Latest / Gin And Talk / Josef Settele über Biodiversität, Klimawandel und Artenschutz
Transcript
- 0:00Speaker 0: Klimawandel ist leicht feststellbar.
- 0:01Speaker 0: Wenn es wärmer wird oder feuchter wird, trockener was auch immer, wenn sich stark ändert merkt jeder sofort.
- 0:06Speaker 0: Wenn ich aber irgendwelche Arten für Krümeln sage jetzt mal so dann fällt das nur denen auf die die Arten eigentlich kennen und es sind gar nicht viele Menschen die eigentlich arten genauer kennen egal was sie rausgreifen.
- 0:14Speaker 0: Ich mache Schmetterlinge haben kann auch irgendwie sich Käfer angucken oder irgendwelchen Regenwürmer oder Pflanzen oder höhere Tiere vögeln.
- 0:21Speaker 0: was weiß ich also quer geht eigentlich?
- 0:23Speaker 0: Es ist Phänomen so dass wir schon mehr und mehr Arten einbösen und eine eher homogenere Umwelt in Sachen Arten viel verletzlich beobachten können.
- 0:31Speaker 0: Wir müssen dafür sorgen, dass wir gewisse Gewohnheiten nach und nach aufbrechen weil wir absehen können, dass er langfristig nicht gut
- 0:37Speaker 0: geht.".
- 0:38Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 0:39Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürk und ich freue mich sehr euch heute zu einer neuen Episode Genant Talk begrüßen zu dürfen.
- 0:46Speaker 1: Ich bin heute in Leipzig und treffe mich hier mit Professor Dr.
- 0:49Speaker 1: Josef Settele.
- 0:51Speaker 1: Er isst einer der weltweit führenden Experten wenn es um Biodiversität geht.
- 0:56Speaker 1: Ich wollte von ihm wissen, warum es eigentlich so wichtig ist dass wir Artenvielfalt auf diesem Planeten haben wie wir genau diese schützen können und welchen negativen Effekte der Klimawandel darauf hat.
- 1:09Speaker 1: Wenn dir dieser Episode von Jenna Talk gefällt dann folge uns bei Spotify, Apple Podcast oder wo auch immer du gerne Podcast hörst und hinterlasse uns eine gute Bewertung.
- 1:19Speaker 1: Diese und viele weitere Episoden gibt es auch als Videopodcast auf unserem YouTube Kanal.
- 1:25Speaker 1: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören, schön dass ihr alle wieder mit dabei seid.
- 1:33Speaker 0: und tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre unserer
- 1:54Speaker 1: Studiobahn.
- 2:03Speaker 1: Lieber Herr Professor Dr.
- 2:04Speaker 1: Settele, ich freue mich sehr dass wir uns heute hier in Leipzig treffen können an ihrer Wirkungsstätte bzw einer ihrer beiden Wirkungsstätten wie wir vorhin schon festgestellt haben.
- 2:15Speaker 1: Ich habe sie vor zwei drei vier Wochen ungefähr in München auf der DLD Nature Veranstaltung auf der Bühne gesehen.
- 2:25Speaker 1: Wir müssen unbedingt mal sprechen, weil das was sie machen sehr spannend ist und deshalb freue ich mich sehr dass wir uns heute hier treffen können.
- 2:34Speaker 1: Herzlich willkommen bei Jenna Talk!
- 2:36Speaker 0: Super danke, freu mich auch Erfolg.
- 2:38Speaker 1: Sie sind Lepidopterologe.
- 2:42Speaker 1: Das ist eines der Worte die mir bei der Recherche gleich mal direkt ins Auge gesprungen sind.
- 2:48Speaker 1: Die allermeisten die uns zuhören haben mit diesem Wort wahrscheinlich noch nie etwas zu tun gehabt.
- 2:53Speaker 1: Es ist die Schmetterlingskunde, richtig?
- 2:55Speaker 0: Genau.
- 2:55Speaker 0: Also das ist im Prinzip der Fachbegriff wenn man sowas sich vorn beschreiben möchte.
- 3:01Speaker 0: Das Lebidophthaloge natürlich super cool aber keine Verstätzung.
- 3:05Speaker 0: Man kann es herleiten.
- 3:06Speaker 0: Lebis Griechisch die Schuppe und Pteron der Flügel sind die Falte.
- 3:11Speaker 0: da kommt der Name hier
- 3:12Speaker 1: Und das Thema hat sie ja schon sehr früh beschäftigt.
- 3:14Speaker 1: ich habe gehört Sie waren im Zivildienst auch.
- 3:19Speaker 1: Ich sage jetzt mal so aktiv, dass sie gesagt haben, Sie sind rausgegangen auf die Wiesen.
- 3:24Speaker 1: Weil sie eigentlich Hausmeister waren in ihrer Zivildienstzeit und dann war da aber wohl nicht so viel zu tun gerade.
- 3:31Speaker 1: Und dann hatten sie die Möglichkeit, da schonmal auf die Felder und Wiesen zu gehen und ein wenig zu beobachten und zu suchen und zu analysieren was sich da so tut richtig?
- 3:41Speaker 0: Ja ich konnte mir ein bisschen Freiraum verschaffen sagen, ich war Hausmeist, habe auch Hausmeistersetätigkeiten gemacht also Kabel verlegt Frettchen gefüttert, ganz diverse Sachen natürlich auch.
- 3:51Speaker 0: Aber im Sommer war es irgendwie ein bisschen langweilig dort und nicht so viel los.
- 3:54Speaker 0: Dann haben wir gefragt ob ich noch ein paar Geländesachen machen kann und das habe ich dann gemacht.
- 3:57Speaker 0: Wobei die Geschichte viel länger zurückgeht.
- 3:59Speaker 0: also ich hab Schmetterlinge gesammelt, da war jetzt sechs, sieben Jahre alt.
- 4:02Speaker 0: Also ist schon sehr, sehr lange.
- 4:04Speaker 0: Und dementsprechend hab' ich dann auch als es soweit war mit dem Zivildienst auf Versuch eine Stelle zu finden, die fachlich passfähig
- 4:10Speaker 0: ist.".
- 4:11Speaker 0: Das war in dem Verleben das Pfalzmuseum für Naturkunde in Bad Durkem an der Weinstraße.
- 4:15Speaker 1: Wenn Sie sagen schon mit sechs, sieben Jahren, gab es da so einen Schlüsselmoment wo Sie gemerkt haben, dass ist ein Thema was mich wirklich interessiert?
- 4:23Speaker 0: Moment eigentlich nicht.
- 4:24Speaker 0: Es gab ein Setting aus einer Konstellation meines Alltags.
- 4:28Speaker 0: Das war ein kleines Dorf im Allgäu.
- 4:30Speaker 0: Da waren nicht viel los in der ganzen Bischofkreis eine Telefonzelle damals also sechziger Jahre Und bei den Sommerferien, meine Eltern fuhren die in Urlaub.
- 4:37Speaker 0: Also muss ich irgendwas machen und hab mir einfach für Natur irgendwie interessiert.
- 4:40Speaker 0: angefangen war ein bisschen genauer zu gucken.
- 4:42Speaker 0: Und so fing es eigentlich an also... ...Mannsundhundertsechzig war das glaube ich.
- 4:47Speaker 0: Also kein richtig einzelner Event aber so das ganze... Die ganze Konstellation.
- 4:51Speaker 0: nur halt dann günstig sowas zu machen.
- 4:53Speaker 0: Und meine Eltern waren nicht dagegen sag' ich mal vorsichtig.
- 4:55Speaker 0: Sowas verrücktes zu machen, ne?
- 4:57Speaker 0: Das war ja ziemlich abgefahren.
- 4:58Speaker 0: Insekten kann man damit was machen.
- 5:00Speaker 0: Aber immerhin macht er keinen Nonsens ist okay, lasst mich immer ein bisschen sich entfalten.
- 5:05Speaker 1: Wir wollen heute ein bisschen über Biodiversität reden.
- 5:08Speaker 1: Das näheste Wort, was den meisten wahrscheinlich direkt in den Kopf fällt ist Artenvielfalt.
- 5:13Speaker 1: Es ist ja aber eigentlich sogar noch mehr richtig.
- 5:15Speaker 0: Ja es gibt eine Definition die geht von der Arten vielfalt ausgehend weiter ins Detail Richtung genetische Vielfalt.
- 5:22Speaker 0: man kennt das vom Pflanzensorten.
- 5:23Speaker 0: Tier lassen also innerhalb einer Art ganz viele verschiedene Unterabteilungen die genetisch verschieden sind aber noch zu einer Art gehören Und über eine hochgehende Landschaft kommen eben die ganzen Ökosystemenkomponenten dazu, sei es Genetik, Population und Arten.
- 5:36Speaker 0: Und dann Landschaften ist diese Definition von Biodiversität.
- 5:39Speaker 1: Jetzt stehen wir ja als Menschheit gerade vor einer großen Herausforderung der Klimawandel.
- 5:46Speaker 1: Wir sehen die Auswirkungen heute schon immer deutlicher wenn wir uns das Ganze mal genauer anschauen.
- 5:52Speaker 1: Die Wissenschaft in sehr, sehr großen Teilen sehr einig dass wir Menschen darauf einen aktiven Einfluss nehmen.
- 6:01Speaker 1: Zumindest mal einen beschleunigen den Einfluß draufnehmen.
- 6:06Speaker 1: und die Biodiversität ist ein großer Faktor der dabei eine Rolle spielt weil natürlich vieles von dem an das wir uns als menschen gewöhnt haben davon abhängt das es eine große Vielfalt an Arten an Pflanzen gibt, an Tieren gibt.
- 6:26Speaker 1: Von denen wir ja letztlich leben.
- 6:28Speaker 1: Glauben Sie denn wenn sie mal auf die letzten Jahre schauen?
- 6:32Speaker 1: Ich kann mich erinnern vor der Pandemie hatten wir die großen Demonstrationen für Fridays for Future und wir hatten sehr viel Aufmerksamkeit auf das Thema Klimawandel.
- 6:42Speaker 1: Dann kam die Pandemie und wir haben uns alle nur noch damit beschäftigt weil es uns natürlich auch direkt sehr spürbar betroffen hat Und jetzt kommt es langsam wieder ein bisschen mehr in den Fokus der breiten Masse, dass wir unserem Thema Klima auch beschäftigen müssen.
- 6:58Speaker 1: Vielleicht auch bedingt durch Wetterkatastrophen und Umweltkatastrophe die wir gerade jetzt dieser Tage auch wieder in den USA sehen.
- 7:09Speaker 1: Wie ist denn Ihre Wahrnehmung gerade wenn Sie auf die Gesellschaft schauen.
- 7:13Speaker 1: wo stehen wir denn da gerade?
- 7:15Speaker 1: Ist den meisten Menschen inzwischen bewusst das wir was verändern müssen oder ist das noch sehr viel Überzeugungsarbeit.
- 7:23Speaker 0: Also im Thema Klimawandel sind wir glaube ich schon ziemlich weit mittlerweile, das Wissen ist eigentlich da.
- 7:29Speaker 0: Das Handel ist eine ganz andere Frage.
- 7:31Speaker 0: was machen die dann damit mit dem Wissen?
- 7:33Speaker 0: Aber ich denke schon dass die große Mehrheit der Bevölkerung Klimawandeln als wichtiges Phänomen sage ich mal erkennt einfach ein Phänomene aus einem direkt beeinflusst Hochwasser als Beispiel oder Dürreperioden abstreibende Welter im Harz etc.
- 7:46Speaker 0: alles Dinge schon klaren Link zum Klimawandel haben, für die auch den Leuten bewusst sind.
- 7:51Speaker 0: Also so weit sind wir.
- 7:52Speaker 0: aber dann weiterzugehen das wäre der nächste Schritt zusammen an dem Klimawandler.
- 7:57Speaker 0: Biodiversität ist nicht ganz so gängig sage ich mal überhaupt.
- 8:00Speaker 0: der Rückgang von Diversität is ja auch nicht so leicht zu vermitteln und nicht so leicht zu erkennen.
- 8:05Speaker 0: Klimawanderl ist er leicht feststellbar.
- 8:06Speaker 0: also wenn es wärmer wird oder feuchter wird oder trockener was auch immer wenn sich stark ändert merkt jeder sofort.
- 8:11Speaker 0: Wenn sich aber irgendwelche Arten für Krümeln sagt jetzt mal so, dann fällt es nur denen auf die die Arten eigentlich kennen.
- 8:16Speaker 0: Und das sind gar nicht so viele Menschen, die eigentlich arten gehen, aber kennen egal was ich rausgleife als ich mache Schmetterlinge haben und kann auch irgendwie sich Käfer angucken oder irgendwelchen Regenwürmer oder Pflanzen oder höhere Tiere vögeln, also Querkblät.
- 8:27Speaker 0: eigentlich ist das Phänomen so dass wir schon mehr und mehr Arten einbösen und eine eher homogenere Umwelt in Sachen Arten viel verletzlich beobachten können.
- 8:36Speaker 0: Aber das ist nicht so leicht vermittelbar Wenn gleich alle Menschen, wenn sie darüber nachdenken schon wissen das da was sein muss.
- 8:43Speaker 0: Wir essen ja Ernährungse von Pflanzen und Tieren.
- 8:46Speaker 0: Vegetare weniger von Tieren aber insgesamt von diesen beiden Gruppen von Organismen wo wir die ganze unsere ganze Wirtschaft eigentlich in Sachen Ernährungen auf die Nutzung einer großen Vielfalt aufbauen.
- 8:56Speaker 0: Das heißt dass wir als Menschen letztlich an Sorten entwickelt haben hat damit zu tun dass sich der Natur Dinge entnehmen und weiterentwickeln für unser Bedürfnis.
- 9:03Speaker 0: Aber alles sind ja sozusagen ein Organismus die wir der Natur entnehmen Und die wir eben dann zu unserem eigenen Verzehr letztlich nutzen.
- 9:10Speaker 1: Eines der vielleicht bekanntesten Beispiele, das auch immer wieder diskutiert wird wenn man von diesem Thema spricht ist dass potenzielle Arten sterben bei den Bienen und welche Folgen das dann letztlich für uns Menschen haben könnte.
- 9:25Speaker 1: Es sind ja eigentlich genau diese Zusammenhänge, die so wichtig sind zu verstehen oder dass wir Menschen verstehen, es ist jetzt nicht nur irgendwie eine Art die da plötzlich nicht mehr da ist und wird das traurig finden.
- 9:38Speaker 1: Sondern die hat auf das ganze Ökosystem um sich herum ja wiederum einen Einfluss weil vielleicht der Bestäuber wegfällt, weil vielleicht ein eine andere Art dadurch stärker wird, weil sie keinen natürlichen Feind sozusagen mehr hat.
- 9:52Speaker 1: also sind ja gerade vermutlich diese Zusammenhänge, die so wichtig sind.
- 9:56Speaker 0: Ja beim Thema Bestäubung kann man gut einsteigen, weil positiv behaftetes Thema ist.
- 10:00Speaker 0: Jeder liebt Bienen und die Biene erst mal, aber es sind eigentlich Bienen natürlich, die hohen nicht.
- 10:04Speaker 0: Bienen erkennt jeder.
- 10:06Speaker 0: Aber wir haben in Deutschland insgesamt sechshundert verschiedene Bienenarten was die man ähnlich Leute wissen also viel verschiedener gibt Und davon ist ein gewisser Anteil für unsere Produktion wichtig.
- 10:15Speaker 0: Also man kennt das aus dem ganzen Obstbau ohne Bestäubung gibt's kein Obst.
- 10:18Speaker 0: logischerweise auch sonstige Nahrungsmittel sind ganz stark abhängig von bestäubungen.
- 10:23Speaker 0: Das heißt, unsere Versorgung mit Vitaminen zum Beispiel ist ganz stark korreliert mit diesem Verhandensein der Bestäuber.
- 10:29Speaker 0: Jetzt ist so das nicht jede ausfallende Art sofort des Chaos bedingt.
- 10:34Speaker 0: aber natürlich kann man sich vorstellen nach und nach Artenausfalles irgendeines System auch kippt.
- 10:38Speaker 0: Da gibt es einen schönen Vergleich mit diesen Flugzeugen und den Nieten, wo man sagt okay ein Nieter aus dem Flugzeug raus macht nichts, aber wir wissen ganz viele ausfallen irgendwann fliegt dieses Ding auseinander und so kann man sieht die Systeme aufvorstellen d.h.
- 10:49Speaker 0: eine gewisse sozusagen Menge an Diversität ist einfach gut, um die Systeme eher resilient, also widerstandsfähig zu halten.
- 10:56Speaker 0: Also auch für die Zukunft zu sichern.
- 10:59Speaker 0: Im Bereich Bienen kann man rausarbeiten... Es gibt eine Studie aus England, die zeigt das.
- 11:05Speaker 0: zwei früher wichtige Bestäuber durch Klimawandel in dem Fall.
- 11:08Speaker 0: Ist auch gleich links schon da seltener worden.
- 11:11Speaker 0: Aber doch andere Arten letztlich, die mehr Wärme lieben waren sozusagen ausgetauscht wurden.
- 11:16Speaker 0: Das heißt, das System funktioniert weiter und es zeigt uns eben eine gewisse Vielfalt, die wir haben, ist natürlich auch direkt dafür nötig, um sich an den Klimawandel zum Beispiel oder andere Veränderungen auch anzupassen.
- 11:25Speaker 0: Also das ist ein Beispiel sehr klar und sehr deutlich.
- 11:29Speaker 0: Aber eben aus der Wissen Bienen Honigbiene ist wichtig?
- 11:33Speaker 0: Ist aber nicht alles.
- 11:34Speaker 0: also ein Drittel unserer Bestäubungsleistung in der Gra-Landschaft?
- 11:37Speaker 0: Ist honigbienbedingt über alle Kulturen weggemittelt?
- 11:40Speaker 0: Zwei Drittel sind andere als Anderlbienen oder Schwebfliegen oder Nachtfalter.
- 11:43Speaker 0: da gibt es ganze viele verschiedene Gruppen.
- 11:45Speaker 0: Mottenvulgo, Vulgermotte ist aber Nachtfalte Allein.
- 11:49Speaker 0: in Deutschland haben wir zwei tausend sieben Hundert Nacht-Falterarten, was die wenigsten Leute auch wissen.
- 11:53Speaker 0: Und ich bin auch eine wichtige Rolle beim
- 11:55Speaker 0: Bestäuben.".
- 11:56Speaker 1: Jetzt gibt es vielleicht Leute, die uns zuhören und sagen naja Veränderungen bei den Arten gab's ja irgendwie immer.
- 12:01Speaker 1: Artensterben gab's auch immer.
- 12:03Speaker 1: Es kam dafür aber auch immer wieder irgendwie mal neue Arten dazu oder Weiterentwicklungen sozusagen wenn wir das uns mal ganz nüchtern anschauen und die Veränderung anschauen Beschleunigung der Veränderungen anschauen.
- 12:21Speaker 1: Wie würden Sie denn so einem, ich sage jetzt mal Skeptiker des Artensterbens das erklären?
- 12:27Speaker 0: Also zunächst ist es richtig, es gab immer Artenstreben und es gab über eine neue Entwicklung von Arten.
- 12:31Speaker 0: Evolution hat immer stattgefunden.
- 12:32Speaker 0: Der entscheidende Unterschied von heute im Vergleich zur Historie ist der dass die Geschwindigkeit nicht völlig andere ist.
- 12:37Speaker 0: in zweiter Richtung des Verlusters von Arden.
- 12:40Speaker 0: Wir haben so aus historischen Daten und zum Teil auch geologischen Daten gewisse Vorstellungen.
- 12:45Speaker 0: Pro Million Arten weltweit im Jahr Null Komma ein bis zwei Arten verlieren, sagen wir zwei von eine Million.
- 12:53Speaker 0: Mittlerweile sind wir bei Faktor hundert bis tausend.
- 12:55Speaker 0: bei diesen Verlusten pro Jahr ist das praktisch Tausend.
- 12:58Speaker 0: Zwei-Tausend Arten pro Jahr vielleicht sogar mehr.
- 13:00Speaker 0: man geht noch davon aus dass am Tag Hundert bis Hundertfünfzig Arten verloren gehen ist ne ganz grobe Schätzung aber sagt auf jeden Fall die größte Ordnung ist Riesengroßenvergleich zu früher.
- 13:08Speaker 0: Das heißt ja Die Beschleunigung des Ausstrebens Ist Ne Ganz Wichtige Faktore.
- 13:13Speaker 0: Dennoch gibt es immer neue Arten.
- 13:14Speaker 0: Den stehen auch natürlich, waren dann so und auch sowas.
- 13:17Speaker 0: aber die können das nicht kompensieren, nicht anderen kompenzieren als verloren geht.
- 13:21Speaker 1: Wie können wir das denn überhaupt feststellen?
- 13:23Speaker 1: Also wenn wir mal auf ihre Arbeit dann auch tatsächlich schauen und die ihrer Kollegen und Kolleginnen wie stellen wir denn überhaupt Fest dass da auf einmal eine Art nicht mehr da ist oder weniger wird oder sogar ne neue art entstanden ist?
- 13:38Speaker 0: also wir gehen mal Davon außen immer Deutschland als geografischen Bezugsraum.
- 13:44Speaker 0: Dann haben wir eine ganze Menge von interessierten Kollegen, Fachleuten, Ehrenamtler aus der Bundemischung von Fachleutern.
- 13:50Speaker 0: Fachleute sind alle, die sich damit beschäftigen früher oder später – oder das hören wieder auf!
- 13:54Speaker 0: Und da haben wir eben langejährige Beobachtungsreihen, die Menschen aus Liebhaberei und aus Interesse der Natur entweder so zufällig machen, dass sie gewisse Lebensräume regelmäßig besuchen Die alten Enzimologen, die früher vereintätig waren und genau so was gemacht.
- 14:11Speaker 0: Wir machen aber auch vieles.
- 14:12Speaker 0: Auch unsere Arbeit ist aufgebaut mehr systematisch.
- 14:15Speaker 0: Das heißt wir haben zum Beispiel das Tagfall der Monitoring Deutschland, was wir koordinieren hier im OFZ wo wir fünfhundert Leute in Deutschland zurzeit ungefähr, die von April bis September regelmäßig jede ein bis zwei Wochen rausgehen nach einer bestimmten Methode die Fallerzählen, die davor kommen.
- 14:30Speaker 0: Über solche Daten kriegen wir die Veränderung mit also ob es weniger atmen wird noch die Häufigkeiten sich ändern etc.. Und es zeigt sich schon oft bei kurzen Zeitern.
- 14:38Speaker 0: Wir haben eine Studie gemacht über zehn Jahre, die Falter in Deutschland angeguckt und zum einen festgestellt, dass sie Artenvielfalten zehn Jahre um zehn Prozent abgenommen hat insgesamt der Landschaft was für zehn Jahre schon viel ist.
- 14:49Speaker 0: und das diese Abnahme überall war im Naturschutzgebieten genauso wie in der freien Landschaft.
- 14:54Speaker 0: nur war die arten Zahl in naturschutz Gebieten einiges höher als eine freie Landschaft.
- 14:58Speaker 0: Das heißt wir haben da schon richtige ausgewiesene Gebiete mit mehr Vielfalt Haben aber überall einen Trend, der sich zeigt, der nicht praktisch nur mit Durchschutz von Flächen allein ist es nicht zu bewerkstelligen.
- 15:07Speaker 0: Also wir haben überall diesen Trend festgestellt.
- 15:09Speaker 0: Von daher monitorieren regelmäßiges Erfassen von Arten bei Vögeln.
- 15:11Speaker 0: Da läuft das auch viel länger schon.
- 15:13Speaker 0: Kriegen wir eine Vorstellung der Veränderung letztlich auch?
- 15:16Speaker 0: Sowohl bezüglich der Arten die es noch gibt als auch der Häufigkeit der Arden wie sie noch da sind.
- 15:21Speaker 1: Jetzt lesen wir ja oft von Artern die in unsere Gefilde kommen, die dort eigentlich ich sage jetzt mal ganz platt nichts zu suchen haben also die eigentlich aus anderen Regionen zu uns übersiedeln, weil es dort vielleicht zu warm geworden ist oder zu nass geworden ist.
- 15:38Speaker 1: Weil welcher Effekt auch immer eingetreten ist.
- 15:41Speaker 1: Welchen Einfluss hat das denn eigentlich?
- 15:44Speaker 1: Also dieses Arten wandern sozusagen wenn ich mal leihenhaft so bezeichne.
- 15:49Speaker 1: Welches Effekt hat das auf Unsere Umwelt hier regional, auch in Deutschland wiederum.
- 15:55Speaker 0: Also wir müssen da unterscheiden zwischen Arten die sich allmählich ausbreiten klimabedingt.
- 15:58Speaker 0: das war immer schon im Prozess den es gab.
- 16:00Speaker 0: also unsere Kulturlandschaften mit Europa ist geprägt von Arten deren Vorfahren vor langer Zeit außer mediterranem Gebiet meistens kam und was immer schon eine Wanderung die auch die Vielfalt bei uns kreierte.
- 16:11Speaker 0: Also dieses Phänomen wird nach wie vor weiter existieren.
- 16:14Speaker 0: Es ist auch nicht so, dass es schlagartig was verändertes allmählich geht also trockenresistente Baumarten die nach und nach kommen bestimmte Falter die einwandern.
- 16:21Speaker 0: das ist aber nicht so.
- 16:22Speaker 0: das schwierige Problem weil's allmännlich läuft.
- 16:25Speaker 0: Schwieriger sind so schnelle Einwanderungsphänomene oder Aussetzungsphanomäne wie auch immer innovative Arten sagt man dazu dann also man kennt das von mir so Japan knötelich in Auen und Japan springt aus der heißen alle irgendwie japanische sonst alles als Schlimmes kommt von irgendwo anders her um den Namen Und die machen Sicherheit bereit, sonst lässt sich dann neben sofort die ganze Vegetation ein und dominieren den ganzen Beständen auf verdrängende andere Arten.
- 16:49Speaker 0: Das heißt dort habe ich einen starken Druck auf die lokale Vielfalt, die dadurch das andere Arte kommen eben verschwindet.
- 16:56Speaker 0: Und das ist ein sehr schwieriges Phänomen und Problem, wo wir es kaum bekämpfen können oder kaum aufhalten können weil das Ganze im Prinzip nur dann funktioniert präventiv es schaffen Art nicht rein zu lassen also eine Art sozusagen wie Am Flughafen, wenn ich gucke das nicht irgendwas Fremdländisches irgendwo im Gepäck drin sitzen sich dann Ausbreite gibt es ja Beispiele.
- 17:13Speaker 0: Es gibt diesen Holzbock der in irgendwelchen Kisten aus China glaube ich auch kam und sich dann hier im Holzbereich, im Waldbereich Breite gemacht hat und eine wichtige Schädlinge wurde.
- 17:21Speaker 0: Wenn so etwas schlagartig kommt kommen die per se als einzelne Organismus Flanze oder Tier Und haben keine Gegenspieler.
- 17:29Speaker 0: Das können sie sich ganz fröhlich breit machen weil einfach das System nur gar nicht da ist dass es ganz regulieren wird.
- 17:33Speaker 0: und das Problem bei sowas dass wir dann plötzlich dominante Arten haben.
- 17:37Speaker 0: Asiatische Marienkäfer kennt man vielleicht so ein bisschen.
- 17:39Speaker 0: Es gibt sehr schöne, ganz tolle Marienkäfer in den Sinn aus wie unsere auch ein bisschen anders gefärbt aber die verdrängen auch die heimischen Marien Käfer.
- 17:45Speaker 0: das heißt ich habe das Phänomen bei sowas, bei Invasionen dass ein paar Arten sich ausbreiten und damit ich eine Homogenisierung über große Räume hab dieser Natur und im Verlust lokal angepasster Art um die verdrengt werden.
- 17:57Speaker 0: von daher ist es schon wichtiges Phänomene auch schweren Griff zu kriegen.
- 18:00Speaker 1: jetzt haben wir ja Wenn ich als Leie darauf schaue, zwei Effekte die da irgendwie eine große Rolle spielen.
- 18:07Speaker 1: wahrscheinlich gibt es noch viele kleinere aber die zwei fallen mir ein.
- 18:11Speaker 1: Der eine Effekt ist der Klimawandel sich verändernde Temperaturen für sich veränderte Lebensräume.
- 18:17Speaker 1: Der andere Aspekt der mir einfällt ist dass wir uns als Menschen natürlich immer weiter ausbreiten und dadurch Lebensräumen auch zerstören ganz physisch zerstören oder den Arten einfach wegnehmen.
- 18:32Speaker 1: A, also erster Teil der Frage gibt es noch weitere Aspekte?
- 18:36Speaker 1: und zweiter Teil der frage welcher von den beiden aspekten ist denn eigentlich sagen wir mal kurzfristig der gefährlichere?
- 18:44Speaker 1: weil ich denke mal langfristig wird's tatsächlich ja immer der klimawandel sein.
- 18:48Speaker 0: Also ich kann so anfangen.
- 18:49Speaker 0: wir hatten mal im bericht des welt biodifferates twoh tausend neunzehn zum globale zusammenstellung gemachte haupt treb kräfte Haupttreiber unter relativem wichtigkeit und Platz eins für die letzten fünfzig Jahre war der Landnutzungswandel, das zweite von den angesprochene Phänomen.
- 19:04Speaker 0: Also Änderung einer Landnitzung, größere Flächen, intensifische Anbau etc.. Das Zweite ist die direkte Ausbeutung bei uns nicht ganz so relevant aber im Marienbereich Fischerei oder im Tropenwald die Holzausbeutungen also ganz wesentlich.
- 19:16Speaker 0: Platz zwei.
- 19:18Speaker 0: Platz drei schon jetzt!
- 19:19Speaker 0: Für die letzten fünfzig Jahre der Klimawandel in der Tat der weiter nach vorne wandern wird noch wichtiger wird langfristig ganz klar.
- 19:25Speaker 0: Als Viertes haben wir im Wesentlichen die Umweltverschmutzung, also Chemiker in der Umwelt, Plastik in der Umwelt und als Fünftes immersiv verarten.
- 19:31Speaker 0: Das sind nur die fünf groben Kategorien auch in dieser Wichtigkeit momentan so zu rein sage ich mal.
- 19:38Speaker 0: Und natürlich interagieren diese Sachen alle.
- 19:40Speaker 0: Landnutzungsveränderungen hat einen wichtigen Einfluss auf das Klima oder auch andersom Klima auf die Landnitzung.
- 19:46Speaker 0: wenn nicht erst Landwirt unter Druck mit Dingen anbauen will muss sich andere Sachen anbauter sind es vorher.
- 19:50Speaker 0: feuchter war Nämlich aber Landnutzung im Waldbereich zum Beispiel.
- 19:54Speaker 0: Also Harz ist hier um die Ecke, wir sind ja hier im mitteldeutschen Gebiet und ich wohne in Halle also nicht weit vom Harz entfernt.
- 20:00Speaker 0: da kennen ja die meisten dieses abgestorbenen Wälder was als reine Fichten Monokulturen waren.
- 20:03Speaker 0: Also da kommt die Nutzung mit rein plus Klima und Dürre Die Nichtwiderschanzfähigkeit der Fichte und damit erbefallt durch die Borkenkäfer.
- 20:11Speaker 0: das heißt so habe ich einen Phänomen was Bio-Diversität eine geringe Diversität mit Klimawandel kombiniert dazu führt dass eben das ganze System zusammenbricht.
- 20:19Speaker 0: Wir müssen eigentlich in beiden Fronten arbeiten, also primär Landnutzung und Klimawandel.
- 20:23Speaker 0: Und wir werden sicher uns daran gewöhnen müssen das wir völlig neue Systeme haben in der Zukunft.
- 20:27Speaker 0: Die Frage ist nur unter welchen Bedingungen können möglichst eine hohe Vielfalt erhalten die auch dafür sorgt dass Systeme stabil bleiben und nicht zu stark schwanken.
- 20:35Speaker 0: Also Absteuern eines kompletten Waldes ist natürlich fatal für den Frostort genauso wie für den normalen Menschen der dort wandern möchte.
- 20:40Speaker 0: Ist ja kein schönes Wandergebiet außer ich mache Katastrophentourismus.
- 20:42Speaker 0: Okay dann spannen tolle Bilder aber das nur für die Menschen die dystopien gerne mögen sind nicht so viele.
- 20:48Speaker 0: Das heißt, da geht es darum eben gemeinsam nach Lösungen zu suchen um dieses Phänomen und diese Probleme auf die Reihe zu kriegen.
- 20:55Speaker 0: Sie können nicht isoliert betrachtet werden.
- 20:57Speaker 0: Weil das Thema Diversität ist ja eines was uns hilft unsere Klima anzupassen.
- 21:02Speaker 0: Ich hatte erwähnt diese Bienenthematik.
- 21:04Speaker 0: aber genauso wenn ich Diversitäte in einem Pflanzenbestand habe hab' ich auch nicht die Dominanz ganz bestimmter Schädlinge, die drauf fressen.
- 21:10Speaker 0: Sondern eine gewisse Verteilung und damit auch ne Pufferung des Bestandes.
- 21:14Speaker 0: Da fällt man derart aus.
- 21:15Speaker 0: aber wenn ich eine von zehn Arten habe ist anders als wenn die eine von einer hab also nur Wichte.
- 21:19Speaker 0: Das heißt doch Diversität kann nicht über längere Zeit zum Beispiel Kohlenstoffbindung im beständigen Garantieren gegensatz zu Monokulturen, die das einfach viel anfälliger sind.
- 21:28Speaker 1: Wenn wir über den Klimawandel reden dann reden wir ja ganz oft über Kipppunkte und über die Frage, wo wir dann eigentlich schon stehen.
- 21:36Speaker 1: Und wie die Realität tatsächlich aussieht?
- 21:38Speaker 1: Wir haben mal über einen Prozent fünf Grad gesprochen.
- 21:42Speaker 1: Wenn man heute mal die Zahlen anschaut und die Analysen anschaut, dann sind wir da eigentlich in vielen Fällen schon.
- 21:49Speaker 1: Sind wir denn überhaupt noch in der Lage diese Beschleunigung von der wir gerade gesprochen haben in irgendeiner Art und Weise wieder zu reduzieren?
- 21:59Speaker 1: oder sind wir da eigentlich schon an dem Punkt, wo es so kritisch ist dass das wird diesen Kipppunkt sozusagen schon übersprungen haben?
- 22:08Speaker 0: Also Kipppunkte sind ein spannendes Konzept mehr theoretischer als praktische Natur sag ich mal.
- 22:14Speaker 0: Erstens kann man sagen Kipp Punkte aus Sicht einer Art die ausstöpft sind klar.
- 22:17Speaker 0: Die Art ist weg und damit ist der Kippunkt überschritten.
- 22:19Speaker 0: Ich bin nicht mehr da hat Millionen von Jahren Evolutionsgeschichte praktisch verloren.
- 22:23Speaker 0: Das ist sehr eindeutig.
- 22:25Speaker 0: Der Haken bei Kipppunkten ist der, sobald ich sie erkennen kann.
- 22:27Speaker 0: Es ist meistens zu spät.
- 22:29Speaker 0: Jetzt kann ich aber nicht daraus folgern dem Skip-Kipppunkt gibt oder geben mag oder Phänomene lassen wie die Beschleunigung daraus zu folgeln.
- 22:37Speaker 0: okay wir können nix machen.
- 22:38Speaker 0: also lasst mir das ganze kann nicht die Konsequenz sein.
- 22:40Speaker 0: ich fahre mal so rum an weil jede sozusagen Abmilderung des Prozesses da immer noch negativ ist natürlich erstmal günstig was mehr Chancen lässt dass wir irgendwann die Kurve kriegen.
- 22:49Speaker 0: ganz wörtlich das war es praktisch die Trendwende zu schaffen vielleicht in den nächsten zwanzig, dreißig, vierzig Jahren.
- 22:56Speaker 0: Ob dann Systeme komplett weg sind werden sicher einige weg sein.
- 22:58Speaker 0: aber nicht die ganze Landschaft ist weg sein sondern es gibt einfach verschiedene Systeme die besser angepasst sind andere die einfach nach und nach verloren gehen.
- 23:04Speaker 0: Wenn ich dem Gegensteuer durch Maßnahmen wie entsprechende Landnutzung durch Struktur in der Landschaft
- 23:10Speaker 0: etc.,
- 23:11Speaker 0: dann kann ich zumindest das Ganze abhufern und vielleicht auch schaffen dass sich Elemente dieser Natur über diese derzeitige Phase hinwegreiten um später wieder Basis haben für eine neuere Entwicklung, also ein bisschen gedacht auf eine Evolution nach dem großen Chaos sage ich mal so in die Richtung.
- 23:27Speaker 0: Das geht einher mit Phänomenen-Bevölkerungsentwicklung.
- 23:29Speaker 0: Wir haben ja zumindest eine Abnahme der Zunahme als immer noch eine Zunahl und nehmen die Zunahn nicht mehr so stark zu wie früher.
- 23:35Speaker 0: Und wenn es gut läuft sind wir vielleicht drei bis fünfzig Jahre an einem Wendepunkt wo dann die Bevölkerung wieder abnimmt.
- 23:39Speaker 0: aber das zu überbrücken ist eigentlich die Kunst und dafür ist es glaube ich wichtig dass wir uns sprechen einsetzen, Arten einfach zu erhalten mit unter auch in Reservaten.
- 23:49Speaker 0: Ich bin ja Reservatsfreund eigentlich, aber als Möglichkeit über die Zeit zu retten bis die Bedingungen wieder besser werden ist es eine Lösung, die man angehen kann.
- 23:58Speaker 0: Also von daher zu sagen okay kippunktet und alles im Eimer ist nicht mein Ding sage ich mal vorsichtig da ich nicht genau weiß wann sie kommen und solange ich nicht weiß ob sie wirklich da waren kann ich dafür arbeiten dafür zu sorgen dass wir möglichst wenig uns dem Ganzen nähern.
- 24:14Speaker 0: Wann das passieren wird, weiß ich nicht.
- 24:16Speaker 0: Auch schwer zu erfassen.
- 24:17Speaker 0: Im Klima ist es noch ein bisschen leichter bei Biodiversität.
- 24:20Speaker 0: Wie gesagt für eine einzelne Art ist sie weg.
- 24:21Speaker 0: Okay, das war's.
- 24:22Speaker 0: Das ist eindeutig.
- 24:24Speaker 0: Aber ganze Systeme sind schwieriger.
- 24:26Speaker 0: Da ist das System so komplex, um das zu sagen... Wann ist ein System keines mehr?
- 24:29Speaker 0: Es hat einfach ein anderes dann geworden.
- 24:32Speaker 0: Das Moor wurde zu einer Feuchtfläche oder einen Trockenflächen völlig andere Arteninitare.
- 24:37Speaker 0: Dann ist das Feuchtegebiet nicht mehr da aber vielleicht ein spannendes Trocken-Habitat können da sein.
- 24:41Speaker 0: also von daher ja Da geht es keine eindeutige Antwort dazu, nur die ist lohnt sich immer dafür zu sorgen dass die Veränderungsgeschwindigkeit reduziert werden muss.
- 24:51Speaker 0: Klimawandelmäßig genauso wie Biodeverhalt bezogen zum Beispiel durch entsprechende Landnutzung oder durch entsprechenden Naturschutz.
- 24:58Speaker 1: Sie werden ja auch oft als Experte gefragt international auch von der Politik auch von Gremien die sich mit all diesen Themen politisch auseinandersetzen.
- 25:09Speaker 1: Wie hat sich dann das über all die Jahre ihrer Erfahrung verändert?
- 25:13Speaker 1: Haben Sie heute das Gefühl, dass sie da ja ich sage jetzt mal nicht nur angehört werden sondern auch entsprechend wirklich gefragt werden und die Empfehlungen, die sie geben oder die Einschätzungen.
- 25:25Speaker 1: Die sie geben auch auch wirklich ernst genommen werden und daraus Handlungen abgeleitet werden?
- 25:31Speaker 0: Also zunächst ist die Entwicklung so, dass das Ernstnehmen des Phänomains sich deutlich verbessert hat.
- 25:36Speaker 0: Also anfangs hat man einfach gegen eine Wand gesprochen und gefühlt.
- 25:40Speaker 0: Die Wand ist mittlerweile etwas weicher geworden also ein bisschen durchlässiger wenn man das Bild nehmen wollte und die Offenheit erstmal das Thema überhaupt an sich ran zu lassen ist größer geworden in der Politik genauso wie in den normalen Bevölkerung als eigentlich überall der Fall.
- 25:54Speaker 0: damit gedinglich nach und nach die Punkte aufzuarbeiten lassen wir in der politikberatung ja auch machen und dann Optionen aufzuzeigen, wie könnte die Gegengesteuerung aussehen?
- 26:03Speaker 0: Beratung ist ja nicht das wir sagen was gemacht werden muss.
- 26:06Speaker 0: Sondern nur was sind die Optionen, die ich habe?
- 26:07Speaker 0: Und der Politiker sagt okay will ich das Ganze in Bach runtergehen lassen, muss sich das machen?
- 26:11Speaker 0: Will ich es nicht?
- 26:12Speaker 0: Was die meisten sagen würden natürlich wird das nicht!
- 26:14Speaker 0: Dann hab' ich den die Option.
- 26:15Speaker 0: Das heißt sie machen keine Vorschriften aber indirekt doch ein bisschen dem einfach verschiedenen Szenarien aufzeichnen und so einen Horrorszenario will keiner haben natürlich.
- 26:24Speaker 0: Jetzt in Sachen Umsetzung, äh...das ist ganz variabel.
- 26:26Speaker 0: als gibt's Nationen auf nationaler Skala die einiges machen.
- 26:29Speaker 0: da gehts Als Beispiel global.
- 26:31Speaker 0: Kolumbien ist sehr aktiv, zum Beispiel.
- 26:32Speaker 0: Oder Bolivieren sind die Mittel in Südamerikanischen Länder, die sehr viel machen, die aber ein anderes Naturverständnis haben auch.
- 26:38Speaker 0: Mater Earth, Pacha Mama und so, also Konzepte anders sind als bei uns.
- 26:42Speaker 0: Butan kennen viele als das Reich der Glücklichen, also ein völlig anderes Lebenskonzept nicht Bruttoinlandsproduktes oder andere Dinge, die da wichtig sind.
- 26:50Speaker 0: Dort rennen dann offene Türen einmal sowas.
- 26:52Speaker 0: Bei uns in Europa ist es vielleicht zum Teil... Die Nordischen Länder, Norwegen, Schweden aber nur zum Teil.
- 26:58Speaker 0: Nicht im Frostbereich als da wo starke ökonomische Drücke da sind ist die Entscheidung irgendwie anders als daraus ein bisschen entspannter zu geht.
- 27:05Speaker 0: Da kann man eher Sachen umsetzen und ich denke aber über so aus kommt man nach und nach auch in die ganze Landschaft.
- 27:09Speaker 0: also dort ist noch ein weiter Weg zu gehen.
- 27:12Speaker 0: In Deutschland gibt es auch mehr und mehr gute Initiativen Und die Guten sind die die gemeinsam vorangehenden Sachen mit Landwirtschaft Mit Wissenschaftlern, mit normalen Bevölkerung etc.
- 27:22Speaker 0: Also einfach so integrative Ansätze.
- 27:24Speaker 0: Es gibt tolle Vorzeigeprojekte Franz, heißt eines davon nur sehr viel gemacht und mit Landwirt noch mit irgendwelchen kleinen Fenstern für bestimmte Vogelarten die man schützen kann.
- 27:35Speaker 0: Strukturende Landschaft mehr Hecke und so was macht und zugleich zeigen kann dass man da auch beim Ertrag gar keine großen Einbußen hat und je nach Kultur sogar besser der Träger wenn er andere Kulturpflanzen nimmt.
- 27:47Speaker 0: das heißt wir sind auf einem ganz guten Weg.
- 27:49Speaker 0: Der Weg ist immer noch lang und es geht eigentlich immer zu langsam.
- 27:52Speaker 0: aber Wenn man zu schnell das Ganze macht, nehmen die Leute nicht mit.
- 27:56Speaker 0: Das ist noch schlimmer.
- 27:57Speaker 0: D.h.,
- 27:57Speaker 0: die Kunst besteht darin... ...die Zeit, die man sich nicht hartzunehmen.
- 28:01Speaker 0: Die Lämmern, die wir immer überstecken.
- 28:03Speaker 0: Aber die ganze Beratungstätigkeit hat schon die Funktion und vor allem persönlichen Austausch, den ich dann häufig habe auch,... ...dass man dann Sachen überzeugend rüberbringen kann.
- 28:12Speaker 0: Das nächste Problem wäre viel zu wenig Menschen, die das machen.
- 28:15Speaker 0: Wir müssen noch viel aktiver sein.
- 28:16Speaker 0: Über Quer, die Wissenschaft z.B.
- 28:18Speaker 0: ist mehr und mehr äußert gar nicht unbedingt sagt was ihr machen müsst oder nur etwas.... was welche Bedeutung hat.
- 28:24Speaker 0: Und da ist halt so, dass in normalen Medien sowas irgendwie ein bisschen untergeht – wir haben einen ganz geringe Anteil im Klima ein bisschen was, Bio-Diff, ganz wenig im Fernsehen zum Beispiel.
- 28:31Speaker 0: Wenn ich aber mit Leuten spreche, in einem lokalen Umfeld, das ist völlig anders und da ist egal wer, woher kommt egal welche politische Richtung sehr viel Offenheit für so ein Thema eigentlich dar.
- 28:42Speaker 0: Ich glaube, da kommen wieder die Begegnungen auf Augenhöhe.
- 28:46Speaker 0: Auch bei der Politik natürlich, dass Arroganter superwissenschaftler sind.
- 28:49Speaker 0: Wenn man ein bisschen Ahnung hat, was die anderen nicht so genau kennen und sagen kann ich kann das vermitteln?
- 28:54Speaker 0: So muss man eigentlich rüberkommen.
- 28:55Speaker 0: Und so klappt es auch ganz gut.
- 28:57Speaker 0: Bei mir hilft natürlich... Ich bin ja Agrarpiologe vom Hintergrund.
- 29:00Speaker 0: Also ich habe Agrarwissenschaftlern.
- 29:02Speaker 0: Ich hab das in München erzählt mit den Traktor-Tests, Geschichten und sowas, als ich früher Landwirtschaft gemacht habe.
- 29:09Speaker 0: Ein gewisser Zugang, also ein Ökologe der sich mit Traktoren auskennt kann so schlimm nicht sein.
- 29:14Speaker 0: Aus Sicht gewisser Teilebevölkerung und aber so eine Legitimation auch Sachen dann nach einer gewissen Zeit zu äußern die man vorher gar nicht zugehört hätten.
- 29:21Speaker 0: Also die Frage ist wie stark kann ich mich rein denken in die Lebensumstände der Menschen bei denen es darum geht sie von der Sachlage einfach zu überzeugen?
- 29:29Speaker 0: Also gar nicht von der Handlung oder vom Sachlage was ist das Stand der Dinge?
- 29:33Speaker 0: und daraus vielleicht eigene Handlungen abzuleiten.
- 29:36Speaker 0: Das viel klein Kleinarbeit.
- 29:37Speaker 0: Aber ich denke, es läuft einiges.
- 29:39Speaker 0: Eine Politik auch aber sehr zäh natürlich.
- 29:42Speaker 0: Einmal verschiedene Interessensgruppen, verschiedene Schwerpunktsetzungen und das Problem ist eben auch dass wir in der Politik natürlich ganz viele Sachen abwägen müssen.
- 29:49Speaker 0: also Minister nicht nur sein eigenes Ressort und sagt okay toll wir erhalten irgendeine seltene Art und muss auch schauen was die Landwirtschaft funktioniert etc.
- 29:56Speaker 0: Und da gibt's halt verschiedenste Modelle wie man sowas machen kann Wo man auch merkt, wenn da die Kooperation besser wird und in einzelnen Nationen, auch in Deutschland zum Teil ist es jetzt so.
- 30:06Speaker 0: Wird's besser?
- 30:07Speaker 0: Dass man dann eher das Verständnis führen hat und gemeinsame Lösungen sucht.
- 30:10Speaker 0: Also Landwirtschaft in der intensiven Variante im Sinne von Monokulturen, intensiven Inputs, Düngerpestizide erzeugt natürlich mehr, sozusagen Produkte.
- 30:22Speaker 0: aber die Frage ist zu was brauche ich die?
- 30:24Speaker 0: Landwirtschaft, die praktisch nur Tier-Nahrung erzeugte um dann die Rinde und Schweine zu füttern, die wir dann essen ist ja schon bizarr im Sinne von Stoffkreisläufen und Energieflüssen.
- 30:35Speaker 0: Wenn es Gelenke mehr Sachen direkt zu verzehren, also in der Richtung Pflanzenbasierte Ernährung zu gehen habe ich viel, viel mehr Flächen, viel, viele mehr Erträge in dem Sinne wie sie uns direkt so gut bekommen weniger Ertränge in Tonnenprojekt da auch mehr Erträge im Sinne vom direkten Ernährungsmöglichkeit für den Menschen was eigentlich letztlich auch geht Eigentlich allgemein bekannte.
- 30:53Speaker 0: Es war in der Schule vor dreißig Jahren schon gewesen, aber ich kann mich erinnern ging es um Nahrungskettenfaktor.
- 30:57Speaker 0: zehn pro Nahrungsstufe nach bis zu Dreißigvierzig Jahre her ist auch heute noch nach wie vor nicht unbedingt immer präsent wenn man sagt ja stimmt da war was sie kann mich Erinnern Aber es hat nicht so große Kreise gezogen.
- 31:08Speaker 0: mittlerweile zieht die kreise zumindest auch der Anteil von Menschen die weniger Fleischessen höher geworden.
- 31:12Speaker 0: Auch ein langsamer Prozess aber in die richtigen Richtung gehend.
- 31:16Speaker 0: natürlich Thema Fleisch und Fleisch- und Ernährung.
- 31:19Speaker 0: der Naturschutz kombiniert.
- 31:20Speaker 0: Unsere Naturrußgebiete, die die besten Flächen sind oft von Rindern beweiterte Flächen oder irgendwie anders durch Grasnutzung, durch Grünlandnutzungen entstandene Flächen.
- 31:29Speaker 0: Das heißt wenn ich es komplett abschaffen würde hätte ich niemanden der die Flächen managten würde auf der große Biodiversität sich befindet.
- 31:35Speaker 0: Da muss man sich immer überlegen.
- 31:36Speaker 0: also von daher der Mittelweg ist eigentlich wichtig.
- 31:39Speaker 0: Also Klasse statt Masse ist ein gutes Stichwort.
- 31:42Speaker 0: Und dann kann ich an Sachen machen, wie Tierwohl kombinieren mit einer Landschaftspflege.
- 31:46Speaker 0: Mit etwas höheren Preisen aber dem höherem Qualität von Produkten und eben weniger Massentierhaltung, weniger Massenproduktion die in irgendeiner Form nicht so auch nicht so gesund ist.
- 31:54Speaker 0: für uns also eigentlich alles ganz nahe liegende Dinge Die aber alle so Stück für Stück Erläutert werden müssen immer wieder erläutern müssen also Wiederholungshaft.
- 32:02Speaker 0: Wahrheit stimmt im Fall natürlich auch.
- 32:04Speaker 1: Also brauchen wir eigentlich wie bei vielen anderen Themen unserer heutigen Zeit auch hier mehr Aufklärung damit Menschen auch die Zusammenhänge besser verstehen und verstehen können, nachvollziehen können warum es dann so wichtig ist dass wir jetzt auch diese und jene Art schützen.
- 32:22Speaker 1: Und uns dafür einsetzen das die Lebensräume nicht zerstört werden.
- 32:25Speaker 0: Ja Aufklärungen sind wichtige Komponente die meist viele Leute wissen das eigentlich aber Das dann das auch bedeutet dass es im eigenen Leben Konsequenzen haben sollte oder müsste.
- 32:33Speaker 0: um was zu erreichen ist der Schritt ja noch ein bisschen fehlt also von da hat des Wissens eigentlich schon dar Nicht überall, aber in vielen Kreisen der Bevölkerung.
- 32:41Speaker 0: Und dann geht es zum nächsten Schritt – wie kann ich so etwas umsetzen?
- 32:44Speaker 0: Wie kann ich was erreichen?
- 32:45Speaker 0: Wie gesagt auch das Individuum, dass er mir was macht, aber natürlich auch die Politik.
- 32:48Speaker 0: Da komme ich zurück auf die politische Ebene.
- 32:51Speaker 0: Gewisse Dinge lassen sich leichter machen wenn ich Vorgaben habe.
- 32:54Speaker 0: Also wir hatten bei der letzten Biodivkonferenz in Montreal und das war vor zwei Jahren gewesen.
- 33:00Speaker 0: Die Wirtschaft hat darum gebeten klare Richtlinien und Grenzen vorzugeben, damit sie damit arbeiten und planen können.
- 33:06Speaker 0: Also praktisch schon flehend nachgesetzen wo wir denken okay Gesetze sind also so Ordnungsrecht alles schlechte müssen sich frei entfalten lassen.
- 33:14Speaker 0: genau die Wirtschaft ist dieser Meinung.
- 33:15Speaker 0: nicht weil Sie da mit Konkurrenzproblem haben Wettbewerbsprobleme haben etc.
- 33:19Speaker 0: Und das kann man lösen dem einfach gewisse Regeln schafft wie sonst alle einiges Verkehrsregeln auch sinnvoll sind Da klagt doch keiner drüber wollte einfach das Gemeinwohl des gemeinsame Leben regeln und sowas müssen wir eigentlich auf der Reihe kriegen.
- 33:31Speaker 0: Das heißt, wenn ich alles immer nur als Ordnungsrecht verkaufe, so ein bisschen aufgedrückt die Einsamkeit an und tun müssen.
- 33:39Speaker 0: Das ist natürlich der falsche Weg!
- 33:40Speaker 0: Es geht darum dass sich Dinge die eine Allgemeinheit für gut findet in irgendeinen Regelwerk basteln damit es auch leichter implementierbar ist.
- 33:48Speaker 0: Ich kann keinen so großen Nachteil habe wenn ich das mache was sinnvolles für die Allgemeinhalt.
- 33:53Speaker 1: Sie haben vorhin von dystopien kurz gesprochen.
- 33:56Speaker 1: Wenn sie mal so in die Zukunft schauen Was sind denn Szenarien, vor denen Sie am meisten Angst haben momentan?
- 34:04Speaker 0: Also ein Szenario was ich tragisch finde werde.
- 34:07Speaker 0: Es ist ein ganz anderer Welt, ein ganz anderes Themenbereich.
- 34:10Speaker 0: zunächst mal der Verlust unserer Gesellschaftsstrukturen das aufbrechende Struktur in der Gesellschaft also Demokratie sei stichwort weil dass die Basis dafür ist einfach gemeinschaftlich Dinge weiter zu entwickeln die Zukunft zu gestalten.
- 34:24Speaker 0: von daher ist es eine Gefahr die sehe ich durchaus sehr groß Und die hat ganz viele Implikation, ganz viele Auswirkungen auf viele andere Bereiche des täglichen Lebens.
- 34:32Speaker 0: Wenn ich von dieser Ebene runtergehe dann würde ich sagen wir haben als einzelner aus ist was sich sehr schlecht finde wenn wir weiter so machen würden wie bisher dass wir intensiv produzieren für einen Markt der irgendwo anders liegt oder den in irgendeinem Form ja unnachhaltig letztlich agiert.
- 34:48Speaker 0: also Ich habe das Fleisch, die Fleischenehrung erwähnt Also einfach eine Ernährungsweise und Wirtschaftsweise die Landschaft ausbeutet, ohne drüber nachzudenken.
- 34:58Speaker 0: Was passiert in den zwanzig dreißig vierzig Jahren?
- 35:00Speaker 0: Nachhaltigkeit ist so definiert.
- 35:02Speaker 0: Eine unnachhaltige Fortschreibung ist das jetzigen Problem.
- 35:06Speaker 0: was wir haben natürlich ist immer dass wir gerne ein Status quo haben mit uns einigermaßen gut geht.
- 35:11Speaker 0: Das ist immer so wenn ich irgendwann mich zu Hause fühle wie mich zuhause.
- 35:14Speaker 0: Änderungen sind immer aufwendig schwierig.
- 35:17Speaker 0: In der Geschichte gab es immer Änderung die dazu führt dass wir dahin kamen wo wir heute sind aber als oft Zähnprozess Und hier ist es das selbe.
- 35:24Speaker 0: Wir müssen dafür sorgen, dass wir gewisse Gewohnheiten nach und nach aufbrechen, weil wir absehen können, dass es langfässig nicht gut geht.
- 35:30Speaker 0: Das Szenario wäre für mich ein schlechtes Währdemokratiebericht zusammen oder ähnliches.
- 35:35Speaker 0: Die Gesellschaftssysteme funktionieren nicht mehr und damit als Konsequenz aber auch parallel dazu das Phänomen ... Uns in eine Sackgasse begeben, in Sachen Landnutzung.
- 35:47Speaker 0: Die uns später die Chance nimmt, uns weiterhin gut zu ernähren und auch wohlzufühlen eigentlich in der Landschaften, der wir
- 35:53Speaker 0: sind.".
- 35:53Speaker 1: Wenn wir nochmal den Bogen zur Schmetterlingskunde vom Anfang machen... Wir kennen ja viele Insekten wo uns da nutzen sofort klar ist also Biene, Honig weiß jedes kleine Kind.
- 36:07Speaker 1: Schmetterlinge haben die meisten im Kopf, schmetterlingen Falter und alles was dazugehört.
- 36:13Speaker 1: Haben die meisten dem Kopf das sie schön aussehen, schön anzusehen sind.
- 36:17Speaker 1: Und wir freuen uns wenn wir auf einer Wiese sitzen und dann flattert da irgendetwas nettes an uns vorbei.
- 36:25Speaker 1: Ehrlicherweise heute weniger als früher.
- 36:28Speaker 1: Wenn ich mal in meine eigene Erinnerung zurückschaue Dann habe ich da als Kind irgendwie häufiger etwas gesehen als heute.
- 36:36Speaker 1: Was bringen uns denn ganz konkret verschiedene Schmetterlingsarten an diesem Punkt, welchen Einfluss haben die wiederum auf Biodiversität und auf die Umwelt?
- 36:50Speaker 0: Also erst mal natürlich die Ästhetik ist ein wichtiger Aspekt.
- 36:54Speaker 0: Auch eine ethische Frage letztlich, die wir jetzt auch nicht gerade hier vertiefen, das war nicht damit gemeint mit der Frage Aber nie zu vergessen, wir haben eine Verantwortung für unsere Mitwelt die wir einfach aus sich selbst heraus auch erhalten sollten.
- 37:04Speaker 0: Das ist fast ein religiöser Aspekt und aber viele Menschen würden da bei so was mitgehen natürlich sehr viel.
- 37:09Speaker 0: auch konservative Menschen, religiöser Menschen finden sowas einen wichtigen Aspekt.
- 37:14Speaker 0: Jetzt Schmetterlinge speziell.
- 37:16Speaker 0: also das erste was sofort mir einfällt immer ist Vogelfutter.
- 37:20Speaker 0: Da braucht keine Art Vielfalt aber ich muss eine gewisse Anzahl von Raupen haben Zum Aufziehen der Jungen tausende von Räubchen.
- 37:27Speaker 0: Da muss eine gewisse Menge von Raupen da sein, die ich einfach als Vogel finden kann um meine Jungen zu füttern.
- 37:32Speaker 0: Viele bleiben sogar einen Sekken fressen wenn sie älter werden bei den Vögeln.
- 37:35Speaker 0: Das heißt es ist ne ganz wichtige Komponente in der Nahrungskette.
- 37:39Speaker 0: In der Landschaft gibt's viele Schmetterlinge und auch hier vorgibt ihr viele Artenabschrauben.
- 37:42Speaker 0: Drei Tausend Zwei Taunen Siebenhundert plus Tagfall sind drei Tausenden Arten im Deutschland schon ne ganze Masse Aber nur wenige von uns sind sehr, sehr häufig und sehr abundant.
- 37:51Speaker 0: aber das Wichtige für die Ernährung in diesen Nahrungsnetzen ist, wo es um die Masse geht.
- 37:55Speaker 0: Also fast alle Vögel brauchen das.
- 37:57Speaker 0: Und der Rückgang von Vögeln hat ja auch das hängt ganz eng mit dem Rückgang des Insekten zusammen.
- 38:03Speaker 0: Zwar haben wir Vögler auch die Funktionen, Insekte zu reduzieren – man denkt nur an Themen Stechmücke &
- 38:08Speaker 0: Co.,
- 38:09Speaker 0: Nahrungsketten einfach um ein System im Balance zu halten.
- 38:13Speaker 0: Das heißt was ... Zum Teil ist es mal negativ unserscheinend, weil wir sehr kontrollieren müssen.
- 38:19Speaker 0: Also Stechmücken oder sowas können aber nicht loswerden.
- 38:21Speaker 0: Wir haben das halt einfach.
- 38:22Speaker 0: damit muss man verleben.
- 38:23Speaker 0: und dann brauche ich ja die Komponente der Systeme, die dafür sorgen dass sie nicht überhand nehmen also Vögel oder Fische wie auch immer im Wasser wenn's die fischen entsprechend die die Larven fressen.
- 38:32Speaker 0: Das heißt Ich kann mir keine Welt ausmalen wo einfach nur die schönen guten und nützlichen da sind die anderen nicht Weil es ganze miteinander zusammenhängt.
- 38:40Speaker 0: Das Nützliche heißt Ein nützliches Tier tut ziemlich was Gutes, dem so ein schädliches Tier vernichtet oder aufrisst oder zumindest in einem gewissen Rahmen hält.
- 38:47Speaker 0: Das ist auch die Idee beim biologischen Pflanzenschutz und der Landwirtschaft zum Beispiel.
- 38:51Speaker 0: Das heißt gesammeltlich betrachtet kann man sagen okay das eine brauchen wir nicht unbedingt.
- 38:55Speaker 0: Sobald wir isoliert denken also die eine Art ABC, ob ich da es noch nicht mag sogar stimmen für Systeme, wie keine große Rolle lokal betrachtet.
- 39:04Speaker 0: wenn ich aber mehr und mehr diese Arten nicht mehr habe Dann habe ich einfach ein System das völlig ins Wanken gerät und damit in gewisser Richtung ausschlagen kann, die für uns noch viel unwünsicher werden.
- 39:15Speaker 0: Also nicht alles ist toll und klasse.
- 39:17Speaker 0: Es gibt einfach viel Biodiversität was eigentlich für uns irgendwie unangenehm oder sogar schädlich ist.
- 39:23Speaker 0: Man denkt an Krankheitsübertragern, da geht es ja einen Haufen Zeug.
- 39:27Speaker 0: Aber die Frage ist eben wie kann ich das Ganze auch beherrschen?
- 39:30Speaker 0: Damit die eine überhand nehmen.
- 39:31Speaker 0: Und damit habe ich die anderen wieder gegenspielen.
- 39:33Speaker 0: Das heißt es gibt im Englischen oft die Services, die Leistungen Negativen Leistungen der Natur, die wir beide haben und dass die Kunstbeschüttel an die Balance hinzubekommen von den ganzen.
- 39:43Speaker 1: Jetzt am Schmetterlinge Bienen, Marinekäfer und Hummeln ja eins gemeinsam.
- 39:49Speaker 1: Wir Menschen finden sie ganz toll und irgendwie niedlich und schön anzusehen und wir haben interessanterweise vor diesen Arten keinen Ekel in der Regel und finden sie nicht schlimm oder störend.
- 40:01Speaker 1: Bei den allermeisten anderen Insektenarten haben wir jetzt vielleicht nicht die beste Beziehung und sind eher froh, wenn wir sie nicht sehen und nicht spüren oder irgendwo entdecken.
- 40:14Speaker 1: Ganz anders ist es bei den allemeisten Säugetieren und alle Arten, die uns als Menschen irgendwo näher sind.
- 40:24Speaker 1: Warum ist das eigentlich so?
- 40:27Speaker 1: Ich nenne es mal gestörtes Verhältnis zu Insekten an der Stelle haben.
- 40:32Speaker 0: Die Frage kann ich nicht richtig beantworten, das sind glaube psychologenschopptes so beantwortend.
- 40:35Speaker 0: Das ganze Schreibt-Psyche ist so zu tun natürlich... Übrigens Psyche, das dort griechisch aber Psychen heißt Schmetterlinge nur am Rande.
- 40:41Speaker 0: Das heißt eine ganz witzige Connection.
- 40:42Speaker 0: also die Psychologie ist die Schmetterningskunde man so wollte.
- 40:45Speaker 0: Also hat zweitdeutig die Psychologe des Menschen aber auch die Erforschung der Psycher der Falter.
- 40:51Speaker 0: Das ist ein kleines Seitenzweig.
- 40:54Speaker 0: Ja äh ich mein Das hat sicher viel mit Erziehung zu tun.
- 40:58Speaker 0: Man hat einfach irgendwie geerbt, dass man eine Kaka-Lake nicht toll findet.
- 41:02Speaker 0: Geht mir aber auch so kaka-lake in der Wohnung.
- 41:04Speaker 0: Da muss irgendwas im Argen sein mit meiner Wohnung.
- 41:05Speaker 0: Das ist ein Zeichen für irgendetwas Schlechtes was ja vielleicht auch stimmt.
- 41:08Speaker 0: das Indikator und die hat etwas schlechtes anzeigen haben eher negativen Ruf sehen auch meistlich so knackig aus kommt auch noch mehr dazu.
- 41:16Speaker 0: also wenn ich irgendwelche Tiere habe die von mir sogar schädlinge sind aber schön aussehen ist immer noch irgendwie anders.
- 41:21Speaker 0: also viele tolle Falter deren Raupen eigentlich Brutale Schädlinge sind in gewissen Kulturen im Garten vorkommen.
- 41:28Speaker 0: Nehmen wir den Buchsbarmzünstler, kennen sie vielleicht Buchsbaumzünster?
- 41:30Speaker 0: Das ist eine immersivere Art als Falter sehr hübsch.
- 41:33Speaker 0: aber wer Buchs Bäume hat und die im Gatten hat es nicht begeistert sei ich vorsichtig.
- 41:37Speaker 0: erstes war so komische Würmer sind ein zweites oder den Buchsmarm wegfressen.
- 41:41Speaker 0: das heißt da haben wir auch eine gewisse Schizophrenie.
- 41:44Speaker 0: finden gewisse Stadien der selben art toll und schön andere Stadion nicht.
- 41:50Speaker 0: Das war ja früher sogar so gewesen, dass die als eigene Arten beschrieben wurden an der Falter und die Raubbefahrt separat bis dann Civil Amheri haben das praktisch aufgedeckt hat.
- 41:58Speaker 0: Dass die aus diesem gewirbenden nicht schönen Falter kommen.
- 42:00Speaker 0: Da ist das schon ein bisschen länger her aber... Das waren damals getrennte Welten.
- 42:04Speaker 0: Und heute sind sie noch getrenne Welten im Sinne von dem Wahrnehmen wie man sowas empfindet.
- 42:08Speaker 0: Ich glaube es ist ein langsamer Prozess, ein langer Prozess auch, dass sich die Einstellung ändert oder sich ändert.
- 42:15Speaker 0: Ich kann das von mir nicht behaupten haben ich bin ja auch ein bisschen gebayerst.
- 42:20Speaker 0: Eigentlich die Dinge, wo ich es immer faszinierend war.
- 42:22Speaker 0: Egal was da kräucht und fleuchte.
- 42:24Speaker 0: Nur meine Mutter war das nicht immer, wenn ich nach Hause kam mit so einer Sammlung, die war ein Krabbelzeug.
- 42:29Speaker 0: Was hast denn da schon wieder angeschleppt?
- 42:30Speaker 0: Also wenn man sie aber schafft für solche komischen Organismen so schräg aussehende, wirkenden Organismens eine Story dazu zu haben wird das gleich völlig anders.
- 42:42Speaker 0: Es gibt einen Beispiel Im Hintergrund steht der große Wiesenknopf, so eine Wiesenpflanze.
- 42:46Speaker 0: Auf dem lebt ein Falter, okay Bläuling?
- 42:48Speaker 0: Der ist auch nicht blau, der hat einen Wiesen Knopf Ameisen und Bläulen ist braun.
- 42:52Speaker 0: Gehört aber zum Bläueling, wo die meisten Bläule blaut sind, die so eine ähnliche Geschichte haben.
- 42:56Speaker 0: Er legt seine Eier auf die Pflanze ab, das ist ja was ganz Normales!
- 43:00Speaker 0: Und dann kommen da so Räubchen aus, die fressen in der Pflanz und lassen sich dann irgendwann auf den Boden fallen wenn er von Ameissen aufgegriffen ist.
- 43:07Speaker 0: und können sich dort von Ameisenbrut ernähren, was sehr räuber ist.
- 43:10Speaker 0: Jetzt die Raupen sehen nicht besonders schön aus wie so Maden eigentlich – und Ameises finden wir auch nicht klasse!
- 43:16Speaker 0: Wenn man weiß vor der Haustür das haben wir auch ein bisschen getestet, Flughafen Stuttgart im Randgebiet gibt es kommen die Arten fort zum Beispiel.
- 43:23Speaker 0: Wie man die Geschichte kennt dazu, weil sowas plötzlich total spannend und interessant und irre schützenswert.
- 43:29Speaker 0: also plötzlich sind die Ameisten wichtig und die komischen Maden wichtig, weil da kommt der Fall daraus Eigenartig lebt so sexen crime-mäßig in der Natur, also die Geschichten immer dazu hat.
- 43:38Speaker 0: Dann wird sowas auch anders aufgefasst.
- 43:40Speaker 0: Also haben wir konkret bei dem Beispiel gesehen nur die Räubchen zeigt das für ein ekliges Zeug ist so Made.
- 43:46Speaker 0: Wenn man weiß was es ganz in der Summe ausmacht dann ist es plötzlich doch sehr spannend.
- 43:50Speaker 1: wenn wir nochmal kurz auf die Landwirtschaft kommen und Landwirtschaft und Gartenbauer quasi mal so ein bisschen kombinieren.
- 43:58Speaker 1: Dann haben wir ja oft das Thema Pflanzenschutz, Pflancenschutzmittel und all diese Dinge wo wir versuchen das was wir da anbauen gegen Insekten zu schützen.
- 44:09Speaker 1: Gibt es denn da eigentlich überhaupt sowas wie einen Königsweg?
- 44:14Speaker 1: Wo wir Artenvielfalt erhalten können und gleichzeitig aber auch gewährleisten können dass unser Anbau unsere Landwirtschaft funktioniert.
- 44:23Speaker 0: Es gibt ja Königsweg, wie immer besteht er aus einer Mischung von verschiedenen Wegen.
- 44:27Speaker 0: Also auch in der Landwirtschaft.
- 44:28Speaker 0: Ich kenne das für meine eigene Arbeit.
- 44:30Speaker 0: Ich habe auf dem Philippinen über Reis gearbeitet, also ganz an der Geographie mit Reisschädlingen, also Zikaten die auf Reißerschädlinge leben.
- 44:38Speaker 0: und das ist ein Anbausystem was hoch divers ist mit ganz vielen Arten als die Atenzahl bewässerte Reisfelder, die nicht mit Pestidien behandelt werden, ist höher als bei uns im Buchenwald Insekten-Atenzahl auf dem Agrar bereichen, obwohl es sich aber Jahrtausende zum Teil entwickeln konnte.
- 44:54Speaker 0: Dort habe ich das Phänomen, dass ich diese Schädlinge hab und die dann so lange nicht der Gegenspritze sich nur lokal gedehentlich vermehren massenweise und damit da lokal einen Schaden verursachen.
- 45:06Speaker 0: Wenn ich jetzt dagegen lokal vorgehe was erst mal nachvollziehbar ist wie das Ding los war, das frisst ja mein Reis weg ne?
- 45:13Speaker 0: Habe ich's Phänomänen in vielen Teilen Asiens also Vietnam weiß es Philippines auch so Dass ich dann genau dort wo ich spritzte den größten Schädlingsbefall habe.
- 45:23Speaker 0: Ist erstmal kontraintuitiv, also das ist entsprechend unsere Eingebung über.
- 45:27Speaker 0: sagen wurden aber ökologisch leicht zu erklären weil sich da um Organismus handelt.
- 45:32Speaker 0: der Schädling lebt auf dieser Reispflanze legt die Eier ab in diesen Blattspelzen also ein bisschen versteckt.
- 45:38Speaker 0: wenn man dann spritzt is alles tot die Gegenspiele alles auch die adulten Tiere haben die Eiern überleben und wenn sie schlüpfen es alle frei von Feinden.
- 45:45Speaker 0: als Enemy Free Space sagt man davor nehme und da breiten sie ganz toll aus dass heißt ich hab genau dort wo ich ihn bekämpfe bricht er aus.
- 45:52Speaker 0: Und es liegt daran, dass ich das System aus dem Gleichgewicht bringe.
- 45:55Speaker 0: Das heißt dort habe ich eher eine Lösung, dass sich sage... Ich benutze die natürliche Umwelt als Gegenspieler und hab gelegentlich dort wo's schief geht – das kann ja nicht passieren, lokal wie gesagt – eine Möglichkeit vielleicht über die Gemeinschaft des Auszugleichen der Art Versicherung.
- 46:11Speaker 0: Damit haben wir auch die gleichen Erträge wie vorher zum Teil sogar mehr Erträdige oder zumindest die gleichen haben keine Ausgaben für Pestizide und haben keine Gesundheitsschäden.
- 46:22Speaker 0: Und das ist so.
- 46:23Speaker 0: dann im Nachhinein sehr, sehr einfach!
- 46:25Speaker 0: Also ein Beispiel, das kenne ich halt sehr gut, wenn man es jetzt erwähnt auch, wo sich zeigt dass schon Königswirt gibt der darin besteht idealerweise die Systeme Balance zu halten.
- 46:34Speaker 0: Das haut nicht überall gleich gut hinten.
- 46:36Speaker 0: Es gibt ja auch das Konzept schon lange als integrierten Pflanzenschutzes Wo ich sage, ich schaue mir das Ganze an wie ich es entwickelt habe, schwälen werde oder irgendwas überhand nimmt Dann bekämpfe ich mit Chemikalien Auch dass das in der Rechtfertigung gewissen Systeme vor der ganze Ante dann verloren geht.
- 46:49Speaker 0: Das heißt, ich muss beides machen aber... Integrative Pflanzenschutz wie er mal definiert war, er wird heute immer noch ganz verwendet als Begriff, war aber so definiert, daß sich nur am Ende wenn ich keine andere Auswege habe mit Insektiziden, Pestiziden arbeite.
- 47:01Speaker 0: Mittlerweile ist es eher so nach dem Modus eins von vielen aber ungefähr gleichrangig und dann müssen wir eher zurück auf dieses Schad-Schwellenkonzept was zum Teil praktiziert wird also im Rapsanbau.
- 47:10Speaker 0: Rapsglanskäfer werden erfasst mit irgendeinem Fall wenn es eine gewisse Masse ist dann wird gespritzt weil es zu viele werden.
- 47:15Speaker 0: Das ist nachvollziehbar.
- 47:16Speaker 0: Aus Sicht des Landtorts, das ist sicher auch ein Ertrag.
- 47:19Speaker 0: Das Königsweg geht es in dem Sinne nicht nur einfach profilaktisch zu spritzen weil ich es gerade gut machen kann.
- 47:26Speaker 0: Es ist häufig so dass es technisch einfacher ist mit einem Gang wo ich irgendwas andere dünne kann ja auch gleich die Spritze reinmachen.
- 47:30Speaker 0: Das aber mitzumachen ist natürlich nicht besonders nachhaltig Aber ökonomisch im Sinne von Arbeitskraft einfacher.
- 47:36Speaker 0: würde ich aber die Kosten den ich erzeuge ins Produkt einrechnen sind anders an der Themenkomplex Dann wäre es plötzlich viel anders.
- 47:43Speaker 0: Und dann wäre es viel teurer, weil ich ja Umweltschäden, die ich damit kreiere im Wasser
- 47:47Speaker 0: z.B.,
- 47:48Speaker 0: mit irgendwie finanzieren müsste.
- 47:50Speaker 0: Solange so was?
- 47:51Speaker 0: Die Öffentlichkeit trägt die Schäden doch klär anlagen, was ist ich und nur die Gewinne praktisch privat sind das immer noch sehr schwierig.
- 47:58Speaker 0: Das heißt da müssen wir eher einen gesamt transformationsorientierten Ansatz fahren der in Richtung einer erhöheren Diversität von Nutzungssystem geht und nur in den extremen Fällen Einsatz von Pestiziden.
- 48:09Speaker 0: Solang sie zu günstig sind im Einsatz oder auch in Kosten direkt, solange werden sie auch verwendet worden.
- 48:14Speaker 0: Das heißt da ist eine Möglichkeit das auch regulierend eigentlich Griff zu bekommen.
- 48:19Speaker 0: also die Kosten die durch die Verschmutzung der Umwelt entstehen für die Gemeinheit wenn man die umsetzt auf die Kostensprodukte wird es Verhalten sich ändern ein bisschen anwenden.
- 48:29Speaker 1: Das heisst wir bräuchten eigentlich ja auch da mehr Transparenz in der ganzen Debatte um überhaupt mal die Folgen sichtbar zu machen
- 48:36Speaker 0: Genau und dann so versuchen was nicht leichtes Auch diese Folgen in Sachen Verlust von gewissen Ökosystemfunktionen auch ökonomisch zu quantifizieren.
- 48:46Speaker 0: Das ist nicht ganz trivial, aber kann überlegen wie ich das Boot Leben kaputt mache?
- 48:49Speaker 0: Ich habe keine Reduktion der Ertragspotentiale in der Landwirtschaft
- 48:53Speaker 0: etc.,
- 48:53Speaker 0: wenn es ganze unterirdische Flöten geht die Wörmer und Zetater dann hab' ich einen ganz großen Verluss den ich aber erst mal gar nicht sehe Und er hat gar nicht unbedingt immer in Verbindung mit dem Ertragespotenzial was ich habe.
- 49:04Speaker 0: Aber wenn ich das mit versuchen würde einzupreisen käme gut ein Stück weiter die Landschaft, nachhaltiger zu nutzen.
- 49:10Speaker 1: Heißt aber letztlich auch dass unsere ich sage jetzt mal Discounter-Mentalität gerade hier in Deutschland gegenüber Lebensmitteln egal ob es jetzt pflanzliche oder tierische Lebensmittel sind eigentlich früher oder später aufhören muss.
- 49:24Speaker 1: weil wenn wir sagen wir wollen auf die Umwelt mehr achten dann ist diese ganze Massenproduktionskultur in der Art und Weise wie sie heute passiert sowohl im tierischen Umfeld als auch im pflanslichen Umfeld eigentlich nicht machbar.
- 49:36Speaker 0: Ja, ist richtig.
- 49:37Speaker 0: Also wir müssen im Prinzip in Richtung kommen.
- 49:39Speaker 0: die Discounter-Mentalität ist genau so richtig gestichwort.
- 49:42Speaker 0: also die Frage ist zum einen ich kauf natürliches billige Produkt leichter als es teuer ist.
- 49:46Speaker 0: nebeneinander liegen gibt's ja schöne Tests.
- 49:47Speaker 0: hat er Penny mal gemacht vor einiger Zeit so Die wirklichen Kosten und die Pernie kosten ein Euro drei oder irgend sowas.
- 49:53Speaker 0: Und natürlich ihr normale Mensch der ökonomisch für sich selber denkt natürlich ist normalerweise oft zumindest das Billigerein in logischer Weise.
- 50:02Speaker 0: Man sieht aber auch, was die Kosten wären wenn man das Ganze mit einrechnen würde.
- 50:06Speaker 0: Ganz grob nur gesagt.
- 50:07Speaker 0: Jetzt ist es aber so dass Gott Discounter als Stichwort natürlich eine wichtige Funktion auch einnehmen.
- 50:13Speaker 0: Das heißt sie regeln zum Teil eben was bei uns wie konsumiert und geliefert und produziert wird.
- 50:18Speaker 0: Es ist gar nicht mal der Landwirt der eine alternative hätte.
- 50:21Speaker 0: häufig er kann seine Zeuge nur verkaufen seine Produkte verkaufen wenn die entsprechend So sind also im Discounter auch billig anzubieten sind.
- 50:28Speaker 0: Das heißt, diese Gewinnmarschen, die beim Discounter drin sind, das ist eine Sache, die muss man sich genauer nochmal anschauen.
- 50:33Speaker 0: Und da ist sehr vieles was sich ändern müsste.
- 50:36Speaker 0: Also weder der Konsument, der Rolli spielt noch der Produzenten auch der Rollis spielt aber der Discounter, der Händler dazwischen macht ganz viel aus.
- 50:44Speaker 0: und wenn wir dahin kämen dass wir dort eben in der Preisgestaltung diese Faktoren drinnen hätten würden an der Preise entstehen und dann ist vielleicht ein momentan billiges Fleisch plötzlich teuer weil entsprechend viele Umweltkosten hat, zudem natürlich oft auch gesundheitlich gar nicht so klasse ist für uns die Ernährung.
- 51:01Speaker 0: Das heißt das Potenzial für so Win-win Lösungen ist eigentlich da.
- 51:05Speaker 0: Das Problem besteht darin dass wir wegkommen müssen und es leichter gesagt als getanzt von dem Individuums Betrachtungsmethoden okay das billige oder das teuer, nämlich das billig, sondern ganzheitliches ganze Versuche zu erfassen.
- 51:16Speaker 0: Und das kann ich als Einzelner kaum leisten.
- 51:17Speaker 0: Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe, wie der Politik braucht um das in irgendeiner Art und Weise in die Gänge zu bekommen und Politik zu machen, muss ich wieder die Leute mitnehmen.
- 51:28Speaker 0: Wie kriege ich die Leute das informiert?
- 51:30Speaker 0: Überzeugt was für uns als Gesellschaft langfristig die Artenweise des Lebens sein müsste, wo wir dann Klimawandel entsprechend in den Griff bekommen aber auch die Diosität halten, weil es für unsere Ernährung ganz essentiell ist.
- 51:44Speaker 1: Jan Plage, mit dem ich vor ein paar Wochen gesprochen habe der Vorsitzende von BioLand hat mehr oder weniger und ich drückster verkürzt ausgefordert, dass nachhaltige Landwirtschaft besser gefördert werden muss.
- 52:01Speaker 1: Und es dann am Ende eigentlich dazu kommen müsste in einer idealen Welt das das nahhaltigste Produkt im Regal gleichzeitig auch das günstige für den Verbraucher ist und nicht umgekehrt, dass am wenigsten nachhaltigster das Günstige ist und dadurch noch viel mehr Schäden verursacht werden brauchen wir Ich nenn's mal so eine Art Bestrafungsmechanismus für wenigen nachhaltige Landwirtschaft, damit da auch sich wirklich was tut.
- 52:28Speaker 0: Also man kann auch sagen ich mache ein Belohnungsmekanismus für die andere Landwirtschaft.
- 52:32Speaker 0: das klingt gleich völlig anders als die Bestrafung.
- 52:35Speaker 0: Momentan fördere ich ja Methoden der Landwirtschaft durch öffentliche Gelder, die wir uns alle auch viele Probleme verursachen.
- 52:42Speaker 0: Wenn ich die Förderung verändern würde im Sinne von für das Gemeinwohl günstiger ist, was die Gemeinkosten praktisch schonend, was unsere Umwelt schonend letztlich auch.
- 52:54Speaker 0: Dann habe ich natürlich auch einen Anreiz in die Richtung mich zu bewegen.
- 52:58Speaker 0: Das heißt dass Umschiften von Subventionen sehr im Prinzip immer eine Bestrafung oder Belohnung vom ein oder anderen.
- 53:04Speaker 0: Momentan ist die Bestrafungen für die Ökolandwirtschaft, dass sie eben die Dinge diese macht alle selber in irgendeiner Form finanzieren müssen während der andere Teil der Landwirtschaft entsprechend subventioniert Dinge billig anbieten kann.
- 53:18Speaker 0: Also sind sie eigentlich die Bestraften, also von daher wenn man das verwenden wollte ist egal wie ich es nehme... Ich würde sagen die Belohnung für das was für den Menschen günstiger ist als nachhaltiger ist einfach der Weg dem wir gehen müssten und nicht andersrum.
- 53:31Speaker 1: Ich habe oft das Gefühl wenn wir in unserer Gesellschaft über Klimawandel sprechen und die Folgen von Klimawandeln oder die Dinge die Klimawande eher weiter antreiben dann reden wir ganz schnell über Mobilität.
- 53:46Speaker 1: Wir reden schnell über Autos, wir reden über weniger Fliegen und so ja eigentlich sehr viele mobilitätsverbundene Themen.
- 53:55Speaker 1: Wir reden ganz selten über Ernährung und wenn wir über den Ernährungs in dem Kontext reden Dann geht es eigentlich immer um unsere eigene individuelle Gesundheit dass wir sagen nachhaltig angebaut oder biologisch angebauten Lebensmittel sind vielleicht gesünder für uns als Massentierhaltung oder ähnliches.
- 54:14Speaker 1: Ist das vielleicht ein Narrativ, an dem wir auch arbeiten müssen?
- 54:17Speaker 1: Dass wir den Menschen klarer machen welchen Einfluss unsere Ernährung letzten Endes auf das Klima-auf-den-Klimawandel hat?
- 54:26Speaker 0: Also Ernährungen ist natürlich Zugang erstmal durch das.
- 54:29Speaker 0: Inwidrung ist klar, weil man persönlich betroffen ist weiß okay dass gesund alles anderes Was ich zwangsläufig heißt, dass Leute sich dann so verhalten.
- 54:35Speaker 0: Aber das Wissen ist dafür da!
- 54:38Speaker 0: Wenn ich Ernährung weiterspanne, nehmen wir den Bereich Grünlandwirtschaft... ...dann ist er so, dass ich bei allen Grülländern eigentlich eine ganz hohe Kapazität der Festlegung von Kohlenstoff im Wurzelraum habe zum Beispiel.
- 54:49Speaker 0: Das heisst wenn ich mich ernähre z.T.
- 54:52Speaker 0: auch mit tierischer Nahrungsmittel.
- 54:55Speaker 0: im Fall, fondieren die praktisch dafür Sorgen, dass dieses System ja so ist es enterhaltend bleibt und sprechen viel Kohlenstoff festlegen habe ich auch einen ganz wesentlichen Beitrag zum Klimawandel, zur Vermeidung des Klimawandels eigentlich geleistet.
- 55:06Speaker 0: Natürlich pupsen die Kühe, das ist ein altes Thema mit dem Methan aber das ist glaube ich in der gesamten Quantität nicht das große Problem.
- 55:13Speaker 0: so lange ich nicht die Massen von Tieren habe sind geringe Stückzahlen auf der Fläche kann man es locker gegeneinander ausrechnen.
- 55:19Speaker 0: da kommt viel mehr raus also dass Kohlenstoff-Klima schon im Boden erhalten bleibt.
- 55:24Speaker 0: Das heißt eine Landwirtschaft die einfach weniger umsetzt setzt auch weniger CO² natürlich frei.
- 55:32Speaker 0: Aber auch die Landwirtschaft, die versucht Systeme genauer zu betrachten wie sie funktionieren kann wesentlich dazu beitragen dass wir auch sozusagen den Klimawandel besser in Griff bekommen.
- 55:43Speaker 0: Ist eine Ecke komplexer aber zwei Beispiele sind wichtig.
- 55:46Speaker 0: ist einer Boden Biodiversität Boden Kohlenstoff im Grünland zum Beispiel das andere was man kennt.
- 55:52Speaker 0: natürlich gemischte Waldbestände haben auch sehr viel Potenzial Kohlenstoff zu halten.
- 55:59Speaker 0: Da gibt es einen neuen Wicht zur Waldinventur von Parthagons.
- 56:02Speaker 0: Der Wald ist keine Senke mehr, so eine Quelle von CO².
- 56:05Speaker 0: Das liegt aber nicht daran, dass das ein Wald ist und es liegt darin, dass der Wald verschieden genutzt wird und mehr abgeholzt wird als neu aufgebaut wird.
- 56:11Speaker 0: Der Wild passiert natürlich viel Kohlenstoff.
- 56:12Speaker 0: Und wenn es gelingt, gelingen würde doch entsprechende Mischungen von Beständen.
- 56:18Speaker 0: Diesen Kohlenstoff bestand stärker, also den Waldbestand zu diversifizieren habe ich auch mehr Kohlenstock gebunden.
- 56:25Speaker 0: Also da ist eine Möglichkeit ganz gut dadurch durch Landnutzung, die Verwaltnutzungen oder im Agrarbereich, im Grünland zum Beispiel wichtige Beiträge zur Vermeidung des Klimawandels zu leisten.
- 56:36Speaker 1: Also am Ende des Tages können wir als einzelne Menschen mit unserem ganz persönlichen Beitrag auch ein bisschen was dazu beitragen.
- 56:44Speaker 1: wenn wir erst mal das Bewusstsein haben und ich hoffe dass die letzte Stunde die wir uns hier unterhalten haben dazu vielleicht auch ein bißchen beigetragen hat sich der eine oder andere Hörer Da vielleicht auch in Zukunft ein bisschen dazu berufen fühlt und bewusster durch die Welt geht.
- 57:03Speaker 1: Und sich vielleicht auch wieder mehr über den einen oder anderen Schmetterling auf der Wiese freut, ich danke Ihnen sehr für die Zeit und das Gespräch.
- 57:11Speaker 1: Herzlichen
- 57:12Speaker 0: Dank auch von meiner Seite!
- 57:14Speaker 0: Das war es leider schon.
- 57:16Speaker 0: Die letzte Runde ist ausgetrunken – das Gesprächt zu Ende.
- 57:20Speaker 0: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 57:22Speaker 0: Bitten im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise,
- 57:26Speaker 1: wenn du die
- 57:26Speaker 0: Bar verlässt.
- 57:27Speaker 0: Aber vergiss auf keinen Fall den abonnieren Button zu klicken!