Latest / Gin And Talk / Pablo Hagemeyer über Narzissmus, Beziehungen und Verachtung
Transcript
- 0:00Speaker 0: Ich weiß, wenn wir emotional in einen Engpass kommen – das sehe ich auch an meinen Patienten.
- 0:04Speaker 0: Dann greifen plötzlich in dieser Not nazistische Phänomene die uns eine Sicherheit anbieten zumindest, suggerieren.
- 0:14Speaker 0: Das heißt, wenn nicht nachzistisch Dinge abwehre, die mich in diese Not gebracht haben mit diesem Engpass dann wirke ich wie ein Narzisst?
- 0:23Speaker 0: Ja bin es vielleicht gar nicht!
- 0:25Speaker 0: Genauso wie die Narzisten ratlos für Emotion und Empathie.
- 0:28Speaker 0: Und für, wie macht man das?
- 0:29Speaker 0: emotional sind?
- 0:31Speaker 0: Sind diese Menschen, die quasi koabhängig sind oder im Umfeld des Narzis unfähig sich selbst zu behaupten, unfähig Grenzen zu ziehen in einem Bereich wo der Narzist längst ist, in ihrem privaten oder emotionalen nahen Bereich da sich abzugrenzen weil sie selber auch eine Biografie haben, wo es nie Grenzen gab.
- 0:51Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 0:53Speaker 1: Mein Name ist Daniel Vög und ich freue mich sehr, euch heute zu einer neuen Episode Genantog an unserem Badresen begrüßen zu dürfen.
- 1:00Speaker 1: Mein heutiger Gast ist Dr.
- 1:02Speaker 1: Pablo Hagemaier.
- 1:04Speaker 1: Er isst Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und er fasziniert eine immer größer werdende Leserschaft seit einigen Jahren mit seinen überaus aufschlussreichen und verständlich aufbereiteten Büchern über Nazismus.
- 1:16Speaker 1: Gerade eben erst hat er gleich zwei neue Titel veröffentlicht!
- 1:20Speaker 1: Ich wollte von ihm wissen, was Narzissmus eigentlich ist.
- 1:23Speaker 1: Wie wir ihn besser erkennen können?
- 1:25Speaker 1: Wie wir damit umgehen können und wie wir uns vor Narzisten schützen können.
- 1:29Speaker 1: Wenn euch diese Episode gefällt folgt uns bei Apple Podcasts, Spotify oder wo auch immer ihr gerne Podcast hört und hinterlasst uns eine positive Bewertung.
- 1:38Speaker 1: Diese und viele weitere Episoden findet ihr in voller Länge als Videointerview auf unserem YouTube-Kanal.
- 1:44Speaker 1: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören!
- 1:46Speaker 1: Schön dass ihr alle wieder mit dabei seid.
- 1:51Speaker 0: Eiskalte Drinks und eine Menge Zeit für ein persönliches Bargespräch.
- 1:57Speaker 0: Herzlich willkommen an unseren Bartresen!
- 2:00Speaker 0: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Gin &
- 2:04Speaker 1: Talk.
- 2:06Speaker 0: Mach es dir gemütlich, lehne dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre unserer
- 2:14Speaker 1: Studio-Bar.
- 2:22Speaker 1: Lieber Pablo, ich freu mich sehr dass du es heute zu uns an die Bar geschafft hast und wir endlich mal gemeinsam ein Podcast aufnehmen können.
- 2:29Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 2:30Speaker 0: Ich danke dir sehr und ich freue mich sehr.
- 2:32Speaker 1: Du hast schon wieder Bücher geschrieben.
- 2:36Speaker 1: Eins reicht ja nicht mehr gleichzeitig.
- 2:38Speaker 1: jetzt hast du ja schon zwei gleichzeitig veröffentlicht.
- 2:40Speaker 1: Ja Das Thema gibt immer noch ausreichend Stoff her oder?
- 2:45Speaker 0: Das Thema welches das Thema ist für mich immer mehr Menschen glaube ich, weil es immer bewusster wird ist tatsächlich unerschöpflich und ich muss mich selber fragen reicht das noch für die nächsten paar Bücher oder muss ich mich auf ein anderes Thema setzen?
- 3:02Speaker 0: Ja und ich weiß nicht.
- 3:03Speaker 0: Die Frage ist... Ich glaub dass muss ich beim Schreiben rausfinden wenn ich nichts mehr zu sagen habe oder nichts mehr finde was irgendwie anektotenhaft oder erzählt werden kann dann werde ich's lassen.
- 3:15Speaker 0: aber noch bin ich noch nicht so weit.
- 3:17Speaker 1: Wie bist du denn überhaupt bei dem Thema Narzissmus ursprünglich gelandet?
- 3:20Speaker 1: Eigentlich
- 3:21Speaker 0: war das eine Zufallsgeschichte.
- 3:25Speaker 0: Also ich habe es für mich entdeckt, als eine Kollegin beiläufig zu mir sagte, als sich über narzistische Patienten herzog was man immer gerne macht weil Menschen die schwierig sind, sind gleich Narzisten und sie sagte ja Du bist aber auch einer!
- 3:45Speaker 0: und als sie dann meinen Blick traf, korrigierte sich ganz schnell aber ein netter.
- 3:53Speaker 0: Und das war glaube ich... weiß man wann war das?
- 3:55Speaker 0: Was musst du mal jetzt raten?
- 3:58Speaker 0: Zwei tausend zwölf dreizehn oder sowas.
- 4:03Speaker 0: und da hatte ich schon meine Praxis in Weylheim und war noch.
- 4:06Speaker 0: manchmal hatte ich so eine leitende Funktion in einer psychiatrischen Klinik und da habe ich mir das angehört eine Drehbuchautorin mich bei einem Verlagvorschlug, weil ich offensichtlich so viel zu sagen habe, suchte der Verlag ein Thema.
- 4:27Speaker 0: Und es war im Jahr zwei Tausendsechzehn, Donald Trump war in Amt und Würden oder kurz davor Ende des Jahres.
- 4:35Speaker 0: Ich dachte mir, irgendjemand muss der Welt sagen – das war meine eigene nazistische Selbstüberhöhung – Dass hier irgendwas grad schiefläuft.
- 4:46Speaker 0: Weil wenn einer der größten, offensichtlich eine der größte Menschen mit narzisstischen Persönlichkeits-Eigenschaften plus psychopathischem Persönlichkeitseigenschaft in Antimacht kommt und das auch noch so zeigt... ...dass man sich schämen muss, dann muss das irgendjemand es verbalisieren.
- 5:05Speaker 0: Und in Amerika gab's da schon einen Sprachrohr und hier war irgendwie alles still.
- 5:10Speaker 0: Nicht mal ein Kleber oder Tagesschau, Showrunner oder wer auch immer niemand hatte das Wort Narzissmus in der Zeit in den Mund genommen.
- 5:22Speaker 0: Das war so ein bisschen das Ding.
- 5:23Speaker 0: und dann fragte der Verlag.
- 5:24Speaker 0: Was hast du für ein Thema?
- 5:25Speaker 0: Hab ich nicht lange überlegt.
- 5:27Speaker 0: also über Narzismus muss man echt was machen.
- 5:30Speaker 1: Für diejenigen die mit dem Wort jetzt gerade noch gar nichts anfangen können kannst du mal kurz in einfachen Worten erklären was ein...was Narzismus eigentlich auszeichnet ... wann man ein Narziss ist.
- 5:43Speaker 1: Ja,
- 5:44Speaker 0: ich versuche die kurze Version... Ein Narzis ist eine Person, ein Mensch der eine extreme Selbstbezogenheit hat und nur sich selbst eigentlich im Mittelpunkt seines Lebens und seine Existenz und seines Wirkens sieht.
- 5:58Speaker 0: Und aufgrund dieser extremen egozentrischen Sichtweise vernachlässigt er im Grunde genommen alles was interaktionell ist also alles das mit anderen Menschen zu tun hat.
- 6:08Speaker 0: Das wird ihm möglicherweise fremdvorkommen oder nicht zu ihm gehörig und erweitert sich selbst.
- 6:16Speaker 0: Über andere Menschen, die ihn nutzen.
- 6:19Speaker 0: und sobald diese anderen menschen ihm nicht mehr nutzen, wird er sie loslassen.
- 6:24Speaker 0: fallen lassen wird das ich nicht mehr für diese menschen interessieren und deshalb entsteht da eine merkwürdige wechsel wirkung mit solchen personen weil sie extrem aufmerksam extrem nett interessiert sind aber dann irgendwann nicht mehr.
- 6:40Speaker 0: Und das irritiert extrem, und dass die gesundneurotischen oder sie weniger pathologischen Wunder sich da extrem darüber, dass einem so etwas passieren kann, ein Mensch einem passieren kann... Dass Sie diese Personen als Nozist bezeichnen und ihnen auch schimpfen!
- 7:00Speaker 1: Passiert das dann, also wie entwickelt sich denn diese Störung?
- 7:04Speaker 1: Gibt es da bestimmt der Auslöser?
- 7:06Speaker 1: Ist das eine Geschichte die eigentlich schon so von Kindesbeinen angelegt ist.
- 7:10Speaker 1: Steckt das in den Genen?
- 7:12Speaker 1: Passiert diesen Menschen irgendwas auf dem Weg?
- 7:15Speaker 0: Du hast im Grunde genommen alles richtig schon gesagt Es ist eine Multifakultative wenn man's will oder... viele Gründe, die einen Narzisten bauen.
- 7:28Speaker 0: Es gibt unterschiedliche mittlerweile heute gute Daten, die noch nicht ganz erhärtet sind aber wir unterteilen ganz, ganz grob.
- 7:37Speaker 0: Da hat Genetik und Erziehung usw.
- 7:39Speaker 0: zu tun mit diesem grandiosen Narzissen.
- 7:43Speaker 0: Das ist so Typ Donald Trump plus Trump ist natürlich noch ein bisschen soziopathischer dabei.
- 7:49Speaker 0: Neu und ein wichtiger zweiter Teil des Narzissmus heute ist der sogenannte Vulnerable oder der Verdeckte.
- 7:55Speaker 0: Also wir haben diese sichtbare, schillernde Großartige am Narzismus was eine eigene Einheit ist und wir haben diesen verletzten verdeckten einige sagen auch weiblichen Narzismus Und die Ursachen davon sind manigfaltig.
- 8:11Speaker 0: also man sagt es gibt Studien die sagen siebzig Prozent ist genetisch was ich extrem viel finde, weil normal wird zu dreißig bis fünfzig Prozent vererbt vergleichsweise Angststörungen beispielsweise zwanzig-dreißig Prozent verirbt.
- 8:24Speaker 0: Wenn also eine Eigenschaft zu siebzig Prozent verehrt ist, was man in Familienstudien und Untersuchungen herausgefunden hat dann ist es schon sehr sehr viel.
- 8:33Speaker 0: Also ich gehe mal davon aus das ist geringer.
- 8:37Speaker 0: Ein wesentlicher Anteil ist natürlich die Prägung das heißt die frühkindliche Prägung.
- 8:42Speaker 0: da gehen wir davon aus dass in beide Richtungen einem Fehler macht oder beziehungsweise ein Narzisten produziert, bekommt das Kind zu viel von einem falschen Input.
- 8:55Speaker 0: Also falsche Effekte wird nicht adäquat gespiegelt also nicht adequart wahrgenommen durch die Eltern, nicht sensibel genug einerseits und andererseits bekommt es nur die Dinge, die die Eltern Wollen, also wird das Kind nachzistisch ausgenutzt.
- 9:14Speaker 0: Das ist eine nachzisitische Ausbeute nennt man das.
- 9:16Speaker 0: Das heißt bekommt das Kind das falsche oder zu wenig von dem was es eigentlich braucht und meistens braucht es Liebe Empathie gespiegelt werden wahrgenommen werden sensibel Begleitet zu werden in den sensiblen Phasen in Erzeuglinge und als kind Und das geht bis in der Adoleszenz.
- 9:31Speaker 0: da gibt's noch mal so ne zweite Krise und wenn da diese Dinge erhärtet werden das ganze Wertesystem die Persönlichkeit sich festigt Und dort immer noch diese Äußerlichkeiten zählen oder Oberflächlichkeiten und Empathie nicht geübt wurde, kann sich daraus ein narzisstischer Mensch entwickeln.
- 9:48Speaker 0: Wichtig ist zu sagen dass ein Mensch ist ein Mensch und er hat dann diese narzistische Seite und wenn dieser stark ausgeprägt ist rangiert die von leicht mittelgradig schwer und extrem.
- 9:57Speaker 0: und im extremen Bereich sind wir schon bei den Soziopathen.
- 10:00Speaker 0: das sind also Psychopathen die so sehr Grenzen missachten und andere verletzen dass das eigentlich schon nicht mehr so sehr zum Narzissmus gehört, sondern schon zum extremen Psychopathischen und im kleineren Bereich.
- 10:14Speaker 0: wenn also die lautstärke des Narzismus nicht so groß ist dann ist es ein normaler Narzismus.
- 10:21Speaker 0: Das heißt wir brauchen den auch.
- 10:23Speaker 0: Wir brauchen eine normale narzistische Eigenschaft um uns selbst zu mögen um eine gewisse Selbstzufriedenheit zu haben mit dem was wir sind und können.
- 10:31Speaker 0: Und das Problem ist in der Mitte, wenn wir übersteuern oder zu viel Anerkennung und Bestätigung brauchen als normalerweise.
- 10:40Speaker 0: Oder auf Kritik, auf kleinste Kritik schon übermäßig sensibel reagieren weil unser Selbstwertgefühl was sich über diese Äußerlichkeiten stabilisiert, extrem abhängig davon ist ob wir diese Zufuhr bekommen von außen oder von uns innen also ob wir selber unser Selbstgefühl regulieren können.
- 11:00Speaker 0: Oder von Außen dieses regulierende brauchen und die Unterstützung wenn wir das ungünstig miteinander verknüpft haben.
- 11:08Speaker 0: Also wenn wir uns abhängigt machen von dieser äußeren Zufahr dann sind wir extrem glücklich wenn wir gelobt werden und erleben einen Höhenflug Aber wenn uns diese Anerkennung, diese Unterstützung, dieses Spiegelungen abhanden kommt dann werden wir abstürzen.
- 11:25Speaker 0: Und das ist das Auf- und Abwas man so kennt im Inneren und das ist dann abschließend für dieses psychopathologische Bild ist auch wichtig um die Dualität von Anerkennen und Enttäuschung hat der Nazist in sich.
- 11:42Speaker 0: Also wir leben auch in einer Welt, wo wir uns selbst projizieren in die Welt und der Narzisst hat in sich ein sehr negatives Selbstbild.
- 11:49Speaker 0: Das heißt er ist selbstwert schwach eigentlich, er ist zweifelnd es, unsicher und versucht das zu korrigieren mit dem sogenannten Größenselbst Und das versucht er zu erweitern Mit anderen Bezügen nach außen mit dem Selbstobjekt sagt man.
- 12:03Speaker 0: Das heisst die äußeren Objekte, die äusseren Menschen Gegenstände dienen diesen Größen selbst aber nach innen viel Unsicherheit.
- 12:11Speaker 0: Und deshalb gibt es diese zwei Seiten, die sich dann auch im Außenspiegeln und die können sich dadurch extrem instabil erzeugen.
- 12:21Speaker 0: Und gesund wäre das man mit sich zufrieden ist unabhängig von dem was im Außen- und Innen
- 12:26Speaker 0: passiert.".
- 12:27Speaker 1: Kann sich denn dann also kann sich die Schwere des Nazismus denn im Laufe der Zeit dann auch verändern?
- 12:33Speaker 1: Also dass man jetzt vielleicht sagt keine Ahnung in meinen zwanzigern habe ich minimale nazistische Züge, die vielleicht neu nimmt.
- 12:42Speaker 1: Weil wir alle haben ja irgendwie einen Grundwert an nazistischen Zügen oder?
- 12:48Speaker 1: Das ist ja auch nichts Schlechtes.
- 12:51Speaker 1: Aber kann es sein dass sich dann auf einmal diese Waage quasi in die falsche Richtung verschiebt und der Gradanazismus über die Zeit hinweg dann vielleicht auch durch äußere Faktoren einfach zunimmt?
- 13:05Speaker 0: Ja, eine gute Frage.
- 13:06Speaker 0: Persönlichkeitsanteile sind eigentlich ziemlich klar determiniert.
- 13:11Speaker 0: also durch die Gene, durch die Prägung kann man da nicht sehr viel verändern.
- 13:16Speaker 0: aber was wir heute für Phänomene beobachten mit erhöhten Ansprüchen an uns selbst, mit extremen Erwartungen, die wir uns auch selbst geben erfolgreich und wunderbar zu sein und Anerkennung unbedingt zu wollen bringen zu müssen, um dafür eben anerkannt zu sein.
- 13:40Speaker 0: Kann es uns in einen Engpass bringen?
- 13:41Speaker 0: Und ich glaube wenn wir emotional in ein... Ich weiß!
- 13:44Speaker 0: Wenn wir emotional im Engpass kommen das sehe ich auch einmal in Patienten dann greifen plötzlich in dieser Not nazistische Phänomene die uns eine Sicherheit anbieten zumindest suggerieren.
- 13:58Speaker 0: Das heißt wenn nicht Dinge abwehre, die mich in diese Not gebracht haben mit diesem Engpass.
- 14:05Speaker 0: Dann wirke ich wie ein Narzisst.
- 14:08Speaker 0: Ja bin es vielleicht gar nicht!
- 14:09Speaker 0: Also da habe ich mich sozusagen... Da verschärft sich dann diese Verhaltensweise, die natürlich angelegt ist.
- 14:16Speaker 0: wenn sie in einem etwas über verstärkten Dosis angelegt sind, dann wird sie sich auf jeden Fall zeigen und eine Person, die staurend unter voll Stress- und Druck- und Erwartungsdruck ist und von einem Engpass in den nächsten kommt wird sich immer nazistisch aus dieser nazistischen Notlage heraus, immer nachzistisch wie ein Arschloch dann letztlich auch verhalten.
- 14:39Speaker 0: Und da ist die Schwierigkeit jetzt zu unterscheiden, leben wir jetzt in einer nazistische Epoche oder eine nazistischer Zeit?
- 14:45Speaker 0: Weil wir alle so unter Druck sind und uns der Anleitung, Orientierung und Anerkennung... Wir sind die Tollsten und wir sind wichtig sozusagen in einen Engpass kommen!
- 14:55Speaker 0: Oder ist es einfach nur eine Mode das wieder bedeutsam wird.
- 14:59Speaker 0: In den siebziger Jahren war das genauso, da gab es auch eine kleine Mode wo das mehr in den Fokus kam.
- 15:05Speaker 0: Ja und das ist glaube ich die Debatte die wir heute führen müssen ob wir uns selbst diesen Engpass bauen und darüber so nazistisch rüberkommen?
- 15:12Speaker 0: Und das spreche noch gar nicht von Instagram und Social Media sondern ich spreche auch vom Berufsleben wo Menschen plötzlich denken dass Sie die einzigen sind die wissen wie's geht und sich dadurch isolieren oder ein Team zerstören oder erhebliche Kosten produzieren für Unternehmen weil sie eben sehr selbstbezogen entscheiden.
- 15:32Speaker 0: Ja, das ist die Debatte!
- 15:33Speaker 0: Ich glaube da haben wir noch keine Antwort drauf und wie wir aus der Nummer wieder rauskommen ja auch da noch nicht so ganz fürchtig.
- 15:42Speaker 1: Das hast du gerade vorhin gesagt dass man Persönlichkeitsanteile oder Aspekte nicht wirklich verändern kann?
- 15:50Speaker 1: Wie behandelst Du denn dann einen Nazisten oder wie hilfst Du ihm aus dieser Situation herauszukommen?
- 15:57Speaker 0: Also diese Erkenntnis, dass man nicht so wahnsinnig viel ändern kann ist auch ich sag mal zehn, fünfzehn Jahre alt.
- 16:04Speaker 0: Noch vor zwanzig, fünfundzwanzig Jahren hätte man gesagt, man kann gar nichts verändern.
- 16:09Speaker 0: Sigmond Freud der Erfinder der Psychoanalyse hat gesagt das Narzissmus nicht behandelbar ist weil die Selbstbezogenheit so extrem ist, dass es da gar keine Möglichkeit gibt den Fuß dazwischen zu kriegen.
- 16:25Speaker 0: heute wissen wir durch verschiedenen Therapien, die es schon gibt beispielsweise für die Borderline-Persönlichkeitsstörung.
- 16:31Speaker 0: Das ist der sogenannte dialektische Zugang also der duale Vor und Nachteile reflektieren aber da sind noch mehr Aspekte drin.
- 16:40Speaker 0: dazu führt dass sich eine sehr emotional instabile Psyche wie sie bei Borderline existiert irgendwie doch stabilisieren kann.
- 16:47Speaker 0: natürlich gibt es an den Rändern extrem schwierige Fälle die schwer oder gar nicht Behandelbar oder auch heilbar, so ein Wort was man eigentlich nicht benutzen sollte weil es zu viel verspricht aber stabilisierbar ist.
- 17:00Speaker 0: Und ähnlich fällt sich auch mit der Narzissmus.
- 17:02Speaker 0: und es gibt viele narzistische Persönlichkeits ich sage mal Facetten die sehr an Bordeln erinnern, die sehr am Trauma erinneren, an frühe Trauma, an früher Bindungstörung oder Entwicklungstrauma wie diese Begriffe sind.
- 17:19Speaker 0: und deshalb ist meine Erfahrung und auch die von Menschen, die sich damit forschend beschäftigen.
- 17:25Speaker 0: Dass man schon an den Rändern feilen kann dieser Persönlichkeit-Eigenschaft.
- 17:31Speaker 0: Und ich bin sogar noch ein bisschen mutiger und noch ein wenig ja wage mich noch mehr aus dem Fenster und sage also die paar Narzisten, die ich bei mir auf der Couch hatte... Den ging es dann doch erst mal besser und danach hörte ich auch nichts mehr!
- 17:50Speaker 0: Schlimmes.
- 17:50Speaker 0: Also ich glaube, dass die schon die Kurve gekriegt haben.
- 17:53Speaker 0: aber auch da ist noch viel zu wenig Forschung.
- 17:55Speaker 0: Die Katamnese also die Betrachtung des Patienten nach der Therapie ist auch nicht so gut bei mein Narzissmus.
- 18:05Speaker 0: Aber ich bin da eher hoffnungsvoll das man schwere Persönlichkeitsstörungen versuchen sollte zu behandeln mit dieser Methode und die können wir ja noch gleich mal ein bisschen erläutern.
- 18:20Speaker 0: Mittelgradige ist die Frage, ob sie überhaupt einen Leidensdruck haben und motiviert sind behandelt zu werden.
- 18:28Speaker 0: Und die schwersten also quasi psychopathisch-soziopathischen wird man wahrscheinlich nicht erreichen können auch nicht mit dieser Methode weil das sind dann Wiederholungstäter Verbrecher Straftäter die dann auch im Gefängnis sind und Urteile verbüßen müssen oder ein Maßregelvollzug also Forensik sind.
- 18:47Speaker 0: Da findet man sowas häufiger als jetzt im normalen Bevölkerung.
- 18:52Speaker 0: Aber ich glaube, worüber wir reden oder reden müssen, wenn wir sagen kann man das behandeln sind die Ehepartner und die Vorgesetzten und die Kollegen, die wir damit meinen, die irgendwie schwierig sind selbst bezogen keine Lust haben und keinen Bock haben sich zu verändern weil sie nur von Idioten umgeben sind.
- 19:11Speaker 0: Und können wir erreichen mit der Methode?
- 19:14Speaker 1: Das hast du grad gesagt, den ging's erst mal vermutlich besser.
- 19:18Speaker 1: Und der Leidensdruck ... Je nachdem wie hoch der ist, welchen Leidendsdruck haben denn Narzisten überhaupt?
- 19:24Speaker 1: Haben die einen Leidendruck oder bekommen die mit, dass das da ein Problem ist?
- 19:29Speaker 1: Weil sie selber sind ja erstmal nicht betroffen eigentlich.
- 19:32Speaker 0: Genau!
- 19:33Speaker 0: Sie selbst sind ja nur von Idioten umgeben und wundern sich, dass irgendwie die Sachen nicht so funktionieren, wie sie sich das so denken und vorstellen.
- 19:42Speaker 0: Und tatsächlich leiden diese Menschen nicht, weil sie eben dieser Vorstellungs- und die Annahme sind.
- 19:48Speaker 0: Die hohen Anspruchs denken haben... ...die anderen nicht erfüllen können dass die Schuld bei den anderen liegt.
- 19:55Speaker 0: Weil die anderen das nicht erfüllt können was sie sich so vorstellen.
- 19:59Speaker 0: Deshalb muss man diesen Menschen irgendwann im Laufe des Lebens wenn deren Leidensdruck steigt.
- 20:05Speaker 0: meistens kriegen die Depressionen Ängste isoliert, also die Familie verlässt diese Person oder Familienmitglieder.
- 20:13Speaker 0: Sprechen nicht mehr mit dieser Person.
- 20:14Speaker 0: Es ist auch gerade schwierig mit denen zu kommunizieren irgendwann Dass sie sich dann irgendwann fragen Oder selbst Wutausbrüche haben, die Sie nicht kontrollieren können.
- 20:26Speaker 0: Kinder schlagen Angehörige Ehefrauen Anfangzuschlagen Gewalt wenn es jetzt Männer sind aber auch Frauen können das machen das ein bisschen anders ein bisschen von der Seite werden sie aggressiv und manipulativ und dominant und unaufstehbar.
- 20:42Speaker 0: Und wenn dieses unaufstielig, unerträgliche an diesen Menschen quasi zurückspiegelt und diese Person merkt mein Leben oder meine Art zu sein ist hier hochgradig gefährdet dann kippen die in so eine Verzweiflung.
- 20:57Speaker 0: also dann erschöpft sich dieses System.
- 20:59Speaker 0: das ist wie Ja, die Vergiftung ist irgendwie so erheblich an schlechter Laune.
- 21:05Speaker 0: Alles ist... Die haben auch durchgehend schlechte negative Effekte.
- 21:08Speaker 0: eigentlich sind impulsiv, sind ungeduldig, sind doch unempartisch und nicht epfähig.
- 21:16Speaker 0: Das heißt sie sind auch mit sich selber unempatisch und unfähig zu regulieren.
- 21:20Speaker 0: Und dann kommen wir wirklich an so eine Mauer.
- 21:22Speaker 0: irgendwann stehen die an und kriegen ihre in verschiedenen Himmelsrichtungen gespreizte Welt nicht mehr zusammen.
- 21:31Speaker 0: Da ist rechts die Freundin, links die Ehefrau.
- 21:34Speaker 0: Irgendwo der Job, dann der Zweitjob und dann noch irgendwas anderes, dann noch Schulden, dann auch irgendein Harnbüchnesprojekt weil das unbedingt sein muss usw.
- 21:43Speaker 0: Und dieses ja es zerteilt sie dann förmlich und das überfordert das System und jedes neuronale System bricht dann irgendwann zusammen.
- 21:53Speaker 0: und das ist meistens Depression Fällt jetzt nur ein Wort.
- 21:57Speaker 0: Ein Deep Rest hat einen US-amerikanischen Hausspieler mal gesagt, Depression, Deep Rest.
- 22:04Speaker 0: also da muss dieses System ruhen.
- 22:06Speaker 0: und dann fahren die runter fangen vielleicht an zu saufen um sich zu beruhigen oder Drogen zu nehmen.
- 22:10Speaker 0: meistens sind ja nicht unerfolgreich haben auch finanzielle Mittel kommen also in verschiedene Süchte rein Stoffliche wie Nichtstoffliche.
- 22:19Speaker 0: Die Selbstsucht ist ja eine nichtstoffliche Sucht wenn man so will aber Ja, und dann landen die irgendwann bei einem Arzt wegen einer Herzneurose oder wegen irgendwelcher Schmerzen und Kopfschmerzen oder Depression.
- 22:31Speaker 0: Und kommen dann irgendwann zum Psychiater und vielleicht dann irgendwann zu dem Psychotherapeuten-Psychiater der Bock auf die hat.
- 22:43Speaker 0: Wenn es einen Arzt gibt, der Bock für die hat, dann haben sie Eichglück!
- 22:48Speaker 0: Weil dann können Sie von Punkt Null wieder anfangen, sich neu zusammenzubauen.
- 22:58Speaker 0: Und dann muss man auch erst einmal verstehen und sehr geduldig sein bis sich diese narzistischen Momente zeigen weil die wirken zunächst natürlich arrogant überheblich besser wässerisch und da muss man sehr viel Geduld haben.
- 23:12Speaker 0: diesen depressiven arroganten Jammerlappen wenn man so will den es manchmal gibt gibt aber natürlich auch die anderen, die nichts haben.
- 23:22Speaker 0: Und trotzdem die Welt in Scherben liegt und sie gar keine Wahrnehmung haben dafür dass da emotional alles kaputt gegangen ist.
- 23:28Speaker 0: Auch die muss man dann irgendwie abholen und dann landet die im besten Falle bei jemandem der weiß wie man die anpackt.
- 23:35Speaker 1: Jetzt gibts ja auch noch die anderen Leidtragenden unter den... Also die leiden unter den Nazisten?
- 23:43Speaker 1: Was kann ich denn da machen?
- 23:45Speaker 1: also vor allem wenn ich Wenn ich jetzt zum Beispiel in einer Partnerschaft, in der Beziehung, in einer Familie irgendwie mit dieser Person zusammenleben muss.
- 23:56Speaker 1: Was kann ich denn da tun?
- 23:58Speaker 0: Also auch eine sehr wichtige Frage weil die Narzisten leiden ja nicht so sehr wie ihr Umfeld zumindest die es nicht bewusst betreiben, die ist bewusst betrieben dann umso schlimmer.
- 24:10Speaker 0: aber auch das Umfeld leidet zunächst unbewusst.
- 24:16Speaker 0: Es gibt ganz viele unbewusste, emotionale Zustände.
- 24:20Speaker 0: Man fragt sich warum geht es mir heute zu schlecht?
- 24:22Speaker 0: oder warum geht's mir immer schlecht wenn ich in der Nähe von dieser Person bin und ich eigentlich liebe?
- 24:27Speaker 0: Oder mal geliebt habe die Mal so toll war zu mir.
- 24:29Speaker 0: Warum fühle ich mich schuldig?
- 24:32Speaker 0: Warum hab' ich das Gefühl dass wir hier irgendwas schiefläuft und ich die Kontrolle nicht ab?
- 24:36Speaker 0: Warum gibts immer Probleme in Bereichen wie was ich finanzen?
- 24:40Speaker 0: gewisse Ordnung herzustellen.
- 24:42Speaker 0: Warum kriegen wir ein normales Leben nicht hin?
- 24:44Speaker 0: Warum muss das immer großartig sein?
- 24:45Speaker 0: und warum gibt es plötzlich Katastrophen, die wir nicht haben?
- 24:48Speaker 0: kommen
- 24:48Speaker 0: sehen?".
- 24:50Speaker 0: Und dass dieser großen Unbewusstheit des Umfelds herauszutreten erfordert extrem viel Mut und natürlich auch eine gewisse Klarheit auf die Dinge.
- 24:59Speaker 0: also die Ehefraude der Ehemann, die Kinder, die ja schon über Jahre oder Jahrzehnte Bearbeitet worden sind von dieser Person, die alles besser weiß.
- 25:11Speaker 0: Haben natürlich irgendwann wahrscheinlich auch gar kein Bock oder keinen Kraft mehr sich zu stemmen dagegen und durchzusetzen Und sind natürlich sofort in so einer hyper allergischen Reaktion wenn der wieder kommt und widern Spruch macht.
- 25:23Speaker 0: da hat man dann auch selber keine Lust mehr und keine Energie mehr den irgendwie zu korrigieren oder sich selbst ins Spiel zu bringen und zu sagen ich will jetzt mal meine Bedürfnisse hier durchsetzen.
- 25:33Speaker 0: Und was diese Menschen leider alle haben oder viele haben und so kommen die auch zusammen, dass sie eher selbstwert schwach sind und eher Schwierigkeiten haben Grenzen aufzuziehen.
- 25:44Speaker 0: Das sehe ich immer wieder genauso wie die Narzisten ratlos für Emotionen und Empathie.
- 25:48Speaker 0: und für Wie macht man das emotional?
- 25:51Speaker 0: Sind diese Menschen, die quasi koabhängig sind oder im Umfeld des Narzissen unfähig sich selbst zu behaupten, unfähigt Grenzen zu ziehen in einem Bereich wo der Nachtsist längst ist.
- 26:03Speaker 0: In ihrem privaten oder emotionalen nahen Bereich da sich abzugrenzen weil sie selber auch eine Biografie haben wo es nie Grenzen gab und denen beizubringt dass sie sich abgrenzen müssen wie das geht Das dauert auch noch mal wenn man Pech hat ein halbes Leben weil die ja schon ein halbes Leben damit gelebt haben.
- 26:22Speaker 0: keine Grenzen Und da spreche ich jetzt nicht nur von sexuellen Übergriffen, die traumatisierend sind.
- 26:29Speaker 0: Von langstreckigen Belastungen, die nie korrigiert wurden und fortlaufend sind auch unter einer Psychotherapie.
- 26:36Speaker 0: Im schlimmsten Falle läuft ja auch so was fort und das ignoriert man häufig Dass so Missbrauch- und Grenzverletzenes Verhalten weiter besteht.
- 26:45Speaker 0: Sondern die müssen erst einmal So eine Art Ebene, also eine Metacognition erreichen würde man jetzt als NLP-Ler sagen, wo man drauf guckt.
- 26:56Speaker 0: Und wenn man irgendwie dazwischen guckt und sich distanziert und da hilft dankenswerterweise gibt es ja auch Methoden sich dazu zu distanzieren aber dann muss man auch erst mal Zugang haben und sich trauen und die schlimmste Schwelle überschreiten ist nämlich die Angst.
- 27:12Speaker 0: Die Angst diese Personen scheinbar die man so geliebt hat zu verraten nur um sich selbst zu schützen weil das ist häufig dieses Gefängnis wo diese Menschen drin sind Diese dauernder Kose ich darf mich hier nicht gegen ihn stellen, weil sonst rastet der total aus und ist er wahnsinnig wütend auf mich wird mich bestrafen.
- 27:31Speaker 0: Und zweitens bekomme ich selber so große Angst, weil ich eine Beziehung aufgebe und ich selber aber eher Angst habe davor Beziehungen aufzugeben.
- 27:42Speaker 0: uns würde ich ja nicht bei diesen Menschen bleiben, weil Ich habe große große angst genauso wie den Nazist alleine zu sein.
- 27:47Speaker 1: das hört sich auch alles an als Ist die Gefahr, egal ob es jetzt im privaten ist oder im beruflichen.
- 27:53Speaker 1: Aber auch im beruhflichen komme ich ja durchaus häufig im Leben vermutlich an nazistische Vorgesetzte zum Beispiel, die dann durchaus auch manipulativ mit mir umgehen im Job.
- 28:07Speaker 1: Das hört sich für mich erst mal so wie du das beschreibst hochgradig gefährlich an da auch selbst psychische Probleme, psychische Erkrankungen quasi herauszufordern oder durch den anderen fast schon verursacht.
- 28:21Speaker 0: So ist es, tatsächlich auch und deshalb habe ich das letzte Buch Verachtung genannt die Fähigkeit dieser oberflächlichen empathieloseren oder empathienutzenden manipulativen... Das kann noch unbewusst sein muss man auch an der Stelle sagen.
- 28:36Speaker 0: also nicht jeder noch zistische Mensch ist hier sozusagen ein Machiavelli der das ganz gezielt macht sondern das machen sie auch so weil dies schon immer so gemacht haben und es auch immer funktioniert hat.
- 28:47Speaker 0: Aber es hat zur Folge, dass die andere Person, die diese Verachtung abkriegt oder dieses Manipulative, auch dieses Umdrehen, also das Gaslicht-Effekt nennen wir heute in der Wissenschaft wird das auch schon anerkannt dieser Begriff.
- 29:02Speaker 0: Also das Verdrehen der Wahrnehmungen, der Eigenwahrnehmung durch den Nazisten, das Absprechen der subjektiven Realität die man ja jeder von uns hat durch einen Narzisten oder ein Menschen der sehr dominant ist und da reingeht, zerstört den Selbstwert.
- 29:23Speaker 0: Also zerstörte in der Zielperson die Selbstwahrnehmung, die Selbstachtung, der Realitäts-Wahrnehnung... ...und dann ist Schnee plötzlich grün und nicht mehr blau.
- 29:34Speaker 0: Zum Beispiel!
- 29:35Speaker 0: Und das geht so weit dass wir natürlich wenn wir im Business sind irgendwelche Fantasie-Geschichten verfolgen, irgendwelchen Illusionen die wir glauben müssen und wenn wir uns kritisch dagegen stellen dann haben wir den Job nicht mehr.
- 29:51Speaker 0: Und dabei wollen wir vielleicht mit unserer eigenen Wahrheit und Erfahrung irgendwelcher Dinge sagen und voraussehen dass vielleicht ein Geschäft schlecht oder schief läuft werden wir eher dafür bestraft als das wir dafür wertgeschätzt werden.
- 30:07Speaker 0: Das Wort Wertschätzung ist Eins, was dann immer fällt.
- 30:10Speaker 0: Es fehlt die Anwärtsschätzung für die Arbeit, die ich einbringe und dann wird das Unternehmen verlassen aber nicht weil das Logo scheiße ist sondern weil der Vorgesetzte halt n Arsch
- 30:20Speaker 1: ist.
- 30:21Speaker 1: Wie kommt es eigentlich dass sich so viele Nazisten in Unternehmen so erfolgreich nach oben arbeiten?
- 30:29Speaker 1: Also ist es auch so ein bisschen durch das System gewollt, dass man solche Also durch das System eines Unternehmens sozusagen und durch traditionelle Hierarchie-Ebenen, dass es quasi fast schon so angelegt ist, dass man eigentlich Menschen haben muss die rücksichtslos durchgreifen um ihre Ziele zu erreichen.
- 30:48Speaker 1: Die manipulativ agieren, um eben Dinge möglich zu machen usw.
- 30:56Speaker 0: Ich habe noch im Ohr Gespräche mit Mitarbeitern aus einem großen Konzern, die Leute einstellten.
- 31:02Speaker 0: Mit der Frage hast du den Killerinstinkt?
- 31:05Speaker 0: Also es ist verlangt und wird genutzt.
- 31:07Speaker 0: Es werden die Menschen eingesetzt, die makiavellisch nachzistisch wenig empathisch sind, die sicherlich schlaue sind also die sozusagen ihren präfrontalen Cortics benutzen können aber nur den äußeren lateralen nicht den medialen.
- 31:21Speaker 0: Der Medial ist nämlich für Emotionen da Und der Medial ist extrem wichtig auch für Empathie.
- 31:25Speaker 0: Also wenn wir wirklich zu einer natürlichen Empathief heig wären, dann können wir nicht den Killerinstinkt haben.
- 31:33Speaker 0: und die natürlich geborenen Killer, die das auch nicht besser können und damit auch erfolgreich sind werden auch erfolgreiche Unternehmer.
- 31:44Speaker 0: Und das liegt, ich bin jetzt kein, also geschweige den Soziologe und weit entfernt von einem Experte für Wirtschaft oder wie die Dynamiken da funktionieren.
- 31:53Speaker 0: Aber es ist sozusagen naheliegend dass man solche Personen die strategisch kluge Entscheidungen treffen aber nicht so wahnsinnig empathisch sind, dass die wahrscheinlich da weiterkommen und dass sie dann auch gebraucht werden weil die anderen, die dann ambivalent sich unentschlossen zeigen Vielleicht sogar in der Ambiguitätsintoleranz, also in der Unfähigkeit widersprüchliches auszuhalten.
- 32:19Speaker 0: Im Grunde genommen handlungsunfähig werden.
- 32:21Speaker 0: Also die sehr empathisch sind plötzlich für irgendwelche Entscheidungen da nicht mehr mitmachen können.
- 32:27Speaker 0: und diese Strategien, die können das mitmachen.
- 32:30Speaker 0: Und wenn sie das früh erlernt haben im Unternehmen dann weiß man ja, der kann das.
- 32:36Speaker 0: Der kann so harte Entscheidungen treffen, wenn es darum geht muss mich jetzt... Musste mir jetzt vielleicht helfen, was für Entscheidungen man da so hart treffen kann.
- 32:44Speaker 0: Also keine Ahnung irgendwelche... ...fünftausend Leute kündigen oder in Bangladesch mal kurz so ein Ding aufziehen damit da die billigen Klamotten produziert werden.
- 32:53Speaker 0: das muss man halt entscheiden können um zu wissen dass die da alle prekär weiterleben werden.
- 32:58Speaker 0: und man weiß so ist halt so wird das Kinder halt arbeiten.
- 33:04Speaker 0: Das muss man einfach mit seinem einen Gewissen hinkriegen Und das können die offensichtlich ganz gut.
- 33:09Speaker 0: Dann werden sie dafür hingesetzt, an die Stelle gesetzt und das weiß auch ein Unternehmenschef.
- 33:19Speaker 0: Oder gehen wir nach Deutschland?
- 33:21Speaker 0: Gehen wir zum Springerverlag kurz mal.
- 33:25Speaker 0: Mühles Lächeln!
- 33:29Speaker 0: Ein Schalk wäre irgendwie was anderes.
- 33:32Speaker 0: dachte als dass es vom Kopf her stinkt
- 33:35Speaker 1: quasi der... Vereinigte Club der Nazisten.
- 33:39Speaker 0: Ja, und die machen natürlich auch gute Sachen will ich an dieser Stelle sagen weil ich habe auch bald ein Bildinterview.
- 33:46Speaker 0: Aber wenn man sich sowas anhört was Herr Döpfner sagt oder gesagt haben soll Und was Herr Reichel da auch irgendwie so vom Stapel lässt Ich weiß nicht.
- 33:56Speaker 0: also irgendwas geht da richtig schief.
- 33:59Speaker 0: Dann sind wir schon in den im Bereich der psychopathischen Grenzverletzung.
- 34:04Speaker 0: Also da werden moralische Dinge über Bord geworfen, nur weil es irgendwie nett ist.
- 34:12Speaker 0: Und da wird Missbrauch betrieben, weil irgendjemand Karriere machen will und da muss ich vielleicht sogar nicht so weit gehen.
- 34:19Speaker 0: also auch in der Medizin im Krankenhäusern das ist ja ursprünglich auch sehr militärisch organisiert gewesen sind wir Gott sei Dank weiter weg davon.
- 34:26Speaker 0: aber gerade in sozialen System die wahnsinnig stark von außen her helfend wirken ist im inneren häufig etwas los, was man mit Empathie nicht gleichsetzen
- 34:38Speaker 1: kann.
- 34:38Speaker 1: Da müsste man sich ja eigentlich die Frage stellen ob Kapitalismus ohne Nazismus überhaupt funktionieren kann?
- 34:43Speaker 0: Ja, die Frage stelle ich mich auch.
- 34:45Speaker 0: Ich bin eher konservativ sozialisiert und politisiert.
- 34:48Speaker 0: also man glaube ich weiter von entfernt links zu sein aber ich werde immer linker.
- 34:55Speaker 0: je länger hier auf der Erde bin denke ich mir es kann ja wohl nicht wahr sein.
- 35:01Speaker 0: das heißt wir müssen wahrscheinlich einen.
- 35:05Speaker 0: weiß ich, ob wir zur sozialen Marktwirtschaft zurück müssen oder ob das nur ein glückliches Zwischenmomentum war nachdem Deutschland wieder irgendwie auf die Beine kommen sollte dass man irgendwie sagte wir lassen uns mal hier was einfallen was es ein bisschen solidarischer ist aber die augulichliche Situation.
- 35:25Speaker 0: wie gesagt bin jetzt kein Experte.
- 35:26Speaker 0: Aber dieses kapitalistische System der Tribut ist tatsächlich diese Menschlichkeit Wie man sich doch eigentlich wünscht, dass man irgendwie eine Arbeit macht die Spaß macht.
- 35:37Speaker 0: Die eine Füllte im Sinn stiftet... ...die nicht sowas ist wie man heute schon nennt Bullshit Job.
- 35:46Speaker 0: Also wir haben in der Pandemie gemerkt was kein bullshit Job ist das sind nämlich Krankschwester und Ärzte oder andere wichtige Menschen und bürchtige Berufe.
- 35:57Speaker 0: da ist meine als Psychiater war dann insofern sinnvoll, dass ich die Corona-Tests dann gemacht habe und Dienst geschoben hab als Psychiater wo ich eigentlich mich nie hätte hinträumen wollen.
- 36:10Speaker 0: Dass ich plötzlich Abstriche mache.
- 36:14Speaker 0: Job wie Deiner hat natürlich extrem gelitten weil irgendwie plötzlich gar keiner mehr vermutlich irgendwie Veranstaltungen machen wollte.
- 36:22Speaker 0: da hat man dann kreativ gesehen.
- 36:25Speaker 0: wer ist intelligent genug, das Problem zu lösen auf eine kreative Art und Weise.
- 36:31Speaker 0: Podcasts sind explodiert Bücher wurden geschrieben an der Stelle Mainz ohne Lesung und ohne Präsentation gleich irgendwie in die Bestsellerliste warum auch immer?
- 36:42Speaker 0: aber es kam tatsächlich mitten im Lockdown mein Buch des Erste.
- 36:46Speaker 0: Das heißt es gibt viele Phänomene von denen wir jetzt lernen können.
- 36:51Speaker 0: was ist System relevant oder was ist überhaupt relevant Für unsere Gesellschaft.
- 36:58Speaker 0: Und wie gesagt, ich bin kein Soziologi und ich bin auch kein... was auch immer!
- 37:01Speaker 0: Ich seh das nur im Kleinen und ich sehe dass wenn wir uns nicht gegenseitig unterstützen um Individualität zu ermöglichen die aber dann nicht nachzistisch sein sollte sondern die einfach im Bewusstsein einer Gemeinschaft passiert ist es glaube ich keinen Kommunismus Es ist auch keine Planwirtschaft sondern es ist einfach etwas was wir dazugeben müssen zu dem, was wir gerade haben und das ist auch ein ansatz der aus der Hypnotherapie kommt.
- 37:33Speaker 0: Wir können nichts weg machen!
- 37:35Speaker 0: Wir können aber was dazu geben?
- 37:37Speaker 0: Wir können Räume öffnen, Zeit geben, Schenken, Empathie geben und jetzt kriege ich die Kurve so richtig bis heute.
- 37:47Speaker 0: mit der künstlichen Intelligenz können wir wahrscheinlich unsere geistigen Müll halten, mal aufräumen.
- 37:57Speaker 0: Die Routinearbeit die wir sonst erledigen müssen, erledigend lassen und uns wirklich darum kümmern wie wir menschlich miteinander umgehen.
- 38:04Speaker 1: Das heißt wir können eigentlich um so ein optimistisches Fazit quasi einzubauen Wir könnten eigentlich den Nazismus aushebeln mit ernst gemeinte authentischer Wertschätzung für andere wenn quasi die Nicht-Nazisten einfach mal ein bisschen mehr Wertschätzung auf erbringen würden und damit quasi dem Nazisten die Stimme, die Macht nehmen so ein Stück weit.
- 38:34Speaker 0: Den Nazisten, die sozusagen den Scheiß produzieren.
- 38:38Speaker 0: also es gibt die Assholes in den Unternehmen, die TRC Total Asshole Costs produzieren.
- 38:48Speaker 0: Die muss man rausnehmen, ist eine Person meistens nur.
- 38:51Speaker 0: Und die hat vielleicht zwei drei Fans und ein paar die Angst vor dieser Person haben.
- 38:55Speaker 0: aber es ist meistens noch eine Person und es gibt tatsächlich ne No Asshole Policy... ...die aus Amerika kommt weiß ich auch nicht wie weit ihr sich durchsetzt.
- 39:04Speaker 0: Aber diese Menschen oder diese Kultur müssen wir eigentlich verändern und da sehe ich so bisschen schwarz.
- 39:10Speaker 0: also das ist sorry noch bisschen was Negatives dass die Consulting Companies die diese Personen rausfischen sollen, wahrscheinlich selbst unter dieser Verzerrung beraten weil sie ja ihren Auftraggeber nicht verlieren wollen.
- 39:25Speaker 0: Das heißt die werden immer pro Auftrag Geber beraten und wären wahrscheinlich gehemmt oder beschämt über diese Schwelle zu gehen und zu sagen ich glaube Sie lieber Herr AuftragGeber müssten Ihren Posten räumen.
- 39:41Speaker 0: dann wird der Laden besser laufen glaube ich, wird nicht passieren.
- 39:49Speaker 0: Ich glaube es werden die Mitarbeiter sein, die das dann einfordern müssen und sich mutig machen müssen.
- 39:56Speaker 0: und Mut macht man sich halt.
- 39:57Speaker 0: Das kriegt man nirgends so geschenkt sondern man macht sich den Mut und tut eben was dazu.
- 40:02Speaker 0: wir ermutigen uns nutzen unseren natürlichen Autismus also dass wir an uns selbst glauben unsere eigene Selbstzufriedenheit herstellen wollen nicht mehr abhängig sein wollen emotional von dem Goodwill von irgendwelchen Menschen, die glauben es besser zu wissen und das nicht besser wissen.
- 40:21Speaker 0: Und dann eine gute Mischung finden zwischen diesem kapitalistischen System was uns ja alle ernährt und sonst hätten wir ja den ganzen Kohle nicht die wir hier haben und diesen Wohlstand aber dass wir dazu Räume schaffen wo wir eben wieder an dieser Menschlichkeit gewinnen.
- 40:37Speaker 0: und dann ist es glaube ich okay.
- 40:38Speaker 0: also In Südafrika gibt es die Philosophie, die emotionale Philosophies Ubuntu.
- 40:45Speaker 0: Es ist glaube ich auch ein Computerprogramm.
- 40:47Speaker 0: aber das heißt dass in der Gemeinschaft das Individuum eben sein darf und auch gefördert und gestützt wird.
- 40:54Speaker 0: also beides ist möglich.
- 40:56Speaker 1: Das heißt um erstmal zu verstehen wie ernst das Ganze ist kann man ja mal anfangen deine Bücher zu lesen insbesondere das neueste Verachtung und dann einfach mal loslegen.
- 41:07Speaker 1: Erstmal sage ich dir danke fürs vorbeikommen und für deine Zeit.
- 41:10Speaker 0: Danke dir sehr für den Gin!
- 41:14Speaker 0: Das
- 41:15Speaker 1: war es leider
- 41:16Speaker 0: schon, die letzte Runde ist ausgetrunken.
- 41:19Speaker 0: das Gespräch zu Ende.
- 41:21Speaker 0: vielen Dank fürs Zuhören.
- 41:24Speaker 1: bitten
- 41:24Speaker 0: im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise
- 41:27Speaker 1: wenn du die Bar verlässt aber vergiss auf keinen Fall den abonnieren
- 41:31Speaker 0: Button zu klicken.
- 41:38Speaker 1: Gin & Talk ist ein
- 41:39Speaker 0: Podcast
- 41:40Speaker 1: von Forty-Eight Forward,
- 41:42Speaker 0: produziert in den Forty
- 41:43Speaker 1: Eight Forward Studios
- 41:44Speaker 0: in München.