Latest / Indiefilmtalk - Der Podcast über das Filmemachen | Produktion | Drehbuch | Regie / #204 - Geringes Budget = pure Freiheit? Wie über 8 Jahre ein Spielfilmdebüt entsteht. - Mit Lotta Schwerk
Transcript
- 0:00Speaker 1: Dann würde ich einfach mal jetzt einlenken ins Gespräch.
- 0:02Speaker 1: Wir haben vorgespräch geführt, so bisschen und wir haben da über deine andere Arbeit gesprochen.
- 0:06Speaker 1: Du bist nämlich nur Regisseurin du bist nämlich auch Regieassistentin bei verschiedenen Projekten.
- 0:11Speaker 1: Ich mache das vielleicht in dieser Folge nämlich so.
- 0:13Speaker 1: Deswegen rede ich einfach weiter dass wir einfach direkt in dieses Gespräch einleiten Und dann ich dann das Intro einspreche.
- 0:19Speaker 1: Genau ihr hört ja schon jemanden der gegenüber von mir sitzt Nämlich das ist die Lotta Schwerk.
- 0:23Speaker 1: Sie ist Regisseuren-Filmmacherin arbeitet auch an Filmfestivals wie zum Beispiel dem Interfilm Berlin
- 0:29Speaker 0: Beim Cookie vor allem.
- 0:30Speaker 1: Wir hatten ja schon mal Monika Koshka Stein hier, wir haben eigentlich immer wieder spannende Projekte auch die wir mit dem Interfilm zusammen machen und du bist hier mit einem Film den ihr gemacht habt.
- 0:42Speaker 1: das ist nämlich Ninja Motherfucking Destruction ein kurzer Name.
- 0:48Speaker 1: und genau heute wollen wir über einen Film sprechen der ich glaube acht Jahre produziert wurde und mich interessiert da so besonders dabei wie ihr es geschafft habt trotzdem über so eine lange Zeit, eine konsistente Geschichte zu erzählen.
- 1:03Speaker 1: Ich glaube das ist gar nicht so einfach aber andersherum vielleicht auch eine gute Möglichkeit für viele independent Filmschaffende vielleicht ihre Filme umzusetzen sich da vielleicht nicht so dem Zeitdruck in einen Korsett zu drücken sondern zu sagen vielleicht ein bisschen mehr Zeit zu lassen und dann halt gut produzieren zu können.
- 1:40Speaker 1: Bevor wir starten, noch mal ein kurzer Dank an unsere Supporterinnen des IndieFilmtop Podcasts.
- 1:46Speaker 1: Denn durch euch wird dieser Podcast möglich und deswegen ist natürlich super hilfreich für jeden!
- 1:52Speaker 1: der uns unterstützt, wenn es für euch möglich ist.
- 1:54Speaker 1: Deswegen schaut auf jeden Fall bei Steady vorbei!
- 1:56Speaker 1: Es gibt ein paar Benefits die wir haben wie zum Beispiel jetzt seit letztem Jahr unseren Deadliner unserem Finanzierungstool wo ihr einen Überblick bekommt über Förderungen, die es gibt, die für euch vielleicht interessant sein könnten mit den Deadlines und dann könnt ihr selber ich mag gerne sagen so eine eigene Flächneförder Strategie entwickeln für euren Filmen.
- 2:19Speaker 1: Lötter Jetzt bist du dran.
- 2:23Speaker 1: Wir fangen ja mal unser Gespräch an mit einer Frage, die wir jedem filmschaffenden Stellen der oder die das erste Mal hier beim Podcast ist.
- 2:31Speaker 1: und heute würde ich dich gerne fragen wie bist Du denn zum Film gekommen?
- 2:34Speaker 1: was war dein Weg in die Branche?
- 2:38Speaker 0: Ja ich freue mich sehr hier zu sein.
- 2:40Speaker 0: Vielen Dank!
- 2:42Speaker 0: Mein Weg in den Filmbranchen war eigentlich bin ich so ganz durch Medien pädagogisiert sage ich jetzt mal Also ich war als Kind schon so mit elf oder zwölf, vielleicht beim offenen Kanal also bei Alex Berlin.
- 3:00Speaker 0: Wo wir als Kind dann so Talkshows gemacht haben und dann war man da mal an der Kamera oder moderiert oder sich auch so Talkshow-Konzepte ausgedacht Und irgendwie bin ich dadurch in so einem Medienpädagogische... Also es gibt, ich hatte das Gefühl.
- 3:23Speaker 0: Es gibt so ein paar Kinder die offensichtlich so mega anspringen auf alles Medienpädagogische was man mit ihnen macht und dann wird man von den Erwachsenen da so hin und her geschoben.
- 3:33Speaker 0: in so zum Beispiel war ich bei meinem Cookie auch an der Kinderjury oder ich war.
- 3:41Speaker 0: Ich bin dann auch nach Erfurt, wo der Kinderdrehbuchpreis verliehen wird.
- 3:45Speaker 0: Da gab es auch eine Kinderdürie und ich war so richtig so.
- 3:48Speaker 0: ja, ich glaube, ich werde professionell Jurorin.
- 3:54Speaker 0: Ich liebe das!
- 3:55Speaker 0: Ich möchte sagen... Das fand ich gut und das fand ich schlecht.
- 4:01Speaker 0: Und ich war auch in der Berlinale kinderdüri und habe da auch das erste Mal Oder auch beim Cookie oder so, halt Kurzfilmer gesehen.
- 4:10Speaker 0: Was glaube ich für mich schon sehr wichtig war irgendwie zu sehen dass es gibt und Ich weiß auch auf jeden Fall noch das sich dann da in der Kinderjury war und so war so oh mein Gott Das war die schönste Woche meines Lebens.
- 4:21Speaker 0: man wird halt behandelt wie so Stars.
- 4:23Speaker 0: Wir hatten ein Interview mit irgendeiner Zeitung wir waren so auf dem roten Teppich Man hatte die ganze Süßigkeiten die man bekommen
- 4:34Speaker 1: hat.
- 4:36Speaker 0: Wenn es richtig spät wurde, durften wir mit dem Taxi nach Hause.
- 4:38Speaker 0: Das war für mich halt irgendwie der Traum und ich war so ... Wie kann man ... Die sagen einem dann immer, man darf nur einmal in einer Kinderjury sein?
- 4:48Speaker 0: Einmal!
- 4:50Speaker 0: Und ich war auch so.
- 4:51Speaker 0: wie kann ich das wieder machen?
- 4:53Speaker 0: Und als Erwachsener kommst du nur in die Berlinale Jury.
- 4:56Speaker 0: Du
- 4:56Speaker 1: kommst nicht in eine Kinderjürg.
- 4:58Speaker 0: Wenn du Filmemacher bist.
- 5:00Speaker 0: Nur Filmemachers kommen in die Erwachsenejury.
- 5:03Speaker 0: Naja hat mich glaube ich auch ein bisschen motiviert.
- 5:05Speaker 0: ähm, echt so toll fand.
- 5:07Speaker 0: Ähm genau und dann war ich beim offenen Kanal und da wurde da eine Reise, weiß nicht auch von Berlin gefördert glaube ich, organisiert das wir bei der Juki in Österreich das Nachwuchsfilmfestival dass wir da so Reporter waren.
- 5:20Speaker 0: Dann haben wir so Filmkritiken gemacht für einen offenen Kanal oder so Interviews Und auch da fand ich es einfach so wahnsinnig cool weil das war halt so ein Festival Das ist immer noch so ein Festivals was so richtig von Jugendkultur lebt Hatties und man war so im Hostel.
- 5:36Speaker 0: Und es waren so coole, junge kreative Kinder da.
- 5:40Speaker 0: Ich habe das erst mal kurz gesehen von die Kinder gemacht haben und wie das dann auch aussieht wenn Kinder das machen.
- 5:46Speaker 0: also dass ist halt nicht so... Also ich konnte mir halt vorstellen wie man so einen Film macht den ein anderes Kind macht weil es vielleicht mit einer DigiCam gefilmt war und es war wackelig oder nicht perfekt gespielt oder so.
- 5:59Speaker 0: und dann dachte ich so achso Das kann ich auch.
- 6:04Speaker 0: Und ich will unbedingt irgendwie so Teil davon sein oder so.
- 6:09Speaker 0: und dann habe ich meinen ersten Kurzfilm gemacht, da war ich vierzehn und hab direkt irgendwie Friends gefunden die auch daran Interesse haben.
- 6:21Speaker 0: also eine Freundin aus meiner Schule Emma hat da die Hauptrolle gespielt.
- 6:29Speaker 0: Wir kamen aus dem selben Kiet, wir kannten uns nicht.
- 6:34Speaker 0: Aber er war so ein bisschen so ... famous zumindest für mich auf so ... weil er einen Block hatte und so eine Facebook-Fotoseite.
- 6:45Speaker 1: Ist der Influencer geworden?
- 6:47Speaker 0: Nee, es ist Kameraperson.
- 6:49Speaker 0: Also die beiden sind jetzt von meinem Langfilm.
- 6:52Speaker 0: Es fieren die Kamerapersonen.
- 6:54Speaker 0: Und Emma ist die Hauptdarstellerin.
- 6:56Speaker 0: Und wir haben auch mit vierzehn unseren ersten Kurzem zusammengemacht.
- 7:00Speaker 0: Ja, so witzig.
- 7:01Speaker 0: Genau!
- 7:02Speaker 0: Aber dann habe ich ihn so angeschrieben und gesagt, du machst doch Fotos, willst du nicht die Kamera machen?
- 7:07Speaker 0: Ähm... genau.
- 7:09Speaker 0: Und so war ich dann in dieser, hab' ich dann ge-googelt, Nachwuchsfilmfestivals und hab' da mal ganz vielen eingereicht und lief dann auch auf relativ vielen von diesen Nachwuchsfilmfestivalen.
- 7:23Speaker 0: Das hat mir dann so einen Boost gegeben.
- 7:27Speaker 0: also das war halt so aufregend.
- 7:30Speaker 0: Also irgendwie auch so ein Traum, dass dann der Film auf der Leinwand läuft und so.
- 7:34Speaker 0: Aber man kriegt auch so viel Feedback... ...dass man daraus ja tausendeuere Ideen hat.
- 7:42Speaker 0: Dass ich dann neuen Kurzfilm gemacht habe – auch wieder mit Viren oder anderen Leuten!
- 7:47Speaker 0: Und ich hab dann bis sich im Jahr achtzehn neunzehnt jedes Jahr einen Kurzfilmen gemacht und wir waren immer auf diesem Nachwuchs-Film festebildet.
- 7:53Speaker 0: Und am meisten ist es auch ein bisschen preisgeld geworden also ab dem ersten Film eigentlich, dass wir dadurch dann immer so was wie mein kleines Sparkonto hatte und dann davon so Benzin
- 8:04Speaker 1: und
- 8:06Speaker 0: Essen oder sowas.
- 8:07Speaker 0: Die Preisgelder
- 8:08Speaker 1: immer zur Seite gelegt, also bei manchen muss man ja weiter einsetzen aber bei manchens ist es auch so ihr könnt machen was besonders bei den Kindern.
- 8:18Speaker 0: Ja nee ich habe die immer zur seite gelegt weiß eh immer so relativ einen überschaubarer
- 8:25Speaker 1: Betrag ist meinst du?
- 8:26Speaker 0: Ja und weil so Gruppenprojekte waren irgendwie.
- 8:29Speaker 0: Und ich dann immer geführt, ich weiß jetzt gar nicht wie ich das aufteilen soll oder es ist für mich voll schwierig das irgendwie zu überlegen wer hat wie großen Teil geleistet oder so.
- 8:37Speaker 0: Ich habe gesagt ja dann machen wir halt einfach noch ein Film von dem Geld und vielleicht machen da nicht hundert Prozent der Leute mit die bei den letzten mitgemacht haben aber... ...es ist auf jeden Fall nicht privat sondern es ist so dass der Sinn ist irgendwie klar.
- 8:55Speaker 1: Geld, da können wir genau nutzen um zu vergehen Destructions zu kommen.
- 8:59Speaker 1: Weil das heißt ihr habt diese Sparkontrolle oder du hast die Sparkcontroller gehabt und es war auch ein Teil davon was ihr denn auch in dem Film gesteckt habt richtig?
- 9:07Speaker 0: Ja ja genau.
- 9:08Speaker 0: also mit siebzehn habe ich dann einen Kurzfilm gemacht der hieß Was Wir Wissen und das war so der erste Kurzfilm von mir der so mehr als auf so bei den Nachwuchshilmfestivals lief.
- 9:19Speaker 0: also er lief zum Beispiel auf den Achtung Berlin auf einem Interfilmen Und da habe ich auf dem Fisch den Hauptpreis gewonnen und der war damals neuntausend Euro.
- 9:33Speaker 0: Ich glaube das ist auch nicht mehr so, aber es war... also ich bin zu crazy ehrlich gesagt!
- 9:41Speaker 0: Wir haben ja nie jemanden bezahlt, ich hätte ehrlich gesagt auch überhaupt nicht gewusst
- 9:45Speaker 1: wie?
- 9:46Speaker 0: Also jetzt war eigentlich so legal man hätt natürlich keine Ahnung Verschenkung oder auch wenn es entschieden machen können.
- 9:54Speaker 0: Aber im Grunde haben unsere Filme immer nur so ein zweitausend Euro gekostet, maximal.
- 10:01Speaker 0: und dann hatten wir diese neuntausend EUR und ich glaube noch bisschen andere Preisgeld, also vielleicht zehntausend, elftausend Euro.
- 10:10Speaker 0: Und ich wusste erstmal gar nicht auf eine Art irgendwie wohin mit dem Geld?
- 10:17Speaker 0: Also weil schon dachte Also es ist ja nicht für mich und ich möchte's auch nicht ausgeben, aber eigentlich... Ich weiß nicht.
- 10:23Speaker 0: Ja, ich find's schon auch irgendwie schwierig mehr Geld auszugeben weil dann muss man das ja... Also...
- 10:29Speaker 1: Wie da reinbringen?
- 10:30Speaker 1: Meinst du wenn Du mehr Geld rauskippst als was man von sich aus reingeben kann meinst oder wie meinst du?
- 10:35Speaker 0: Nee!
- 10:35Speaker 0: Ich wusste einfach wirklich nicht wo.. Was es wäre wofür ich das jetzt ausgeben sollte.
- 10:41Speaker 0: Ähm... Und.... Genau, und dann hatten wir Ninja Motherfucking Destruction den Kurzfilm gemacht.
- 10:52Speaker 0: Und der lief auch auf diesen Nachwuchsfilmpfestivals und so... ...und da hatte ich das Gefühl, ich kann gar nicht mit dem abschließen.
- 11:00Speaker 0: Also sonst hatte ich es immer, dass sich ein Film fertig war und ich wollte weg davon.
- 11:09Speaker 0: Ich meine, das war ja für meine Pubertät auch mal so mein Outlet oder meinen Verarbeitungs-, also Pubertäte ist ja sehr anstrengend und man muss ja irgendwie da durchkommen.
- 11:17Speaker 0: Und sonst war es immer so dass ich sogar so gut mit dem Thema bin ich jetzt erstmal durch oder mit der Phase oder dem Gefühl oder so... ...und bei Nintermatterfucking Destruction eben In diesem Kurzfilm war es halt gar nicht so, ich war richtig so.
- 11:31Speaker 0: Ich komme überhaupt nicht von diesen Figuren los, von dem was da irgendwie in der Luft liegt oder so, den was da angelegt ist.
- 11:37Speaker 0: Es fühlt sich für mich so unfertig an.
- 11:41Speaker 0: und dann kam dieses Preisgeld und so.
- 11:47Speaker 0: und dann habe ich meinem Team geschrieben ja... Was denkt ihr?
- 11:51Speaker 0: Wir machen den Film jetzt noch weiter fünf bis zehn Jahre, dreschen wir uns jedes Jahr.
- 11:57Speaker 1: Also ihr habt es schon von vornherein angelegt.
- 11:59Speaker 1: also oder du in dem Fall dass du das wie ich geb dir diesen ganz bekannten boyhood Dass man sich immer wieder trifft und dann Immer wieder ein bisschen weiter filmt
- 12:13Speaker 0: Ja ja und ich meine Ich war auch halt achtzehn neunzehnt oder so und Es war für mich auch die einzige Art Wie ich mir vorstellen konnte einen lang Film zu machen auch vom Aufwand her, aber vom Schreiben.
- 12:25Speaker 0: Also in jeder Hinsicht her und halt auch mit so wenig Geld wenn man ohne Förderung arbeitet kann man natürlich... ist es ja viel leichter sag ich mal für vier fünf Tage oder so Leute nicht zu bezahlen und Leute machen's mal so aus Spaß als jetzt für
- 12:41Speaker 1: reißig.
- 12:45Speaker 0: Und genau ja also die ersten zehn Minuten von Filmen existierten schon Beschlossen, dass ich dachte ja... Ich will die irgendwie aufwachsen sehen.
- 12:58Speaker 0: Ich will sehen wie sich diesen Figuren jetzt geht ein Jahr später.
- 13:03Speaker 0: und Ja aber
- 13:08Speaker 1: was war schon geschrieben?
- 13:09Speaker 1: Also du hattest dann einen Drehbuch das Lücken hat oder war es schon erstmal grundsätzlich vor konzipiert in irgendeiner Art und Weise Wie die Charaktere sich weiterentwickeln.
- 13:20Speaker 0: Ich habe das versucht.
- 13:22Speaker 0: Also ich hab dann ja auch so diese Drehbuchbücher gelesen über wie schreibt man ein echtes Langfilmdrehbuch und dachte so naja, man braucht auf jeden Fall einen Plan!
- 13:34Speaker 0: Und es war für mich aber unvorstellbar.
- 13:37Speaker 0: irgendwie also... Es verändert sich ja so viel in dem Alter.
- 13:43Speaker 0: Man ist ja auch noch Teenager irgendwie dann überhaupt so zu überlegen, wie es vielleicht mir mit... ...fünfundzwanzig oder so geht und was da vielleicht dann die Kurve, sag ich jetzt mal sein könnte.
- 13:58Speaker 0: Oder die Höhepunkte oder so.
- 14:00Speaker 0: Zwar für mich irgendwie unvorstellbar aber auch schon so zu Überlegen in zwei Jahren oder so.
- 14:09Speaker 0: Ja deswegen habe ich dann, also ich hab's versucht, ich hab mir sowas aufgemeilt bin irgendwie gescheitert Und dann gesagt gut ich schreibe einfach jedes Jahr
- 14:20Speaker 1: Also kurz vor dem Dreh oder wie steh ich mir das vor?
- 14:24Speaker 0: Ja, also schon ein bisschen verschieden auch.
- 14:25Speaker 0: Aber im Grunde habe ich ja so ein paar Monate vom Dreh geschrieben und hab's halt... Wir waren sehr kleines Team, ne?
- 14:36Speaker 1: Die
- 14:37Speaker 0: drei Hauptdarstellerin würde ich jetzt mal als Teil des Teams nehmen.
- 14:41Speaker 0: Fionn der die Kamera gemacht hat, Carlotta, die hat mit der Produktion viel geholfen, v.a.. Vor Ort.
- 14:50Speaker 1: Locations und... Was du meinst vor Ort, meinst du?
- 14:54Speaker 0: Beim Drehen.
- 14:55Speaker 0: Ja ja also ich würde sagen, ich war schon die Produzentin jetzt im Sinne von so was Geld und vor Produktion angeht.
- 15:03Speaker 0: aber Carlotta war wie so Produktionsassistentin und Aufnahmeleiterin und Fahrerin und auch mal Requisitenbastlerin und Köche.
- 15:18Speaker 1: Ja bei kleinen Produktionen ist es ja normal, dass man irgendwie viel Vieles macht und wie das Parallel macht.
- 15:24Speaker 0: Und es gibt ja einfach Menschen im Leben jetzt nicht unbedingt nur in der Film-Range die haben einen Überblick über Situation und Wissen.
- 15:35Speaker 0: Genau also wir waren ein super kleines Team und dann habe ich irgendwie allen geschicktes Drehbuch.
- 15:40Speaker 0: da haben alle gesagt was sie denken hab ich sie immer arbeitet Habe ich noch mal mit einzelnen Leuten drüber gesprochen Und dann haben wir gedreht.
- 15:51Speaker 0: Danach habe ich eigentlich immer geschnitten und oder zumindest vor dem nächsten Dreh manchmal auch ein bisschen liegen lassen.
- 16:01Speaker 1: Aber noch mal bevor du weiter machst, bevor wir im Schnitt landen zwei Fragen also Nummer eins genau das heißt wie lange habt ihr denn immer gedreet?
- 16:09Speaker 1: so zwei drei Tage?
- 16:11Speaker 1: Oder ein also
- 16:14Speaker 0: drei vier
- 16:14Speaker 1: Tage ungefähr.
- 16:15Speaker 1: Das heißt im Jahr maximal drei vier.
- 16:19Speaker 1: Du hast gesagt, du hast es davor geschrieben und dann habt ihr denn genau.
- 16:23Speaker 1: das heißt aber.
- 16:24Speaker 1: Du baust immer darauf auf was dir davor gedreht hat?
- 16:27Speaker 0: Genau also deswegen war der Schnitt irgendwie auch Teil des Schreibprozesses weil dann im Schnitt oft halt auch vielleicht noch etwas rausgeflogen ist oder ich gemerkt habe irgendwie was funktioniert oder.
- 16:39Speaker 0: Halt Sachen auch im Material oder so entdecken konnte die ich dann mich inspiriert haben oder so.
- 16:44Speaker 0: oder ich so dachte jetzt sehe ich erst in der Beziehung das und dass Darauf baue ich irgendwie auf.
- 16:50Speaker 0: Ähm... Und dann halt genau erst basierend wieder auf dem Ganzen, was schon da war, wie der geschrieben
- 16:57Speaker 1: habe.
- 16:58Speaker 1: Aber es hätte ja vollkommen schiefgehen können?
- 17:00Speaker 0: Ja!
- 17:02Speaker 1: Voll!
- 17:03Speaker 1: Hattest du das auch im Kopf?
- 17:04Speaker 1: Jaa!
- 17:06Speaker 1: Hast du einen Moment wo du dachtest so.. Ich weiss nicht wie's weitergeht.
- 17:09Speaker 0: Ja oder dass sich so dachte oh mein Gott.
- 17:12Speaker 0: Also jahrelang mache ich diesen Film und hab den so um den Kopf Und es ist ja auch so schwer, weil man so wenig ... Also ich war schon gewöhnt an dieses Man bringt ein Kurzfilm raus.
- 17:26Speaker 0: Dann kriegt man halt auch so ... Man leidet ja und das ist irgendwie im ... Vor allem im Entstehungsprozess.
- 17:33Speaker 0: Man hat diese Zweifel und man hat irgendwie Komplikationen und ... Man kämpft sich dadurch und dann bringt man ihn raus und da kriegt mal so positives Feedback.
- 17:43Speaker 0: Und Leute verstehen was man gemeint hat und man ist richtig so, ach!
- 17:47Speaker 0: Dafür hab ich doch gemacht.
- 17:49Speaker 0: Und dann hatten wir halt so jahrelang immer nur dieses So machen und machen, und machen... ...und nie diesen Moment von Leute sehend und sind so ja das habe ich verstanden sondern immer nur dass man sowas so... Ich hoffe irgendjemand interessiert das.
- 18:06Speaker 1: Und da hast du dazwischen noch Kurzfilm gedreht oder?
- 18:09Speaker 0: Nee hatte ich dann eigentlich auch irgendwie keine Zeit mehr hatte ich das Gefühl.
- 18:13Speaker 0: also ich würde sagen es hat schon Drei Monate vielleicht jedes Jahr
- 18:19Speaker 1: eingenommen.
- 18:20Speaker 0: Also jetzt nicht so komplett, komplett aber...
- 18:24Speaker 1: Und parallel dazu hast du dein... Du hast Regierstens gemacht an verschiedenen Filmen und Serien.
- 18:31Speaker 1: Ja.
- 18:32Speaker 1: Das heißt damit hast du ein bisschen deinen Lebensunterhalt bestritten und dann immer wieder an diesem Projekt weitergearbeitet?
- 18:38Speaker 0: Genau ja.
- 18:39Speaker 0: also ich hab... Genau ich habe Regierassistenzen gemacht vor allem für so Fast-Fiction Serien und so.
- 18:49Speaker 0: Und ... habe auch bei Filmfestivals gearbeitet, also gerade so halt nach Rücksfilmfestivals war ich da irgendwie eh schon wahr sag' ich mal.
- 19:03Speaker 0: Was auch schon Teil dieser Jahre war, war dass ich mich für Regie beworben hab an Filmhochschulen.
- 19:09Speaker 0: Das ist ja auch total aufwendig.
- 19:12Speaker 0: Und wurde nicht genommen.
- 19:16Speaker 0: Da gab es dann auch einen Moment für mich, wo ich dachte.
- 19:20Speaker 0: Das ist doch Zeitverschwendung für mich.
- 19:22Speaker 0: Du hast
- 19:24Speaker 1: schon so viel gemacht wahrscheinlich?
- 19:27Speaker 0: Ja und irgendwie immer das Gefühl hatte ... Es ist ja dann auch das ein paar Monate Arbeit oder mindestens Wochen eher Monate Und man macht dann da so irgendein Film für irgendwelchen Themen was einen selber nicht interessiert und schreibt irgendwelche Stoffe unter irgendwelcher Vorgaben.
- 19:45Speaker 0: Ich bin so beschäftigt mit so einer Selbstdarstellung oder so eine Reproduktion, wo ich mache was so...ich bin.
- 19:53Speaker 0: Oder wo ich so bin solche Schöne mache ich, dass sich gar nicht so Zeit hat mich so weiter zu entwickeln und neue Interessen irgendwie zu entwickeln oder so weil dieses Regiebewerbung man ja immer wieder in so einer selbst Darstellung ist die so irgendwie eigentlich auch verherrte.
- 20:12Speaker 0: oder so hatte ich das Gefühl.
- 20:14Speaker 0: Und dann dachte ich irgendwann so, nee.
- 20:15Speaker 0: Ich mach jetzt einfach meinen Film fertig weil das ist das einzige was sich für mich wirklich sinnvoll anfühlt.
- 20:20Speaker 0: Ja genau aber das habe ich alles... Das war mein Leben für die Jahre und mit dem Schreiben und dem Schneiden.
- 20:31Speaker 0: es war schon im Grunde richtig schön.
- 20:33Speaker 0: also ich fand dass als Arbeitsweise für mich total intuitiv dass man sagt, man dreht und dann guckt man was man gedreht hat.
- 20:42Speaker 0: Und dann kann man auch richtig über Monate oder sogar über Jahre analysieren, was passiert eigentlich in diesen Szenen?
- 20:48Speaker 0: Was ist da angelegt... ...und daraus den Film weiterzuentwickeln war für mich irgendwie total logisch als Arbeitsform.
- 21:05Speaker 1: Aber du wusstest... Das heißt von Anfang an gar nicht, was das Ende ist.
- 21:08Speaker 1: Oder war es so dass du irgendein Ende im Kopf hattest wo du hin wolltest?
- 21:12Speaker 1: Also auch weil du meintest Du hast hier die Bücher durchgelesen zum Schreiben von Drehbüchern Wo ja theoretisch hast ein Dreieckter oder was halt immer eine klassische Struktur Die du dann versuchst zu bedienen mit deiner Geschichte und baust denn da drum herum.
- 21:26Speaker 1: Und wie war's jetzt hier?
- 21:28Speaker 1: Das heißt am Anfang wusstest du schon was oder genau?
- 21:30Speaker 0: Ich wusste wirklich nicht.
- 21:32Speaker 0: Also ich wusste auch nicht, wann der Film endet und es gab schon Momente zwischendurch wo ich so dachte oh Gott haben wir uns jetzt hier voran.
- 21:38Speaker 0: Ich weiß überhaupt nicht wie ich diese Fäden wieder zusammenbinden soll.
- 21:44Speaker 0: Es war eher so dass ich sagen würde das ich einerseits versucht habe diese Struktur quasi retrospektiv zu machen.
- 21:50Speaker 0: also wie ich das gerade meinte mit dem man immer am Anfang guckt was ich so dachte theoretisch müsste man ja sagt man ja ich will das irgendwann am Ende dieser wichtige Szene kommt leite ich ein oder die führe ich ein in den ersten zehn Minuten.
- 22:05Speaker 0: Grunde leitet man ja die meisten Sachen irgendwie ein an den ersten Zehn Minuten und dass ich eher dann irgendwie jahrelang immer diese ersten zehn, fünfzehn Minuten analysiert habe und geguckt hab.
- 22:15Speaker 0: okay was kann nicht alles daraus ziehen?
- 22:17Speaker 0: also was kann ich alles sagen was da vielleicht schon angelegt wurde?
- 22:21Speaker 0: Und das wir immer für jeder versucht haben visuell auch Referenzen zum Anfang herzustellen und auf allen Ebenen irgendwie.
- 22:31Speaker 1: Ich finde es spannend, weil es kann ja auch ein bisschen befreiend sein.
- 22:35Speaker 1: Sich nicht diesen Strukturen hingeben zu müssen.
- 22:37Speaker 1: Ich muss die Geschichte so und so erzählen mit den Sorgen, die man hat, dass man vielleicht gar nichts hat am Ende.
- 22:42Speaker 1: aber dieser Weg dahin kann ja vielleicht auch einen befreien Moment sein und sagt okay ich muss das halt nicht wissen sondern ich lass es so ein bisschen laufen was man ja vielleicht gibt oder die Filme schaffen.
- 22:58Speaker 1: Das war irgendwie auch sehr spannend.
- 23:00Speaker 0: Ja, und ich glaube schon auch dass sich viel über so Klassische Dramaturgie nachgedacht habe in den Jahren und das ich das Gefühl hatte eh wenn man sage ich jetzt mal den klassischen Film hinterfragt als Machtinstrument stellvertreter für eine Gesellschaft, die man nicht so richtig findet.
- 23:26Speaker 0: Dann hinterfragt man ja auch viele dramaturgische Vorgaben, die quasi so klar sind.
- 23:31Speaker 0: also wenn ich jetzt sage Ich mache ein Coming of Age Film über ne junge Frau dann habe ich ja eigentlich so zwei Optionen entweder sie verliebt sich und das ist dann das Happy End oder es ist irgendwie so nen neoliberales Sie verliebt sich in ihren Job sag' ich jetzt mal.
- 23:52Speaker 0: Aber es gibt eigentlich immer, sag ich mal ... nach zwei Akten diesen Moment in einem Coming-of-Age Film wo plötzlich Sachen klar werden und die Person erwachsener ist als vorher.
- 24:05Speaker 0: Und das hat für mich als Coming of Age Dramaturgie überhaupt nicht funktioniert weil ich so dachte, dass stimmt ja nicht.
- 24:13Speaker 0: Also... Ich finde das auch so stressig also vielleicht auch gerade wegen meinen Erlebnissen so mit den Filmhochschulen, dass ich immer dachte jetzt kommt mein Coming-of-Age Moment wo es dann so klappt und dann werde ich zugelassen.
- 24:26Speaker 0: Dann habe ich den Erfolg und so.
- 24:30Speaker 0: Und ich dann irgendwann gemerkt hab Annie es geht ja eigentlich darum das ich zum Beispiel lerne mit Rückschlägen umzugehen und dafür belohnt mich niemand außer dass ich dafür belohnet werde, dass es mir besser geht damit.
- 24:45Speaker 0: Das ist ja eigentlich eher eine Verlangsamung des Lebens auf eine Art oder dass man so, ja das ist so weniger stressig wird und die Bestätigung halt nicht mehr im Außensuch sondern vielleicht im Innenfindet.
- 24:58Speaker 0: Oder es klingt jetzt so kitsch wenn ich so formuliere aber da sich so das Gefühl hatte klassische Dramaturgie funktioniert eigentlich nicht so.
- 25:08Speaker 0: Und auch ist es ein queerer Film und ich habe auch das Gefühl queere Geschichten haben mehrere dramaturgisch oft Entweder die Liebesgeschichte oder das Coming Out, was auch für mich irgendwie nicht so funktioniert hat.
- 25:22Speaker 0: Also dass ich dachte, das ist jetzt nicht das, worum es für mich geht und trotzdem möchte ich aber ein Queer in Film machen.
- 25:29Speaker 0: Und deswegen ja möchte ich schon irgendwie mich von diesen klassischen dramaturgischen Mustern befreien.
- 25:38Speaker 0: Ich glaube, dass es viele Menschen haben die aus marginalisierten Gruppen kommen.
- 25:42Speaker 0: Dass man sagt ja die klassischen Dramaturgien, die haben halt Ursprünge, die Sachen erzählen... Die eigentlich gar nicht zu dem passen was ich jetzt erzählen möchte.
- 25:53Speaker 0: und man muss dann auch bisschen sagen okay das was jetzt richtig ist dramaturgisch muss sich vielleicht gar nicht so einhalten weil es nicht von mir kommt.
- 26:02Speaker 1: Ja stimmt!
- 26:04Speaker 1: Und wenn genau das haben sie gerade von dir gesprochen, wie hast du denn das geschafft bei dem Crew und bei dem Cast halt die dran zu halten?
- 26:14Speaker 1: Weil du wusst ja auch nicht.
- 26:15Speaker 1: Das kann ja genauso gut sein dass nach vier Jahren jemand sagt ich habe gar kein Lust mehr drauf oder kann auch nicht mehr aus was auch immer welchen Gründen zieh weg.
- 26:25Speaker 1: Was auch immer hast du da auch schon Überlegungen gehabt wie du das Mit einem Baus, wie du es rettest.
- 26:30Speaker 1: Wie du das umbaust oder jetzt cast und cruisen aber vielleicht da zwei verschiedene paar Schuhe weil wenn die Cast weg ist muss man kann man vielleicht überlegen okay dann macht mal einen Abschied Wenn der Kameramann weg ist oder genau wie war da?
- 26:46Speaker 1: Es sind zwei Fragen eigentlich.
- 26:47Speaker 1: ne wie hast du's geschafft bei Laune zu halten so lange Zeit lang oder waren die dabei?
- 26:57Speaker 1: Wie wäre es so damit umgegangen, wenn irgendwie das doch einen Bruch gibt?
- 27:01Speaker 0: Ja.
- 27:04Speaker 0: Also klar hatte ich davor Sorge am Anfang oder immer wieder.
- 27:12Speaker 0: und also dass jetzt letztendlich so funktioniert hat, dass wir über acht Jahre gedreht haben und auch wirklich in großen Teilen des Team gleich geblieben ist... auch finde ich für mich voll das Wunder.
- 27:26Speaker 0: Also es ist jetzt nicht, dass sich am Anfang gedacht hätte, es klappt auf jeden Fall so.
- 27:30Speaker 0: Aber... Ich weiß, dass es auf jeden fall eine extrem große Identifikation gibt von vielen Leuten aus dem Team mit dem Projekt und dass viele superviel von sich auch reingegeben haben.
- 27:47Speaker 0: Ja, ich meine, es klingt immer nicht ganz so wenn ich sage irgendwie, ich bin die Drehbaraturin und Produzentin und Regisseurin Die Ko-Editorin klingt immer so, als ob es so viel von mir wäre.
- 27:58Speaker 0: Aber am Set fand ich's sehr kollaborativ.
- 28:02Speaker 0: Klar hab' ich irgendwie die Richtung vorgegeben oder das letzte Wort... ...oder war auch die, die letztendlich gesagt haben, naja gut aber... Ich kümmere mich jetzt auch um diesen Film und ich sorg dafür dass er fertig wird.
- 28:20Speaker 0: Aber inhaltlich haben viele Menschen da ihr Herz reingesteckt und zwar auch wirklich vollkommen irgendwie so.
- 28:32Speaker 0: Und in diese Figuren, die Szenen... Also diese Momente immer zwischen den Jahren wo ich dann Feedback von allen bekommen habe zu den Büchern oder zum Schnitt
- 28:43Speaker 0: usw.,
- 28:44Speaker 0: das ist ja ein ganz anderes Feedback was man bekommt von Leuten die wirklich mit drin hängen, sag' ich mal, mitgefangen sind!
- 28:54Speaker 0: Und es waren schon auch so leidenschaftliche Diskussionen, was irgendwie aber ... Also für mich letztendlich so eine Ermutigung war.
- 29:05Speaker 0: Weil ich wusste okay... Ich bin halt am Ende doch nicht die einzige, die sich hier drum kümmert und selbst der Film am Ende gefällt.
- 29:16Speaker 0: Sondern ich weiß schon genau, was die anderen denken und was sie vielleicht auch nicht mögen oder so.
- 29:25Speaker 0: Und es gab schon oft Momente, wo Leute dann auch Parteiergriffen haben für Figuren oder so was und jetzt gar nicht unbedingt die Figur, die sie selber spielen.
- 29:33Speaker 0: Sondern auch mal eine andere oder so gesagt haben naja aber die sollte sich doch mal entschuldigen oder... Was ist eigentlich mit der?
- 29:40Speaker 0: Wann sehen wir die wieder?
- 29:45Speaker 1: So, und haben die anderen den Schnitt gesehen?
- 29:47Speaker 1: dann bevor sie wieder weitergemacht haben?
- 29:49Speaker 0: Ja immer.
- 29:49Speaker 0: Okay
- 29:49Speaker 1: das heißt, wir haben auch mal den Prozess mitbekommen wo ihr Charakter gerade steht um sich da wieder aufzufrischen Und dann hast du das Drehbuch denen geschickt und dann haben Sie sich darauf vorbereitet.
- 30:01Speaker 1: habt ihr nochmal geprobt oder wie sieht es da so aus?
- 30:06Speaker 0: Also proben wir also überhaupt drei vier Tage zu finden von so sechs Leuten oder so innerhalb von einem Kalender ja, wo alle können.
- 30:18Speaker 0: Ist so schwierig.
- 30:21Speaker 0: Deswegen Proben war selten drin.
- 30:24Speaker 0: also ich meine Ich hatte glaube ich Also nach einem Jahr werden Ja zwei aus dem filmenden Liebespaar da hatten wir glaube ich dann schon vorher so einen probentag wird das ein bisschen diese Beziehung quasi wieder irgendwie hergestellt haben aber im Großen und Ganzen eigentlich nicht.
- 30:42Speaker 0: Es werden so Gespräche halt, aber ich meine wir haben halt auch ... Wir haben halt unsere kleinen Rituale am Set.
- 30:54Speaker 0: Wir spielen alle sehr viel und zwingen dann auch andere Leute wenn sie bei uns mit am Set sind irgendwie unsere ... zum Beispiel Ninja Mothafuckin Destruction zu spielen oder andere Gruppenspiele die ein ganz unangenehm sind.
- 31:12Speaker 0: Und wir haben so unsere Emo-Runden, also wo alle sagen wie es geht am Morgen und die Feedbackrunden am Abend.
- 31:22Speaker 0: Also ich weiß nicht genau ob das jetzt der Grund ist warum es so lange gehalten hat aber auf jeden Fall was war nicht sehr glaube irgendwie für die Gruppe.
- 31:32Speaker 0: Aber es gab auch so einen Moment nach ein paar Jahren wo ich sowas so oh danke Leute dass ihr alle immer noch dabei seid und irgendwie so viel gebt und alles für mich macht Für
- 31:42Speaker 1: dich?
- 31:44Speaker 0: Man, das ist doch nicht für dich.
- 31:46Speaker 0: Was denkst du?
- 31:48Speaker 0: Ich mache das so wegen mir, wenn es mir wichtig ist und mein Film ist auch.
- 31:52Speaker 0: Und dann weiß ich achso... Gott, ich dachte, ich stehe so in eurer Schuld!
- 32:01Speaker 1: Ist da vielleicht die Größe des Teams ausschlaggebend gewesen?
- 32:07Speaker 1: durchgezogen werden konnte, weil du hast ja auch beides gehabt.
- 32:10Speaker 1: Du hast hier noch die größeren Produktionen mitgeführt oder mit einer Assetenz dabei gewesen und das heißt so was dass ihr auch mitbekommen und dann hast du halt dieses kleine Team mit dem du an deinem Projekt arbeitest wo ich mir vorstellen kann dass das helfen kann.
- 32:27Speaker 1: aber genau wie siehst du das?
- 32:29Speaker 0: Ja voll, glaube ich auf jeden Fall.
- 32:31Speaker 0: Und auch so dass für uns war so Cast und Team nicht so zwei verschiedene Sachen sondern das die Schauspieler in einfach Teil des Teams sind weil sie ja auch einen Drop haben am Set also ein Wichtigen.
- 32:47Speaker 0: aber Kamera oder so ist ja auch wichtig und auch jemand der sich um die gesamte Orga kümmert ist auch wichtig.
- 32:57Speaker 0: Da hatte ich auch auf das Gefühl, dass es so voll zum Zusammenhalt der Gruppe geführt hat.
- 33:03Speaker 0: Dass es sehr gleichwertig war.
- 33:05Speaker 0: Es war auf jeden Fall was als ich das erste Mal am Set habe, was mich verwirrt hat, dass einerseits der Cast abgeschirmt wird und komisch auf Händen getragen wird und gleichzeitig aber total beformundet oder man sieht nicht so richtig involviert in Probleme Schwierigkeiten oder so.
- 33:32Speaker 0: Oder auch in so Gruppendynamiken.
- 33:34Speaker 0: Ja,
- 33:37Speaker 1: woher liegt es?
- 33:39Speaker 0: Gute Frage!
- 33:40Speaker 0: Weiß ich nicht... Ich finde das wirklich verwirrend.
- 33:42Speaker 0: Also ich glaube es liegt schon auch daran dass Schauspielerinnen nur ein, zwei Tage am Set sind.
- 33:48Speaker 0: aber es gibt ja viele diesen Fehl am Set.
- 33:54Speaker 0: Ich meine vielleicht war's auch mit Bezahlungsunterschieden zu tun.
- 33:59Speaker 0: Ja, ich weiß nicht.
- 34:00Speaker 0: Was denkst du?
- 34:01Speaker 1: Ja auf Hierarchien vielleicht zum Teil.
- 34:03Speaker 1: Also das Thema ist ja auch in der Filmbranche jetzt nicht unüblich.
- 34:08Speaker 1: Manche Menschen sagen hey mit dem möchte ich nicht im selben Auto sitzen weil ich halt eine Hierarchie drüber bin oder sowas.
- 34:14Speaker 1: gibt's die Geschichten.
- 34:17Speaker 1: Ich glaube es hat sich so ein bisschen eingespielt.
- 34:18Speaker 1: Ich glaub aber auch zusätzlich ist es nicht so einfach bei einer wenn du was auch mal ein Z von Sechzig Siebzig Leuten hast da diese dieses gleichberechtigte durchzuführen.
- 34:32Speaker 1: Ich glaube, das ist schon nochmal ein Aufwand, den man meiner Meinung nach auch eingehen sollte.
- 34:36Speaker 1: Ich glaub da schon aber ich glaube man musste sich auch bewusst sein dass es jetzt nicht so einfach ist am Ende weil doch sehr viele Bedürfnisse sind und auch klare Strukturen einzufühlen mit wem kommunizieren in welcher Form.
- 34:53Speaker 1: Aber am ende das was du bei euch beschreibst ... Ritualen, in denen man sagt hey wir haben eine Feedback-Runde.
- 34:59Speaker 1: Wir haben eine Anfangsrunde wo die Leute ankommen ist glaube ich auch wichtig dabei.
- 35:04Speaker 1: Wo auch viele Leute sagen dass das fehlt bei größeren Produktionen manchmal und man sich irgendwie austauschen kann.
- 35:10Speaker 1: Dass man halt irgendwie einen Ventil hat wo man sagen kann hey... Das läuft jetzt gerade so wie doof müsste man nochmal anpassen oder so.
- 35:16Speaker 1: Und am Ende ist man halt zwanzig, dreißig Tage seltener aber zwanzigtage vielleicht unterwegs und produziert.
- 35:23Speaker 1: Da wäre sowas vielleicht ganz hilfreich.
- 35:24Speaker 1: Also jetzt zumindest Ein Gedanke von mir dazu, es gibt schon noch viel mehr.
- 35:29Speaker 0: Aber ich meine, das ist auch ein Punkt, sage ich jetzt mal was zwischen größeren Produktionen und unserer Produktion natürlich einen Unterschied war, man beißt ja schon die Zähne zusammen.
- 35:39Speaker 0: wenn man weiß also zwanzig Tage sind dann letztendlich nicht so viele und man denkt der und der Vorgang funktioniert nicht oder das nervt mich wie die Person das macht aber in drei Wochen sehen wir uns vielleicht nie wieder Und deswegen ist das jetzt auch mal okay.
- 35:58Speaker 0: Aber wenn man halt weiß, wir sehen uns jedes Jahr wieder und wir machen immer weiter dann arbeitet man halt auch an seinen Strukturen und trägt die Konflikte im Bestfire aus und sagt ok so und so läuft es für mich nicht.
- 36:15Speaker 0: ich würde gerne dass wir's ändern oder auch kleine Sachen so.
- 36:21Speaker 0: aber man kann am Grunde einfach seine Arbeitsweise Struktur stetig verbessern und das fand ich schon auch toll, also die Chance zu haben.
- 36:31Speaker 0: Weil ich finde oft hat man die halt einfach nicht dass man sagen kann, man hätte es eigentlich so und so machen sollen.
- 36:36Speaker 0: aber jetzt ist das eh egal.
- 36:41Speaker 1: Hattet ihr denn bei der Produktion irgendwie... oder andersrum?
- 36:45Speaker 1: Was war dann für dich so die größte Hürde bei der Produktion wo du sagst, das war schwierig?
- 36:53Speaker 1: Ja, tut wenig Geld, aber ansonsten
- 36:56Speaker 0: Ja, aber ich meine.
- 36:57Speaker 0: Ich muss sagen also dadurch während des Drehs, dadurch dass wir halt alle so aus dieser Jugendproduktionsbar bekommen und auch alle ja irgendwie mehr oder weniger entweder zusammen zur Schule gegangen sind oder vorher schon befreundet waren und es ein bisschen klar war okay Es ist ja für alle auch so ein bisschen wie so einen Freundeskreis der sich immer wieder trifft War das mit dem Geld während des Drehes kein Thema?
- 37:21Speaker 0: Also weil wir hatten genug Geld für Essen- und Bahnfahrten Und auch mal vielleicht eine Sache, die man so technisch ausleihen muss oder so.
- 37:30Speaker 0: Deswegen hat es uns in dem Moment nicht beschäftigt erst später und ich meine natürlich also Die Postproduktion war schon die größte allergrößte Hürde.
- 37:46Speaker 0: aber Ich würde sagen während des Drehs war vielleicht auch gerade dieses Gefühl von wir sind irgendwie eigentlich Freunde Wir sehen uns voll selten dann kommen wir als Gruppe zusammen.
- 37:57Speaker 0: Leute wollen eigentlich so halt fragen, wie geht's hier?
- 38:00Speaker 0: Wie war dein letztes Jahr was... Aber man muss so eigentlich im Grunde sofort arbeiten.
- 38:06Speaker 0: Also ich meine so wenn ich es erzähle klingst manchmal auch so wie so mega peaceful und harmonisch.
- 38:12Speaker 0: aber das wars natürlich nicht so.
- 38:14Speaker 0: ne wir sind schon alles auch sehr sehr ehrgeizige leute und Es war schon jetzt nicht alles nur so verfand sondern es war schon irgendwie dass wir uns alle auch sehr viel mühe gegeben haben und dann so da in die Konzentration zu gehen.
- 38:27Speaker 0: Und der Film, also natürlich war es uns auch wichtig dieses intime Set herzustellen.
- 38:33Speaker 0: aber der Film lebt auch total davon dass es irgendwie dieses Vertrauen und diese intime Stimmung gibt am Set.
- 38:40Speaker 0: Die Kamera ist immer super nah an den SchauspielerInnen und die sind auch eine superintime Situation.
- 38:45Speaker 0: alle machen sich irgendwie verletzlich und sind sich nah und das musste dann von zehn Minuten passieren.
- 38:53Speaker 0: Leute entwickeln sich auch auseinander und so.
- 38:56Speaker 0: Also, Leute machen eine Ausbildung, manche studieren, ziehen in andere Städte, manchen bleiben vielleicht aber auch in der anderen Stadt und entwickeln sie voll viel zusammen weiter und so.
- 39:06Speaker 0: also Gruppendynamik halt einfach.
- 39:10Speaker 0: Das ist schon vor einem Jahr.
- 39:13Speaker 0: in so einem begrenzten Zeitraum war das schon schwierig glaube ich für alle und wir mussten alle so überlegen wie Gehen wir jetzt damit oben?
- 39:23Speaker 0: machen, dass irgendwie schnell.
- 39:25Speaker 1: Gab's einen Moment wo ihr dachtest... Wir sind jetzt dabei bei vier fünf Jahren und ihr habt genau vielleicht mal kurz klären, ihr habt jetzt gesagt diese neuntausend Euro die ihr bekommen habt plus minus für andere Filmfestivals preisgärter die ihr gewonnen habt.
- 39:43Speaker 1: Das fand ich auch sehr spannend das ihr das hauptsächlich dafür genutzt habt so und dann das ist weil man das was für die Produktion hat.
- 39:51Speaker 1: Und habt ihr denn irgendwann im Moment gesagt, hey ich mach doch noch mal diesen Schritt wo ich in die Filmförderung suche.
- 39:57Speaker 1: Die mir das Ganze finanziert um dann halt mehr Möglichkeiten zu haben finanziell.
- 40:04Speaker 1: oder war es von vornherein klar?
- 40:06Speaker 1: Ihr bleibt bei diesem Geld was ihr habt?
- 40:09Speaker 0: Nee eigentlich war das klar also... Also doch den Schritt gab's dann für mich als es auf die Postproduktion zu ging.
- 40:16Speaker 0: aber einerseits hatte ich das Gefühl Es ist eh fast unmöglich, was zu fördern, wo der Dreh schon läuft.
- 40:28Speaker 0: Und zweitens hatte ich das Gefühl es überfordert mich extrem und ich finde es schon anstrengend genug so ein Film zu produzieren mit all den kleinen Teilen die man da hat und jetzt irgendwie auch noch mich da reinzuarbeiten um das hinzukriegen, finde ich... Also dann hätte ich ja auch entweder eine Produktionsforma gründen müssen oder eine suchen müssen Also gegründet, dann hätte ich ja entweder so ... sag ich mal jetzt.
- 41:00Speaker 0: Ich als Privatperson eine GBR keine Ahnung und aber eine Abrechnung machen müssen oder das hinzubekommen.
- 41:07Speaker 0: Entweder hätte ich das irgendwie mich da durchbeißen müssen was schon sehr schwierig für mich gewesen wäre.
- 41:20Speaker 0: Oder ich hatte halt mit einer Produktionsfirma kooperiert.
- 41:23Speaker 0: Es war ja schon das Schöne an dem Dreh, dass erzählerisch und produktionell wir das so machen konnten wie wir wollten.
- 41:31Speaker 0: Und es war schon die ganze Zeit mein Gegenpol zu den Produktionen wo ich Teil war oder auch... Manche aus dem Team sind auch an Schauspielschulen oder Filmhochschulen usw.
- 41:44Speaker 0: Ich habe dann immer mehr mitbekommen von Filmhochschulen.
- 41:48Speaker 0: Das ist nicht ohne ... Vorgaben, also entweder jetzt produktionell oder erzählerisch.
- 41:54Speaker 0: Und halt so diesen Einort zu haben wo wir wirklich einfach so erzählen können wie wir wollen und so drehen können wie es für uns einfach intuitiv ist war schon auch der Reiz des Projekts.
- 42:09Speaker 0: Das hätte ich auch das hätte schon sehr sehr... Also wir hätten da schon mehr leiden müssen sage ich mal oder mehr Geld brauchen müssen um das aufzugeben Weil das war der Grund, warum auch alle dabei waren irgendwie.
- 42:25Speaker 1: Ich wäre auch gespannt gewesen wie ihr ein acht Jahre Projekt finanzieren lasst.
- 42:31Speaker 1: Also es geht bestimmt auch irgendwie aber ist ja meistens doch dass es dann im nächsten Jahr ausgegeben wird oder dann gefördert wird.
- 42:40Speaker 1: Das heißt, es ist ja noch mal anders zu erklären.
- 42:42Speaker 1: Warum ihr da irgendwie acht Jahre lang produziert so viele Referenzfilme?
- 42:47Speaker 1: Die das machen gibt's auch nicht.
- 42:49Speaker 1: Es gibt ein paar aber jetzt auch nicht einen Mass.
- 42:53Speaker 0: Wenn dann Dokus.
- 42:54Speaker 1: Ja stimmt genau.
- 42:55Speaker 1: wenn dann Dokuss Das müsste man auch irgendwie erklären, dass man halt diesen Weg geht.
- 42:59Speaker 1: Da hätte man wahrscheinlich auch anders erzählt.
- 43:01Speaker 1: also ich verstehe ja voll im Ganzen und deswegen frage ich aber auch noch mal zum Verständnis ob ihr das überhaupt wolltet, ob wir auf den Weg gegangen sind.
- 43:09Speaker 1: Aber verstehe ich okay.
- 43:11Speaker 1: Das heißt ihr habt euch denn eigentlich grundsätzlich dagegen entschieden?
- 43:13Speaker 1: Aber dafür habt ihr halt Freiheit geworden.
- 43:18Speaker 0: Ja.
- 43:18Speaker 0: Und ich glaube schon auch... Also es war einfach nicht Wissen oder sowas oder Also, ich fand es halt ein riesigen Berg.
- 43:29Speaker 0: oder auch als ich dann auf die Postproduktion zu ging.
- 43:32Speaker 0: Und dann waren halt so diese Zehntausend Euro da eigentlich weg und ich irgendwie wusste okay wenn ich will dass der Film im Kino laufen kann dann brauche ich Geld und irgendwie ja irgendwie muss ich das auch organisieren sage ich jetzt mal eine Postproduktion Und finanzieren.
- 43:58Speaker 0: und je näher das kam, dass so größer war dieser Berg vor mir.
- 44:03Speaker 0: Dass ich dachte oh Gott!
- 44:05Speaker 0: Ich weiß überhaupt nicht wie ich das machen soll.
- 44:07Speaker 0: Ich habe keine Ahnung.
- 44:08Speaker 0: Ich bin ja auch keine Produzentin irgendwie.
- 44:11Speaker 1: Dann drehen wir noch
- 44:13Speaker 0: ein Jahr.
- 44:14Speaker 0: So wirklich?
- 44:15Speaker 0: Und da so... Ich dann auch so dachte fuck Alter wenn ich das jetzt nicht hinkriege Alle Leute jahrelang haben sich ihr Herd reingesteckt und ich finde am Ende so keine Ahnung, Leute.
- 44:29Speaker 0: Also... Ich wusste natürlich, ich muss mich dann da durchbeißen aber die Vorstellung fand ich schon schrecklich ehrlich gesagt.
- 44:42Speaker 0: Aber auch das Ich weiß nicht.
- 44:46Speaker 0: Ich glaube, das war dann der Moment, wo ich mich wie so eine Erwachsene gefühlt habe, weil ich die ganze Zeit getan habe, ob ich eine wäre und dann immer so, keine Ahnung... Angefangen hab halt zu Pitchen oder zu Networken von meinem Projekt geredet haben gesagt, da hab' ich braucht Geld.
- 45:06Speaker 1: Ja weiter steht aber schon fertig!
- 45:07Speaker 0: Na ja wir waren... Ne?
- 45:11Speaker 0: Das war nach sieben Jahren Dreh und ich wusste, wir drehen jetzt nur noch einmal.
- 45:16Speaker 0: Also, so die dramaturgisch und so hat sich das alles ... hab ich so gemerkt.
- 45:20Speaker 0: Die Fäden führen alle wieder zusammen.
- 45:21Speaker 0: Es macht jetzt alles irgendwie Sinn.
- 45:25Speaker 0: Hatt ich kurz einen Moment, wo ich dachte, vielleicht ist das schon die letzte Episode?
- 45:28Speaker 0: Die siebte?
- 45:29Speaker 0: Und alle waren vier Tage vor dem Dreh.
- 45:31Speaker 0: Alle waren so ähm ... Kannst du es vorher sagen, ob es jetzt die Letzte ist oder nicht?
- 45:35Speaker 1: Und
- 45:37Speaker 0: dann hab ich gesagt, nee, wir machen noch eine.
- 45:39Speaker 0: Aber ich wusste okay, nächsten Frühling machen wir irgendwie die letzte Und da konnte man ja dann auch, wenn schon noch manche Szenen gefehlt haben.
- 45:50Speaker 0: Noch mal
- 45:50Speaker 1: nachdrehen?
- 45:52Speaker 0: Ja, konnte man aber schon so den Ruhschnitt... Da konnte man schon was erkennt.
- 46:00Speaker 0: Auch wenn am Ende noch so fünf, sechs, sieben, acht Minuten gefehlten.
- 46:04Speaker 1: Ganz gut!
- 46:05Speaker 1: Aber habt ihr manchmal auch in den nächsten Jahren denn etwas nachgedreht für das da vom letzten Jahr?
- 46:10Speaker 1: oder war es denn ... Ihr seid ja alle jetzt nicht mehr, wenn jetzt zwölf wäre.
- 46:14Speaker 1: Wäre es wahrscheinlich nicht möglich?
- 46:15Speaker 1: Aber
- 46:16Speaker 0: eigentlich nicht!
- 46:17Speaker 1: Ich
- 46:20Speaker 0: fand auch dass das da nicht möglich war so richtig.
- 46:22Speaker 0: Also vielleicht auch weiß ich nicht ist es dann so das dogmatisch oder so?
- 46:27Speaker 0: aber wir hatten einmal haben wir einen Blick aus einem Fenster.
- 46:31Speaker 0: So was
- 46:31Speaker 1: meine ich.
- 46:32Speaker 1: Habt ihr einmal gedreht?
- 46:33Speaker 0: Einmal.
- 46:35Speaker 0: Das haben wir gemacht.
- 46:37Speaker 0: Aber dann vier Jahre später... Und das war irgendwie auch schon schwierig in der Art, dass es so
- 46:43Speaker 1: richtig passt.
- 46:45Speaker 1: Okay, verstehe.
- 46:45Speaker 1: Das heißt dann ging die ... Seid ihr in die Post gegangen und du warst auf dem Geldsuche für die Post?
- 46:55Speaker 1: Und habt jemanden gefunden oder eine Förderung gefunden?
- 46:59Speaker 1: Wie war das denn?
- 47:00Speaker 0: Ja, ich war dann so im Dilemma.
- 47:02Speaker 0: Also ich hab's auch mit vielen Produktionsfirmen versucht.
- 47:05Speaker 0: aber in Berlin haben ja alle gesagt es gibt keine Postproduktionsförderung daher können wir denen nicht helfen.
- 47:10Speaker 0: und ich hatte aber schon ein paar Leute so'n bisschen gefunden die ich fanden für die Postproduktion sehr gut ins Projekt passten Und habe dann auch so'nn bisschen versucht noch mit Leuten aus Hamburg und Baden-Württemberg.
- 47:25Speaker 0: Also nagere mich nicht fest, ich weiß nicht genau in welchen Bundesländern es eine Postproduktionsförderung gibt.
- 47:30Speaker 0: Aber es gibt manche Bundesländer... Es ist auf jeden Fall nicht Berlin, wo es Postproduktsförderungen gibt!
- 47:36Speaker 0: Ich habe es ein bisschen versucht da auch mit Produktionsfirmen und das hat einfach nicht geklappt.
- 47:44Speaker 0: Und irgendwann hab' ich dann auch aufgehört weil ich irgendwie schon den Reit daran gefunden habe zu sagen, dass ich die Rechte am Projekt habe und ich bin die Produzentin.
- 47:56Speaker 0: Und ich hab das irgendwie jetzt acht Jahre lang produziert, also ich kann irgendwie schlecht sagen ja ist euer Film weil es wirklich so sich geführt hat wie ein Teil meines Körpers irgendwie.
- 48:12Speaker 0: Aber deswegen war klar, dass ich das in Berlin nicht mit Förderung machen kann.
- 48:19Speaker 0: Es gibt's einfach nicht.
- 48:20Speaker 0: Das finde ich auch total scheiße, dass es das nicht gibt.
- 48:22Speaker 0: Ich finde das sehr... autodidaktenfeindlich oder so berufseinsteiger feindlich.
- 48:28Speaker 0: Weil natürlich hätte mich niemand vor zehn Jahren gefördert, wenn ich gesagt hätte, ich will für acht Jahre einen Film drehen und ich bin achtzehn.
- 48:35Speaker 0: Das ist finde auch okay.
- 48:37Speaker 0: aber wenn man dann ein Dreh- und Schnitt fortzuweisen hat... Ich finde da sollte es eine Postproduktionsförderung geben.
- 48:46Speaker 1: Besonders auch wenn du schon sagst dass manche Leute sagen die hätten Lust darauf.
- 48:49Speaker 1: Also das klang ja so wie Postproduktionshäuser die sagen Eigentlich cool.
- 48:54Speaker 1: Ich finde den Schnitt scheinbar haben die finden, was an dem Film?
- 48:58Speaker 1: Dass du dann nicht die Möglichkeit dass sie die Möglichkeit haben dich zu supporten weil es keine Förderung gibt.
- 49:04Speaker 1: Das heißt finanziell wissen die nicht wie die das auf die Beine stellen sollen.
- 49:07Speaker 1: der da ist auf jeden Fall glaube ich eine Lücke hast dir auch mit Verleihförderungen.
- 49:11Speaker 1: genauso
- 49:12Speaker 0: habe auch keine verleiht.
- 49:13Speaker 0: deswegen ja für mich auch bin ich gemeint wenn man also ich find's irgendwie so ne Bestrafung dafür dass man sich eh schon so durchgeboxt hat Es ist für mich nicht so ganz verständlich.
- 49:25Speaker 0: Aber ja klar, die Bundesländer wollen halt ... Die Filme, die sie selber gefördert haben immer sagen, wow der lief's so gut im Kino!
- 49:35Speaker 1: Ja aber das ist da wieder das Thema, ne?
- 49:36Speaker 1: Das sollte eigentlich um ein Film gehen und nicht um... Also deswegen ist es natürlich aus unserer Sicht glaube ich klar dass wir also aus dem Bundesland, aus der Sicht klar verstehe ich das, aber natürlich auch aus dem Schaffenden Aus der schaffenden Sicht ist es natürlich nicht so ideal.
- 49:51Speaker 1: Genau, das heißt aber wie irgendwie hast du jemanden gefunden in Berlin?
- 49:54Speaker 1: Aber das habt ihr dann...
- 49:55Speaker 0: Also ich hab dann aus dem Bank
- 49:57Speaker 1: ausgeraubt und dann hast du das geltet.
- 50:02Speaker 0: Im Grunde so zusammengepuzzled.
- 50:04Speaker 0: wir haben Crowdfunding gemacht Wir haben eine Stiftung die Hohensexuelle Selbsthilfe hat uns unterstützt.
- 50:12Speaker 0: was halt für So No Budget Sachen.
- 50:16Speaker 0: Auf jeden Fall einer meiner größten Tipps ist immer zu versuchen nicht halt dann auf Film spezifische Sachen zu gehen, sondern zu schauen welches Thema behandelt vielleicht der Film und kann man da irgendwie... Und bei uns war es halt über Queerness dass wir dadurch irgendwie so queere Stiftungen anschreiben konnten.
- 50:35Speaker 0: Und dann noch Armin Schneider von der Young Talent Foundation hat uns auch unterstützt und dann hatten wir insgesamt am Ende ... zwanzitausend Euro für die Postproduktion.
- 50:47Speaker 0: Was immer noch bedeutet, dass niemand schwer bezahlt wurde.
- 50:53Speaker 0: am Ende ja und es war auch so das ich dann.
- 50:57Speaker 0: also dann haben wir keine Ahnung die ganzen scheiß Verträge rückwirkend gemacht und sie kriegte irgendwelche Kalkulation halt für welche Stiftung und so.
- 51:10Speaker 0: und da habe ich dann auch Lisa Marie Klotzki von Also die Studieproduktion an der DFFB.
- 51:15Speaker 0: und dann habe ich sie gefragt, kannst du mir helfen?
- 51:17Speaker 0: Du studierst das doch.
- 51:18Speaker 0: Kannst dich mehr erklären!
- 51:21Speaker 1: Aber schön ist so gut ja okay.
- 51:25Speaker 1: Ja cool.
- 51:26Speaker 1: Und damit habt ihr denn die Post geschafft?
- 51:28Speaker 1: Die ging wie lange nochmal?
- 51:30Speaker 1: Acht Jahre Dreh?
- 51:31Speaker 0: Ganz schnell haben wir es dann gemacht.
- 51:32Speaker 0: also weil wer ihr kein Geld hatten hatten wir auch also Kommtzeit für irgendwas.
- 51:40Speaker 0: Also wir haben dann, weiß ich nicht so im Juni oder so nochmal gedreht.
- 51:44Speaker 0: Dann kurz danach habe ich geschnitten noch mal und dann mit einer Koeditorin mich noch einmal dran gesetzt.
- 51:51Speaker 0: Lydia Lehrstelle das war auch mega toll da nochmal alles durchzugehen und nochmal so halt so ist.
- 51:57Speaker 0: natürlich gab's dramaturgisch einige Schwächen nach diesen ganzen Jahren und dann versuchen die auszubügelten oder auch irgendwie eine Einheitlichkeit zu schaffen und gleichzeitig aber so den atmosphärischen Charakter zur Wahr.
- 52:14Speaker 0: Das war richtig toll, aber wir haben nur zwei Wochen geschnitten und dann am Wochenende immer mal wieder für noch vier drei Wochen oder so.
- 52:24Speaker 0: Wir hatten vielleicht sechs Tage im Grading oder so, wir hatten ein paar Wochen Sounddesign... ...und dann fünf Tage Mix und dann mein Film!
- 52:35Speaker 0: Fertig.
- 52:36Speaker 1: Und dann ist die Frage hundert damit?
- 52:42Speaker 0: Ja, klar!
- 52:43Speaker 0: Ich dachte dann auch so schlecht, okay und dann will ihn
- 52:46Speaker 1: niemand
- 52:46Speaker 0: sehen.
- 52:49Speaker 0: Naja klar das war so mein Horror in den Jahren auch zum Teil, dass ich dachte fuck und am Ende kein Mensch
- 52:56Speaker 1: sieht.
- 52:57Speaker 0: Schlimm!
- 52:59Speaker 1: Wo hat ihr eure Premiere?
- 53:01Speaker 0: Max Ohr führt's.
- 53:06Speaker 0: Genau, ja.
- 53:06Speaker 0: Das war natürlich schon eine Erleichterung.
- 53:08Speaker 0: Es war dann auch eigentlich noch während der Postproduktion, dass das dann irgendwie klar war und es ging dann alles irgendwie sehr schnell.
- 53:15Speaker 0: Und noch mitten... Also dieses Postproduktionsjahr war schon sehr intens für mich halt auch weil ich's alles das erste Mal gemacht habe.
- 53:23Speaker 0: Ich saß auch noch nie im Mix oder so.
- 53:25Speaker 0: Leute haben mich gefragt was ist deine Vorstellung vom Sounddesign?
- 53:28Speaker 0: Und ich war so scheiße!
- 53:30Speaker 0: Gut
- 53:31Speaker 1: zu als Klinge
- 53:34Speaker 0: Ähm ... und so.
- 53:39Speaker 0: Ja, also es hat mich total gestresst und ich hatte dann zum Glück ... äh, fiel sie mir dann voll leicht zu schauen und irgendwie eine Meinung zu haben.
- 53:46Speaker 0: aber trotzdem dachte ich vorher so nein oh Gott!
- 53:51Speaker 0: Wie sagt man die?
- 53:53Speaker 0: Der Druck ist einfach so hoch irgendwie.
- 53:58Speaker 0: Und schon auch so dieses dass ich so die ganze Zeit mich gefühlt habe als ob ich so tu als ob Ich erwachsene bin.
- 54:03Speaker 0: Und dann so bin so ja ich bin die Produzentin Ich meine, ich bin die Produzentin.
- 54:10Speaker 0: Aber ... ja.
- 54:15Speaker 0: Und so gesagt hab ich auch das Boudre, das machen wir so und so.
- 54:21Speaker 0: Also es hat ja nur noch alles geklappt aber ich habe mich oft ein bisschen...
- 54:25Speaker 1: Das ist immer den Poster-Syndrom?
- 54:29Speaker 1: Ja!
- 54:29Speaker 1: Und es kam gar nicht so wenig wie man denkt glaube
- 54:31Speaker 0: ich.
- 54:34Speaker 0: Naja, auf jeden Fall.
- 54:35Speaker 0: Es war so dieser ganze Tunnel und dann ging... Also hatten wir DCP-Abnahme quasi und dann eigentlich direkt Max Ofils Und ich hatte es noch nie den finalen Mix im Kino gehört Weil wir halt in unserem kleinen Mixstudio gemixt haben und auch gegraded haben In einem ganz kleinen Grading Suite So.
- 54:52Speaker 0: Und ich war so aufgeregt vor dieser Premiere.
- 54:55Speaker 0: Dann war ich so scheiße Ich am Ende ist jetzt irgendwas im Mix So Im großen... Weil im Max Ofis Preis, die sind ja dann auch da.
- 55:05Speaker 0: Sie sind in so einem Multiplex-Kino.
- 55:10Speaker 0: Ich weiß nicht, so ein Cinemax-Cineplex oder irgendwie so.
- 55:12Speaker 0: Also gigantische Seele.
- 55:14Speaker 0: und ich dachte oh Gott!
- 55:16Speaker 0: Und dann gleich am Ende sind die Grillen doch viel zu laut gewesen...
- 55:21Speaker 1: ...und
- 55:22Speaker 0: es ist alles viel zu dunkel gegraded.
- 55:24Speaker 0: Aber das war natürlich ganz toll.
- 55:26Speaker 1: Ist das schön?
- 55:28Speaker 1: Da wäre der Bogen genau.
- 55:29Speaker 1: jetzt zum aktuellen Stand.
- 55:32Speaker 1: Seid jetzt, ihr habt eure Kinopremiere auch schon gehabt.
- 55:35Speaker 1: In diesem Jahr, im Jahr für die Folge später hört und seid jetzt auf Tour mit dem Film?
- 55:44Speaker 0: Ja also ich meine wir waren Max-Urfelspreis in den Jahr zweitausend fünfundzwanzig das heißt es ist jetzt anderthalb Jahre her und unser Kinostart war Mitte Juli.
- 55:59Speaker 0: Ja, auf Kino-Tour noch ein bisschen.
- 56:01Speaker 0: Also irgendwie ... Ich glaube auch... Wir waren schon auf Festival unterwegs.
- 56:06Speaker 0: aber jetzt wegen dem Kinostart erfahren noch mal neue Leute von dem Film und ist das Interesse neu geweckt bei manchen?
- 56:15Speaker 0: Deswegen bin ich hier und da.
- 56:16Speaker 0: Aber im Grunde war der Kinostat für mich so ein bisschen das festliche Schinaler, sag ich mal.
- 56:25Speaker 1: Schön.
- 56:25Speaker 1: Und ihr seid jetzt bei Salzgeber?
- 56:27Speaker 0: Ja.
- 56:28Speaker 1: Das ist vielleicht auch wie viele, die selbst auf der Suche sind mit dem fertigen Film.
- 56:33Speaker 1: Wie habt ihr das hingekriegt?
- 56:38Speaker 0: Also diese Postproduktion lief... Ich meine ich dachte immer pass zu Salzgebern und ich weiß ja auch.
- 56:46Speaker 0: also es ist natürlich der größte Quereverleih Deutschlands.
- 56:51Speaker 0: aber ich weiß auch dass die viele Quere Debuts verleiht Und auch irgendwie ... Also, das hab ich einfach von anderen mitbekommen.
- 57:00Speaker 0: Auch irgendwie wusste so oder gehofft habe, dass es den Anliegen ist, Queer-Nachwuchs zu fördern.
- 57:08Speaker 0: Was ja auch Sinn ergibt.
- 57:10Speaker 0: Für queere Filme braucht man auch queere Leute die Filme machen und ... Hab das immer so gehoofft.
- 57:18Speaker 0: aber gleichzeitig wusste ich, wir kriegen wahrscheinlich keine Verleihförderung.
- 57:22Speaker 0: Es ist ein winziger No budget Film, also überhaupt die Wahrscheinlichkeit überhaupt einen Verleih zu finden ist sehr gering.
- 57:35Speaker 0: Und dann habe ich mich per Mail glaube ich weiß ich nicht drei vier mal bei denen vorstellen lassen immer mit anderen Leuten.
- 57:43Speaker 0: eben so waren so hey da ist ein film.
- 57:49Speaker 0: Also Leute die kennen halt weil ich kannte halt niemanden dort und immer leute die irgendwie jemanden dort kennen Ja, mich mit mir im CC und ich war so ja genau hier ist der Film.
- 58:00Speaker 0: Und wieder?
- 58:00Speaker 0: Ja genau!
- 58:02Speaker 0: Ich bin Lotta.
- 58:04Speaker 0: Bis dann irgendwann sie den Film geschaut haben.
- 58:08Speaker 0: Ich weiß nicht genau, ob das jetzt ein Aufruf ist.
- 58:10Speaker 0: Leute zu belästigen?
- 58:12Speaker 1: Lässt sich die Leute... Hast du gerade gesagt es wird dein Zitat sein?
- 58:17Speaker 0: Naja ich glaube halt es macht nicht so viel Sinn Leuten selber zu schreiben, die so viele Mails bekommen.
- 58:23Speaker 0: also ich glaube es kann man sich überhaupt nicht vorstellen wie viele Mates sie bekommen.
- 58:27Speaker 0: Ich weiß es nicht!
- 58:28Speaker 0: Vielleicht kriegst Du auch total viele Males.
- 58:30Speaker 0: aber es gibt glaube ich viele Leute die kriegen wahnsinnig viele E-Mails und es macht einfach Sinn sich davor stellen zu lassen von jemanden, den die kennen damit sie die mail überhaupt anklicken.
- 58:42Speaker 1: Stimmt also ist ein guter rangehensweise zumindest dass man halt denke ich schon weil das halt dadurch halt natürlich gleich einen.
- 58:52Speaker 1: Also es gibt gleich einen persönlichen Bezug dazu.
- 58:55Speaker 1: Genau wie du sagst, die Person kennt dich ja erst mal grundsätzlich nicht.
- 58:58Speaker 1: Erst gehen wir davon aus vielleicht hat die Person den Film irgendwie schon bei einem Festival gesehen.
- 59:03Speaker 1: Bei Max-Ofels-Festival wäre das jetzt nicht so weit hergeholt.
- 59:05Speaker 1: dass sie ihn vielleicht nicht schon gesehen haben weiß ich nicht.
- 59:08Speaker 0: Es war für uns schon davor... Es waren der Postproduktionen was ich mit denen
- 59:11Speaker 1: konzentrierte.
- 59:13Speaker 1: Das heißt Sie haben den Film noch nicht gesehen?
- 59:14Speaker 1: Das heißt sie brauchen ja irgendetwas wo man greifen kann und da hilft's natürlich wenn man dann halt irgendwie Er sagt, er kennt sie.
- 59:21Speaker 1: Aber du musst natürlich diese Leute erst mal kennenlernen,
- 59:24Speaker 0: die
- 59:24Speaker 1: Sie kennen.
- 59:25Speaker 0: Voll!
- 59:25Speaker 0: Ja aber ich meine... Ich habe halt so viele Leute eh angeschrieben in der Zeit.
- 59:30Speaker 0: Also Produktionsfirmen oder auch Leute um Rat gefragt irgendwie und es gibt eigentlich schon ziemlich viele Leute, die einem gerne helfen wollen.
- 59:39Speaker 0: also es gibt viele Leute die können einem einfach nicht helfen.
- 59:42Speaker 0: Es ist einfach in Berlin schon so gewesen dass mir fast alle gesagt haben, ich kann dir leider nicht helfen weil es gibt keine Postproduktionsförderung.
- 59:50Speaker 0: Aber trotzdem gibt es schon einige Leute, die sagen okay aber vielleicht kann ich dich jemandem vorstellen oder vielleicht kann nicht sich jemandem vorstellen, der dich jemanden vorstellen kann.
- 1:00:06Speaker 0: Ich glaube schon wenn man einfach mal fragt gibt's schon viele Leute die eigentlich einem gerne helfen können.
- 1:00:11Speaker 0: Das fand ich auch irgendwie voll schön zu bemerken.
- 1:00:16Speaker 1: Wir kommen lang zum Ende des Gesprächs.
- 1:00:18Speaker 1: Was
- 1:00:18Speaker 0: fehlt
- 1:00:18Speaker 1: denn für dich das eines der wichtigsten Punkte, die du mitnimmst aus dieser Produktion?
- 1:00:24Speaker 1: Die du vielleicht auch in den nächsten Projekte mit einfließen lassen willst.
- 1:00:27Speaker 1: Wird ja nichts dafür wieder zehn Jahre dauern!
- 1:00:30Speaker 0: Also bei den ersten Publikumsgesprächen wurde ich das oft gefragt so mach doch noch mal.
- 1:00:36Speaker 0: und ich war so... Ich bin müde.
- 1:00:39Speaker 0: Ich kann nicht mehr aber ehrlich gesagt langsam habe das zu machen.
- 1:00:45Speaker 0: Ich finde schon dieses, was ich meinte mit so man dreht Man schaut sich's an und man schreibt wieder.
- 1:00:51Speaker 0: ist es für mich eigentlich die logische Arbeitsweise Und
- 1:00:55Speaker 1: kann in dem Prozess auch verkürzen?
- 1:00:57Speaker 0: Ja voll!
- 1:00:58Speaker 1: Das nächste muss jetzt zwanzig Jahre
- 1:01:00Speaker 0: sein.
- 1:01:01Speaker 0: Mein Traum ist wirklich ein wöchentlicher Schirm.
- 1:01:04Speaker 0: Man produziert einen Tag, man drehte einen Tag Man schneidet einen Tag Mein Dream.
- 1:01:14Speaker 0: Aber ... auch für faire Arbeitsverdehung, glaube ich.
- 1:01:18Speaker 0: Eine gute Idee?
- 1:01:19Speaker 0: Na ja, egal!
- 1:01:22Speaker 0: Also was ich mitnehme
- 1:01:23Speaker 1: ...
- 1:01:26Speaker 0: Ehrlich gesagt irgendwie so... Ich glaube meine liebe Schildschwebe machen schon.
- 1:01:33Speaker 0: Mit Bewerbungen bei Unis und Arbeiten in Filmsets und so.
- 1:01:38Speaker 0: Ich hatte schon oft Zweifel.
- 1:01:40Speaker 0: Was mache ich überhaupt?
- 1:01:41Speaker 0: das, wie ich es mir vorgestellt habe und der Film hat es bei mir halt so wiederhergestellt.
- 1:01:54Speaker 0: Dass ich das Gefühl habe ja dass machen an sich ist schon das was ich liebe und der Prozess irgendwie und den kann man schon auch erfüllend gestalten irgendwie.
- 1:02:11Speaker 0: Es ist schon eigentlich eine schöne Sache, um seine Zeit damit zu verbringen.
- 1:02:15Speaker 0: Ja.
- 1:02:17Speaker 1: Also bei dir ist das der Weg des Ziels nicht das Zieles-Ziel?
- 1:02:20Speaker 0: Schon ja!
- 1:02:22Speaker 0: Ja.
- 1:02:22Speaker 1: Das klingt so ein bisschen so ne?
- 1:02:23Speaker 0: Ich glaube schon, ich meine es bei mir jetzt auch noch mal krasser aber eigentlich finde ich schon dass man sehr viel mehr Zeit damit verbringt einen Film zu machen als ihn auszuwerten.
- 1:02:35Speaker 0: Deswegen muss sich das schon lohnen.
- 1:02:39Speaker 1: Hast du Anfragen gekriegt danach, irgendwie auch als Resiseurin danach was zu machen oder war das bis jetzt noch
- 1:02:46Speaker 0: nicht?
- 1:02:46Speaker 0: Wenig.
- 1:02:47Speaker 1: Wenn auch mit Max Hofels Festival im Hintergrund und so...
- 1:02:50Speaker 0: Achtung Berlin.
- 1:02:51Speaker 0: Achtungen
- 1:02:51Speaker 1: Berlin wart ihr auch.
- 1:02:53Speaker 1: Kam dann doch irgendwie...
- 1:02:55Speaker 0: Wenig eigentlich ja.
- 1:02:57Speaker 1: Wenig heißt ein bisschen oder gar nicht?
- 1:02:59Speaker 0: Ein bisschen so als Autoren eher.
- 1:03:06Speaker 0: Naja und so Regisseurin, doch schon.
- 1:03:12Speaker 0: Also Leute mit Büchern irgendwie so...
- 1:03:14Speaker 1: Achso okay von der Seite jetzt nicht von Sendern die sagen hey ich frage einfach nur aus dem Grund also das ist jetzt nicht eine Qualitätsfrage sondern eher eine Frage von eben die Schritte danach ne?
- 1:03:25Speaker 1: Also auch am Ende geht es darum dass man ja auch irgendwie davon leben kann und da ist natürlich ja schon.
- 1:03:32Speaker 1: wäre schön wenn er vielleicht.
- 1:03:34Speaker 1: Es gibt's ja auch, aber vielleicht noch nicht immer.
- 1:03:37Speaker 1: Dass zumindest Gespräche dann nach irgendwie vorangetrieben werden könnten.
- 1:03:42Speaker 1: Weil du hast ja jetzt was gezeigt, dass du das kannst.
- 1:03:45Speaker 1: Ist es da?
- 1:03:46Speaker 1: Ist es jetzt auch nicht unerfolgreich oder sowas?
- 1:03:48Speaker 1: jetzt die Qualität angeht und da frage ich mich halt ob da... Wieso hat keiner bei dir gekauft?
- 1:03:55Speaker 1: Ja, du
- 1:03:57Speaker 0: weißt was ich meine.
- 1:03:58Speaker 0: Ich darf es mir schon auch leichter vorgestellt muss ich sagen.
- 1:04:01Speaker 0: Also ich meine jetzt gerade laufen wir noch im Kino Wir sind in der sechsten Kinowache.
- 1:04:05Speaker 0: Ich finde das eigentlich eine Wunder sag' ich mal Dass der Film so lange läuft
- 1:04:09Speaker 1: Zum Beispiel
- 1:04:12Speaker 0: und... ...ich find den Film auch sehr gut.
- 1:04:20Speaker 0: Aber ja, es ist halt schon so eine sehr ... So ein bisschen wenig Handlung.
- 1:04:29Speaker 0: Atmosphärisch zum Teil auch so improvisiert vom Style.
- 1:04:35Speaker 0: Ich weiß nicht genau ob's daran liegt.
- 1:04:36Speaker 0: auch also ich denke immer so... Ich verstehe nicht so richtig warum ich das Gefühl habe ich soll Leuten beweisen dass ich checke wie so Schuss gegen Schuss geht weil jetzt nicht aus Versehen, dass es nicht im Film ist.
- 1:04:51Speaker 0: Aber ich glaube schon, dass das auch einer der Gründe ist.
- 1:04:55Speaker 0: Dass der Film so ein bisschen unklassisch
- 1:04:57Speaker 1: aussieht
- 1:04:59Speaker 0: oder auch in der Dramaturgie eher unklassisch zum Teil ist... Ach wenn er jetzt gar nicht so unklasisch ist ne?
- 1:05:05Speaker 0: Also da ist ja schon eigentlich leicht verdaulich, würde ich sagen.
- 1:05:12Speaker 0: Ja mal schauen!
- 1:05:14Speaker 0: Ich hätte auch gern Jobs.
- 1:05:18Speaker 1: Genau deswegen frage ich auch, weil genau wie du sagst.
- 1:05:20Speaker 1: Ich glaube das hängt auch zum Teil damit zusammen.
- 1:05:25Speaker 1: Man schaut natürlich wahrscheinlich als jemand der von dem Sender guckt oder so schon kennen kann diese Person in neunzig Minuten ... Tatort umsetzen mit den Stilen, die wir halt haben.
- 1:05:40Speaker 1: Vielleicht klar es gibt ja andere Beispiele exerranisch wäre so ein Beispiel wo man ja genau deswegen wollte für einen Tatort und er sollte genau mit dem Stil, mit dem er arbeitet halt ein Tatortumsetzen.
- 1:05:52Speaker 1: das gibt's auch.
- 1:05:53Speaker 1: aber auch hier ist es nicht glaube ich auch nicht die Regel.
- 1:05:56Speaker 1: am Ende geht es zu eher darum halt vielleicht diese klassischen Muster weiter irgendwie weiter fortzuführen weil ein Format gibt, klar auch die Zuschauer dafür gibt und ob man das umsetzen kann.
- 1:06:08Speaker 1: Aber dadurch glaube ich ist es auch so schwierig für viele halt den nächsten Step zu geben am Ende und zu sagen hey auch in den Markt reinzukommen wenn man so möchte weil am ende oder auch muss ja auch gar kein Sender sein es hätte ja auch eine Produktion sein können die sagt okay das passt wir entwickeln mal was gemeinsam.
- 1:06:27Speaker 1: Ich kann mir gut vorstellen, wenn du was entwickelst und jetzt dahin gehst.
- 1:06:30Speaker 1: Dass du wahrscheinlich auch schon bessere Chancen hast aber eben nicht an auf einer anderen Seite und das finde ich halt ganz spannend.
- 1:06:36Speaker 1: Ja
- 1:06:38Speaker 0: ja und ich glaube schon dass es auch vielleicht noch in Kombination ist damit dass ich nicht öfter Filmhochschule war und auch noch ziemlich jung bin.
- 1:06:46Speaker 0: also und außerdem sehe ich so jung aus.
- 1:06:52Speaker 0: Also weiß ich nicht doch, das denke ich schon manchmal
- 1:06:54Speaker 1: Aber
- 1:06:59Speaker 0: ja, also mit der Filmhochschule.
- 1:07:01Speaker 0: Aber das ist auch immer was, was ich mich so frage ob es ein Mythos oder nicht?
- 1:07:05Speaker 0: Ob das wichtig ist oder nicht
- 1:07:06Speaker 1: am Ende?
- 1:07:07Speaker 1: Ja, das weiß ich auch nicht.
- 1:07:08Speaker 1: Kann
- 1:07:08Speaker 0: man das nicht wissen vielleicht wie wichtig oder nicht.
- 1:07:11Speaker 0: Also
- 1:07:12Speaker 1: es gibt schon klar... Es ist ja wie immer ein Qualitätsmerkmal glaube ich schon, was man glaube ich mitnimmt am Ende.
- 1:07:18Speaker 1: Das heißt auch wieder nicht, ob die Person jetzt ... so gute Filme machen kann oder nicht, aber das ist halt etwas was du halt mitnimmst in deine Vita.
- 1:07:26Speaker 1: In deinem Portfolio.
- 1:07:27Speaker 1: Womit du dich bewirbst oder wie auch immer und das fehlt einem natürlich dann sonst ich glaube am Ende... Was ich immer wieder höre ist der Langspielfilmen diesen Schritt des Langspiefilms zu machen ist bei vielen nochmal ein großer Schritt der nochmal einen noch mal mehr in diese Professionalität reinbringt.
- 1:07:46Speaker 1: Besonders in Deutschland, das wird nun natürlich die ganze Zeit tolle Kurze gemacht, dass trotzdem der Vertrauen nicht da ist, dass du ein Langspielfilm umsetzen kannst.
- 1:07:54Speaker 1: Das heißt diesen Kampf den man dann macht, einmal diesen neunzig Minuten in irgendeiner Art und Weise rauszubringen – ist extrem wichtig!
- 1:08:02Speaker 1: Und dann kommt darauf an wie es dann weitergeht.
- 1:08:07Speaker 1: Deswegen ich glaube, das habt ihr schon mal gemeistert.
- 1:08:11Speaker 1: Und genau, dann schaut man wie es weitergeht und am Ende sind ja auch so die Prozesse, die du gerade mit bringst.
- 1:08:16Speaker 1: Auch vielleicht auch spannend zu sehen, wie sie sich weiterentwickeln.
- 1:08:19Speaker 1: Also wie dem halt jetzt ein anderer Film aussieht mit derselben Art, dasselbe Herangehensweise... ...und wie das vielleicht auch wieder eine neue Geschichte befruchtet in irgendeiner Art und Weise.
- 1:08:31Speaker 1: Jetzt hab ich versucht, das zusammenzufassen!
- 1:08:34Speaker 1: Ich führe langsam zum Ende und bedanke mich bei dir, dass du die Zeit genommen hast hier mit uns ins Gespräch zu gehen über dein Film.
- 1:08:42Speaker 1: Wo kann man den Film sehen?
- 1:08:43Speaker 1: Wo kann Man sehen wo man ihn sehen kann?
- 1:08:46Speaker 1: vielleicht so rum ich weiß es aber Du kannst es gern selber sagen
- 1:08:50Speaker 0: Genau.
- 1:08:51Speaker 0: also einerseits kann man saizgeber punktde schrick strich ninja Da sieht man ob der film gerade noch irgendwo ein kino läuft oder im herbst läuft er auch noch bei paar feste wirds nochmal oder so Special Screenings und dann, ob man den vielleicht irgendwo anders schauen kann.
- 1:09:10Speaker 0: Wer weiß?
- 1:09:11Speaker 0: Fernsehen oder Streaming?
- 1:09:14Speaker 0: Genau!
- 1:09:15Speaker 0: Oder ihr folgt auf Instagram ninja.film.team.
- 1:09:19Speaker 0: Da gibt es auch alle Neuigkeiten zum Streamen
- 1:09:24Speaker 1: Super.
- 1:09:26Speaker 1: Vielen Dank auch an die Zuhörenden, dass ihr uns eure Ohne geschenkt habt für eine Stunde, ein bisschen länger als eine Stunde und dass wir gemeinsam einmal in euer Projekt reinschauen durften.
- 1:09:41Speaker 0: Ich bedanke mich auch!
- 1:09:42Speaker 1: Ja super!
- 1:09:43Speaker 0: Das war so nett!
- 1:09:46Speaker 1: Deswegen bleibt mir eigentlich zu viel mehr zu sagen außer... Wir hören uns sicher bei der nächsten Folge wieder und ich weiß immer diesen Abschluss Satz, den ich manchmal aber wieder verhaue.
- 1:09:57Speaker 1: Ich wünsche euch einen guten Tag, guten Abend oder gute Nacht!
- 1:10:00Speaker 1: Und wir hören uns bald wieder.
- 1:10:02Speaker 1: Ciao.