Latest / Digital Sense – The Human Side of AI / Folge 22: KI & Klimawandel Warum künstliche Intelligenz Verantwortung nicht ersetzt Teil 2
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- Lucien Reuter AI: Hier sind wir wieder zurück mit Teil 2 unserer Sonderfolge mit Dr. Arndt Nellen. Ich hoffe ihr findet das Thema genauso spannend wie wir. Viel Spaß! Dr. Lucien André Reuter: gibt übrigens in dem Kontext, ich weiß nicht, ob ihr das mitbekommen habt, eine ganz spannende News. glaube, vier, fünf Tagen ungefähr hat Google veröffentlicht, dass sie einen Weg gefunden haben wollen, wie der Verbrauch von RAM, also Arbeitsspeicher, bei KI ⁓ Faktor 8. Yvonne Faoual: Vielen Dr. Lucien André Reuter: reduziert werden kann. Ergebnis war natürlich, dass die ganzen großen Rammerriegelhersteller erstmal einen Aktiendown hatten kurzzeitig, weil das ist ja momentan der Hauptgeschäftsmodell. Gab jetzt auch zum 1. April ein April-Scherz von ich glaube AMD, dass die aus dem Zocker-Segment, aus dem Privatanwender komplett rausgehen und nur noch KI produzieren wollen. Ist natürlich ein April-Scherz gewesen, weil dafür ist die Sparte immer noch viel zu lukrativ. Aber ganz spannend, dass gerade Thema Arbeitsspeicher und Rechenzentrum KI-Verbrauch auch da Optimierungsbedarf ist. Wir sind an einem Punkt in meinen Augen, wo KI zum ersten Mal, KI gibt es seit 40 Jahren, ist nichts Neues oder über 40 Jahre sogar mittlerweile, aber zum ersten Mal beim Endanbenderjahr angekommen ist und wir jetzt gerade am Anfang sind, wie wir das auch noch sinnvoll nutzen können. Und da der Fokus jetzt gerade auf, dass es immer schneller, besser plausibler fehlerfreier wird logischerweise, damit es weiter in den Firmen überall ankommt. Und ich glaube der zweite und dritte Schritt wird bald sein, wie wir das dann noch mit weniger Tokens, weniger Kosten, weniger Energieverbrauch machen können, weil es doch ja auch diesen Trend gibt, nicht alles über die Cloud machen zu wollen, sondern eher meine KI aus Datensicherheitsgründen auch lokal zu hosten. Und da macht natürlich einen Unterschied, brauche ich einen kompletten Raum, so wie früher, nur mit leistungsstarker GPUs, die mir meine KI-Anwendung berechnet, oder wird es optimiert und kann tatsächlich irgendwo nachher ein kleiner Server-Sprank sein, je nach Firmengröße, aber in Maßen sein verbraucht weniger, macht wieder weniger Klimawandelproblematik im Endeffekt. Also ich glaube da haben wir auch noch einen Grad, wir spielen können. Aber zum jetzigen Zeitpunkt könnte man ja dann eigentlich rückschließend aus dem, was du gesagt hast, so ein bisschen sagen, es geht gar nicht darum zu sagen KI rettet die Welt, sondern Arndt: Stimmt noch Musik, man ja. Dr. Lucien André Reuter: eher zu sagen, KI macht unsere bestehenden Systeme intelligenter. Kann man das so formulieren? Arndt: Ich würde KI... Ja, ja, also die Aussage ist richtig, aber noch nicht ausreichend. Für mich ist KI ein Enabler. Es sind Möglichkeiten machbar. Es werden Dinge machbar, die ohne KI nicht machbar sind. Das hat ja mit intelligent erstmal weniger was zu tun. Dr. Lucien André Reuter: Ja. Arndt: sondern wenn ich zum Beispiel an Satellitenbilder Es gibt Möglichkeiten über Satellitenbilder, die abholzen und das Amophon aus dem Regenwald ist, stundengenau zu monitorieren. Das sind aber Datenmengen, die kann kein Mensch auswerten. So etwas ist ein Enabling. Es gibt aber eben, wenn man sich Smart Grads anguckt über KI, da reden wir über Intelligenz. Da reden wir darüber, dass Systeme intelligenter werden. Dr. Lucien André Reuter: Ja... Für persönlich ist das immer eine Frage des Werkzeuges. Für mich ist KI, und das hatten wir in anderen Folgen auch schon zu Genüge diskutiert, Yvonne, ist KI ein Werkzeug. Und genau das, was du sagst, man kann Seitenlittenbilder sicherlich auch von Menschen auswerten lassen. Wenn wir genügend Menschen, und davon haben wir sehr viele auf der Welt, da hinsetzen würden und die es auswerten hatten, dann würden die es auch hinkriegen. Aber eine KI kann es halt alleine, vielleicht mit zehn Leuten, die dazu noch überwachen, füttern und gucken, dass es läuft, aber die kann das autonom machen, in einer Geschwindigkeit, wo kein Mensch rankommt. was du meintest. naja, da bin ich anderer Meinung. KI macht sehr gerne Fehler. Arndt: Diesen Fehler. Nee, fehlerfrei meinte ich jetzt dahingehend, dass du einen Menschen, wenn du einen Menschen dahinsetzt und lässt ihn alle neunen aus einem tausendseitigen Zahlenwust raussuchen, dann wird er Fehler machen. Einfach durch Boring, durch Überforderung und die Augen fallen zu, das wird der KI niemals passieren. Das meine ich mit Fehler. Dr. Lucien André Reuter: Ja, das stimmt. Aber nochmal dahin, uns, für unsere Leser oder Zuhörer, KI hat andere Probleme, wo es fantasiert oder auch Problematik hat. Da gibt es ein ganz gutes Beispiel mit diesem einen Satz, mit den drei E's. Zählen wir bei Erdbeeren, viele, nee, Eres war es, glaube ich, wie viele Eres in Erdbeeren drin ist und es ist immer falsch. Weil der Aufbau von KI ist nach wie vor eine Wahrscheinlichkeitsrechnung. Es geht einfach davon aus, was als nächstes erwartet wird, zu kommen. Und eine KI kann nicht zählen. Yvonne Faoual: Let's see what's up. Dr. Lucien André Reuter: Das ist ein sehr gutes Beispiel. Die kann nicht zählen. Die versteht nicht, was eine Zahl ist. Sie versteht nicht, was ein Wort ist. Sie versteht aber, was Zusammenhängende sind, kann sehr gut Analysen erstellen und kann tatsächlich in Bildern auch sehr gute Erkennung machen, wenn sie entsprechend geschult worden ist, entsprechendes Datenmaterial hat. Also da sind wir noch nicht bei der... AGI, die Artificial General Intelligence, also die unsere künstliche Allgemeine Intelligenz, das haben wir, wenn wir davon sprechen können, dass wir ein denkendes Konstrukt haben. Und dann können wir auch, glaube ich, noch besser von Intelligenz reden. Was ich meinte, war aber intelligentär. Also schlauer in dem Sinne, dass es besser ist. Nicht im Sinne von schlau, im Sinne von es kann denken. Yvonne Faoual: wir jetzt direkt mal auf Unternehmen schauen, wo kann man mit KI dann konkret helfen, Emotionen zu reduzieren? Arndt: ... Emissionen zu reduzieren. Yvonne Faoual: Ja. Vermutlich bei den Prozessen. Arndt: Weißt du Yvonne Faoual: Vermutlich bei den Prozessen würde ich jetzt als Laie behaupten. Arndt: Naja, also die sind derartig hochentwickelt mittlerweile, dass ich da bei KI weniger Einflussmöglichkeiten sehe. Aber ich bin kein KI-Experte, deswegen bin ich da jetzt ein bisschen überfragt. Also die Prozesse ... Dr. Lucien André Reuter: Da kann ich vielleicht kurz noch mal reingrätschen, Arndt. Ich bin der festen Überzeugung, dass es sehr viele Prozesse gibt, die zwar schon weit sind, aber dadurch, dass jeder sein eigenes Süppchen kocht und die Prozesse ja nicht firmweit oder weltweit ausgetauscht werden, gibt es sicherlich ganz, ganz viele Punkte, wo wir bei Prozess, Kondukteffizienz ganz stark noch uns verbessern können, gerade durch KI, durch bessere Datenanalysen, bessere Auswertung und punktgenaues Eingreifen. Arndt: Ja, das wäre jetzt zwischen Unternehmen, meinst jetzt. Dr. Lucien André Reuter: Ja, allgemein. Momentan ist es so, ich selbst stelle jemanden ein, der Prozessverwaltung macht, der war vielleicht vorher in drei Firmen rein gewesen oder in zehn Firmen drin gewesen, wenn er etwas älter ist und hat so deine Erlebnisse und sagt, okay, das ist state of the art, so müssen wir es machen. Wenn wir jetzt aber eine KI haben, die von allen Seiten gefüttert worden ist und weiß, was alle machen und am Ende daraus das Beste machen kann, kann natürlich trotzdem wieder seine Prozesse anpassen. Aber im Hintergrund steht eine Riesenmenge an Daten, an Optimierungsmöglichkeiten, an Best-Practice-Wegen, die man dann wiederum auf seinen eigenen Prozess anwenden kann, anpassen kann. Arndt: Also es gibt mit Sicherheit, wenn ich so an meinen Daily-Job zurückdenke, den ich ja nicht mehr mache, aber das ist ja noch nicht lange her, es gibt in der Prozessführung garantiert Optimierungspotenzial, das von der KI gefördert werden kann. Ich denke da an Fließdynamiken, ich denke da an Messungenauigkeiten. Das sind alles so Themen, wo die KI ganz sicher Einfluss haben kann, aber auch schon Einfluss hat. Da ist schon unheimlich viel im Gange. Also die gesamte Prozessleittechnik ist zu einem ganz großen Teil schon auf KI aufgesetzt. Zu einem ganz gewaltig großen Teil. Deswegen sehe ich da, ja gut, mit der Weiterentwicklung der KI wird es ganz sicherlich auch weitere Möglichkeiten geben. Da sind wir wieder beim Enabling. Aber ich glaube, dass zwischen den Unternehmen, es gibt ja viele Dachverbände, die Chemieunternehmen, und ich kann leider nur für Chemieunternehmen reden, ich kann jetzt nicht reden für Logistikunternehmen. Aber wo die Unternehmen untereinander mit KI sehr viel bessere Ergebnisse erzielen kann, davon bin ich zu tief überzeugt. Aber die Prozesse an sich, Also die chemische Reaktion ist die chemische Reaktion, die Prozesssteuerung ist gegeben durch KI schon weitestgehend optimiert, da sehe ich weniger Einflusspotenzial. Dr. Lucien André Reuter: Das ist jetzt vielleicht in deinem Kontext, wo du warst, sehr stark vertreten. Nach meinem Wissenstand, ich habe jetzt gerade keine Studie zur Hand, aber ich bin der Meinung, ich habe vor einer Weile von KPMG oder von PWC gelesen gehabt, dass tatsächlich irgendwie erst 8 % aller Firmen oder lass es 12 % gewesen sein, oberst ⁓ die Drehung, überhaupt KI im produktiven Einsatz hat. Arndt: Genau. Dr. Lucien André Reuter: Also alle spielen oder viele spielen damit. gibt sehr viele, die spielen noch gar nicht mit KI. Und wirklich ausgerollt im Ganzen ist es wohl in sehr vielen Branchen noch gar nicht, nach meinem Wissensstand. Das heißt, da sehe ich einen sehr großen Hebel, was vielleicht noch möglich sein kann. Arndt: Da ist mit Sicherheit Luft nach oben. mich als Lion im Thema KI war das schon wirklich enorm, was da geleistet wird. Für dich als Profi wäre es wahrscheinlich, naja. ⁓ Dr. Lucien André Reuter: Ja. Arndt: Fangen wir endlich an. Dr. Lucien André Reuter: Ja, das stimmt, das ist immer Betrachtungsansicht. Arndt: Aber wir waren ja im Klimaschutz, also im Klimawandelthema. Dr. Lucien André Reuter: Yes. Arndt: Ein ganz großes Problem sehe ich beim Klimawandel auch. in der Frage, was muss passieren, damit die Industrie, Klima effizienter arbeiten kann. Das ist ein sehr breites Thema, weil die Firmenlenker denken alle kurzfristig. Die wollen ihre Boni sichern. Die Boni sind grundsätzlich gekoppelt an kurzfristige Ziele. Dr. Lucien André Reuter: Ja. Arndt: Deswegen sehe ich da ein großes Problem. Das allerdings mit der KI. Muss ich gerade zugeben. Nix zu tun hat. Dr. Lucien André Reuter: Mhm. Das heißt, wenn man nochmal versucht, das ein bisschen zusammenzuführen, liegt... Deine Meinung nach, der große Hebel weniger in dem, was jetzt neu dazukommen kann, sondern eher im Bessermachen von dem, was schon ist, oder eher gegenteilig. Sagst du eher, es ist alles schon so weit ausgereift mit KI bei euch aus deiner Erfahrung, dass du sagst, nee, kannst du dir fast gar nicht vorstellen, dass es noch besser gehen kann. Arndt: Ich als Leih würde sagen, ich habe schon nicht verstanden, was da gelaufen ist. Deswegen kann ich mir noch weniger vorstellen, was noch möglich ist. Aber das grundlegende Thema ist jetzt CO2 zu vermeiden. Und da braucht es einen gesellschaftlichen Kraftakt. Und den über die KI zu triggern, halte ich für eine große Aufgabe. Da muss die KI was machen. Gesellschaftlich. Dr. Lucien André Reuter: Das heißt, du siehst KI als Enabler für den Diskurs und für die Verständnisfrage von was ist Klima und wie geht das eigentlich weiter für alle Menschen? Arndt: Die Wahrnehmung des Klimawandels, die Einsicht in die Notwendigkeit etwas zu tun. über die KI in die Lücken reinzugehen, die in der Bevölkerung immer noch existieren. Also wer ist immer noch nicht an Bord bei diesem Thema, vor allen Dingen bei den großindustriellen Firmenlenkern. Man muss einfach... Das ist, man muss einfach bei den Leuten die Einsicht verankern, dass es alternativlos ist. Da muss die KI rein. Es ist nämlich alternativlos. Dr. Lucien André Reuter: Das wird, glaube ich, eine ganz spannende Thematik, weil letztendlich, ökonomisch gesehen, werden die Firmen weiter darauf gucken, dass sie Geld machen können. Ganz klar, deswegen hat man eine Firma, deswegen betreibt man Firmen. Die Frage ist, ob es nicht letztendlich erst dann sich lösen wird, wenn es noch härtere, strengere Gesetze geben wird, die das vorschreiben. Oder ob wir es irgendwann wirklich als Menschheit schaffen, es zu verstehen und dann... neben der Marge auch daran denken, dass es nicht nur darum geht, sondern darum geht, dass unsere Kindeskinder auch überhaupt noch eine Welt vor den Füßen haben werden. Arndt: Genau, die Politik, die ist da ganz stark in der Pflicht, was zu liefern. Die Politik muss Anreize schaffen, aber auch Daumenschrauben anlegen. Und das passiert meiner Überzeugung viel zu wenig. Ganz im Gegenteil, aktuell sind wir in Deutschland ja mit einer Wirtschaftsministerin gesegnet, die genau das Gegenteil tut. Dr. Lucien André Reuter: Das ist sicherlich eine Thematik, die man in einem eigenen Podcast zusammenfassen könnte, fürchte ich. Arndt: Ja. Genau. Das ist es. Dr. Lucien André Reuter: Ich kenne jetzt genügend Geschäftsführer, sagen, was, was, noch mehr Gesetze, noch mehr Regeln. Ich zahle doch jetzt schon CO2-Steuer, die Lüxt. Jeder Autofahrt von meinen Leuten wird momentan mit, keine Ahnung, 50 Cent oder 80 Cent, glaube ich, fast besteuert. Der Liter Benzin, meine ich. Yvonne Faoual: ... Dr. Lucien André Reuter: Wie hoch soll es denn noch gehen? Weil die müssen Auto fahren, nur weil wir steuernd sind, werden sie nicht weniger Auto fahren, die würden nur alles teurer machen. Und dann haben wir wieder den Punkt, dass letztendlich keiner mehr das Produkt kaufen kann oder die Todesspirale, dass ich brauche mehr Gehalt und alles ist teurer, sich einfach nur schneller drehen wird. Arndt: Es ist ja so, dass die Politik, du hast es gerade gesagt, der Sprit wird immer teurer. Warum wird der Sprit immer teurer? Weil die Politik das Brennstoffemissionshandelsgesetz eingeführt hat und das verlangt eben höhere Spritpreise oder für höhere Spritpreise. Jetzt gibt es zwei korrespondierende Systeme. Das eine ist der Emissionshandel, das andere ist der Brennstoffemissionshandel. Dr. Lucien André Reuter: Mhm. Arndt: Der Emissionshandel betrifft die große Industrie, viele große Industrien, Chemie, Papier, Zement, Kalk und so weiter, die seit 2005 die Daumenschrauben angelegt kriegen. Sie müssen für jede Tonne CO2 eine Berechtigung vorlegen. Das heißt, sie müssen im Monitoren, und zwar auf die sechste Stelle hinter dem Komma, genau Monitoren, wie viel CO2, blasen sie heraus und müssen für jede Tonne CO2 eine Berechtigung, ein Zertifikat vorlegen. Dieses Zertifikat kriegen Sie zugewiesen in einer gewissen Menge, die Sie, wenn Sie nicht zukaufen wollen, zwingt runterzugeben mit Ihrer CO2-Emission. Ein Zertifikat kostet aktuell, habe ich gestern geguckt, 78 Euro. Lächerlich. Es gibt Studien, belegen, dass das Einzertifikat zwischen 150 und 250 Euro kosten müsste, damit es zu teuer wird, CO2 rauszublasen, sondern dass es dann günstiger ist, die Anlage so zu optimieren, dass weniger CO2 rauskommt. Dr. Lucien André Reuter: die Studie dann auch die Thematiken auf, also Frage, die in meinen Kopf kommt. Wenn ich irgendwo mehr Kosten habe, erhöhe ich den Preis. So, wenn ich das in gewissem Maße hier in Deutschland nicht mehr produziert bekomme, haben wir die andere Thematik, dass die Leute sagen, gut, da produziere ich halt nicht in Deutschland, sondern schwupps, ne, Osteuropa, Afrika, sonst wo. Weil dann bin ich an die Gesetze von Europa nicht mehr gebunden. Arndt: Das nennt sich Carbon Leakage. Das gibt es auch. Das ist aber jetzt ein Thema, müsstest du eine eigene Podcast-Reihe aufmachen, damit wir das erhalten können. Dr. Lucien André Reuter: Dann hast du ja eine Aufgabe für deine nächsten Wochen, jetzt wo du aus der Firma raus bist und sicherlich Langeweile haben wirst. Arndt: Ja, ich habe unendlich viel Langeweile, ja das stimmt. Das ist ein Mordsproblem, das dann eben außerhalb Europas produziert wird. Und die Gesetzgeber, haben dann erst Carbon Leakage eingeführt, dann haben sie das C-Bram eingeführt, Carbon Border Adjustment Mechanism. Also es gibt jede Menge Regularien, die das Ganze steuern sollen, aber unterm Strich heißt das, es wird alles teurer. Es wird teuer CO2 zu emittieren. Endevergabe ist, die Firmenlenker sind gut beraten, ihre Anlagen zu optimieren. Und wo sie optimieren? Zur Vermeidung von CO2. Wenn du sagst, es sind nur 8-12 % der Firmen überhaupt auf KI aufgesprungen, ja dann go ahead. Dann sollten sie das machen, denn da sehe ich für die KI ein riesiges Potenzial. Yvonne Faoual: und wir haben noch drei Fragen zum Abschluss. Normalerweise ist es immer Lucian seine Lieblingsaufgabe, drei Fragen noch zu stellen. Heute darf ich das machen. Was sollen deiner Meinung nach Entscheider ab morgen anders sehen? Das ist die erste Frage, die wir noch haben. Arndt: Entscheider auf politischer Ebene, Entscheider auf unternehmerischer Ebene, Entscheider auf gesellschaftlicher Ebene. Dr. Lucien André Reuter: Entscheider als Firmenentscheider. Führungskräfte, Geschäftsführer. Arndt: So, anscheinend. Yvonne Faoual: Führungskräfte. Arndt: Also das Allerdringendste ist, verlasst die kurzsichtige Frist, äh, Quatsch, verlasst die kurzfristige Sicht, so wo ich sagen will. Verlasst dieses Denken in drei, fünf Jahreszeiträumen, sondern fangt endlich an, die zukünftigen Generationen zu denken. Yvonne Faoual: Christi Gesicht. Arndt: handeln ist keine Option. Es muss gehandelt werden, sonst gibt es keine Zukunft für unsere Kinder. Du hast einen kleinen Sohn. Ich habe einen kleinen Enkel Wir beide wollen, ich weiß nicht, ob Yvonne Kinder hat. Yvonne, du Kinder? Okay. Dr. Lucien André Reuter: Korrekt. Yvonne Faoual: Hab ich. Ja, aber die sind in dem Alter, wo sie noch keine eigenen Kinder haben, Gott sei Dank, aber schon so weit draus sind, dass ich sie nicht mehr habe. Natürlich das Beste. Arndt: Okay, aber wir alle wollen für unsere Nachkommen eine lebenswerte Zukunft haben. Und wenn das so weitergeht, dann werden unsere Kinder das vielleicht noch nicht ausbaden. Die vielleicht schon, aber meine Kinder vielleicht noch nicht. Aber mein Enkel garantiert. Und mein Enkel, ist fünf Monate alt. Das heißt, er wird das voll abkriegen. Und das muss abgewendet werden. Nicht handeln ist keine Option. Verlasst diesen kurzfristigen Gesicht und guckt endlich mal in die weitere Zukunft. Yvonne Faoual: Und was glaubst du ist die größte Illusion in dem ganzen Kontext? Arndt: Für mich ist die größte Illusion die, dass es schon irgendwie gut gehen wird. Kennt ihr den Film Don't Look Up? Dr. Lucien André Reuter: Nee. Arndt: mit Leonardo DiCaprio. Sensationeller Film, müsst ihr euch unbedingt angucken. Da wird das genau, genau das Problem übertragen auf einen Meteoriten, auf die Erde zugraßt und die Leute sagen, ach es wird schon alles gut gehen, was soll da schon passieren. Deswegen guckt nicht hoch, dann passiert dir auch nichts. Und diese Fogel-Strauß-Mentalität, die ist leider im Klimawandel viel zu weit verbreitet. Die größte Illusion für mich ist, es wird schon alles gut gehen und es wird es nämlich genau nicht. Wenn wir nichts machen, wird es nicht gut gehen. Der Klimawandel lässt nicht mit sich verhandeln. Da kann Trump noch so viele Deals versuchen. Das wird nicht funktionieren. Der Klimawandel geht keinen Deal ein. Der Klimawandel ist unnachgiebig. Er wird immer schlimmer. Yvonne Faoual: Gibt es irgendwas, was dir aber dennoch ein Stück weit Hoffnung gibt? Arndt: Ja, das gibt es. Die Entwicklungen gehen in richtige Richtung. Sie sind aber noch nicht ausgereift genug. Sie sind noch nicht sophisticated genug. Es muss sehr viel mehr Anstrengung gemacht werden. Was mir Hoffnung macht, sind die vielen klugen Leute, die vielen klugen Köpfe, die an dem Thema dran sind. Immer mehr Leute kapieren, dass es was sein muss. Immer mehr Leute kapieren, dass PV eine verdammt gute Einrichtung ist. Immer mehr Leute kapieren, dass eine Wärmepumpe die weitaus bessere Energieanlage ist als eine Gastherme. Immer mehr wird das umgesetzt. Und das macht mir schon ein Stück weit Hoffnung. Aber eines steht auch fest, wir werden die zwei Grad nicht halten. Wir werden bei dreieinhalb bis vier Grad rauskommen. Und das ist eigentlich schon oberhalb dessen, was lebenswert ist. Trotzdem haben wir die Hoffnung, dass wir es noch irgendwie hinbekommen, dass die Erde noch ein lebensreiter Ball bleibt. Dr. Lucien André Reuter: Das heißt, zum Abschluss, zusammenfassend, können wir sagen, es ist noch nicht zu spät. Früher wäre es zwar besser gewesen, aber es ist immer noch nicht zu spät. Alles, was wir tun, mildert die Problematik ab. Wir haben KI mittlerweile als Werkzeug. Wir müssen KI einsetzen als eine Waffe gegen den Klimawandel, als ein Werkzeug gegen den Klimawandel. Yvonne Faoual: Vielen Dr. Lucien André Reuter: KI nimmt uns aber nicht die Verantwortung ab, die müssen wir alle zusammen Und man kann sogar sagen, KI gibt uns allen die Möglichkeit mehr Verantwortung zu übernehmen, weil wir uns leichter informieren können, weil wir uns leichter aktiv werden können durch Prozessoptimierung, durch Ausarbeiten, durch neue Ideen mit KI. Das heißt, wir haben Ein Verstärker mal wieder. KI ist unser Verstärker, der uns unterstützt, für uns jungen Leute, für die nächsten Generationen, für unsere Kinder, unsere Enkelkinder in deinem Fall ahnd, die richtigen Wege vorzubereiten, einzuschlagen, bevor es dann endgültig zu spät ist. Arndt: Ja, mein Schlusssatz wäre oder ist, künstliche Intelligenz kann nur im Schulterschluss mit menschlicher Intelligenz, mit natürlicher Intelligenz funktionieren. Es wird nicht... Die künstliche Intelligenz wird das Problem nicht lösen, wenn die menschliche Intelligenz es nicht zulässt. Dr. Lucien André Reuter: Oder die künstlichen Indigenz löst das ohne uns Menschen und sagt, der Fehler ist der Mensch. Ohne Mensch keinen CO2-Ausstoß. Arndt: Da siehst du, dass ich kein KLE-Experte bin. Yvonne Faoual: Hahaha Dr. Lucien André Reuter: Nein, das war auch jetzt sehr spitz formuliert. Das ist eher dystopisch, wenn wir so Thema Matrix oder andere Filme angehen, wo die KI oder Who Am I mit Will Smith, auch die KI, die Roboter übernehmen die Welt, haben festgestellt, der Mensch ist das Problem, Mensch wird ausradiert und ja Problem gelöst. Die Welt kann wieder sich erholen. Ist glaube ich sehr dystopisch. Hoffen wir nicht, dass es soweit Ich nicht. Arndt: Siehe Frage, ob er das war. Dr. Lucien André Reuter: wäre unschön, nicht mehr da zu sein. Arndt: Ja, so ist es. Also es muss ein Schulterschluss zwischen künstlicher und natürlicher Intelligenz her. Yvonne Faoual: Sehr schön, ja. Arndt: Ohne den wird es nicht funktionieren. Dr. Lucien André Reuter: Das ist ein schöner Abschlusssatz, Arndt. Ich danke dir ganz herzlich, dass du da warst, dass du mit uns dein Wissen geteilt hast. Ich bin mega gespannt, ob dir das Thema Podcast jetzt so viel Spaß bereiten, dass wir bald was von dir sehen also Arndt, danke, dass du heute da warst. Wie schon gesagt, war mega geil, mega spannend, was bei dir noch in Zukunft kommen wird in der Thematik. Und ja, das ist immer der schöne Weg daran, dass man noch nicht weiß, was kommt. Yvonne Faoual: Ja, absolut. Arndt: Sehr besonders spannend. Yvonne Faoual: Ich bin mir sicher, es gibt einen zweiten Podcast. Ja, definitiv. Deinen eigenen natürlich zum einen und zum anderen würden wir uns natürlich wahnsinnig freuen, wenn wir zu späterer Zeit nochmal mit dir etwas machen können, noch weitere Informationen, wenn die KI weiter fortgeschritten ist. Ja, also ich glaube, das ist eine Neverending Story. Ich glaube, da können wir noch ganz viel dazu machen. Und du hast ja auch noch mal ein paar Impulse gesetzt, worüber man noch so podcasten kann. Arndt: Das würde mich freuen. Oder meinst du meinen eigenen Podcast? Yvonne Faoual: Ich bin mir sicher, wir sehen uns nochmal. Arndt: Das freut mich. Sehr schön. Ich schaue euch mit Freude entgegen. Dr. Lucien André Reuter: Ich glaube, ist auch nochmal ein super Stichwort für unsere Zuhörer. Nehmt mal diesen Impuls mit und denkt drüber nach, was ihr vielleicht heute schon machen könnt. Mit KI, ohne KI, aber wie ihr euren Kindern, euren Verwandten, euren befreundeten Kindern, wo auch immer die nächste Generation mit euch zu tun hat. was Gutes tun kann, könnt, indem ihr einfach vielleicht doch noch mal ein bisschen die Ecke denkt. Und damit würde ich den heutigen Podcast beenden. Arndt, danke, dass du da warst. Wirklich. Und ja, bis zum nächsten Mal, bis zur nächsten Folge. Wir hören und sehen uns. Ciao. ⁓ Yvonne Faoual: Vielen Dank. Arndt: Genau, bis bald! Tschüss, ciao, Yvonne Faoual: Ciao!