Latest / Gut Baum! / Bäume, die mit Zeugs werfen...
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- Philipp: Und damit herzliche willkommen und gut Baum zu Folge 2. Mein Name ist Philipp Hofmann und mir gegenüber durch nur zwei Monitore getrennt begrüße ich die baumtastische Daniela Antoni. Hallo Dani! Danni: Womtastisch, ja, hi ihr Lieben, hi Philipp. Philipp: Ja, es liegen ein paar verrückte Tage und Wochen hinter mir zumindest. Ich glaube bei dir war es auch nicht ganz so ruhig. Ich war in Holland, ich war in der Schweiz, ich bin rumgekommen und habe diverse Sachen aufgeschnappt. Ich habe auch diverse Fragen mitgebracht. Eine Sache, die mir auf jeden Fall in Erinnerung geblieben ist, die Autobahn der Bäume oder so ähnlich. Hast du das schon mal gehört? Danni: Ja, du meinst die, also wenn es das ist, was du meinst, also ich kenne das, dass entlang von Autobahnen immer die Bäume des Jahres gepflanzt werden, meinst du das? Philipp: Genau, dem Fall war es kurz hinter Köln, glaube ich, auf dem Weg nach Holland. Und es gibt irgendwie Danni: Ja, genau, da hinten ist es. Philipp: die... Also ich habe danach nochmal nachgeguckt, weil ich natürlich kilometerlang dran vorbei gefahren bin. Es sind über 250 Bäume, die da gepflanzt haben. Und es gibt die Bäume des Jahres von 85 bis 2014. Fand ich eigentlich eine Danni: Mmh. Philipp: ziemlich, ziemlich coole Sache. Allerdings sah es abschnittsweise auch ziemlich traurig aus. da... Danni: Ja. Philipp: Ja, nee, da kommen wir zu den Problemen und den Kosten. fand die Idee ja mega gut und es sollte da die Autobahnen, wirklich kilometerweit geradeaus geht, auch bisschen aufgelockert werden und begrünt werden. Die Idee ist gut und die Umsetzung war wie so oft mehr so mittel, da ganz viel Trockenschäden entstanden sind, die jungen Bäume sind eingegangen und so sieht es auch bisschen zerpflückt aus, das ganze da. Endeffekt wurde das Ganze im Nachhinein jetzt mehr oder weniger als Millionenkrab abgestempelt, weil es nach hinten los ging, obwohl die ... Danni: Ja, war auch, ist auch immer wieder groß in der Presse, Weil, du musst dir das so vorstellen, weil der Baum des Jahres ist ja eher so ein, ja eigentlich so ein Marketingkonzept, Bäume wieder geil zu machen. Das heißt, du stellst jedes Jahr so einen Baum vor. Und die Leute gehen aber fälschlicherweise, weil die D ist natürlich nice so, aber die Leute gehen fälschlicherweise immer davon aus, ja, der Baum des Jahres, wenn der zum Baum des Jahres gekürt wurde, dann muss der ja mega geil sein und der kann alles und ist tippitoppi, aber natürlich nicht, also... Die Bäume, die zum Baum des Jahres gekürt werden, die sind weder klimaresilient noch haben die mit Trockenheit irgendwas zu tun. werden halt gekürt, damit man sich mal näher mit denen beschäftigt. also manche von denen sind tatsächlich auch klimaresilient. Wie jetzt zum Beispiel die Roteiche, die war es letztes Jahr, hatte Riesenkontroversen ausgelöst, weil es halt so eine Art ein bisschen invasiv ist und so. Trubel, ja, geile Klima-Baumart halt. Und da scheiden sich dann eben die Geister, ob so was eine geile Idee ist, weil, wie du jetzt auch, du denkst ja, ja voll cool, ey, dann kannst du die Bäume angucken und dann stehen aber alle halb vertrocknet und tot am Rand. Und insofern finde ich es schon wieder geil, weil dann macht man sich halt Gedanken, hm, warum passiert das denn? Es ist wirklich so eine geile Idee und was hätte man da besser hingepflanzt? Insofern, toller Einstieg, ja. Philipp: Ja, vielleicht ist auch ein abschreckendes Beispiel manchmal ein gutes Beispiel. Danni: Mhm, genau, find ich auch. Aber ja, du hast dir die heutige Folge aus einem ganz anderen Grund gewünscht. Weil was ist dir denn passiert? Fand ich mega lustig. Philipp: Genau, genau. Also ich war dann mit dem Rad unterwegs, in Holland bin Fahrradrennen gefahren und war rückwärts in Köln, hab da einen Bekannten besucht und erstmal ist mir aufgefallen, die Bäume in Holland sahen alle ziemlich cool aus, dann bin ich in Köln ans Rheinufer gekommen und da ich, auch wieder, können wir vielleicht mit verlinken, ein paar schöne Bilder in Sachen Montagsbau mitgebracht. Großflächig auch. Auf jeden Fall hab ich dann zuerst dort geparkt für ein paar Stunden und kam wieder und mein Auto war völlig eingekleistert und klebrig und nass. Das war Teil 1, wo ich schon gedacht habe, ok krass, der Baum will's wissen. Dann bin ich aber von dort nur eine Woche später in die Schweiz gefahren, zufällig Fahrrad zu fahren und bin Danni: Voll. Philipp: dann da bei... fast 40 Grad bis nach Italien gefahren und hab mich dann gefreut, dass ich wieder in Wald gekommen bin, wo ein bisschen Schatten war, weil es war echt nicht auszuhalten, da Mittagssonne. Und da war dann der nächste Baum und diesmal war ich das Opfer und der hat mich bespuckt, obwohl weit und Danni: Mhm. Philipp: breit kein Regen zu sehen war. Da hab ich mich dann gefragt, was soll das? Liegt's an mir oder liegt's am Baum? Und an der Stelle kommst du, die miesen Mieslinge. Danni: Ja, was geht da ab? Die Fieslinge, ey! Also erstmal, die Fieslinge, die es in Köln gibt, die gibt es auch überall an den Rheinbromenaden, in Bonn zum Beispiel, siehst das auch überall. Das macht man, Sichtachsen herzustellen. Das heißt, die Bäume werden hart runtergekappt. Meistens sind das ja auch bessere Wohngegenden. Und das lädt natürlich zum Flanieren ein. heißt, sind alles so Sachen, die machst du, damit die Leute freisicht auf den Fluss haben. Musst dir mal reinziehen. Das heißt, du kappst Bäume, nimmst dem Ganzen das Mikroklima, weil irgendjemand einen Haufen Schotter dafür bezahlt oder sich geiler fühlen will, wenn er da mal reinmaihen oder in irgendwelchen anderen Flüssen lang flaniert. Das ist schon mal das erste Grenzwertige so, aber das siehst du überall. Also da kann mal jeder drauf achten. der das noch nicht wahrgenommen hat und ja die sache mit dem auto es ist halt das deutschen liebstes kind das heißt du hast bei vielen linden also winter linde sommer linde sind so klassiker die halt gepflanzt wurden da hast du diesen honigkau vor allen dingen honig tau das heißt scheinbar oder nimmst du ja war vor scheiße der baum klebt und der packt da jetzt irgendwas auf meinen lakt drauf so oder auf mein fahrrad Aber es ist tatsächlich nicht die Linde, da tropft, sondern das sind die Plattläuse, die da drauf wohnen und die saugen da halt ihren Pflanzensaft und dann nehmen die so große Mengen von diesem zugehaltigen Zeug auf und irgendwann, wenn die Plattlaus voll ist, muss das halt hinten wieder raus. Das heißt eigentlich ist das Kacker, die da auf dem Auto landet, nimmst aber halt nicht so wahr, weil das ist ja einfach nur klebriges Zeug, nur denkst ja, was ist mit dem Baum da los. Aber eigentlich, wie gesagt, ist das Blattlauskacker und der Baum wird dann halt beschuldigt, was so bisschen schade ist. Aber das muss man halt verstehen, dass das eigentlich die Blattlaus ist. wir haben, weil wir sind ja weit in der Forschung, das heißt, haben Alternativen für Stadtbaumstandorte geschaffen, weil wir natürlich wissen, ey, wenn wir jetzt an den und den Standort Winterlindensommer hinpacken... dann kriegt die Hälfte der Nation die Krise, weil halt das Auto oder der Lack beschädigt wird. Also haben wir andere Baumarten für solche Sachen. Die sind auch klimaresilient. Das heißt, die packt man jetzt in die Stadt. Das ist zum Beispiel die Silberlinde oder die Grimmlinde. Und bei denen ist es so, dass die auf der Unterseite Haare haben. Das heißt, das ist für die meisten Plattläuse nicht geil. Die sind ja natürlich spezialisiert und wenn die sich da in so einem Wust aus Haaren durch mit ihrem Rüssel, dann irgendwie Pflanzensaft zu kommen, dann finden die das nicht geil. Und auch die Inhaltsstoffe der Blätter von diesen Baumarten sind anders. Das heißt, es schmeckt den Plattläusen nicht so gut. Das finde ich ganz schön schlau, dass die Baumschulbranche da eben drauf reagieren kann und Sachen erfunden hat, die für Stadtbaumkontexte oder in dem Fall sind es ja Interessenkonflikte. So ist ja hart, wenn sich jeder beschwert. Ja, ich bin ja für Bäume, aber mein Auto ist jedes Jahr voll. So, dann brauchst du halt was, wo du diese Interessenskonflikte lösen kannst. Und das sind halt eben dann Linden, ähm, ja, die Blattläuse nicht zum Saugen einladen. Philipp: Auf jeden Fall eine coole Sache, weil ich bin der Letzte, der mit seinem Auto groß pingelig ist. Aber es war echt ein Kampf, runterzukriegen, weil die Scheibe völlig verklebt war und Danni: Ja. Philipp: ich musste wenigstens irgendwas sehen. Es ist alles an Staub so drauf kleben geblieben und ich habe dann an der nächsten Tankstelle anhalten müssen, damit ich der Autobahn wieder was gesehen habe. Danni: Ja, es ist tatsächlich eine Riesensauerei. Sobald mir das passiert oder ich mal nicht drauf achte, fahre danach sofort in die Waschanlage, weil du siehst halt, du kriegst es gar nicht von der Scheibe runter. Das schon eine krasse Sache. Ach so, ja und ein anderes Ding hier, das weiß ich tatsächlich nicht. Da sind unsere Hörer gefragt. Also ich habe gedacht, naja, vielleicht sind es irgendwelche Schaumzikaden, weil du meinest ja, ist irgendwas runtergetropft. Und hat auch zu der Jahreszeit gepasst. Ich weiß nicht, was es war. Mai oder so. Das heißt, also da bin ich überfragt Philipp: Juni war es genau. Danni: oder Juni. Also da bin ich tatsächlich überfragt, was dich da voll gespuckt hat. Also wie gesagt, ich tippe auf irgendeine Schaumzikade, dass das da runter getröpfelt ist. Aber auch wieder ein Insekt halt, also auch wieder nicht der Baum, der hier schuld ist. Philipp: Okay, dann nehme ich meine Schuldzuweisung hiermit offiziell zurück. Danni: Aber noch mal ein Ding zu der Sache in den Niederlanden, das werde ich total häufig gefragt. Ich war mal im Urlaub in Holland, was geht denn da ab? Sind die Bäume alle voll gut aus und so? Und zwar ist das der Tatsache geschuldet, dass in Holland, weil wir in Deutschland, wir sind ja ein Land der Forstwirtschaft, das heißt wir haben unglaublich viele Wälder, wir haben eine unglaublich große Lobby, das heißt da fließen unglaublich viele Gelder, das heißt unsere Forschung Die wird hauptsächlich in Wälder und dem Erforschen von irgendwelchen gesteckt, die im Wald los sind oder im Forst. Und dadurch, dass Holland nicht so eine große Forst- und Waldfläche hat, geht bei denen die Forschung in die Stadtbauforschung. Und deswegen sind die in vielen Sachen, auch bei Schwammstädten oder irgendwelchen anderen Aspekten, sind die teils enorm viel weiter als wir in Deutschland. Deswegen gibt es da so einen krassen Unterschied. Philipp: werfen ja oder sie spucken ja nicht nur, beziehungsweise weiß ich ja jetzt, dass sie gar nicht spucken und Danni: Mmh. Philipp: legt das jetzt nicht dem Baum zur Last. Aber was in letzter Zeit, das werden ja auch viele mitgekriegt haben, immer größeres Problem ist, sind Unwetter und Unwetterschäden. Ich weiß nicht, wie es bei euch ist. Bei uns ist das hier in den letzten Tagen, Wochen und Monaten regelmäßig mehr eskaliert, als mir das so den letzten Jahren irgendwie im Hinterkopf war. Und... Es sind teils wirklich sehr regional begrenzte Unwetter hier durchgezogen, die ganz schön Schäden hinterlassen haben. Nicht nur an Gebäuden, an Häusern, Stallanlagen, auch immer, sondern und vor allem auch an Bäumen, wo teils nicht nur Totholz durch die Gegend geflogen ist, sondern halbe Bäume. Danni: Ja, ja, ist übel, aber da müssen wir krass unterscheiden, weil bei uns in der Branche ist es so, du hast ein Unwetter und dann musst du ja gleich gucken, hmm, Versicherungen, so. Das heißt, das was du beschreibst, also so wirklich krasse Unwetter oder Extremwetter, das fällt unter höhere Gewalt und wird somit von den Versicherungen abgedeckt, wenn dein Baum kontrolliert worden ist, natürlich nur. Und alles darunter, was ein Baum sonst so auf dich schmeißt, Beispiel Totholz, weil das entsteht ja immer, das heißt, das fällt aber natürlich auch bei Unwetter runter. Aber Totholz ist eine ganz natürliche Äußerung von einem Baum, wenn er zum Beispiel durch Alterung oder Beschattung, Konkurrenz von einem Nachbarbaum oder jetzt im Zuge des Klimawandels, Trockenstress, Hitzestress oder auch schädlinge Pilze Dann kommt es dazu, dass manchmal ein paar Äste von dem Baum absterben oder manchmal auch ein größerer Teil der Krone. Und sowas muss natürlich in der Baumkontrolle erkannt werden und dann eben entfernt werden, damit die Bäume eben nicht die Sachen auf uns drauf werfen. Aber das ist tatsächlich eine reale Gefahr, die mit der Verkehrssicherheit zu tun hat und der Verkehrsraum eben safe gehalten werden muss. Das heißt, ja, das ist eine Sache, die Bäume tatsächlich machen. die nicht so geil sind. Und dann gibt es noch so eine Sonderform, die kommt in den letzten Jahren immer stärker zum Tragen, das ist der sogenannte Grün-Ausbruch. Hast das schon mal gehört, das Wort? Philipp: nicht, dann bricht er frische Ast ab, der noch nicht tot ist oder wie. Danni: Ja, das ist, also das ist, ja genau, das heißt du siehst vorher nicht, das heißt es ist ein ganz normaler grüner Ast. Also es gibt eine Baumart, die macht das Baumart typisch. Das ist die Pappel. Das heißt bei Pappeln musst du immer davon ausgehen, krass, die wirft dir jetzt einfach mal einen drei Tonnen schweren Ast auf dich runter. Passieren auch immer mal wieder Unfälle, häufig tatsächlich in Bezug auf Parkplätze oder also Gott sei Dank nur mit Bäumen, also Sachschäden. Aber es kommt jetzt auch tatsächlich vermehrt oder es ist jetzt tatsächlich ein paar Mal passiert schon dieses Jahr allein, dass auch Menschen davon betroffen waren und eben nicht bei Pappeln. Das heißt, Grünastbruch bedeutet, ein Baum, der Ast ist nicht tot, das heißt, der Ast fällt voll belaubt plötzlich ab. Das heißt, ohne Wind, ohne Sturm, ohne dass äußerlich überhaupt irgendwas erkennbar ist. Das ist für uns in der Baumkontrolle ultra tricky. Das heißt, wir waren vielleicht am Baum und zwei Wochen später fällt das tonnenschwere Ding runter und erschlägt jemanden. Und was auch so bisschen krass ist, das passiert bei heißem Sommerwetter, das passiert bei längeren Trockenperioden, aber teilweise zum Beispiel auch nach Regen oder nach einer Trockenperiode. Das heißt, wir wissen tatsächlich schlussendlich aktuell noch nicht, was die wissenschaftliche Ursache dafür ist. Und das ist noch nicht abschließend geklärt. eins der aktuellsten und dringendsten Sachen, die wir haben, weil du tatsächlich bei Bäumen im Zuge wahrscheinlich der Trockenheit einfach nicht mehr davon ausgehen kannst, der Baum ist safe und zwar trifft das gerade aktuell ziemlich viele historische Anlagen. Also hatten wir ja in letzten Folge auch der schöne Park bei dir. Die Weimarer Schlossstiftung heißt es, glaube ich. Die ist tatsächlich auch auf dem Plakat. Wir hatten das fotografiert oder hatte ich dir gezeigt, weil die so eine smarte Zwischenlösung haben. Die hatten einen Bereich rot markiert in dem Plan. Der war so, also das ist ein Pappelstandort gewesen. Das heißt, wo einfach nur Pappelstanden, weiß nicht, ob du dich erinnerst. Da meine ich zu dir ja krass. Die haben das in dem Plan eingezeichnet. weil es in dem Bereich eben zu grün Asprok kommen kann, weil da eben so episch große Pappeln einfach stehen und weisen da schon mal vorsorglich darauf hin. Also das fand ich eine sehr smarte Sache, weil das kann dir tatsächlich passieren. Krass, Du guckst so... Ich seh dich gerade, Philipp guckst so völlig entsetzt. Ja krass. Ja, ja, ja, ne. Das ist aber höhere Gewalt. heißt... Philipp: Was heißt das jetzt für mich als Grundstückseigentümer? Na ja, ja! Nein, ich überleg grad, was heißt das für mich, der ein Grundstück hat, wo da Pappeln draufstehen und dann... Danni: Ja, ja generell. Also du musst unabhängig von Pappeln jetzt, aber du musst ohnehin als Grundstückseigentümer deine... nicht nur, wenn du Pappeln hast für die Verkehrssicherheit deiner Bäume sorgen, sondern du musst ja generell sagen, so ich habe die Bäume kontrolliert. Da du das selbst natürlich nicht kannst als Grundstückseigentümer, musst du eigentlich jemanden beauftragen, der es kann. Und dann bekommst du ja einmal schwarz auf weiß im Jahr, so die Bäume sind safe. Wenn dann trotzdem so ein Grünastbruch passiert, bist du trotzdem safe. weil das war ja nicht vorhersehbar. heißt, kontrollieren lassen musst du deinen Baum, wenn du haftungsrechtlich auf der sicheren Seite sein willst. Philipp: Okay, dann ist es aber trotzdem wie Lotto spielen in eine dofe Richtung für mich, wenn es dumm ausgeht. Danni: Ja, aber die Wahrscheinlichkeit ist enorm gering. Also klar können Grünnachbrüche passieren. Das ist so, wie wenn du durch den Wald läufst und da kann dir auch jederzeit ein Ast auf den Kopf fallen. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit ist halt enorm gering. Aber jeder Fall, der halt passiert, vor allem gerade, wenn es da zu Todesfällen kam, wie beim letzten Mal, dann ist das natürlich enorm presswegsam. Das heißt, solche Fälle, dann auf... und dann wird da eine Hysterie draus gemacht, kennst du ja, mit irgendwelchen Headlines, verkauft ihr alles heutzutage ganz geil mit Clickbaits, so, ehepaar von Ast erschlagen, so ein Mist halt. Und die Hintergründe werden dann halt überhaupt nicht faktisch dargestellt. Philipp: Na gut, es fallen ja jetzt aber nicht nur Äste vom Baum. Ich habe ja bei mir, wenn ich aus dem Fenster Danni: Ja. Philipp: gucke, kennst du auch eine riesengroße Eiche und eine riesengroße Kastanie. Danni: ihr hattet es schon. Philipp: Das sind ja mega coole Bäume. Ich fahre da aber jedes Jahr auch schubkannweise alles weg, was die mir so in Garten werfen und das über die Straße, ja, ich würde schätzen über 50 Meter weit, wie der Baum in dem Fall wirft. Danni: Ja da ist auch mal wieder der Baum der Schuldige tatsächlich so. Der wirft halt einfach mit seinem Nachwuchs und das betrifft natürlich Eichen, Kastanien, auch die Esskastanien. Das sind dann diese nadeligen Dinge, die dann meistens auch für Herbstdeko genommen werden und viele andere. Da fängt es aber heute schon an, also da soll es ja dieses Dreck machen und dann wir später noch... drauf eingehen, weil Bäume werfen ja auch noch mit anderen Sachen so. Aber ja, der Nachwuchs fällt halt runter. Und gerade im Spätsommer-Herbst hast du dann halt deinen Schaff, weil du musstest alles sehr sauber machen, was der Baum runterwirft. Gerade in Mastjahren, also zum Beispiel bei Buche, hast du das Wort Mastjahr schon mal gehört? Klingt irgendwie voll gar gar, Eigentlich so ein Philipp: Ja, tatsächlich. Das habe ich ja schon mal. Danni: Begriff. Wir haben lauter so Begriffe in der Branche, wo man sich denkt, alter... Was ist für ein Wort? Ich persönlich finde Mastia zum Beispiel so ein Wort. zum Beispiel bei Buchen ist das, da kommt das alle vier bis fünf Jahre vor. Manchmal gehäuft auch jetzt im Zuge des Klimawandels. Da produzieren nämlich viele Bäume einfach viel mehr Nachwuchs, weil die jetzt halt in Stress kommen, in die Prädugie kommen, denken so jetzt haue ich aber hier nochmal alles raus. Mein Nachwuchs, der muss den ganzen Stuff jetzt hier regeln. Und dann hast du so ein Mastia, das heißt ein Baum fruktifiziert nennt sich das. enorm viel. Das heißt, er wirft einfach mit seinem Nachwuchs nur so sich. Und früher hat mir das Ganze dann halt eingesammelt und für Schweinemast genommen. Deswegen kommt das Name Mastjahr her. Und das steht einfach synchron dafür, dass eine starke Fruchtproduktion in dem Jahr stattfindet, wo so ein Mastjahr ist. Das natürlich geil für Eichelher, für Eichhörnchen, für Mäuse, Wildschweine. Die freuen sich da tierisch drüber. Aber unser Alltagsproblem ist ja dann einfach, dass der Stuff da rumliegt. Das heißt, es fällt auf Autos, es fällt auf Gehwege, verstopft die Dächer. Das ist auch noch so Ding. Genau. Das heißt, du hast Philipp: ja verstopft abflüssig genau Danni: natürlich enorm damit zu tun. Und da sind wir wieder bei so einem klassischen Interessenskonflikt von Bäumen, den du hast einfach im öffentlichen Räumen oder in ... Nachbarsituationen so und aber nicht nur da was in den letzten Jahren immer immer häufiger wird und das finde ich eigentlich so weird ist für Kinder in Kindergärten das heißt die Mütter oder die Eltern sagen wir es mal so die sind teils wirklich panisch nein mein Kind das könnte so eine Eichel aufessen oder das könnte eine Kastanie verschlucken also wirklich richtig also es geht nicht nur Eicheln beschädigen mein Auto Philipp: Ich dachte jetzt, die haben Angst vor den Armeen von Kastanienmännchen, die dann aus dem Kindergarten mit heimkommen. Danni: Ja, schön wär's. Also, schön wär's. das geht anscheinend ... Ja, es ist rückwärtsgewandt einfach. Die Naturnähe verschwindet immer mehr. Ich kenn allein bei mir aus dem Landkreis zwei Orte, wo die richtig große, schöne Bäume haben, fällen lassen, weil die Fülle an Beschwerden der Eltern nicht mehr erwehren konnten. weil die alle Angst hatten, dass die Kinder Eichen oder Kastanien verschlucken. Da werden Unterschriften gesammelt. Teils war das auch in der Presse hier in Hessisch-Ohlendorf, das war so ein Fall, kann jeder mal googeln, wo das richtig abgeht. Das erschließt sich mir null. Da bin ich raus. Kann ich nicht nachvollziehen, wie man es nicht schaffen kann. das den Kindern zu vermitteln oder Sorge dafür zu tragen, es einfach nur ein paar Wochen Es sind ja immer nur ein paar Wochen, die es geht. Und da einfach mal dafür, dass der Baum mit seiner Schattenwirkung gerade in Kitas erhalten bleibt, paar Wochen das Zeug einzusammeln. Da werden Unterschriften gesammelt und dann wird das Ding gefällt. das ist ein Unding, was das für Ausmaße angenommen hat. Philipp: Ja, auf jeden Fall merkwürdig. Danni: Ja. Philipp: ist ja vor allen Dingen auch eine Sache, wo die Zwerge einfach mal zwei Wochen lang beschäftigt sind, gehen danach irgendwie hier in Tier... Danni: Ja, stimmt, das können Sie mal machen lassen, ja. Philipp: Wir haben das doch früher auch gemacht und dann hat das entweder irgendwie der Förster gekriegt oder du bist damit hier in Tierpark die Ecke und die haben sich gefreut, dass die da drei Säcke Kastanien gekriegt haben oder so. Merkwürdig. Danni: Ja, gar gar, Aber es ist ja nicht nur in Kindergärten so. Du hast den Trouble halt enorm mit Nachbarn. Also ich hatte mal einen Fall, das war wirklich heftig, mit was für Begründungen, dann auch die Ecke kommen. Also da habe ich gedacht, ne, also ja, im Sinne von, okay, ich akzeptiere das, aber aufgrund dessen, also es ging eine 120-jährige Eiche, also richtig großer wunderschöne intakte Altbaum mit einer wundervollen Krone. So ein Drittel der Krone hing über das Nachbargrundstück und die Eicheln, die auf den Wintergarten gefallen sind, auf das Wintergarten-Dach, haben den Bewohner des Hauses an den Krieg erinnert. So und das war die Begründung dafür, dass der Baum kahlrasiert wurde senkrecht über der grundstücksgrenze kann es ja nicht verpfuhlos von dem ding das kann man hier das stellen wir auch auf instagram rein wo der baum jetzt einfach mal ein drittel fehlt ein drittel seiner krone damit der nachbar befriedigt ist so und sowas funktioniert aber halt auch nur in städten und gemeinden wo es eben keine baumschutzsatzung gibt deswegen weiß ich auch immer darauf hin leute baumschutzsatzung voll gut machen müssen wir machen weil sonst haben bäume eben diesen schutzstatus nicht und dann kann es so läuft auch ganz viel über Geklüngel, kennst du mit Sicherheit auch. Da kennt der eine den und dann der andere den. so, du kannst wahrscheinlich wenig zu sagen als Politiker, aber vielleicht kennst du das ja auch aus deinem Alltag. Das Philipp: Möglicherweise gibt es sowas, ja. Danni: kommt manchmal vielleicht vor. Das heißt, diesem Geklüngel, dass der eine den vom Handball kennt und, kannst du nicht mal, und der Baum hier bei mir geht mir voll auf den Sack und, na ja, ich sag's der Waldhut und dann kann die das einreichen, blabla. Und dann gibt's das eine zum anderen und dann... haben wir ein Drittel Krone weniger. Philipp: Aber das Schlagwort Baumschutzsatzung, das ist mir sowieso schon lange ein riesengroßes Fragezeichen, deswegen schreibe ich das jetzt auch nochmal auf. Vielleicht können wir das in einer der nächsten Folgen nochmal mitnehmen, weil ja, ja, Danni: da machen wir eine extra Folge zu, genau, ja. Philipp: Weil ich hab da auch bei uns schon mehrmals nachgefragt, also zum Beispiel gibt's bei uns momentan auch keine und da gab's natürlich dafür auch Gründe. Vielleicht können wir uns da auch mal einen Gast einladen oder so. Ich hab's jetzt mal aufgeschrieben, wir nehmen das mal mit den einen der nächsten Folgen. Danni: Ja, die sehe ich auch ein. Wir haben ja schon mal drüber gesprochen. Genau. Ja, super. Vom Bauhof oder so. vom... So machen wir das. Philipp: Genau, schauen, ob wir da jemand eingeladen kriegen. Danni: ja, und wegen der Nachbarsache. Ihr wendet euch total oft an mich mit der Frage, mein Nachbar verlangt, dass ich meine Eiche fälle, weil ständig Eicheln auf sein Auto oder sein Grundstück fallen muss ich das. Mir ist noch was eingefallen. Ich war gestern im Biergarten und da hat tatsächlich ein Baum was auf mich drauf geworfen und ich war überhaupt nicht, weil es war schon dunkel so. Und ich hab's dann erst gesehen und zwar sagt ihr das Wort Nasenzwicker was? Philipp: Nasenzwicker klingt jetzt hier nach so einem... Nee, erzähl! Nach so Ding auf der Nase halt! Danni: Ja genau. Ja das ist so ein, weil wir haben ja auch natürlich enorm viel umgangssprachliches Sachen für irgendwelche Sachen, die die Bäume so machen und Nasenzwicker ist praktisch unser umgangssprachliches Wort für die Sachen, die A-Hörner auf uns werfen. Also A-Horn-Flügel sind das, hast du vielleicht schon mal gesehen? Ja, die so fliegen, ja genau, Philipp: Genau, die man so aufklappen kann und sich so auf die Nase... Ja, ja, ja, ja, ja... Danni: das sind die Nasenzwicker und die werden wohl aktuell, also wir haben jetzt Anfang August. Schmeißen A-Hörner gerade mit den Dingen sich. heißt, die, werden auf jeden Fall auf euch drauf geworfen und es ist tatsächlich auch ein Bestimmungsmerkmal, weil bei jedem A-Horn sehen die anders aus. es sind wirklich so mathematische Sachen. Find ich bei Bäumen sowieso immer geil, weil du hast teilweise auch Baumarten, da hast du so eine Fibonacci-Folge. Bei der Aurokaria ist es zum Beispiel so und beim A-Horn... hast du auch beim Feldahorn zum Beispiel sind diese Nasenzwicker waagrecht aufgebaut, also kannst du den Lineal mal dranhalten. Und beim Backahorn, jetzt wird es ja richtig krass geometrisch, da sind die spitzwinkelig und jede Ahornart hat da ihren eigenen Winkel, wie diese Nasenzwicker aufgebaut sind. ich jedes Mal wieder BAM einfach. packen wir euch auch auf Instagram. Ja, ne? Philipp: Krasser Scheiß, jetzt bin ich auch gespannt. Ich glaub, da muss ich jetzt mal suchen in nächsten Tagen, wenn ich unterwegs bin. Danni: Ja, ich hab mir jetzt praktisch oder wenn wir jetzt uns ja auch anhören, wie viel Interessenskonflikte bei Bäumen dazugehören oder wie viel Problematiken oder wir nennen es Problematiken, weil uns das halt natürlich als erstes auffällt mit Bäumen zusammenhängen, ist ja schon die Frage, ist das wirklich Dreck und Belästigung oder erwarten wir mittlerweile von Bäumen, dass sie sich eigentlich, wir erwarten ja von denen, dass die sich benehmen wie Straßenlaternen. Die sollen einfach Inventar sein, darstehen und uns nicht behälligen. Aber im Prinzip ist es ja nicht so. Es ist ein Leben der Organismus. Das ist praktisch so eigentlich eine politische Frage für dich, die ich mir am Ende so überlegt habe. Wie viel Natur sind wir eigentlich bereit, in unseren Städten auszuhalten? Das heißt, weil du musst ja auch immer damit dealen. Die Leute kommen ja auch auf dich zu und sagen, Herr Hofmann, also hier... geht so nicht oder weiß nicht hat so was schon mal dass jemand zu dir kam sagt also hier der Baum hier der macht weiß ich nicht dreck oder ich habe damit Philipp: Ja, definitiv. also wir sind ja der permanenten Zwickmühle. Einerseits gibt es das Bild von einem Politiker, der schön in der Zeitung auf der ersten Seite abgelichtet wird, wo er die fünf neuen Bäume gepflanzt hat und Danni: Hmm. Philipp: seinen grünen Anteil an seiner Politik erfüllt hat und sich dafür feiert. Auf der anderen Seite gibt es den Anwohner, der das Laub von dem Baum, der auf dem städtischen Grundstück steht, kiloweise, zentnerweise, tonnenweise jedes Jahr wegfährt und davon mega angenervt ist. und dann gibt es die die Anführungsstrichen den ganzen Scheiß ausbaden müssen. Das sind die Jungs und Mädels vom Bauhof, die die öffentlichen Flächen sauber halten müssen und da nicht nur Laub kehren und Eicheln zusammenkehren und Kastanien zusammenkehren, weil das die Anwohner stört, sondern weil es Gefahrensituationen erzeugt, zum Beispiel und vor allem auf Radwegen. Wenn wir jetzt dran denken, wie im Herbst das Ganze feucht wird und eine Gefahrenquelle darstellt, wenn das Laub auf dem Radweg liegt, aber auch verstopfte Gullis in Hochwassersituation ganz oft schon ein Problem gewesen, dass das Laub die Gullis verstopft, dann kommt irgendwie so ein Gewitter, Hochwasserereignis, auch immer, das Wasser kann nicht ablaufen, staut sie auf den Straßen hoch, läuft in die Grundstücke rein, weil die Gullis voll Eicheln und Laub und so sind. Also der Baum Der Gepflanzte mit dem Foto für die Titelseite in der Zeitung ist das Positive, was der Politiker an der Stelle sieht. Und dann sind aber die Mitarbeiter vom Bauamt, Bauhof, auch immer auf der anderen Seite, den Baum und alles, drum und dran hängt, das Jahr über in Anführungsstrichen ausbaden müssen. Also es ist immer eine Abwägungssache zwischen den positiven Effekten, die ich habe, von Schatten mitten in der Stadt angefangen, Begrünung. und dem, was ich mir für Arbeit damit ins Haus Deswegen habe ich auch erst in den letzten Jahren wirklich verstanden, dass da abgewogen werden muss, weil ganz oft scheitert es einfach auch an den Kapazitäten, eine Pflege von einem Jungbaum zu übernehmen, eine Bewässerung zu übernehmen. Also es hängt ja immer was dran. Der Baum gepflanzt ist... Die kleinste und schwierigste Sache an dem ganzen, und das sehen wir auch ständig an deinen Bildern, die wir irgendwo haben, wenn neue Parkplätze angelegt werden und nach drei Jahren stehen dann noch die Holzgestelle, weil der Baum in der Mitte eingetrocknet ist. Danni: Das ist schon krass. Wir müssten ein. Philipp: Also es ist immer eine große Abwägungssache, vor allen Dingen der Pflegeaufwand und der Aufwand von der Säuberung des Umfelds rundherum. klar, Danni: Ja, und Personal. Philipp: Baum kann nicht einfach hingestellt werden und sich selber überlassen. Und das wird an ganz, ganz vielen Stellen, glaube ich, unterschätzt. Danni: Ja, das ist es in der Stadt. Ja, ist so. Aber ich finde, wir sind jetzt auch so mit am Ende der Folge. Ich finde, wir müssten es viel mehr aushalten, dass Bäume oder vielleicht auch ihre Bewohner ständig was auf uns werfen, weil der Nutzen, den wir von Bäumen haben, ist einfach so viel enorm höher als das. das müsste, ja, merken wir gerade jetzt in der Sommerzeit für den Rest des Jahres, wird es leider immer wieder vergessen. Aber Bäume sind einfach enorm wichtig. Philipp: jeden Fall und das ist mir auch in Holland jetzt klar geworden. meine wir können auch noch mal eins zwei Bilder anhängen. Die Stadt war Danni: Mmh. Philipp: so grün, also es war ein völliger Unterschied zwischen einem Tag danach in Köln. Allein vom in Anführungsstrichen Wohlfühlfaktor, der gefühlten Temperatur und allem rundrum. Und das ist glaube ich was, was wir auf Dauer vor allen Dingen mit Hinblick auf steigende Temperaturen einfach nicht vernachlässigen können. Danni: Mehr Stadtbaumforschung möchte ich am Ende noch sagen. Philipp: Wie gesagt, ich habe mir ja das Thema Baumschutzsatzung aufgeschrieben und hoffe mal, dass wir dazu den ein oder anderen, in Anführungsstrichen Experten, mal in den nächsten Folgen dazukriegen, der uns mit Sicherheit auch was zur Sache Baumpflege und der Arbeit, die an so einem Baum dranhängt, sagen kann und vielleicht auch noch mal einen ganz anderen Blickwinkel auf die Sache bringt, den wir jetzt nicht so haben. Dann würde ich jetzt hier meinen Strich drunter machen. Bedankt mich fürs Zuhören. Danni: Ja, schön. Danke für die zweite Folge. Ja, macht's gut. Bis zum nächsten Mal. Philipp: fest dahin und gut Baum! Danni: Gut, bye!