Latest / #wasmitjungenzielgruppen / Folge 3 – mit Friederike Schiller (DIE ZEIT)
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- Transkript #wasmitjungenzielgruppen – ein #UseTheNews-Podcast: Folge 3 mit Friedrike Schiller (DIE ZEIT) #wasmitjungenzielgruppen, ein #UseTheNews-Podcast von und mit jungen Medien Interessierten im Gespräch mit Experten aus der Medien und Bildungsbranche. Herzlich willkommen bei #wasmitjungenzielgruppen, dem Medien-Podcast von #UseTheNews. Wir sind Luisa und Vincent und hosten heute diesen Podcast. Ich bin Geografie-Student an der Uni Hamburg. Und ich bin Schülerin an der Esther Bejarano Schule. Wir sind Teil der NewZee-Community, den jungen Medieninteressierten von #UseTheNews und wollen die Medienwelt mit dem Podcast ein wenig mitgestalten. #UseTheNews, Medienausgabe. Unser heutiger Gast ist Social Media Expertin. Sie leitet das Hochkantressort der Zeit und produziert mit ihrem Team Kurzvideo-Formate. Vor allem für TikTok. Willkommen, Friederike, schön, dass du da bist. Hallo, vielen Dank, dass ich da sein darf. Du hast 2023 bei Zeit online gestartet. Euer TikTok-Account hat mittlerweile mehr als 400.000 Follower und eure Videos haben regelmäßig über 100.000 Aufrufe. Was war deine Lieblings-TikTok-Folge auf dem Zeitkanal diese Woche? Diese Woche haben wir tatsächlich jemanden in die USA geschickt zu den Enhanced Games nach Las Vegas. Und der Kollege hat da wirklich wahnsinniges Bildmaterial rübergeliefert und Videos uns geschickt. Das hat mir sehr, sehr viel Freude gemacht, weil es so ein bisschen war, als wäre man dabei. Ja, das zeigt irgendwie so ein bisschen den Zauber auch noch mal von Bewegbild, finde ich. Also man kann darüber was lernen. Er hat eben auch ein paar Fakten untergebracht. Und gleichzeitig sehe ich das im Hintergrund. Ich sehe, wie die Leute aussehen. Ich sehe, wie die Venue geschmückt ist. Ich sehe, was für ein Wetter dort ist. Und irgendwie bringt das, auch wenn nichts gesagt wird, allein durch dieses Visuelle noch mal ganz, ganz viel rüber. Und das war diese Woche mein Highlight. Das klingt super aufregend. Wow. Und wir verlieren auch gar keine Zeit weiter, sondern wir haben es gerade schon kurz angeschnitten. Es geht vor allem um TikTok, aber eben generell um Hochkantformate, wenn man so will. Stell doch bitte einmal ganz kurz in 30 Sekunden euer Format vor. Ich starte gleich den Timer, wenn du sagst, du bist bereit. Ich bin bereit. Du bist bereit? Okay, dann geht es los in 3, 2, 1. Also wir probieren bei dem TikTok-Kanal der Zeit alles Mögliche unterzubringen, was Leute zwischen 18 und 24 interessiert, was unter die Marke Zeit passt. Das sind sehr, sehr, sehr viele politische Videos. Das sind auch gesellschaftspolitische Sachen. Das ist auch mal ein Sportevent. Und im Großen und Ganzen geht es darum, den Leuten einen Zugang zu Themen zu geben. Also gar nicht sie komplett allumfassend zu informieren, sondern dass sie einen ersten Zugang zu Themen bekommen. Boah, Unter der Zeit. Ja, wir sind das natürlich gewohnt. Wir müssen komplexeste Themen auf eine Minute runterbrechen. Sehr beeindruckend. Vielen Dank. Ja, krass. Wir hören nochmal ganz kurz rein und hören mal, was sie an einem Thema teilweise behandelt. …. Ihr habt seit 2023 vor allem eine super viele Follower eingesammelt. Habt ihr selbst eine Erklärung dafür, wie ihr diesen Erfolg verzeichnet oder macht ihr vielleicht irgendwas besser als andere News-Kanäle quasi? Also ich glaube, es gibt verschiedene Faktoren, die zusammenspielen. Das eine ist, dass tatsächlich bei der Zeit Ressourcen in die Hand gegeben wurden uns. Also ich durfte Menschen einstellen, ich wurde eingestellt. Das heißt, wir haben ein komplettes Team aufgebaut, das sich wirklich dezidiert komplett Vollzeit damit beschäftigt, diese Videos zu produzieren. Also das ist nichts, was einfach mal so nebenbei passiert oder hier das dürfen mal die Praktikanten machen, das ist tatsächlich ein geplanter Erfolg, wenn man es mal so sagen darf, oder zumindest wurden geplant dafür Leute eingestellt. Dann ist TikTok eine sehr, sehr quantitative Plattform. Das heißt, je mehr man reingibt, desto wahrscheinlicher ist es, dass man auch viel rausbekommt oder dass man viele Menschen erreicht. Dementsprechend gucken wir, dass wir sehr regelmäßig Videos posten, so ungefähr 15 pro Woche. Und das funktioniert. Also das merkt man tatsächlich, wenn wir das schaffen, dass dann auch die Performance steigt. Und der dritte Punkt ist natürlich ein inhaltlicher Punkt. Also wir gucken schon, dass wir Dinge thematisch machen, die diese junge Zielgruppe interessieren. Und was man da thematisch macht, ist im Prinzip unbegrenzt. Im Prinzip ist der Zuschnitt entscheidend oder der, wir sagen immer hier, Tangente. Also aus welchem Blickwinkel betrachtet man ein Thema oder welche Fragestellung stellt man sich? “Und da ist eigentlich das eigene Interesse häufig ein total guter Indikator. Also wenn wir morgens fünf Minuten darüber diskutieren, warum es so wahnsinnig warm ist, dann fragen wir uns schon, sollten wir nicht doch immer ein Video machen, warum es gerade so krass warm ist oder kalt oder warum Trump mal wieder dies oder jenes gemacht hat. Also das heißt, das ist eigentlich die Wahrscheinlichkeit, wenn uns das interessiert. Das andere, das interessiert, ist relativ hoch. Also man sollte sich selbst nicht zum alleinigen Maßstab machen, aber prinzipiell so ein bisschen zu überlegen. Wir haben ein riesiges Thema, ein komplexes Thema. Wir haben keine Ahnung, einen Haushaltsentwurf oder so. Das ist jetzt nicht was, wo man schreit hurra, jeder 18-Jährige, ich möchte mich unbedingt damit beschäftigen. Aber wenn wir einmal raussuchen, was ist denn für dich als 18-Jährigen drin? Wird irgendwie dein 100-Euro-Zuschuss gestrichen? Oder zum Thema Wehrpflicht? Was steht im Kollegistrientvertrag zum Thema Wehrpflicht oder so? Also wenn wir uns eine Sache rauspicken und die sozusagen rezitiert behandeln, dann funktioniert das meist ganz gut. Kannst du gerne persönlich ganz kurz erklären, wie du zu deiner Position gekommen bist? Also ich habe Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der UDK in Berlin studiert und dann Medien und Politische Kommunikation an der FU Berlin und habe während meines Studiums immer schon sehr viel im Medienbereich gearbeitet. Und das ist auch etwas, was ich jedem sehr ans Herz legen kann. Gefühlt hat sich immer so, hat eine Station immer den Weg für die nächste bereitet. Ja, so bin ich dann irgendwann nach meinem Studium bei Hyperbowl gelandet. Das ist eine Produktionsfirma in Berlin. Diese Produktionsfirma, für die ich gearbeitet habe, die hat dann im Auftrag von ARD und ZDF zum Beispiel ganz viel gemacht. Genau, ich habe mich dann auch immer schon sehr für Politik interessiert, habe dann relativ schnell für ein politisches Format auch die Redaktionsleitung übernommen. Dann bin ich zur nächsten Produktionsfirma und habe da auch politische Formate gemacht. Und dann irgendwann kam die Pandemie und mein schönes Format wurde abgesetzt und dann musste was Neues her. Und das war genau im März 2020 und dann wurde TikTok total groß in Deutschland. Und ich habe mich über diverse Kontakte zu TikTok Deutschland damals durchgetelefoniert und dann war es einfach perfektes Timing. Also manchmal hat man ja auch Glück, ne? Ich habe gesagt, okay, hier ist eine kleine Redaktion, die demnächst arbeitslos ist, weil unser Format nicht weitergeht. Können wir nicht was für euch machen? Dann haben die damals gesagt, ja, dann pitcht uns doch mal was. Und dann haben wir was gepitcht und dann haben die gesagt, okay, wir kaufen hier zwei Kanäle. Kaufen klingt komisch, die haben die finanziert am Anfang. Und so kam das Ganze ins Rollen. Und ich habe damals in der damaligen Firma das Vertikel Hochkant aufgebaut und habe das sehr gerne gemacht. Und dann irgendwann kam die Zeit um die Ecke und meinte, willst du sowas nicht auch bei uns machen? Das klingt auf jeden Fall sehr spannend. Wir haben uns natürlich auch in Vorhinein ein paar Videos von euch angeguckt. Wir hatten ja gerade eben schon kurz reingehört. Und wir haben auch ein bisschen Feedback dazu gesammelt. Ja, sehr gut, rostet mich! Okay, also ich habe mir auch ein paar Artikel Videos angeschaut. Ich fand alle sehr informativ. Ich fand gut, dass es sehr kurze Sätze hatte und sehr viele Informationen hatte in den kurzen Videos. Und dass die Anfänger sehr gut sind und dass ich direkt weiterschauen möchte. Also bei den meisten auf jeden Fall. Mir ist aber auch aufgefallen, dass manche von allen Sprechern etwas monoton sprechen. Ja, das ist schade, wenn das so rüberkommt. Wir arbeiten tatsächlich auch manchmal mit Experten und Expertinnen zusammen, die eine große Expertise auf irgendwelchen Feldern haben, die wir nicht haben. Ja, die dann einfach nicht gewohnt sind, so vor der Kamera zu stehen. Für die ist das ein total neues Setup. Die stehen das erste Mal vor dem Scheinwerfer, vor der Kamera, mit so einem jungen Team und müssen auf einmal auf Knopfdruck in sehr kurzer Zeit ihre Expertise runterrasseln. Und die allerallermeisten Leute haben einfach ein anderes Handwerk gelernt, nämlich das Schreiben, das schriftliche Schreiben. Und das ist tatsächlich etwas ganz anderes als für das gesprochene Wort zu schreiben. Dementsprechend sind die Leute dann auch sehr, sehr aufgeregt und vielleicht nicht ganz so locker, wie man sonst von TikTok gewohnt ist. Ich hab mir auch noch mal eins, zwei Videos angeguckt. Und du hattest auch schon gesagt und ich finde es auch, das stimmt voll, dass es immer einen super guten Überblick über so hochkomplexe Themen gibt. Ich finde es ja manchmal aber schwierig, wirklich alles mitzunehmen. Also irgendwie auch, man überlädt sich ein bisschen zu sehr. Ja, das kann ich total verstehen. Also das ist auch ein Feedback, was wir sehr häufig bekommen, was manchmal negativ, manchmal positiv quasi ausgelegt wird. So nach dem Motto, ihr habt immer sehr, sehr viel Informationsgehalt in euren Videos. Und da sind wir immer so ein bisschen im Spagat. Und ich weiß auch gar nicht, ob ich das gut oder schlecht finde, weil das eine ist, dass wir natürlich auch einen publizistischen Auftrag einfach als Marke Zeit haben. Und irgendwie natürlich gucken wollen, dass wir in der wenigen Zeit, die wir die Aufmerksamkeitsspanne haben, so viel wie möglich auch in Informationen unterbringen können. Außerdem ist es natürlich auch eine, sagen wir mal, bewohnte Sehgewohnheit, dass Leute sehr, sehr schnell sprechen, dass sehr, sehr viel Information auf einen prasselt. Und teilweise ist tatsächlich auch sogar so ein bisschen Strategie. Also TikTok loopt ja die Videos. Und wenn dich das irgendwie, mein Thema dich irgendwie so ein bisschen gefangen hat, du aber nicht alles verstanden hast, guckst du dir vielleicht ein zweites Mal an und schwupps, haben wir wieder ein View mehr. Also das ist jetzt nicht, dass wir permanent alles kompliziert machen deshalb oder so. Aber das ist uns sicherlich allen schon mal so gegangen, dass wir gesagt haben, ich muss mir den Einsatz noch mal anhören oder das muss ich noch mal irgendwie neu aufnehmen. Und genau deswegen ist es etwas, was auf der einen Seite total gewollt ist. So, also einfach, dass wir unsere Marke auch gerecht werden und so. Und gleichzeitig soll es natürlich nicht zu einer Frustration oder so führen. Also wenn Leute sagen, es ist so anstrengend, zum Beispiel eure Videos zu sehen oder ich komme nicht mehr mit, dann tun wir uns auf lange Sicht natürlich auch kein Gefallen damit. Ja, ich finde es auch immer super krass, manchmal wie schnell eure Hosts reden. Ich glaube, ich kann jetzt gar nicht so deutlich und schnell reden. Lernt man das oder? Also ich glaube, dass alle so ein bisschen schneller geworden sind, seitdem sie auch vor der Kamera stehen. Und neulich habe ich tatsächlich das erste Mal auch bei einer Abnahme gefragt, habt ihr die Kollegin nochmal ge-up-speedet im Video? Weil es war so schnell und ich war so wow und ich bin das ja gewohnt und so und höre das ja nun auch tagtäglich und habe deshalb eigentlich das Gefühl, dass ich damit sehr gut klarkomme und dann war auf einmal, oh mein Gott, wow, ist die schnell. Aber sie hat tatsächlich so schnell gesprochen. Ich glaube, dadurch, dass wir alle so viel auf dieser Plattform abhängen und da alles so viel ist, haben wir das alles so ein bisschen auch mit übernommen. Ein, zwei Kolleginnen probieren sich sogar aktiv so ein bisschen langsamer zu drosseln, weil sie eben auch häufig das Feedback bekommen haben, dass sie so schnell sind. Und auf der anderen Seite muss ich sagen, also wir richten uns halt an ein Publikum, wo die meisten Leute ihre Sprachnachrichten auf doppelter Geschwindigkeit hören und es gibt sogar Leute, die unsere Videos, die ja wirklich teilweise ein absolutes Tempo drauf haben, auch nochmal auf 1,5-facher Geschwindigkeit oder so hören. Das heißt, am Ende kommen wir den Seegewohnheiten einfach ein Stück entgegen so. Aber ich kann verstehen, wenn man das nicht tatsächlich sieht, dass es auf einmal sehr, sehr schnell ist. Ich meine, also Die Zeit sprecht ja ganz viele verschiedene Zielgruppen an. Auch auf TikTok sind mittlerweile ja auch eben immer ältere Generationen vertreten. Und da ist, ich weiß nicht, da bestimmt eine Schwierigkeit, da die Balance zu finden quasi. Also wir persönlich auf TikTok haben eigentlich gar keine riesige Schwierigkeit. Wir erreichen es auch ältere Leute, aber gemessen oder unser Auftrag ist das, dass wir 18- bis 24-Jährige erreichen. Ich glaube, die sind das irgendwie gewohnt, dass es so schnell ist. Und dementsprechend ist das völlig fein. Wenn Ältere das gucken und sagen, es ist mir aber eigentlich zu schnell, dann ist das völlig okay. Dann können sie zum Beispiel auch Podcasts hören bei uns oder so. Die sind nicht ganz so schnell. Friederike, wir hatten dich im Vorhinein gebeten, auch Fragen an uns mitzubringen. Hast du da welche vorbereitet? Ja, also mich interessiert wahnsinnig doll, ehrlich gesagt, was euch so bewegt. Also was besprecht ihr, wenn ihr eure Freunde trefft, was nicht privat ist, was ihr jetzt auch teilen könnt hier? Also bei mir ist es so, dass wir meistens über so aktuelle Ereignisse sprechen, die wir zum Beispiel in der Tagesschau letzte Nacht gesehen haben. Bei uns in PGW haben wir jetzt auch sehr viel diskutiert mit dem Thema Olympia. Oder natürlich auch, wenn irgendwas Neues mit Trump passiert. Der war jetzt auch in China zu Besuch, solche Sachen. Ja, bei uns gibt es auch immer große Diskussionen. Einmal familienmäßig am Essenstisch. Es ist vor allem immer ein großes Thema, so Parteienpolitik in Deutschland. Und jetzt gerade mit Gesprächen mit Freunden kommt es jetzt auch immer wieder häufiger vor, dass gesagt wird, ich habe auf Instagram gesehen, dass das und das jetzt irgendwie nur eingeführt wurde. Oder ich kriege irgendwie Videos zugeschickt zu Tierhaltung zum Beispiel ganz viel. Da kommen wir eben schon auf richtige Themen zu sprechen. Große Themen, würde ich sagen, die gerade durch Social Media kommuniziert werden. Wie ist denn das so? Auf welcher Plattform fühlt ihr euch dann informationstechnisch am besten abgeholt? Also wenn ihr jetzt mal, ich weiß nicht, ob das passiert, aber wenn ihr mal eine Woche oder zwei Wochen oft seid im Urlaub, das Handy aus habt und dann sagt, jetzt möchte ich mal an einem Rundumschlag mich wieder informieren. Was würdet ihr da aufmachen oder euch angucken? Also, ich finde informationstechnisch Instagram am besten, weil man da einfach zum Beispiel der Tagesschau folgen kann und sich dann die Beiträge anschauen kann, die in der letzten Zeit gepostet wurden und man dann, finde ich, relativ gut auf dem neuesten Stand ist. Oder der Zeit. Ja, genau. Das jetzt auch. Sorry, das musste ich jetzt einmal sagen. Ja, da geht es mir ähnlich. Also ich gehe eben auch vor allem tatsächlich auf größere Plattformen und weniger auf persönliche Influencer. Man guckt mir da eben noch mal meistens dann irgendwie die Frontpage eben auf Insta an und gucke, was für die letzten Tage ging. Mittlerweile ist ja teilweise auch schon so, dass ich weiß nicht, ob ich auch zu alt bin. Ich bin 20, aber so viel auf einmal, was da gepostet wird, sind dann teilweise zehn Beiträge an einem Tag. Das ist total krass. Nutzt ihr denn auch TikTok? Um mir Nachrichten anzuschauen eher nicht. Also ich finde es besser, mir auf Instagram die Beiträge anzugucken und mir wirklich was durchlesen zu können zu der Information. Und Videos anschauen mag ich da gar nicht so gerne. Also Information, aber auch für Entertainment. Also ist es sozusagen eine Dattel-Plattform für euch? Für Entertainment finde ich TikTok besser tatsächlich, aber für Information finde ich Instagram ein bisschen seriöser. Und wenn es dir nicht zu persönlich ist, darf ich dir direkt noch eine Frage nachschießen. Was erscheint bei dir bei TikTok, wenn du den For You Feed aufmachst oder TikTok öffnest? Also ich habe vor allem meine Freunde, die werden mir auch auf der For You manchmal angezeigt. Und sonst weiß ich es gerade gar nicht so genau. Ja, lucky you, also dass du so einen persönlich auf dich zugeschnittenen, also ich meine, wir haben alle einen persönlich auf uns zugeschnittenen, aber ich habe nicht so viele Freunde, die auf TikTok posten. Deswegen müssen es bei mir Creator übernehmen. Und Vincent, bei dir? Ich bin weniger auf TikTok unterwegs und eben vor allem noch auf Instagram. Und da hat es eben auch oft noch mehr Entertainment-Paktor als Nachrichtenfaktor, finde ich. Ich klinge das eben viel mit durch zugeschickte Nachrichten und News und bin aber meist dann noch irgendwie auf irgendeiner Nachrichten-App unterwegs. Also es klingt jetzt bei euch beiden so durch, als wenn Instagram für euch spannender wäre oder doch die häufiger genutzt wird als TikTok. Könnt ihr das benennen? Also was findet ihr an TikTok blöd? Also für mich ist TikTok irgendwie immer noch gerade eben in der Videoformate, glaube ich, ein bisschen zu schnell, weil es eben nur diesen einen Bildschirm gibt, den man halt hoch und runter swipet und auf Insta hast du ja noch ein bisschen mehr Interaktion, indem du eben mehr dieses Entdeckungspage hast. Und bei TikTok habe ich das Gefühl, hat man eben nur diese Videos, die nacheinander abgespielt werden und weniger dieses Auswahl du fühlst. Also dass du dir auswählen kannst, was du dir angucken willst, sondern dass du wirklich nur noch algorhythmisch die Inhalte vorgespielt bekommst. Ich will meine Fragen gar nicht reißen, aber einmal noch wirklich aus Interesse, weil ich jetzt euch hier mal gegenüber habe. Also ist Social Media jetzt, egal welche Plattform, schon so eure Hauptnachrichtenquelle? Oder nutzt ihr auch noch klassisches, sagen wir mal, Radio, TV, Zeitung oder auch so Online-Seiten wie zeit.de oder spiegel.de? Also es sind dann eben oft eher die Nachrichten-Apps, als jetzt eben die Social Media. Also auch das geschriebene Wort sozusagen? Genau, richtig. Zeitung schaue ich mir auch gar nicht mehr an. Ich schaue abends dann noch die Tagesschau, aber sonst auch nicht so viel, tatsächlich. Gerade eben auch mit dem sich jetzt, wie du schon sagst, eigentlich entwickelten, entwickelten Nachrichtenformat hin zu diesen Kurzvideos gemacht. Habt ihr dabei auch was mitgenommen, also wie man quasi Videos attraktiver, informativer gestalten kann, gerade jetzt über die Zeit hinweg? Das größte Learning ist schon sehr auch mit den Sehgewohnheiten mitzugehen und einfach auch zu gucken, wie verändern sich die Plattformen. Also jetzt wir natürlich gerade bei TikTok, aber auch bei allen anderen Plattformen, dass man wirklich sehr viel Zeit auch auf diesen Plattformen verbringt und guckt, was gucke ich denn, also wieder mal der eigenen Indikator, was sehe ich denn gerne, wo bleibe ich denn hängen und warum? Das sind manchmal wirklich auch einfach handwerkliche Sachen. Also wie werde ich ins Video gezogen? Wie ist der Schnitt? Wie wird die Kamera gehalten? Also Videos kurz vor drei Jahren sahen komplett anders aus als jetzt. Und wenn man da einfach auch selber guckt, was mag ich denn? Mag ich das, wenn jemand eine Selfie-Kamera beim Spazierengehen in der Hand hält und dabei redet? Mag ich das, wenn das Fernseher ausgeleuchtet im Studio ist? Da muss man irgendwie gucken, was können wir für uns adaptieren und was passt irgendwie auch bei uns rein? Und was wir auch tatsächlich sehr gemerkt haben, ist, wenn wir rausgehen. Also wenn wir an den Ort des Geschehens gehen, dass das häufig super gut funktioniert. Und also jetzt zum Beispiel in den USA, dass wir dann bei den Spielen vor Ort sind, super. Funktioniert direkt ganz anders, als wenn wir einfach nur darüber berichten. Aber auch wenn wir über das Wetter sprechen, dass wir das ja nicht im Studio aufnehmen, sondern rausgehen. Weil ich einen anderen visuellen Reiz habe, bleibe ich einfach länger in diesem Video. Also das funktioniert gut für uns. Und passend dazu, gerade zu Sehgewohnheiten, Trends in dem Sinne auch, haben wir noch eine kleine Abschlussfrage, die wir jedem unserer Gäste stellen - die Signature-Frage: Hast du irgendwelche aktuellen Trends der Gen Z, die du besonders cool findest oder sogar mitgemacht hast? Mitgemacht. Also wir probieren auf unserem Kanal, keine Trends mitzumachen. Einfach aus dem einfachen Grund, dass ich finde, dass wir nicht auf TikTok, TikTok-Trends erklären wollen. Weil in der Regel kennt unser Publikum diese Trends. Und dementsprechend wäre es irgendwie weird, wenn wir den Leuten das erklären, so. Ja, man kommt jetzt natürlich an 67 nicht vorbei. Ich weiß gar nicht, ob das noch aktuell ist oder ist das schon vor 100 Jahren. Das ist jetzt auf jeden Fall bei uns angekommen. Diese KI-Früchtchen haben wir sehr, sehr viel jetzt irgendwie alle auf unserer ForYou-Pages gehabt. Aber Trends im Sinne von einem Tanz oder irgendeiner Challenge oder so, davon halten wir uns in der Regel fern. Aber habt ihr was, was ich mitnehmen soll? Nee, also nur, dass 67 gar nicht mehr bei uns angesagt ist. Also wenn man das jetzt noch sagt, wird man sehr schief angeguckt auf jeden Fall. Ja, aber sag mal, gibt es irgendeinen Trend, der gerade, also irgendwas, was ich gerade sagen kann oder so, wenn ich jetzt hier runtergehe, wieder zu meinen jungen Kollegen? Boah, ich glaube, grad ist gar nichts angesagt. Also vielleicht bin ich auch in der falschen Babble. Das beruhigt mich, weil ich dachte jetzt, okay, nicht, dass irgendwie Riesentrends an mir vorbeigehen und ich müsste es zumindest mitbekommen haben. Mir fällt gerade ein der Aura-Song, den habe ich ein paar Mal mitgekriegt. Ja, und wer hat es nachgemacht? Laura. Ja, genau. Aber damit würde ich vielleicht nicht ankommen. Also ich habe ein Grundschulkind zu Hause, der hört es jetzt so. Ja, aber gut, dann sind wir uns da einig, da bin ich ja froh. Dann vielen Dank für das Gespräch, Friederike. Wo können unsere Hörer eurem Format folgen? Auf TikTok, da gibt es @Zeit. Und darunter findet man uns. Wir haben auch einen ganz tollen Instagram-Kanal, auch unter @Zeit auf Instagram. Es gibt einen YouTube-Kanal. Und es gibt natürlich die Homepage zeit.de. Da findet man auch alles, was man so wissen muss. Dann vielen Dank, dass ihr bei #wasmitjungenzielgruppen dabei wart. Folgt uns auch gerne auf Instagram und TikTok für Updates und neue Episoden. Und wenn ihr Jung und medieninteressiert, auch selbst seid, ja, dann kommt doch zu #UseTheNews. Ihr findet mehr Infos auf unserer Webseite. Und dann, ja, sehen wir uns bis zur nächsten Folge. Und auch Goodbye, Friederike. Tschüss. Ich danke euch. Ciao.