Latest / Spirit Mind Energy – Dein Universum für moderne Spiritualität | Gespräche mit Petra Baum / 019 Bewusstsein - Folge 1: Warum dein Weg immer in dir beginnt | mit Bodhi Ziegler
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- Petra: Hallo zusammen. Ich freue mich sehr, heute Bodi Ziegler an meiner Seite begrüßen zu dürfen für unsere Serie über Bewusstsein. Es ist ein großes Thema und letztlich eine lebenslange Reise und sie beginnt immer in uns selbst. Genau diese Reise hat Bodi vor vielen Jahren angetreten. Aus den Erfahrungen seiner eigenen Selbstfindung entstanden in ihm sowohl der Wunsch als auch die Berufung, Menschen zu unterstützen. in ihrem Leben zu wachsen, auf die Kraft des Lebens zu vertrauen und letztlich den Weg zu sich selbst, zur eigenen inneren Essenz zu finden. Genau zu diesen Themen wollen wir in dieser Serie Impulse geben, Mut machen, Wege aufzeigen. Ich glaube, Bodhi zeigt uns nicht nur, sondern strahlt auch aus, was sich alles entwickeln kann, wenn wir in Liebe und in Verbundenheit bei uns ankommen. Und das ist letztlich nur einer einzigen Sache bedarf. der Bereitschaft, sich darauf einzulassen. Nach diesen kleinen einleitenden Worten nochmals herzlich willkommen, lieber Bodhi. Bodhi: Danke, liebe Petra. Ich freue mich sehr über diese Möglichkeit, gemeinsam mit dir etwas essenzielles, etwas wertvolles zu den Menschen zu bringen. Petra: Ja. Und wir haben ja gesagt, es ist heute ein großes Thema und wir haben ganz bewusst auch gesagt, wir haben gar kein Skript dafür. Wir lassen uns einfach führen. Wir lassen uns begleiten und wir schauen selbst, wo uns die Reise hinführt. Das ist auch für mich Neuland sehr spannend und ich freue mich riesig drauf. Bodhi: Ja, das ist spannend, ist etwas abenteuerlich und immer eine wundervolle Überraschung. Petra: Jetzt bin ich natürlich neugierig. Du hast einen so großen Erfahrungsschatz. Und manchmal gibt es ja so auch einen Punkt, wo man Sachen in sich verändert oder plötzlich merkt, dass Sachen, so wie man sie davor gelebt hat, nicht mehr funktionieren. Manchmal ergeben sich auch Sachen ganz spontan. Wie war das denn bei dir? Bodhi: ⁓ ja, Petra, wenn du danach fragst, dann kann ich sagen, es gab viele, viele solcher Punkte. Und ich glaube, wenn ich sie alle präzise erinnern würde und auch den Kontext berichten würde, dann würde das ziemlich zeitführend sein. Und ganz allgemein kann ich sagen, Petra: Wir haben Zeit. Bodhi: dass dieser Punkt eigentlich schon begann bei mir mit dem Eintritt in dieses Leben. Das Begleiten von Menschen ist mir in gewisser Weise in die Wiege gelegt worden und zieht sich durch mein ganzes Leben von der Teenager-Zeit an bis heute bis in die Gegenwart hinein. Petra: Das heißt, Vertrauen in dein Leben und das Bewusstsein geführt zu werden, schon immer in dir. Bodhi: Mehr oder weniger könnte man sagen, ja, und dennoch gab es natürlich in meiner Jugend ganz, ganz intensiv die Zeit der Suche nach dem tieferen Sinn und nach der Selbstfindung, nachdem sozusagen das Erlernte, das Ankonditionierte aus meiner Kindheit und Jugend erst einmal zusammenbrechen musste. war ich natürlich auch in meinen 20ern sehr sehr intensiv auf der Suche nach dem wahren Sinn des Lebens und eine Entdeckung war damals ganz ganz wichtig. Ich entdeckte irgendwann sehr präzise, sehr klar, dass wenn ich irgendeinen Sinn finden wollte, dann kann ich den nicht irgendwo da draußen finden. Denn ich hatte sozusagen da draußen fast jeden Stein umgedreht, ⁓ etwas Sinnvolles zu finden. Und da waren auch eine ganze Menge interessante Sachen dabei. Aber den tiefen den konnte ich dauerhaft nicht dort draußen finden. Und so erkannte ich, dass ich meinen Fokus nach innen wenden muss. Dass ich mich selbst erforschen und kennenlernen muss. ⁓ den tiefen Sinn zu finden. Petra: Du sagst das so wunderbar in drei Sätzen. Ich könnte mir vorstellen, dass das schon ein wenig gedauert hat, oder? Also so dieses, es geht ja vielen von uns, dass wir ein Leben logischerweise auch im Außen führen. Aber immer die Frage ist, wie viel lassen wir uns auch davon in uns innen beeinflussen? Oder wie weit können wir uns auch vielleicht abgrenzen? Inwieweit achten wir auf uns selbst? Wie weit finden wir alles in uns selbst und nicht in, wie du so schön sagtest, den Stein, den man außen umdreht. Aber das geht doch in Stufen, oder? Das kommt das über Nacht. Bodhi: Natürlich, das geht in Stufen. Es dauert nicht nur Jahre. Ich würde sagen, es dauert das ganze Leben. Wenn man einmal diesen Weg begonnen hat, hat das kein Ende. Denn nach jedem inneren Raum, der sich neu öffnet, indem man das erlebt, spürt man oder spüre ich Petra: Mhm. Bodhi: gleichzeitig, dass da noch viel, viel, viel mehr sich dahinter öffnen kann, weil so ist Bewusstsein und so ist unser wahres Sein tatsächlich strukturiert. Genauso wie das Universum sich ständig, unvorstellbar weiter ausdehnt, gilt das Gleiche auch für unser Bewusstsein. Es hört nie auf und je tiefer wir etwas berühren, desto deutlicher wird, dass dies erst ein kleiner Zipfel ist von dem Großen Ganzen, das danach viel, viel mehr noch wartet. Und das zu erkennen macht uns sehr demütig. Und gleichzeitig ist jeder Schritt, jede Stufe die sich öffnet, so erfüllend, so beglückend, dass diese Reise natürlich weiter fortgesetzt wird und immer spannender wird. Es wird nie langweilig. Es ist eine großartige Entdeckungsweise. Petra: Du sagst es richtig, glaube jeder, der diese Reise einmal angefangen hat, wird sie nicht mehr aufhören. Warum auch? Weil sie ist ja eigentlich die erfüllendste Reise, man in seinem Leben zu sich selbst machen kann. Bodhi: Ja, das ist einzig wirklich Erfüllende. Äußere Dinge können vorübergehend durchaus das Gefühl der Erfüllung geben. Aber wie es in der Bibel heißt, trachtet als erstes nach dem Königreich Gottes in euch, dann wird euch im Außen alles dazugegeben. Und tatsächlich ist unser Leben, äußeres Leben, die äußere Welt, ist Ein Spiegel der Räume, die sich in uns geöffnet haben. Wir kreieren unser Leben, unsere Welt von innen nach außen. Zuerst geschehen diese Schritte in unserem Bewusstsein und innere Räume des Bewusstseins, des Gewahrseins öffnen sich in uns und dann kommt als Antwort darauf die Entsprechung im äußeren Leben. Und das kann ich über die vielen Jahrzehnte meines Lebens hindurch, kann ich das wirklich, wirklich bestätigen. Petra: Das heißt letztendlich ja auch die Resonanz, in der man innen ist, gibt man aus und sieht damit ja dann auch von außen genau diese Resonanz an, oder? Bodhi: Ja, das bringt es genau auf den Punkt. ist es. Petra: Klingt so einfach. Ich möchte gerne, weil wir sind schon so im Thema. Ich könnte mir vorstellen, dass aber für viele einfach diese Frage nochmal ist, wie komme ich denn auf den Weg? Und du hast es schön gesagt, das erste Wichtige war für dich die ankonditionierten, erzieherischen Umfeld, wo klar, wir sind alle Kinder, wir sind alle Jugendliche, wir haben alle ein Elternhaus und jeder von uns hat seine Erfahrung gemacht. Ich möchte nicht auf bewertend eingehen, aber natürlich erst ab einem gewissen Alter sind wir dann auch für unser Handeln und Tun selbst verantwortlich. Du hast so schön gesagt, dass du als erstes eigentlich die einreißen musstest. Dahin muss man ja auch erst mal kommen, zu sagen, ich merke, dass mir bestimmt meine Eltern aus ihrer Perspektive etwas sehr Wertvolles mitgegeben haben, aber das ist ihre Perspektive. Was ist denn jetzt dann der Punkt, wo ich sage, was gehört zu mir und was gebe ich vielleicht von dieser Zeit auch ab? Bodhi: Ja, ich habe damals in meinen 20ern intensiv damit begonnen. war Teil, ein wichtiger Teil meines Weges. Und das waren die 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Petra: ⁓ Gott, klingt das lange her. Bodhi: Das ist auch lange her, wirklich lange her, das ist wie ein früheres Leben für mich. Und natürlich in der damaligen Zeit war es notwendig nochmal ganz anders daran zu arbeiten. Heute erlebe ich, dass das viel viel schneller gehen kann, das Erwachen zu sich selbst und die alten Konditionierungen fallen manchmal buchstäblich in sehr kurzer Zeit von den Menschen ab durch ein tiefes Erleben, durch ein tiefes Erkennen und das ist ganz individuell je nach den Themen, die die Seele in dieses Leben mitgenommen hat. Manche Menschen erleben auch heute Phasen von innerer Umwandlung und Transformation, die sehr tief, sehr intensiv gehen können. Und bei anderen ist aus erstaunlichen Gründen, die wir nicht wirklich erklären können, etwas im Inneren gereift, nachdem sie ein ganz normales Leben gelebt haben, ist etwas auf Seelenebene im Inneren herangereift und dann kommt der Moment, wo der richtige Impuls oder die richtige Information wie eine Lawine auslöst und Alles ist erstaunlich schnell da. Petra: Und auch das zeigt ja, dass glaube ich ganz viel in uns angelegt ist, respektive wir es uns ja selbst vielleicht für dieses Leben vorgenommen haben. Und dass es vielleicht ganz unterschiedliche Wege gehen, ein leises Klopfen, dass man vielleicht selbst aktiv angeht und manchmal kommt halt die Explosion, dass Sachen nicht mehr so sind wie früher und sich plötzlich Dinge verschieben. ⁓ könnte mir vorstellen, dass es vielen, die zu sehen und zu hören ja auch so geht, dass sie Momente haben, sie vielleicht unsicher sind, ob das Leben, was sie heute führen, das Ausschließliche ist, was sie führen wollen. Also es ist nie eine Bewertung und glaube, dass ganz klar jeder darf mit seinem Leben so glücklich sein, wie immer er es sich vorstellen kann. Aber dieser Wunsch kommt ja oftmals dann, den kann man nicht so greifen. Der ist dann so nagend in einem selbst, dass man so merkt, vielleicht gibt es da noch etwas anderes. Was würdest du denn jemandem, sagen, was ist denn so eines, nicht zu zweifeln, sondern zu sagen, auf die Stimme zu hören oder was kann man denn tun, ⁓ diese leise Stimme, wenn sie denn leise kommt, zu unterstützen? ⁓ Bodhi: Ja, du hast es schon angedeutet, das ist individuell sehr unterschiedlich. Bei manchen Menschen gibt es einschneidende Lebenserfahrungen, wie ich ja von dir, liebe Petra, auch weiß, dass es da ein ganz einschneidendes Erlebnis gab, das deine bisherige Welt so tief erschüttert hat. dass du nicht mehr so weitermachen konntest wie bisher und dahinter hat sich all das, was in deine Seele angelegt war und bereits herangereift war, hat sich dann öffnen können. Dafür bist du ja wirklich ein ganz besonders strahlendes Beispiel. Petra: Ohne dieses Ereignis säße ich heute tatsächlich auch nicht hier. Aber wir hatten ja auch im Vorfeld drüber gesprochen und das ist mir persönlich auch immer wichtig. Das Leben, was ich davor hatte, habe ich genauso geliebt, auf eine andere Art. Und das heißt, der Weg, den ich jetzt gehe, ist kein besserer, aber ist ein komplett anderer. Und ich würde ihn jetzt nicht mehr hergehen wollen, definitiv. Bodhi: Ja. Und wiederum bei anderen Menschen, die uns vielleicht auch hier zuschauen, kann sich das ganz anders zeigen. Da kommt zum Beispiel erst einmal die Infragestellung des tieferen Sinns des eigenen Lebens. Oder bei manchen Menschen zeigt es sich als eine innere Unruhe oder Aufbruchstimmung. ein inneres Drängen, eine Dringlichkeit, sich umzuschauen, neuen Ufern aufzubrechen und das ist dann individuell verschieden. Also was wir jetzt hier auch in diesen Interviews zur Verfügung stellen, sind wertvolle Impulse, wertvolle Informationen, die dann zur Verfügung stehen können. hilfreich sein können für solche Aufbruchssituationen. Und von meiner Seite würde ich sagen, das Allerwichtigste ist das Erkennen, dass der Fokus der nach außen zerstreute Bewusstseinsfokus, die Menschen verlieren sich ja leicht in dem äußeren Leben, das sehr ist in der gegenwärtigen Welt. dass dieser Fokus erst einmal nach innen gerichtet werden muss und sollte, denn nur in unserem Inneren ist das zu finden, wonach wir uns alle sehnen. Und dann gab es in meinen 20ern eine weitere Erkenntnis, die sich durch mein ganzes Leben gezogen hat und zwar habe ich verstanden, dass ich dem folgen soll und muss, was mich intensiv berührt, was mein Herz berührt, was mir Freude macht, wo ich Erfüllung in Liebe finde und diesem Folgen der Intensität und der Freude. In diesem Folgen hat sich mein Seelenplan entfalten können. Und dort, das kann ich sagen, dort wo unser Herz jubelt, wo alles in uns aufblüht und jubelt, dort sind wir auf unserer eigenen Spur. Und wenn wir diesem Ruf mutig, es braucht immer wieder Mut, kann sagen, ich habe gefährlich gelebt. Wenn wir diesem Ruf immer wieder folgen, dann führt es uns auf unsere eigene Spur. Und dort findet Selbstfindung und Selbstbegegnung und Erfüllung statt. Petra: Du hast das Wort, das in dem Fall wirklich große Wort Liebe angesprochen und zwar Liebe als etwas universelles, nicht die personelle, sondern die Liebe, in der wir hier leben dürfen. Und damit ist ja die Liebe auch, ich sag mal, der Gegenspieler der Angst, die uns ja oftmals Ausgründen, Angst hat immer Gründe, Liebe hat keine, oftmals verbietet oder hemmt oder anderes. Und ich könnte mir vorstellen, dass viele sagen, ja, das klingt ganz toll, mich zu entfalten, aber ich muss doch Geld verdienen, ich habe die Verpflichtung, ich habe... eine Beziehung, in der ich vielleicht eine Rolle nehme, was auch immer es ist. Und ich glaube, dieses sich davon lösen und zu sagen, das eine hat nichts mit dem anderen zu tun und du darfst Sachen loslassen, ohne dass sie dich irgendwo auffressen, ich glaube, das ist doch ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Bodhi: Ich würde sagen, Petra, bevor wir zur universellen Liebe kommen, darf die Liebe in unserem Leben auch einen ganz praktischen, persönlichen Raum einnehmen. Und es beginnt damit, dass wir erstmal überhaupt die Liebe und die Wahrheit in der Liebe ⁓ ihrer selbst gelieben lernen. und die Liebe auch erst einmal mit unserem Bewusstseinsfokus nach innen richten, das heißt uns selber schenken. Und dann gab es in meinem Leben immer wieder Situationen, wo die Liebe mich gerufen hat, wo ich mich ganz schlicht und einfach verliebt habe und wo ich die Erfüllung von Liebe intensiv gesucht habe. Und indem ich mich dem geöffnet habe, hat die Liebe mir vielfältige Erfahrungen geschenkt. Und mich darauf, auf diesem Aspekt meines Menschseins, tief einzulassen, das war für mich Teil meiner göttlichen Führung, meinem Leben. Und erst sehr viel später habe ich entdeckt, dass es ⁓ die große Liebe liebt. der ich all das anvertrauen kann. Aber erstmal ging es darum, mich wirklich auf die irdischen Erfahrungen tief einzulassen. Und meine Geliebten, die Frauen in meinem Leben, die haben mir sehr, sehr viel beigebracht und haben mich ganz schön auf die Erde geholt. Denn ein Teil von mir wollte eigentlich gleich wieder ins Licht. diesem manchmal schwierigen irdischen Leben entgehen und die Liebe selbst und auch die irdischen Erfahrungen in der Liebe, die haben mich ganz schön hierher geholt und ich glaube das Lieben lernen beginnt im Umgang mit uns selbst und dann auch im Umgang mit den uns nahe stehenden Menschen. auch das Hineintragen der Liebe in all die täglichen Angelegenheiten. Denn Liebe und Freude, ich habe das eben schon erwähnt, ⁓ sind ganz, ganz nah verwandt, sind wie Zwillingsschwestern. Dort, Freude ist, da ist auch etwas, was wir lieben. Und dort, wo wir uns der Liebe öffnen, begegnen wir auch der Freude. Denn gleich, und das möchte ich hinzuschügen, die Liebe natürlich auch alle alten Wunden im Liebesbereich hochbringen kann. Und Wenn wir wirklich lieben lernen wollen, müssen wir bereit sein, auch den Wunden, auch den Schmerzen zu begegnen, die Liebe und auch Liebesbegegnungen mit sich bringen können. Petra: Und das sind ja letztendlich auch Schmerzen in uns selbst, die uns berühren. Also es ist alles vom Herzen, was kommt. Und ich glaube, das Herz sucht sich ja auch seine Erfahrungen. Und ja, in Liebesbeziehungen wird es nicht nur immer Up to the sky geben, sondern auch Down to Earth. Und wie du so schön sagst, das ist, glaube ich, auch ganz wichtig, dieses Erden, weil... oftmals ja auch dieser Wunsch nach der universellen Liebe einen sehr hoch zieht, aber die Bodenhaftung dann verloren geht. ich glaube, beides zu haben, mit beiden Füßen auf dem Boden zu sein und die irdischen Freuden, sage ich mal, und die die Fröhlichkeit und die Freude, was vom Herzen kommt, zu genießen und dazu das andere zu haben, dürfte dann eigentlich das ganz große Paket sein, oder? ja. Bodhi: Die Herausforderungen und auch die Schmerzen, die das Leben und das Menschsein auf dieser Erde mit sich bringen. sage ganz oft, Schmerzen gehören zum Menschsein. Das kann ich mit großer Gewissheit sagen, denn es wird niemanden geben, der uns jetzt hier zuschaut und zuhört, der noch nie Schmerzen erlebt hat. Schmerzen gehören zum Menschsein. Aber ich unterscheide ganz deutlich zwischen dem Erleben von Schmerzen, die zu unserem Weg gehören, und zwischen Schmerzen und Leiden. Schmerzen gehören zu unserem Menschsein. Leiden muss es nicht. Leiden entsteht aus dem Widerstand. gegen schmerzhafte Erfahrungen, dann wird frieren sozusagen die Wunden ein und Schmerzen wird zu leiden. Wenn Schmerzen, wenn wir lernen, schmerzhafte Erfahrungen bereitwillig zu durchleben, dann haben sie einen Anfang, einen Höhepunkt und laufen irgendwann aus. Und jedes Mal sind wir ein Stück stärker und liebender geworden. Wenn wir aber uns verschließen dieser Intensität sowohl auf dem einen Pol von großem Glück als auch im anderen Pol von tiefem Schmerz oder Traurigkeit, wenn wir uns dem verschließen, dann kann die Welle sich nicht vollenden und dann geraten Menschen in Leiden hinein und leiden in unserem eigenen Leben. in der Welt, überall wo wir hinschauen können, wenn wir genau hinschauen, werden wir in jeder Form von Leiden, die wir hier auf der Erde finden, auch einen Widerstand entdecken gegen menschliche Erfahrungen, ein Kampf gegen das Leben selbst. Und lieben lernen bedeutet dies zu verstehen und aus dem Kampf gegen unsere Erfahrungen, gegen unser Fühlen und unser Menschsein auszusteigen und so stark und so weit und so groß wie möglich zu werden, sodass all diese Facetten des Lebens in uns Raum bekommen. Petra: hast du wunderbar gesagt, weil ich glaube oftmals hat man ja so den Wunsch nach der, wie soll ich das sagen, Überholspur oder der einzigen Spur, die einen im dauerhaften Glück hält und ich sag mal wer das schafft, wird viele Aspekte gar nicht kennenlernen, die ihn noch größer gemacht hätten oder können oder umfassend, dann größer ist vielleicht das falsche Wort und umgekehrt, ich glaube keiner der hier zuhört, hat nicht selber auch schon seine Erfahrungen, die für ihn ein Einschnitt sind, Trauer, Leid oder Schmerz ausgelöst haben, erfahren. Und genau dieses Differenzieren finde ich sehr, gut zu sagen. Ja, jeder von uns ist schon mal verletzt worden, hat eine schmerzhafte Erfahrung gemacht, auf welcher Ebene auch immer. Aber Was passiert dann? Bleibe ich in diesem Stadium des Leides hängen? Das kann sogar Struktur geben, es kann für einige auch einfacher machen. Aber was kann ich denn ansonsten noch tun, ⁓ auch zu sagen, Dinge passieren? Keiner von uns kann das verhindern. Und in letzter Konsequenz ist es der Umgang damit und das Stellen und ob ich jetzt... die Augen zumache ist genauso wie wenn ich dauerlei leide, dann versuche ich mich zu entziehen und werde auf lange Sicht sehr wahrscheinlich vielleicht sogar innerlich verhärten oder Teile einfach abspalten von mir und wie schön ist es, wenn ich sagen kann, ja Sachen waren ganz ganz schlimm in meinem Leben, aber sie gehören dazu und ich glaube, wie du sagst, wenn man sich dem stellt, das ist ein Bestimmt nicht einfach. Keiner hat jetzt gesagt, eine halbe Stunde stellen und damit ist es. Nein, kann vielleicht mehrmal durch den Schleudergang gehen, das kann über einen längeren Zeitraum gehen. Aber wenn man es annimmt, wächst man dadurch und kriegt eigentlich trotzdem mit, was alles bereitgestellt ist, ⁓ aufzufangen, oder? Bodhi: Ja, das kann ich ganz dick unterstreichen, was du gerade gesagt hast. Es ist nicht möglich, etwas zu überspringen. Denn das sind ja die Lebensthemen, die unsere Seele sich für dieses Leben vorgenommen hat. Ich habe im Laufe meines Lebens oder in der ersten Hälfte meines Lebens versucht, wieder Dinge zu überspringen, aber das kann nicht funktionieren und die Bruchlandung ist dann umso drastischer. Man kann es und soll es nicht überspringen. Es geht darum, und das ist sozusagen meine Arbeit mit Menschen, dass wir Präsenz entwickeln, in unserer Selbstfindung Präsenz entwickeln und dann brauchen wir noch nicht mal mit diesen Themen umzugehen. Ich gebrauche dieses Wort sehr selten, sondern wir werden dann zur Präsenz. werden zum Raum und geben dem Leben selbst Raum in uns. Und dann kann das Leben sich durch uns und in uns vollständig entfalten. Petra: Das war jetzt für mich ein wunderbarer Satz zum Abschluss von unserer ersten Episode. Ich glaube, wir sind schon sehr tief eingestiegen. Wir haben schon sehr viele Dinge angesprochen, von dem Urvertrauen und dem universellen Liebe über die körperliche bis hin zur Bruchlandung, wenn man mal meint, müsste oder könnte etwas überspringen. Und ich sag für heute, lieber Bodi, ganz herzlichen Dank. Und beim nächsten Mal steigen wir noch mehr ein, weil ich glaube, diese Aufgaben, die wir uns hier gestellt haben und auch erleben dürfen, sind unfassbar spannend. Vielen Dank. Bodhi: ⁓ ja, ich freue mich selber schon auf die Fortsetzung. Petra: Ich freue mich auch. Tschüss! Bodhi: Bis!