Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg News: Autonome Taxis, Nachtzug-Boom und Gerechtigkeit am Mietmarkt
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 28. Januar. Uni gibt Parkplätze in Eimsbüttel nicht frei. Hamburg erhält neue Nachtzugverbindung. Graphic Novel über Hamburger Serienmörder Fritz Honka erschienen. BGH-Urteil, keine Gewinne mit Untervermietungen erlaubt. Die Lüft-Tochter Freenau und die Stadt Hamburg arbeiten an der Einführung autonomer Taxis. Eine entsprechende Absichtserklärung sei unterzeichnet worden, teilten Freenau bei Lüft und die Verkehrsbehörde mit. Geplant ist, dass Freenau die Taxis im Westen Altonas, im Norden der Stadt und in Bergedorf testet. Wann die Testphase beginnen soll, ist noch unklar. In den nächsten Monaten soll Freenau zunächst Technologie- und Fahrzeugpartner auswählen, teilte die Verkehrsbehörde mit. Angedacht ist, dass die Taxis das Automatisierungslevel 4 aufweisen. Das heißt, die Taxis können autonom fahren, aber nur in bestimmten Umgebungen oder Situationen. Zunächst hatten mehrere Medien berichtet. Autonome Taxis können einen wichtigen Beitrag zur Anbindung des öffentlichen Verkehrs leisten, insbesondere in Nebenverkehrszeiten und in bislang unterversorgten Gebieten, sagte Verkehrssenator Agnes Thiaks, Grüne. Im April vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass der US-Fahrdienstvermittler Lüft nach Europa expandiert, indem er die Mobilitäts-App FreeNow von BMW und Mercedes kauft. FreeNow war 2009 unter dem Namen MyTaxi gegründet worden. Das zentrale Fundbüro Hamburg hat im vergangenen Jahr mehr als 42.000 Fundstücke registriert. Am häufigsten wurden Schlüssel, Geldbörsen und Handys verloren. Die Rückgabequote liege für das Jahr 2025 bei 16 Prozent. Damit wurde jeder sechste registrierte Gegenstand den rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben. Neu im Fundbüro landeten im vergangenen Jahr fast 7.000 Schlüssel, rund 5.500 Geldbeutel und etwa 4.400 Handys. Auf Platz 4 und 5 der häufigsten Fundgegenstände folgten rund 2.100 Rucksäcke sowie fast 1.500 Beutel und Taschen. Im Jahr zuvor waren rund 43.000 Gegenstände registriert worden, darunter 6.300 Schlüssel, 5.400 Geldbeutel und 5.300 Handys. Die mit Abstand meisten Gegenstände wurden im vergangenen Jahr in U- und S-Bahnen sowie Bussen verloren. So erreichten das Fundbüro den Angaben zufolge fast 25.000 Fundstücke über die Hamburger Hochbahn sowie gut 1.100 über die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein, VHH. Weitere rund 460 Gegenstände stammten aus Rufbussen des Unternehmens Moja. Wer gehofft hatte, die Parkplätze am Universitätscampus an der Bundesstraße in Roterbaum künftig mitnutzen zu können, muss sich gedulden. Die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, BWFG, stellt klar, die Flächen der Uni in Eimsbüttel bleiben vorerst dem Universitätsbetrieb vorbehalten. Die Parkplätze seien für den Campus wichtig und könnten den Anwohnern nicht so einfach zur Verfügung gestellt werden, heißt es nun von Seiten der Wissenschaftsbehörde in einer Mitteilung an die Bezirksversammlung Eimsbüttel. Damit teilt die Behörde, die sich in ihrer Stellungnahme auf die Auskünfte der Universität Hamburg bezieht, dem Vorschlag von SPD und Grünen im Bezirk Eimsbüttel eine deutliche Absage. Die Fraktionen hatten sich dafür eingesetzt, diese Flächen abends und nachts für alle zugänglich zu machen. Hamburg erhält eine weitere internationale Nachtzugverbindung. Ab 13. Juli wird die Hansestadt nachts direkt mit Brüssel und Paris verbunden. Der private Anbieter European Sleeper bindet dazu Hamburg-Harburg als zusätzlichen Halt in seine neue Nachtzuglinie ab Berlin nach Frankreich ein. Die neue Berlin-Paris-Verbindung startet bereits Ende März 2026 und verkehrt dreimal pro Woche. Hamburg kommt dann dreieinhalb Monate später hinzu. Der spätere Einstieg ist laut European Sleeper betrieblich bedingt. Aktuelle Bauarbeiten und eingeschränkte Trassenkapazitäten auf der stark belasteten Strecke zwischen Hamburg und Berlin lassen einen früheren Halt nicht zu. Trainer Alexander Blessin vom FC St. Pauli will bei der Mission Klassenerhalt nichts dem Zufall überlassen. Nach dem furiosen Punktgewinn in der letzten Minute gegen Top-Club RB Leipzig saßen beide Trainer wie gewohnt bei der Pressekonferenz nach dem Spiel und sorgten mit einem launigen Wortwechsel für Lacher, trotz der für den Kiez-Club belastenden Abstiegsangst. RB-Coach Ole Werner bedauerte nach dem späten 1-zu-1 den verpassten Sieg. Er bekräftigte, dass der Klub an einigen Themen arbeiten müsse und dann gegen Mainz am Wochenende die drei Punkte holen wolle. Das wäre gut, fügte Blessin mit einem Schmunzeln hinzu. Das wäre für uns beide gut, entgegnete Werner. Ich drücke die Daumen, versprach Blessin. Denn die Mainzer stehen einen Punkt vor den Hamburgern auf dem Abstiegsrelegationsrang. Vier Punkte sind es für St. Pauli auf den rettenden 15. Tabellenrang und die kriselnden Bremer. Der spät erkämpfte Zähler dank des Strafstoßtreffers von Martin Kahrs in der dritten Minute der Nachspielzeit sorgte für etwas Selbstbewusstsein im Umfeld des Hamburger Erstligisten. Die grausamen Taten des Hamburger Serienmörders Fritz Honka waren schon Stoff für viele Filme, Bücher und Lieder. Vier Frauen brachte der schmächtige, schielende Mann in den 1970er Jahren um, meist im Vollrausch. Vor zehn Jahren sorgte der Hamburger Schriftsteller Heinz Strunk mit seinem Buch »Der goldene Handschuh« für Aufsehen. Drei Jahre später verfilmte Kultregisseur Fatih Akin den Stoff. Zu der Zeit hatte auch schon der Hamburger Zeichner Uli Arndt einen Comic nach der Vorlage von Strongs Buch begonnen. Nun ist die düster bedrückende Graphic Novel erschienen und verspricht direkt auch schon einen zweiten Teil. Der goldene Handschuh, Sommer der Liebe, ist der Titel des im Carlsen Verlag erschienenen Comics. Comic Noir ist der erste Teil der zweiteiligen Reihe unterschrieben und weist damit schon darauf hin, was Leserinnen und Leser erwarten dürfen. Einsamkeit, Verzweiflung, Verbrechen und eine beklemmende Atmosphäre. In dem Comic wird der erste Teil der Geschichte des Serienkillers erzählt. Seine Abende in der Kiezkneipe, der goldene Handschuh, die beklemmende Enge seiner Wohnung, den harschen Umgang mit Frauen und seine oft präsente Wut. Dabei braucht Arndt nur wenige Worte. Die Zeichnungen sind aussagekräftig genug und sie hallen durchaus nach. Das Unheil droht in fast jedem einzelnen Bild. Ein Urteil, das Gerechtigkeit schafft. Mieter dürfen mit Untervermietungen keinen Gewinn machen. Das berechtigte Interesse eines Mieters an einer Untervermietung sei, die wohnungsbezogenen Aufwendungen zu decken, entschied der Bundesgerichtshof BGH in Karlsruhe anhand eines Falls aus Berlin. Zweck der Untervermietung sei es nicht, die Möglichkeit zu schaffen, Gewinn zu erzielen. In dem Fall hatte eine Vermieterin einem Mieter den Vertrag gekündigt, weil er die Berliner Zwei-Zimmer-Wohnung gewinnbringend untervermietet habe. Der heute 43-Jährige verlangte demnach für die 65 Quadratmeter 962 Euro im Monat. Er selbst habe anfangs eine Netto-Kaltmiete von 460 Euro gezahlt. Wenn dir diese Episode gefallen hat, abonniere unseren Podcast und teile ihn mit deinen Freunden. Bis zum nächsten Mal.