Latest / ntv Wirtschaft / KI als Bankberater: Vertrauenswürdiger Helfer oder Betrugsfalle?
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- Geldanlage per Chatbot. Vertrauen wir künstlicher Intelligenz bald unser Konto an? Gleichzeitig wird die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft schlechter, obwohl der DAX in der vergangenen Woche ordentlich zugelegt hat. Und Ferrari baut sein erstes Elektroauto, was schon jetzt nicht nur Fans hat. Hallo und herzlich willkommen. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. Würden Sie künstlicher Intelligenz Ihr Geld anvertrauen? Also nicht nur mal fragen, was ist ein ETF oder wie funktioniert ein Kredit, sondern wirklich Geldanlage, Finanzplanung, vielleicht sogar Kreditberatung. Eine neue Bitkom-Umfrage zeigt, viele Menschen in Deutschland sind da offener, als man vielleicht denkt. Eine knappe Mehrheit sieht künstliche Intelligenz als Chance. Und mehr als jeder Vierte kann sich sogar vorstellen, dass eine KI den Großteil der eigenen Finanzentscheidungen übernimmt. Das ist schon bemerkenswert, weil es beim Geld ja immer um Vertrauen geht. Viele befürchten, dass künstliche Intelligenz auch neue Möglichkeiten für Betrug schafft. Also bessere Beratung auf der einen Seite, neue Risiken auf der anderen. Unsere Kollegin Gesa Eberl hat darüber mit dem KI-Experten Jens Polomsky gesprochen. Was sind die Vorteile gegenüber einer menschlichen Intuition, sagen wir es mal so, was eine künstliche Unterstützung vielleicht besser macht? Ich glaube, die Kombination aus der menschlichen Intuition und der KI ist das, was dann wirklich den großen Vorteil bringt. A, natürlich der große Erfolg 24-7. Man kann jeden Tag, jede Stunde so mit der KI sprechen über Finanzthemen, wie man selber das Wissen einfach hat. Wird bei Freunden schwieriger, nachts um dreimal anzurufen für einen Finanztipp? Kommt auf den Finanzberater an, auf jeden Fall. Und einfach diese Zugänglichkeit, gerade komplexe Themen wie ETFs, wie soll ich denn damit starten? Das heißt, auch diese Hürde überhaupt mit Finanzthemen zu starten, ist extrem gut beim KI-Thema, Weil man einfach mit der KI sprechen kann, wie mit anderen Menschen und nicht erst überlegen muss, wie stelle ich denn die Frage, um überhaupt weiterzukommen. Wenn wir in die USA schauen, und die sind ja oft Vorreiter, da gibt es mittlerweile die Möglichkeit, ChatGPT ja so komplett zu verbinden mit meinen Konten, dass es quasi auch eine Ausgabenanalyse gäbe. Schwappt das nicht auch bald danach Deutschland? Also sollten wir uns darauf freuen? Ich glaube, von der Funktion her sollten wir uns auf jeden Fall darüber freuen, weil was KI extrem gut kann, ist Daten verarbeiten, große Datenmengen, wo wir als Mensch gar nicht den Überblick hätten und noch neue Insights zu generieren. Das kann einfach KI viel, viel schneller und besser auch mit großen Datenmengen als wir. Wenn aber natürlich solche Integrationen kommen, ist das Thema Datenschutz natürlich ganz klar vorne mit dabei. Das heißt, man muss überlegen, gerade bei sensiblen Daten, das sind da Finanzdaten nun mal, wo gelangen die eigentlich hin, wo schicke ich die hin, auf was für einen Server schicke ich die. Und das spielt natürlich in Deutschland eine riesengroße Rolle. Das muss man erstmal beachten. Deswegen glaube ich, dass gerade so eine Integration von JetGPT zu Banken noch eine Weile braucht, bis es dann auch hier wirklich zuschwappt. Das sieht man bei den meisten Features, wo es um sensible Daten geht wie Healthcare oder Finanzdaten. Das dauert einfach eine Weile. Und von der privaten Geldfrage gehen wir jetzt zur großen Wirtschaftslage. Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich im Mai deutlich verschlechtert. Das entsprechende IFO-Barometer fällt auf den schwächsten Wert seit gut einem Jahr. Besonders bitter ist das für die Autoindustrie. Die Branche war zuletzt wieder etwas optimistischer, jetzt erwartet sie einen Rücksetzer. Auch in der Metallindustrie sieht es mau aus. Lichtblicke gibt es zwar, etwa in der Elektrobranche oder bei Möbelherstellern, aber insgesamt zeigt sich, der kleine Schwung vom Jahresanfang trägt nicht besonders weit. Und trotzdem hat der DAX in der vergangenen Woche gut zugelegt. Das klingt alles erstmal widersprüchlich. Die Wirtschaft steckt im Krisenmodus, viele Unternehmen werden vorsichtiger und an der Börse geht es nach oben. Unser Börsenreporter Raimund Brichter hat darüber mit Martin Lück gesprochen, dem Geschäftsführer von MacroMonkey. Das passt erstens so zusammen, dass die Unternehmen, die im DAX enthalten sind, ihre Umsätze und Gewinne zum größten Teil gar nicht in Deutschland erwirtschaften. Das heißt, die sind ein Stück weit von der Binnenwirtschaft auch abgekoppelt und natürlich hat auch der Aktienmarkt ein Eigenleben. Das heißt, der preist zwar einerseits die Aussichten für die Zukunft ein, vor allen Dingen natürlich im Bereich künstliche Intelligenz, Technologie im Allgemeinen, aber die Aktien preisen auch sehr, sehr stark die Gewinnentwicklung der Unternehmen ein und die ist halt nach wie vor relativ gut, auch wenn die Wirtschaft insgesamt nicht so aussieht. Und dann haben Sie mir im Vorgespräch was Interessantes gesagt. Sie haben nämlich gesagt, der Aktienmarkt, der guckt auch in den Rückspiegel. Normalerweise heißt das doch, nein, das wird alles eingepreist, was in Zukunft passiert. Ja, das stimmt. Und das sind auch die Gewinnerwartungen, die da eingepreist werden. Die wiederum werden aber sehr stark durch die bereits gelieferten und schon lange Zeit geschätzten Gewinne bestimmt. Das heißt, an den Aktienmärkten ändert sich fundamental erst etwas, wenn sich die Gewinnaussichten ändern. Diese Aussichten ändern sich erst dann, wenn die Unternehmen das bekannt geben. Das, was man den Marktkonsensus für die Gewinnerwartungen nennt, der basiert sehr stark auf dem, was die Unternehmen vorgeben. Die Analystengemeinde läuft dann grosso modo hinterher. D.h. der sog. IBIS-Konsensus für die Gewinnschätzung ist eigentlich ein nachlaufender Indikator. Rotten wir das doch mal jetzt bis längerfristig ein, über die vergangenen Jahrzehnte oder auch nur über die letzten Jahre. Tatsächlich, es gab immer Rücksetzer, Corona, richtiger Crash, dann Ukraine-Krieg mit steigendem Ölpreis, auch nur vorübergehend, dann der Zollkrieg letztes Jahr. Alles wieder schnell ad acta gelegt. Wird das diesmal wieder so sein? Das ist eigentlich die, ich würde sagen, die Folgen aus dem Iran-Krieg, ja. Das sind letzten Endes klassische ökonomische Konsequenzen. Das sind eben Knappheiten, die da entstehen, die wir noch gar nicht richtig sich materialisieren sehen, die aber kommen werden vermutlich. Aber spielt keine Rolle. Bisher nicht. Das würde auch relativ schnell wieder rauswachsen, glaube ich. Wir müssen es sehen. Selbst die härtesten Crashs, Dotcom und auch die große Finanzkrise, da hat es längstens sieben Jahre gedauert, bis die Aktienmärkte ihre Allzeithöchststände wieder erreicht haben. Und jetzt ist die eigentlich alles entscheidende Frage, verändert sich was unter der Motorhaube der Weltwirtschaft? Das heißt, die USA ziehen sich aus der bisherigen Rolle als Schutzmacht, als Garant der globalen Ordnung zurück und die, Ändert sich das irgendwann und damit natürlich auch dann die fundamentale Rahmensetzung für die Finanzmärkte? Das ist eher so die entscheidende Frage und die läuft so ein bisschen im Hintergrund, die können wir aber heute noch nicht beantworten. Wenn wir über Exporte und deutsche Industrie sprechen, dann sind wir sehr schnell bei einem anderen großen Thema. Abhängigkeit. Denn Deutschland will eigentlich unabhängiger von China werden. Nun zeigen neue Zahlen der Friedrich-Naumann-Stiftung unter Berufung auf das Statistische Bundesamt, in einigen besonders kritischen Bereichen passiert gerade eher das Gegenteil. Bei Lithium-Ionen-Akkus kamen im vergangenen Jahr zum Beispiel zwei Drittel der Direktimporte aus China. Bei Solarpanels lag der Anteil sogar bei sage und schreibe 93 Prozent. Auch bei Antibiotika wird Deutschland eher abhängiger als unabhängiger. Das ist politisch heikel, weil die Bundesregierung ja genau das Gegenteil erreichen will. Diese Woche reist Wirtschaftsministerin Katharina Reiche nach China. Mit dabei sind auch Spitzenmanager von BASF, ThyssenKrupp und Siemens Energy. Es dürfte dabei nicht nur um Diplomatie gehen, sondern ganz konkret um Rohstoffe, Industrie und fairen Wettbewerb. Und damit kommen wir zum Schluss noch zu einem Lichtblick, beziehungsweise zu einem Auto, das mal einer werden soll. Der Sportwagenbauer Ferrari hat in Rom sein erstes vollelektrisches Auto vorgestellt, den Luce, das heißt Licht. Bislang steht Ferrari wie kaum eine andere Marke für Motorensound, Emotion und Tradition. Jetzt kommt ein Elektroauto für 550.000 Euro. Der Luce hat mehr als 1000 Pferdestärken, fährt über 310 Kilometer pro Stunde schnell und soll mehr als 500 Kilometer Reichweite schaffen. Gleichzeitig ist er viertürig, hat fünf Sitze und einen großen Kofferraum. Also fast schon familienfreundlich, jedenfalls nach Ferrari-Maßstäben. Ob der Kurswechsel mit Elektro und neuem Design funktionieren kann, darüber hat unsere Moderatorin Sibylle Scharr mit Autoexperte Ferdinand Dudenhöfer gesprochen. Also das zeigt uns, dass es bei Ferrari man versucht, einen Wechsel zu machen, in andere Zeiten zu gehen, die eben durch Elektromobilität geprägt sind. Aber blau ist eben halt weniger Maranello und das Design kommt aus Kalifornien und ebenfalls weniger aus Italien. In der Vergangenheit war es ja Pini Farina, der das Detail gemacht hat, der das Design gemacht hat. Also es ist ein Wechsel, ein großer Wechsel, aber man ist vorsichtig geworden, auch schon in den Verkäufen, die man macht. Weniger als 20 Prozent, das sind 1000 Fahrzeuge pro Jahr. Also da kennt man jeden Käufer sehr, sehr persönlich. Aber schauen wir nochmal auf genau diese Käufer oder zumindest die potenziellen, Herr Dunenhöfer. In den sozialen Medien, da wird das Design schon so ein bisschen durch den Kakao gezogen. Nutzer halten das teilweise für einen verspäteten April-Scherz. Wie finden Sie denn persönlich dieses Fahrzeug? Also es ist so, dass es konkurrieren will, ein Markt zu China sein und wenn man nach China sieht, dort ist die Elektromobilität zu Hause, dort sind die Höchstleistungen zu Hause. Ich bringe einfach mal einen Vergleich. Xiaomi, den fast jeder von Handys und Svirables, also diesen Smartwatches kennt. Xiaomi hat ein Modell, das nennt sich SU7 und den SU7 gibt es als Ultra, als Performance-Version. Nur zum Vergleich, der Ferrari beschleunigt in 2,5 Sekunden von 0 auf 100, der Xiaomi in 1,97 Sekunden. Die Motorleistung beim Xiaomi ist 1548 PS, beim Ferrari 1000 PS, 1050 PS. So geht es weiter. Auch ein ganz interessantes Detail, der Xiaomi, der wird für 529.000 Yuan angeboten. Das sind umgerechnet 68.000, 69.000 Euro. Also auch da ist eine große Reichweite. Und der Xiaomi ist Rennsport erprobt. Man hat Bestzeiten am Nürburgring gefahren. Das muss Ferrari erst noch zeigen. Also es ist noch ein großes Stück Arbeit, um den Ferrari wirklich schmackhaft zu machen für größere Mengen. Vermutlich kauft der eine oder andere, der schon drei oder vier in der Garage stehen hat, noch den fünften mit. Ob bei Ferrari, beim Geld oder in der Wirtschaft. Überall gibt es gerade viele Veränderungen. Und da gilt es, genau dafür offen zu bleiben. Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV. In der App, im TV oder hier im Podcast.