Latest / Gin And Talk / Christian Schottenhamel über die Wiesn, Tradition und gutes Essen
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- 0:00Speaker 1: Und wir haben alle gesagt, Mensch ein Oktoberfest wo die Zelte nicht da sind und man sitzt im Freien.
- 0:06Speaker 1: Also so eine Caprio Wiesen?
- 0:07Speaker 1: ja bitte nicht das kann ich sein.
- 0:09Speaker 1: es darf auch keine Wiesen mit Abständen geben oder einen Wiesn mit Maske darfst nicht geben weil das würde nur das eigentlich was vorwürfen wofür die Wiesen steht nämlich auf Nähe dicht beinahmdicht gedrängt stehen auch und feiern und ausgelassen sein.
- 0:25Speaker 1: Das wäre nicht vergleichbar.
- 0:27Speaker 1: nur des Original ist ein gutes Original.
- 0:30Speaker 1: Das Essen gehen muss nicht im Biergarten bedeuten Fast-Food.
- 0:35Speaker 1: Also dieses neue Wegegehen, mal was ausprobieren und das Ganze auch in die Bayerische Lebensart oder Milchner Lebensart zu übersetzen – die Kulinarik.
- 0:43Speaker 1: Das finde ich ganz
- 0:44Speaker 1: wichtig.".
- 0:46Speaker 2: Herzlich willkommen!
- 0:48Speaker 2: Mein Name ist Daniel Fürk und bevor wir gleich rüber an den Badresen gehen möchte ich kurz unseren heutigen Gast vorstellen.
- 0:54Speaker 2: Christian Schottenhammel isst Gastronom und Wiesenwirt aus Leidenschaft.
- 0:59Speaker 2: Seine Familie betreibt seit mehr als hundertfünfzig Jahren die Festhalle Schottenhammel,
- 1:03Speaker 0: das älteste
- 1:04Speaker 2: Bierzelt auf dem Oktoberfest in München.
- 1:07Speaker 2: Erst außerdem wird es Paulana am Nockerberg und der Menterschweige – zwei traditionelle Münchner Gaststätten, die längst weit über die Grenzen des Landeshauptstadt hinaus bekannt sind!
- 1:16Speaker 2: Wir haben uns ausführlich über Tradition, gutes Essen und die Folgen der Pandemie unterhalten.
- 1:22Speaker 2: An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Partner der heutigen Episode Giesinger Bräu.
- 1:27Speaker 2: Die siebte Münchner Brauerei kennt ihr bereits aus der Folge mit Steffen Marx im Juli.
- 1:31Speaker 2: Wir haben die verschiedenen Bier-Sorten immer hier bei uns im Barkühlschrank und freuen uns sehr, dass das Bräuchsstüppel in der Nachbarschaft unseres Studios nun endlich
- 1:39Speaker 1: wieder
- 1:39Speaker 2: geöffnet hat und uns mit großartigem Bayerischen Essen verwöhnt.
- 1:43Speaker 2: Wer die Biere von Steffen und seinem Team selbst einmal verkosten möchte kann Sie sich auch im Giesinger Online Shop unter giesinger-shop.de für zu Hause bestellen!
- 1:55Speaker 2: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören.
- 1:57Speaker 2: Schön, dass ihr alle wieder mit dabei seid.
- 2:03Speaker 0: Zwei
- 2:04Speaker 1: Menschen,
- 2:05Speaker 0: eiskalte
- 2:05Speaker 1: Drinks und eine Menge Zeit für ein persönliches Bargespräch.
- 2:11Speaker 1: Herzlich willkommen an unseren Bartresen!
- 2:15Speaker 1: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Gin & Talk.
- 2:20Speaker 1: Mach es dir gemütlich, lehne dich zurück und
- 2:23Speaker 0: tauche ein in die verrucht düstere
- 2:26Speaker 1: Atmosphäre
- 2:27Speaker 0: unserer Studio-Bar.
- 2:36Speaker 0: Christian freut mich sehr, dass du dir heute die Zeit genommen hast.
- 2:39Speaker 0: Es ist ja einiges los momentan auch bei euch und ich... würde aber gerne einfach mal mit einem Thema starten, was erstmal gar nicht mit Corona zu tun hat.
- 2:48Speaker 0: Nämlich eurer quasi Familiengeschichte, die ja eine ganz spannende ist.
- 2:53Speaker 0: also gerade wenn wir zu dieser Zeit über die Wiesen reden dann gibt's die Schottenhammel-Festhalle gut in verschiedenen Ausbaustufen und Wandlungsstufen aber seit über hundertfünfzig Jahren maßgeblich Wiesengeschichte mitgeprägt, mit so ein paar einschneidenden Ereignissen über die wir gleich noch mal reden können.
- 3:17Speaker 0: Aber wie kam es bei euch denn überhaupt dazu dass es einen Wiesenzelt oder überhaupt einen Engagement auf der Wiese damals gab?
- 3:27Speaker 1: Es gab ja die Hochzeit vom König Ludwig mit der Terese von Sachsen-Hilburghausen und anlässlich dieser Hochzeit wurde dann im Folgejahr initiiert, dass man dort einen Viehmarkt machte.
- 3:43Speaker 1: Dass man dort Pferderinnen veranstaltete und dass man die Menschen in dieses Stadt gezogen hat.
- 3:48Speaker 1: Da war vor allem ein gewisser Dallarmy dafür zuständig der das alles initiiert hat.
- 3:53Speaker 1: Und dann, das war so dreißig Jahre danach nämlich, eighteenhundertsechzig haben wir uns dann um einen Platz auf der Wiesen beworben also ich weiß es natürlich auch nur aus alten Büchern ganz lange her und haben einen Platz auf der Wiesen bekommen, wo die Zelte allerdings noch im Kreis gestanden sind.
- 4:10Speaker 1: Das ist auch eine ganz witzige Anordnung!
- 4:13Speaker 1: Und ich weiß das damals waren es hundert Reichsmarkt immer da, die wir damals bezahlt haben damit wir einen Platz bekommen haben.
- 4:19Speaker 1: Auch ganz interessant... Wir haben dann in den Nekronik gemacht haben und wir haben viel in den Stadtarchiven und in den anderen Bibliotheken nachgeschaut oder wie was finden.
- 4:29Speaker 1: Und wir haben eine Abrechnung der Landeshauptstadt Mönchen gesehen, wo sie die Einnahmen Seite waren, ich glaube, zwei Tausend vierhundert Mark und auf der Gegenseite auf der Kostenseite standen über sechstausend Mark.
- 4:42Speaker 1: Das heißt die Stadt München hat damals ein Defizit gemacht.
- 4:45Speaker 1: auf dem Oktoberfestes kommt dieses Jahr in diesen Zeiten natürlich nicht mehr vor.
- 4:49Speaker 1: aber wie gesagt unsere Familie gibt es seit acht zu hundertsechzig mittlerweile in der vierten Generation die fünfte wächst nach.
- 4:58Speaker 1: Ich betreibe das Festzelt zusammen mit meinem Cousin Michael und wir haben uns gerade jetzt in der Zeit, da kam ein Film raus.
- 5:06Speaker 1: Der heißt Oktoberfest-Ninzenhundert Und ich habe da mal reingeschnuppert und hab mir gedacht, es ist schon schöner wenn man jetzt leben als damals.
- 5:16Speaker 1: Weil das war ja damals doch ein bisschen mehr Korruption Es war brutaler.
- 5:22Speaker 1: Ich weiß nicht ob das alles Kindtop war Aber in der Zeit möchte ich eigentlich von damals möchte ich gar nicht so leben Wobei sie sicherlich ihre Vorteile hat Aber dann lieber jetzt und des Oktoberfest So wie es jetzt ist genießen.
- 5:33Speaker 0: Ihr habt ja auch, hab ich gelesen, ganz spannend.
- 5:37Speaker 0: Wo jeder immer ein bisschen Panik davor hat ist, dass es Bier ausgeht und das ist tatsächlich in eurer Geschichte mal auf der Wiesn passiert.
- 5:46Speaker 0: Und dann was daraus folgte, ist, da ihr quasi eigentlich ... Das Bier so wie man's heute hat zumindest die Urform davon auf der wiesn eingeführt habt.
- 5:56Speaker 0: Es
- 5:56Speaker 1: war so, Das normale Helle ging aus sozusagen und man hat dann auf das Märzen zurückgegriffen, also dass im März eingebraut worden ist.
- 6:04Speaker 1: Und es war ein dunkleres goldiges auch gehaltvolleres und mehr Alkohol hatte dieses Bier, das wurde dann eingeführt in den großen Hirschchen und damals gab's ja nur diese Großfässer die dann immer von sogenannten Ganterburschen raufgerollt wurden sind auf dem Ganter Bock und dann wurden sie angezapft.
- 6:22Speaker 1: Es wurde noch mit Eis gekühlt.
- 6:24Speaker 1: Das war eine tolle Zeit Aber irgendwann hat sich der Geschmack ein bisschen gedreht und dann ist das Bier eigentlich wieder leichter geworden.
- 6:31Speaker 1: Das Oktoberfestbier als solches, es ist ein einzigartiges Bier weil... ...das ist so ein bisschen ein Bier wo jede Brauerei jedes Jahr sich ein bisschen spielen kann.
- 6:40Speaker 1: Das schmeckt auch jedes Jahr von jeder Brauerei, schmeckt deren Oktober Festbier etwas anders.
- 6:47Speaker 1: Und jetzt in der Coronazeit wurde von den Münchner Braueren ein Oktober-Festbier gebraut Schmeckt super.
- 6:56Speaker 1: Ist ein bisschen stärker als das normale Helle, hat mehr Stammwürze und ist ein ganz eigenes Bier.
- 7:01Speaker 1: weil wenn ich normalerweise einen Bier der Münchner Brauereien trinke dann schmeckt es immer gleich eigentlich.
- 7:07Speaker 1: Das schmeckt im Januar genauso wie immer im Sommer.
- 7:11Speaker 1: das Oktoberfest Bier ist etwas wo der Braumeister jeder Brauerei immer so ein bisschen spielen kann und deswegen wenn wir unsere Bierprobe machen, da laden die Brauereien dann die Würte.
- 7:22Speaker 1: Die müssen ja das Bier verkaufen auch, d.h.
- 7:24Speaker 1: sie sollen es auch schmecken in des Oktober Fest Museum ein, dann trifft man sich normalerweise.
- 7:30Speaker 1: dieses Jahr ist leider ausgefallen und dann probiert man die Biere der anderen Braueren durch weil dazu hat mir selten die Gelegenheit kommen natürlich so fachgründige Sprüche, boah das ist mehr Bier was die Frauen mögen und dass mal irgendwie mehr die Männer.
- 7:43Speaker 1: Und es ist ein bisschen herber und das ist anderes ein bisschen lieblicher.
- 7:46Speaker 1: und so kann man so ein bissel streiten, trefflich drüber streiten welches das beste Bier auf dem Oktoberfest ist.
- 7:52Speaker 0: Jetzt bist du ja auch Wirt vom Nockerberg und ihr macht dort ja auch euer eigenes Bier.
- 7:59Speaker 0: Wie kam's dazu?
- 8:01Speaker 0: Wo in welche Richtung geht das?
- 8:03Speaker 0: wie würdest du es beschreiben?
- 8:05Speaker 1: Wir machen viele Biere, unterschiedliche Biere obergärige und untergärige.
- 8:11Speaker 1: Unser Braumeister Uli Schindler ist von Paulana, also er ist ein Mitarbeiter auch von Paulanah der sich immer ganz tolle Biersorten einfallen lässt und wir haben jetzt dieses Jahr auch einen Festbier gemacht.
- 8:21Speaker 1: Wir haben einen Aloysius, einen falschen Russen, also ganz innovative Bier-Sorten und der Nockerberg steht eigentlich für Paulana Braukompetenz denn dort ist das Stammhaus.
- 8:36Speaker 1: Der Brauerei dort war auch die Brauerei einmal bevor sie nach Langwied gezogen Und unten, wir sind ja oben am Berg sozusagen.
- 8:44Speaker 1: Das weiter unten ist die große Zentrale von Paulana und wir oben brauen.
- 8:49Speaker 1: Wir wollen darstellen wie gut man und was es für einen... tolles Bier, was man dort machen kann.
- 8:56Speaker 1: Wir haben zwei große Braukessel mit zweitausend Litern, große Gehrtanks und also ich bin wirklich stolz darauf und auch dankbar dafür ist die Brauerei die Investition getätigt hat eine Brauerei dort zu installieren um Braukunst vorzuführen und das merkt man auch.
- 9:13Speaker 1: Der Mensch möchte gerne wissen, wie das hergestellt wird.
- 9:15Speaker 1: Und ich habe selber mal einen Braumeisterkurs mitgemacht und wir also nicht Meisters sondern einen Braukennerkunst sozusagen.
- 9:22Speaker 1: Wir haben einen Braumester der auch sehr aufgeschlossen ist dass die Gäste zu uns kommen und einfach mal lernen wollen Wer braut mein Bier?
- 9:31Speaker 1: oder wie sind die Prozesse und wie wird geschrotet?
- 9:34Speaker 1: Wie kommt, wie wird die Maische angesetzt was wird.
- 9:37Speaker 1: Wie sind die Gärprozesse?
- 9:39Speaker 1: Und es ist wirklich interessant und wir haben mittlerweile viele viele Touren Die sich das anschauen bei uns.
- 9:44Speaker 1: also man merkt das Interesse daran wie dieses Bier hergestellt wird.
- 9:48Speaker 1: eigentlich.
- 9:49Speaker 1: Das ist ganz ganz enorm und ich finde auch Ich habe mir das mal überlegt, dieses Bier ist ja eigentlich etwas, was ein wirklich natürliches gesundes gutes Produkt ist.
- 9:59Speaker 1: Und es ist etwas, das wir auch immer gerne rausstellen.
- 10:03Speaker 1: Biertrinken ist eigentlich was... Ja, das hat nicht zu viel Alkohol und es hat nicht so wenig Alkohl.
- 10:09Speaker 1: Ich bin jetzt hier in der Chin & Talk Runde und trinke auch gerne mal einen Chin.
- 10:13Speaker 1: So ist es nicht!
- 10:14Speaker 1: Das ist hochprozentiger aber Bier ist schon ein tolles Produkt.
- 10:17Speaker 0: Du hast ja den Nockerberg jetzt schon auch wieder ein paar Jahre her, als du mit deinem Partner dort übernommen hast.
- 10:26Speaker 0: Also es ist ja schon ein sehr besonderes Haus und gerade diese Wiederöffnung und dieser ganze Umbau der davor war – was hat das für dich persönlich bedeutet dieses Haus mit dieser ganzen Traditionen und Geschichte zu übernehmen?
- 10:43Speaker 1: Also man darf eins nicht vergessen, es ist die größte Gaststätte in München.
- 10:46Speaker 1: Es gibt nichts Größeres.
- 10:48Speaker 1: Es hat einen Festzahl mit zweieinhalb Tausend Menschen eine Gaststätte vorne mit dreihundert Plätzen ungefähr verschiedene Räume noch dazu und ein Biergarten mit zwei tausend Plätzen.
- 10:59Speaker 1: Es ist unbeschreiblich wenn diese dieser Nockerberg einmal voll ist, dann sind da vielleicht viertausend Menschen auf einem Platz und das ist für einen Wirt glaube ich das schönste was man haben kann dass man Viertausende zufriedene Gäste an einem Ort hat.
- 11:15Speaker 1: Und die bewirten kann auch!
- 11:17Speaker 1: Ich bin natürlich mit hohem Respekt.
- 11:20Speaker 1: Sicherlich auch mein Partner Florian ist mit dem hohen Respekt an diese ganze Sache rangegangen, weil so etwas muss ja gefüllt werden und vor allem ein großer Festzahl auch.
- 11:28Speaker 1: Der jetzt leider natürlich seit einem halben Jahr leer steht.
- 11:32Speaker 1: aber es ging gleich los in die Starkbierzeit und der Nockerberg hat einen etwas wofür eigentlich glaube ich sehr steht.
- 11:39Speaker 1: das ist das politische der Blecken mit der anschließenden Starkbietzeit und wir haben Erfolg ausgegeben.
- 11:46Speaker 1: Der Erfolg hat uns Rechte gegeben.
- 11:48Speaker 1: Ich glaube bereits im ersten Jahr waren über siebzigtausend Menschen dort am Berg, wie man so schön sagt und haben ein gutes Bier getrunken.
- 11:56Speaker 1: Ich habe immer am Anfang gedacht, das ist so ein Publikum und Starkbier.
- 12:01Speaker 1: Da gibt es nur Schlägereien und Raufereien und vollkommen betrunkene Menschen.
- 12:05Speaker 1: Nein!
- 12:05Speaker 1: So ist es nicht.
- 12:06Speaker 1: Das Starkbiefest am Nockerberg sind gepflegte junge Menschen.
- 12:10Speaker 1: Und das Schöne daran ist dass sie alle in Tracht kommen auch.
- 12:13Speaker 1: Jeder zieht sein Dirndl oder seine Lederhosen raus und wenn's nur ein bayerischer Janker ist aber es kommen alle in Dracht und wollen eigentlich feiern und im Endeffekt ist es zwischen Oktober Fest und Oktoberfest gibt es noch die Starkbierzeit.
- 12:28Speaker 1: Und das ist eigentlich fast identisch, um das am Nockerberg zu erleben – und als Wirt auch organisieren und durchführen zu können ist was besonders Schönes!
- 12:36Speaker 0: Das mit der Tracht war ja auf dem Oktober fest nicht immer so.
- 12:40Speaker 0: Also wenn ich mich mit meinen Eltern, Großeltern unterhalte dann ist das eine Sache, die eigentlich erst so in den vielleicht….
- 12:50Speaker 0: Ich weiß nicht wann würdest du sagen, wann's losging?
- 12:52Speaker 0: Es ist eigentlich noch gar nicht so lange her.
- 12:54Speaker 1: Nein, ich würde sagen so zehn, fünfzehn Jahre ist es schon hier.
- 12:58Speaker 1: Das ist aber die Zeit gewesen wo dann auch irgendwann mal... Das Bierzelt auf dem Oktoberfest, das war schon etwas wo die Älteren hingegangen sind.
- 13:06Speaker 1: Da hat man halt ein Bier getrunken und irgendwann mal kam diese Zeit wo diese Medleys gespielt worden sind.
- 13:11Speaker 1: Ich weiß noch am Anfang diesen Endensong wo alle mitgemacht haben und mit den Armen geflattert haben.
- 13:16Speaker 1: ich habe mir gedacht was ist denn jetzt los?
- 13:18Speaker 1: Und auf einmal ist die Jugend die früher auf der Wiesn im Autoscooter rumgestanden ist und da bisschen so rum gelungen hat dann in die Bierzeltel gekommen und dann ging es da los mit Stimmungsmusik.
- 13:30Speaker 1: Und darauf berufte sich auch dann die Tracht, ich finde das im München mittlerweile auch so eine Toleranz der Tracht gegenüber entwickelt wird weil ich find' es auch schön ehrlich gesagt wenn ich ein Lederhosen anziehe und habe T-Shirt und Sneaker dazu an schaut auch cool aus und lässig aus und ist genauso stadthaft wie wenn ich jetzt meine Warteströmpfe anhab meine Trachtenschuhe.
- 13:56Speaker 1: Also ich kann da vieles mir erlauben, das Einzige was ich nicht so mag wenn es dann so überall so Rühschald und Ding hat und ja... Ich mag's gerne einfach aber das ist meine persönliche Meinung.
- 14:07Speaker 1: Das
- 14:08Speaker 0: ist richtig!
- 14:08Speaker 0: Aber das heißt eigentlich kam dieser Wechsel würdest du sagen?
- 14:12Speaker 0: Eigentlich vor allem durch die Musik getrieben.
- 14:14Speaker 1: Ja, also durch die Musik gab es einen großen Wandel auch.
- 14:19Speaker 1: Dann wurde das natürlich auch immer ausgelassen in den Zelten.
- 14:22Speaker 1: und dann kamen die Idee vor zehn Jahren glaube ich – ich weiß nicht mehr genau wie lange das hier ist – dass man einen Teil der Wiesen zu Eudenwiesen macht.
- 14:29Speaker 1: Und ich habe am Anfang gedacht was wird das?
- 14:32Speaker 1: Was ist denn das für eine Idee?
- 14:34Speaker 1: Und dann wurde das veranstaltet und danach ruht ab!
- 14:39Speaker 1: Ich finde das eine ganz tolle Idee, die da geboren wurde und auch die Umsetzung, dass man dort mit der Familie hingehen kann.
- 14:47Speaker 1: Dass man dann mit den Kindern hingehen können.
- 14:48Speaker 1: Und ich habe selber damals eine kleine Tochter gehabt und bin mit ihr da immer ständig da mal... Ständig kann ich ja nicht, aber öfter mal rübergegangen und bin dann so ein altes Kalypso Karussell gefahren.
- 14:58Speaker 1: Es ist mittlerweile zu einer festen Institution geworden.
- 15:02Speaker 1: Ich hab am Anfang gedacht, mach!
- 15:03Speaker 1: Da muss man zwei Euro Eintritt verlangen.
- 15:04Speaker 1: Das geht doch nicht auf Oktoberfest.
- 15:06Speaker 1: geht schon, weil es was Besonderes ist.
- 15:08Speaker 1: Und das ist mittlerweile ein fester Bestandteil geworden des Oktoberfestes und finde ich auch schön.
- 15:13Speaker 1: und wenn man in die große Bierzeltel geht dann weiß man dass mal abends sechs Uhr oder sieben Uhr abends da wird's dann ausgelassener werden ja die Hitze rauf und runter gespielt und das steht mir auf der Bank und vergisst seine Sorgen auch.
- 15:27Speaker 1: und da stehen Menschen von allen Koleurs stehen nebeneinander und feiern und vergessen alles.
- 15:37Speaker 1: Und es ist so eine schöne Atmosphäre, weil da geht's nicht mehr um strategisches Denken oder sowas.
- 15:43Speaker 1: Da hat man eh schon seine zwei-drei Bier getrunken, sondern da gehts darum nur einfach ein bisschen zu feiern.
- 15:47Speaker 1: Das vermisse ich auch ganz, ganz schrecklich.
- 15:49Speaker 1: dieses Jahr muss ich sagen.
- 15:51Speaker 0: Ja, ich glaube, da bist du nicht der Einzige, dass du das ein Stück weit vermisst.
- 15:56Speaker 0: Deine Familie hat ja durch diese lange Geschichte ... Ist das ja nicht der erste Ausfall der Wiesen?
- 16:01Speaker 0: Es gab ja ein paar mehr, was viele immer gerne mal vergessen oder vielleicht auch gar nicht wissen.
- 16:07Speaker 0: Wie ist man damit in der Vergangenheit umgegangen?
- 16:10Speaker 0: Also wenn es solche Situationen gab war das wahrscheinlich alles... also ich könnte mir vorstellen dass es dieses Jahr im Verhältnis noch alles sehr gut durch geplant und frühzeitig angekündigt war.
- 16:21Speaker 0: Das war wahrscheinlich in der vergangenheit.
- 16:23Speaker 0: Ja,
- 16:24Speaker 1: da gab es dann Kriege und wo man dann auch versucht hat findet das Oktoberfest überhaupt wieder statt.
- 16:32Speaker 1: Und ich weiß dass damals nach dem Krieg zum Beispiel am Ersten Weltkrieg mein Großvater damals gebürgt mit ein paar Hundert Gold.
- 16:41Speaker 1: Talern bei der Stadt, weil die Stadt gesagt hat wir können uns das nicht leisten ein Oktoberfest zu veranstalten.
- 16:47Speaker 1: Weil wird die Polizeikräfte nicht zur Verfügung stellen können da ist kein Geld dafür.
- 16:52Speaker 1: und wer weiß ob der Mensch überhaupt wieder auf des Oktoberfests kommt nachdem diese Zeit so schrecklich gewesen ist.
- 16:59Speaker 1: und wie auch immer man hat eine Neustart gemacht aber das Oktober fest war sofort wieder da.
- 17:04Speaker 1: es hat funktioniert und so denke ich auch dass nächstes Jahr so Gott will wieder einen Oktober festgegeben wird, wie es vorher gewesen ist.
- 17:12Speaker 1: Denn das Oktoberfest darf... meiner Meinung nach nicht verwässert werden.
- 17:17Speaker 1: Es gibt nur ein Original und das ist so wie es ist, dass ich hingehen kann.
- 17:22Speaker 1: Sicherlich gibt's auch die Grantler in München, die da schimpfen, während der Wiesnack brast überhaupt nicht dahingehend.
- 17:28Speaker 1: Aber trotzdem sind knapp sieben Millionen Menschen, die dort auf dieses Oktoberfest gehen und diese sieben Million Menschen kommen zu achtzig Prozent aus München.
- 17:37Speaker 1: Die Münchner lieben ihr Oktober fest und deswegen darf dieser Marke auch nicht untergehen.
- 17:44Speaker 1: Und wir haben alle gesagt, Mensch ein Oktoberfest wo die Zelte nicht da sind und man sitzt im Freien.
- 17:50Speaker 1: Also so eine Cabrio Wiesen?
- 17:51Speaker 1: ja bitte nicht das kann ich sein.
- 17:52Speaker 1: es darf auch keine Wiesen mit Abständen geben an den Wiesen.
- 17:55Speaker 1: Mit Maske darf's nicht geben weil das würde nur das eigentlich was die wofür die Wiesen steht nämlich auf Nähe dicht beinahe dicht getränkt stehen auch in Feiern und ausgelassen sein.
- 18:09Speaker 1: Das wäre nicht vergleichbar.
- 18:10Speaker 1: Nur das Original ist ein gutes Original.
- 18:12Speaker 0: Vor ein paar Wochen saß genau hier noch Klemens Baumgartner und hat mir zumindest versprochen, dass es eine Wiesn-.
- 18:25Speaker 1: Das höre ich sehr, sehr gerne.
- 18:27Speaker 1: Ob das jetzt mit Impfung ist oder mit einem Schnelltestgerät?
- 18:30Speaker 1: Oder wie auch immer... Wir werden uns sicherlich darauf einstellen müssen aber das muss vor dem Zeltplatz oder vor der Terresin wie sie passieren und dann kann man reingehen und feiern und ausgelassen miteinander Feiern.
- 18:46Speaker 0: Ja wenn wir noch mal ganz kurz über dieses Thema so allgemeinen sprechen du bist ja auch engagiert generell für die Branche, für die Gastronomie an sich.
- 18:58Speaker 0: Hast selber eben mehrere oder deine Familie hat in so mehr mehrere gastronomische Betriebe auch Hotels.
- 19:06Speaker 0: Wie wie siehst du diese Situation momentan?
- 19:10Speaker 0: Also es ist natürlich verheerend aber Du hast auch mal in einem anderen Interview gesagt du bist ein ewiger Optimist.
- 19:21Speaker 0: Wie schätzt du diese Situation momentan ein für euch persönlich, aber auch für die Branche an sich?
- 19:28Speaker 1: Also ist natürlich schon so dass wir alle hoffen das es nicht jetzt wieder einen neuen Shutdown oder Lockdown geben wird.
- 19:34Speaker 1: Das ist mal eine Tatsache!
- 19:37Speaker 1: Aber wir kommen aus einer Situation, wo im März auf einmal kompletter Stillstand gewesen ist.
- 19:43Speaker 1: Wir hatten damals dann innerhalb kürzester Zeit vierundvierzigtausend Menschen in der Kurzarbeit aus unserer Branche.
- 19:50Speaker 1: Ich habe mal hochgerechnet wenn wir bei acht tausend gastronomischen Betrieben in München nur zehn Mitarbeiter nehmen sind es schonmal achtzigtausende plus die Familien dazu, die noch zusammenleben.
- 20:03Speaker 1: In einer Stadt von einem Million Menschen leben hunderttausend Menschen in unserer Branche.
- 20:08Speaker 1: Und dabei meine ich jetzt nicht nur uns, da kommen auch noch viele andere dazu, ob es der Taxifahrer ist oder der Einzelhandel und wie auch immer das ist alles auf Null gefahren worden ja?
- 20:21Speaker 1: Greift wieder etwas.
- 20:24Speaker 1: Ob das jetzt die Schanigärten sind, die ich wahnsinnig sympathisch finde?
- 20:27Speaker 1: Ja es gibt der ganze Stadt so einen mediterranen Flair und ich hoffe wirklich dass wir das nächstes Jahr wieder aufstellen dürfen.
- 20:34Speaker 1: Diese Erweiterung der Freibereiche ist auch eine unheimliche Toleranz der Bürger da, die alle sagen Mensch klar!
- 20:40Speaker 1: Es sind nicht mehr so gedrängt die Tische man sitzt ein bisschen weiter auseinander gezogen sie eigentlich schönes sitzen auch so.
- 20:46Speaker 1: also man lebt in unserer Branche mittlerweile mit der Hoffnung, dass wir doch wieder so ein Licht am Horizont sehen.
- 20:54Speaker 1: Wir bewegen uns in eine normale Richtung die Gastronomie Schnuppert da auch wieder ein bisschen aufatmen.
- 21:01Speaker 1: Gott sei Dank, es sind viele Menschen aus der Kurzarbeit wieder zurückgeholt werden.
- 21:05Speaker 1: Wir können die Menschen wieder beschäftigen und wir hoffen natürlich dass das nicht über den Winter über dann doch zu Entlassungen kommt und zur Arbeitslosigkeit.
- 21:14Speaker 1: Wer noch riesige Probleme hat leider Gottes ist die Hotellerie.
- 21:18Speaker 1: Die lebt nämlich vornehmlich von Touristen und der Tourismus ist eigentlich am erliegen.
- 21:23Speaker 1: Es gibt den Tourismus am Land ja den gibt es und da gibt's auch viele Betriebe, die profitiert haben davon.
- 21:31Speaker 1: Also wenn man von Profit reden darf eigentlich nicht, aber zumindest dieses Zusammenhalten.
- 21:37Speaker 1: Man reist nur im eigenen Land und das ist ihnen zugute gekommen während die Mönchner Innenstadt zum Beispiel, die Hoteliers Krebsen so bei zwanzig, dreißig Prozent Belegung herum.
- 21:49Speaker 1: Und es ist wirklich Schreckliches zu beobachten dass da ja diese Stadt die einfach so stolz war auf sich selbst und deswegen kamen auch über achtzehn Millionen Übernachtungen letztes Jahr noch zustande und die sind jetzt bei vier Millionen.
- 22:04Speaker 1: das heißt Wir uns fehlen die Touristen.
- 22:07Speaker 1: Wir haben uns früher noch mit dem Thema Over-Tourism beschäftigt, um Gottes Willen können wir den Münchnern des Zumutens das noch mehr Touristen in die Stadt kommen.
- 22:15Speaker 1: Das sind wir weit davon entfernt natürlich jetzt und ich denke dass es auch für die Branche noch länger dauert bis sie mal wiederkommen weil wenn man das liest dass die Lufthansa ihre Art der Achtzigflotte eingemottet hat und solche Geschichten, wann soll dann wieder der Tourist kommen?
- 22:32Speaker 1: Wann sollen die wiederkommen?
- 22:33Speaker 1: Auch die Auswärtigen Amerikaner sind für uns nach dem innerdeutschen Markt, also die sogenannten Dachmärkte.
- 22:40Speaker 1: Ist es immer noch der wichtigste Markt und der Amerikanern kommt das Tourist derzeit nicht nach Europa?
- 22:45Speaker 1: Also ist es noch ein langer Weg glaube ich hin dass wir so aus der Krise geführt werden.
- 22:49Speaker 1: aber trotzdem jeder hat seine Gaststätte wieder aufgemacht und lebt mit den Regularien die es jetzt gibt.
- 22:56Speaker 1: und ich merke schon dass auch unser Gast der reinkommt zur Tür dass seine Daten notiert werden, das er beim Aufstehen eine Maske tragen muss.
- 23:08Speaker 1: Dass er Abstand zu hält und die Abstände zwischen den Tischen eingehalten wird.
- 23:12Speaker 1: Und natürlich auch hinter den Kulissen bei uns.
- 23:14Speaker 1: Dass die Mitarbeiter geschult werden, dass sie auch in Teams aufgeteilt werden.
- 23:20Speaker 1: Das ist mittlerweile so ein bisschen selbstverständlich geworden.
- 23:28Speaker 1: Man stellt sich darauf ein, es ist auch ein Verständnis da Garst auch darauf hinweisen, Mensch, setz doch deine Maske auf.
- 23:36Speaker 1: Dann sagt der meistens ... Ja, hab ich jetzt vergessen irgendwo also da ist schon noch ein bisschen Vergesslichkeit drin.
- 23:42Speaker 1: aber jeder macht es dann auch freiwillig und das kein Widerstand da.
- 23:45Speaker 0: Jetzt gibt's ja aber durchaus auch diese durchaus anstrengenden Protestbewegungen die man in Berlin gesehen hat.
- 23:58Speaker 0: Also gerade mit deinem Background hast du für diese Menschen eine Art von Verständnis?
- 24:04Speaker 0: oder ja, wie siehst du diese Ereignisse?
- 24:11Speaker 1: Also ich habe mir das auch noch nicht mal durch den Kopf gehen lassen und haben gedacht unsere Gesellschaft spaltet sich gerade so in zwei Teile.
- 24:17Speaker 1: Und wir werden immer extremer.
- 24:19Speaker 1: Und ob das jetzt andere Sachen auch wie jetzt Klimaschutz betrifft oder sonst was, so betrifzt es den Umgang mit Corona.
- 24:28Speaker 1: Das sind die Reichsbürger, die einen extrem, die nach Berlin die Regierung stürmen wollen und das andere sind diejenigen, die im Supermarkt mir hinter mir an der Kasse stehen um mich anflaumen weil ich zwanzig Zentimeter zu nah bei denen stehe.
- 24:44Speaker 1: Die Menschen sind so unterschiedlich und dann gibt es aber auch noch die große Mitte, die damit eigentlich relativ vernünftig umgeht.
- 24:52Speaker 1: Und ich glaube das was wir jetzt gerade im Moment haben ... Wir haben steigende Zahlen.
- 24:58Speaker 1: Wir sehen dass die Infektionen vor allem bei den Jüngeren sind so zwischen fünfzehn und fünfundreißig grade.
- 25:03Speaker 1: Das heißt auch dass sich die Risikogruppen zu schützen wissen.
- 25:06Speaker 1: Es ist glaube ich das was man am Schluss dann auch erreichen muss... leichter infiziert werden können, dass man die halt schützt auch dann.
- 25:18Speaker 1: Aber es ist schwierig eine Bewertung zu finden.
- 25:24Speaker 1: Ich denke, wenn fünfzigtausend Menschen nach Berlin fahren, machen ein paar wenige... das kaputt, was eigentlich dann doch vielleicht in neun und vierzig tausend sich wünschen.
- 25:37Speaker 1: Dass man sich einfach mit der Thematik neu beschäftigt und vielleicht andere Wege geht.
- 25:42Speaker 1: Ich wünsche mir zum Beispiel auch für unsere Branche ein bisschen mehr Planungssicherheit, dass wir einfach wissen wo geht es hin?
- 25:48Speaker 1: Dass wir einfach sagen können Wir können Veranstaltungen planen.
- 25:51Speaker 1: Ja, nein!
- 25:52Speaker 1: Ich habe jetzt dadurch dass die neuen Restriktionen jetzt kommen und wir eingeschränkt sind auf fünf Personen oder zwei Haushalte an einem Tisch mussten wir jetzt wieder zwei Wochenzeiten absagen und fünf Trauer feiern da wir sind ja in der Nähe vom Friedhof weil sie dann die Personenzahl von vormundzwanzig überschreiten Und das ganze ist jetzt nur für sieben Tage.
- 26:15Speaker 1: was es in sieben Tagen kann ich dann planen?
- 26:17Speaker 1: wie auch immer?
- 26:19Speaker 1: für den Bürger so eine Belastung, dass der sich sagt Mensch wie will ich heute noch?
- 26:24Speaker 1: Jetzt will ich mein Schatz hier endlich mal heiraten.
- 26:26Speaker 1: Aber da gehört auch nix reite Hochzeit dazu.
- 26:28Speaker 1: ja und ich möchte hundert Leute einladen und feiern und es muss ausgelassen sein.
- 26:33Speaker 1: Ja gut also feiern ausgelassene geht sowieso nicht aber ich möchte zumindest dann wenigstens hundert Menschen einladend können das die sich treffen.
- 26:40Speaker 1: Das kann ich derzeit nicht.
- 26:41Speaker 1: vielleicht kann ich's in sieben Tagen wieder machen.
- 26:43Speaker 1: Ich glaube das ist das was wo auch manches sich denken mensch wäre doch schön wenn wir dann im Plan erkennen könnte oder eine Taktik dahinter wäre und dann hat man auch Verständnis dafür, was gemacht wird.
- 26:56Speaker 1: Aber im Moment dieses Ja jetzt werden wir uns wieder beschränken müssen in sieben Tagen schau mal mal und dann schauen wir nochmal und dann justieren wir noch einmal nach.
- 27:07Speaker 1: ich verstehe die Ja, die Problematik für die Politiker auch da sind.
- 27:13Speaker 1: Die Virologen fordern wahrscheinlich hundert Prozent und die Politiken wollen dann am Schluss doch etwas umsetzen damit dieses Land lebenswert ist ja oder mit schönes damit man wieder sich treffen kann.
- 27:25Speaker 1: und da diesen Spagat zu treffen das ist wahnsinnig schwierig.
- 27:28Speaker 0: wenn wir noch mein ganz anderes Thema abbiegen nämlich Essen.
- 27:33Speaker 0: Und jetzt habt ihr ja einige Betriebe und was die alle durchaus vereint.
- 27:40Speaker 0: Kann ich quasi aus eigener Erfahrung bestätigen.
- 27:43Speaker 0: Wir hatten gerade gestern erst ein großartiges Wiesenhändel bei dir im Biergarten, im Nockerberg.
- 27:50Speaker 0: Super!
- 27:52Speaker 0: Du hast gerade vorhin auch beschrieben wie groß der Nockenberg ist.
- 27:55Speaker 0: aber es ist ja schon eine durchaus gastronomische Leistung in dieser Masse so ne wahnsinnig gute Qualität an Essen wirklich.
- 28:04Speaker 0: rauszubringen und zwar nicht nur im Restaurant, nicht nur in dem Bedientenbereich sondern auch wirklich im Selbstbedienungsbereich.
- 28:11Speaker 0: Wie bekommt ihr das hin?
- 28:12Speaker 0: Und ist es für euch eigentlich für dich selber selbst verständlich?
- 28:19Speaker 0: aber weil es ist ja für viele andere irgendwie nicht so selbstverständlich und ist das für dich dann auch echt eine Herausforderung oder ein für dich eigenes Ziel da alles rein zu packen damit es funktioniert?
- 28:32Speaker 1: Ja also Eigentlich müsste ich jetzt meinen Partner Florian Lechner hier am Mikrofon sitzen und davon erzählen, weil das kann er.
- 28:38Speaker 1: Das ist da... Da bewundere ich ihn, dass er genau weiß wie man was so in der heutigen Zeit interpretieren kann auch in der bayerischen Küche welche Wege ich gehen kann sodass es den Mensch genau mag.
- 28:52Speaker 1: also bei uns ist das Händel zum Beispiel jetzt kommt also des Tölzer.
- 28:56Speaker 1: Landruhen sind zum Teil Goldhähnchen bringt da die, wo wir überhalten.
- 29:04Speaker 1: überall unsere Sachen herbekommen, das ist unbeschreiblich.
- 29:07Speaker 1: Wir haben einen Limonadenbarron sozusagen, der macht uns die eigenen Limonaten auch, der kommt immer vorbei, stellt uns dann wieder neue Kreationen hin und dann probiert man sie durch, da ist kein Label drauf.
- 29:18Speaker 1: und beim dritten sagt er dir, oh das schmeckt aber kreisling, ich habe mir gedacht, dann tut er die Flasche wieder wegschieben, dann einigen wir uns auf die anderen zwei und dann gibt es die Auflösung dass das dann eine Rababa-Limette-Limonade ist und solche Sachen.
- 29:31Speaker 1: also wir beschäftigen uns schon ganz viel mit den Produkten, die man her nimmt und dann aber auch mit der Zubereitungsweise.
- 29:38Speaker 1: Und da Florian hat zum Beispiel gesagt Mensch im Biergarten warum immer nur immer mit der Tablett rutsche?
- 29:45Speaker 1: Die fertigen Sachen, die dann irgendwo stehen raus und in dem Weg lassen und drauf stellen fertig Ding Kasse raus!
- 29:54Speaker 1: Man kann noch mal ein bisschen warten.
- 29:57Speaker 1: Essen gehen muss nicht im Biergarten bedeuten Fast Food.
- 30:01Speaker 1: Das ist zwar bei manchen im Kopf, aber wir sagen einfach, also bei uns gibt es im Bier Garten auch einen Kaiserschmarrn und da müssen wir zwanzig Minuten warten.
- 30:10Speaker 1: und wenn man dann an der Kasse war, setzt man sich hin und kommt eine Glocke und dann heißt der Kaiserschmarrnis fertig!
- 30:18Speaker 1: Das ist aber traditionell nicht mit einem Piepser, sondern da gibt es halt eine Glocke.
- 30:23Speaker 1: Und dann weiß ich, ich muss dann rausgehen und meinen Kaiserschmarrn holen.
- 30:26Speaker 1: oder wir haben einen speziellen Grill, das ist ein Staker der hat bis zu acht hundert Grad Hitze und da kann ich auch die Käse spatzen.
- 30:34Speaker 1: Die werden nicht einfach nur aus so einem, d.h.
- 30:36Speaker 1: Bämmeris- und Mammhaltebecken einfach nur rausgeklatscht und fertig Sondern nein!
- 30:40Speaker 1: Die werden auch noch gratinierter drin.
- 30:42Speaker 1: Also ich nehme diese schieb das bei acht Hundert Grad in den Ofen rein.
- 30:45Speaker 1: Es hat ne leichte Kruste obendrauf Dann kommen noch ein paar Zwiebeln raus und fertig schmeckt halt einfach anders, genauso wie die Qualität im ... im Restaurant selber.
- 30:54Speaker 1: Wir sind dann nach Barcelona geflogen, bevor wir aufgemacht haben.
- 30:58Speaker 1: Da gibt es eine Firma die heißt Jospa und sie machen... Es ist eigentlich wie ein Backofen und dieser Backofenn funktioniert mit Holzkohle.
- 31:06Speaker 1: Und da stehen bei uns zwei von diesen großen Geräten in der Küche.
- 31:12Speaker 1: Wir mussten da einen eigenen Abzug machen, eigene Eße damit wir da getrennt von der normalen Lüftung sind.
- 31:18Speaker 1: Dieser Ofen ist seit drei Jahren nicht kalt geworden weil er hält einfach die ganze Zeit und in der Früh werden einfach nur neue Holzkrönen reingeschüttet.
- 31:28Speaker 1: Und ich sag's dir, ein Händel aus so einem Ofen schmeckt halt einfach anders!
- 31:33Speaker 1: Das ist halt einfach qualitativ hochwertig und ich denke das heute wenn ich in eine normale Wirtschaft gehe dann gibt es Sachen die selbstverständlich sind.
- 31:45Speaker 1: Das ist eine freundliche Bedienung, das ist sehr guter Schweinsbraten verknüpft, aber da ist für mich so eine gewisse Selbstverständlichkeit da.
- 31:55Speaker 1: Dass das gut ist auch und dass dann... Aber dann gibt es Sachen wo man ne Finesse reinbekommt, wo man auch mal neue Wege geht ja?
- 32:03Speaker 1: Und jetzt neulich saß mein Partner da und meinte Ja wir machen jetzt eigenes Tofu nicht mehr!
- 32:11Speaker 1: Du magst doch gar nicht so vegetarische Sachen.
- 32:13Speaker 1: Doch, das machen wir
- 32:13Speaker 1: jetzt.".
- 32:14Speaker 1: Und dann hat er diese Sojamäche gekauft und da gibt es ein Stockungsmittel was da rein muss und dann hat der gestockt und dann musste die gepresst werden.
- 32:22Speaker 1: Dann haben wir unseren eigenen Tofu und ich bin ja überhaupt kein Fan von Tofu weil ich finde, dass schmeckt wie Pappe aber der hat Kräuter und Gewürze da reingemacht und unser Veggie Burger schmeckt einfach richtig gut!
- 32:36Speaker 1: Also dieses neue Wegegehen mal etwas ausprobieren, was machen auch in die Bayerische Lebensart oder Mönchner Lebensart zu übersetzen, die Kulinarik.
- 32:45Speaker 1: Das finde ich ganz wichtig!
- 32:47Speaker 0: Gerade in den letzten Jahrzehnten wurde aber ja oft auch gerade die bayerische Küche gerne mal so ein bisschen, ja ich sag mal verhunzt.
- 32:56Speaker 0: Weil viele Gastronomen irgendwie irgendwelche Riesenschnitzel für zehn Euro mit irgendwie einem Bergpommis dazu und das Ganze dann.
- 33:06Speaker 0: also wenn man sich mal Gedanken darüber macht du hast grade gesagt ihr macht euch viele Gedanken darüber wo ihr die Produkte auch herbekommt wie die dort auch verarbeitet werden usw.
- 33:17Speaker 0: würdest du dir da auch von deinen Kollegen so ein bisschen mehr Achtsamkeit wünschen für die Produkte und dann auch so ein Bisschen Erziehungsarbeit.
- 33:29Speaker 0: Das ist vielleicht ein hartes Wort dafür, aber so ein bisschen erziehungsarbeit auch am Gast dass er eben auch mal merkt das eine Schnitzel für neun Euro einfach gar nicht... Also egal wie es schmeckt, aber es kann auf jeden Fall nicht gut für den Gast und die Umwelt sein.
- 33:45Speaker 1: Also ich bin ja auch für den Hotel- und Gastettenverband, engagiere mich.
- 33:49Speaker 1: Und da haben wir insgesamt in München tausend Zweihundert Mitglieder Genau das Leben.
- 33:57Speaker 1: Das sind die Mitgliedsbetriebe, die auch wissen wir müssen etwas tun.
- 34:02Speaker 1: Wir können nicht einfach nur über billig billig verkaufen und da gibt es auch viele Kampagnen, die wir auch zum Teil mit dem Landwirtschaftsministerium machen wie die ausgezeichnete bayerische Küche und solche Prämierungen und Auszeichnungen, die genau in diese Richtung gehen.
- 34:16Speaker 1: ja Auch das Thema Bio natürlich.
- 34:18Speaker 1: Das Wort Bio hat leider gut so ein bisschen einen Touch bekommen aber ist trotzdem das Produkt selber per se ist einfach gut.
- 34:27Speaker 1: Ich habe nur ein Problem in der Gastronomie.
- 34:29Speaker 1: Wir haben ganz wenig Deckungsbeitrag und wir müssen wirklich im Wahneinsatz schauen, wie wir klarkommen.
- 34:36Speaker 1: Und ich zahle halt einfach für Bio-Qualität deutlich mehr und kann das oftmals an den Gast nicht weitergeben.
- 34:47Speaker 1: Ein Euro mehr kostet am Schluss auf ein Teller und ich habe dafür eine gescheite Qualität.
- 34:51Speaker 1: Und das Schnitzel hängt nicht rechts oder links über den Teller runter, dann hab' ich da weitaus mehr Zuspruch.
- 34:57Speaker 1: Es gibt vielleicht auch Gaststätten wo man sagt okay gut die leben davon dass sie die Monster-Schnitzel haben, es gibt's!
- 35:04Speaker 1: Vielleicht auch, die haben dann ihre Nische gefunden da wo sie sind.
- 35:09Speaker 1: Alles gut!
- 35:10Speaker 1: Aber trotzdem ich denke einfach wir haben in München so ein Überangebot an Gaststätten und da kommt so viel Neues.
- 35:16Speaker 1: Spannend ist gerade nach und wenn man auch mal durch die kleineren Läden geht... Ich bin mit meiner Tochter hat mich noch nicht einmal durch Schwabing gezogen und hat mir so Läde gezeigt, die Poker-Bowls oder sonstige etwas verkei... alles in Bowles machen.
- 35:31Speaker 1: Da denke ich mir Mensch warum macht man nicht mal Bowles?
- 35:36Speaker 1: für Bayern, also für bayerische Gerichte und ich denke wir müssen da wie soll man das nennen?
- 35:42Speaker 1: Cross Country denken irgendwo.
- 35:43Speaker 1: Und einfach mal unsere Fühler ausstrecken weil die Bayerische Küche hat schon eins gehabt sie ist ein bisschen stehen geblieben in der letzten Zeit ja und sie hat auch einen schlechten Ruf gehabt mit Deftig macht dick und uns unksund und nur Fleisch essen und wie auch immer.
- 35:59Speaker 1: und es gibt nen Trend zu veganem Essen.
- 36:04Speaker 1: Und ich merkte es, wir haben neulich eine Veranstaltung im Festzahl gehabt.
- 36:08Speaker 1: Einer der letzten großen, da waren zweihundert sechsundfünfzig geladene Gäste und der Gastgeber hat den Fehler gemacht abzufragen ob irgendwelche Unverträglichkeiten sind und dergleichen.
- 36:20Speaker 1: Wir hatten das Problem.
- 36:21Speaker 1: dann von diesen über zweihundert Menschen, haben wir neunund achtzig Essensänderungen gehabt.
- 36:26Speaker 1: also das ist unbeschreiblich.
- 36:27Speaker 1: ja der eine hatte die Allergie der andere hatte die Unvertläglichkeit und der andere wollte das Zwiebeln nicht, weil er den das nicht bekommt.
- 36:36Speaker 1: Also man mag da drüber lächeln aber andererseits ist es auch ein Trend dem man erkennen muss dass man anspruchsvoller geworden ist und dass es eben nicht einfach nur reicht, dass ich einen guten Schweinsbraten runter schneide.
- 36:49Speaker 1: Das schmeckt mir auch gut!
- 36:50Speaker 1: Ich esse ihn auch ab und zu, ich mache noch zu Hause.
- 36:52Speaker 1: Aber man muss schon bisschen weiter denken in unserer Branche
- 36:56Speaker 0: Unser und jetzt freut er sich, dass er wieder erwähnt wird.
- 36:59Speaker 0: Weil der wird fast in jeder Folge erwähnte unser quasi Haus-und-Rofkoch hier.
- 37:04Speaker 0: Der Catering Unternehmer hat der Vincent Fricke auch ein paar Kochbücher geschrieben hat.
- 37:10Speaker 0: Er hat übrigens Bayerische Bowls gemacht und wir hatten glaube ich das war glaube ich die zweite folge Genant Talk in der wir die hier auch gegessen haben während der Aufzeichnung.
- 37:23Speaker 0: Doch echt lecker, also mit Weber-Case und alles Mögliche drin.
- 37:29Speaker 0: Sehr lecker!
- 37:30Speaker 1: Neue Wege sucht das Land.
- 37:31Speaker 1: Genau
- 37:32Speaker 0: ja.
- 37:33Speaker 0: Jetzt hast du vielleicht ein Thema, dass wir noch kurz anschneiden könnten?
- 37:38Speaker 0: Du hast gerade schon so ein bisschen das Finanzenthema kurz angeschnitten.
- 37:43Speaker 0: Wir hatten jetzt auch diese Mehrwertsteueränderungsgeschichte Die dazu führt, dass sich vor allem die ganzen Buchhalter sehr freuen.
- 37:53Speaker 0: Weil sie jetzt auf einmal jeden Bewertungsbeleg in drei Teile teilen müssen mit drei unterschiedlichen Steuersätzen nämlich Trinkgeldgetränke und Essen Und das macht's Wahnsinnig komplex, jetzt setzt du dich ja auch dafür ein dass es eben diesen reduzierten Mehrwertsteuersatz generell für die Gastronomie gibt und auch dauerhaft.
- 38:12Speaker 0: Warum tut sich eigentlich die Politik so wahnsinnig schwer?
- 38:17Speaker 0: Und warum macht sie es noch komplexer, als das davor schon war?
- 38:20Speaker 1: Es war natürlich auch so dass ich mir gedacht habe oh Gott jetzt haben wir die sieben Prozent und dann ist es jetzt doch dann fünf geworden.
- 38:26Speaker 1: Dann haben wir sechzehn und dann also auch im Hotel zum Beispiel.
- 38:30Speaker 1: da ging's darum Wir verlangen normalerweise eine Pauschale von keine Ahnung, durchschnittlich zwanzig Euro für ein Frühstück und da ist der Kaffee beinhaltet.
- 38:38Speaker 1: Jetzt hat der Koffe aber sechzehn Prozent und dann wurde mit dem Finanzamt verhandelt, dann hieß es ja dreißig Prozent des Frühstückspreises können wir dann mit Sechzehnt Prozent ansetzen weil das ist sozusagen der Getränkeanteil an dem Ganzen.
- 38:51Speaker 1: Es ist echt kompliziert, aber es ist trotzdem ein Mittel was uns richtig hilft und ich habe das gemerkt bei unseren monatlichen Umsatzsteuer-Voranmeldungen.
- 39:00Speaker 1: Es hilft wirklich!
- 39:01Speaker 1: Das ist eine große Hilfe für unsere Branche.
- 39:03Speaker 1: Die Hoffnung schwingt natürlich mit, dass wir nächstes Jahr das uns noch begleitet und genauso wie uns die Kurzarbeit noch bis Ende nächsten Jahres geholfen hat oder die Rückstellungen von Mieten oder auch die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt worden ist.
- 39:19Speaker 1: Ist es auch ein Schritt der für uns ganz wichtig ist?
- 39:21Speaker 1: Es ist natürlich mühsam, das rausrechnen.
- 39:23Speaker 1: Ich glaube, da haben sich viele Softwarehersteller auch gefreut weil sie dann nachlegen konnten und die Steuerberater hatten auch viel zu tun.
- 39:32Speaker 1: Die möglichen.
- 39:33Speaker 1: auch mit der Bearbeitung von Kurzarbeit ist es höchst komplexes Thema das umzusetzen damit das auch funktioniert, damit es dann auch am Schluss hilft.
- 39:41Speaker 1: aber unser Branche hat wirklich alle Hilfen nötig gehabt ob das die Soforthilfe gewesen ist vom Bund vom Land oder ob des die Überbrückungshilfe jetzt sind diese ganzen Sachen zählen ein dass wir wirklich überleben können.
- 39:54Speaker 1: Es heißt immer so, der wird mein Gott.
- 39:57Speaker 1: Der verlangt für sein Bier vier fünf Euro oder sowas.
- 40:00Speaker 1: Den geht sehr gut.
- 40:02Speaker 1: So ist es nicht.
- 40:03Speaker 1: wir müssen zum Teil horrende Mietenpachten zahlen die jetzt gestundet worden sind.
- 40:08Speaker 1: das heißt sie müssen irgendwann mal bezahlt werden und wenn man mehr bezahlen muss als vorher, dann muss ja auch das Geschäft besser gehen als vorher.
- 40:16Speaker 1: Das heißt es holt uns irgendwann mal ein und jedes Darlehen was ich heute günstig bekomme durch diese Gründerdarlehen von der greif-fee und dergleichen die muss sich auch irgendwann einmal zurück bezahlen.
- 40:27Speaker 1: und wenn sie in fünf jahre ist da muss ich in fünf Jahren... Ich muss mit der Hoffnung leben dass das Geschäft mal viel besser wird weil ich muss mehr Umsatz machen um meine Schulden zu bezahlen.
- 40:39Speaker 1: Und das ist das was uns so bisschen mit Sorge erfüllt wissen, wo es lang geht.
- 40:43Speaker 1: Aber dieses Mehrwertsteuer durcheinander was wir jetzt gerade haben ich kann's nur begrüßen weil es bekommt unsere Branche wirklich zugute und ich hoffe wirklich sehr dass das noch sich ins nächste Jahr hineinzieht.
- 40:58Speaker 1: Wir kämpfen ganz lange schon dafür, ja auch auf der Bandseite weil wir einfach sagen damit sind wir auch wettbewerbsfähig.
- 41:05Speaker 1: Weil die anderen Länder haben alle deutlich geringere Mehrwertsteuersätze in der Gastronomie und in der Hotellerie Und das ist natürlich etwas dass ich sage okay warum dann dieser Tourismus, den könnten wir damit auch ankurbeln indem wir sagen okay gut ihr müsst nicht mehr unbedingt jetzt ins Umland fahren oder sonst so etwas.
- 41:24Speaker 1: Derzeit ist die Umsatzsteuerreduktion allerdings dafür da dass wir überleben können.
- 41:28Speaker 1: aber vielleicht können wir später auch mal dadurch die Preise moderater machen damit der Tourismus in München bleibt oder in Deutschland bleibt.
- 41:36Speaker 1: ja
- 41:37Speaker 0: wenn ich es richtig im Kopf habe dann habt ihr bei dem letzten Wiesenausfall wurde ja dieses Anzapfen durch den Bürgermeister danach eingeführt.
- 41:47Speaker 0: Nämlich in den Neunzehnten und Fünfzig, wenn ich es richtig im Kopf habe.
- 41:50Speaker 0: Hast du dir schon irgendwas überlegt was man nächstes Jahr machen könnte um quasi wenn es denn wieder stattfinden kann so ein bisschen diese Corona Zeit auch mit irgendeiner Art Ritual oder Aktion zu beenden?
- 42:04Speaker 1: Nein, also das ist jetzt eine überraschende Frage.
- 42:07Speaker 1: Ich denke da nur gerade an die Schäfler und es gab ja mal die Initiative wenn der Virus weg ist wir haben die Lösung dafür dann tanzen in München auf den Straßen wieder die Schäftler.
- 42:22Speaker 1: Das Problem ist nur, die Schäfler sind aufgetreten damals als die Pest weg war.
- 42:26Speaker 1: Und das zieht sich noch leider Gottes ja und auf dem Oktoberfest so ein Zeichen zu setzen dass man sagt okay gut wir sind wieder da es ist das originale Oktober fest Da reicht es, glaube ich, dass man einfach das was man hat wieder zum Leben bringt.
- 42:42Speaker 1: Das Anzapfen des Oberbürgermeisters bei uns im Zelt ist natürlich auch für unsere Familie das Schönste.
- 42:48Speaker 1: Man arbeitet ja eigentlich drauf hin das ganze Jahr wenn man wiesen wird und das Anzupfen um Punkt zwölf Uhr da muss es funktionieren.
- 42:54Speaker 1: Da gibt's kein Warm-Up oder wie auch immer soll.
- 42:58Speaker 1: das Muss funktionieren alles dort.
- 42:59Speaker 1: Das ist natürlich schon etwas ganz Besonderes.
- 43:02Speaker 1: Und ich denke mir, wenn dann die Böller schützen von oben kommen und der Oberbürgermeister zappt an die Kapellen Und das Bier fließt, die Münchner kommen.
- 43:10Speaker 1: Die werden auch kommen und sie brauchen dann nicht extra einen Extra-Anstoß sondern Sektorfest wird wieder so werden wie es früher
- 43:16Speaker 1: war.".
- 43:16Speaker 0: Das ist doch ein wunderbares Schlusswort und ein sehr guter Wunsch für die Zukunft.
- 43:22Speaker 0: Danke dir für deine Zeit und fürs Vorbeikommen!
- 43:24Speaker 1: Gerne.
- 43:26Speaker 1: Das wars leider schon – die letzte Runde ist ausgetrunken, das Gespräch zu Ende.
- 43:32Speaker 1: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 43:35Speaker 1: Bitten im Rücksicht
- 43:36Speaker 0: auf die Nachbarn
- 43:37Speaker 1: und sei leise, wenn du die Bar vermisst.
- 43:40Speaker 1: Aber vergiss auf keinen Fall den abonnieren Button zu klicken!