Latest / Ab ins Bett - Die tägliche Gute-Nacht-Geschichte / #2226 Stefanie und der Glückspilz
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- Stefanie und der Glückspilz Ab ins Bett mit Marco König · Folge 2226 · Mittwoch, 30. September 2026 00:00 Diese Werbung unterstützt Ab ins Bett dabei, unabhängig zu bleiben. Liebe Eltern, bevor die Gute-Nacht-Geschichte kommt, noch ein praktischer Hinweis. Es geht um den Ab ins Bett Adventskalender. Den verschicke ich in zwei Sendungen. Einmal am 11. Oktober und dann wieder erst Ende November. Wenn ihr ihn also sicher im Haus haben wollt, dann bestellt ihn jetzt. 00:22 Hinter jedem der 24 Türchen gibt es eine neue Geschichte mit Pupsi, dem kleinen Elefanten, die es nur dort gibt. Übrigens hört ihr die ersten fünf Minuten jetzt schon kostenlos auf abinsbett.net Schrägstrich Türchen eins. Alle Infos auch hier in den Shownotes. Werbung Ende. 00:50 Hier ist euer Lieblingspodcast. Hier ist Ab ins Bett. Ich bin Marco, und ich begrüße euch heute Abend zur 2.226. Gute-Nacht-Geschichte. Wisst ihr eigentlich, warum Fische nicht ertrinken können? Die sind ja den ganzen Tag unter Wasser. Wir Menschen würden das auf keinen Fall schaffen. Fische können das aber. Warum? Das erfahrt ihr in meinem neuen Podcast. Warum eigentlich, die Welt einfach erklärt. 01:20 Jetzt aber das Recken und das Strecken. Nehmt die Arme und die Beine, die Hände und die Füße, und reckt und streckt alles so weit weg vom Körper, wie es nur geht. Macht euch ganz, ganz lang, spannt jeden Muskel im Körper an. Und wenn ihr das gemacht habt, dann lasst euch ins Bett hinein plumpsen und sucht euch eine ganz bequeme Position. 01:46 Und heute Abend, ich bin mir sicher, findet ihr die bequemste Position, die es überhaupt bei euch im Bett gibt. Hier ist die 2.226. Gute-Nacht-Geschichte für Mittwochabend, den 30. September. Stefanie und der Glückspilz. 02:11 Stefanie ist ein ganz normales Mädchen. Es ist ein ganz normaler Tag. Es kann sogar heute sein. Ritsch, ratsch, macht der Rechen. Stefanie zieht ihn durch das nasse Laub unter dem Apfelbaum. An ihren gelben Gummistiefeln kleben jede Menge Blätter und alles, was im Garten so herumliegt. 02:36 Papa schiebt die Schubkarre über den Rasen, und das Rad quietscht bei jeder Umdrehung, als hätte es Schluckauf. Stefanie stößt mit dem Rechen tief in den Laubhaufen, und dann niest es. Hatschi! Stefanie lässt den Rechen fallen. Wo kommt das denn her? Unter den Blättern, da ist ein Pilz, so groß wie ihre Faust. 03:01 Eine Kappe so rot wie ein Feuerwehrauto und weiße Punkte drauf, wie kleine Tupfer aus Zahnpasta. Hey, kannst du nicht mal aufpassen?, sagt der Pilz. Mir ist ein Blatt direkt auf meine Kappe gefallen. Das kitzelt. Stefanie geht in die Hocke. Ihre Knie sind ein bisschen nass, aber das stört sie nicht. Sie streckt die Hand aus, aber zieht sie sofort zurück. 03:25 Mama hat es heute Morgen beim Frühstück gesagt, als sie die ersten Pilze am Zaun entdeckt hat. Achtung, die Pilze im Garten werden nur angeschaut, nicht angefasst und erst recht nicht gegessen. Ich fass dich nicht an, sagt Stefanie. Das ist unsere Familienregel. Eine kluge Familie, sagt der Pilz und wackelt zufrieden mit der Kappe. 03:47 Ich bin übrigens ein Glückspilz. Ein echter. Was macht denn ein echter Glückspilz?, fragt Stefanie. Glück verteilen, sagt der Pilz ganz stolz. Weißt du, wie Pilze das machen, damit neue Pilze wachsen? Wir pusten feinen Staub in die Luft, das macht so viel Spaß. Sporen heißt der. Und der Wind trägt ihn weg, und woanders wächst ein neuer Pilz. 04:21 Mit dem Glück ist es genauso. Es wächst nur, wenn man es weiterträgt. Wer es festhält, bei dem trocknet es aus. Stefanie überlegt. Kann ich von dir auch Glück haben?, fragt sie. Nein, sagt der Pilz, das geht nicht. Ich kann aber das Glück zu anderen schicken. Probier's aus. 04:46 Stefanie schaut sich um. Papa steht an der Gartenhütte, er kratzt sich am Kopf. Er sucht schon seit Minuten seinen zweiten Arbeitshandschuh. Für Papa, sagt Stefanie und geht ganz nah an den Pilz heran. Der Pilz plustert sich auf, bis seine Kappe doppelt so dick ist. 05:04 Dann macht es pff, und eine goldene Wolke steigt aus den weißen Punkten empor. Sie glitzert in der Nachmittagssonne und schwebt zur Gartenhütte hinüber. Na so was. Papa bückt sich und zieht den zweiten Handschuh aus der Gießkanne heraus. Wie kommt der denn da rein?, sagt er überrascht. 05:32 Stefanie hält sich beide Hände vor den Mund, sie will ja nicht laut lachen. Der Pilz zwinkert ihr zu. Am Abend sitzt Stefanie am Küchentisch und übt für ein Diktat. Morgen ist es so weit. Mama hilft ihr, sie liest die Wörter vor, und Stefanie schreibt. 05:52 Es geht um eine Kastanie, es geht um eine Laterne und um Eichhörnchen. Und bei Eichhörnchen, ach, da vergisst sie jedes Mal einen Buchstaben. Du schaffst das, sagt Mama. Aber Stefanie hört gar nicht richtig zu. Sie denkt noch an den Pilz und an das Glück. 06:14 Am nächsten Morgen. Mama packt in der Küche die Brotdose ein, Papa sucht seinen Schlüssel, und Stefanie zieht sich ihre Gummistiefel an. Niemand sieht, wie sie über den Rasen zum Apfelbaum flitzt, noch bevor es Frühstück gibt. Der Pilz ist auch schon wach, er gähnt gerade. Bitte schick Glück zu Stefanie. Nur dieses Mal. Wegen dem Diktat. 06:41 Das geht nicht, sagt der Pilz. Und er plustert sich auf, doch es kommt keine goldene Wolke heraus. Im Gegenteil, die rote Kappe verblasst, das Rot verschwindet, es wird grau. Hallo, Pilz?, fragt Stefanie. Doch der Pilz antwortet nicht mehr. 07:03 Stefanie hat keine Zeit, es gibt Frühstück, sie muss zur Schule. In der Schule schreibt sie das Diktat. Als sie das Wort Eichhörnchen schreibt, denkt sie an Mama, an den Buchstaben, den sie sonst vergessen hat. Aber irgendwie denkt sie auch an den Pilz. Sie kann sich gar nicht vorstellen, dass er grau bleibt. 07:27 Nach der Schule rennt sie sofort in den Garten. Der Pilz ist noch da, aber er ist grau. Es tut mir leid, sagt Stefanie und setzt sich neben ihn ins Gras. Ich wollte das Glück für mich haben. Ich glaube, jetzt hab ich dich kaputtgemacht. 07:47 Da hört sie ein Schimpfen aus dem Nachbarsgarten. Es ist Herr Wiedinski. Er schiebt in seinem Garten die Blätter beiseite und scheint etwas zu suchen. Wo ist das denn?, sagt er laut. Herr Wiedinski, was suchen Sie denn?, fragt Stefanie. 08:08 Ach, ich suche was Wichtiges. Ich hab es verloren. Beim Kürbisernten ist mir mein Ring vom Finger gerutscht. Ich hab ihn schon sehr, sehr lang. Er ist wichtig, und ich find ihn nicht mehr. Stefanie schaut auf den grauen Pilz. Er kann kein Glück mehr verschicken. Sie läuft schnell ins Haus. 08:35 Mama, darf ich Herrn Wiedinski beim Suchen helfen? Er hat seinen Ring im Beet verloren. Mama nickt, und sie kommt mit zum Gartentor. Stefanie sucht auf allen vieren zwischen den Kürbissen. Die Blätter sind groß, und sie kratzen an den Armen. Mit einem Mal sieht sie etwas blinken. 08:55 Da ist er!, sagt Stefanie, und sie hält den goldenen Ring hoch. Herr Wiedinski nimmt ihn ganz, ganz vorsichtig, so als wäre er aus Glas. Er steckt den Ring an den Finger und lacht. Stefanie hat Herrn Wiedinski noch nie so lachen hören. Du bist ein echter Glückspilz, sagt er zu Stefanie. 09:22 Stefanie läuft zurück in ihren Garten. Sie rennt zum kleinen Pilz, und auf seiner Kappe, da leuchtet auf einmal wieder ein roter Fleck. Dann noch einer, dann noch einer, bis die ganze Kappe wieder rot ist und so schön aussieht wie vorher. Da streckt und reckt sich der Pilz auf einmal. 09:53 Schön, dass du wieder da bist, sagt Stefanie. Ach, weißt du, ich hab dich beobachtet. Du bist auch ein Glückspilz. Bleibst du jetzt für immer hier im Garten?, fragt Stefanie. Auch für ein paar Tage noch. Aber weißt du, das, was du siehst, ist nur ein Teil vom Glück. 10:15 Ich bin so groß wie dein ganzer Garten. Unter dem Rasen, unter dem Apfelbaum, sogar bis zu deinem Fenster. Ich bin immer da, auch wenn du mich nicht siehst. Stefanie weiß, dass der Glückspilz immer ganz nah bei ihr ist. Vielleicht ist sie selber einer. 10:34 Und Stefanie weiß genau wie du: Jeder Traum kann in Erfüllung gehen, du musst nur ganz fest dran glauben. Und jetzt heißt's, ab ins Bett und träumt was Schönes. Bis morgen ab 18 Uhr auf abinsbett.net. Gute Nacht. Und bitte vergesst nicht, dem Podcast zu folgen und ihn zu bewerten. Dankeschön. --- Alle Folgen und mehr: https://abinsbett.net Den Podcast unterstützen: https://abinsbett.net/support