Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / New Episode
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- Music. Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 5. September. Franziska Hoppermann will politische Diskurse versöhnen und Grautöne stärken. Hamburger Unternehmer Tomislav Karajica meldet Privatinsolvenz an, Projekte sollen aber fortgeführt werden. Zwei Volksentscheide in Hamburg, Grundeinkommen und Klimaneutralität stehen im Fokus. Tragisches Unglück, Badeunfälle in Hamburg fordern mehrere Leben. Ticketansturm auf die Elbphilharmonie, Hamburger Goldkehlchen restlos ausverkauft. Music. Wer über die Talente in der CDU spricht, kommt am Namen Franziska Hoppermann schon lange nicht mehr vorbei. Die gebürtige Volksdorferin zog 2021 in den Bundestag ein und hat sich dort längst etabliert. An der Spitze der Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie dürfte sie zukünftig noch mehr auffallen. Die 43-Jährige hat sich zum Ziel gesetzt, zu versöhnen. Wir müssen bereit sein, Fehler einzugestehen und auch Fehler zu verzeihen, sagt sie im Gespräch mit dem Abendblatt. Sie versteht die Enquete-Kommission als ein Angebot an alle Menschen im Land. Und ich hoffe, dass wir den ein oder anderen erreichen, der sich zuletzt verabschiedet hatte vom politischen demokratischen Diskurs. Kritisch blickt sie auf die Pandemie zurück. Insgesamt ist uns damals das Verständnis für diejenigen abhandengekommen, die von diesem Weg nicht ganz überzeugt waren. Die Toleranz für Grautöne war irgendwann geschwunden. Das hat zu Verletzungen und am Ende vielleicht auch zu Verbitterungen geführt und extremistische Parteien und Positionen gestärkt. Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass der Hamburger Unternehmer Tomislav Karajitscha Privatinsolvenz angemeldet hat. Das Amtsgericht Hamburg hat am Mittwoch für eine weitere Gesellschaft ein Insolvenzeröffnungsverfahren angeordnet. Es geht um die Home United Management GmbH. Das Unternehmen hat eine zentrale Rolle in dem komplexen Firmengeflecht von Karajica. Denn sie steht nicht nur hinter seinem Projekt Hamburger Ding, einer bekannten Coworking- und Eventfläche an der Reeperbahn, von der aus der Geschäftsmann seine Unternehmen steuert. Die Home United Management ist zudem an der Hamburger Tower Betreibergesellschaft beteiligt. Karajica ist dort auch Geschäftsführer. Gemeinsam mit OMR-Gründer Philipp Westermeyer und seiner Firma Ramp 106 sowie der Hamburg Messe und Kongress GmbH, HMC, steht diese Gesellschaft hinter der Wiedereröffnung des Hamburger Fernsehturms. Im Juni 2020 hatten die Gesellschafter ihre Pläne für den Tele-Michel erstmals vorgestellt. Der Termin für die Wiedereröffnung wurde bereits mehrfach verschoben und ist nun frühestens 2028 geplant. Nach der Wiedereröffnung soll die Aussichtsplattform in 120 Metern Höhe wieder für Besucher zugänglich sein. Dort ist auch Gastronomie geplant. Die Fläche eine Etage höher soll für Veranstaltungen genutzt werden. Die Partner bemühen sich um Schadensbegrenzung. Das Projekt ist nicht gefährdet, sagte Tomislav Karajic auf Abendblatt-Anfrage. Die Projektgesellschaft habe eine eigene Struktur und eine eigene Finanzierung, die unabhängig sei. Am 12. Oktober stehen in der Hansestadt gleich zwei Volksentscheide an. Im Volksentscheid Hamburg testet Grundeinkommen wird darüber abgestimmt, ob rund 2000 Hamburger versuchsweise drei Jahre lang ein Grundeinkommen erhalten sollen. Der andere Volksentscheid aber hat das Potenzial, die Politik des Senats grundlegend zu verändern. Der Hamburger Zukunftsentscheid will erreichen, dass die Stadt bereits bis 2040 klimaneutral wird, fünf Jahre früher als vom rot-grünen Senat geplant. Dafür würde das Klimaschutzgesetz verschärft, unter anderem müsste die Stadt jährliche CO2-Bilanzen vorlegen und Sofortprogramme starten, wenn Klimaziele in einem Jahr verfehlt werden. Im Podcast Was wird aus Hamburg? spricht Sabine Sommer, Landesvorsitzende des BUND, über die Ziele. Entscheidend ist, das Quorum zu erreichen, damit der Volksentscheid ein Erfolg wird. Dafür beginnen wir nun einen Haustürwahlkampf, sagt sie. Die größte Hürde ist nämlich nicht die Mehrheit der Stimmen, sondern deren Anzahl. 20 Prozent der Hamburger Wahlberechtigten, das wären rund 263.000 Menschen, müssen mit Ja stimmen. Sommer ist zuversichtlich, dass das gelingt. Schon beim Volksbegehren haben wir rund 106.000 Stimmen gesammelt und das innerhalb von drei Wochen im Januar. Am Donnerstagmittag ist ein Mann beim Baden in der Alster ums Leben gekommen. Passanten hatten ihn zunächst auf dem Alsterweg auf Höhe des Atlantic Hotels gesehen, wie er sich auszog und über einen Steg ins Wasser stieg. Nachdem er ein paar Minuten gebadet hatte, war er laut Zeugen vor Ort gegen 11.50 Uhr unvermittelt untergegangen, so Polizeisprecherin Nadja Papist auf Nachfrage des Abendblatts. Etwa 30 Minuten später wurde er dann leblos unter einem Ponton treibend gefunden, so ein Sprecher der Feuerwehr. Sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos. Die Identität des Toten konnte von der Polizei inzwischen geklärt werden. Es handelte sich um einen 32-Jährigen. Fremdverschulden schließen die Beamten aus, es handele sich also um einen Unfall, so Polizeisprecher Thilo Marksen am Freitag. Erst wenige Tage zuvor war es in Hamburg nahezu zeitgleich zu drei Unfällen im Wasser gekommen. Retter der Feuerwehr suchten am Sonntag an Alster, Elbe und im See hinterm Horn Menschen, die zuvor untergegangen waren. An der Alster kam eine 57-Jährige ums Leben, als sie unter einem Steg nach ihrer Brille tauchte, die zuvor ins Wasser gefallen war. In Bergedorf war ein 46-Jähriger an diesem Tag laut Polizei zunächst normal im See hinterm Horn geschwommen, dann jedoch plötzlich vor den Augen seiner Angehörigen untergegangen. Was war denn da los? Um kurz vor 10 Uhr ließ sich am Freitagmorgen die Website der Elbphilharmonie nicht mehr erreichen. Lag es am Start des Vorverkaufs für das Goldkehlchen-Konzert am 17.12. Im Großen Saal. Auf der Goldkehlchenseite bei Instagram gehen die Kommentare jedenfalls fast alle in diese Richtung. Nach gerade zwei Sekunden seien alle Karten vergriffen gewesen, schreibt ein enttäuschter Nutzer. Unfassbar! Man ist seit vor 10 Uhr auf der Seite, dann tut sich 20 Minuten gar nichts und dann steht da ausverkauft, ärgert sich ein anderer. Tatsächlich haben die Hamburger Goldkehlchen, so der komplette Name des Chors, ihr Ziel erreicht. 2018 standen die Mitglieder noch mit Plakaten vor der Elbphilharmonie und riefen, wir wollen hier rein. Damals war kaum denkbar, dass ein Amateurchor, der offen mit seinem sängerischen Dilettantismus kokettiert, im Konzerthaus an der Elbe auftreten könnte. Nun ist es bald soweit, aber das Fassungsvermögen des Konzerthauses ist für die Nachfrage deutlich zu klein. Das war dein tägliches News-Update, erstellt mithilfe von künstlicher Intelligenz. Wenn dir diese Episode gefallen hat, abonniere unseren Podcast und teile ihn mit deinen Freunden. Bis zum nächsten Mal. Ein Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de. Music.