziert? In der Innerschweiz? In Bern. In Bern produzieren wir es. Es ist ein Schweizer Produkt. Und es ist 100% natürlich Aroma. Ich habe an unserem Daydance, unserem Timeless Tunes, am Samstag, habe ich wirklich nur... Timeless Tunes heisst das Event-Label? Ja. Okay, cool.
- 1:05:22Vielleicht mal ein Timeless zu uns in Zürich. Let's go. Oder so. Wieso nicht? In St. Gallen. Kenn ich sonst auch noch. St. Gallen. Wollen wir auf St. Gallen? Ja, sie haben wir auf St. Gallen. Ja, logisch. Überall. Einfach überall, wo es nice ist. Wo nice Leute sind. Und die Schweiz ist so voller von nicen Leuten. Mega, mega, mega. Ja.
- 1:05:42Wir bringen das Getränk mit. Eine gute Vibe. Nice DJs. Einfach Leute, die Freude spreaden. Schön. Weisst du. So soll es doch sein. Das soll es sein. So soll es doch sein. Voll. Nein, ich sehe nicht voll. Hey, mega spannend, deine Geschichte. Mega spannend, was du...
- 1:05:59Also weisst du nicht nur, was du durchgemacht hast, sondern wie du damit umgegangen bist. Ich finde das richtig beeindruckend und dass du auch anderen diese Kraft gegeben hast, um durch schwierige Zeiten zu gehen. Aber nicht nur, wenn sie eine Krankheit haben, sondern auch mindsettechnisch. Du hast auch coole Videos gemacht, wo Leute am Säckchen sind und dann sagen, «Nein, ich mag nicht mehr, ich mag nicht mehr, auf einmal kommst du an, ich mag nicht mehr.»
- 1:06:21Du machst es richtig cool und man merkt, dass du es mit einer Passion machst. Man merkt, dass du Passion hast für deine Sachen, dass du brennst für deine Sachen. Das ist mega schön zu sehen. Das ist sehr erfrischend. Nice, freut mich zu hören. Danke für das. Ich nehme mich gerne an. Danke. Wir sind aber an dieser Stelle noch nicht ganz fertig. Und zwar, ich habe immer noch so eine Schnellfeuerrunde.
- 1:06:42Nur zu. Let's go. Darum, jetzt lass mich ganz kurz schauen, ob ich sonst die Sache, die ich... Ich will ja das die ganze Zeit aufmachen. Mach doch. Nein, was ist für eine Zeit, Bruder? Halb zwölf. Fingst du Montag? Hey, bist du nicht mit der Eif unterwegs? Kann man schon machen. Also.
- 1:07:01Let's see, let's see. Ich glaube, wir haben auch eine solche Ansprache, die sie ja wissen wollten. Cool. Alright. Dann. Es ist halt geil. Es ist halt geil. Es ist halt geil. Jungs, es ist auch... Da musst du auch in die Kamera halten, damit man auch sieht, was du hier am trinken bist. So. Es ist halt geil. Es ist halt geil. Ja, super. Also, mein lieber Leo, bist du ready für die Schnellführrunde? Absolut.
- 1:07:31Gut, also das Ziel ist, relativ schnell beantworten, aber vielleicht macht es irgendwo nochmal eine Tür auf oder zwei. Ja. Aber wir müssen mal schauen, wo Anna uns den Weg führt. MS oder Mindset, was ist zuerst gekommen? MS. Das kälteste Wasser, in dem du jemals badet hast? Vier Grad. Ja, vier Grad ist das...
- 1:07:54Das tiefste, wo natürliches Wasser sein kann. Ah ja? Ich glaube, das hat jemand mit Cousin gesagt. Der ist Umweltingenieur, ich glaube ihm. Also 4 Grad im kältesten... Das kälteste, wo natürliches Wasser sein kann? Ja, jetzt muss ich... Also, ja.
- 1:08:12Sind wir uns nicht sicher? Kann sein. Es kann sein. Ich bin da schon sehr rettig, aber ich will nachher nicht der sein, der das gesagt hat. Das ist mir völlig egal. Aber wieso gefriert es dann? Das Wasser müsste irgendwo gefrieren. Ja, also fliessend. Fliessend. Fliessendes Wasser.
- 1:08:33Fließendes Wasser kann nicht unter 4 Grad gehen. Egal wie, es ist saukalt. Es ist saukalt. Gut. Etwas, das du jemandem sagen würdest, der MS hat, das du gerne gehört hättest.
- 1:08:58Was ich gerne gehört habe, weiss ich nicht, was ich gerne hören wollte. Wirklich nicht schwierig. Ich bearbeite es für dich.
- 1:09:12Die nächste Frage ist sehr wichtig. Weil die entscheidet, ob man das Interview weiterführt oder nicht. Also die ist sehr wichtig. Why? Genau. Das Why führt schon mal zum richtigen An. Und zwar Ananas auf der Pizza.
- 1:09:31Nein. Bravo. Grazie mille. Eigentlich schon, aber ich habe gewusst, was er für eine Antwort hat. War eigentlich schon. Nein, also, nein, mache ich nicht. Gut, machen wir nicht. Danke vielmals. Wir können gerne weitermachen. Barista oder Content Creator? Was bist du lieber? Barista.
- 1:09:50Hast du Vollkaffee, so Cappuccino? Ah, safe. Ja, wirklich? Ja, ja. Hey, schau, ich habe einen Baristenkurs gemacht, weil eben im Piratenstudio haben wir auch eine Baristenmaschine in St. Gallen, aber... Kannst du es nicht? Nein. Also, ich mache dir einen Cappuccino, ja, aber ich mache dir keine Zeichnung. Okay. Auch da mache ich es mir ganz einfach. Es ist einfach nicht so schwierig.
- 1:10:10Also musst du einfach mal... Musst du einfach mal viele Kaffees gemacht haben. Ja, musst du einfach mal viele Kaffees gemacht haben. Es ist wirklich nicht so schwierig. Ich habe jetzt etwas gefunden im Prodega CC. Und ich liebe es. Wenn ich einen Cappuccino mache, mit der Maschine hier oben kann ich eh keine Schaumchen, Zeichnungen machen, weil es ist voll automatisch. Aber es gibt so ein Metallteil, welches auch... ...
- 1:10:32Kakao rein und dann kannst du oben drehen und dann gibt es ein Herz. Okay. Super. Ja. Also wenn das für dich passt, dann mach das so. Mach das so. Let's go. Aber es ist wirklich nicht so schwierig. Es ist wirklich nicht so schwierig, wie es aussieht. Ja. Okay. Ja. Die letzte Entscheidung, die du bereut hast. Nicht auf Costa Rica zu gehen. Trotzdem? Trotzdem. Ja? Trotzdem. Ja.
- 1:11:03Was nicht ist, kann noch. Richtig. Ich habe es jetzt einfach ein bisschen hinterher verschoben. Das ist okay. Ich möchte da schon noch gehen. Gut. Was nervt dich an Social Media am meisten? Identifikation damit. Das Visitenkärtchen, wie du auch sagst. Das Visitenkärtchen. Ja. Dass die Leute das Gefühl haben, sie kennen mich an dem. Ja. Oder dass...
- 1:11:33Dass ich Influencer genannt werde? Ja. Das stört mich so ein bisschen. So, nein. Nein, bin ich nicht. Okay. Ja. Nein, sehe ich. Gut. Für was möchtest du bekannt sein? Für Leo Willi. Wer ist Leo Willi? Das bin ich. Das ist meine Persönlichkeit, das was ich mache. Mhm. Schön.
- 1:12:03«As Simple As That». «As Simple As That». «So schön es auch ist, so simple kann es sein.» «Deine schönste Kindheitserinnerung.» «Hausball spielen mit den Kollegen auf dem Platz mit einem kaputten Netz. Und ein bisschen am Vortag noch geregnet. Und dreckig. Und einfach geschüttelt.» «Einfach unbeschwert.»
- 1:12:32Machst du immer noch einen Schiedsrichter? Mhm. Gibt es eine Schiedsrichterentscheidung, die du heute noch bereust? Nein. Nein? Gut. Das grösste Missverständnis über MS? Man ist gerade im Rollstuhl. Okay. Ja. Erzählt man das so? Ja, nein, aber das ist einfach das Bild, das die Leute haben.
- 1:12:54Natürlich ist das Worst Case, aber das war auch noch vor der Medikation, bevor man das Medikament hatte. Das war halt der Verlauf. Aber mit den Medikamenten, die es heute gibt, kann man das sehr gut, sehr sehr weit rausziehen, wenn nicht sogar verhindern.
- 1:13:17Liesest du? Ja. Was ist das letzte Buch, das du komplett gelesen hast? «Luzerner Philosophie Studium I». Wirklich? Ja. Das habe ich im Regal von meinem...
- 1:13:32Grossvater gefunden. Als er gestorben ist, sind wir durch seine Wohnung und in seinem Bücherregal war das Buch. Das hat mich gecatcht und das habe ich genommen und gelesen. Und neben dem ganz viel, ja, ist halt Philosophie-Studium eigentlich. Aber es ist eben, wie ich es auch schon angehört habe, sehr viele philosophische Dinge zu wissen, die mich ja dort drin gecatcht haben.
- 1:14:00Okay, schön. Wieso müsste jemand Fritzli probieren? Damit er es probiert hat, damit er weiss, wie ein gutes Getränk auch schmecken kann. Dass es wirklich fein sein kann. Ich habe gesagt, ich trinke keinen Alkohol, aber... Jetzt musst du mal probieren. Wie lange trinkst du keinen Alkohol? 7 oder 8 Jahre.
- 1:14:22Ja, nein, dann, Bruder, dann nein. Nein, ich bin da mega fein mit dem. Dann müssen wir vielleicht einfach etwas Alkoholfreies auf den Markt bringen. Das kannst du probieren.
- 1:14:34Tadam. Tadam. Tadam. Ah. Tadam. Schwierig. Also nein, nicht schwierig im Sinne von, aber es ist halt so ein Ding. Ist es ein Abbruchgetränk? Erstens ist es ein Abbruchgetränk und vor allem auch, weisst du, einfach so ein neuer Geschmack. Da ist mega viel dahinter. Also weisst du, es ist auch teuer, einen neuen Geschmack zu entwickeln. Weil es gibt Mindestbestellmengen, die wir produzieren müssen.
- 1:14:59Klar, ja. Und das ist dann mega risky. Wenn das dann einfach irgendwie nicht läuft, dann sitzt man auf denen. Ja. Ja, voll. Aber ich sehe schon, dass alkoholfreie Sachen auch sehr gut laufen. Ja, aber wir sind keine Limo. Weisst du, nachher sind dann deine Konkurrenten. Plötzlich ist dann dein Konkurrent das Apfelschorle. Weisst du, und irgendwie... Nein. Ja, ja, ja. Das wollen wir gar nicht.
- 1:15:26Oder noch nicht. Oder noch nicht, sagen wir es so. Okay. Was würdest du mit 10'000 Franken morgen machen? Investieren. In was? Fritzli. Fritzli. Fritzli bestelligen.
- 1:15:51Schön, dass du das so oft verbindest. Man merkt, es ist voll so dein Projekt. Es ist nice, ja. Mega, mega cool. Dann die letzte Frage. Und zwar, der Podcast heisst Momentum. Was heisst Momentum für dich? Antrieb. Timing. Situationen. Oder Drive.
- 1:16:21So ein bisschen drive vor allem. Irgendwie den Moment mitnehmen. Ja, das ist... Würdest du sagen, du hast dein Momentum? In dem Moment schon, ja. Ja. Ich habe jetzt wirklich... Das nächste halbe Jahr wird wirklich sehr spannend. So ein bisschen was...
- 1:16:42was auch meine Zukunft so ein bisschen... Es wird jetzt wirklich einfach sehr spannend. Eben mit diesen neuen Projekten mit Fritzli. Für uns ist es ein grosser Sommer, der jetzt kommt. Es zeigt sich jetzt, ob das wirklich so nice ist, wie wir es machen. Ob es wirklich so gut ist.
- 1:17:05Es wird sich jetzt zeigen. Es ist der Moment, wo wir es jetzt herausfinden werden. Seit dem nächsten Monat. Sehr, sehr cool. Wunderbar. Hey Leo, deine Kamera. Wenn du etwas mitteilen möchtest für die Leute da draussen, die den Podcast jetzt gehört haben, für junge Unternehmer, für Leute, die vielleicht coole Ideen haben, nicht wissen, wie sie auf die Strasse bringen. Egal was, es ist jetzt deine Zeit, um ein Message herauszubringen.
- 1:17:41Wie soll ich das formulieren? Das ist noch schwierig. Es muss nicht auf A hin klappen. Es kann auch erst beim 20. Mal klappen. Hör nicht auf, probieren. Hör nicht auf, probieren. Ja. Unbedingt, ja. Das ist so ein bisschen die Message. Schön.
- 1:18:06Ja, hör nicht auf zu probieren. Nein, wirklich, es ist wichtig, dass du nicht aufhörst zu probieren. Und nimm dir den Moment, wenn es halt wirklich in die Hose ist. Ich habe auch schon andere Businesses gemacht, die in die Hose sind. So what?
- 1:18:23Weiter. Next one. Next one. Next one. Es ist gut, wenn du etwas probierst und es klappt nicht, und du genug reflektiert bist, dann verstehst du wahrscheinlich, wieso etwas nicht geklappt hat. Absolut. Und dann kannst du das nächste Mal besser machen. Absolut. Und wenn das Produkt dir so wichtig ist, dass du sagst, nein, ich möchte das hinbringen, dann weisst du, was nicht geklappt hat, wieso nicht. Richtig. Und dann kannst du ja Sachen umsetzen. Richtig. Nein, es ist wirklich mega wichtig. Und vor allem auch, dass wir...
- 1:18:53das erste Mal probiert. Ich habe das Gefühl, dass man manchmal so ein... Wie ich es gesagt habe, es muss nicht das erste sein, was du machst, was klappen muss, was einschlagen muss. Aber du musst mal irgendetwas probiert haben zu machen. Ich habe das Gefühl, dass anzufangen ist der schwierigste Schritt.
- 1:19:18Und ich finde das schön, wenn die Leute irgendetwas probieren. Es ist doch egal, was es ist. Ob das jetzt irgendein Brand ist, den du machen willst. Ob das jetzt ein Getränk ist, oder eine Kleidermarke, oder ein Podcast, oder ein Kaffee, oder... Egal. Irgendein Dienstleistung, irgendein Produkt, das du machen möchtest, den ersten Schritt mal probierst. Das ist der...
- 1:19:47Ja, ich glaube, der schwierigste. Oder einer der Schwierigen. Der schwierigste ist es nicht. Aber sicher einer der Schwierigen, der sehr viel Mut braucht. Und ich wünsche jedem Hörer dieses Podcasts Mut. Ja, Courage. Courage. Courage, ja.
- 1:20:04Ja, ich muss wirklich sagen, es war mir eine riesen Freude, dass du hierher gekommen bist, dass du dir die Zeit genommen hast, um mit mir über dein Leben, über deine Diagnose, über deine Krankheit, aber auch über deine Projekte, deine Ziele und Fritzli und was auch immer noch wird kommen, was wir noch nicht genau wissen. Du hast mich richtig geknackt, ich bin richtig gespannt, was da kommt. Also wirklich, danke vielmals für das. Es war mir eine grosse Freude.
- 1:20:32Ebenfalls danke für die Einladung. Es war mega schön. Danke fürs angenehme Gespräch. Du bist ein sehr angenehmer Gesprächspartner. Danke. Gerne mal als Freizeitgut miteinander. Sehr gerne. Das machen wir. Der nächste Rave, der nächste Daydance, was auch immer. Den nächsten...
- 1:20:50Ja, natürlich. Ja, jetzt der Sommer. Ja, es ist der Sommer. Aber mit anderen Kantonen auf Zürich, müsstest du vielleicht mal auf Luzern kommen? Hey, sicher. Wir kommen auf Luzern, es lohnt sich. Es ist so eine schöne Stadt. Luzern ist eine wunderschöne Stadt.
- 1:21:09Wir machen gute Events, gute Vibes, ein gutes Getränk, gute Musik, gute Leute. Einfach zum geniessen, um mal wieder abzuschalten und zu realisieren, hey, es ist eigentlich alles... Ist noch schön. Das machen wir. Das machen wir. Das machen wir. Gebt ihr Bescheid.
- 1:21:27Etwas, das ich auf den Weg mitgeben möchte, ist ganz viel Erfolg für die Brands, egal ob es die Daydancers sind, wie heisst der Brand? Timeless Tunes. Timeless Tunes. Ob das Fritzli ist, ob das diese Kavi, Ausgang, was auch immer, wir wissen es noch nicht genau. Egal was, ganz viel Erfolg bei das, aber eins noch vor allem wünsche ich dir, und zwar ganz viel Gesundheit.
- 1:21:51Von Herzen, wirklich von Herzen. Danke. Und dass du nicht nur dich, aber auch ganz viele andere Menschen mit deiner Geschichte berühren kannst und in Kraft geben kannst. Danke vielmals. Das mache ich auch jetzt schon. Das wünsche ich dir auch. Danke vielmals. Das wünsche ich dir auch. Danke. Es kommt gut. Das Schönste, was man wünschen kann. Es kommt gut. Es kommt absolut gut. Und an dieser Stelle auch danke dir. Danke, dass du wieder eingeschaltet hast bei Momentum. Dein Podcast, der inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählt.
- 1:22:18Und du kennst das Game, du weisst wie das funktioniert. Da unten hat es ein paar Knöpfe. Einer heisst abonnieren. Wenn du diesen Knopf drückst, verpasst du nichts mehr, was auf diesem Kanal läuft. Jetzt nebenan noch eine kleine Glocke. Wenn du diese drückst, wirst du sogar noch benachrichtigt, wenn ein neuer Podcast-Video mit Leo aufgeschaltet wird. Von daher unbedingt drücken. Wenn du ein bisschen Liebe hier lassen willst, mit einem Kommentar oder einem Like würde mir das sehr viel bedeuten. An dieser Stelle auch dir ganz viel Gesundheit, alles Gute und bis zum nächsten Mal. Tschüss. It's a wrap.