Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: Bürgerschaftspräsident sitzt in Israel fest
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- Music. Moin, ich bin Lars Heider. Heute geht es um die direkten Folgen, die der Krieg zwischen Israel und dem Iran auf Hamburg hat. Weitere Themen? Neues Bündnis für Hamburg Mitte, Farbanschlag auf das Haus, in dem der AfD-Fraktionsvorsitzende Dirk Nockemann wohnt und ein Insolvenzverfahren bei Kultfrisörin Marlies Möller. Dazu gleich mehr. Zunächst wie immer die Top 3, die drei meistgelesenen Themen und Texte auf abendblatt.de. Auf Platz 3. Kinderkrankenhaus Altona erhebt schwere Vorwürfe wegen neuer Parkzone. Auf Platz 2 Hamburg Balletttage ändern Programm, John Neumeyer springt ein. Und auf Platz 1 Eskalation ist hochgefährlich, Carola Veith sitzt in Israel fest. Das waren, das sind die Top 3 auf abendblatt.de. Israel hat in der Nacht zu Freitag Dutzende Ziele im Iran angegriffen, darunter viele nukleare Anlagen. Ein Präventivschlag, wie Israel sagt, gegen das iranische Atomprogramm. Mitten ins Herz der iranischen Kernwaffenanreicherung hätte die Armee getroffen, so formuliert es der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu. Der Konflikt eskaliert auf jeden Fall, der Iran hat schon zurückgeschlagen. Während ich diesen Podcast aufnehme, läuft die zweite Angriffswelle der Israelis. Und mittendrin Hamburgs Bürgerschaftspräsidentin Carola Veith, die heute eigentlich die Rückreise nach einem viertägigen Israel-Besuch antreten wollte. Nunmehr ist ihr Flug jedoch gestrichen worden. Veith sitzt in Tel Aviv fest. Die Menschen in Israel seien von der sich überschlagenden Entwicklung auch überrascht, sagt die Bürgerschaftspräsidentin im Telefonat mit dem Hamburger Abendblatt. Zitat, hier in Tel Aviv hat man sich gestern noch fröhlich auf eine riesige Pride-Parade vorbereitet. Nun ist kaum noch Leben auf den Straßen. Allenfalls werden Einkäufe erledigt. Mein Eindruck ist, die Menschen sind spontane Änderungen der Sicherheitslage mehr oder weniger gewohnt. Mehrheitlich akzeptieren sie aber die Entscheidung ihrer Regierung, die sie vor zweieinhalb Jahren gewählt haben. Zitat Ende von Carola Veith. Und wir bleiben natürlich auch da im Kontakt mit der Bürgerschaftspräsidentin und melden, wenn sie wieder heil in Hamburg gelandet ist. Der Großeingriff Israels auf den Iran und dessen Atomanlagen wirkt sich auch auf das Streckennetz des Flughafens Hamburg aus. Eurowings wollte eigentlich am 25. Juni die Flüge von Fuhlsbüttel nach Tel Aviv wieder aufnehmen. Diese hatten seit Anfang Mai nach dem Raketenangriff der Houthi-Rebellen auf den Flughafen Ben-Gurion pausiert. Doch zur Reaktivierung der Route wird es in den nächsten Wochen nicht kommen. Dazu sagt ein Sprecher auf Anfrage, ich zitiere, Aufgrund der aktuellen Situation setzt Eurowings wie auch die gesamte Lufthansa-Gruppe ihre Flüge nach Tel Aviv bis einschließlich 31. Juli aus. Zitat Ende. Zudem wird eine zweite Route vom Helmut-Schmidt-Flughafen in die Region nicht mehr bedient. Die Strecke nach Erbil im Irak werde bis einschließlich 20. Juni ausgesetzt, so der Sprecher von Eurowings. In der Nacht zu Freitag haben Unbekannte ein Haus im Berglaufer Stadtteil Lohbrücke mit Farbe beschmiert. Eine der Wohnungen in dem Mehrfamilienhaus wird von dem AfD-Politiker Dirk Nockemann und seiner Familie bewohnt. Laut Polizei hat das Landeskriminalamt bereits mit den Ermittlungen begonnen. Man gehe von einer politisch motivierten Tat aus, heißt es. Deshalb sei die Eingelegenheit eine sogenannte Staatsschutzsache. Der Landesvorsitzende der AfD und AfD-Fraktionsvorsitzende in der Bürgerschaft wohnt in dem besagten Haus seit rund zehn Jahren zur Miete. In der Wohnungseigentumsanlage sind laut Einbewohnern nur wenige Wohnungen vermietet. Der Rest wird von den Eigentümern selbst bewohnt. Mockemann wird als Mieter die Kosten, die durch den Farbanstrag entstanden sind, nicht tragen müssen. Im Bund ist die Ampel krachend gescheitert. In Hamburg Mitte erlebt sie ihre Neuauflage. SPD, Grün und FDP haben sich auf einen Koalitionsvertrag mit dem schönen Titel das Mitte-Modell geeinigt. Das 27-seitige Papier wurde heute im Mojo Jazz Café an der Reeperbahn auf St. Pauli präsentiert. Die drei Parteien haben 27 der 51 Sitze in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte. Das neue Bündnis will mehr bezahlbaren Wohnraum durch Nachverdichtung schaffen. Zudem verspricht die Ampel moderne Mobilität, bürgernahe Verwaltung und den Ausbau der Stadt und Natur. Na, da sind wir gespannt. Sie gilt als letzte große Startfrisurin in Deutschland, hat vielen Prominenten die Haare schön gemacht und in mehr als 60 Jahren ein Firmenimperium aufgebaut. Jetzt könnte Marlies Möller, Kürzel MM, wohlmöglich vor den Trümmern ihres Lebenswerks stehen. Unter dem Aktenzeichen 67C IN 215-25 hat das Amtsgericht Hamburg ein Insolvenzeröffnungsverfahren für die Marlies Möller Holding GmbH angeortet. Das vorläufige Verfahren für die Gesellschaft ist laut einem Eintrag auf dem Behördenportal. Am 12. Juni eröffnet worden, drei Tage nach dem 89. Geburtstag der Kultfriseure. Fragen des Abendblatts beantwortet das Unternehmen, vertreten durch Möllers Sohn und Geschäftsführer Christian Möller, heute nicht. Auch die vorläufige Insolvenzverwalterin Jenny Best von der Hamburger Kanzlei Reimar Rechtsanwälte wollte sich nicht äußern, kündigte aber weitere Informationen für den Anfang der Woche. Das war's für heute. Ein Podcast-Tipp habe ich für Sie natürlich noch in einer neuen Folge unseres Podcasts 040 Hamburg, streng vertraulich, sprechen der liebe Kollege Matthias Iken und ich. Unter anderem über die Hamburger Justiz. Bei den Staatsanwälten stapeln sich, wie berichtet, 57.000 unbearbeitete Fälle. Und wir fragen uns, ob das eigentlich so sein muss in Zeiten von KI. Und natürlich geht es auch noch einmal um das Hamburg-Ballett und die Trennung von Demis Wolpi. Hören Sie rein oder www.abendblatt.de slash Podcast. Da finden Sie auch alle anderen Podcasts des Hamburger Abendblatts. Und wir hören uns morgen wieder, nee, morgen ist Quatsch, morgen ist Wochenende. Wir hören uns Montag wieder um 17 Uhr. Bis dahin. Tschüss.