Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / #18 Sein Handicap ist seine Superpower - Michel Fornasier
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- 0:00Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge mit Kevin Mier. Heute haben wir leider kein Live-Publikum wie uns, aber wir haben heute einen ganz speziellen Gast. Er ist ein echter Superheld. Er ist mit einem Handicap geboren, hat aber das Schicksal selbst in die Hand genommen und das Beste Mögliche daraus gemacht und schenkt vielen Kindern Hoffnungen, die das gleiche Schicksal teilen. Er ist Comic-Buchautor, hat eine Stiftung,
- 0:29Give children a hand. Und er ist ein 8. Superheld, wie schon gesagt, und zwar der Bionic Man. Herzlich willkommen, Michel Fournosier. Danke vielmals, danke Tatjana, danke Kevin, danke für die Einladung. Man munkelt, dass ich ein Superheld bin, natürlich mit Augenzwinkern.
- 0:45Ganz schön, dass du da bist. Vielen Dank. Herzlichen Dank für deine Zeit. Mega schön, dass du dir die Zeit genommen hast. Und das ist ein Teil deiner entscheidenden Frische. Mega schön, eigentlich perfekt, weil heute ist der erste richtige Schnee in die Schweiz gekommen. Und du kommst jetzt hierher zu uns. Das ist schon ein super Anfang, würde ich sagen. Hierher zu fliegen, genau. Genau, hierher zu fliegen. Ich bin froh, dass wir in der Wärme sind. Und hier ist es recht kühl und windig. Hast du die erste und wichtigste Frage? Wie geht es dir?
- 1:11Gut, danke. Wie geht es euch? Ich bin noch ein bisschen verchältet, man hört sich ein bisschen von der Stimme neben meinem Freiburger Dialekt. Wo es sehr sympathisch ist an dieser Stelle. Es geht mir gut. Hoffen die Zuhörerinnen und Zuhörer draussen oder die Zuschauerinnen und Zuschauer auch. Danke, auch mir super. Dir?
- 1:27Mir geht es immer gut. Für die, die dich nicht kennen, wer bist du und was machst du? Mama sagt auch «The Bionic Man», weil du vorher richtig anmoderiert hast. Ich bin auch nicht rechte Hand auf die Welt gekommen. Mit einem zwei oder drei Jahre jüngeren zweihändigen Bruder, wenn ich es stottern kann. Was ganz wichtig war, meine Eltern haben uns genau gleich behandelt.
- 1:51Ich bin mit der gleichen Liebe und der gleichen Strenge aufgewachsen. Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass Menschen im Rollstuhl mit den Beinen weniger handwerklich sind. Es sind ja keine Jussriaden, sondern alles Mitmenschen. Dass man die gar nicht anders behandelt. Ich hatte damals eine sehr behütete Zeit im Friburger Land. Klar gab es auch Mobbing.
- 2:08Und wegen dieser Handzeige habe ich mir irgendwann auch das Ziel gesetzt, ich möchte unbedingt mit einem tollen Team zusammen, mit einer super Heldin, Nota Veno, Mobbingprävention, Inklusion und Diversität machen, aber sehr spielerisch mit Comics und mit ganz bunten Bildern.
- 2:24Ist dir gelungen, würde ich mal meinen. Wir verlinken das nachher alles im Anschluss. Du hast hier wirklich ein Imperium gegründet. Ein Universum. Ein Universum, genau. Es ist mega spannend. Und bist du wirklich fest gemobbt worden?
- 2:41Als ich zehn war, war ich ein grosser Basketballfan. Ich bin jetzt nicht zwei Meter gross, aber ich war immer ein grosser NBA-Fan. Ich weiss noch, als ich 14 oder 13 war, als ich Teenager war, gab es ein Basketcamp, das ausgeschrieben wurde.
- 2:56Ich hatte eine Euphorie und wollte diesen Parkour absolvieren, um ins Team zu kommen. Dann hat mir der Coach schon gesagt, dass ich eine Hand weniger habe, weil ich nicht bei den Paralympics bin. Da kommst du gar nicht hin. Ich durfte nicht einmal den Parkour absolvieren, also ich bekam keine Chance. Wenn ich sagen würde, ich habe zu wenig drei Punkte geworfen, wäre das fair genug. Aber ich bekam keine Chance. Ich glaube, das war Mopping und Diskriminierung.
- 3:25Dann gab es immer solche Tuschelähen. Besonders als Teenager in den Baden war das ganz schlimm. Es war nicht einmal zu schauen, sondern zu tuscheln. Ich hatte von Heifischattacken alles, wieso mir diese Hand fehlt. Irgendwann habe ich beschlossen,
- 3:41Ich verstecke es und mache die Jacke drüber und das Badtuch im Sommer. Und ich möchte einfach nicht mehr der «Talk of the Town» sein. Und das habe ich 35 Jahre lang gemacht, also dreieinhalb Dekaden. Ah doch? Ja, das war glaube ich das Schlimmste, was mir passieren konnte. Es ist jetzt nicht ein schweres Handicap, aber halt ein sehr sichtbares. Und ich habe es lange Zeit, eben dreieinhalb Dekaden, versteckt. Und seit zehn Jahren habe ich gesagt, «Schau, Michelle, ich bin nicht besser oder schlechter als andere. Ich habe jetzt halt auch keine rechte Hand.»
- 4:10Dann konnte ich mich öffnen. Jody ist eigentlich der Kurt Eschbacher. Kurt? Ich war damals in der Sendung wegen der bionischen Handprothese. Dann sagte ich mir auch, dass ich mich nicht mehr verstecken muss. Die halbe Deutsche schwitzt, dass ich keine Hand habe. Dann konnte ich mich öffnen. Ich laufe heute nicht durch den Hauptbahnhof und sage, «Hallo, ich habe nur eine Hand.» Aber ich verstecke mich nicht mehr. Ich glaube, das war ein wichtiger und grosser Schritt von mir.
- 4:37Dann wollte ich rausgehen und den Brückenschlag bei den Kindern machen. Zwischen Menschen mit und ohne Beiträchtigung. Sehr spielerisch und auch Handbeutel. Das ist innerhalb von 10 Jahren alles entstanden? Eigentlich weniger, 4 Jahre. Was? Nein. Die Kinder fragten mich immer, ob ich mit der bionischen Hand auch Superkräfte habe.
- 4:59Ich habe das von Anfang an immer verneint. Ich war voll enttäuscht. Eine Science-Fiction-mässig aussehende Hand und nicht mal Superkräfte. Das ist ja voll langweilig. Die Kinder halt. Irgendwann habe ich mal geantwortet, vielleicht habe ich Superkräfte. Man weiss es nicht so genau. Ich bin wirklich euphorisch zu der Mutter, dem Vater, der Lehrerin gerannt. Und gesagt, wenn ich gross bin, möchte ich auch so eine super Hand haben. Ich habe immer geglaubt, wenn man 980 Mal gefragt wird,
- 5:22Du hast Superkräfte, irgendwann glauben wir so. Ja, ja, ja. Du entscheidest schon. Genau, du entscheidest. Jeder ist ein Superheld in einer Superheld auf seine besondere Art, glaube ich. Und dann hatte ich einen guten Kollegen, und noch heute einen guten Kollegen, als ich noch bei Amnesty International gearbeitet habe. Und dann haben wir so einen Human Rights Cartoon gemacht.
- 5:40Das ist David Bowler, ein St. Galler, der fast 20 oder 25 Jahre bei Marvel und DC arbeitete. Wow, grosser Name. Spider-Man, Kanali und Batman und Wonder Woman. Und dann habe ich gesagt, komm, wir machen doch mal einen Superheld. Dann gab es Bionica noch nicht, nur Bionic Man. Wir machen mal einen Superheld mit Handicap. Aber sein Handicap ist eben nicht seine Schwäche, sondern sie addet die Values, die Superpower.
- 6:04Und das ist eigentlich ein komplett anderer Mindset, weil wir alle kennen den Flash, der super schnell ist, oder den Hulk, der mega stark ist, oder den Batman. Ich glaube, der Batman ist einfach reich. Oder den Superman, der kann fliegen. Aber hier ist es eigentlich eine vermeintliche Schwäche, was eine so super Heldenfigur macht. Und das ist ein komplett anderer Mindset. Das ist eigentlich eine Zahnlücke, grössere Ohren. Eigentlich macht deine Besonderheit dich zu etwas Besonderem. Und schlussendlich sind wir alle gleich und alle besonderer, so für unsere Art.
- 6:34So schön. Sorry, ich rede wie ein Buch. Nein, mega schön. Ich bin richtig an der Lippe am Hängen. Ich auch. Mega, mega schön. Ich bin wirklich gefesselt in dieser Story. Und so ist das wirklich das eine um das andere entstanden. Also du hast bei, wo hast du gearbeitet? Amnesty, dann zumal, bei UNICEF und bei Amnesty. Und was hast du denn dort gemacht? Hast du schon ein...
- 6:54Du warst normaler Mitarbeiter? Genau, normaler Mitarbeiter. In welchem Bereich? Beim Fundraising und beim Campaigning bei Amnesty. Ich habe schon gesagt, du hast im Financing gearbeitet. Genau, ursprünglich bin ich von der Bank gekommen. Dann bin ich von der Bank weg zur NGO-Welt. Dann habe ich bei Amnesty gearbeitet, bei Save the Children und bei UNICEF. Und seit 4-4,5 Jahren habe ich die Stiftung «Gift Children». Aber das ist schon spannend. Das heisst, all das, was du dort gelernt hast, nutzt du heute?
- 7:24Da kommt man zu gut auf eine Art. Für deine Foundation? Ja, ich durfte noch ein wenig in Amerika leben und war in der Modenindustrie. Ich hatte wirklich das grosse Glück, in drei Universen zu sein. In der NGO-NPO-Welt, in der Banken-Finanzen-Welt und in der Modenwelt. Das ist alles spannend auf seine Art. Ist das dein Hauptberuf oder machst du das vollzeitlich?
- 7:50Genau, ich habe jetzt glücklicherweise zwei Sponsoren, die mir den Lebensunterhalt finanzieren. Ich habe es nicht mit Superkräften im Migros oder in die Coop eingekauft, nur mit der Supercard. Ja, da höchstens ja. Und ich sage auch immer, wenn ich in die Schule gehe, ist das alles for free. Also sobald Kinder involviert sind, ist es gratis. Wenn die Schule irgendwie Budget hat oder etwas möchte geben, geben sie es nicht mir, sondern der Stiftung. Und dann kannst du das Kind auch schützen. Also das heisst, wenn ich jetzt da irgendeine Lehrerin zulasse, die dich einladen will. Und geniere die Anfrage.
- 8:20Okay, super. Wir verlinken die E-Mail-Anfragen in den Notes, damit man auch weiss, wo der Kontakt hingehen soll. Ganz wichtig. Ich blieb vor vier Jahren nicht hängen. Was ist genau passiert, dass du das akzeptiert hast?
- 8:43Wie ist der Unterschied zu dem Leben, das du heute hast und dem Leben, das du versteckt hast? Gute Frage, Tatjana. Ich glaube, ich war müde. Ich war müde, das immer zu verstecken. Es war anstrengend. Aber ich hatte trotzdem noch Angst. Wenn ich heute vor den Kindern stehe und über das Handicap, klar, im Bionic Mansuit, spreche, wäre ich vor fünf, sechs Jahren von Scham im Boden versunken.
- 9:10Das wäre mir so peinlich gewesen. Ich war auch so unsicher. Letztens fragte ich mich auch schon an den Journalisten, von wem der Bionic Man Fan ist. Ich muss sagen, die Kinder, die eine körperliche Beeinträchtigung haben, ein sichtbares Bein, das im Rollstuhl fehlt, sagen, ich habe das, aber ich stehe dazu. Ich habe den grössten Respekt, weil ich weiss, wie schwierig das ist.
- 9:31Menschen können auch unbewusst sehr direkt und verletzend sein. Und auch die Kinder untereinander. Das muss nicht einmal eine Beiträchtigung sein. Das können die falschen Sneakers oder der Bruder der Eltern. Und Kinder können sehr verletzend sein untereinander. Wir haben einfach gesagt, wir können Mobbing nicht aufhalten. Mobbing wird es immer geben, aber wir können eigentlich die Kinder stärker machen als das Mobbing.
- 9:51Und wenn sie über dem Mobbing stehen und sagen, die Bionica hat gesagt, der Zahnlucke ist okay, die Vanessa Paradis oder die Madonna haben auch mal Zahnlücken und das ist ein Markenzeichen, dann stehen sie auch wieder darüber. Ich hatte ein schönes Erlebnis vor den Sommerferien, ich war in der Innerschweiz,
- 10:07Dann war es ein Bübli und er hatte das Muttermahl auf seinem Unterarm. Er hat sich so geschämt dafür, er hat es immer unter dem Etwi versteckt oder den Arm unter dem Pult. Er hat nicht einmal seinen Sitz gespendet, ich durfte darüber berichten, wie er sich so geschämt hat dafür. Dann war ich dort und habe so ein «Educatiment» gesagt.
- 10:28Und dann frage ich immer die Kinder, wie diese interaktiven, das ist nicht so ein Monolog, genau, interaktiv mit einbezogen. Und ich frage die Kinder immer, was sind eure Superkräfte? Was kennt ihr besonders gut? Und letztens hat eine Mädchen gesagt, seine Superkraft sei ihr Essen. Also Essen ist auch eine Superkraft. Das kann ich gut identifizieren.
- 10:47Es waren weit über 300 Kinder in der Aula. Ich fragte sie, was ihre Superkräfte seien. Der Junge heisst Tim. Tim streckte auf und zeigte seine Arme. Er sagte, Bionic Man sei seine Besonderheit. Er zeigte seine Mutter vor der ganzen Schule.
- 11:04Ich war so berührt. Letztens habe ich mit der Lehrerin telefoniert und gefragt, wie es dem Tim im Team geht. Versteckt er seine Besonderheit immer noch? Sie sagte, überhaupt nicht. Sie sprach ihn darauf an und fragte, wieso ich es verstecke. Das wissen ja jetzt alle. Und schau, von diesem Jungen her ist es alles wert.
- 11:20Wie es etwas macht. Ich weiss nicht, ob es ein Comic ist oder der Anzug. Es ist einfach der Moment, in dem er sich so empowert fühlt, dass er sagt «Jetzt oder nie, und jetzt zeige ich dir das.» Und eigentlich machst du nur eine Sache. Mit diesen Sachen machst du eine Sache und du machst einen Mindset-Shift. Es ist ein Schalter. Es ist einfach ein Schalter, den du umschalten kannst, eine Perspektive wechseln kannst, die dich ermöglicht, zu sagen «Hey, nicht schämen, sondern
- 11:48stolz darauf sein. Es ist seine Superpower. Es ist eine vermeintliche Stärke. Es klingt ein wenig cheesy, aber das Glas ist auf einmal halb voll, statt halb leer. Und ich sage mir, es sind so viele schöne Momente. Letztens hat er mir auf Instagram geschrieben, Vater von Hamburg.
- 12:04Er sagte, dass sein Junge keine linken Arme hatte. Er stand auf dem Pausenplatz. Zwei grössere Jungs kamen nachher. Du weisst, wie du das nennst. Proletarisch. Er sagte, dass ich keine Hand habe. Das ist eklig. Ich bin ein Krüppel.
- 12:19Und dann ist der Junge, der an der Nota Bene Kopf kleiner ist als du, und in der Münderzahl war, vor dir hergestanden und gesagt hat, «Ja, ich habe nur eine Hand, aber der Bionic Man hat auch nur eine Hand, und er ist ein Superheld, also benotte ich einen Superheld.» So gut. Und das geht. Und ich will damit nicht reich werden und Geld verdienen. Und letztens haben mich eine Journalistin gefragt, «Brauchst du Publicity?» Und dann habe ich gesagt, «Ja, verzeih mich nicht, ich habe keine Profilierungsneurose und renne damit mit einem Superheldenkostüm um.»
- 12:45Aber es geht um die Sache. Für die Kinder möchte ich das jedes Mal gönnen. Vor einer Klasse sehe ich mich nie als Michel. Nur inkognito. Ich bin ja immer inkognito unterwegs. Ich dachte, du kommst schon seit zwei Jahren. Genau. Ich bin ja immer so inkognito unterwegs. Ich habe mich auch umgezogen im Tamburin-Zimmer, im leeren Zimmer. Überall dürfen mich Kinder als Michel nie sehen.
- 13:07Und wenn du dann in die Schulklasse oder Sportcamp kommst, das ist metaphysisch. Die haben das Gefühl wie in Disneyland. Wenn die Mickey Mouse sehen, sagen sie sich auch nicht, das sei eine Studentin oder ein Student in einem Plüschkostüm.
- 13:23Das ist Magie. Das kannst du wirklich nicht. Ich habe Lehrerinnen und Lehrer, die gesagt haben, sie hätten nicht schlafen können vor Aufregung. Wie in den Bionic Man kommt. Sie thematisieren vorweg die Bücher unter die Lupe. Was ist Mobbing? Was ist Gewalt? Und die Bücher sind alle gewaltfrei.
- 13:43Was du vorhin erwähnt hast, ist ein grosses Anliegen. Genau. Du hast vorhin etwas sehr Cooles gesagt, betreffend alle Comic-Helden. Ich kenne mich nicht aus in der Helden-Szene. Es gibt auch ganz verrückt viele. Hast du nicht auch gesagt, ich glaube, die meisten Comic-Helden haben mit Gewalt zu tun. Die kämpfen ja. Aber was macht ein Bionic-Man, wenn er nicht kämpft? Redet er? Diplomatisch widerschwingt er sich.
- 14:09Wie kann ich mir so einen Comic vorstellen? Um was geht es denn so? Ja, das ist eine gute Frage. Es ist schon eine Challenge, irgendwo diese Spannungskurve zu nehmen, ohne ihn zu bekommen. Und wir haben ja auch gesagt, es gibt viele gewaltfreie Sachen. Zum Beispiel Teletubbies gibt es, oder Paw Patrol, die kleinen Hunde, die sind alle gewaltfrei. Aber wie du richtig gesagt hast, Superheldinnen und Superhelden, auch Superman, der eigentlich ein good guy ist, aber auch mit seinen Laseroogern, manchmal so bei DC und so. Die Welt ist in Trümmern, drei Leute sind gerettet, aber es ist trotzdem noch das Happy End.
- 14:39Und wir haben einfach gesagt, wir möchten jetzt einfach mal Superheldinnen und Superhelden haben, die ohne Gewalt auskommen und mit Dialog. Und sie mussten eben auch die Spannung hineinbringen. Also sie können zum Beispiel auch Zeit reisen. Das ist natürlich das ganze Spektrum. Sie können auch in die Vergangenheit gehen. Und sie versuchen eigentlich immer eine Lösung zu suchen. Sehr spielerisch und zusammen mit den Kindern. Und es gibt auch Szenen, in denen die Kinder den Bionic Man retten.
- 15:02Es gibt auch in einem Buch, wo er runterfällt und die Hand verliert. Ohne Hand kann er nicht fliegen. Es ist eigentlich fast so dramatisch, so theatralisch. Dann kommen die Kinder und legen im Bionic Man wieder die Hand an. Und dann hat er wieder seine Hand.
- 15:20Wie viele Comic-Bücher gibt es denn schon? Es gibt vier. Und wir sind jetzt am fünften. Und wie ich auch gesagt habe, das Neueste, Bionic Mania, haben wir mit verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern zusammen gemacht. Ich habe es vorhin ganz kurz angehört. Und wie ich auch gesagt habe, das ist nur ein Sticker, genau, jedes Buch soll da drin sein. Und wie ich auch gesagt habe, da wir von Diversity oder von Vielfalt stehen, weil jeder Mensch ist viel einzigartiger und besonderer, haben wir gesagt, jetzt müssen auch verschiedene Künstlerinnen und Künstler in dieses Buch.
- 15:48Was meinst du mit «Künstler» in diesem Buch? «Stile» «Zeichner» «Zeichner» «Zeichner» «Zeichnerin» «Zeichner» «Zeichnerin» Ich dachte, dass sie meinen, dass Justin Bieber der nächste ist. Genau, der Justin Bieber, der die Filmmusik macht. Wie gesagt, wir wollten zum Beispiel einen Manga-Titel, so Anime-mässig. Dann haben wir Künstlerinnen und Künstler von Tokio, Japan gesucht.
- 16:10Wir haben einen Globi-Zeichner, den wir in der Deutschschweiz kennen, den «Blaue Papagei». Wir haben zwei Zeichner von Marvel und DC Comics. Und das ist vielleicht auch eine schöne Geschichte, die ich ganz kurz sagen darf. Wir haben ja auch gesagt, wie man budgetieren soll für Disney. Marvel gehört ja Disney eigentlich, wie gesagt gehört ja eh alles Disney in Amerika.
- 16:31Dann sagten uns die zwei Künstler, dass sie für den Paycheck von Disney zahlen und für das Karma von uns zeichnen. Wir haben einfach gesagt, wie wir möchten. Wir haben 15 verschiedene Künstler, die wir zusammen schaffen. Auch ein Street-Art-Künstler aus Zürich, der ein Streeparade-Plakat designt hat.
- 16:50Dieses Jahr haben wir genau. Mega Kontrast aber. Ja, aber ich denke mir, es kannibalisiert sich nicht. Aber auch gewaltfrei, oder? Genau, es kannibalisiert sich nicht. Es ist eigentlich, wie gesagt, die Vorgabe ist, Bionica muss einfach das pinkige Cape haben, der Bionic ist der Hund, der muss das grüne Cape haben. Ein Hund hat ein Arm, ist das noch ein Kätzchen? Ja, genau, es ist eine Piratenkatze. Wir haben einen Piratenhund? Wir haben einen Piratenhund. Hat nur ein Arm? Ja. Oh, wow. Er will sie.
- 17:16Ich möchte ja auch Tiere mit drin haben, wie mit Hund und Katze, da hast du etwa 90% der Haustiere direkt in der Schweiz. Letztens hat eine Mädchen gesagt, sie hätte ja Schnecken als Haustiere. Aber so gibt es auch. Es gibt nie, was es nicht gibt. Und so gibt es eigentlich eine Synergie. Und dann haben wir noch Pandabären und so. Und wir haben einfach gesagt, es muss irgendwie wie in einer bunten Blumenstraße sein. Mega schön.
- 17:36Ich habe noch eine andere Frage. Deine erste Prothese, wann hattest du die? Wie alt warst du, als du deine erste Prothese bekamst? Gute Frage, Kevin. Ich war sieben Jahre alt, als ich die Hand auf die Welt kam. Ich weiss noch, als ich mit meiner Mutter zum Orthopädie-Techniker fuhr. Das war eine andere Zeit. Aber ich muss dir vorstellen, es war wie in einem Horrorfilm.
- 17:57Beine und Hände umgelegt. Und ich als siebenjähriger Junge war schon traumatisiert, weil die wirklich auch hautfarbig waren und Patschhände. Und vielleicht hat sich dann in mir der Wunsch manifestiert, natürlich Dekaden später mit einem tollen Team, also von der ETH, der Uni Zürich und Startups zusammengearbeitet, für Kinder Handprothesen zu machen, die sehr spielerisch herkommen. Dann gibt es die Kinder, die wir betreuen dürfen, die sind so zwischen sieben und zwölf.
- 18:25Und die wollen nicht Hände, die aussehen wie menschliche Hände. Die wollen eine Mickey-Maus-Vierfinger-Glove oder Halk-Handschuhe. Die wollen einfach, dass er wie ein Schutzschild ist. Klar kann man mit dem Fahrrad oder dem Skifahren den Stock halten, aber für sie ist das wie ein Schutzschild. Captain America hat ein Schutzschild.
- 18:45Ich möchte dazwischen sprechen. Die Kinder, sind die auch meistens mit dem Handicap auf die Welt gekommen oder durch Unfall? Nein, wir haben auch Amputationen. Es ist natürlich auch schlimm mit den Phantomschmerzen. Das war eine Frage, die ich noch hatte. Wahrscheinlich hast du das noch nie gehabt, weil du
- 19:01Zum Glück nicht, wegen China. China ist ja Bionica, ganz kurz vielleicht. Sie gibt es auch in der Nacht, die weibliche Superheldin, wie ihr uns im Sat.1-Frühstückscafé kennengelernt habt. Vielleicht kennt ihr das, diese Ambig. Es ist lustig, wenn die mir sagen, eigentlich ist es wie ein Frühstücksfernsehen. Wenn man einen Podcast-Gast kennt, der kommt hier rein und sagt, er ist ja wie beim Frühstücksfernsehen.
- 19:23Ihr habt euch per Zufall kennengelernt? Genau. Sie hat mich damals mit ProSieben gesehen, als ich im Fernsehen war. Sie hat vor 4-4,5 Jahren den linken Arm verloren bei einem Töpfelunfall. Sie hat natürlich massive Phantomschmerzen. Wie sie mir erzählt hat, muss das wirklich ganz schwer sein. Es kann jedem passieren. Sie ist 23 Jahre alt. Sie ist so jung. Sie ist finster als Germany.
- 19:47Sie ist die erste Vize Miss Germany mit einer Beiträchtigung. Sie kam letztes Jahr als Vize Miss Germany. Sie sagte, wenn ich eine Bionica brauche, gebe ich mir Bescheid. Ich bin für ihn Kindsgier besonders gewesen. Wir fragten eine Mädchen, ob der Bionic Man keine Superheldinnen-Freundin hat. Jetzt haben wir eine, aber nur im Comic. Alle Kinder zeigen dir deine nächsten Steps.
- 20:10Ja genau, die sind dazu gekommen. Mega gut, ja. Genau, dann haben wir gesagt, hey komm, ich mache eine coole Synergie. Da haben wir ihr ein Kostüm geschnitten, von den zwei Kostümbäunerinnen in Zürich, die jetzt Bionic-Man-Kostüme gemacht haben. Also du hast zwei Kostüme? Genau, jetzt das Bionica-Kostüm haben wir ihr gemacht.
- 20:27In Deutschland waren wir auch schon auf Tour. Da hast du natürlich eine ganz andere Energie. Wenn du noch eine weibliche Superheldin nebenan hast, hast du eine ganz andere Gender Equality. Da hast du eine ganz andere Energie. Vor allem fühlen sich beide angespannt an. Ja, und die Mädchen. Wir haben ihr auch ganz viele Glitzer gemacht. Sie ist ein bisschen Prinzessin.
- 20:49Wir haben ja viele Kinder, wie gesagt, wir machen den Cut-Pit zu der dritten Klasse. Also so Kinder, Kita haben wir, Kita ist so... Darf ich noch fragen, von wann bis wann, was ist so die Alter-Range? Genau, Kita haben wir auch schon gemacht, das ist natürlich schon sehr klein.
- 21:04Da muss man sehr märchenhaft unterwegs sein. Dann haben wir gesagt, bis zur dritten Klasse machen wir Bionic Man. Wie alt war man dann? Zwölf? Zwölf, ja. Zwölf, dreizehn. Genau. Und dann, ob du sagst, fünfte, sechste, machen wir nur noch Michel. Dann geben wir KI, das Mikrofon, oder Medtech oder Robotik. Und dann war ich so viele Mal in der sechsten oder fünften Klasse. Und die Kinder, oder es waren fast Teenager, sagten, «Wie will ich nicht Michel? Wie will ich auch Bionic Man?»
- 21:33Wir machen nur Bionic Man. Wir machen wirklich von der Kita bis hoch. Wir widmen uns einfach dem Splitten, dass nicht die Kindeskindler gerade mit den Sechsklässlern dabei sind. Wir machen eigentlich verschiedene Gruppen, aber wir machen nur Bionic Man. Aber kommen dann wirklich beeinträchtigte Kinder oder jede Sparte von Kindern? Das ist eine gute Frage, weil am Anfang haben uns viele Lehrpersonen angefragt.
- 21:54Sie sagten, sie kommen auch zu uns, aber wir haben kein Baby ohne Beine, eine Mädchen im Rollstuhl. Nein, es geht eigentlich um alle Kinder. Es geht um Mobbing. Ich würde jetzt mal behaupten, jeder von uns ist schon irgendwie diskriminiert und gemobbt worden. Und wie haben wir eigentlich diesen Lauf, wenn wir sagen, die Medienseite ist nicht unbedingt zwingend wegen der Diversität, Vielfalt, das ist in Deutschland schon mal so ein bisschen oft gehört, sondern wegen der Gewaltfreiheit.
- 22:22Ich glaube, die Leute sind müde von dieser Gewalt. Wir alle wissen, was auf der Welt abgeht. Wir wollen ein Zeichen, auch wenn es ein minimes Zeichen ist. Das sind kleine Samen, die du pflanzt. Ich fand das bei Amnesty gut. Die hatten einen Spruch, «Together we can make a difference». Ich glaube, wenn wir uns zusammen tun, dann sind wir als kleine Zahnrädchen im Clockwork. Wir haben viele kleine Zahnrädchen, die in die richtige Richtung kommen.
- 22:49Der wichtigste Ansatz ist ja bei den Kindern. Auch wenn... Next Generation. Und ich bin überzeugt, wenn sie jetzt den Samen pflanzen bekommen, Mobbing, Babam, muss ja jeder seine eigene Tiererfahrung sammeln. Mal böse, mal gemein sein, das ist ja völlig okay für die Entfaltung. Aber der Samen ist gesetzt. Irgendwann werden sie sich zurück erinnern an den Samen, der nochmals gepflanzt wurde. Und ich finde es so wichtig, dass man wirklich bei den Kleinen ansetzt.
- 23:14Je nachdem, ist man vielleicht schon zahlt. Gut, ist man schon einmal zahlt für etwas? Man darf nie ganz so nass werden, wie Peter Thane. Unbedingt. Wir sind schon wieder ein bisschen ausgeschweisst. Ich habe den Faden noch. Wir waren bei deiner ersten Prothese. Du warst ja bei SIB. Du bist in diesen Raum reingekommen und relativ gespannt gesteckt. Überall hat es Beine, Hände und Arme. Jetzt bekommst du deine erste Prothese.
- 23:41Wie ist das? Darf ich noch eine Zwischenfrage? War es schon so eine? Nein, es war wirklich eine Patschhand. Es sind so wie die Schaufensterpuppen? Ja, genau. Es war wirklich eine Creepy. Ich hatte sie wirklich angehängt, damit ich vielleicht Nintendo spielen kann. Hast du wirklich spielen können? Ich hatte sie angehängt, damit ich zu Mama gesagt habe, dass ich schon eine halbe Stunde Nintendo spielen soll.
- 24:06Es ist wirklich mehr in der Lego-Schachtel gelegen als am Armsturm. Es hat dir wirklich keinen Benefit gegeben? Ja, später als ich noch im Motocross-Turf fuhr, als Teenager, mit 18 Jahren, da hatte ich die Ahnung, dass es eine andere Sache war, um die Verkehrssicherheit zu halten. Zum Heben musste ich vom Strassenverkehrsamt tragen, aber die ist auch ganz schnell im Rucksack verschwunden, wenn ich vom Motorrad oder vom Velo abgesessen bin.
- 24:33Aber die erste ist die erste, die ich akzeptiert oder adaptiert habe seit 4 1⁄2 Jahren. Und die hat eigentlich 6 Motto. Zwei im Daumen und vier in jedem Finger. Und die deckt 15% der Mobilität eines Menschen in der Hand. Also 1,5. Also ich habe die ganz schnell mit den Fingern. Ich kann auch das machen, nicht nur andere Teile.
- 24:56Kannst du auch den machen? Ich habe nur gute Zehen. Das macht man doch nicht. Bei den Kindern ist mir nicht gut. Aber wie gibst du Kommandos? Genau, mit Muskelimpuls. Ich muss sagen, ich musste fast ein halbes Jahr, sieben Monate üben, einen Ball zu werfen. Und ein Ball werfen ist nicht super schwierig. Mit einer menschlichen Hand. Bei Tennis, Baseball, dann immer. Dann schiesst man und es ist gut. Aber mit einer Handprothese ist das mega tricky.
- 25:22Haben Kinder, die das früher lernen, weniger Mühe? Ja, die, die wir jetzt machen, die Kinder haben, sind aus dem 3D-Drucker. Die sind auch viel leichter, die wägen etwa 100-150 Gramm, wie eine Tafel Schokolade. Die hier wägt fast 3 Kilo, das ist mehr als ein Handtel.
- 25:41Ah, Dornen im Bizeps, ja. Wobei der wichtigste Muskel ja das Herz ist. Und wir haben ja das Kostüm auch designt von den Kostümbildnerinnen und dann sagen die Kinder immer, «Ist das echt die Muskel? Nein, nein, das ist ein bisschen...» Aber das Herz ist echt im Bein.
- 25:56Aber was ich sagen wollte, ist, dass sie 15% der Mobilität deckt. Und eben so alltägliche Dinge wie einen Ballwerfer oder mit Gabel und Messer schneiden zu essen, ist extrem herausfordernd. Und das hat mir wirklich die Augen geöffnet und dankbar gemacht, dankbar eine menschliche linke Hand zu haben. Und wenn man eigentlich denkt, am Morgen, wie stehe ich auf vom Bett, die Beine laufen vom Bett zum Kühlschrank und die Hand greift Cornflakes und Milch
- 26:21Alles ist so selbstverständlich. Ich versuche den Kindern auch immer einen Wink zu geben. Nicht so wie der Hoben um die Zeigefinger. Aber auch dankbar zu sein, mit einem menschlich gesunden Körper, funktionierenden Körper zu leben oder zu wohnen. Das ist ein mega Geschenk. Ein Fuss, ein Auge, ein Ohr.
- 26:37Es ist ein Wunder, dass die funktionierenden Organe, das Herz, das du gerade angesprochen hast, nonstop, 24-7 am Arbeiten sind. Ja, dass das einfach funktioniert und dass das nicht selbstverständlich ist. Und wenn z.B. eine Hand fehlt, es gibt ja viel Schlimmeres, aber wenn man denkt, was ein Mensch in der Hand alles machen kann.
- 26:58Ich kann immer sagen, ich habe alles mit Links gemacht. Du hast gestern etwas Gutes gepostet, und zwar entweder ist alles ein Wunder oder nichts ist ein Wunder. Wenn man das so anschaut, ist einfach alles ein Wunder. Du hast hier eine hochtechnologisch vorgeschrittene Hand, die aber trotzdem nur 15% abdecken kann. Ich bin nur dankbar, dass es 15% ist und gar nichts. Es hat sehr viel Luft nach oben.
- 27:24Ich bin auch Fan von KI und Medtech und so, aber wenn man eigentlich denkt, der Mensch... Und der Mensch ist noch immer im Driver's Seat und nicht der Roboter. Zum Glück ist es so. Immer noch der Mensch, der es durch und lang geht. Und wenn man dann auch auf die Gefühlsabene kommt, wenn man empathisch ist oder verliebt, «Was ist das? Das kann kein Roboter sein!» Nein, keine Chance.
- 27:44Das geht über den Muskelimpuls. Das sind elektromagnetische... Sie können das Handgelenk so bewegen. Der ganze Unterarm ist noch vorhanden. Und ich kann das Handgelenk nach oben biegen. Dann spürt ihr hier im Oberarm den Obermuskel. Und wenn ihr das nach unten bügt, spürt ihr unten den Extender und Flexor. Hier sind zwei Elektroden. Ich zeige euch das mal.
- 28:06Der Akku ist ja noch genug hier. Akku geht nur mit Luft und Liebe. Ich muss so glatt werden. 8 Stunden, dann kann ich etwa 5 Stunden bewegen. Wenn wir jetzt das Handgelenk nach oben biegen, berührt der obere Muskel den oberelektrode. Das macht, dass die Hand aufgeht.
- 28:22Wenn ich es nach unten büge, berührt der Untermuskel den Unterelektrode, was die Hand zugegeben macht. Auf und zu ist etwas langweilig, deshalb gibt es ein paar Tricks. Mit meinem Smartphone habe ich 25 Griffmuster. Wenn ich z.B. eine Doppelkontraktion mache, kann ich z.B. einen Bankset-Griff ausführen. Das ist ganz gebiets zum Popcorn-Kliub im Kino. Das ist nicht laut, aber es geht wunderbar. Oder zum Beispiel zum Velofahren habe ich Möglichkeiten. So habe ich verschiedene Griffmuster. Man sieht, dass der Indexfinger etwas speziell ist.
- 28:51Das ist eigentlich für eine Touchscreen von einem iPad oder einem Pad. Und die Kinder haben immer gemint, dass sie Spider-Man finden. Und da kommt ja ein Vater raus. Darum haben sie immer gemint, dass das ein Spider-Man-Finger ist. Das hast du erst seit viereinhalb Jahren gesagt? Viererhalb Jahre, genau.
- 29:08Auch dort, wo dein... Ja, alles kam zusammen, Tatjana. Ich glaube, alles kam zusammen. Dann Kurt, dann die Hand, dann war ich müde, das zu verstecken. Und dann gab es das eine oder andere. Dann kamen die Kinder und fragten mich, ob ich Superkräfte habe.
- 29:24Und wie hat das am Anfang Spaß gemacht? An der Freude haben wir zwei, drei Episoden auf Social Media, wie das heute so geht, haben wir die mal gepostet, diese Stories. Und dann kam so eine Resonanz zurück. Und dann haben wir immer weiter gemacht. Ich hätte niemals gedacht, dass es mal physische Bücher gibt oder Online-Books. Und dann haben wir ja noch eine Anfrage bekommen von Netflix. Das habe ich auch noch ganz kurz erwähnt vorhin. Und die haben einfach gesagt, wie möchte ich das Comic gerne umsetzen? Ein Cartoon. Cartoon ist ja ein In Motion. Und wir natürlich zuerst, wow.
- 29:52Und dann sagten sie, ja, es ist alles okay, aber ihr seid uns zu gewaltfrei. Und ich so, wie kann man zu gewaltfrei sein? Und dann sagte ich, ich könnte Bionic Man blondhaarig machen, grünäugig, Bionica könnte er mit blauen Haaren machen, I don't care. Aber dieser Name muss einfach gewaltfrei sein. Und wir haben mit zehn Creative Directors gesprochen und ich sagte, ich habe den Namen
- 30:19Es muss nicht zwingend Bionic Man sein, aber es muss einfach die gewaltfreie DNA sein. Deine Wertvertreter. Genau, wie Sie gesehen haben, es verkauft sich besser als Merchandise. Sie haben ganz grosse Contracts mit einem grossen Spielwarenhersteller. Und ich sagte, wir machen sehr gerne etwas zusammen, aber da kämpfe ich wie eine Läuermamma. Da habe ich gesagt, wirklich kein Kompromiss. Und ich glaube, im Leben gibt es wirklich Tests, ob du wirklich irgendwo sagst, Hauptsache greedy greedy, Hauptsache es kommt bekannt und ich bekomme eine Viral.
- 30:48Oder dass du sagst, von mir ist es okay und ich helfe lieber Tim oder diesem Jungen von Hamburg. Das ist mir viel mehr wert. Das ist wirklich von Herzen so. Wie du gesagt hast, das ist jetzt der Test, weil das wäre vielleicht zu schnell ein Ticket gewesen. Aber du gehst jetzt langsam weiter voran zu deinen Werten. Du verkaufst deine Seele nicht für das. Genau, ich bin mir froh. Aber es wird eines Tages, es kommt. Ich glaube auch, dass es karmamässig wird. Die Auftritte werde ich sicher noch nicht bis 70 machen, ausser mit einem Erfolgspleuschkostüm.
- 31:18Aber ja, ich glaube, es gibt im Leben einfach wirklich so Tests, ob du wirklich irgendwo etwas einfach machst. Und mir geht es nicht um Geld oder um eine Fame, wirklich nicht. Mir geht es wirklich um, ich habe irgendwo letztens noch gesagt, ich darf mit dir umleben und ich kann von dem leben. Und was gibt es eigentlich schöner? Ich habe mir jetzt mühselig auf am Morgen und was auch immer.
- 31:38Du hast vorher schon mal etwas angesprochen, wo du über die Erfahrung, wo du zu diesem Orthopäd gegangen bist, gesprochen hast, wo du gesagt hast, wahrscheinlich habe ich mir dort das manifestiert, was du heute kreiert hast. Und wenn ich dich anschaue und du redest, du hast so ein Leuchten in den Augen, das ist eigentlich unglaublich und wunderschön. Wie fest gehst du auf so...
- 32:02auf die Persönlichkeitsentwicklungsthemen bei Kindern ein? Ist das ein Thema in deiner Arbeit, dass du ihnen die ganzen Mindsets wirklich in den Weg legst?
- 32:15Ich habe eigentlich keine pädagogische Ausbildung als Lehrerin oder Lehrer. Und wie gesagt, ich möchte sehr spielerisch daherkommen. Das Ganze dauert so 30 bis 45 Minuten. Das ist eine Edutainment-Session, wo die Kinder involviert sind, wo sie sich fragen, wo sie die Hand schütteln können. Ganz wichtig, da haben sie auch super Kräfte.
- 32:34Ich sage auch immer, dass die Inklusion und die Berührungsängste abgebaut sind. Letztens haben mir ein Junge gesagt, er habe einen Onkel, der hat auch keine Hand. Das ist auch Bionic Man. Das ist einfach ein komplett anderer Mindset. Das ist nicht mehr so, das ist komisch oder gruselig. Du musst deine Perspektive wechseln, bitte.
- 32:50Und wie haben jetzt zum Beispiel noch Psychologinnen, die zum Beispiel meinen, es kann ja wirklich ganz schlimm zu Suizid und Cybermobbing, also wirklich ganz schlimm. Und dann haben wir gesagt, da müssen wir einfach wirklich eine Fachperson haben, oder professionell, weil wir sind wirklich sehr spielerisch unterwegs. Also es soll den Kindern einfach so einen 45-minütigen magical moment geben, wo sie abtäuschen können in einer Welt, wo alles möglich ist und wo vermeintliche Schwächen zur Superkräfte kommen.
- 33:20Der Podcast heisst ja «Du entscheidest». Und du hast schon mega viele Sachen erzählt, wo du Entscheidungen treffen musstest. Oder wo du gesagt hast, ich möchte mich jetzt nicht mehr schämen dafür und verstecken. An was würdest du sagen, ist deine grösste Entscheidung in deinem Leben?
- 33:35Ja, gute Frage. Die grösste Entscheidung war, als ich von der Finanzbranche zu Amnesty gewechselt habe. Das war eine Entscheidung, bei der ich immer das NGO-Denken in mir hatte. Das war ein wichtiger Schritt. Zumal auch die Frage, wie die Zukunft aussieht. Und der nächste grösste Schritt war, von der NGO-Welt in die Selbstständigkeit zu kommen.
- 33:59Ich würde sagen, dass das Festangestellungsverhältnis seine Vorteile und Nachteile hat. Es ist beides so. Man hat nicht am Ende des Monats einen Paycheck auf sich. Man muss immer schauen, ob man zwei Sponsoren hat. Auf der anderen Seite ist es auch gut, dass man am Nachmittag um halb zwei meditieren kann. Das ist schon etwas Selbstständiges.
- 34:24Aber das waren die zwei grossen Fixsterne in meinem Leben. Und ja, wenn ich es jetzt nicht mache, dann wenn. Ich spüre es ein bisschen raus, dass du heute der Mensch bist, den du als Kind selber am meisten gebraucht hättest. Kann das sein? Das ist ein ganz guter Ansatz. Ja, ich hatte auch letztens einen Jungen, der gesagt hat, du hättest dir sicher mal Bionic und Bionic Man gewünscht. Und ja, ich bin eigentlich...
- 34:52Ja, eigentlich stimmt es. Ich bin immer ein grosser Peter Pan Fan. Man sollte nie ganz erwachsen werden. Das ist ganz wichtig. Immer das Kindliche und das Neugierige. Die Energie, die die Kinder haben. Und die Fantasie. Das ist einfach Wahnsinn.
- 35:08Und das ist ja das, was du vorhin gesagt hast, sie dürfen 45 Minuten in eine Welt von unbegrenzter Möglichkeiten eintauchen, was mega wichtig ist. Ich habe das auch wieder lernen dürfen als Erwachsenen und seit ich das mache, ist für mich alles möglich. Wir werden die Eltern, wir werden so beschränkt. Ich finde es eigentlich schade, dass es nur 45 Minuten sind, weil die Schule sollte das eigentlich weiter... Fast ein Fach, oder?
- 35:32Ja, aber das ist ein anderes Thema für sich. Aber rein theoretisch gesehen, wir verlieren das so schnell. Und wie du gesagt hast, das kindliche, das Peter-Pan-Syndrom ist eigentlich essentiell für ein erfülltes Leben. Absolut. Und einfach irgendwo die Neugier behalten und bewahren. Und das verspüren und auch naiv, das ist immer so ein negativ besetztes Wort.
- 35:56Ich bin froh, dass wir das in der Stiftung klar aufgeteilt haben. Mein Vater machte die Revision-Stelle-Arbeit, die Finanzen. Mir hat er gesagt, dass ich der Director of Magic sei. Das ist eine gute Rolle zu verteilen. Hättest du vor 20 Jahren jemals vorstellen können, dass du Director of Magic bist? Mein Vater hat das ganze Leben auf der Bank gearbeitet. Dann wurde er pensioniert. Ich habe gesagt, du hättest noch mal gedacht, dass du im Comic-Business landest.
- 36:26Michel, wo geht die Reise weiter? Wo geht sie hin? Ja, wenn ich die Kristallkugel hätte. Ich hoffe einfach, dass... Ich bin ein grosser Fan von Synergien. Das war ich immer. Wir haben jetzt auch verschiedene Projekte mit anderen Stiftungen. Zum Beispiel mit der Krebsliga. Wir haben auch verschiedene mit der Theodorastiftung. Kennt ihr ja die Patch Adam Clowns in den Spitälern, wo wir einfach sagen, das kannibalisiert sich überhaupt nicht. Das ergänzt sich, das ist eine tolle Synergie.
- 36:53Und dort gibt es natürlich das nächste Buch und hoffentlich den Trickfilm, wie der liebe Damen und Herren von Amsterdam von Netflix. Also in Amsterdam, Europa? Ja, das Comic-Business für Europa. Die haben ja auch ein bisschen Headquarters. Aber ja, dass man die Welt vielleicht nochmal ein bisschen freundlicher gestalten kann. Das ist so ein bisschen... Oder unsere Serie, ich spreche wirklich im Plural, es ist nicht eine One-Man-Show.
- 37:17Hast du da schon Mitarbeiter? Ja, alle ehrenamtlich. Ich kann wirklich sagen, wie sie jetzt fünf Leute, zwei davon ist mein Mami und mein Papi, und es sind noch drei andere und die arbeiten wirklich alle ehrenamtlich. Die haben Jobs, die sie natürlich überleben. Wie ich vorhin gesagt habe, sie haben gesagt, von dir arbeite ich für das KM, für die gute Sache. Und so kann ich jetzt wirklich mit gutem Gewissen sagen, wenn man jetzt zum Beispiel ein Buch kauft, geht der ganze Erlös an die Stiftung. Also es kommt alles an die Kinder.
- 37:47Wo kann man diese Bücher kaufen? Ich kann mal bei Aurel Füssli, wie sie alle heissen, und natürlich bei bionicmania.com. Da könnt ihr mal gerne reingüchseln. Das ist meine Mutter und mein Vater haben auch den Verlag. Die haben ganz viele Bücher im Garage. Die schicken uns noch Handschreiben. Und dann haben wir natürlich keine Buchhändler zwischen Abgaben und dann kommt noch mehr in den Kindesgurt. Da kommt wirklich alles raus.
- 38:11Und wie kommt man dann? Was wolltest du? Ich habe es mit niemandem abgesprochen, aber du hast gerade von Synergien gesprochen. Ich möchte das auch mal in den Raum geworfen haben. Wir haben hier eine Event-Location. Am 1. Januar sind wir noch einmal im 11. Stock.
- 38:28Und ich sponziere das gerne, dass man einen Anlass macht mit Kindern, die vorbeikommen können. Mit dem Glattzentrum vielleicht zusammen. Dass man da etwas auf Beistand stellt. Das mache ich sehr gerne. Es ist jederzeit sehr gerne zur Verfügung. Sobald man den Kindern helfen kann, bin ich immer da.
- 38:49So schön. Du sagst, es gibt Synergien. Ich finde, gemeinsam geht es. Einfach viel mehr erreichen. So soll es auch sein. Das neue Bionic Mania Band 2 bucht uns. Wir buchen drei Bionic Man-Bücher. Jetzt ist es eigentlich, alle kennen DC Comics. DC hat ja die Justice League. Superman, Batman, Wonder Woman. Meine Schwester ist der grösste Fan.
- 39:15Und wir haben eigentlich nicht die Justice League, sondern die Inclusion League. Wie bei uns in allen Szenen. An jeden ist willkommen. Egal wie gross, breit, dünn, alles ist gut, wie es ist. Das ist meine Frage. Wenn wir schon bei Fragen sind, hast du sie ready? Wir haben ein Konzept, und zwar jeder Gast darf am nächsten Gast eine Frage stellen. Du weisst nicht, wer der Gast ist. Und auch du hast natürlich eine Frage von einem vorherigen Gast bekommen.
- 39:44Sie wird zurückschauen und herausfinden. Bevor wir sie stellen, stellst du eine Frage an den nächsten Gast. Egal was. Eine Frage an den nächsten Gast. Was dir gerade aufgepuppt?
- 39:58Ja, was die Lieblings-Superheldin oder Superheldin ist. Sehr schön. Super, passt. Also wer ist dein Lieblings-Superheld oder Superheldin? Genau. Okay, super. Sehr gut. Ich weiss gar nicht, aber ich glaube nicht. Ich kann natürlich auch nicht. Zu meinem Vater. Ja, selbstverständlich. Das können ja Ärzte sein oder Lehrpersonen oder
- 40:24Ein Förster, jeder hat die Superheldenqualität. Mein Higher Self ist mein Superheld. Also bei mir ist es relativ einfach. Ich bin eigentlich schon mit sechs oder sieben auf die Ski und habe dort das Batman-Kostüm angehängt. Und mit dem Batman-Kostüm bist du alles. Mit den Masken auch? Aber wieso Batman?
- 40:42Ich habe ihn sehr geliebt, weil er so underground ist. Man wusste nicht, wo er ist. Er hatte ein mega geiles Auto. Ja, genau. Und er ist so eine grosse, mächtige Person. Er ist nicht so sehr mystisch. Er ist sehr reich. Ja, Batman ist sehr reich. Ja? Okay. Seine Eltern waren eigentlich reich. Er ist eigentlich so ein wenig Vendetta-mässig. Er rächt sich eigentlich, Michael.
- 41:07Wie warst du, bevor du dein eigener Superheld wurdest? Wer hast du geliebt oder geführt? Gute Frage. Ich glaube, meine Eltern waren meine Superheldinnen und Superhelden. Eine ganz enge, auch zu meinen Grosseltern, notabene von Vaters und Mutters Seite, habe ich eine sehr enge Beziehung. Beide sind leider schon verstorben. Aber ich glaube, Superhelden müssen nicht unbedingt das Capes anhaben. Ich glaube, wir sehen tagtäglich Superheldinnen und Superhelden im öffentlichen Verkehr.
- 41:37Schneeweck, Raumdienst, jeder ist ein Superheld und tut seinen Beitrag der Gemeinschaft helfen. Aber in diesem Fall warst du nicht so Comic-affin. Donald Duck und Mickey Mouse. Aber ich hätte niemals erdenken können, dass... Der Fantomas war Donald Duck als Superheld.
- 41:58Ah, das kenne ich nicht. Aber hättest du dir jemals als Kind denken können, dass mal deine... Nein, ich habe letztens gesagt, ich hätte meinem Berufsberater sagen sollen, was du mal kommen willst. Ein Superheld. Aber es ist ja immer mit Augen zu winken. Und auch irgendwie, dass ich meine eigene Comicgeschichte schreiben darf und dass die internationalen Künstler gefallen. Ich meine, das ist auch eine extreme Anerkennung. Und das macht mich ja nicht stolz, aber sehr dankbar, irgendwo das leben zu dürfen.
- 42:24Ich weiss jetzt wieder, was ich fragen wollte. Jetzt ist es da. Du hast vorhin gesagt, du bist bei RTL Sat.1, also eigentlich wirklich im deutschsprachigen Raum. Ja. Was machst du da? Also wirklich Präventionsarbeit, wie sind die auf dich gestossen, wie ist das Ganze passiert? Ja, eigentlich eben wegen der Gewaltfreiheit. Und Diversität, Inklusion, Mobbingprävention, das gibt es sicher auch in Deutschland, in Österreich auch. Aber ich glaube, die Gewaltfreiheit, und die haben eben mitbekommen von diesen Comics,
- 42:51Über Instagram, Social Media, Twitter und so. Ah, was? Und dann haben sie mich eben angefragt. Von Punkt 12 haben wir mal getragen. Das ist ja das Nachrichtenmagazin. Ist das mit der Frauke Ludo? Die, die Frauke heisst und alle meinen, sie heisst Frau Lupe? Das ist, glaube ich, exklusiv. Ah, okay, okay. Punkt 12 ist so ein Mittagsmagazin.
- 43:08Und dann haben wir noch live, das ist so ein Samstags-Abend-Magazin, mit Galileo haben wir auch schon geredet. Nein! Ja, das war ja toll. Dann haben wir im Windwerk, die Wintertour geredet. Und dann haben wir eben, damals war es noch sehr prothesafin, das Ganze hatte es noch nicht zur Mobbingprävention, mehr auf Prothesen gewesen. Dann haben wir eben in einem Bub so eine Fliegenprothese, also zum Fliegen gemacht. Und dann konnte er auch im Windwerk Bodyflyen. Nein!
- 43:32Der Bionic Man hat einen Sud gehabt. Na komm jetzt. Ja, das ist ganz toll. Jetzt sind wir auf Galileo. Ja, Galileo kann man googeln. Bionic Man, Galileo, das kommt sicher noch irgendwie raus. Hey, sag mal, deine Foundation «Give Children a Hand» ermöglicht deiner Foundation so eine Prothese?
- 43:49Ganz simplere. Und zwar nicht, weil die Kinder das nicht tragen dürfen, aber es ist viel zu technisch. Also die Kinder, die wir betreuen dürfen, die wollen viel mehr. Wir haben auch eine letzte, zum Beispiel Disney Frozen, wie heisst es auf Deutsch? «Eiskönigin». Ja, die «Eiskönigin». Das finden alle Kindergarten-Mäden. Die zweite Klasse ist ja zu gross. Aber so Kinder gibt es auch.
- 44:09Die wollen solche Hände mit Glitzer, Elsa, Olaf und Anna. Wir haben letztens von einer Mutter ein schönes Kompliment bekommen, als wir eine solche Hand gemacht haben. Sie sagte, das Mädchen nehme diese Hand mit ins Bett am Abend, damit es sich auch im Schlaf beschützt fühlt.
- 44:26Für die Kinder ist das viel mehr als ein Stück Kunststoff. Das ist wie ein Schutzschild. Wir machen aus einem 3D-Drucker. Wie gesagt, es ist zwischen 100 und 150 Gramm schwer. Und kostet zwischen 500 und 1'000 Franken. Je nachdem wie viel Glitzer drauf ist. Diese hier ist sehr teuer. Die kostet fast 60'000 Euro. Wer zahlt das in der Regel? Für Kinder?
- 44:50Für die Kindshalle gibt es die Stiftung «Give Children a Hand». Aber was war vor dieser Stiftung? Viele haben jetzt ja Krankenkassen und die e.V. und so. Die e.V. hat ganz klar gesagt, ich will hier nicht zu nahe treten, aber sie haben gesagt, wir müssen einfach wie auf der Liste sein. Und wir haben gesagt, wir möchten mit Startups und so zusammenarbeiten, die eigentlich noch frei sind, in dem Sinne, wo die Kinder entscheiden,
- 45:15ich möchte eine Hand, die so aussieht. Und wenn das nicht auf der Liste ist, mit den Orthopädieherstellern, dann zahlen sie es nicht. Und dann haben wir gesagt, dann springen wir in die Presse. Es ist ganz wichtig, dass das Mädchen und der Junge am Ende des Tages sagen, wie die Hand aussieht.
- 45:31Er oder sie trägt sie ja nicht mehr an der Karte. Oder eben nicht, wie du. Du hattest sie ja. Genau. Sie war auf der Liste. Nur zum Gamern hast du sie anlegen können. Eine halbe Stunde anlegen und dann kannst du gamern. Genau, das war der Plan. Das ist spannend. Das heisst, du bist jetzt wirklich Autor, aber du bist auch involviert in dem ganzen Prothesenprozess.
- 45:52Mit Startups, wer macht die? Wie können wir sie vom Startup an die geeigneten Kinder bringen? Wer finanziert das? So der Brückenbauer in diesem Sinne. Wir haben Startups in London. Und wie gesagt, ich möchte eine offene Architektur haben. Ich möchte nicht exklusiv einen Vertrag haben.
- 46:10Ich möchte sagen, dass junge, innovative Leute zum Teil eine Art Matura-Arbeit machen können, zum Teil extrem spannende, neue Erkenntnisse herausbringen können. Wir haben einfach gesagt, wir sind offen für alle. Deshalb haben wir nicht exklusiv mit der Firma XY zusammengearbeitet, sondern eigentlich die,
- 46:30Es ist eigentlich wie ein Wettbewerb. Der war eigentlich die bestmögliche Hand. Und Gift Children a Hand oder Gift Someone a Hand ist ja Handbüten. Gift Someone a Hand, oder? Und wir probieren auch physisch Handzubüten. Und wir sind sehr offen und wirklich keep it simple und sehr open-minded.
- 46:47So schön. Das ist auch am besten, weil du ja Platz für sowas machst. Was wissen wir schon? Statt mit einer ganz grossen Versicherung zu arbeiten, machen wir das Crowdfunding. Und dann machen wir das in den Kindern möglich.
- 47:05Wo ja du Experte bist. Wie lange hast du wie Foundraisers? Ja, sieben Jahre fast. Dann hätte ich aber auch nie gedacht, ich bleibe das Leben lang dort. Dann habe ich gesagt, jetzt muss ich es wirklich mal wagen. Ich würde es jedem empfehlen, wenn er eine Möglichkeit hat dazu. Ich hatte ja keine Familie, keine eigenen Kinder. Ich war eigentlich von dem her noch frei und habe
- 47:27Go for it! Aber ich bereue es überhaupt nicht. Ich habe gesagt, das war in meinem Fall zumindest der bestmöglichste Entscheid, den ich von 4,5 Jahren fällen konnte. Und das ist eben das, was ich auch oft predige, je authentischer, wenn du dein wahres Selbst lebst, akzeptierst, was dir gegeben wurde, was du bist,
- 47:48Dann fängt das Leben für dich an zu funktionieren. Es füßt alles. Du bist allein mit deinem Higher Self, mit deiner Absicht, warum du überhaupt hierher gekommen bist. Und du hast eigentlich wirklich den Sprung dieser Opferrolle, sage ich jetzt mal. Die selber aufgelegte Opferrolle, würde ich mal sagen. Diskriminieren muss man gar nicht in der Hand, was fehlt. Ich meine, es gibt tausend Gründe.
- 48:12Ich habe mich nicht selbst bemitleidet, aber ich habe mich immer geschämt dafür. Irgendwann habe ich gesagt, Michel, jetzt ist es einfach fertig. Jetzt stehst du dazu. Aber es war ein langer Weg. Du gehst dazu. Ich kenne dich seit zwei Jahren über Instagram. Ich hätte dir schwören können, du bist schon lange ein Big Player. Immer so, ja, ist voll okay.
- 48:34Unglaublich, ein grosses Kompliment. Um an die Glauben zu kommen. Ich bin eigentlich sehr scheu. Ich bin wirklich sehr scheu. Aber wenn ich auch irgendwo auftrete, bin ich nervös. Wenn du in die Klasse einläufst. Aber es ist auch mit dem Kostüm, das meine Grosseltern bezahlt haben. Also das Kostüm, das sie finanziert haben. Und ich fühle mich immer beschützt. Und ich glaube, dass die Mission oder die Berufung, es ist ja keine Berufung, es ist eine Berufung, so gut funktioniert und so blessed ist, ist glaube ich wirklich, wo oben gesagt wird.
- 49:03So schön, hey, wow. Was für eine tolle Geschichte, was für ein toller Gast. Danke viel, vielmals. Wir müssen gerne weiter. Wirklich mega toll, was du und dein Team in so kurzer Zeit für Arbeit geleistet habt. Und immer noch leistet. Aber auch bei euch. Ich meine, ich habe gesagt, seit April habt ihr jetzt das. Ich glaube, wenn man mit dem Herz dabei ist, ist so viel möglich. Und ich glaube, es geht auch darum, wie du vorhin gesagt hast, es ist
- 49:33Hätte ich das planen wollen, um es zu verrecken, weisst du was ich meine? Aber es musste einfach so sein. Wenn du mit diesem Flow arbeitest, nicht aus dem Kopf, sondern aus dem Herzen, dann flowt es einfach. Du kannst gar nichts dagegen machen. Du bist einfach in diesem Fluss, in diesem Strom.
- 49:51Und ich glaube, du ziehst auch die Leute an. Und ich glaube, gute Leute ziehen sich auch an, also mit guten Absichten, sagen wir es mal so. Und ich denke mir, nochmal bei der Synergie, und ich glaube, wenn sich die Leute zusammen tun, mit guten Absichten kann man etwas machen. Where energy goes, energy flows. Ja, und vor allem, Gleiches und Gleiches zieht sich an. Mit einem glatten Zentrum, man hat ja gute Kontakte zum Glatten. Unbedingt, Kevin. Das können wir gerne machen. Leute, nächstes Jahr ein grosses Event hier in Berlin. Das hat es schon angekündigt, Speaking to Existence. Nächstes Jahr, ja.
- 50:21Ich frage den Bionic-Man, ob ich noch gut dran zu bin. Das ist gut, frag den Bionic-Man. Du bist in Kontakt, Mann. Also, jetzt ist auch eine spannende Frage. Der letzte Gast fragte, ob du schon jemals im Gefängnis warst. Im Gefängnis? Nein. Noch nicht mal im Cartoon. Ich glaube, ich bin noch nicht aus Comic. Nein, habe ich noch nie mit gutem Gewissen zu sagen. Außer, ich bin ein wenig zu schnell gefahren. Aber das ist so schlimm, dass ich keinen Geldbus gegeben habe.
- 50:50Darf ich da einhaken? Es gibt ja ein physisches Gefängnis und ein mentales. Ja, in der Rolle, als ich mich in der Bade geschämt habe als Teenager, war ich in einem Gefängnis. Dann warst du in einem Gefängnis. Du hast dich ja gefangen gehalten. Du wolltest dich selber von allen anderen entfernen.
- 51:12Vor 10 Jahren bist du ausgebrochen. Gratuliere für das Geschäft. Aber es ist wirklich ein Ausbruch. Aber es ist ein guter Ansatz. Es ist ja unser eigenes Gefängnis. Es muss nicht physisch sein, sondern mental. Aber es ist lustig, als ich diese Frage gelesen habe, habe ich auch an Bionic Man gedacht. Aber dann habe ich überlegt, der ist ja gewaltfrei. Was hat er im Gefängnis verloren? Aussen soll ich eine gute Tat machen.
- 51:36Und der Bionic Man kann ja ins Gefängnis gehen, um dort Menschen zu helfen. Ja genau, da ist es wirklich nicht schade. Es gibt verschiedene Arten, wie man im Gefängnis sein kann. Ja und ich denke mir auch irgendwie, ich meine, wie gesagt, ich bin mal zu schnell Auto gefahren und vielleicht habe ich ja mal irgendwo, ja geflucht vielleicht nicht, aber irgendwie mal etwas. Aber der Bionic Man ist wirklich die,
- 51:57Die beste Version, das ist wirklich nur gut. Die letzte Zeit hatte ich auch einen Zeichner, der sagte, bei Spider-Man gibt es ja auch eine dunkle Version. Da habe ich gesagt, bei Bionic Man ist es so langweilig, wie es ist, das ist jetzt nur gut. Wie ein Schutzengel. Ein Schutzengel ist eigentlich auch nur gut. Du entscheidest. Du entscheidest, wie du die Story haben willst. Netflix und keine Ahnung wer.
- 52:25Wir haben zum Beispiel auch die neuste Geschichte gemacht mit dem Captain Hook. Wobei der Captain Hook in unserer Version, nicht in der Season A Version, eigentlich nur missverstanden ist. Wie er eben immer von seinem Haken gemobbt wurde. Und deshalb musst du mal schauen, auf Insta haben wir sie letzte Woche oder vorgestern drauf. Mega cool! Und der Bionic-Mainer, der Bionix, sie heisst ja Bionix-Team, schenkt ihm eben so eine super Hand.
- 52:52Und dann wird er nicht mehr der Captain Brownbeard, er heisst nicht Blackbeard, sondern Brownbeard. Genau, und er ist auch ein bisschen schäbig, mit den zalumpten Kleidern und so. Und sobald er die super Hand anlegt, wird er Captain Handsome. Und er ist ein berater Dandy-Captain. Und das ist jetzt wirklich gut. Und wir haben einfach gesagt,
- 53:13Captain Hook ist ja eigentlich ein schlechter Peter Pan, ein fieser. Bei uns haben sie gesagt, dass Captain Hook in unserer Version nur missverstanden ist.
- 53:24Aber sind das nicht alle Menschen? Sind die Menschen da ausser Böse oder sind das einfach verletzte Kinder? Ja, oder das Trauma oder Rache, Vendetta-mässig unterwegs. «Jetzt haben wir so viel Schaden, jetzt will ich euch auch.» Weil sie versuchen sich ja nur zu schützen, darum sind sie so wie sie sind. Es ist wie die Welt. Die Welt ist nicht nur gut, aber auch nicht nur schlecht. Und ich glaube, jeder hat so einen Funken Gutes.
- 53:49Ich glaube, die Welt ist so, wie sie jeden Einzelnen sieht mit seiner Wahrnehmung. Genau, wie Pippi Langstrumpf. Ich mache sie mir. Genau, Rini Krini. Oh mein Gott, ich wollte nur einen Schwanz nehmen, aber ich kann mich sehr identifizieren. Aber wir sind ja Erschaffer von unserem Leben. Ja, und wie du gesehen hast, der Flow. Der Flow. Irgendwie so, wie du in den Wald rufst, so Halsneid.
- 54:10Und dann ist es halt irgendwo eine Grimmung. Und ich meine, ich habe auch manchmal meinen am Ende einen Tag, und denke manchmal, oh nein, heute bin ich müde. Aber am Ende des Tages, wie haben es alle selber in der Hand? Und am Ende des Tages, wenn man am Abend ins Bett geht, sage ich immer so, war das das? Hätte ich das anders machen können oder nicht? Und jeder Bionic-Mann ist sehr verbesserungsfähig aufeinander.
- 54:31Wie wir alle auch. Wir haben noch eine letzte Frage auf der Zunge. Das wäre nicht ich, wenn ich sie nicht stellen würde. Aber ich bin nicht so frech. Du hast ja zehn Jahre im Büro am PC gearbeitet. Mit einer Hand. Sechs Fingern, das ist der.
- 54:48Also fünf Finger und hier habe ich einfach mit dem... Ah ja, das kann ich noch machen. Ah, yes. Das ist immer gut. Genau, eigentlich ja. Genau, mit fünf Fingern und mit der Tabulator- oder Umsetztaste. Klar, ich war jetzt nicht so schnell. Und eigentlich vielleicht noch zu sagen, wann habe ich gemerkt, dass mir eine Hand fehlt. Und das war eigentlich im Kindesgegenstand.
- 55:08Am Anfang, als ich bei meinen Eltern und meinem jüngeren Bruder war, war es so, dass etwas gefehlt hat und gut ist. Aber als die anderen viel schneller waren, mit den Lego-Klötzchen, mit dem Burgenbauen, mit dem Türmbauen, habe ich erst gemerkt, mir fehlt da etwas. Und dann natürlich auch beim Taktil in der Schule oder beim Tastaturschreiben war ich natürlich niemals so schnell wie die anderen. Aber ich hatte immer sehr kulante Arbeit. Schön. Sehr kulant. So schön.
- 55:35Ja gut, dann wären wir leider schon am Ende. Leider am Ende. Es war wieder einmal eine fantastische und sehr, sehr inspirierende Folge. Danke vielmals, dass du uns besucht hast, wie du entscheidest. Danke, du bist ein Teil davon. Danke vielmals. Es war eine grosse Ehre und Erfolg. Ja, uns aber.
- 55:51für uns definitiv auch sehr, sehr gross. Und ja, wir wünschen dir auf dem weiteren Weg alles, alles Gute, viel Erfolg. Wir werden uns sicher, also ganz sicher noch ein paar Mal sehen. Und wir verlinken sicher alles, wie wir schon gesagt haben, in die ganzen Notes vom Podcast. Und auch, wo man spenden kann, wo man unterstützen kann, verlinken wir sicher alles. An dieser Stelle schön, dass ihr eingeschaltet habt. Oh, oh, oh.
- 56:18Und zwar, es ist ja jetzt eh Weihnachtszeit, falls ihr noch ein Geschenk habt für eure Kids, haben wir hier einen Comic-Buchautor, der wundervolle Comics vertickt, verkauft. Oral Füssli haben wir gesagt, was noch? Ex Libris oder Bionic. Online, genau, für eine gute Tat, die nicht nur euren Kids Freude macht, oder Enkelkind, nicht ein Göttichind, sondern auch noch den anderen Kindern gut kommt, weil der Erlös geht wirklich... 100% an die Kinder.
- 56:48Schön, sehr schön. Schön hast du es gesagt, danke vielmals. Hast du noch etwas sagen wollen? Es ist alles gesagt, danke vielmals. Und Entschuldigung, habe ich so viel geredet? Nein, gar nicht. Danke vielmals für die Einladung. Und bleibt auch gesund. Und ich glaube, das ist das Wichtigste, dass man gesund ist und dass man voneinander da ist. Schön. Absolut. Sehr, sehr schön. Schön, dass ihr da seid. Danke, Michelle.
- 57:09Vergesst nicht zu liken, zu abonnieren, weiterzuleiten. Unterstützt uns, wenn ihr wollt, damit wir den Podcast so lange wie möglich am Leben erhalten. Hast du noch etwas? Nein, an dieser Stelle alles gesagt. Danke vielmals, dass ihr eingeschaltet habt, weil du entscheidest, deinen Podcast für Erfolg, Business und persönliche Weiterentwicklung. Alles Gute zusammen. Tschüss.
- 57:39Aber es ist angenehm, nicht? Es ist roboterhaft.