Latest / Felix Tierwelt / #44 Würmer beim Hund: Was fast jeder falsch macht!
Transcript
- Felix Tierwelt: Erstmal herzlich willkommen zu dieser Folge. Heute geht's mal rund das Thema Würmer beim Hund. Viele Menschen machen hierbei echt ganz ganz viele Fehler und genau das wollen wir ein bisschen einordnen. Dafür haben wir auch dich mit dabei, Maraile. Du bist ja in dem Feld aus meiner Sicht zumindest die Expertin schlechthin. Und wir haben ja schon gemeinsam schon mal eine Podcast-Folge gemacht. Das ist ja hier jetzt sozusagen die zweite Folge. Und wie schon gerade eben besprochen oder angesprochen, es geht rund das Thema Würmer bei Hunden. Bevor wir da überhaupt jetzt einsteigen, lass uns mal über dich noch als Person quatschen. Wie bist du denn ursprünglich überhaupt zu diesem Thema gekommen? Mareile: Erst mal danke für die Einladung, dass wir noch mal einen Podcast zusammen machen. Ich selber kurz als Hintergrund. Wir haben einen landwirtschaftlichen Betrieb zu Hause. Also das ist das, wie ich groß geworden bin. Und der Ursprung von Vitebo war mal, dass wir Gesundheitsmanagement für Kühe vereinfacht haben. Also meine Eltern haben Mietviehbetrieb und so ist das alles gestartet. Und darüber habe ich Tagespraktikum in ganz vielen Tierarztpraxen gemacht. Jede hat mich eigentlich immer mehr auf die Richtung Tiergesundheit bei Haustieren. Bei uns sind das Hundekatzen und Pferde. weiß, das Pferd ist eigentlich nicht das typische Haustier, aber gehört auch dazu. Genau, da wurden wir immer mehr drauf gestoßen. Und so ist dann nach und nach aus diesem Gesundheitsmanagement von den Kühen dann das Labor entstanden, was wir heute haben. Felix Tierwelt: klingt auf jeden Fall schon mal ganz gut. Wir hatten oder ich hab das gar nicht angesprochen, man muss dazu sagen, in der ersten Folge ging es ja die Tests, wo du sozusagen rausbringst mit deiner Firma, wo es rund das Hundewohl geht. Dazu kommen wir später nochmal. Grundlegend, weil es ja die Würmer geht, warum spielen jetzt eigentlich Würmer und Kotuntersuchungen bei euch zumindest, also bei WTWO? So eine große Rolle, macht das überhaupt Sinn? Mareile: Ich finde schon, Also bei uns, wir haben vier Laborstraßen, wenn man so sagen will. Und eine von diesen Straßen ist nur auf Würmer quasi ausgerichtet. Und nimmt auch von den Tests, die wir jeden Tag erhalten, so den Großteil an Menge ein. Es kommt einfach daher, dass das ganze Thema rund Würmer ein sehr wiederkehrendes und super relevantes Thema ist. Also ich glaube, wir alle, wenn wir dann mal unser erstes Tier hatten, ist es irgendwie so das erste Würmer, Flühe und Zecken. Und Impfung vielleicht noch, wo wir uns damit beschäftigen müssen. Und ja, die Würmer sind in der Regel ja so ein Thema, was quartalsweise oder zumindest halbjährlich dann immer mal wieder auftritt. Und wo es auch viele Örtümer drüber gibt, sprechen wir bestimmt auch gleich ein bisschen zu. Felix Tierwelt: Definitiv. Für alle die gerade zuschauen, zuhören, wenn ihr Fragen habt oder wenn irgendwas unklar ist, gerne in Kommentar schreiben oder dementsprechend auch auf die Infos, die ich noch hinzufüge von dir, einfach draufklicken und mal angucken. Wir werden auf jeden Fall in dieser Folge uns mal angucken, was muss man wirklich wissen über Würmer beim Vierbeiner. Natürlich, wie erkenne ich das Ganze, weil das ist auch heutzutage nicht mehr so einfach. Was macht wirklich Sinn? Macht Testensinn? Macht die Wurmkur wirklich Sinn? Natürlich wollen wir auch nicht nur über gewisse Bereiche berichten, sondern auch konkrete Tipps, dass man weiß, was ist gut für die geliebte Fellrakete. Und deswegen, bevor ich weiter schnacke, lass uns direkt mal loslegen. Nämlich, was muss man überhaupt über Würmer wissen? Also grundlegend direkt da die Frage an dich. Wie häufig sind überhaupt Würmer bei Hunden? Mareile: Bei Hunden sind so ungefähr 16 Prozent von den Tests, die wir im Labor machen, positiv. Da sind aber auch nicht nur Würmer drin, sondern auch Giadien, die quasi auch ein Darmparasit sind, also die wir mit abtesten. Und das heißt, von diesen 16 Prozent positiven Tests sind ungefähr wiederum 70 Prozent positiv auf Giadien. Das ist so ungefähr, wie sich das aufteilt. Das heißt, auch im Umkehrstoß, wenn man einfach immer pauschal entwurmt, entwummt man zu 84 Prozent der Fälle, ohne dass eigentlich irgendwas da ist. Felix Tierwelt: Das ist schon verrückt bedeutet im Endeffekt, dass das jetzt nicht so eine schlaue Wahl wäre ständig eine Wurmkurze geben, wenn vielleicht gar nichts da ist. Mareile: Ja, genau. Wenn was da ist, brauchen wir die auf jeden Fall. Es gibt auch seine Berechtigung, glaube ich, einfach pauschal zu entwurmen, aber in den meisten Fällen ist eigentlich eine Kotuntersuchung vollkommen ausreichend. Felix Tierwelt: Definitiv, aber da gehen wir nachher noch drauf ein. Was ich auch dazu sagen möchte, wir sind natürlich keine Tierärzte, es soll hier kein tierärztlicher Rat sein und so was, sondern wir klären halt aufgrund unserer Erfahrung und vor allem aufgrund deiner Expertise in diesem Bereich, wo du ja schon echt viele Jahre unterwegs bist, auf und geben unsere Ratschläge. Das muss man einfach dazu sagen, weil man kennt das heutzutage im Internet, jeder sagt da etwas anderes. Es gibt auch sehr kontroverse Sachen, wo wir einfach uns ein bisschen davon distanzieren. Wichtig ist aber, die Erfahrung zumindest zu teilen, weil das macht vieles aus. Grundlegend da auch zu dem Thema noch mal zurückzuführen wegen Würmern. Wie steckt sich überhaupt ein Hund jetzt mit Würmer überhaupt an? Ist das so pauschal einfach mal, weil er durch die grüne Wiese läuft oder wie passiert das überhaupt? Mareile: Es gibt ganz verschiedene Wege, wie das passieren kann. Der häufigste Weg ist eigentlich, wenn Hunde im Wald unterwegs sind, ohne Leine, und dann tote Tiere erkunden, die da liegen. Also Wildtiere oder auch manche Vögel usw. haben recht häufig einen Wurmbefall. Darüber erfolgt dann eine Ansteckung. Was auch oft passiert, ist fremden Kurt beschnüffeln. Wenn ein Hund Würmer hat, muss man wissen, die diese Würmer im Magen-Darm-Trakt Die scheiden Eier aus, damit sie sich auch weiter vermehren können. Diese Eier sind in dem Kot drin. Wenn man Hund dann an infizierten Kot schnüffelt oder daran leckt oder das auch frisst, nimmt er oral diese Wurmeier auf. Dadurch infiziert er sich. Das ist, würde ich sagen, mit der Hauptgrund bei Giadien, die auch weiteren gefassten Sinne zu diesen Darm-Parasiten ... gehören ist es ganz oft aus Pfützen trinken. glaube, das macht jeder Hund irgendwie gerne. und Giadien halten sich über Monate in Pfützen. Also die liegen so, eigentlich wie jetzt gerade im Herbst, so feuchtes, aber doch noch recht warmes Wetter und halten sich da supergut. Das ist ein Grund und was auch gut passieren kann, ist Gras fressen. Das machen ja auch ganz viele Hunde und wenn dann da, selbst wenn der Kot abgesammelt wurde, Idealfall, hängt dann oft ja doch noch irgendwas von so Schmierspuren. Grashalm, wo dann auch wieder diese Wurmeier drin sein können. sind die häufigsten Gründe. Felix Tierwelt: bedeutet, wenn ich das mal zusammenfassen kann, entweder Kot von anderen Tieren oder tote Tiere generell oder halt auch Pfützen, wenn man daraus trinkt. Das sind so aus seiner Sicht die häufigsten Möglichkeiten, dass sich ein Hund mit Würmern ansteckt, oder? Mareile: Ja, genau. Deshalb sind vor allem auch Hunde, die zum Beispiel tagsüber mal in eine Hundepension oder so was gehen oder in Hundetagesstätte, wie auch immer, die halt viel Kontakt mit ganz vielen verschiedenen anderen Hunden haben, schneller von der Infektion eigentlich betroffen als ein Hund, der nur an der Leine geht, nirgends so schnüffelt, nur alleine irgendwie ist. Genau, der hat ein geringeres Ansteckungsrisiko. Felix Tierwelt: Okay, das ist schon mal ganz gut zu wissen. Ich denke auch mal für alle Zuschauer und Zuhörer, dass man einfach das mal einordnen kann, woher kommt das überhaupt, weil meistens bekommt man das gar nicht wirklich erklärt. Lass uns dann noch mal mehr in die Tiefe einsteigen, welche Wurmarten kommen dann behäufe, also zu, ne zu häufig ist das falsche Wort, besonders häufig vor. Hast du da was auf Lager, du sagst, ok, das und das das kommt am häufigsten vor oder ist das per se nicht erklärbar? Mareile: Ja, Genau, also es gibt ja ganz viele verschiedene Wurmarten und das, wir wirklich am häufigsten haben von den Würmern, sind Spulwürmer. Ich glaube, das haben auch die meisten irgendwie schon mal gehört. Und was wir tatsächlich auch immer öfter finden, sind Lungenwürmer. Kann ich nachher auch noch mal ein bisschen was erzählen, da ist die Laboranalyse auch wieder anders, dass man die findet. Das lag vor allem an den Phasen, wo wir längere Zeiten so nasse Sommer hatten und viele, vielleicht so einen Garten haben oder ein Gemüsebeet, haben dann ja auch super viele Schnecken irgendwie da gefunden und die Schnecke zum Beispiel ist ein Zwischenwirt von Lungenwürmern und wenn der Hund dann so eine Schnecke frisst, infiziert er sich darüber auch mal schnell wieder mit Lungenwürmern und genau deshalb gibt es hier nach Phase auch einfach viele positive Befunde bei Lungenwürmern. Felix Tierwelt: hätte ich gar nicht gedacht bedeutet jetzt können wir noch dazu fügen neben Kot von anderen Tieren, tote Tiere pfützen auch noch natürlich das Thema Schnecke Mareile: Schnecken. Felix Tierwelt: das ist auch noch so ein Thema also ist schon mal sehr interessant mir ist es auch wichtig ein bisschen hinzudeuten oder zu erklären dieses Thema ist wirklich ernsthaft also es ist nicht irgendein Quatsch was wir hier erzählen oder sowas sondern man sollte da wirklich schon aufpassen da auch die nächste Frage wiederum an dich Wie gefährlich können jetzt Würmer überhaupt sein oder werden? Können die wirklich tödlich enden für Vierbeiner oder wie ist das? Mareile: Also beim Hund ist es in der Regel so, dass ein Wurm quasi den Hund als Wirt davon leben zu können. Und das heißt, wenn mein Hund mit Würmern infiziert ist, setzen die sich zum Beispiel an die Darmschleimhaut, setzen sich im Magen-Darm-Trakt fest oder setzen sich im Fall von Lungenwürmern zum Beispiel auch im Gewebe fest und durchwandern dann das Gewebe. Das führt wieder dann zu Organschäden, das führt dann zu Vernarbungen. Das schlimmste ist aber eigentlich, dass Würmer ganz oft, wenn die im Magen-Darm-Takt sitzen, einfach Nährstoffe saugen oder auch zu einer Blutanämie führen können. Weil die natürlich ihren Wirt nach und nach quasi aussaugen, dann entsprechend davon leben zu können. Felix Tierwelt: schon mal krass bedeutet wiederum, man sollte auf jeden Fall das Thema ernst nehmen und nicht nur einfach schlecht weg so ein bisschen ignorieren. Ich habe ja ganz ganz viele Klienten, die total unsicher manchmal sind und nur das Beste für ihren Vierbeiner haben wollen oder machen wollen, sage ich mal so. Und da kommen natürlich immer mal so Unsicherheiten und Bedenken, die ich auf mein tolles Handy bekomme, zugeschickt. Und eine Frage sollten wir definitiv klären. Können jetzt Würmer auch auf den Menschen übertragen werden, vom eigentlichen Vierbeiner hin oder gar nicht? Mareile: Ja, das geht schon. Es kommt ein bisschen drauf an, was für eine Wurmart das ist. Man nennt das typischerweise Zoonose. Das vielleicht viele ja auch schon mal gehört. Und das Typische ist auch, wie sich Würmer vom Hund auf den Mensch übertragen können, ist auch wieder über Schmierinfektion. Ich hab den Kot aufgesammelt, hab dann doch ein bisschen was vom Kot abgekriegt und geh mir danach ins Gesicht und so weiter. So kann das übertragen werden. Oder auch ein Thema ist, auf Spielplätzen in Sandkästen. Wenn ein Hund in so Sandkasten gemacht hat und das Kind spielt da und die nehmen alles Mögliche in den Sand und essen den Sand oder Erde. Und wenn da dann auch Kot drauf war, in dem Wurmeier drin waren, dann findet auch so einfach eine Infektion auf den Menschen statt. Und vom Prinzip her, also der Mensch ist bei manchen Wurmearten auch nur ein Fehlwirt. Das heißt, der nimmt die Eier auf und die werden einfach wieder ausgeschieden und es passiert nichts. Und für manche Wurmarten ist auch der Mensch quasi ein passender Wirt und auch da führt dann so ein Wurmbefall eigentlich zu den gleichen Problemen wie beim Hund auch. Also sie setzen sich im Gewebe fest, saugen Nährstoffe, durchbandern das Gewebe. Genau, vor allem beim Fuchsbandwurm sagt man und bei Spulwürmern, dass das eigentlich so die Würmer sind, die dann auch am gefährlichsten für den Menschen sind. Felix Tierwelt: Bedeutet, das Risiko ist da, es ist aber nicht extrem hoch sozusagen. Mareile: Genau, also dadurch, dass so ein Wurmbefall tatsächlich auch nur 16 Prozent dann ungefähr ist und davon ja wiederum 70 Prozent, vor allem die Gajadien, ist die Chance, dass so was passiert, eigentlich recht selten. Aber es kann natürlich doch immer mal passieren. Genau. Also Hygienemaßnahmen Felix Tierwelt: Verstehe. Mareile: helfen einfach, Hände waschen, sich nicht vom Hund durchs Gesicht lecken lassen oder über den eigenen Mund lecken lassen. Das ist dann so eigentlich die häufigste Infektionsquelle. Und auch als Mensch kann man aber entwurmt werden. Also das gibt es auch. Felix Tierwelt: Sehr geil. Das ist aber ein guter Tipp, den du da gerade nennst, weil im Endeffekt, wenn der eigene Vierbeiner wirklich Würmer hat, sollte man halt jetzt nicht sich abschlecken lassen oder weiß Gott was, weil halt das Risiko trotzdem besteht, dass es auch übertragen wird. Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig, das aufzugreifen oder zu wiederholen, dass man dann halt die Zuneigung halt anders wählt oder die Liebe zum Vierbeiner, Mareile: Ja. Felix Tierwelt: das zu dem Punkt. Bevor wir jetzt mal... darauf zu sprechen kommen, wie man überhaupt Würmer erkennt, finde ich es ganz ganz wichtig mal zu gucken oder dich zu fragen, nämlich wenn jetzt mein Hund topfit aussieht, also er ist gesund, munter, frisst gut, bleibt gut, kann er dann trotzdem Würmer überhaupt haben. Mareile: schon auf jeden Fall. Also ganz oft, wenn der Wurmbefall noch nicht so lange da ist oder nicht so stark ausgeprägt ist, sieht man so einem Hund einen Wurmbefall eigentlich auch gar nicht an. Das hat zum einen damit zu tun, sagen wir, mein Hund schnüffelt jetzt an infizierten Hundekot, dann nimmt er diese Wurmeier auf und dann brauchen diese Wurmeier auch erst mal wieder eine Weile, bis sie sich quasi zu Larven entwickeln und bis diese Larve sich dann wieder zu einem Wurm entwickelt hat. Der Wurm fängt dann auch wieder an. Eier auszuscheiden, das dauert einfach ein paar Wochen. Das heißt von einer Infektion bis hin zu wirklich einem adulten Wurm quasi im Hundekörper, der auch Schaden anrichtet, vergehen in der Regel einige Wochen. Und in dieser Zeit sieht man dann erst recht in der Regel noch nichts vom Wurmbefall. Wenn jetzt ein Hund aber oder bei Katzen kennen, dass manche vielleicht irgendwie im Ausland oder aus dem Tierschutz wie auch immer, dass die so ein ganz dicken Bauch haben, aber eigentlich sehr mager sind, so von der Körpergestalt her, dann sind die so verwurmt, dass dieser Bauch eigentlich schon total aufgebläht ist, das Tier auch schon bisschen abgemagert ist, dann sieht man denen das an. Aber dann sind schon einige Wochen mit diesem Wurmbefall einfach vergangen, bis das überhaupt sichtbar wird. ganz oft sehen sie fit aus und haben aber schon Wurmbefall. Felix Tierwelt: Das das Krasse, wo man einfach auch Acht geben sollte oder dann zumindest auch weiß, ey, der Fehlbeiner kann gesund sein, alles ist schön und gut oder ich sag mal gesund aussehen, aber in Wirklichkeit bahnt sich etwas nicht so tolles an. Und deswegen lass uns da gerne mal ins nächste Kapitel so bisschen reinrutschen. Wie erkenne ich jetzt überhaupt Würmer? Also was sind so Symptomatiken, die jetzt wirklich auf Würmer hinweisen? Hast du da was auf Lager? Mareile: Das ist in der Regel, weil die Würmer ja quasi den Magen-Darm-Trakt im ersten Moment auch mal befallen, ist das so was wie Durchfall oder immer wiederkehrender Durchfall, ein bisschen Fieber oder Appetitlosigkeit, stumpfes Fell. Das ist, ich, was, jeder irgendwie auch mit Wurmbefall assoziiert. Gerade auch bei Pferden ist das irgendwie immer ein Thema. Und dann dadurch, dass diese Würmer ja quasi Nährstoffe und so weiter saugen, vom Hund eben dann auch Gewichtsverlust. Das Gefühl hat, ich füttere und füttere oder füttere immer ein bisschen mehr und irgendwie nimmt mein Hund doch nicht zu. das würde ich so sagen, Gewichtsverlust und stumpfes Fell ist eigentlich so ein typischer Teil. Oder dieses Schlittenfahren, was manche vielleicht kennen. Das kommt dann auch einfach durch Juckreiz im Analbereich beim Hund. Aber Gewicht und stumpfes Fell würde ich mal so auf die eins setzen. Felix Tierwelt: Find ich schon mal ganz gut, da kann ich noch was hinzufügen. Nämlich, dass man mal versucht, eine Art Tagebuch zu führen. Also nicht Tagebuch unbedingt, aber grundlegend, dass man aufschreibt mit dem Gewicht, dass man das sehen kann. Weil viele machen das nicht und dann meistens dann, wenn der Fieber eine krass abgenommen hat, erst dann sehen sie das und das kann man vermeiden, indem man ein bisschen das Ganze aufschreibt. Weil er schreibt, bleibt, man kennt den alten Spruch. Da ist auch was wahres dran. Das sollte man definitiv machen. Generell wissen wir jetzt schon mal, was die Symptomatiken sind. Man muss aber auch dazu sagen, Würmer können ja trotzdem da sein, aber man erkennt nichts. Das ist halt das Schwierige an dieser Geschichte. Du hast es ja gesagt mit dem Durchfall. Sieht man dann auch die Würmer im Kot, wenn die dann so herumschwimmen oder ist es nicht? So der Fall. Mareile: Also das lesen wir immer wieder in Facebook-Foren und so weiter, dass ganz viele Leute sagen, ich brauche doch irgendwie keine Kotuntersuchung. Ich sehe doch, wenn mein Hund Würmer hat, das ist, glaube ich, einer der größten Irrtümer. Es gibt eine Ausnahme, wo das richtig ist, und dann sage ich gleich was zu den anderen. Das sind die Bandwürmer. Weil normalerweise scheidet ein Wurm einfach nur ganz kleine Eier aus und der Bandwurm scheidet sogenannte Eierpakete aus. Und die kann man dann auch mal so ungefähr reißkorngroß im Kot erkennen. Also das sind wirklich Wurmbefall, den man sehen kann. Muss nicht immer sein. Also es kann auch ein Bannwurmbefall da sein und ich sehe das nicht im Kot. Und bei allen anderen Würmern, also vor allem hier auch Spulwürmer, die ja bisschen häufiger vorkommen, sind diese Wurmeier so mikroskopisch klein, dass wir die uns im Labor mit hundertfacher Vergrößerung anschauen. Und da kann man sich vorstellen, wie groß so eine hundertfache Vergrößerung ist. Also wir haben dann so einen Objektträger. Der ist ungefähr so 7 cm lang und 2 cm breit. Und darauf gucken wir uns 300 Bildausschnitte mit hundertfacher Vergrößerung an, diese Eier dann zu sehen. Und auch in so einem Bildausschnitt ist so ein Ei dann einfach nur irgendwie 0,3 cm groß. Also die sind wirklich, wirklich klein. Deshalb kann man so einen Code nicht erkennen. Höchstens halt, wenn total viel Durchfall und so weiter dann da ist durch diese Symptome. Aber nicht, dass ich jetzt ein Ei da sehe. Und ich sehe auch keinen ganzen Wurm. Der Wurm wäre ja... Er tötet sich ja selber ab, wenn er aus dem Körper rauskommt, weil er dann ja keinen Wirt mehr hat, wo er Nährstoffe saugen kann, wo er Blut saugen kann, zu überleben. Deshalb hat ein normaler Wurm auch gar keine Motivation, da rauszukommen, sondern die beißen sich an der Darmsteinhaut auch fest. Die kommen erst raus, wenn entwurmt wird oder wenn der Befall wirklich so stark ist, dass der Hund so überbesiedelt ist, dann kommt auch mal ein ganzer Wurm raus. Aber in der Regel sind es nur die Eier. Felix Tierwelt: Das ist schon verrückt. Und dann muss man auch sagen, so gut wie das menschliche Auge ist oder wie manche Menschen so denken, man sieht es nicht. Und das ist, ich, der Hauptaspekt, wenn man wirklich irgendwelche Würmer sehen sollte, die da außen sind, wie du es schon gesagt hast, dann ist höchste Eisenbahn. Und darum geht es auch mir. Was für Symptome sind da, wo du sagst, höchste Eisenbahn richtig oder besser gesagt jetzt direkt handeln? Ist es sowas wie wenn ich den Wurm schon im Kot sehe oder gibt es noch andere Symptomatiken? Mareile: Ja, also auf jeden Fall das einmal als erstes, wenn ich die Bandwurmeier oder diese Eierpakete schon im Kot sehen kann oder schon ganze Würmer irgendwie rauskommen, dann würde ich auf jeden Fall eigentlich auch gar nicht mehr warten, eine Probe einzuschicken, sondern schon mal direkt zum Tierarzt gehen. Und dann gibt es eigentlich noch zwei andere Sachen. Das ist einmal, was ich eben angesprochen hatte, was man vor allem oft bei Welpen hat, ist einfach so ein extrem aufgeblätter Bauch und trotzdem aber ein recht schwaches Tier an sich. die Wirbelsäule vielleicht auch schon sieht oder die Rippen zu doll sieht. Und dann alles rund Atembeschwerden. Also immer wiederkernder Husten ist eigentlich so das Top-Anzeichen für Lungenwürmer. Genau, und da ist vor allem auch wichtig, nicht jede Wurmkuh wirkt gegen jeden Wurm. Das heißt, wenn ich standardmäßig immer entwurme, heißt das nicht, dass dieser Wirkstoff zum Beispiel auch gegen Giadin wirkt oder gegen Kokzidin oder auch gegen Lungenwürmer oder die Behandlungsdauer ist auch ein bisschen verschieden. Deshalb ist es auch da einfach wichtig, so einer Beschwerde erst mal zu gucken, hey, welche Wurmband ist denn da, dann auch gezielt handelt zu können. Felix Tierwelt: verstehe auf jeden Fall bedeutet auch wiederum auch wenn man eine gewisse Wurmkur verwendet muss sie nicht helfen weil es zum Beispiel spezielle andere Würmer sind und das ist eine schöne Überleitung auf den nächsten Abschnitt oder das nächste Kapitel nämlich wir müssen mal wirklich aufräumen rund das Thema Testen oder Wurmkur weil da scheiden sicher die Geister die einen sagen nur das die anderen sagen nur das die anderen sagen gar nichts davon Wirst du wahrscheinlich auch schon mal gehört haben. Mareile: Ja. Felix Tierwelt: Was macht denn aus deiner Sicht oder deiner Erfahrung Sinn? Ist es regelmäßig testen oder regelmäßig entwurmen? Was ist da sinnvoller? Mareile: Also ich würde erstmal sagen, dass es gut ist, erst mal eins von beiden zu machen. Weil soweit wir das immer mitkriegen, es auch sehr viele, die einfach gar nichts machen. Also weder regelmäßig entwurmen, noch regelmäßig zu testen. Und dadurch sind es zwar nur 16%, aber auch 16 % sind 16%. Also ich glaube, ist nichts, was man jetzt irgendwie verachten sollte, dass es irgendwie Würmer da draußen gibt. Von daher alle, die schon mal eine dieser Strategien regelmäßig machen und das alle... Die S-Cub, das kann man mal nachlesen, die geben so ganz viele Empfehlungen raus, die sagen immer alle drei Monate, aber da ja auch eine Wurmkuh, aber auch eine Kurduntersuchung teuer ist, sagen wir auch, hey, dann macht's halt nur alle sechs Monate, Hauptsache ihr macht's irgendwie in einer gewissen Regelmäßigkeit. Das ist einfach wichtig, weil es auch immer mal sein kann, dass je nach Zyklus oder was ich eben gemeint hatte, je nachdem man der Hund sich angesteckt hat, sind die Wurmeier noch gar nicht so weit entwickelt, dass eine Wurmkuh überhaupt wirken würde. oder dass wir die überhaupt in der Kotprobe finden könnten. Also das kann immer mal sein, wenn ich das jetzt nur einmal im Jahr mache und gerade zwei Wochen vorher diese Infektion stattgefunden hat, dann gebe ich eine Wurmkur oder ich teste den Hund und die Wurmkur macht die Eier noch nicht kaputt und im Test sind auch noch keine Eier da, weil diese Eier müssen erst eine Larve werden, wieder ein Wurm werden, der dann wieder Eier ausscheidet, die ich im Kot finde. Und wenn ich das dann nur einmal im Jahr mache, ist im schlimmsten Fall mein Hund ein Jahr lang verwurmt. Und das wollen wir halt vermeiden. so alle drei bis sechs Monate ist schon gut. Und im Endeffekt hat alles seine Vor- und Nachteile. Wir machen natürlich Labordiagnostik und verkaufen keine Wurmkuren. Aber wenn ich mich jetzt dafür entscheide, alle drei bis sechs Monate eine Wurmkur zu machen, dann ist schon mal der Großteil der Würmer damit abgedeckt. Also Bandwürmer, Lungenwürmer und so weiter brauchen ein bisschen andere Behandlung. Es ist vergleichsweise günstig im Vergleich zu einer Wurmkur. Aber, und das sehen wir zum Beispiel bei Pferden schon sehr stark, wenn ich immer ein Medikament gebe, ohne dass irgendwas da ist, fördere ich damit auch Resistenzen. Und ich finde, gerade in heutiger Zeit sollte man eigentlich sehr verantwortungsvoll mit Medikamenten umgehen und die auch nur dann einsetzen, wenn wir sie brauchen. Nicht, dass sie irgendwann nicht mehr wirken, weil wenn der Hund wirklich einen Wurmbefall hat, dann brauchen wir halt eine Wurmkur, die auch wirkt. Und der Nachteil ist so bisschen, es kann auch immer mal sein, dass die Wurmkur eben nicht gewürgt hat, dass sie unterdosiert war. dass ein Wurmbefall vorliegt, gegen den dieser Wirkstoff nicht hilft, den ich jetzt gerade anwende. Das sind so bisschen die Nachteile davon. Und auf der anderen Seite, wenn ich sage, ich teste meinen Hund regelmäßig, das zeigt dann wirklich, okay, sind Würmer da? Welche Würmer sind da? Aber auch da besteht immer eine kleine Wahrscheinlichkeit, dass jetzt gerade in der Probe keine Wurmeier drin waren und dass deshalb ein Befund negativer, obwohl der Hund entwurmt ist. Also es ist gerade am Anfang, wenn der Befall noch nicht so stark ist. Felix Tierwelt: Mhm. Mareile: Genau, deshalb werden extra immer drei Kotproben von drei Tagen gesammelt. Und die werden dann zusammen untersucht, weil dann in der Regel sind auch die Wurmeier da drin. Wenn ich jetzt nur eine Kotprobe von einem Tag einschicken würde, kann es immer mal sein, dass da kein Ei drin war. Genau, aber so Test ist natürlich auch bisschen teurer als eine Wurmkur. Aber gleichzeitig belastet er jetzt auch nicht die Darmflora. Wenn ich immer Medikamente gebe, das ist ja auch wieder ein Thema. Es gibt manche Hunde. Die haben einen sogenannten MDR1-Gendefekt, da funktioniert die Puth-Hirn-Schranke nicht so richtig und die kriegen dann zum Beispiel einen epileptischen Anfall von der Wurmkur oder von ... unseren Sekenschutz gibt es das auch. Ja, es ist so ein bisschen ... Muss das, glaube ich, jeder für sich selber entscheiden, aber ich würde wirklich sagen, solange eine von beiden Strategien gemacht wird, ist das schon Felix Tierwelt: Denke ich auch und das ist wichtigste ist man muss halt für sich das auch wissen aber wenn man sich das einfach mal veranschaulicht und sagt beispielsweise bei einem selbst man nimmt ja auch nicht einfach irgendwelche medikamente weil man den verdacht Mareile: Ja. Felix Tierwelt: hat vielleicht irgendwas habe ich ja dann haue ich mir irgendwas rein. Nee wenn gerade schmerzen da sind ich lasse es überprüfen dann weiß ich was es ist und nehme daraufhin etwas und ich glaube das ist wirklich zu ver- den oder einfacher zu verstehen als immer diese großen Begriffe. Und ich sehe das genauso wie du. Klar, entwickelt Wumptests, so muss man das ja sagen mit WTW. Wir fügen das auch in der Videobeschreibung und in den Kommentaren mit an. Dann kann man sich mal schlau machen und auch mal einen von euch testen. Ich glaube, das ist sehr, sehr wichtig, einfach mal auch da mit Erfahrung zu sammeln. Aber grundlegend ist es halt einfach wichtig, regelmäßig dran zu bleiben, weil ich sage das immer so schön oder so sehr einfach. Das kennt man von mir. Vorsorge ist immer besser als Nahsorge. Und auch wenn es ein Geld kostet, jeder muss das für sein Geldbeutel wissen, aber es ist halt so, wir haben alle als Hundesbesitzer eine gewisse Verantwortung für unseren Vierbeiner. Hunde können leider nicht reden, die können auch nicht handeln, die sind auf uns angewiesen und das ist ganz wichtig. Mareile: Ja, und fast jede Tierversicherung übernimmt es mittlerweile. Also nicht jede, aber die meisten, ich würde es jeden Fall einfach mal versuchen und einreichen, weil auch die, das ist ja in der Phänomenalmedizin eigentlich genau das Gleiche, auch immer mehr auf Vorsorge setzen. Also bei den meisten ist es mit. Felix Tierwelt: Also super geil, dann kann man das dann noch so abrechnen lassen. Besser Mareile: Ja, genau. Felix Tierwelt: geht's ja nicht. Du hast das vorhin schon bisschen beschrieben teilweise, aber lass uns mal in das Thema tiefer reingehen, dass man das vor allem versteht. Nämlich wie funktioniert so ein Wurmtest denn überhaupt genau? Also wie wird das sozusagen geprüft, dass da Würmer da sind oder dann doch nicht? Mareile: Ja, es gibt verschiedene Labormethoden, die man da anwenden kann und die unterscheiden sich eigentlich darin, wie sensitiv ist eine Methode. Das heißt, wenn Eier in einer Kotprobe drin sind, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich die auch finde. Wir machen bei uns so 300 bis 400 Tests ungefähr am Tag. Das heißt, ich würde mal sagen, wir sind wirklich darauf ausgelegt, vor allem Wurmtests zu machen. das oder bevor ich die Analyse erkläre, Ziel ist es quasi, wir haben irgendwie Wurmeier in dieser Kotprobe drin und wir wollen diese Wurmeier später unter Mikroskop sehen. Das heißt, wir müssen den Kot so aufbereiten, dass sich diese Wurmeier in einem Sediment quasi absetzen können und die Kotprobe so klar wie möglich ist, also dass wir alles, was kein Wurmeier ist, da rauskriegen, damit wir unter dem Mikroskop ein ganz sauberes Bild später haben. Weil wenn das Bild voll ist mit allen möglichen anderen, was da so im Kot drin ist, dann sieht man einfach gar nichts. Also dann sind diese Wurmeier zwar auf dem Objektdringer im Mikroskop, aber man sieht nichts. Und deshalb funktioniert das so. Also wir kriegen drei Kotproben von allen Tierbesitzern von drei verschiedenen Tagen. Dann wird von jeder Kotprobe ein Teil abgenommen und das kommt in ein Röhrchen rein, zusammen mit einer Flüssigkeit. Und dann machen wir erst mal eine grobe Filtration. Das kommt dann auf so einen Schüttler mit dieser Flüssigkeit und wird quasi durchgeschüttelt. Dann wird das Röhrchen umgedreht und da ist so ein und in diesem kurben Filter oben bleiben erstmal alle groben Feststoffe aus der Kotprobe hängen. Danach wird dann die verbleibende Flüssigkeit, wo sich dann die Wurmeier drin gelöst haben, also die lösen sich einfach durch diese Flüssigkeit und durch das Schütteln, kommt dann in die Zentrifuge und da wird das ja ganz schnell quasi gedreht und durch diese Fliegkräfte in der Zentrifuge setzt sich dann alles, was recht fest ist, unten in dem Röhrchen ab. Und diese Flüssigkeit hat auch eine gewisse Konzentration, die auch noch mal dazu führt, dass sich diese Eier absetzen. Und das ist dann quasi so ein ganz, ganz kleines Sediment in so einem Röhrchen drin. Und das wird dann quasi rauspipettiert. Dann wird das noch mal mit einer anderen Flüssigkeit angereicht, die nur diese Eier anfärbt, also die ist extra dafür gemacht. Und die Eier mit der angefärbten Flüssigkeit, man sieht die Eier dann ja auch immer noch nicht, das ist einfach die Flüssigkeit in der Pipette. Das wird dann auf so ein Objektträger gegeben, also so ein kleines Gläschen. Da kommt noch mal ein Gläschen oben drauf. Und dieser Objektträger fährt dann unter ein Mikroskop. Das Mikroskop macht 300 Bilder von einem Objektträger. Diese Bilder laufen dann nochmal durch eine Bilderkennung durch und die Bilderkennung erkennt dann, ist es ein Spulwurm, ist es ein Hakenwurm, ist es ein Lungenwurm, wie viele Würmer sind das? Also zählt quasi auch die Befallstärke. Das erkennt quasi das System, das haben wir selber gebaut. Und die Bilder werden alle noch mal durch eine menschliche Person auch noch mal gegengecheckt und dann bestätigt oder eben auch nicht bestätigt. Aber in der Regel ist die Bilderkennung, die erkennt viel, viel mehr als das menschliche Auge, weil sie natürlich auch einfach nicht ermüdet, jeden Tag die gleiche Qualität quasi hat. Ja, so funktioniert so im Groben eine Code-Analyse. Und dann gibt es noch für die Lungenwürmer, die ich eben angesprochen hatte. Da finden wir keine Eier, sondern da sind so kleine Larven im Kot. Und diese Larven würden wir bei dieser Aufbereitungsmethode, die ich gerade erklärt habe, nicht finden. Deshalb macht man da noch ein sogenanntes Larvenauswanderungsverfahren. Da werden die Larven noch mal eine andere Flüssigkeit gegeben, wandern dann über Nacht durch diese Flüssigkeit aus. Und auch dann geben wir wieder so ein Sediment auf den Objektträger und gucken uns das unter dem Mikroskop an. Genau. Felix Tierwelt: Das läuft. Das ist auch mal interessant zu wissen, weil so etwas bekommt man ja nie mit. Mareile: Ja. Felix Tierwelt: Ich bekomme ja immer wieder so Fragen gestellt teilweise und die Frage, durch die einfach mal weitergeben, nämlich Mareile: Mhm. Felix Tierwelt: wie zuverlässig sind dann solche Tests überhaupt? Sprechen wir mal explizit den Wurmtest. Mareile: Ja, also wenn Eier im Kot ist, ist das super zuverlässig. Also es ist über 95 Prozent auf jeden Fall. Das einzige, was diese Zuverlässigkeit beeinflusst, ist, dass der Wurmbefall einfach noch nicht so stark ist, dass gerade keine Eier ausgeschieden wurden. Also das liegt dann nicht an der Laboranalyse an sich, dass die irgendwie schlecht ist, sondern das liegt einfach daran, dass da noch keine Eier im Kot waren. Genau, also das muss man schon immer wissen. Deshalb ist auch da einfach eine gewisse Regelmäßigkeit vom Testen her wichtig. Felix Tierwelt: Du ja vorhin schon gesagt, wenn das Ganze noch nicht so reif ist oder noch nicht so weit entwickelt ist, dann sieht man das noch gar nicht in Bezug auf den Wurm und Co. Ist auf jeden Fall super spannend. Wenn wir natürlich nochmal ganz zurückgehen, der ganze krasse Ablauf kommt mit den ganzen technischen Details, was passiert Mareile: Ja. Felix Tierwelt: denn eigentlich davor? Also wie darf man sich das vorstellen? Du hast ja, ich weiß nicht, ob du überhaupt einen Test gerade da hast von euch, von WTWO. Mareile: ganz anders her. Felix Tierwelt: Wenn nicht ist es auch nicht schlimm, aber der Punkt ist, wie ist denn das genau? Also der Hundebesitzer geht dann her und tut dann jeden Tag mal bisschen so Codes ein bisschen einsammeln und dann irgendwo reinpacken oder wie läuft das denn grundlegend ab? Mareile: Also bei uns bekommt man so eine Probenbox, die kann man sich entweder im Webshop bestellen oder wir haben mittlerweile auch ganz viele Partner, Tierärzte oder Tierpraktiker, Ernährungsberater, Barfläden, wo es auch unsere Tests gibt. Und dann ist in jedem Test sind drei Dosen mit drin oder es haben wir mittlerweile auch bei ganz vielen Tests so ein Röhrchen mit einer Konservierungsflüssigkeit und damit sammelt man dann an drei Tagen von drei verschiedenen Kot-Absätzen immer eine gewisse Menge Kot. Wenn das in dieses Konservierungsröhrchen reinkommt, dann kann die Probe theoretisch ein Jahr lang unterwegs sein bei allen möglichen Temperaturen und da passiert nichts. Also weil wir müssen schon gucken, dass auf dem Transportweg durch Hitze oder durch Austrocknung diese Eier einfach nicht platzen. Deshalb haben wir mittlerweile ganz oft so eine Konservierungslösung, die wir damit rausschicken. Genau, damit sammle ich, wann immer der Hund dann macht an diesem Tag, ein kleines bisschen von dieser Kotprobe. Und das reicht auch vollkommen aus, weil wenn der Hund Würmer hat, dann sind da so viele Dutzende Eier in diesem Kot. Also vielleicht nur mal als Beispiel, dass man sich das vorstellen kann. Bei Pferden entwürmt man bei der Wurmadstrongoliden nur noch ab 200 Eiern pro Gramm, die gefunden werden. Wenn das da drunter liegt, entwürmt man nicht mehr wegen der Resistenzlage. Und dann kann man sich mal vorstellen, ein Gramm Kot, das ist ungefähr, ich glaube, ein bisschen weniger als mein kleiner Fingernagel. Und das in diesem einen Gramm Kot... dann 200 Eier überhaupt drin sind. Das klingt natürlich bisschen eklig und bisschen viel. Aber das ist einfach so. Diese Würmer scheiden einfach sehr viele Eier aus. Das heißt, auch in so einer kleinen Menge findet man dann schon Wurmeier, die sind auch ganz gut verteilt. Genau, das reicht vollkommen aus. Felix Tierwelt: finde ich schon hochspannend bedeutet wiederum wenn man das jetzt alles zusammen fasst dass solche tests wirklich sehr aussagekräftig sind klar man kann ja nicht jetzt das wunder erwarten wenn das ganze noch im anfangstadium ist von den eiern oder gegenüber dem wurm aber generell macht es halt schon sinn regelmäßig zu testen zu beobachten das ganze und dann wirklich zu handeln grundlegend lassen es aber auch die andere seite beleuchten weil das ist finde ich auch sehr wichtig nämlich In Bezug auf eine Wurmkur. Was macht denn die überhaupt genau? Weil die meisten denken sich auch so, die schmeiß ich rein und dann wird's Aber was passiert da überhaupt im Körper? Mareile: Ja, also rein chemisch gesehen ist eine Wurmkur eigentlich ein Nervengift, weil wir wollen ja, wenn der Hund Würmer hat und wenn wir den entwurmen, dass diese Würmer abgetötet werden und aus dem Hund rauskommen. Und diese Würmer beißen sich ganz oft, zum Beispiel in den Magen-Darm-Trakt, in den Schleimhäuten quasi fest. Und wenn ich dann die Wurmkur gebe, wirkt die wie ein Nervengift, der Wurm kann sich nicht mehr festbeißen. Der wird gelähmt, also es passiert einfach so eine dauerhafte Muskelkontraktion, stirbt dadurch ab und kommt aus dem Hundekörper raus. Und das heißt, oder die Wurmkur ist so aufgebaut, dass der Wurm hat bestimmte Rezeptoren und diese Wurmkur dockt genau an diese Rezeptoren an, die den Wurm dann entsprechend abtöten. Der Hund wiederum hat auch gewisse Rezeptoren und die Wurmkur hat jetzt keine so, man nennt das hohe Bindungsaffinität zu diesen Rezeptoren vom Hund wie zu diesen Rezeptoren vom Wurm. Aber zum Teil, also man sagt ungefähr in zehn bis hundertfach schwächer als bei dem Wurm, hat diese Wurmkur auch Auswirkungen auf die Rezeptoren beim Hund. Also der kriegt davon schon auch was mit. Das lässt sich einfach nicht vermeiden bei den Wurmkuren. Genau und dadurch passiert das eben bei manchen Hunden, dass sie dann auch Symptome haben. Oder wenn der Hund total verwurmt war und auf einen Schlag werden diese ganzen Würmer abgetötet, ist natürlich auf einen Schlag der ganze Magen-Darm-Trakt voll mit Würmern. Bei Pferden zum Beispiel führt das dann oft zu so einer Kolik. Und bei Hunden kann das dann auch im ersten Moment erst mal zu einem Problem mit der gesamten Verdauung führen, weil halt alle Würmer auf einen Schlag dann so abgetötet werden, wenn der Befall jetzt schon ganz stark Felix Tierwelt: Das ist schon verrückt. Wenn man Mareile: Kanal. Felix Tierwelt: darüber nachdenkt, was da alles passiert und wie das ist, Mareile: Ja. Felix Tierwelt: heuriker. Das ist schon mal krass. Was ich insgesamt zusammenfassen kann, für jeden der gerade noch zuhört und zuschaut, man sollte einfach für sich wissen, was man wirklich machen möchte. Ich glaube, wir können hier schon wirklich sehr gut aufklären, dass man wirklich sagt, dadurch regelmäßig testen und vor allem wenn dann was da ist, ein positives Zeichen, dass der Würmer da sind. nicht noch heuriker schreien und das ausdrucken, wie es in der Urkunde ist, sondern man sollte dann wirklich was machen, weil das ist ja kein schöner Zustand. Mareile: Ja, ja, dann auf jeden Fall. Vielleicht noch ein Punkt dazu, auch zu dem Was-Machen. Es gibt ja auch oft, glaube ich, wenn man das googelt und so weiter, natürliche Wurmkuren. Ich würde auch mal sagen, ich glaube, das sehen die meisten Tierärzte auch sehr kritisch. Ich bin da jetzt auch nicht so tief im Research und so weiter drin. Das ist eigentlich was, was, glaube ich, supergut ist, vorbeugend zu unterstützen, dass, wenn ein Hund Wurmeier aufnimmt und so weiter, sich die Würmer nicht so doll bei ihm einnisten können. Aber in der Regel kriegt man einen Wurmbefall, vor allem, wenn er stärker ist, wirklich nur mit einer Wurmkur auch weg. Deshalb ist es an sich ja schon mal toll, dass es überhaupt so ein Medikament gibt, was es schafft, das quasi so nur die Würmer abzutöten und nicht zu schlimme Effekte auf den Hund zu haben. Aber gerade wegen der Resistenzlage. sollte man da echt ein bisschen vorsichtig mit umgehen. Ich glaube, der Hund ist auch ganz dankbar, wenn er es nicht einfach profilaktisch alle drei Monate kriegt. Felix Tierwelt: Definitiv, da kann ich auch das dazu sagen. Also man sagt ja meistens in Bezug auf Kürbiskerne oder so was, in Bezug auf Kurkumin, wenn ich jetzt nicht ganz falsch liege, dass das halt hilft und so. Aber dann sind wir wieder bei dem Punkt, man verlässt sich halt auf etwas, wo man wirklich nicht weiß, wie es wirklich aussieht. Und man weiß auch gar nicht, ist irgendwas wirklich da überhaupt. Und du hast es vorhin schön erklärt, deswegen will ich das auch wiederholen. Es gibt natürlich auch Würmer, die dann gar nicht darauf ansprechen, die dann sagen, ich habe gar kein Problem damit, mache einfach weiter. Ich fress mich weiterhin durch und das ist ja die Thematik, das professionell wirklich machen zu lassen und wirklich zu erkennen, okay, aufgrund von dem Test, das ist wirklich da und jetzt sollte ich das und das machen. Und lass uns da mal eintauchen, nämlich in Bezug auf konkrete Tipps, dass man jetzt einfach weiß, okay, was mache ich jetzt als Hundebesitzer denn genau? Nämlich, was würdest du denn empfehlen, jedem Hundebesitzer in Bezug auf Was sollte man dann konkret tun, wenn wirklich Würmer vorhanden sind? Mareile: Also wenn Würmer vorhanden sind, das heißt entweder, weil ich es irgendwie doch, Bandwurmeier, Bandwurm-Ei-Pakete im Kot gesehen habe oder doch ganze Würmer oder eben einfach eine Kotprobe positiv war, dann würde ich, das soll jetzt aber kein tierärztlicher Rat sein, ich bin keine Tierärztin, aber würde ich empfehlen, den Hund auch entsprechend zu entwurmen. Wir geben immer mit jedem Befund, haben wir so eine Tabelle, wo man alle Wurmarten sieht und dann sieht, welche Wirkstoffe wirken quasi gegen diese Wurmart. Man kann mit dem Befund ganz normal zum Tierarzt gehen und der Tierarzt kann einem dann die entsprechende Wurmkur geben. Also würde ich auch immer empfehlen, dem Tierarzt wirklich nicht sozusagen, mein Hund hat Würmer, sondern auch den Befund einfach zu zeigen und zu sagen, welche Wurmart da entsprechend drin ist. Man kann ihm gerne auch die Wirkstofftabelle mitgeben und dann den Hund auch nach Anleitung entwurmen. Also wirklich die Tage auch einhalten und die Dosierung einhalten, gucken, dass der Hund wirklich auch die ganze Wurmkur aufgenommen hat. Weil wenn es unterdosiert ist, dann kratzt das. Ich hab ja eben gesagt, es ist ein Nervengift. Wenn es unterdosiert ist, dann kriegt der Wurm zwar irgendwie auch mal einen weg quasi von der Wurmkur, aber wird dadurch nicht unbedingt sofort abgetötet. Und dann hab ich zwar entwurmt, aber es hat im Endeffekt nichts gebracht. wirklich gucken, dass die Dosierung auch vollständig aufgenommen wird. Felix Tierwelt: Das ist ganz gut zu wissen und vor allem, wie du es erklärt hast, ihr zeigt ja sogar auf, welche Wurmarth das ist und was dann wirklich sinnvoll wäre. Und das ist glaube ich der Hauptaspekt, dass man sich da wirklich auskennt. Wir haben vorhin schon ein bisschen über Zeiten gesprochen, generell so ein bisschen, aber ich möchte das Thema nochmal aufgreifen. Wie häufig sollte man sich also jetzt damit überhaupt beschäftigen mit diesem Thema? Das heißt vor allem die Tests an sich. Wie häufig würdest du das empfehlen? zu Mareile: Also standardmäßig empfiehlt man, alle drei Monate einen Test zu machen. Ich würde sagen, es gibt ja auch bei uns quasi den Test nur auf die Würmer oder auf die Standardgruppe an Würmern und dann ja noch mal einen extra Zusatz für die Lungenwürmer, da die Lungenwürmer schon deutlich seltener sind als die Standardgruppe an Würmern. Ich sagen, es reicht, wenn man einmal im Jahr den großen Test macht. Da sind auch Lungenwürmer mit drin und Gajadien mit drin und dann noch zwei, drei Mal im Jahr. den kleinen Test mit der Standard-Wurm-Gruppe durchtestet. Felix Tierwelt: Verstehe, bedeutet, wenn man es ganz stumpf runter bricht, einmal im Quartal. So wie du es anfangs gesagt hast. Mareile: Ja, das ist eigentlich so die Standardempfehlung. Genau. Felix Tierwelt: Ist auf jeden Fall schon mal spannend oder grundlegend muss das jeder für sich wissen, was er da macht. Aber da sind wir wieder bei dem schönen Satz, Vorsorge ist besser als Nachsorge. Grundlegend noch mal auf das Thema, bei mir ist es wirklich sehr, wichtig. Wann reicht denn jetzt so ein Test überhaupt aus und Wann sollte ich wiederum zum Tierarzt gehen? Gibt es da eine feste Rolle oder hängt das nur mit dem Ergebnis zusammen? Mareile: Eigentlich gibt es da keine feste Rolle. Es gibt manche Tierarztpraxen, die bieten auch Kotuntersuchungen an. Da würde ich immer fragen, wie diese Kotuntersuchung gemacht wird. Es gibt manche, die machen nur von einer Probe einfach nur so einen Kurtausstrich auf dem Objektträger. Das ist das, was ich eben meinte. Man sieht kaum was, weil die Probe superdreckig ist. Es war nur eine Kotprobe, es wurde nicht aufbereitet. Auch in diesem Kurtausstrich kann es sein, dass da die Eier nicht konzentriert genug drin sind. Ich würde schon immer fragen, was wir für eine Aufbereitung gemacht würden. Dass man die nachher unter Mikroskop sieht. Wenn das Bild klar genug ist, das schafft eigentlich jeder. Aber es kommt auf die Probenaufbereitung an. Die meisten Tierärzte schicken es auch weg ins Labor. Viele schicken auch an uns oder an andere Labore, wo dann hingeschickt wird. Zum Tierarzt würde ich gehen, wenn ich eine Wohnkur brauche. Wenn ich weiß, der Befund ist positiv. Oder wenn ich dahingehen möchte und weiß, er bietet auch Kotuntersuchungen an, dann kann ich auch genauso meine Kotprobe dahin bringen. Muss man halt vorher fragen, die meisten schicken es weg von dahin. Felix Tierwelt: Und ich denke mal vor allem, wenn man zum Tierarzt geht, dann hat man halt die Beratung noch mit drinne. Also kostentechnisch ist es wahrscheinlich noch mal mehr als bei euch oder wie ist das? Mareile: Ja, muss der Tierarzt auch. Genau, es gibt ja eine Gebührenordnung für Tierärzte und in der Regel muss diese Position, allgemeine Untersuchung und Beratung, die muss immer noch mit berechnet werden. Dann die Position, Proben vorbereiten zum Versand. Das ist auch kein unbeachtlicher Betrag. Genau, das kommt quasi immer dazu. Das fällt bei uns natürlich vollkommen weg. Also bei uns in den Probenboxen, die man kauft, ist alles mit drin. Die Laboranalyse an sich, der Hinversand, die Probenbox, der Rückversand, der Befund. Genau, sind quasi keine Tierarztpraxis, sondern ein Labor. Deshalb fällt bei uns eine allgemeine Untersuchung mit Beratung jetzt nicht mit an. Felix Tierwelt: Das ist ja schon mal super, weil im Endeffekt ist es günstiger und deutlich spezialisierter als manch einen Tierarzt. Das muss man einfach dazu sagen. Mareile: Ja. Ja. Da kann ich auch ein gutes Beispiel zu nennen, das haben wir bei uns öfters gehabt. Wenn ich zum Beispiel zum Augenlasern gehen will, das ist natürlich noch mal viel sensibler als eine Kurzuntersuchung, aber ich finde, das macht es sehr schön eigentlich ersichtlich, dann gehe ich hier auch nicht zu einem Augenarzt, der irgendwie zwei- oder dreimal im Monat Augenlasern durchführt, sondern eher zu einem Arzt, wo ich weiß, der macht das, weiß nicht, wie oft die das machen, 30-mal am Tag. und hat die entsprechenden Geräte da. Und genauso ist es im Endeffekt mit Labordiagnostik auch. Also je öfter man das macht oder je mehr Proben man am Tag macht, desto spezialisierter ist das Labor in der Regel und desto eher können wir uns natürlich ganz andere Sachen an Technik leisten, die dann auch nochmal wieder die Genauigkeit der Analyse beeinflusst. So eine Technik würde sich nicht lohnen, wenn wir nur zwei Tests am Tag machen. Felix Tierwelt: Macht nicht so viel Sinn, vielleicht stellt sich der ein oder andere gerade die Frage so ein bisschen, wo ist euer Labor überhaupt und seit wann gibt es das überhaupt? Mareile: Unser Labor ist am Rand von Berlin und wir haben dieses Jahr Zehnjähriges tatsächlich. Also wir das jetzt schon zehn Jahre. Genau, ja. Felix Tierwelt: Läuft, also nicht seit gestern. Und in dem Fall kann man indirekt sagen, made in Germany, weil im Endeffekt Mareile: Ja. Felix Tierwelt: wird es ja in Deutschland geprüft. Und man muss es einfach sagen, Deutschland hat ja ganz andere Qualitätskontrollen oder Ansprüche, dass so was überhaupt möglich ist, als ein Drittland, wo du einfach mal im Hinterhof wahrscheinlich ein Labor hochzüchten kannst. Mareile: Ja, genau, es gibt ja quasi Isonormen, es gibt Ringenversuche und ganz normal im Labor. Also ich glaube, ist in Deutschland eigentlich bei allen irgendwie Standard hat man immer sogenannte SOPs, also so Standard Operating Procedures, wo einfach definiert ist, wie auch bei uns, was wird quasi in welchem Schritt gemacht, weil je standardisierter ein Prozess ist, desto besser ist er natürlich auch immer wieder replizierbar. Also wenn wir jeden Morgen ... wieder irgendwie anfangen oder dann analysiert eine andere Schicht die Proben und die macht sie dann ein bisschen anders als die Morgenschicht zum Beispiel, dann haben wir da auch keine standardisierten Ergebnisse und das würde ich sagen ist in einem spezialisierten und größeren Labor dann schon immer der Fall, also denke ich auch nicht nur bei uns. Felix Tierwelt: das ist schon mal richtig richtig stark. Wir haben jetzt ja ganz viel das Thema Würmer gesprochen oder generell. Wenn du das jetzt in Form von zwei drei goldenen Regeln sozusagen zusammenfassen könntest, was wären diese Regeln? Hast du da was auf Lager? Mareile: Also als erstes würde ich immer mal sagen, so ein bisschen gesamtheitlicher betrachtet, Kot immer aufsammeln. Weil ich weiß ja nicht, ist mein Hund jetzt gerade infiziert oder nicht, so lange ich jetzt keine Kotuntersuchung gemacht habe. Und einfach Ansteckungsgefahr gering zu halten, immer Kot aufsammeln. Das glaube ich ja auch generell besser, dass alles irgendwie schön hygienisch ist. Das ist so die Nummer eins. Nummer zwei, wenn ein Wurmbefall da ist, dann halt wirklich zum Tierarzt gehen, das Medikament abholen, gucken, dass es richtig dosiert wurde. Und idealerweise, wenn man es alle drei Monate macht, ist das quasi noch mal ein Kontrolltest, aber dann auch gucken, sind die Würmer jetzt auch wirklich weg? Wenn man das alle drei Monate macht, gilt das quasi als Kontrolle. Und ansonsten einfach einen gewissen Rhythmus einhalten. Egal, ob es jetzt dann mit der Kurzuntersuchung ist, also Wurmtest oder ... mit einer standardmäßigen Entwurmung, dass er nicht denkt, ich habe das jetzt zwei Jahre nicht mehr gemacht, jetzt wird es aber nochmal Zeit, sondern einfach einen gewissen Rhythmus einhalten. Felix Tierwelt: Find ich schon mal richtig stark. Ich brauch da gar nichts mehr hinzufügen oder das nochmal zu wiederholen, weil das einfach klasse ist. Wie geht's denn jetzt eigentlich bei dir oder deiner Firma, also WTWO, sozusagen in Zukunft weiter? Gibt es da irgendwelche verrückten Projekte, die man schon benennen darf oder was geht da bei euch so ab? Mareile: Ja, also eine Sache, die wir ständig machen, ist quasi einfach das Laborportfolio erweitern. Also dass wir ständig immer schauen, was sind wiederkehrende Laboranalysen, die Tierbesitzer eigentlich von zu Hause aus machen können. Also mit einer Kotprobe, Speichelprobe, Haarprobe, Blutdiagnostik kommt vielleicht auch bald. Das ist aber ein größeres Thema. wir noch dran, wenn man natürlich irgendwo zu Blutprobenentnahme auch hingehen muss. Und ansonsten ist die häufigste Frage die uns gestellt wird, weil wir machen ja auch viele Darmprofile und Allergie-Tests. Was soll ich denn jetzt füttern oder welches Futter ist das Richtige? Und deshalb bauen wir jetzt seit Längerem schon den Ernährungsteil bei uns aus, also dass wir basierend auf den Befunden auch entsprechend passende Empfehlungen geben können. Braucht der Hund mehr Faserstoffe, mehr Proteine, weniger Fett? Welches Futter würde das entsprechend abbilden? Also wir versuchen, etwas zu bauen, wo unabhängig alle Futter quasi im selben Schema gerankt werden und wo ich dann sehe, welches Futter jetzt gerade eigentlich das passendste wäre. Felix Tierwelt: Und vor allem, was du gerade sagst, das hatten wir glaube ich schon in der anderen Folge, das mit der Blutanalyse ist ja hochspannend auch in Bezug auf die Organe oder viele andere sensible Daten, Mareile: Ja, Organfunktion, ja. Felix Tierwelt: woraufhin man ja auch wieder sagen kann, ok das und das macht beispielsweise Sinn. Die Bauchspeicheldrüse ist angegriffen oder die Niere oder oder oder. Und das ist halt eine schöne Sache. Das wird wahrscheinlich noch bisschen dauern, aber hört sich sehr, spannend an. Grundlegend noch Mareile: Bauchspeicheldrüse sieht man aber auch im Code. Das sieht man in den Darmprofilen. Da kann man Felix Tierwelt: Okay? Mareile: auch recht viele Organparameter tatsächlich schon mit analysieren oder ob die Galle richtig funktioniert. Also da geht auch schon einiges in den Code proben. Felix Tierwelt: Aufspannend, man lernt immer noch dazu. Ist sehr, sehr interessantes Thema. Deswegen vielen, vielen Dank nochmal, dass du dir die Zeit genommen hast. Ich weiß ja, wie viel du nun die Ohren hast generell. Auch an alle, wie gesagt, die gerade noch zuschauen oder eben zuhören. Ich verlinke das alles in der Videobeschreibung, in den Kommentaren. Einfach mal so einen Wumptest ausprobieren. Ich finde das super wichtig, dass man die Erfahrungen sammelt. Vorsorge ist besser als Nachsorge, was das Thema angeht. Du kennst es ja schon bei mir, Maraila. Der Gast, in dem Falle du, ist logisch. hast das letzte Wort und wenn du jetzt den Kundenbesitzern, die gerade noch zuhören und zuschauen, einen einzigen Tipp mitgeben dürftest oder könntest, was das Thema Würmer angeht, welcher Tipp wäre denn das? Mareile: Erst testen, dann handeln. Felix Tierwelt: Sehr geil. Mareile: Das ist auch unser Leitsatz von der Firma tatsächlich und da ist, glaube ich, sehr viel wahr. Felix Tierwelt: Definitiv erst testen und dann handeln. Ich glaube das ist schönes Schlusswort deswegen vielen Dank nochmal an alle anderen die gerade noch zuschauen und zuhören. Ich wünsche weiterhin viel Spaß und bis zum nächsten Mal wieder. Tschüssi. Mareile: Vielen lieben Dank.