Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Wie Sylwina durch Krisen zu sich selbst fand
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- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum. Deinem Podcast, der inspirierende Gäste inspirierende Geschichten erzählt. Mein heutiger Gast ist Silvina. Sie ist Unternehmerin, Podcasterin und Event-Moderatorin. Und in diesem Podcast reden wir über ihr komplettes Leben. Wir reden über ihre Kindheit. Wie sie auch Depressionen schon erlebt hat, über den Berg gekommen ist. Wie sie in die Selbstständigkeit gerutscht ist. Und wie sie heute Tausende von Menschen mit ihrem Content und mit ihrem...
- 0:27in deinem Dasein bereichert. Es war mir eine grosse Erfreuung, dass Silvina bei mir im Podcast ist. Ich wünsche dir jetzt ganz viel Spass beim Hören. Alles Gute und jetzt heisst das Intro ab. Also der Arzt spielt eigentlich quasi gut oder Mother Nature ist gut. Und jetzt du so würdest Kinder machen. Wie es normal geht, wissen wir alle. Schon mal davon gehört. Wieso blockst du das ab? Ist das Therapy Session?
- 0:53Ja, maybe, ja. Aber ist schon spannend. Ich gucke es ab, ja. Also du glaubst nicht, dass alle Männer Arschlöcher sind? Nein, überhaupt nicht. Schön, gut. Nein, plötzlich den Kaffee trinken hat mir wieder Freude gemacht. Du hast das alles nicht. Du bist abgestellt. Aber jetzt ich, weisst du, wie oft reisse ich mich zusammen? Wie oft reisst du dich zusammen? Ja, doch, immer wieder. Immer wieder? Immer wieder. Ich sage mir das manchmal schon. Jetzt komm, jetzt gehst ins Gym. Jetzt komm, jetzt gib dir einen Ruck. Jetzt los, jetzt machst du diese blöde Excel-Tabelle «Kassen-Excel».
- 1:19Jetzt mach's. Oder mach sie rosa oder violett, dass sie hübscher aussieht, aber du machst es jetzt einfach. Jetzt sitz da drüben. Jetzt such das schwierige Gespräch. Jetzt entschuldige dich. Jetzt komm, jetzt mach's einfach. Nicht schwarz und weiss. Ausser deine Tasche. Ausser deine Tasche. Ah, meine Tasche. Ja. Ich liebe schwarz und weiss, genau. Aber im Leben ist nichts schwarz und weiss. Nein, das stimmt. Ja. Okay. Oh mein Gott. Jetzt kommen so meine Wunderlosen. Aber ja, ich verstehe. Nein, nein. Das ist nicht so.
- 1:49Liebe Silvina, schön, dass du da bist. Schön, dass ich da bin. Es hat mich mega gefreut, dass du zugesagt hast zu meinem Podcast. Du bist eine vielbeschäftigte Frau, du bist eine Unternehmerin, du bist eine Podcasterin, du bist Event-Moderatorin. Dein eigener Podcast heisst «Gesund mit Silvina». Du hast ganz viele coole Themen, vor allem Körper, Geist und Seele. Also beim Podcast sagen wir, wir heben Körper, Geist und Seele aufs nächste Level.
- 2:17Sagt ihr es nur oder ist es auch das Ziel? Man kann nicht mit jedem Gast den Körper, den Geist und die Seele aufs nächste Level halten. Aber es ist ein weit gespannter Begriff und ich denke, in jeder Episode haben wir so ein Element davon. Und wenn es noch etwas ganz anderes ist, wie vielleicht kommt mal ein Politiker, ich finde, man muss sich nicht so eingrenzen, weil Gesundheit ist schlussendlich alles, was uns auch psychisch beschäftigt. Also wenn jetzt irgendwo gerade ein Krieg stattfindet und wir diese Gewalt sehen, dann macht das etwas mit uns und darum fasse ich es bewusst sehr weit.
- 2:45Falls es ein spezielles Thema ist, sage ich vielleicht noch, wir halten heute noch unsere Politik-Kendis aus dem nächsten Leben. Das hast du beim Pärpi gemacht, oder? Im Pärpaling, genau. Er ist so ein Guter. Mega, ich habe mich mega gefreut, dass er gekommen ist. Ja, mega lässig. Er ist auch bei mir im Podcast gewesen. Das ist aber auch schon ein paar Monate her. Eben noch vor der Wahl, oder?
- 3:04Ja. Noch vor dem ganzen Shitstorm. Viel vorher. Ja, er hat ja alles miterlebt. Der Marlon macht ja für ihn Content. Oh, okay. Ja, ist krass. Er hat ein paar Sachen auf der Strasse erlebt. Das ist wirklich crazy. Ja, ist krass. Aber ja, wenn es um Politik geht, das ist...
- 3:23Ich glaube, so ein emotionales Thema, dass die Leute das gar nicht mehr richtig differenzieren können, dass man einfach eine Meinung hat. Und auch wenn du nicht meiner Meinung bist, muss ich dich vielleicht nicht wollen angreifen. Also, why? Es ist eigentlich so blöd, wie wenn du gerne rot hast und ich gerne blau und dann fangen wir deswegen an zu streiten. Es ist wie so...
- 3:41Wieso? Es sind andere Meinungen und man kann natürlich diskutieren. Klar, bei der Politik geht es immer um viel. Es ist auch so, dass die Leute das Gefühl haben, dass es mein Leben beeinflusst, wer mich jetzt wählt. Und es ist natürlich auch immer sehr viel Macht und Kontrolle im Spiel. Die Leute haben ihre Interessen. Und dann sind immer Strukturen am werkeln, die dann auch ein bisschen elbögeln oder dreckig spielen.
- 4:06Ich möchte gar nicht in deine politische Schiene hineinfahren, aber hast du eine politische Meinung, wo du sagst, hey, die vertritt dich voll, oder ziehst du dort heraus, was dir am liebsten ist, oder kommunizierst du das gar nicht? Wir können eigentlich über alles reden, es gibt ganz wenige Sachen, die ich jetzt aus Gründen finde, dass wir nicht darüber reden sollten, oder dass ich mich damit nicht wohlfühle, vielleicht ist es mir das. Ich bin jetzt nicht eine mega politische Person, aber ich habe natürlich mal bei Vimentis eine Umfrage gemacht, um zu sehen, wo meine Meinung liegt.
- 4:33Und ich weiss, mit welcher Partei ich am meisten deckungsgleich bin. Und wenn Vorlagen kommen, hast du oft eine intuitive Meinung. Es gibt ja auch Vorlagen, die mehr polarisieren oder mehr bewegen als andere. Vielleicht bei einem CO2-Gesetz haben die Leute mehr Meinung. Oder wenn es um das Verhüllungsverbot ging, haben die Leute mehr Meinung. Natürlich, manchmal habe ich mehr Meinung, manchmal weniger. Und ich finde, wir sollten uns alle ein bisschen damit beschäftigen.
- 5:01Ich denke es auch, ja. Ich denke es wirklich definitiv an. Und ich muss sagen, ich habe mich in den letzten paar Jahren nicht wirklich sehr fest mit beschäftigt mit Politik. Aber du bist abgestimmt? Ich bin abgestimmt. Und in einem Podcast mit der Radiomoderatorin haben wir auch ein bisschen debattiert. Besser gesagt, wir waren der gleichen Meinung, vor allem wegen der SRG-Initiative. Und
- 5:24Ich habe das irgendwie so ein bisschen so, hey, bin ich jetzt 150 oder 300? Ganz ehrlich. Ja, okay. Ich tue jetzt dümmer aus, aber dann kann man es wirklich brauchen.
- 5:34Das ist jetzt zum Beispiel so ein Thema, gerade mit Missinformation. Also man muss nicht Fan sein von der SRG. Ich finde auch viele Sachen nicht cool, die sie machen, oder die die Medien vielleicht auch generell machen. Das ist total legitim. Aber dass wir irgendwelche Strukturen haben, die noch journalistisch arbeiten, ist ultra wichtig. Stell dir vor, das würde es nicht geben. Wenn du nur Private hast.
- 5:55Genau, dann wäre alles so quasi Fox News. Man muss ja differenzieren zwischen Medienschaffenden und Journalisten. Weil Medien, das geht nicht als Infotainment rein. Dann kannst du alleine, dann kannst du so... Ich meine, es gibt auch mega coole Formate. Jan Böhmermann hat so ein Format. Aber das ist eigentlich schlussendlich Entertainment. Und natürlich hat er auch ein bisschen Facts. Sie arbeiten jetzt sicher auch journalistisch. Also da kannst du die Grenzen richtig krass vermischen.
- 6:17Und was Jan Böhmermann macht, kannst du auch noch drei Stufen weiternehmen. Und wirklich am Schluss ist es dann ein krasser Bias drin und man kann sich einfach die Effekte so zurechtziehen, wie man will. Und das ist mega gefährlich. Und dann ist es ja immer so, wir kennen es, du schaffst mit Content, ich auch, du brauchst immer jemanden, der das zahlt. Du bist immer dankbar für Sponsoren. Absolut.
- 6:39Wenn du einen Sponsor hast, dann musst du dir nicht einmal sagen, wir finden diese Politik super. Er muss es dir nicht einmal sagen. Aber wenn du diesen Sponsor immer siehst, vielleicht auf seinem Insta oder whatever, wir sind ja alle miteinander connected, immer Burger essen, dann überlegst du dir immer, ob du jetzt mega Burger gehst und essen im Podcast. Absolut.
- 6:59Ohne dass er irgendetwas sagt. Und das ist halt mega präsent. Und darum ist es schon wichtig, dass man das noch... Du hast ja einen mega Background von den Medien. Du hast lange beim «Blich» gearbeitet. Du hattest dein eigenes Format dort. Genau, «Sichtbar», ja. «Sichtbar» und das hast du ein paar Jahre gemacht. Wie lange ging das?
- 7:16Das haben wir lange gemacht. Ich war total sechs Jahre im Blick. Am Anfang mehr in der News-Moderation. Und das ist eben genau das. Als ich in der News-Moderation war, das war sehr journalistisch. Und sichtbar ist das zum Beispiel auch nicht journalistisch. Wir haben einzelne Geschichten von einzelnen Personen genommen. Wir haben bewusst auf eine Gegendarstellung verzichtet. Das war subjektiv. Eine persönliche Geschichte.
- 7:36Es hat nichts zu tun, wenn wir jetzt mit einer Person gesprochen haben, die sagt, ich habe das und das erlebt, der und der bei, es ist mir das und das passiert. Ist es nicht aussagekräftig, dass dieser Gruppe vielleicht das immer passiert? Das ist ein Einzelfall. Und das hat auch natürlich Legitimation, das ist auch wichtig, aber es ist nicht das Gleiche gegeben wie dann etwas, wo journalistisch ein journalistischer Beitrag, du musst pro, contra, du musst immer alles.
- 7:59Podcasts müssen auch nicht so journalistisch sein. Du musst nicht jede Meinung gegen darstellen lassen. Du kannst einfach Gespräche führen und das hat auch seine Berechtigung, aber ich glaube, man muss einfach diese differenzieren können. Das ist mega wichtig. Nicht vermischen. Ich habe irgendwo gelesen, dass «Sichtbar» ein mega Herzensprojekt von dir ist. Das wurde dann, wie gesagt, aufgelöst. Wie hat sich das damals für dich angefühlt? Das ist noch nicht so lange her.
- 8:20Hey, es ist natürlich schade, wenn etwas nicht weitergeht, was du gerne machst. Und ich habe es bis zum Schluss gerne gemacht, bis zur letzten Folge. Ich und das Team, also auch meine Produzentin. Es ist immer schade, aber ich sage mir auch, niemand hindert mich daran, das zu machen, was mein Herz möchte machen.
- 8:39Also ich mache es einfach in einem anderen Format wie im Podcast. Genau, das wäre eigentlich mein Weg gewesen, um hinzuführen, ist dein Podcast dein neues Herzensprojekt. Ja genau, und nicht nur der Podcast, auch Instagram, auch eigentlich alles, was ich mache. Auch die Kunden, die ich damit zusammen schaffe. Also wir haben Eltoni, wo ich ein Brand Ambassador bin, der jetzt auf dem Tisch steht und ich danke, dass ich ihn hier hinstelle.
- 9:00Aber das ist nicht ein Teil meines Deals. Aber ich mache auch Events für sie. Und natürlich liebe ich die Brand. Und natürlich trinke ich das Produkt. Abartig durch die Decke. So gut, ja. Abartig durch die Decke. Also ich bin mega froh, dass sie jetzt ein Zero haben. Ja, ich auch. Ich bin super, love it. Ich trinke es jetzt viel mehr natürlich, seit Zero da ist. Vorher habe ich es mehr im Ausgang getrunken. Ich habe schon Alkohol.
- 9:21Genau. Und ich habe am Tag durch eher Mathe mit etwas weniger Zucker getrunken. Sie haben ja auch noch andere Produkte. Aber das ist auch für mich passionate. Ich rede am Tag mit dem Team noch um 10 Uhr am Abend. Weil wir schicken uns vielleicht noch Sachen auf Instagram, wir haben Ideen, wir sind kreativ. Wir machen Events, wo die Leute draussen Sport machen können. Jetzt haben wir in einem Nachtclub irgendwelche Workouts gemacht. Da ist zum Beispiel Eltonia dabei und sponsert das und macht das überhaupt möglich. Wie will er das machen? Im Hive.
- 9:50Haben die es im Hive gemacht? Ja, wir haben im Hive ein Workout gemacht und die Leute konnten Sport machen. Sie konnten... Du machst auch Sport, oder? Ja. Das sieht so aus zumindest. Sie konnten... Musik ist wichtig beim Sport. Sie konnten in einem Club mit dem ganzen Sound... Du musst dir vorstellen, du machst Sport und du bist in diesem ganzen Groove drin und du hast noch den Club-Sound, den DJ. Mega. Das ist so krass. Und danach hat es halt dazugehört zu diesem Konzept, dass sie dann auch gerade an den Rave noch konnten, die wollen wählen. Ah, wirklich? Genau. Und es hat natürlich... Und man hat es angefangen, den...
- 10:19Das Workout? Also am 5. Zuerst am 4. dann am 5. Aber im Winter geht die Rakete. Das ist die Party. Wir haben zwei Tage ausgewählt beim Hive. Es geht ja schon um 14 Uhr los. Das heisst, unser Coach ist wirklich auch eine halbe Stunde vorher, habe ich sie oben gefunden, ein bisschen am tanzen, die Florenzia.
- 10:36Das war im Hype schon quasi Party. Und dann haben wir Sport gemacht. Und die Leute konnten mal woanders duschen. Das ist ein mega herzensprojekt. Das verbindet Liebe zur Musik, Liebe zur Bewegung. Und auch sagen, es gibt nicht die gesunden Leute, die Sport machen und die ungesunden, bösen Leute, die Drogen nehmen und raven. Nein, es sind die gleichen Leute.
- 10:57Auch gerne ohne Drogen. Alles ohne Drogen. Das gibt es. Und es geht gut? Ja, natürlich. Es geht sehr gut ohne. Ja, logisch. Ich bin immer so, bei meinen Drogen bin ich so... Ich trinke nicht mal mehr Alkohol. Ich erwähne sie seit sieben Jahren unterdessen. Krass, es braucht sie. Kein Schluck. Ich bin gottfroh, dass ich von dem... Warum hast du aufgehört?
- 11:20«Hey, Gesundheit!» Und wenn ich mir etwas in den Kopf setze, dann «Buona notte», dann kann mich kaum etwas aufhalten. Und dann steigere ich mich wie selber immer mehr rein und möchte mir wie selber beweisen, dass ich es einfach kann. Und dann ist es wie so. Zuerst mit Zigaretten, ich habe einen Freund, der raucht. Ich auch. Mega schlimm.
- 11:40«Hey, ich habe aufgehört zu rauchen, weil...» Dort sind ja schon Instagram-Story, dann war es noch Snapchat. Und ich habe das Gefühl, ich war nicht authentisch. Weil mein Image vorne dran war ja natürlich gesund, gesund, gesund. Und ich war hinten dran am Rauchen. Und ich habe wie... Das war so ein Hauptfaktor. Irgendwie. Ich habe dann gefunden... Ich muss real sein. Also entweder fange ich jetzt an, auf Instagram zu sagen, dass ich rauche. Entweder ich ohne das. Oder ich höre auf.
- 12:08Oder so. Das Huygenus oder?
- 12:11Es war mega schwierig. Ich habe es mega lange probiert. Dann bin ich auf Ibiza gegangen, aber in so ein Bootcamp. Also Ibiza ist ja nicht nur rave. Nein, es hat ja mega viele Retreats und so. Richtig. Ibiza ist ja die Insel, die das schon mega lange vereint. Und dann bin ich dort im Norden in so ein Bootcamp-Retreat gegangen und hatte eine Woche lang wirklich keinen Zugang. Und ich habe am Flughafen auf dem Weg zu Ibiza die letzte Zigarette geraucht.
- 12:39Und dann war es so. Ich kam dort an, Driver abgehoben. Und dann war es nie mehr? Nach einer Woche habe ich es dann geschafft. Weil ich habe dann schon so viel Arbeit gelöscht. Weil es ist ja so, nach drei, vier Tagen ist das Hauptding durch für den Körper. Nikotin, das dann fast schon durch ist. Danach ist es mehr das Psychische. Und dann habe ich es geschafft. Nach einer Woche hatte ich natürlich immer noch das Craving. Ich habe mir immer vorgestellt, wenn ich das Craving bekomme, um eine Zigarette zu rauchen, habe ich mir vorgestellt, das ist wie ein glühender Stein in meinem Kopf und ich gebe Wasser darauf.
- 13:06So eine Revisualisierung. Manchmal war ich im Auto und der kommt, dass ich so auslösche. Da ist ein glühender Stein und jetzt einfach Wasser. Und der Suchtdruck geht halt auch dann schnell weg. Es geht vielleicht nach einer halben Stunde nicht mehr. Du musst wissen, du musst nur eine halbe Stunde aushalten.
- 13:22Aushalten. Ich habe auch mega viel geraucht. Ich habe Automech gelernt. Okay, krass. Und als Automech konnte ich einfach ständig rauchen. Ja, klar. Auch in der Lehre. Wow, nein, wirklich. Ja, ich hatte eine Zigarette im Mund. Da war ich am Mecheln und dann Zigarette fertig und dann schon die nächste mit der... Nein, mega schlimm. Aber hast du das Gefühl, du hast jetzt noch gesundheitliche Folgen von dem? Nein. Okay. Nein, schon viel zu lange her. Ich habe aufgehört im... Ich habe bei Apple angefangen. Das ist 17.11. Bist du am Apple Store auch noch?
- 13:49Zwei Jahre im Apple Store, insgesamt zehn Jahre bei Apple. Nachher bin ich zu Corporate. Ah, was? Okay. Ich habe acht Jahre bei Corporate gearbeitet. Mega geil. Ja. Also ich sage heute noch, Apple ist einer der geilsten Arbeiten, die man sich wünschen kann. Wirklich? Mega. Aber auch wenn es zum Apple Store steht, ich denke, am X-Wise ist es ein bisschen massen. Einfach so spielen, okay.
- 14:07Apple Store ist eine Massenarbeit. Mhm. Verkaufen, verkaufen, verkaufen. Ja, so viel zu tun. Crazy. Crazy. Und dort war noch Bahnhofstrasse. Ja. Danach war der Rennweg. Bahnhofstrasse ist crazy gelaufen. Aber cool, mega coole Zeit gewesen. Ja, Bahnhofstrasse ist auch immer pumpenvoll. Pumpenvoll. Immer. Immer. Ich mag Menschenmassen nicht so sehr. Und beim Apple Store habe ich das auch. Wenn ich dort reinkomme, ist es so... Ja, so viel. ...so viel, ja.
- 14:31Aber sie sind immer mega nett. Ja, ja, sie sind mega nett. Too much. Ich muss auch wirklich sagen, diese Ausbildung, die du bei Apple bekommst, ob das im Store oder wie corporate ist, ist genial. Genial, ja. Wirklich. Also wie gehst du mit Menschen um, wie man...
- 14:47Wie verhältst du dich, wenn jemand sagt, ich habe alle meine Fotos verloren, weil ein Krokodil an meinem Telefon gegessen hat. Du lernst wirklich auch mit Emotionen umzugehen und die Leute mitnehmen auf eine Reise. Nicht immer einfach, aber es ist mega schön. Aber das ist interessant, dass du das sagst. Ich glaube, das ist etwas Amerikanisches. Ich war an einer amerikanischen Schule und uns haben sie auch so viele solche Sachen beigebracht. Ah, wo dann? In England.
- 15:08Es war eine amerikanische Schule in England, aber es war voll das amerikanische System. Mit allem drum und dran. Die Schule hatte auch mega Angst, dass es eine Klage gibt. Darum durften wir nicht beim Sportunterricht, wenn wir Rugby gespielt hätten, tacklen. Es war nichts erlaubt. Es gab kein Uniform, aber ein Dresscode. Keine Augen, weil es nicht erlaubt war. Ich habe nie jemanden auf dem Campus gesehen rauchen, obwohl wir bis zur Highschool waren.
- 15:37Es war alles wirklich so. Es war eine heile Welt. Sie haben aber alles sehr fest begründet, warum das so ist. Klar, die älteren Kids haben wahrscheinlich nicht am Weekend gekämpft oder nicht auf dem Schulcampus. Aber auf dem Campus war eine heile Welt. Ich bin dann in der Schweiz ins Gymnastik gekommen und hatte einen Schock vor meinem Leben. Ich komme im Gymnastik an und in der Sommerferie ist eine schwanger geworden. Oder es war gerade eine schwanger im Gymnastik. Mein Gott. Etwa noch ein Suizid, ein Teufelunfall nach zwei Monaten.
- 16:06Du kommst aus einer heilen Welt in die Gurre, so «voilà, voilà». Es ist schon klar. Die Leute kiffen in der Garage, im Garten, im Park. Die Leute trinken nach der Schule und trinken Bier schon mit 15 Jahren. Ich habe das nicht gekannt. Nichts davon. Das ist eigentlich ein super Übergang. Was ich auch gerne mache, ich drehe gerne die Zeit zurück. Mich wundert es sehr, wo bist du aufgewachsen? Wie war deine Kindheit? Was hast du gemacht? Was wolltest du werden, als du Kind warst?
- 16:35Okay, also wenn wir gerade dort starten. Ich hatte verschiedene Wünsche. So Astronaut, Coiffeuse. Fast das Gleiche. Wirklich? Was wolltest du werden?
- 16:48Lang Polizist. Wirklich? Ja. Vor Apple. Ich habe mich sogar bei der Polizeischule angemeldet. Ich wollte wirklich in die Stadt kommen. Ich habe prüfig bestanden. Danach haben wir mich für Apple entschieden. Aber ja. Okay, krass. Dein Traum. Ich hatte viele Träume. Ganz querbeet. Auch Kindergärtnerin habe ich überlegt.
- 17:06Auch Arzt natürlich. Und dann, nachdem mein Vater im Finance war, habe ich mir natürlich auch das überlegt. Bei den Menschen ist es so, nimm deine Kinder zur Arbeit mit. Ja. Das ist in England noch. Also wir sind dann mit der Familie auf England, dort bin ich an die amerikanische Schule. Da war es noch «Take your daughter to work day». Also ich bin ganz sexistisch, wenn nur die Frauen die Töchter mitnehmen können. Ich weiss nicht.
- 17:28Aber ja, dann konnte ich die Bank anschauen, so eine Investmentbank, Morgan Stanley war das, wo mein Vater gearbeitet hat. Ja, mega. Und dann habe ich das gesehen und das mega cool gefunden.
- 17:40Und danach habe ich mich für das Wirtschaftsgymnasium entschieden und habe dort am ersten Tag des Gymnasiums gesagt, ich will Wirtschaft und Marketing, weil ich mich für die Psychologie der Menschen und der Masse interessiere. Ich meine, Werbung ist ja auch Medien. Es geht voll um, was die Menschen bewegen. Und das bewegt mich auch. Die Frage, was die Menschen bewegen, wie funktioniert das? Was bewegt dich?
- 18:06Ja, über das unter anderem. Und auch ganz viele Sachen. Also natürlich den Sinn des Lebens, wie können wir gute Menschen sein. Und ich habe immer das Gefühl, die Welt ist ein Tisch und es gibt ganz viele Versuchungen und es gibt ganz viele Sachen, die du falsch abbiegen kannst. Und es ist wie so, wie büge ich richtig ab? Welche Skills brauche ich, um das zu machen? Und wie kann nicht nur ich das machen, sondern wir im Kollektiv?
- 18:33Was bringt uns zu diesem... Ein Konzept ist zum Beispiel auch das Instant Gratification. Da reden viele davon, ich mache etwas, was mir sofort... Wie das Rauchen, das gibt mir sofort Befriedigung. Oder ich leide zuerst ein bisschen und habe dann nachher die Belohnung.
- 18:51Den Mindset-Shift zu machen, das ist aber nicht so einfach. Viele Leute nehmen es sich immer wieder vor. Ich mache es jetzt anders. Egal was es immer ist. Strukturierter Schaffen, besser essen, trainieren, besser sein zum Partner, besser sein zu den Eltern, I don't know. Und sie schaffen es nie ganz. Wo sind die Hürden? Wo scheitert es? Ich glaube, es scheitert nicht an der Intention. Wir wollen alle gute Menschen sein.
- 19:13Aber es gibt immer die Hürden. Was ist gut und was ist schlecht? Was ist richtig und was ist falsch? Ich kann mich auch schon mal ansetzen. Wenn man sagt, bin ich richtig oder falsch abgebogen? Was ist in dem... Ja, mega schwierig. Mega schwierig. Ich glaube, wir machen da nicht etwas aus... Ich will jetzt ein schlechter Mensch sein, darum mache ich jetzt das und...
- 19:33macht dieser Person extra weh. Ja. Es ist mehr ein Verlorensein, glaube ich. Ein Verlorensein? Ein Verlorensein. Und ich finde, ein guter Mensch ist ein Mann, der mehr zurückgibt, als er nimmt. Wir kommen in diese Welt und wir bekommen Sachen. Und die immer sind.
- 19:50Ja, wir bekommen Sachen geschenkt von dieser Welt und wir können Sachen weitergeben. Und ich denke, die Freude, etwas weiterzugeben, die Freude, die ich habe, wenn ich jemandem einen guten Tipp geben kann, das ist ein unglaubliches Gefühl. Das ist mehr wert für mich. Hast du letztes Mal jemandem einen guten Tipp gegeben?
- 20:08Gott sei Dank, immer wieder habe ich die Möglichkeit, wegen Social Media. Immer wieder hört jemand den Podcast und manchmal schreiben es mir die Leute halt. Hey, ich habe jetzt angefangen Sport zu machen. Hey, ich habe jetzt dies oder jenes.
- 20:23Und das ist mega schön. Ja, das tut mich auch, das macht mich dann am liebsten den ganzen Tag. Das ist das Highlight von meinem Tag. Schon, gell? Ja, mega. Und da empfinde ich mehr, als wenn ich wieder irgendwie ein Paket heimgeschickt bekomme. Ganz ehrlich. Das ist das Materielle. Je mehr Material du hast... Also was für Sachen bestellst du, oder Sachen, die man dir zuschickt?
- 20:45Ja, also manchmal... Beides. Beides. Also ich muss sagen, ich liebe Online-Shopping. Weil ich gehe nicht gerne in diese Läden und das Zeug. Und dann musst du es ja alles heimtragen und so. Ich bestelle an mich Sachen und dann kommen die Sachen an und ich weiss nicht mehr, was drin ist. Also das muss ich schon ganz ehrlich sagen. Und da bin ich natürlich manchmal auch... Aber gut, jetzt habe ich gerade eine neue Wohnung und ich muss mega viel für die Wohnung bestellen. Oder einfach Sachen, die... Du willst halt schöne richten. Ich war einmal Minimalistin. Aber jetzt... Ich will es schön machen. Ja.
- 21:13Das heisst, Minimalist, ich bin auch lange... Mit so wenig Sachen wie möglich. Ah wirklich? Ja. Ich habe auch 9 Monate in einem Hotel gelebt. Ich habe alles gekauft, was ich hatte. Ja krass. So geil war das. Ich glaube ich hatte 500 Sachen. Plus einen Storage, den ich aber mit Zentimeter... Ah wirklich? ... mit mir hingelegt habe. Ja also 500 Items. Ist das nicht der Alan, der 500... Ja ja, der Alan hat mich auch motiviert. Wegen ihm bin ich ins Hotel. Ja wirklich. Ja genau, wegen Cedric und wegen Alan. Also eigentlich Alan, weil mit ihm hatte ich mehr Verkehr. Ich hatte das Büro. Er ist super. Bist du schon in seinem Event?
- 21:43Er macht ein mega Event am 6. Mai. Okay, nein, ich muss mich überlegen. Musst du schauen. Irgendwie mega. Okay, ich habe es nicht mehr überlegt. Das ist die, die nie kommt. Ah, was? Ich glaube, ich habe etwas gesehen. Ja, es hat überall Werbung gegeben. Alright. Schau, er hat sogar noch Werbung für deine Event-Dinge gemacht. Ellen, wieso lässt du mich nicht ein? Genau, ich hatte auch das. Und jetzt bestätige ich mich damit, weil ich nicht mehr weiss, was in diesen Boxen ist.
- 22:08Oder leider. Ich gehe in die Ferien, bestelle ich leider. Und ich habe schon vergessen, was kommt. Aber ich komme natürlich auch viele Sachen geschickt über von Marken. Und ja, das ist nicht mehr so. Ja.
- 22:20Es hat für mich einfach die Relation verloren. Es ist schön, aber die Bedeutung ist... Ja, es berührt mich nicht emotional. Emotional berührt mich, wenn ich Zeit mit meiner Mutter verbringen kann, mit meinen Freundinnen. So die ganz alltäglichen Sachen. Nicht das, was einem die Werbung sagt, was einem glücklich macht, sondern alles andere. Alles andere. Ja. Hast du Geschwister? Ich habe einen Bruder. Hast du einen Bruder? Ja, einen jüngeren Bruder. Einen jüngeren Bruder? Mega. Wie alt ist er? Wie viel jünger ist er? Er ist drei Jahre jünger.
- 22:47Ah, okay. Das ist ein schöner Abstand. Cooler Abstand. Mega, mega. Ja. Nein, das ist mega schön. Ja. Okay, das heisst, du bist hier geboren, dann aber nach England, relativ jung. Ja, also Frankfurt, England, so von 10 bis 15 waren wir mit der Familie weg. Im Kindergarten war ich schon einmal ein Jahr in England, weil mein Vater war die ganze Zeit bei Morgan Stanley. Bis 2011 war er bei Morgan Stanley.
- 23:13Gut, dann sind ihr zurückgekommen in die Schweiz, du bist ins Gymnasium, du hattest einen Kulturschock von der Schweiz, weil du nicht gecheckt hast, wie kann so viel passieren in so kurzer Zeit. Ja. Und dann hast du studiert im Jahr. Du hast keine Lehre gemacht. Ich habe das Studium angefangen und dann abgerufen an meine Selbstständigkeit.
- 23:31Wie geil ist denn das? Ja, ich liebe es. Und alle haben mir gesagt, mach es nicht, mach es nicht. Auch mein Vater ist nicht so begeistert. Und hast du dich selbstständig gemacht? Social Media. Social Media. Ich habe Accounts gemanagt. Ganz am Anfang. Für vor allem Hotels oder Restaurants. Und auch so Nagelstudios und so, so ganz klein. Danach sind grössere Brands dazugekommen. Da habe ich auch Kampagnen gemacht. L'Oreal Consumer Brands. Mit Canon, mit Braun. Mit vielen Brands zusammenarbeiten können. Ja.
- 24:01Also du hattest eigentlich ein Agenturbusiness. Ja, offiziell meine GmbH ist eine Agentur. Aber ich habe keine Mitarbeitenden, weil ich schlank werde. Ich arbeite als Freelancer. Super. Ja, unbedingt. Je nach Projekt. Ist ja perfekt. Vor allem hast du einfach diese Flexibilität.
- 24:17Absolut. Ich glaube, heute hat sich das alles verschoben. Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich keine corporate Person bin. Ich bin eine kreative Person. Und das corporate Ding, wenn du wirklich eine Agentur aufbaust mit Mitarbeitenden, das ist nicht mein Ding.
- 24:35Ja. Ja. Nein, Verstehung sehe ich total ein. Nein, ist okay. Was ist noch für ein Zettel zurück? Ich musste mich einfach selber eingestehen. Ich glaube, zum Leben gehört, dass du dich eingestehen kannst, was du nicht kannst. Und das ist so... Oder was dir auch einfach nicht leidt. Nein, man kann ja auch etwas nicht machen, weil man es einfach nicht will. Wahrscheinlich könntest du mich auch gut managen. Ich meine, du kannst ja gut mit Menschen umgehen, ich meine...
- 24:57Ja, ich glaube, ich habe das Gefühl, ich kann es nicht, wenn ich ganz ehrlich bin. Wirklich? Wegen das? Spannend. Ich habe grossen Respekt vor dem. Vor dem Führen? Ja, ich kann gut mit Menschen umgehen, aber es ist nicht leicht, mit Menschen umzugehen. Und mit Menschen ein Projekt anzureissen, ist ganz etwas anderes als ihr Geschäft zu sein und sie wirklich zu managen. Wenn du Mitarbeitende hast, kann es auch sein, dass du jemanden entlassen musst.
- 25:25Es kommen ganz andere Sachen auf dich zu. Und du bist auch ein bisschen verantwortlich. Für mich sind das wie Kinder von einem. Also Kinder. Aber du bist einfach verantwortlich. Und wenn sie Stress haben, zum Beispiel zuhause, wenn sie einen Elternteil pflegen müssen, wenn sie Mami sind oder irgendetwas, du musst empathisch sein.
- 25:51Das bist du nicht. Und das macht es ja schwierig. Das macht es ja schwierig. Aber das ist doch schön. Ich bin auch mega empathisch. Für jeden Mitarbeiter würde ich zum Zug springen. Ja, absolut. Aber wenn meine Agency super gut gefunden wäre und meine Kunden alle riesige Budgets raushauen würden, dann würde ich noch so gerne alle einstellen und wirklich jedem gerecht werden, dass jeder seinen Schokoladejob machen könnte.
- 26:15Dann funktioniert es. Aber mir läuft es gerade so knapp für mich, dass ich so leben kann, wie es für mich stimmt. Und eben mit Freelancern schaffe ich es auch. Und die Verantwortung zu nehmen. Ich könnte jetzt nicht sagen, ich hätte ein Problem damit, wenn ich dann Chefin bin von dieser Agentur und ich habe es mega cool und ich kann arbeiten, wo ich will und ich kann entscheiden, wann ich in die Ferien gehe und wie viel Lohn ich mir auszahle, je nachdem, wie viel die Firma verdient.
- 26:39Und danach habe ich so Mitarbeitende, die im Office sitzen müssen, auch an einem schönen, sonnigen Tag. Aber weisst du, wegen dem Druck muss man das so machen. Ich kann es mir auch gar nicht leisten, zu sagen, hey, nehmen wir den Nachmittag frei. Ich weiss, das sind alles so Sachen. Zu viele Fragen. Es ist too much für mich. Lieber frei. Lieber frei. Lieber frei und die coolen Sachen anreissen und dann machen. Ja, genau. Ist ja völlig fair. Ja. Ist ja völlig fair. Genau.
- 27:02muss ja nicht immer alles bei dir sein. Nein, gar nicht. Und ich glaube, es ist auch viel besser, wenn man das erkennt und wenn man dem folgt. Das ist viel besser. Andererseits etwas erzwingen, das geht eh nicht. Genau. Und schau, ich sitze da, ich bin null gestresst. Null. Hätte ich jetzt eine Agentur und viele Mitarbeitende und ich würde Gespräche, also ich rede ja auch mit Teammitgliedern, auch im Blick zum Beispiel, Leute, die dann vielleicht in so einer Teamleitfunktion sind und die sagen manchmal, ich komme von den Ferien zurück und ich bin am Montag bis Mittwoch nur am Händchen halten gewesen.
- 27:31Ich habe nichts gemacht. Ich habe nur aufs Team geschaut. Das ist normal. Es gibt Befindlichkeiten. Es gibt dies und dies. Ich fühle mich übergegangen. Das ist nicht auf den Blick bezogen. Das ist überall so. Hast du noch mit dem Blick Kontakt oder mit der Medienwelt, abgesehen von deinem Podcast?
- 27:52Ja, also jetzt natürlich nicht mehr so fest, aber ja, doch, ich moderiere auch noch Davis für Inge und so. Also wir sind nicht im schlechten Auseinander. Es ist wirklich, glaube ich, einfach eine Umpositionierung, ein Auseinanderleben. Eben das Format, das abgesetzt worden ist, wo man jetzt auch sagen könnte,
- 28:08Es wurden ja damals relativ viele Stellen gestrichen. Das war wahrscheinlich auch eine finanzielle Frage. Of course. Logisch, immer. Es ist ein Unternehmen. Und dann richtet man sich aus. Genau, das ist genau das. Ich habe ja mit meinem Chef gesprochen. Und ich habe es super mit ihm. Ich finde, er ist ein guter Mensch. Und wir mögen uns. Und dann kommen aber so Geschichten dazwischen, wo du Entscheidungen fällen musst. Das ist einfach so. Das ist ein Heavy. Heavy, ja. But part of the game. Part of the game. Aber ich bin froh, wenn er es macht und nicht ich.
- 28:38Ja, okay, das verstehe ich. Nein, das ist ja völlig okay. Du bist eine Sportkanone. Du machst mega viel Sport. Also wenn man dich auf Instagram verfolgt, dann merkt man, du bist eigentlich am Spürteln, Matcha trinken, El Tony Mate. Matcha, ja auch. Matcha, das magst du auch gerne trinken. Und du bist ein bisschen am Reisen. Bitsch.
- 29:04Ich kann es nicht. Das sagen immer... Ich glaube, wenn die Leute in die Ferien gehen... Ich habe ja meine beste Freundin, die ja meistens mit mir in die Ferien geht. Sie arbeitet ja einen 100%-Job. Sie hat die fünf Wochen Ferien im Jahr. Sie arbeitet. Im Gesundheitswesen, im Spital. Voll krasser Job. Und die Leute sagen dir auch, du bist immer in den Ferien. Aber nein, sie hat fünf Wochen Ferien. Vielleicht mal noch etwas Überzeit zu kompensieren. Vielleicht mal noch ein Weekend, kannst dich ein wenig freinehmen, irgendwie so. Aber wir arbeiten.
- 29:33Wann bist du das letzte Mal in der Ferien? Ja, schon mit ihr. Und ich bin eigentlich jetzt... Wann? Im Februar. Im Oman. Okay, das ist schon... Ah. Jetzt war ich in London am Weekend. Was ist ein Weekend? Ich habe gesagt Reisen. Es war eine Reise. Fair enough. Es war eine Reise. Okay, okay, okay. Gut. Gehst du ab und zu auch so über das Wochenende nach London?
- 29:55Nicht so oft, aber manchmal auch nice. Gerade so Städte in Europa kann man ja kurz machen. Vor allem von hier aus, von Zürich. Und ich habe ja dort gewohnt. Eine Stadt. Cool. Das ist eine wirklich coole Stadt. Und auch das Kanye West Konzert. Ich muss überlegen, welche Stadt. Und das werde ich auch so ein Weekend machen. Madrid oder Portugal mit den Kollegen. Wo kommt ihr überall hin? Madrid, Portugal, Istanbul. Aber Istanbul moderiere ich nicht.
- 30:25Nein. Nein. Ja, ich glaube, das Konzert bei ihm muss insane sein. Ja. Insane. Ja, ich würde das sagen.
- 30:35Mega gut. Bist du schon immer musikaffin gewesen? Brauchst du Musik in deinem Leben? Ja, und Musik hatte für mich auch schon eine destruktive Wirkung. Ich hatte ja auch mal ein paar Mental Health Struggles und Depressionen diagnostiziert. Und ich habe auch nicht immer Sport.
- 30:57Ich komme vom kompletten Gegenteil. Ich weiss, wie es ist, wenn man nicht in die Gänge kommt und nichts geht. Ich weiss auch ganz fest, dass es keine Willenssache ist. Die Suppe in unserem Hirn ist dysfunktional, sie funktioniert nicht.
- 31:12Und du kannst es genauso wenig abschalten, wie du es kannst, wenn du verliebt bist. Und dann sagst du, ich will das jetzt nicht mehr. Nein, das ist jetzt dein Ding. Und das Gefühl, das will ich haben, bis es weggeht. Genauso aber auch, wenn du jemanden nicht magst und du willst das nicht. Du kannst diese Sachen nicht ändern. Und Depression ist leider so eine Realität, aber du kannst Dinge dagegen machen.
- 31:35Ich habe das gemacht und bin dann komplett aus dem herausgekommen. Und die Musik, in der ich drin war, habe ich sehr destruktiv genutzt. Die Dark-Sachen, Rap, destruktiv, Eminem, aggressiv. Heute kann ich immer noch Eminem geile Tracks, auch Bushido. Aber ist das ein anderes Setting? Ja, ich höre es in einem anderen emotionalen Zustand. Und nicht mehr so oft. Ich habe dort nur das gehört.
- 32:05Klassische Musik, elektronische Musik. Musik ist die Kunstform, die uns emotional am meisten bewegt. Darum haben wir diese grossen Riffs. Ich habe gar keine... Nicht? Keine Musik? Doch, Liebemusik. Aber nicht elektronisch? Doch, auch sehr. Aber ich bin gar kein Ausgang-Typ. Ich kann dir nicht sagen, wann ich das letzte Mal im Ausgang sein will. Wirklich? Aber ist es, weil es in der Nacht ist? Oder weil einfach die Leute nicht... Also, das ist ein sehr guter Punkt. Ich?
- 32:35Ich bin kein Nachtmensch. Ich auch nicht. Zero. Zero. Ich kann am Morgen um 5 Uhr aufstehen, bin hellwach, kann die Welt bewegen, aber nach der 9 Uhr... Der Mirko. Am Ende schreibt er mir nach der 9 Uhr, vielleicht um 10 Uhr schreibt er mir noch irgendeine Information, irgendetwas. Und dann hat er noch geschrieben, ich weiss, dass du schon am Schlafen bist, kannst mir morgen antworten. Ich bin nach der 9 Uhr nicht... Du bist mega gesund. Nicht mehr erreichbar. Ich bin am K.O. Aber das ist mega gesund. Ich sehe meinen Sofa und ich bin eigentlich schon am Schlafen.
- 33:04Hoffentlich nicht auf dem Sofa, gehst du ins Bett. Das ist auch so bei dir, die vom Fernsehen schlafen. Aber das ist mega gesund. Und ich habe das von Covid bis etwa vor so ein bisschen, ich glaube Anfang 2025 auch wirklich so durchgezogen, fünf Jahre. Und mich hast du nach dem 10. nicht mehr brauchen können. Ich habe ein Bettlosen, ich konnte nicht mehr. Ich bin sogar an so Sachen eingeladen worden wie Art on Ice. Und ich bin in die Pause gegangen, weil ich zu müde war. Nein, ich verstehe es total.
- 33:31Jetzt ist es wieder aufgerufen, ich schlafe dafür aber am Morgen auch länger. Jetzt ist es ein wenig geschifftet. Jetzt ist es manchmal so 12 bis 8 Uhr in meinem Fenster. Dann kann ich noch in ein Restaurant. Dank Mathe kann ich mich noch etwas aufkurbeln, um länger wach zu bleiben. Aber ich mag schon auch Daydances und so. Das fände ich mega cool, ja. Das muss ich wirklich machen. Also dieses Jahr bin ich einmal bis morgen um 2.000.
- 33:56Aber dann auch ohne Alkohol. Du hast einen kleinen Hangover am nächsten Tag. Ich finde auch. Ich habe gefühlt. Ich habe nichts konsumiert, getrunken, gar nichts, nur Mate. Schau mal, das ist fast ein bisschen peinlich. Ich bin eingeladen worden mit der Frau zu einem Beauty Award. Mhm.
- 34:17Ich hatte Doc Veronica bei mir, vielleicht hast du das gesehen. Nein, sie nicht. Sie nicht. Sie war hier. Am Mall, Reels habe ich gesehen. Ja, wo sie mein Gesicht bewertet, wie viel... Danke, Veronica. Die Sachen, die wir nicht wissen. Es sitzt immer noch drin. Wir wollen nicht wissen, gell. Nein, überhaupt nicht. Es war ein mega cooles Setting. Auf jeden Fall hat sie uns dann eingeladen an so einen Beauty Award und der ist...
- 34:41«Hey, mega lässig gewesen, etwa bis um 10 Uhr vielleicht. Und nachher hatten sie noch so eine Afterparty. Ich habe beide gesagt, hey, wir gehen jetzt heim. Wir können nicht mehr. Ich bin K.O. gewesen. Und am nächsten Tag, obwohl ich nur irgendwie zweieinhalb, dreistunden später als normal ins Bett bin, am nächsten Tag bin ich schon so...
- 34:59«Okay, ich fühle mich etwas chilliger.» Ja, aber dem sagt man «Biorhythmus», wie wir alle wissen. Und das ist so etwas Starkes und so etwas Wichtiges. Und gerade alle, die z.B. mit Depressionen kämpfen oder auch mit depressiven Verstimmungen und die wenig Antrieb haben, das ist das allererste, was sie machen müssen.
- 35:16Richtig schlafen? Ja, ich sage Alkoholstopp. Aber wenn ich jetzt noch auswählen müsste, würde ich gerne sagen, okay, trinkst du mal ein Gläschen. Aber jede Zeit, jeden Tag an der gleichen Zeit ins Bett gehen und aufstehen mit der Sonne oder vielleicht einfach so sechs, sieben, acht, irgendetwas so.
- 35:31Einfach nicht bis Mittag schlafen. Und das ist life-changing. Das ist ganz, ganz, ganz wichtig. Und dann können wir natürlich die Sachen wie Bewegung, soziale Kontakte gut essen und so. Aber ich glaube, der Biorhythmus ist Leute, die das nicht im Griff haben. Du musst es dir leisten. Das ist dort alles.
- 35:48Das ist wie wenn du deine Ernährung verbessern möchtest oder wenn du ein Übergewicht hast und abnehmen möchtest, dann solltest du vielleicht nicht den Schokoladenkuchen essen. Wenn du dein gesundes Gewicht erreicht hast, macht es gar nichts, wenn du es nicht isst. Nein, gar nichts. Und darum, wenn du gut bist, wenn du dich gut fühlst, wenn du genug Energie hast, okay, dann geh an einen Rave.
- 36:08Reisen ist auch das Jetlag. Aber wenn man mit der Stimmung, mit dem Antrieb struggelt, dann ist Schlaf das allererste Wissen. Hundertprozentig. Simina, du hast das vorher angesprochen. Du hattest eine depressive Phase. Können wir etwas vertiefen? Ist es okay für dich, darüber zu sprechen? Oder ist das unwohl? Nein. Du kannst alles fragen, sonst sage ich es. Sonst sag ich es einfach. Wann ist das entstanden?
- 36:37Es war etwa vor 15 Jahren. Ich war etwa 20. 20? Mit 20? Und wie hat sich das angebahnt? Was war der Grund? Ganz klassisch, ordentlich.
- 36:52Es war ganz klassisch, es kam von einer Überlastung. Der chronische Stress. Es gibt verschiedene Auslöser, es kann auch rein neurologisch sein, es kann sogar ein Hirntumor sein. Bei mir war es eine chronische Überlastung. Ich habe diese Anzeichen ignoriert, dass ich nicht mehr kann, nicht mehr mag. Ich hatte das Gefühl, ich müsse 10-12 Stunden am Tag arbeiten. Ich habe dort studiert und in einer Anwaltskanzlei noch gearbeitet.
- 37:16Ich wurde komplett überlastet, ich musste einen Lohn von 4'000 Franken am Morgen und abends zur Post bringen. Das bedeutet, dass wenn du die Post abends bringst, du dann auf die Post gehst, wenn alle Eingaben eingegeben sind.
- 37:35Die Zielpost ist die, die man hilft. Und manchmal, wenn Termine noch eingeholt werden, und es ist wirklich so, es ist einfach, Überstunden gab es nicht, also es war eigentlich eine Ausbeutung. Ich wurde auch sexuell belästigt, verbal, von meinem Chef. Sexuell, also verbal sexuell belästigt? Nur verbal. Nur verbal? Ja, aber es ist, wenn du drinnen bist, ist es gleich mega unangenehm, weil du gehst ja ins Büro und sitzt dort alleine.
- 38:00und redest über Sachen. Das hat mich nicht angelangt, aber es ist eine mega komische Situation. Du bist in einem Abhängigkeitsverhältnis. Dann erzählst du es noch einer Kollegin und die sagt noch so «Ja, hast du denn keine Wüste? Sagst du ihm, du wolltest ein wenig mehr Lohn?» Und ich so «Ja, er ist natürlich verheiratet.» Ich so «Äh, danke vielmals für deinen Ratschlag, aber nein.» Und ja, ich habe dann irgendwann wegen dem auch gekündigt. Es war ganz krass.
- 38:29Das war ein Praktikum? Nein, das war ein normaler Job. Es war eine schlimme Situation. Nur verbal. Aber du weisst nicht, wie man damit umgehen kann. Wenn du den Leuten erzählst, bekommst du noch so weirde Tipps. Ich verurteile sie nur dafür. Das war ihr Befinden. Es wäre vielleicht ihre Wahl gewesen. Sie hat jetzt den vielleicht noch okay. Sie hat vielleicht schon die Acht gesehen in Dubai.
- 38:53Keine Ahnung, aber ich habe gelitten. Er hat ein Mitarbeitergespräch in einer Bar führen wollen. Was? Ja, und ich habe versucht, es abzuwenden, indem ich gesagt habe, ich schaffe gerne mit ihm, weil ich das Gefühl habe, er ist sehr pflichtbewusst. Er ist ein guter, er ist ja verheiratet, er ist ein guter, ein gewissenhafter und tut nicht Leute verarschen. Dann sagt er mir, ich habe gerne das Risiko.
- 39:21Aber nur so. Er hat nie gesagt, wir gehen in ein Hotel. Ja, ja. Das kam dann, nachdem ich gekündigt habe. Zwei Dreudeutige. Immer dreudeutig, wie ein Anwalt. Er weiss ja. Und die deutlichen Sachen sind dann, dass ich von dir geträumt habe. Das kam erst, nachdem ich schon gegangen bin. Er hatte meine Handynummer noch. Und dann kamen dann noch SMS.
- 39:42Und ja, in dem Moment checkst du es nicht. Du weisst, du kannst nichts machen, weil er hat ja nichts gemacht auf dem Papier. Also es ist Horror. Das sind die Werte, das sind die Sachen, die du gehört hast. Aber was hat das ausgedrückt? Wo hat es wehgetan? Was ist passiert? Wie hat sich das bei dir manifestiert?
- 39:57Also in dieser Situation mit ihm war es so, er hat nichts Eindeutiges gemacht. Ich konnte nichts gegen ihn unternehmen, weil das... Was will ich zu der Polizei sagen? Ich arbeite da und das ist mein Chef. Er hat mich sexuell belästigt, er hat gesagt, er hätte gerne Risiko. Die lachen mich aus. Weisst du, wie ich meine? Es war nichts. Und... Ich habe das aber noch anderen Leuten erzählt. Ich habe es auch noch Männern erzählt. Und da, Gott sei Dank, oder Männer sagen es auch Männern.
- 40:24Die reagiert wie du. Nein, das geht nicht. Die geben dir halt auch pragmatische Tipps. Du kannst nichts machen, du musst kündigen. Das habe ich gekündigt. Dann hat er mir noch gesagt, ich habe die Kündigung nicht gehört. Er wollte das auch nicht akzeptieren. Ich schlafe noch einmal drüber. Dann musste ich es schriftlich einreichen. Mega dumm.
- 40:48Nachdem ich dann bei ihm weg war... Aber nur schon, dass er sagt, er habe die Kündigung nicht gehört, impliziert schon, dass er sie gehört hat, weil sonst wäre es eine Kündigung, die er nicht gehört hat. Ja, aber er hat das... Er ist 40, ich 20, doppelt so alt. Und dann hat er es einfach ausgenutzt, hat auch meine Unwissenheit ausgenutzt. Heute würde ich natürlich viel früher noch so sagen, hey, geht es eigentlich noch so? Aber hey, egal.
- 41:12Du konntest damals auch nicht für dich einstehen? Du checkst es nicht. Das ist eben leider so. Du checkst es nicht. Ein anderes Ding ist ja noch, habe ich glaube ich sogar im Podcast mit Mirko gesagt, wegen seinen Kindern, als ich das erste Mal auf irgendwelchen Internetportalen war. Wir sprechen «Tillate», weisst du nicht? Irgendwelche Foren. Aber «Tillate» will «Tillate» und «ausgang.ch», weil die haben sogar unsere Schulparty, haben Fotos gemacht und du willst dir Bilder runterladen. Und ich bin 16 Jahre alt.
- 41:41Und dann machst du ein Profil auf, das kannst du runterladen. Und dann heisst es, mach ein Profilfoto und deinen Namen. Und dann tust du ein Foto rein und hast deinen Namen und zeigst, ob dir Leute schreiben konnten. Und wir haben so viele, sorry, einfach alte Männer, also alte Männer, so wie wir jetzt, oder einfach auch nur 28, aber einfach 30, einfach zu alt. Du hast nicht zu hoch gesagt, ich bin alt.
- 42:01Nein, wir sind nicht alt, weil ich 16 war und was sie mir geschrieben haben. Gut, fair. So Predators. Ja, und das ist auch... Bis du checkst, was gerade passiert, lässt du es viel zu lange laufen.
- 42:19Weisst du, wenn heute schon jemand auf Instagram schreibt «Hey, wie geht's?» oder «Du hast eine interessante Ausstrahlung» oder «Wolltest du mal einen Kaffee trinken?» Du weisst schon, wo das hinführt. Aber mit 16 oder 15 bist du viel zu naiv. Du checkst es nicht.
- 42:38Was hat sie noch gegeben? Und wann nutzt sie das aus? Es ist so schlimm. Netlook hat es noch gegeben in dieser Zeit, oder? Ja. Hatte der Netlook etwas? MSN. MSN hatte ich noch nicht. MSN hatte sie erst. Genau, und dann das Ausgang, Tillate. Und dort war wirklich kein Chatforum. Ich war nie auf Tinder oder irgendwelche Geschichten. Aber dort, ich bin einfach, man konnte schreiben.
- 42:59Und dann natürlich später, klar, mit Instagram und Facebook und so ist das dann weiter losgegangen. Aber irgendwann merkst du es. Oder irgendwann weisst du, wie du mit dem umgehst. Und du weisst, okay, wenn dich ein Mann schreibt, wie geht es dann? Du schläfst nicht Antworten. Du sollst ihn dann blockieren. Genau, ja gut. Blockieren tue ich sie, glaube ich, nicht. Das schreibe ich mir heute noch mega viele Leute. Wenn man dann noch Manfred51 heisst. Ja, voll. Also wenn sie unter der Gürtellinie gehen, dann blockiere ich sie. Aber wenn sie einfach nur schreiben...
- 43:27Ja, ja. Gut, also du bist 20, diese Sachen passieren, du fühlst dich verbal... Belästigt. ...belästigt. Und eben einfach der Stress. Und der Stress. Also ich würde sagen, Depression ist jetzt nicht von dieser Belästigung ein Eichhörnchen. Aber ist es ein Faktor? Auch ein Faktor, voll. Also das spielt immer alles zusammen. Und dann dort habe ich auch noch Marihuana konsumiert, hilft auch nicht. Genau, aber natürlich zum Stress regulieren. Ich musste ja irgendwie nach diesen Arbeitstagen, wollte mir den Gond geben.
- 43:56Selbst Medikation war das natürlich. Ja, logisch. Und dann bin ich nach Hause gekommen und habe direkt gekifft. Das war leider so. Und dann habe ich das immer länger ignoriert, ignoriert, ignoriert. Und ich war eigentlich schon depressiv, während ich gekündet habe. Aber noch funktional. Und dann habe ich gekündet. Und dann brauchst du etwas Neues, musst du etwas Neues suchen. Studium, der ganze Stress. Und dann irgendwann... Ja. Dann bin ich in eine Krise.
- 44:24Das heisst, dann hast du dich entschieden zu meiner Klinik zu gehen? Mhm. Wie, also... Ja, entschieden, ja. Wie ist das, also... Meine Eltern haben mich dort hinbekommen. Okay, gut. Das ist dann von den Eltern gekommen, weil du hast auch diese Anzeichen zu Hause gegeben. Wie haben sie das gemerkt? Nicht mehr gesprochen, oder?
- 44:40viel geschlafen und abgelöscht. Als Eltern merkst du das natürlich auch. Die Eltern leiden auch sehr, sie haben Angst. Sie haben Angst, dass etwas passiert. Bei meinem Vater war die grosse Angst, ob ich jetzt mit Drogen abstürzen würde, weil sie noch in der Generation waren, in der sie beide noch die Klassenkameraden an Heroin verloren haben. Selbstverständlich war ich weit weg von Heroin, aber da kommen als Eltern auch Traumas wieder hoch.
- 45:08Haben sie gewusst, dass du Marihuana konsumierst? Ja, ich bin mega offen für meine Eltern. Ich sage ihnen nicht alles. Das ist aber auch mega schön. Und ich glaube, das ist wie so ein Safe Space, dass man das mit den Eltern kann. Ich glaube, das ist ultra wichtig. Und schon klar, wenn sie schon wissen, dass du Marihuana konsumierst, dann hast du die Fassung, du schläfst mega viel, es geht dir nicht gut, du erzählst Sachen, dass dann eins und eins zusammenwächst mit den härteren Sachen. Darum ist es eigentlich mega gut, dass es...
- 45:32Ja, voll. Mega. Meine Eltern haben sich wirklich um mich gekümmert. Ich bin dann auch wieder zu Hause eingezogen. Sie haben sich wirklich um mich gekümmert. Ich weiss nicht, wie es gewesen wäre, wenn ich sie nicht hätte.
- 45:50Sie haben mir den Support gegeben, das ist mega wichtig. Aber natürlich muss die Entscheidung bei uns sein. In der Schweiz ist es fast unmöglich, jemanden einzuliefern lassen, wenn sie es dringend benötigen würden. Gerade psychotische Menschen, die gar nicht checken, dass sie krank sind. Oder auch bei Anorexien, die schon lebensbedrohlich sind, aber sie realisieren nicht, sie sind in der Sucht. Es ist fast unmöglich. Es braucht die Entscheidung des Menschen und die Einwilligung.
- 46:14Und ja, die habe ich dann gegeben und dann bin ich in der Klinik... Was war das für eine Klinik? Es war in Zug, Psychiatrie. Und ich weiss noch, wir sind dort hin gefahren, mein Vater hat in Zug gewohnt, darum Zug. Und wir sind dort hin gefahren und dann muss ein Notfallpsychiater kommen.
- 46:33Ja, das ist so ein Prozedere. Um zu sagen, ja. Und ich weiss noch irgendwie, ich bin dort angekommen und ich war schon recht durch. Ich habe so Sachen gemacht, weil ich war wirklich so recht am Limit. Ich hatte auch solche Zeitgedanken und es ist wirklich so gar nichts mehr gegangen. Ja, und ich habe meinen Eltern eben gesagt, ich will nicht sterben. Ich habe gesagt, aber ich halte es einfach nicht mehr aus. Ich weiss nicht, ich will schon leben, aber der Zustand ist so schlimm, dass ich immer mehr daran anfange zu denken.
- 47:03Dann komme ich dort an und sie sehen das und das. Dann sagt mir die Frau, «Machen Sie sich keine Sorgen, diese Krankheit kann man sehr gut behandeln.» Das ist das erste Mal, dass ich diesen Satz gehört habe. Ich werde ihn nie vergessen.
- 47:22Das hat mir vorher niemand gesagt. Sie sagt, dass es eine Krankheit ist. Aber hat es dir gut dazu gehört? Mega! Es gab mir Hoffnung. Weil das jetzt der Frau... Sie sah eigentlich mega komisch aus. Sie hatte ein komisches Band in den Haaren. Ich weiss nicht, ob sie Ärztin war oder einfach eine Pflegerin. Aber eine völlig up-spacede Frau eigentlich.
- 47:43Und wenn ich sie auf der Strasse sehe, würde ich so denken, okay... Aber sie hat mir in dem Moment, und das haben wir natürlich auch gelernt, aber die Leute nicht zu judgen. Sie hat mir so einen Satz gesagt und das ist mir so geblieben. Sie machen sich keine Sorgen, die Krankheit kann man sehr gut behandeln.
- 48:02Ihr könnt mir jetzt mit dem helfen, wo ich so lange gestruggelt habe. Ich bin so lange in dem Ding drin, die ganze Welt ist grau. Und sie sitzt dort aus ihrer Perspektive als «es gibt Medikamente für das, es gibt Therapie für das, es gibt Sachen für das.» Das hat mir sehr geholfen. Der Psychiater hat gesagt, er hat mich nicht gekannt. Ich kann null beurteilen, was ich hatte und was es genau war.
- 48:28Er sagte, er weiss, dass er nicht viel beurteilen kann. Psychiater haben den schwierigsten Job. Sie können ihr Organ gar nicht anschauen, das sie untersuchen würden. Sie wissen nichts. Er sagte, er könne nicht viel sagen, aber in so einer Situation sollte man nicht als Arzt im Weg stehen. Er sagte, er könne bleiben.
- 48:51Ja, weil eben, was sagst du so? Du hast eine heulende Frau vor dir. Früher wäre es Hysterie gewesen. Keine Ahnung. Und er hat einfach gesagt, ja, ist gut. Weisst du, vor 15 Jahren ist das auch noch nicht so. Heute ist es in aller Munde. Man hört immer wieder Mental Health.
- 49:08Ja, alle zwei Leute haben so etwas. Ja, aber vor 15 Jahren war das noch ein Thema, worüber du nicht gesprochen hast. Nein, wirklich nicht. Und ich habe auch gedacht, alle werden mich judgen und so. Aber es sind mich dann natürlich die Leute besucht. Und ich bin dort in dieser Klinik. Wie lange bist du da gewesen?
- 49:25Nur vor zwei Wochen. Okay. Nur zwei Wochen, weil ich hatte eine akute Phase und mein Zustand hat sich aber so schnell stabilisiert. Sie haben mich dann nachher, weil so ein Langzeitaufenthalt für eine Depression ist drei bis sechs Monate. Und sie haben mich dann eigentlich... Wow. Ja. Mhm. Wow. Ja, aber es gibt halt Leute... Es ist immer unterschiedlich. Und es gibt Leute, die reagieren anders darauf.
- 49:44Und ja, vielleicht je nachdem wie chronisch es sich anschließt oder ob es neurobiologisch ist und so. Und bei mir haben sie halt angefangen mit Medikamenten, zuerst Demesta, um die ganze Spannung zu lösen. Antidepressiva nehme ich an. Ist das Demestra? Demestra löst so die Spannung, also das, was ich gemacht habe. Das hast du dann nicht gehabt? Nein, das habe ich am ersten Abend gewählt. Das ist ja nur eigentlich Haut berühren und...
- 50:08Ja, ja. Oder du hast so ein Ding, wie wenn du mega wütend bist und du willst so... Ja. Du hast so ein... Der Körper sucht ein Ventil. Mhm. Für die Emotionen. Sport ist es. Würdest du Sport machen, würdest du vielleicht nicht so anfangen, oder?
- 50:22Damals hast du auch keinen Sport gemacht? Nein. Ich bin auch nicht gut geschlafen. Dann habe ich das Termin bekommen. Dann ging die Irrspannung weg. Ich war zwei Wochen dort. Es ist völlig einsam, wie ein gebrochenes Bein. Es ist so krass und so viele Leute leiden darunter.
- 50:43Aber es ist einfach wie ein Zustand, wenn du den Ski umfällst, brichst du dein Bein. Ich wurde überlastet, habe diese Belästigung erlebt und es ist mir einfach zu viel geworden. Ich war überfordert und dann passiert das Psychische. Nach zwei Wochen haben wir dann die Analyse gemacht, wie die andere Einheit für Langzeit gehen würde. Wo du dann andere Zimmer hast und so. Und dann haben sie schon bei mir den Test gemacht und haben gemerkt, dass sie stabil genug sind, um wieder nach Hause zu gehen. Zu den Eltern.
- 51:13Und du hast dich aber auch gefühlt? Ja, voll. Und ich habe gemerkt, weil auch am Anfang, Psychiater testen am Anfang immer so etwas. Ich weiss nicht, ich habe es nie bestätigt bekommen. Aber wenn du so ein bisschen depressiv bist, dann sagen sie immer so, wie geht es ihnen? Ja, aber es ist ja auch alles mega schwer. Und wenn du Depression hast, dann kannst du auch brüllen. Und das hat er bei mir auch gemacht. Aber es ist schon schwer, sagt mir der Arzt. Und ich so...
- 51:37«Ja, ich war schon draussen. Immer noch schwach, aber schon über dem Berg.» «Wärst du nicht über dem Berg gewesen, wärst du wahrscheinlich in und hätte gesagt, das wird mega schwer.» «Ja, du fängst gerade an zu weinen. Und dass ich gar nicht mehr so reagiert habe. Ich hatte schon solche Zeitgedanken nicht mehr. Der springende Moment war bei mir nach einer Woche. Du konntest einen Spaziergang machen und dort eine Folge oder so.
- 52:02Und ich sah plötzlich, dass die Sonne rauskam. Ich habe ein Gipfeli, ein Brötchen, einen Kuchen, ich habe ja alles gegessen, was ich wollte. Plötzlich der Kaffeetrinken hat mir wieder Freude gemacht. Du hast das alles nicht. Du bist abgestellt.
- 52:19Es ist mega krass, wenn man es nicht hatte. Also Emotionen stellen wie ab? Ja, wie wenn man eine Panikattacke hat und du bist kerngesund, aber du denkst, du schläfst. Es ist ganz krass, wie wenn wir uns jetzt hier ins LSD reinspecken würden, dann käme man in irgendeiner Welt. Das ist alles möglich, das ist nicht das LSD, das das macht, sondern das LSD löst Sachen aus, die das machen. Und es gibt ja auch eine Rede... Ich habe auch einen bei dir im Podcast gehabt, der über das erzählt hat. Ja, mega.
- 52:44Ich kann es noch nicht mehr. Aber ja, mega spannende Folge. Ja, das ist mega crazy. Es gibt auch ein Medikament, das man nehmen kann, das einen Side-Effekt hat. Es geht, glaube ich, etwas um den Magen. Und es hat einen Side-Effekt, dass es dir das Dopamin runternimmt.
- 53:00Und alle Menschen reagieren mit «instantly» stark depressiven Symptomen auf das. Andrew Huberman, der Podcaster, der erzählt das. Der hat das mal bekommen, er ging in eine Entzündung, und er hat gesagt, «Ich bin nicht mehr aus dem Becken rausgekommen, «instantly», also was habt ihr mir gegeben?» Und dann sagt er als Neurobiologe quasi so, «Gebt mir sofort etwas anderes, das meine Dopaminaufnahme wieder stabilisiert.» Und dann hat er gesagt, «Ich habe dort verstanden, was Depression kann sein.»
- 53:29Ja, deshalb Topamin-Höfe halten, das ist gut. Das ist herrlich. Was sagst du Menschen, die sagen, es gibt keine Depressionen? Eben, also wenn du das erlebt hast, was ich erlebe, dann sagst du natürlich Bullshit. Es ist auch medizinisch anerkannt, dass es das gibt und man kann das ja im Hirn messen, welche Hirnaktivitäten gerade wie sind. Was würde man dann auch sagen? Panikattacken existieren auch nicht.
- 53:56Jemand, der Psychose hat, erfindet das alles. Also offensichtlich sind die oder verliebt sind sie auch nicht. Wenn du dein Kind liebst oder deinen Partner liebst oder deine Eltern liebst, das gibt es alles nicht. Wir sehen das ja nicht. Hey, das ist real. Und eine Depression ist halt einfach, du hast kein Gefühl. Du bist dunkel, grau, taub, abgestellt. Du kannst nicht empfinden. Und
- 54:20Schlussendlich kannst du deinem Leben nicht mehr nachgehen. Dann ist es wie eine Diagnose und du kannst messen. Darum, ja. Aber es gibt ja dann die, die sagen, ich bin nicht Fan von ihm, aber Andrew Tate hat das mal so erklärt, warum er nicht an das glaubt. Er sagt, es hält ihn davon ab, einen zu bekommen, weil er realisiert irgendwie schon, dass es Depressionen gibt, klinisch. Er streitet das nicht ab. Er ist immer so, er haut in den Reels so raus.
- 54:48Wenn er wirklich reflektiert, wenn er von einem Psychiater oder Psycholog zu diesem Thema befragt wird, dann sagt er schon, ja, ich akzeptiere schon, dass es in der Medizin existiert. Aber mir geht es besser, wenn ich mir sage, es gibt es nicht. Aber du würdest sagen, das ist das Mindset? Das ist das Mindset, das er hat. Oder? Das kann ich verstehen. Wenn jemand einfach sagt, hey, schau, ich tue mich, das kann einen schon davon abhalten. Wir wissen alle, wenn wir in ein Bewerbungsgespräch reingehen, überzeugt sind, wir bekommen einen Job, bekommen wir einen EH. Wir bekommen ihn nicht garantiert.
- 55:16Nein, aber eher. Und wenn du vielleicht sagst, ich sage, Depression gibt es nicht, kann das schon deine Chance reduzieren, dass du eine bekommst? Wie du dann einfach sagst, hey komm, das ist auch so schwierig. Du kommst vielleicht schon vorher an, dass es gar nicht so weit kommt, weil du gewisse Mechanismen in den Weg setzt.
- 55:35Und der Satz «Reiss dich doch zusammen» ist so böse, der kann so böse sein, weil jemand, der schon über den Berg, also über den Kipptisch ist, bringt nichts mehr. Aber jetzt ich, weisst du, wie oft reisse ich mich zusammen? Wie oft reisst du dich zusammen?
- 55:50Ja, doch, immer wieder. Immer wieder? Immer wieder. Ich sage mir das manchmal auch. Jetzt komm, jetzt gehst du ins Gym. Jetzt komm, jetzt gib dir einen Ruck. Jetzt los, jetzt machst du diese blöde Excel-Tabelle, Kasse Excel. Jetzt mach es. Oder mach sie rosa oder violett, dass sie hübscher aussieht, aber du machst es jetzt einfach. Jetzt sitz da drüben.
- 56:06«Jetzt such das schwierige Gespräch.» «Jetzt entschuldige dich.» «Jetzt komm, mach es einfach.» Also das kann ja auch sehr gut sein. Aber wir können nur für uns selbst, wenn ich dir sage, «Komm reiss dich zusammen.» «Geh jetzt in das Gym.» Dann kann das eben auch sehr fies sein. Ja, wenn du nicht genug stabil bist. Ja, definitiv. Mega. Als du mich das gefragt hast, bin ich gerade am überlegen gewesen. Wenn? Wenn, ja. Hast du die ganze Zeit, nicht?
- 56:31Ich weiss nicht. Ich bin einfach so ein... Ah, du bist so einer, wo... Ich bin ein hyperpositiver Mensch. Okay. Du bist das Rennpferd, das im Stall steht und rausrennen will. Ja, also ich finde meine Ruhe definitiv und ich brauche sie ja, das merke ich dann auch. Aber ich bin so ein hyperpositiver Mensch und ich glaube, in jeder Situation bin ich immer das Positive. Ja. Ich weiss nicht, ob ich mir das haben müssen...
- 56:58erschaffen für mich. Weil eben ein paar Sachen passiert sind in meinem Leben, die mich mega, mega getroffen haben. Zum Beispiel mein Vater. Weil mein Vater war für mich mein grösster Held. Und ihn zu verlieren, hat mich damals mega kaputt gemacht. Und ich habe wie, glaube ich, müssen...
- 57:15Ich habe das Positive daraus gesehen, um meine ganze Familie noch in Abgrund zu bringen, um für sie da zu sein, um ihren Rücken stärken zu können, eine Schulter für sie zu sein. Und wenn ich dann auch dort reingegangen wäre, dann wären wir so wie miteinander in Abgrund,
- 57:30Ja. Aber das ist etwas mega Männliches. Dass man noch das Gefühl hat, ich muss noch so... Es war aber auch so, dass ich am Anfang das Gefühl hatte, ich muss meine Rolle übernehmen. Bis ich dann gemerkt habe, es geht nicht. Ich bin immer noch der Sohn und ich bin immer noch Sohn meiner Mutter. Ich bin immer noch der Bruder für meine Geschwister. Aber doch, am Anfang habe ich es wie ein Hornochs geschafft. Weil ich wusste, ich muss für meine Familie schauen.
- 57:55Ja, das ist... Und dann hast du aus dem raus das positive Mindset. Aber es ist natürlich life-changing. Ich habe das auch. Einer von den... Es hat wirklich ein paar Schlüsselmomente. Der erste war mit dem Spaziergang. Du kannst eigentlich alles holen. Das Leben ist schön. Wir leben in der Schweiz. Wir müssen hungern. Uns fliegen keine Kampfflugzeuge über unseren Himmel. Nein.
- 58:16Ja, genau. Und das ein bisschen zu checken. Und ein anderer Moment war wirklich so, und das mache ich bis heute, man kann einfach sagen, das Glas ist halb voll. Oder auch, wenn das Glas komplett leer ist, ich habe ein Glas und das Wasser ist da hinten, ich kann es auffüllen. Machst du ein paar Schritte. Genau, es ist eine Möglichkeit. Oder das ist ja auch, wo der Blick auseinandergegangen ist. Einerseits sagst du, der Job ist weg, sichtbar weg, vielleicht der Lohn weg und so. Aber andererseits auch,
- 58:44Drei Tage in der Woche frei? Ja. All diese Sachen. Meine Flügel kann ich wieder ausbreiten und neue Sachen angehen. Genau. All diese Leute, die ich gesagt habe, ich habe so viel zu tun. Ich kann jetzt wieder sagen, hey, I have time. Hättest du immer noch Lust, etwas zu machen? Ich sage dem, schau nicht, was nicht stimmt mit der Situation, sondern schau, was stimmt mit der Situation. Das war für mich auch ein Game Changer. Ein absoluter Game Changer.
- 59:11Das heisst, du bist mit den 20 Jahren rausgekommen aus der Klinik? Oder warst du über dem Berg? Nein, ich war schon 22 und war schon alles durch.
- 59:24Mit 22. Also ich würde sagen, so angeschlossen, angefangen hat es mit dem Job und so, so vielleicht neun Monate hat sich das angebahnt. Genau. Dann ist die Krise gekommen und dann nach zwei Wochen quasi wieder zu Hause und dann wieder stabilisiert und dann wieder angefangen zu studieren, wieder zurück. Und dann, ich würde sagen, vielleicht hast du immer schon so ein Jahr nach Wehen, nach einer Depression. Ja, okay. Ja. Cool. Und dann bist du wieder...
- 59:54Dann bist du über dem Berg. Ja, und dann hatte ich halt die ganzen Tools. Ich habe mega viel gelernt in der Klinik. Ich habe dort gewusst oder herausgefunden, was man machen kann, was hilft und so. Und dann hat mich das natürlich auch angefangen zu faszinieren. Und dann habe ich angefangen, alles richtig zu machen oder richtig für mich, auf mich zu achten. Und darum, ich bin jetzt halt die. Ich bin nicht die Selbstopferin in einem Team, der 16 Stunden am Tag arbeitet, weil ich weiss, wo es mich hergeführt hat.
- 1:00:18Und du kannst das vielleicht und andere können das vielleicht auch. Und ich applaudiere das, weil jeder hat andere Skills. Mein Skill ist es nicht.
- 1:00:26Ich verdiene lieber etwas weniger und bin nicht ganz ausgelastet. Wobei, wenn mich die Sachen begeistert, liebe ich ja das, was ich mache. Ich bin völlig fine mit dem. Ich brauche von niemandem Geld, ich bezahle meine Sachen selber, ich bin selbstständig. Aber ich könnte vielleicht 20% mehr verdienen. Vielleicht auch 40%, wenn ich voll Gas geben würde. So Elon Musk-style. Aber es ist okay. Aber es ist okay für mich. Genau, das ist wichtig. Ich bin happy. Ja, mega. Das merkt man aber auch. Du strahlst über beide Ohren. Mega schön.
- 1:00:55Und das ist halt so der Preis, den du bezahlen musst, oder? Logisch, logisch, logisch. So Porsche oder Freidensieh? I don't know, ich nehme Freidensieh.
- 1:01:04Ich kann auch beides nehmen. Ja, die Enten können beides haben. Nein, aber definitiv immer, immer zufrieden sein. Zufrieden sein, glücklich sein. Immer. Weil alles andere folgt. Alles andere ist ein Abfallprodukt von dem, was du produzierst. Genau, und dein positives Mindset hat dich auch dort hin gebracht, wo du jetzt bist. Hundertprozentig. Und hat sicher eher dazu geführt, dass du dort für deine Familie da sein konntest.
- 1:01:28True that. 22 Jahre alt. Ja. Dann hast du deinen ehemaligen Mann kennengelernt? Ja. War das bei dieser Zeit? Ja. Also ehemalig, also das ist ja kurz vor der Hochzeit. Ah, kurz vor der Hochzeit in der Donau. Genau, ja. Okay, also das war alles nach dieser Depressionsphase und nach dem Wehen?
- 1:01:48Richtig. Er hat mich kennengelernt. Da war ich nicht allzu lange aus der Klinik raus, schon ein paar Wochen, aber nicht allzu lange. Also innerhalb von einem Jahr oder im gleichen Jahr noch. Ich muss sagen, es war nicht eine gute Beziehung, darum ging es sehr auseinander.
- 1:02:04Aber er hat mich auch aus dem herausgeholt. Er hat natürlich gesagt, komm, wir machen das, wir machen das. Er hat sicher auch auf mich geschaut. War es dein Hoffnungsschimmer nach dieser Zeit? Wie so, ich konnte mich jetzt heilen, mir geht es jetzt wieder besser, jetzt ziehe ich gute Sachen an und dann ist er gekommen. Ich habe in diesem Moment nicht so gedacht, ich habe das jetzt manifestiert. Obwohl wir uns wirklich auf der Strasse begegnet sind und sind stark geblieben und angefangen miteinander zu reden.
- 1:02:30Es war irgendetwas in der Luft, aber ich habe das nicht auf der Vision Board manifestiert. Ich war noch sehr beschäftigt mit meinen Sachen. Aber ja, er hat mich sicher ein wenig rausgeholt. Mega. Er hatte halt sein Leben und seine Sachen und er ging mit mir raus. So ganz normale Sachen. Er hatte sicher eine gute Wirkung, er ist ja nicht schwarz und weiss.
- 1:02:55Das Problem bei ihm war einfach, dass... Ausser deinen Taschen. Hm? Ausser deine Taschen. Was meine ich? Die schwarz und weiß. Ah, die meine ich. Ja, genau. Ich liebe schwarz und weiß, genau. Aber im Leben ist nichts schwarz und weiß. Nein, das stimmt. Ja, es war bei ihm halt so, dass es eine Machtquelle dort war. Genau. Und ja, er hatte seine charakterlichen Schwierigkeiten und hat das mit hinein gebracht, was wir heute auch machen. Wir nehmen alle unsere Wunden mit hinein in Beziehungen.
- 1:03:24Wir haben alle einen Rucksack mit egal was. Den Rucksack tragen wir mit uns. Und am einfachsten ist, wenn man den Rucksack aufmachen kann, das habe ich, das nehme ich mit. Und dass man da ein Match macht und sagt, hey, geht das für dich, passt das? Und wenn das umso früher in einer Beziehung passiert, desto einfacher wird es. Nicht, dass es immer einfach ist, aber desto einfacher wird es. Und man muss immer noch über gewisse Sachen diskutieren. Und das ist gesund und das ist auch richtig. Aber ja, absolut. Das sehe ich.
- 1:03:53Ich würde nicht sagen, dass er ein böse Mensch ist. Das hätte man vielleicht auch gut getan in der Therapie. Nein, ich würde es nicht mal so sagen. Wir sollten alle in Therapie gehen. Es ist nicht so, dass ich ihn in ein Ding stellen muss. Ich finde es immer gut, wenn man einen Partner hat auf Augenhöhe.
- 1:04:13Ich glaube, das ist es. Weil ich glaube, wenn du komplett unterschiedliche Machtverhältnisse hast, dann wird das immer zu einem Thema. Und der Reiz für die Person, die in der Macht ist, das zu nutzen, diese Versuchung ist gross. Muss nicht immer so sein. Und wenn es nicht so ist, ist es super.
- 1:04:31Ich habe jetzt angefangen, mich zu beachten. Dass ich eben trotzdem meine Unabhängigkeit bewahre. Das habe ich dort nicht gemacht. Ich hatte natürlich auch nicht viel. Ich hatte noch nichts erreicht, nicht aufgebaut. Alles war noch vor mir. Er kam dann auch so ein bisschen und fand, «Ey komm,
- 1:04:49«Ich liebe dich, du bist für mich da, wir heiraten und für dich ist gesorgt und I'm obsessed with you.» War das so deine Entscheidung, das zu machen? Nein, ich habe mich natürlich schon gefragt. Aber ich habe dann auch gedacht, hey, Erfolg. Meine Mama hat auch nie gearbeitet. Das ist ja das Modell, das den Mann versorgt und die Frau nicht arbeiten geht. Oder einfach runterfährt. Für ihn ist das jetzt nicht neu. Das hat nicht er erfunden. Ja, klar nicht.
- 1:05:15Das ging ein wenig mehr in dieses Ding. Ich habe das schon bei meinen Eltern gesehen, dass das funktionieren kann. Für mich mit tieferer Belastbarkeit nach der Krise, die ich hatte, ist es sicherlich auch gut gelaufen. Aber ich wollte eigentlich trotzdem noch studieren. Es ist nicht so, dass ich alles über Bord geworfen habe. Aber das wurde am Schluss ein Problem.
- 1:05:39Mit 24 hättet ihr heiraten sollen. Du bist 24, er ist ja geirrt. Hättet ihr heiraten sollen und kurz davor... Ja. Er hat mich dann trotzdem belogen wegen wichtigen Sachen. Wir reden hier nicht von Betrügen, obwohl das auch wichtig wäre, aber es war noch gravierender. Ja.
- 1:05:59Ja, voll. Zum Schicksal einer anderen Person, obwohl er nicht mehr in der Schweiz lebt, das wird er nie sehen, aber trotzdem. Und gewisse Leute, die vielleicht hören, kennen ihn vielleicht auch noch, weil ich mich schon lange kenne. Aber es war wirklich so ein bisschen Next Level. Wirklich? Oh mein Gott.
- 1:06:17Jetzt kommen meine Wunderlosen. Aber ja, ich verstehe. Nein, aber es ist jetzt nicht nichts gewalt-related. Nichts irgendwie... Ja... Ja... Am Schluss habe ich ihn immer noch geliebt. Dort, wo ich ihn verlassen habe. Also hast du ihn verlassen, nachdem du Sachen herausgefunden hast? Richtig. Weil ich mir einfach gesagt habe, er wollte ja heiraten, er wollte auch Kinder. Und ich habe einfach gesagt, das ist nicht ein gutes Foto.
- 1:06:47Das war tatsächlich so. Das ist ein gutes Thema, gute Vorlage. Du sollst über Kinder reden. Soll ich über Kinder reden? Wann war das genau? Ich habe das medial mitbekommen, dass du deine Eizellen eingefriert hast. Ja, mega. Wann war das? Das war vor etwa einem halben bis neun Monaten. Vor einem halben Jahr, ja genau.
- 1:07:13Wie bist du zu diesem Entschluss gekommen und wie hast du überhaupt herausgefunden, dass es geht? Meine Ärztin hat es mir gesagt, meine Dermatologin. Sie hat ihre Kinder bekommen. Meine Dermatologin, also deine Hautärztin. Wir sind auch ein bisschen befreundet und sie hat ihre Kinder mit 42 und 48 bekommen.
- 1:07:33Und sie hat mir gesagt, weil sie hat mich gesehen, sie hat gesehen, was ich alles mache, als sie mir das gesagt hat, habe ich im Blick geschaffen. Das war schon vor einer Weile, vor vier Jahren oder so. Dann hat sie gesagt, Silvina, ganz ehrlich, ich würde das meiner Tochter schenken, wenn sie 25 ist.
- 1:07:48«Das ist wichtig, mach das!» «Männer können ohne Probleme bis 45 warten.» «Und für Frauen ist das nicht so.» «Und es ist ja nicht nur für Frauen gut, sondern auch für Pärchen, die vielleicht gleich alt sind.» «Ein Mann ist weniger unter Druck.» «Wenn zwei zum Beispiel 35 Jahre alt sind, dann muss er, er ist unter der gleichen biologischen Uhr wie sie, wenn sie zusammenbleiben wollen.»
- 1:08:13Du kannst es einfach aufschieben, du hast mehr Freiheit und niemand zwingt dich, das zu nutzen. Wenn du die Möglichkeit hast, kannst du es einfach machen. Natürlich ist ein Kind immer noch schöner bekommen. Das ist nicht die romantische Vorstellung. Ich habe das gesehen, dort in die Kabine und so hinein. Wie kann ich mir das vorstellen?
- 1:08:34Du hast ja eine Partnerin, gell? Wenn du so Kinder machen würdest, wie es normal geht, wissen wir alle. Schon mal davon gehört. Wenn wir jetzt, also, sorry, wenn ihr jetzt so Kinder machen würdet, dann wäre es so, dass sie den gleichen Prozess machen müsste wie ich, so wie ich das verstanden habe. Also mit der Extraktion. Sie spritzen und dann wachsen ihre Eizellen und dann werden sie rausgenommen. Und du musst halt in ein Kämmerchen und dann wird es so ein Kämmerchen.
- 1:09:03Und dann hat es halt hinten ein Labor und das Mikro in einer Maschine wird zusammengeführt. So im Labor halt. Crazy. Also der Arzt dort spielt eigentlich quasi Gott oder Mother Nature. Es ist schon ein bisschen... Also, Gott weiss, dass es das gibt und dass es funktioniert. Richtig, ja. Weil...
- 1:09:29Ja, viele haben heute Kinder. Genau. Also sehr viele. Es ist ja völlig legitim und schön, dass es funktioniert. Vielleicht wäre es ja nicht gegangen und dadurch kann man sich einen Kinderwunsch erfüllen. Auch viele, die noch jung sind. Also die 32, 33 Jahre alt sind, werden nicht schwanger. Ja, ist crazy.
- 1:09:45Es funktioniert nicht, aber es kann auch anmalen. Logisch. Dort hat auch die Qualität ein bisschen abgenommen. Klar, es hat... Multifaktoriell. Multifaktoriell, ja. Das ist Einfluss der Umwelt. Das ist Echosteron, das sinkend ist über...
- 1:10:04Wenn man die letzten Jahrzehnte anschaut, ist es unglaublich, wie tief das runtergefallen ist. Genau, und wenn zwei Menschen sich lieben und sie das Kind haben möchten, wenn es den anderen Weg nicht geht, ist es cool, gibt es das.
- 1:10:21Wie lange kann man das rausziehen? Bis wann würde das gehen? Bis zu der Menopause? Darüber hinaus sogar. Über die Menopause hinaus? Ja, theoretisch. In der Schweiz sind sie etwas restriktiver, finde ich auch gut. Man muss ja nicht mehr mit 60 noch... Es sind noch Frauen mit 58 in der Welt irgendwo so schwanger geworden.
- 1:10:42Das finde ich ein bisschen crazy, aber wobei, whatever, wenn die Leute gesund sind und so, wäre das nicht meine Idee, genau. Das ist nicht mein Plan. Ähm, aber ja, weil die Frau kann immer schwanger sein. Sie kann nicht mehr schwanger werden, wenn sie keine Eizellen mehr hat.
- 1:10:59Und Menopause bedeutet eigentlich, dass deine Eizellenreserve gestorben ist. Das ist Menopause. Das heisst, du hast keine Eizellen mehr, aber du kannst eigentlich deine Gebärmutter, und sie stirbt nachher nicht ab bei der Menopause. Klar, logisch. Du brauchst deine Eierstöcke eigentlich nicht mehr während der Schwangerschaft.
- 1:11:16Du brauchst noch die Gebärmutter, das funktioniert noch. Im Ausland sind sie etwas weniger gestrickt. Im Ausland kannst du auch Sachen machen, wie ich könnte jetzt diese Einzellen auf Spanien schicken und dort alleine ohne Vater schwanger werden. Mit einer Spende. Das ist möglich. In der Schweiz ist das nicht erlaubt. Da brauchst du einen fixen Partner, was ich auch gut finde persönlich. Aber im Ausland gibt es diese Möglichkeit. Plus du kannst sie 20 Jahre aufbewahren, plus du kannst sie mit 50 Jahren noch einsetzen lassen.
- 1:11:41In der Schweiz ist es so, du kannst 10 Jahre aufbewahren, mit 45 sollte das abgeschlossen sein. Das ist ein Lachen. Das ist kühlschankend, wo die Sachen drin sind. Da machst du auf, da, da, da.
- 1:11:55Ja, ich habe sie gesehen. Wirklich? Ich habe in der KADA-Klinik geschaut. Da sind sie. Und dann habe ich auf dem Handy... Ist das so ein Büchschen? Oder wie wird das? So genau hat es nicht... Wie ist es so? Frozen? Ja, es ist so zu. Aber ich habe einen Report mit Bildern von diesen Eizellen auf meinem Handy. Ah ja?
- 1:12:13Dann siehst du, welche schöner sind, welche nicht schöner sind. Ich würde gerne das nehmen. AI hat noch einen Prozentsatz aufgeschrieben bei jeder Eizelle, wie wahrscheinlich das ist. Anhand von Bildern von Eizellen, die funktioniert haben, die sammeln jetzt alle Daten, wie die Wahrscheinlichkeit ist, dass es bei dieser spezifischen Dase funktioniert. Aber Plan wäre, um auf einer normalen oder auf einer Basis normalen, auf natürlicher Art und Weise ein Kind zu nehmen. Wie viele Kinder willst du? Ich weiss es nicht.
- 1:12:43Welche würdest du wählen? Keine Ahnung. Weisst du nicht? Ich weiss nicht mehr, ob ich Kinder will. Okay. Das ist auch gut. Ist es mehr so ein Safe Haven? Ja, das ist auch gut. Wenn ich keine Kinder haben würde, würde ich nicht traurig sein. Das ist wieder das positive Mindset. Ja. Dann kannst du reisen, dann hast du auch Vorteile. Natürlich, wenn du Kinder hast, dann ist es das Grösste, was du hast. Ja. Und dann, ganz ehrlich, ich verstehe Leute, die vier, fünf Kinder haben, das ist herzig.
- 1:13:07Ich glaube, es ist sicher schwierig umzusetzen und die vernünftigen Zahlen sind so 1-3. Aber es ist dann ein Geschenk von Gott und so viel wie es ist, so viel sind es dann. Du kannst immer noch die cool Tante sein. Genau, ja. Bist du schon Tante? Nein. Nein. Vor anderthalb Jahren wurde ich. Wirklich? Schön. Nein, ich habe da wirklich, wirklich, wirklich keinen Druck und schiede dich auch zu Erlegvorhand noch wenig.
- 1:13:36Das ist doch auch gut, oder? Mega. So eine Last von den Schultern. Mega. Also ich empfehle eigentlich allen Frauen, eben wie du es unbedingt so bis Mitte 30, vorher so gemacht hast. Aber ich...
- 1:13:50weil du dann auch deine Qualität noch erhalten bleibst und danach nichts mehr hast. Und das ist bei Frauen bis etwa 5 oder 30? Ja, und wie viele Frauen sind vielleicht 2, 30, 3, 30 und vielleicht sind sie gar nicht in einer Beziehung oder der Partner sagt, hey, ich will eine Karriere machen, ich will fünf Jahre noch keine Kinder. Alle Frauen sollten das unbedingt machen. Ja.
- 1:14:10Ich kann es noch einmal an die Kamera sagen. Gut. Okay, mega schön. Jetzt hast du gesagt, aktuell hast du keinen Freund, Partner, nicht? Bist du aber offen? Hey, ich suche nicht. Du suchst nicht? Ich suche nicht. Du lachst auf dich zu. Meine Hürden sind recht hoch. Aber falls ein Manfred51 schreibt, dann... Keine Chance. Sag mal, einfach nein. Also wie kann man dich am besten kennenlernen?
- 1:14:32Also nur über Empfehlungen von Freunden oder wenn ich sie persönlich kennenlerne. Also wenn ich sie persönlich ihnen begegne und dann irgendwie wie organisch, so on accident. Man muss mich eigentlich ein bisschen austricksen. Ah wirklich? Idealerweise realisiere ich nicht, dass die Intention da ist. Ja, weil ich blocke es gleich ab. Du blockst es ab? Ich block es ein bisschen ab, ja. Wieso blockst du es ab? Ist das Therapy Session da?
- 1:15:01Ja, maybe, ja. Aber ist schon spannend. Ja, also ganz ehrlich, ich bin nicht Single jetzt in meinem Alter, weil die Männer Arschlöcher sind oder weil ich glaube ein böse Mensch bin. Weisst du, ich meine... Also du glaubst nicht, dass alle Männer Arschlöcher sind? Nein, überhaupt nicht. Schön, gut. Nein, es haben es auch schon ein paar probiert und manchmal ist es...
- 1:15:21Du lernst dich vielleicht kennen und merkst, es matcht nicht. Vielleicht bist du weniger interessiert oder du merkst auch, hey, die andere Person hat glaube ich... Was ist dir wichtig? Dass ein guter Mensch ist. So, noch eine Frage.
- 1:15:42Das ist so schwierig. Du bist nachher Anleitung, nachher jemand, der Lust hat, mitschreiben. Also, Values. Ich sage am Schluss, natürlich wünschst du dir alle das, was sie in den romantischen Filmen zeigen, die romantischen Momente, die Anziehung, das Kribbeln und all das. Natürlich ist das wunderschön.
- 1:15:59Aber wenn du 30 Jahre zusammen bist oder auch 10 Jahre oder 5 Jahre zusammen bist, ist das nicht der Hauptmoment. Du musst dich verstehen. Du musst beste Freunde sein. Du musst eigentlich «friends with benefits» sein. Gute Freunde. Ja, natürlich nicht nur das. Natürlich soll das Romantik auch dazugehören. Und ich bin nicht für «situationships», überhaupt nicht. Aber eigentlich, wenn du wirklich, wirklich, wirklich «best friends» mit dem anderen noch bist, ist das eine gute Ausgangslage.
- 1:16:27und dann kannst du definieren und die meisten natürlich Exklusivität und dies und das, klar. Aber da muss dann jeder definieren, wie sie es für sich machen wollen. Da gibt es viele Modelle. Also Values. Ich wünsche mir auch
- 1:16:43Ich setze auch Hürden hoch, weil ich nicht mit jemandem zusammen sein möchte, der mich nur wegen dem will, was ich mache. Oder wie ich aussehe oder sonstige oberflächliche Dinge. Weil das würde ich alles vielleicht verlieren. Nein, ich würde es sicher verlieren. Also aussehen definitiv und das, was ich eventuell auch mache. Das ist so, ich will mit jemandem sein und natürlich umgekehrt auch, ich will auch ihn dafür.
- 1:17:09Nicht wegen was er macht oder wie fit er aussieht. Vielleicht wird er krank und dann... Du musst dich verlieben und an einen Menschen, seinen Kern, seine Seele lieben. Absolut. Ich glaube ganz, ganz fest daran. Und darum, am Anfang, wenn man mich kennenlernt, bin ich vielleicht auch sehr distanziert. Weil ich gebe nicht gerade am Anfang alles auf den Teller.
- 1:17:31Weil dann verliert man sich ja genau in das. Das ist ja natürlich. Menschen, also man sagt Männer, aber wahrscheinlich auch Frauen, sie verlieren sich ja nicht in den Mensch, sondern sie verlieren sich auch so ein bisschen, wie sie sich fühlen mit dem Mensch. Wie ist das? Ist das relaxed? Ist das entspannt? Das ist ganz normal. Und das geht mir auch so. Ich denke, ich verliere mich auch ein Stück weit so. Aber gleichzeitig muss die Kompatibilität da sein.
- 1:17:58damit ich am Anfang zurückhalte, lange Kennenlernphasen, sehr viel Hürde, ich halte sie sehr lange auf Abstand, weil wenn sie dann immer noch weiter sich Mühe geben, dann merkst du, was sie wirklich wollen. Und was ich auch mega finde, ist, wenn trotz Angst vor mir oder trotz dieser Möglichkeit, dass sie einen Korb bekommen könnten, wie sie gar keine klaren Zeichen bekommen, wenn sie dann gleich getrauen, zu sagen, hey, ich bin interessiert,
- 1:18:22Sie müssen nicht sagen «heiraten mich», sondern einfach so «hey». Oder sie spüren es, sie müssen es auch nicht sagen. Sie müssen nicht sagen «willst du mit mir gehen?». Aber wenn ich spüre... Ja, nein, vielleicht, das gehört. Ja, wenn ich spüre, sie begeben sich... Das machen viele Männer nicht. Viele Männer haben so Angst. Viele Männer sagen mir auch «uh, ich habe Angst, den ersten Schritt zu machen, ich muss von der Frau ein bisschen Zeichen bekommen zuerst, weil...»
- 1:18:39Was ist, wenn ich den Schritt wage und sage, komm, gehen wir auf ein richtiges Date und sie gibt mir einen Korb. Und dann fragen sie, gehe ich auf ein Date? Ich habe eine super Kollegin, wunderschöne Frauen, top, top, top, auch Charakter, stark, erfolgreich, alles. Und sie sagen, wenn ich das letzte Mal auf ein Date gefragt wurde, von einem, wo etwas ist, oder? Mhm.
- 1:18:58«Fuckboys» ist ein anderes Thema. Die wollen daten. Ja, aber ein anderes Thema. Und die wollen wir auch nicht. Die Filter ist ja dann auch nach... Entweder schon beim Schreiben oder so. Spätestens nach drei Treffen habe ich die immer rausgefiltert. Du merkst, es ist kein Tiefgang. Komische zweitäutige Sprüche und so.
- 1:19:20Ja, die wollen schon daten. Ja, die wollen schon daten. Die machen auch gerne mal den ersten Schritt. Die machen den ersten Schritt, weil sie nichts verlieren. Sie machen das Massen-SMS an alle Frauen. Hey, bist du unterwegs? Wie heissen die Gruppen auf WhatsApp? Broadcast. Hey, bist du unterwegs? Was machst du am Freitag? Ich bin zufrieden, ich bin in Zürich. Ja, genau. Nein, nein. Okay, I see. Also auf jeden Fall Tiefgang, Kommunikation, Wert.
- 1:19:47Ja, mega. Ich glaube, das ist das Schönste. Und es gibt natürlich auch Dinge, wie dass man sich auf den Menschen verlassen kann. Das ist so wichtig. Hey, wir haben alle Fehler. Und jeder wird die verschiedenste Macke haben können. Was sind denn deine Fehler? Meine Fehler. Du sagst, wir haben alle Fehler, dann hast du sicher auch einen. Ich habe sehr viele Fehler. Ach so? Ja. Ich kann nicht gut kochen. Ich habe viele Fehler. Wie überlebst du das ohne zu kochen?
- 1:20:15Also ich gehe manchmal... In die .ch? Livrando? Nein, mega wenig. Aber ich mache vielleicht einfach einen Salat oder einen Protein-Shake. Ich finde Essen ein bisschen overrated, ehrlich gesagt. Oh nein, wirklich? Ja, ja. Es ist Leben. Ja, aber das gekochte Essen ist ja meistens gar nicht gesund. Ich esse es sehr... Warte, warte, warte. Das gekochte Essen in den Restaurants. Also im Restaurant essen sehe ich 100%... Ich gehe gerne ins Restaurant essen.
- 1:20:43Du nicht? Was isst du? Wir können sehr gerne und viel ins Restaurant.
- 1:20:50Aber ich glaube, wir beide verfolgen das Virus 28%. Also 80% schauen wir, dass wir gesund essen. Ich meine, sie macht eh Sport wie eine... Wirklich? Geht ihr zusammen ins Gym? Das wenig, aber sie hat ein Pilatenstudio. Ah, okay. Ah, nice. Im Dezember haben wir das eröffnet, hier in Walliselle. Und sie macht teilweise vier, fünf Klassen. Nein, ohne. Sie macht Mathe. Okay.
- 1:21:13Manchmal machen wir so Männer-Pilates. «Ich spitze mir Reissacken.» «Die Sterbe. Bei Männern ist Pilates mega schwierig.» «Woah, so schlimm. Ich habe dann drei Tage Muskelkater, der ist tot.» «Ich schleppe mega gerne Männer ins Pilates. Männer, die denken, sie seien mega fit und dann sterben.»
- 1:21:29Geh mal, wenn du mich jetzt am Auslachen bist. Geh mal selber. Es ist mega lässig. 80% machen wir Kleinessen, schauen wir, gehen laufen. Und 20% mal ins Restaurant. Wir gehen gerne in die Berggasse. Ja, da war ich früher oft.
- 1:21:47Ja, ich bin... Also, weisst du, zuhause einen Salat machen oder irgendetwas anbraten oder irgendwie... Ich kann ja das schon. Aber ich bin jetzt einfach nicht die, die... Keine Ahnung, wie ich eine Lasagne mache. Keine Ahnung. Keine Ahnung, keinen Plan. Wirklich nicht. So Pasta kochen und so. Also Pasta könnte ich so gar nicht, aber das mache ich gar nicht, weil das muss ich nicht zuhause essen. Wenn ich ins Restaurant gehe, esse ich Pasta. Wenn ich zuhause bin... Ich mag gerne so Sweet Potatoes, Avocado, weisst du... Hast du mehr gebraten? Ja, natürlich. Ja, so.
- 1:22:15Ich kann mich ernähren. Amüsli, sonst würdest du mir hier sitzen. Genau. Keine Schwierig. Nein, ich gehe zu Hause und zur Lieferdienst und so selten. Ich bin sehr puristisch, ich esse gerne rohe Sachen. Verfolgst du eine spezielle Diät? Nein. Es ist alles, auch Fleisch? Ja, alles. Aber das ist so eine Marke, wo ich denke, ich könnte gerne kochen.
- 1:22:41schlussendlich kann man sich hinterstecken, wenn man in den Koch geht. Hol! Hast du das mit deinem Vater gemacht? Ja. Wir hatten eine Gourmet Akademie. Da haben wir Geschäfte eingeladen und dann hat jeder ein Gericht gemacht, also Vorspeise, Hauptgang und dann haben die alle gegessen. Megalesig. Eben, das ist so cool. Megalesig. Und manchmal, wenn man ein Rezept nimmt und etwas macht, wenn man eine Suppe macht oder so, ist das auch mega etwas Schönes. Ja. Ich nehme mir dann auch gerne Zeit und so.
- 1:23:08Aber das ist etwas, aber mir fehlt Angst schlichtweg die Zeit. Ich arbeite schon recht viel. Wie viel? Eine Stunde am Tag? Kennst du das? Es kommt darauf an, in welcher Phase ich gerade bin. Aber in normalen Phasen ist schon viel. Und schon etwas am Abend. Und ich mache es auch mega gerne.
- 1:23:24Ja, also das ist mit dem Essen. Wenn ich den ganzen Tag frei hätte, dann könnte ich wahrscheinlich... Dann würde ich einen höheren Anspruch haben, dann würde ich ein riesiges Geruch machen. Dann würde ich alle Zutaten frisch... Ich könnte nicht solche Soßen nehmen, wie Fertigsauce und so, das geht nicht. Es muss dann schon frisch sein. Voll. Auch so tröchelnde Kräuter, das geht nicht. Ich muss den Basilikum, ich muss den Rosmarin, ich muss frisch alles haben. Also es ist dann vielleicht auch einfach nicht umsetzbar für mich, um jetzt jeden Abend noch zu kochen.
- 1:23:50Aber andere Fehler, das ist eigentlich etwas Oberflächliches. Andere Fehler, ja, vielleicht, wenn ich unsicher bin oder so, dass ich nicht gerade darüber rede, sondern dass ich immer ruhig bin. Das ist meistens kommunikationsschwierig. Das ist eine, die sich ein bisschen drüber frisst. Ja, ich bin jemand, der sich so zurückzieht, vielleicht. Wo immer Sie sind. Ja, ich glaube...
- 1:24:15Ja, wobei, das ist etwas, das ich an mir schaffe, wenn ich es natürlich «catche», das Verhalten. Dass ich dann mal probiere und wieder den Schritt mache. Aber ich glaube schon, dass ich das eher so halte. Aber sonst bin ich eigentlich immer gut drauf, das ist so das Plus. Aber ich muss jetzt einen Fehler finden. Nein, das musst du nicht, das ist ja gut. Nein, ich muss einen richtigen «red flag» finden, sonst ist es nicht authentisch. Jetzt setze ich mich unter Druck.
- 1:24:39Aber es gibt sicher... Und nachher, wenn ich zuhause nicht da bin, gefallen mir die besten Red Flags. Ich denke so, ich hätte sie raushauen sollen. Ich hätte sie... Hey, Mol, ich habe eine gute. Jetzt. Jetzt haben wir es. Ich bin manchmal nicht asozial, sondern antisozial. Ich mag manchmal nicht socialisieren. Voll okay. Findest du? Voll okay. Das ist kein Red Flag. Ja, aber weisst du, es gibt ja... Das ist zu hoch für mich ein Red Flag.
- 1:25:10Nein, aber das ist kein Red Flag. Aber weisst du, es gibt ja auch dann... Irgendwann ist es auch fertig. Die Social Battery, wenn sie geklärt ist, ist sie geklärt. Ja, aber weisst du, wenn ich dann jemand bin, der sagt, nein, ich bleibe zuhause oder ich gehe jetzt zuhause oder ich will jetzt nicht mehr weiter raus, das ist vielleicht das. Okay. Aber eben, andererseits sage ich dann auch, hey, dafür bin ich am nächsten Morgen wieder der bestgelunteste Mensch auf der Erde. Ich spüre, das ist jetzt mein Limit. Wenn ich das Limit jetzt überschreite, dann wäre ich vielleicht draussen geblieben. Dann hätte man nachher den Streit.
- 1:25:39Eben, genau. Ich bin gegen Gewalt und das ist für mich auch verbale Gewalt. Das ist ein Riesending für mich. Nicht beleidigen. Oder wenn es geht, dann nicht mit der Stimme aufhalten, den Respekt behalten vor dem Menschen. Sich entschuldigen können. Ja. Bist du jemand, der sich gut entschuldigen kann?
- 1:25:59Je nachdem. Ich habe jetzt gerade eine offene Entschuldigung gegenüber jemandem, den ich noch aussprechen muss. Ich wollte aber auch die Person sehen und so. Es ist jetzt auch nicht ultra dramatisch. Es ist eigentlich mehr so, die Person hat mir das einmal gesagt. Und zwar...
- 1:26:15Dort ging es auch darum, dass ich nicht so emotional zugänglich war für den Menschen. Und ich habe sie wirklich ein bisschen abgeblockt, unterbewusst. Ich habe es gar nicht wahrgenommen. Und dann hat mir diese Person das gesagt, so «ich fühle mich...» «Weisst du wieso? Hey, wieso bist du so? Hast du mich überhaupt noch gerne?» Irgendwie so, oder? Es ging in diese Richtung.
- 1:26:35Ich dachte dann, ich sei beschäftigt, ich sei böse, alles gut, love you. Ich war Familienmitglied. Nachher war ich irgendwann im Bett und dachte mir am Hirn, sie hat recht, ich muss mich jetzt entschuldigen. Dann kamen die Emotionen hoch.
- 1:26:54Und ich habe dann richtig realisiert, dass ich kalt war und dass ich das gar nicht sein will und dass ich das eigentlich auch gar nicht bin, sondern Stress kann das überlagern. Wenn du viel los hast, gerade Sachen passiert sind, verbringst vielleicht Zeit mit einer Person, bist nicht dort, you're checked out und dann merkt man, dass die andere Person, wenn sie feinfühlig ist.
- 1:27:15Das ist eine offene Entschuldigung. Die wird dann platziert. Ich freue mich auch schon darauf. Hast du die Entschuldigung der Person eh schon gegeben, wenn der Polter draussen ist?
- 1:27:27Wahrscheinlich ja. Dann wird das in zwei Wochen gehen. Nein, die Realisation ist in der letzten Woche gekommen. Ja, und ich freue mich auch darauf. Und ich denke, es wird auch emotional. Das Schlimmste ist, wenn jemand sagt, ich bin nicht happy und ich erwarte eigentlich eine Entschuldigung und du checkst es nicht. Du denkst so, sorry, ich bin doch da, ich habe doch immer alles gemacht.
- 1:27:51Ich komme nicht raus. Das ist nicht so cool. Und dann kann man trotzdem sagen, es tut mir leid, dass du nicht fühlst, dass ich dir genug gegeben habe oder dass ich genug da war. Aber du innerlich kannst es nicht ganz nachvollziehen. Du nimmst es zur Kenntnis und sagst, okay, ich hoffe mich zu bessern und ich will, dass du glücklich bist. Es ist mir zu anliegen, darum sorry. Und ich gebe auch eine Besserung. Aber du innerlich kannst es nicht ganz nachvollziehen. Aber es ist viel schöner, wenn du merkst, wow, sie hat recht gehabt. Oder er hat recht gehabt.
- 1:28:21sie haben etwas an mir gefangen. Einen blinden Punkt, den ich habe. Ja, das ist eine ganz andere Entschuldigung. Du kannst noch entschuldigen und dann kannst du gerade noch Danke sagen, dass sie dich gefangen haben. Und darum freue ich mich drauf. Schön.
- 1:28:38Ja, blinde Flecken, das ist so ein Thema, gell? Ja. Das ist so ein Thema. Wir haben sie alle immer. Wir haben sie alle? Ja. Wir haben sie alle. Weisst du, ich habe blinde Flecken auf meinen Fählen, mir fällt nichts ein und weisst du, so als wenn man... Ja, und da braucht es irgendwo einen Spiegel, wo dann... Da komme ich mit kochen, so. Hast du vor etwas eine richtige Angst?
- 1:28:55Ja, ich bin so ein bisschen eine ängstliche Person, aber das hängt auch zusammen, habe ich gelernt, mit der depressiven Symptomatik. Weil du triffst dich ja nur in so einen Stress, wenn du Ängste hast.
- 1:29:09Am Schluss. Kein Mensch, der null Angst hat, tut sich den Stress an. Auch du, die Angst, ich muss für meine Familie da sein, ich werde ihnen nicht gerecht, es geht ihnen nicht gut, das ist eine Angst. Und Existenzängste, all das, es ist immer so, Angst kreiert Stress. Und ich muss people pleasing oder so, all das ist eigentlich so ein bisschen angstdriven. Ich könnte nicht akzeptiert werden, ich bin nicht gut genug. Hast du das, dass du ein people pleaser bist?
- 1:29:38Mit Leuten, die ich nicht kenne, gar nicht. Leuten, die mir wichtig sind, habe ich sie sehr. Sehr harmoniebedürftig. Und wenn jemand im Kreis drin ist, ist es mir sehr wichtig, dass es ihnen gut geht und dass ich gut bin zu ihnen. Weil ich finde, was leben wir sonst? Ich bin die Erfahrung von meinem Geist. Und ich bin, wie andere Menschen mich erfahren.
- 1:30:01Warte, ich bin die Erfahrung meines Geistes. Das hast du sehr schön gesagt. Also warte, ich bin die Erfahrung meines Geistes. Du bist die Erfahrung von dem, was du gemacht hast. Ich finde es sehr schön, aber erklär es bitte. Also ich bin das, was mein Geist erfährt. Also mein Gehirn. Es muss nicht spirituell werden. Aber obwohl ich auch offen für Spiritualität bin. Mega, wir können gerne spirituell werden.
- 1:30:25Ja, aber ich bin die Erfahrung von meinem Geist, von meinem Verstand, von meinem Intellekt. Das passiert hier drinnen. Unser Hirn sitzt hier drinnen in einer dunklen Box. Und sie bekommt die Inputs von aussen. Wir können fühlen, wir können schauen, wir können reden, hören. Aber eigentlich bekommt das Hirn nur das Signal, das elektronische Signal eigentlich übermittelt, was da draussen passiert.
- 1:30:50«Mein Hirn sieht dich nicht, meine Augen sehen dich.» Wobei Augen eigentlich eine Erweiterung des Hirns sind. Sie sehen dich und schicken das Signal und dann nehme ich dich so wahr. Dank diesem schönen Licht kann ich dich sehen, wäre es dunkel, würde ich dich nicht mehr sehen.
- 1:31:00Ich bin die Erfahrung von dem, was da passiert. Die Signale, die ankommen. Das ist das, was ich wahrnehme. Und ich bin auch das, was andere Menschen wahrnehmen. Das bin ich auch. Das, was du jetzt an mir siehst, das, was Leute sehen, die den Podcast hören, und das, was alle Menschen, die mit mir zu tun haben, das bin ich. Sie erfahren das. Sie bekommen Informationen. Sie bekommen eine Emotion vielleicht. Egal, was es ist. Eine positive oder eine negative Emotion.
- 1:31:29Und ich wünsche mir erstens, dass meine Erfahrung möglichst positiv sein kann. Und dass gleichzeitig die Erfahrung der anderen Menschen, die mir ausgesetzt sind, auch positiv ist. Das hast du mega schön gesagt. Das habe ich so noch nie gehört. Ja, ich weiss nicht. Ich habe es nirgends gehört, das mit der Erfahrung des Geistes. Hast du es auch so, Jalousem?
- 1:31:52Ja. Aber ich kann es jetzt nicht quoten. Ich kann andere Sachen quoten, aber das mit dem Hirn, der in der Box sitzt, das ist so ein bisschen Neurobiologie, wenn man das mal anschaut. Das habe jetzt nicht ich erfunden. Aber ja, ich bin das, was da drin ist.
- 1:32:10Du hast von der Spiritualität angesprochen. Bist du spirituell? Ja. Ja. Weil ich meinen fast Ehemann verlassen musste. Ja. Ich habe dort ein bisschen Hilfe von Gott bekommen. Mhm. Und ich war vorher gar nicht religiös. Ich musste in ein katholisches Internat.
- 1:32:33Oh was? War das in London? Nein, das war nach Dessin. Nach London kam noch Dessin. War das auch noch? Nein. Solo seimei. Aber immerhin. Nach London konnte ich null Italienisch. Meine Mutter fand, wir gehen nach Dessin. Schönes Wetter. Wir kaufen ein Haus dort.
- 1:32:51Und die Kinder gehen auch in die Schule und der Papa arbeitet in Zürich und lebt in Zug. Und dann wurde ich in so einem Internat eingeschult und konnte am Wochenende nach Hause gehen. Ich war unter der Woche im Internat mit der Idee, dass ich schnell Italienisch lerne. Und dort, also ich habe es wirklich...
- 1:33:09Ich habe es dann sehr rebelliert. Es war nicht Glauben, es war nicht Spiritualität, es war eine Religion. Jetzt wird gebetet. Es war eine Kirche. Genau. Ich konnte so nichts damit anfangen.
- 1:33:27Da habe ich es sehr rebelliert. Ich fand, das ist doch alles der grösste Schwachsinn. In dieser Schule hatte es eine Jesusfigur aus Holz am Kreuz. Wir haben sie immer angeklemmt mit einer Kappe und einem Schal. Oh mein Gott, das war immer ein Riesending. Dann habe ich in Zürich ein Wintertour gemacht und war auch im Testing.
- 1:33:48Und danach kam diese Situation, diese Geschichte. Und während der Depression ist alles ohne Gott gegangen. Weil ich nicht auf die Idee kam.
- 1:33:58Und diese Situation, ich würde sagen, Depression war meine innere Krise in meinem Leben. Die hat sich hier drinnen abgespielt. Und diese Situation mit diesem Fast-Ehemann, mit diesem Partner, war meine äussere Krise. Weil ich war innerlich eigentlich recht stabil, aber um mich herum hat es gewirbelt. Oder? Es ist so... Also du warst draussen ein Spiegel des Inneren?
- 1:34:19Vorher war die äussere Situation auch nicht gut, aber ich war vor allem nicht stabil. Beim zweiten Mal war die äussere Situation nicht gut für mich. Ich war stabiler und habe das auch so wahrgenommen. Aber mega machtlos. Ich war dort wirklich abhängig. Ich wusste, dass ich alles verliere, wenn ich aus dieser Situation rausgehe. Das ganze Ding mit der Hochzeit und den Leuten und den Eltern.
- 1:34:46Okay, und dann ist es so, und eben eine psychische Gewalt halt noch so, die noch reinkommt, weil er natürlich nicht will, dass ich ihn verlasse. Ich bin eigentlich gegangen mit dem Koffer und habe gesagt, ich gehe meine Eltern aufsuchen, aber ich habe gewusst, ich gehe nie mehr zurück, weil ich hatte Angst, was er macht, wenn ich ihm sage, ich verlasse dich. Ja, Mann, du hast ihm alles hin. Nein, was? Habe ich sicher nicht eingeflossen im Keller, aber das Drama, das ist ehrlich. Oh mein Gott, Marina. Ja. Okay, off-camera.
- 1:35:15Ja, nein. Es war eine Person, die ich gewusst habe, die wird nicht gut mit dem umgehen. Das wird wirklich eine gruselige Situation. Und darum muss ich es jetzt so machen. Weil ich habe nicht gedacht, er schliesse mich im Keller rein, aber ich hatte einfach Angst. Das war wieder mein Ängst.
- 1:35:34Und darum habe ich dann gesagt, ich muss von dem weg. Und dann kann man sich in der Schweiz an einem neutralen Ort treffen und dann das sagen. Nicht bei SMS Schluss machen natürlich. Ich habe zuerst ein bisschen Space gebraucht und dann
- 1:35:53Ich musste mal gehen und habe irgendwie die Ruhe... Hat das jemand von deinem Umfeld gewusst? Ja, meine Eltern wussten. Andalas wussten. Ich sagte ihnen, ich muss und ich halte es nicht mehr aus. Und es wird besser. Wow. Mhm. Ich hatte einen Freund in Paris, also einen Kollegen. Und der hat mich auch mega unterstützt. Er war auch religiös. Ich glaube, er hat es mir etwas gedingselt.
- 1:36:18Ich habe immer gesagt, was soll ich machen? Es ist so, wenn du gefangen bist und du das Gefühl hast, du bist gefangen in etwas. Ich hatte das Gefühl, ich war gefangen. Ich hatte das Gefühl, ich komme aus dieser Situation nicht raus. Innerlich hat es schon abgelöscht, wie ich diese Sachen erfahren habe. Und dann machst du noch ein bisschen auf Autopilot weiter. Und das war das Schlimmste. Du schläfst neben dieser Person, aber du bist schon komplett gone. Das war ganz schlimm. Horror. Horror.
- 1:36:43Horror. Aber ich glaube, viele machen das durch. Wie viele wollen sich trennen und bis du dich dann trennst, bist du auf dem Autopilot. Und für mich ist es das erste und letzte Mal in meinem Leben, dass ich diese Situation hatte mit dem Autopilot. Und ich so, was soll ich machen? Ich weiss noch, ich habe dem Kollegen in Paris in der Nacht geschrieben und er sagt, das ist auch einer der besten Ratschläge, die ich je bekommen habe, er sagt «Halte dein Herz rein und dann findest du zum Licht.»
- 1:37:12Er hat es auf Englisch gesagt, aber mit einem französischen Akzent. Er hat gesagt, «If you keep your heart pure, you will find the lighting way.» Also gar nicht richtiges Englisch. Er hat es so gesagt. Da habe ich reflektiert. Er hat mir nicht gesagt, «Gang, bleib, mach dies, mach das.» Das hat er mir nicht gesagt. Er hat mir eine kryptische Antwort gegeben.
- 1:37:29Und dann habe ich reflektiert und reflektiert. Und dann habe ich mir überlegt, was mache ich, wenn ich jetzt wirklich auf mein Herz höre. Und eben wenn es auch ein reines Herz bedeutet, du bist nicht auf dem Autopilot. Sondern es bedeutet, du stehst dafür ein. Und dann habe ich mir die ganzen Gedanken gemacht, ich kann nicht mit dem auch Kind haben.
- 1:37:50Dann wollte ich gehen. Es war eine Situation, die sehr schwierig war. Er war sowieso schon sehr in Rage. Ich war draussen und wusste nicht, was passiert, wenn ich nach Hause komme. Da waren bei ihm Drogen am Spiel. Es war wirklich crazy. Er hat mich nie angelangt. Ich wurde nicht geschlagen. Ich muss es nicht zusätzlich dramatisieren, aber es war trotzdem uncool. Ich wusste nicht, wann ich nach Hause komme.
- 1:38:20Dann war ich draussen, es gab noch Wasser. Ich habe spezielle Beziehungen zu Wasser. Wasser macht immer etwas mit mir. Ich gehe immer gerne ins Wasser. Dann fand ich, wie ich angefangen habe zu beten.
- 1:38:35Ich habe gesagt, wenn es dich gibt, Gott, dann brauche ich Hilfe. Jetzt hat er den Zeitpunkt. Und dann habe ich gleichzeitig auch noch ein Versprechen abgegeben. Wenn du mir jetzt hilfst, dann möchte ich wirklich alles daran geben, um ein guter Mensch zu sein. Und das bedeutet natürlich nicht, dass ich perfekt bin, aber ich wollte einfach die Intention setzen. Und habe die Intention gesetzt.
- 1:39:01Und ich bin alle, die jetzt Atheisten sind und hören und denken, jetzt ist sie völlig durchgebrannt, weil ich kenne viele Atheisten und ich verstehe, dass ich auch kein Problem damit habe. Es ist für mich völlig okay, wenn das alles in meinem Kopf stattgefunden hat. Also die, die nicht an Gott glauben, wenn es einfach in meinem Hirn ist, irgendwie ein bisschen Dopamin ausgeschüttet wurde oder ein bisschen Serotonin, das mich beruhigt hat. Ich habe mich ganz anders gefühlt. Was ist das? Nach 30 Sekunden. Was ist das?
- 1:39:28Und das ist passiert. Seit dort gibt es für mich halt das. Was auch immer das ist.
- 1:39:35Wie erklärst du es? Was ist es? Hast du eine Erklärung für dich? Ich glaube, Glauben fängt ja dort an, wo Wissen und Erklärung aufhören. Das ist genau der Point. Darum kann ich es nicht erklären. Ich lasse bewusst offen, ob das neurobiologisch war oder ob das eine höhere Macht war. Weil ich möchte auch allen Menschen, die auch glauben, ich finde, das setzt es ein wenig runter. Es ist nur Wissenschaft. Es ist nur in meinem Kopf passiert. Nein, wir wissen es nicht. Ich weiss es nicht. Du weisst es auch nicht. Niemand weiss es.
- 1:40:04Und das ist ja genau das krasse. Aber was mit einem passieren kann, wenn man diesen Zugang hat, ist crazy. Das ist auch mit mir geblieben. Bis heute, wenn ich an Gott denke, kommt mir das Gefühl über Helligkeit, von «Alles ist gut», von «Es ist alles fein und du brauchst das nicht». Ich kann auf Instagram Sachen sehen, die mich beeinflussen würden. Und dann denke ich an Gott und mache ein Gebett.
- 1:40:31Du brauchst das nicht. Das ist alles Filter. Die sind nicht glücklicher, weil sie das haben. Lass sein. Das ist nicht relevant. Aber du nennst es gut. Ja, ich nenn es schon gut. Du nennst es gut. Ich würde es nur offen gestalten für die, die auch Atheistin sind. Weil ich kenne Atheisten auch. Meine beste Freundin ist Atheistin. Und alles komplett okay. Weil auch an nichts glauben ist an etwas glauben. Dann glaubst du, dass es das nicht gibt.
- 1:40:56Fein. Und vielleicht war es auch so, dass der Creator uns die Tools in unserem Hirn gab. Wir wissen es nicht. Ich meine, die Chance ist ja, alle, wie heisst es hier, die Tech-Menschen, die Informatiker, die super smarte Informatiker, immer mehr sagen, dass es ziemlich wahrscheinlich ist, dass wir in einer Simulation leben.
- 1:41:18Anscheinend, gemäss Berechnungen, ist die Wahrscheinlichkeit da und hoch. Und jemand hat die Simulation gemacht, das wäre dann gut. Ob romantisch, ob traditionell oder nicht, ob etwas da oder nicht, ich spüre es. Ich spüre es und es ist für mich unverkennbar. Und es ist egal, solange es dich gut fühlen lässt und solange es dir Wärme gibt und keine Kälte, ist es gut.
- 1:41:43Richtig. Und das ist auch für mich so sehr eine Wärme. Und natürlich siehst du dann auch so ein bisschen Elemente, wo du sagst, das ist jetzt der Teufel. Das kommt dann direkt Hand in Hand. Und ich nehme das schon sehr fest vor. Liesest du? Ja. Also viel? Ich lies ihn. Ja, nicht so viel, aber ich lies ja. Was liesest du?
- 1:42:09Ich meine, das kann ich... Ich lese zwei Bücher im Moment.
- 1:42:15Eine ist eine Journalistin, die im Nahen Osten war. Alle Meinungen spiegeln sich widerspiegelt, aber ohne Bias. Sie macht wirklich einen Ostenkonflikt. Aufarbeitung von allen Perspektiven. Das erste Kapitel ist der 7. Oktober aus der jüdischen Perspektive. Wie grausam das ist. Auch eine Aufzählung von diesen Videos und was alles gemacht wurde von Terroristen. Und dann geht es aber auch in alle arabischen Länder und spricht auch mit den Palästinensern.
- 1:42:43Sie bringt ungefilterte Geschichten, das ist mega spannend. Sie sagt bewusst, es geht nicht um einen Bias, sondern sie will einfach Menschen auf dem Boden zeigen. Das finde ich mega schön, weil es gibt so viele grausame Videos, und dann denkt man «Oh mein Gott, was ist da los?» Das hilft ein bisschen zu verstehen, wie vielschichtig das ist.
- 1:43:07Wenn man von aussen auf die Schweiz schauen will, dann will man auch einfach so Stereotypen machen. Dann gehst du in die Schweiz rein und es gibt tausende von Meinungen. Total. Wir haben von super links bis rechtsradikal alles. Das Buch zeigt das auch so ein bisschen. Und das andere ist der Koran.
- 1:43:30Du lest den Koran? Ja, weil ich war ja im Oman. Ich ging dort in eine Moschee. Sie haben mir ihn geschenkt. Auf Englisch, eine Übersetzung. Ich muss sagen, der Koran ist eigentlich eine Übersetzung. Ich bin etwa ein Viertel.
- 1:43:45Ja, und es sind schon sehr viele spannende Sachen, die man gehört hat, die im Islam schon vorkommen sind. Wir kommen gerade ganz am Anfang. Wie Ehen funktioniert und Erbrecht und was man essen soll und was man nicht essen soll. Und die Erzählung, wie das Paradies entstanden ist und Adam und Eva. Es sind schon sehr viele Sachen passiert, die wir kennen. Und ich bin gespannt, was jetzt noch alles kommt.
- 1:44:12Du bist jetzt den Koran am lesen und in der Schule, in dem Internat, wo du warst, im Tessin, hast du dort die Bibel gelesen? Ja. Hast du da die Bibel gelesen? Ich habe fast alles vergessen. Aber ja, ist auch noch so ein bisschen voll. Darum ist es spannend. Ich würde auch mal gerne Torah lesen. Ja, mega ja. Die sind ja alle miteinander. Das ist es ja. Es ist ja der gleiche Gott. Das ist es ja. Es ist ja der gleiche Gott eigentlich. Und Muslime, die sagen ja, die bekennen sich zu dem einzigen Gott. Aber das machen wir eigentlich alle.
- 1:44:40Absolut, logisch. Und ich glaube, wenn es einen gibt, dann ist es der gleiche Typ. Oder das. Allah heisst ja «the deity», also die Gottheit. Und während wir jetzt auf Arabisch reden und über Gott reden, als Christen würden wir ja auch Allah sagen. Glauben wir das? Das weiss ich nicht. Es ist einfach so ein arabisches Wort für die Gottheit. Vielleicht wollen das Leute kommentieren, die Christen sind und Arabisch reden, aber ich glaube, ich bin nicht sicher.
- 1:45:11Ja, das würde aber bedeuten... Schreibt uns mal in die Kommentare, ob das gleich ist bei mir im Unternehmens. Ja. Im Unternehmens. Yes. Okay. Vielleicht habe ich jetzt gerade Fake News verbreitet. Vielleicht. Wenn das so ist, dann werden wir es... Wir werden es herausfinden, ja. Werden wir es herausfinden. Hey, wir sind schon fast zwei Stunden dran. Crazy. Crazy. Die Zeit ist geflogen. Und ich hätte irgendwie noch 100 Themen im Kopf, die ich gerne wieder... Vielleicht müssen wir auch mal ein Part 2 machen. Können wir machen. Können wir ein Part 2 machen. Also, wir waren bei Spielautorität. Wir...
- 1:45:42Universum? Ja, für mich ist es eben Universum. Gott ist Universum. Ja, alles. Das ist auch so lustig. Allah, alles. Weisst du, das ist fast das gleiche Wort. Universum ist ja alles. Ist alles, ja. Ich weiss nicht, kann es auch sein, aber es ist irgendwie so interessant.
- 1:46:03Ja, Zufall, ob man daran glauben will oder nicht. Es fehlt einem zu. Genau. Es hätte so sein müssen. Muss es dir zufallen? Dann ist es kein Zufall mehr, obwohl es dir zugefallen ist. Zufallsschicksal. Ich finde eh, ich finde alles. Ja, aber da kannst du dich komplett verlieren. Du kannst dich völlig verlieren. Du kannst in ein Verfallsuniversum abtauchen. Mega. Ja, das ist so. Hey, ich habe so eine Schnellfragerunde.
- 1:46:32Jetzt muss ich überlegen, habe ich alle Themen angesprochen, die mir wichtig waren? Weiss nicht, das kann ich nicht verstehen. Nein, wahr? Nein. Wo gehe ich hin? Das geht gar nicht. Wir haben über deine Red Flags gesprochen. Ja. Was sind deine Green Flags? Oh, okay. Das ist einfach. Also Green Flags jetzt bei Männern? Nein. Mimi! Was ist dein Green Flag? Was ich für ein Green Flag habe? Was bringst du für Green Flags mit?
- 1:47:01Weil kochen kannst du ja nicht. Nein, genau, ich muss es kompensieren. Ich bin fast nie wütend. Sehr harmoniebedürftig? Ja, und auch harmoniefähig. Ich brauche es nicht nur, sondern ich kann es auch kreieren. Genau, ich bin fast nie wütend, ich bin eigentlich immer gut drauf. Ich habe viel Verständnis für alles, wenn man mit mir spricht und sagt, «Hey, ich fühle mich so und so», dann nehme ich das eigentlich ernst.
- 1:47:29Ich bin auch zuverlässig, loyal und ehrlich. Das sind meine oberen Standards. Ich orientiere mich an all dem. Ich habe mir alles auf die Kappe geschrieben und versuche, das so gut wie möglich zu machen. Ich finde, wenn du in einem «bad mood» bist und das andere Menschen spüren lässt, egal wer sie sind, es können Teammitglieder sein oder Familien.
- 1:47:56dann wirst du eine unangenehme Erfahrung und Energie in diesem Moment. Das versuche ich zu vermeiden. Ich verbringe dann lieber Zeit bei mir alleine, reguliere mich emotional und trete wieder in Erscheinung. Journalen? Ja. Du machst Journaling? Ja, ich mache auch verschiedene Journals. Ein kleines To-Do-Büchlein. Genau, das ist etwas, wenn mich etwas beschäftigt oder einfach unsichert und ich bei etwas nicht sicher bin.
- 1:48:21Irgendetwas. Und dann einfach abgeschrieben. Und so lustig. Das löst meistens. Ja, wenn du das Zeug rückwirkend lesen kannst, ist es immer so unwichtig. Da denke ich so, wow, da habe ich mir vor einer Woche Gedanken gemacht. Really. Ja, Journalist, super.
- 1:48:37Journalist ist sehr gut, ich sollte es mehr machen. Ich mache es immer wieder ein bisschen, aber nicht konstant. Mhm. Ja, aber ich meine, schau mir jetzt alle... Manchmal ist es okay, manchmal ist es auch okay, wenn ich es nicht mache. Der Optimierungswahn ist, wir können nicht alles machen. Wir können nicht alles miteinander und trainieren und Business führen und dann noch kochen, zwei Stunden. Irgendwo musst du deine Abstriche machen. Ja, absolut. Sonst drehst du durch.
- 1:49:04Eine Frage, die ich mir für mich aufgeschrieben habe, ist, was deine grössten Trigger sind. Was triggert dich richtig? Gibt es irgendwelche Aussagen, Meinungen, die dich triggern? Ja, Leute, die spalten.
- 1:49:21Das finde ich so schade. Man könnte verschiedene Meinungen haben. Alles, was so spaltet, das kreiert Hass. Sie verbreiten... Ich finde das mega gefährlich. Und die Leute spalten ja auch so ein bisschen in Teams. Sie versuchen ein bisschen... Es passiert ganz subtil. Das ist so unnötig.
- 1:49:42Ich finde, wir müssen immer zusammenkommen, weil am Schluss haben wir eigentlich unseren Streit. Ich finde auch, Stress und Anspannungen und Streit und Tensions sind immer unserer Intellektschaft gegen uns.
- 1:49:56Das System, unser Supercomputer zwischen unseren Ohren, hat einen Bug. Etwas funktioniert falsch. Und wir müssen doch intelligent genug sein, damit wir wissen können, wie unser Verstand funktioniert, wie wir miteinander zusammenarbeiten können. Niemand will Stress. Niemand kommt auf die Welt und sagt, ich will ein unangenehmes Leben haben und ich will auch, dass die Leute um mich herum leiden. Das macht doch niemand. Auch Putin nicht. Auch Trump nicht. Ganz bestimmt, ja. Niemand.
- 1:50:24Aber irgendwo entgleist es. Und ja, ich finde immer, man kann sich Gedanken machen, eben so Spaltungen, so... Ich bin... oder Souveränitäten. Ich bin besser als Supremacy-Movements. Ich bin besser als die anderen. Ich bin more entitled. Ich habe das, mir steht das zu und deshalb darfst du es nicht haben. Das ist so schwierig. Aber es kommt...
- 1:50:48Ja, und es kommt ja alles aus eigentlich einem Narzissmus, wo man meint, es ist Selbstverliebtheit, hat ja tiefe Unsicherheit drin. Drin ist ja die Angst auch, dass man nicht gut genug ist. Und dann darum, das Craving, wie jemand, der lange nicht mehr gegessen hat oder sich unterernährt, und dann kommen so Heisshungerattacken.
- 1:51:07Das ist eine emotionale Heisshungerattacke. Ich muss schauen, dass ich alles habe, weil ich fühle mich ja innerlich so leer, dass ich irgendwie... Was brauchst du? Ja, dass ich den anderen absaugen muss. Weil wenn ich jemanden anders sehe, der auch etwas Cooles macht, fühle ich mich gerade bedroht in dem, was ich mache. Ganz schlimm. Ja, Horror. Unverständlich. Es macht auch gar keinen Sinn. Nein. Es macht nur Sinn. Ja. Du kommst viel zu. Hast du die Nachrichten, du?
- 1:51:33Wenig. Aber wenn ich mich politisch äussere, dann schon, dann können wir es nochmals diskutieren. Manchmal gehe ich auch extra rein. Manchmal gehe ich so, wenn ich weiss, weil ich folge verschiedenen Accounts, verschiedenen Nachrichtenportalen, Organisationen und einige, die halt auch recht krass unterwegs sind, eben von so irgendwelchen Manosphere-Influencer zu vielleicht auch irgendwelche politisch extremere Sachen. Und manchmal, wenn dann
- 1:52:00Irgendetwas wird gepostet, ich gehe. Die Comments spalten auch.
- 1:52:05Aber mit deinem Konto bist du ein Fake-Konto. Nein, nein, mit meinem Konto. Nein, nein, nein, ich bin kein Troll. Ich stehe immer zu allem, was ich mache. Gut, das ist richtig. Aber das finde ich schon. Und immer mit Respekt. Also ich bin nicht, ich stelle Fragen, ich stelle Fragen, die dann die anderen triggern. Gut, sehr schön. I love it. Und ich meine, dann weiss ich ganz bewusst, ich setze mich jetzt an einer Bubble aus, die mir nicht wohlgesinnt wird sein. So, how do you be toxic? Also, okay, schief.
- 1:52:34Ja, aber ich finde, man muss auch verstehen, wie andere Menschen ticken. Es ist ja so spannend, was man da merkt. Wenn die Leute schon in einer defensiven Haltung sind und du kommst mit einer komplett neutralen Frage. Weisst du wieso? Was ist jetzt gerade ein gutes Beispiel?
- 1:52:52Okay, irgendwie einversüchtige Partner, die sich gerade am kennenlernen sind oder so. Und dann, ein Kollege von mir hat das erlebt, und dann irgendwie sagt sie so, ich gehe in den Ausgang und dann schreibt der Typ so, viel Spass, aber weisst du, du merkst schon so, er hat mega Angst. Dann weisst du wie so, hä, es ist mir vor gar nichts passiert, lütter doch an, ich habe ja nachher selbst, what?
- 1:53:13Aber man merkt, er ist schon verunsichert und dann kommt das «Habt ihr nicht zu viel Spass gehabt?» oder «Habt ihr nicht zu wild?» Es ist schon diese Angst, da ist noch nichts passiert und es wird auch nichts passieren, es ist alles okay. Und jemand, der chill ist, ist einfach mit einem ganz anderen Ton unterwegs. Bist du eifersüchtig? Nein, gar nicht. Ich verstehe es auch nicht wirklich.
- 1:53:35Aber natürlich, wenn das Vertrauen missbraucht wurde. Ein schadendes Problem. Ja. Und ich finde auch, die Leute können ihre Beziehungen definieren. Für mich passiert das Betrügen ja nicht dann, wenn man... Bevor. Ja, und es passiert nicht dann, wenn man körperlich mit einer anderen Person war. Theoretisch, die Leute haben offene Beziehungen, die Enten definieren das. Und dann ist es nicht Betrügen. Betrügen ist für mich das Lügen.
- 1:53:58Du machst Exklusivität ab und dann hältst du es nicht ein. Bei der Exklusivität ist es so, dass die meisten Leute das wollen. Verständlich. Und den meisten Leuten ist es wichtiger, dass sie den anderen Partner für sich selbst haben, weil es Sicherheit gibt, es gibt eine starke Sicherheit. Das ist einfach eine Bedrohung, wenn du denkst, mein Partner oder der Mensch, den ich liebe, sieht jetzt noch andere Leute. Das ist eine riesige Bedrohung. Und das destabilisiert die meisten Leute so,
- 1:54:23dass sie auch sagen, auch wenn ihnen mal jemand gefällt oder sie es auch geworfen haben, sie tun das lieber oder wenn man rational auf das schaut, ist es meistens so, dass sie sagen, ich verzichte lieber auf das und wir verzichten beide auf das und wir haben die Sicherheit. Das ist total verständlich, die meisten entscheiden sich für das. Und ich will mich jetzt auch für das entscheiden. Oder ich will mir das auch wünschen und für mich ist das auch kein Opfer, weil ich finde, du musst dich auf jemanden einlassen können.
- 1:54:48Aber es gibt Leute, die entscheiden das anders. Die haben offene Beziehungen und dann ist ja kein Betrügen. Betrügen ist so, wir entscheiden uns für die Exklusivität und ich meine, es ist sicher und dann ist es nicht sicher. Und dann hat es auch nichts mehr mit Eingesucht zu tun. Sondern dann hat es mit Vertrauensbruch zu tun und für das sind wir natürlich nicht so. Nein.
- 1:55:09Aber es hat nichts mit Eifersucht zu tun. Gar nichts. Und vorher ist es so, wenn du Vertrauen hast, es ist auch wieder ein Glauben, wenn ich sage, ich vertraue dir, dann glaube ich dir auch. Und das ist immer so, wenn man Vertrauen kann, ist es mega gut. Wenn das Vertrauen nicht da ist und man hat ein mulmiges Bauchgefühl,
- 1:55:30Meistens ist etwas dran. Entweder ist es die andere Person, die wirklich etwas macht, oder es sind die eigenen schlechten Erfahrungen, die man gemacht hat, die eigenen Ängste, die aufkommen. Ich finde, wenn man den Fall hat, wo das voll stark ist, also ich würde bei einer anderen Person so umgehen, wenn jetzt jemand mir sagt, ich mache mir mega Sorgen, ich habe ein murmiges Bauchgefühl, dann würde ich auch wirklich versuchen, das aufzuklären. Dann ist es so. Aufgehört.
- 1:55:55Dann würde ich es auch wie willen beschwichtigen und auch sagen, okay, also, die und die Person triggert dich, lernst du sie kennen oder so. Ich finde, da muss man schon auch, da kann man nicht sagen, nein, das geht dich gar nichts an, das ist meine Freundschaft und mein Garten.
- 1:56:14sondern da kann man schon aufeinander zugehen. Weil manchmal sind es so verborgene Ängste. Aber auch hier, wir sind von hier... Aber meistens ist es... Ich glaube meistens ist es so verborgene Ängste, die man hat. Unsicherheiten, Selbstzweifel... Verborgene Ängste oder es ist wirklich etwas Schipps. Das sind diese zwei Sachen. Und dann muss man auch definieren, was es ist. Wenn es eigene Ängste sind, dann kann man miteinander an dem arbeiten und vor allem auch selber an dem arbeiten.
- 1:56:41Eingehen, auch immer, Glauben finden vielleicht, irgendetwas. Weil, ich meine, Eifersucht kann ganz schlimm sein, glaube ich, wenn das ausserhand geht. Dann ist das, glaube ich, ein Horror. Horror? Ja. Im Kollegenkreis habe ich jemanden, der gerade mit dem zu kämpfen hat. Okay. Also wenn die andere Person eifersüchtig ist. Ja. Ja, das ist kaputt.
- 1:57:03Wie du liebst den Menschen ja und du würdest wollen... Aber ich habe auch mal einen gedatet, der ist mir auch empfohlen worden und der war super. Ich habe ihn von Anfang an gesehen. Er hat sich immer hinterfragt, ob ich ihn wirklich interessant finde. Ich fand ihn super. Aber er hat...
- 1:57:18Er hat immer hinterfragt. Sich hinterfragt? Ja. Er hat immer das Gefühl gehabt, eben, weil ich habe dir ja vorher gesagt... Hast du einen Selbstzweifler? Einen Selbstzweifler. Und ich habe es gerade getroffen. Bösen, ja. Also ich habe einen Glaub... Ich habe ihn ein einziges Mal richtig getroffen für so ein Essen und dann ein einziges Mal noch kurz und dann ist es fertig. Wieder noch ein bisschen schreiben und dann merkst du, ja, dann...
- 1:57:37Du musst therapeutische Arbeit leisten während der Beziehung. Und vor allem ja, gerade am Anfang. Du kannst es recht früh aussortieren. Manchmal siehst du Zeichen, wenn jemand so unsicher ist. Komplett unbegründet gewesen. Aber hey, das ist not my battle. Nein. Darum, wenn ich am Anfang sage, dass ich gerne habe, wenn Leute sehr selbstbewusst sind, dann merkt man schon, dass sie stabil sind.
- 1:58:04Die stehen mit beiden Beinen auf dem Boden und es ist die Chance, dass sie tiefer in einen Film hineingehen.
- 1:58:14So, jetzt haben wir unser Suchtthema. Mamma mia, haben wir auch noch schnell zack, klärt. Herrlich. Schau mal da. Ich bin wirklich bis jetzt ein riesen Dankeschön für deine Offenheit. Mega lässig. Du bist richtig offen. Du erzählst deine Sachen. Ich finde es mega lässig. Sonst musst du nicht in einen Podcast gehen. Das ist ja schon, da muss man sich schon überlegen. Es geht nicht um Selbstdarstellung.
- 1:58:39Es geht um Exchange, dass wir verstehen können, dass wir auch voneinander lernen können. Ich bin auch froh, wenn ich deinen Podcast oder andere Podcasts höre, dass ich etwas Menschliches höre. Also entweder all in oder lass bleiben. Oder halt einfach nicht.
- 1:58:55Was ich aber nicht mache, ist, dass ich nicht Firmen bewerben möchte. Nein, das machen sie nicht. Sie sollen sich zahlen. Sie bieten das, aber ich möchte es noch nicht vermischen. Nein, nein. Ich möchte auf Menschen gehen mit coolen Geschichten, inspirierend. Mega.
- 1:59:10Das finde ich lustig. Mega. Das interessiert mich. Ich habe mich auch gefreut, das zu bearbeiten, zu schneiden, Poster zu machen. Es ist Act of Service am Schluss. Es ist nicht Selbstdarstellung. Wenn ich nicht bereit bin, etwas zu geben, etwas zu zeigen und wirklich zu versuchen. Das ist ein Love Language, nicht wahr? Act of Service ist ein Love Language. Ja, Act of Service. Es gibt fünf. Es gibt Physical Touch, Language, genau, Worte, Act of Service, gemeinsame Zeit und Geschenke.
- 1:59:41Ja. Und jetzt hast du auch drei.
- 1:59:44Eine Mischung, am wenigsten Geschenke. Ich habe mal festgestellt, dass ich natürlich Freude habe an einem mega coolen Geschenk, aber ich habe mehr Freude am Geschenk, als dass es ein Geschenk ist. Ja. Das musste ich wirklich merken. Wenn ich etwas bekomme, was ich mir gewünscht habe, habe ich natürlich Freude. Aber jetzt einfach so an Geschenk, Geschenk. Ja. Weniger. Ich glaube definitiv Physical Touch, das ist mega wichtig. Ich glaube, wir sind, ich rede vielleicht auch so viel im Job. Irgendwann ist es Zeit, mal ein wenig mehr Sensorisches. Ich lange auch gerne Sachen an, das ist mega wichtig.
- 2:00:12Physical Touch. Und auch nicht im kognitiven, sondern im Gespür, im Körper. Das liebe ich. Und dann schon vielleicht auch Acts of Service. Language ist bei mir der, der am spätesten kommt. Ich kann schon Sachen sagen.
- 2:00:27Aber der ist lange blockiert. Weil du dich wahrscheinlich so ein bisschen angreifbar machst durch das. Weil du wahrscheinlich das Gefühl hast, du machst etwas auf. Nein, und das Lovebombing-Zeug. Du willst nicht am Anfang irgendwie gerade... Die Sprache rennt da sehr schnell davon. Und dann laberst du irgendetwas, bevor du den Menschen kennst. Und du verrennst dich in dem. Es ist so ein bisschen eine Versuchung mit der Sprache.
- 2:00:52Darum warte ich mit der Sprache, bis ich klarer bin und den Menschen kenne. Nach einem Jahr ist man gefestigt genug, nicht einfach aus den Emotionen heraus. Bei «Touch» kann man diese Emotionen ausleben lassen. Aber mit Sprache kann man nach einem Jahr Sachen sagen, die Gewicht haben. Nicht «Es ist so toll, es ist alles mega und du bist der Beste.»
- 2:01:19Nein, das ist nicht so meins. Was haben wir jetzt noch vergessen? Ah, Experiences sind auch mega wichtig. Gemeinsame Zeit. Ultrawichtig. Ich würde sagen, fast das Zweitwichtigste. Also die, die man nicht reden muss. Ja, voll. Also ich sage, Physical Touch zuerst, dann gemeinsame Zeit, dann Acts of Service, Language und dann Geschenk.
- 2:01:46Aber hey, wir sollten alle benutzen. Hey, logisch. Wir sind ja da. Ja, genau. Man muss sich nicht entscheiden. Wir sollten sie alle brauchen. Absolut. Herrlich. Meine liebe Silvina, bist du ready für die Schnellführrunde? Ja, also wie schnell muss ich sein? Hey, du versuchst es einfach mal. Okay. Du versuchst es einfach mal. Ja, nimm einen Schluck Mathe, um noch richtige Energie reinklicken. Ja, da passt alles. Bildschirm ja, top.
- 2:02:15Dass die am Schluss kommt, wenn man schon komplett durchgebrutzelt ist. Ja, genau. Jetzt nach über zwei Stunden. Also. Kopf oder Herz? Herz. Das ist mega lang gegangen. Also Herz. Herz? Ja. Aber beides. Es müssen alle fünf Chakras eigentlich... Ja. Sind es nicht sieben? Ja, sieben. Ja, sieben. Drei Wörter, die dich wirklich treffen.
- 2:02:45Die mich beschreiben? Treffen. Was heisst treffen? Die dich... Die mich hässlich machen? Ja. Mir fällt nichts ein. Okay, beschreiben. Das ist gerade im Denken. Beschreiben. Ehrlich, gross, Frau. Ich finde das Game schwierig, okay? Das gibt es immer. Nein, das merkt man nicht. Merkt man nicht. Kontrollen oder loslassen? Loslassen. Ja? Ja. Sehr schön. Unbedingt. Wann bist du am meisten du selber?
- 2:03:15Wenn ich allein bin am Morgen. Schon? Ja. Wenn dich über 10 Sekunden beobachtet, was denkt er über dich? Keine Ahnung. Sag du. Ich höre immer allerlei Sachen. Eine grosse Frau. Ja, genau. Eine grosse Frau. Wenn ich das Handy noch in der Hand habe, eine Influencerin. Moderatorin. Keine Ahnung. Okay. Früh aufstehen oder nachbarn? Früh aufstehen.
- 2:03:44Kaffee oder Matcha? Matcha. Aber beides. Oder Mathe? Alles drei. Hauptsache Koffein. Hauptsache intravenös. Innen damit, ja. Introvertiert oder extrovertiert? Introvertiert. Darum bin ich mich selber, wenn ich alleine bin. Wenn ich einen Menschen sehr gerne habe, kann ich mich selber mit dem Menschen sein. Aber es sind ganz wenige Menschen. Wenige? Ja.
- 2:04:11Ich würde sonst die meisten, die hierher kommen, mit deinem Podcast denken, sie sind eher extrovertiert. Aber bei dir habe ich schon eher das Gefühl, du bist introvertiert. Ich bin introvertiert, aber ich habe keine Angst vor Menschen. Ja, und darum kann ich gut mit Menschen umgehen. Ich kann gut kommunizieren. Aber du bist auch sehr geübt. Ja, genau. Es ist ein Act manchmal. Ganz ehrlich. Nicht da, aber wenn ich draussen bin, an sozialen Sachen, ist es manchmal ein Act. Es ist ein Kostüm manchmal. Manchmal ist es eine Maske. Aber je näher wir die Menschen sind, auch energieraubend. Mega, ich muss mich dann auch erholen.
- 2:04:41Aber je näher wir die Menschen stehen, ganz, ganz nähere Menschen, meine beste Freundin, meine Mutter, sie könnte mit mir sein und ich bin mich selber, wie wenn ich alleine wäre. Ich bin genau gleich da. Einen Plan haben oder spontan sein? Plan. Plan. Brichst du Herzen oder schützt du einfach dein? Ich schütze mein. Gut.
- 2:05:07Social Media oder echte Gespräche? Echte Gespräche. 100%. Das ist wirklich schnell gekommen. Der erste Kopf und der Herz hat eine mega Pause gehabt. Das ist wirklich schnell gekommen. Ja, weil beides. Kopf und Herz. Es muss beides... Mein Klang sein. Ja. Aber ja, definitiv echte Gespräche. Ja, 100%. Schönheit oder Ausstrahlung? Ausstrahlung. Das wissen wir eigentlich schon. Und wenn du den Podcast-Personen gehört hast, weisst du es. Allein sein oder unter Menschen? Allein.
- 2:05:39Was ist etwas, wo du nach aussen sehr stark wirkst, aber innerlich mit dir trägst? Ah warte, ich verstehe die Frage nicht. Etwas, wo du nach aussen ausstrahlst, wo man denkt, «Hey, da ist sie voll pro», aber innerlich vielleicht so Unsicherheit hast. Vielleicht die soziale. Viele Leute denken, ich bin exorbitiert und voll pro am Kommunizieren. Und gehe voll in dem auf. Okay, pro am Kommunizieren bist du ja. Ja. Das kannst du ja wirklich auch sehr gut. Ja, sie denken dann, das ist mein Ding. Das ist dein... Ja.
- 2:06:08Das ist natürlich. Ja. Und das ist eigentlich nicht das Naturelle. Nein. Aber weisst du, was ich sage? Ich weiss nicht, wie es bei dir ist. Ich glaube, wenn du extrovertiert bist, brauchst du Bestätigung ein bisschen. Du ladest dich da auf. Und dann werden diese Jobs sehr gefährlich für dich, weil du abhäufst. Wenn du introvertiert bist, ist es dir egal. Weil es gibt dir nichts. Oder es gibt dir viel, viel, viel weniger. In Theorie. Und dann bist du eher einfach präsent. Und es geht dir um die Sache und nicht um dich selber.
- 2:06:30Das tut etwas erden. Darum glaube ich, die Leute, die wirklich gut sind oder besser damit umgehen können, wie ich gehe dann nach Hause und fühle mich super. Andere gehen nach Hause und haben einen Dopamin-Crash. Die Stars nach der Bühne. Auf diesem Level sind wir nicht.
- 2:06:46Dann fällt es oben runter. Bei mir, wenn ich nachher zu Hause bin, ist es so, es ist wieder gut. Es ist da gut. Du bist so präsent im Moment und dann gehst du nach Hause und du hast kein Loch. Du fährst nie in ein Loch. Wenn die Bestätigung nicht da ist. Du brauchst nicht viel Bestätigung.
- 2:07:05Wir brauchen alle Bestätigung, aber auch hier ist bei mir die Frage, von wem kommt es? Und die Leute, die mir wichtig sind, die haben einfach einen anderen Stellenwert. Und die Leute, die weniger nahe sind, einfach weil sie so viele sind, wahrscheinlich weil ich so viele Menschen umgehe, bin ich immer wieder...
- 2:07:23Es vermischt sich, es ist so der Wald. Du kannst leider nicht mehr die einzelnen Bäume unterscheiden. Aber ich weiss, ich habe natürlich das Bewusstsein, dass jede einzelne Seele gleich wertvoll ist. Das weiss ich schon. Aber es verflüsst sich zu einem. Und du musst dich ein wenig abgrenzen, sonst kannst du den Job nicht machen. Es ist das Opfer, das du bringst. Aber natürlich, jeder Mensch ist absolut gleich wichtig. Schön.
- 2:07:49Die zweite letzte Frage. Perfektion oder einfach machen? Einfach machen. Einfach machen, aber voll. Einfach machen. Immer, oder? 100 Prozent. Perfektion gibt es gar nicht. Nein. Perfektion ist der Feind. Aber manchmal lassen wir uns so ein bisschen... Ich bin manchmal auch perfektionistisch. Der Feind der Umsetzung ist es auf jeden Fall. Ja, genau das. Oder auch der Zufriedenheit. Ja. Wobei, es gibt perfektionistische Leute, die erreichen natürlich ein Level. Ich habe auch Respekt vor dem. Aber ich würde es einfach machen.
- 2:08:17Und die letzte Frage. Der Podcast heisst Momentum. Was heisst Momentum für dich? Dopamin Drive. Jalla. Ja, let's go. Voll. Fühlst du dich in deinem Momentum? Ja, mega. Wie fühlt sich das an? Es ist Flow State. Voll. Es ist Flow State. Das ist es ja. Mega.
- 2:08:41Es ist kein Angst haben, es ist kein Gedankenerwissen vor dem Podcast oder während oder nach dem Podcast. «Was habe ich da jetzt gesagt?» Ja, es werden auch Leute hören, die mich gut kennen, die noch mal Sachen über mich erfahren. Die mich dann anrufen und vielleicht hat meine Mutter gehört und sie sagt «Das wusste ich gar nicht.» Ja, das gehört dazu. Ja, und auch Leute werden hören und denken «Was labert sie für ein Bullshit?»
- 2:09:05Voll! Wenn das die Meinung ist, ich habe null Probleme damit. Schön. Null. Ich schaue auch andere Leute an und denke so, okay, ich habe Respekt für das, was du machst, aber ich finde es nicht gut. Ich finde die Moderation nicht gut, ich finde die Musik nicht gut, die du machst. Aber hey, ich finde es krass, dass du Künstler bist und Musik machst. Respekt. Aber mir gefällt es nicht. Es ist völlig legitim. Darum nehme ich es nicht persönlich. Schön.
- 2:09:32Silvina, es war mir eine riesen Freude. Ich bin noch nicht ganz fertig. Das ist deine Kamera. Wenn du etwas mitgeben möchtest, deinen Leuten oder der Community, wenn du auf dem Weg bist, wenn du etwas loswerden möchtest, was dir wichtig ist, ein Promo machen für deinen Podcast, go for it, das ist deine Kamera. Also liebe Menschen, wenn ihr jetzt noch nicht genug von mir habt, dann kann ich euch auch nicht mehr helfen. Das waren meine last words.
- 2:09:58Ich werde das mal aufnehmen. Auf jeden Fall, danke dir vielmals, Silvina, für deine Zeit, dass du hierher gekommen bist, um mit mir ein über zwei Stunden Gespräch zu führen über dein Leben, was du alles gemacht hast, wie du an den Punkt gekommen bist, wo du heute bist, wie du die Frau geworden bist, wo du heute bist, über deine Struggles, über deine Erfolgsmomente
- 2:10:18wie du dich auch gemeistert hast, auch mit dem Glauben in dieser Zeit. Und einfach wirklich ein grosses, grosses Dankeschön für deine Zeit, weil das ist das Wertvollste, was wir haben. Und ich schätze jeden, der hierherkommt und Zeit für das aufwendet. Danke vielmals. Danke dir.
- 2:10:35Danke dir. Und auch dir ein grosses Dankeschön, dass du da zugeschaut hast bei Momentum. Dein Podcast, der inspirierende Menschen, inspirierende Geschichten erzählt. Heute mit Silvina, eine absolut tolle Frau, die Unternehmerin ist, Podcasterin. Also geh unbedingt in deinen Podcast-Screen ziehen. «Gesund mit Silvina». Findet ihr auf Spotify und Apple Music. Ja, überall.
- 2:10:56Überall. Geht überall stalken, lasst uns hören, es gibt mega coole Themen. Und danke vielmals, bist du dabei gewesen. Da unten gibt es ein paar Knöpfe, die ich auch ganz schnell, das ist easy. Es gibt einen, der heisst Abonnieren, wenn du den drückst, verpasst du schon nichts mehr, was da läuft. Wenn du sogar noch das Glück drückst, dann bekommst du sogar noch eine Nachricht, wenn etwas Neues aufgeladen wird. Und wenn es dir gefallen hat, kommentiere, gib einen Like, es bietet mir die Welt. Ich danke dir vielmals und bis zum nächsten Mal. Ciao.
- 2:11:24Danke dir. It's a wrap. It's a wrap. It's a wrap. Yay.