Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / 🧠 20 TAGE CLEAN: Mein Gehirn will mich SABOTIEREN! | Trigger überall | NeelixberliN Recovery
Transcript
- 0:00Hallo und herzlich Willkommen bei nelix Berlin.
- 0:02Ich freue mich riesig, dass du heute wieder eingeschaltet hast,
- 0:05um dir Zeit für dich und deine Themen zu nehmen.
- 0:09Heute ja, heute wird es sehr persönlich, wir schauen uns
- 0:13Gabriels Tagebucheintrag an, nach 20 Tagen clean, das ist ja
- 0:18oft so ne Phase, ne voller Hürden, aber auch ja mit vielen
- 0:22wichtigen Erkenntnissen. Absolut.
- 0:25Wir tauchen da zusammen ein, gucken uns seine Herausforderung
- 0:28an. Wie er mit Triggern umgeht, die
- 0:31ja ständig da sind und dieses Ganze auf und ab in der frühen
- 0:37Recovery Zeit einfach um das vielleicht ein bisschen besser
- 0:40zu verstehen und ganz wichtig, das sagen wir direkt am Anfang,
- 0:44Gabriel, der Janinex Berlin macht, der ist selbst betroffen,
- 0:47also von Sucht und auch von psychischen Themen, und er teilt
- 0:53das ganz bewusst auf seiner Website, in seinem Tagebuch,
- 0:57seine persönlichen Erfahrungen. Nicht, um irgendwie Mitleid zu
- 1:01bekommen, sondern um ne ehrliche Verbindung aufzubauen, dir zu
- 1:05zeigen, hey, wenn du kämpfst, du bist nicht allein damit.
- 1:08Genau. Wir begleiten Gabriel hier
- 1:10sozusagen live dabei, wie er mit diesem, ja, diesem
- 1:13Suchtgedächtnis ringt. Er versucht halt, neue gesunde
- 1:17Muster im Alltag zu finden, und das ist wie du sagst ne total
- 1:21kritische Phase, alte Gewohnheiten und die neuen
- 1:24Ziele. Die prallen da oft echt
- 1:26aufeinander. Gabriels Tagebuch 20 Tage Clean.
- 1:29Okay lass uns mal kurz nelix Berlin anschauen, das ist ja
- 1:33Gabriels Projekt. Digitale Suchtberatung, Anonym,
- 1:37KI gestützt sogar schon bemerkenswert, wie das gewachsen
- 1:41ist. 9 Monate erst alt und erreicht Leute weltweit.
- 1:45Wahnsinn, ja. Aber das Faszinierende ist ja
- 1:48eigentlich, er hat das ursprünglich für sich selbst
- 1:51gemacht, so als Werkzeugkasten Spiegel.
- 1:55Digitale Hilfe, er kann ja programmieren und nutzt jetzt KI
- 1:59Agenten dafür. Und er sagt selbst das ist so n
- 2:01krasser Kontrast zu früher, da hat er solche Skills eher für Na
- 2:06ja, kriminelle Sachen missbraucht.
- 2:08Und genau da, das ist n wichtiger Punkt, den er da für
- 2:11sich erkennt. Diese Verbindung sucht und
- 2:14kriminelles Verhalten, ja neurobiologisch kann man das
- 2:17sogar erklären, also das Belohnungssystem im Gehirn,
- 2:20Dopamin und so, das springt bei beidem an.
- 2:22Ah OK. Gleichzeitig ist oft die
- 2:24Impulskontrolle, die sitzt vorne im Hirn geschwächt, manchmal
- 2:27kommt dann noch die Suche nach dem Kick dazu, dieses Thrill,
- 2:30seaking und soziale Isolation, die kann beides, sucht und
- 2:35Kriminalität, noch befeuern. Dass Gabriel das für sich
- 2:38erkennt und benennt, das ist therapeutisch echt wertvoll.
- 2:41Zeigt ja auch Einsicht, ne? Total, dass er sieht, OK, beides
- 2:45muss sich angehen, die sucht und die Muster dahinter, nur so geht
- 2:49es nachhaltig. Sein Hauptkampf im Moment, so
- 2:52beschreibt er es, ist er mit dem Suchtgedächtnis, obwohl er 20
- 2:56Tage durchgehalten hat, versucht sein Kopf immer wieder, ihm den
- 2:59Konsum schmackhaft zu machen. Er sagt, er checkt das meistens,
- 3:03aber es nervt halt. Es zehrt.
- 3:06Und das ist das Spannende, dieses Suchtgedächtnis das ist
- 3:09nicht nur Einbildung, das ist neurologisch messbar echt.
- 3:13Ja, da bleiben bestimmte Bahnen im Gehirn aktiver, auch nach
- 3:17langer Zeit ohne Konsum, und das Macht einen empfindlicher für
- 3:21Trigger, also für Auslöser. So was wie das Bierregal im
- 3:25Supermarkt. Was er beschreibt?
- 3:26Genau oder leere Tablettenpackungen auf der
- 3:29Straße, aber auch abstraktere Dinge.
- 3:32Stress, Einsamkeit, sogar Erfolgserlebnisse können
- 3:36Triggern. Krass, das Gehirn blendet dann
- 3:40die Nachteile aus und erinnert sich nur an das vermeintlich
- 3:43Gute vom Konsum, aber wenn man das erkennt, wenn man sagen
- 3:49kann, aha, da ist es wieder, mein Suchtgedächtnis, das ist
- 3:53schon n riesenschutz. Und er empfindet es ja so, als
- 3:56würde die Gefahr wirklich überall lauern, beim Einkaufen
- 3:59eben Bier oder bestimmte Putzmittel.
- 4:02Leere Blister auf dem Gehweg, alte bekannte treffen.
- 4:05Er sagt ja, die Gefahr lauert überall.
- 4:08Seine Idee mit dem Security Service mit Gehirnvernetzung,
- 4:12auch wenn es halb im Spaß ist, zeigt ja, wie bedrohlich sich
- 4:15das anfühlt. Absolut, aber da muss man auch
- 4:18ein bisschen aufpassen. Diese ständige
- 4:20Alarmbereitschaft, dieses Scannen, das kann zur
- 4:24Hypervigilanz werden. Was heißt das genau?
- 4:26Na ja, dass man sich selbst damit total unter Druck setzt,
- 4:29wenn man überall nur Gefahr sieht, zieht man sich vielleicht
- 4:32zurück, meidet Freunde, geht nicht mehr raus.
- 4:36Das führt dann wieder in die Isolation, was ja auch nicht gut
- 4:39ist. Stimmt, man braucht da ne
- 4:41Balance. Klar, wachsam sein, aber nicht
- 4:44auf Kosten vom Leben selbst. Und diese KI Ideen, so
- 4:47verständlich das ist, das kann auch ne Art Flucht sein, die
- 4:50ersetzen halt nicht die innere Auseinandersetzung.
- 4:53Was ihm aber total halt gibt, das schreibt er immer wieder,
- 4:56sind seine echten Freunde. Er ist so dankbar für die Leute,
- 4:59die ihn auffangen, gerade wenn Langeweile kommt oder Ärger und
- 5:03dann der Suchtdruck steigt, Freunde die ihn eben clean
- 5:07kennen und mögen. Das ist für ihn der
- 5:10Riesenunterschied zu früher. Er erzählt da was echt heftiges
- 5:13aus seiner Jugend mit 15 oder 16, da lag er im Krankenhaus,
- 5:17Verdacht auf Krebs, Knoten im Arm, einer musste ausoperiert
- 5:20werden, oh Gott, er war damals schon drauf, lebte allein, und
- 5:24in dieser Woche, wo er auf die Ergebnisse gewartet hat, kam
- 5:27kein einziger Mensch zu Besuch, niemand, er beschreibt dieses
- 5:31Bild, er sitzt im Raucherzimmer der Krebsstationen ja, so was
- 5:34gab es neben Leuten mit Chemoschläuchen, die Rauchen.
- 5:38Und er ist komplett allein. Das ist, das prägt einen
- 5:42natürlich massiv, solche Momente so alleingelassen in der Krise,
- 5:46die können das Urvertrauen zerstören.
- 5:48Man lernt vielleicht, ich bin es nicht wert, dass sich wer
- 5:51kümmert, und Drogen werden dann zum vermeintlichen Tröster
- 5:55füllen diese Leere, dass Gabriel heute echte Freunde hat, die ihn
- 6:00tragen. Das zeigt ja, dass da was heilt,
- 6:02dass diese alte Wunde langsam zugeht.
- 6:05Und er grinst es ja auch ganz klar ab von den falschen
- 6:07Freunden damals. Leute, die älter waren, selbst
- 6:10konsumiert haben, ihn ausgenutzt haben, anders, er kann einfach
- 6:15er selbst sein, muss nichts leisten, keine Drogen nehmen,
- 6:19das ist der Unterschied zu diesem Trugbild, der sucht, dass
- 6:22Drogen irgendwie dazugehören. Er schreibt ja auch in seiner
- 6:26Artikelserie über Sucht und Sexualität.
- 6:28Unter Drogen ist auch die Nähe nicht echt.
- 6:32Wenn wir da kritisch drauf schauen.
- 6:33Man darf die Gegenwart jetzt auch nicht verklären, dieses
- 6:36Schwarz weiß früher alles Mist, heute alles super, das ist oft
- 6:40zu einfach. OK.
- 6:42Auch Freundschaften ohne Drogen haben Grenzen.
- 6:45Wenn er schreibt, er kann fast um die Uhr auftauchen, klar, das
- 6:48ist n tolles Gefühl von Sicherheit, aber es kann Freunde
- 6:51auch überfordern. Stimmt, Freunde sind wichtig,
- 6:54aber sie ersetzen keine Therapie und auch diese krasse Offenheit
- 6:58bei intimen Themen wie Sex, das kann heilsam sein, birgt aber
- 7:02auch Risiken, Charme oder spätere Probleme, das ist ne
- 7:06Gratwanderung. Ein ganz wichtiger Anker für ihn
- 7:09sind jetzt die Besucher im Tierheim.
- 7:11Er erzählt, wie der Gedanke an den Samstag ihm geholfen hat.
- 7:14Den Freitagabend clean zu bleiben.
- 7:17Schön. Die Freude der Hunde, die
- 7:19Zuneigung, diese ungeteilte Aufmerksamkeit, das tut ihm
- 7:22richtig gut. Er war mit einem Husky Mix
- 7:24spazieren, das war wohl schön, aber auch traurig, weil der ihn
- 7:28an seinen verstorbenen Hund erinnert hat.
- 7:30Ah ja, und das hat ihn zum Nachdenken gebracht über
- 7:33Verantwortung. Dass er ja auch im Tierheim
- 7:35helfen kann, auch ohne eigenen Hund eine sinnvolle Aufgabe
- 7:39finden. Das ist n super Beispiel für
- 7:42tiergestützte Therapie, auch wenn es hier informell ist.
- 7:45Der Kontakt zu Tieren, gerade Hunden, setzt Oxytozin frei.
- 7:49Das ist unser Kuschelhormon sozusagen.
- 7:52Ah. Ganz ohne Chemie.
- 7:54Die Regelmäßigkeit gibt Struktur, Tiere urteilen nicht,
- 7:58die nehmen ein, wie man ist und Verantwortung übernehmen, das
- 8:01gibt Sinn, lenkt ab von den eigenen Problemen.
- 8:04Dass er das Tierheim dem Konsum vorzieht, das ist eine total
- 8:08gesunde Werteverschiebung. Dann war er mit Freunden in
- 8:10Polen und interessant, da gab es Form Trigger für ihn.
- 8:14Einmal kurz beim Wort für Kaffee, das Klang wie eine
- 8:17Droge, Kawa Kawa, und an so Medikamentenständen hat sein
- 8:21Suchtgedächtnis kurz gecheckt, ob da was geht, aber er konnte
- 8:25das schnell wegschieben. Gut, einer Freundin fiel auf,
- 8:28dass er anders guckt. Ihm fiel ne Engelstrompete auf,
- 8:31für andere nur ne Pflanze für ihn n potenzieller Rausch, aber
- 8:35er merkt auch er hat mehr Kontrolle.
- 8:37Sein Lieblingsdeo von Nivea kann wieder im Bart stehen, ohne dass
- 8:41er ans Schnüffeln denkt. Vielleicht ganz kurz zu den
- 8:43Substanzen. Kawa Kawa ist zwar pflanzlich,
- 8:47aber nicht ohne Risiko, Leber Wechselwirkungen, engelstrompete
- 8:52ist hochgiftig, lebensgefährlich,
- 8:55unkalkulierbar. Und Deo schnüffeln, also
- 8:58Butangas ist extrem gefährlich, Herzstillstand, Hirnschäden
- 9:03sofort möglich. Krass, dass Gabriel das
- 9:05wahrnimmt, aber sich bewusst distanziert, das ist ein
- 9:08wichtiger Fortschritt. Ein richtig spannender Moment
- 9:10war nach dem Wohnungsputz. Er hat seine Wohnung auf
- 9:13Vordermann gebracht, inspiriert von Instagram, und fühlte sich
- 9:16danach richtig gut zufrieden. Ja, kenne.
- 9:19Ich aber genau dann kam ein Hammerträger der Impuls, sich zu
- 9:22belohnen mit einer Leine, ne Pille, nem Bier.
- 9:26Klassiker. Er vergleicht das selbst mit
- 9:28Rauchern, die ja bei Stress und zur Entspannung rauchen.
- 9:31Aber seine Reaktion war top. Freundin angerufen, raus aus der
- 9:35Situation, Ablenkung. Perfekt.
- 9:37Das ist genau dieses Belohnungsträgerphänomen das
- 9:40Hirn erwartet nach Erfolg Dopamin, und wenn das jahrelang
- 9:44mit Drogen gekoppelt war. Dann will es das auch bei guten
- 9:47Gefühlen. Genau das ist das Paradoxe.
- 9:49Erfolg und Misserfolg können beides triggern.
- 9:52Dass Gabriel da so schnell reagiert und Hilfe sucht, das
- 9:55ist eine super Notfallstrategie zeigt, dass er gelernt hat.
- 9:58Als er dann unterwegs war, trifft er zufällig einen anderen
- 10:01ex Konsumenten von früher. Der erzählt ihm total
- 10:03begeistert, er hat zu Gott gefunden, das gibt ihm Kraft und
- 10:07Gabriel reagiert total offen. Mein Glaube ist wie Ziele im
- 10:11Leben, gibt Halt, hat ihn ermutigt dranzubleiben, aus
- 10:15Rückschlägen zu lernen. Spiritualität und glaube, das
- 10:19kann echt helfen in der Suchttherapie.
- 10:20Studien zeigen das, Ah ja, ja, es gibt Sinn, oft Gemeinschaft,
- 10:25Struktur durch Rituale, Vergebung, Akzeptanz, das sind
- 10:30wichtige Themen, ob das jetzt traditionell religiös ist oder
- 10:34anders, ist oft zweitrangig, Gabriels Toleranz da zu sagen,
- 10:38OK, nicht mein Weg, aber gut für dich, das zeigt Reife.
- 10:42Später war er bei einer Freundin.
- 10:43Da waren auch Leute vom Indian Spirit Festival.
- 10:46Und er war wohl beeindruckt, dass die da mehrere Tage clean
- 10:48waren auf einem Festival, wo er sagt, da geht es Drogenmäßig ab.
- 10:52Oha, und die hatten trotzdem Spaß.
- 10:54Sein Gedanke war dann, so was will er auch mal ausprobieren,
- 10:58wenn er länger stabil ist. Puh, da gehen bei mir aber alle
- 11:01Warnlampen an. Ja, OK.
- 11:04Dieses Ausprobieren, das klingt nach Romantisierung der Gefahr,
- 11:07als wäre es eine Mutprobe. Extremsport ist es aber nicht.
- 11:11Sich bewusst so einem Risiko auszusetzen, das ist oft
- 11:15Selbstüberschätzung. Abstinenz heißt auch, solche
- 11:18Risiken klug zu meiden, das ist Selbstschutz, keine Schwäche.
- 11:21Verstehe. Ansonsten füllt er seinen
- 11:26Alltag, beschwert sich wieder im Bürgerbüro wegen einer kaputten
- 11:29Laterne, nennt sich selbst Korinthenkacker, geht mit einer
- 11:35Freundin zur Maniküre, plant Sauna, arbeitet an seiner
- 11:38Artikelserie über Sucht und Sexualität.
- 11:41Das normale Leben halt. Ja, und wenn man da mal kurz
- 11:44innehält, könnte man sich fragen.
- 11:47Also Gabriel, aber vielleicht auch du als Zuhörer, wo geht
- 11:50meine Energie hin, ist der Kampf für die Laterne genauso wichtig
- 11:54wie die Recovery oder lenkt er vielleicht auch ab?
- 11:58Wie realistisch ist der Plan mit dem Festival wirklich und wo
- 12:02sind gesunde Grenzen bei Freunden, wie oft anrufen in der
- 12:05Krise dürfen Freunde auch mal Nein sagen, das sind wichtige
- 12:09Fragen. Okay.
- 12:11Fassen wir mal zusammen, was Gabriel so aus den ersten 20
- 12:14Tagen mitnimmt. Er merkt das Suchtgedächtnis
- 12:17bleibt, aber er erkennt es besser.
- 12:19Wichtig. Er spürt den Unterschied.
- 12:21Echte Freunde versus Konsumkumpels er hat erlebt,
- 12:25auch Gutes wie der Putzererfolg kann triggern, und er
- 12:28respektiert, dass Spiritualität für andere ein Weg ist.
- 12:31Woran er noch arbeitet, die Balance finden, Wachsamkeit ja,
- 12:35aber auch normal leben können, Herausforderungen nicht als
- 12:38Mutprobe sehen. Und die Energie richtig
- 12:40einteilen. Alltagsstress versus
- 12:43Selbstfürsorge. Sein Blick nach vorn ist ja
- 12:45ermutigend. Das Suchgedächtnis ist da, aber
- 12:48es verliert an Macht, das ist zentral, ja, aber wichtig ist
- 12:52nicht übermutigt werden realistisch bleiben, die
- 12:55kritischen Punkte, Risiken romantisieren, Freunde
- 12:58überfordern, die Öffentlichkeit bei intimsten, die bleiben
- 13:02wichtig, darauf muss er achten. Faq Abschnitt So und diese
- 13:06Themen, die werfen natürlich Fragen auf.
- 13:08Viele kennen das ja. Gabriel hat ein paar davon im
- 13:11Artikel beantwortet. Lass uns die mal durchgehen, als
- 13:14hättest du uns die gerade gestellt, zum Beispiel ist das
- 13:19normal, dass auch positive Erlebnisse triggern, man denkt
- 13:23ja immer nur an Stress. Absolut normal.
- 13:25Ja, hängt eben mit diesem Belohnungssystem zusammen.
- 13:28Wie gesagt, das Gehirn hat gelernt, gutes Gefühl ist
- 13:32Dopamin ist gleich früher oft Droge.
- 13:35OK, also fordert es die alte Belohnung auch bei Freude oder
- 13:38Stolz ein. Man muss dann bewusst neue,
- 13:41gesunde Belohnungen finden, Sport reden, sich was Schönes
- 13:45tun, was nichts mit Konsum zu tun hat, das ist Arbeit, das zu
- 13:49etablieren. Das erklärt den Putztrigger.
- 13:53Aber wo ist die Grenze zur Hypervigilanz?
- 13:55Wann wird dieses ständige aufpassen zu viel?
- 13:58Na ja, wenn die Angst das Leben bestimmt.
- 14:01Wenn du anfängst, alles zu meiden, Freunde, Orte, wenn du
- 14:06ständig angespannt bist. OK.
- 14:08Gesundes Bewusstsein heißt, wahrnehmen, vielleicht kurz
- 14:12einordnen, Ah stresstrigger, aber sich nicht lähmen lassen,
- 14:16eher bewusst navigieren, wenn die Angst überwiegt, dann sollte
- 14:20man sich vielleicht noch mal professionelle Hilfe holen, um
- 14:22besser damit umzugehen. Und diese spirituellen Ansätze
- 14:26ist das seriös in der Suchthilfe?
- 14:28Ja, absolut. Viele Studien zeigen, dass das
- 14:31für viele ein wichtiger Baustein sein kann, echt?
- 14:34Ja, es geht um Sinnfindung, wofür lebe ich ohne die sucht,
- 14:38Gemeinschaft, Rituale geben halt, denk an
- 14:41Selbsthilfegruppen, Vergebung, Akzeptanz, Dankbarkeit, das sind
- 14:45oft Kernpunkte, die total helfen können, ist nicht für jeden was,
- 14:48aber für viele eben doch. OK, und die Mutproben?
- 14:53Wie Festivals, wie gefährlich ist das wirklich?
- 14:56Extrem gefährlich. Punkt.
- 14:59Man kann s nicht oft genug sagen.
- 15:01Also keine gute Idee, ein. Das Hirn ist sensibilisiert,
- 15:05sich bewusst in so ne Triggerflut zu begeben.
- 15:07Musik, Leute, Drogen überall, das ist wie Russisch Roulette
- 15:12spielen. Recovery ist kein Wettkampf,
- 15:15klug ist so was zu meiden, gerade am Anfang, aber oft auch
- 15:18später noch. Das ist Selbstfürsorge.
- 15:20Leuchtet ein und was ist mit Freunden, wenn einer dazu neigt,
- 15:24bei jedem Trigger anzurufen? Wie geht man damit um?
- 15:27Gute. Frage, Balance und Kommunikation
- 15:30sind da alles Mhm als Freund. Klar da sein, aber auch Grenzen
- 15:34setzen sagen ich helfe gern, aber ich bin kein 24 7.
- 15:38Therapeut lass uns feste Zeiten ausmachen oder überlegen wo du
- 15:41noch Hilfe findest. Und als Betroffener?
- 15:43Akzeptieren lernen, dass Freunde unterstützen, aber keine
- 15:47Therapie ersetzen. Hilfe suchen.
- 15:49Ist OK, aber das Netz nicht dauerhaft überlasten.
- 15:52Ehrliche Kommunikation hilft beiden Seiten, damit die
- 15:55Freundschaft gesund bleibt. Ja, das ist wichtig.
- 15:57Letzte Frage, wie unterscheidet man echte Freunde von den alten
- 16:02Konsumkumpels? Echte Freunde respektieren deine
- 16:05Abstinenz immer. OK, die drängen dich nicht, die
- 16:09interessieren sich für dich, nicht nur für den Rausch, die
- 16:13helfen auch ohne Drogen. Falsche Freunde reden oft nur
- 16:17von früher, wollen dich überreden oder melden sich nur,
- 16:20wenn sie was wollen oder selbst drauf sind.
- 16:23Und wenn man clean ist, sind sie weg.
- 16:24Oft ja, das ist hart, aber zeigt, was die Freundschaft wert
- 16:29war. Ein wichtiger, wenn auch
- 16:31schmerzhafter Klärungsprozess Unterstützungsaufruf.
- 16:34Ja, ein Gedanke, vielleicht noch zum Mitnehmen.
- 16:38Gabriels Geschichte zeigt auch 1 ganz deutlich, Recovery ist kein
- 16:42gerader Weg. Eher ein Marathon mit Kurven.
- 17:30So, und wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Arbeit
- 17:34von Nilex Berlin wertvoll findest, dann würde sich Gabriel
- 17:37riesig über deine Unterstützung freuen.
- 17:40Du kannst Gabriel helfen, indem du diesen Beitrag auf Social
- 17:43Media teilst oder unsere heutige Besprechung auf Plattformen wie
- 17:47Spotify oder Apple Podcasts bewertest und Likest das Projekt
- 17:51Nilex Berlin wird komplett allein von Gabriel finanziert
- 17:55und erstellt. Jede Form der Unterstützung
- 17:57hilft Gabriel mit diesem Projekt, sich selbst und
- 18:00gleichzeitig anderen Betroffenen zu helfen.
- 18:03Gabriels persönliches Motto, das ihn antreibt, lautet, aus allem
- 18:07schlechten in seinem Leben etwas Gutes zu machen.
- 18:10Auto. Es ist dieses ständige
- 18:12Navigieren zwischen alten Mustern und neuen Zielen, ein
- 18:16Balanceakt zwischen Selbstschutz und dem Wunsch nach Normalität.
- 18:21Die eigentliche Stärke ist vielleicht gar nicht, nie wieder
- 18:24Trigger zu haben. Das ist unrealistisch, sondern
- 18:29sie zu erkennen und dann bewusst anders zu reagieren als früher.
- 18:34Was nimmst du denn aus Gabriels Offenheit für dich und deinen
- 18:37Umgang mit Herausforderungen mit?
- 18:39Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen und zugehört hast.
- 18:42Pass gut auf dich auf und bis zum nächsten Mal.