Latest / Die Zeitgenossen / Die Zeitgenossen 11: Bauhausfrauen, David Reiter/Shelfd, Étoile, Tlön Uqbar Orbis Tertius, Vila Bled
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- Christoph Raethke: Hör Wir kommen bei den Zeitgenossen! Willkommen bei der elften Folge von Die Zeitgenossen. Und dieses Mal ist es wieder eine der Folgen, in denen wir einen Stargast an Bord haben. Das hat ja schon hervorragend funktioniert mit Miriam das letzte Mal. Diesmal haben wir als Stargast einen der führenden Podcast-Künstler Deutschlands, nämlich David Reiter, den vielleicht viele von euch auch von seinem Newsletter und Kanal schälft. Ich kenne ihn seit zehn Jahren aus den Gründen, da wird viel drüber zu berichten sein. Und wie das letzte Mal, werden wir nicht nur mit David darüber sprechen, was das überhaupt alles soll, mit Podcasts, sondern David hat uns logischerweise als einer der größten Experten seinen Serientipp mitgebracht. Sein Serial-Monogamy-Ding. Das also später. Aber wir fangen an mit was ganz anderem, nämlich mit einem Unboxing-Video. Kaum zu glauben hätte ich nicht gedacht, dass wir das jemals machen. Aber Stefanie hat sich vor Jahren etwas gekauft und bis heute nicht ausgepackt. Stephanie, warum ⁓ Himmelswellen? Was soll das? Jetzt sind wir gespannt. Es gibt einen wunderschönen, lach jetzt nicht Chris, aber es gibt einen wunderschönen Spielzeuglein natürlich in Girona. Natürlich, wo sonst? Da gibt es natürlich auch so ganz viel Spielzeug auch für Designinteressierte und auch natürlich für Erwachsene. Und da habe ich mir dieses wunderschöne Spielzeug gekauft, Bauhaus inspiriert ist. Und ja, ich habe das nie aufgemacht, weil ich immer gedacht habe, boah, ich mache mal so einen Podcast und dann werde ich das aufmachen. Und dann werde ich berichten, sind die wunderschönsten Objekte, die ich besitze. es ist jetzt einfach zwei Jahre her. Also ich brauchte erst mal den Christoph, damit ich hier die Packung aufgemacht Wahrscheinlich hast du das Ding einfach im Keller vergessen oder irgendwie unters Bett das Samt hier im Regal war die ganze Zeit lang. Ich weiß nicht, wie häufig mir das in den Fingern gekribbelt hat. Also ich dachte, ich mach das jetzt auf. Und dann meinte, nein, muss stark Sag mal kurz, was das gekostet hat. Boah, das ist ein gut Fall. Das war nicht so, also. Das Original-Spielzeug hiervon, ist nur eine Inspiration. Das ist wirklich so eine Adult-Variante, um sich ins Regal zu stellen. Das gibt es jetzt noch als Holzspielzeug. Ich habe das recherchiert, du kannst das immer noch kaufen. Das kostet das Original, kostet, glaube um 150 Euro. Und das hier hat jetzt 29 Euro oder so gepasst. Das war absolut beförderbar. So, und uns das auch noch bisschen spannend? Weil das Ganze ist inspiriert vom Bauhaus und einer ... der auch wichtigsten Künstlerin, also wir haben ja mal hier quasi Feminismus Teil Letzte Folge, genau. durfte ich letzte Folge nicht nur auch noch machen. Also da hat mir dann Christoph in Riegelfolge schon mit gesagt zwei feministische Themen, jetzt aber mach Schluss. Und ich sag okay, dann bring ich es doch gleich für die nächste Folge mit. Und zwar hat das die wundervolle Alma Situf Bushner hat das designt und da gibt es auch eine interessante Backstory. Die hat das 1923 hat die das designt. Und das war quasi auch ihr erstes großes Werk. Und die Problematik im Bauhaus war, ich weiß nicht, ob ihr das wisst, ist, dass man als Frau eigentlich erstmal immer so in die Weberei weggeschoben wurde. Also als Bauhaus ganz losging, hat Rufus damals gesagt, ja, Gleichstellung, alle gleich und alles super. Aber de facto, was passiert ist, die Frauen sind dann erstmal immer in die Weberei. zum Stoffe machen, weil er gesagt hat, die Frauen können ja nicht dreidimensional denken. Das geht ja gar nicht. Und dann sind sie erstmal in die Weberei gesteckt worden. Und hier Alma hat sich da gleich aufgelehnt und gesagt, nee, ich will aber Holzarbeiten machen. Ich will halt Sachen kreieren. Und sie konnte den Prüfjahrs quasi überreden mit dem Vorbehalt, dass sie Kinderspielzeug macht. Also das fand er dann wieder okay. Und dann durfte sie da ran. Und dann kam gleich der nächste Skandal. weil es gab dann diese ganz große Ausstellung, das Haus am Horn, sehr bekannt, wo wirklich das erste komplette Haus im Bauhauskonzept erstellt worden ist. Und was halt natürlich passiert ist, fanden alle das Kinderzimmer am coolsten, was sie halt gemacht hat, mit flexiblen Möbelstücken. Und das fand der Gruffius richtig blöd. Gruffius ist der Typ übrigens. Gruffius, Gruffius. Gruffius. Gruffius. Naja, jedenfalls, er fand es feist so, dass das so erfolgreich war, weil er wollte nicht abgeschoben werden in die Kinder-Ecke. Er wollte, dass das Bauhaus natürlich ernst genommen wird und das sah er damit auch in Gefahr. Also es war so, dass die Alma konnte sich natürlich durchsetzen, die jetzt überhaupt in die Holzabteilung gehen durfte. Das hat der Grüius erlaubt. Aber nach dem Erfolg der Ausstellung wollte sie nach Abschluss da im Bauhaus natürlich bleiben und auch eins der Departments leiten und das hat er ihr untersagt. Also es gab einfach keine Einstellung für die Alma, obwohl die mit dem Kinderspielzeug und auch mit eigentlich diesem ganzen Zimmer so erfolgreich war. Und das hat auch in der Presse total nachgehalten, also gerade du das Zimmer. Aber sie durfte da keine tragende Rolle spielen und wurde damit dann quasi da auch abgeschoben und hat dann auch Baima verlassen. Aber bis heute wird ihr Spielzeug gespielt. Von dir jetzt gerade? Zeig doch mal! Ich bin ja auch gleich fertig. Warte, das war's schon? Ja, was du halt machst, das war ja nicht ihr Spielzeug, das waren alles Bauklötze. Das musst du dir vorstellen, das waren alle Bauklötze und die konntest du so unterschiedlich. anordnen, aber das ist ja jetzt hier für Erwachsene und das Regal. Aber damit kannst du jetzt halt quasi das überall so reinstecken, wie du heute Lust hast. Und morgen sieht es halt anders aus. Ach, das schau ich ja her. Aber reichlich gefährlich für Kinder, wenn ich das mal anmerken darf. Das ist jetzt nicht für Kinder, das ist für Erwachsene quasi. Aber sind die Kids, sind die dann auch so spitz zulaufend? Ja, also die Holzbauklötze hat natürlich Dimension und deswegen hast du damit nicht die Augen ausgestochen. Aber die Idee war schon, dass du damit so ein Schiff auch bauen kannst. Also wir werden das in die Schonoz packen. Ich finde es wunderschön. Das ist voll cool. Vor allem kannst du dir immer was anderes bauen. Jetzt freut sich hier schon das erste Teil davon. Das Ganze ein bisschen abzuschließen. Natürlich war Aymar nicht die einzige Frau, die davon betroffen war, von dem Bauhaus. Aber natürlich, ich meine, das ist symptomatisch für die gesamte Kunstwelt. Ich dachte, wir nennen hier noch mal ein paar. Zum Beispiel Lili Reif, war die Lebensgefährdin von Mies van der Rohe. Die hat ganz viele Werke mit ihm zusammengestaltet und war eigentlich auch die Federfirm für manche seiner wichtigsten Werke, wurde da aber kaum erwähnt. Dann haben wir ja Lucia Moroli, die war die Bauhausfotografin. Also fast jedes Foto, was aus der Bauhauszeit über Bauhaus kommt, war von ihr. Und ihr Ehemann hat diese Bilder verwendet und hat nie den Vornamen dran geschrieben, so dass es halt jahrelang ihm alles zugeschrieben worden ist. Und wir haben die Gunter Stölz, das war die Webmeisterin, das war also quasi die Verantwortliche für die Weberei. Die hat es geschafft, dass große Aufträge in die Werkstatt gekommen sind und das Ganze damit auch sehr gewinneneintreibend war. Das Geld hat fast die ganze Reformschule getragen. Aber natürlich hat das zu ganz viel Mistwunst bei den Kollegen geführt und wurde auch deswegen oft gar nicht so gerne erwähnt. Und dann haben wir noch die Marianne Brandt, die Metallkönigin genannt. Die hat im Prinzip auch die ganz tolle Bauhaus Lampe mit auch gemacht und wird auch bis heute auch immer noch verkauft. Millionenfach hat sich das Ding verkauft. Und sie hat auch hier das Ganze sehr gewinntriebend in die Massenproduktion überführt. Das war die erste und hat auf massiven Widerstand bei ihren männlichen Kollegen geführt, was da am Anfang wollten, einfach gar nicht mit ihr zusammenarbeiten. Also, wenn wir sagen, das war symptomatisch im Bauhaus, obwohl das sich nach außen hin natürlich immer so als gleichberechtigt, und wir sind alle toll, aber dann hinter den Kulissen, ab in die Weberrei, denkt einfach nur mal zweidimensional, das Dreidimensional ist einfach zu viel für euch. Finde ich unglaublich. Aber was dahintersteckt, und da haben wir nämlich auch gleich schon eine hervorragende Überleitung zu David, ist nämlich, dass, also mich beeindruckt dieses Teil, was du da aufgebaut hast, echt, weil die Idee dahinter ist ja, dass du dir selber ein Kunstwerk konfigurierst. Das heißt, du kannst selber originell sein, ohne aber wirklich Künstler sein zu müssen. Weil diese Figuren, diese Formen, die Farben, die passen halt eben schon auf eine Art und Weise zueinander, die aber nicht einfach und gefällig und billig ist, sondern die modern ist und die man auch vielleicht gerne umkonfigurieren will oder die man vielleicht auch einem Gast in die Hand drücken kann oder tatsächlich einem älteren Kind. Und diese Art und Weise Medien, also schöne Dinge zu tun, ohne notwendigerweise ein Fachmann zu sein und ein Experte und ein Künstler. Das kenne ich zum Beispiel auch noch aus dem Bereich Musik. Da gab es zum Beispiel früher solche Sachen wie den Magix Music Maker, wo du als kompletter Laie einfach so waived Rhythmen übereinander legen konntest. Und die waren alle schon vorkonfiguriert, dass die in der gleichen Tonart waren. Das heißt, auch als kompletter Laie bekamst dann da so einen Dance Track raus, der für den Laien auch ziemlich geil war. Und damit sind wir beim Thema Medien. Und Podcasts. Was hat das jetzt mit dem armen David zu tun? Das hört sich ja zu einer totaler Leihwehr. Aber das ist ja vielleicht eine der Thesen. Nämlich, das, was wir hier machen, wir machen ja sozusagen unseren Podcast auch als komplette Leihen. Oder so haben wir zumindest losgelegt. Jetzt irgendwie in der elften Folge verstehen wir schon eine ganze Menge mehr und können vielleicht auch so ein Ding zusammenstecken, wie das, was Stephanie da gerade gezeigt hat. Aber es braucht ja kein totales Profitum mehr, ⁓ Medienformate zu machen. Du musst keinen... kein gelernter Toningenieur mehr sein, du musst keinen gelernten Videoschnittspezialisten oder Audioschnittspezialisten mehr dabei haben. Und das ist ja auch einer der Gründe, warum es diese Explosion an Podcasten gab in den letzten Jahren. Dass es wirklich so einfach geworden ist, fast so einfach wie auf Instagram, sich irgendwie als Fotograf, in Anführungszeichen, darzustellen, ist ja mittlerweile auch, sich als, ich weiß nicht, als Journalist, als Medienproduzent zu gerieren und etwas in die Öffentlichkeit zu bringen. was gut genug ist. das wäre jetzt eine meiner Thesen. Deswegen machen wir das, deswegen fällt uns das halbwegs leicht, deswegen gelingt uns das, alle zwei Wochen irgendwas rauszuhauen. Und David ist in diesem Bereich ein Profi, der an der Sache schon seit über zehn Jahren dran ist. Und zwar ursprünglich, da haben wir uns kennengelernt, mit der Idee, in dem ganzen Mediendschummel einen Führer, eine Plattform, eine Diskussionsplattform, eine Kritikerplattform für Serien und Filme zu machen, die es den Leuten einfacher macht, ihre Lieblings. Inhalte zu finden. Und daraus ist im Laufe der Jahre, wie David mir erzählt hat, ein Imperium geworden, von dem Shelfed.com, was ich seitdem auch abonniert habe, seit zehn Jahren bekomme ich den Newsletter, nur ein Bestandteil ist. Ist das so, um das her mich nicht zusammenzufassen? Ja, deswegen hast du so einen guten Geschmack, weil du seit zehn Jahren Shelfed liest. Genau so schaut's aus. Na ja, also ich versuche das jetzt nochmal einzufangen, weil ich glaube, du hast ganz schön Dicke aufgetragen, das sei dir zugestanden. Ich bin seit … drei Jahren in der Podcast-Branche als Distributionsexperte aktiv. Das heißt, ich berate, ich darf mit Teams arbeiten und denen helfen, wie man eigentlich Wachstum aufbaut, wie man Hörerinnen für die Inhalte gewinnt, in man so viel Herzblut reinsteckt. Und das mache ich auch mit sehr viel Begeisterung. Dazu ist eine Plattform entstanden, die heißt Sankt Audio, wo ich eine KI darauf trainiert habe, schon vor vielen Jahren, die 150 Dinge, die man tun kann rund um seinen Podcast, die aktuelle Wachstumsphase, in der man sich befindet. zu wenden und zu sagen, also ihr steht jetzt bei Folge 11 in dieser und jener Kategorie, dann würde die KI euch jetzt empfehlen, womit andere Teams in einer ähnlichen Wachstumsphase und dann noch mit ähnlichen Zielen als nächstes Erfolg hatten. Und das hat mir sozusagen ganz viel Wissen auch natürlich gebracht. Und auch bei euch wäre es jetzt so, dass ich sagen würde, lasst uns mal euer Media-Ökosystem kartografieren. wo seid ihr überall schon? wo seid ihr überall schon, send. Ich weiß von dir Christoph, dass der Podcast auch auf LinkedIn ab und zu gepostet wird. Da wäre dann halt die Frage, im Laufe der Zeit hat sich dieser LinkedIn-Kanal irgendwann auserzählt, kommen dann noch nennenswert neue Leute hinzu? Und die Empfehlung aus dem Tool ist dann in der Regel, dass man seine wenigen begrenzten Ressourcen immer in Dinge, in Methoden investiert, deren Ausgang noch ungewiss ist und euch dadurch auch ein umso größeres Abseit liefern kann. Ja, vielleicht ist jetzt, naja, wahrscheinlich jetzt noch nicht, aber man könnte dann sagen, macht mal eine Plakatkampagne am Hauptbahnhof. Also sowas wäre irgendwann groß gedacht. Stefanie, Mitschreiben! Unterintuitiv. Ich mach mir nur dir zu Plakatkampagne, ja? Aber was Christoph natürlich sehr gut macht, ist auch Kooperationen anregen. Deswegen bin ich hier. Weil ich hab ein Kurations-Newsletter, du hast sehr smart gedacht, da ist doch ein Fit. und die Zeitgenossen, das könnte ja eine ähnliche Zielgruppe ansprechen und deswegen haben wir uns jetzt zusammengetan. Und das ist super gut, weil Kooperationen sind, ich glaube, der zweitbeste Weg mit seinem Podcast überhaupt zu wachsen, in die Sichtbarkeit reinzukommen. Einfach weil man Other People's Audiences auf sich aufmerksam machen kann, wenn man nett zugewandt und vielleicht einen ähnlichen Wertekanon entspricht. So haben wir uns ja gefunden quasi oder wiedergefunden. Genau. So hab ich mir überlegt, vielleicht gehen wir noch mal zurück an den Anfang, denn der Grund, warum du ja eigentlich hier bist, wir haben ja gesagt, unsere Stargäste müssen auch selber Anfertiger von Kunst sein. Also selber sozusagen nicht nur darüber reden, nicht nur beraten. Und du hast ja halt eben das Ganze wirklich mit Shelf damals angefangen, vor allem, weil das dir ein persönliches Bedürfnis und eine Leidenschaft war, oder? Das heißt also, du bist ja niemand, der nur anderen Leuten sagt, was sie tun sollen, sondern du probierst das ja an deinem eigenen Ding aus. Hat das denn bei Shelf die Ziele erreicht, die du erreichen wolltest, gibt es dann, erzähl doch mal eine romantische Geschichte über Shelf. Wie es von einer Leidenschaft eines Jungen aus Berlin, die Sterne sind das Ziel und Jahre später... dir nicht so viel, lass ihn doch erzählen. Ja, ich kenne Christoph ja schon, der könnte das Ding ja auch alleine wuppen. Shelf ging 2015 als Newsletter an den Start, der ging damals an acht Leute raus, das waren natürlich Freunde, Freundinnen von mir. Seitdem, seit 2015, veröffentliche ich und mein Team, jetzt habe ich eine Redaktion auf dem Projekt sitzen, jede Woche Freitag handverlesende Mediathekentipps. Also so ist das herangewachsen. Und 2017 kam erst eine Webseite dazu. Der Newsletter war damals in Kombination mit nur einem Twitter-Account. Also ich saß da, habe fleißig getwittert, was ich in den Mediatheken entdeckt habe und der Impuls dafür kam. aus der Feststellung, dass da so viele tolle Inhalte quasi darauf warten, entdeckt zu werden, die auch alle für uns verfügbar sind. Tendenziell mit einem Ablaufdatum, tendenziell weiß man nicht, wann sind sie wieder weg aus der Peripherie. Und das war für mich der Impuls, sagen, ich will diese digitalen Inhalte so ihre Wertschätzung zurückgeben. Auch digitaler Download, der versauert dann irgendwann auf einer Festplatte. Das war doch mal so schön, dass wir uns die Dinger ins Regal gestellt haben und dass wir uns damit umgeben konnten und dass wir auch Besuchern zeigen konnten, wer sind wir eigentlich? Ein Blick ins Regal ist ein Blick in unsere Seele, oder? Das ist genau die romantische Geschichte, die ich hören wollte, David. Ja, und so ist die Idee von Shelf entstanden. auch wohl wissend, dass wir ein Regal ist auch ein, ist ein persönlichkeitsbildendes Objekt. Ich habe dazu so einen Teil meiner Masterarbeit geschrieben. mit der Feststellung, wir haben immer mehr Zugriff auf Inhalte, wir besitzen immer weniger davon und gleichzeitig wollen wir uns quasi als Persönlichkeit auch in den Medien spiegeln. Das ist quasi etwas total Romantisches, auch Hedonistisches, aber da steckt ganz, ganz viel Persönlichkeit drin. Und dann sind da eben Titel, haben wir gesehen, die feiern wir, die lieben wir, aber auch Titel, die sind unberührt. Das war das beste Beispiel für Shelfed. dass da halt auch Dinge im Regal schlummern, die darauf warten wollen, entdeckt zu werden, wiederentdeckt zu werden, endlich geöffnet zu werden. Was meint ihr, wie viele Bücher ich noch ungelesen rumstehen hab? Einfach weil irgendwann war der Moment, da war der Kauf, sozusagen das schnelle, leichte Dopaminausstoß und dann irgendwann bin ich so weit. Und das ist halt das Schöne, die rennen uns jetzt ja auch nicht mehr weg. Das ist nicht so, dass irgendein Algorithmus, uns wieder wegnehmen kann. Und gleichzeitig, wenn wir so an einem Regal vorbei ... spazieren, das inspiriert uns. Womit sollte man sich heute beschäftigen? Und das war so der Impuls, den ich versucht habe, uns digitale zu übertragen. Ich finde auch Kontexte. Mal wie sortiere ich das Regal halt? Welche Sachen bestelle ich zusammen? Also ich bin so Nerd, der früher als Videothek noch gab, manchmal hingegangen bin und die Sachen neu umgestellt habe. Weil ich gedacht habe, nee, das muss aber anders sortiert sein. Ja, du kannst das nach Alphabet machen, aber dann innerhalb des Regisseurs musst du das dann halt nach Zeitlinie. Sortieren. Wie die Berliner Videotheken quasi terrorisiert. Aber ich finde das total wichtig, weil wir letzte Folge zum Beispiel haben wir als Simone de Beauvoir neben The Bright gestellt und uns das angeguckt, wie das zusammen gehört. Und ich glaube, das hilft einem ja oft, das Regal im Prinzip Sachen zueinander zu sortieren. Nicht nur nach Farbe, sondern auch nach Zugehörigkeit und auch so das Denken zu stimulieren und anzureden. Ich habe jetzt irgendwie auch das dringende Bedürfnis auf meiner Homepage, ein Serienregal abzubilden. du hast sowas von Recht, weil Serien haben mich mindestens so sehr geprägt wie zum Beispiel auch große Bücher. Also The West Wing, was ich alles aus The West Wing rausgezogen habe, auch an Begeisterung und Liebe auch zur Amerika durchaus. Das hat mich so lange geprägt. Und Schauspielkunst und Aaron Sorkin und diese Art von Drehbuch schreiben. Das hat mich so viel besser gemacht und davon gibt es so viele andere Beispiele. Aber in der Tat, das habe ich noch nirgendwo jemals zusammengestellt. Das findet sich in keinem Lebenslauf. Das findet sich auf keiner Grafikseite. Das mache ich jetzt einfach mal. Vielen Dank. Aber Christoph, ist das nicht genau der Impuls, der euch dazu gebracht hat, den Podcast zu starten? Möglicherweise. Ich glaube, es war auf der Suche als Gesprächspartner. Wirklich. Also es ist ja oft so, dass man so was, man ist so begeistert davon und wem erzählt man das jetzt? Und wer hat da noch eine qualifizierte Meinung dazu und gibt einem noch mal eine andere Perspektive? Und besonders auch die Fragen, dann so hochkommen. glaube, ist so der Anlass gewesen. Dann Christoph und ich haben uns wieder getroffen nach einer langen Zeit. ja, mit dem Christoph, der kann, ist qualifiziert. Der gibt dann auch mal eine spannende Einsicht. Der gibt mir noch mal den historischen Ablauf dazu. Und der sagt mir dann, wo ich das nächste Jahr im Sommer in Urlaub fahren soll. Also der hat das alles. Aber da sind wir ja bei der Frage, die mich auch von dir so interessiert und die eigentlich vielleicht viele da draußen interessiert, nämlich warum man das Ganze überhaupt macht. Und gerade du als Experte. Warum sollte irgendjemand im Jahr 2026 noch einen Podcast aufsetzen? Weil Podcasten ist ja irgendwie zu so einem Klischee geworden. Hans und Franz und die kleine Schwester hat heutzutage einen Podcast oder macht das für ein paar Mal und postet das dann einmal auf LinkedIn und ein paar Monate ist das vielleicht auch schon wieder weg. Aber ist das Ganze denn überhaupt noch sinnvoll? Gibt es, weißte, wir kommen ja aus einer Welt, wenn man mal historisch abriss, Buchdruck. Ja, 1400 und paar Zequetschte ein Buch zu besitzen, ein Buch zu produzieren, das war eine absolute Sensation, die meisten Menschen in ihrem Leben niemals empfunden haben. Krass viel weiter, heutzutage hat jeder ein großes Wissen, einen Schatz von Serien, er gesehen hat und vielleicht ein Bücherregal. Und jetzt ist der nächste Schritt auch noch in die Produzentenrolle reinzugehen, was ja auch lange lange eine total exklusive Sache war, was nur viel weniger gemacht haben. Warum sollte man das machen? Warum sollte irgendjemand jetzt noch in unsere Fuß stapfen oder warum sind wir in... Was sagst du da Leuten? Also ich finde, das ist eine große Frage und die beginnt immer mit der eigenen Haltung, mit dem eigenen Interesse. Ihr habt es jetzt schon wunderbar auf den Punkt gebracht, was euch dazu motiviert zu podcasten. Ich finde eigentlich immer, hey, wenn es euren Podcast noch nicht gibt, dann hat der eine Daseinsberechtigung. Und das meine ich jetzt quasi erstmal allgemein gesprochen. Weil ich würde niemandem eine Abrede stellen. dass sozusagen sein Newsletter noch fehlt oder sein Blog noch fehlt. Genau, mit dem Podcast ist es halt dasselbe. Dieses Outlet, dieses Medium, das ist halt ein so wunderbares, wo man einfach sich mit ein bisschen Zeit und ein bisschen Ruhe ⁓ die Dinge sozusagen rumschwirren kann, die einem so durch den Kopf gehen. Einmal Liebe fürs Medium, das ist, finde ich, sollte man so bisschen mitbringen. Ich habe neulich nochmal die Zahl recherchiert, dass halt wirklich 90 Prozent aller neu gestarteten Podcasts nicht über drei Folgen hinauskommen. Ja, also ihr seid jetzt schon da in der Top Ten angekommen und bald übrigens auch in der Top 1%, weil wiederum nur 90 % dieser 10 % schaffen es über 20 Folgen hinaus. Also da sind wir schon nur noch bei einem von 100 Podcasts, die dranbleiben. Und warum ist das so? Ich glaube, das Medium ist, lädt dazu ein, eine schnelle Veröffentlichung zu machen, was ja auch der quasi der Benefit ist, Christoph, den du gerade beschrieben hast. Und gleichzeitig mangelt es den meisten Formaten an der Strategie, an dem Wissen darum, wie anstrengend es eigentlich ist, diesen Weg zu gehen. Und auch diese großen Fragen, wofür mache ich das eigentlich und was habe ich davon? Ist es jetzt ein Spaßprojekt? Ist es ein Vertriebskanal? Ganz unterschiedliche Wege. Aber man muss diese Rechtfertigung für sich einmal klarstellen. Und dann ist es halt so, dass Podcasten, wie fast alles im Leben, ⁓ die begrenzte Aufmerksamkeit von uns Creatern kämpft. Wenn irgendwas im Leben lauter schreit, dann ist das Hobbyprojekt meist das erste, das abgesägt wird. Und je nachdem, wenn ihr es schafft, dieses Projekt mehr als Idealismus zu knüpfen, mehr als die Absicht, miteinander Zeit zu verbringen, dann fängt es an, einmal unternehmerisch zu werden. Das ist das, was ich mit meinem neuesten Projekt, dem Mediapreneur quasi skizziere, dass ich sage, Also ⁓ langfristig am Ball zu bleiben, ⁓ nachhaltig zu wirken, da muss man von Anfang an in einem Geschäftsmodell denken. Und das Geschäftsmodell kann halt das sein, was euch quasi die Luft zum Atmen gibt. Das kann eine Mitgliederfinanzierung sein, das kann Werbung sein. Und Werbung und Media Sales ist es total egal, wie viel Reichweite man mitbringt, da geht es auch ⁓ eure Expertise, was ihr quasi für Brandpartnerinnen, für Kooperationen anbieten könntet. Wie wichtig. Nee, wollte einfach schönes Beispiel von Shelfed ist immer. Man könnte sagen, unsere Reichweite, wir haben gerade 6.500 Leute im Verteiler, der wird ab und zu mal aufgeräumt. Bei Shelfed kann ich halt auch bei Brandkooperationen anbieten, dass wir zum Beispiel thematische Streaming-Tipps kuratiert haben für den Zeitpunkt, wenn man mit einer Software in Berührung kommt. Der Start ins Probe-Abo ist bei uns eine Streaming-Playlist für romantische Komödien. die sozusagen den Beginn einer neuen Beziehung eröffnen. Der Start in die Mitgliedschaft ist dann halt so was, das nächste Abenteuer beginnt und das Ende der, die Kündigungen sind halt so Trennung und Abschied und Verlust. Dann hat man halt diese Themen aufgemacht. Das sind eigentlich so total schöne Themen, einem auch in jeder Firma, wo man irgendwie mit Kunden zu tun hat, man Leute eigentlich begeistern könnte. Und dann könnten wir als Shelf jetzt eben hingehen und sagen, hey, wir können euch doch thematische Streaming-Tipps kuratieren. Also das wäre auch etwas, womit sich so ein Format dann durchaus finanzieren ließe. Wichtig sind denn überhaupt Zuhörer. Das ist ja etwas, ich, was... Also Stephanie und ich treiben das die ganze Zeit. Weil, ich man könnte ja sagen, wenn es tatsächlich nur darum ginge, dass Stephanie und ich uns zusammen unterhalten, dann könnten wir auch einmal im Monat telefonieren. So. Und auf der anderen Seite ist es aber auch natürlich auch ein Erfolgskriterium, vielen gehört zu werden. Da geht auch eine ganze Menge Arbeit rein. geben die, weißte man, macht die ganzen Kanäle auf. Aber man könnte natürlich sagen, wenn es darum geht, sich selber so die Brust frei zu machen, zu sprechen, dann könnte man auch sagen, scheiß auf die Zuhörer, wir machen das jetzt einfach, alles andere ist egal. Die wenigsten Podcasts, die dringen halt mit dieser Haltung durch, dass sie sich damit auch eine Audience aufbauen. Also besser ist es, wenn man wirklich zugewandt ist, wenn man auch die Meinung der Hörerinnen aktiv abfragt, wenn man Feedback einfordert, wenn man zu gegebener Zeit eine Hörerinnenumfrage postet, einfach in seinen Shownotes, mal diese fünf bis acht Fragen, damit man auch mal so Bedürfnisse, die da zu führen, dass man hier einschaltet, abfragt. Und das alles macht euch schlauer, macht euch besser, wenn man eigentlich das Ohr an die Gegenseite auch mal ranhält. Demgegenüber, was du gerade sagst, steht ja eigentlich der Künstler, sagt, ich mach, was ich machen muss. Und das findet schon sein Publikum. Das ist natürlich genau das andere, die andere Händchen zwar, eines professionellen Mediums, das tatsächlich sagen muss, ich mache etwas, was die Leute wollen, damit ich damit Geld verdienen kann. Ja. Also deswegen meine ich ja, als Künstler-Seele würde man es jetzt schwerer haben, per se durchzudringen. Also weil einfach die Wahrscheinlichkeit, dass das, was du jetzt herausbringst, resoniert, das resoniert erst mal mit dir. Du bist eine Audience of One, von diesem System her. Und dann wird weitergeschaut, ob das andere Leute auch berührt. wenn du diese... Da kannst du natürlich genauso Glück haben. Also ich würde sagen, der Anspruch daran, was zu machen, was einen mindestens künstlerisch befriedigt, der ist absolut gerechtfertigt. Ich glaube ja auch, ist das ja ein Dialog, ist ja eine bereichernde Sache. Also im Prinzip, geht ja nicht nur darum, die Künstler-Seele dann in einen Korsett zu pressen, sondern es geht ja darum, neue Wege finden zu können. Jede Konversation, also auch die von uns dreien, führt ja zu einer Veränderung, was auch eine positive Veränderung. Deswegen ist ja eigentlich also dieses Feedback, finde ich ja auch dieser Weiterentwicklung mit dem Publikum zusammen, neue Wege zu gehen. Was mochte, was du gesagt hast, dass im Prinzip das so ganz ungewöhnliche Wege zu gehen, zu gucken, dass die Abseits sehr groß ist. Jetzt nicht immer LinkedIn machen, sondern die Plakate plastern. Das finde ich halt, das ist genau das Gleiche wie mit dem Publikum in einen Dialog einzutreten, ⁓ halt auch inhaltlich da neue Wege gehen zu können. Ja, weil einfach Dinge machen, von denen man noch nicht weiß, was sich einbringt. Ich empfehle eigentlich, dass man auch als Podcast-Hosts, die dann tendenziell so bisschen sich entfernen von ihrer Audience, wenn das mehr werden, dass man sich einfach diese Verbindung nicht verliert und dass man auch irgendwie diese 10, 20 Gespräche im Jahr einfach führt. Dass man weiß, wer hört denn dazu? Und das ist nochmal ein qualitatives Gespräch. Jemand einladen mit euch mal 20 Minuten zu verbringen, das ändert alles. Weil das einfach nicht nur in Formular gepresste, vorgefertigte Denkmuster sind, sondern da... da lernt ihr Menschen kennen. Und das ist, glaube ich, wo sich die größten Aha-Erlebnisse daraus ableiten lassen. Für euer Format, für die Weiterentwicklung, für euch persönlich. Ich auch, ja. Und es macht halt eben Spaß, logischerweise. Mit all dem, was du weißt und mit all deiner Expertise der letzten zehn bis 15 Jahre hast du uns ja auch einen Serientipp mitgebracht, auf den ich jetzt wirklich gespannt bin. Das fiel mir so schwer, wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt. Ich möchte mal einen Namen in den Raum werfen. Amy Sherman Palladino, sagt der euch was? Nein. Ich so schlecht bei den Namen. Ich heiße die Gastiniker Amy Sch- Nein, nein, nein. Stephanie, die Kunst ist jetzt nicht zu googeln, sondern mir zu folgen. Also ich war begeistert, als Christoph seine Ausführungen von The West Wing hatte und von Aaron Sorkin und von der Qualität, die in so einem Drehbuch stecken kann und von den Denkräumen, die sowas eröffnen kann. Und Amy Sherman Palladino macht das auch auf einer ganz anderen Ebene, auf einer komödiantischen Ebene, auf- Die hat die Serie Gilmore Girls unter anderem in den 90ern hervorgebracht und ist immer noch gut bezahlt, immer noch sozusagen dabei. Hat bei Prime Video die Serie The Marvelous Mrs. Maisel über fünf, sechs Staffeln geschrieben. Ja, die ist so schön. Und diese Serie, die ging ja vor zwei, drei Jahren zu Ende und es hat einen Bogen geschlagen. Also wer da kein Tränchen verdrückt hat, der hat kein Herz und keine Seele. also Stefanie, du weißt, was ich mit den Dialogen und den Drehbüchern meine. Das ist von einer Absurdität manchmal nicht zu übertreffen. Und gleichzeitig sind es so herzenswarme Charaktere und Welten, die diese Frau erschaffen kann. Und jetzt komme ich quasi mit meiner eigentlichen Serienempfehlung. Das ist ihre neueste Produktion, die heißt Etual. Also... Ich glaube, so was wie aufgehender Stern oder ich habe es jetzt nicht nachgeguckt, aber in der Serie wird das öfter mal thematisiert. Die spielt an einem Ballettinstitut oder besser gesagt an zweien in Paris und in New York. Also hat auch einen großen Sprachwechsel, Englisch und Französisch. Ist leider, muss man sagen, nach einer Staffel abgesetzt worden. Und das ist das, wo ich sagen möchte, auch eine Eine erste Staffel, die eine Welt aufmacht, hat auch Relevanz. Und nicht, man sich sechs Staffeln vertiefen muss. Es ist einzig wahre. Ja, ja, genau. Also, ich hab mich in Etoile sofort verliebt. Das sind Dialogfeuerwerke, wo man einfach sagt, es ist auch eine Entourage, die sich quasi in diesen natürlich hochelitären, künstlerischen Sphären bewegt, was eine Balletttheaterinszenierung anbelangt. Da sind natürlich die... die Künstlerinnen, die Tänzerinnen, die natürlich auch ihre Attitüden mit sich bringen. Da ist dann so ein Choreograf, der sozusagen Genie und Mastermind ist oder eben die künstlerische Leitung, der Organisator und auch die beiden Organisatoren der Häuser, wie die sich miteinander kabbeln. Also es ist so herrlich. Das ist eine Wohltat für die Seele. Also ich habe immer Gänsehaut bekommen, ja. Also ich werde das auf jeden Fall anschauen. Ich bin exited. Ich muss echt sagen, vielen Dank. Denn selber würde ich darauf nicht kommen. Das ist wieder so Beispiel dafür, ich Ballett sehe, dann denke ich mir sofort, das ist nichts für mich. Aber auf der anderen Seite, hast ganz recht, wenn dahinter eine Frau steht oder ein Autor, der einfach nur schon zehnmal bewiesen hat, da gibt es ja so ein paar. David E. Kelly, Joss Whedon, Aaron Sorkin. Da muss man eigentlich denen sofort eine Chance geben, ganz egal, worüber sie schreiben, weil die so einfach so gut drauf haben. Und wenn du sagst, dass die Beschafferin der Marvelous Miss Maisel jetzt dieses E-Toy gemacht hat, dann Stamp of the Trove. und trotzdem gelingt es nicht immer durchzudringen. Also diese Serie hat ihr Audience nicht gefunden. Das war eine zu teure Produktion. Das hat sich sozusagen nicht gerechnet. Und das ist das, wo ich sage... Es ist so schade, dass diese ganzen Streamer in Anformzeichen nur noch aufs Geld gucken, weil es gab mal dieses Qualitätsversprechen. Ich hab mal vor zehn Jahren als Netflix dann mit den Originals angefangen hat und so ein House of Cards war am Anfang natürlich war so krass und auch Orange is the new Black und so, Mindhunter. Da waren so viele Serien in der Anfangszeit dabei. das, sag ich mal, die Ratio von Qualität zu es wird auch jetzt viel Reality produziert und es ist so ein bisschen so Wegguckware. Die hat sich leider nicht zu unseren Vorteilen entwickelt. Und ich will damit nicht sagen, dass alles an Reality schlecht ist, weil es Gott nicht abgibt. Es geht mir einfach... okay. Nee, aber du hast sowas von Recht und ich glaube, wir müssen darüber noch mal ein anderes Mal sprechen, nämlich... Wahnsinnsserien, die viel zu früh abgesetzt wurden. hab hier grad schon eingeworfen, Firefly ist vielleicht die eine berühmteste Serie, die nach zwölf- bzw. 14 Folgen abgesetzt wurde. Und seitdem verzehren sich rund ⁓ die Welt Millionen danach. Und keiner kann verstehen, wie das passieren konnte. Oder Messiah fand ich unglaublich gut, erste Staffel, von der es ja nur eine gibt. Wahnsinnsserie oder Carnivore, was nach zwei Staffeln abgesetzt wurde, weil es auch zu teuer war. Egal. Also du, du, du... Triffst du auf alle Fälle den Nagel auf den verdammten Kopf. Ja, und das ist so eins meiner Interessen, dass ich dann... Ich guck mir das dann halt auch an, wenn es interessant ist und nicht nur, wenn es fortgesetzt wurde. Dann kann man es halt fast wie so einen Film betrachten. Also ein langer Film, das ist... hat mitunter sind Serien natürlich so mit diesem Cliffhanger am Ende versehen, dass es tut dann immer weh, wenn sowas quasi nicht fortgesetzt weiter erzählt werden kann. Aber die Zeit, die man damit verbringt, die war es ja trotzdem wert, sonst hätte man ja nicht weiter gucken müssen. Ich finde auch gerade Miniserien deswegen total attraktiv. Also ich muss sagen, ich hatte ein bisschen so ein Serienhangover. Also ich habe das Gefühl, dass so viele Stränge dann irgendwann in Staffeln, wer weiß wann, irgendwann lost sind und dass sie dann irgendwie noch mal eine Geschichte erzählen von einer anderen Serie, weil ihnen nichts mehr eingefallen ist und das dann auch nirgendwo hinführt. Also nicht wie bei Das ist Marvel, wo du dann das Gefühl hast, wow, das ist halt so ein Full Circle-End. Das wird irgendwie alles auf so Moment hingearbeitet und das sind ja die großen Kunstwerke. Wenn das wirklich ein rundes Bild gibt, dass es irgendwo sinnvoll ist, dass so viel Zeit irgendwie da in die Charaktere geflossen sind, ⁓ nicht einfach die ganze Zeit lang so Depaminausflüsse zu generieren, was einen dann auch irgendwie müde macht. Deswegen finde ich gerade so Miniserien gerade, bin ich ein totaler Fan von. Sag mal, wo findet man das denn? Was sagst Sag mal den Namen. Etol. Und wo hast du das gefunden? Etol bei Prime Video. Prime Video, cool. Super. Das ist eine hervorragende Überleitung darüber, dass ich nämlich als Literatur-Tipp für dieses Mal etwas mitgebracht habe, was auch sehr kurz ist und was ich hervorragend für so eine Miniserie eignen würde als Stoff. Und zwar, der Name wird jetzt viele verblüffen, Plön-Ukbar Orbis Tercius. Was ist das für ein eigenartiger Name? Damit kannst du auf keinen Fall Bestseller werden, oder? Doch, das ist nämlich ein Bestseller. Allerdings, das ist kein Buch, sondern es ist eine Kurzgeschichte in einem Buch. Kurzgeschichte. deswegen muss ich da gar nicht so viel über die... Die Geschichte ist eine von, ich weiß gar nicht, zwei Dutzend Geschichten in einem der berühmtesten literarischen Werke des 20. Jahrhunderts, nämlich den Fictiones von Jorge Luis Borges. Und Jorge Luis Borges ist... der eine Titan und Begründer der lateinamerikanischen Literatur. Der ist 1899 geboren, der hat in den 40er Jahren, ab den 40er Jahren magischen Realismus, Fantasie und Realität zum ersten Mal in die Hochliteratur überführt, könnte man sagen. Der wird in Argentinien angebetet wie ein Gott. Und in dieser Kurzgeschichtensammlung Fictiones, Fiktionen auf Deutsch, für die er, glaube ich, auch den Latraturnobelpreis bekommen hat, das eine oder vielleicht die eine berühmteste und verfilmbarste Geschichte, genau diese. Klön-Ukbar-Obestherzius. Und das ist eine Mysteriengeschichte, die sich meiner Ansicht nach unglaublich gut filmen ließe, denn es geht darum, dass ein Mensch entdeckt ein Buch und in diesem Buch ein Artikel über etwas … von dem man nicht glaubt, dass es ihn gibt, nämlich einen Ort. Und über diesen Ort gibt es aber weitere Berichte. Und die Menschen, die diesen Ort, der überhaupt nicht zu lokalisieren ist, bevölkern, die haben wiederum eine Legendengeschichte über einen Planeten und den Menschen, die auf diesem Planeten leben. Das ist obis tertius. Und diese ganze Geschichte erzählt wird über die Jahrhunderte von einer Geheimorganisation, die auf der Erde diese reine Fiktion, das wird auch immer wieder gesagt, diesen Ort gibt es nicht, diese Menschen gibt es nicht. Die Märchen einer Nation, die es nicht gibt, was kann daran wert und wirklich sein? Aber dann wird immer mehr darüber berichtet, wie diese Menschen auf diesem Planeten, den es eigentlich nicht gibt, der sich ausgedacht wurde von Menschen, die es nicht gibt, wie die gelebt haben, wie die reden, wie deren Physik funktioniert. Und am Ende tauchen in dieser Geschichte auf einmal Objekte auf, in der wirklichen Welt des Erzählers, aus dieser fernen Welt, die es eigentlich gar nicht geben dürfte. Es ist also wirklich ein... Eine Mischung zwischen fantastischer Welt, zwischen fantastischer Erzählung, auch immer wieder philosophischer, also Wahrnehmung. Wie macht denn Wahrnehmung oder Geschichten erzählen? Wie wird das möglicherweise zur Realität? Wer ist diese Geheimorganisation? Was wollten die erzielen? Gibt es diese Menschen möglicherweise wirklich? Diesen Planeten kann es doch gar nicht geben, aber wie ist es möglich, dass da auf einmal Objekte auftauchen? Also höchst rätselhaft das Ganze, höchst erstaunlich. Man versteigt sich da immer weiter rein und immer wieder ist es fast bisschen kafkaesk. weil man die ganze Zeit eigentlich so einen Moment der Aufklärung möchte, der aber nie kommt. Und auf einmal findet sich der Erzähler in dieser Welt, die es eigentlich gar nicht geben dürfte, wieder und seine eigene Welt wird zu der mysteriösen Welt. Also wirklich ein ganz irres Gedankenkonstrukt zwischen Literatur, Science-Fiction, Märchen, Fantasy und auch Gruselgeschichte, wenn man so will. Und ich möchte damit darauf hinweisen, dieses ist nur ein Beispiel, das ist vielleicht die zugänglichste Geschichte in diesem fantastischen Werk. die Fiktion ist von Jorge Luis Borges, weil da sind wir wieder bei dem, was große Literatur bewirken kann. Denn das ist nicht nur unterhaltsam, sondern das hat eigentlich die Tür geöffnet für Gabriel García Márquez, für jeden, der danach diese Wahnsinnsflut an großartiger lateinamerikanischer Literatur befeuert hat. Damit wurde es in gewisser Weise akzeptabel, Dinge zu erzählen, die vorher vielleicht nur H.P. Lovecraft erzählt hatte, also mit seinen Horrorgeschichten, separate Welt und vergangene Zeiten, in denen halt eine andere Rasse gelebt hat. Das war ja lange einfach Trash-Literatur Anfang des 20. Jahrhunderts, aber irgendwann dann nicht mehr. Und wenn man da sich sozusagen komplett geben will, warum das überhaupt diese Macht entfalten konnte, warum diese Art zu erzählen, diese Arten von Geschichten, warum die auf einmal durchgedrungen sind in all unser Bild und auch in Die Serienproduktion von fantastischen Filmen, die sich auf verschiedenen Welten bewegen und trotzdem nicht trashig sind, muss diese Geschichtensammlung lesen. Die Fiktion ist von Jorge Luis Borges. Die lesen sich halt eben auch sehr gut, weil es, wie gesagt, Geschichten sind. Das heißt, man muss sich da nicht wie bei so einem Wälzer für eine ganze Woche einschließen. Und jede einzelne von diesen Geschichten ist auf eine Art und Weise fremd, eigenartig, extrem bunt, reichhaltig und halt auch originell, weil es das vorher nicht Auch in einer deutschen Übersetzung, Christoph? Auch in der deutschen Übersetzung. Also ich habe Teile davon auf Spanisch gelesen, schon vor vielen Jahren. Aber jetzt das Gesamtwerk habe ich tatsächlich sogar auf Englisch gelesen, weil es die günstigste Art war, an das Buch anzukommen. Und ich finde, dass Spanisch sich auch tatsächlich halbwegs gut ins Deutsche übersetzt. Russisch ja am allerbesten, aber Spanisch schon. Und das heißt, man unterhält sich mit diesem Buch extrem, man hat einen Wahnsinnsspaß. Und, das ist ja immer meine Maßgabe, kann nachher damit angeben. Weil jeder Lateinamerikaner kennt Roche Luis Borges und die Themen aus den Fiktionen, die haben so viele andere inspiriert, dass man sich damit auch im Gespräch und in der Weltentdeckung im richtigen Gefallen tut. Christoph macht damit immer die Türen auf. Weißt du, der sitzt dann da irgendwo in Südamerika in einem Restaurant und hat dann wahrscheinlich so ganz gelernt, dass Buch vor sich liegen und dann wartet einer darauf, dass jemand ihn abhört. Das sind ja auch sozusagen Codes, weißt du. Also ich meine, das ist so eine eigenartige Wortkombination. Klön, Ukbar. Obis tertius. Obis tertius heißt der dritte Welt, also eine dritte Welt auf Latein. Und wer das auch kennt, wird sofort sagen, endlich jemand, mit dem ich darüber reden kann. Und dass die allermeisten Leute das nicht kennen, das ist dann auch gar kein so großer Schaden. Also Literatur ist für mich tatsächlich auch ein Schlüssel, so ein passe-partout, so Schlüssel zur Welt. Da wo du halt eben Leute auf dieser Ebene findest, hast du dann auch sofort eine starke Verbindung wie, zweites Beispiel hier, ich trag ja heute einen Tierchef von Borussia Mönchengladbach und der halt eben an mir jetzt hier in Portugal, wenn mich da rumlaufen sieht und zufällig auch ein Fan von Borussia Mönchengladbach ist, der erkennt sofort diesen Code und weiß, dass er in mir jemanden hat, mit dem er sofort ein Bier trinken kann. ein gemeinsames Thema. Das selbe ist übrigens auch beim Podcasten so, dass ihr sendet die ganze Zeit kulturelle Signale nach dem Motto, was ist der Rahmen, in dem ihr euch bewegt und Das schafft sozusagen Schnittmengen mit der Audience und wenn die sich in eurer Welt wohlfühlen, dann bleiben sie. Also das ist sozusagen euer Potenzial. Und auch mit Serien. macht ihr sehr gut. Das hast du ja schon gedacht. David, ich meine, weißt du, gibt, wie es gerade eben mit Miss Maisel passiert ist. Du hast es dem Namen Miss Maisel genannt. Stefanie ist sofort aufgeblüht. Ich habe das auch sofort als Qualitätskriterium, weil ich habe zwar nur die erste Staffel gesehen, verzeiht mir, aber das war auch toll. Das heißt, sofort hast du deine Gemeinsamkeit. was vor dir für die Rente, das lohnt sich dann. Eines Tages. Und wo werde ich denn meine Rente verbringen? Das ist ja das letzte Thema für heute, denn wir haben ja noch gewusst, wo. Und das ist ja insofern leicht, mit allen anderen Themen zu verbringen, weil irgendwo muss man ja auch rumliegen und lesen oder Serien gucken oder irgendwas Neues lernen. Und auch da habe ich diesmal einen relativ präzisen Tipp, weil manchmal reden wir hier über ganze Landschaften, wie die Costa Brava oder über große Städte. Ich rede diesmal quasi auch über eine Kurzgeschichte im Bereich Reisen, versteht. Und zwar über ein einzelnes Hotel, was aber ganz herausragend ist auf eine bestimmte Art. zwar ein Hotel, was überhaupt nicht als Hotel gebaut wurde, sondern als Palast des Königs von Jugoslawien. Dass es sowas überhaupt gibt. Aber es ist tatsächlich so, dass nach dem ersten Weltkrieg das, was heute Serbien, Kroatien, Montenegro ist, Das wurde nach dem ersten Weltkrieg gegründet als Königreich. Die haben sich dafür entschieden, ein Königreich zu gründen. Das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen. Und haben dafür auch einen König gegründet, obwohl es dafür eigentlich gar keine historische, kein Beispiel gab, weil vorher war das alles Österreich, Ungarn. Und dieses Königtum brauchte nun die Orte, die zu einem Königtum nun mal dazugegangen. Die brauchten einen Königspalast. Die brauchten Königsitze. Die brauchten Hotels, die schön genug waren, ⁓ einen König beherbergen zu können. Und das alles Anfang der 20er Jahre in der Zeit des Bauhauses. Also wir sind ja daran gewöhnt, dass Königspaläste irgendwie im Mittelalter oder in Barock gebaut werden. Aber wie baut man ⁓ Himmels willen einen Königspalast in den 20er Jahren? Und dieses wurde getan mit der Villa Bled, so heißt das Ding heute, in Bled in Slowenien. Bled an diesem schönen See, in dem diese Kirche ist, eines der, glaube ich, ikonischsten Bilder des gesamten europäischen Tourismus ist. Dort wurde hingebaut. die Sommerresidenz des Königs von Jugoslawien. Und heute wird die betrieben als Bestehaus der slowenischen Regierung. Das heißt, da ziehen immer wieder zu Konferenzen internationale Staatsgäste ein. diese Konferenzen gibt es nur zwei, drei Wochen im Jahr. Ansonsten ist das ein ganz normales Hotel, das man sich auf booking.com oder sonst wo buchen kann. Und dieses Haus ist entsprechend viel mehr als ein Hotel. Das ist ein Denkmal, ein Baudenkmal. Es ist ein unglaubliches Luxusobjekt. Denn wie es sich für einen König gehört, hat das Ding eine ganze Flanke dieses Malerischen Sees. Einen richtigen Park und auch noch ein weiteres Caféhaus da drin. Das heißt, kann wirklich den ganzen Wochenende nur in diesem Hotel verbringen. Das habe ich auch. Unten am See, an diesem unfassbaren Malerischen See, gibt es halt so ein aus Teakholz gebautes Badedeck, auf dem dann ein livrierter Kellner einem die weichen Handtücher auf der Sonnendeck gewürft. Es gibt da Holzboote, alte Holzboote von Anfang des 20.Jahres, mit denen man dann rüber rudern kann zu dieser hübschen Insel inmitten des Sees. was es vor allem gibt, als das Königtum Jugoslawiens abgeschafft wurde, das nach dem Zweiten Weltkrieg, ja der Nachfolger der jugoslawischen Könige, ja Marshal Tito. Und Tito hat dieses Haus direkt übernommen als seine Sommerresidenz und dort gibt es entsprechend noch eine komplette Suite die 100 Prozent so belassen wurde, wie sie zu Marshall-Tito's-Zeiten, also Mitte der 70er, war. Und wer von uns hat tatsächlich zwei Nächte in dieser Suite übernachten können? Euer Freund Christoph. Sensationellerweise! Das passiert sonst nie, aber das war zu Zeiten von Corona. Ich war einer der einzigen Gäste und habe die Suite Nummer eins bekommen. Und das war wirklich absoluter Wahnsinn. Ding hat von vorn, also das hat drei Räume, dieses Suite. Der erste Raum ist ein Konferenzraum mit so einem gigantischen alten Schreibtisch, auf dem auch noch so ein rotes Telefon steht, von dem man denkt, man könnte sofort Washington anrufen. Dann das zweite ist so ein Ankleidezimmer und ganz hinten kommt so ein Schlafzimmer und alles im Stil der 70er in diesem Gebäude, was aber komplett in einem neoklassizisten Bauhausstil aus den 20ern ist. an einem fast paradiesischen Parkort, an diesem lächerlich schönen See. Das ist eigentlich eine Kombination von Dingen, die es an einem Ort überhaupt gar nicht geben darf, aber dort gibt es das alles, alles, an einem Ort. Und das Personal, ist das letzte, Personal und Restaurant sind halt eben auch eingestellt auf Staatsgäste. Das heißt, das Service-Level da und halt eben auch das, was das Restaurant anbietet, von dem man Unglaublich, über diesen See hinwegbleiben. Jedes Mal, wenn ich da in der Gegend bin, denke ich mir, Gott, ich muss da wieder hin. Aber dummerweise kostet das mittlerweile das Dreifache. hab, ob ihr es glaubt oder nicht, ich hab damals für dieses Wahnsinnserlebnis 89 Euro die Nacht gezahlt. Wow. Ja, unfassbar. Aber es ist das Dreifache wert. Das heißt, jeder, zum Beispiel auf dem Weg von Österreich runter an die Koratische Küste blickt, ja direkt an der Grenze zu Österreich, der da mal einen Zwischenstopp machen will. Es gibt keinen Schöneren, in diesem See zu schwimmen, diesem Holz-Tigdeck da reinzuspringen oder darauf zu rudern, während auf diesem Luxus-Strand, dieser Pier, wenn du so willst, der livrierte Kellner mit einem Kaffee bereits auf einem Tablett auf dich wartet. Das ist etwas, was man als Mensch eigentlich häufiger haben will, aber wenigstens einmal haben sollte. Das ist so ein oder? Das ist echt der absolute Wahnsinn. heraus. Viel Abit in Slowenien. Fahr da hin. Ich hab da schon Freuden. Ich hab das zum Beispiel einmal freundlich, ich hab zum Beispiel gesagt so Partnerschaft, da gibt es ja manchmal so Momente, die ganz, ganz schwierig sind, wo man dem Partner etwas Gutes tun muss, wo man einmal sich ganz groß entschuldigen muss, wo man ganz große Geste braucht. Oder für den Heiratsantrag. Was sind die besten Orte für Heiratsanträge? Das ist der Ort für einen Heiratsantrag. Dort zu stehen, diesen See zu schauen, in diesem Palast zu wohnen, sich umsorgen zu lassen, das ist einfach so ein großer, großer Moment. Alles ⁓ einen herum ist schön und beeindruckend und man staunt. Da dann auch noch sagen können, willst du mich heiraten? Oder, Schatz, entschuldige. Ich weiß wirklich nicht, was mit dem Christoph los ist. ist ja schon die, ich glaube, zweite oder dritte Folge, in der der Christoph total romantisch Weil Reisen, die Kultur ist auch romantisch. Fahrt dahin, illerbläth, es gibt nichts besseres. Ehrenslovenen ernannt. Ja, ich fühlte mich wirklich so berührt. Seitdem ist das für mich einer der schönsten Orte auf der Welt. Aber Christoph, jetzt musst du sagen, was steht links und rechts neben diesem Buch in deinem Regal? Was ist der Kontext, in den du das einsortiert hast? Das ist echt eine gute Frage. Das ist ein ziemlicher Weltschatz. Das ist nämlich so ein Foto-Band. glaube, den kann man nämlich auch gar nicht aufrecht in so ein Regal einstellen. Ich meine, ich habe einen Regal, wo ich tatsächlich Reiseführer einen am anderen stehen habe. Und von Zeit zu Zeit gebe ich die aber auch weg, weil 20 Jahre später noch mal irgendwie Riga, das will man halt eben nicht haben. Ich würde daneben Vielleicht auch so ein Reise-Roman, eine Reise zu was auch immer selbst zur Erkenntnis geht. Vielleicht würde ich direkt daneben, und das ist jetzt natürlich dick aufgetragen, aber Don Quixote. Ich habe ja Spanisch studiert und ich habe den Don Quixote tatsächlich auch zu Hause auf Spanisch. Und der Don Quixote ist ja die größte Reise der Literaturgeschichte fast von einem Menschen durch eine verwirrende Welt und zu sich selber und gegen so viele Widerstände und man weiß nicht, was wirklich ist und was erfunden ist. Ich würde vielleicht den Don Quixote daneben stellen. Super gut. Das ist, also jetzt wird es problematisch. Wir sind schon total über die Zeit hinaus. Aber Christoph, war in einem Ort, der ist nicht weit entfernt von hier. Da ist eine Bibliothek, eine Privatbibliothek. Das ist übrigens die größte Privat, einer der größten europäischen Privatbibliotheken von einem Industriellen, der Automobilhersteller war und aber sein Geld gemacht hat dann im Krieg, vor allem mit dem Motoren für die französischen Flugzeuge. Und der hat die größte Don Quixote-Sammlung der Welt. Und das ist nur eine Stunde von hier entfernt. Und ich hab so das Gefühl, Christoph, wenn du hier auf der Rückreise bist und hier vorbei fährst, gehen wir da zusammen hin. Das könnten wir machen, denn ich bin jemand, der... Ich pilgere ja gerne zu literarischen Städten und ich bin tatsächlich zum Geburtshaus von Miguel de Cervantes in Alcalá de Henares gepilgert. Das ist hier, guck mal, da ist sie. Die Bibliothek mit den ganz vielen Don Quixoten. Und jetzt gucke ich auch gleich, wo die es ist, und dann fahren wir da zusammen hin. Aber so was ist wirklich magisch, das lädt den Inhalt auf, den Ort, das ist total. Total, ja. Pausen Dank für deine Zeit, David. Damit ist die elfte Folge. 20 müssen wir jetzt für das nächste Level, das scheint ja irgendwie auch so ein Gesellschaftsspiel zu sein, 20 ist die nächste Zahl. Aber solange wir so interessante Freunde wie dich dabei haben und immer noch so viele interessante Orte und Dinge, denen man sich beschäftigen kann, geht uns das Thema nicht aus. Und wer sehen will, wie ich das Spielzeug ausgepackt habe, diese Folge gibt es natürlich auch auf YouTube. wir sind offen für Kommentare. Wir haben ja jetzt unseren ersten Kommentar bekommen. freuen uns immer noch wie ein Keks. Wir würden uns sehr über einen zweiten Kommentar von jemandem freuen. Vielen Dank, ihr Lieben. Wir hören uns bald wieder und tut einfach, was wir euch sagen. Adieu. Bis bald.