Latest / Border Allein – Selbstführung für emotional intensive Menschen / Missstände in Pflegefamilien Teil 2
Transcript
- 0:08Herzlich Willkommen zur neuen Folge border.
- 0:10Allein mein Name ist Sven aka Border allein wie ihr seht,
- 0:16Studios umgebaut und ich persönlich finde es eigentlich
- 0:21viel viel geiler am Tisch zu sitzen, weil man am Tisch viel
- 0:25viel kommunikativer ist. So werden auch die Fresse hat
- 0:28Vorfahrt folgen wahrscheinlich. Aussehen und auch die Border
- 0:32café folgen also von daher, wer Border café noch nicht gehört
- 0:36hat, bitte auf Spotify hören, ja einfach eingeben border café und
- 0:43ihr kommt zu meinem Zeitprojekt so ich muss sagen schon im
- 0:48Vorfeld zu der Pflegefamilienfolge gab schon
- 0:54wahnsinnig wahnsinnig wahnsinnig wahnsinnig wahnsinnig viele
- 0:57Resonanzen. Und zwar in Form von Ja, haben
- 1:02wir alles erlebt. Deswegen habe ich mich jetzt
- 1:06entschlossen, darüber weiter zu reden, und zwar diesmal ohne
- 1:09Fakten, also sprich ohne jetzt hier irgendwas zu googeln,
- 1:12sondern rein aus dem, was jetzt so an, ja an an Feedback
- 1:18gekommen ist. Und dieses Feedback, was da
- 1:22gekommen ist, das war überwältigend, wirklich
- 1:24überwältigend. Ich glaube, das ist jetzt schon
- 1:26nach der ADHS Folge, mit der Sandra damals eine der
- 1:31Meistgehörtesten folgen. Und wir sprechen jetzt hier beim
- 1:34Zeitraum von einer Woche. Und ja, es ist krass, Leute, es
- 1:39ist wirklich, wirklich krass. Ich möchte natürlich jetzt hier
- 1:45nicht explizit drauf eingehen, was hier einzelne erlebt haben,
- 1:51weil ich will jetzt hier nicht dafür sorgen.
- 1:54Maximale Trigger zu setzen, aber es ist schon so, dass dass da
- 2:02Geschichten an den Tag kommen, die selbst mich als als
- 2:08erfahrenen Coach und auch als jemand, der mit mit Opfern von,
- 2:14also vor allen Dingen mit mit weiblichen Opfern von von Gewalt
- 2:18arbeitet. Ich gehe jetzt mal ganz bewusst
- 2:21nicht auf. Auf die einzelnen Themenfelder
- 2:24ein. Selbst für mich ist das Hardcore
- 2:29gewesen, teilweise da dementsprechend, ich sag mal
- 2:37cool zu bleiben und da nicht in in Mega sentimentale Schübe zu
- 2:46verfallen beziehungsweise mich selbst zu triggern und Moment
- 2:50erstmal Kaffee. Es sind Geschichten
- 2:55rausgekommen, selbst wenn die also andersrum, wenn prozentual
- 3:02in den Statistiken irgendwo ansatzweise so viel Mails
- 3:06auftauchen würden, wie ich bekommen habe oder so viel
- 3:09Aussagen, egal über welche Kanäle, dann dann gäb es ne
- 3:14Statistik, dann gäb es einfach ne verdammte Statistik die
- 3:18besagt ey. Ey, wir müssen das Thema
- 3:21Pflegefamilien mal mal besser eruieren, mal mehr.
- 3:26Und das und das und das oder ins Auge fassen.
- 3:30Da waren Geschichten bei Leute, das kannst du dir nicht
- 3:33ausdenken, das kannst du dir nicht ausdenken von Kinder
- 3:36verkaufen über über alles mögliche und ich frage mich ganz
- 3:40einfach, aber wie ist das möglich und jetzt kommt noch ein
- 3:44ganzgrosser.es ist ja so. Ich wusste vorher, na klar weiß
- 3:50ich, was eine Pflegefamilie ist. Da brauchen wir nicht drüber
- 3:52reden. Ja, und wofür sie da sind, dass
- 3:54sie eng ans Jugendamt gebunden sind und so weiter und sofort,
- 3:58dass die Gerichte dann entscheiden okay pass mal auf,
- 4:00du kommst in eine Pflegefamilie und das Jugendamt dann quasi
- 4:03festlegt, in welche klar, Abläufe kenne ich alle, ich
- 4:08kenne auch jemanden und das muss ich zur Ehrenrettung sagen, der
- 4:14relativ ein relativ großes Land hat, er ist also Landwirt.
- 4:18Und die haben ein Riesen Haus und die haben ich glaube 5 oder
- 4:206 Pflegekinder so. Aber da ist alles taco, da ist
- 4:25wirklich alles taco, da ist wirklich dieser.
- 4:28Dieser soziale Aspekt steht da im Vordergrund und das will ich
- 4:32auch ganz klar hervorheben, bevor ich jetzt hier wieder als
- 4:35derjenige abgestempelt wird, der mir im Hammer drauf schlägt, da
- 4:40steht der soziale Hintergrund absolut im Vordergrund so.
- 4:46So und was ich damit sagen will ist klar, kenne ich die Abläufe.
- 4:50Klar weiß ich was was ist. Und natürlich war mir auch
- 4:53bewusst, dass es, dass es Kontrollen gibt vom Arbeit, vom
- 4:58vom Arbeitsamt sage ich schon vom Jugendamt, dahingehend haben
- 5:02es die Kinder gut und so weiter so, jetzt erzähle ich so ein
- 5:08ganz kleines bisschen nur aus dem Nähkästchen, ohne
- 5:10irgendwelche. Also alle Personen, die jetzt
- 5:14erwähnt werden oder Geschichten, die ich erzähle, sind frei
- 5:18erfunden und entsprechen natürlich nicht der Realität, ja
- 5:22oder sind zufällig ha ha, wenn natürlich das Jugendamt kommt
- 5:29und eine Prüfung macht und das Kind was da geprüft wird, hat
- 5:34Angst vor möglichen Konsequenzen, hat Angst wieder
- 5:38abgeschoben zu werden. Hat Angst.
- 5:41Einfach ein falsches Wort zu sagen?
- 5:45Glaubt ihr allen Ernstes, ist das Jugendamt merkt das, glaubt
- 5:49ihr allen ernstes, sie sitzen bei jeder Pflegefamilie, keine
- 5:52Ahnung 123 Stunden trinken, Kaffee essen Kuchen essen Linsen
- 5:56und und anschließend gibt es eine Linsensuppe, nee, das sind
- 6:00Pflichttermine, die werden, die werden eben wahrgenommen, da
- 6:03wird mal eben geguckt, ist alles gut, geht's dem Kind gut und
- 6:06Tschüss so, das ist die bittere Realität und und wenn natürlich
- 6:10ein Kind in so einer Situation sich gar nicht traut zu sagen,
- 6:15Ey, mir geht es hier nicht gut, dann wissen wir schon, welche
- 6:21Missstände da herrschen. Was wäre jetzt die Lösung aus
- 6:26meiner Sicht mehr Zeit von Jugend, von Seiten seitens des
- 6:30Jugendamtes, mehr Zeit sich zu nehmen, darauf zu bestehen, mit
- 6:34dem Kind alleine zu reden, weil oftmals ist es auch so, dass die
- 6:40Pflegefamilie sagt, das Kind ist gerade krank im Bett und da
- 6:43liegt das Kind auch im Bett und schläft, weil es das vorher
- 6:47implantiert, implantiert bekommen hat.
- 6:50So es schläft dann einfach und das Jugendamt guckt, ah,
- 6:56schläft, ist krank, wird sich gekümmert, steht ein Tee neben
- 6:59dem Bettchen, alles gut, wir sind leise und gehen wieder nee
- 7:03Bullshit, so eine Kontrolle muss ganz einfach anders laufen.
- 7:06Und regelmäßiger intensiver. Ich weiß um die Missstände bei
- 7:10den Jugendämtern, ich arbeite selber oder habe auch viele,
- 7:13viele Jahre mit dem Jugendamt gearbeitet, habe auch sehr gute
- 7:16Bekannte noch aus der Zeit, die im Jugendamt arbeiten, und ich
- 7:21weiß, dass natürlich nicht jeder Jugendamt Mitarbeiter Scheiße
- 7:26ist. Ja, viele, viele haben auch noch
- 7:29so was wie eine Berufsethik und wollen wirklich helfen, ja
- 7:32wollen wirklich helfen. Und wollen wirklich das Kind
- 7:35wohl nicht gefährden. Und dann gibt es natürlich auch
- 7:38andere Mitarbeiter, so wie das in jedem Betrieb ist.
- 7:40Die sind einfach Scheiße, die sind einfach scheiße, braucht
- 7:44man gar nicht wegdiskutieren und ich weiß, dass die Jugendämter
- 7:54chronisch chronisch unterbesetzt sind, ich weiß das, da kann aber
- 8:00dieses Kind nichts für. Und wenn man dann hergehen
- 8:05würde, und ich sage mal ganz blöd gesagt, nur als als
- 8:09Ansatzlösung, dass man hergeht und sagt, ja, OK, wir
- 8:13beschäftigen auch Halbtagskräfte beziehungsweise Minijobber, wie
- 8:19auch immer die ne Ausbildung bekommen, die keine Ahnung,
- 8:22vielleicht 3 Monate geht oder wie auch immer, dass die nur
- 8:26dafür abgestellt werden, nichts. Also nicht ins, ins, ins, ins
- 8:30bürokratische System zu verfallen, sondern rein im
- 8:32operativen Geschäft tätig sind, sprich Leute, die nur dafür da
- 8:37sind, um Rauszufahren, und zwar mehr als es jetzt sind.
- 8:40Ja, es gibt immer wieder Ortsbesichtigungen von von
- 8:43Mitarbeitern, die aber auch ganz viel Bürokram haben, die ganz
- 8:47viel andere Außentermine noch haben, die dafür sorgen müssen,
- 8:50dass ein Kind aus der Familie genommen wird.
- 8:53Dass irgendeine Situation entschärft wird, dass sie gerade
- 8:56auf einen, auf einen Richterspruch reagieren müssen.
- 8:59Da gibt es wahnsinnige Missstände.
- 9:01Ja, und da sprechen wir ja nicht nur über die Pflegefamilien,
- 9:06sondern generell darüber, dass das Jugendamt quasi innerhalb
- 9:09von von Sekunden teilweise entscheiden muss, was machen
- 9:11wir, was mache ich jetzt, ja, natürlich sind auch die Zeiten
- 9:14rau geworden, ich weiß von Fällen, wo das Jugendamt
- 9:18irgendwo reingeht, und die gehen nicht mehr ohne Polizeischutz da
- 9:22rein. Ich meine, es ist natürlich auch
- 9:24irgendwo ein Spiegel der Gesellschaft.
- 9:26Ja, und das Jugendamt, Mitarbeiter da irgendwann
- 9:33abstumpfen, bei aller Liebe und bei allen Erlebnissen, die jeder
- 9:39einzelne vielleicht schon mal mit dem Jugendamt hatte, ich
- 9:40hatte sie, ich hatte sie noch nicht, trotz meiner Diagnosen,
- 9:45aber bei mir hat keiner danach gefragt.
- 9:51Bei allen Missständen und und schlechten Erfahrungen, die ihr
- 9:53hattet mit dem Jugendamt. Vielleicht seht man nicht nur
- 9:57eure Position, ich weiß, ich weiß, es geht immer um eure
- 10:00Kinder, aber das Jugendamt schreitet niemals ein, wenn es
- 10:05keinen wirklichen Grund gibt. Natürlich kann es sein, dass ihr
- 10:09Angeschissen werdet, dass ihr sagt, Boah, da ist das Kind wohl
- 10:11gefährdet, ja dann wird das geprüft und natürlich, ich will
- 10:15das gar nicht kleinreden, natürlich kann das sein.
- 10:20Dass das Jugendamt dann sagt, Nee, dass ihr einen scheiß
- 10:25Mitarbeiter habt, der dann sagt, nee, nee, das Kind muss hier
- 10:27raus, ohne das wirklich zu prüfen.
- 10:29Ey, habe ich alles erlebt, habe ich alles erlebt im Zuge der
- 10:33Arbeit mit Borderline habe ich alles erlebt, alles schon
- 10:36gehört, ich weiß, dass es das gibt, da kommen wir wieder zum
- 10:39Thema Okay gute Mitarbeiter, schlechte Mitarbeiter unterm
- 10:43Strich ist euch damit nicht geholfen, auch das weiß ich,
- 10:46aber es geht doch. Es geht doch unterm Strich
- 10:51erstmal darum, dass wir jetzt nicht auf einzelne Fälle
- 10:54eingehen, sondern über über Missstände einfach mal
- 10:57aufklären, die Aufzeigen, zeigen, hör mal, in diesem
- 11:01System läuft grundlegend was falsch und wir haben vieles, was
- 11:05in diesem System falsch läuft, sei es im Gesundheitssystem oder
- 11:08sei es im Sozialsystem. Ich habe damals als Streetworker
- 11:13gearbeitet und ich hatte das Glück zum Beispiel, dass das
- 11:16hiesige Jugendamt hier gesagt hat.
- 11:19Uns ist scheißegal, ob du Sozialpädagoge bist oder nicht.
- 11:22Du kommst von der Straße, du erreichst die Kinder.
- 11:25Ja, das Modell hat sich hier in in, in Nachbarstädten dann auch
- 11:28rumgesprochen und ist da auch angewandt worden und mit der
- 11:31ganz klaren, mit der ganz klaren Essenz.
- 11:33Ey, wir haben alles richtig gemacht, weil was nützt den
- 11:36Kindern auf der Straße zum Beispiel jemand, der irgendetwas
- 11:40aus Büchern hat, es aber selber nicht erlebt hat, was glaubt ihr
- 11:44denn, warum ich als Coach komplett ausgebucht bin?
- 11:46Weil ich selber nachvollziehen kann, weil ich selber alles
- 11:50erlebt habe, egal was ja so und dahingehend und darauf wollte
- 11:55ich hinaus, dahingehend ist es doch ganz ganz wichtig, auch dem
- 12:00Jugendamt vielleicht mal den Denkanstoß zu geben.
- 12:03Ey Leute, ist ja schön, dass da Eure Mitarbeiter Sozialpädagogik
- 12:07studiert haben oder die dementsprechende Ausbildung
- 12:09haben, aber. Entschuldigung, du kommst aus
- 12:13wahnsinnig gutem Elternhaus, bist extrem schlau, will das
- 12:16alles gar nicht kleinreden, aber kannst du das überhaupt
- 12:20nachvollziehen, warum das in der Familie so und so ist?
- 12:23Kennst du die Hintergründe? Du gehst nur aufgrund einer
- 12:26Aussage eines Nachbarn oder oder einer Fehlaussage oder eines
- 12:31Fehltrittes von der von der von der Familie gehst du in
- 12:34irgendeine Wohnung rein und musst dann entscheiden was
- 12:37machen wir hast im Rücken noch die Cops.
- 12:41Ja, die sind sowieso, die sind sowieso schmerzfrei und die
- 12:46haben da gar keinen Bock drauf. Und dann habt ihr eine Situation
- 12:49ratzfatz, die relativ schnell auch schon mal falsch bewertet
- 12:54werden kann. So schlagen wir den Bogen jetzt
- 12:57wieder zur Pflegefamilie und genauso verhält es sich ja da
- 13:00auch bei den Kontrollen schon bei der Entscheidung.
- 13:05Natürlich. Wir haben jetzt bei der in der
- 13:06letzten Folge hab ich ja gesagt, so ey, im besten Fall kriegen
- 13:09die so ne 4 bis sechswöchige ich sag mal Einweisung wie es
- 13:14funktioniert oder funktionieren soll, aber unterm Strich braucht
- 13:20man nur haben wir gesagt n erweitertes polizeiliches
- 13:23Führungszeugnis, bisschen Mut, bisschen Spucke, dat lübt dat
- 13:27Lübt und Platz ja und Platz wie wir wissen.
- 13:31Ist im engsten Kämmerlein so und das reicht meiner Meinung nach
- 13:38nicht aus. Das reicht nicht aus.
- 13:41Ich finde da muss viel mehr passieren, bevor eine
- 13:44Pflegefamilie sich Pflegefamilien nennen darf, dann
- 13:48muss nicht nur nicht nur die Pflegefamilie durchleuchtet
- 13:53werden, sondern auch deren Umfeld und wenn wir hier nur
- 13:56über Tanten, Onkels, Oma und Opa sprechen.
- 14:00Weil auch von da aus, das ist ja ein soziales Umfeld, was die
- 14:03pflegen und auch von da aus kann Gefahr ausgehen.
- 14:05Das heißt, dieses erweiterte Führungszeugnis fangen wir mal
- 14:08damit an, muss schon mal erweitert werden auf
- 14:12grundsätzlich grundsätzlich das ganze soziale Umfeld, so das
- 14:18alleine, das hält ja noch nicht davon ab, weil es ist ja nicht
- 14:22jeder, der straffällig wurde, straffällig wurde, auch
- 14:25irgendwann mal erwischt worden, ja.
- 14:27Nicht jeder Pädophile ist erwischt worden.
- 14:30So bringen wir es mal auf den Punkt.
- 14:32Nicht jeder, der n Kind misshandelt, wie auch immer, ist
- 14:35erwischt worden, weil die Dunkelziffer einfach so
- 14:38unfassbar hoch ist. Unfassbar hoch so und da krieg
- 14:42ich auch direkt schon wieder Plug, da krieg ich dann krieg,
- 14:45ich Krieg 180 Puls, wenn ich daran denke, ja, sondern dass.
- 14:53Da einfach ganz klar überprüft wird, okay wohin bringen wir
- 14:58Kinder, die aus der Obhut rausgenommen wurden und in eine
- 15:02neue Obhut übergeben werden müssen, weil die Missstände in
- 15:06der anderen Familie einfach so unfassbar groß sind.
- 15:07Und natürlich gibt es das, das ist auch in den meisten Fällen
- 15:10so, in den meisten Fällen handelt das Jugendamt korrekt,
- 15:15da wollen wir mal nicht außen vorstehen lassen, so aber.
- 15:21Nur ob die korrekt handeln in der einen Situation und dann
- 15:24Kinder in eine Familie geben, wo es eventuell noch viel viel
- 15:28schlimmer kommen kann und die Kinder dann mit Sicherheit
- 15:31nichts mehr sagen werden, weil sie dann einfach gebrochen sind,
- 15:36ist wohl auch klar so und da. Liegt es in der Verantwortung
- 15:42des Jugendamtes respektive dann natürlich in der Verantwortung
- 15:45der Politik, die solche Gesetze auch verabschieden muss, auf den
- 15:49auf den Plan bringen muss? Ja, auf den wegbringen muss und
- 15:52verabschieden muss, dass da einfach ganz andere Kriterien im
- 15:57Vorfeld wahrgenommen werden, als es jetzt ist.
- 16:01Ja, und wenn ich sehe, wie gesagt, Ihr habt alle aus der
- 16:03letzten Folge die Faktenbasierte.
- 16:06Nackte Wahrheit gehört. Dann frage ich mich.
- 16:10OK, dann hat der Plan Pflegefamilie definitiv Lücken,
- 16:16definitiv, ich weiß auch wir könnten ne dritte und 4.
- 16:20Folge über Pflegefamilien machen, aber ich will das gar
- 16:24nicht zu sehr zu sehr auslutschen und austreten,
- 16:28sondern ich will mich einfach nur aufs Wesentliche
- 16:30konzentrieren und wie ihr seht mit der Folge hier wieder
- 16:33konzentriere ich mich aufs Wesentliche.
- 16:36Und selbst dafür reicht eigentlich meine selbst
- 16:39vorgegebene Zeit gar nicht. Ich glaube einfach, ich glaube
- 16:46einfach und ich hoffe einfach, dass durch die Reichweite, die
- 16:50wir mit Borderline haben, gerade durch diesen Podcast die zahlen
- 16:54sind gerade wieder exorbitant nach oben, nach Weihnachten
- 16:57schießt die Zahlen immer nach oben, das ist normal.
- 17:00Dass wir jetzt die Reichweite nutzen und auch ihr, indem ihr
- 17:03das hier alles teilt, wo ihr nur könnt, diesen Podcast teilt,
- 17:06damit vielleicht irgendwo n Verantwortlicher das mal hört
- 17:10und sich fragt, Oh, hat der komische tätowierte Typ, der da
- 17:13ins Mikrofon spricht, hat er vielleicht recht, hat er
- 17:17vielleicht recht mit dem was er sagt?
- 17:19Achten wir zu wenig drauf und vielleicht erinnert er sich dann
- 17:22an den einen oder anderen Fall oder sie an den einen oder
- 17:25anderen Fall. Wo er auch ein schlechtes
- 17:29Bauchgefühl hat mit der Pflegefamilie, wo nichts
- 17:32nachweisbar war, aber wo das Bauchgefühl halt einfach scheiße
- 17:35war. Und dann ist mit diesen Folgen
- 17:40einfach alles getan noch mal. Es geht nicht darum,
- 17:48Pflegefamilien unter Generalverdacht zu stellen, 0
- 17:52geht's gar nicht drum, es gibt auch Gute.
- 17:56Ich habe aber mittlerweile den Eindruck, dass wie soll ich das
- 18:04sagen, dass die negativen Auswirkungen, die nicht so guten
- 18:12Pflegefamilien irgendwie überwiegen.
- 18:14Das ist aber nur mein subjektiver Eindruck, das kann
- 18:16ich natürlich nicht belegen, ist klar ist klar, soll jetzt kommt
- 18:20natürlich noch die große Gretchenfrage, wo fängt zum
- 18:23Beispiel emotionaler Missbrauch an?
- 18:26Und wo hört er auf? Über körperlichen Missbrauch
- 18:28brauchen wir nicht reden, ja, das ist eine ganz klare Grenze,
- 18:31so, aber wo fängt der emotionale Missbrauch an, wo wird ein Kind,
- 18:37das dort in Obhut gegeben wurde, wo wird es gegängelt, schwierig
- 18:43einzuschätzen, aber ich finde auch, da muss dann eine Empathie
- 18:48seitens eines eines Mitarbeiters da sein, der das spürt.
- 18:53Emotionalen Missbrauch kann man natürlich nicht an Fakten
- 18:58anhängen oder deutlich machen. Körperlichen Missbrauch sieht
- 19:03man meistens und ich finde auch genau das war mir auch extrem
- 19:09wichtig. Ich finde auch, dass bei die
- 19:10Kinder, dass die auch körperlich untersucht werden müssen bei der
- 19:13Kontrolle, dass wenn es ein Junge ist, dass ein Mann dahin
- 19:18fährt und wenn es ein Mädchen ist, dass eine Frau dahin fährt.
- 19:21Zur Kontrolle und auch das Kind wirklich kontrolliert.
- 19:25Und damit meine ich auch sich wirklich anguckt, wie viele
- 19:30Spuren eines Missbrauches kann man einfach durch Kleidung
- 19:33verdecken. Ihr wisst genau was ich meine
- 19:36und ja, um auf den emotionalen Missbrauch zurückzukommen, da
- 19:42muss man einfach dann das Personal soweit geschult haben,
- 19:46dass die merken okay mit dem Kind stimmt was nicht.
- 19:51Und dass man dann notfalls notfalls einen, ich sag jetzt
- 19:55mal einen Betriebspsychologen mit zu Rate zieht oder einen
- 20:00externen Psychologen, was auch immer der ganz klar rausfiltern
- 20:04muss, OK, stimmt hier irgendwas nicht.
- 20:06Ja, natürlich muss das in einer in einer kurzen Zeit passieren,
- 20:09klar, auch da, klar kann es zu Fehlentscheidungen kommen,
- 20:14natürlich. Aber ich glaube, da liegt die
- 20:18Ziffer an Fehlentscheidung weitaus weitaus tiefer und
- 20:22geringer als sie jetzt ist. Und die Dunkelziffer, die will
- 20:26ich gar nicht wissen. Und dann gibt es noch das
- 20:31absolut irrsinnige, wie ich finde, wenn ein Kind in eine
- 20:37Pflegefamilie kommt, besteht ja durchaus die Möglichkeit der
- 20:40Adoption, was oft vorkommt. Sobald das Kind, was in der
- 20:49Pflegefamilie ist, adoptiert wurde, gibt es keine Kontrollen
- 20:52mehr. Dann ist quasi der rechtliche
- 20:54Stand der gleiche, als wenn Otto Normalbürger n Kind bekommt.
- 21:00Ja das wird ja nicht kontrolliert bist du bist du
- 21:03keine Ahnung bist du fähig n Kind zu haben oder nicht.
- 21:06Es sei dann natürlich es gibt Anzeichen wo das klar ist, aber
- 21:09ansonsten. Wird es in der Regel ja nicht
- 21:11kontrolliert. So und genauso verhält sich das
- 21:13dann mit Adoptivkindern, das heißt, man ist hergegangen, es
- 21:17gab keine natürliche Geburt, sondern es gab eine Übergabe in
- 21:19eine Pflegefamilie, daraus erfolgte dann eine Adoption, so,
- 21:25und dann ist das Kind raus aus der Kontrolle, einfach raus und
- 21:30logischerweise die Pflegeeltern auch, und wenn dann vorher
- 21:35einfach diese Mechanismen nicht gegriffen haben, dass man das
- 21:38kontrolliert. Ist dieses Kind im schlimmsten
- 21:41Fall verloren, einfach verloren, im schlimmsten Fall für sein
- 21:47Leben gezeichnet, gezeichnet und ich finde, das gilt es einfach
- 21:51zu verhindern. Und vielleicht hört ja da
- 21:54draußen auch jemand zu, der sagt, EY, ich fühle mich jetzt
- 21:58so angesprochen, ich möchte diesen Job beim Jugendamt
- 22:02vielleicht tätigen, bewerbt euch einfach mal.
- 22:05Mit der Intention, das so darzustellen, wie ich es hier
- 22:09sage oder wie ich es erlebe, versteht ihr, worauf ich hinaus
- 22:13will, vielleicht, und wenn Leute, guck mal, ey, ich sag
- 22:17immer, man kann sie nicht alle retten und das ist auch so, aber
- 22:20wenn nur einem Kind durch diese Folge hier geholfen wird, ey,
- 22:25wieviel haben wir dann schon erreicht, wieviel ne ganze Menge
- 22:30ne ganze ganze Menge und. Vielleicht hat ja jemand von
- 22:36euch die Intension zu sagen, ich spreche mal mit dem hiesigen
- 22:40Jugendamt, darüber. Gibt es da eine Möglichkeit als
- 22:45keine Ahnung, als jemand der Kontrollen macht, irgendwo
- 22:50operativ rauszufahren und ihr, falls ihr keine Vorbildungen
- 22:56habt oder Vorkenntnisse habt, darauf besteht, dass man darauf
- 23:01gebrieft wird und geschult wird. Dann werdet ihr Punkt 1 erstmal
- 23:05sehen, wie katastrophal die Verhältnisse bei den
- 23:07Jugendämtern auch ist sind. Und zum zweiten, wie einfach es
- 23:13dann quasi ist, noch mehr Teil eines kaputten Systemes zu
- 23:19werden. Ich muss mal der Fairness halber
- 23:231 sagen, wir schimpfen immer übers Gesundheitssystem, wir
- 23:28schimpfen über unser Sozialsystem.
- 23:30Natürlich ist es so. Wir brauchen nur ein, ein, ein,
- 23:34ein Nachbarland von uns nehmen und zack, ja sieht die Welt mal
- 23:38ganz anders aus, wir wollen nur nach Belgien gehen zum Beispiel,
- 23:41oder keine Ahnung Richtung Ostblock gehen.
- 23:45Ja, natürlich sind die Verhältnisse da katastrophaler,
- 23:47viel katastrophaler als wir, wir, wir jammern auf sehr sehr
- 23:50hohem Niveau, aber trotzdem haben wir ja Opfer und Täter.
- 23:58In sämtlichen, in sämtlichen, in sämtlichen Lagen Situationen,
- 24:05Szenarien, Opfer a la Couleur, Täter a la Couleur so und wenn
- 24:11wir auf hohem Niveau jammern, dann doch nur weil wir hier
- 24:13leben, weil wir in diesem System leben und dann hat man auch die
- 24:17Berechtigung sich darüber auszulassen und auf Missstände
- 24:21hinzuweisen. Ja, es ist doch hier nicht ein
- 24:25ein an die Wand stellen, ein an anprangern, sondern es ist
- 24:30einfach ein Missstand, den man da auftut.
- 24:36Ich will gar nicht sagen aufdeckt, sondern auftut, wo es
- 24:41ans Eingemachte geht für die Kinder und wo es auch rechtlich
- 24:49gesehen ans Eingemachte gehen sollte.
- 24:52Für die Täter, für die Pflegefamilien, die sowas machen
- 24:56und natürlich für jeden anderen Täter auch der der, der sich
- 25:00fehlfällt, da brauchen wir nicht drüber reden, nur wir sind jetzt
- 25:02halt gerade beim Thema Pflegefamilie respektive
- 25:05Jugendamt respektive was passiert da alles ja und was
- 25:11läuft in dem System schief und ja, es ist ein Thema, das merkt
- 25:18ihr selber. Das merkt ihr selber, dass mich
- 25:21extrem anspornt, da auch nachzuforschen.
- 25:27Das habe ich getan. Ich habe mit schon im Vorfeld
- 25:31und auch jetzt in der in der vergangenen Woche mit insgesamt
- 25:343 Mitarbeitern des Jugendamt gesprochen, des Jugendamtes
- 25:36gesprochen, ich sage auch nicht, von welchem Jugendamt und
- 25:39welchem Mitarbeiter natürlich nicht, die mir ganz klar gesagt
- 25:42haben, du, Sven, Wir sind komplett überlastet, komplett
- 25:45überfordert, hier werden auch Leute eingestellt.
- 25:48Hör mal, Hauptsache der Platz ist belegt.
- 25:53Leute, die überhaupt keine Ahnung haben von dem, was sie da
- 25:57tun. Ich weiß, jetzt kann man
- 26:03natürlich sagen, ja, aber es wenn du du rätst ja auch dazu
- 26:06externe Leute reinzunehmen, ja, aber wie gesagt nicht ohne
- 26:10Briefing, nicht ohne irgendeine Art und Weise oder irgendeine
- 26:14Form von in Anführungszeichen Ausbildung.
- 26:18Ja, Eingliederung nennt es, wie ihr es wollt und vor allen
- 26:21Dingen Empathie. Ganz wichtig.
- 26:25Es besteht immer die Möglichkeit, dass irgendwo, egal
- 26:29ob in einem Kindergarten, in einer Schule, beim Jugendamt,
- 26:32sonst wo, dass da Leute anfangen zu arbeiten, die nicht nur
- 26:36fragwürdige Neigungen haben, sondern auch ich finde,
- 26:39verachtungswürdige, Neigungen, Neigungen haben, das kann man
- 26:43nie ausschließen, leider nicht. Leider nicht.
- 26:46Selbst der Bademeister im Freibad kann solche Neigung
- 26:49haben und keiner weiß es und der Macht da irgendwelche Dinge, die
- 26:52keiner mitbekommt. Ne Dunkelziffer wird es immer
- 26:55geben, aber grundsätzlich sollte der Gedanke dahingehend sein und
- 27:00ihr dürft gerne in jedem Kommentarfeld was ihr findet, wo
- 27:02ihr mich seht oder hört reinschreiben, wenn ihr noch
- 27:05weitere Ideen habt. Auch ich habe ja ideenmäßig auch
- 27:08einen begrenzten Horizont, ja so, aber ich finde es muss
- 27:12irgendwas getan werden. Definitiv.
- 27:15Ich will jetzt auch nicht derjenige sein, der mit der
- 27:17Fahne voranläuft und sagt, Boah, folgt mir alle, wir müssen was
- 27:20tun. Nee, ich glaube das liegt bei
- 27:22jedem einzelnen da draußen, bei jedem Einzelnen, bei jedem
- 27:25Einzelnen, der das hört, bei jedem einzelnen Mitarbeiter, bei
- 27:28jedem einzelnen Verantwortlichen, der da draußen
- 27:30rumläuft, der etwas in dieser Kette damit zu tun hat, ja und
- 27:38geht hier nicht darum, irgendeine Bewegung loszutreten,
- 27:40was weiß ich. Me Three statt me two me one was
- 27:45weiß ich, sondern dass jeder Einzelne so n bisschen
- 27:48sensibilisiert wird, dass er darauf mitachtet, wenn er
- 27:53irgendeinen Bezug dazu hat. Es passieren viele gute Dinge in
- 27:59unserer Gesellschaft, ich sag nur hier dieses Zeichen für
- 28:03Frauen, Daumen in die Hand, die sich durchgesetzt haben, warum,
- 28:10warum gibt es das nicht für Kinder?
- 28:13Klar können Kinder auch so machen, natürlich ja, aber nicht
- 28:17in den 4 Wänden und sie müssten es spätestens dann tun und
- 28:21darauf müssen sie auch vorbereitet werden.
- 28:23Auch die Kinder müssen vorbereitet werden kommt der
- 28:26nächste Punkt, ihr seht ey das hat das zieht ein Rad, ich
- 28:28könnte noch eine dritte und eine 4.
- 28:30Folge machen, wie gesagt wahrscheinlich auch noch eine
- 28:3110. Folge ja, dass auch Kinder bevor
- 28:34sie in Obhut gegeben werden, ja in eine Pflegefamilie, dass die
- 28:38gebrieft werden okay pass mal auf, wenn das und das passiert.
- 28:41Musst du das und das bei der Kontrolle sagen, da gibt es
- 28:45Codewörter von der der von der die Pflegefamilie nichts weiß,
- 28:50wo der wo der Mitarbeiter sofort reagieren kann.
- 28:55Es kann eigentlich so einfach sein, aber es ist natürlich so,
- 29:02wenn ein Jugendamt Mitarbeiter 8 Stunden arbeitet, davon 6 im
- 29:05Büro und. Und 2 Stunden vielleicht mal
- 29:08eben irgendwo rausfahren muss. Wobei eine Stunde davon ne
- 29:11Akutinobhutnahme ist. Dann werden Termine verschoben,
- 29:14dann werden Fälle abgegeben, dann hat man plötzlich n ganz
- 29:17anderen Mitarbeiter, weil die Kapazitäten einfach nicht mehr
- 29:20da sind, da wird es sogar teilweise in andere Sektionen
- 29:23verschoben, also in andere Stadtteile, die sich mit kümmern
- 29:26müssen, dann wird das, und das ist Wahnsinn, was da passiert,
- 29:29das ist Wahnsinn. So, und das ist n wichtiger
- 29:32Bereich, weil es geht ja schließlich, es geht ja um unser
- 29:35aller Kinder. Ja, und dieses System fängt an
- 29:41zu bröckeln, wenn es nicht sogar schon down ist.
- 29:45Ne, und natürlich kann man jetzt sagen, ja, das liegt auch an der
- 29:48Flüchtlingswelle, das liegt an der Politik bla bla bla ist mir
- 29:51alles scheißegal. Natürlich liegt da das alles
- 29:54irgendwo n Ursprung ja, aber jetzt geht es ja für mich in
- 29:58meiner Intention darum. Irgendwie auf kleinem Dienstweg,
- 30:03ja vielleicht dadurch Vitamin B von dem einen oder anderen hier,
- 30:06der das hört, vielleicht zu handeln so, ich habe fertig, ich
- 30:13habe fertig, weil ich merke selber, ich rede mich da wieder
- 30:16in Rage und in in den in den Rausch, ich weiß gar nicht wie
- 30:20viele Minuten ich jetzt auf die Uhr habe, aber ich glaube, wenn
- 30:25jetzt nicht noch irgendwas Dramatisches passiert, wird es
- 30:27keinen dritten Teil geben. Aber ich werde das Thema nicht
- 30:30aus den Augen verlieren, definitiv nicht.
- 30:33Ich möchte jeden von euch bitten, wenn er das möchte.
- 30:37Seine Erfahrung mitzuteilen, sei es unter den Kommentar, also in
- 30:42den Kommentarlisten Spalten, hier sei es per e Mail an
- 30:49coaching@borderline.de. Sei es per Telegramm, sei es per
- 30:55Facebook, per Tik tok, per Insta, per ich habe keine Ahnung
- 30:59was, ja, dass ihr mir Missstände mitteilt und so weiter und
- 31:05sofort und ja, vielleicht können wir ja zusammen irgendwas
- 31:09bewegen, irgendwas ja, in diesem Sinne macht es gut, haltet die
- 31:14Ohren steif und habt einen schönen Rest.
- 31:17Sonntag, falls ihr Sonntag gehört, ansonsten recht schönen
- 31:20Resttag und mein Name ist Sven. Ecke e Borderline und Ich bin
- 31:24hiermit raus.