Latest / Epoch Im Fokus / EU vor neuem Kurs: Von der Leyen setzt auf Unabhängigkeit #141
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- 0:00Speaker 0: Herzlich Willkommen zu Epoch im Fokus mit dem Thema Lage der EU.
- 0:27Speaker 0: Am Mittwoch, Mitte September hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihre jährliche Rede zur Lage der Europäischen Union im EU-Parlament in Strasbourg gehalten.
- 0:36Speaker 0: Dabei stellte sie die Unabhängigkeit Europas in den Vordergrund und kündigte mehrere Schritte an, die dieser zuträglich sein sollen.
- 0:44Speaker 0: Dazu gehört es dass die EU eine Art Konsultationsmechanismus analog zu Artikel vier des NATO Vertrags schaffen will, die er bei hybriden Angriffen zum Tragen kommen soll – außerdem will von der Minister Mark Karnay bei der Rede anwesend war, die erste assoziierte EU-Mitgliedschaft anbieten.
- 1:02Speaker 0: Von der Leyen sieht EU-Wirtschaft resilient gegen Irankrieg.
- 1:07Speaker 0: In ihrer Rede sprach die Kommissionspräsidentin von einem Europa zwischen Stärke und Unsicherheit – Die EU sei stärker als je zuvor können es sich gleichzeitig aber auch so verletzlich wie selten zuvor anfühlen.
- 1:19Speaker 0: In einer von Kriegen in der Nachbarschaft, Handelskonflikten, hybriden Angriffen und einem zunehmenden Kampf der Narrative geprägten Gegenwart können nur ein geeintes Europa den Europäern echte Souveränität ermöglichen.
- 1:32Speaker 0: Von der Leyen erklärte weiter die europäische Wirtschaft habe die Folgen des Irankrieges bisher besser verkraftet als erwartet Die Arbeitslosigkeit seien nicht signifikant gestiegen.
- 1:41Speaker 0: allerdings belasteten weiterhin hohe Treibstoff- und Energiekosten sowie eine zersplitternde Kaufkraft Unternehmen und Bürger.
- 1:48Speaker 0: Die Kommissionspräsidentin mahnte deshalb eine schnellere Umsetzung der geplanten Kapitalmarktonion an.
- 1:54Speaker 0: Diese werde ihre Auffassung nach, als noch ausstehender Teil den europäischen Binnenmarkt vollenden – Innovation, Kapital und Energie sollen sich innerhalb Europas leichter über Grenzen hinweg bewegen können so von allein.
- 2:08Speaker 0: Energiepreise mit Industriemachtambitionen nicht vereinbar.
- 2:11Speaker 0: Es müsse auch schnellere Genehmigungsverfahren und weniger Bürokratie geben.
- 2:16Speaker 0: Die Kommission habe zwölf sogenannte Omnibusvorschläge zur Verringerung des Verwaltungsaufwand vorgelegt, das sei ein wichtiger erster Schritt – nun seien jedoch die Mitgliedsstaaten gefragt, von denen Fonderlein sich eine stärkere Beteiligung an der Vereinfachung wünsche.
- 2:30Speaker 0: Mit Blick auf die Energiepolitik machte Fonderlean deutlich dass Europa mit den derzeitigen Energiepreisen keine führende Industriemacht bleiben könne.
- 2:38Speaker 0: Die EU wolle deshalb erneuerbare Energien und Kernkraft ausbauen, aber auch die Anbindung an Stromnetze der Bestand an Speichern und grenzüberschreitende Verbindungen müssten verstärkt werden.
- 2:49Speaker 0: Von der Leinbetonte der Elektrifizierungsgrad Europas müsse sich zeitnah verdoppeln um zum elektrifizierten Kontinent zu können.
- 2:57Speaker 0: mehr verfügbare Elektrizität und eine bessere Netzinfrastruktur sollten letztlich dazu beitragen die Energiepreise zu senken.
- 3:04Speaker 0: Wie wichtig Unabhängigkeit im Energiesektor sei, zeige der Umstand dass man seit Beginn des Iran Krieges für die gleiche Menge an fossilen Brennstoffimporten zusätzliche neunzig Milliarden Euro Zahlen habe müssen.
- 3:17Speaker 0: Sorge vor Handelsdefizit gegenüber China.
- 3:21Speaker 0: Mit Sorge blickt von der Leyen unterdessen auf das hohe Handeldefiziten gegenüber China.
- 3:26Speaker 0: Sie stellte einen Zusammenhang zwischen diesem Messverhältnis und zunehmender Deindustrialisierung in Europa her.
- 3:32Speaker 0: Gleichzeitig wolle sie auf einen Dialog setzen, aber mit konkreten Ergebnissen.
- 3:37Speaker 0: Man wolle alle verfügbaren Instrumente nutzen um unsere Beziehungen wieder ins Gleichgewicht zu bringen, erklärte von der
- 3:42Speaker 0: Leyen.".
- 3:43Speaker 0: Ein Dialog liege in beiderseitigem Interesse, erklärte die Kommissionspräsidentin.
- 3:47Speaker 0: Auch China sei aufgrund der stagnierenden Inlandsnachfrage auf den europäischen Markt angewiesen – deshalb liegt ein ausgewogeneres Verhältnis im Interesse bei der Parteien.
- 3:57Speaker 0: Für Europa seien zudem bestehende Abhängigkeitsverhältnisse besonders problematisch unter anderem bei Rohstoffen, seltenen Erden und strategischen Technologien.
- 4:06Speaker 0: Die EU müsse deshalb ihre Bezugsquellen diversifizieren.
- 4:10Speaker 0: Von der Leyen kündigte in diesem Zusammenhang die Schaffung einer neuen europäischen Gesellschaft für kritische Rohstoffe an.
- 4:15Speaker 0: Diese solle dazu beitragen, die Versorgung mit strategisch wichtigen Materialien abzusichern.
- 4:21Speaker 0: Klimaschutz und Folgenbewältigung als weiterer Schwerpunkt.
- 4:25Speaker 0: Um europäischen Unternehmen bessere Wachstumschancen zu sichern soll es ein neues Bankenpaket geben.
- 4:31Speaker 0: Dieses sei Teil der angestrebten Spar- und Investitionsunion und soll Banken ermöglichen, mehr Risiken einzugehen – beispielsweise bei der Finanzierung von Startups.
- 4:40Speaker 0: Mit den Scaleup Europe Funds will man zusätzlich Wachstumskapital mobilisieren.
- 4:45Speaker 0: Europa so von der Leyen habe zwar viele innovative Unternehmen, man müsse aber besser darin werden daraus große international konkurrenzfähige Unternehmen zu entwickeln.
- 4:55Speaker 0: Ein weiterer Themenkomplex, dem die Kommissionspräsidentin ausführlich Raum schenkte war jener von Klimaschutz und Klimaanpassung.
- 5:02Speaker 0: Von der Leienverwiese auf die Bilanz des ausgehehnten Sommers – Waldbrände, Dürre, Verödung, Niedrigwasser, extreme Hitze und mehr als fünfunddreißigtausend Hitze Tote stellten die Gemeinschaft vor neue Herausforderungen.
- 5:15Speaker 0: Europa erwärme sich doppelt so schnell wie der Rest der Welt.
- 5:17Speaker 0: Die EU müsse vor diesem Hintergrund an ihren Klimazielen festhalten, so von der Leyen.
- 5:22Speaker 0: Gleichzeitig sei es aber erforderlich stärker in Anpassung und Resilienz zu investieren.
- 5:27Speaker 0: Für den kommenden Monat kündigte die Kommissionspräsidentin einen neuen Rechtsrahmen für Klimaresilienzen an – zudem sollen die hundert am stärksten gefährdeten Gebiet in der EU identifiziert werden.
- 5:37Speaker 0: Europa soll er jedoch nicht nur Schäden bekämpfen sondern auch zum führenden Markt für Klimaanpassungen
- 5:43Speaker 0: werden.".
- 5:45Speaker 0: Plan für Hitzevorsorge und europäische Wasserinitiative.
- 5:48Speaker 0: Die Kommissionspräsidentin wies auch darauf hin, dass private Versicherungen derzeit lediglich rund twenty-fünf Prozent der Kosten von Naturkatastrophen abdecken.
- 5:57Speaker 0: Brüssel fasst deshalb eine Allianz für Klimaversicherung einen Europäischen Plan für Hitzeversorge und ein neue europäischer Wasserinitiativen ins Auge.
- 6:05Speaker 0: Dazu sollen Maßnahmen gegen Wasserverschwendung, neue Vorschläge zum Risikomanagement und Schritte in Abstimmung mit der Landwirtschaft kommen.
- 6:13Speaker 0: Beim Thema Waldbrände kündigte von der Leyen ebenfalls eine engere europäische Zusammenarbeit an.
- 6:19Speaker 0: Feuerwehrexperten aus verschiedenen europäischen Staaten sollen Vorschläge für eine EU-Löschflugzeugkette erarbeiten.
- 6:25Speaker 0: Großer Raum nahm in der Rede von der Lines auch das Thema KI ein, künstliche Intelligenz seit zunehmend eine tragende Säule von Europas Wohlstand und Sicherheit – sie bietet enorme Chancen für Lebensqualität, Produktivität, Industrie, Medizin, Verkehr, Landwirtschaft, Verteidigung und
- 6:42Speaker 0: Raumfahrt.".
- 6:44Speaker 0: KI soll Ärzte unterstützen, aber nicht ersetzen.
- 6:47Speaker 0: Gleichzeitig warnt diese von neuen Risiken – moderne KI-Modelle verfügten über bislang unbekannte Fähigkeiten beim Hacking.
- 6:53Speaker 0: Auch autonom handelnde bzw.
- 6:55Speaker 0: ausbrechende KI-Agenten könnten Risiken darstellen.
- 6:58Speaker 0: Deshalb müsse Europa eigene KI entwickeln, aber auch deren Risiken kontrollieren.
- 7:03Speaker 0: Darüber wolle man mit internationalen Partnern und führendem KI Laboren sprechen!
- 7:07Speaker 0: Europa, so von der Lein, brauche eigene KI-Modelle, eigene Technologien, eigene Rechenzentren und mehr private Investitionen.
- 7:15Speaker 0: Europatür für sich nicht ausschließlich auf die großen sogenannten Frontiermodelle konzentrieren und es sei auch kein Grund zur Sorge dass man in diesem Bereich bisher kaum eine Rolle gespielt habe.
- 7:25Speaker 0: Entscheidend sei was man auf die Vorarbeiten aufbauen könne.
- 7:29Speaker 0: KI müsse konkret in den Alltag und die Wirtschaft gebracht werden.
- 7:32Speaker 0: Von der Lein nannte als Beispiel die Medizin.
- 7:35Speaker 0: KI-gestützte Mammographie könne dabei helfen, mehr Brustkrebsfälle frühzeitig zu erkennen.
- 7:40Speaker 0: KI soll mit ihren Datenanalysefähigkeiten auch Ärzte unterstützen, diese aber nicht ersetzen.
- 7:45Speaker 0: Es werde schon bald ein ehrgeiziges europäisches KI Projekt geben das dennoch ressourcenschonend und unter menschlicher Kontrolle bleiben soll.
- 7:54Speaker 0: Kanada soll assoziiertes EU Mitglied werden.
- 7:57Speaker 0: Von der Leyen kündigte neue europäische Rechtsakte und Initiativen, unter anderem in den Bereichen Arbeit Wohnen und Pflege an.
- 8:04Speaker 0: Ziel sei es, den Menschen auch in ihren jeweiligen Regionen Perspektiven zu bieten und ihnen zur möglichen dort zu bleiben.
- 8:11Speaker 0: In Europa stehen Menschen immer an erster Stelle so die Kommissionspräsidentin.
- 8:16Speaker 0: Gleichzeitig warb von der Leyen für eine engere internationale Zusammenarbeit.
- 8:20Speaker 0: Die EU verfüge bereits über Freihandelsabkommen mit mehr als achtzig Ländern.
- 8:24Speaker 0: in einer zunehmend fragmentierten Welt, müsse Europa daher nicht auf Abschottung setzen sondern auf neue Partnerschaften und bessere Verbindungen.
- 8:32Speaker 0: Im Rahmen des sogenannten Global Gateway soll eine weitere Konnektivitätsinitiative mit Schwerpunkt auf Zentralasien entstehen.
- 8:39Speaker 0: Auch die Beziehungen zu Kanada sollen auf eine neue Stufe gehoben werden.
- 8:43Speaker 0: Von der Leyen schlug deshalb vor, Kanada zum ersten assoziierten Mitglieds der EU zu machen.
- 8:48Speaker 0: Besonders weitreichend waren von der Leins Ankündigungen zur europäischen Sicherheit.
- 8:52Speaker 0: Gemeinsam mit der hohen Vertreterin der EU will sie einen neuen Sicherheitsdoktriner erarbeiten.
- 8:57Speaker 0: Angesichts hybride Angriffe und anderer neue Bedrohungen seien bestehende Strukturen möglicherweise nicht mehr ausreichend.
- 9:03Speaker 0: Deshalb wolle man einen europäischen Mechanismus schaffen, der bei hybriden Angriffen eine gemeinsame Reaktion ermöglichen solle.
- 9:10Speaker 0: Von der Leyen verglich den geplanten Mechanismus mit Artikel IV des NATO-Vertrags bzw einem europäischen Notfallssicherheitsprotokoll.
- 9:19Speaker 0: Von Der Leyen kündigt Europäischen Sicherheitsrat an.
- 9:22Speaker 0: Die Kommissionspräsidentin kündigte außerdem die Einrichtung eines europäischen Sicherheitsrats an.
- 9:27Speaker 0: Diese soll eine engere Abstimmung der Mitgliedstaaten in Sicherheitsfragen ermöglichen, von der Leienverwies in diesem Zusammenhang auch auf den starken Anstieg der europäischen Verteidigungsausgaben.
- 9:36Speaker 0: Diese seien seit ihrem Amtsantritt um achtzig Prozent gestiegen.
- 9:40Speaker 0: Investitione in die Verteiligung könnten zugleich Arbeitsplätze schaffen und die europäische Industrie
- 9:45Speaker 0: stärken.".
- 9:46Speaker 0: Eine zentrale Rolle sollen dabei sogenannte strategische Enabler spielen, also Fähigkeiten und Systeme die für eine eigenständigere europäische Verteidigungsfähigkeit erforderlich sind.
- 9:56Speaker 0: Die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten müsse deshalb weiter vertieft werden.
- 10:00Speaker 0: Die neue Europäische Sicherheitsarchitektur soll er dabei ausdrücklich mit der NATO zusammenarbeiten.