Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / #4 Folge 63: GELD & KAUFSUCHT - Die Sucht, die jeder verharmlost
Transcript
- 0:00Hallo und herzlich Willkommen. Ich freue mich riesig, dass du
- 0:03heute wieder da bist, um dir einfach mal Zeit für dich und
- 0:06deine Themen zu nehmen. Hallo auch von mir.
- 0:08Wir haben heute einen wirklich, wirklich spannenden Artikel vor
- 0:11uns. Und zwar von der Webseite nelix
- 0:14Berlin. Es geht um Geld, ums Shoppen und
- 0:17ja, um diese schleichende Gefahr, wenn die Freude am
- 0:20Kaufen vielleicht kippt. Wenn es zwanghaft wird.
- 0:23Genau. Und die Quelle ist ein extrem
- 0:25persönlicher Text von Gabriel, dem Gründer der Seite.
- 0:29Und bevor wir da jetzt so richtig einsteigen, müssen wir
- 0:31glaube ich kurz über den Autor selbst sprechen, das ist hier
- 0:34nämlich total entscheidend. Ja, absolut.
- 0:37Genau, und das macht den Text so authentisch, das ist auch der
- 0:40Grund, warum wir uns das. Heute ansehen das ist keine,
- 0:45keine theoretische Abhandlung. Nein, das ist gelebte Erfahrung,
- 0:49und wir picken uns heute für dich mal so die Kernaussagen aus
- 0:53Gabriels Text raus, damit du am Ende wirklich verstehst, was
- 0:56dahinter steckt. O.
- 0:57K super, dann lass uns das mal aufdröseln.
- 1:01Gabriel fängt ja mit dieser Kernfrage an.
- 1:03Wie kann etwas so Alltägliches wie kaufen, wie kann das zur
- 1:07Droge werden? Er spricht von diesem berühmten
- 1:10Dopaminkick, diesem kurzen Glücksgefühl.
- 1:14Aber was ist das denn jetzt eigentlich genau?
- 1:16Ich meine, wir schlucken ja keine Pille, das ist der
- 1:19springende Pump Dopamin ist unser Körpereigener
- 1:22Belohnungsbotenstoff, OK der wird ausgeschüttet wenn wir was
- 1:25tun, was unser Gehirn für überlebenswichtig hält, also
- 1:28essen, Sex, soziale Anerkennung, Drogen, die Kapern dieses System
- 1:34und Gabriel beschreibt eben, wie modernes Shopping das quasi auch
- 1:37tut, OK, aber jetzt kommt der Clou, den er herausarbeitet.
- 1:41Der größte Dopaminausstoß, der passiert nicht, wenn du an der
- 1:44Kasse bezahlst, sondern der passiert schon viel, viel früher
- 1:48in der Erwartung, das Scrollen, das Stöbern, das Vergleichen,
- 1:52das in den Warenkorb legen, das ist sozusagen die eigentliche
- 1:56Jagd, die das Gehirn mit Dopamin flutet.
- 1:59Moment mal, Dopamin bekommen wir doch auch, wenn wir Sport
- 2:02machen, oder? Keine Ahnung, ein gutes Essen
- 2:05genießen, richtig, was ist hier denn der entscheidende
- 2:08Unterschied, also wann kippt diese normale gesunde Belohnung
- 2:12in etwas, ja Gefährliches? Super wichtige Frage.
- 2:16Der Unterschied liegt in der künstlichen und der endlosen
- 2:20Verfügbarkeit von dem Reiz. Ah.
- 2:22Beim Sport bist du irgendwann erschöpft.
- 2:24Ein gutes Essen ist irgendwann vorbei, aber der Online Shop,
- 2:28der ist immer offen. Stimmt, du kannst diesen Kick
- 2:31endlos wiederholen und genau da setzt die Toleranzentwicklung
- 2:36ein, die Gabriel beschreibt. Das Gehirn gewöhnt sich an diese
- 2:39Dopamindauerberieselung ein Spaziergang in der Sonne fühlt
- 2:44sich plötzlich langweilig an, ein gutes Gespräch irgendwie.
- 2:50Blass. Du brauchst einen immer
- 2:52stärkeren Reiz, teurere Dinge, mehr Dinge, nur um dich wieder
- 2:56normal zu fühlen. Puh, und dann nach dem Kauf
- 3:00kommt der Crash, das Dopamin fällt ins Bodenlose und übrig
- 3:05bleiben leere Scham schuld. Das ist faszinierend.
- 3:09Es verschiebt ja die ganze Perspektive.
- 3:11Es geht also weniger um das haben, sondern viel mehr um das
- 3:14jagen wollen. Exakt.
- 3:15Das erklärt auch, warum sich die gekauften Sachen oft schon nach
- 3:18wenigen Tagen so. So leer anfühlen.
- 3:21Die Jagd ist ja vorbei. Ganz genau.
- 3:23Und dieser Teufelskreis aus Kik und Crash braucht ja ständig
- 3:27neuen Zündstoff und da kommt Gabriel auf einen Punkt, den wir
- 3:30wohl alle kennen. Er nennt Social Media den
- 3:33ultimativen Brandbeschleuniger, na ja.
- 3:36Das Gefühl kennt man nur zu gut. Du Scrollst durch Instagram,
- 3:39siehst diese perfekt kuratierten Leben, diese Dauerurlaube, diese
- 3:43makellosen Wohnungen. Und dein eigenes Leben kommt dir
- 3:47auf einmal vor wie zweite Wahl? Ja, es erzeugt so einen
- 3:50künstlichen Mangel, den man dann durch Kaufen zu füllen versucht.
- 3:54Was hier wirklich interessant ist, ist der Vergleich zur
- 3:57Glücksspielsucht, den der Artikel zieht.
- 3:59Das ist auf den ersten Blick vielleicht nicht so
- 4:01offensichtlich, aber die Mechanik dahinter ist fast
- 4:04identisch. OK, erklär mal.
- 4:06Das langweilig. Und dann Bäm.
- 4:08Das perfekte Teil. Genau das eine, das du jetzt
- 4:10unbedingt brauchst. Diese zufällige, unvorhersehbare
- 4:14Belohnung ist wie eine Droge für unser Gehirn.
- 4:16Und der erwähnt ja noch diese eine besonders ich sag mal
- 4:19teuflische Variante, die das perfekt kombiniert.
- 4:22Lootboxen in Videospielen. Ja, die perfekte Symbiose.
- 4:26Du bezahlst echtes Geld, das ist der Kaufsuchtteil, aber was du
- 4:30bekommst, ist rein zufällig, das ist der Glücksspielteil, das
- 4:34trainiert vor allem junge Gehirne auf genau diese Muster,
- 4:37die später in eine Handfeste Sucht münden können.
- 4:39OK, das ist alles ziemlich heftig.
- 4:42Jetzt kommt aber die Frage, die wahrscheinlich viele im Kopf
- 4:44haben. Reden wir uns da nicht was ein?
- 4:46Meinst du? Ist Kaufsucht wirklich eine
- 4:50anerkannte Krankheit oder ist das nur so ne moderne
- 4:53Übertreibung für mangelnde Disziplin?
- 4:55Gabriel gibt da im Artikel eine sehr, sehr nüchterne Antwort.
- 4:59Die Diagnose Geldsucht als solche, die gibt es im
- 5:02offiziellen Katalog nicht, aber aber.
- 5:06Kaufsucht ist im ICD 11, also der weltweit gültigen
- 5:10Klassifikation von Krankheiten, sehr wohl anerkannt.
- 5:13Es fällt unter andere spezifizierte Störungen der
- 5:17Impulskontrolle. Also medizinisch gesehen keine
- 5:19reine Charakterschwäche. Nein, eben nicht.
- 5:22Um das greifbarer zu machen, listet der Artikel ja die 6
- 5:25klassischen Suchtkriterien auf. Lass uns die doch mal
- 5:28durchgehen. Gerne.
- 5:29Das Erste ist das starke Verlangen, das sogenannte
- 5:32Craving. Also dieser ständige, fast
- 5:34zwanghafte Gedanke ans Kaufen. OK.
- 11:24Okay das ist alles ziemlich heftig.
- 11:27Jetzt kommt aber die Frage, die wahrscheinlich viel im Kopf
- 11:29haben, reden wir uns da nicht was ein.
- 11:32Meinst du? Ist Kaufsucht wirklich eine
- 11:34anerkannte Krankheit oder ist das nur so ne moderne
- 11:37Übertreibung für mangelnde Disziplin?
- 11:39Gabriel gibt da im Artikel eine sehr, sehr nüchterne Antwort.
- 11:42Die Diagnose Geldsucht als solche, die gibt es im
- 11:46offiziellen Katalog nicht, aber aber.
- 11:49Kaufsucht ist im ICD 11, also der weltweit gültigen
- 11:53Klassifikation von Krankheiten, sehr wohl anerkannt.
- 11:56Es fällt unter andere spezifizierte Störungen der
- 11:59Impulskontrolle. Also medizinisch gesehen keine
- 12:02reine Charakterschwäche. Nein, eben nicht.
- 12:04Um das greifbarer zu machen, listet der Artikel ja die 6
- 12:08klassischen Suchtkriterien auf. Lass es die doch mal durchgehen.
- 12:11Gerne. Das Erste ist das starke
- 12:13Verlangen, das sogenannte Craving, also dieser ständige,
- 12:16fast zwanghafte Gedanke ans Kaufen.
- 12:18OK, zweitens der Kontrollverlust.
- 12:22Du gehst los, um ein paar Socken zu kaufen und kommst mit 3
- 12:25vollen Tüten zurück. Kenn ich.
- 12:27Drittens psychische Entzugserscheinungen.
- 12:31Wenn du nicht schocken kannst, wirst du unruhig, reizbar,
- 12:34vielleicht sogar niedergeschlagen.
- 12:36OK, die ersten 3 Punkte kann ich gut nachvollziehen.
- 12:40Aber jetzt kommt die Toleranzentwicklung.
- 12:41Ist es nicht normal, wenn man mehr Geld verdient, kauft man
- 12:45sich eben teurere Dinge, muss das gleich ein Suchtkriterium
- 12:48sein? Das ist ein guter Einwand.
- 12:50Der Unterschied liegt in der Motivation.
- 12:53Geht es darum, sich für harte Arbeit zu belohnen und sich
- 12:56etwas Schönes zu leisten, dass man sich auch leisten kann, oder
- 13:00geht es darum, dass ein Kauf, der dich vor einem Jahr noch
- 13:03glücklich gemacht hat, heute? Gar nichts mehr in Dir auslöst.
- 13:06Verstehe. Wenn du also immer mehr oder
- 13:09immer teureres brauchst, nur um den gleichen emotionalen Kick zu
- 13:12spüren, dann ist das ein Warnsignal.
- 13:14Das ist Toleranzentwicklung. Verstanden und die letzten
- 13:18beiden Kriterien? Fünftens ist die
- 13:21Vernachlässigung anderer Lebensbereiche, Hobbys,
- 13:24Freundschaften, alles tritt in den Hintergrund, weil Zeit, Geld
- 13:28und Gedanken nur noch ums Shoppen kreisen.
- 13:31Und das letzte, sechste Kriterium ist das weitermachen.
- 13:34Trotz klarer negativer Konsequenzen.
- 13:37Das heißt? Also du hast schon Schulden.
- 13:40Es gibt Streit mit dem Partner, du fühlst dich elend und
- 13:43trotzdem kaufst du weiter. Das ist der Moment, wo klar
- 13:47wird, dass du die Kontrolle verloren hast.
- 13:49Puh, wenn man das so Aufgedröselt hört, wird die
- 13:52Sache wirklich sehr, sehr klar. Gabriele hat auch einen Begriff
- 13:55für diesen Zustand nach dem Rausch der Kaufkater ja eine
- 13:59Mischung aus Scham. Finanzieller Panik und dieser
- 14:03furchtbaren Lehre. Und das Schlimme ist ja.
- 14:05Dass genau diese miesen Gefühle auf der Auslöser für den
- 14:08nächsten Kauf sind. Genau, um sich für einen Moment
- 14:11wieder besser zu fühlen. Ein perfekter Teufelskreis,
- 14:15absolut. Und weil dieser Teufelskreis
- 14:17nicht nur die Betroffenen, sondern auch ihr Umfeld komplett
- 14:21zerstört, widmet Gabriel einen großen Teil seines Artikels den
- 14:25Angehörigen. Er stellt da ganz klare
- 14:27Verhaltensregeln auf Do's und Don's, und die sind.
- 14:31Ich sag mal überlebenswichtig. Okay was sind die wichtigsten?
- 14:34Du's? Das absolute unumstößliche Gebot
- 14:38Nummer 1 Finanzen sichern sofort.
- 14:41Wirklich so radikal? Ja, getrennte Konten Vollmachten
- 14:45entziehen den Zugriff auf gemeinsame Gelder sperren.
- 14:48Das klingt hart, ist aber pure Notwehr, sonst gehst du mitunter
- 14:52dann das Problem ansprechen, aber ruhig und ohne Vorwürfe und
- 14:57ganz wichtig. Sich als Angehöriger selbst
- 14:59Hilfe suchen, zum Beispiel bei einer Suchtberatungsstelle.
- 15:02Und die Don't was sollte man auf gar keinen Fall tun?
- 15:06Das größte Don't ist, niemals Geld zu leihen oder Schulden zu
- 15:10übernehmen. Niemals.
- 15:12Aber das fühlt sich doch wie Hilfe an.
- 15:14Fühlt sich so an, ist aber das genaue Gegenteil.
- 15:17Du finanzierst die sucht, du bist, was man in der Fachsprache
- 15:21einen Co abhängigen nennt, genauso sinnlos sind
- 15:24Moralpredigten, die erzeugen nur mehr Charme und Heimlichkeit und
- 15:28auch das Kontrollieren, also Pakete abfangen oder den Partner
- 15:31ausspionieren bringt absolut nichts.
- 15:33Das führt nur zu einem Entwürdigenden Katz und Maus
- 15:36Spiel. Genau.
- 15:37OK, Gabriel hat ja diesen sehr, sehr hilfreichen FIQ Teil in
- 15:41seinem Artikel. Ich finde, wir sollten uns n
- 15:44Paar dieser Fragen rausgreifen, weil die so aus dem Leben
- 15:47gegriffen sind. Super Idee.
- 15:49Zum Beispiel die hier ist es schon eine Sucht, wenn ich mir
- 15:53gerne teure Dinge kaufe. Eine super Frage, weil sie den
- 15:56Unterschied zwischen Genuss und Zwang beleuchtet.
- 15:59Die Antwort im Text ist da ganz klar, Nein, nicht zwangsläufig.
- 16:03OK. Die Schlüsselwörter sind immer
- 16:05Kontrollverlust und Leidensdruck.
- 16:08Wenn du es dir leisten kannst, dir ab und zu eine teure Uhr
- 16:11oder eine schicke Tasche gönnst und daran Freude hast, ohne dass
- 16:15dein Leben aus den Fugen gerät, wunderbar.
- 16:17Das ist Genuss. Das ist Genuss, aber wenn du
- 16:20diese Uhr kaufst, obwohl du die Miete nicht zahlen kannst, nur
- 16:23um eine innere Leere zu füllen und dich danach noch schlechter
- 16:26fühlst, dann ist es Suchtverhalten.
- 16:29Hier ist noch eine, die direkt an das Social Media Thema
- 16:31anknüpft. Wie komme ich aus dem
- 16:33Teufelskreis des Vergleichens auf Social Media raus?
- 16:36Gabriels Tipp dazu ist radikal, aber wirksam.
- 16:39Der erste Schritt ist die brutale Erkenntnis, was du da
- 16:42siehst, ist nicht echt. Stimmt es?
- 16:44Ist ein Werbeprospekt für das Leben anderer Leute ein
- 16:48bearbeiteter Highlight? Real der zweite Schritt ist dann
- 16:52der Digital Detox Entfolge gnadenlos jedem Account, der dir
- 16:56das Gefühl gibt, dein Leben sei nicht gut genug, schütze deinen
- 17:00inneren Frieden. Und eine sehr ernste Frage, die
- 17:02auf die Tipps für Angehörige aufbaut.
- 17:05Mein Partner kauft heimlich und macht Schulden was kann ich tun?
- 17:09Da können wir die wichtigsten Punkte nur wiederholen, weil sie
- 17:12so fundamental sind. Erstens, und es ist nicht
- 17:15verhandelbar. Schütze dich selbst finanziell.
- 17:18Getrennte Konten sind der allererste Schritt zweitens
- 17:22sprich es an aber mit ich Botschaften nicht, du hast schon
- 17:26wieder Geld ausgegeben, sondern ich habe die
- 17:28Kreditkartenabrechnung gesehen und mache mir schreckliche
- 17:31Sorgen um unsere Zukunft. Es nimmt den Vorwurf raus.
- 17:34Genau. Drittens biete deine
- 17:36Unterstützung für eine Therapie an, aber übernimm niemals
- 17:41wirklich niemals die Schulden. Und viertens.
- 17:45Such dir selbst professionelle Hilfe, du kannst das nicht
- 17:48alleine tragen. Hier eine interessante Variante
- 17:51ist es auch Kaufsucht, wenn ich nur billige Sachen kaufe, aber
- 17:54dafür extrem viel. Oh ja.
- 17:56Das kennt man ja hier mal 5€ da mal 10.
- 17:59Das summiert sich, ohne dass man es merkt.
- 18:02Klares Ja, sagt der Artikel. Die Suchtmechanik ist exakt
- 18:06dieselbe echt. Ja, es geht nicht um den Preis,
- 18:10es geht um die Frequenz und den Kontrollverlust.
- 18:14Der Dopaminkick bei der Bestellung auf Temu oder Schein
- 18:17für ein paar Euro ist derselbe wie beim Kauf einer Luxustasche.
- 18:21Es ist der Akt des Kaufens selbst, der zur
- 18:24Emotionsregulation missbraucht wird.
- 18:26Nicht der Wert der Ware. Genau.
- 18:28Die letzte Frage, die eine sehr moderne Facette beleuchtet, ist
- 18:33Daytrading oder Kryptohandel, auch eine Sucht.
- 18:36Hier sagt Gabriel, die Grenze ist fließend, aber erkennbar.
- 18:40Wenn du investierst, hast du eine Strategie.
- 18:44Wenn du spielst, jagst du dem Kick hinterher.
- 18:48OK. Checkst du zwanghaft alle 5
- 18:50Minuten die Kurse, riskierst du Geld, das du nicht hast.
- 18:54Tust du es für den Nervenkitzel und nicht für den langfristigen
- 18:57Vermögensaufbau? Dann ist es keine Geldanlage
- 19:00mehr. Sondern eine Form der
- 19:02Glücksspielsucht. Was sind denn die Wege daraus,
- 19:05die Gabriel aufzeigt? Also gibt es Hoffnung?
- 19:08Absolut. Er fasst es unter dem Motto
- 19:11Erlebnisse statt Besitz zusammen.
- 19:13Klingt gut. Also investiere dein Geld und
- 19:17vor allem deine Zeit bewusst in Dinge, die dich wirklich nähren.
- 19:20Zeit mit Freunden ein Hobby wieder aufnehmen, raus in die
- 19:23Natur, es geht darum, das Belohnungssystem wieder auf
- 19:27gesunde Reize zu trainieren. Und ganz praktisch.
- 19:30Er empfiehlt auch ganz praktische Skills wie
- 19:32Achtsamkeit. Den Kauftrang spüren, ihn
- 19:35wahrnehmen, aber nicht handeln, den Laden verlassen, die App
- 19:39schließen. Und er verweist natürlich auf
- 19:41ganz konkrete, professionelle Hilfsangebote,
- 19:44Schuldnerberatung, Suchtberatungsstellen,
- 19:46Therapeuten und Selbsthilfegruppen.
- 19:49Im Artikel wird auch ein Buchtipp erwähnt.
- 19:52Klick und Kaufsucht von Guido Wesselmann.
- 19:55Das scheint sich ja genau damit zu befassen, wie uns die
- 19:57Algorithmen von heute gezielt manipulieren.
- 19:59Genau ein wichtiger Hinweis, um zu verstehen, dass man nicht
- 20:03allein gegen die eigene Willensschwäche kämpft, sondern
- 20:06gegen eine milliardenschwere Industrie, die darauf ausgelegt
- 20:09ist, diese Schwächen auszunutzen.
- 20:11Und weil das so ein wichtiges Thema ist, möchten wir an dieser
- 20:14Stelle eine Bitte aussprechen, die direkt von Gabriel aus dem
- 20:17Artikel kommt. Mhm, wenn du findest, dass diese
- 20:20Analyse dir etwas gebracht hat und du die Arbeit von Neelix
- 20:23Berlin wertvoll findest. Dann würde sich Gabriel riesig
- 20:26über deine Unterstützung freuen. Du kannst ihm helfen, indem du
- 20:30diesen Beitrag auf Social Media teilst oder uns hier auf Spotify
- 20:33oder Apple Podcasts bewertest. Das ist wichtig.
- 20:36Ja, denn das Projekt Nidix Berlin wird komplett allein von
- 20:40Gabriel finanziert und erstellt. Jede Form von Unterstützung
- 20:43hilft ihm mit diesem Projekt nicht nur anderen, sondern auch
- 20:46sich selbst zu helfen. Sein persönliches Motto, das ihn
- 20:50antreibt, lautet, aus allem schlechten in seinem Leben etwas
- 20:54Gutes zu machen. Ein starker Satz.
- 20:56Ja. Gabriels Fazit im Artikel bringt
- 20:59es dann auch auf den Punkt. Geld ist am Ende nur ein
- 21:02Werkzeug, es sollte uns dienen, nicht wir ihm.
- 21:06Der wahre Wert eines Menschen liegt nicht in dem, was er
- 21:09besitzt, sondern darin, wer er ist und welche echten
- 21:13Beziehungen er pflegt. Und damit entlassen wir dich mit
- 21:17einem letzten Gedanken. Der Artikel spricht vom
- 21:21Kaufkater, also der Scham nach dem Kauf, denk doch mal darüber
- 21:26nach, gibt es in unserer Gesellschaft nicht längst auch
- 21:30eine Art Nichtkaufkater? Wie meinst du das?
- 21:34Dieses nagende Gefühl, etwas Wichtiges zu verpassen, wenn man
- 21:37nicht das neueste Smartphone kauft, die Angst, nicht
- 21:41dazuzugehören und die wirklich provokante Frage ist doch, wer
- 21:45genau profitiert eigentlich davon, dass wir uns so fühlen?
- 21:49Ein guter Punkt zum Nachdenken. Vielen Dank, dass du dir die
- 21:52Zeit genommen hast. Pass gut auf dich auf und bis
- 21:55zum nächsten Mal. Bis dann.