Latest / Wir lesen... Bücher Kapitel für Kapitel besprochen / Hörbuch: "Die Alternative für Deutschland" von Kian Sobek - Prolog 2
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- 0:01Prolog, Wahlnacht, Teil 2 es dauerte 7 Wochen, bis die Stadt
- 0:06einlöste, was sie in der Wahlnacht nur angekündigt hatte.
- 0:097 Wochen, in denen Lena lernte, dass ein Verrat kein Ereignis
- 0:13ist, sondern ein Verfahren. Sie schrieb es Woche für Woche
- 0:16auf, in Meldungen, die immer gleich klangen, weil das, was
- 0:19sie beschrieben, sich darauf verstand, immer gleich zu
- 0:22klingen. Es gab Sondierungen, es gab
- 0:24Arbeitsgruppen, es gab Fototermine, auf denen Männer
- 0:27und Frauen, die einander nicht ausstehen konnten, vor einem
- 0:30Banner standen und nach jeder Runde eine Spur grauer aussahen.
- 0:33Die Rechnung war einfach und ging trotzdem nicht auf, die
- 0:36Partei war zu stark, um sie zu übergehen und zu geächtet, um
- 0:39mit ihr zu regieren, ein Bündnis aller anderen, das Bündnis der
- 0:43Vernünftigen, wie man es nannte, als wäre Vernunft eine Mehrheit
- 0:47und kein Wunsch, hätte die Christdemokraten an einen Tisch
- 0:50mit der Linken gezwungen. Und das war eine Grenze, die in
- 0:5440 Jahren in den Stein dieser Partei gewachsen war und die
- 0:57niemand in 7 Wochen würde herausbrechen können, ohne diese
- 1:01Grenze zu überschreiten, reichte es für keine Mehrheit, die
- 1:04getragen hätte, es blieb, wenn man ehrlich rechnete, nur
- 1:07dreierlei ein Tabu nach links, ein Tabu nach rechts oder von
- 1:11vorn, Neuwahlen und Neuwahlen fürchteten sie alle, jeder aus
- 1:15seinem eigenen Grund und im Kern aus demselben, weil jeder
- 1:18wusste, dass die Zahl, die schon zu groß war, beim nächsten Mal
- 1:21nicht kleiner werden würde, das. Man hatte die Wähler einmal
- 1:23nicht verstanden, ein zweites Mal, fürchteten sie, würde man
- 1:27sie verstehen, und das war das Schlimmste, was man sich an
- 1:30langen Sitzungsabenden vorstellen konnte, nicht der
- 1:33Zorn der Wähler, sondern ihre Konsequenz.
- 1:36Aderholt telefonierte in diesen Wochen oft mit Lena, immer
- 1:40abends, immer mit einer Stimme, die dünner wurde.
- 1:43Die Christdemokraten spalteten sich leise an einer Naht, von
- 1:47der niemand gewusst hatte, dass es sie gab zwischen denen.
- 1:51Die lieber neu wählen ließen, komme was wolle, und denen, die
- 1:54das Land nicht ins Chaos stürzen wollten und dafür bereit waren,
- 1:57ein Auge zuzudrücken. Eines, das man hinterher nicht
- 2:00würde zählen können. Einmal sagte Aderholt einen
- 2:03Satz, den sie nicht druckte, weil man ihn nicht drucken
- 2:05konnte, wissen sie, Frau Brandt, das schlimme ist nicht, dass sie
- 2:09uns hassen. Das Schlimme ist, dass wir müde
- 2:11sind. Und dann, an einem Donnerstag im
- 2:15Dezember, an dem es schon um 15:30 Uhr dunkel wurde und der
- 2:18erste Frost in den Fugen des Pflasters stand, wählte der
- 2:22Landtag seinen Ministerpräsidenten Lena saß auf
- 2:25der Pressetribüne ganz oben, dort, wo die Heizung nicht
- 2:28hinkam und man den Saal von schräg oben sah, wie das innere
- 2:32einer Uhr. Unten lagen die Stimmzettel auf
- 2:34den Pulten weiße Rechtecke und neben den Bänken die Kabinen aus
- 2:38grauem Stoff, in die man trat, allein um ein Kreuz zu machen,
- 2:42das niemand sehen würde. Geheime Wahl das stand so in der
- 2:46Verfassung des Landes, und es war eine kluge Vorschrift, die
- 2:49einmal Menschen hatte schützen sollen und an diesem Donnerstag
- 2:52schützte sie etwas anderes, sie schützte die Stimmen davor, dass
- 2:56man zählen konnte, wo sie herkamen.
- 2:58Der Kandidat war Reinhard Vosswinkel.
- 3:00Derselbe graue, ruhige Mann, den Lena in der Wahlnacht am Rand
- 3:04des Jubels gesehen hatte. Der Spitzenkandidat, das
- 3:07Gesicht, das die Partei sich zugelegt hatte in den 7 Wochen
- 3:11hatte sie seinen Namen öfter gehört, als ihr lieb war, immer
- 3:14in dem beiläufigen Ton, in dem man Dinge sagt, die man für
- 3:17ungefährlich hält. Ein Macher, hatte man gesagt,
- 3:20ein Sachverständiger, einer, der das Wort Partei im Mund mied,
- 3:24als gehöre er nur zufällig dazu. Der von sich behauptete, kein
- 3:28Ideologe zu sein, sondern bloß jemand, der wolle, dass die
- 3:31Dinge endlich funktionierten und gerade das diese kühle Distanz
- 3:35zum eigenen Lager, war das Klügste, was die Partei an ihm
- 3:38besaß, denn es machte ihn zu dem, was ein Paar in den Reihen
- 3:41gegenüber brauchten, um zu tun, was sie tun würden, ein Gesicht,
- 3:45vor dem man sich den Verrat erleichtern konnte.
- 3:48Er saß in der 1. Reihe im grauen Anzug, die Hände
- 3:50auf den Knien und sah aus wie ein Mann, der auf einen Bus
- 3:53wartet, von dem er als einziger im Raum sicher weiß, dass er
- 3:56kommt. Sie gingen einzeln in die
- 3:58Kabinen, einer nach dem anderen, und die Stadt, die Lena von oben
- 4:02sah, war in diesem Augenblick nur das ein Strom aus Menschen,
- 4:06die einzeln in einen grauen Stoff traten und einzeln wieder
- 4:10heraustraten und keiner sah, was der andere tat, das tröpfeln von
- 4:14Schuhen auf dem Parkett. Das Rascheln, mit dem ein Zettel
- 4:17sich faltete. Lena hatte ihr Gerät auf das
- 4:19Geländer gelegt und es nahm den Raum auf, der keine Worte hatte,
- 4:23nur das Geräusch von Menschen, die ihre Verantwortung in eine
- 4:25Urne legten, in der man sie nicht würde wiederfinden können.
- 4:28Dann zählte man, es dauerte lange, und in dem Warten lag
- 4:31schon die Antwort, denn ein Ergebnis, das eindeutig ist,
- 4:34lässt sich schnell verkünden, und dieses ließ sich nicht
- 4:37schnell verkünden. Die Landtagspräsidentin trat ans
- 4:40Mikrofon und ihre Stimme, als sie die Zahlen las, hatte den
- 4:43Ton eines Arztes, der eine Diagnose vorliest, von der er
- 4:47hofft, dass der Patient sie nicht versteht.
- 4:50Sie nannte die Zahl der abgegebenen Stimmen, sie nannte
- 4:53die Zahl der Enthaltungen, und es waren viele, zu viele, eine
- 4:57Enthaltung war an diesem Tag keine Haltung, sondern ein
- 5:00offenes Tor, und sie nannte die Zahl der Stimmen für den
- 5:03Kandidaten vosswinkel. Und die Zahl war größer, als sie
- 5:06hätte sein dürfen. Größer, um genauso viele Stimmen
- 5:09wie die Partei aus eigener Kraft nicht hatte.
- 5:12Einen Moment lang geschah nichts, es war der stillste
- 5:16Moment, den Lena je in einem Parlament erlebt hatte, stiller
- 5:19als jede Schweigeminute, weil eine Schweigeminute angeordnet
- 5:23ist. Und diese Stille von selbst
- 5:24gekommen war. Jeder im Saal rechnete dieselbe
- 5:28Rechnung und jeder kam zum selben Rest und der Rest hatte
- 5:31einen Namen, den niemand aussprach, weil man ihn nicht
- 5:33würde beweisen können. Die fehlenden Stimmen waren
- 5:36irgendwoher gekommen, aus den grauen Kabinen aus den Reihen
- 5:39derer, die 40 Jahre lang das Gegenteil geschworen hatten, ein
- 5:43Paar, die ihr Kreuz gemacht hatten, ein Paar mehr, die
- 5:45einfach keines gemacht und damit die Tür weit genug aufgelassen
- 5:49hatten, es gab keine Hand, auf die man zeigen konnte, kein
- 5:52Gesicht, das Rot wurde, keinen Beweis.
- 5:54Es gab nur die Zahl und die Zahl log nicht und niemand stand auf.
- 5:58Das war es, worauf Lena seit der Wahlnacht gewartet hatte, ohne
- 6:02es zu wissen. Sie hatte einen Knall erwartet,
- 6:05das Krachen eines Damms, das Bersten von etwas großem,
- 6:08Tragendem, was sie bekam, war ein Räuspern.
- 6:12Irgendwo in den hinteren Reihen räusperte sich ein Mann, ein
- 6:14einzelner Beiläufiger laut, mit dem man sich die Kehle
- 6:17freimacht, bevor man etwas Vernünftiges sagt.
- 6:20Und in diesem winzigen, höflichen Geräusch fiel die
- 6:22Brandmauer dieser Stadt nicht mit Gewalt, mit Verlegenheit.
- 6:26Vosswinkel stand auf, nahm die Wahl an, ging zum Pult, er
- 6:29wartete, bis es still war und die Stille, die er bekam, war
- 6:32von der Art, die Lena Kälte in den Nacken trieb.
- 6:35Es war nicht die Stille vor einem Jubel, es war die Stille,
- 6:37mit der man einem Arzt zuhört, ich danke ihnen, sagte er.
- 6:41Seine Stimme war nicht laut, sie brauchte es nicht zu sein, man
- 6:45hatte ihm den Raum schon gegeben.
- 6:47Ich danke diesem Haus für das Vertrauen und ich weiß, dass es
- 6:50in diesem Haus heute viele gibt, die mir dieses Vertrauen nicht
- 6:53gegeben haben, auch denen danke ich.
- 6:55Ich werde versuchen, in den nächsten Jahren der
- 6:57Ministerpräsident auch derer zu sein, die heute anders
- 7:00entschieden haben, ein Murmeln, das nicht wusste, ob es Beifall
- 7:04werden durfte. Ich bin kein Mann der großen
- 7:06Worte, fuhr er fort. Und Lena, die ihr halbes Leben
- 7:10mit Männern verbracht hatte, die das von sich behaupteten, hörte
- 7:13zum ersten Mal seit Langem einen, dem sie es beinahe
- 7:15glaubte. Ich bin auch kein Mann der
- 7:18Ideologie, ich überlasse das Streiten über das große Ganze
- 7:21gern denen, die Zeit dafür haben.
- 7:23Dieses Land hat in den letzten Jahren das Vertrauen darin
- 7:26verloren, dass die Dinge funktionieren.
- 7:28Dass der Bus kommt, dass die Stelle besetzt wird, dass der
- 7:32Antrag bearbeitet wird, bevor der Mensch, der ihn gestellt
- 7:35hat, alt geworden ist, das werden wir ändern.
- 7:37Nicht mit Ideologie, mit Verlässlichkeit.
- 7:41Das Wort fiel in den Saal wie ein Tropfen in ein leeres Becken
- 7:44und Lena, die oben am Geländer lehnte, mit dem Daumen auf der
- 7:47Taste, hörte, wie der Tropfen lief, sie spürte ihn nicht als
- 7:50Drohung, das war das Unheimliche.
- 7:53Sie spürte ihn als Versprechen und ein Teil von ihr, ein müder
- 7:56alter Teil, der seit Jahren gegen kaputte Aufzüge im
- 7:59Klinikum und gegen unbearbeitete Bauanträge und gegen Buslinien
- 8:03Anschrieb, die man gestrichen hatte, ohne es jemandem zu
- 8:06sagen, dieser Teil von ihr richtete sich auf wie ein Hund,
- 8:10dem man nach langer Zeit den Namen sagt, sie ekelte sich vor
- 8:13diesem Teil, aber sie konnte ihn nicht abstellen.
- 8:16Und in dem Moment, in dem sie ihn nicht abstellen konnte,
- 8:19verstand sie, gegen wen sie würde kämpfen müssen und dass es
- 8:21nicht allein der Mann am Pult war.
- 8:23Es war der Hund in ihr, es war der Hund in allen.
- 8:26Vosswinkel sprach noch eine Minute, vielleicht 2, er sprach
- 8:30von Schlaglöchern und von Wartelisten, von Bürgern, die
- 8:34seit Jahren das Gefühl haben, hinten anzustehen, und er sprach
- 8:38es in dem ruhigen, geraden Ton eines Mannes, der nicht hetzte,
- 8:41sondern verwaltete, und gerade weil er nicht hetzte, glaubte
- 8:44man ihm. In den vorderen Reihen saßen die
- 8:47in den kalten Farben und ließen ihn reden, ließen ihn ihr
- 8:51Gesicht sein, und keiner von ihnen trat ans Pult.
- 8:54Und das war das Klügste, was sie an diesem Tag taten.
- 8:57Sie hatten verstanden, dass man die Stadt nicht erobert, indem
- 9:00man sie erschreckt, man erobert sie, indem man ihr einen ruhigen
- 9:04Mann hinstellt, der sagt, dass jetzt jemand kümmern wird, was
- 9:07niemand mehr gekümmert hatte, als er geendet hatte, klatschte
- 9:11man nicht frenetisch. Korrekt, es war ein Applaus, der
- 9:15zu dem grauen Anzug passte und am Rand des Applauses saßen die
- 9:19Leute der alten Mitte und klatschten mit.
- 9:22Ein paar von ihnen kaum merklich, weil das
- 9:24Nichtklatschen in diesem Moment eine Aussage gewesen wäre und
- 9:27sie zu müde waren für Aussagen. Lena suchte mit den Augen den
- 9:31Saal ab, auf der Suche nach dem einen Gesicht, das Aufstehen
- 9:35würde nach der Stimme, die laut genug nein sagte, dass man es am
- 9:38nächsten Tag würde drucken können, sie fand sie nicht, sie
- 9:42fand Aderhold, der zu Boden sah. Sie fand den Kämmerer, der
- 9:45rechnete, man sah es ihm an, dass er rechnete, was eine
- 9:47verlässliche Regierung dem Haushalt bringen würde, den er
- 9:50allein nicht halten konnte. Sie fand viele Münder und alle
- 9:53waren geschlossen und in der Summe ihrer geschlossenen Münder
- 9:57lag das Räuspern, das sie gehört hatte, und dass man nicht würde
- 10:00drucken können, weil man räuspern nicht druckt.
- 10:03Im Foyer drückte ihr der Pressesprecher des Landtags ein
- 10:06Blatt in die Hand, gedruckt, schon fertig, als hätte man es
- 10:09vorbereitet, lange bevor die Urne geöffnet war.
- 10:12Erklärung zur Regierungsbildung stand darüber und darunter die
- 10:16Namen jener Abgeordneten, die staatspolitische Verantwortung
- 10:19übernommen hätten, um dem Land Neuwahlen und Stillstand zu
- 10:22ersparen. Sie überflog es im Gehen, die
- 10:25Worte waren alle weich, Verantwortung, Stabilität,
- 10:28Brücken bauen, das Wort Tolerierung kam nicht vor, das
- 10:31Wort Brandmauer kam nicht vor, kein einziges hartes Wort kam
- 10:34vor, man hatte den Text so glatt geschliffen, dass die Hand
- 10:38abrutschte, wenn man ihn festhalten wollte.
- 10:41Sie steckte das Blatt ein und trat hinaus.
- 10:43Die Kälte stand jetzt wie Wasser zwischen den Häusern, über ihr
- 10:47hatte sich der Himmel aufgerissen und in dem Riss
- 10:49hingen 23 Sterne, Hart und klein, das Licht von etwas, das
- 10:54schon erloschen war, als es sich auf den Weg machte.
- 10:57Lena blieb stehen und zog die Luft ein, die nach nassem Stein
- 11:00roch und nach dem kalten Metall der Straßenbahn schienen und
- 11:03ließ den Tag in sich absacken. Die Zeitung würde morgen
- 11:07erscheinen, dünn wie immer, und auf der ersten Seite würde
- 11:10stehen, was auf den ersten Seiten überall stehen würde, in
- 11:13Wörtern, die man tausendmal gelesen hatte, und keines dieser
- 11:16Wörter würde das Räuspern enthalten, das sie gehört hatte.
- 11:19Sie nahm das Gerät aus der Tasche und stoppte die Aufnahme.
- 11:237 Wochen Stadt, 7 Wochen Geräusch und am Ende ein
- 11:27einziges Wort, das hängen geblieben war wie ein Tropfen,
- 11:30der nicht fällt, Verlässlichkeit.
- 11:33Sie würde es nicht wieder los, das wusste sie schon jetzt, so
- 11:36wie man weiß, dass ein Fleck an einer Decke nicht von allein
- 11:39verschwindet, irgendwo hinter all dem glatten Papier, hinter
- 11:43den weichen Wörtern, lief etwas durch, langsam Tropfen für
- 11:47Tropfen, und es würde Monate dauern, bis man die Stelle fand,
- 11:50an der es durchkam und länger, bis man wusste, was es war, aber
- 11:54es lief, sie hatte ein Ohr dafür, seit 20 Jahren, und ihr
- 11:58Ohr log nicht hinter ihr, ging im Landtag ein Fenster nach dem
- 12:01anderen aus. Vor ihr in den Wohnblocks am
- 12:04Rand der Stadt ging ein Fenster nach dem anderen an das blaue
- 12:08Licht der Bildschirme, in denen jetzt das ruhige, graue Gesicht
- 12:11des neuen Ministerpräsidenten stand.
- 12:13Und dann eines nach dem anderen, wieder aus, weil die Leute ins
- 12:17Bett gingen. Es war Donnerstag, morgen war
- 12:20Freitag, man musste arbeiten, wenn man noch Arbeit hatte, die
- 12:23Stadt legte sich schlafen, als wäre nichts.
- 12:26Und das Schlimmste war, dass für die meisten von ihnen in dieser
- 12:29Nacht wirklich nichts geschah, gar nichts.
- 12:31Kein Schlag an die Tür, kein Lärm, kein Bruch, nur ein Mann
- 12:35in einem grauen Anzug, der versprochen hatte, dass jetzt
- 12:38jemand kümmern würde und ein Land, das müde genug war, ihm zu
- 12:41glauben. Lena ging die Fußgängerzone
- 12:44hinunter, allein mit dem Gerät in der einen und der Erklärung
- 12:47in der anderen Tasche. Und während sie ging, formte
- 12:50sich in ihr der erste Satz, nicht, der für die Zeitung,
- 12:53sondern der andere, der Wahre, den sie niemandem würde zeigen
- 12:57können und der sie durch das ganze Jahr tragen würde, das
- 12:59jetzt begann. Niemand hatte laut genug Nein
- 13:02gesagt, sie selbst auch nicht.