Latest / Gin And Talk / Christina Stürmer über Musik, Familie und Erfolg
Transcript
- 0:00Speaker 0: Das war mir auch immer ganz wichtig, dass das da ist und dass man auch den Kindern vorlebt.
- 0:04Speaker 0: Dass es eigentlich die Realität ist und nicht, dass man einem Leidler sitzt und von allen angehimmelt wird.
- 0:10Speaker 0: Und dass man nichts kochen muss und nix abwaschen, wenn man alles einfach immer stehen lassen kann.
- 0:15Speaker 0: und irgendwer wird schon machen!
- 0:17Speaker 0: Ich war auch so grün hinter den Ohren und super schüchtern alles.
- 0:20Speaker 0: Es ist eigentlich fast ein bisschen menschenscheu, dass ich überhaupt da in die Musik ein bisschen reingestolpert bin – das ist eigentlich schon ein Wunder!
- 0:28Speaker 0: Weil ich nie so der oberextrovertierte Mensch auch war.
- 0:31Speaker 0: Das ist ja doch so, dass gerade die Frontfrauen und Frontmänner meistens eher extrovertier sind.
- 0:39Speaker 0: Das Singen hat mir immer schon so Spaß gemacht Und da waren wir auch nix peinlich.
- 0:45Speaker 0: Also, heute noch wenn ich Text vergesse, wenn ich mich fährsinge und meinen falschen Ton habe, der geht mir immer so pfff.
- 0:53Speaker 0: So lang es nicht die ganze Zeit schräg ist und falsch.
- 0:55Speaker 0: Aber jeder kann ja jeden mal einen falschen Tont singen.
- 0:58Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 0:59Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürk und ich freue mich sehr euch heute zu einer neuen Episode Genant Talk begrüßen zu dürfen, die wir heute in Berlin aufnehmen.
- 1:08Speaker 1: Mein heutiger Gast ist Christina Stürmer.
- 1:12Speaker 1: Die österreichische Sängerin begeistert seit über zwanzig Jahren ihre Fans und kehrt nun nach einer kleinen Livepause wieder auf die Bühnen zurück.
- 1:22Speaker 1: Als erste Künstlerin im deutschsprachigen Raum wurde ihr die Ehre zuteil, ein MTV an Plucked-Album zu produzieren.
- 1:31Speaker 1: Die ersten Singles aus diesem Album wurden bereits veröffentlicht – das ganze Album folgt dann im März.
- 1:38Speaker 1: In der ersten Jahreshälfte geht sie auf Tournee durch Deutschland und Österreich.
- 1:43Speaker 1: Ich wollte von ihr wissen, wie sich ihre Karriere in diesen zwanzig Jahren entwickelt hat?
- 1:48Speaker 1: Wie sie sich selbst auf diese Reise verändert hat?
- 1:52Speaker 1: Und wie sie sich diese unglaubliche Bodenständigkeit bewahrt hat!
- 1:58Speaker 1: Wenn dir dieser Episode Genantalk gefällt dann folg uns bei Spotify Apple Podcast oder wo auch immer du gerne Podcasts hörst und hinterlass uns eine gute Bewertung.
- 2:07Speaker 1: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören.
- 2:09Speaker 1: Schön, dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 2:35Speaker 1: düstere
- 2:36Speaker 0: Atmosphäre unserer Studio-Bahn.
- 2:46Speaker 1: Liebe Christina, ich freue mich sehr dass wir uns heute hier in Berlin treffen können und du dir die Zeit nimmst damit wir ein bisschen über Musik sprechen können.
- 2:54Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 2:54Speaker 1: Herzlich,
- 2:55Speaker 0: also herzlich Willkommen.
- 2:56Speaker 0: siehst Du was erinnert?
- 2:57Speaker 0: Ich bin noch ein bisschen gaga in der Birne heute irgendwie.
- 3:01Speaker 0: Ich freue mich aber auch total das es klappt heute einfach und dass ich hier sowieso dagegen bin und das ist einfach ja... Das wird jetzt hier sitzen gemütlich
- 3:09Speaker 1: Sag mal, du gehst nächstes Jahr wieder auf Tour.
- 3:12Speaker 1: ist ja quasi knapp vor dem Jahreswechsel, wo wir hier sitzen.
- 3:17Speaker 1: Du hast MTV Anplug gemacht?
- 3:20Speaker 1: Wie geht es dir denn damit so nach... Also du hattest ja eine kleine Pause auch, wo du nicht so viel gemacht hast.
- 3:27Speaker 1: Wie ist das wieder Vollgas zurück zu sein?
- 3:30Speaker 0: Ein bisschen durchwachsen, gemischte Gefühle.
- 3:34Speaker 0: Ich freue mich voll!
- 3:35Speaker 0: dass es wieder losgeht und das ist vor allem auch eben dann wieder live los geht.
- 3:40Speaker 0: Und der andereseits merke ich gerade, dass einfach die Umstellung mich grad manchmal ein bisschen strudelt.
- 3:44Speaker 0: Der nächste Mal weil ich eben wirklich den letzten, ich glaub viele Jahre fast... Zuhause war ich war natürlich nicht untätig.
- 3:53Speaker 0: Wir haben Songs geschrieben, aber das ist halt dann bis zu mal ein bisschen unterwegs und bis man ein paar Tage in Berlin.
- 3:58Speaker 0: Aber dann hat auch wieder zwei Wochen zu Hause oder wir haben auch viel zu hause gemacht.
- 4:02Speaker 0: Ich habe ein zweites Kind bekommen und es ist einfach so von diesem Mama da sein Und daneben schon ein bisschen Musik machen jetzt wieder eigentlich zu eher Neunzig Prozent Musik machen und dass alles unter einen Hut zu bringen.
- 4:16Speaker 0: Das ist jetzt Ich bin nicht in der Findungsphase, ich bin eh schon am Ende.
- 4:23Speaker 0: Aber das war echt irgendwie wow!
- 4:26Speaker 0: Manchmal wird man hier sehr überfordert aber ich freue mich voll.
- 4:31Speaker 0: Also bei mir hat die Musik echt abgangen ist, also einfach dieses eben unterwegs sein und auch mit der Band Musik machen.
- 4:39Speaker 0: Und nicht nur im stillen Kämmerlein ein bisschen schreiben und so dran denken das man wieder ein Album macht sondern dass es jetzt wahr wird!
- 4:46Speaker 1: Ich meine in dem ersten Teil deiner Karriere wenn wir's mal so kategorisieren wollen ist ja alles so passiert.
- 4:52Speaker 1: Also du hast ja davor das Gleiche nicht schonmal gemacht das heißt du bist so'n bisschen ohne die Erfahrung quasi hineingesprungen in den ganzen Themen springst du wieder rein, hast aber die Erfahrung aus dem ersten Teil sozusagen.
- 5:09Speaker 1: Wie viel Respekt hat man denn da vor der Tourvorbereitung auch?
- 5:13Speaker 1: Du hast gerade gesagt mit dem Kind und den Kindern und dem ganzen Drum herum was da jetzt neu hinzugekommen ist so zu sagen.
- 5:22Speaker 1: Hat man da jetzt mehr Respekt davor oder ist man entspannter weil man schon weiß wie es wird?
- 5:29Speaker 0: Eigentlich denke ich hab Respekt davor, weil ich weiß dass ich es schaffen werde und ich weiß das ich es kann.
- 5:35Speaker 0: Also wir waren ja schon des öfteren auf Tour Und wir haben zwei super Kinder ist wieder anders werden natürlich aber Es wird funktionieren und Ich bin da echt sehr sehr sehr guter Dinge und freue mich drauf.
- 5:50Speaker 0: Aber es hat organisatorisch einfach jetzt ganz was anderes wie früher.
- 5:54Speaker 0: Früher habe ich halt lediglich an mich und meinen Freunden die Band und so weiter gedacht.
- 5:59Speaker 0: Und jetzt muss man halt zu noch nachdenken, was ist eigentlich wenn ich weg bin?
- 6:02Speaker 0: Was ist dann zu Hause?
- 6:05Speaker 0: und auch jetzt eben dadurch dass wir mit dem MTV Amplakt auf Tour sind.
- 6:08Speaker 0: Sind es halt auch nicht nur die Band und ich sondern da gibt's ja dann auch noch Zusatzmusiker und sind die Leser dabei.
- 6:16Speaker 0: Wen nimmt man alles mit?
- 6:17Speaker 0: Wir können ja auch andererseits nicht den ganzen Tross mitnehmen weil da müssen wir mit glaube ich drei Nightline fahren und das ist halt einfach... In Zeiten wie diesen, wo auch die Nightliner und so weiter also gerade spricht.
- 6:29Speaker 0: Und alles teurer geworden ist.
- 6:31Speaker 0: Das ist halt einfach, also Kohle technisch auch nicht drinnen.
- 6:34Speaker 0: Und das ist jetzt einfach zu den Herausforderungen, weil ich freue mich jetzt schon so auf die Proben.
- 6:38Speaker 0: Die sind ja dann eben bei uns zu Hause und da können ... Also es ist alles dann allgemein auch sehr familiär.
- 6:44Speaker 0: Es ist ja auch die Krusche und seit Ewigkeiten dabei.
- 6:48Speaker 0: Ich freu mich einfach voll drauf aber es wird sicherlich nicht einfach.
- 6:50Speaker 1: Jetzt haben wir grad schon ein paar Mal darüber gesprochen, MTV Anplugged Wie kamst du denn überhaupt dazu?
- 6:55Speaker 0: nicht die Idee, muss ich gestehen, kam oder ist auf den Mist gewachsen von einem sehr guten bekannten Freund von mir.
- 7:05Speaker 0: Fotograf und Regisseur dem Inkopärdrama.
- 7:09Speaker 0: Und wir haben vor Jahren eigentlich nur so herum überlegt, so okay, zwanzigjähriges steht an vom Christina Stürmer was kann man da machen?
- 7:19Speaker 0: Einfach nur ein Album ein neues genügt mir das!
- 7:24Speaker 0: Oder macht man, ich keine Ahnung irgendwie ein Album mit Orchester und die alten Hits sozusagen mit Orkester aufgenommen.
- 7:33Speaker 0: Und er ist dann einfach dargestanden in seiner Art so... Hä?
- 7:37Speaker 0: Ist ja ganz klar!
- 7:37Speaker 0: Wieso machst du kein
- 7:38Speaker 0: MTV-Amblackt?!
- 7:42Speaker 0: Das ist eben schon Jahre her und das ist irgendwie nicht, dass wir am Kopf gegangen sind.
- 7:49Speaker 0: Das war dann ganz lustig, weil zeitgleich auch MTV Deutschland so Kontakt aufgenommen hat mit meinem jetzigen Manager.
- 7:55Speaker 0: Und dann war es eigentlich so dass wir zwei einundzwanzig über gerade Schwanger mit meiner zweiten Tochter hatten wir das erste Zoom-Mitting wo wir darüber gesprochen haben und die waren Feuer und Flamme und ja und Priscilla Stürmer und zwanzigjährige sind unbedingt machen und da haben wir damals schon über Gäste herum philosophiert wenn man vielleicht Anfragen könnte, wer eine Idee wäre.
- 8:20Speaker 0: Also die Vorbereitung war richtig lange, hat das gedauert?
- 8:23Speaker 0: einfach also von zwei einundzwanzig muss man sich vorstellen eben bis zwei drei und zwanzig wurde es dann im Sommer aufgezeichnet wurde.
- 8:30Speaker 1: Zwanzig Jahre?
- 8:31Speaker 1: Du hast jetzt gerade schon gesagt was bedeuten die zwanzige Jahre für dich?
- 8:35Speaker 1: wie fühlt sich das an?
- 8:36Speaker 0: Ja anfühlen tut sich eigentlich eher wie wenn's vorgestern gewesen wären.
- 8:39Speaker 0: ich denke mir wo ist eigentlich die ganze Zeit hin?
- 8:42Speaker 0: Und dann muss ich mich wieder hinsetzen und denken, was ich alles in den zwanzig Jahren eigentlich erlebt habe.
- 8:46Speaker 0: Wenn ich alles getroffen habe... ...was ich alles gemacht habe und das ist irgendwie so voll Irre, was einem dann wieder vorkommt wie ein Wimpernschlag eigentlich und dass es so schnell ging und dann liegt vielleicht auch am Alter,... ...dass man sich dann denkt okay ich muss eigentlich, ich muss alles viel viel merenießen ab sofort.
- 9:06Speaker 0: also ich hatte das schon mit dreißig jahren wo ich mir gedacht habe ok jetzt bin ich dreißzig Ich muss vielmehr so doofes klingen, dass man dieses jetzt was jetzt gerade passiert und nicht immer dran denken.
- 9:17Speaker 0: Okay, was mache ich in einem Jahr?
- 9:18Speaker 0: Und okay da gehe ich jetzt auf Tour oder was plane ich da in zwei Jahren sondern viel mehr.
- 9:24Speaker 0: eben dieses Jetzt ist echt grad geil!
- 9:27Speaker 0: Und jetzt genießen wir eben sonst sitze ich in zwanzig Jahren wieder da und denke ja damals mit vierzig Das kommt mir vor wie vor Gast dann.
- 9:38Speaker 0: Also die zwanzig Jahre sind ja wie im Flug vergangen, aber es ist so viel passiert also überall auf allen Ebenen eigentlich.
- 9:46Speaker 1: Haben sich Ziele für dich verändert?
- 9:48Speaker 1: Eigentlich wenn du es vergleist mit vor zwanziger Jahren.
- 9:51Speaker 1: was würdest du heute sagen ist noch so ein Ziel wo du hin willst?
- 9:56Speaker 0: Schwierig.
- 9:57Speaker 0: ich habe damals wie das ganze begonnen hat So lustiger.
- 10:03Speaker 0: das wollte ich dann unbedingt habe.
- 10:04Speaker 0: Ich hab mal gesehen, also war natürlich wie viele in meinem Jahrgang, also gerade Mädchen, so ein Fan von Alanis Morissette.
- 10:11Speaker 1: Habe ich grade live gesehen.
- 10:12Speaker 1: Ja.
- 10:13Speaker 1: In Ostern und Texas.
- 10:15Speaker 1: Großartig
- 10:15Speaker 0: super ja!
- 10:16Speaker 0: Und die hat damals mal gespielt auf der Burg Klambe uns in Österreichen... ...und ich war da halt noch so niemand und sagte mir so geil, boah da will ich auch mal spielen, boh wie toll wäre das wenn ich dort mal stehen würde?
- 10:32Speaker 0: Und dann war es, glaub ich, in dem Jahr ... Ich hab mich selbst dort gespielt.
- 10:37Speaker 0: Das ist einfach eine wunderschöne Location.
- 10:39Speaker 0: Also das ist eben die Proklammen und so ein Riesenwiese.
- 10:42Speaker 0: Es ist so einen Hang.
- 10:44Speaker 0: Eigentlich sieht man als Publikum von überall, wenn's ein schöner Sommertag ist.
- 10:49Speaker 0: Es is wunderschön!
- 10:50Speaker 0: Dann hab ich im Jahr ... Das ist so lustig.
- 10:54Speaker 0: Was sich auch alles ergeben hat eigentlich in den zwanzig Jahren, wo es gar nicht mein Ziel war.
- 11:00Speaker 0: Das ist eigentlich das Schöne, wenn ich jetzt so zurückdenke.
- 11:03Speaker 0: Ich möchte mal einen Echo haben.
- 11:07Speaker 0: Es ist gar nicht die Befriedigung gewesen sondern eher das was dann zufällig passiert ist, wenn man kennen gelernt hat oder dass ich als Vorband in Wien bei Bon Jovi auf der Bühne und eine Woche später in München als Vorband kommt nach dem Konzert der Manager um die Ecke und sagt, kannst du bitte ins Management Büro kommen?
- 11:30Speaker 0: Also alles auf Englisch natürlich.
- 11:31Speaker 0: Und dann haben die mich gefragt, ob ich mit John einen Song dann singen möchte?
- 11:38Speaker 0: Weil der findet meine Stimme toll und ich war auch im siebten Himmel.
- 11:43Speaker 0: Und ich war früher halt von Juri Fan und das kippte Faith-Album Rafa Drute gehört.
- 11:51Speaker 0: Das war ja auch nie mein Ziel.
- 11:53Speaker 0: Wenn man bekommt oft in Interviews die Frage gestellt, mit wem würdest du gerne irgendwann mal was machen oder was singen?
- 12:00Speaker 0: Und also ich finde es am geilsten immer, wenn sich das dann einfach ergibt und wenn das dann aber trotzdem nicht so erzwungen ist.
- 12:08Speaker 0: Das war einfach großartig.
- 12:12Speaker 0: Es hat sich das verändert dass ich jetzt das klingt blöd und vielleicht doof, aber wirklich Ziele in dem Sinn habe ich nicht.
- 12:21Speaker 0: Ich wäre natürlich total geil, wenn da hin gehen könnte.
- 12:25Speaker 0: Wenn keiner mehr kommt zu den Konzerten Zu Hause bleiben muss, wenn mir das live unterwegs sein.
- 12:32Speaker 0: Einfach echt Spaß macht!
- 12:34Speaker 1: Zwanzig Jahre in denen du ja auch sehr viel Erfolg hattest viele deiner Kollegen und Kolleginnen verlieren da ja auch gerne mal so ein bisschen die Bodenhaftung.
- 12:43Speaker 1: Du sitzt vor mir und wirkst wahnsinnig nach wie vor Wahnsinnig geerdet und und und bodenständig Und irgendwie nah an der Realität sozusagen Was was erdet dich denn?
- 12:56Speaker 1: So also wie wie schaffst du dass du eben auch mit all dem Erfolg, den du hattest, passt.
- 13:04Speaker 1: Dass du da nicht irgendwie mal so den falschen Weg einschlägst und die Bodenhaftung verlierst?
- 13:11Speaker 1: Also das machst du ja genau nicht...
- 13:14Speaker 0: Ich weiß es eigentlich nicht zu ganz genau.
- 13:18Speaker 0: Ich glaube, es liegt viel an dem Freundeskreis.
- 13:22Speaker 0: Und ich glaube es liegt auch viel daran wie man aufgewachsen ist oder wie einem die Eltern behandeln.
- 13:31Speaker 0: Also meine Eltern unterstützen mich und sind große Fans.
- 13:36Speaker 0: Aber irgendwie würde ich halt trotzdem nur die Christina, die dann auf Besuch kommt um den Hotel Mama wohnt.
- 13:43Speaker 0: Und das nicht die Prinzessin, die wow!
- 13:45Speaker 0: Das ganze Dorf steht kopfweilig.
- 13:47Speaker 0: Christina einmal zu Hause ist?
- 13:49Speaker 0: So gar nicht eigentlich.
- 13:53Speaker 0: Ich glaube Kinder erden auf alle Fälle total weil denen... dass es irgendwie auch total egal ist, sondern im Gegenteil.
- 14:00Speaker 0: Also eigentlich ist das dann eher sowieso bis und schon wieder unterwegs so.
- 14:03Speaker 0: Wann mal nicht zu Hause?
- 14:05Speaker 0: Wann kommst du denn
- 14:06Speaker 0: endlich?!
- 14:07Speaker 0: Und das ist egal wenn ich sage, ich habe einen Berg voll Mais noch zu beantworten!
- 14:12Speaker 0: Ja und dann spielst du da jetzt endlich mit mir Lego, wann baust Du mit mir das jetzt zusammen oder wann?
- 14:17Speaker 0: komm lest Du mir jetzt bitte ein Buch vor?
- 14:20Speaker 0: Naja und allgemein, ich glaube echt, dass der Freundeskreis das ist... Mir war auch immer wichtig, dass ich wenn ich von dem ganzen Trubel nach Hause komme.
- 14:28Speaker 0: Also gerade so die ersten Tournähen, man ist viel unterwegs, man wird angehimmelt.
- 14:32Speaker 0: Man hat ein Foto da, ein Fote irgendwie, Autogramme und das wenn ich dann nachhause komme, dass es dann einfach ruhig ist.
- 14:42Speaker 0: also ich wohne am Land seit sieben.
- 14:44Speaker 0: jetzt schon bin halt auch im Land groß geworden habe kurzfristig in Wien gewohnt für zwei Jahre und zwei Jahre auch in Berlin Und das habe ich einfach gemerkt, dass mir das zum Beispiel nicht so ganz gut tut.
- 14:56Speaker 0: Wenn ich einfach ... weiß ich nicht... Das war mit zu laut und dann komme ich nach Hause von viel unterwegs und von allen Himmeln an und dann war mir die Stadt aber ich bin nicht runtergekommen!
- 15:08Speaker 0: Und das passiert halt jetzt am Land sehr wohl wenn ich dann das Vogelgezwitscher höre oder der Traktor vor der Tür vorbei fährt und so.
- 15:18Speaker 0: Ich glaube, das ist ganz wichtig auch, Ja, ein normales Leben führt.
- 15:25Speaker 0: Wir haben einen Garten zu Hause und ich mache den Gemüsegarten wenn ich Zeit habe.
- 15:29Speaker 0: Klar es gibt unglaublich viel Unkraut bei uns weil ich eben nicht so viel Zeit habe.
- 15:33Speaker 0: aber das ist alles normal und das war mir auch immer ganz wichtig dass da ist und man auch den Kindern vorlebt dass das eigentlich die Realität ist und nicht dass man einem Nightliner sitzt von allen angehimmelt wird und dass man nix kochen muss und nix abwaschen, wenn man alles einfach immer stehen lassen kann.
- 15:51Speaker 0: Und irgendwer wird schon machen.
- 15:54Speaker 0: Genau das ist mir ganz wichtig, dass man das auch selber alles kann und machen will.
- 15:59Speaker 0: Das
- 16:00Speaker 1: hast du die Kinder gerade schon lange gesprochen.
- 16:02Speaker 1: wie haben sich da bei dir die also sagt ja mal jeder wenn die Kinder da sind verschieben sich die Prioritäten komplett.
- 16:08Speaker 1: würdest du es auch sagen hat sich da viel verändert für dich?
- 16:12Speaker 0: Ja und nein.
- 16:13Speaker 0: Es hat sich verändert, dass ich mir jetzt immer denke, was habe ich eigentlich früher gemacht wie ich keine Kinder hatte?
- 16:19Speaker 0: Da muss man unfassbar langgemäerlich gewesen sein!
- 16:23Speaker 0: Aber... Also natürlich verschieben sich ein bisschen irgendwie die Prioritäten weil man nicht nur an sich selber denkt oder in seinem Partner sondern auch an die Kinder wenn man ein bissel mehr organisieren muss.
- 16:38Speaker 0: Und andererseits ist es aber so das ich mir immer denke die Kinder Soll nicht mein Leben verändern, also die sind ja zu uns gekommen sozusagen und leben jetzt bei unserem Dürfen sie teilhaben.
- 16:50Speaker 0: Und ich glaube das haben wir ganz gut hinbekommen weil die Große war auch mit auf Tour wie du war sie gerade mal so ein halbes Jahr drei Viertel Ja und viele haben mich natürlich angebrannt hat damals wie schlechte Mutter dass ich bin und dass sich das meinem Kind antut.
- 17:06Speaker 0: und ich sehe jetzt die Sieben der das schönste Leben Und die ist in ihrem zarten Alter schon so viel herumgekommen.
- 17:15Speaker 0: Ist so menschelfreundlich und ist offen, hat ein gutes Herz, ist ein guter Mensch und ist sozial wahnsinnig toll unterwegs mit ihren sieben Jahren.
- 17:28Speaker 0: deshalb ich glaube wir haben da alles richtig gemacht das ja einfach das Leben bei uns mitleben und dass nicht wir alle nach den Kindern richten also es ein Miteinander ist.
- 17:38Speaker 0: also klar wird jetzt nicht immer sind jetzt keine Hunde, die da mitkommen müssen überall.
- 17:43Speaker 0: Aber dass es so ein Miteinander ist und das weiß ich nicht.
- 17:47Speaker 0: Das habe ich mir immer vorgenommen und das hat gut funktioniert.
- 17:49Speaker 1: Du hast gerade gesagt auch in der Zeit wo du jetzt nicht auf Tour oder auf Bühne warst, hast du auf viele Songs geschrieben und natürlich weiter gearbeitet an der Musik.
- 17:59Speaker 1: Jetzt hat ja jeder so ein bisschen seinen ganz eigenen Mechanismus und das klappt mit dem Songs schreiben und wie man das macht, wo die Kreativität herkommt.
- 18:11Speaker 1: Wie funktioniert es bei dir?
- 18:12Speaker 0: Die kann bei mir eigentlich überall kommen.
- 18:14Speaker 0: also ich bin jetzt keiner die sich hinsetzt und sagt okay jetzt wird der Song geschrieben.
- 18:19Speaker 0: Also ich habe ja ganz zu Beginn vor zwanzig Jahren gar nichts selber geschrieben.
- 18:22Speaker 0: Das war, da bin ich ja wirklich irgendwie so reingestolpert von der Buchhändlerin.
- 18:26Speaker 0: Ich hab viel gelesen immer schon, Liebbücher und dann haben wir zack ist man in diesen Musik-Zirkus drinnen.
- 18:35Speaker 0: Und da wurden viele, viele Songs für mich geschrieben.
- 18:39Speaker 0: Habe ich immer dran herum.
- 18:40Speaker 0: gemäckert, was mir irgendwie nicht gefällt an den Zeilen.
- 18:43Speaker 0: Und dann wird das aus dem All umgeschrieben bis es mir gepasst hat.
- 18:46Speaker 0: Das ist mir gedacht okay jetzt ist auch wenn ich's nicht selber geschrieben habe authentisch.
- 18:51Speaker 0: Mittlerweile glaube ich seit Jahrzehnten hole ich mir immer quasi Songwriter die halt jetzt auch über die Jahre auch schon eigentlich wirklich gute Bekannte teilweise Freunde geworden sind und wir schreiben meistens so zu dritt manchmal sogar zu fünft an Songs.
- 19:06Speaker 0: Und dass ist meistens sowas eigentlich.
- 19:11Speaker 0: Ich mir einfach so Ideen auch immer wieder notiere, wenn ich halt nicht mit Freunden treffe und die irgendwelche Sachen haben.
- 19:19Speaker 0: Die sie belasten oder wo ich mich da denke scheiße das stimmt.
- 19:24Speaker 0: Das hatte ich auch mal.
- 19:25Speaker 0: und wo man einfach so ja Ideen hat.
- 19:29Speaker 0: Einfach wo man dann einen Song eventuell mal dazu machen kann also gar noch nicht konkret.
- 19:35Speaker 0: Und das notiere ich mir halt dann entweder ein Zettel.
- 19:40Speaker 0: So ein Analogtyp und dann muss ich da immer irgendwie tausenden Zetteln und Heftchen mit.
- 19:46Speaker 0: Und ich finde dann oft gar nichts, und dann rutscht mir wieder nach drei Jahren irgendwo einen Zettel in die Hand wo ich mir irgendwas aufgeschrieben habe und dachte das ist geil!
- 19:52Speaker 0: Super Idee.
- 19:53Speaker 0: eigentlich passt jetzt viel besser noch wie vor drei Jahren.
- 19:57Speaker 0: genau wenn wir uns dann treffen eben zum Song schreiben meistens lustigerweise in Berlin Weil wir da die meisten Leute kennen oder bei uns zu Hause.
- 20:08Speaker 0: Also ich schreibe eigentlich sehr, sehr viel mit meinem Lebenspartner mit dem Oliver.
- 20:13Speaker 0: Der kennt mich halt auch in und auswendig.
- 20:15Speaker 0: Wir haben den gleichen Musikgeschmack irgendwie und das funzt halt einfach so richtig.
- 20:21Speaker 0: Und genau dann arbeiten wir dann die Idee aus.
- 20:26Speaker 0: Das ist manchmal einfach nur ein Thema.
- 20:29Speaker 0: Manchmal ist es natürlich auch so dass der Ich liebe Songwriter-Kollegenfreunde, dass die mit einer neuen Melodie schon um die Ecke kommen oder irgendeine Zeile, die dann auch lustigerweise genau auf das Thema passt.
- 20:42Speaker 0: Und meistens gehen wir dann den Chorus erst an und da fasst Zeit gleich mit Musik und Melodie und Text.
- 20:51Speaker 0: also da ist gar nicht so, dass davor der Text da ist und dann probiert man irgendwas herum sondern es wird parallel irgendwie im Raum gearbeitet.
- 20:59Speaker 0: das kristallisiert sich dann immer so ich mach den text mit jemandem und oliva.
- 21:05Speaker 0: Der macht eben dann das musik und der ruselt schon irgendwas an der gitarre rom oder gravier oder irgendwas, genau dann kriegt man das ja im raum schon mit was da irgendwie passiert.
- 21:15Speaker 0: und dann ist er dieser weib von diesem thema.
- 21:18Speaker 0: und genau zu gehen wir das meistens an
- 21:21Speaker 1: also eigentlich so eine jam session nebenher ideen spielen.
- 21:27Speaker 1: Wie hat sich denn in diesen um nochmal kurz auf die zwanzig Jahre zurück zu kommen, wie hat sich dann in den zwanziger Jahren dieses ganze Geschäft diese ganze Musikwelt verändert.
- 21:40Speaker 1: Gibt es da irgendwas wo du sagen würdest das ist eigentlich dass Die einschneidendste oder die radikalste Veränderung, die es da irgendwie in den zwanzig Jahren gibt.
- 21:49Speaker 1: Wo du heute sagst, das war damals aber irgendwie ganz anders noch?
- 21:53Speaker 1: Also hat sich ja einiges getan.
- 21:55Speaker 0: Ja, also hat sich schon viel getan.
- 21:57Speaker 0: Aber mit was ich ja nur nicht zu ganz klar kommen müsste ist natürlich der ganzen Streaming-Welt.
- 22:04Speaker 0: Da komme ich dann auch immer drauf so, oh Alter Schwede!
- 22:06Speaker 0: Ich bin echt... Also nicht, ich bin echt alt.
- 22:08Speaker 0: Aber so lustig, wenn ich mit so Jüngeren Musikerinnen dann redet also einfach ich letztens ein längeres Gespräch mit Mathea gehabt und diese ganz woanders, die hat woanders gestartet.
- 22:22Speaker 0: Die kennt halt wiederum das nicht was ich eben vor zwanzig Jahren da war.
- 22:26Speaker 0: Da gab es noch kein Spotify oder sonst irgendwas.
- 22:28Speaker 0: Also total spannend auch wenn man eben so überlegt Ich bin jetzt auch mein eigenes Label sozusagen Wie viele CDs man heutzutage noch pressen lässt?
- 22:39Speaker 0: Wie viel ist das eigentlich.
- 22:41Speaker 0: und wenn ich daran denke, was vor zwanzig Jahren für Platin Awards bei meinen Eltern zu Hause hängen habe.
- 22:49Speaker 0: Was da verkauft worden ist und was jetzt Gold war.
- 22:55Speaker 0: Ich weiß es jetzt gerade gar nicht, was gold in Österreich im Moment ist aber die kann ja nur fünfzehntausend also Oder sogar noch weniger.
- 23:03Speaker 0: Das ist ja nix, also im Gegensatz zu vor zwanzig Jahren und eigentlich war es für zwanzige Jahre schon nix.
- 23:08Speaker 0: wenn man dann nochmal vordenkt und das ist so schräg.
- 23:13Speaker 0: Also da merke ich dass ich innerlich höre selbst auch viel auf Title und so aber... Äh, innerlich denke ich mir dann immer so der ähh irgendwie sich das auch gesteißt.
- 23:27Speaker 0: Aber ja andererseits super dass man es so schnell auch konsumieren kann und so.
- 23:32Speaker 0: Also das ist einfach so dieses Ding was man mal so über die letzten zwanzig Jahre eben dazu erlebt hat.
- 23:39Speaker 0: Und für mich persönlich natürlich ist es halt einfach eben dieses Mitschreiben Das war vor zwanziger Jahren also gar nicht und das war auch nicht mehr den.
- 23:48Speaker 0: ich habe jetzt schon irgendwas geschrieben aber das waren ja immer.
- 23:51Speaker 0: Ich war auch so grün hinter den Ohren und super schüchtern alles.
- 23:55Speaker 0: Also eigentlich fast ein bisschen menschenscheu, also dass ich überhaupt da bin, das muss ich bis ins Rheingestolpe bin, ist schon ein Wunder weil ich nie so der wobei extrovertierte Mensch auch war.
- 24:05Speaker 0: Das ist ja doch so, dass die gerade die Frontfrauen von Männer doch meistens eher extravertier sind.
- 24:14Speaker 0: Genau und deshalb war mir das auch ganz zu Beginn.
- 24:16Speaker 0: Ich hatte total Probleme, einfach jemanden das zu zeigen was ich geschrieben habe an Text weil ich mir gedacht hab es ist.
- 24:22Speaker 0: Das kann ja nix.
- 24:25Speaker 0: Mir war das immer alles eben peinlich und ich dachte immer es ist ultra schlecht.
- 24:31Speaker 0: Und irgendwann weiß gar nicht mehr wann.
- 24:34Speaker 0: Ich glaub so ein bisschen der Knopf der aufgemacht hat damals schon Walter aus Berlin Der Keyboarder und auch eben Songwriter bei Jennifer Rostock, den habe ich irgendwann mal kennengelernt.
- 24:45Speaker 0: Das war irgendwie ... der hat mir das alles so leicht gemacht.
- 24:48Speaker 0: Und es war ... dass Arbeiten mit ihm was so toll und so ein wunderschöner Song rausgekommen.
- 24:53Speaker 0: Ich glaube, das war einer der ersten, wo's einfach wurde... Oder Knopf haben wir ein bisschen ausgegangen ist bei mir.
- 25:01Speaker 1: Du hast gerade gesagt mit so dieses Zusammenspiel zwischen introvertiert sein und extrovertiert seien müssen, weil es einfach auch der Job ja natürlich verlangt.
- 25:12Speaker 1: wie handelst du das?
- 25:13Speaker 1: also ist das so dieser moment wo du sagst okay jetzt gehe ich auf die bühne jetzt bin ich
- 25:18Speaker 0: Ja, jetzt bin ich die
- 25:19Speaker 1: Bündn-Person.
- 25:20Speaker 1: oder wie machst du das?
- 25:21Speaker 0: Das ist total spannend.
- 25:22Speaker 0: Ich weiß es nicht!
- 25:22Speaker 0: Ich habe keine Ahnung... weil eigentlich, wie gesagt, also ich bin gerade dieses ganze bei diversen Aftershow Partys für das vieles Smalltop.
- 25:32Speaker 0: Das ist auch alles überhaupt nicht meins.
- 25:34Speaker 0: Es ist immer, ich fühle mich immer so unwohl.
- 25:36Speaker 0: Freu mich dann immer wenn ich irgendwo wenn sie mich kenne und dann wird's ja normales Gespräch.
- 25:41Speaker 0: Danke.
- 25:43Speaker 0: Ähm.. Ich weiß nicht, das geht irgendwie in den Schalter um Und auch das habe ich aber über die Jahre gelernt.
- 25:49Speaker 0: Ich weiß noch, gerade die ersten Konzerte waren so, dass sich auf die Bühne gegangen bin und singen war irgendwie nie das Problem.
- 25:54Speaker 0: da jetzt immer das ... weiß ich nicht bei mir das Herz aufgegangen und singe dann war ich immer laut.
- 26:00Speaker 0: War als Kind schon so.
- 26:02Speaker 0: Also irgendwie singen hat mir immer schon so Spaß gemacht.
- 26:07Speaker 0: Da waren wir ja auch nix peinlich.
- 26:08Speaker 0: also auch heute noch wenn ich Textverkehrs, wenn ich mich fährsinge Wenn ich mal einen falschen Ton hab der geht mir immer so Pff Solange es nicht die ganze Zeit schräg ist und falsch, aber sie kann ja jeder mal einen falschen Ton singen.
- 26:21Speaker 0: Aber dass auf die Bühne gehen, da war's früher eben so... Ich habe nichts geredet mit dem Publikum!
- 26:29Speaker 0: Ich hab ab und zu mal ein Danke dazwischen rausgebracht.
- 26:33Speaker 0: Danke schön!
- 26:35Speaker 0: Und hallo hier in Berlin oder so?
- 26:38Speaker 0: Aber sonst hat gar nix.
- 26:43Speaker 0: Dann fahren halt irgendwie, keine Ahnung.
- 26:44Speaker 0: Irgendwer hat dann aus dem Blick, ob ich das dann natürlich dann immer im Internet dann so die Kommentare ja und redet zu wenig und hin.
- 26:53Speaker 0: Mecker mecker!
- 26:54Speaker 0: Und keine Ahnung wie es passiert ist.
- 26:56Speaker 0: irgendwann habe ich mir gedacht okay jetzt probier' ich halt mal was und erzähl' was.
- 27:00Speaker 0: und eigentlich war's bei den letzten zwei oder drei Turnien schon so dass die Band mich dann eigentlich am Nachgang immer ein bisschen auf die Schaufel nimmt weil ich hab gefühlt mehr Rede als wir spielen und die Konzerte ewig gedauert haben.
- 27:12Speaker 0: Aber ich hatte dann immer so den Eindruck, dass die Leute da waren.
- 27:15Speaker 0: Die haben halt die Geschichten dann also gerade zwischen den Songs und ein bisschen was über den Song oder das wieder entstanden ist oder hat dann immer einen Schwank aus dem Leben vielleicht auch nur Textseilen vom Lied erklärt warum die da entstanden sind?
- 27:31Speaker 0: Und was es eigentlich mit meinem ersten Auto auf sich hat und wie er hieß und dass ich meinem Auto einen Namen gegeben habe.
- 27:36Speaker 0: und genau das hab ich über die Jahre jetzt die zwanzig Jahre irgendwie gelernt.
- 27:42Speaker 0: Du merkst meine Antworten fünf Minuten dauern.
- 27:45Speaker 1: Aber ist das eigentlich eine spannende Geschichte?
- 27:47Speaker 1: Weil, wenn du auf die Bühne gehst und erzählst so eine Geschichte ... Siehst du das als irgendwie Teil der Show mit der Distanz zu denen, die zuhören oder hast du in dem Moment wirklich das Gefühl, da erzählste es jetzt wirklich den, die da sind und die hören dir zu?
- 28:08Speaker 0: Also ich bin ja auch eine, ich muss die Leute immer angucken.
- 28:11Speaker 0: Ich mag das gar nicht kennen Kollegen, also man redet ja auch ein bisschen untereinander und oft wird man geblendet und dann sucht man sich einen Punkt und so wo man halt hinschaut.
- 28:19Speaker 0: aber ich kann das nicht, ich kann nicht ins Leere gucken.
- 28:23Speaker 0: Aber ich muss immer die Leute so scannen und anschauen und in die Augen schauen und da merke ich ja schon ob sie eigentlich gerade zuhören oder ob Sie gerade ins Handy schaunen oder ob sie Däumchen drehen oder was auch immer.
- 28:38Speaker 0: Da habe ich schon ein gutes Gespür, wenn die da gerade an meinen Lippen hängen und die Geschichte auch echt wissen wollen.
- 28:44Speaker 0: Und dann oft auch mitreden teilweise.
- 28:49Speaker 0: Das macht mir halt einfach mittlerweile so Spaß!
- 28:50Speaker 0: Und deshalb war dann eben gerade dieses MTV-Amblack natürlich... Da sitzt man erzählt was und das war jetzt im Moment echt grad voll mein Ding.
- 29:03Speaker 1: Da waren ja auch andere Künstler mit involviert, wie kam es zu der Zusammenarbeit mit den einzelnen Künstlern-Bands und so weiter?
- 29:13Speaker 1: Also wurden die ausgebildet.
- 29:14Speaker 1: am Ende?
- 29:15Speaker 0: Ja das war eigentlich ganz spannend weil eben wie ich vorgesagt hab zwei, einundzwanzig war schon das erste Gespräch mit MTV Germany und da haben wir eben schon paar Namen genannt und ich weiß gar nichts ob da... Mattea war da sogar auch schon auf der Liste.
- 29:32Speaker 0: Ich glaube alle anderen, aber nicht!
- 29:34Speaker 0: Die kamen dann erst so in den nächsten ein zwei Jahren und ich habe ja lieber meine Listen gemacht und die A-Brio ist so wenig wirklich wirklich gerne dabei hätte und unbedingt... Und ich wollte aber nicht und das war eigentlich bei meinem Management auch dass wir gesagt haben es ist total bescheuert jetzt zehn anzufragen gleichzeitig und dann so mal zu gucken wer dann wirklich lust hat sondern wir sind es echt ganz langsam angegangen.
- 30:04Speaker 0: Und haben also die ersten gefragt, so die ersten ein zwei Mal geguckt ob sie Bock haben.
- 30:11Speaker 0: wenn wir die keine Ahnung aus welchen gründen auch immer keine Lust hatten oder nicht reingepasst hat keine Zeit gehabt haben Dann eben den nächsten und das war eigentlich so dass sehr, sehr wenige gefragt haben.
- 30:27Speaker 0: Klar, eins oder zwei haben keine Zeit gehabt.
- 30:30Speaker 0: aber also Wolfgang Ambus zum Beispiel der war sofort dabei und gesagt ja was macht man?
- 30:36Speaker 0: Was stößt denn vor?
- 30:37Speaker 0: da bin ich dabei Und irgendwie hatten wir dann die Sportfreunde waren für mich ganz wichtig.
- 30:47Speaker 0: Also nach denen hätte ich glaube ich alles gerichtet so gefühlt Die haben auch den Urlaub noch verschoben damit sie dabei sein können Weil mit den Sportfreunden irgendwie so fast ein bisschen alles begonnen hat.
- 30:58Speaker 0: Das war immer eine ... Also, für Sportfreunde und wir sind Helden waren die zwei deutschsprachigen Bands, die ich mit zwanzig oder so gehört habe.
- 31:08Speaker 0: Und die mich auch einfach so dahin gebracht haben, dass ich mir gedacht hab, hey, Deutschsprache kann so cool sein!
- 31:14Speaker 0: Und das ist nicht nur der alte Schlager sondern es kann auch echt in diese Pop-Richtung gehen oder Indie ja schon sein Und das will ich auch nicht machen.
- 31:27Speaker 0: Also irgendwie ihre Richtung, also deutschsprachig singen und deshalb war es für mich einfach mit den Sportfreunden so dass die... wie gesagt nach denen hätte ich das ganze Timing gerichtet und alles abgesagt umgeschoben, dass sie dabei sein können.
- 31:45Speaker 0: Deine Freunde waren ganz lustig weil die kamen du sind auf dem Mist von meiner großen Tochter ja gewachsen.
- 31:51Speaker 0: Die, die sehr gerne hört Die bin ich dann einfach mit denen in Berührung.
- 31:58Speaker 0: Man sucht halt dann, wenn man Kinder hat irgendwie nach Musik und sagt dem Kind irgendwie gefällt und für uns auch super ist.
- 32:03Speaker 0: Also das nicht nur Kinderlieder laufen Und die große, diese Team eben und hört auch gerne Harry Styles.
- 32:11Speaker 0: natürlich glaube ich wie die ganze Welt Und David Brough hört sie zwar auch und alles mögliche aber eben deine Freundin, dass es ihr halt voll reingekippt.
- 32:22Speaker 0: Und dann haben wir so herumgeschärzt, ob ich die fragen soll, ob das passen könnte.
- 32:27Speaker 0: Aber was mach auch mit denen?
- 32:28Speaker 0: Weil ich sehe jetzt nicht dass deine Freunde ich lebe mit mir machen oder so.
- 32:32Speaker 0: Ich hab da mal den Lukas von deiner Freundin angerufen und die waren lustigerweise auch gleich Feuer und Flamme.
- 32:37Speaker 0: Was mich total gewohnt... Also was ich nicht gewohnte oder das hat mich gefreut, aber dass sie gleich so eben so auch so onn waren und so Feuer und flammen eben.
- 32:48Speaker 0: Und dann sagen wir halt noch ein bisschen herum gecheckt, welcher Song das sein könnte.
- 32:52Speaker 0: Und ich hätte zwar einen anderen vorgeschlagen und sie meinte dann ja aber irgendwie immer die quasi die super-supergroßen Hitz und Schokolade auch vielleicht doch ein Anderen?
- 33:03Speaker 0: Dann kamen die mit keine Märchen um die Ecke... ...und ab dem Zeitpunkt haben wir natürlich zu Hause nur mehr keine Märche gehört.
- 33:12Speaker 0: Da ist Lebra von rundherum.
- 33:14Speaker 0: Naja jetzt bin ich zum Raps da geworden!
- 33:19Speaker 0: Nein, das war schon.
- 33:21Speaker 0: Ich bin sogar fast froh, dass der eine oder andere abgesagt hat und da nicht konnte, weil die jetzt dabei sind.
- 33:29Speaker 0: Das hat einfach menschlich gepasst und so eine geile bunte Mischung mit einer Schauspielerin, Ursula Strauß, die in Österreich wirklich jeder kennt!
- 33:42Speaker 0: Und eben den Sportfreunden und deine Freunde, wie der diese Ruprik da.
- 33:46Speaker 0: Und Mathia von den Jungen ist halt echt einfach wirklich super!
- 33:53Speaker 0: Die waren alle so herzlich und auch eben so normal und das hat mir einfach Spaß gemacht.
- 34:00Speaker 1: Ich kann mir vorstellen wenn man eine Liste macht und sich Leute raussucht die mit denen man gerne was machen möchte, hat man ja so ne Vorstellung davon wie es wird.
- 34:10Speaker 1: Also man hat ja irgendwie so eine Idee im Kopf, was dabei rauskommt.
- 34:14Speaker 1: Gabs da Momente die dich überrascht haben?
- 34:18Speaker 1: Also wo du nicht damit gerechnet hast dass es so wird.
- 34:21Speaker 1: also egal ob jetzt in positiven oder negativen sind oder wie auch immer aber gab's da gabs da so Sachen wo du gemerkt hast oh das hab ich jetzt.
- 34:29Speaker 1: irgendwie hatte ich es anders mir vorgestellt aber ist vielleicht trotzdem ganz cool.
- 34:33Speaker 0: Nicht überlegen nein.
- 34:34Speaker 0: also was mich am meisten einfach überrasacht hat war tatsächlich der Wolfgang Ambrus, weil er der älteste in der Runde ist.
- 34:47Speaker 0: Und ich wollte unbedingt mit ihm du bist wieder Wintersun machen?
- 34:53Speaker 0: Weil ich den Song einfach wunderschön finde und ich habe alle Versionen von ihm durchgehört und da hat ja auch was in den Millionenversionen von der Nummer schon gemacht und ich dachte immer so Ja aber irgendwie... Da fehlt eine Version einfach!
- 35:06Speaker 0: Eine total runtergebrochene, die den Text einfach Also wo der Text einfach voll im Mittelpunkt steht.
- 35:13Speaker 0: Und wir hatten ja dann zum Glück auch die... also zum Glück, wir hatten die Lucy dabei, Lucy Landymore.
- 35:19Speaker 0: Die hat Percussion gespielt und spielt auch Vibraphon.
- 35:22Speaker 0: Und das war einfach super!
- 35:25Speaker 0: Und ich dachte aber trotzdem okay jetzt kommt der alte Mann und alle... Ich hab ihn schon mal kennengelernt und fand den eigentlich super.
- 35:33Speaker 0: Aber man hört er da nicht, habe ihn lange nicht gesehen und alle haben so gesagt ist es der alte Karaktige Mann.
- 35:38Speaker 0: Ein alter, kranktiger Mann.
- 35:40Speaker 0: und ich dachte Puh!
- 35:41Speaker 0: Und dem spiele ich jetzt Diversion vor.
- 35:43Speaker 0: Ich weiß nicht ob wie der reagiert und Puh mit ihm einen Terminausmachen für Probe.
- 35:48Speaker 0: Das wäre halt wahrscheinlich schon nicht schlecht und das wird sicher voll kompliziert oder so.
- 35:55Speaker 0: Weil er eben auch solange dabei ist und weil er eben ja nicht mehr der Jüngste sind und das war der unkompliziteste von allen.
- 36:03Speaker 0: Das ist unfassbar, also es war niemand kompliziert.
- 36:06Speaker 0: Aber bei ihm war's dann einfach so... Ich hab mit dem Management oder auch die zwei Manager, also meiner und seiner, eigentlich gefühlt nichts miteinander kommuniziert sondern nur der Wolfgang und ich.
- 36:17Speaker 0: Hey!
- 36:18Speaker 0: Wann hast du Zeit zum Proben?
- 36:19Speaker 0: Ja da komm' ich.
- 36:20Speaker 0: Hast Du ein Hotel für mich?
- 36:21Speaker 0: Jaa, bei uns gibt's aber leider keine so tollen Hotels da in der Nähe wo wir wohnen, sondern das ist eigentlich nur so ein Heuriger.
- 36:27Speaker 0: Das heißt das so eine Weinbushenschank-Thing wo die halt auch Dreizimmer haben, alles sehr rustikal und sauber schön.
- 36:37Speaker 0: Aber halt nichts Pompöses.
- 36:39Speaker 0: Ah das passt schon!
- 36:41Speaker 0: Und dann ist er zum Boden gekommen der hat es so abgefeiert.
- 36:48Speaker 0: also der ist auch wenn er in den Raum kommt da hat den Raum ausgefüllt und ich war so da.
- 36:56Speaker 0: Der hat sicher sein Leben gut gelebt.
- 36:59Speaker 0: Also das sieht man ihn schon an, aber ... Wahnsinn!
- 37:05Speaker 0: Auch seine Stimme ist so eine Charakterstimme.
- 37:08Speaker 0: Da verzeiht man auch was.
- 37:09Speaker 0: Wenn dann mal ein kleiner Fall Schatton dabei ist, ist alles zu burscht.
- 37:12Speaker 0: Weil der einfach erzählt während des Singens die Geschichten und man hängt an seinen Lippen... Wie gesagt, es war einfach so wahnsinnig unkompliziert Obwohl das einfach in Österreich ist, der hat einen Heldenstatus.
- 37:30Speaker 0: Das ist einer von den Austria, also von den A-Dreien, von Danzer Fendrich und Ambros und ich bin mit der Musik her.
- 37:38Speaker 0: irgendwie durch meine Eltern, die haben das dann auch immer wieder lief das im Radio und die haben es gehört... Und dann sitze ich auf einmal mit dem da an irgendeiner Lagerhalle über unseren Proberaum und das Einzige was er wollte war Musszimmerl.
- 37:55Speaker 0: Und was zum trinken, was du auch nicht so, oh man geben wir noch feine Essen oder so sondern so.
- 38:01Speaker 0: Was ist da los?
- 38:01Speaker 0: Da kann man sich zwanzigtausend Scheiben abschneiden einfach.
- 38:04Speaker 0: also das ist Bogenständigkeit.
- 38:08Speaker 1: Wir haben vorhin schon gesagt nächstes Jahr, zwanziqvierundzwanzig die Tour worauf freust Du Dich eigentlich am meisten?
- 38:14Speaker 0: auf die Gesichter der Leute eigentlich?
- 38:17Speaker 0: Also ich habe das jetzt gemerkt mit der Aufzeichnung von einem MTV Amplug Die wir im August XXIII hatten.
- 38:24Speaker 0: Da war extremer Druck drauf.
- 38:26Speaker 0: Ich hab seit fast vier Jahren nicht live gespielt und ich war wahnsinnig unter Druck, hat angespannt... ...und hat mir so vieles so angemacht einfach weil das kostet nicht wenig und es sind so viele Leute auch.
- 38:40Speaker 0: Und was ist für mich krank wäre?
- 38:42Speaker 0: Also da ist eine ganze Füllmodakt.
- 38:43Speaker 0: Es sollte so Wahnsinn sein die müssen alle nach Hause gehen.
- 38:46Speaker 0: Huch!
- 38:47Speaker 0: Und also das war Wahnsinn.
- 38:49Speaker 0: Ich bin danach auch krank geworden drei Wochen irgendwie Aber das war so arg, wie ich da rausgegangen bin am ersten Abend.
- 38:57Speaker 0: Und ich habe die Leute gesehen, die sich so gefreut haben, dass sie dabei sein können und die mitgesungen haben.
- 39:05Speaker 0: Da habe ich dann wieder gemerkt, okay eine ganze Vorbereitung war wahnsinnig anstrengend aber es ist alles so wert.
- 39:13Speaker 0: Wenn ich die Gesichter sehe, dann ist das alles weg!
- 39:18Speaker 0: Und es hat mir so viel Energie gegeben und dieser Druck ist dann auch irgendwie auf der Bühne da draußen live abgefallen.
- 39:23Speaker 0: Das ist eigentlich das, was immer beim Live spielen bei mir ist, dass ich kurz vor angespannt bin auch nach zwanzig Jahren.
- 39:30Speaker 0: Ich bin immer noch aufgeregt bevor ich auf eine Bühnen gehe.
- 39:33Speaker 0: aber sobald ich daraus gehe und die Leute sehe... ...und ich schaue dir ja echt immer an!
- 39:38Speaker 0: Also ich muss ja immer abscannen und dann kenne ich den einen oder anderen auch schon, wenn er zwanziger dabei ist.
- 39:43Speaker 0: Dann ist das einfach so Puff!
- 39:46Speaker 0: ist alle Anspannung weg, ist die Angst weg.
- 39:50Speaker 0: Ist dann nicht alles was ich vorher flauen Magen hatte und kaum was essen konnte.
- 39:56Speaker 0: Da kommt der Appetit während dem Konzert meistens... Und sie zeigt mir so wow!
- 40:00Speaker 0: Jetzt freue ich mich nachher noch fast zu Essen auch und jetzt geht es mir wieder gut und auf das freue ich sich einfach also auf die Leute, die da sind und die sich ja auch erfreuen.
- 40:11Speaker 0: was uns hätten sie sich Kartikel gekauft.
- 40:16Speaker 0: Schöne Abende, wo man einfach mal so zwei Stunden alles rundherum ein bisschen auch vergessen kann.
- 40:23Speaker 1: Dann sind wir gespannt auf diese Momente.
- 40:26Speaker 1: Ich meine gerade in diesen Zeiten brauchen wir glaube ich ganz viele von den Momenten, damit wir auch mal wieder rauskommen aus all den schlimmen Nachrichtenmomenten und Herausfordernden.
- 40:37Speaker 1: Denn Dinge die uns umgeben, da ist Musik ja immer ein ganz guter Weg um mal wieder was anderes zu sehen und zu hören.
- 40:47Speaker 1: Und am besten dabei dich zusehen auf der Bühne!
- 40:52Speaker 1: Ich danke dir sehr für die Zeit!
- 40:53Speaker 0: Vielen, vielen Dank!
- 40:55Speaker 1: Das war's leider schon... Die letzte Runde ist ausgetrunken.
- 40:59Speaker 1: das Gespräch zu Ende.
- 41:01Speaker 1: Vielen Dank fürs Zuhören!
- 41:04Speaker 1: Bitte nimm Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise wenn du die Bar verlässt aber vergiss auf keinen Fall den Abonnieren-Button zu klicken.
- 41:18Speaker 1: Gin & Talk ist ein Podcast von Forty-Eight Forward, produziert in den Forty Eight Forward Studios in München.