Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / #47 mit dem Fahrrad nach Japan - 860 Tage war Patrick unterwegs
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- 0:02Elektro-Velo? Ja, da Elektro. Sie nennen mich Patrizio Cavallo.
- 0:08Jetzt, Cavallo! Mich ist aber mega wunder, was hast du losgelassen an Gedanken, die dir ein Belastung waren, wo du sagst, hey, von dem bin ich jetzt mega befreit. Das sind Sachen, die mich immer zurückgehalten haben im Leben. Eben, und das geht. Du hast ja Ruhe bewahrt, weil hättest du, was passiert? Reaktion, Reaktion, Explosion, oder? Und weil du ja Ruhe bewahrt hast, war es so, okay, deine Energie hat alles geschlechtert.
- 0:32Das ist auch der Grund, warum ich dann unterwegs auch so viel Jiu-Jitsu noch trainiert habe, zusätzlich. Und auch eben dafür geworben habe, dass man reinhalten kann. Und danach habe ich halt nicht gewusst, wer das ist. Mit der Zeit habe ich herausgekommen, dass er eigentlich einer der wohlhabendsten Iraker ist. Nicht gecheckt. Wirklich nicht gecheckt, was passiert ist. Ich hatte irgendwie so ein komisches Gefühl. Irgendwie tut mir alles weh, aber ich checke gar nichts.
- 0:57Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von «Du entscheidest». Deinem Podcast für Business, Erfolg und persönliche Weiterentwicklung.
- 1:05Du entscheidest. So heisst unser Podcast. Und das hat einen ganz speziellen Grund. Weil unser Ziel ist, die Community so zu stärken und euch Leute zu vorstellen, die inspirierend, motivierend sind und visionär sind. Leute, die vielleicht anders sind als andere, die sagen, ich bin so, wie ich das sein will. Und die setzen ihre Visionen durch. Und darum ist unser heutiger Gast absolut am richtigen Ort bei uns. Und zwar hat er sich entschieden...
- 1:34zum Reisen nach Japan. Aber nicht einfach so, wie wir es machen würden, mit einem Flugzeug, sondern mit dem Velo. Und was er auf dieser Reise erlebt hat, was er für innere Konflikte vielleicht hatte, was ihn antrieb, werden wir in diesem Podcast miteinander herausfinden. Und darum, mit einem grossen Applaus, schön, dass du da bist, Patrick Letizia.
- 1:58Patrick, bevor die erste wichtige Frage kommt, wollte ich wissen, ob du mit dem Velo hierher gekommen bist? Ja, vor allem dort draussen. Nein, ernst? Nein, das war nur ein Witz. Gute Grüezi. Magst du noch Velo fahren? Ja, das schon.
- 2:15Mit solchen Oberschenkeln um die Bässe zu gehen. Ich habe schon Schmerzen zwischen den Beinen. Aber gut. Aber zu der ersten und wichtigsten Frage. Wie geht es dir? Wie fühlst du dich? Mir geht es sehr gut. Ich bin richtig happy, dass ich hier sein darf. Ich freue mich mega drauf und es geht mir gut. Ich muss sagen, du bist hier reingekommen, bist vorgelaufen und bist einfach so ein Energiebomber am Ende. Mega schöne Energie. Richtig nice. Wir haben uns schon immer kennengelernt. Schön, dass wir uns wieder sehen. Mega schön.
- 2:44Ich habe es kurz angesprochen in der Intro. Du bist bekannt für eine abartige Reise, die du gemacht hast. Du bist auf Japan mit dem Velo. Wie kommt man erst an so etwas? Und was hat es für eine Überwindung gebraucht, um wirklich mal zu starten? Gute Frage.
- 3:03Alles war ein Prozess. Es war nicht auf einmal klar, ich mache das Ganze. Es hat etwas gedauert. Die Geschichte dahinter war, dass ich im Vertrieb zu Mass gearbeitet habe. Ich habe gemerkt, am Anfang war es brutal. Es ist genau das, was ich...
- 3:21Doch mit der Zeit habe ich dann gemerkt, dass das gar nicht so ist. Ich habe dann herausgefunden, dass durch das Umfeld, in das ich war, ich die Glaubenssätze übernommen habe. Und auch die Vision, dass ich Luxusautos, Uhren, Eigenschaften und Finanzen benötige. Ich konnte aber nie so richtig das Feuer, das ich generell im Sport habe,
- 3:49in das Ganze mit hineinbringen. Also jetzt im Vertrieb, im Daily Business? Genau, ich konnte schon, ich gab immer Gas. Ich hatte nicht die gleiche Passion. Das ist eine Passion. Das hat mir wirklich gefehlt. Dann habe ich mir angefangen, Fragen zu stellen. Was will ich denn überhaupt in meinem Leben? Oder so angefangen. Ich will eigentlich gerne mal die Welt bereisen. Ich will das mal sehen. Ich will gerne...
- 4:11sportlich aktiv sein. Früher war der Traum, Fussballer zu sein. Und das habe ich dann abgeschlossen, das Thema. Habe dann mit Brasilien Jiu-Jitsu angefangen. Habe gesagt, ich würde eigentlich gerne um die Welt reisen, trainieren. Ich liebe das. Den Leuten helfen, sie inspirieren. Habe ich gesagt, hey, mach eine Weltreise.
- 4:30Und ich musste fragen, wie mache ich die dann? Wo fängt man an? Ja, also, was sagst du? Fluggi kommt ja als erstes in den Sinn. Ja, wahrscheinlich jeder im Normalen. Ja, eben. Ich gehe zwar hinfliegen, aber ich habe gewusst, nein Mann, das ist nicht das. Das kann jeder machen. Das kann jeder machen. Einerseits das und ich brauche eine Challenge. Ich brauche eine Challenge. Und auch das Ding mit dem Fluggi, es ist zu teuer und es ist einfach nicht das Gleiche.
- 4:58Du bist so schnell da. Genau. Der Weg ist das Ziel. Da habe ich mir gedacht, Fliegen kommt nicht in Frage. Was gibt es? Auto. Ich fahre gerne Auto, aber ich checke sonst nichts. Ich bin kein grosser Auto-Fan. Ich dachte, wenn da etwas passiert, flicke ich, habe doch keine Ahnung. Nein, ist auch nicht das Gleiche.
- 5:22Was gibt es noch? Soll ich laufen? Laufen habe ich zehn Jahre, komme ich gar nie an. Dann habe ich mich erinnert, ich bin mal in der Oberstufe von Hinnwil
- 5:32Als ich aufgewachsen bin, sind wir nach Tenero gefahren. In den Sien. Und dann haben sie gefragt, diejenigen, die wollen, können zwei Tage vorher mit dem Velo losfahren und die anderen kommen mit dem Car hinan. Und ich war immer so ein Abenteurer. So ein Aufgänger. Ich so, geil, komm, ich gehe. Ich bin gestorben. Ich bin richtig verreckt. Wenn es darauf ging, war ich immer der Letzte. Durchab dann der Erste. So ein dickes Ehrchen. Da habe ich gewusst, hey,
- 6:00«Wieso nicht mit dem Velo?» Das kam mir einfach ins Sinn. Auch wenn ich nie ein Velo gefahren bin, ich hatte nicht mal ein Velo. Für die Schulreise habe ich das Velo im Athletikum ausgemietet. Sportrennshop oder so. Keine Ahnung, irgendwie einer von denen.
- 6:18So ergab sich das. Ich wusste, ich nehme ein Velo und mache einen Weltreise. Dann fragte sich die Frage, wohin überhaupt? Ich wusste immer, ich will nach Japan gehen. Also sagte ich, Japan mit dem Velo, let's go. Wieso Japan? Was hat dich an Japan gezogen?
- 6:36Ich bin früher ein Samurai gewesen, der dort gelebt hat. Ich fühle mich sehr verbunden mit dem Land. Alles, was ich über Japan gesehen habe, gehört habe, resoniert. Es ist so ein inneres Gefühl in mir, ich will mehr, ich will mehr. Dann kam die Motivation, ich lerne auch die Sprache. Dann habe ich selbst zuhause angefangen, die Sprache zu lernen, Japanisch, ein Buch gekauft, hier in Hiragana, Katakana.
- 7:04Ein bisschen. Ich kann mich leicht verständigen, einfach in Sätze bilden. Die Leute checken schon, was ich meine. Das ist schon mal cool. Ich kann auch ein bisschen lesen, schreiben. Das hat mir schon mal eine Hilfe in Japan gegeben.
- 7:19Und so ist das eigentlich gekommen, dass ich immer diese innerliche Motivation und das Ziel von Japan hatte. Mhm. Also ja. Ja, aber dann okay. Wie viele Jahre ist das her, als du gesagt hast, hey, ich glaube, ich mache einfach eine Weltreise mit dem fucking Velo, Mann? Das war 2019, als ich mir gesagt habe, hey, ich mache das. Wie alt warst du da?
- 7:4323. Krass. Und die Reise ist ja, ich habe bis jetzt 860 Tage. Ja genau. Kann man das in Jahren bitte sagen? Zwei Jahre und drei Monate. Also knapp zweieinhalb Jahre. Also war mit 23 hast du dich so entschieden, hey krass, ich glaube ich ziehe es durch. Dann, wann bist du dann definitiv los? Ich bin dann im Sommer 22 losgegangen.
- 8:0822. 22. Ah, 22. Richtig, genau. Also eigentlich drei Jahre später. Weil, das erste Mal war die Idee da. Ja, die Vision. Und wie soll das sein? Wir kennen es. Viele Male haben wir eine Idee. Viele Male haben wir irgendwie ein Ziel. Aber wir konkretisieren es nicht. Warum? Weil...
- 8:26Das Leben. Es kommt immer etwas dazwischen, immer etwas Wichtiges, von dem man denkt. Wir setzen auch die Prioritäten nicht richtig, wenn es um dieses Ziel geht. Sondern es ist immer ein Rausschieben. Da wusste ich, nach einem Jahr hatte ich dann auch damals im Vertrieb gekündigt.
- 8:44Das war gerade die Covid-Zeit, gerade im März. Ende März habe ich gegründet. Am 1. März war ich alleine am Wohnen. Ich hatte in Talwil meine erste Wohnung. Ich habe einfach gesagt, fuck off, ich habe keinen Bock mehr auf das. Ohne einen Job zu haben. Ich habe gesagt, es kommt schon gut. Nachher im Sommer habe ich etwas gefunden. Ich habe mir bewusst das als Ziel gesetzt. Ich suche jetzt eine Stelle, wo ich dann einfach noch ein bisschen Geld ansparen kann. Ich bleibe max. zwei Jahre. Mhm.
- 9:14Weil dann gehe ich. Ich komme, wo ich will. Es ist mir scheissegal. Ja und du hast deine Traumfrau vorher kennengelernt. Das Lustige ist, ich habe eine kennengelernt. Nein. Oh mein Gott, nein. Okay, erzähl sie jetzt. Gossip, gossip. So hat es dann gestartet. Also das heisst, im 19 hast du dich für das entschieden?
- 9:36Hast du jemandem von dieser Idee erzählt? Allen. Also du bist eigentlich schon unterwegs gewesen? Schon dort. Du warst schon am Planen? Genau. Nein, nicht am Planen, sondern mir am Ausmalen. So am Überlegen, wie ist das denn? Vision am Wahlen. Aber schon mit dem Velo? Schon der Gedanke mit dem Velo? Ist alles schon fix gewesen? Ja, ja. Also die Idee war da, aber ich wusste, ich mache das. Aber wie ich das mache, ich habe keine Ahnung. Weil ich schreibe vor... Was und warum?
- 10:04Ich stelle mir vor, so wie ich jetzt wäre, wäre es okay. Entschieden mit dem Velo und dann kommt so, okay, wie viel Pneu muss ich mitnehmen? Wie viel Bremsbelag? Ich hätte nicht auch schon gehört. Wie viel muss ich, eine Ersatzkette? All diese Sachen sind dir dann auch in den Sinn gekommen?
- 10:20Unterwegs hast du dann gemerkt? Zero. Nein. Du bist so der Planerische Typ. Du überleihst die Sachen wie im Voraus. Ich bin so der, ich gehe und... Oh fuck shit, was ist jetzt passiert? Und dann muss ich lernen. Oh shit, nein. Ich habe nicht mal gewusst, wie ein Pneu wechseln. Wenn ich ehrlich bin. Jetzt weisst du es aber. Wie viele Pneus musstest du wechseln? Im Voraus gar nicht so viele. Vielleicht...
- 10:465, 6 Jahre. Okay, zweieinhalb Jahre. Und der erste, das weiss ich noch ganz genau, war in Griechenland. Nach etwa 3000 Kilometern. Krass. Du bist in Italien. Ich weiss gar nicht, wo durchfahren. Ich bin runter, am ersten Tag bin ich gerade über den Gotthard.
- 11:03Das war Horror. Das hat mich getötet. Schon da so «Was mache ich eigentlich?» Als ich losgefahren bin, habe ich mich verabschiedet. Family, Freunde in Rappi. Zuerst sind wir von Gröning nach Rappi gefahren. Und die, die Bock hatten, sind mit dem Velo gekommen. Mega cool. Wir waren etwa Kionik 15. Mit dem Velo. Wirklich so cool als Start.
- 11:26Nachher alle «Tschüss» gesagt an den Rappi. Dann bin ich los über die Brücke. Nachher nach Schindenlegen. «Hey, da!» Weisst du, was mir durch den Kopf ging? «Pedro, du bist so dumm!» «Wieso machst du das?» «Du bist so blöd!» Alles Regret.
- 11:46Aber du hattest eine grosse Schnur, das musst du machen. Zu dieser Frage, habe ich damals schon gesagt, ich mache das. Und alle so, was machst du, was willst du machen? Bisschen ruhig. Und dann haben sie gemerkt, ich lasse nicht locker. Ich bin hartnäckig. Wenn ich etwas sage,
- 12:08Ich bleibe dran. Aber niemand hat gesagt, das ist eine dumme Idee, das schaffst du nicht. Und dann ist die Sorge auch noch gekommen. Angst. Aber nein, du kannst doch nicht in diese Länder fahren. Und es kann etwas passieren. Das wäre jetzt meine nächste Frage. Ich habe es auf einem Beitrag gesehen, du bist
- 12:27Italien, Venedig aber. Genau. Kannst du erzählen? Italien nach Milano, Toskana, Pisa, Florenz, Venedig, Trieste, nachher Slowenien, dann bin ich in Kroatien.
- 12:46Ah, bist du unten gewesen? Ja, ich war unten. Einfach mit dem Velo, Mann! Das war so krass. Nein, sorry! Als ich in Kroatien ankam, war ich durchgedreht. Ich habe mich gefühlt wie eine Keane. Nein, sorry! Hast du dir bewusst, dass du noch nirgends bist? Ja, aber das war mir egal. Der Weg ist das Ziel. Ja, es geht schon noch, aber das hier und jetzt... Wie lange bist du in Kroatien gegangen? Ich war mega schnell unterwegs. Ich glaube nur...
- 13:15Drei Wochen? Vielleicht. Elektro-Velo? Ja, da Elektro. Nein. Kein Elektro-Velo? Sie nennen mich Patricio Cavallo. Patricio Cavallo. Ich kann nicht mehr. Also warte, wir sind in Kroatien, Mann. Also, wie lange bist du so? Wie viele Stopps hast du so gemacht? Wie hat es so aussehen... Du bist jetzt von hier... Was war von hier dein nächster, längerer Stopp? Aus der Schweiz? Ja.
- 13:45Aus der Schweiz bin ich dann von Gröningen nach Andermatt gefahren. Und das Lustige war, TeleZüri hat mich an dem Tag noch interviewt, wo ich losgefahren bin. Das ist einfach mühsam. Sie so, ja, was ist das heutige Ziel? Ich so, ja, Andermatt. Ja, aber schon noch ein Stückchen bis Andermatt. Ich so, ja, ja. Ja, bist du bereit? Ich so, nein, zero. Weisst du, wann ich angekommen bin? In drei Tagen? Um drei Uhr am Morgen.
- 14:09Du musstest in andermal ankommen, weil du gesagt hast... Ich habe gesagt, ich kann nicht einfach nicht ankommen. Und dann warst du gespannt? Generell oder jetzt an diesem Tag? Jetzt an diesem Tag zum Beispiel. Als ich dort hochgefahren bin, bin ich irgendwo auf einer Brücke angelegen und habe einen Power-Nav gezogen. Ah, okay, so Wildlife. Ich konnte nicht mehr. Aber das war nur schnell, um Energie zu tanken. Sonst habe ich gezeltet. Also total Wildlife. Ah, okay.
- 14:39Und am ersten Abend, als ich in Andermatt ankam, ich wusste ja nicht, woher und was... Von welcher Jahreszeit sprechen wir? Im Sommer war es so. Im Juli bin ich losgefahren. Auch für einen Tennisplatz habe ich mein Zelt aufgestellt. Einfach... Ich hatte doch keine Ahnung. Das Ding ist, auch vor der Vorbereitung... Kevin, du hattest dich wahrscheinlich richtig geil vorbereitet. Wo kann man schlafen? Ich habe zweimal irgendwie eine Velotour gemacht. Ich bin einmal zu der Schwester auf den Solothurn gefahren. Das war am 1. April 2022.
- 15:05In Aargau war ich schon total tot. Ich dachte, ich sterbe. Es hat geschneit, es hat geregnet, es war 1 Grad. Ich dachte, fuck, ich drehe durch. Und dann noch einmal eine Tour gemacht. Aber am Tag X, am 17. Juli, als ich losgefahren bin, das erste Mal mit dem ganzen Gepäck. Und ich war schwerst überladen. 30, 40 Kilo Gepäck mehr. Was nimmt man so mit?
- 15:32Das Gewicht, alles zusammen, war dann etwa bei 55-60 Kilo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo. Mit dem Velo.
- 16:00Dann ein paar Socken, Unterhosen, lange Hosen. Du musst dich wirklich fragen, was du wirklich brauchst. Dann siehst du dich vielleicht nicht immer am geilsten aus vom Style, aber das ist ja gar nicht wichtig, das ist irrelevant. Du musst dir auch denken, was ist denn wirklich das, was du brauchst. Ein Campingstuhl ist nicht unbedingt das, was du brauchst. Aber ich habe gedacht, du hast ein bisschen bequem. Hast du mitgenommen? Fix und gross. Hast du ihn gebraucht? Ja, am Anfang schon. Aber dann habe ich gemerkt, dass ich ihn gebraucht habe.
- 16:29Du hast losgelassen? Ja. Du hast mit 55 Kilo gestartet. Wie viel bist du zurück? Ich war 20 Kilo leichter. Ich musste das Velo wechseln. Ich war mit allem zusammen bei 40 Kilo. Statt 60. Was hast du alles auf dem Weg losgelassen?
- 16:58Einerseits gewisse Kleider, die ich dann einfach so dort gelassen habe. Ein bisschen Equipment, wie zum Beispiel so ein Stativ. Aber dort hättest du auch die Priorität anders setzen müssen. Das wäre dann schon noch gut, hätte ich das behalten können. Aber gut, in dem Moment weisst du es nicht besser. Du hast den ganzen Weg aufgenommen, Filme mit...
- 17:17Ich habe alles aufgenommen, genau. Wo kann man das anschauen? Auf meinem YouTube-Channel. Ich arbeite daran, den Leuten zu zeigen, wie ich das gemacht habe. Auch gewisse Videos zu zeigen, die ich noch nicht präsentiert habe. Und auch einfach mal
- 17:35wie andere Sicht in diesem Moment zu geben. Zu diesen Videos noch etwas dazureden, zu sagen. Mega cool! Hammer! Patrick, du hast vorhin gefragt, was du alles losgelassen hast an Gepäck. Mich wundert es aber auch, was hast du alles losgelassen an Gedanken, die ein Belastung waren, von denen du jetzt sagst, von denen bin ich jetzt mega befreit. Das sind Sachen, die mich immer zurückgehalten haben im Leben. Das ist eine gute Frage.
- 18:04Ich glaube, das Gute war, dass ich mich mental auf diese Reise vorbereitet habe. Und dass ich diese drei Jahre wirklich genutzt habe. Das Allerwichtigste von der Vorbereitung war nicht das Körperliche. Ich war fit, habe trainiert, habe mein Training gemacht. Es ist mehr hier oben. Und wie trainierst du das?
- 18:25Es gibt so viele Tools, die ich genutzt habe. Einerseits das tägliche Meditieren, das Tagebuch schreiben, abeschreiben und auch wirklich das in dir verankern, dass du ganz genau weisst, wie es ist und auch das Ziel wirklich festlegen und zu dir ehrlich sein, dass du sagst, egal was ist, ich gehe dann. Das ist auch in dem Moment vorgefallen, im Sommer. Ich hatte eine Freundin, wir waren zweimal zusammen, sie wusste, ich würde gehen.
- 18:55Aber ich wusste, dass ich gehen kann. Und egal, was dann noch sein wird. Warte, das heisst, wenn du 22 gegangen bist, bist du jetzt erst zurückgekommen? Ich bin vor einem Monat zurückgekommen. Ja, du bist schon gleich frisch zurückgekommen. Ah was, krass! Mit einem frischen Bag.
- 19:15Oh mein Gott, krass, okay, okay, okay. Und hier, Charade, an Katir, weil ich glaube, ziemlich kurz darauf ab, als du zurückkommst, warst du eben vor einem Monat, hattest du dich ja im Vollen, und dann ging man anschauen, und dann ist alles passiert, was passieren musste. Aber du warst ja wirklich gleich frisch zurück.
- 19:33Also das heisst, du hast dich drei Jahre mental vorbereitet, die Ziele visualisiert, du hast dich angefangen zu spüren, du bist wirklich nach innen gegangen. Also deine Vorbereitung hat stattgefunden, indem du nach innen gegangen bist. Total. Aber körperlich nicht?
- 19:48Ich bin regelmässig ins Gym gegangen, ich habe Jiu-Jitsu trainiert. Dann war es so, dass ich fit war. Klar, ich bin nicht ein Velofahrer, aber das war in dem Moment egal. Da musst du dir bewusst sein, wenn du nur eine gewisse Periode ...
- 20:06Wenn du eine Zeit hast, ein Zeitfenster, wenn du, sagen wir, Ferien hast, fünf Wochen, und du willst in diesen fünf Wochen ans Ziel XY kommen, in Istanbul, dann musst du halt eine gewisse Anzahl Kilometer machen. Und was hast du dir vorgenommen, wie viel am Tag? Ich habe gesagt, etwa 60 bis 80. Wie viele Stunden sind das?
- 20:25Je nachdem wie... Bist du den Tag unterwegs? Wie durch auf, durch ab es geht, ob es flach ist, ob du Gegenwind hast oder nicht. Fängst du dich irgendwann mal an nicht mehr zu spüren? Ja, ja. Also es ist ja wie eine Meditation oder so, dass du irgendwann mal in einem Tunnel bist oder so. Das ist dann später wieder dazugekommen. Am Anfang war es einfach nur pain in the ass. Es war wirklich einfach...
- 20:46Muskelkater. Muskelkater, der Arsch tut weh. Und weisst du, dass du nicht mal noch auf den Sattel sitzen kannst, wie fest es wehtut. Aber ich wusste, Augen zu und durch. Du kannst nicht zurück, der Le Züri hat es gesagt. Ich schwöre. Jetzt hätte ich noch andere Mammuts in Lande. Ich bin in Bosnien, bin ich zwei Jahre geblieben.
- 21:03Alles so Photoshop und so. Mit dem Flixbus machen. Andermal war dein erster Halt. Aber ich meine, so ein richtiger Halt. Hast du auch mal zwei, drei Tage Pause gemacht? Ja, als ich dann in Kroatien ankam. Ah schon, wie langsam. Was war ich dann? Vielleicht fünf Tage. Aber in Europa bin ich eigentlich durchgefresst. Wie kein Zweiter. Ich habe das Gefühl, Tour de Suisse. Wieso bin ich gefahren?
- 21:31Okay. Null Chill, weisst du? Weil jetzt kommt nämlich das Nächste.
- 21:35In Europa bist du durch wie nichts. Und dann kommen Länder, wo du denkst, das sind so deine Sorgen. Solche Sorgenländer, wo du denkst, da kenne ich die Kultur nicht, ich kenne nicht, wie die ticken. Was passiert mit mir? Wie werde ich aufgenommen? Hast du nie so Angst gehabt? Ich meine, du bist bei Syrien durch, oder? Genau, an Syrien, an der Grenze entlang gefahren. An der Grenze entlang gefahren? Wie war das? In dem Moment
- 22:03Voll easy. Also es ist nicht eine Bomberstimmung, wie die Leute denken, sondern es ist alles easy dort. Aber nur schnell. Wie hast du gewusst, welchen Weg du nimmst? Hast du immer ein Navi gehabt, ein Handy? Genau, ich hatte ein Navi und ich habe immer ein bisschen
- 22:21Ich habe versucht voraus zu planen, jetzt in Europa vor allem. Das Gute in Europa ist, du hast einen Veloweg, den du nutzen kannst. Aber ich hatte eine App, die heisst Komoot. Das hat mich z.T. in die Löcher gebracht. Ich bin durchgedreht. Katastrophen durch den Wald und Kies und es geht so durch den Ruf.
- 22:43durchdreht in einem Moment. Und dann war es so, ich kann dir nicht mehr vertrauen. Ich muss jetzt wirklich anders schauen. Ich habe versucht, auf den Hauptstrassen zum Teil zu fahren. Und da hatte ich so einen Mix in Europa, was super war. Es war wirklich gut als Einstieg in das Ganze. Das Gute ist, ich habe einen Freund, der ist auch mit dem Velo durch die Welt gereist. Und er hat mir dann gesagt, Patrick, du wirst jetzt in muslimische Länder kommen. Und du musst halt wie auch anders natürlich von deiner Präsenz sein. Du musst wirklich auch
- 23:12so kommunizieren, weil du meistens nur mit den Männern zu tun hast. Du wirst nicht viele Frauen unterwegs sehen. Also darum musst du einfach dort sein, Präsenz zeigen, Energie. Oder dass sie, wenn sie etwas mit dir wenn sie etwas von dir wollen, das sie gespürt haben Das ist kein ängstlicher Test. Der Junge weiss, was er will. Ja, wenn er ran soll.
- 23:34Aber damit hatte ich eh nie ein Problem. Aber das war so ein bisschen, bevor ich in diese Länder gekommen bin. Wurdest du damit konfrontiert? Später sind dann schon gewisse Sachen passiert. Was? Darf man wissen? Ja, das war zum Beispiel in Pakistan, wo ich dann eine wirklich bremslige Situation hatte.
- 23:52Mhm. Kannst du... Ja, ja. Ja, bitte, erzähl. Ja, sicher. Ja, sicher. Ja, unbedingt. Ich bin euch mit dem Popcorn. Das Ding war, ich war dort in den Bergen in Pakistan. Und ich wollte dort eigentlich wie eine Runde machen. Das habe ich gesehen. Von Islamabad aus, die Hauptstadt, wollte ich nach Chitral... nach... ähm... heisst es Chitral? Nein.
- 24:18Sorry, ich habe so viele Namen im Kopf. Auf jeden Fall habe ich so wie eine Runde durch die Berge gefahren. Mit keiner Dicke, keiner von denen. Ich war dann unterwegs. Ich war dann wie schon zwei Tage am Fahren. Und an einem ganz normalen Tag war ich schnell am Pausen machen, schnell Wasser trinken, die Route gecheckt. Ich bin dann schon mit dem Handy navigiert, überall Internet gehabt, mit SIM-Karten gekauft. Einfach damit ich... Die Technik hat funktioniert. Genau, alles. Dann wollte ich gleich weiterfahren.
- 24:46Auf einmal kommt mit einem Tüftel und einem alten Mann hinterher. Er fährt vor mir hin und schreit so «Hey, stopp, stopp!» So ein Bart, er ist zwei Köpfe kleiner als ich, ein ganz alter Mann. Und dann stand er vor mir her, schaute mich an, so quasi, und dann «Your problem! Your problem!»
- 25:08Das Englische war nicht der Burner. Er war nur irgendwie so «Du bist das Problem! Stop! Was willst du da?» Ich hatte keine Ahnung, worum es geht. Und ich dann einfach so «Sorry, no understand. Sorry.»
- 25:28So, kommunizierst du mit den Händen und was auch immer. Und dann hat es sich ein wenig angeschissen. In dieser Zeit, musst du dir denken, wurde um mich herum ein Kreis gebildet mit Männern. Immer mehr sind gekommen. Ich weiss nicht, ob die das gehört haben, ob die etwas gesagt haben. Aber ist es auf dem Land, in der Stadt? Es ist total im Land, wirklich im Gäste draussen. Wo sind denn die auf alle aufgetaucht? Die wohnen dort im Dorf und alles. Und die haben das mitbekommen. Und alles um mich herum Männer. Also ich war bei Zingler.
- 25:55Ich konnte nie hin. Ich war auf meinem Velo. Also auch recht instabil. Nicht, dass ich einfach das Velo hier hatte, sondern... Du warst auf dem Velo? Ich war auf dem Velo und so am Warten, dass ich losfahren kann. Dann hat es ihn angeschissen. Dann hat er mich geflattert. Nein! So schlau, weisst du, so der. Hä? Weisst du, das vielleicht...
- 26:17Vielleicht von früher, weisst du? «Du hast mich verarscht!» So ein bisschen in diesem Stil. Und ich halt immer noch so der gespielt so «Hey, sorry, ich weiss nichts, ich will auch fahren.» Und in dem Moment ist es aber schon ein bisschen besetzt. «Ey, weisst du, ich so fuck, Mann.» «Was fand ich von mir?» «Was jetzt?» «Warte, jetzt wirst du eine Pause. Was ist in deinem Kopf in dem Moment durchgegangen? Ist es so Flucht, Kampf oder Tod stellen? Was war es?» «So schön, die Zeitung lasse ich stoppen.»
- 26:47Bleib ruhig. Ich sage, bleib ruhig. Schnuff. Das ist das Erste durch den Kopf. Schnuffen. Ich sage, Päde, schnuff. Ich bin voll drin. Ich habe einfach durchgeschnuffen. Nicht, dass ich so geschnufft habe. Ich habe mich wirklich tief eingegartnet, ausgegartnet. Du hast ruhige Energie ausgestrahlt.
- 27:08Ich bleibe ruhig. Sorry, ich habe diese Karte immer noch gespielt. Ich weiss nicht, was du willst. Du hast ja eh nicht gewusst, was er will. Keine Ahnung, was es war. Nachher hat er gesagt, es bringt nichts. Quasi gegangen. Dann hat er den Weg aufgemacht, dann konnte ich gehen. Du weisst heute noch nicht, was die wollten.
- 27:29Ich weiss nicht, ob es damit zu tun hat, dass ich weiss bin, dass die denken, ich bin vielleicht ein Amerikaner. Hast du eine Ziege geklaut? Ich habe eine Ziege geklaut. Entschuldigung. Nein, keine Ahnung, wirklich. Gross. Darum war es so, ja.
- 27:43In dem Moment aber schon, weil du etwas Falsches machst. Ja, ja, und dann ist es vorbei. Und weisst du noch was? Wenn du das Gefühl hast, in dem Moment, wenn er dich anfängt zu flattern, wenn du dich dort nicht beherrschen kannst und ihn wegschubst, hast du das Gefühl, ich werde dort lebend rauskommen. Nein, und das geht. Du hast ja Ruhe bewahrt, weil hättest du, was passiert? Reaktion, Reaktion, Explosion, oder? Und weil du Ruhe bewahrt hast, war es so, deine Energie hat alles geschlechtert.
- 28:13«Wurde krass.» «Ist das die gefährlichste Szene, die du erlebt hast auf deiner ganzen Reise?» «Oder die, die dich am meisten...»
- 28:23Nein, es gab schon mehrere Situationen. Das war eine Situation, die ich wirklich selber kontrollieren konnte. Klar, schlussendlich kannst du meistens alles kontrollieren, aber zu dem komme ich gerade. Es war wirklich so, dass andere... Gut, da gab es nochmals eine Geschichte. Aber es war wirklich so, wenn da jetzt etwas...
- 28:45Wenn du es nicht überlegt machst, kann es sehr bremsig werden. Aber es ist eine der Sachen, die dir heute noch präsent sind. Genau, die mir zeigt, wie wichtig es ist, Ruhe zu bewahren.
- 29:02alles mit deiner Reaktion ins Positive lenken kannst. Aber wiederum auch ins Negative, wenn du dich einfach nicht spürst. Krass. Was für eine Lebensschule. In dem Fall durftest du diese Situation erleben. Genau. Nur um das zu lernen. Genau.
- 29:18Ich stelle mir das wie beim Alchemist vor. Das Buch ist brutal. Es ist alles Zeichen. Es ist mega spannend. Wir sind zu schnell wegen Kroatien. Das ist der erste Halt, den du fünf Tage gemacht hast. Was war der nächste Halt, den du länger gemacht hast?
- 29:38Danach fuhr ich nach Rijeka, in Split. In Split war ich ein paar Tage. Eeeeeh, August? Ja, das war August. Okay, noch ein Saisonnachricht, die geht durch die Drehe. Und das coole ist, ich habe unterwegs so viele Leute getroffen, die ich kenne. In Split war ein Kollege, der Hervoyer. Grüße an ihn.
- 29:58Ich war dann bei ihm, verbrachte ein paar Tage dort. Dann fuhr ich nach Bosnien, Richtung Medjugorje, Mostar. Mostar ist ja ganz bekannt für die alte Brücke dort. Vielleicht hast du das schon mal gesehen. Ich weiss nicht, wie hoch die ist, aber Waldkulturen haben mir zugeschaut. Dann ging ich nach Sarajevo. In Sarajevo bin ich
- 30:19Vor ein paar Jahren war ich auch schon da. Ich habe eine Balkontour gemacht, aber mit dem Auto. Und da habe ich die Jungs vom Jiu-Jitsu kennengelernt. Brotherhood. Und was ich eben gemacht habe, wenn ich immer in eine grosse Stadt gegangen bin, habe ich eigentlich in einem Dojo, also das ist eigentlich ein Gym für Jiu-Jitsu, wir nennen es so, ein Dojo übernachtet. Oder eben gefragt, ob ich dort übernachten kann. Weil mein Ziel war, auch in jedem Dojo übernachten zu können, trainieren.
- 30:48Weil ich das auch im Fokus hatte, trainieren zu können. Wiederum aber auch mit diesem Ziel, weil ich in Brasilien, wo ich zweimal war, die Jahre davor, ein kleines Projekt für die Kinder gemacht habe. Das heisst, ich habe dann unterwegs Geld gesammelt,
- 31:05Ich habe es dann zu meinem Kollegen geschickt, der dann für die Kinder geschaut hat. Wir haben auch Kimonos, also das sind die Gewänder zum Trainieren. Haben wir den Kindern kaufen können, weil die kommen wirklich aus ganz, ganz armen Verhältnissen. Und mit Jiu-Jitsu haben sie wirklich etwas,
- 31:22aus dem herausbrechen können. Zum Beispiel mein Professor, der Broa, der hier in Valisele ist. Er ist ganz bekannt dafür. Man kennt ihn in Recife. Das ist eine Stadt oben im Norden von Brasilien. Und ihn kennt man, dass er es geschafft hat. Und für die Kinder ist er ein riesiges Vorbild.
- 31:41Sie wissen, wenn ich Gas gebe, wenn ich mir Mühe gebe oder mit Jiu-Jitsu diszipliniert werde und einfach dranbleibe, habe ich eine Chance auf ein besseres Leben. Und das wollte ich den Kindern, den Jungs zurückgeben. Auch die Mädchen, es gibt ganz viele Mädchen, die Jiu-Jitsu trainieren. Also reden wir jetzt von Sarajevo oder in Brasilien? Nein, in Brasilien. Okay. Das ist auch der Grund, warum ich unterwegs so viel Jiu-Jitsu trainiert habe, zusätzlich. Und auch dafür geworben habe, dass man ihnen helfen kann.
- 32:10Okay. Also das heisst, deine Mission war nicht nur persönlich, sondern auch etwas Gutes zu machen. Wohlfältig. Was ist denn der letzte Halt? Ich glaube in Pakistan und so hat es wahrscheinlich geheiss. Es hat auch Jiu-Jitsu gegeben. Und das Geile ist, ich bin nur nach Pakistan gegangen, weil dort unser Team ist. Ich trainiere bei Carlson Gracie.
- 32:30Und hier ist Calls N' Gracie Zürich und dort ist Calls N' Gracie Karachi. Also Pakistan Team. Das sind die geilsten Sachen. Grüße an Alisha.
- 32:42Okay, wir haben das gesagt. Sarajevo. Ich habe davon immer. Aber warte mal. Vorhin haben wir über so mega krasse Momente gesprochen. Was passiert ist eben in Pakistan. Was sind so die Momente, wo du sagst, boah,
- 33:02Die haben mich so empfangen, ich habe mit ihnen gegessen, ich habe gelacht, ich hatte eine Stimmung. Was war das Highlight? Highlight? Es gab so viele Highlights. Jedes Mal hatte ich die Stimmung, wenn ich eingeladen wurde. Das hat wirklich ab der Türkei angefangen.
- 33:22Weil, das muss ich erstmal sagen, die Gastfreundschaft der Muslime ist crazy. Das ist wirklich next level. Das heisst, so ein schöner Moment war, als ich in Sieden war, in Türkei, wir kennen das. Ich war dort schon fünfmal im Trainingslager früher. Ah, mit dem Fussball. Ich war dort in der Altstadt. Und ich kam gerade an, habe mein Velo vorne platziert vor der
- 33:49vor dem, wie heißt das? Moschee. Nicht Moschee, sondern...
- 33:53Es ist nicht... Kebabladen? Waffel? Nein, diese Säulen, weisst du quasi. Waren das mal in Siede? Wie nennt man das? Monument? Ja, einfach irgendein Gebäude. Ganz ein altes Gebäude. Mein Velo dort hingestellt, habe ich schnell eine Runde gemacht, komme zurück, sehe ich ein paar Leute um mein Velo stehen. Schweizer. Auch mit dem Velo gefahren, ein Pärchen. Ganz liebe. Nachher mit ihnen lange zu reden, bin ich noch bei ihnen auf einen Kaffee gegangen.
- 34:21Ich kam zurück und schaute, wo ich zu Nacht essen gehe. Ich machte eine Runde, nichts passierte mir. Dann kam ich zurück zum ersten Rist, wo ich war. Ich fragte nochmals, ob sie etwas zu essen haben. Danach stelle ich mein Zelt am Strand auf. Als ich dort zu essen war, war es so eine Liebe. Lale heisst sie. Das ist so eine liebe Frau, unglaublich. Wir kamen ins Gespräch und sie fragte, was ich mache. Ich sagte, das und das.
- 34:51Und sie fragte, ob ich noch mehr will. Wie eine Mutter. Ich sagte, ja gerne. Ich war richtig hungrig. Dann sagte sie einfach, wenn du möchtest, die Saison ist eh nicht groß am Laufen, das war Mitte Oktober, Ende Oktober, du darfst auch in ein Zimmer gehen, wenn du willst. Krass. Ein bisschen wie ein Breakfast. Ja genau.
- 35:17Sie ist mit ihrem Mann, haben sie wirklich so familymäßig, etwas Herzliches, gerade in der Altstadt.
- 35:24Ich so «Wirklich?» Sie so «Ja, sicher.» Bin hochgegangen, hatte ein Bett nach, keine Ahnung... Alles gratis? Zwei Wochen wieder im Zelt geschlafen. Und Duschen und alles? Hab ich nicht. Ja, der Job... Kevin, das ist nur zweimal am Tag gehen duschen und... Das läuft anders dann zu, Kevin. Das ist eben Luxus dann, duschen und beten. Das gibt's dann nicht.
- 35:50Mit Flaschen abtuschen. Ganz ehrlich, du brauchst auch gar nicht, dass wie wir unsere Hygiene ... Aber das ist ein anderes Thema. Du warst bei dieser Frau, aber warst du auf Einladung? Auf Einladung. Alles auf ihrer Nacken? Bist du sicher? Ja, sicher. Am Morgen aufgewacht, bin ich runtergegangen, durfte zu Morgen essen. Der türkische Morgen ist der beste. Der beste ist brutal. Dann meinte sie, du möchtest noch bleiben?
- 36:16Das war kurz vor meinem Geburtstag. Ich dachte mir, es wäre schön, wenn ich noch ein paar Tage zu Hause wäre, um mich zu erholen. Die letzten Tage waren gerade etwas streng, weil ich über die Gebirge von Türkei gefahren bin. Vom Norden nach oben, nach Süden. Und dann sagte ich, ja gerne. Und dann, der dritte Tag, sagte ich, hey Lale, sag mir bitte, was kann ich dir geben?
- 36:41«Nein, du bist Gast, weisst du.» So herzig. Dann durfte ich dort wirklich knapp eine Woche sein. Wow. Und dann haben wir zusammen unser... «Mein Geburtstag» Schon zu seiner Worte. «Mein Geburtstag» gefeiert. Und das hat mir gezeigt, egal wie weit du von der Family weg bist, wenn du dann gute Leute um dich hast, es ist trotzdem, als ob wir zuhause sind. So herzig. Das war auch ein ganz schöner Moment. Mega schön.
- 37:08Und dann warst du einfach eine Woche mit deiner türkischen Familie. Ja, dann... Wo hast du dann kennengelernt? Ich meine, war sie dein Mann? Genau, dann... Dort... Ihre Freunde, die jeden Tag gekommen sind. Ich habe dann auch dem Rest geholfen. Weisst du, abgewaschen, Sachen gebracht und so.
- 37:25Ja, für mich, meine Videos umschneiden und so. So süss! Hat sich nicht verkoppeln wollen mit irgendeiner Familienmitgliedin? Ihre Tochter ist schon geheiratet. So schwer sie jetzt heiraten. Sie hat mir immer noch einen Sohn und so. So süss! So schöne Begegnung. Aber das war noch vor Pakistan? Ja, das war vor Pakistan. Und nach der Türkei, welchen Halt hast du gemacht? Das ist dann ein ganz spannendes Chapter.
- 37:51Als ich in der Türkei war, bekam ich eine Nachricht von meinem Kollegen. Er fragte unseren Trainer, den Brua, ob ich durch den Irak fahre.
- 38:03Ich hatte nie geplant, durch den Irak zu fahren. Ich dachte, von der Türkei gehe ich nach Iran, danach gehe ich zu den Staan-Ländern. Dann über China bis nach Thailand etc. Was sind Staan-Länder? Äh, Kudikistan, Kul... Ah, Staan! Ist das offiziell oder ist das einfach so ein... Ja, es endet ja alle mit Staan. Darum Staan-Länder dort. Mega lustig. Und ich so, okay spannend, wer hat dir das gesagt? Ja, der Bro.
- 38:29Und der Bruder meinte, ja, ja, erfahren. Er meinte schon, wahrscheinlich dort, aber er wusste nicht, wo. Ich so, ja, okay. Er so, bitte komm zu mir auf Erbil. Erbil ist die Hauptstadt von Kurdistan. Kurdistan ist ein autonomes Gebiet, kein offizielles Land im Norden von Irak.
- 38:51Aber die haben alles, was ein Land braucht und hat. Also sie haben eigene Regierung, eigenes Militär und eine ganz, ganz alte Geschichte. Mega schön. Nerville ist auch eine der ältesten Städte auf der Welt. Krass. Mega schön. Er so, bitte komm zu mir. Du kannst da bleiben. Ich habe eine Wohnung für dich. Wir können Jiu-Jitsu trainieren. Und für dich ist es gesorgt. Ich so, eine Frage. Ist es sicher? Er so, ja. Ich so, ich komme. Ja.
- 39:18Let's go. Nachher bin ich ja in der Türkei eigentlich am Meer entlang gefahren, also alles im Süden. An den syrischen Grenzen dort so... Ah weisst du, dort am vorbeifahren. Scheisse, scharru. Ich habe auf seinen Beitrag geschaut. Genau, ich habe einen Link dort vergeben. Interlight, wo die ganze Route drin ist. Okay, mega spannend. Patrick... Achso gut, sorry, erzähl weiter. Und ja, dann bin ich...
- 39:46Ich kam an der Grenze, ähm, die Kalil-Border heisst das, also Kalil. Und erstens war es ein riesiger Tumult, weil die Leute nicht gecheckt haben, was macht der mit dem Velo, wer bist du, was machst du. Woher kommt der, was ist das? Tattoos, gross, weiss und so. Dann habe ich gesagt, alles gut, beruhigt euch. Dann hat er gesagt,
- 40:14Ich schaue, dass alles gut für dich geht. Dann habe ich meinen Pass abgegeben. Er hat dann für mich geschaut. Alles zack, durch, fertig. Und dann hat mich einer in Empfang genommen. Ich habe nicht gecheckt, was passiert. Was ist hier los? Ist das der König von hier? Ich schwöre, es ist Büro und alles perfekt. Türe, Sofa, Einrichtung, alles. Hat er mich verwachsen? Was passiert? Ist das ein Präsident? Und dann...
- 40:44Er brachte mir Essen, behandelte mich wie ein VIP-Gast. Ja, weil du vielleicht auf Besuch gegangen bist. Total. Und dann hat er gesagt, woher musst du? Ich soll ja auf Erbil.
- 40:56Er so, ja okay, wie geht es dir? Ich so, ich fahre mit dem Velo. Er so, nein, nein, das haben wir nicht erlaubt. Er so, nein, nein, nein, Taxi. Er Taxi griff. Und Velo? Er einfach oben drauf mit Seil und so. Er dann am Sagen, hey, bring ihn dann hier und so. Fixen das, weisst du. Krass. Sind das die Routen, die am liebsten... Rot. Ja, genau. Was ist der Unterschied zwischen Rot, Gal und Blau? Gal ist mit dem Flugi.
- 41:20Blau ist mit dem Auto oder mit dem Bus, den ich wie ein... ja... habe gewusst. Und rot ist mit dem Velo. Also geil ist mit dem Flugzeug. Das heisst, du flogst von Nepal nach Thailand? Genau. Krass. Du warst einfach in Thailand mit deinem eigenen Velo. Krass. Sorry, wie krass ist das? Okay, also das heisst, dort in Kurdistan wurdest du empfangen, als wärst du Gott?
- 41:43Einfach nur wegen deinem Kollegen? Woher kennst du den Kollegen? Vom Jiu-Jitsu. Ah, was für eine Community. Jiu-Jitsu ist das, was im Leben bei mir so viel positive und Pracht hat. Auf jeden Fall, ich bin dann in Erbil angekommen.
- 42:07Ich habe meine Taschen an das WLAN gemacht. Ich wusste nicht, wo ich hin muss. Oder wo der Standort ist, den er geschickt hat. Ich fahre mit einem Kollegen genau vor das Auto. Er sagt so, hey Patrick, schön bist du da. Ich muss weiter, ich muss das Geschäft eröffnen. Ich habe jetzt eine neue Eröffnung. Geh nach der Rezeption, dort bekommst du den Schlüssel. Geh in dein Zimmer, nimm eine Dusche, wenn du Lust hast zum Essen. Geh in das Resti, sag auf meinen Namen.
- 42:32Brutal. Ich dachte, okay, let's go. Eine Duschung nur nach einer Woche. Erstmal wieder wie ein Mensch gefühlt. Die Einbürgerung in Kurdistan. Brutal. Dann laufe ich in das Rest hinein. Haare offen wegen der Dusche. Wie keine Ahnung was gefühlt. Ich gehe essen und dann kommt so ein älterer Mann zu mir. Ich fragte, was er da machte. Ich fragte, was er da machte.
- 43:02Wie bist du hierher gekommen? Dann habe ich ihr im Story gesagt, du bist zu krass. Please, come to our table. Aus dem riesigen Tisch. Ich habe dort hinschauen, so viele Leute, und habe mich kennengelernt. Ich habe eine Kollegin kennengelernt, die die erste kurdische Bodybuilderin ist. Sie hat jahrelang in Deutschland gelebt. Warum? Sie konnte Deutsch. Sie sagte, deine Story ist brutal, ganz kurdisch, dann muss ich dich kennen. Sie machte gerade ein Fansinterview mit einem.
- 43:31«Hey, wo bin ich da? Was passiert?» «Bababab!» «Tututututu!» Krutal war das. Und so hat sich dann eins nach dem anderen... Wie so ein Schneeball. Wie... Genau. Aber was meinst du mit «eins nach dem anderen»? Geht es in Kurdistan oder auf einem weiteren Weg? Beides. Weil danach trainierte ich Jiu-Jitsu, weil mein Kollege auch Jiu macht. Und dann trainierten wir in der Stojo.
- 43:59Und ich habe dort tolle Leute kennengelernt. Einen von Bagdad kennengelernt. Als ich dann auf Bagdad gegangen bin, habe ich dann zu ihm gehen dürfen. Ich habe mit ihm trainiert. Und er hat dann für mich geschaut. Ich habe gesagt, ich muss weiter nach Basra. Basra ist im Südosten. Gerade an der Grenze zu Kuwait. Von Irak. Ich habe ihm gesagt, kennst du vielleicht jemanden in Basra? Er so, warte mal. Gerade ein Kollege von ihm.
- 44:29Ich sagte zu meinem Kollegen aus Basra, hast du nicht einen Onkel dort? Er sagte, ja, ja, ja, voll, habe ich. Er hat ihn angerufen. Er sagte, ja, der kann kommen zu uns. Wir haben hier eine Tankstelle und er kann hier chillen. Und mit uns. Ich sagte, ja, egal. Nachher ging ich nach Basra.
- 44:46Das war die Szene. Ich komme aus dem Auto raus. Aus Sicherheitsgründen haben sie mich in ein Taxi getragen. Auch wenn dort nichts gewesen wäre, trotzdem haben sie gesagt, wir wollen einfach, dass du sicher dort ankommen kannst. Unsere Verantwortung. So herzig. Ich steige aus dem Taxi raus. Ich habe jetzt viele riesige Menschen dort vorne. Zwei Leute. Um einen herumstehen.
- 45:07Ein Araber, wie man es im Tourband kennt. Ein riesiger Typ mit Saunenbrillen. Ich fragte ihn, was los ist. Er fragte, ob sie zu ihm gekommen wären. «Salam aleikum.» Einer hatte es, der Safe. Er sprach Englisch.
- 45:24Patrick, Patrick, this is Sheikh Mousselin. Also, Sheikh, Sheikh, ich bekomme eine Kante vor, weisst du. Very important guy und so. Wer wollte mit mir ein Interview führen? Der liegt jetzt wie ein Fan von mir ab. Der Scheich. Der Scheich-Fan von Kronenberg. Ey, nein, der Patrick, der Star vom Nahen Osten, ich kann nicht mehr. Ich bin dann der Gast von dem Scheich gewesen.
- 45:47Und nachher, ich habe halt nicht gewusst, wer das ist. Mit der Zeit habe ich herausgekommen, dass er eigentlich einer der wohlhabendsten Iraker ist. Also ihm gehört so viel Gas, Benzin, also Tankstellen. Er hat etwas dort. Und er ist ein sehr, sehr mächtiger Mann. Weil auch die Familie...
- 46:08Im ganzen arabischen Raum. Einer der grössten Families. Ich war dann etwa zwei Wochen bei ihnen. Aber so à la Luxus-Lifestyle? Nein, sondern simpel. Sie sind extra dort auf die Basra gekommen, weil normalerweise wohnen sie in Bagdad. Weil es war der Golf Cup, Fußball-Event.
- 46:26Das fand wieder in Basra statt. Das coole war, dass Irak nach 46, 48 Jahren, sorry, wenn die Zahl falsch ist, den Golfcup wieder gewonnen hat. Z.B. hat Saudi-Arabien mitgemacht, Katar, wer war es,
- 46:47Syrien war mit dabei, ich glaube es waren acht Teams oder vielleicht etwas mehr. Wir sind dann zusammen ins Stadion gegangen, haben die Tickets gehabt. Aber weil alle zusammengekommen sind, sind wir wie in der Tankstelle. Sie haben oben das Zimmer und wir waren oben auf der Matratze schlafen. Für mich war das super, ich war mir eher für alles dankbar. Egal was gerade kommt. Und wie lange warst du dort? Knapp zwei Wochen.
- 47:15Schlussendlich sagte er dann, dass ich mein dritter Sohn sei. Wie viele haben dich so umgelegt auf dieser Reihe? Du würdest sofort wieder zurückgehen? Es gibt so viele geile Länder, geile Plätze, wo ich gewesen bin.
- 47:37Wo ich unbedingt wieder hin will, ist sicher Thailand. Weil es einfach das grosse Ganze gibt. Es ist wirklich geil. Warst du schon mal vor dem in Thailand? Ich war sonst noch nie ausserhalb von Europa, ausser in Brasilien. Aber sonst war es bis zur Türkei eine Grenze. Sonst habe ich gar nichts von der Welt gesehen.
- 47:56Mhm. Also Thailand ist ein Ort, aber das ist ja wie zu erwarten, weil man erkennt, das Paradies ist schön, aber jetzt vielleicht ein Ort wie Bagdad oder weisst du, guck mal, was, wo du jetzt nie Berührungspunkte hattest oder nie in Kontakt gekommen bist, dass du gedacht hast, hey, das ist mal ein Land. Aber vielleicht nicht einmal, ja, jetzt Thailand-mässig mit Palmenstrand und weisst du, guck mal, was, sondern vom Feeling, weisst du, wenn einfach so, keine Ahnung, wenn es...
- 48:24Erbil. Okay. Das hat mir wirklich gefallen. Wo war jetzt Erbil schon wieder? Wo er abgeholt wurde. Aber nicht Kurdistan? Doch. Ah, okay. Im Norden von Irak. Okay. Schon krass. Weil es einfach...
- 48:39Das war einfach geil. Vom Vibe her. Klar, du musst auch wieder denken, du bist ein Tourist dort. Es ist wieder etwas anders. Aber es ist cool, weil du kannst dort so viel machen. Es ist einerseits auch sehr modern, es hat auch sehr traditionelle Sachen dort. Und sobald du mit dem Auto einfach mal eine Stunde rausfährst aus der Stadt, bist du schon in den Bergen. Richtig schön. Richtig gemütlich. Mega spannend. Weisst du, weil ich mir...
- 49:04Was kommen wir von diesen Ländern mit über die Tagesschau? Also, wir gehen negativ behaftet, oder?
- 49:11Es wäre sehr interessant, du hast so viele Behind the Scenes von diesen Ländern. Ja und so pur. Gut, er ist schon mit einem Status dort. Aber in dem Fall war es eigentlich sehr schön, du hast immer gewusst, egal wo ich reingehe, ich bin nicht alleine, weil ich immer einen Verknüpfungs-Verbindungspunkt habe. Mit dem Jiu Jitsu. Nach Bagdad bin ich dann nach Basra gekommen.
- 49:37Aber in dieser Zeit hat mir einer aus Saudi-Arabien geschrieben, weil er befreundet war mit einem Kollegen von Bagdad, dem Jiu-Jitsu. Er sagte, Patrick, wenn du nach Riyadh kommst, Hauptstadt von Saudi, bist du mein Gast, du kannst bei mir bleiben und sein. So hat sich dann immer das eine nach dem anderen... Wie lange bist du in Saudi-Arabien geblieben? Vielleicht etwa zwei Wochen.
- 50:00Weil dort war es dann... Make-up? Konntest du gehen? Bin ich nicht gegangen. Wäre ich aber schon gerne gegangen, um zu schauen. Bei mir war es dann so, ich wollte unbedingt nach Katar gehen. Und nachher rechtzeitig nach Dubai arbeiten. Weil dann Kollegen von der Schweiz in Dubai waren. Und ich wollte es wie... So geil. Hast du es geschafft? Ja, ich habe es geschafft. Dann bin ich mit den Kollegen bei ihnen...
- 50:23in der Unterkunft etwa 10 Tage. Dann noch bei den Kollegen für eine Nacht. Und so hat sich dann das... Weisst du, nur das mit dem Velo in Dubai... Nein, ich meine jetzt genau das. Ich weiss mir nicht so bildlich an die Vorstellung, wie die dann mit den Spielzeugen... Alle mit den G-Klassen... Und dann kommt Patrick mit dem Velo... Mit dem grössten Flex. Ich habe mich am Geisten gefühlt. Ich könnte fahren, was ich will, aber... So krass. Ich weiss, was ich gemacht habe, um hierher zu kommen. So krass. On so anders Level.
- 50:50Aber in dem Fall war es schon immer so 5 bis 14 Tage, um einander zu finden. Dann musst du zum Erholen und alles, gell? Dann war es etwa zweieinhalb Jahre. Die erste grosse richtige Pause habe ich dann in Nepal gemacht. Weil ja, ich war dann in Dubai schon knapp 3-4 Wochen. Dort bin ich dann ja nicht mehr gefahren.
- 51:18Das hat sich dann eben ergeben von der Route. Du musst auch gewisse Flexibilität mitbringen. Weil du kannst nicht einfach trade nach deinem Plan, weil es wird sich irgendwie ändern. Das ist ja das. Der Weg ist das Ziel, aber wenn... Oder wie man sagt, wenn man zu fest verkopft ist auf das Ziel, ist ja das Ziel im Weg. Weil dann hast du ja keine Abweichungen links und rechts oder mal einen neuen Flow oder... Das heisst, das wollte ich dich fragen. Du bist mit der Intention in Japan.
- 51:46Du hattest ungefähr eine Route. Wie fast abgewichen ist sie nach all diesen BJJ? Wie fast hat sie abgewichen von deiner ursprünglichen ...
- 52:00Schon noch ein bisschen. Durch Europa hat es gepasst, durch die Gegend auch ein bisschen. Aber ich bin ja dann nicht straight nach Iran gefahren. Du bist runtergefahren. Ich bin ja dann von Irak, Kuwait, Saudi-Arabien, Katar. Können wir das einblenden? Das können wir einblenden, ja. Was hast du ungefähr gedacht, als du losgegangen bist, wie lange du unterwegs sein wirst? Du hast dich verabschiedet von deiner Familie. Drei bis vier Jahre.
- 52:26Ich hatte eigentlich geplant, von Thailand nach Indonesien zu fahren. Über die Australien. Und dann die Java-Inseln. Und dann mit einem Boot. Ich dachte mir, dort hat es sicher Leute, die mit dem Boot fahren. Ich finde das sicher. Und dann die Philippinen und so. Und dann von Thailand alles die Küsten, die ich gefahren bin.
- 52:52Ist das entfallen? Machst du nächstes Jahr. Mach ich sonst mal. Hörst du wieder mit dem Velo? Ja, fix. Ja, blutgelegt jetzt. Es ist auch geil. Es ist auch mega etwas. Ich meine, klar.
- 53:05Du bist losgegangen und hast vielleicht erspart. Wie hast du das finanziell gelöst? Sponsoren. Schaichen vom Nahost, da waren die da. Habibi. So geil, Mann. Da hatten wir zwei Kamellen. Und deshalb warst du auf Unterstützung angewiesen, weil du hast ja zweieinhalb Jahre kein Einkommen generiert. Richtig. Ich hatte einen Ersparz.
- 53:33Und dann habe ich unterwegs, habe ich auch ein bisschen mit meinem Online-Shop, den ich betrieben habe. Was ist das denn? Ich habe so einen General Store gehabt. Ah, nicht spezifisch. Nein, habe ich wirklich, je nachdem, wo ich war, auch die Zeit gerade ein bisschen genutzt, um noch ein bisschen etwas zu verdienen. Und dann, wenn ich wieder gefahren bin,
- 53:50Das war ja die beste Zeit für E-Commerce-Stores. Absolut. Hast du einen Dropship-Store gehabt? Ich hatte sowieso. Wenn gerade eine gute Zeit ist, hast du ein cooles Produkt. Laptop hast du dabei gehabt. Darum musst du dich fragen, was ist wichtig, was willst du dabei haben?
- 54:08Ich habe auch noch als Priorität mein Kimono für das Jiu-Jitsu gesetzt. Auch das ist etwa 2 Kilo. Das kannst du gut sparen. Aber ich wollte ja trainieren und deshalb habe ich das mit dabei. Ich habe gesagt, weg damit. Konnte dir nicht immer einer ausreinen? Ja, hätte er schon. Aber ich hatte dann meinen Personalisierten.
- 54:30Es ist schon mal anders, es ist etwas persönliches. Jeder, der Jiu-Jitsu macht und auf geile Kimonos guckt, bekommt bei Harada die besten. Das ist mein Kollege Patrick. Ist das dort, wo die Unterstützung nach Brasilien geht? Nein, Patrick hat hier in der Schweiz einen Brand für Jiu-Jitsu-Kleider aufgebaut, der Harada heisst. Er hat mich dabei unterstützt. Ich habe mein Logo
- 54:57Mit ihm konnte ich etwas kreieren, ein eigenes Kimono erstellen, das wirklich geil war. Das dann durch die Welt ging? Genau. Hammer. Durch den Support von dir, die Leute sagten, sie könnten ein Kimono kaufen und sie unterstützen. Da kommt etwas zusammen. Ich habe dann auch meine eigenen T-Shirts von «My Way to Japan». Da habe ich dann auch gesagt, wer mich unterstützen möchte, ich schicke ein T-Shirt.
- 55:22Das was sie sagen, das ist das wert, das finden wir dir. Up to you. Krass. Und so habe ich auch unterwärts... Aber du hast dich nicht komplett abgemolten von der Schweiz? Hey, ich bin jetzt komplett abgemolten aus der Schweiz. Du bist komplett abgemolten? Ja, ja. Hast du keinen Schweizer Pass? Doch, habe ich. Doch, du hast... Aber wieso bist du abgemolten? Du hast keinen Wohnsitz mehr. Aha, wo ist das Zelt?
- 55:41Raus vor dem Glas. Auf dem Dach. Auf dem P11. So geil. Wo wohnst du jetzt, wenn ich fragen darf? Bei meiner Mutter. Ja, okay. Genau. Und wie war es nach zweieinhalb Jahren zurück in die Schweiz gekommen? In Dubai hast du noch deine Kollegen getroffen, in Kroatien Familie, aber du hast auch ziemlich am Anfang gewesen. Genau. In Bosnien, in Serbien hatte ich noch Freunde.
- 56:02Überall. In Istanbul kam noch meine Mutterschwester und mein bester Kollege. Ich habe unterwegs immer wieder Leute gesehen. Ah ja, das ist wie du unterwegs bist und die kommen mit dem Flugzeug zu dir. Wir gehen zusammen an die Ferien. So spannend. War das immer wieder so, diese Zusammenkünfte? Schön, wirklich schön. Weil ich gewusst habe, das ist wie eine kleine Belohnung. Du kannst wieder Zeit mit deinen Ängsten verbringen und einfach eine gute Zeit miteinander haben.
- 56:27Hast du eine sportliche Frage? Am Anfang hast du gesagt, du konntest 50-60 km am Tag machen. Ich habe mir vorgenommen, 60-80 km zu machen. 60-80 km. Und was ist das eigentlich? Gegen den Schluss hast du mehr können wollen. Mehr Muskeln, mehr Power, mehr Lungenvolumen. Absolut. Ich hatte zwei Velos und ich teile sie ein wenig. Also hast du zwei mitgenommen?
- 56:51Ja, voll. Auf dem Kopf. Nein, jetzt wieso zwei Velos? Ich hatte nachher einen Unfall in Indien, der richtig heftig war. Oh shit. Darum mit meinen zwei Velos. Der erste war der Spirit, den ich genannt habe. Und der zweite ist der Bushido.
- 57:14Was ist denn ein Fotos mit einem Kremkopf? Nicht der Bushido! Oh mein Gott, das ist ein japanischer... Also so Manga oder? Nein, das bedeutet «Weg des Kriegers» auf Japanisch.
- 57:29Ich dachte mir, mein schwarzes Velo ist der Bushido, der Weg des Krieges. Das bin ich, der Samurai, der einfach durchbrettert. Das ist ein guter Name. So nannte ich es dann. Und dann, mit dem Velo, habe ich dann... Den du in Indien neu bekommen hast, oder was? In Thailand, weil in Indien hatte ich den Unfall.
- 57:52Okay. Aber wenn man das zusammenrechnet, also mit dem Bushido hatte ich einen Schnitt von 120 pro Tag. Und mit dem Spirit hatte ich 80. Mit dem ganzen Gewicht. Krass. Also im Schnitt habe ich einen Hunderter pro Tag, wenn wir beide zusammennehmen. Okay.
- 58:12Das mit dem... Busschi, du musst mir raus schneiden, ich habe eine falsche. Das ist eine falsche. Das muss ich dir nicht lassen. Ich will dich nicht lassen. Aber warte jetzt schnell. Weisst du, am Durchschnitt von 100 Kilometern am Tag, das ist von hier nach... St. Margrethe, Mann.
- 58:26Wie lange hattest du einen Tag? Im Schnitt 6,5 Stunden. Zeig mal deine Muskeln. Ja gut, noch einen Monat. Kevalla. Was hattest du für einen Unfall in Mumbai? Einfach schon in Mumbai.
- 58:45Wo ist es? Oben im Norden von Indien. Es ist im offiziell beschissensten Staat, und das darf ich so sagen, weil die Inder das auch sagen, in Indien passiert, nämlich in Bihar. Nämlich, es war ein Morgen wie jeder zweite. Ich bin früh aufgestanden, habe um vier Uhr meine Routine gemacht am Morgen, bin dann losgefahren und um halb sechs bin ich dann auf einmal nochmal aufgewacht. Wo? Am Strassenrand.
- 59:12Ich so, hä? Nicht gecheckt? Wirklich nicht gecheckt, was passiert ist? Ich hatte so ein komisches Gefühl.
- 59:22Irgendwie tut mir alles weh, aber ich check gar nicht, was macht der Spirit da vorne auf dem Boden? Wieso sind die Leute da? Alle mich am angreifen, wieder um mich herum, riesen scharf. Die Kamera ausnehmen. Die konnten nicht mit mir reden, ich konnte kein Hindi reden. Und dann die so BAM, irgendwie so ein Unfall quasi. Was the fuck? Hast du eigentlich einen Helm angehauen? Ja, ich hatte einen Helm, der hat mich dann gerettet. Hab dann den Helm angeguckt, der war dann gebrochen.
- 59:51Durch den Aufprall. Danach kam ein Englischlehrer aus der nahestgelegenen Stadt. Von Motihari. Und ich war etwa 70-60km von der nepalischen Grenze entfernt. Weil das Tagesziel war, nach Nepal zu fahren. Danach sagt man mir, ich hatte einen Unfall und wurde angefahren. Und die haben dich auf der Strasse gefunden.
- 1:00:15Sie holten dich dann von der Strasse weg. Du bist bewusstlos auf der Strasse gelegen. Ciao. Du bist zu dir gekommen. Ich weiss nicht, wie lange ich weg war. Sie sagten, fahre weg. Sie wissen nichts. Wir haben dich einfach so gefunden. Krass. Das ist dann passiert. Das hast du keine Ahnung. Nach dem... Ich weiss bis heute nicht. Hast du nicht mehr ins Spital? Tja, nachher.
- 1:00:39Ich hatte einen Krankenwagen gerufen. In dieser Zeit haben sich immer mehr Leute versammelt. Du hattest das Gefühl, es war Matsch dort. Irgendwas los. So viele Leute. Alle am Gafeln, alle am Schauen. Laut, heiss. Ich bin im Sommer durch Indien gefahren. Es war 45 Grad. Es war richtig hell. Mein Kopf explodierte.
- 1:01:02Dann kam ein Krankenwagen, die mich mitgenommen hat und ins Spital gefahren. Mit dem Spirit? Der Spirit blieb dort, die Polizei hat ihn mitgenommen. Und auch den ganzen Rest und so? Die ganzen Taschen habe ich mit mir in den Krankenwagen genommen. Hey, aber Krankenwagen, denkt ihr an? Äh, sorry, ähm, Spital.
- 1:01:24Das ist wirklich das Nötigste vom Nötigsten. Und diese Erfahrung, dieses Bild wird mir nie mehr aus dem Kopf gehen. Was ist denn das Bild? Ich bin im Besprechungszimmer. Normalerweise, wir kennen es, im Besprechungszimmer bist du und der Arzt. Und das Gerät nebenan. Und das Gerät nebenan, genau. Aber dort war einfach der Raum voll mit Leuten.
- 1:01:47Alles Gaffer. Ach nein. Alle reinkommen, wirklich eng. Einfach kein privates Wörter. Einer sogar vom Fernsehen, von der Zeitung, mit Kamera. Interview, Interview. Ich so, verpiss dich. Ich dachte so, Junge, hau ab. So geil. Was für ein Interview, weisst du. Und danach kommt der Arzt, das erste was er macht. Er hat eine Spritze in der Hand. Er so, öh. Ich so, mhm. Ich so, kein Schuss, nichts. Er so, ja okay.
- 1:02:14Ich so, ja, ich bin okay. Was ist dir okay? Warum bin ich okay? Okay, dann hätte er einfach Spritzen geben wollen. Irgendwas, ich habe keine Ahnung, was das war. Er hat mich nicht abgetastet, er hat mich nicht kontrolliert. Augen, Pupille. Er so, you okay? Ich so, ja, ja, ich bin okay. Was ich jetzt genauso gut machen konnte. Und nachher, er wollte mir die Kommentare geben. Ich so, ich nehme gar nichts. Ich will einfach Ruhe, ich will einfach pannen. Ich brauche einfach keinen Menschen um mich.
- 1:02:44Und danach war es fertig. Das war der Spitalaufenthalt in Indien. Spannend. Und wo bist du dann geschlafen? Hey, danach wollte ich eigentlich direkt irgendwo in ein Hotel gehen. Doch die Polizei hat irgendwie darauf beharrt, dass ich nochmal auf den Posten komme.
- 1:02:59Ich so, also komm, komm ich halt. Und der Typ, der nachher Übersetze hatte, der hat schon angeboten, er so, hey, ich fahre jetzt, ich muss nochmal zurück in die Klasse gehen, auf Moti Hari, ich kann dich mitnehmen. Ich so, ja gerne, aber die Polizei sagt, ich muss irgendwie mitkommen. Er so, ja okay, geht wahrscheinlich nicht lange. Hey, ich bin nachher auf dem Posten, vier Stunden gesessen, einfach da. Crime, true crime. Hey, und Szene, nebendran,
- 1:03:26Zellen mit Gefangenen hinter dir, so um zu chillen. Und jedes Mal, wenn ich aufs WC musste, musste ich an denen vorbeilaufen und ich schaue sie so an und die so «Mh, wieso?» Aber hast du dich gut gefühlt? Nein, ich war tot. Mein Kopf ist halb explodiert. Aber was hast du? Eine Kirne? Ich hatte eine Kirnenschütterung, mittelschwere. Es war total heiss. Und das Einzige, was ich kann... Dehydriert? Alles. Total am Arsch gewesen. Und wie bist du nachher wieder zur Kräfte gekommen? Indem ich einfach...
- 1:03:55Nachdem das alles fertig war, sagten sie dann auch, dass sie fahren würden. Sie hatten einen Einsatz, darum mussten sie dann weg. Und dann war noch ein Polizist da. Und dann dachte ich, sie fahren mich ins nächste Hotel in die Stadt. Ich musste mit dem Tuk-Tuk dort fahren. So geil. Noch mehr Schmerzen. Ich dachte, okay, fertig. Schlimmer geht es nicht. Irgendwann kam aber an, der andere hatte für mich schon das Hotel abgeklärt.
- 1:04:23Ich direkt ins Bett und habe bis zum nächsten Tag 10-11 Stunden geschlafen. Das war sehr gefährlich mit deiner Hirnschütterung. Ich habe mich dann selber auskuriert. Ich habe nur geschlafen und gegessen. Kein anderes. In zwei Wochen bin ich dann im Hotelzimmer. Ah, bist du dort? Ich bin dann geblieben. Das musst du dir erholen. Ich habe dann schon viel Post gemacht, weil die Leute Sorgen hatten. Wieso kommt da nichts mehr?
- 1:04:50Einer von Delhi, den ich im Norden von Indien kennengelernt hatte, sagte mir, ich könne ihm meine Wohnung geben, dass wir auf ihn schauen und ein Spital machen. Aber ich war etwa einen Tag Busfahrt entfernt von Delhi, auch von der Distanz her, über 1000 Kilometer war ich weg. In diesem Zustand, dort hinfahren, war es so.
- 1:05:12Ich mag nicht. Lieber schlafe ich jetzt. Aber es ist schon sehr schön zu sehen, wie stark diese Community war. Sie hat sehr viel Hilfe geboten, auch wenn die Distanzen sind Distanzen. Aber der Support war sehr umsonst. Absolut. Mega. Und ich habe eine grandiose Community, die wirklich einfach zuhause sind. Das ist das coole. Immer wieder haben wir geschrieben, auf Stories geantwortet. Und ich habe einfach gespürt, die sind da.
- 1:05:38Ich spiele dir etwas vor. Und zwar... Ankunft Japan. Kein Lebenssinn mehr. Ziel erreicht. Wie ist das? Du bist jetzt in Japan angekommen und weisst, mein Ziel ist erreicht. Wie hat sich das angefühlt?
- 1:05:59Man erwartet, dass irgendwie so... Puh, etwas passiert. Euphorie und alles, aber... Irgendwie so ein grosser Knall und... Es war ganz normal. Ich bin... Es war auch nichts Spektakuläres in diesem Moment, weil einerseits ich bin auch mit der Fähre von Busan, Südkorea, nach Fukuoka gegangen.
- 1:06:18Ich komme aus der Ferne raus und nicht irgendwie so «Wow, riesige Kulissen», sondern sie haben wie ein Turnier gemacht, abgesperrt. Dann hast du das Gebäude... nicht irgendwie wie die Aussicht und so. Es war ein sehr bescheidenes Ankommen in Japan. Und das vom Realisieren war so «Fuck man, habe ich es einfach geschafft?» «Hä? Ich schaue es wie gar noch nicht.»
- 1:06:42Auch dort habe ich fantastische Leute kennengelernt und auch schon diese Connections gehabt. Ich muss zurückgehen. In Kambodscha habe ich zwei Japaner kennengelernt, die mit dem Velo angefahren sind. Nein, wo sind die in der Schweiz? Sie flogen nach Bangkok. Sie flogen nach Bangkok und haben dann Thailand, Kambodscha, Vietnam, Laos, Thailand gemacht. Krass. Die haben uns nach der Grenze in Kambodscha kennengelernt. Ich habe sie dann eingeholt.
- 1:07:10Nachher haben wir uns voll verstanden. Wir mussten beide nach Phnom Penh, Hauptstadt von Kambodscha, und haben gesagt, komm, fahren wir doch zusammen. Wir hatten so einen geilen Monat. Wir sind in einem Monat zusammen gefahren. In einem Monat waren wir zusammen unterwegs. Und von meinem einen Kollegen, der Ryota, das war dann eine Kollegin von Fukuoka. Er hat sie dann angeschrieben. Das ist wie ein Rap, den du jetzt gemacht hast. Fukuoka, von der Ryota. Genau, der Ryota ist der Kollege. Der Ryota ist der Kollege. Fukuoka ist die Stadt. Und er hat dann...
- 1:07:40Der hat Ayasan geschrieben, er so, hey, mein Kollege kommt. Und ich bin dann bei ihrem Freund, da habe ich dann gehen dürfen, wo ein Mönch ist. Wow. Und er ist wirklich, er ist ein junger Mönch, der Akisan. Und dann habe ich dort eigentlich, wie man es kennt japanisch, in diesem traditionellen Zimmer von Futatsu, das ist nicht Tatami, sondern Futatsu, durften schlafen dort sein für eine Woche.
- 1:08:07Ein paar Tage war ich dort und machte die erste kleine Tour. Dort habe ich dann angefangen zu realisieren, dass ich es geschafft habe. Ich fuhr dann nach Kumamoto.
- 1:08:17Wo eine Höhle von Miyamoto Musashi ist. Der bekannteste Samurai und Philosoph, den man kennt. Er ist unglaublich der Typ. Er war in der Höhle, das war sein Lebensende. Er hat es gesehen, hat sich zurückgezogen, um meditieren zu gehen. Dort hat er das Buch «Fünfer Ring» geschrieben.
- 1:08:40Als ich dort hingefahren bin, war es mein erstes Mal in Japan unterwegs. Es war ein Tagesausflug von ca. 100 km. Ich bin nicht klargekommen auf das. Wieso? Auf die Natur, auf alles, auf Japan. Ich dachte mir, das ist zu crazy. Aber der Moment, an dem ich dort ankam, war auch ein bisschen...
- 1:09:02Nicht in den Bergen, aber du musst schon einen guten Aufstieg machen, um dort hin zu dieser Höhle zu kommen. Als ich dort raus kam aus dem Wald und einfach die Präsenz gespürt habe, die Energie des Waldes und alles. Es war wie ein Traum. Hast du dir Japan so vorgestellt, wie du es erlebt hast? Ja und noch viel schöner. Und in Japan wirst du nicht wieder zurück gehen? Doch, absolut. Ich finde, das ist sowieso etwas von einem Samurai-Fall.
- 1:09:32Das ist wirklich das Wichtigste. Die Haare? Ja, wahrscheinlich die Haare. Haare, schwarze Kleidung. So krass. Wann warst du dieses Jahr in Japan und wie lange?
- 1:09:44Ich war über 3 Monate in Japan. Ich konnte sogar bis zu 6 Monate in Japan sein. Auch vor früh? Wegen dem Visum? Ja, ich habe dann das Visum verlängert. Als Schweizer kannst du bis zu 6 Monate in Japan sein. Du musst nach 3 Monaten auch verlängern. Beziehungsweise vorher. Und dann kam ich an, Ende Juli, im Hochsommer, war es richtig heiß. Haben die die gleiche Temperaturen wie wir? Nein, viel heißer. Ich meine, wenn wir Sommer haben, haben sie auch Sommer? Etwa ungefähr, ja. Nur dass es in Japan schon noch mal
- 1:10:12Den Sommer, die sagten, war es noch nie so heiss wie jetzt. Ja, voll. Ich habe es nicht überkommt wegen des Berges. Fuji. Da hatte er gar keinen Schnee oder so. Nein, keinen. Das ist ja ein Spektakel, weil es immer Schnee hat. Ich bin nachher auch auf der Haufe. Nein, sicher nicht. Wie geil. Mit dem Lilo. Bis zur fünften Station. Wow. Welche Station gibt es?
- 1:10:428 oder 9 Stations. Aber bis zu der 5. hat es einen Weg. Es gibt mehrere Wege, je nachdem, von welcher Seite du kommst. Aber mein Ziel war, ich wusste, die Reise ist eigentlich fertig, wenn ich in Japan ankomme und auf den Fuji gehe. So geil. Dann musste ich das wie alt koordinieren, weil
- 1:11:04Du kannst nicht in der Nacht einfach hochwandern, um den Sonnenaufgang anzuschauen, weil viele verunfallen. Auch wegen der Müdigkeit. Und deshalb musst du wie eine Unterkunft buchen. Du musst halt schauen, weil das ist zum Teil gnadenlos ausgebucht. Dann okay, planen und ich mit dem Velo abgeschätzt. Wie ungefähr. An diesem Tag, ich glaube der 24.
- 1:11:27Ich bin mit dem Velo zur 5. Station gefahren. Dort abgeschlossen, also im Wassertank, das Velo versteckt. Ich hatte unten in Fujiyoshida einen Rucksack gemietet, Wanderschuhe.
- 1:11:49Wie ich dort oben mit dem Rucksack mitgefahren bin. Was hattest du auf der Reise? Ich hatte so Klickpedale. Hast du Klickpedale gefahren? Ja genau. Und Flipflop. Ah ok. Nur diese. Ich war zwei Jahre mit Flipflop unterwegs. Beste Liebe. Ja wirklich. Hey und dann bist du... Dann bin ich dort oben angekommen.
- 1:12:07Ich habe dann alles umgepackt und bin dann hochgegangen zu der siebten Station, wo ich Unterkunft hatte. Und ich bin nach dieser Zeit so fit gewesen, ich bin hochgesprintet. Ich habe nichts gespürt, ich bin gar nicht müde, ich könnte jetzt schon hochgehen. Nachher ein wenig geschlafen, in der Nacht aufgewacht, Mitternacht hochgegangen.
- 1:12:26Es regnete riesig. Es war richtig kalt. Als ich ansteckte, dachte ich mir, ich sterbe, wenn ich kalt bin. Gar keine Bock drauf. Nein, gar keine Bock drauf. Aber ich schaffte es.
- 1:12:42Sogar auf den Fuji noch gehen können. Urgen. Megaschein. Urgen. Urgen. Urgen. Urgen. Aber Hammer aus sich. Hast du, als du in Japan vielleicht die einen oder anderen kennengelernt hast, wo du aus der Schweiz bist, Also, weisst du, ich bin mit dem Velo da. Ja.
- 1:13:03Konntest du das mal sagen? Am ersten Tag war ich in Tokio mit einem Kollegen am Laufen. Da war das japanische Fernsehen. Sie haben mich für ein Interview gefragt. Ausländer hatten gefragt, warum ich nach Japan gekommen bin. Ich sagte, das ist ja ein Velo. Ich habe dann die Story erzählt.
- 1:13:27Aber zum Teil ist es für sie schwierig, das zu verstehen. Weil sie diese Dimensionen nicht kennen. Es ist so... Also viel wäre nicht. Es ist so mehr... Ah, nice! Wie würdest du im Nachhinein sagen, wie ist es mit dem Velo? Ich schaue jetzt nicht, was das heisst. Wie viele Tausend Kilometer sind das? Wie viele Tausend Kilometer sind es insgesamt? Über 18'000. Hättest du verreden... Um 44 ist der Umfang der Erde. Krass!
- 1:13:57Für jeden einen Stutz bekommen. Hey, was ist lieb... Wo hast du am geilsten gegessen? Japan, Thailand, Vietnam. Also Asien.
- 1:14:11Ich trinke nicht gross. Doch in Japan trinken die sowieso nonstop. Also wirklich viel auch. Das ist wie normal, der Gebrauch. So wie hier in der Schweiz? Überall, das gibt es überall. Ausser halt in den muslimischen Ländern. Was war die Überraschung des Jahrtausends, die dich verwundert hat? Gibt es das oder was? Keine Ahnung.
- 1:14:39So ein riesen Game Changer in Japan. Wusst ihr mal in Japan? Habt ihr schon mal von diesen WCs gehört, die es in Japan gibt? Wie sie deinen Arsch putzen und so. Und auch, dass sie warm sind. Ja, wirklich krass. Wenn ich so zurückdenke, wo ich dann eben war zum Teil. Hast du das Wetter mitgenommen? Hä? Hast du das Wetter mitgenommen? Mich zum Teil ja ganz...
- 1:15:04einfach für ein Loch. Dann gehst du Hocken. Und machst dein Geschäft.
- 1:15:12Aber dort ist sogar gewärmt und alles und getrocknet und Musik im Hintergrund. Und sauber und gereinigt. Das ist schon der Gamechanger. Das lohnt sich investieren. Ich habe gehört, Sie haben dort an den meistbefahrenen Orten, wenn die Menschen laufen, tun sie gerade Energie erzeugen. Jeder Schritt tut Energie erzeugen. Es ist so wie, als wäre da am Boden so, keine Ahnung, mit jedem Schritt tun wir Energie erzeugen, die sie ja für die Grossstädte brauchen.
- 1:15:42Ja, das habe ich mal mitbekommen. Mega krass. Die leben immer noch andere Next Level... Ja, sie sind schon extrem fortschrittlich. Absolut. Wirklich Next Level Ära. Nur schon die Witz sind extrem fortschrittlich. Ja, die sind anders. Krass. Hey, ich muss das mal verdauen, ich schwöre. Krass, ja, ist wirklich heftig. Ich könnte noch so viele Sachen... Ich meine, das ist ein Bruchteil von... Wir sind ja erst auf der Hälfte der Reise und da ist noch so viel krasse Geschichte. Und jetzt fehlt eigentlich wie noch der ganze zweite Teil. Aber hey...
- 1:16:10Ich will wissen, ich will wissen, noch zwei Sachen. Hast du sie wieder gesehen?
- 1:16:18Die, die du verlassen hast? Wir waren kurz auf einem Kaffee. Wie war es? Schön. Okay. Schön. Aber alles kollegial, alles easy. Ich hatte ein paar Sachen bei ihr zuhause. Sie hat es mir noch gegeben. Ja, so süss. Aber voll im Guten. Stell dir vor, sie hat schon zwei Kinder, zweieinhalb Jahre. Ich meine, meine Schwester wurde Mutter in dieser Zeit.
- 1:16:42Nein, krass. Wie alt ist jetzt der? 5 Monate ist er. Ah ja, das hast du vorhin gesagt. Und wie war es, das Flugzeug zu nehmen und zurückzukommen?
- 1:17:02Meine Mutter kam am Flughafen. Oh je. Es war schön, weil ich wusste, ihr müsst euch vorstellen, ich war dann über zwei Jahre unterwegs und irgendwann hattest du das Gefühl, es ist gut. Du bist angekommen, du hast es geschafft. Jetzt wäre es schön, wieder deine Familie um dich herum zu bringen, dass du ein Zuhause hast. Ich war ja immer unterwegs. Jetzt willst du dir das kennen. Schon gewisse Projekte, aber jetzt zuerst mal tranquilo.
- 1:17:30Ein bisschen ankommen. Zuerst mal in die Gavelle runterfahren lassen. In die Gavelle, genau. Wie merkst du, dass du weniger Bewegung hast als die letzten zwei Jahre? Also, ich trainiere immer noch tagtäglich. Jetzt nachher gehe ich aus dem Jiu-Jitsu. Du fährst nicht 100 Kilometer am Tag? Nein, das schon nicht. Ich mache trotzdem, trainiere...
- 1:17:51in der Woche sieben, acht Mal. Das ist ein Muss bei mir. Und bist du jetzt auf die Jobsuche? Oder was machst du? Wie sieht es aus? Ich kann mich nicht. Ich habe mich auch abgemeldet. Ah! Ein bisschen remote am arbeiten. In einem Online-Store?
- 1:18:07Ja, da bin ich wieder ein bisschen, wie gesagt, wieder ein bisschen auf das fokussieren, wieder ein bisschen in Angriff nehmen. Ich verbringe jetzt vor allem viel Zeit, das Ganze zu schneiden, weil ich bin mir das jetzt auch selber am beibringen. Mit dem ganzen Premiere Pro und wenn du das halt cool machen willst, braucht es halt schon eine gewisse Zeit. Ich glaube, ihr kennt es, ich weiss nicht, was ihr braucht, welche Tools. Premiere Pro.
- 1:18:29Da kannst du schon ins Detail gehen. Und das kannst du ganz kurz machen. Das fasziniert mich mega. Ich bin wirklich da dran. Das ganze aufzuarbeiten. Oder zu posten. Hast du die Leute nur auf Instagram mitgenommen? Du hast auf YouTube noch keinen Content erstellt? Noch nicht. Okay, das ist jetzt der nächste Step. Das ist der nächste Step. Ich würde die ganze Reise, die ich gemacht habe, zeigen können. Und dann würde ich es auch noch mal machen. Und dann würde ich es auch noch mal machen.
- 1:18:59Und wie die Leute dort mitnehmen. Und vor allem im Bereich des Mindsets. Ich habe herausgefunden, dass alles ein Mindset ist. Absolut. Genau da, wie die Tools mitgehen, sie an die Hand nehmen. Ich war genau gleich in dieser Situation wie jeder hier in der Schweiz. In einem Job, 8-5 Jahre gearbeitet. Klar, du hast alles.
- 1:19:23Aber es ist nicht zu wahren, irgendetwas fehlt. Und zum Teil braucht es dann so kleine Gedankenanstösse von jemand anderem, damit man dann in die Richtung geht. Und dann brauchst du halt jemanden an deiner Seite, der dich begleitet und die Hand nimmt. Und das würde ich gerne. Ich habe gesehen und auch viele Nachrichten bekommen, so EPD,
- 1:19:45Wegen dir habe ich jetzt ein Velo gekauft, jetzt fahre ich ins Geschäft mit dem Velo. Super brutal, das ist geil. Einfach so ein bisschen Mindset, Education, Experiences, mega go for it, so wichtig. Vor allem in der heutigen Zeit mit der Plattform, die wir haben. Und ich bin wieder mit BGG entfaltet. Heisst es BGG oder BJJ? BJJ. Brazilian Jiu Jitsu. Vielleicht mal etwas für dich, du bist auch ein Fetzer.
- 1:20:13Ich habe einen Kollegen, der das macht und ich finde es sehr geil. Komm doch mal ins Training. Prob es mal. Du bist in Wallissela, gleich am Bahnhof. Du hast viel Zeit, Kevin. Und wo bist du? Der Tiago hat auch angefangen. Hat er angefangen? Geil. Wenn du Lust hast, mal über Mittag zu gehen, einfach mal kommen.
- 1:20:29Einfach mal machen. Einfach mal machen, nicht die grosse Welt. Wir haben den Fabio Lander. Der, der immer sagt, einfach mal machen. Einfach mal machen. Wir haben noch... Was würdest du sagen, wie war Patrick vor der Reise? Und wie ist Patrick jetzt nach der Reise?
- 1:20:48Gerade vor der Reise? Es gab einen Patrick vor dem und einen nachher. Wer ist der Vorer und wer ist der Nachher? Hast du das schon nach diesem Monat eruieren können? Oder hast du dir schon Gedanken gemacht? Viel bewusster und viel ruhiger. Ich habe dieses Urvertrauen. Ich weiss, es kommt alles gut. Ich habe gelernt,
- 1:21:19Du musst einfach nur jeden Tag die beste Version von dir selber sein. Im Hier und Jetzt, weil es gibt nichts anderes. Es gibt nicht das, was morgen ist, weil das, was ist, ist dann. Es gibt immer nur den jetzigen Moment. Darum, ich habe weder Ängste noch Sorgen
- 1:21:37Weil es bringt dir schlussendlich nichts. Weil du im Jetzt lebst. Kannst du etwas daran ändern? Nein. Kannst du etwas jetzt machen? Ja. Dann mach es. Und dich gut fühlen im Jetzt, weil das kumuliert sich. Genau. Das habe ich einfach gelernt. Alles ist gut. Fokussiere dich auf das Jetzige. Überstürze nichts. Mach einfach das Beste, was du kannst. Weil wenn du immer das Beste gibst,
- 1:22:01Das ist ja das Beste, was er gemacht hat. Du kannst es ja nicht besser machen, wenn du schon das Beste gegeben hast. Man verändert ja automatisch die Vergangenheit. Wenn du immer schaust, dass du jetzt einen guten Moment hast, dich wirklich nur versuchst, auf das Jetzt zu konzentrieren, hast du irgendwann mal so eine schöne Vergangenheit, weil du deine Töpfchen immer mit jetzt schön versuchst, gute Gedanken, gute Gefühle zu pflegen, zu kultivieren, dass die Vergangenheit ja genau dementsprechend ist, was du ja jetzt erlebt hast.
- 1:22:30Also es heisst bewusster, mehr im Jetzt, präsenter, ruhiger. Ja. Und mehr... Dass ich mir bewusst geworden bin, ich bin der Schöpfer und der Erschaffer meiner Realität. Aber es fängt immer zuerst bei dir an. Alles. Alles ist in dir. Also wie du in der Innenwelt bist, so kreierst du es auch in der Aussenwelt.
- 1:22:53Du kannst nicht erwarten, dass sich andere Leute ändern. Und auch das Vergleichen ist ein Knickbruch. Schau nicht, fokussiere dich nur auf dich. Sei einfach ein guter Mensch. Denn so wie du bist, kommt es auch zurück zu dir. Das habe ich ganz klar gelernt auf der Reise. Du bist wie ein Spiegel. Wenn du mit positiven Absichten irgendwo hin kommst,
- 1:23:16Es wird dann zurück zu dir kommen. Bei der anderen, die so... Ja. Hättest du dort mit Aggressivität... Hättest du das auch gemacht, meine ich. Das wäre dann anders gekommen. Aber einfach darum, ruhig bleiben, lächeln. Bei dir sein. Bei dir sein. Und dann kommt alles gut.
- 1:23:33Eigentlich wäre das schon ein schöner Abschluss von diesem Podcast, aber wir haben eine Frage für dich. Bevor wir diese Frage stellen, möchte ich dich nicht beeinflussen. Darfst du eine Frage unserem nächsten Gast stellen? Du weisst nicht wer es ist, aber du darfst dieser Person eine Frage stellen. Was sind diese Kapitel?
- 1:24:03in deinem Buch, das du als alter Mann, alte Frau mal lesen möchtest. Was ist deine Story? Was ist deine Story? Was ist das Kapitel, das du nochmals lesen möchtest? Was sind die Kapitel in deinem Buch, das du als alter Mann, alte Frau mal lesen möchtest?
- 1:24:22ein geiles Leben, ein inspirierendes Leben führen können, wo ich weiss, ich habe immer das Beste gemacht und ich kann mit Stolz zurücksehen. Das ist das. Sehr schön. Hammer. Und das wirst du auch erreichen. Nichts müssen irgendwie bereuen. Nicht das wirst du, das hast du erreicht. Es ist alles in mir und jetzt. Richtig. Und auch das «Ah, hätte...» «Hätte Fahrradkette!» «Hätte Fahrradkette!» Ah, du musstest ein paar ersetzen. Ja, ja. Ja, ja. Kroatien. Vater und Onkel waren da. Der hat ein wenig Ferien gemacht.
- 1:24:52Fünf Minuten nachdem ich ihnen «Tschüss» gesagt habe, hat sie mich gerissen. Zeichen? YouTube. How to change a chain. Der so «Ja, in fünf Minuten wechselst du.» Zwei Stunden lang. Nachher falsch gemacht. Ich so «Pfff.» «Kamzi, bye.» Das Velo hast du zurückgenommen in die Schweiz? Das Velo ist da. Nein, das eine hat den Spirit verloren. Der Spirit war in Indien. Nein, ich habe es nachher nach Thailand geschickt. Das ist eine andere Geschichte.
- 1:25:19Das dauerte über 5 Monate. In Thailand kaufte ich den Bushido. Und den Bushido habe ich jetzt hier in der Schweiz. Okay. Dann fährst du auch mit so einem riesen Paket nach Hause? Ja, mit dieser riesen Box, die man kennt. Ich habe es gerade in der Story von dem anderen gesehen, der das gleiche in Südamerika gemacht hat. Und danach sind wirklich tausende Leute nach dem Flughafen empfangen. So ein Freundeskreis und so eine Familie. So ein Paket. Da ist sicher sein Velo drin. Absolut. So cool.
- 1:25:49Also deine Frage ist eigentlich ganz simpel. Wo siehst du dich in den nächsten zwei Jahren? Du entscheidest. Du entscheidest, geil. Ich weiss noch nicht genau von der Location, wo genau das sein wird. Jedoch weiss ich schon, es wird nicht in der Schweiz sein. Und...
- 1:26:16Ich sehe mich voll an meinen Projekten zu arbeiten. Das heisst, dass ich die Leute aktiv begleiten darf, eine bessere Version von sich selber zu werden. Dass ich mit YouTube etwas richtig Geiles aufbauen kann, wo ich den Leuten wie auch so auf einer Reise, auf einem Abenteuer mitnehmen kann, halt von zu Hause aus. Durch meine Abenteuer, die ich da mache.
- 1:26:38Und immer noch voll aktiv im Jiu-Jitsu. Vollgas dort. Am Gehen, am Spassen. Immer noch mit der Einstellung. Und an mir am Arbeiten. Ich glaube so. Wie fühlt sich das an? Das ist eigentlich noch das Wichtige. Das geht eigentlich nicht darum, was du machst, sondern was du fühlst dabei. Es ist immer so ein gesunder Respekt zu dem. Weil ich weiss, was alles...
- 1:27:08was es alles braucht, um dort hinzukommen. Aber wiederum weiss ich, wenn ich jetzt einfach fokussiert an mir am Arbeiten bin, egal was in zwei Jahren sein wird, das spielt gar keine Rolle. Wichtig ist jetzt einfach, mach dein Ding, bist happy, bist fokussiert, diszipliniert und dann kommt das alles gut.
- 1:27:28Hammer! Also zwei Sachen. Erstmal, danke vielmals, dass du dir die Zeit genommen hast, um hierher zu kommen. Es ist mir eine grosse Ehre, dich kennenzulernen. Das fühle ich sehr speziell. Deine Geschichte ist
- 1:27:44Wahnsinnig, also Chapeau. Von deinem inneren Schweinehund zum Besiegen jeden Tag weitermachen. Mega, mega, mega grosser Respekt. Finde ich richtig toll. Und il cavallo schlägt zu. Hast du noch etwas anderes sagen wollen? Du hast gesagt zwei Sachen.
- 1:28:01Zwei Sachen. Das eine ist für dich. Nein, das. Und das andere ist für euch. Gut. Hast du noch irgendwas sagen wollen? Loswerden? Keine Ahnung. Hast du noch irgendein Projektturier? Willst du mich begrüssen? Ich danke euch für eure Zeit. Danke. Richtig super Leute. Und geil, wie ihr es macht. Gleichfalls. Vier in Richtung. Und auch...
- 1:28:25Ich freue mich, wenn es in Zukunft neue Geschichten kommen, dass wir weiterreden. Es werden sicher ein paar Sachen dazukommen. Meine Frage an euch. Würdet ihr mal eine Velotour im kleineren Rahmen machen? Aber einfach das Bikepacking. Ich fahre ab und zu an die Werdinsel mit dem Velo. Letztes Jahr war das letzte Mal. Also vor eineinhalb Jahren. Ich bin gerne mit dem Velo unterwegs.
- 1:28:54Ich bin generell eigentlich offen für alles. Aber ich glaube, ich müsste so in Hotels schlafen. Ah ja, glaubst du das? Das ist wirklich so das, was... Ich glaube, du müsstest aus der Komfortzone kommen. Ich glaube, man muss etwas anderes erleben. Nein, mehr so... Ja, ich weiss nicht. Aber ja... Ich spüre es schon richtig. Ich kenne es übrigens, im Sommer bin ich mit dem Velo mehr aktiv. Und du kennst, wenn du am nächsten Tag aufs Velo sitzt. Ich spüre es. Das muss man nicht sagen. Das ist... Ich muss es auch gerne.
- 1:29:22Ja voll. Warum betreibst du gerade Marktforschung? Hey, wieso nicht? Ich würde jetzt etwas organisieren, so als Gruppe. Vielleicht im Sommer. Ich glaube als Gruppe fände ich es geil. Als Gruppe fände ich es geil, aber alleine... Ich würde es gerne, wenn dann so etwas intensiv, dann alleine.
- 1:29:41Ja, aber Velo, bei mir wäre es so, ich habe eben gesagt, dass ich unbedingt, nicht, dass ich es selber machen will, aber ich möchte unbedingt mal den Jakobsweg laufen. Geil. Ich finde, Laufen, ich tue sehr gerne Laufen. Das stimmt, ich auch. Und mit diesem Gedanken habe ich mich mega angefreundet, das möchte ich machen. Velo fahren, ich weiss nicht, ich bin wie nie mit dem in Berührung gekommen. Cool.
- 1:30:05Und ich hätte auch Angst vor diesem Sattel. Das ist der Endgegner. Ja, weil jetzt, wenn ich überlege, ich liebe Laufen, ich würde jetzt heimlaufen, weil ich laufe mega viel, und es tut so gut, aber ich glaube, das ist anders als Fahren, weil beim Fahren die Kette in den Pneus, beim Laufen funktionieren deine Füsse oder nicht. Weisst du, was ich meine? Du musst mega langsam vorwärts. Beim Laufen? Ja, du musst ja nicht auf Japan laufen, aber mehr so...
- 1:30:35Ist halt schon ein... Ja, keine Ahnung. Anyway. Ja, ihr werdet es sehen, falls wir mal irgendwo mit dem Melo unterwegs sind. Hey, an dieser Stelle danke euch vielmals, dass ihr wieder da zugehört habt, wie du entscheidest. Euer Podcast für Business, Erfolg und persönliche Weiterentwicklung.
- 1:30:51Ihr dürft uns gerne supporten, liken, weiterleiten. Wir verlinkeln auch seinen Kanal. Unterstützt ihn. Es kostet euch nichts. Ein Like, ein Klick.
- 1:31:07Und ja, wir freuen uns schon auf den nächsten Gast. Ich habe kommentiert, ob ihr mit dem Velo eine Reise machen würdet. Er organisiert sie. Kevin ist auch dabei, ich überlege. In der Schweiz machen wir das. Eigentlich wollte ich diese Folge anfangen, wie letztes Jahr. Herzlich willkommen zu der letzten Podcast-Folge von «Du entscheidest».
- 1:31:30Für das Jahr. Für das Jahr. Ja, aber hey, rutscht gut. Nein, ihr habt wahrscheinlich die Folge gesehen, gerade im neuen Jahr gestartet. Also, guten Start. Happy New Year. Ja. Happy New Year. Also, tschüss zusammen, peace and out. Bye bye. It's a wrap. Hey, danke.