Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / #17 Wie ein Rebell zum Millionär wurde - Ramon Hampel
Transcript
- 0:01Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge von «Du entscheidest» mit Kevin, mir und noch 100 anderen Gästen. Unser erster Live-Podcast. Wir sind hier in der Offset Lab an einem Event von Team One.
- 0:17wo es um Unternehmertum, Business und Mindset geht. Und Mindset ist das Stichwort für den nächsten Gast unserer Podcast-Folge. Er hat mit seinem Mindset ein Imperium gegründet, ein Millionen-Imperium, glaube ich, mit zarten 30 Jahren und hat eine richtige Tellerwäscher-Karriere hinter sich. Und darum herzlich willkommen, Ramon Hampe. Wooo!
- 0:46Ramon, voll die komischen Umstände heute wie uns. Hätte ich gewusst, dass so viele Leute kommen, wären wir zum Quaff. Ich hätte es noch sagen können, live. Ich glaube, diesen Podcast müssen wir auf Hochdeutsch machen oder dürfen wir auch auf Hochdeutsch machen, denn wir haben heute Gäste aus Deutschland hier. Deutschland in the house. Und Österreich. Und Österreich, cool. Und Österreich ist auch noch hier. Schön, dass ihr hier seid. So, wir fangen an mit der wichtigsten Frage, und zwar Ramon, wie geht es dir?
- 1:16Mir geht es super. Dankeschön. Wie geht es euch? Wie ein Turnschuh, sage ich immer. Erster Podcast mit Zuschauern. Ja, erster Live-Podcast, auch ganz speziell für uns. Aber ja, extrem ungewohnt, weil irgendwie will ich hier hinschauen, aber eigentlich zu dir. Eigentlich zu dir, ja. Wir schauen dich an. Also. Kriegen wir hin.
- 1:37Let's go. Ramon, ich habe so viele Fragen an dich und meine erste Frage wäre so, wer bist du, was machst du und erzähl mal von dir. Mein Name ist Ramon Hampel. Ich bin 30 Jahre alt, bin mir nicht gewöhnt, Hochdeutsch zu sprechen, also verzeih mir den einen oder anderen Fehler. Alles gut. Ja, ich bin hier ursprünglich aus Zürich, bin jetzt 30 Jahre hier.
- 2:04Und jetzt bin ich hier, ja. Schön. Für die, die dich nicht kennen, du bist ein Unternehmer, ein passionierter Unternehmer, Vollblutunternehmer, du hast ein Imperium gegründet. Jetzt nochmal, für die, die dich nicht kennen, was hast du genau gegründet, wann hat das angefangen und wie war dein Werdegang? Ich habe schon relativ früh gemerkt, dass ich nicht so glücklich bin im normalen Angestelltenverhältnis.
- 2:30Ich habe nie so meinen Platz in der Welt gefunden und habe mich dann mit 23 Jahren selbstständig gemacht als Maler, Lackierer. Krass. Bin bei Frau Meier die Decke streichen gegangen. War das deine erste Kundin, die Frau Meier? Ja, das war die Frau Meier, Decke streichen gegangen. 250 Franken hat das gekostet damals.
- 2:53Am gleichen Tag habe ich noch eine Buße auf meinem Auto bekommen. Und das Auto war ein Mietauto, weil ich hatte kein Geld für ein Auto. Minus. An diesem Tag habe ich kein Geld verdient. Nee, effektiv nicht. Aber Erfahrungen gesammelt. Erfahrungen gesammelt, weitergemacht. Heute sind wir eine Baugruppe, eine Unternehmensgruppe. Wir machen eigentlich alles, was im Hochbau stattfindet. Das sind Maler, Gipser, Böden, Fassaden, Platten. Es sind im Moment etwa 100 Angestellte.
- 3:21Und ein paar weitere Firmen, die noch für uns arbeiten. Genau. Das ist die Hampel-Gruppe, richtig? Das ist die Hampel-Gruppe, genau. An diesem Tag mit Frau Meier hast du zwar kein Geld verdient, aber konntest du die Kundin behalten.
- 3:33Frau Meier ist nie wiedergekommen, aber sie war zufrieden. Also es ist nicht mehr am Meer gelegen, sage ich jetzt mal so. Gut, und ich denke, man streicht die Wände auch nur einmal. Ja, Frau Meiers Küche, die kommt dann in zehn Jahren nochmal. Und wusstest du schon als Kind, was dir mal bevorstehen wird? Hast du das innerlich schon gefühlt und gespürt und bist diesem Gefühl nachgegangen? Oder keine Ahnung?
- 4:03Warst du als Kind so, ich wollte mal Pilot werden oder so? Nein, ich habe stark gefühlt, dass ich nicht in die Schule wollte. Ich kenne das Gefühl. Das Gefühl hat sich immer stark präsent gehalten, bis zum Schluss eigentlich. Und dann ist ja immer so, ja, jetzt musst du eine Lehrstelle machen.
- 4:19Ja, was machst du? Ja, das Erste, was du findest, damit du keinen Druck mehr von außen hast. Und ich habe dann auch drei Lehrstellen abgebrochen. Und die Malerlehre war dann so die letzte Lehre, die ich dann halt durchgezogen habe und meinen Abschluss gemacht habe als Maler.
- 4:34Welche hast du abgebrochen? Also Maler hast du durchgezogen? Genau. Und die vorherigen? Ich habe angefangen im Labor, mit so Laborwerten. So Laborant. Laborant, Lacklaborant. Lacklaborant. Das war so eine neue Ausbildung. Ich war der Erste, oder einer der Ersten in der Schweiz, die diese Ausbildung gemacht haben. Ja, hat nicht so geklappt. Und wieder gegangen ist. Also Arbeit war nicht so schlecht, aber die Schule. Ich war 16, aus Schlieren.
- 4:58Und dann waren andere Leute dort, die waren irgendwie 20, hatten Abitur und eine Rechnung ging in der Schule irgendwie fünf auf vier Seiten und ich wollte einfach ein bisschen Spaß haben und ja, das hat nicht so gepasst. Und dann die zweite? Ja.
- 5:12Das war der Detailhandel. Dort habe ich relativ schnell in der Migros die Lehre angefangen und habe sie dann auch wieder relativ schnell gekündigt, zu Freude von meinen Eltern natürlich. Nein, natürlich nicht. Ah, eben. Ich wollte schon sagen. Ja, ich war halt nie so gut, etwas durchzuziehen, wenn ich nicht den Sinn gesehen habe. Halt auch schon in der Schule. Ja, du musst das machen. Ja, warum? Ja, weil es so ist.
- 5:36Aber hast du in der Schule irgendetwas gelernt, was du heute noch anwendest in deinem Unternehmen? Irgendetwas, was wirklich... Lesen. Ah, okay. Ja, und darum ist es wichtig, so Events wie heute, oder? Ich meine, dieses Mindset bringt dir niemand bei. Unternehmertum, das lernst du in der Schule nicht. Wo hast du dein Mindset angefangen, sage ich jetzt mal, oder bist du zu dem Ganzen gekommen? Wie hast du dir das erlernt?
- 6:03Ich glaube, du kommst eigentlich aus der Schule und dann hast du erstmal so einen Realitätsschock. Du weißt ja eigentlich nichts, also du kommst raus, weißt ja nichts über Geld, du weißt nicht, wie eine Steuererklärung auszufüllen ist, du weißt nichts über Mietrecht. Also eigentlich kommst du ja raus nach zehn Jahren Bildung und stehst dir eigentlich vor nichts.
- 6:24Du kannst lesen. Du weißt auch nicht genau, wie du mit deinen Emotionen umgehen sollst. Du weißt auch nicht genau, wie du dich in schwierigen Situationen verhalten sollst. Also eigentlich ist es ja schon sehr schade, dass du auf alles, was danach kommt, nicht vorbereitet bist. Krass, ja schon. Also heute haben wir sowieso sehr viel über Mindset, Verkauf gehört.
- 6:45Auch finanzielle Bildung hatten wir heute. Wie groß ist dieses Thema für dich damals schon gewesen? Du hast gesagt, du kamst aus der Schule, du hattest eigentlich keine Ahnung, wie eine Steuererklärung funktioniert, wie man die ausfüllt. Und ich glaube, wahrscheinlich 80 Prozent von den Leuten wissen das nicht, weil entweder macht sie jemand oder es macht sie jemand wahrscheinlich. Genau, viel mehr oder gibt es nicht. Wie wichtig war dir das Thema damals?
- 7:09Für mich war das Problem, Geld war immer ein Problem. Also ich musste ja in die Schule, damit ich eine Lehrstelle finden musste, um nachher arbeiten zu müssen, um die Rechnungen bezahlen zu können und alles was... Und eigentlich der Grund, oder ich habe ja geforscht, wieso muss ich das alles, wieso muss ich am Morgen aufstehen, obwohl ich das nicht will? Warum muss ich irgendwo hingehen, wo ich nicht will und das jahrelang, um einen Abschluss zu machen, den ich eigentlich auch nicht will? Und die...
- 7:37Antwort war ja immer Geld. Also am Schluss bin ich immer beim Geld gelandet. Und so habe ich halt schon früh gemerkt, dass du eigentlich Geld brauchst, wenn du frei sein willst. Und ich habe einen enormen Freiheitsdrang entwickelt. Schon immer gehabt, aber ich konnte ihn nie ausleben. Und dann habe ich halt so mit 18, 19, 20 habe ich schon gemerkt, dass diese Freiheit mir sehr, sehr wichtig ist. Und dass ich das auch um jeden Preis erreichen will.
- 8:07um im ersten Moment nicht mehr arbeiten zu müssen. Das war so der Grundgedanke. Und dort habe ich mir eigentlich vorgenommen, gut, ich gebe jetzt Vollgas und mit 30 bin ich pensioniert. Und wie viel arbeitest du heute? Ja, und dann die Leute haben natürlich gelacht und gesagt, träum weiter. Und ich habe weiter geträumt. Ich habe das gemacht, was sie mir gesagt haben. Und ja, heute arbeite ich natürlich...
- 8:30mehr als ich gedacht hätte, dass ich das tun würde. Aber ich muss das ja nicht. Ich mache es aus Leidenschaft. Und ich glaube, das ist ein ganz großer Punkt.
- 8:42Wie ich mir das vorstellen kann, wahrscheinlich hast du damals viel mehr gearbeitet am Geschäft oder im Geschäft besser gesagt und jetzt arbeitest du am Geschäft im Sinn von Entwicklung, Leuteausbildung, Strategie, genau. Ja, also eben früher, als ich angestellt war, habe ich immer gezählt. Ich war um 7 Uhr dort, gut, noch zwei Stunden, dann ist es 9 Uhr, dann habe ich Pause.
- 9:04Und dann wieder Mittag und dann wieder Feierabend. Das hast du halt einfach nicht mehr, wenn du ein eigenes Unternehmen hast. Also schon, wo ich selber noch im Unternehmen gearbeitet habe, habe ich immer zu wenig Zeit auf einmal gehabt. Und jetzt, wo ich nicht mehr im Tagesgeschäft bin und da ich an den verschiedenen Unternehmen arbeite, ja, es ist einfach natürlich, du schaust nie mehr auf die Zeit. Und wenn du drauf schaust, dann merkst du, dass es zu spät ist. Es ist eine Illusion. Es ist ein anderes Feeling, sagen wir es so.
- 9:31Aber was ist passiert, dass du da irgendeinen Change hattest? Du hast ja gehustelt, weil du ja Geld machen wolltest, damit du mit 30 pensioniert bist. Und was ist dann passiert? Wie wurdest du dieser Mensch, der du heute bist, mit diesem Mindset...
- 9:48Am Anfang habe ich natürlich jeden Tag sehr viel praktisch gearbeitet, aber ich habe relativ schnell gemerkt, dass ich ein besserer Unternehmer bin als ein selbstständiger Handwerker. Wie hast du das gemerkt oder wie kann man sich das vorstellen? Ich habe eigentlich eine goldene Regel, egal was du machst, mach nicht selber. Das habe ich bis heute durchgezogen und es hat relativ gut funktioniert.
- 10:15Ja, das Problem ist, du bist ja eigentlich als Selbstständiger verkaufst du ja deine Zeit gegen Geld. Das heißt, du bist sehr schnell limitiert, du kannst das nicht skalieren. Was ich jetzt ja eigentlich mache im Unternehmertum, ich bin ja ein Zeithändler. Ich kaufe mir fremde Zeit ein und verkaufe sie weiter. Uff.
- 10:34Und das ist ja skalierbar. Ich kann ja so viel Zeit einkaufen, wie ich will und kann sie auch unendlich viel weiterverkaufen. Und ich glaube, das ist der größte Change, sobald du nicht mehr deine eigene Zeit in dein eigenes Geschäft bindest, sondern indem du wirklich komplett fremde Zeit einkaufst und diese weiterverkaufst.
- 10:53Aber hast du diese finanzielle Intelligenz oder das Ganze, wo hast du dir das Wissen angeeignet? Hattest du das schon, ist das eingeboren oder was hast du dafür gemacht, dass du dieses Know-how hast heute?
- 11:06Ich bin früher fast jedes Wochenende auf Deutschland gefahren, habe so jedes Seminar besucht von den Hauptverdächtigen, so Bodo Schäfer, Dirk Kreuter, Christian Bischoff, To The Moon, jedes Wochenende voll dabei. Und ich habe mir dort einfach das rausgeschnitten, was ich für meine Situation gebraucht habe. Okay.
- 11:29Und das ist ja eigentlich immer so. Wenn ich jetzt heute die gleichen Seminare nochmal besuchen würde, würde ich vermutlich ganz andere Teile mitnehmen, weil auch meine Situation wieder komplett anders ist. Aber ich denke, für jeden hat es immer etwas dabei. Wie bei einem Event heute, man nimmt sich einfach mit, was man für sein eigenes Projekt braucht und integriert das in seinen Alltag. Luzi, meine Frage wäre gewesen, hattest du einen Mentor, weil...
- 11:54Du warst sehr jung, du bist jetzt immer noch sehr jung und du hast dir etwas enorm Großes kreiert. Und eigentlich hast du es schon beantwortet. Wahrscheinlich waren deine Mentoren diese Leute an den Seminaren. Wie war dein Umfeld damals? Das habe ich auch noch eine Frage. Mein Umfeld, wir sind relativ...
- 12:14wild groß geworden, sage ich jetzt mal. Was heißt wild? Schliere Gang. Ja, wir hatten eine relativ wilde Jugend. Wir haben uns nicht groß um Zukunft oder Ausbildung oder so Sachen interessiert. Wir waren jung, wir hatten zu viel Testosteron, wir haben Welle gemacht. Und...
- 12:34Ja, das hat sich dann irgendwann getrennt. Also ich sage mal so, als ich mich auf meinen neuen Weg fokussiert habe, war ich auch sehr lange Zeit alleine. Weil diesen Weg kann keiner für dich gehen. Du gehst das immer alleine. Du bist auf einem Wachstumsprozess oft lange Zeit alleine, was jetzt nichts Negatives sein muss. Aber ich glaube, du musst dich schon daran gewöhnen, viele Dinge alleine zu machen.
- 13:03Aber war das wirklich so ein Cut von einem Tag auf den anderen? So, hey Jungs, heute nicht mehr, ich mache mein eigenes Ding. Oder war das so schleichend? Hattest du dort so einen Schlüsselmoment? Oder wie ist das entstanden, dass du dich gegen deine Freunde, was ja sehr ein emotionales Thema ist, und für deine Karriere oder für deine Zukunft entschieden hast?
- 13:21Es war gar nicht so ein krasser Schnitt, sondern man hat sich einfach dann auseinandergelebt. Du warst ja am Wochenende dann auch nicht mehr da. Du warst an den Seminaren, hast dir diese ganzen Sachen reingezogen, hast deine Visionen aufgeschrieben.
- 13:37Ja, wem willst du das erzählen? Es sind ja auch zwei Welten aufeinander geprallt. Und klar, ich habe das natürlich den Leuten auch erzählt und habe relativ schnell gemerkt, das kann natürlich keiner ergreifen. Wenn du aus dem Nichts kommst und sagst, ja, ich mache das und ich will das und ich will dies. Ja, die wissen halt auch nicht so gut. Also es ist natürlich auch schwierig für deine Mitmenschen, mit dem umzugehen. Sie meinen, das sind nicht Böse.
- 14:01Überhaupt nicht. Aber es ist einfach schwierig für sie zu greifen, wenn du gerade 72 Stunden Brainwash hattest und zurückkommst und voller Energie bist und für dein Umfeld hat sich ja in dem Moment noch nichts verändert. Und ich glaube, das ist einfach schwierig zu greifen und das darf man einfach nicht böse nehmen, sondern man geht dann eben den Weg einfach alleine.
- 14:21Und ich glaube, das ist auch ein Punkt, woran vielleicht viele Leute scheitern, indem sie sich wieder von ihrem Umfeld kommen am Boden, kommen wieder zurück und sie kommen dann eben wieder auf den Boden. Und ich glaube, das ist so das Gefährliche, dass du dann halt einfach wieder... Ja, die Traumlimitierung von den anderen, oder? Das sind ihre Grenzen, die sie haben und die...
- 14:38sie dir auferlegen. Genau, dass du einfach kannst sagen, hey, ich akzeptiere das, das sind deine Grenzen, aber nicht meine. Und ich kann deine Grenzen ja nicht zu meinem machen und ich gehe jetzt einfach diesen Weg alleine. Und ich glaube, das ist schon auch eine schwierige Entscheidung, vor allem auch im jungen Alter, wo ja eigentlich alles auf diese...
- 14:55auf diese Herdenkultur ausgelegt ist. Aber was ich so krass finde, ist eigentlich, wenn wir eben Altes loslassen, du hast ja dann auch Platz für Neues gemacht und hast dementsprechend dein Umfeld wahrscheinlich dann ersetzt, einfach durch like-minded people wie du, oder? Oder bist du immer noch der einsame Wolf hier im Rhythmus? Nein, nicht, oder? Nein.
- 15:17Ich mache immer noch gerne Sachen alleine. Ich brauche nicht unbedingt ein Team. Also ich habe jetzt natürlich viele Teams und es ist natürlich auch spannend und lustig mit Teams, aber so die big moves oder die großen Entscheidungen, ich mache das gerne alleine. Weil wenn es schief geht, kann ich auch alleine die Verantwortung tragen.
- 15:35Ich übernehme gerne die Verantwortung für Dinge, die ich entscheide. Und wenn es große Entscheidungen sind, dann mache ich das klar. Ich frage immer Leute nach ihrer Meinung, aber am Ende des Tages übernehme ich die Verantwortung. Und das ist mir schon sehr wichtig. Du bist jetzt wie auf der anderen Seite von...
- 15:52Vorher warst du ein Arbeitnehmer, sprich, du hast eine Lehre gemacht, du musstest dafür jemanden arbeiten und Dinge haben dir nicht gefallen, wie sie liefen. Jetzt bist du auf der anderen Seite und kreierst Arbeitsstellen. Jetzt, wie ist das, willst du auch gewisse Dinge deinen Lehrlingen mitgeben, wenn es um finanzielle Bildung geht, dass sie genau einen anderen Weg machen als der 0815-Weg?
- 16:20Ich denke, die Menschen, die vor allem noch nah bei mir sind, kriegen sicher einiges mit. Also du kannst ja eh immer nur mit maximal zehn Menschen sprechen. Vorher habe ich halt mit zehn Mitarbeitern gesprochen, jetzt spreche ich noch mit zehn Geschäftsführern und Kaderpositionen. Und ich denke, dort gebe ich sehr, sehr, sehr viel von meinem Wissen mit.
- 16:41Und das ist klar, automatisch geht natürlich auch etwas davon weiter in der Struktur weiter. Wir haben jetzt für unsere Lehrlinge keinen Kurs, der sich um finanzielle Bildung dreht. Aber ich habe schon einigen meiner Lehrlinge irgendwie so ein Buch von Bodo Schäfer gegeben und gesagt, ja, wenn es dich interessiert, lies mal. Der Podcast heißt ja, du entscheidest. Was würdest du sagen, war so deine wichtigste und größte Entscheidung in deinem Leben?
- 17:12Ich glaube, etwas vom Wertvollsten, was ich jemals erschaffen habe, war immer den Mut zu haben, den Weg zu gehen, den ich als richtig empfunden habe.
- 17:24Und für das bin ich mir selbst sehr, sehr, sehr dankbar, weil diese Entscheidungen sind zum Teil krass und auch radikal und auch gegen alles, was du jemals gelernt oder gehört oder gesehen hast. Aber ich habe immer den Mut gehabt, einfach nach Bauchgefühl diesen Weg zu gehen. Und für mich persönlich ist das das Wertvollste, was ich auf diesem Weg erschaffen habe.
- 17:47Also dass du dir selbst treu geblieben bist, auch wenn es keinen Sinn machte, du einfach gedacht oder empfunden hast, hey nein, ich muss jetzt da durch und that's it. Ja, ich habe halt auch diese Grenzen nie wirklich gesehen.
- 18:03Es ist für mich auch immer wieder schwierig, und da kommt es jetzt wieder zum Punkt, ich muss extrem wieder denken, wie ein Lehrling denkt, wenn ich mich mit einem Lehrling unterhalte. Weil ich denke, egal was ich denke, das ist ja kein Problem. Ja klar, machst du. Und dann merke ich, wie die Leute mich zum Teil anschauen, und dann merke ich, okay, ist doch ein Problem.
- 18:21Okay, wie lösen wir es? Es ist immer wichtig, dass man sich auf sein Gegenüber ein bisschen einstellen kann und auch ein bisschen spüren kann, wo ist das Problem, dass man auch seinen Mitarbeitern helfen kann, diese Probleme zu lösen und dann auch wieder weitergehen, dass sie weitergehen können auf ihrem Weg. Wie viele Mitarbeiter hast du?
- 18:44Circa 100 im Moment, ja. Circa 100 im Moment, okay. Und wann war dieser Moment, wo du gesagt hast, uff, ich glaube, ich habe es irgendwie geschafft oder ich glaube, es fühlt sich gut an, was ich mache und ich bin aus diesem Hamsterrad draussen. Gab es diesen Moment oder ist es so ein ongoing process, wo du sagst, nee, jetzt habe ich 100, nächstes Ziel 200. Bis dahin ist es so ein Krieg.
- 19:15Also ich merke schon, dass ein bisschen viele Autos ab und zu am Morgen dort stehen. Wie das Servicefahrzeug. Und dann merkst du schon, okay, wir haben schon langsam ein bisschen zu viele Autos, glaube ich. Aber ich mache mir gar nicht so große Gedanken darüber, weil am Schluss, wenn die Strukturen stimmen, kann ich auch 20.000 Mitarbeiter haben. Das spielt keine Rolle. Weil ich habe nicht den Anspruch, diese 20.000 Mitarbeiter zu führen.
- 19:41sondern ich kann ja nur wieder die Regionalleiter führen und die führen wieder die Geschäftsführer. Also ich glaube, und das ist wahrscheinlich eines der wichtigsten Learnings, Strukturen. Ohne Strukturen kannst du keine Mitarbeiter führen. Es geht nicht, es endet im absoluten Chaos. Und Wachstum ist natürlich absolutes Chaos und das ist ja auch schön, aber das immer wieder mal bereinigen und wieder stabil aufstellen und von dort aus wieder weiter wachsen.
- 20:07Aber in dem Fall zu der Frage von Ken, wenn keine klare Antwort im Dienst ist, weil du somit gesagt hast, es ist immer Wachstum, du wirst nie ankommen. Definiert, also eben geschafft, wann hast du es geschafft? Ich glaube, wenn du stirbst. Wow. Ja, dann bin ich fertig.
- 20:23Das ist immer so eine Definitionsfrage. Ich glaube einfach, klar, ich kann euch jetzt schon sagen, egal was ihr denkt erreichen zu müssen, wenn ihr das wirklich erreicht habt, wird es sich nie so anfühlen, wie ihr euch das vorgestellt habt. Ich kann euch das ja schon sagen, aber das bringt ja nichts.
- 20:42Weil du hast es ja nicht erlebt. Es glaubt ja keiner. Du musst es ja selber für dich herausfinden und das auch mal spüren. Und ich denke, am Ende des Tages, eben der Weg ist das Ziel. Das Wertvollste ist die Person, die du auf diesem Weg wirst.
- 20:59Du willst auch viel scheitern und das ist super so, weil ohne Scheitern lernst du ja nichts. Also vom Gewinnen an sich lernst du ja nichts. Vom Scheitern nimmst du am meisten mit. Wer ist Ramon Hampel außerhalb des Unternehmens? Das ist eine gute Frage.
- 21:20Anfang Jahr war ich in Thailand, kleine Story. Ich war Single und bin dann 30 geworden. Und dann habe ich mir gedacht, okay, 30, die waren die letzten zehn Jahre so. Wie sollen die nächsten zehn Jahre werden? Und ich habe gemerkt, okay, die letzten zehn Jahre waren eigentlich nur Business.
- 21:44Ich bereue überhaupt nichts. Ich habe gar nichts verpasst. Ich war an jedem Geburtstag, ich habe alles miterlebt, was wichtig war. Und aus ein paar Netflix-Szenen habe ich jetzt nicht viel verpasst. Aber was willst du die nächsten zehn Jahre machen? Und ich habe für mich die Antwort gefunden, dass wenn das jetzt nur Business wäre, also ob 100 Mitarbeiter, 1.000, 10.000,
- 22:05Es muss mehr geben als nur Business und nur Erfolg. Und da habe ich so die Entscheidung getroffen. Ich habe gesagt, ja gut, ich glaube, so ein Kind... So ein Kind ist, glaube ich, die krasseste und innigste Liebe, die man auf diesem Durchgang leben eigentlich erleben kann. Und habe mich dann im Januar...
- 22:32dafür committed, dass ich jetzt eine Familie gründe. Also als Single. Als Single. Cool. Hab mich committed. Thinking in existence. Genau. Bin zurückgeflogen, hab mich im April in Zanzibar verlobt. Nein. Und in drei Monaten kommt mein Sohn auf die Welt. Wirklich? Wow.
- 22:55Aber habe ich richtig verstanden, dass das Projekt für die nächsten zehn Jahre jetzt nicht mehr so das Machen, das Umsetzen ist? Klar, Umsetzen tun wir sowieso, aber du hast ja die nächsten zehn Jahre, es ging dir mehr um das Gefühl. Oder wer willst du in den nächsten zehn Jahren sein? Was willst du erleben? Und wenn du da ja an Kind und Familie denkst, ist es ja eher ein Gefühl.
- 23:17Ich erlebe auf diesem Weg so viel. Ich lerne so viele wertvolle Menschen kennen. Ich will einfach alles ausprobieren. Für mich ist das Leben ein großes Spiel. Genauso wie das Unternehmertum auch. Ich spiele, ich mache, ich schaue. Ich mache da was, dann geht es schief. Etwas anderes.
- 23:36Ich will einfach alles erleben und all diese Eindrücke mitnehmen und einfach bis am Ende meines Lebens so viel wie möglich erlebt habe. Also es geht mir mehr um die Momente und nicht um die Dinge, die du irgendwie haben kannst, sondern mehr um die Momente, die du erleben kannst. Und ich glaube, das...
- 23:53Ja, das will ich einfach machen. Ich will so viele Tage wie möglich in meinem Leben glücklich sein, erfüllt sein. Und ja, das kann im Business sein, das kann privat sein, das kann beides sein, das kann noch viel mehr sein. Und ja, ich lasse mich da einfach irgendwie durchspülen und schaue mal. Du hast vorhin gesagt, der Weg ist das Ziel.
- 24:11Wie präsent warst du wirklich in den letzten zehn Jahren? Konntest du wirklich auch, eben du hast gesagt, du hast dir Zeit genommen für wichtige Anlässe. Hattest du da immer schon eine gute Work-Life-Balance oder einfach so ein Me-Time, was ja in dein Energiekonto geht schlussendlich?
- 24:29Überhaupt nicht. Ich habe die ersten paar Jahre komplett 16 Stunden, 7 Tage durchgehasselt. Ich habe aber auch nicht wirklich aus Liebe gearbeitet, sondern aus Angst. Also ein Mensch handelt immer aus Angst oder aus Liebe.
- 24:44Und ich habe ja eigentlich nur aus Angst, kein Geld zu haben oder irgendwie meine Eltern und meine Familie nicht beschützen zu können. So dieses Gefühl. Aus diesem Antrieb hinaus habe ich ja sieben Tage die Woche, 16 Stunden gearbeitet. Und ja, da habe ich sicherlich...
- 25:02einiges an Work-Life-Balance auf der Strecke gelassen. Ja, was ja auch okay ist für eine gewisse Zeit. Aber irgendwann kommt der Körper, meldet sich und sagt einfach, hey, fick dich. Ich wusste nicht, ob ich es sagen darf. Ja, du darfst. Ihr Podcast heißt Unfuck Yourself. Ah ja, genau. Selbst erklären. Ja, und dann habe ich im...
- 25:27Letzten Jahr habe ich noch einen Tumor herausoperiert. Also ich habe natürlich all die Zeichen gehört, habe aber nicht gebremst und bin weiterhin auf Vollgas geblieben. Habe dann einen Tumor hinaus operiert und gemerkt, okay, wenn du so weiter so machst, funktioniert, aber du stirbst. Das Souvenir von der letzten Szene. Dann habe ich gemerkt, gut, erfolgreich, aber tot bringt es ja auch nicht so viel. Nein, nicht unbedingt, nein.
- 25:51Und dann habe ich so Zwangsmaßnahmen etabliert, um nur noch zwölf Stunden zu arbeiten statt 16 und dann so langsam. Also als Workaholic musst du dich ja ein bisschen, du musst in den Zug. Weil wenn du irgendwie am 6 Uhr morgens noch nicht im Büro bist, dann denkst du, was ist los? Das sind Gewohnheiten, oder? Du hast vorhin über Rückschläge gesprochen und dass du gewisse Rückschläge auch hattest. Wie gehst du mit diesen um?
- 26:18Wie gehst du mit Rückschlägen um? Bist du mehr der Mutige, der dann eine Lösung findet, oder bist du eher der, der sagt, scheiße, was soll ich jetzt mit meinem Leben anfangen? Ich kenne die Antwort für Sie. Ich habe meinen Frieden mit den Rückschlägen gefunden. Also egal, was passiert.
- 26:41Ich nehme es einfach hin, ich mache nichts mehr draus, sondern ich lasse es einfach so stehen, wie es ist. Ich schaue mir das an. Wenn es mir nicht gefällt, dann werfe ich es weg. Und wenn ich vielleicht noch was draus machen kann, dann mache ich noch was draus. Aber ich nehme das nicht mehr so ernst. Also selbst egal, was ist, selbst wenn jetzt morgen alles abbrennt, was ich jemals erschaffen habe, dann ja, was willst du machen? Marshmallow braten und weitermachen.
- 27:08Vor allem eben, wie du sagst, das kommt immer auf den Blickwinkel drauf an, wie man diese Rückschläge ansieht, weil man kann immer daraus gewinnen, wie du vorhin gesagt hast, vom Gewinnen lernt man nicht, sondern vom Verlieren und ein Rückschlag ist meiner Meinung nach ein Verlust in dem Sinne, aber es kommt immer darauf an, welchen Blickwinkel du das anschaust.
- 27:31Ja, ich glaube, du darfst ja auch Gefühle haben. Das muss ja sogar sein, sonst stimmt etwas mit dir nicht. Wenn du keine Gefühle hast, geh zum Arzt. Du darfst ja Gefühle haben, du darfst ja traurig sein, du darfst deprimiert sein, du darfst wütend sein, du darfst das ja alles sein.
- 27:47aber dann nach einer, zwei Minuten ist es auch wieder gut und dann schiebst du es einfach auf die Seite und weiter geht es. Du bist ja ein Mensch, du bist ja nicht, ich meine, in deinem Leben werden noch so viele Sachen passieren, die dich wahrscheinlich zutiefst erschüttern werden. Ich spreche nur mal vom Tod deiner Eltern, Trennung deiner Beziehung, Konkurs deiner Firma.
- 28:12Es kann noch so viel auf dich zukommen, aber ich glaube, wenn du die richtige Grundeinstellung hast und das einfach auch irgendwo durch akzeptierst und das als Prozess siehst, an dem du wachsen kannst, an dem du lernen kannst, dann gehen diese Dinge nicht spurlos an dir vorbei, aber ich denke, du lernst einfach generell besser damit umzugehen.
- 28:33Weil es geschieht ja immer alles für dich im Leben und nicht gegen dich. Also bist du da voll in der Gewinnerhaltung und nicht in der Opferhaltung, in dem Sinn, wie du diese Rückschläge oder all das, was passiert, eben du siehst das als Wachstum an und nicht als, ja, mi, mi, mi, mi.
- 28:49Ich nehme gerne den Tod der Eltern als Beispiel, weil das ja für mich in meinen Gedanken eine der extremsten Situationen in deinem Leben ist. Und ich denke, dann hast du zwei Menschen, beide erleben das gleiche Schicksal. Der eine bricht zusammen und bleibt liegen und erholt sich davon nicht mehr. Und der andere...
- 29:16nimmt das als Geschenk und denkt daran, wie viele Jahre er mit seinen Eltern verbringen durfte und was für ein Vermächtnis sie ihm hinterlassen haben. Und er freut sich jedes Mal, wenn er an seine Eltern denkt. Und es ist kein Schmerz mehr irgendwann, sondern es ist Freude, es ist Dankbarkeit, es ist tiefe Erfüllung. Und diesen Menschen macht das sogar noch stärker. In der gleichen Situation, wo ein anderer Mensch komplett zerbricht.
- 29:39Ja, du hast schon mega viele sehr, sehr wichtige Dinge in diesen knapp 20, 25 Minuten erwähnt. Was würdest du sagen, was ist deine wichtigste Message für jetzt knapp 200 Leute, für all die Leute, die den Podcast schauen, was ist so deine wichtigste Message? Für all die, die live sind. Genau, danke. Message für was? Ihr Leben, was möchtest du ihnen auf den Weg mitgeben? Deine Learnings.
- 30:10Ich denke, generell, wenn du schon mal in deinem Leben, egal was passiert, wenn es für dich passiert, also du verpasst den Bus, zum Glück habe ich mir verpasst, vielleicht hätte ich jemanden getroffen, den ich gar nicht sehen will. Wenn, egal was für dich passiert, am Morgen stehst du auf, mir tut nichts weh oder mir tut was weh, egal, ich lebe noch, geil. Du stehst auf. Ich glaube, mit dieser Einstellung, egal was kommt, du hast es schon mal doppelt so leicht. Ja.
- 30:37In dieser Zeit, wo jemand anders schon Energie verbraucht, bist du immer noch in der Leichtigkeit. Und das ist schon mal, ich glaube, das ist schon mal für alles, ist das schon mal so die Grundvoraussetzung, sich positiv zu bearbeiten. Und ich sage extra bearbeiten, weil ich bin von Natur aus ein negativer Mensch.
- 30:54Also du jetzt, for real? Ja. Okay. Ich bin ein sehr negativer Mensch und ich programmiere mich täglich mit positiven Gedanken. Also ich muss, und das ist eine Arbeit, die wird nie aufhören. So immer, wenn so mein inneres böses Ich kommt und alles verbrennen will, sage ich, stopp, ist doch alles gut, schau mal dort, scheint die Sonne.
- 31:13Ich bin eigentlich die ganze Zeit mich selber am Bearbeiten, um irgendwie positiv bleiben zu können. Und ich glaube, das ist schon mal, mit dieser Grundeinstellung hast du, egal was passiert, schon mal sehr Leichtigkeit. Der Kreis schließt sich. Der Kreis schließt sich, weil wir haben heute unter anderem über Perspektivenwechsel gesprochen. Und hier ist eine...
- 31:34Ein perfektes Beispiel. Einfach zu denken, alles passiert für dich und nicht gegen dich. Wir haben heute diverse Geschichten gehört, wo es genau um diese Message gegangen ist, dass die Dinge für dich passieren und du nur die Augen öffnen darfst, um zu schauen, was sind die Opportunitäten aus dieser Situation. Und dann hast du einen mega schönen Wrap-up gemacht. Ich bin schon fertig. Nein, nein, nein, du darfst noch ein, zwei Fragen stellen. Ich habe zwei Fragen. Und zwar...
- 32:00Wer war Ramon Hampel, weil du bist jetzt extrem, du programmierst dich auf das Positive, fokussierst dich auf das Positive, warst du dann das komplette Gegenteil? Wenn du jetzt auch sagst, ich bin negativ. Ja, ich war halt immer in der Opferrolle. Ich habe immer gedacht, die ganze Welt gegen mich. Ich war auch dort immer in der Opferrolle und habe das mit Aggressionen und sehr viel Wut gemacht.
- 32:25gelöst, also kompensiert. Der Schutz war die Wut. Ich habe dann natürlich auch siebenmal die Woche zweimal trainiert am Tag, um das irgendwie, diese Energie irgendwo loszuwerden. Ich nehme nicht am Ballett. Nein, es war kein Ballett. Ja, es ging dann schon mehr richtig Kampfsport. Aber genau das ist der Punkt. Ich glaube...
- 32:45Wenn ich es schaffe, als tendenziell sehr von Natur aus schon negativer Mensch, aber natürlich über Jahre, und ich glaube, das ist auch mein größter Tipp für ein Business, egal welche Tipps du bekommst, nichts schlägt Consistency. Also konstant jeden Tag die gleich langweilige Scheiße durchziehen.
- 33:06Und das schlägt einfach nichts, ob das jetzt Business ist, Fitness, Beziehung. Affirmationen. Affirmationen. Das schlägt nichts und eigentlich ist es so einfach, aber alle, die scheitern, scheitern an dem. Eigentlich, ja. Am einfachsten. Am einfachsten. Konstant, eben. Die Motivation, das ist ja einfach. Du bist motiviert, to the moon, eine Woche, zwei Wochen, zweieinhalb Wochen. Und dann wird es schwer.
- 33:31Und dann back to hell. Back to McDonald's. Und das ist halt, dass du das wirklich konstant über Jahre durchziehen kannst. Das ist einfach das Einfache, aber auch das Schwerste daran, glaube ich. Und was spielt Dankbarkeit in deinem Leben für eine Rolle? Du hast jetzt schon ein paar Mal erwähnt Dankbarkeit. Kultivierst du das täglich?
- 33:58Ich glaube, Dankbarkeit ist der nächste Weg zum Glück. Glücklich sein ist ja kein Dauerzustand. Du kannst nicht glücklich sein dauerhaft, sonst hast du Drogen genommen. Ich sage mal, gut ist ja so eine Konstante, dass du jetzt nicht die Maximalwellen hast. Also konstant ist ja schon mal gut.
- 34:20Du machst deine Routinen, du machst dein Daily Business, du bist konstant. Und dann gibt es ja immer so diese Momente, wo du mit den richtigen Menschen, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort bist und dich auf einmal so richtig glücklich und erfüllt fühlst. Und das sind glückliche Momente, aber oft auch dankbare Momente. Und wenn du eben schon morgen früh anfängst, dass du dankbar für dein Bett bist, für dein Kissen, für deinen Kühlschrank, für deine Banane.
- 34:47So simpel es auch ist, aber wenn du es schaffst, schon für die kleinsten Dinge in deinem Leben dankbar zu sein, und ich sage das ja nur, für uns sind das kleine Dinge, für andere Menschen in anderen Ländern ist das schon überhaupt nicht greifbar. Wenn du für diese Dinge dankbar sein kannst, bist du schon tendenziell viel näher an den glücklichen Momenten dran, als wenn es für dich einfach alles selbstverständlich ist. Ich habe so einen guten Satz, der mich in letzter Zeit öfters begleitet.
- 35:15Und das sehe ich jetzt gerade, meine Frau ist schwanger, oder? Und ich denke mir so, entweder ist alles ein Wunder, oder nichts ist ein Wunder. Und für mich in den letzten Jahren, wo ich wirklich durchgehustelt habe, war nichts ein Wunder. Ja, du hast ja voll, ja, ja, du hast voll viel, ja, ist gut, ja, nächste Stufe, nächste Stufe, nächste Stufe, einfach nur Tunnel, Tunnel, Tunnel, Tunnel. Und ich glaube, das Schlimmste, was mir passieren hätte können, wäre so, auf einmal wachst du auf, du bist 70,
- 35:44Deine Frau hat sich von dir geschieden, deine Kinder hassen dich, du hast keine Freunde, du bist alleine und das Einzige, was du hast, sind so 100 Milliarden auf dem Konto.
- 35:54Und das wäre so für mich Worst Case gewesen. Und da habe ich gemerkt, okay, ich glaube, ich muss da ein bisschen was ändern. Diese Achtsamkeit, diese Dankbarkeit, um diese Momente dann auch fühlen zu können. Weil wenn du das alles ja erreichen willst und dir diesen ganzen Schmerz und diesen Weg gibst und dann nicht mal die Momente genießen kannst, wenn du gewinnst, für was machst du es dann? Absolut.
- 36:16Schön. Wollen wir die Frage des letzten Podcast-Gastes? Ja, hast du sie schon? Ja, ich glaube. Oder? In der Zeit, wenn sie die Frage raussucht, machen wir es so, dass jeder Gast dem nächsten Gast eine Frage stellen darf. Und wir wollen dich jetzt nicht mit dieser Frage beeinflussen. Darum, was würdest du unserem nächsten Gast, du weißt natürlich nicht, wer es ist, verraten wir auch nicht. Wir auch nicht. Was würdest du dieser Person stellen wollen?
- 36:46Egal was. Ich würde gerne vom nächsten Gast wissen, ob er schon einmal im Gefängnis war. Oh, geil. Schön. Nein. Okay. Wieso? Das fände ich spannend. Warst du schon einmal im Gefängnis? Diese Frage ist für den nächsten Gast.
- 37:14Sehr gut. Hast du gefragt? Sehr gut. Aber du meinst wirklich physisches Gefängnis und nicht Kopfgefängnis? Das kann er selbst entscheiden. Mal schauen, ob er drauf kommt. I know how deep you are. Die Frage vom letzten Gast an dich ist, was war dein Game Changer? Gab es so einen Moment, der alles verändert hat?
- 37:38Einfach in dem Moment, in dem ich wirklich die Sachen täglich konstant durchgezogen habe. Eben so langweilig, aber doch so intensiv. Ich habe früher viel angefangen und einfach wieder losgelassen. Und der Moment, an dem ich einfach, egal was ich gepackt habe, durchgezogen habe, ab dem Moment hat sich alles verändert. Geil. Vielen lieben Dank.
- 38:09So, Ramon, es war mir eine Ehre. Es war uns eine Ehre, dass du bei Du entscheidest warst. Danke für die Einladung. Natürlich vor einem riesen Publikum. Danke vielmals dafür. Und danke an euch alle auch noch. Danke, dass ihr da mitgehört habt. Wir sind am Schluss angekommen und nochmal vielen Dank für alle, die live dabei sind, diesen Podcast hören, für eure Unterstützung. Schön, dass ihr dabei wart bei Du entscheidest, dein Podcast für Erfolg, Business und persönliche Weiterentwicklung. Alles, alles Gute. Danke.
- 38:43Vielen Dank.