Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Was Erfolg wirklich kostet: Kindheitstrauma, 3 Offices & siebenstellige Steuern | Omid bei Momentum
Transcript
- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum. Dein Podcast, wo inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählen. Mein Name ist Kevin Kellermazza und ja, so wie du gemerkt hast, heute gibt es mal Hochdeutsch. Ich versuche wirklich nicht mein Schweizer Hochdeutsch zu sprechen, sondern mein bestes Hochdeutsch. Ich hoffe, es passt für dich.
- 0:20Das hat einen ganz bestimmten Grund und zwar mein heutiger Gast ist aus Deutschland, aus Frankfurt, hat dort eine riesen Agentur aufgebaut, ist vor ein paar Jahren in die Schweiz gezogen, hat heute eine der größten Brands, wenn es um E-Commerce geht, aufgebaut. Das sind Marken darunter wie Zeus, wie Freeways und ganz, ganz viele weiter, die er noch hier nennt. Und eine Sache kann ich schon sagen, diese Folge...
- 0:48crazy, was er alles verrät über sein Leben, über sein Netzwerk. Wir sprechen über ganz berühmte Personen, wo er direkt zusammen arbeitet, wie ein Raoul, ein Mo, ein Moduzzi. Also, come on guys, what the actual...
- 1:04Auf jeden Fall, was er hier zu erzählen hat, wird dein Leben verändern können. Sein Mindset, wie er über Glück denkt, was Glück für ihn bedeutet und was Momentum für ihn bedeutet, wirst du in diesem Podcast herausfinden. Also darfst du auf jeden Fall nicht verpassen. Und am Ende des Podcasts haben wir sogar noch ein Special für dich. Heißt...
- 1:30teile dieses Video, like und kommentiere, bis die Tastatur brennt. Ganz, ganz wichtig. Auf jeden Fall, an diesem Punkt heisst nur noch eine Sache, und zwar Intro ab.
- 1:42Ich kenne das ja auch selber, habe ich das erlebt, wenn man Millionen auf dem Konto hat und es dann mal weg ist. Es ist einfach schon nicht einfach emotional damit umzugehen. Ja, darüber habe ich noch nie gesprochen, so richtig. Wirklich? Nee, in der Öffentlichkeit nicht so. Wir launchen jetzt in den USA. Wow. Genau, also alle englischsprachigen Länder. Wo, also wann?
- 2:05Nächste Woche geht es los. Das wird wahrscheinlich auch unser Hauptmarkt dann schnell werden. Momentum kannst du kreieren, indem du, wie du es, du hast es eigentlich perfekt beschrieben, indem du halt Samen säst, sie gießt, dich drum kümmerst und irgendwann blüht es auch. Ich war einfach begeistert über diesen Markt und darüber, dass hier niemand, wirklich niemand,
- 2:26irgendwas kann. Und nach dieser Agentur hatte ich mir halt eine Expertise aufgebaut, in der ich mit Deutschland unter den Top Ten bin. Um alles so zu machen, wie wir es uns vornehmen, kostet diese Premium-Parfümmarke, die wir launchen wollen, voraussichtlich 2027, kostet uns 350.000. All in all 300.000 bis 350.000. Ohne zu wissen, ob es klappt.
- 2:52Mein lieber Omid, wie cool, dass es geklappt hat und vor allem mega spontan. Du warst gestern an einem Event bei uns und da haben wir Nägel mit Köpfe gemacht. Das stimmt, ja. Und jetzt sitzen wir hier am Sonntag. So ist es, so muss es sein. Wie geht es dir? Ja, sehr gut. Ich bin wirklich sehr müde, muss ich sagen, verhältnismäßig. Du weißt ja, gestern beim Event hatte ich nur eine Stunde Schlaf und war den ganzen Tag dort am Performen.
- 3:17Aber erstaunlicherweise bin ich dann doch recht fit dafür. Wieso hattest du nur eine Stunde Schlaf? Ich kam aus Frankfurt wieder und die Sommerferien in Hessen beginnen jetzt am Montag, aber ist ja quasi Wochenende dazwischen. Daher war die Autobahn voll und ich bin abends erst los. Das Event war dann 10 Uhr morgens. Und wie lange hast du gehabt? Eine easy Strecke. Fünf Stunden.
- 3:46Aber du bist dann abends erst los, dann hattest du fünf Stunden und deshalb irgendwie keinen Schlaf. Genau. Ich kam um drei oder so an, zwei Stunden noch gebraucht, um einzuschlafen und dann nach zwei Stunden aufgewacht und zum Event. Ja, also vielleicht so als kleiner Kontext. Für die Leute, die dich noch nicht kennen, es gibt ja nicht so viele, weil du bist unterdessen ein ziemlich bekanntes Gesicht, auch auf Social Media.
- 4:15Videos und Bilder mit den krassesten Berühmtheiten, die irgendwie im deutschen Markt herumlaufen. Und ich habe vor kurzem auch eine crazy Party veranstaltet. Aber so in a nutshell, was machst du genau? Auf den Punkt gebracht.
- 4:36ist es Online-Marketing. Vor allem die Monetarisierung über E-Commerce oder bei Personenmarken, die halt eben, wie du sagst, Reichweite haben, wie man halt das über E-Commerce zum Beispiel monetarisiert. Also alles rund um Online-Marketing. Das ist, wofür ich wahrscheinlich die Bekanntheit dann habe. Ja.
- 4:58Und das hast du ja ziemlich früh schon angefangen. Während deines Studiums hast du schon ein Online-Store aufgemacht, oder? Genau, erst mal Affiliate-Marketing. Ah, das war Affiliate dort? Erst mal, genau, Affiliate. Und dann kam Online-Store. Affiliate, für die, die es nicht kennen, was ist das genau? Also es war früher halt, ich habe mich informiert, was kann man machen, aber so bin ich drauf gestoßen. Ich kenne mich deswegen nicht so gut aus. Ich habe das nur ein paar Monate gemacht, so auf Dumm-Dumm als Anfänger. Affiliate-Marketing ist quasi...
- 5:29In dem Kontext, wie ich es gemacht habe, ich habe eine Online-Seite gebaut, wo ich Vakuumierer im Test verglichen habe. Vakuumierer sind Staubsauger? Ne, Vakuumiergeräte, wo man dann Brot und Essen vakuumieren kann. Im Vergleich, alles von Amazon, die besten Produkte, die Bewertungen, die dort beschrieben waren, habe ich einfach nur zusammengefasst, so wie es einem beigebracht wurde quasi. Und dann konnten die Leute, haben nach Vakuumierern gesucht auf SEO, da gab es halt kaum Konkurrenz, deswegen habe ich auch sowas...
- 5:58Sinnloses gemacht. Und so kam dann Traffic drauf und die haben dann über Amazon gekauft. Und man wird dann provisioniert und das nennt sich Affiliate Marketing. Okay. Und das hast du nur ein paar Monate gemacht, bis du dann gesagt hast, hey, ich baue mir was selber auf, oder? Das war so mein Einstieg damals als ganz junger Typ neben dem Studium. Ich musste irgendwie Geld verdienen. Hast du studiert?
- 6:20Wirtschaftspsychologie. Also ich habe es nicht abgeschlossen. Ich habe im vierten Semester abgebrochen. Im vierten? Ja, also Ende, als ich gerade ins fünfte kam, habe ich abgebrochen. Und wie viele Semester sind es insgesamt? Es wären sieben gewesen in meinem Fall. Okay, bist du ziemlich weit gekommen. Ja, ich würde mal sagen, ich war im dritten, dadurch, dass ich so ungefähr ein ganzes Semester auch aufgeschoben hatte. To be fair. Aber ich kam durch. Geil. Ich fange meine Podcasts immer gerne mit so einer Hauptfrage an.
- 6:46Das war jetzt mehr ein bisschen als Einstieg, wer du überhaupt bist, was du machst, wie man dich einordnen kann. Und für dich habe ich mir überlegt, was sehen die Menschen nicht, was Erfolg kostet, was Erfolg dich kostet? Boah, das ist eine sehr tiefgehende Frage.
- 7:10Also für mich persönlich, was es kostet, ist leider sehr viel. Da ich auch Rückschläge hatte auf dieser Reise. Und der Preis, den ich zahle für Erfolg, persönlich war sehr hoch, würde ich sagen. Gesundheitlich.
- 7:29Vor allem und letztlich auch, ja, psychisch schon auch. Aber im Grunde, ja, das ist der Preis. Viel Zeit, viel Nerv und viel Stress. Und wie hat sich das aus?
- 7:47Ist das gezeigt gesundheitlich oder psychisch? Was waren so Anzeichen dafür? Also in meinen Unternehmen-Startzeiten war es ja eher noch so ein spielerisches Suchen, wie werde ich erfolgreich, wie kann ich Geld verdienen? Das war eine coole Phase. Zwischen noch Lifestyle und ich mache ein Business. Dann, als du wirklich Geld verdient hast, also als ich angefangen habe, Geld zu verdienen, war es auch super schön und emotional so großartig.
- 8:17Dann als es anfing, irgendwann, ich spule mal vor, mit 20 Mitarbeitern, drei Offices in Frankfurt, da fing es dann an. Und das hat sich dann gezeigt in 25 Kilo innerhalb von zwei Jahren zugenommen zum Beispiel. Aber ich konnte es so gut vertuschen. Also man hat es, ja jetzt habe ich dann wieder 16 Kilo abgenommen. Wow. Aber ich bin noch in dem Abnehmprozess, also es ist immer noch viel Arbeit. Aber ich sah schon dicker aus.
- 8:44So und da hat es sich auf jeden Fall geschlagen und sonst würde ich sagen auch im Bereich, ja, ich habe einfach hohes Stresspensum, das habe ich schon sehr wahrgenommen damals. Also du hast gestartet in Frankfurt alleine und irgendwann nach ein paar Jahren, jetzt war es zwei, wenn ich jetzt so zurückdenke, hattest du drei Offices mit 20 Mitarbeitern.
- 9:08Genau, also ich habe erstmal angefangen mit Affiliate-Marketing, da habe ich mit dieser Vakuumierer-Seite und einem Geschäftspartner das erste Mal tatsächlich so ein bisschen Geld verdient, also ein paar hundert im Monat, aber es war so, wow, ich kann ja wirklich über Online irgendwie Geld verdienen, das hätte ich nie, nie, ich habe es gemacht.
- 9:25aber nicht wirklich geglaubt, dass es klappen wird, nur gehofft. Auch während du es gemacht hast, war es immer so, irgendwie geht es, aber ich glaube nicht, dass es explodieren kann. Es war so neugierig und ich wollte es machen und es hat sich gut angefühlt und es war so, ich kam mir vor, wie ich bin jetzt voll der Business-Typ und ich werde Elon Musk 2.0 zu Mark Zuckerberg, genau. Aber am Ende des Tages war es, war ich schon so, als ob ich jetzt, als ob jetzt diese, ich habe da ja nur ein paar Texte geschrieben, Vakuumierer
- 9:55Gut, ich verstehe schon, das hat wenig Ranking, kaum jemand... Aber wie kommst du auf Vakuumierer? Also SEO, ich mache ja mittlerweile was ganz anderes. Ja, voll. Aber früher war es halt so, es war vor acht Jahren, gab es halt zum Thema, es gibt 5000 Menschen in Deutschland, hat man gesehen bei so Keyword-Findern, die nach dem Begriff Vakuumierer im Vergleich suchen. So, das googeln Menschen.
- 10:22Und darauf schaltet auch keiner Werbung oder so. Zumindest damals nicht. Heute gar keine Chance mehr. Und damals nicht. Und da konnte man halt, wenn man irgendwie eine Vergleichsseite gecodet hat, also programmiert hat, ein paar Texte dazu, fünf Akkumierer nebeneinander, Vor- und Nachteile, die beliebtesten, konnte man ja per Google recherchieren,
- 10:40Und wenn man das halt aufgebaut hat und dann richtige Suchmaschinenarbeit geleistet hat, also gerankt hat mit den Suchbegriffen, dann konnte man auf Seite 1 kommen. Und das hat so zwei Monate gebraucht und dann kamen wir auf Seite 1 mit der Page, weil kein Mensch konzentriert sich darauf, Vakuumierer im Vergleich zu machen, zumindest damals in Deutschland nicht. Und das hat uns dann mit Affiliate...
- 11:05tatsächlich so 40.000, 50.000 Umsatz gemacht für Amazon. Unsere Provision war 600, 700 Franken, Euro. Bei 40.000, 50.000 Umsatz? Damals war es so, ja. Weil wir haben ja nichts zu tun, außer diese Seite. Und deswegen kam dann auch der Sprung in meinem Kopf so, hey, ich gebe so viel ab, ich hätte theoretisch 5.000 Franken, hätte ich den Vakuumierer selber, wow. Und dann kam der Gedanke, okay, ich mache mal Dropshipping, weil immer noch keine finanziellen Ressourcen und ich hatte gerade mal so eine Vergleichsseite mit Glück
- 11:35ein bisschen Geld verdient, aber ich hatte Blut geleckt. Und dann hat Dropshipping auch nicht direkt geklappt, sondern das ging dann ein Jahr und dann ging es los. Das ist ein Online-Shop nach dem anderen geklappt. Wann hast du das erste Dropshipping- Online-Store eröffnet?
- 11:50Lass mich nicht lügen, ich krieg's nicht ganz zusammen, ich schätze mal, wann war Corona? Ja, weil ich hab auch direkt nach Corona, oder während Corona Ich hab anderthalb Jahre vor Corona schon Ah, wow Genau, deswegen 17, 18 Ich würd sagen 2019, ich hab mir meine Story Highlights dokumentiert auf Instagram Wo ich erst mal eine Kamera für Hunde Aber auch sehr früh, hä?
- 12:14Sehr früh, ja. Zu den geilsten Zeiten. Es gab noch geilere Zeiten vorher, aber deswegen gingen auch da die Online-Shops so gut. Das, was ich früher gemacht habe, wird heute nie im Leben klappen. Also ich kann mich dafür nicht heute honorieren. Das war einfach...
- 12:29Du konntest Ads schalten und nach 100 Sales habe ich dem Algorithmus gesagt, such mir nach Käuferschichten, die so ähnlich sind wie die. Und dann hat es irgendwie geklappt. Also mal so 50.000 bis 70.000 mit einem Online-Shop, das war echt einfach. Und das ging dann eine Zeit lang gut und dann wurde das ganze Game komplexer. Ja, ja, okay. Also, jetzt haben wir ein bisschen gehört, wie der ganze Start war mit Online-Stores und Dropshipping und Affiliate.
- 12:58Was ich sehr gerne mache, ich gehe ein bisschen zurück in der Zeit. Wir drehen diese Zeitglocke zurück. Mich nimmt es mega Wunder, wie dieser Omid, der jetzt vor mir sitzt, passiert ist. Was sind da die Challenges gewesen? Wo bist du aufgewachsen? Wie war deine Kindheit? Mich nimmt das Wunder, wie wurdest du geformt, wie du heute bist?
- 13:19Ja, darüber habe ich noch nie gesprochen, so richtig. Wirklich? Nee, in der Öffentlichkeit nicht so. Ich habe in Deutschland einfach angefangen, dann irgendwann mit Ads, eine Agentur und so kam ich in diese Sichtbarkeit. Aber ich hatte nie das Bedürfnis, so über das zu reden. Jetzt mache ich es. Deswegen habe ich mich auch für deinen Podcast entschieden, weil du einfach als Mensch auch cool bist. Danke vielmals. Und das Gespräch dann halbwegs ehrlich ist.
- 13:47Okay, ich übertreibe mal nicht, ich gehe mal zurück. Ich habe ja, wie man offensichtlich sieht, einen Migrationshintergrund. Ich bin persisch, iranisch. Persisch klingt einfach schöner als iranisch, aber meine beiden Eltern sind Iraner und ich bin in Deutschland aber groß geworden.
- 14:06Und ich hatte eigentlich eine sehr, sehr schöne Kindheit. Bei mir waren die Rollenverteilungen ein bisschen anders. Meine Mutter war mehr so die Chefin. Also Augenhöhe die Beziehung. Aber meine Mutter war einfach unglaublich erfolgreich. Sie hatte ein Restaurant, sie hatte ein Hotel mit ihrer Schwester in Deutschland. Sie hat sich da auch self-made aufgebaut gehabt.
- 14:29Aber die Dame hatte halt keine, also sie hat das wirklich von Null mit noch ganz wenig, viel weniger Möglichkeiten, als ich jemals haben hätte können. Und wenn man ihre Story kennt, verrückt. Und ja, das war eine sehr schöne Kindheit.
- 14:46Aber meine Eltern hatten halt Konflikte dennoch. Und als ich vier wurde, haben sie sich getrennt. Aber sehr, sehr, sehr erwachsen und einvernehmlich. Das war aber so der Beginn, würde ich sagen, wenn du mich fragst, meiner Vergangenheit, wo sich mein Charakter geformt hat. Weil gleichzeitig...
- 15:06Ist dann nach so zwei Jahren, also bis ich sechs, sieben war, war mein Kind echt angenehm. Du hast ein Einzelkind? Nee, ich habe schon noch einen größeren Bruder. Okay. Ja. Und ich habe dann auch mit der Zeit eine jüngere Schwester bekommen. Ja. Aber halt von anderen, also mein Halbgeschwister sind das sozusagen. Ja, genau. Genau. Und liebe auch beide und eine super Beziehung. Schön. Und zu dem Thema zurück.
- 15:30So fing meine Kindheit eigentlich sehr schön an, dann aber Eltern getrennt und meine Mutter hatte auch durch diesen ganzen unternehmerischen Stress eben sehr viel Stress. Sie hatte keine Erfahrung mit Buchhaltung, wer hat ihr das schon beigebracht? Also hat sie dann auch Rückschläge erlebt und so ging das eigentlich los, meine Kindheit.
- 15:49da fing es dann an, dass der ganze Stress, warum ich das erzähle, ist, weil sie dann sich entschieden hat dafür, dass wir in den Iran gehen für zwei Jahre. Als ich in der dritten und vierten Klasse dann...
- 16:02war Grundschule, wie nennt ihr das? Ja, das ist die Primarschule hier. Genau, in der Primarschule mittendrin bin ich dann für zwei Jahre in den Iran. Und da warst du ungefähr acht, neun Jahre jung in dem Dreh. Ja, und da fing dann quasi an mein Charakter sich glaube ich zu formen. Erstens, ich war auf einer internationalen Schule dort. Im Iran. Da waren eben Iraner mit Migrationshintergrund, also die in Amerika, überall waren. Und
- 16:31Und dort halt vorübergehend auch die Primary School abgeschlossen haben. Und das war ein echtes Erlebnis, weil ich bin von so einer klassischen Grundschule zu... Fast einer Privatschule, ja? Ja, genau. Und das war sehr spannend, weil das war alles anders. Es gab so Fußballtraining, Schwimmtraining, wir hatten kranke Routinen dort, es war alles getaktet.
- 16:51Und schon so eine Reichenschule, aber da es im Iran war, war es halt super billig, aber trotzdem konnte ich halt das erleben als Kind und es hat mich, würde ich sagen, auch sehr geformt, so einen Elitecharakter zu bekommen und so eine Einheit zu sein.
- 17:07Und alle waren so, es war so Multikulti. Wir waren zwar, was uns verbunden hat, wir waren alle Perser, aber jeder war irgendwie, eigentlich hatte ich ja noch, ich hatte Deutschland in mir, die hatten Amerika in sich. Und das hat mich, glaube ich, auch geformt so ein bisschen. Hast du noch gewisse Kontakte von dieser Zeit? Gar nicht mehr. Gar nicht mehr? Nee, es war wirklich Grundschluss, aber ein sehr schönes Erlebnis.
- 17:28Dann sind wir wieder zurück nach Deutschland. Nach zwei Jahren. Genau. Und da hat es bei meiner Mutter, sie hat das ganze Geschäft abgegeben, weil es übertrieben war, aber sie hat auch sehr viel Verluste gemacht. Also dieser finanzielle Erfolg musste ich dann spüren mit zehn, elf, dass meine Mutter schon jetzt aus normalen Verhältnissen dann langsam groß geworden. Mein Vater...
- 17:51Dem ging es finanziell gar nicht gut und das war dann so eher die schlechte Zeit begann, als wir zurückkamen. Das hat mich schon geprägt. Was war so ein Erlebnis, was du jetzt irgendwie noch vor Augen hast von dieser Zeit? Ja, einfach wahrzunehmen als Kind. Ich würde schon sagen, ich habe einfach emotional wahrgenommen als Kind, dass es meiner Mutter schon weh tut. Ich kenne das ja auch selber, habe ich das erlebt.
- 18:14Wenn man Millionen auf dem Konto hat und es dann mal weg ist, ist es einfach schon nicht einfach emotional damit umzugehen. Und meine Mutter hat quasi, ich habe emotional wahrgenommen, dass es ihr wirtschaftlich schlechter geht und dass es sie belastet. Und das hat automatisch mich als Kind natürlich belastet, weil ich habe Mitgefühl gehabt. Ich habe mich so, ich würde dir gerne helfen, aber was soll ich schon als Kind tun?
- 18:40Auf der anderen Seite, bei meinem Dad war das eben noch intensiver. Er hatte halt einen ganz normalen Job und hatte dann auch einen Hirntumor bekommen in der Zeit. Und da kam irgendwie alles in meinem Leben mit 10, 11 zusammen als Kind. Meine Eltern waren halt sehr schützend. Sie wollten mich beschützen, aber ich habe das halt wahrgenommen. Und ich würde sagen, dass, wenn du darüber fragst in meiner Vergangenheit, da fing es an, meinen Charakter so zu formen.
- 19:07Aus so einem Mitgefühl gegenüber meinen Eltern und dieser Frust, dass ich nicht so wirksam sein kann gerade. Und das hat dann angefangen, so ein bisschen meinen Kopf, glaube ich, zu formen. Da wurde ich sehr nachdenklich als Kind. Ja, weil ich glaube auch, so Eltern versuchen, uns zu schützen.
- 19:26Aber irgendwie, man merkt es trotzdem. Man merkt die Gespräche, man merkt die Spannung, man merkt, wenn man was brennt und es nicht so toll ist, man nimmt das wahr als Kind. Auch wenn die Eltern uns versuchen zu schützen, aber es funktioniert irgendwie nicht so gut. Absolut nicht, ja. Und ich glaube, dass im Kindesalter bei allen, also jeder Mensch hat irgendwo Dinge erlebt, die ihn prägen. Ich kann darüber jetzt reflektiert sprechen, weil ich das auch aufarbeite und mir bewusst gemacht habe.
- 19:54aber dort hat sich auf jeden Fall dein Charakter angefangen zu formen. Ja, vor allem der Antrieb nach Geld, würde ich sagen. Der Antrieb nach Geld, ja, weil ihr hattet dann nicht mehr und dann warst du so in einem Alter, wo du irgendwie wolltest, aber nicht konntest. Alles ein bisschen verstrickt. Genau, einfach dadurch, dass
- 20:15Einfach wahrgenommen, dass meine Mom sowohl finanzielle Belastungen hat und es ihr schwerfällt, dass die Situation sich verändert. Also heute geht es ihr wunderbar, zum Glück, aber damals und meinem Vater ebenfalls, der halt sowieso finanziell halt eher so normal war. Dann mit der Trennung, das hat ihn schon belastet gehabt und dann kam halt so noch der Hirntumor dazu. Wie geht es ihm heute? Gut, ja.
- 20:41Ich kümmere mich ja auch um alles. Aber er hat sich auch sehr positiv entwickelt. Mit dem Alter reift man ja auch. Also meine Eltern sind heute ganz andere Menschen. Das ist ganz anders. Aber wenn du mich nach meiner Vergangenheit fragst, so mit
- 20:57Ja, meine Kindheit war wunderschön, der Iran eigentlich auch so. Natürlich hat mir mein Vater gefehlt und als ich dann zurückkam, war die Situation noch komplizierter, weil mein Vater hatte einen Nierentumor, dann finanzielle Engpässe, meine Mutter gleichzeitig voll im Dauerstress und dieses, ach, alles verändert sich und sie muss sich die ganze Zeit weiter um. Ich meine, wenn du jetzt alle deine Firmen schließt,
- 21:20Ja, du bist nicht in Deutschland, Schweiz ist nochmal viel angenehmer steuerlich, aber du weißt selber, das hängt dir noch mindestens ein paar Jahre nach. Ja, locker. Das wusste ich als Kind damals halt nicht, aber ich habe einfach wahrgenommen, dass das alles belastend war. Und als Kind habe ich mir gedacht, was tut denen so weh? Und da war halt immer so, okay, es ist schon Geld, hätte jetzt helfen können, theoretisch. Aber hattest du irgendwie als Kind so diese Glaubenssätze an Geld, dass es nicht genug davon gibt oder dass man es nicht...
- 21:50nicht verdient. Hattest du solche Glaubenssätze oder war es mehr so, wir haben jetzt keins, ich muss eine Lösung finden, um zu bekommen? Ich war noch jung, also so richtig, ich wusste, irgendwann will ich mal reich werden, so Sachen halt hat man sich dann schon gesagt. Ich hatte auch den Glauben, dass ich irgendwann voll erfolgreich werde. Aber schon hatte ich dann, als ich dann, dass du älter ich wurde, dass du
- 22:15Weniger hatte ich diesen Glaubenssatz, als ich dann erstmal in der Lehre war oder sonst was. Hast du für eine Ausbildung gemacht? Ich habe es jetzt Lehre genannt. Es ist so, nach der Schule, ich hatte ein praktisches Jahr, musste ich machen, um mein Fachabitur zu bekommen. So heißt das. Es gibt Abitur, Fachabitur, da machst du es so fachlich in Deutschland.
- 22:34Mischung aus Lehre und Studium. Wie nennt ihr Abitur? Haben wir hier nicht. Wir machen eine Lehre. Damit man studieren kann. Das ist die Matura. Ja, sowas. Sowas. Eine Mischung aus Lehre und Matura. Ein Fach Matura. Ja, genau. Und das praktische Jahr hast du wo gemacht? In verschiedenen Orten. Das war eben das Ding.
- 23:02Und einmal waren es soziale Bereiche, einmal waren es wirtschaftliche Bereiche. In sozialen Bereichen habe ich gemerkt, habe ich mehr Spaß, aber halt gemerkt, dass man dort nicht so wirklich Geld verdienen wird. Und in wirtschaftlichen Bereichen habe ich halt gar keinen Spaß gehabt. Würdest du sagen, du bist ein sehr sozialer Mensch? Theoretisch schon, ja.
- 23:25Und praktisch? Praktisch habe ich halt verschiedene Unternehmen, die das Ziel haben, Umsatz und Profit zu erhöhen. Und da muss man halt manchmal die soziale Schiene bei gewissen Entscheidungen zurücknehmen und erfolgsorientiert denken. Absolut, ja. Aber trotzdem habe ich eine sehr soziale Ader, würde ich sagen, die auch sehr ausgeprägt ist.
- 23:47Schön, okay. Gut, danach hast du das Abi gemacht und dann Wirtschaftsinformatik studiert. Wirtschaftspsychologie. Wirtschaftspsychologie, okay, gut. Und schon währenddem hast du dann das erste Affiliate, den Store aufgemacht und irgendwann ist es dazu gekommen, dass du gemerkt hast, da kann man Geld verdienen.
- 24:10so nicht unbedingt, ich muss was anderes machen. Wie war dieser Prozess? Genau, also erstmal fing es an mit dem Gedanken im Studium.
- 24:21Selbst wenn ich das ja fertig mache und dann irgendwo einsteige und mich hocharbeite, was ist dann schon der Outcome? Und dann habe ich gesehen, wie viel es war diese Zeit, wo Leute digital anfingen zu sehen, hey, es gibt so junge Leute, die online Geld verdienen.
- 24:42Und da war halt dieser Affiliate-Gedanke getestet, Geld gemacht und Blut geleckt. Da hat es Klick gemacht. Und ab dem Moment war ich besessen, würde ich sagen, von dem Gedanken. Und weil ich es gespürt habe. Und deswegen sage ich auch immer Leuten so, die brauchen diese Erfolgsmomente, um einfach mal zu sehen, dass man digital Sales machen kann, irgendwas oder irgendwie. Und dann wächst man ja in diese Rolle rein. Also...
- 25:11Ich bin ein sehr starker Praxismensch. Alles, was ich mir an Wissen aufgebaut habe, kam durch die Praxis. Irgendwann habe ich reflektiert, dass ich mich mal auch sehr stark mit der Theorie beschäftigen soll. Deswegen rede ich auch Studium und sowas nicht schlecht. Weil wenn ich jetzt darauf schaue, warum ich so gut bin, ist es schon, weil ich auch wirklich tiefe wissenschaftliche Marketing-Dinge
- 25:32... mir angeschaut habe und es basiert alles auf ... Also würdest du den Leuten empfehlen, eine Uni zu besuchen oder ein Studium zu machen? Ich würde davon auf jeden Fall nicht abraten. Okay. Ja, aber wenn man die Intention hat, durch dieses Studium in einen Job zu kommen ... ... und dadurch langfristig reich zu werden oder erfolgreich, finanziell vor allem, ... ... dann sollte man halt überlegen, ob das wirklich realistisch ist ... ... und ob es da nicht vor allem in der Schweiz als selbstständiger Unternehmer nicht bessere Wege gibt.
- 25:58Aber du musst ja irgendeinen Mehrwert kreieren und dieses theoretische Wissen ist halt faktisch das, was es braucht, aber man braucht halt eben auch die Praxiserfahrung. Also ich will damit sagen, die Praxis hat mich erfolgreich gemacht, aber dadurch, dass ich die ganze Theorie nochmal im Deep Dive aufgearbeitet habe, würde ich sagen, habe ich jetzt Kontrolle darüber. Vorher war es so ein bisschen aus dem Bauchgefühl, habe ich immer alles richtig gemacht und wusste auch viel, aber jetzt verstehe ich auch warum.
- 26:26Ja, macht absolut Sinn. Wann in diesem ganzen Prozess bist du in die Schweiz gekommen? Also, ich mach's mal kurz. Affiliate. Ja. Dann gemerkt, ich mach mehr Marge, wenn ich eigene Produkte mache. Okay. Dropshipping. Ja. Dann gemerkt, ich will nicht so ein China-Schrotthändler sein. Also Produkte eingekauft, Brand gemacht. Damals schon vor Corona. Also ich war einer so... Was? Ja, da hab ich Ware eingekauft in kleinen Mengen. Es war kein richtiges Branding, aber halt Verpackung gelagert. Und ich wusste, ich heb mich ab.
- 26:56Und dann halt so 4-5 Online-Shops gehabt, weil ich mit dieser Strategie immer auf 50.000 bis 70.000 Umsatz kommen konnte. Ich hatte keine Ahnung vom Marketing, aber Lookalike Audiences hieß es. Grüße an alle Meta-Ads-Nerds, die damals einfach wirklich funktioniert haben. Und habe halt in der Breite mit Online-Shops Geld verdient. Aber die gingen dann halt nach 3-6 Monaten trotzdem tot. Heute weiß ich warum. Warum? Weil diese Werbeanzeige innerhalb dieser Kategorie ausgebrannt ist.
- 27:23neue Werbeanzeigen, neue Avatare, also neue Zielgruppen, die bestehende Zielgruppe mit anderen Ads zu bespielen, hätte sicher Sinn gemacht, neue Kanäle da zu ziehen. Wusste ich ja damals nicht, aber das war einfach Pump in the Hummer. Aber so habe ich echt schnell mir ein sechsstelliges Vermögen aufgebaut. Aber die Shops waren dann irgendwann tot und dann kamen Anfragen rein, von Leuten, die gesagt haben, hey, wie kann es sein, dass dieser hässliche, kleine, selbstständige Online-Shop
- 27:53unsere komplette Google- und Traffic-Performance kaputt gemacht habe. Von so einem Fitnessladen war das in Frankfurt oder einem Hundestore-Laden. Und bei denen ging der Umsatz auf einmal zurück, weil die hatten sich das halt mühsam mit SEO aufgebaut. Und ich habe viel mehr Traffic auf meine Pages bekommen, die Arbeit sauber gemacht.
- 28:11Und habe halt so als No-Name ihre Performance komplett kaputt gemacht. Wie hat sich das angefühlt? Ich wusste das halt nicht. Du wusstest das gar nicht? Nee, unbewusst. Unbewusst. Ja, ich habe ja nicht an deren Stores gedacht. Ich kannte die Person nicht. Ich kannte ihre Online-Shops nicht. Ich habe nur nach Handbuch meine Sachen gemacht.
- 28:29... und so kamen dann die ersten ... ... Partner und Agenturkunden rein. Und da habe ich gemerkt, ... ... oh okay, der ist mir bereit, ... ... das was ich mir jetzt über sechs Monate ... ... aufgebaut habe, direkt zu zahlen. Und dem seine Produkte sind ja maximal skalierbar, ... ... das sind ja richtige Unternehmen. Long story short, ... ... so kam ich in dieses Agenturgeschäft. Und wollte das große Geld. Ja, das war so ... ... wichtig ...
- 28:59Aber ich glaube, das war die Phase, wo ich dann wieder voll zugenommen habe. Und eigentlich hätte ich bei diesen Onlineshop-Sachen für mich bleiben sollen, anstatt theoretisch irgendwie der Dienstleister zu werden. Aber es war eine Erfahrung und hatte seine schönen und negativen Seiten.
- 29:17Das ging dann zwei, drei Jahre. Richtiges Unternehmen, hat mich sehr geformt, aber auch sehr negativ. Das war alles noch in Frankfurt? Alles noch in Frankfurt. Also von, wie gesagt, Affiliate, Dropshipping zu eigenen kleinen Brands, Pump & Dump Brands, dann zu Agentur und Service. Wie hieß die Agentur? E-Com Pure.
- 29:35Ah ja, davon habe ich, okay. Kam am Ende auch nicht mehr gute Bewertungen rein, weil ich habe das Ding geschlossen. Viele Kunden konnten es nicht nachvollziehen, warum. Und es war einfach auch ein gesundheitliches Thema. Nach außen musst du halt natürlich immer der E-Com-Experte und das und das, aber ich ging innerlich kaputt. Kaputt. Ja, ich meine, es ist Performance-Marketing. Jeden Tag muss es profitabel laufen beim Kunden.
- 30:01Du hast 200 Kunden, bei 30 ist heute mal ein Tag Minus. Das sind Leute, die haben auch keine Ahnung davon. Du hast hohe Spendings. Und das hat mich psychisch kaputt gemacht, weil das waren Online-Shops, die waren bei 30.000 pro Monat. Ich habe die auf 250.000 pro Monat gezogen. Und dann hatten sie manchmal ein, zwei Tage, wo es schlecht lief und sie wurden richtig nörglich, haben mir Druck gemacht.
- 30:23Und da habe ich so angefangen, was habe ich mir eigentlich hier aufgebaut? Weil am liebsten wollte ich den anrufen und die Person richtig fertig machen. Ich wollte der Person sagen, wenn ich hier raus bin oder überleg mal, wo du vorher warst. Echt eklige Gedanken hatte ich. Aber die haben das nicht gecheckt? Menschen wertschätzen sich. Sobald Leute Geld verdienen, verändern die sich. Glaub mir das. Und auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen, intern in meinem Team,
- 30:47wurden manchmal am Sales vielleicht Dinge zu viel versprochen und im Fulfillment nicht ideal eingehalten. Und das war auch etwas, da konnte ich nicht hinterstehen. Ich bin dann immer rein mit den Kunden Lösungen gesucht, aber auch oft gemerkt, hab mir vom Team viel einreden lassen, nee, das geht schon, das ist so. Und ich habe einfach dann irgendwann realisiert, ey, es kotzt mich so an. Ich habe so keinen Bock auf dieses Geschäft und es lief gut, es lief gut. Man kann es ja in der Bilanz sehen. Wir hatten 200 Kunden.
- 31:17wie soll es schlecht laufen, das ist ein Cashflow. Da kann es nicht, es sind Rechnungen, die kommen rein. Also wie haben die Kunden bezahlt, ist es eine Provisions... Ne, es war wirklich ein Service. Also die haben den Service bezahlt. Genau. Bei 200 Kunden? Ja. Gut. Ich hatte auch natürlich viele Mitarbeiter, viel Office und Marketingkosten.
- 31:37Es war aber, damals war es krass für mich zu der Zeit. Profitauswahl. Ja, und auch sehr seriös. Also ich habe dadurch so ein bisschen Anerkennung im Markt bekommen, mir einen Namen gemacht gehabt und ja auch Case Studies, die wirklich krass waren. Also Firmen, die von wirklich zehntausenden im Monat dann auf einmal auf sechs Millionen pro Jahr geschossen sind. Das waren auch kurz geile, geile Journeys und ich habe so einen Überblick bekommen,
- 32:02von verschiedensten Produkten, von Vakuumiergeräten, wie gesagt, bis hin zu Hundefutter, bis hin zu Gymklamotten, bis hin zu das Material für 3D-Drucker, Filamente zum Beispiel. Ich weiß nicht, ob du das kennst. Merkte an, die ich nie gedacht hätte, was ist das, aber halt unglaublich laufen. Viel gesehen. Und deswegen bin ich auch dankbar für die Zeit. Und dann kam ich in die Schweiz, weil ich hatte ein, zwei Kunden aus der Schweiz. Und ich habe gemerkt, hey.
- 32:30Die sind ähnlich wie die Deutschen unterwegs, ein bisschen schlechter, aber die haben viel mehr Branding-Faktor. Schlechter im Sinn von? Schlechter im Sinne von, man hat nicht so viel Marktvolumen, also das ist nicht so skalierbar wie in Deutschland, aber trotzdem recht gut was möglich im E-Commerce. Hätte ich nie gedacht für so einen kleinen Markt. Also...
- 32:48Wenn du hier in der Zielgruppe auf zum Beispiel 300.000 bis 400.000 skalieren kannst, kannst du das im Monat in Deutschland zum Beispiel auf 1 bis 1,5 Millionen skalieren. In der USA viel mehr. Weil einfach größere Population innerhalb dieser Zielgruppe.
- 33:04Und trotzdem war ich so begeistert darüber, wie skalierbar die Schweiz ist. Und über den Gedanken, dass die Schweiz halt sehr intern schaut, dass man nur im Twint zum Beispiel, das ist bei euch ja etwas wie essentiell. Es ist in der Kultur. Ich twint dir schnell. Ja, so, es ist im Wortlaut drin. Und das kannst du gar nicht im Onlineshop anbieten, wenn du nicht ein Schweizer Unternehmen hast.
- 33:31was natürlich für Payment-Themen sehr viel mehr Conversions bringt. Und ich war einfach begeistert über diesen Markt. Und darüber, dass hier niemand, wirklich niemand, irgendwas kann. Und nach dieser Agentur hatte ich mir halt eine Expertise aufgebaut, in der ich mit Deutschland unter den Top Ten bin. Aber in der Schweiz wusste ich meilenweit weg von allem. Also weiter vorne. Weiter vorne, genau. Ein Pionier wäre ich, wenn ich in die Schweiz gehe. Und dieser Gedanke hat mich gereizt,
- 33:59Auch einfach das Land, was wunderschön ist. Ich hatte hier viele gute Geschäftsbeziehungen. Aber warst du immer wieder mal in der Schweiz? Immer wieder, durch diese Geschäftsbeziehungen. Also wirklich gute Kunden aufgebaut gehabt und auch einfach mich hier viel wohler gefühlt. Und die politische Situation in Deutschland, auch alles, war einfach, glaube ich, für mein Leben eine gute Entscheidung.
- 34:23Wahrscheinlich heute rückblickend eine der besten Entscheidungen, die du machen konntest, von Deutschland zu gehen. Genau. Ich hatte diese Kunden und dann war der Gedanke, um es kurz zu machen, so hey, mir macht das ja schon Spaß, die Expertise in dem Bereich, aber diese Agentur nicht. Also wie verändere ich das? Und da habe ich gesagt, lieber habe ich anstatt 200 Kunden eine Handvoll Kunden, wo ich wirklich beteiligt bin.
- 34:47und mache vielleicht sogar eigene Brands. Und das war der Gedanke mit vollem Risiko von null in der Schweiz. Wie ist es so als Unternehmer in Deutschland? Du hast dein Unternehmen dort mit drei Offices, 20 Mitarbeitern.
- 35:04in die Schweiz auszuwandern. Du musstest ja wahrscheinlich zuerst schließen, das Geschäft, und dann konntest du auswandern. Hast du noch irgendwie so eine Wegzugsteuer zahlen müssen dafür? Oder wie war das damals? Weil heute ist es ja, glaube ich, so. Also es war auch schon damals so. In meinem Fall war es ein bisschen anders.
- 35:23Ich habe die Firma geschlossen, liquidiert und habe halt erstmal ja auch ganz andere Geschäftszwecke. Also ich habe mich stark auf meine Software damals fokussiert gehabt, so wie andere Projekte und so ein paar Beteiligungen gehabt. Also im Grunde habe ich die Firma geschlossen, um es auf den Punkt zu bringen. Ich musste echt viel steuerlich bluten. Ich war da dort.
- 35:45sehr blauäugig unterwegs. Ich hatte zwar einen guten Steuerexperten, aber in dem Fall hätte ich mich unbedingt besser beraten lassen sollen und kann sagen, dass ich dann schon siebenstellig zahlen musste. Steuern zahlen? Ja, nicht nur Steuern, also alles rund um das Thema. Und ja, das hat auch recht wehgetan finanziell.
- 36:10Also sucht euch einen guten Steuerberater, der in die Schweiz kommen will. Ja, unbedingt. Und als Selbstständiger ist das viel einfacher, aber wenn du eine GmbH hast dort und wirklich eine Unternehmung, dann unbedingt richtig, richtig gut informieren und beraten lassen.
- 36:26Und auch nicht jedem sofort glauben. Immer eine zweite oder dritte Meinung einholen, weil die Person war wirklich kompetent. Aber es ist einfach ein Denkfehler. Und da brauchst du halt Leute, die da schon bei sowas... Aber im Endeffekt, ich bin froh. Alles musste auch so kommen.
- 36:43Ja, weil das hat meinem Ego auch sehr gut getan und hat mich auch generell wieder dazu gebracht, immer zu reflektieren. Und ich würde sagen, wie gesagt, ich bin ein Praxismensch mit dem Kopf durch die Wand. Von Affiliate zu Dropshipping, zu Brands, zu Agentur, zu Beteiligung, zu...
- 37:01ja, jetzt bin ich da geblieben zum Glück, aber optimiere das. Das ist, glaube ich, wichtig und diese ganzen Rückschläge und alles, was kommt, sind für mich eher Zeichen im Leben, die einem zeigen, was kann ich jetzt verbessern. Man muss daraus lernen, das ist das Wichtigste. Und nicht aufgeben. Nicht aufgeben. Aber ich will damit sagen, hätte ich diese Steuern nicht gezahlt oder es alles richtig gemacht, wäre ich jetzt vielleicht finanziell weiter, aber ich habe...
- 37:25dadurch, dass ich quasi wieder auf fast null gesettet war, was zumindest meine Rücklagen anging, Liquidität in Firmen oder jetzt sagen wir jetzt meine Expertise ja nicht, hat mich dazu gebracht zum Beispiel Zeus zu gründen. Weil ich gesagt habe, ey,
- 37:41gar keinen Bock generell abhängig von irgendwem zu sein. Ich brauche mal eine Brand, die voll mir gehört, also mit Jeffrey zusammen, aber halt so self-funded ist und nicht wo ich mich beteilige im laufenden Prozess. Das ist immer was anderes. Oder ganz viele Entscheidungen habe ich basierend auf diesem Rückschlag nochmal neu überdacht.
- 37:57Aber vor Zeus kamen noch Freeways. Ja, das war einer meiner Partner, die in der Schweiz schon waren. Das war nach meiner Agentur. Ah, nach deiner Deutschlandagentur, die du hattest und du in die Schweiz kamst. Das war so ein Kunde, den du schon betreut hast. Also ich kannte Jeffrey. Wir haben so ein bisschen andere Sachen gemacht. Rund um Werbevideos für Projekte zum Beispiel und so weiter.
- 38:23Und er hatte dann mit Robin zusammen Freeways gegründet, parallel. Und ich war dann schon ein paar Monate, ah ne, da war ich noch nicht ganz hier.
- 38:32Aber auf jeden Fall nach der Agentur kam die Beteiligung von Freeways als einer meiner Portfolio-Kunden sozusagen in der Schweiz. Weil das war das erste Business mit Freeways, dass du gesagt hast, ich will nicht nur Dienstleister sein, sondern Beteiligung haben. Nein, da waren schon vorher deutlich größere Projekte. Freeways war eher ein Herzensprojekt sogar. Wirklich? Weil ich Jeff geliebt habe.
- 38:54Und an die Jungs auch voll geglaubt habe. Habe noch einen anderen Geschäftspartner mit reingezogen, damit ich weniger operativ auch mache und er von außen mitberate. War das so ein bisschen das Ziel auch? Auf jeden Fall, weil im Endeffekt ist es ja viel Risiko. Ich kriege immer, ohne jetzt arrogant klingen zu wollen, aber jetzt auch, kann ich dir auch zeigen, immer DMs von Schweizer, deutschen Brands, die mindestens 1 bis 6 Millionen pro Jahr machen, die bereit sind, mich zu beteiligen.
- 39:21Und bis heute habe ich alles abgelehnt. Jetzt bald öffnen wir wieder die Türen, aber halt auch nur für eine Handvoll. Und sehr, sehr, sehr selected. Deshalb, damals war Freebase...
- 39:38Das war ja nur Hoffnung, ob wir zusammen das skalieren. Ich wusste, ich muss da meinen ganzen Input reingeben, damit da was passiert. Und das war dann eher so eine Herzensentscheidung, ja. Und jetzt so rückblickend, Freeways, wie... War die beste Herzensentscheidung. Wirklich. Ja, weil es halt... Jeder kennt das. Eben, es ist fast die kleinste Brand. Wir haben so ein geiles Marketing gemacht und wir kommen nachher auf Marketing zurück von Zeus. Aber Freeways...
- 40:04Jeder kennt das. Und das ist, was mich auch am Schweizer Markt so begeistert hat. Das ist ein kleiner Markt, das hat auch einen Nachteil. Aber der Vorteil ist, du kannst eine Brand sehr viel schneller etablieren. Der Nachteil ist, wenn du einen Scheiß machst, dann bekommen es alle mit. Genau. Hat man ja auch schon vieles gesehen so.
- 40:22Also das geht dann schnell und oft ist es auch so, dass es halt, ich habe auch gesehen, dass Leute eliminiert werden, wo vielleicht nicht alles perfekt lief, aber es schon auch eine Stufe zu hart dargestellt wurde. Was würdest du sagen bei, ich glaube ich weiß, wen du meinst. Zum Beispiel, aber es gibt viele, viele, es ist einfach, eure Medien sind so, es ist so klein und diese Institution ist halt so groß.
- 40:50wie willst du dagegen ankommen? Also wenn die jetzt dich durch den Dreck ziehen beispielsweise, was willst du machen? Ich habe schon eine Idee als Marketer, aber im Grunde will ich sagen, ist das... Ah, geil. Sind das so wie Dinge, die du schon vorher überlegst? Okay, wenn ich jetzt, ich mache ein Produkt...
- 41:09und sie ziehen mich jetzt durch den Dreck. Wie kann ich das für mich nutzen? Machst du dir schon vorher solche Gedanken? Ja, erstens mache ich nichts mehr. Mittlerweile alle Business Cases oder auch Partner, die ich annehme, ich gucke mir erstmal an, ist die Brand Story, das Fundament angreifbar. Und Angriffsschläge hat man immer. Ich meine, Zeus mit Pheromon, come on.
- 41:30Aber wer sich tiefer mit unserer Brand beschäftigt, wird auch sehen, dass wir gar nicht sagen, dass wir Pheromone haben, sondern Pheromobotenstoffe. Weil Pheromone selbst sind voll ekelhaft. Und gleichzeitig, dass es eine Säule ist von vier Säulen, die wir rein wissenschaftlich versuchen zu berücksichtigen. Ich meine, seit Jahrhunderten tragen Menschen Öle und Parfüm. Sie schmieren sich da ein, die Pharaonen, die Ägypter, alles seit Jahren.
- 41:58Warum? Um eine Wirkung zu hinterlassen. Es ist viel absurder, finde ich sogar, wenn du daran denkst, dass 16-Jährige 400 Franken ausgeben für einen Louis Vuitton Duft, um sich irgendwie eine Flüssigkeit einzusprühen. So, das heißt schon immer ging es um Wirkung bei Parfüm. Und Pheromon ist so ein Claim, der im Marketing wunderbar funktioniert.
- 42:16Wir haben es in unserer Brandstory mit berücksichtigt als einer der Säulen von wissenschaftlichen Ansätzen. Und auf der anderen Seite, bei der Zeus Party hat man auch unseren Parfümeur Andreas Wilhelm gesehen, der für Xerjof 16 Düfte gemacht hat, für Gisada Düfte gemacht hat. 16 Düfte für Xerjof. Sogar einige davon, die im Markt für über 1000 Franken verkauft werden. Also er ist ein Weltklasse-Parfümeur.
- 42:40Und wenn du ihn jetzt fragst, nimmt er Rohstoffe und Dinge bei uns für Düfte, die eben bei Xesho für 1000 und mehr verkauft werden. Also ich warte darauf, dass jemand kommt und uns unter die Lupe nimmt. Und ja, ist unser Marketing provokant? Safe. Aber kann man unser Produkt...
- 42:55Im Markt, wo wir sind, in der Parfümwelt, sind wir wirklich so böse? Ganz im Gegenteil. Wir haben richtig geile Rohstoffe. Ich würde sagen qualitativ, als auch von der Story her, das kann man also nicht angreifen. Und deswegen ja, ich berücksichtige sowas sehr.
- 43:14fundamental, du musst im Marketing auffallen, finde ich, aber ich würde jetzt auch nichts mehr machen, was halt kein Rückgrat hat und ja und bereite mich da schon so gut wie möglich vor und selbst wenn was kommt, finde ich, kann man immer daraus was Gutes machen. Kritik ist ja nichts Schlechtes.
- 43:31es ist ja eine Chance sich zu verbessern und wenn man halt lügt oder dann scammt oder irgendwas dann ist natürlich ein anderes Thema dann finde ich ist es auch fair dass es weggefegt wird vom Markt aber sonst kann man finde ich aus Negativpresse man kann das sicherlich nutzen Was war die schlimmste Negativpresse die du erhalten hast?
- 43:54Gar keine. Gar keine bis jetzt? Ich persönlich zum Glück noch nie. Das Einzige sind vielleicht Google-Rezessionen bei meiner Agentur dann gewesen, wo im Nachhinein sich dann halt viele zusammengetan haben, weil sie mir halt auch in einer gewissen Weise gegen mein Leben halt weiter. Und man sucht dann halt die Probleme bei jemand anderem. Ich würde sagen, unsere Agentur haben wir vielleicht am Ende hin, wo diese Schließungsphase war, weil ich psychisch auch nicht mehr gut drauf war, viele Kunden nicht mehr happy gemacht.
- 44:23Wir waren auch nicht das Finanzamt. Wir haben die Rechnungen dann auch nicht geltend gemacht, wenn jemand unhappy war oder sonstiges. Das ist, glaube ich, die negativste Presse, die ich hatte, war in der Agentur eine Handvoll Google-Bewertungen. Aber das ist nichts für viele. Ich muss es auch hier gar nicht erwähnen.
- 44:38Aber ich mache es, weil es mich trotzdem belastet hat und nervt. Ich mag das nicht, wenn mir nachgesagt wird, dass es schlecht war oder nicht gut war. Aber es ist unvermeidlich bei 500 begleiteten Projekten. Aber pressetechnisch bisher nicht. Na gut, zum Glück. Was ja extrem für euch spricht. Ja.
- 45:00Weil sonst wäre es schon lange irgendwie irgendwo in den Medien aufgetaucht. Das denke ich auch. Also im Endeffekt haben wir wirklich viele Ergebnisse gemacht. Und ich glaube, das kann man schwer in Frage stellen. Es gab sicher Projekte, die ich im Marketing begleitet habe, die dann ähm
- 45:16sag ich mal, gesellschaftlich kritisch waren oder sonstiges, aber ich habe als Marketer meinen Auftrag erfüllt und da habe ich immer hervorragend geglänzt und mittlerweile gucke ich natürlich eben, wie gesagt, bei Partnerprojekten und alles, stehe ich da auch voll hinter, wie kann ich da, hat das ein wirkliches Fundament, aber ich habe auch Kunden skaliert,
- 45:38Wo sie mir gesagt haben, ihr Supply Chain ist super, aber war es dann nicht. Dann haben ihre Kunden vier, fünf Wochen auf Pakete gewartet, aber das teilen die uns dann halt auch drei, vier Wochen später mit. Und dann haben wir halt eineinhalb Millionen gemacht in 20 Tagen, obwohl die Person gar nicht skalierbar war. Skalierfähig war.
- 45:58Aber es wird halt kommuniziert und sowas nehme ich halt mittlerweile schon viel mehr durch die Lupe, bevor ich überhaupt mit jemandem Partner. Also macht ihr viel mehr Background-Checks und richtige Due Diligence. Haben wir Leute, die nur das machen.
- 46:14Bis zu diesem Zeitpunkt, also bevor jetzt Go-Brand und Zeus und etc., was war bis jetzt die größte Erkenntnis vom Unternehmertum, die du bis zu diesem Punkt hattest? Also die größte Erkenntnis ist, für alle, die mit etwas starten oder schon bereits Unternehmer sind und erfolgreich sind,
- 46:41Am Ende ist das Thema dranbleiben, so blöd und simpel es klingt, die größte Erkenntnis für mich gewesen. Weil ich habe so viele kommen und gehen sehen. Wirklich viele. Und am Ende haben immer nur die gewonnen oder wurden langfristig erfolgreich, die einfach nur dran geblieben sind. Somit kann ich nur sagen, die größte Erkenntnis im Unternehmertum ist, einmal sich ins kalte Wasser zu schmeißen und dann einfach lernen zu schwimmen.
- 47:12Geil, mega geil. Wie hast du das Ganze gemacht mit diesen Mitarbeitern? Weil du hast es skaliert, du hattest 20 Mitarbeiter bei deiner ersten Agentur.
- 47:22Ich sehe jetzt bei mir, die ersten drei, vier Mitarbeiter waren super, ich sage jetzt mal, easy, simple. Man hat den gleichen Gedanken, die gleichen Ziele. Man will was verfolgen, man will was aufbauen. Jeder weitere Mitarbeiter, der dazukommt, bringt seine eigenen, ich sage jetzt mal, Gedanken mit. Und vielleicht nicht unbedingt der Gedanke, der der Gründer hat. Wie ging es dir damit um, dass...
- 47:52Hattest du ein HR, die die ganzen Mitarbeiter geleitet haben oder hast du das alles selber gemacht? Alles selber, immer. Bisher immer wieder klappt das aus dem Netzwerk und Social Media. Deswegen befürworte ich auch so Social Media für Unternehmen, weil allein HR ist ein Thema. Leute, die mir folgen oder mein Unternehmen, sind sicher Leute, die im richtigen...
- 48:17Framing sind und das ist schon mal ein Erfolgskonzept bei uns, als auch unsere ganze Bubble, die wir gezüchtet haben. Auch am Ende, um ehrlich zu sein, Kunden, die Online-Shops hatten, die Millionen gemacht hatten, aber es für sie voll schwierig war.
- 48:36Und ich denen dann gesagt habe, ich habe da ein Partnerprojekt, da verdienst du dasselbe, nur ohne die ganze Verantwortung. Hast du nicht Lust darauf, dass wir einen Share teilen zusammen? Und so haben sich dann auch extreme High-Level-Mitarbeiter ergeben, zum Beispiel, oder Partner.
- 48:51Oder Leute aus eigenen Reihen, die wir halt gezüchtet haben. Um es kurz zu machen, das wichtigste Learning bei Mitarbeitern war, man darf nicht die falsche Person an den falschen Posten setzen. Und erstmal musst du definieren, wo hast du Bedarf, was muss diese Person tun.
- 49:10Wirklich tun den ganzen Tag, versetze dich mal in die Lage und mappe das mal. Und wenn du das dir halt visuell vor Augen führst, kannst du erst eine Umgebung bauen, in der dieser Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin performen kann. Welche Werkzeuge braucht sie und so weiter. Und wir haben halt mittlerweile ein riesen Projektmanagement, in dem alles verknüpft und automatisiert läuft, sehr viel AI. Also die ganzen Calls und Gespräche werden aufgezeichnet. Das Transkript wird geuploaded und in To-Dos umgewandelt.
- 49:40Aber dann hat jeder halt seinen Verantwortungsbereich, das nochmal selber zu checken. Ich will damit sagen, ich glaube für unsere Mitarbeiter ist es so, die kommen rein und haben so eine zweite virtuelle Welt, in der sie mitspielen bei uns und haben alle Werkzeuge, die sie brauchen. Und wenn was fehlt...
- 49:56oder nicht klappt, fällt uns das halt durch Track-Monitore auf, ohne sie zu kontrollieren, sondern um zu helfen, dann dahin zu arbeiten. Also das Wichtigste ist, Umgebung zu bauen, für dich auch als Unternehmer oder Unternehmerin, in der du wirklich Kontrolle in Anführungszeichen, weil Kontrolle ist das Wort dafür, aber ich bin kein Fan von diesem Wort, in der du aber kontrolliert halt wächst und schauen kannst, ob alles Sinn ergibt.
- 50:26Und auf der anderen Seite dann definierst du den Tagesablauf, was muss dieser Mensch den ganzen Tag machen und somit weißt du auch, was für Menschen brauche ich letztlich. Und darauf achten wir dann in den Gesprächen. Und wir rekrutieren halt aus eigenen Reihen, achten darauf, ist sie geeignet und dann klappt es in der Regel. Mittlerweile. Früher war das aus dem Bauchgefühl alles.
- 50:46Da ist die soziale Ader gut gewesen. Ich konnte halt die Menschen sehr gut begeistern. Immer noch. So würde ich sagen, meine größte Stärke. Spannend, ja. Das heißt, irgendwann kam dann diese Entscheidung, um Zeus zu gründen. Das war schon alles nach Freeways. Ja. Und wer kam auf die Idee und wieso Parfum? Mhm.
- 51:09In diesem ganzen Dschungel von Erlebnissen war es an E-Commerce-Brands beteiligt zu sein, der coole Marketer, verdient sehr gutes Geld, aber trotzdem hatte ich immer dieses ich bin mein eigenes Baby. Nie solo, ich bin immer Geschäftspartner, das ist für mich was ganz Wichtiges, oder Partnerinnen, habe ich auch Geschäftspartnerinnen, sehr viele sogar, und Jeffrey war da für mich so der, wo ich gesagt habe, hey, wir machen eh so viel zusammen. Mhm.
- 51:38Und dann war die Idee, okay, jetzt mache ich wirklich eine eigene Brand. Was muss es sein? Erstmal war es wieder der Gedanke, gehen wir voll rein oder wie machen wir es? Moment, sorry. Wir haben erstmal gesagt, was machen wir? Wir brauchen etwas, was Lifetime Value hat, Verbraucher ist.
- 52:01Ja, also ich wusste immer Supplements zum Beispiel, hast du etwas, was sich verbraucht, kauft der Kunde wieder. Wir sind ja unglaublich gut darin, Neukunden zu gewinnen. Wir sind da sehr gut drin, aufzufallen, geiles Marketing zu machen, aber wie smart wäre es, ein Produkt zu haben, was dann auch noch verbraucht wird.
- 52:19gleichzeitig, das war ein sehr wichtiger Gedanke und auf der anderen Seite war der wichtigste Gedanke, was will ich machen, worauf ich auch die nächsten fünf bis zehn Jahre Bock habe. Und deswegen war es dann doch nicht Supplements oder Sachen, wo viel mehr Sinn gemacht hätten,
- 52:35Weil Fashion oder Parfüm waren so die Sachen, wo auch viel Emotion ins Marketing reinkam. Und das war dann letztlich der Grund, weil alle Fashion machen, zu sagen, wir machen Parfüm. Und dann war so von unserer Community die Frage nach Freeways, weil es war weg so, hey.
- 52:54Geht das wirklich immer noch, 2026 von Null auf Brands hochzuziehen? Und viele haben halt hinterfragt, ob das immer noch geht. Und wir waren so, ey, mit AI sowieso. Und da war ich mit Jeff so, guck, wir müssen es anders machen. Wir machen eine Parfüm-Brand Premium und so voller Emotionen. An der arbeiten wir gerade seit einem Jahr im Background. Leak ich jetzt hier auch mal.
- 53:19Also allein die Verpackung, also die Produktion für dieses Parfum für den Erstlaunch liegt bei 300.000. Um alles so zu machen, wie wir es uns vornehmen, kostet diese Premium-Parfummarke, die wir launchen wollen, voraussichtlich 2027, kostet uns 350.000. All in all 300.000 bis 350.000.
- 53:41Ohne zu wissen, ob es klappt. Gut, wir wissen, dass es hoffentlich klappen wird, aber da ist Liebe im Detail, weil wir konkurrieren mit Marken wie Gucci, Louis Vuitton und so weiter. Auch in der Preisklasse. Auch in der Preisklasse. Aber da wir nicht Gucci, Louis Vuitton sind, müssen wir ja faire Argumente haben und deswegen dieses Produkt. Seid gespannt. Arbeiten wir seit eineinhalb Jahren an der Produktion allein.
- 54:05Parfümeure, die crazy sind, aber anyways, das ist so, das war die Idee. Aber als wir gemerkt haben, diese Reise dauert so lange, war dann so, okay, dann lass uns doch noch eine Parfümbrand machen, wo wir wieder mal als Beweis sagen, unter 5000 Startkapital fangen wir an.
- 54:21Und dann haben wir gesehen, diese Pheromon-Thematik ist so etwas, wo du mit Direct Response anfangen kannst. Also Direktmarketing ist ja bezahlte Werbung und Wachsen. So entstehen viele neue, erfolgreiche Unternehmer mit wenig Startkapital. Und da hatten wir die Marktanalyse gemacht und das war das Ergebnis. Unser erster Duft der Zeus Invisible.
- 54:40hieß Invisible, weil wir kein Geld hatten für einen Logodruck und es einfach eine Glasflasche war und deswegen haben wir den Namen Invisible. Aber geil. Und so hat sich die Marke entwickelt. Und was ist das Parfum, das bei euch jetzt am besten läuft? Das ist der Invisible tatsächlich. Ist Invisible. Aber die Luxusdürfte werden jetzt neu vertrieben erst. Das ist neu lanciert worden vor einem Monat oder mehr.
- 55:03da merken wir schon, dass die Begeisterung nochmal viel höher ist. Aber es ist noch nicht so verbreitet worden. Das heißt, der Bestseller ist immer noch der Invisible. Aber ich sage, die neuen Luxus-Düfte werden es in Zukunft. Wirklich? Ja, 100%. Hast du keine bekommen? Ich habe ein paar bekommen, ja. Ein paar Tester. Das Produkt, wo ich am stolzesten drauf bin, ist tatsächlich das Shampoo von Zeus.
- 55:26Ja, habe ich gestern bekommen. Hat sie mir einen Tester und auch ein großes mitgegeben. Bin mega gespannt, wie es sein wird. Allein der Produktion kostet uns ein Shampoo 6 Franken. Man muss sich mal vorstellen, Head & Shoulders beispielsweise kostet 2 Franken im VK. Was denkst du, was da die Produktion kostet? Und entsprechend muss man sich als Mensch ja auch dann denken, hey, desto mehr jemand investiert, desto mehr hat man ja auch wahrscheinlich an Qualität.
- 55:53Wir sind keine Riesenmarke, also haben wir wirklich auf wissenschaftliche Sachen wieder Wert gelegt. Das ist auch so ein bisschen dieses Brandkonzept. Die Kombination aus Wissenschaft und Anziehung. Mehr wollen wir gar nicht. Und viele Menschen finden das vielleicht cool zu sagen, ich habe ein Shampoo oder ein Parfüm, wo wirklich Qualität, ein krasser Parfümer drin ist für einen erschwinglichen Preis. Mhm.
- 56:12und irgendwo wenigstens Dinge berücksichtigt werden, wissenschaftlich die wichtigsten beim Parfüm eben Anziehung, beim Shampoo halt eben, dass deine Haut das wirklich verträgt auf Dauer und so weiter. Jetzt hört sich das alles so eigentlich hört sich das alles mega easy an. Wir hatten die Idee, wir haben es umgesetzt, wir haben es gemacht, wir verkaufen, Luxusbrand nächstes Jahr,
- 56:40Aber gleichzeitig spielst du ja mit Leuten herum, das ist ja crazy im Sinn von...
- 56:49Mo, Moduzzi, Luciano, Katja heißt sie. Das sind ja riesige Namen im deutschsprachigen Markt. Wie kommst du zu diesen Leuten? Was ist da passiert? Weil das ist jetzt alles so, wir haben diesen Brand aufgebaut, wir hatten dort Erfolg, wir hatten diese Kooperation. Aber wie kam das zustande? Ja, also dieses Netzwerk gab es schon vorher.
- 57:15Aber so das erste Mal, wo wir es ins Leben gerufen haben und ihr gesehen habt, war dann bei Zeus für unsere eigene Ecom-Brand. War so, weil eben emotional unser erstes Baby. Wir haben damit jetzt Umsatz gemacht und dann war so jetzt der Moment, wo wir ein neues Level mit Zeus gehen wollen. Und da war klar, jetzt müssen wir mal Influencer angehen.
- 57:41Und da hatten wir diese Party, das war für Jeff und mich war diese Zeus Party wirklich nicht mal ein großer Marketing-Move, auch wenn es einen sehr schönen Impact hatte. Das war wirklich so ein Statement an uns selbst, wir sind nicht auf den Profit von Zeus angewiesen, reinvestieren viel in die Marke und haben dann diese Party gesponsert. Und unsere ganzen Celebrity-Leute aus dem Netzwerk eingeladen und da hat man das erste Mal wahrgenommen, hey, die kennen die ja und das ist ja voll krass, bla bla bla.
- 58:09So, wie kam es zu diesem Netzwerk? Ganz ehrlich, es ist alles über vor allem eine Person aus meinem Netzwerk und das ist der Mo aus Dubai. Kannst du auch gerne einblenden für die Leute. Er ist ein echt besonderer Typ. Ich weiß nicht, kennst du den? Ich kenne ihn von Social Media. Ich habe ihn dort gesehen und man sieht ein bisschen, was er…
- 58:32Was weißt du so über ihn? Was ist dein Eindruck? Das interessiert mich jetzt auch. Dass er ein riesen Netzwerk hat. Aber was er genau macht? Keine Ahnung. Vielleicht überzeuge ich ihn mal hierher zu holen. Das wäre gigantisch. Sicher. Mo ist ein echt spannender Typ. Wirklich sehr spannender Typ. Für mich eine gewisse Vorbildfunktion, was Netzwerken angeht. Und er ist auch irgendwo mein Mentor gewesen. Im Endeffekt ab einem gewissen Punkt. Später dann.
- 59:00Und so kam es eigentlich. Also wir verstehen uns wirklich gut.
- 59:06Privat einfach, da ist sehr viel Emotion passiert und das ist halt dann im Endeffekt Vertrauen, eine Freundschaft. Und dadurch profitiere ich natürlich von seinem Netzwerk. Und man hat sein Netzwerk über die Jahre immer mal wieder privat im Background kennengelernt. Ich habe dann halt nie das Handy ausgepackt und Bilder gemacht. Ihr habt jetzt Leute auf der Party gesehen, aber man hat natürlich viele andere schon vorher kennengelernt. Und dadurch, dass ich Migrationshintergrund habe,
- 59:34Und ich würde jetzt mal ganz ehrlich sagen und dadurch jetzt einfach, ja, ich glaube aus der Perspektive der bekannten Person.
- 59:45Sie vertrauen mir auch und mögen mich auch. Erstens, weil ich halt nie irgendwie daraus eine Show gemacht habe, bis zur Zeus-Party mal. Und halt einfach, weil vielleicht wegen meinem Migrationshintergrund. Ich habe da kein Blueprint, wie man dieses Netzwerk aufbaut. Ich bin eigentlich durch eine Person an diese Leute rangekommen und mich dann auch irgendwo befreundet einfach. Aber jetzt in der Natsche, weil du mich gefragt hast, was weißt du von Mo, was er macht. Was macht der? Mo ist eine spannende Geschichte.
- 1:00:15Kindheit, kann er da mal selber erzählen, ähnlichen Antrieb wie alle Unternehmer, aus dem Schmerz heraus, ich muss Geld machen, ging in den Vertrieb tatsächlich. Und hat bei Porsche angefangen, Autos zu verkaufen und hat das dann nach wenigen Monaten geschafft, der beste Verkäufer vom Laden zu werden. Und da kam er eben so, wow, ich kann nicht mehr. Das war in Deutschland? Das war in Deutschland, in Köln glaube ich. Soll er mal selber erzählen. Aber er hat halt gemerkt, er hat ein Talent zum Verkaufen. Und hat dann...
- 1:00:44ist er dann zu Aston Martin, glaube ich, gegangen, weil es dann besser bezahlt wurde und hat, so smart er ist, den Porsche-Kunden, den er hatte, angerufen und gesagt, ich bin jetzt bei Aston, habt ihr nicht Lust mal vorbeizuschauen? Und hat halt innerhalb von wenigen Monaten wieder bei Aston Martin die besten Zahlen gemacht.
- 1:01:01Und ich glaube, das hat ihn halt geprägt. Erstens Verkauf und zweitens so dieses, hey, ich habe ein reichen Netzwerk quasi von Carlovers und ich biete ihn einfach mal zu dreist an, einen Aston Martin zu kaufen. Und das ist aufgegangen. Ich glaube, das war für ihn so Erfolgsmomente, was Netzwerk eigentlich bedeutet. Und innerhalb von einem Monat Platz 1 bei Aston Martin zu werden in Deutschland. Und
- 1:01:26Er hat halt gemerkt, verkaufen ist es. Er wurde immer selbstbewusster und ist vor 20 Jahren nach Dubai und hat angefangen, sich zu entscheiden, Immobilien zu verkaufen dort. Und so wie in anderen Sachen, wurde er da auch schnell zur Nummer 1. Und sein Talent war, ich weiß nicht, wie weit ich gehen darf, er wird mir aber sicher alles verzeihen. Das ist so etwas, was ich analysiert habe. Dadurch ergibt auch
- 1:01:52viel Geld aus, er will den Menschen wirklich kennenlernen, ob er jetzt eine Immobilie bei ihm kauft oder nicht, er will erstmal den Menschen kennenlernen und schafft Erlebnisse, verbringt Zeit und parallel hat er dann geschaut, dass er den Leuten halt die richtige Immobilie verkauft und durch so einen Immobilienverkauf, was mal größer ist, kriegst du ja auch gute Provisionen, also kannst du auch einen gewissen Lifestyle vorleben.
- 1:02:13Und da hat er sich halt abgehoben von diesen geldgierigen Immobilienhändlern zu jeder will mit Mo am liebsten den Deal machen und hat da wirklich viel Geld verdient. Wir reden von Dubai vor 20 Jahren. Das war der Start. Ja und er hat also Immobilien teilweise verkauft im Wert von auch einer halben Milliarde oder so und da sind halt die Provisionen anders.
- 1:02:35Ja, da war mal zum Beispiel, muss er selber erzählen, aber so ein indischer Milliardär... Ach so, Mo, ich warte auf dich. Ja, guck dir das an, Mo. Indischer Milliardär, wollte erstmal eine Etage kaufen, das war schon ein Riesendeal. Da hat er gesagt, was ist eigentlich mit der unteren Etage?
- 1:02:51Und Mo meinte, ich kann mal gucken, ob das geht und dir morgen Bescheid sagen. Er wusste, es geht, aber er wollte jetzt nicht so gierig sein. Am Ende hat er das ganze Gebäude gekauft. Und das waren halt so seine Startlöcher. Aber er soll mal selber erzählen, wie er trotzdem unglaublich Geld verpulvert hat. Und als dann dieser Börsencrash kam...
- 1:03:15hat halt auch der Immobilienboom erstmal aufgehört. Also Mo hatte auch nochmal sich quasi nach so viel Geld wieder erarbeiten müssen, aber er hat halt Netzwerk und hat es wieder sehr schnell geschafft. Und das hat ihn dann geprägt. Irgendwann hat er einfach sein Geld gemacht und hat halt gemerkt, dass er mit Investments auch super weit kommt und hat sich ab einem gewissen Punkt mit viel Geld nur noch auf Netzwerk konzentriert.
- 1:03:40Und dieses Netzwerk hat ihn halt sehr weit gebracht, weil er dieses Geld durch Netzwerk so smart anlegen konnte, dass er gar nicht mehr arbeiten musste. Und hat dann ein Riesenrestaurant noch gemacht in Dubai, das Amaya, wo die ganze Zeit auch Celebrities einfliegen. Und so ist sein Leben. Unternehmer.
- 1:03:59Ja, Unternehmer, eher gesagt Netzwerker und Verkäufer. Visionär, Netzwerker. Genau, Visionär, Netzwerker und Verkäufer. Das sind seine drei Skills. Und du hast ihn kennengelernt, wo oder wie? In Dubai das erste Mal. In Dubai das erste Mal. Genau, also flüchtig. Und dann habe ich ihm mal was gepitcht. Ihn pitchen ja viele Leute. Aber ich habe mir extra Mühe gegeben beim Pitch. Ich habe ein Video für ihn gemacht.
- 1:04:29und dann hat man sich kennengelernt, das hat aber Zeit gebraucht, das hat wirklich Zeit gebraucht und es war auch eher Zufall, aber wir haben uns halt einfach unglaublich verstanden, vor allem auf dieser Visionärsebene hatten wir halt dann irgendwann Telefonate, die dann drei, vier Stunden gingen und so sind dann wirklich geile Ideen entstanden und dann haben wir in der Realität auch Sachen gemacht, die halt auch wirklich erfolgsversprechend waren, im Background mehr, das sind Dinge, die habe ich auch nicht publiziert und
- 1:04:56Und so hat sich dann halt eine gute Beziehung ergeben. Vor allem, glaube ich, hat er auch gemerkt, ich bin jemand, der ihm auch einen riesen Mehrwert bringt und dem er vertrauen kann. Weißt du, was ich jetzt mega rausnehme aus dieser ganzen Sache, was du erzählt hast über Mo, über die ganzen Celebrities?
- 1:05:16Du kamst zu diesem Netzwerk, aber du warst nie gierig. Du warst nie gierig, mehr Netzwerk von denen zu erlangen, sondern du hast Vertrauen geschafft. Du hast eine Basis an Vertrauen geschafft, diese Vertrauensbasis, wie gesagt.
- 1:05:34auf der konnte sich alles andere aufbauen und fruschen. Genau. Nicht, weil du gesagt hast, hey, ich will jetzt noch den kennenlernen und hol mir den und dann Stories gemacht und dieses Vertrauen ausgenutzt, sondern du hast es über die Jahre aufgebaut. Ja, das ist schön, was du sagst. Wenn ich zurückreflektiere...
- 1:05:55habe ich mich einfach sehr stark darauf fokussiert, meinen Mehrwert einfach zu bringen. Ja. So. Und nichts verlangt im Grunde. Und da hatte ich auch ein bisschen Glück, weil ich wurde auch oft ausgenutzt in der Vergangenheit. Aber Mo war dann ein Mensch, der auch was zurückgeben wollte. Ja, schön. Und dann war es auch so, dass wir einfach zusammen sehr gut funktionieren. Diese ganzen Influencer kann ich auch offiziell sagen, viele von denen, die,
- 1:06:24wollen sehr gerne mit mir kooperieren und Mo, weil wir halt E-Commerce abdecken. Das ist halt auch nochmal ein Punkt. Dadurch, dass wir nie, sie sehen ja auch, was wir alles geschaffen haben und die Ergebnisse und sie haben auch keinen Bock auf irgendwelche konservativen Agenturen oder Managements und das und das. Und dadurch, das hat halt auch sehr viele Türen geöffnet. Das ist auch schon irgendwo den Business-Mehrwert, den ich denen bringe, weil ja dann doch mein Wissen recht produktiv für die ist.
- 1:06:54die so dämlich monetarisieren oder wo die Management so krass verkacken. Wirklich? Das würde man sich nie vorstellen. Ich nenne jetzt keinen Namen, aber ich meine Leute, wo ich denke, die haben sicher echt viel Potenzial zu monetarisieren und sie tun auch vieles.
- 1:07:14Aber das ist vielleicht ein Prozent von 100 Prozent, was sie rausholen könnten. Und das hat mir auch eine neue Welt geöffnet so ein bisschen. Dass ich mich auf bekanntere Personen stürze. Aber es ist halt unglaublich schwer, mit so Leuten zu arbeiten. Ich kann das halt wiederum sehr gut, weil man halt auf einer menschlichen Ebene ist. Aber ich habe da auch schnell gemerkt und Stopp gemacht.
- 1:07:36gar keinen Bock, also es ist einfach anstrengend deswegen auch großen Respekt vor den Managements zwar sind die alle wirklich schlecht businesstechnisch, muss ich ehrlich sagen, die meisten Managements haben keine Ahnung, das habe ich auf dieser Welt, in der Welt dort erlebt also da tun mir die Celebrities richtig leid, dass da so wenig Potenzial ausgeschöpft wird aber auf der anderen Seite macht es auch einfach keinen Bock
- 1:08:05Du hast vorhin ein Wort angesprochen und ich gehe immer gerne ein bisschen tiefer darauf ein. Und zwar ist es Glück gewesen. Du hast gesagt, du hast über Glück gesprochen, du hattest auch ein bisschen Glück, weil du wurdest zwar oftmals ein bisschen ausgenutzt, aber bei Mo hattest du eine Person gefunden, die...
- 1:08:25auch was zurückgeben wollte. Was ist deine Definition von Glück? Und ich frage dich das aus einem Grund. Mich nimmt das sehr, sehr wunder, weil du Migrationshintergrund hast. Von viel zu gar nichts. Zu viel zu gar nichts. Du hattest diese viele Ups und Downs in die Schweiz gekommen. Und
- 1:08:46immer versuch, was zu reißen und jetzt was Schönes aufgebaut hast, zusammen mit deinen Leuten und deshalb nimmt es mich wunder, bei dir explizit, was Glück bedeutet. Ja, das ist eine gute Frage. Also Glück ist für mich etwas auch, was man herausfordern kann. Glück kann man sehr stark herausfordern. Das ist...
- 1:09:09Glück haben existiert, aber Glück haben, erfolgreich zu werden mit einem Business, kannst du ja nur, wenn du ein Business startest.
- 1:09:20Hast du kein Business, kannst du kein Glück haben, mit einem Business erfolgreich zu werden. Hast du ein Business und tust dafür Dinge, um erfolgreich zu werden, also Marketingaktivitäten. Ich mache es mal als Beispiel, so Dropshipper. Testen ein Produkt, klappt nicht, aber sie können Glück haben und es klappt. Das nächste Produkt klappt vielleicht und da kann man sein Glück herausfordern.
- 1:09:43Und der damalige Omid, der halt gar keine Ahnung von Marketing hatte, heute brauche ich kein Glück mehr, um ein Produkt zu vermarkten, ich weiß, wie es funktioniert. Aber damals habe ich Glück gebraucht und das meine ich damit, dass ich halt, ich war ein Praxistyp mit Kopf durch die Wand und diese Affiliate-Page, es war schon smart.
- 1:10:00Aber ich hätte auch kleine Flüchtigkeitsfehler machen können und nicht Geld verdienen können mit der ersten Seite. Und das hat mich nie im Leben reich gemacht. Ich meine, wir reden hier von 3000, 5000 vielleicht aufs Jahr wäre das gewesen, nach Steuern. Aber ich hatte Glück, schnell einen Erfolgsmoment zu haben. Und das meine ich mit Glück. Und deswegen meine ich auch vorhin, was die größte unternehmerische Lektion für mich ist, ist, dass dieses Dranbleiben ist alles. Ob es jetzt ein Mo ist...
- 1:10:29der in dieser Liga ist oder einen Raul-Blick hat oder ich oder wer auch immer, ich sage jetzt Raul, weil er auch in dieser Bande da ist, dann guckt, wenn ich mir ihre Zeitschleife anschaue, hatten sie trotzdem immer irgendwo ein Glück, weil sie auch Risiko begangen sind und in diesem Kreislauf des Tuns,
- 1:10:55das meine ich, kannst du dein Glück halt einfach herausfordern. Und das meine ich mit Glück. Du siehst, du siehst ganz viele Samen auf diesem, indem das du immer weitermachst und dranbleibst, siehst du immer weiter, jeden Tag siehst du irgendwie einen Samen und mit dem Dranbleiben machst du auch gleichzeitig noch ein bisschen Wasser drüber und irgendwann, wahrscheinlich ganz viele Samen gehen kaputt und kommt kein Baum heraus, aber irgendwann,
- 1:11:21kommen Bäume, kommen Pflanzen, kommen Rosen und das ist dann das, was man pflücken muss. Und genau das ist es und am Ende des Tages will ich damit sagen, es gibt kein Glück in dem Sinne. Ich könnte jetzt jede Brand, die irgendwo auf dem Research basiert, an den ich glaube, auf Multimillionen bringen. Aber mit bisschen Glück könnte diese Brand auch richtig platzen.
- 1:11:45Weil ich vielleicht etwas übersehen habe, wie zum Beispiel, dass genau jetzt gerade ein Trendmarkt daraus entsteht, ohne dass ich davon mitbekomme. Das ist mir nochmal wichtig zu sagen. Man muss jetzt nicht Glück haben mit Marketing, sondern das kontrolliert alles. Aber man kann Glück haben, wenn exponentieller Wachstum entsteht zum Beispiel plötzlich. Ja.
- 1:12:09Okay, also bis jetzt ultra, ultra spannend, Amit. Also echt crazy deine Story. Vielen Dank dafür. Was mich noch ein bisschen wundert, ist so Zukunftsblick. Wo geht die Reise hin? Was hast du für Pläne, die du natürlich verraten kannst oder ein bisschen darüber erzählen kannst?
- 1:12:27Ja, das erste Mal. Wir haben ja eine Partnergruppe und diese haben wir seit über anderthalb Jahren booked out. Also wir haben, weil wir uns auf unsere internen Projekte konzentrieren, wie diese große Parfüm-Brand, die uns sehr viel kostet und bald kommt bis hin zu Zeus als kleines Projekt und die paar Unternehmungen, die wir eben haben.
- 1:12:46Aber wir haben jetzt in den letzten sieben Monaten mit Mo unter anderem auch an unserem Partnerunternehmen gearbeitet. Wir haben quasi, könnte man sagen, vier neue Geschäftspartner an Land gezogen und bringen da ein unglaubliches Spektrum mit an Expertise.
- 1:13:06... und Kapital und Netzwerk. Und das ist etwas sehr Wertvolles. Ich habe mir überlegt, wie kann ich in diesem, ... ... wenn wir über die Zukunft sprechen, ... ... mir macht es unglaublich Spaß, ... ... Growth zu erzeugen, ... ... vor allem für E-Commerce-Unternehmen. Und vor allem macht es mir auch Spaß, ... ... sage ich ganz ehrlich, ... ... wenn die Founder über 40 sind oder 50, ... ... eher weniger. Ich mag es mit jungen Leuten wie mir selber, ... ... die ähnlich ticken oder wie du. Und so bei einer, ... ... bis vielleicht 5 Millionen pro Jahr sind, ...
- 1:13:37Und dieses Streben nach mehr haben, aber nicht ungesund, sondern diese Neugier, das macht mir einfach Spaß, mit denen im Klisch zu setzen und zusammen Performance zu erzeugen. Und ich habe mir überlegt, wie können wir das beste Produkt werden auf dem Markt. Und daran haben wir jetzt sieben Monate gearbeitet. Und ich würde sagen, das ist von allem, was ich tue, das größte Projekt. Weil eigentlich...
- 1:14:01... Zeus als auch alle Unternehmungen, die wir haben, ... ... basieren alle auf einem Kern. Und zwar, dass wir eine Growth-Beteiligungsgruppe haben. Und Zeus ist auch nur ein Projekt im Portfolio. Und ja, da habe ich jetzt die Founder überzeugt von, ... ... mit Mo, dass wir da alle möglichen Celebrities abdecken. Ich meine, der ist ja international auch richtig vernetzt. Stell dir vor, du hast irgendeine Ecom-Brand ... ... und ich kann dir halt XY bringen, ... ... den du nie im Leben bekommen würdest. Und das katapultiert dich hoch.
- 1:14:30Und ganz ehrlich, da gibt es bestimmt auch Brands draußen, die noch mehr Potenzial als Zeus haben, aber halt dieses Influencer-Thema nie im Leben decken können. Abdecken, ja. Ein anderes Thema, was ich gesehen habe in diesem Markt, ist Kapital. So viele junge Unternehmer, die so kurz davor sind, durch die Decke zu gehen, aber liquide Engpässe haben, weil sie ständig Produkte nachkaufen müssen. Wenn die doch nur einmal irgendwie eine Finanzierung von einer halben Million bekommen würden.
- 1:14:54dann könntest du das richtig zu einem Unternehmen skalieren. Und das sind so Sachen, die haben mich begeistert. Und ich habe mir überlegt, wie kann ich das bringen? Ich bin kein Milliardär, also wo kriege ich so viel Kapital her? Noch nicht. Noch nicht. Ich habe keine Influencer in meinem Netzwerk. Natürlich bin ich befreundet mit einigen, aber daraus kann ich jetzt keine riesen Unternehmung machen. Und auf der anderen Seite, ich bin sehr erfahren im Marketing und wir können Teams bringen durch das Netzwerk.
- 1:15:22Aber ich sag mal, wie man jetzt auf 100 Millionen skaliert, dafür habe ich kein Blueprint immer wieder, aber jemand anders wie Raoul zum Beispiel schon. Und dann konnte ich diese Leute von dieser Vision zum Glück überzeugen, ihr Commitment auch wirklich gewinnen und wenn ich auf die Zukunft schaue, dann ist es diese Partnergruppe.
- 1:15:41mit der wir viel vorhaben. Überlegt haben wir auch sogar, ein Musiklabel zu machen, weil ich auch an so viele Leute geraten bin in der Rap-Branche und mir denke, ey, das ist so einfach, Promos zu machen und ich finde, ihre Managements machen es scheiße, ohne mich jetzt mit Leuten anlegen zu wollen, auf keinen Fall. Aber so die Idee ist halt, mit dieser Unternehmensgruppe
- 1:16:05Überlegung ist es Skynet zu nennen, wir wissen es noch nicht. Aktualizes OmniVenture, aber es wandelt sich halt um. Ja, so viel Ressource reinzubringen. Es ist wirklich, anstatt eine Agentur, die die Rechnung schreibt, bringe ich dir Geld, bringe ich dir Influencer, bringe ich dir Mitarbeiter,
- 1:16:24Aber dann brauche ich auch ein Gegenüber, wo eine Due Diligence gemacht wird, ein vernünftiger Typ ist, mit dem man sich versteht. Und wenn ich auf die Zukunft schaue, dann freue ich mich extrem darauf, ein richtig geiles Portfolio aufzubauen. Das ist ein Messer. Du brennst dafür. Ja, weil es mir nicht mal darum geht, super viel Geld zu machen, sondern es gibt halt so...
- 1:16:44wirklich coole Brands. Aber ist es so, ist die soziale Ader ein bisschen, die da kommt? Ne, natürlich auch die wirtschaftliche, also nicht falsch verstehen, aber zum Beispiel gibt es einen sehr bekannten Juwelier, der ja, unglaublich viele Celebrities schon hatte für seine Marke
- 1:17:04Und er überlegt halt, im kleineren Segment auch was zu machen, anstatt zum Beispiel Halsketten für 200.000 Euro, was alle Rapper und Promis bei ihm kaufen, überlegt er jetzt beispielsweise von 50 bis 500 Euro eine Produktpalette zu launchen. Ich habe mal die Designs gesehen und so, ich darf jetzt auch nicht zu weit gehen.
- 1:17:22Sowas finde ich halt unglaublich geil. Und dann so Projekte zu machen, ich habe da einfach Lust drauf. So wie ein Musiklabel hat verschiedene Rapper hat und dafür brennen. Genauso eine Bude, wo wir Influencer managen, vielleicht auch irgendwie Rapper und gleichzeitig Ecom-Brands.
- 1:17:41Wenn ich auf AI und die Zukunft schaue, in der wir auch gerade leben, habe ich halt Lust auf so eine Realität. Und da sehe ich auch meine Expertise. Das ist die Zukunft. Und endlich habe ich auch die richtigen Fauna dafür. Ja, du hast das Netzwerk, du hast das Mindset und du hast den Drive dafür. Also es steht nichts mehr im Weg. Hoffentlich, ja.
- 1:18:02Du hast noch AI angesprochen, heute ein Riesenthema, schon vor Jahren ein großes Thema, es wird immer mehr, man merkt es auch an den Preisen von CPUs, GPUs, das geht alles durch die Decke. Siehst du AI, also die künstliche Intelligenz, mehr als ein Gegner oder ein Helfer in dieser Branche, wo du dich bewegst?
- 1:18:28Also Gegner, das ist, ja, eher als Health in der Branche, wo ich mich bewege, brauchen wir gar nicht diskutieren, das hat mein ganzes Leben verändert. Es hat es überhaupt ermöglicht, wie gesagt, dieses Netzwerk zu überzeugen, weil sie einfach gesehen haben, wie viel Performance, ich meine, Zeus ist ein Projekt, was man sieht. Ich nenne jetzt keine Zahlen, aber wir haben es schon schnell skaliert. Und dazu gibt es noch andere Projekte und diese Geschwindigkeit
- 1:18:55Es ist verrückt. Also ich habe es mal versucht auszurechnen, es ist jetzt ein Nerd-Talk, mit Freelancern haben wir so ein Team, ein 16-köpfiges Team, aber der Outcome unserer Arbeit ist, wie wenn du 120 Mann angestellt hättest, weil jeder dieser 16 arbeitet mit einem Assistant und noch AI, also einer reellen Person als Assistant, nicht jeder, aber fast jeder und AI-Surroundings.
- 1:19:22Und mehr braucht es nicht. Einen Experten, einen Assist, AI, um eigentlich ein Team zu haben, was vorher so 15 Leute waren, die das gemacht haben. Und ja, sehr, sehr krass. Und als Gegner, ich muss schon sagen, dass ich da trotzdem Respekt vor habe. Extrem. Das eine ist vor allem, aber dass es so schnell geht.
- 1:19:49Ich glaube, dass 50%, wenn nicht mehr, der Menschen haben schon längst den Zug verpasst. Sie merken gar nicht, wo wir uns bewegen.
- 1:20:00Ja, die meisten nutzen ja immer noch irgendwie AI für, schreiben mir diese E-Mail oder super, super, super simple Tasks. Absolut, sie haben überhaupt keine Vorstellung, was alles geht. Und das ist mal das eine. Und auf der anderen Seite ist es halt ab dem Moment, wo, ich weiß nicht, wie sehr kennst du dich mit AI aus? Ein bisschen, ja. Also wir sind ja nicht weit weg von einer,
- 1:20:28von einer Entwicklung, die unkontrolliert stattfinden kann. Ja. Und das ist einfach das, wo ich sage, wir wissen nicht, was auf uns zukommt. Das ist die Gefahr, ja. Ja, und ich will jetzt kein politisches Thema aufmachen, aber wir Menschen sind ja schon, die Wirtschaft, wie sie ist, schon sehr kapitalistisch auch. Also wir sind ja, ich glaube, dass es schon einfach Menschen gibt, die aus Gier
- 1:20:54Entscheidungen fällen, die vielleicht nicht so klug gewesen wären. Das ist so vielleicht die Befürchtung, die ich einfach habe. Wegen Geld, wegen einfach Krieg oder sonstigen Sachen. Und das sind meistens ja auch Menschen, die dort entscheiden können, sind ja meistens Menschen, denen halt Macht und Geld wichtig ist. Und daher ist das natürlich schon etwas, wo man Respekt haben sollte vor und es kontrolliert passieren soll. Aber für unser Geschäft...
- 1:21:21wie AI jetzt gerade ist, ist es natürlich geil. Macht ihr auch Schulungen für AI, für eure Teams oder Mitarbeiter? Also wir lassen denen viel Freiraum, um sich weiter zu bilden in dem Bereich und auch viel in der Praxis zu testen. Warum wir auch zum Beispiel sehr, sehr viel über AI reden dürfen im E-Com-Kontext ist, weil wir ja wirklich Ergebnisse machen. Also viele reden darüber, aber wir haben halt nachweislich
- 1:21:50AI-Werbeanzeigen, mit denen wir schon halt 2,7 Millionen nur über AI-Ads. Andere Ads haben wir natürlich auch, mit denen wir noch mehr Umsatz machen, aber nur über AI haben wir 2,7 Millionen im Kontext Soys allein umgesetzt. Und das heißt, das ist so...
- 1:22:09Wir wissen auch, wie man es in der Praxis macht. Das heißt, unsere Mitarbeiter, die eignen sich theoretisch Wissen an, aber uns ist immer wichtig zu gucken, was in der Praxis auch klappt. Also Fortbildungen gibt es schon, aber es ist auch viel. Ich fordere sie eher, viel in der Praxis zu testen. Oder wir stellen Hypothesen aus und gehen denen halt nach. Ich kann mich an eine Ad erinnern.
- 1:22:37Ich habe ja ein paar richtige Banger rausgebracht. Einer war mit Moduzzi, wo er mit einer Heugabel, also ich habe wie du und Jeffrey gesprochen am Tisch. So eine Nacherzählung. Eine Nacherzählung. Und dann hat man immer so in der B-Roll gesehen, was passiert. Genau. Achso, wer ist auf diese Idee gekommen? Crazy geil.
- 1:23:04ursprünglich schon nicht.
- 1:23:09Aber ich habe so eine Idee, gehe auf Jeff zu und Jeff ist halt so einer, der dann auch direkt nochmal einen Impuls bringt. Zum Beispiel das so mit diesen, und dann tauchen plötzlich Frauen auf, war Jeffs Idee. Aber so die Ursprungsidee kam von mir in dem Fall jetzt. Und dann habe ich daraus natürlich ein Skript entwickelt. Und das Schwierige war, ich hatte noch eine viel bessere Idee, aber du darfst ja auch Muduzi nicht verraten.
- 1:23:36darf ja auch nicht irgendwie lächerlich werden. Aber kam es ja gar nicht rüber. Nee, nee, überhaupt nicht. Das ist ja cool eigentlich. Ich habe auch vorher bei der Idee nicht lächerlich gehabt, aber es war einfach too much. Wäre ein Meisterwerk geworden. Aber mit dem Ergebnis bin ich auch sehr happy und war sicher eine lustige Kampagne. Und wahrscheinlich die Werbeanzeigen, wo am
- 1:23:56krassesten durch die Schweiß gegangen ist, diese Aufzüge, die Reaktion in den Aufzügen. Wo habt ihr das gedreht? Das ist auf Jeff Smith gewachsen, tatsächlich. Da ist er wirklich ein Videorambo, nenne ich ihn immer.
- 1:24:14Der hat einfach, also wir schauen, das sind so verschiedene Lifts. Und einmal war es die Überlegung, dass wir halt Darsteller haben, Probanden und versteckte Kameras und gucken, ob Reaktionen kommen. Und eins der erfolgreichsten Videos war sogar so. Andere sind natürlich wiederum reproduziert.
- 1:24:36ist halt Marketing. Ich finde auch bei Zeus, können wir schon confident sein, es gibt tatsächlich 15, 10 Prozent, die halt glauben, es ist ein magisches Elixier und sind dann vielleicht enttäuscht darüber, aber die Masse ist halt neugierig, es ist wirklich so gut. Und Umfragen und Reaktionen haben wir halt sehr viel mit so versteckter Kamera gedreht.
- 1:25:05Und einige haben wir halt mit dargestellt. Also mit so Brillen oder was? Genau, ja. Also mit dieser Metabrille oder im Lift haben wir Kameras geklebt, die man nicht wahrgenommen hat. Und andere haben wir halt richtig aufgenommen oder mit der Metabrille nachgestellt, ja. So.
- 1:25:22Kommen da noch coole Sachen auf uns zu? Können wir noch gespannt sein? Bei Zeus ist das Thema, wir reden ja von Direktmarketing und wir launchen jetzt in den USA. Wow. Genau. Also alle englischsprachigen Länder. Wo? Also wann?
- 1:25:38Nächste Woche geht es los. Das wird wahrscheinlich auch unser Hauptmarkt dann schnell werden. Das heißt, die Schweiz und Deutschland wird tatsächlich für Zeus immer uninteressanter im Direktmarketing, was mich persönlich freut, weil ich gerne möchte, dass wir uns jetzt mit Zeus zu nah durch dieses Marketing mit den Fahrstühlen und so weiter, hast du halt trotzdem immer noch so diese böse Stimme.
- 1:26:01Was aber gut ist, weil im Marketing muss drüber geredet werden. Ich bin, wie gesagt, der Meinung, wenn wir jetzt ein China-Produkt hätten, wäre das schon sehr fahrlässig. Aber da wir einfach...
- 1:26:11nachweisen können, dass die Rohstoffe, der Parfümeur, alles wie wir es produzieren, zu einem krass fairen Preis ist und vor allem, wenn die Leute wissen, was für eine Scheiße in der Parfümeindustrie abgeht, da kann man uns gar nichts vorwerfen. Sonst, sorry, aber dann ich finde es viel vorwurfsvoller, dass ein Louis Vuitton 400 Franken für ihre Düfte nimmt. Das ist im Vergleich doch viel verwerflicher.
- 1:26:33Und sie versprechen zwar nicht direkt eine Lift Reaction, aber eine Reaktion zu erzeugen ist ja immer das Ziel oder positiv assoziiert zu werden bei einem Parfüm.
- 1:26:55Worauf ihr euch freuen dürft, wir haben ja immer einen wissenschaftlichen Ansatz in Kombination mit Anziehung. Es kommen jetzt sehr viele Verbraucherprodukte, die es aber wirklich in sich haben. Also da haben wir wirklich gut investiert, beispielsweise eine Zahnpasta.
- 1:27:12Ja, oder unser Shampoo wird nochmal optimiert. Weil an sich greifen wir einfach den Status Quo an. Alles was Peptide, Chemikalien, Ekelhaftes raus, wird guten, nachhaltigen, gesunden Rohstoffen aus der Schweiz produziert, für die Schweiz. Und darauf kann man sich freuen, dass wir halt versuchen wirklich Qualität zu bringen.
- 1:27:33für einen fairen Preis und immer natürlich auch bei der Zahnpasta zum Beispiel so einen Whitening-Effekt trotzdem drin haben, weil immer Anziehung irgendwo mitschwingt. Also Zeus soll eigentlich so das Ritual für den Menschen sein, der Wert auf sich legt. Und das Pheromon-Parfüm, das ist einfach der Gedanke, wir haben einfach ein richtig gutes Parfüm und es ist auch schon so, wenn wir die Umfragen machen, ich bin jetzt mal ganz ehrlich, weil ich jetzt hier so transparent bin, da bin ich jetzt wirklich ehrlich,
- 1:27:59Das glauben uns vielleicht viele nicht, aber 95% der Umfragen, die wir machen, sind wirklich real. Und diese anderen 5% sind, wo wir sagen, hey, das kannst du nochmal ein bisschen mehr Power sagen, oder? Und dann sagen sie es halt nochmal. Also die Leute mögen die Düfte. Das sind schon Komplimentfänger, aber es ist halt Geschmackssache. Also eine Bettina 50 mag halt vielleicht einfach so einen süßen Duft nicht, dann ist das halt so. Und dann kriegen die Leute auch ihr Geld zurück.
- 1:28:24Ah, wirklich? Es ist so. Es geht auch in den Profit rein, aber wir schicken direkt das Geld zurück, wenn jemand unzufrieden ist bei geöffneter Flasche. Das ist auch echt ein hartes Versprechen. Das Einzige, was sie zahlen müssen, ist halt den Rückversand von drei Franken. Wer sich da beschwert, ist mir dann auch egal.
- 1:28:44Ja, absolut. Das meine ich ja immer. Wenn man sich mehr mit uns beschäftigt, sind wir da sehr viel fairer als 90% der Unternehmen, würde ich sagen. Und daher kann man sich auf gute neue Produkte freuen, auf anderes Marketing. Zeus entwickelt sich jetzt zu einer erwachseneren Brand, kann man sagen. Schön gesagt. Sehr schön ausgedrückt.
- 1:29:05Aber es war ja auch eine Falschstudie, wie man mit 4.500 auf Multimillionen kommt. Also mussten wir auch polarisierendes Marketing machen. Und ja, wir stehen halt hinter dem Produkt und freuen uns darauf, dass unser Baby erwachsen werden darf. Crazy, was ihr hingekriegt habt in dieser Zeit von deinen Agenturen über.
- 1:29:24über Zeus, über Go Brand, über dieses Investment, wie nennt ihr das, hast du gesagt, diese Gruppe? Actualize OmniVenture. OmniVenture, also echt crazy und vor allem auch die Zukunftsvision, wohin die Reise geht, also wir sind ultra, ultra gespannt.
- 1:29:44Aber wir sind jetzt anderthalb Stunden dran. Wir sind noch nicht ganz fertig. Hey, es macht aber schöne Gespräche. Aber ja. Und die Zeit ist geflogen. Ja, voll. Und jetzt schön klimatisiert. Das ist auch gut. Das ist auch sehr wichtig. Dank dir. Genau, und deshalb, mein lieber Omed, bist du ready für die Schnellfeuerrunde? Okay, let's go. Was ist eine Schnellfeuerrunde? Genau, richtig.
- 1:30:08Ich stelle dir Fragen, oder du versuchst sie schnell zu beantworten. Es kann aber auch sein, dass wieder eine Tür aufgeht. Darum ist sie immer ein bisschen unterschiedlich. Aber ja, sie heißt mal schnell Feuerhunde. Mal schauen, wie schnell das es wird. Let's go. TikTok oder Printrest? TikTok.
- 1:30:27Freeways oder Zeus? Zeus. Wieso? Weil eigenes Baby. Deine Brand. Aber zu Pinterest versus TikTok noch. Pinterest, wenn du Frauen plus 35 hast und Deutschland, USA, dann Pinterest. Wenn es eher jüngere Zielgruppen sind, dann TikTok. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, dann trotzdem TikTok. Okay.
- 1:30:51Habt ihr gezielt verschiedene Kampagnen für TikTok und Instagram und Pinterest zum Beispiel? Ja, auf jeden Fall. Also bei TikTok ist vor allem unabhängig von Ads, das ist eine Reach-Maschine. Also da kannst du verschiedene Accounts züchten und organisch wirklich Reichweite bekommen. Vor allem, wenn du jetzt, sag ich mal, einen Luciano Locco zum Beispiel Videos hast von einem Event, dann...
- 1:31:14ist das natürlich eine Reach-Maschine. Also wir reden hier von organisch bei Zeus, ohne bezahlte Werbung machen wir im Monat sechs bis zwölf Millionen Views mit allen Accounts. Dafür echt wenig Follower, aber...
- 1:31:29Also da machen wir irgendwas noch falsch. Wir sind halt so Paid-Ads-Maschinen. So Community-Building dauert halt einfach auch. Ich meine, wenn du dir jetzt die Marken anschaust, die super erfolgreich sind, wie More Nutrition, 6PM, diese Kleidungsbrand von Haschgraf.
- 1:31:47Erstens immer personenbezogen, zweitens kam das auch nach fünf bis acht Jahren so richtig, dieses Community-Building. Mit der Party, denke ich, haben wir mal den ersten Anreiz ins Fundament gesetzt. Das habt ihr definitiv gemacht. Gut, die Person, die du kennst mit der größten Aura? Mo. Raul auch.
- 1:32:16Das ist schwer. Unterschiedliche Augen. Aber beide große Auras. Auf jeden Fall. Der größte Mythos über E-Commerce? Dass man schnell reich wird. Wobei, ich kenne leider doch viel, wie schnell reich wird. Schwer. Der größte Mythos.
- 1:32:46Weiß ich nicht. Easy. Aber schnell reicht, ja. Für ein paar funktioniert es vielleicht, aber für die breite Masse. Genau. Also E-Commerce, größter Mythos, ist vielleicht, dass viele denken, ich finde der Grundgedanke, der falsch ist, viele denken, es ist so wie ein Computerspiel und es muss alles so einfach sein, nur weil Shopify ein Baukastensystem ist und Ads und Digital, man muss trotzdem voll mit dem Bewusstsein reingehen, dass es ein Unternehmen ist.
- 1:33:15und mein Unternehmen verkauft dieses physische Produkt, anstatt dass du jetzt aber auf Messen gehst, dich platzierst, Plakatwerbung machst, machst du Direktmarketing und hast einen Online-Store. Und das größte Mythos ist einfach, es anders zu sehen. Viele kommen rein und denken, es ist so ein Computerspiel und wenn ich es so mache, versuche das holistisch zu verstehen. Warum klappt es, wenn ein Angebot auf Nachfrage trifft durch Direktmarketing und nicht...
- 1:33:41Ich muss eine Lookalike-ABO, Flex-CBO machen, hab ein YouTube-Video gesehen. Das ist ein Mythos, dass man denkt, es geht darum, diese Kampagnenstrukturen in Algorithmus zu hacken. Das ist alles Bullshit. Das ist ein Mythos. Und arbeitet dir, abgesehen von der schnell folgenden Frage,
- 1:34:00hauptsächlich mit Spotify? Mit Shopify? Spotify auch, nein. Spotify auch, aber Shopify? Shopify, ja. 100%. Es gibt ja mittlerweile sogar Shopify Plus. Das ist für Premium-Kunden. Kostet dann auch sehr viel mehr. Aber ist das beste Shop-System für mich persönlich. Und auch schon bewiesen, die haben ja auch Kylie Jenner ihr Store zum Beispiel jetzt auf Milliarden bewertet und die haben
- 1:34:28da über den Store sicher auch Milliardenumsätze gemacht und andere Brands, also
- 1:34:35Die, die es auf dem größten Level machen, haben auch Shopify. Und es ist so simpel und geil. I love it. Okay. Ein Tool, welches du nie mehr missen willst? Missen? Cloud AI. Cloud AI. Ja. Fundament für alles mittlerweile. Das ist mega. Dein erstes verkauftes Produkt? Vakuum. Vakuumierer. Ja, stimmt. Wenn du es so sehen willst, ja.
- 1:35:05Was ist so ein wichtiges Warnsignal für eine schlechte oder unzulöse Marketingagentur? Also das Wichtigste ist, ich persönlich finde...
- 1:35:30Weil du hast ja auch keinen Einfluss darauf, das Sales-Team darf dir einfach nicht zu viel versprechen. Das finde ich schon grundsätzlich immer ein Warnsignal. Ja. Wenn jemand dir einfach schnelle Versprechen gibt oder Versprechen schon gibt auf etwas, was nicht tiefergehend analysiert wurde. Vor allem der Sales-Mitarbeiter. Auf der anderen Seite...
- 1:35:49Möchte der Sales-Arbeiter ja auch seinen Abschluss machen und verkaufen. Das spricht nicht gleich fürs Unternehmen, würde ich sagen, wobei man das schon irgendwie kontrollieren muss als Unternehmer. Aber das Wichtigste, worauf ich schaue, wenn ich Agenturen dazu ziehe, ist am Ende ihr Track Record und Ergebnisse. Und da mal ganz genau hinschauen. Weil jeder, vor allem Coach oder Agenturen, haben irgendwelche Cases.
- 1:36:14Aber dann ist es halt so, ja, ich kann den Namen nicht zeigen, versteht sich ja, und das sagen wir auch bei ein paar Projekten, aber ich zeige dann wenigstens zwölf Projekte und Projekt Nummer 14 ist halt etwas, wo ich eine New Diligence habe. Und dann ist es glaubwürdiger. Aber wenn jemand dir ein, zwei Projekte zeigt...
- 1:36:33Dann habe ich auch schon leider Leute kennengelernt, die von mir eine Beratung wollten, ihr Coaching zu vermarkten, wo ich mir gesagt habe, was sind denn deine Ergebnisse? Und die so, ja, ich habe eigentlich keine, aber ich habe Shops von Kollegen, die ich zeigen kann und so. Und dann sage ich so, was ist das? Und ich glaube, dass da Agenturen auch dann...
- 1:36:52Wenn die nur ein Case haben oder zwei Cases und eine Agentur sind, die so toll ist, dann ist das für mich kein Zeichen von Erfolg. Man muss einfach ein bisschen logisch denken. Die haben ja auch Kunden, die kommen mit Umsatz rein. Heißt ja nicht gleich, dass sie den Umsatz verursacht haben. Ich kann nachweislich...
- 1:37:10über 30 Projekte zeigen, die ich von null auf bis zu sechs Millionen gezogen habe. Alle, mit Namen. Willst du hören? Es gab Shapys, Freeways, Needed, Zeus. Needed? Needed. Das ist so ein Hairstyler, der Dyson-Hairstyler, aber der beste Dupe auf dem Markt sozusagen. Da habe ich die Faunerin auch mit begleitet. Dann Print-on-Demand-Store wie Sakamu-Prints. Ähm,
- 1:37:39So Wandbilder für Pärchen. Machen wir weiter. Jetzt habe ich es angesagt. Go, viele Education Businesses. Go Brand. Wollen wir es durchziehen? Ja, let's go. Kannst du? Okay, ja. Warte, welche Brands kriege ich noch zusammen? Ich hatte gestern die Präsentation. Die Präsentation brauche ich vor Augen. Also einmal.
- 1:38:00Wie viele habe ich jetzt gesagt? Freeways, Soys, Shapys, Needed, Camo Prince, Go Brand. Meine eigene Agentur gab es ja dann. Pet Store, wie hieß der? Fluffy Feed. Dann hatten wir... Schon mehr als du gesagt hast. Du hast gesagt sechs. Ah, sechs? Du hast gesagt sechs, ja. Ich habe noch einen Leggings Brand, jetzt kann ich noch einen... Wie hieß der?
- 1:38:25Das ist länger her. Dann Farblix, mein erstes Projekt, wo ich 100.000 in einem Tag skaliert habe. Das war ein sehr großer Erfolgsmoment. Acrylfarben, Wandbilder haben sie gemacht. So Nischensachen auch, ne? Voll cool, ja. Also das war echt cool. Meistens sind die Founder dann auch...
- 1:38:44Also ich habe jetzt viele Brands genannt, die heute auch gar nicht mehr gut laufen, aber zu der Zeit, wo ich sie begleitet habe, als ich meine Agentur gewechselt habe, wollte halt nicht jeder mir Shares geben. Also haben sich die Wege getrennt. Aber heute sehe ich, haben manche von denen richtig geil weitergemacht und andere voll gegen die Wand gefahren. Also coole Ideen gab es viele.
- 1:39:07Sehr, sehr geil. Auch, dass du die Namen genannt hast, gedroppt hast, finde ich mega geil. Ja, irgendwie war ich so blockiert. Eigentlich sind es mehr. Aber es ist doch immer so, wenn du dann irgendwie auf Start was sagen musst, dann ist es ein Überfluss an Informationen. Okay, sehr geil. Dann deine wichtigste Kennzahl, die du für dich hast.
- 1:39:29Wie meinst du das? Für Business. Auf was achtest du? Wenn du eine Kennzahl zum Beispiel, ist das Revenue, ist das Gewinn, ist das Leute auf dem Shop oder was auch immer? Also mein Spezialgebiet ist ja Growth und Marketing. Ja. Und meine wichtigste Kennzahl oder das Thema, auf was ich mich anschaue, ist die Zielgruppe. Der Customer Avatar.
- 1:39:54Weil jede Brand oder jedes Unternehmen hat jetzt schon einen gewissen Umsatz zum Beispiel. Also die Brands, mit denen ich beschäftige, machen beispielsweise drei Millionen im Jahr und es gibt eigentlich zwei Zielgruppen, an die sie verkaufen. Und ich habe oft das Gefühl, wenn ich mit den Foundern und Founderinnen spreche,
- 1:40:10dass sie gar nie richtig definiert haben, wer ist, wer sind meine Zielgruppen. Sie wissen es schon grob, aber sind da nie tiefer reingegangen. Genau, und das ist so die wichtigste Sache für mich, dein Custom Avatar, deine Zielgruppe, die richtig zu verstehen in Daten. Jetzt kommt eine ganz, ganz, du weißt nicht, wie wichtig diese Frage ist. Okay. Und ich habe ein bisschen Angst davor. Los. Ananas auf der Pizza.
- 1:40:40ekelhaft. Geil. Danke. Sorry. Wer macht das? Ich kenne da einen. Ich auch. Und er ist auch ekelhaft. Deswegen. Er ist auch ekelhaft. Das ist mein Cousin, deswegen darf ich sagen. Wirklich? Ja.
- 1:40:56Ja, ich glaube tatsächlich ja, dass du in der frühen Kindesalter irgendein traumatisches Erlebnis haben musst, um letztlich Ananas auf die Pizza zu nehmen. Deswegen möchte ich das auch nicht judgen. Nee, darf man nicht judgen, aber es gibt ja Therapieformen. Ananas auf der Pizza, psychisches Problem.
- 1:41:13Hand in Hand. Hand in Hand, ja. Wir sind sehr verwandt miteinander. Das muss man schon sagen. Aber ja, es gibt Therapieformen. Man kann sich melden. Es gibt Stellen, wo man sich melden kann, wenn man sowas sieht, auch in der Verwandtschaft, wenn jemand das macht. Es ist erblich. Ich hoffe nicht. Okay, dann möchte ich dafür jetzt auch appellieren, jeder, der das hat. Schämt euch nicht dafür. Wo ist die Kamera?
- 1:41:38Da ist er. Schämt euch nicht dafür. Verändert was. Ananas hat eine Daseinsberechtigung, aber auf der Pizza eben nicht. Und ihr dürft euch auch nicht dafür schämen. Nee, finde ich cool, dass du auch sowas thematisierst. Nee, ich finde das wichtig. Auch wenn die Leute es nicht mögen, wenn man so politisch wird. Gesellschaftliche Themen, die halt sehr tief sitzen können. Verstehe ich, ja. Und wir sollten diese ein bisschen aufarbeiten. Absolut.
- 1:42:02Tabuthemen. Viele Leute, die das auch machen, vielleicht verstehen sie nicht, wie schlimm das auch sein kann. Deshalb sollte man da ein bisschen... Oh Mann, wir waren lange sehr ernst. Finde ich gut. China-Sourcing. Ja oder nein? 100%. Es ist global...
- 1:42:24Das beste Land, was Produktion angeht. Jeder, der was anderes glaubt, ist ein ananasessender Pizzatyp. Es ist einfach so, du sollst halt einfach nicht dropshippen von einem AliExpress-Junjan, der irgendwie gar kein Händler ist, sondern auch wie der Dropshipper in Deutschland sich ein China-Business aus China aufbauen will und sich auf AliExpress listet und irgendwie ein Produkt verkauft.
- 1:42:47das in vier Wochen nach Kinderarbeit riecht und bei dem Endkunden ankommt. Das geht gar nicht. Aber bei einer Manufactory zu sourcen, sorry, wir waren dort, weiß nicht, ob du es gesehen hast auf Social Media, von Louis Vuitton, Dior, Valentino, alle Marken, die ihr kennt, auch hier bei euch in der Schweiz, wie heißen diese Größen? Den Globus, Digitech, was gibt es da noch? Galaxus, Braque,
- 1:43:15Was glaubt ihr denn, wo die meisten Produkte, die sie die produzieren das nicht hier, die kaufen es ein und haben es dann hier. Letztlich LED-Masken, die wir auch bei Zeus verkaufen. Alles, alles in der Maschine. Schau halt einfach, dass du es bei der besten Manufacturing bekommst, trotzdem Lizenzen hast und keiner ist besser als die Chinesen in dem Business. Und Logistik und Supply Chain mittlerweile auch verrückt, was da abgeht. Noch nie konntest du so
- 1:43:45geil, global eine Supply Chain aufbauen, die funktioniert und gut ist. Ich würde aber Schweizer E-Commerce und Deutschland empfehlen, im Inland zu lagern. Aber jetzt international, 100% China. Sehr gut, danke. Dann beende diesen Satz. E-Commerce ist für mich, nee, wir machen es anders, nicht E-Commerce, sondern Netzwerk ist für mich etwas, was ich
- 1:44:16unbedingt meistern muss und genauso ernst nehmen muss wie Online-Marketing. Schön. Dann noch zwei Fragen. Hast du ein Buch, das deine Denkweise verändert hat? Ja, von Ray Dalio oder ich weiß es jetzt länger her, die Prinzipien des Erfolgs. Okay, ja, ja. Da gab es eine Stelle, die hat mich sehr inspiriert in meinem Leben und habe ich in meinem Business-Kontext damals halt so...
- 1:44:46krass adaptiert, das hat mir einfach geholfen in dem Moment von jemandem so bestätigt zu werden und da hatte so ein Kreislauf des Erfolgs und das ist eben aufbereiten also du willst etwas lancieren zum Beispiel das heißt, bereitest alles auf das ist der Aufbauphase, passiert noch nichts nur Arbeit, Fleiß und Blut
- 1:45:05dann kommt Launchphase und dann geht es entweder hoch oder es floppt. Wenn es floppt, musst du halt einen Lernprozess entwickeln, Aufbauphase, wieder launchen und dann klappt es oder klappt nicht. Und genau so ist es. Solange der Lernprozess dahinter passiert, wird irgendwann halt das passieren. Und
- 1:45:27Das Buch hat generell auch schon damals so viel über AI gesprochen, wie er es in seinem Unternehmen etabliert. Ich glaube, es war das erste Buch, was mir wirklich auch geholfen hat im Unternehmertum. Und sonst die Klassiker so ein bisschen...
- 1:45:42Ich bin kein Fan von so Büchern wie Power und so Macht und so. Er, Irvin de Jalom, ist ein ganz bekannter Therapeut, Psychologe und er schreibt Bücher aus einer emotionalen, geschichtlichen Perspektive, aber ich finde da lernt man auch extrem viel. Er hat zum Beispiel aus einer Perspektive von jemandem geschrieben, der bald stirbt.
- 1:46:04und wie er das Leben jetzt wahrnimmt, aber halt sehr intelligent, sehr tiefgründig und psychologisch und schafft da auch immer so Connections zu Schopenhauer, also zu damaligen Dichtern und sonst Dingen und ist halt, finde ich, reizt sehr krass dazu an,
- 1:46:25viel in sich und im Leben zu reflektieren. Das waren Bücher, die haben mir wirklich geholfen, meine Art zu denken auch zu verändern. Weniger aber so Bücher, die halt so auf Macht, Power, Dominanz machen das für mich, sind das alles einfach nur so Selling Products. Kennst du Power, dieses Gesetz? Ja, die 48 Gesetze von... So viele finden das ja voll krass.
- 1:46:50Ich weiß nicht, was deine Meinung dazu ist. Ich sehe schon ein paar Punkte, die dort so Sinn ergeben könnten, aber grundsätzlich ist es für mich kein sinnvolles Buch.
- 1:47:03Schön, ja. Danke vielmals. Noch zur letzten Frage. Und zwar, der Podcast heißt Momentum. Was heißt Momentum für dich? Auch eine sehr schöne Frage. Wenn du Jeffrey fragst, würde ich sagen... Die Frage wird er bekommen. Ja, wird er dir sagen, hoffentlich. Dass ich immer sage, Unternehmertum ist für mich...
- 1:47:26Oder richtiger Erfolg ist die Erzeugung von Momentum. Und das kannst du, wie wir es vorhin mit Glück hatten, Momentum kannst du kreieren. Du hast es eigentlich perfekt beschrieben, indem du halt Samen säst, sie gießt, dich darum kümmerst und irgendwann blüht es auf. Ich bin mittlerweile sogar der Meinung, das hat sich bei mir in den acht Jahren entwickelt, ich habe früher gelernt, irgendwann Schmetterlinge zu fangen mit einem Netz.
- 1:47:56Aber jetzt habe ich verstanden, ich sollte einen Garten aufbauen, der so schön ist, dass ich alle Schmetterlinge anziehe. Und das ist quasi Leverage erzeugen. Und wenn du auf mein Unternehmen mal genauer unter die Lupe nimmst, siehst du, wie sie auch ineinander verknüpfen. Und die Ressourcen, die ich aufbaue und die Wertschöpfung ist eigentlich super effizient. Das ist jetzt zu komplex das Thema. Worauf ich hinaus will ist, Leverage und Momentum.
- 1:48:27ist alles, was du brauchst. Der Rest sind für mich persönlich gebrandete Dinge wie Geld, Ergebnis, Mitarbeiter. Wunderschön erklärt. Wunderschön erklärt. Danke vielmals dafür. Wow. Aber Momentum ist wirklich wichtig. Muss man auch verstehen, weil hast du mal Momentum, ist es auch schwer, dir zu nehmen. Ich habe als Unternehmer erlebt, meine Bilanz sagt, ich habe 500.000 minus, meine Liquidität sagt was anderes und mein Momentum was anderes.
- 1:48:56Viele sind dann so, wow, fuck, ich kann gar nicht mehr, aber drei Monate später ist es dann eine Mio-Net-Profit, weil du hast trotzdem Momentum und liquide Mittel. Momentum ist mit das Wichtigste.
- 1:49:12dafür sorgen, Momentum zu erzeugen. Ganz wichtig. Vielen Dank dafür. Ultraschön, Herr Theriot. Danke. Omid, es war mir eine Riesenehre, aber bevor wir Schluss machen, das ist deine Kamera. Wenn du noch was in die Welt rausposaunen willst, dann ist jetzt der Moment dafür.
- 1:49:29Ja, deine Zuschauer und Zuschauerinnen sind Schweizer. Soll ich da reinschauen? Ja, kannst du. Ich wünsche mir für die Schweiz, für euch, dass hier die Gesellschaft ein bisschen umdenkt, weiterdenkt. In Amerika ist die Creator Economy extrem groß, in Deutschland mittlerweile auch sehr groß. Geht doch mal bitte in euch und überlegt mal, wie viele Influencer, Rapper,
- 1:49:53E-Commerce-Brands und so weiter gibt es eigentlich in Deutschland und in der USA super viele. Und um Digitalisierung, um die Zukunft, um AI, kommen wir einfach nicht. Aber ich habe das Gefühl, hier in der Schweiz, ihr seid auf so einem hohen Podest und ich liebe das Land und ja, ihr seid was Besseres. Aber in dem Punkt dürft ihr wirklich mal ein bisschen weiterdenken und auch ein bisschen die Gesellschaft fördern. Nicht alles ist immer scam und schlecht.
- 1:50:21Und ich würde mir wünschen, dass hier mehr passiert. Ihr habt echt keine Influencer. Wenn ich danach schaue, nach Influencer-Kooperation für meine Brand in der Schweiz, man kennt hier und da welche, ja, aber das war es. In Deutschland ist es wie Tausende gefühlt in jeder Sub-Niche. Ich habe das Gefühl, in der Schweiz gibt es viele, die das gerne wollen, aber sie trauen sich nicht. Oder hier gibt es weniger...
- 1:50:48Communities dafür und ja, das ist mein Wunsch für die Schweiz, dass ihr dieses unglaubliche Potenzial nutzt und auch hier da nicht so hinterher seid, damit nicht deutsche Migrationshintergrund hier rüberkommen und die Pioniersarbeit für euch machen. Ja, nee, aber das wünsche ich mir. Vielen Dank, danke dafür. Ja und an der Stelle, jetzt von meiner Seite ein großes Dankeschön an dich. Ich glaube und ich finde
- 1:51:15die Zeit ist das Wichtigste, was wir haben. Und dass du dir Zeit genommen hast, einen Sonntag, nachdem du so wenig geschlafen hast über die letzten paar Tage, dich hier hinzusetzen, mit mir zwei Stunden, über zwei Stunden zuhören,
- 1:51:29über dein Leben, deinen Werdegang, deine Struggles, deine Entscheidungen zu sprechen und sehr, sehr offen darüber zu sein, finde ich mega, mega, mega. Und ich bin dir sehr dankbar dafür. Und ich wünsche auf deinem weiteren Weg alles Gute, viel Erfolg, viel Gesundheit. Und ich hoffe, dass du ganz viele coole Momente in deinem Leben auffassen kannst, dass irgendwann, wenn du mal alt und schrumpflig bist, du zurückblicken kannst und ganz viel...
- 1:51:54schöne Emotionen empfinden kannst. Hat man ja schon Gänsehaut. Come on, come on. War wirklich super hier. Dankeschön. Hat Spaß gemacht. Hab dich jetzt auch mehr kennengelernt. Super wohlgefühlt und auch danke für deine Zeit. Danke dir.
- 1:52:09Und auch danke dir. Danke, dass du wieder hier warst bei Momentum, deinem Podcast, wo inspirierende Menschen coole Geschichten erzählen. Und du weißt, wie das Game funktioniert. Hier unten hast du ein paar Knöpfe. Einer heißt Abonnieren. Wenn du diesen Knopf drückst, verpasst du nichts mehr, was aus diesem Kanal passiert. Daneben hast du noch eine kleine Glocke. Wenn du diese Glocke betätigst, dann bekommst du sogar eine Benachrichtigung, wenn so ein toller Podcast wie der von Omid aufgeschaltet wird. Ich gebe noch was dazu. Let's go. Wie viele Likes ist realistisch? Wir wollen ja nicht...
- 1:52:38Hol ich dir Moduzi in dem Podcast. Wie viele Likes muss das Video machen? Schwer. Über alle Kanäle? Ja. Oder Views. Sagen wir... Auf YouTube sagen wir...
- 1:52:567.500 Views. Okay, das ist doch fair. Ist gut? Ist gut. Dann holen wir Moduzi ran. Also. Das sind die. Das sind die. Also, Leute. Dann teile ich das Video nicht als Schatz. Leute, teilen, weiterleiten. Jetzt kommt das noch dazu. Also unbedingt. Steht es beiseite. Danke vielmals. Warst du hier. Alles Gute und bis zum nächsten Mal bei Momentum. Ciao.